Between Fangs and Claws [Kürbis vs Dämon]

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    • Cal atmete scharf ein, als sie ihn berührte. Ihre Hände an seinen Wangen fühlten sich an wie der letzte Stoß über den Abgrund. Und er sprang, ohne Zögern, ohne auch nur darüber nachzudenken.
      Er stieß ein raues, fast gequältes Geräusch aus, bevor er sich in Bewegung setzte. Keine Vorsicht mehr, keine Zurückhaltung. Seine Lippen fanden ihre in einem Kuss, der so roh und drängend war, als wollte er sie damit verschlingen. Einer seiner Arme schlang sich um ihre Taille und zog sie gegen sich – hart, fordernd, als wollte er sie in sich hineindrücken, bis sie eins waren.
      Mit der anderen Hand griff er wieder in ihr Haar, hielt sie fest, kontrollierend, aber auch haltfindend, als müsste er sich an ihr festklammern, um nicht völlig den Verstand zu verlieren.
      Der Kuss war Chaos. Wild. Ungeordnet. Ihre Körper pressten sich gegeneinander wie zwei Naturgewalten. Dann löste Cal sich, atemlos, nur um seine Lippen an ihrer Haut entlangzuziehen. Ihre Kehle, kühl und glatt unter seinem Mund. Er strich mit seinen Zähne gefährlich knapp an der Stelle vorbei, an der ihre Halsschlagader gewesen wäre – ein ironischer Reflex. Verhöhnte er damit ihre Natur, oder meldete sich da seine eigene?
      Er küsste weiter, tiefer, zum Schlüsselbein hinab. Er wollte sich in ihre Haut brennen, der Welt sagen, dass er hier war. Dass sie ihm gehörte, wenigstens in diesem Moment. Seine Hände wanderten, erkundeten ihre Taille, ihren Rücken. Seine Finger zitterten, aber nicht vor Unsicherheit, sondern vor der Wucht des Verlangens, das sich endlich entladen durfte. Und in seinem Blick, als er wieder zu ihr aufsah, lag nichts mehr von Kontrolle. Nur noch Hunger. Echter, ungezügelter Hunger. Und ein ganz kleines, flackerndes Stück Hoffnung, dass sie ihn genauso wollte, wie er sie.


    • Ilya

      Das wenige an Kontrolle, was noch irgendwo in der Luft zwischen ihnen geschwebt hatte? Es war verloren. Gerissen, wie das letzte Seil eines Fallschirmes. Danach gab es nur noch den freien Fall. Den nervenaufreibenden, adrenalingeladenen freien Fall. Als er nahezu in sie krachte stöhnte Ilya leise, verloren an seine Lippen und seinen Geschmack. Ihre Hände, welche noch an seinen Wangen gelegt hatten, fuhren nach hinten, verkeilten sich in seinen langen Haaren, zogen ihn zu sich, zogen sie zu ihm. Es gab kein Zögern. Keine gespielte Zierde. Dafür hatte sie keine Zeit. Auch wenn der physische Hunger gestillt war, so entfachte sein Kuss einen ganz anderen Hunger. Einen viel tiefer gehenden Hunger, der Instinkt glich. Der nicht wusste, was Zurückhaltung war.
      Ilya lehnte ihren Kopf zur Seite, keuchte vollkommen außer Atem, als sie seine Zähne an ihrem Hals spürte, wie er Stellen küsste, die niemand anderes jemals gewagt hatte zu berühren.
      "Ah~ Scheiße Calder." entglitt ihr, als er sie an sich heran drückte, ihre Augen seine fanden. Sie verstand ihn ohne Worte. Seinen Blick, seinen Hunger. Und Gott, spürte sie es auch. Das heiße Verlangen nach mehr. Nach ihm, nach alles, was ihn ausmachte. Ilya's Hände glitten seine Haare entlang, fanden seine muskulösen Schultern und krallten sich fest. Sie zog sich an ihm hoch, wickelte ihre Beine um ihn als sie ihn wieder in einen Kuss verwickelte, der alles sagte, was sie selber nicht konnte.
      Nicht aufhören. Nicht stoppen. Sie wollte ihn gänzlich. Ohne Barrieren, ohne blöde Grenzen zwischen Vampir und Wolf. Nur ihn und seinen Instinkt.


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    • Cal hielt Ilya an den Oberschenkeln, als wäre sie kaum mehr als Luft, obwohl sein Griff gleichzeitig so fest war, dass kein Zweifel daran bestand, wie sehr er sie gerade brauchte. Ihre Körper hielten sich gegenseitig, verschlungen in einem Tanz aus Chaos und Lust, und selbst wenn es brannte – sie brannten gemeinsam.
      Seine Schritte waren taumelnd, nicht aus Unsicherheit, sondern weil seine Beine kaum noch gehorchten, vom Verlangen geschwächt, von der Hitze, die durch seinen Körper raste. Noch während sie ihn küsste fand er den Weg zur Couch. Nach heute würde sie niemand mehr als unbenutzt bezeichnen...
      Er ließ sich mit ihr sinken, sein Griff um sie ungebrochen, und fing sich gerade rechtzeitig mit dem Arm ab, um nicht vollends auf ihr zu landen. Aber auch das hätte ihn kaum davon abgehalten, sie zu küssen, als würde er nur so atmen können.
      Die Polster unter ihnen gaben nach, formten sich um ihre Körper, als gehörten sie genau hierher. Seine Lippen fanden ihre erneut, weicher nun, aber mit einem brennenden Nachdruck, der alles sagte: Ich will dich.
      Seine Hand glitt über ihre Seite, erkundete Haut, Stoff, Form, alles in einem Rausch aus Ehrlichkeit und Instinkt. Er hatte nie gelernt, sich hinzugeben. Immer war er der, der Kontrolle behalten musste, der kämpfte, der lenkte. Doch bei ihr? Bei ihr war Kontrolle ein Witz. Ein Schatten, der längst verblasst war.
      Cal ließ sich führen, ließ sich nehmen, ließ sich fallen – und fand in ihrer Umarmung eine Art Freiheit, die ihm niemand je geschenkt hatte. Kein Zögern mehr. Kein „wir dürfen nicht“. Nur das Hier, das Jetzt, das Sie.
      Er flüsterte ihren Namen gegen ihre Lippen, leise, wie ein Gebet, wie eine Kapitulation.
      "Ilya…"
      Nur das. Mehr brauchte es nicht. Alles andere lag in seinen Augen, in seinem Griff, in dem Weg, den seine Lippen über ihre Haut nahmen.


