Dad, I want him! (Alea & Kiba)

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    • Dad, I want him! (Alea & Kiba)

      Dad, I want him!

      Vorstellung
      @Kiba
      @Alea CroniX

      "NEIN!" ertönte laut die Stimme von Jessica voller Trotz und im nächsten Moment zerschellte ein Glas an der Wand und zersprang in viele, glitzernde Scherben. "Aber Liebes, du brauchst einen Leibwächter, sonst kann ich dich nicht guten Gewissens außer Haus gehen lassen." versuchte Arthur seine Tochter zu beruhigen. "Dagegen habe ich ja auch nichts. Aber nicht ihn!" blieb die Schwarzhaarige stur und zeigte auf den stämmigen Mann mittleren Alters. Sein Name ist Boris, sein kurzes Haar ist Kupferrot und er trägt einen dunklen Anzug. Auf den ersten Blick würde man sagen, er ist ein Mann mit viel Erfahrung, wenn es um den Personenschutz geht. "Aber wieso denn nicht? Er ist größer als der letzte Kandidat." fragte der Herzog seine Tochter, mit leichter Verzweiflung in der Stimme. "Er ist alt! Und rote Haare passen so gar nicht zu mir." erklärte Jessica sehr oberflächlich, wieso ihrer Meinung nach, Boris nicht ihr Bodyguard sein sollte. "Aber Schatz, Boris hat Erfahrung und ist sehr zuverlässig." versuchte Arthur seine Tochter mit vernünftigen Argumenten umzustimmen. "Der Leibwächter von Elizabeth sieht viel jünger aus! Willst du, dass sie einen besseren hat als ich?! Damit würdest du mich vor meinen Freundinnen blamieren!" fing Jessica an zu jammern und auf die Tränendrüse zu drücken. Das wirkt fast immer bei ihrem Vater, um zu bekommen, was sie will. Und richtige Freundinnen hat Jessi eigentlich nicht, sondern eher reiche Bekanntschaften, vor denen sie immer perfekt sein musste und gar besser, schließlich ist sie die Tochter eines Herzogs.

      Wie so oft konnte Jessica ihren Willen durchsetzen und jetzt war sie bei dem Besuch bei der Militärbasis dabei, um selber nach einem geeigneten Mann zu suchen, der ihr Leben beschützen sollte. Der Herzog hatte schon die vielversprechenden Kandidaten auf den Exerzierplatz bestellt, wo sie nun alle in Reih und Glied standen. Es war wohl etwas verwunderlich für die Soldaten, als es plötzlich Jessica war, die vor ihnen stand und einen nach dem anderen begutachtete. Sie ließ sogar die Männer zum Teil vortreten, dass sie diese von allen Seiten betrachten konnte. Dabei hörte man sie oft nuscheln, wie sie das Äußere der Soldaten schamlos bewertete.
      "Der da!" blieb sie dann vor einem jungen Mann stehen, der sie noch gute überragte, trotz ihrer hohen Schuhe. Jessica hatte sich entschieden, dieser gut aussehende Soldat sollte ihr neuer Leibwächter werden. Den Rest musste ihr Vater dann erledigen, denn was sie haben wollte, würde sie auch bekommen.
      "Vergessen ist wie eine Wunde. Es mag zwar verheilen, aber dabei wird es eine Narbe hinterlassen."
      Monkey D. Ruffy


