Adopted by a witch [yuyuumyn&Royal]

    • „Damals war er noch nicht so... schwierig.“, gab die Hexe mit einem tiefen Seufzen von sich, die Arme vor der Brust verschränkt und sie wirkte für einen Moment wirklich, als würde sie ihre Entscheidungen in der Vergangenheit bereuen – zumindest jene, die diesen Namen vor ihr betrafen.
      Anarxia zuckte nur mit den Schultern, als der Drachenjunge ihn fragend betrachtete – zumindest der Stoff um Xylas Schultern hoben sich wie durch Zauberhand leicht.
      „Schau mich nicht so an, ich kann dir auch nicht sagen, ob das stimmt. Damals gab es mich noch nicht. Soweit ich weiß, war der Kerl schon immer so.“
      „Hört auf über mich zu reden, als wäre ich gar nicht hier!“, mischte sich Hokrux letztendlich wütend in das Gespräch ein, ehe er die Arme vor der Brust verschränkte, sich leicht weg drehte und schmollte.
      „Dabei wollte ich dich doch nur nach einer Ewigkeit mal wieder besuchen... aber wenn meine Präsenz hier nicht gewünscht wird, sollte ich vielleicht einfach wieder gehen.“
      „Gute Entscheidung. Du weißt ja, wo es hier raus geht.“, drehte sich die Hexe daraufhin auch ohne ein weiteres Wort mit einem Lächeln um, Ryuki an der Hand haltend. Selbst Anarxia widmete ihm kein einziges seiner Augen.
      „Moment mal! So war das doch gar nicht gemeint!“, änderte der Vampir jedoch recht schnell seine Meinung und rannte der kleinen Gruppe hinterher, „Eigentlich wollte ich dir erzählen, was in der Welt da draußen vor sich geht. Du bist doch sonst den ganzen Tag in diesem verdammten Wald eingesperrt! Ich wette du weiß noch gar nicht, dass eine Organisation der Menschen Jagd auf magische Wesen macht!“
      „Das weiß ich bereits.“, erwiderte Xyla nur, ohne zu stoppen, während Hokrux nebenher ging.
      „... hah? Woher...“
      „Der Orden der Silbernen Ketten, nicht wahr? Ich bin nicht ganz so ausgeschlossen von der Außenwelt, wie du es immer klingen lässt, Hokrux.“, erwiderte sie lächelnd und verschwieg dabei absichtlich, dass auch sie erst vor kurzem durch Ryuki, also durch einen puren Zufall, von diesem Orden erfuhr.
      „Das....“, lief der Vampir plötzlich etwas langsamer, als hätte sie ihm den Wind aus den Segeln genommen, ehe er den Kopf schüttelte und seine Schritte wieder schneller wurden, neuen Mut gefasst.
      „Wie auch immer. Ich kann dich doch nicht einfach mit einem Balg alleine lassen! Wette du weißt nicht mal, wie man ein Kind groß zieht?“
      „Weißt du es etwa?“
      „Woher sollte ich das denn wissen? Komm schon Xyla... lass uns diesen Orden aus der Welt schaffen! Wie in alten Zeiten, wie wärs?“, erntete Hokrux nur ein müdes Seufzen.
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    • Ryuki warf dem Vampiren über seine Schulter noch einen bösen Blick zu und streckte ihm zum Abschied seine Zunge entgegen. Doch leider entschied sich der Blutsauger dann doch dazu, der kleinen Gruppe zu folgen, was den jungen Drachen leicht mit den Augen rollen ließ und er noch etwas dichter an Xylas Seite lief.

      Er entschied sich dazu den Vampiren zu ignorieren, was auch gut funktionierte. Zumindest bis zu dem Zeitpunkt, an dem "Der Orden der Silbernen Ketten" zum Thema wurde.
      Yuki weitete seine blauen Augen und ohne es selbst zu merken, klammerte er sich nun ein wenig fester an Xylas Hand, die ihm so viel Sicherheit gab.
      Er unterdrückte seine Erinnerungen an den schrecklichen Tag, der sein Leben für immer verändert hatte. Er war jetzt in Sicherheit und wollte keine Schwäche mehr zeigen. Vor allem nicht vor dieser blöden Fledermaus.

      Als mal wieder das Wort "Balg" fiel, warf er Hokrux einen bösen Blick zu.
      "Na warte... ich werde dir zeigen wer hier ein Balg ist, alter Mann.", dachte Ryuki. Mal wieder komplett untypisch für seine sonst so sanfte und liebevolle Art.
      Doch dann sprach der Vampir davon, dass er den Orden aus der Welt schaffen wollte. Die Augen des jungen Drachen wurden wieder weit und er blickte zwischen ihm und Xyla hin und her. "Wie in alten Zeiten? Habt ihr sowas schon mal gemacht, Xyla? Darf ich dieses Mal mitmachen? Ich möchte helfen!", fragte er, warf Hokrux wieder einen giftigen Blick zu und hob als stumme Drohung das Amulett in seiner Hand leicht an.
    • Der alte Vampir ignorierte gekonnt den frechen Jungen, am liebsten würde er so tun, als würde der Knirps gar nicht erst existieren, wie konnte er es wagen so an seiner Xyla zu hängen?! Sie war doch noch viel zu jung für Kinder!
      Außerdem hatte er viel wichtigeres zu tun: Xyla dazu zu bringen ihm Aufmerksamkeit zu schenken.