    • Ilya

      Ihre Hände blieben nicht still. Kratzten über seinen nackten Oberkörper, hinterließen spuren zwischen Blut und Hitze. Warum fühlten es sich so richtig an? Seine Lippen auf ihren, wie ihre Zähne ihn immer wieder schnitten und ihre Zunge die Wunden gleich wieder verschlossen. Sein Geruch alleine war schon zu berauschend, zu benebelnd. Seine Hände waren zu heiß auf ihrer Haut. Ilya fühlte sich, als würde sie gleich entzwei brechen. Aufgerissen und vollkommen hingegeben.
      Als ihr Rücken auf die Couch traf keuchte sie erneut auf, das Leder ausnahmsweise kalt auf ihrer geröteten Haut. Seit wann konnten Vampire überhaupt rot werden? Fuck. Das war alles er Schuld. Alles sein Verdienst. Ihre Beine verschränkten sich um seine Hüfte, als sie sich an ihm rieb. Wer hatte auch Kleidung erfunden? Ein frustriertes Geräusch entwich ihr, als ihre Hände an dem Bund seiner Hose zogen.
      Dann?
      "Ilya.." Fuck. Ihre Augen weiteten sich. Wie konnte ihr Name nur so verführend in seinem Mund klingen? Fuck fuck fuck. Ilya stöhnte noch frustrierter, zog ihn näher, bedürftig, fast schon erbärmlich. Seine Haut war weich, seine Muskeln angespannt. Gott fühlte er sich gut an, als sie sich gegen ihn rieb. Sie wollte ihn. Jetzt. Hier. Hart.
      "Calder- bitte-" keuchte sie zwischen Küssen. Sie wollte ihn zwischen sich. In sich. Ohne Barrieren. Ohne Zurückhaltung.


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    • Anstatt ihr das Shirt vorsichtig auszuziehen, packte Calder den Stoff und zerriss ihn ohne Zögern. Der dünne Stoff gab unter seinen Händen nach und er warf ihn achtlos zur Seite, vergaß ihn im Taumel aus Hitze und Instinkt.
      Für einen Moment hielt er inne. Keine Küsse, keine Bewegung – nur sein Blick, der sich über ihre nun entblößte Haut legte wie eine zweite, sehnsüchtige Berührung. Es war, als würde er sie zum ersten Mal wirklich sehen. Offen. Halb nackt, nicht nur im Körper, sondern auch im Verlangen, das zwischen ihnen brannte.
      Er stürzte sich gleich wieder auf sie, ließ seine Hände langsam über ihre Taille wandern, erkundeten jede ihrer Linien mit einer Mischung aus Ehrfurcht und Gier. Seine Lippen fanden erneut ihr Schlüsselbein, verweilten dort, während seine Zähne sich leicht in ihre Haut drückten – fordernd, spielerisch, beinahe wie ein Wolf, das sich sein Revier markierte. Jeder Atemzug, jedes Zittern unter seinen Fingern ließ ihn tiefer in das Gefühl hineinfallen, das längst die Kontrolle übernommen hatte.
      Die Luft zwischen ihnen war schwer, geladen. Ihre Körper verschmolzen mit jeder Berührung ein Stück mehr. Es gab keine Gedanken mehr an draußen, keine Grenzen, kein Gesetz. Nur Haut auf Haut, das leise Kratzen ihrer Nägel auf seinem Rücken, das kaum hörbare Beben ihres Atems, wenn seine Lippen eine empfindliche Stelle fanden.
      Er bewegte sich über sie, seine Bewegungen geführt von dem Rhythmus ihrer Reaktionen. Sein Körper war angespannt vor Verlangen, aber seine Hände tasteten sich vorsichtig weiter, als müsste er jeden Zentimeter in sich einbrennen, als wäre sie ein Versprechen, das er mit seinem ganzen Wesen festhalten wollte. Ihre Nähe war überwältigend, betäubend – sie war überall, in seinem Atem, unter seinen Fingern, in jeder Zelle seines Körpers.
      Er hatte sich noch nie jemandem so hingegeben. Nicht körperlich – nicht seelisch. Doch in diesem Moment war er nur noch Instinkt, nur noch Hunger und Hingabe zugleich.
      Er küsste und knabberte sich ihren Körper hinab. Dann hakte er seine Finger in den Bund ihrer Shorts und befreite sie in einer einzigen, schnellen Bewegung davon. Und weil er gerade stand, wurde er auch gleich seine Jogginghosen los, bevor er sich wieder halb über sie legte. Er küsste sie, drückte seine Zunge mit voller Absicht in ihre viel zu scharfen Fangzähne, stöhnte ob des kleinen Schmerzes. Er schlang die Arme um sie und rollte sich herum, sodass sie nun auf ihm lag - das erste Mal in seinem Leben, dass er sich willentlich unter jemanden legte, dass er sich jemandem aktiv unterwarf.