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    • Es war Mittags und Zeit für das Mittagessen. Da wir jederzeit bereit sein mussten, zu kämpfen, war es sehr wichtig, alle Mahlzeiten einzuhalten. Ich genoss meine Pause und verdammt, wenn ich gewusst hätte, das dies vorläufig meine letzte hier sein würde, hätte ich sie noch viel mehr genossen. Ich hatte gerade meinen Teller aufgegessen und weggeräumt, als die Lautsprecher sich meldeten und die Stimme vom Oberst durch alle Räume ertönte. Alle Männer im Alter bis 29 Jahre sollten sich auf dem Hof antreffen. Ich runzelte die Stirn und hob eine Augenbraue. Was zum Henker sollte das denn bitte? Leise seufzend tat ich, was mir geheißen und versammelte mich mit allen anderen auf dem großen Platz in zwei Reihen auf. Ich stand eher weiter hinten. Herzog Cornwall hatte sich vor die Gruppe gestellt. Das konnte ich erkennen. Und mit ihm... seine Tochter? Und ausgerechnet sie sah sich jeden von uns genau an. Ich kannte die Familie Cornwall. Und ich wusste auch, dass seine Tochter Jessica keinen guten Ruf hatte. Aber was sollte das hier? Suchte sich sich grad ihren Ehemann aus? Der, den sie wählen würde, tat mir jetzt schon leid. Sie war sehr eitel und dickköpfig. Wenn sie denn wenigstens eine Art Maske tragen würde, hinter den sie ihren wahren Charakter verbarg. Aber so ließ sie natürlich alles raushängen. Unauffällig verfolgten meine Augen ihren Körper und bemerkte, dass sie sich jeden Kameraden hier genau ansah und ihn abfällig ins Gesicht murmelte was ihr an dem Mann nicht gefiel. Scheinbar gab es hier ihren perfekten Mann nicht und meinetwegen konnte sie gern wieder gehen.
      Doch dann blieb sie bei mir stehen und sah sich alles genau an, ehe sie ihren Vater ansah und entschieden hatte, mich zu wollen.
      ÄHH BITTE WAS!!! Hatte ich nicht gerade dem jenigen bemitleidet, den sie auswählen würde? Das konnte doch wohl nicht wahr sein!
      Der Oberst und auch der Herzog kamen auf mich zu und klärten auf, was das Ganze zu bedeuten hatte. Und alles in mir sträubte sich, da mitzugehen und Babysitter zu spielen.
      "Verzeihung? Hab ich das Recht zu verhandeln?", fragte ich, doch alles blieb aussichtslos. Ich seufzte innerlich und verneigte mich dann vor Herzog Cornwall.
      "Es sei mir eine Ehre, für Euch zu arbeiten.", antwortete ich dann und richtete mich wieder auf. Das würde die Hölle auf Erden werden...
    • "Sie können Ihren Sold verhandeln. Soldat." hörte ich meinen Vater noch zu dem Mann sagen, denn ich auserwählt habe. Der sollte sich nicht so anstellen und glücklich schätzen! Er bekommt hier einen ganz entspannten Job und darf bei einer wunderschönen Frau sein und ihr alle Wünsche erfüllen. Mein Vater übertreibt immer und hat solche großen Sorgen, dass mir etwas passieren könnte, dabei ist so etwas noch nie vorgefallen. Doch da ist er strickt und hat mir sogar verboten, ohne Leibwache nicht mehr alleine unterwegs zu sein. Daher musste ich da einwilligen, wobei nur, wenn ich eben mir meinen Bodyguard aussuchen darf. Ich will doch nicht so einen hässlichen, daher gelaufenen Typ um mich haben, der mein Ansehen mit seiner bloßen Gegenwart herunterzieht. Mein Vater checkt einfach nicht, wie wichtig heutzutage das Image ist. Er hat dann auch immer renommierten Personenschützer abgeschleppt und ich hab es wirklich versucht, aber bei denen hielt ich es einfach nicht lange aus. Und damit das jetzt endlich ein Ende hat, hab ich zu ihm gesagt, er soll mir einfach ein paar brauchbare Männer zeigen und dich entscheide mich dann für einen. Gesagt, getan. Endlich ein Mann, der nicht nur groß ist, sondern seine Statur schreit auch nach Bodyguard, muskulös und trainiert, aber nicht so ein Anabolika Schlucker. Und das beste, er ist auch wirklich hübsch anzusehen. Wenn schon jemand die ganze Zeit bei mir sein muss, will auch etwas zum Schauen haben. Und umgekehrt ist es ja auch so.
      "Daddy! Ich will jetzt los!" hatte ich auch keine Geduld mehr, da er mir nach diesen Strapazen eine Shoppingtour versprochen hatte. Der Typ würde ja in den nächsten Tagen auf unserem Anwesen ein ziehen. Boa, er hat sogar ein Zimmer bekommen, dass gleich neben meines liegt. "Damit er schnell bei dir ist." hatte mein Vater mir erklärt. Total übertrieben. Aber da kann ich wohl nichts machen.
      "Also gut. Mister Bennington, ich danke Ihnen. Der Oberst hat die Dokumente für Sie da, die Ihnen noch mal genau erklären werden, was Ihre neue Aufgabe ist. Ich zähle auf Sie und lege das Leben meiner Tochter in Ihre Hände. Es steht auch schon ein Zimmer, für Sie bei uns bereit und ich erwarte Sie in den nächsten Tagen bei uns." verabschiedete sich mein Vater von den beiden Männern und kam dann endlich zu Limousine, in die ich mich schon gesetzt hatte und ungeduldig wartete.
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    • "Du bist der Leibwächter von Jessica Cornwall?! Wie cool ist das denn? Du darfst die ganze Zeit bei Jessica sein. Der hübschesten und heißesten Frau auf Erden. Was hast du denn da auszusetzen? Du guckst wie drei Tage Regenwetter.", Louis war ganz aufgeregt. Er war ein Kamerad und auch ein guter Freund von mir. Und da er schon einiges älter war als ich, stand ihm gar nicht zur Debatte, dass er auch hätte ihr Leibwächter werden können. Das durfte ja auch ich jetzt übernehmen.... so ein Mist. Ich bin nicht Soldat geworden, um auf eine Herzogstochter aufzupassen. Ich will mein Land und die Menschen beschützen, die ich liebe. Das konnte ich nun nicht mehr.
      "Glaub mir Louis, wenn ich könnte, würde ich den Job gerne an dich weitergeben. Ich gönne es dir wirklich. Wer weiß, wann ich hier wieder zurück kommen kann. Ob ich überhaupt zurück kehren kann.", ich seufzte leise.
      "Ich muss jetzt meine Sachen packen. Morgen kommt mein Taxi und bringt mich zum Anwesen. Wir hören voneinander.", ich verabschiedete mich von ihm und er lächelte mich aufmunternd an. Er begehrte den Job. Und ich? Ich musste nun das Beste drauß machen. In meinem Zimmer angekommen, packte ich meine ganzen Klamotten zusammen, die ich besaß und schloss den Schrank danach wieder. Ich hatte nicht viel und lebte eher schlicht. Ich hatte auch nicht viel Privates.
      Ich setzte mich auf mein Bett und sah zu meinem Nachtschrank. Dort stand ein Bild, auf dem ein kleiner Junge lachend in die Kamera sah. Hinter ihm seine beiden Eltern, die sich mit ihrem Sohn zusammen vor die Kamera gestellt hatten. Alle lachten.
      "Tja Mutter. Jetzt lebe ich doch in einem großen Haus und das war auch noch sehr luxuriös. Du brauchst dir also keine Sorgen mehr machen.", murmelte ich und steckte nun auch das Bild in den Koffer. Das wird morgen ein anstrengender Tag werden.