    • Ilya

      Alles brannte. Heiß, kalt. Ilya verlor den Überblick wo oben und unten war, so sehr überrannte er ihre Sinne. Die Wärme war nur kurz verschwunden, als sie die kalte Luft an ihrem Oberkörper spürte. Ihre Nippel wurden ein wenig hart, als er ihre Brüste entblößte. Natürlich hatte sie keinen BH unter dem T-Shirt an, wenn sie zu Hause war. Ilya sah ihm dabei zu, wie er ihren Anblick nahezu austrank. Als wollte er das Bild für immer in seinen Kopf brennen. Es war nicht unangenehm. Gott er sah sie genauso an, wie sie, jedes mal wenn er sich seiner Kleidung entledigt hatte. Nur unverhohlener. Ohne sein Verlangen zu verbergen.
      Calder's Hände, seine Lippen, sein Körper waren wieder auf ihr. Ilya's keuchte, als sie ihn zu orten veruschte. Aber er war überall. Jedes mal, wenn er einen sensiblen Ort erkundete entwich ihr ein Seufzer. Jedes mal, wenn seine Zähne ihre Haut durchbrachen stöhnte sie leise, obgleich die Wunden sich schnell wieder schlossen. Fuck, seit wann fühlte sich Körperkontakt überhaupt so gut an.
      Kurz war seine Wärme wieder weg und fast hätte sie vor Protest geknurrt, doch er war schneller, zog ihr und sich selbst das letzte lästige Stück Kleidung vom Leib. Er küsste sie wieder. Ilya schmeckte sein Blut, dass er ihr so freiwillig gab. Ihre Hände wollten ihn wieder zu sich ziehen, den Kuss vertiefen, als er sie herum wirbelte. Erst war sie desorientiert, als sie sich oben, anstatt unten befand. Doch die Verwirrung hielt nur kurz, als sie auf ihn herab blickte. Es war fast schon witzig. Ilya wusste instinktiv, dass er sich ihr gerade quasi unterwarf. Während Vampire nicht unbedingt zwischen den Positionen unterschieden, überkam sie eine Art Machtgefühl, als sie seinen Torso zwischen ihren Beinen umklammerte.
      Ein bisschen erinnerte es sie daran, als sie ihn in seiner Wolfsgestalt geritten hatte. Nur, dass kein Fell zwischen ihnen war. Kein Stück Stoff, dass verbarg, wie feucht er sie gemacht hatte.
      "Calder.." sie beugte sich nach vorne, stemmte sich auf seinen Schultern ab als sie ihm in die Augen sah. Da war nichts. Keine Reue, keine Scham. Nur Hunger. Nur Verlangen. Und Gott, wollte sie ihn jetzt.
      Ilya zögerte nicht als, sie sich letztendlich über seinem steifen Glied positionierte. Währenddessen brach sie den Augenkontakt nicht ab. Nein, sie wollte ihn sehen, während sie ihn reiten würde.


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    • Ein leises Winseln entrang sich Cals Kehle, als Ilya seinen Namen flüsterte. Er wollte es noch einmal hören, wieder und wieder. Sein Name auf ihren Lippen. Das war wie Musik in seinen Ohren.
      Er strich über ihre Flanken bis hinunter zu ihrem wirklich wohlgeformten Hinterteil, wo er sie packte. Er begegnete ihrem Blick, blinzelte nicht einmal, als er sie langsam nach unten drückte. Ein tiefes, besitzergreifendes Grollen rollte durch seinen Körper, genauso wie eine Welle der Hitze. Beides war von Ilya ausgelöst worden.
      Für einen langen Moment hielt er sie dort fest, zerging in dem Gefühl, in ihr.
      "Fuck..." hauchte er, seine Stimme kaum mehr als ein Flüstern.
      Er schob eine seiner Hände über ihren Rücken hinauf bis zu ihrem Hinterkopf. Er zog sie an sich, küsste sie geradezu liebevoll im vergleich zu vorher. Seine andere Hand strich über ihren Schenkel, liebkoste sie mit einer Sanftheit von der Cal nicht gewusst hatte, dass er sie besaß.
      Cal war sich wohl bewusst, dass seine Halsbeuge immer noch leicht blutete. Und er hatte gesehen, welchen Effekt sein Blut auf die Eisprinzessin hatte. Er wollte ihr alles von sich geben, also schob er ihren Kopf, ihre Lippen, an die gleiche Stelle, wo sie ihn eben noch gebissen hatte. Sie sollte sich alles von ihm nehmen, was sie haben wollte.