      Am nächsten Morgen saß ich recht früh schon in meinem Taxi und war auf den Weg zu meiner neuen Arbeitsstelle. Ich musste zugeben, ich war trotzdem etwas aufgeregt. Ich hatte noch nie Personen direkt beschützt. Schließlich würden wir viele Stunden aufeinander hocken. Sie musste ja viel von mir halten, wenn sie ausgerechnet mich wollte.
      Die Fahrt ging nicht lange und so stand ich einige Minuten später schon vor dem Anwesen. Lange blieb ich nocht unbemerkt und viele Bedienstete liefen hier rum. Höflich verneigte ich mich und stellte mich vor.
      "Guten Morgen. Ich heiße Hayden Bannington und melde mich zum Dienst als Leibwache für Miss Jessica Cornwall."
    • "Guten Morgen, Sir Bennington. Sie werden schon erwartet. Mein Name ist Mister Henderson und ich bin der langjährige Hausbutler der Cornwall Familie." stellte sich Mister Henderson vor, der zwar schon ergraut ist, aber immer noch sehr fit aussah für sein Alter. Er kümmert sich um das Anwesen und hat die Verantwortung für alle Bedienstete, wenn man etwas über Cornwall Manor wissen wollte, ist er die erste Person, die man diesbezüglich fragen sollte.
      "Bitte folgen Sie mir. Ich bringe Sie zu dem Herrn Cornwall und der Lady. Um das Gepäck wird sich gekümmert." forderte er Hayden auch direkt auf, ihm zu folgen und winkte dann einen Burschen zu sich, dem er auftrug, das Hab und Gut des Gastes direkt in sein Zimmer zu bringen.
      Das Anwesen war groß, mit unzähligen Räumen und einem riesigen Garten und Auffahrt. Die Flure wurden durch die weiten Fenster mit dem Licht der Sonne geflutet und am Ende einer Türe, klopfte Henderson an, ehe er eintrat.
      "Lady Jessica, Sir Cornwall, der Leibwächter ist erschienen." ertönte die Stimme unseres Butlers, der mich schon von klein auf kennt. "Na endlich, wieso hat das so lange gedauert." meckerte ich direkt, da ich die ganze Zeit das Haus hüten musste, bis dieser Bodyguard endlich da war. "Jessica, liebes, ich bin mir sicher, dass Mister Bannington so schnell wie möglich zu uns gekommen ist." sprach mein Vater mich ruhig an, der sich auch gleich erhob und auf den jungen Mann zuging, um ihm die Hand zu schütteln. "Sie müssen die Ungeduld meiner Tochter entschuldigen, aber sie ist sehr freiheitsliebend und kann es kaum erwarten, endlich ohne mich und meinen Personenschützern etwas draußen zu unternehmen. " hörte ich meinen Vater sagen. Er ist ein höflicher und auch gerechter Mann, einfach der beste Dad, den man sich wünschen kann.
      "Jessica, wärst du so lieb, und bringst Mister Bannington zu seinem Zimmer?" wandte er sich dann an mich. "Ich?" war ich doch etwas empört, dass ich hier den Laufburschen spielen sollte. "Ihr werdet eh sehr viel zusammen unterwegs sein, dann kannst du dich daran gleich mal gewöhnen." meinte mein Vater weiter. "Ugh. Na gut." stöhnte ich, gab aber nach und erhob mich von Sofa, auf dem ich gerade noch gesessen hatte. "Mitkommen und wie heißt du nochmal?" forderte ich den Schwarzhaarigen auf, mir zu folgen und seinen Namen zu nennen. Ich werde ihn doch nicht mit Mister ansprechen, schließlich ist er mein Untergebener.
      Wir mussten wieder zur Eingangshalle und dann die Treppe hoch in den Ostflügel gehen, wo sich auch mein Zimmer befand. Man hatte es so eingerichtet, dass unsere Zimmer nebeneinander liegen und es gab sogar eine Verbindungstüte zu den Räumen.
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    • Ich wurde vom einem älteren Mann empfangen, der sich als Henderson vorstellte. Ihn würde ich nun auch öfter begegnen, da er hier der Hausbutler war.
      Ich war gerade im Begriff, mein Gepäck zu nehmen, als auch schon Bedienstete kamen und mein Gepäck wegtrugen.
      "Aber ich....", stammelte ich und sah meinen Koffern hinterher. Ich war es nicht gewohnt, dass man mich so behandelte und ich trug mein Hab und Gut auch lieber bei mir. Nicht, dass ich denen gar nicht vertrauen würde, aber irgendwie.....es war immerhin mein Zeug. Leise seufzend folgte ich Mister Henderson durch die Flure und ich sah mich unauffällig um. Hier würde ich von nun an wohnen und durchs Haus schreiten. Mit Lady Jessica an meiner Seite. Naja.... ich musste sie ja bloß vor anderen Leuten schützen. Das sollte noch zu machen sein.
      Wir hielten vor einer großen Tür, ehe ich auch schon angekündigt wurde. Mir war nicht entgangen, dass Jessica ziemlich ungeduldig wurde. Ich bin nur einen Tag später hier aufgekreuzt. Was erwartete sie denn bitteschön? Vielleicht war sie auch schon zu lange eingesperrt gewesen. Meine Hoffnung war, dass sich alles wieder entspannte, sobald sie wieder ihr normales Leben führen konnte.
      Ich verbeugte mich höflichst vor dem Vater-Tochter-Paar.
      "Guten Morgen Herzog Cornwall. Ich habe die Verträge unterschrieben und habe mich schnellstmöglich auf den Weg gemacht. Ich bedanke mich für den angenehmen Empfang und melde mich nun zum Dienst als Leibwächter Ihrer Tochter, Lady Jessica.", begrüßte ich ihn, ehe er auch schon mich begrüßte. Er schüttelte meine Hand und lächelte warm. Er muss ein sehr fürsorglicher Vater sein, der seiner Tochter jeden Wunsch erfüllte. Zumi dest war dies mein erster Eindruck. Ich werde das Ganze hier noch weiter beobachten, um mir ein klares Bild zu verschaffen. Allerdings überraschte es mich umso mehr, als nun seine Tochter mich in mein Zimmer begleiten sollte. Wenn auch widerwillig ging sie los und ich folgte ihr. So würde ich auch ihr Wesen näher kennenlernen.
      "Mein Name ist Hayden Bannington, Mylady.", antwortete ich ziemlich monoton. Ich wollte nicht zu viel von mir preis geben. Mal davon abgesehen, dass ich nicht zum Reden, sondern zum Schützen da war.
      Wir gingen wieder zum Eingang zurück und folgten nun der Treppe nach Oben, wo schon bald die beiden Zimmer vorzufinden waren. Meines war genau neben ihres. So konnte ich zumindest schnell bei ihr sein, wenn in der Nacht was passieren sollte. Ich öffnete die Tür und sah mich um und merkte gleich, dass ich Schwierigkeiten haben würde, mich an das Zimmer zu gewöhnen. Ich war nur schlichtes gewöhnt und auch waren meine Zimmer nie so riesig. Ich war hier doch nur zum Schlafen. Und dann war da noch eine Tür.
      "Diese Tür dort. Führt sie in Euer Zimmer?"
    • "Hayden Bannington, also. Gibt schlimmere Namen." dachte ich mir und schritt die Treppe hoch. Ich sah dann mit verschränkten Armen zu, wie Hayden seine Zimmertüre öffnete und an seinem Gesichtsausdruck konnte ich ablesen, dass er mit so einer Einrichtung wohl nicht gerechnet hatte. "Die Türe führt zu deinem Badezimmer." schüttelte ich mit dem Kopf und trat dann selber ein. Wusste er das etwa nicht? Na ja, bestimmt hat er zuvor in der Kaserne sich ein Bad mit mehreren Leuten teilen müssen. "Das hier ist die Verbindungstüre." zeigte ich auf die tapezierte Wand, wo man leichte Umrisse entdecken konnte, wenn man genauer hinsah. Das sollte ja nicht gleich offensichtlich sein, dass man von hier aus so einfach in mein Zimmer gelangen konnte. "Aber wehe, du spannst oder so, dann lasse ich die Türe zumauern." fügte ich streng an und fuhr dabei mit meiner Hand durch mein langes Haar. "Dein Zeug ist auch schon da." deutete ich auf seinen Koffer und fragte mich, ob das wirklich sein ganzes Gepäck ist. Für mich würde das vielleicht gerade so für meine Schminkte reichen oder meine Socken. "Wenn dir was fehlen sollte, wende dich einfach bei Mister Henderson. Er kümmert sich hier um alles." fügte ich an und trat aus seinem Zimmer wieder heraus. "Außerdem will ich heute Abend mit meinen Freundinnen tanzen und feiern gehen. Also sei dafür bereit." merkte ich wie beiläufig an und zückte dabei mein Smartphone. Die Mädels hatten schon geschrieben und jetzt, nach dem mein Bodyguard da ist, konnte ich endlich zusagen.