    • Ilya

      Es war berauschend. Erfüllend. Ilya wusste nicht, ob sie sich jemals so gut gefühlt hatte. Ihr Vampir-Dasein war bis lang ziemlich trist gewesen. Lange Meetings, Schlafen obwohl sie es nicht brauchte und kalt Lächeln. Die wenigen Tage, die sie mit Calder verbracht hatte, waren sowieso schon die aufregendsten gewesen, die sie in ihrem kurzen Leben zu verzeichnen hatte.
      Und Gott, war das hier aufregend.
      Als er sie auf sich hinab zog, stöhnte sie, laut, unterdrückte den Zwang den Rücken durchzudrücken und den Kopf in den Nacken zu legen. Stattdessen konzentrierte sie sich darauf ihn anzusehen, die Lust in seinen Augen zu sehen, als er sie vollends ausfüllte. Fuck. Das war alles und mehr, als sie sich je erhofft hatte.
      Keuchend ließ sie sich von ihm zu sich ziehen, genoss seine Liebkosung, seine Zärtlichkeit. Ein bisschen hatte sie erwartet, dass er nur noch seinen Instinkten vertrauen würde. Dass das hier nicht so sanft und sinnlich wäre.
      Ilya erwiderte den Kuss, wimmerte gegen seine Lippen als er sich bewegte.
      "Fuck, Cal-" stöhnte sie gegen seine Lippen, bevor sie langsam ihren Mund wandern ließ. Vorbei an seinen Lippen, sein Kinn hinab zu seiner immer noch blutenden Halsbeuge. Der Geruch stieg ihr in die Nase, vernebelte den wenigen Verstand als sie anfing aufzulecken, was schon auf seiner Haut war. Ihr Hüften bewegten sich gegen ihn, ritten ihn in einem langsamen, fast schon zu langsamen Rhythmus, als sie genauso langsam leckte.
      Ilya erschauderte als sie schließlich ein weiteres Mal zu Biss, nicht um des Blutes wegen, sondern um ihn zu spüren. Die Verbindung zwischen ihnen. Ihre Zähne glitten in seine Haut wie, als gehörten sie genau da hin. Ihre Hände fanden seinen Hinterkopf, krallten sich in seine Haare und sie presste sich an ihn, gegen ihn. Gott, er fühlte sich so gut an. Alles brannte, jede noch so kleine Berührung, jede Bewegung schob sie näher an die Klippe. Näher an etwas, was sie nie wieder loslassen würde. Wie sollte sie jemals damit aufhören?


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    • Cal stöhnte auf, als er den scharfen Stich von Ilyas Zähnen in seiner Halsbeuge spürte. Seine Hüften zuckten, begegneten den ihren. Er packte ihren Hintern, jede Zurückhaltung vergessen. Sie mochte vielleicht über ihm aufragen, sie ritt ihn, aber jetzt war er es, der sie nahm. Geradezu gnadenlos hämmerte er in sie hinein. Da war keine Eleganz, kein Teasing, nichts. Cal jagte seiner eigenen Ekstase hinterher wie ein Wolf einem Hasen. Die Geräusche, die Ilya an seinem Hals von sich gab, ließen ihn wissen, dass er ruhig weitermachen konnte - sie schien ohne Probleme mit ihm Schritt halten zu können auf dieser Jagd.
      Hitze breitete sich in seinem Körper aus, verband sich mit dem Kribbeln in seinem Nacken. Seine Wirbelsäule... ach Quatsch, alles von ihm stand unter Strom, seine Muskeln zum Bersten angespannt.
      "Fuck, Ilya," knurrte er.
      Er packte sie am Hinterkopf, zerrte sie von seinem Hals und küsste, hart, beinahe brutal. Er schmeckte sein eigenes Blut auf ihrer Zunge und aus irgendeinem Grund war das so unendlich scharf. Er presste seine Stirn gegen ihre, suchte ihren eisigen Blick. Ihre Augen waren so hell, so farblos... wie der Mond.
      Ein tiefes, lautes Knurren rollte über seine Lippen, und mit einem, zwei weiteren, kräftigen Stößen katapultierte er sich über den Rand eines Canyons.


    • Ilya

      "Oh Gott..Scheiße." Stöhnte sie gegen seine Lippen, als sie spürte, wie er in ihr kam und sie gleichzeitig mitnahm. Dabei hatte sie sich gezwungen, nicht die Augen zu verschließen, hatte den Blickkontakt nicht gebrochen bis sie letztendlich erschöpft gegen seine Brust fiel und versuchte ihren flachen Atem Kontrolle zu bekommen.
      Zunächst war da gar nichts. Einfach nur Stille in ihrem Kopf, die Atemzüge zwischen ihnen und der Geruch von Schweiß und Blut. Eigentlich mochte sie den Geruch von Schweiß nicht. Er stach normalerweise in der Nase, doch sein Geruch? Sie hätte sich quasi darin suhlen können. Wie ein Hund. Ha.
      Erst, als ihr Herzschlag sich verlangsamte und der Blutrausch abnahm, wurde sie wieder bei klarem Verstand. Oh shit. Oh shit oh shit. Eigentlich wusste Ilya nicht, warum sie gerade so viel Panik verspürte. Aber die Konsequenzen, die die beiden so gut ausgeblendet hatten, waren nun nicht mehr zu ignorieren. Nicht, wenn er immer noch in ihr war, wenn sie keinerlei Verhütung verwendet hatten und sie quasi gerade alle ungeschriebenen Taboo's gebrochen hatten, die überhaupt existierten.
      Aber da war etwas, was sie davon abhielt direkt aufzustehen, direkt versuchen diese ganze Situation für einen Fehler zu erklären und sie wegzudiskutieren. Nein, das konnte sie einfach nicht. Nicht mehr. Nicht, nachdem sie ihn gespürt hatte, geschmeckt hatte. Sie wollte niemand anderen, kein anderes Blut mehr. Nicht, solang es ihn gab.
      "...scheiße, Calder." flüsterte sie schließlich, regte sich aber nicht. Ihr Oberkörper gepresst an seinen war unglaublich angenehm. Vor allem seine Wärme. Wie ein Heizkissen. "Kann ich einfach hier liegen bleiben? Warum bist du so warm?"