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    • Badezimmer? Ich war nicht davon ausgegangen, dass ich ein eigenes Bad haben würde. Ich wusste nur, dass es eine Tür geben würde, die zu Jessicas Zimmer führen würde. Da stand zumindest so in den Unterlagen drin. Von einem eigenen Bad war nicht die Rede gewesen. Aber vielleicht war es deswegen so, weil es hier Gang und Gäbe war. Darüber wurde nicht mehr gesprochen. Zumindest hielt man es nicht für nötig.
      Jessica zeigte mir dann auf einen anderen Teil der Wand, welches wirklich die Tür war, in der ich in ihr Zimmer gelangen konnte, sollte was sein. Bei dem Wort "spannen" zog ich allerdings nur die Augenbraue hoch.
      "Ich habe kein Interesse, Ihr braucht also keine Angst zu haben. Ich bin nur hier, um zu arbeiten.", antwortete ich leise aber deutlich. Ich sah zu meinem Koffer und machte mir eine Notiz, Mister Henderson später zu fragen, wo ich meine Kleidung waschen konnte. Ich hatte da auch noch ein paar mehr Fragen, die aber alle warten mussten. Jessica würde mir das sicherlich nicht beantworten können.
      "Ich werde pünktlich bereit sein.", antwortete ich und sah sie an, wie sie den Raum verließ. Ich fing an, meine Sachen auszupacken und in den Schrank zu verstauen, der viel zu riesig war. Es war noch eine Menge Platz darin, um noch mehr Kleidung darin zu verstauen, die ich gar nicht besaß. Auch das Bad war für eine einzelne Person ziemlich riesig.
      Nachdem ich fertig war, beschloss ich Mister Henderson zu suchen, um ihn nach allen organisatorischen Dingen zu fragen. Allen voran, wo und wann ich meine Kleidung waschen durfte. Doch er verneinte alles, was ich noch zusätzlich machen würde, denn es gäbe dazu angeblich Hausmädchen. Mir war zwar nicht ganz wohl dabei, aber ich konnte ihn auch nicht weiter umstimmen. Leider....
      "Mister Henderson? Wo finden denn die Einnahmen zu den Mahlzeuten statt? Ich könnte Ihnen bei den Vorbereitungen helfen, wenn ich sowieso hier im Anwesen bin und nichts zu tun habe.", wagte ich es nun nochmal, in der Hoffnung, wenigstens da etwas helfen zu können, um das dumm Herumstehen zu vermeiden.
    • "Kein Interesse? Klar." dachte ich mir nur und kaufte das dem Kerl nicht ab. Mir sahen schon immer Kerle hinterher, da würde dieser Bodyguard keine Ausnahme sein. Da war ich mir sicher. Während ich also in mein Zimmer ging, schrieb ich meinen Freundinnen, dass wir heute Abend endlich feiern gehen konnten. Vor meinem Kleiderschrank stehend, ging ich meine Klamotten durch und suchte mir für den Abend ein passendes Outfit aus. Da fiel dann auch ein, dass dieser Hayden besser auch etwas Schickes tragen sollte. Wenn nicht, würde er sich und auch mich damit blamieren. Am besten, ich erinnerte ihn daran und lass mir besser noch seine Garderobe zeigen. Viel schien er ja nicht dabei zu haben, daher zweifelte ich doch sehr daran, dass er passende Klamotten für heute Abend besitzt. Das musste schleunigst geändert werden. Am besten ich spreche Mister Henderson darauf an, er hat für sowas immer ein gutes Auge.
      Unseren Hausbutler traf ich dann auch schon mit Hayden an. Was auch immer er für Anliegen hat, das muss warten, da meines viel wichtiger ist. "Mister Henderson, bitte fahren Sie die Limousine vor. Ich vermute, dass ich mit meinem Bodyguard noch mal schnell einkaufen gehen muss." sprach ich den Älteren an und wandte mich dann an Hayden. "Du! Mitkommen. Zeig mir deine Klamotten." forderte ich den Dunkelhaarigen auf und schnipste dabei mit meinen Fingern, um ihm klarzumachen, dass er sich beeilen sollte.
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    • Mister Henderson war gerade dabei, mir die Antwort auf meine Frage zu geben, als wir auch schon gestört wurden und ich somit auf meine Antwort warten musste. Jessica... Was zum Henker wollte sie denn schon wieder. Eigentlich dachte ich, ich würde noch etwas Ruhe haben, bevor es zu dieser Party ging. Aber da hatte ich meine Rechnung ohne meine Auftraggeberin beziehungsweise meinem Schützling gemacht. Sie war an meiner Kleidung interessiert. Ich verstand nicht, was daran so wichtig sein sollte. Ich hatte Kleidung wie jeder andere Soldat auch.
      Ich hob ganz denzent meine Augenbraue, was wirklich kaum zu sehen war, wenn man mich nicht kannte. Trotzdem folgte ich ihr und sah noch einmal zu ihrem Hausbutler zurück, ehe ich ihm den Rücken zukehrte. Meine Unterhaltung hätte ich sehr gerne zuende geführt. Ich wusste, dass meine eigenen Bedürfnisse hinten angestellt werden mussten, trotzdem hätte ich gerne noch eine Antwort gehabt. Ich besah ihren Hinterkopf, während sie selbstsicher und stolz den Gang zurück zu meinem Zimmer ging.
      "Warum habt Ihr Interesse an meiner Kleidung, Lady Jessica?", fragte ich aus reiner Neugier, nachdem uch drüber nachgedacht hatte, was daran eventuell störend sein könnte. Ich meinem Koffer waren typische Klamotten eines Soldaten in Camouflage sowie ein paar Hemden in Blau mit einem Jacket und einer Hose für Zeremonien dabei. Also alles Klamotten, die ein Mann braucht, um für sein Land zu kämpfen, weshalb ich ja eigentlich zum Militär gegangen bin. Naja, zumindest zum Teil....
    • "Wenn du nachher mit mir in den Club kommst, musst du entsprechend aussehen. Du willst doch nicht mich und meine Familie blamieren." erklärte ich nur und als wir dann im Zimmer von Hayden waren, ließ ich mir seine Garderobe zeigen. Wie ich es mir gedacht hatte, war diese scheußlich. "Ugh. Das kannst du am besten gleich alles in den Müll werfen. Wenn du mit mir unterwegs bist, darfst du sowas auf gar keinen Fall tragen, sonst mein guter Ruf dahin." gab ich ernst an den Bodyguard und betrachtete dabei gerade ein Hemd, dass ich mit meinen Fingerspitzen hochhob, nur um es sofort angewidert fallenzulassen. "Zum Glück haben wir genug Zeit. Wir werden jetzt einkaufen gehen, damit ich dich ordentlich einkleiden kann. Kleider machen schließlich Leute und du arbeitest für die Cornwalls. Da muss man immer schick sein." erinnerte ich ihn daran, wie wichtig so etwas ist. "Also. Mitkommen. Henderson hat bestimmt schon den Wagen vorgefahren. Ich hoffe doch, du kannst fahren." gab ich weiter Anweisungen und lief auch schon wieder aus seinem Zimmer raus, Richtung Innenhof. Dort stand auch schon das Auto, ein schwarzer Porsche Cayenne. Dieser Wagen ist eine Sonderanfertigung, mit getönten Scheiben, die kugelsicher sind, so wie die verstärkte Karosserie, die beinahe schon einem Panzer gleichen könnte. Wenn es um die Sicherheit meines Vaters oder mir ging, war nichts zu teuer. Ich schwang mich auch gleich auf den Beifahrersitz und gab im Navi direkt die Boutique ein, zu der ich mit meinem Bodyguard wollte.
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    • Ich stellte mich an die Seite und nahm Haltung an. Gerade stehen, Hände hinter den Rücken und die Füße stämmig auf den Boden, damit mich nichts so schnell umwarf. Mir gefiel nicht, wie Jessica meine Kleidung musterte und behandelte, denn das war die Art von Kleidung, die mich schon länger begleitete. Die mich ausmachte.
      Ich war mir nicht ganz sicher, ob ihr bewusst war, dass ich sowas selbstverständlich nicht einfach in den Müll warf. Schließlich wurde mir die Kleidung vom Militär gestellt. Und wenn dieser Job hier irgendwann wieder vorbei ist, was hoffentlich schnell ging, wollte ich meine alte Stelle auf jedenfall wieder antreten. Nur leider werde ich wohl in der nächsten Zeit auf meine alltägliche Kleidung verzichten müssen.
      "Ich bin nur ein Bodyguard und kein Schauspieler oder Superstar.", murmelte ich und hoffte, sie würde mich nicht zu einem bunten Vogel verkleiden.

      Es dauerte nicht lang, wie sie mich im Schlepptau auch schon wieder aus meinem Zimmer orderte, um wieder zum Eingangsbereich zurück zu kehren. Natürlich konnte ich Auto fahren. Schließlich brauchte ich das unter anderem für meinen Job. Aber dass ich auch anderes fahren konnte, wollte ich ihr nicht unter die Nase reiben.
      "Ich fahre Auto. Ja.", antwortete ich daher knapp und trat ein wenig später durch die Tür nach draußen. Dort stand ein schwarzer Porsche und zeigte nicht nur Reichtum, sondern auch Stolz. Ich musste zugeben, dass ich noch nie in so einem Wagen gesessen hatte, denn ich hatte einfach den Status dazu nie gehabt. Klar war ich ein angesehener Soldat, aber das hieß ja nie, dass ich viel Geld hatte. Ich musste schon immer mit weniger auskommen, was bisher in meinem Leben auch gut geklappt hatte. Ich verstand also nicht, dass es Menschen gab, die sich an sowas ergötzen konnten.

      Wortlos stieg ich ins Auto, wobei meine Begleitung schon den äh Laden in das Navi eingab. Ich stellte in Ruhe alles ein, um den Verkehr ja gut genug überblicken zu können. Gerade im Straßenverkehr könnte es ziemlich gefährlich werden und mal ehrlich. Etwas Kaputt machen wollte ich auch nicht.
      Dann startete ich den Motor und wir fuhren los. Geschickt lenkte ich den Wagen durch den Verkehr. Da wir zwei nun hier saßen, könnte ich versuchen, Informationen einzuholen.
      "Miss Jessica. Ihr würdet mir die Arbeit erleichtern, wenn ihr mir erzählt, mit welchen Leuten ihr euch trefft, um Missverständnisse zu vermeiden. So kann ich mögliche Täter ausschließen."
    • "Du bist nicht irgendein Bodyguard. Du bist mein Bodyguard und daher musst du vorzeigbar aussehen." erinnerte ich ihn daran, mit wem er hier unterwegs ist und an wessen Seite er wandeln darf. "Wenigstens scheint er fähig zu sein und gibt keine Widerworte." dachte ich mir nur, während mein neuer Leibwächter den Wagen vom Hof fuhr. Ich holte dann mein Handy heraus und tippte während der Fahrt darauf herum. Man konnte meine Fingernägel dabei leise Klackern hören, so wie sie den Bildschirm berührten. Ich schrieb mit meinen Freundinnen Hannah und Miley, die ich heute Abend im Club treffen würden. Sie sollen grün vor Neid werden, wenn sie meinen Leibwächter sehen, denn ihre Bodyguard sahen im Gegensatz zu meinem wie alte Kerle aus. Diese Vorstellung entlockte mir schon ein kleines Grinsen, ehe ich Hayden eine Frage an mich stellen hörte.
      "Ugh. Von mir aus." willigte ich ein und zeigte ihm gleich ein Bild von Hannah, einer rothaarigen jungen Frau.
      "Hannah Westwood. Die Tochter von Minister James Westwood. Ich denke, das sagt dir was. Und das ist Miley Clark. Ihr Vater ist Josh Clark, der Eigentümer von Clark Industries." erzählte ich weiter und zeigte ihm ein weiteres Bild von einer Blondine.
      Clark Industries, sollte meinem Leibwächter auch ein Begriff sein, produziert diese Firma allerlei Maschinen und Haushaltsgeräte, die sie weltweit vertreiben.
      "Ihr Leibwächter werden auch dabei sein. Aber von denen habe ich kein Bild." fügte ich an und rümpfte dabei die Nase. Als ob ich ein Foto von diesen Typen haben wollten. Igitt, nein danke.
      Ich sah ungeduldig aus dem Fenster, da ich wissen wollte, wie lange es noch dauerte, bis wir in der Innenstadt und bei meiner ausgewählten Boutique angekommen waren. Diese kam auch bald in Sicht. "Park den Wagen einfach davor. Das geht schon in Ordnung." wies ich Hayden an und wartete dann darauf, dass er mir die Türe öffnete.
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    • Allein diese Geklicke auf dem Handy nervte total und ekelte mich an. Ich verstand nicht, wie man mit solchen Krallen im Leben klar kam. Doch ich hielt mich zurück, denn solche Kommentare standen mir nicht zu und würden sie wahrscheinlich nur wütend machen. Zum Glück war ich vom Militär schon geübt, einfach meine Klappe zu halten. Trotzdem lag es mir manchmal auf der Zunge, das auszusprechen, was ich dachte.
      Auch meine Frage schien der jungen Frau schon zu viel gewesen zu sein, denn ich ahnte, dass sie innerlich dir Augen verdrehen würde. Wie sollte ich sie denn optimal beschützen, wenn ich keine Infos hatte? Das war doch wohl nicht zu viel verlangt, kurz etwas zu erzählen. Aber sie tat es dann doch, auch wenn es nicht unbedingt viel war. Zwei Frauen in ihrem Alter. Ich musste also während des Treffens noch mehr die Augen offen halten. Es könnte trotzdem irgendjemand da rumschleichen und doch etwas Schlimmeres planen. Ihre Bilder konnte ich nur kurz sehen, da ich immernoch am Fahren war, aber das reichte, um sie mir einzuprägen.