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    • Cal sollte eigentlich einhundert verschiedene Gedanken daran haben, was für einen kolossalen Fehler er hier gerade begangen hatte. Darüber, wie viele ungeschriebene Regeln er gebrochen hatte. Aber Gedanken zu haben war gerade zu anstrengend, also lag er einfach nur da, genoss das Gewicht von Ilyas zierlich aussehendem Körper auf seinem, und lauschte ihrer beider Atem.
      "Scheiße, Calder. Kann ich einfach hier liegen bleiben? Warum bist du so warm?"
      Als Antwort schlang er seine Arme um Ilyas Oberköper und drückte sein Gesicht in ihre Halsbeuge.
      "Wölfe haben eine höhere Körpertemperatur," murmelte er. "Ist Teil unseres guten Immunsystems."
      Er unterdrückte ein Gähnen. Himmel, er musste schlafen. Er war seit fast vierundzwanzig Stunden wach, hatte vier Verwandlungen hinter sich, und einiges an Blut gelassen. Ja, eigentlich klang schlafen gar nicht so übel.
      Mit einem Grummeln stand Cal auf. Dabei hielt er Ilya einfach fest. So fest, dass sich ihr Körper keinen Zentimeter bewegte. Vernebelt von seinem Höhepunkt und schläfrig genug, um das hier schon Schlafwandeln zu nennen, tapste er in Richtung des Gästezimmers, in dem er vorhin geduscht hatte. Dort legte er Ilya sanft ins Bett, dann krabbelte er neben sie unter die Decke. Scheiße waren ihre Laken weich!
      Er seufzte wohlig, drückte sein Gesicht in das viel zu weiche Kopfkissen.
      "Tschuldige," nuschelte er in den Stoff. "Normalerweise bin ich gesprächiger nach gutem Sex."
      Dieses Mal konnte er das Gähnen nicht zurückhalten. Ähnlich wie ein Hund riss er den Mund auf und gähnte, als hinge sein Leben davon ab. Er konnte die Augen kaum noch aufhalten.
      "Aber heute war ein langer Tag. Gestern. Egal."
      Cal wusste nicht, ob Ilya noch irgendwas gesagt hatte. Er war eingeschlafen, bevor er das letzte Wort richtig ausgesprochen hatte. Nicht unbedingt sein bester Moment.


    • Ilya

      Seine Wärme war wohlig weich. Nahezu einschläfernd. Selbst für jemanden, der eigentlich nicht müde wurde. Innerlich überlegte Ilya schon, ob sie sich eine Wärmedecke ins Bett legen sollte. Vielleicht schlief sie dann besser?
      "Wölfe haben eine höhere Körpertemperatur," murmelte er. "Ist Teil unseres guten Immunsystems."
      Das machte Sinn. Immunsystem, sowas hatten Vampire eigentlich nicht, oder? Zumindest gab es keine Krankheiten unter ihnen. Ob das an fehlender Anfälligkeit oder gutem Immunsystem lag? Schwer zu sagen.
      Ilya wehrte sich nicht, als er sie einfach mit nahm und schließlich in das Bett legte. Nur die helle Sonne, die allmählich über den Horzont zog, ließ sie unweigerlich die Augen zusammen kneifen. Calder war schnell zu ihr gekrochen und hatte sich mehr oder weniger an sie gelegt wie ein Hund, der gerade zu seinem Körbchen gefunden hatte. Naja, so hatte sie sich das zumindest immer vorgestellt. Schließlich hatte sie selber nie Haustiere gehabt.
      "Tschuldige, normalerweise bin ich gesprächiger nach gutem Sex." murmelte er noch und war schnell weg, was Ilya zum schmunzeln brachte. Musste schwierig sein, Schlaf zu brauchen. Andererseits kannte sie das Gefühl von Erschöpfung. Davon, dass der Kopf einfach nicht mehr mit machen wollte. Nur die körperliche Anstrengung, die zeigte sich eher in Hunger, als in Müdigkeit. Apropos...sie verspürte momentan keinen Hunger. Gar keinen Hunger. Eigentlich hatte sie immer mit so einem leichten Ziehen in den Zähnen und ihrer Kehle gelebt. Irgendwann hatte sie gelernt, das Gefühl zu ignorieren, so wie man die eigene Nase beim sehen ignorierte. Aber jetzt? Jetzt war der Hunger einfach nicht da.
      "...das kann ja noch was werden." seufzte sie schließlich und kuschelte sich ein wenig näher an ihn, bis sie schließlich quasi ihren Kopf in seiner Brust verstecken konnte. Schön dunkel und schön warm....

      Ilya wachte selten entspannt auf. Meist fühlte sie sich sehr hungrig nach einem ausgiebigen Schlaf. Sie war in seinen Armen gefangen, in die sie sich selbst eingekuschelt hatte. Anscheinend hatte er sie unterbewusst ein wenig stärker um sie gelegt. Zufrieden drückte sie ihr Gesicht noch mehr in seine nackte Haut, atmete seinen viel zu leckeren und wohligen Geruch ein und verharrte noch ein wenig. Über die Konsequenzen, über das, was sie hier gemacht hatten, konnten sie auch später noch reden. Solang er sie lassen würde? Solange würde sie seine Nähe genießen.