      Wir kamen kurze Zeit später dann auch schon an und trotz, dass es mir nicht ziemte, direkt vor der Tür zu parken, stellte ich den Wagen dort ab. Es wäre sicherer gewesen, ein paar Schritte zu laufen, aber das passte ihr sicher auch wieder nicht. Ich stieg aus und sah mich um, um die Umgebung abzuchecken, ehe ich zu ihr ging und die Tür öffnete. Sie war wirklich mehr als verwöhnt. Daran musste Ich mich erst gewöhnen. Auch wenn ich nicht ihr Butler war.....
      "Da wären wir.", sagte ich und sah mir diesen merkwürdigen Klamottenladen genauer an. Dort drin wurden Sachen verkauft, die ich im Leben nicht gekauft hätte, weil ich A das Geld dazu nicht besaß und B eher schlicht unterwegs war. Ein einfaches schwarzes Shirt hätte auch gereicht. Und das bekam man auch mit viel weniger Geld in der Tasche. Doch da sie meine Klientin war, musste ich mich fügen. Leider. Dies war eine andere Art von Kampf, die ich nun führen musste.
    • Hayden öffnete mir die Türe und sofort stieg ich aus und marschierte schnurstracks auf die Boutique zu. Dort wurde ich vom Personal sofort mit einem freundlichen Lächeln empfangen, die mich auch gleich mit Miss Cornwall ansprachen. "Wir haben nicht viel Zeit. Stellt für meinen Bodyguard eine komplette Garderobe zusammen. Es muss für alles was dabei ein und selbst die Socken sollen auf das Outfit abgestimmt sein." ordnete ich direkt an. "Sehr wohl, Miss Cornwall. Bitte setzen Sie sich doch so lange hin. Können wir Ihnen und dem Herren so lange etwas anbieten? Einen Cappuccino vielleicht?" wurde ich direkt umsorgt. "Sehr gerne. Du auch?" fragte ich Hayden direkt, ob er nicht auch etwas zum Trinken haben wollte. "Danach probierst du alles an. Ich will die Kleidung an dir sehen, damit ich urteilen kann, ob da so in Ordnung geht." ließ ich ihn wissen, dass er jedes Outfit anprobieren sollte. An der Stange oder auf einer Puppe wirkte alles anders, wie man es selber trug.
      Man brachte mir den Cappuccino und keine 15 Minuten später, hatte man sieben verschiedene Outfits für Hayden zusammengestellt. Ich hatte mich auf einen bequemen Sessel gesetzt und sah dann erwartungsvoll zu meinem Leibwächter. "Los, umziehen. Wir haben nicht ewig Zeit." forderte ich ihn auf und nickte zu Umkleide gleich in der Nähe, wo man an einer mobilen Garderobe alle Kleidungsstücke aufgehängt hatte, damit er diese gleich nehmen konnte. Mit überschlagenen Beinen und der Tasse in der Hand, wippte mein Fuß ungeduldig hin und her, damit die kleine Modenschau endlich beginnen konnte. Aber ich war mir schon sehr sicher, dass dem jungen Bodyguard das meiste schon stehen sollte. Er ist groß, schlank und muskulös, also in den Augen der meisten sehr attraktiv und das ist mir wichtig. Wenn ich schon jemanden als Leibwächter haben muss, der pausenlos in meiner Nähe ist, möchte ich wenigstens auch was zum Gucken haben. Und als ich ihn in dem ersten Outfit erblickte, komplett in Schwarz, musste ich mir eingestehen, dass er Kerl wirklich gut aussieht. "Elizabeth wird vor Neid platzen!" dachte ich mir schadenfroh, denn auch wenn ich behauptet hatte, sie sei meine Freundin, sind wir in Wirklichkeit Konkurrentinnen und wetteifern immer, wer die beste ist und das egal worin. Das schnellste Auto, das schönste Kleid und jetzt eben der hübscheste Leibwächter.