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    • Wölfe waren alle gute Schläfer. Sie konnten schnell einschlafen, schnell tief schlafen, aber auch schnell aufwachen, wenn sie mussten. Cal war ein herausragender Schläfer. Wenn man ihn ließ, dann konnte er den ganzen Tag damit verbringen, sich von Nickerchen zu Nickerchen zu hangeln, ohne ein schlechtes Gewissen zu kriegen.
      Er kam langsam zu sich. Aber ein paar Sachen stimmten nicht ganz. Als erstes war da der Geruch. Hier roch es nicht nach dem Rudel, nach seinen Cousins, dem Haus seines Onkels, oder seinen Streunern. Das Kissen und die Bettdecke waren auch viel zu weich, das passte alles nicht zusammen. Dann bemerkte er, dass er etwas - nein, jemanden - in den Armen hielt. Und dieser Jemand hatte eine zu niedrige Körpertemperatur.
      Cal riss die Augen auf, als ihn die letzte Nacht wieder ereilte. Heiliger Hundehaufen! Was hatte er nur getan?!
      Vorsichtig löste er seine Arme von Ilya und rollte sich auf den Rücken, um sich ausgiebig zu strecken. Seine Halsbeuge schmerzte sofort, der Schmerz war scharf, spitz fast schon. Hatte Ilya den letzten Biss nicht geschlossen?
      Das war der Moment, in dem Cal bemerkte, dass Ilya schon wach war.
      "Hey," brummte er.
      Er konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen. Er sollte nicht lächeln! Nicht in dieser Situation! Er hatte keinen Grund zum Lächeln!
      Cal sah sich um, fand aber keine Uhr.
      "Wie spät ist es?" fragte er durch ein Gähnen hindurch.


    • Ilya

      Sie konnte ein enttäuschtes Seufzen nicht unterdrücken, als er sich von ihr löste und sogleich die Wärme ein wenig weiter entfernt war. Seit wann war sie überhaupt so bedacht darin, warm zu sein? Vampire taten das nicht. Ihre niedrige Körpertemperatur war ihrem kalten Blut geschuldet. Aber das bedeutete nicht, dass sie eine bestimmte Temperatur bevorzugten. Oft war es eher so, dass sie in zu warmen Gebieten eher Probleme bekamen ihre eigene Temperatur zu regulieren. Wie die Vampire im Vatikan lebten? War Ilya bis heute ein Rätsel.
      "Guten Abend..." murmelte sie, halb lächelnd als er sie ebenfalls anlächelte. Seine Stimme, rauchig vom Schlaf, war viel zu attraktiv, gepaart mit dem Anblick, den er ihr bat.
      "Knapp 17 Uhr. So lang hast du gar nicht geschlafen." antwortete sie schließlich mit einem Blick auf die Uhr an der Wand links von ihnen. Dafür musste sie ein wenig blinzeln, da die Abendsonne zwar tief stand, aber genügend Licht in den Raum warf, um ihre Augen zu irritieren. Beim nächsten Mal würde sie definitiv in ihr eigenes Bett gehen. Oder ihn da hin mitnehmen.
      "..." sie öffnete den Mund, schloss ihn dann aber gleich wieder. Was sollte sie schon sagen?
      Das hier war ein Fehler? Garantiert nicht.
      Gerne wieder? Vielleicht?
      Der Sex war gut? Auf jeden Fall.
      Fuck. Da war nichts, was sie ansprechen konnte, ohne gleich wie eine totale Vollidiotin zu wirken. Sie waren erwachsene Wesen, verdammt. Da konnte man doch normal miteinander reden oder?
      "Ist es...falsch das ich das nochmal will? Mit dir?"


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    • "Fünf? Shiiit."
      Mit einem leisen Lachen setzte sich Cal auf. Er rieb sich die Augen, fuhr sich mit einer Hand durch die langen Haare. Er berührte seine Halsbeuge, da, wo Ilya ihn gebissen hatte. Jup, da waren zwei kleine Punkte mit verkrustetem Blut. Shit.
      Er sah sich kurz um, dann angelte er nach seinem Smartphone, das noch in seinen verdreckten Cargohosen von letzter Nacht steckte. Das Kleidungsstück hatte er achtlos zu Boden geworfen, bevor er im Badezimmer verschwunden war.
      Als er den Bildschirm einschaltete, blinkten ihn mehrere verpasste Anrufe und ein Dutzend Nachrichten an. Ups.
      "Ist es...falsch das ich das nochmal will? Mit dir?"
      "Hm?" Er sah zu Ilya rüber. "Definitiv. Das ist so ziemlich das Falscheste, was wir machen könnten."
      Und doch wollte er es genauso sehr. Allein der Gedanke an das, was sie gestern getan hatten, ließ seine Haut vorfreudig kribbeln. Sie sollten das hier sofort beenden. Er sollte sich anziehen und so schnell verschwinden, wie er nur konnte.
      Cal schob sich die Kissen zurecht und lehnte sich gegen das Kopfteil des Bettes. Er klickte sich durch die Nachrichten, die Briar, Daisy und sein Onkel ihm geschickt hatten, ohne sie wirklich zu lesen. Das dauerte ihm zu lange. Angerufen hatte ihn nur sein Onkel und einmal Cora - in seinen Jungwolfjahren war das der Trick gewesen: wenn er wütend auf Linden gewesen war, hatte Cora ihn zurück an den Essenstisch geredet. Mit einem Seufzen drückte er auf den grünen Knopf und rief Cora an - noch so ein Trick aus seinen Jungwolfjahren: wann immer er richtig Mist gebaut hatte, hatte er Cora angerufen, damit sie für ihn mit Linden reden konnte.
      "Cal?! Bei der großen Wölfin, wo steckst du?!"
      Cal lehnte sich zur Seite und hob einen Finger an die Lippen, um Ilya zu bedeuten, leise zu sein.
      "Die auch einen schönen Nachmittag," meinte er mit einem Grinsen. "Mir geht's gut, kein Grund, die Kavallerie loszuschicken."
      "Okay, das ist beruhigend zu Hören. Dein Onkel war schon drauf und dran, den Vampiren ans Bein zu pinkeln."
      Cal kicherte. "Wäre unpraktisch. Die waren gestern eigentlich ganz handzahm und haben sich gut benommen."
      "Hm. Zurück zu meiner Frage: Wo steckst du?"
      Er seufzte. "Ich bin in einer Wohnung von Ilya Crowley. Der Abend war anstrengend und sie hat mir ein Abendessen ausgegeben. Frühstück... keine Ahnung. Jedenfalls haben wir noch ein bisschen gequatscht über das was wir rausgefunden haben und wie wir weitermachen wollen. Ich war todmüde und am anderen Ende der Stadt, sie hat mir ihr Gästezimmer angeboten. Und dann hab ich halt verpennt. Vampire haben's nicht so mit dem früh aufstehen."
      Er konnte hören, wie sich Cora das alles durch den Kopf gehen ließ. Schließlich seufzte auch sie.
      "Hauptsache ist, dass es dir gut geht. Und du heute Nacht nach Hause kommst."
      Das, so wusste Cal, war praktisch ein Befehl gewesen, auch wenn Cora ihm technisch gesehen keine Geben konnte.
      "Jup. Soweit ich das mitbekommen habe, müssen die Vampire erstmal ein bisschen bei ihren Leuten aufräumen, da können wir nicht helfen. Ich bin zum Abendessen zu Hause."
      "Versprochen?"
      "Du hast mein Wort drauf."
      Damit gab sich Cora zufrieden. Sie wusste, dass Cal seine Versprechen nicht brach.
      "Ich geh mal deinen Onkel davon abhalten, Kriegspläne zu schmieden."
      "Jup. Bis später."
      "Bis später."
      Cal warf sein Smartphone zurück auf seine Hosen, dann rutschte er zurück in die weichen Laken. Er grummelte leise.
      "Ich muss gehen," meinte er zu Ilya und klang dabei alles andere als glücklich. "Kann ich deine Dusche nochmal benutzen?"


    • Ilya

      Ilya hatte sich schon wieder unter die Bettdecke verzogen, als er mit seinem Rudel redete, als hätte er nicht den Tag mit ihr im Bett verbracht. Aber wirklich verübeln konnte sie ihm das auch nicht. Es war besser, wenn niemand anderes über ihre kleine Liaison Bescheid wusste. Am liebsten hätte sie ihn dabei beobachtet, doch die Sonne tat ihren Augen weh und einen Sonnenbrand wollte sie sich jetzt auch nicht holen.
      Schließlich ließ er sich zurück zu ihr sinken, auch wenn er wohl gleich wieder los wollte. Schade. Vor allem weil er anscheinend nicht bei der nächsten Aufräumaktion dabei sein würde. Dabei könnte sie sein Blut echt gut gebrauchen.
      Während sie sich zu ihm drehte folgten ihre Augen ihrer letzten Spur, den Bissspuren, die sie nicht verschlossen hatte. Ooops. Er war einfach eingeschlafen und hatte sie mit gezogen, bevor sie die Wunden schließen konnte. Okay, eigentlich hatte sie es im gesamten Unterfangen schlichtweg vergessen. Außerdem erfüllte es sie mit überraschendem Stolz ihre Marke an ihm zu sehen. Doch unauffällig war auch etwas anderes.
      “Uhm…ich kann meine Spuren vorher noch beseitigen. Riechen tut dein Rudel es vermutlich eh, aber dann hast du wenigstens keine offensichtlichen Bissspuren.” Bot sie schließlich an, während sie unbewusst kleine Kreise auf seiner Brust malte.


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    • Cal brummte. Eigentlich gefiel es ihm, ihre Bissspuren zu tragen. Unter Wölfen war beißen mitunter eine Bekundung von Freundschaft und Vertrauen. Man vertraute darauf, dass der andere einen nicht ernsthaft verletzte. Er hatte gestern Ilya vertraut.
      "Wäre wohl besser, wenn das keiner sieht. Den Geruch kann ich damit erklären, dass ich in deinem Apartment geschlafen habe."
      Ihm gefiel der Gedanke nicht. Weder der daran, ihre Spuren zu verlieren, noch der daran, sein Rudel anlügen zu müssen. Technisch gesehen hatte er nicht gelogen, noch nicht. Er hatte nur nicht die ganze Wahrheit in all ihren Details offenbart. Trotzdem fühlte sich das falsch an.
      "Hör mal... wir sollten... ach, keine Ahnung. Stell dir einfach vor, ich halte einen Vortrag darüber, dass wir uns professionell verhalten sollten und das von gestern einfach vergessen, ja? Ich bin nicht gut in sowas."
      Und ich habe eigentlich auch gar keine Lust auf professionell..., dachte er, behielt den Gedanken aber brav für sich. Hoffte er zumindest.