      Entschuldige die lange Wartezeit. ._.
      "Vergessen ist wie eine Wunde. Es mag zwar verheilen, aber dabei wird es eine Narbe hinterlassen."
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    • Kein Problem x3

      Jessica ließ keine Zeit verstreichen und stolzierte in den Laden rein. Ich folgte ihr rasch, um ja nicht den Anschluss zu verlieren, als wir auch schon von den Verkäuferinnen empfangen wurden. Natürlich wurden auch gleich Getränke angeboten, doch ich verneinte, verbeugte mich aber dankbar. Ich wartete nicht lange, da hatten die Frauen doch tatsächlich ganze Outfits zusammengestellt. Ich musste zugeben, ich war etwas verblüfft, wie fix die waren. Doch mir blieb keine Zeit zum Staunen, denn Jessica 'schubbste' mich schon wieder herum. Ich seufzte eher in meinen Gedanken, als wirklich und nahm mir ein Outfit mit, um es in der Umkleide anzuziehen. Zum Glück war ich durch den Militär geübt, mich schnell umzuziehen und so dauerte es auch gar nicht lange, ehe ich wieder aus der Umkleide raus kam. Komplett in schwarz gekleidet mit einem ziemlich engen T-Shirt sowie eine passende Hose und Schuhe trat ich hervor.
      Ich vernahm einen merkwürdigen Blick seitens der Frau, die mich begutachtet hatte wie eine Schaufensterpuppe, doch konnte ich ihn nicht deuten. Ich war mir nicht ganz sicher, aber ich glaub, es gefiel ihr. Dann ging ich wieder in die Umkleide mit dem nächsten Outfit und hatte diesmal einen eleganten Anzug mit einer Weste dazu in einem eher dunkleren Grau. Auch da war ich recht schnell, ehe ich schon wieder raus trat.
      Ich betete einfach innerlich, dass ich diesen Ort schnell hinter mir lassen konnte und sie sich nicht noch mit irgendwelchen Kleinigkeiten aufhielt.
    • Ich bin in diesem Laden so etwas wie eine Stammkundin und den Mitarbeitern und dem Geschäftsinhaber ist bewusst, dass ich recht ungeduldig sein kann. Daher arbeiten sie auf Hochtouren, wenn ich mal wieder da bin. Dafür lasse ich immer einen guten Batzen Geld hier liegen und gebe ein gutes Trinkgeld, wenn der Service meiner Meinung nach stimmt.
      Ich musste auch anerkennen, dass Hayden selbst auch nicht trödelte. Er zog sich rasch, immer wieder um und präsentierte mir ein Outfit nach dem anderen.
      "Zieh noch mal das erste Outfit an, das komplett schwarze." wies ich ihn an und sobald er wieder umgezogen vor mir stand, erhob ich mich aus meinem Sessel und umkreiste ihn, mit einem kritischen Blick. Mit meinen Händen fuhr ich dann auch über das Material des Stoffes, glitt dabei über seine Brust und Schulter und gar ein kurzer Moment sogar über seinen Bauch. Er sah nicht nur muskulös aus, er war es auch, konnte ich das gerade sehr gut ertasten.
      Meine Hände zogen sich dann wieder zurück und ich begann langsam zu nicken.
      "Ja. Das soll das Outfit für heute Abend sein und all die anderen Klamotten könnt ihr auch einpacken. Ich nehme alles." wandte ich mich an die Verkäufer, die hastig aber ordentlich alles zusammen packten und zu Kasse brachten.
      Ein Blick auf mein Handy verriet mir, dass wir noch genug Zeit hatten, damit auch die Kleidung für meinen Personenschützer gewaschen werden konnte. Gerne hätte ich ihn auch noch zu einem Friseursalon geschleppt, doch dafür reichte die Zeit dann doch nicht mehr. Sein Haarschnitt ist zum Glück recht ordentlich, dass ich mich nicht daran störe.
      Als alles in großen Papiertüten und Kartons verpackt war, zückte ich mein Handy und bezahlte damit kontaktlos. "Vielen Dank für Ihren Einkauf und beehren sie uns gerne bald wieder." bedankten sich die beiden Verkäufer, die sich die Sachen schnappten und für uns zum Wagen bringen würden.
      "Wir gehen. " ließ ich meinen Bodyguard wissen, dass wir hier fertig sind und trat schon mal raus vor den Laden. Sobald der Wagen dann aufgeschlossen wurde, stellte man die Einkäufe in den Kofferraum und ich wartete darauf, dass man mir die Tür öffnete.
      Wieder im Auto, fing ich wieder an auf meinem Smartphone herumzutippen und las die ganzen Nachrichten, die mir Hannah und Miley geschickt hatten.
      "Wir sind auf 21 Uhr Royal Club verabredet. Kümmere dich darum, dass wir dort pünktlich ankommen." trug ich Hayden auf, dafür zu sorgen, dass wir nicht zu späte kommen.
      "Sehr schön." murmelte ich dann, mit einem teuflischen Grinsen auf den Lippen, denn ich bekam von meinen Freundinnen die Bestätigung, dass Elizabeth auch da sein würde. Das bedeutete aber auch, dass ich umwerfend aussehen muss und daher wandte ich mich wieder an meinen Leibwächter.
      "Ich brauche deine Meinung zu meinem Outfit. Wenn wir zurück sind, gib deine Kleidung, die du tragen sollst, den Bediensteten und sag ihnen, dass das alles noch rechtzeitig gewaschen und gebügelt werden muss. Danach kommst du sofort in mein Zimmer." wies ich ihn an.
      Ich brauchte eine ehrliche Meinung zu meiner Kleiderwahl und bei Hayden habe ich das Gefühl, dass er kein Arschkriecher ist und mir die Wahrheit sagen wird. Noch. Ich weiß, dass sich das bei den Leuten, die bei uns arbeiten, oft ändert, weil sie ihren Job nicht verlieren wollen.
      "Vergessen ist wie eine Wunde. Es mag zwar verheilen, aber dabei wird es eine Narbe hinterlassen."
      Monkey D. Ruffy


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    • Ich probierte verschiedene Outfits an und bis jetzt war noch kein schlechtes dabei. Glaubte ich zumindest. Doch dann sollte ich das erste Outfit nochmal anziehen und innerlich verdrehte ich die Augen. Wieso zum Henker sollte ich das jetzt nochmal tun? Sie hats doch einmal gesehen. Ich atmete einmal lautlos durch und ging wieder in die Umkleide, nur um kurze Zeit später mit dem schwarzen Outfit wieder raus zukommen. Wie eine Schlange auf der Jagd kam sie auf mich zu, umkreiste ihr Opfer und ertastete meinen Körper. Meine Augen beobachteten sie ganz genau und folggen jeden ihrer Bewegungen. Ich war mir nicht ganz sicher, aber irgendwas an mir schien ihr zu gefallen. Ich habe noch keinen oberflächlicheren Menschen gesehen als sie.
      Nachdem alles für gut befunden war, schlüpfte ich wieder in meine alten Sachen und die Kleidung, die sie kaufte wurde eingepackt. Natürlich wurde ihr alles nach draußen getragen. Ich öffnete für die Dame den Kofferfaum des Autos und half ihr beim einpacken. Dann ließ ich noch Jessica ins Auto einsteigen, ehe ich zum Schluss ins Auto einstieg. Ich war nicht mal richtig drin, da hatte sie schon das Handy in der Hand. Gab es eigentlich auch mal was anderes als dieses Ding?

      "Wie Ihr wünscht, Lady Jessica.", bestätigte ich, dass ich ihren Befehl wahrgenommen hatte und startete den Wagen, um wieder zum Anwesen zu fahren. So viel Trubel wegen eines Abends irgendwo im Club.

      Auf dem Grundstück angekommen, kam die ganze Prozedur nochmal. Also Wagen abstellen, Jessica die Tür öffnen und die Einkäufe reintragen. Wie mir geheißen, gab ich sie mit einer freundlichen Bitte sie zu waschen an die Bediensteten weiter und machte mich dann auf den Weg zu ihrem Zimmer. Dort angekommen hielt ich kurze Zeit inne. Ich schloss die Augen und atmete einmal durch. Das Leben hier wird noch länger anstrengend sein. Es war ein harter Job und ich würde Lügen, wenn ich behaupten würde, ich wolle nicht zurück in mein altes Leben. Mein Wunsch war es, die Menschen zu beschützen, die hier im Land lebten. Jessica lebte auch hier. Aber sie benutzte mich eher wie einen Diener als alles andere.
      Leise aber fest klopfte ich an ihre Türe.
      "Lady Jessica. Wie befohlen bin ich direkt im Anschluss zu Ihrem Zimmer geeilt.", kündigte ich mich an und wartete auf Einlass.
    • Die Fahrt zurück zum Anwesen war genauso kurz, wie die zur Boutique und als der Wagen im Hof anhielt, stieg Hayden direkt aus und öffnete mir die Türe. Sofort verließ ich das Auto und machte mich auf den direkten Weg auf mein Zimmer. Ich vergeudete auch keine Zeit und riss direkt die Türe zu meinem Ankleidezimmer auf, wo ich meine vielen und auch teuren Outfits erblickte. Eins nach dem anderen sah ich mir genau an, doch nur wenige Klamotten kamen in meine engere Auswahl. Diese landeten auf meinem Bett und es waren erst drei Outfits, für die ich mich entschieden hatte, als es an der Tür klopfte.
      "E ist offen, komm rein." ließ ich Hayden wissen, als ich seine tiefe Stimme erkannte und nach dem er dann eingetreten war, hielt ich auch schon das weiße Kleid vor mich und sah ihn fragend an. "Wie findest du das?" überrumpelte ich ihn bestimmt damit und dann hielt ich auch schon das zweite Outfit vor mich. Diesmal war es ein schwarzer Einteiler mit silbernen Verzierungen. "Oder denkst du, in dem sehe ich besser aus?" fragte ich weiter und ließ ihn noch ein paar Sekunden lang schauen, ehe ich auch schon das dritte Teil vor mich hielt. "Oder doch lieber das?" wollte ich wissen und präsentierte ihm schwarzes Oberteil, dessen lange Ärmel mit goldenen Drachen bestickt waren. Dazu gehörte eine schwarze Hotpants, mit Löwenköpfen als Knöpfen und als aufregendes Accessoire gehörten Strumpfhalter dazu, die aber eben nur Zierde sind und keinen praktischen Nutzen haben. "Ich möchte sexy aussehen, den Kerlen im Club ein bisschen den Kopf verdrehen. Du verstehst?" hakte ich nach und hielt erneut ein Outfit nach dem anderen vor mich. "Welches findest du heiß? Und keine Angst hier gibt es keine falsche Antwort." meinte ich zu ihm und überlegte kurz weiter. "Ich kann die Sachen auch anziehen, wenn dir das bei der Entscheidung helfen sollte." fügte ich an und kickte schon mal meine Schuhe von den Füßen. Natürlich würde ich mich nicht vor dem Bodyguard umziehen, das würde ich schon in meinem Ankleidezimmer tun. Dennoch soll er mir sagen, welche Kleidung mir am meisten schmeichelt. Schließlich ist er auch nur ein Mann und die ticken bekanntlich dann doch irgendwie gleich, wenn es um hübsche Frauen geht.
      Outfit1.pngOutfit2.jpgOutfit3.jpg
      "Vergessen ist wie eine Wunde. Es mag zwar verheilen, aber dabei wird es eine Narbe hinterlassen."
      Monkey D. Ruffy


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    • Kaum war ich eingetreten, da wurde ich auch schon überrumpelt, welches dieser Outfit sie nun anziehen sollte. Sie zeigte mir einige Outfits und ich fragte mich, wie sie dazu kam, ausgerechnet mich zu fragen. Einen Soldaten, der den Großteil seines Lebens damit vebracht hat, dem Militär zu dienen und die Gesellschaft zu beschützen. Wie sollte ich denn bitte wissen, was sie tragen sollte?
      Ich überlegte kurz und beschloss dann einfach so zu entscheiden, wie ich eine Frau attraktiv finden würde, was sie ja hoffentlich auch so wollte.
      Ich verschränkte meine Arme hinter den Rücken und besah mir nochmals alle drei Outfits, als sie plötzlich anfing, sich schonmal die Schuhe auszuziehen. Ich weitete die Augen vor Schreck, denn sich jetzt umzuziehen wäre ein wenig eigenartig.
      "Nicht nötig, sich sofort umzuziehen. Ich bevorzuge Frauen, die sich elegant und geheimnisvoll zeigen. Dementsprechend neige ich zu dem weißen Kleid, da es vieles verdeckt und eine angenehme Länge hat. Da... Ihr aber wohl eher darauf aus seit, etwas anzuziehen, was anziehend wirkt, würde ich den schwarzen Einteiler wählen, welcher aber meiner Meinung nach ziemlich unbequem aussieht.", sagte ich ehrlich und hoffte einfach, dass sie zufrieden mit meiner Aussage war. Noch hatte sie es nicht getan, aber ich wollte auch nicht herausfordern, einen Schuh abzubekommen. Oder etwas anderes.
      "Ich hoffe, ich konnte Euch bei Eurer Entscheidung weiterhelfen.", sagte ich noch hinterher und verbeugte mich höflich. Auch wenn ich selbst nicht glaubte, dass ich hilfreich war. Still wartete ich auf neue Anweisungen.