    • Ilya

      “..” Ilya sah ihn an, wie er ihre Spuren trug, in ihrem Bett lag und definitiv noch keine Anstalten machte sich zu verkriechen. Eine Augenbraue hob sich fast automatisch. Sie brauchte nicht mal seine Gedanken lesen. Dafür war seine Körpersprache aussagekräftig genug. Natürlich hatte er das gesagt und 0% davon so gemeint. Sonst hätte er sich heute Morgen nicht darauf eingelassen und würde sie nicht angucken, als würde er liebend gerne in ihrem Bett liegen bleiben. Verarschen konnte sie sich also auch selber. Leider.
      “Ich weiss ja nicht wie es bei dir aussieht, aber solang keiner was davon mitbekommt reißt mir zumindest niemand den Kopf ab. Außerdem kann ich sie ja auch hypnotisieren.” Sagte sie schließlich, als sie ihre Bein um seines schlang. Er war so ein bisschen wie ein beheiztes Seitenschläferkissen. Ohne ihm im Bett würde sie sich wohl irgendwann eines anschaffen.
      “Du kannst doch nicht ernsthaft das vergessen wollen oder?” Fragte sie dann, fast schon ein bisschen beleidigt, dass er versuchte diplomatisch zu sein, während er nackt neben ihr im Bett lag.


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    • "Scheiße nein," gab Cal ungebremst zu. "Aber das ist nicht der Punkt. Du hast vielleicht keine Probleme damit, deinesgleichen anzulügen, aber ich kann mir meinen Weg nicht einfach aus einer Diskussion raushypnotisieren. Mein Arsch ist dran, wenn das jemand rauskriegt. Ich bin vielleicht Rudelführer weil ich der Sohn meiner Mutter bin, aber Rangfolgen werden ausgefochten. Wenn das zwischen uns rauskommt, dann haben mindestens sechs Wölfe ein Anrecht auf meinen Titel. Und noch mehr haben die Eier in die Hose, mich herauszufordern."
      Und jetzt war er doch den ganzen Gedanken daran verfallen, warum das hier die schlechteste Entscheidung seines Lebens gewesen war.
      Er spürte Ilyas Bein an seinem und sein Verstand stolperte kurz.
      "Lass das," knurrte er, als sie ihre Haut dann auch noch an seiner rieb.
      Er hatte keine Zeit dafür, sich nochmal so ablenken zu lassen. Komm schon, Cal, denk an irgendwas richtig langweiliges!
      "Ich geh duschen."
      Und damit schwang er sich aus dem Bett und verschwand im Badezimmer. Der Abstand half hoffentlich.


    • Ilya

      Ohne Worte sah sie ihm hinterher bis er im Bad verschwand. Wirklich begeistert war sie von seiner Reaktion nicht, auch wenn sie verstehen konnte warum er quasi floh. Realistisch gesehen hatte er ja vollkommen Recht. Leider. Das zwischen ihnen war gefährlich im besten Fall und absolut tödlich im schlechtesten Fall. Sowohl für ihn als auch für sie. Ihr Vater würde ihr vielleicht nicht den Kopf abreißen, aber es würde einiges an politisches Drama geben und am Ende würde sie vielleicht sogar ausgestoßen werden. Zumindest für ein paar Jahrhunderte oder so bis man das ganze Dilemma wieder vergessen hatte. Die Privilegien als Reinblüterin und als Tochter von sehr mächtigen Vampiren. Und vielleicht gleichzeitig der Fluch dazu.
      Für Calder war es vermutlich ganz anders. Er hatte ein Rudel zu führen und sie hatte schon lange erkannt, dass er eine ganz andere Rolle hatte, als ihr Vater oder ihre Mutter als Rats- und Senatsführer. Dazu kam noch, das Calder eine relativ menschliche Lebenspanne hatte. Hmpf. Darüber wollte sie eigentlich gar nicht nachdenken. So oder so war er in einer ganz anderen Situation. Aber das bedeutete nicht, dass sie sich ein klein wenig ausgestoßen fühlte.
      Daher wartete sie nicht auf ihn, erhob sich selber aus dem Bett und verschwand so schnell wie möglich in ihrem eigenen Badezimmer.
      Hatte sie ihm folgen wollen? Sich mit ihm unter die Dusche gestellt und ihre Zähne an seinem Hals entlang fahren wollen? Definitiv. Scheiße, jetzt bekam sie fast wieder Hunger. Ilya seufzte, als sie sich schnell abduschte und sich wieder halbwegs präsentabel machte. Seine Hände hatten ein paar blaue Flecken auf ihrer eh schon blassen Haut hinterlassen. Die galt es jetzt mit einer dunklen Jeans und einem Pullover zu überdecken. Die Haare hatte sie schnell geföhnt und zu einem hohen Pferdeschwanz zusammengebunden, bevor sie sich Richtung Küche begab um sich eine Blutkonserve, die vermutlich eher wie Staub auf ihrer Zunge schmecken würde. Ja danke auch.
      Ruiniert hatte er ihr Leben nun. Oder ihren Geschmack zumindest. Sollte er doch gehen und sich unter seinen Wölfen verstecken. Konnte er ja, während sie heute wieder unterwegs war und vermutlich allen Vampire unter ihrer Nase im Kopf aufräumen musste. Ihr Appetit verging ihr sogleich wieder, als sie sich die nächste Zeit vorstellte, wie sie nur an seinen Geruch und sein Blut denken konnte, während sie einen Blutbeutel nach dem anderen leersaugte wie eine Capri-Sonne, nur um möglichst viele Vampire ihrer Gehirnwäsche zu befreien. War er eigentlich schon gegangen? Oder würde sie ihn jetzt noch verabschieden müssen, wie als hätte er nicht all ihre Organe neu sortiert und war danach noch mit ihr im Bett eingeschlafen. Scheiße man. Konnten Vampire eigentlich von Wölfen schwanger werden?


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