      Der Hexe entging nicht, wie die Hand des Jungen sich fester um die seine legte und erwiderte den Händedruck instinktiv, nicht sicher, ob sie ihn damit beruhigen konnte.
      "... hin und wieder. Aber das ist schon lange her und es kam noch nie etwas gutes dabei.", erwiderte Xyla und ihr war anzuhören, wie sehr sie sich gegen den Vorschlag des Vampiren sträubte.
      "Außerdem bist du noch zu jung, um böse Organisationen aus dem Weg zu schaffen. Was willst du schon tun? Diese Leute mit dem Amulett blenden? Das funktioniert nur bei dem alten Blutsauger.", fügte der Mantel mit einem Schnaufen hinzu.
      "Ganz genau, das funktioniert nur... hey!", wollte Hokrux dem Mantel zunächst zustimmen, ehe ihm auffiel, dass dessen Worte auch gegen ihn gingen. Was hatte er diesem verdammten Mantel eigentlich getan?!
      ... achja. Hatte er nicht mal versucht ihn zu verbrennen oder so? Egal. Ewig her. Wahrscheinlich.
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    • Ryukis Augen wanderten von zwischen Xyla und dem Mantel hin und her. "Aber... aber Anarxiaaa. Ich bin doch noch immer ein Drache!", sagte er und deutete mit seiner Hand demonstrativ auf seine spitzen Reißzähne, ohne mit der anderen Hand die von Xyla auch nur für den Bruchteil eines Moments loszulassen.

      "Und bald werde ich es auch schaffen richtiges Feuer zu speien! Und ich kann fliegen! Gegen meine Flügel kommen niemand an! Dann werde ich diesen dummen Jägern ihre dicken, fetten-!", Ryuki plusterte sich mit seinen eigenen Worten immer wieder auf. Wie ein junger Pfau, der versuchte sein gegenüber mit all seiner Kraft zu beeindrucken.
      Doch stoppte er sich schließlich selbst und sah mit erröteten Wangen zu Xyla hoch.
      "I-ich meine, ich ähm...", murmelte, kaute sich dann nachdenklichen einen Moment auf seiner Unterlippe rum, bis er schließlich mit einem Seufzen leise nuschelte: "Ich werde warten, bis ich älter bin..."

      Sein Blick huschte wieder zu dem Vampir und er konnte nicht anders, als leicht seine Augenbrauen zusammenzuziehen. "Warum verfolgt der uns eigentlich?"
    • Der Mantel mit den vielen Augen plusterte sich überrascht auf, als er seinen Namen so langgezogen aus dem Mund des Kindes hörte. Alle seine Augen waren geweitet und auf Ryuki gerichtet. Sie blinzelten einmal. Zweimal. Er konnte nicht recht glauben jemals so von einem Kind angesprochen zu werden.
      Dennoch legte er sich schnell wieder um Xyla's Schultern und räusperte sich, um sein Verhalten zu überspielen.
      „Nicht mal eine Horde erwachsener Drachen hatte sie aufhalten können...“, murmelte Anarxia, wagte es jedoch nicht, diese Worte lauter auszusprechen, so dass nur Xyla sie hören konnte.
      „Beachte ihn gar nicht.“, meinte die Hexe mit einem belustigten Lächeln und folgte ihrem eigenen Rat, indem sie Hokrux keinen einzigen Blick schenkte.
      „Aber sagt mal, Ryuki... ist es das, was du machen willst, wenn du erwachsen bist? Den Orden der silbernen Ketten auslöschen?“, wandte sie ihren Blick dem Jungen zu und betrachtete ihn eindringlich, als würde seine Zukunft von der Antwort auf diese Frage abhängen.

      „... ernsthaft? Nimmt mich hier denn keiner mehr ernst? Hallo?! Hey, verdammter Mantel, du hast doch so viele Augen, wirf doch wenigstens mal eins davon auf mich! Mh? Mh? Nein?! Verdammt... dieser Knirps nimmt mir die ganze Aufmerksamkeit weg...“, knabberte Hokrux frustriert an seinem Fingernagel und begann bereits Pläne zu schmieden, wie er den Jungen wohl los werden könnte, ohne, dass Xyla merkte, dass er Schuld daran war.
      „Vielleicht sollte ich ihn einfach leer saugen...“, murmelte er, zuckte jedoch zusammen, als Anarxia plötzlich doch ein Auge auf ihn warf. Er hätte schwören können, dass das niemand gehört hatte.
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    • Der junge Drache zögerte, als er die plötzliche Frage der Hexe hörte. Er blickte zu ihr auf und ganz unwillkürlich klammerte er sich noch ein kleines bisschen mehr an ihre Hand. "Ich...", begann er, schien aber nicht die richtige Antwort auf ihre Frage zu wissen.
      Seine innerliche Zerrissenheit war deutlich in seinem jungen Gesicht abzulesen. "Ich...", begann er erneut und kaute sich wieder auf seiner Unterlippe herum.
      Natürlich hatte er eine gewisse Abneigung gegen den Orden der silbernen Ketten... aber rechtfertigte es, genau das selbe zu tun? Leben auszulöschen... zu töten?

      "Diese Jäger...", sprach er schließlich leise und mit einer zierlichen Stimme. "... sie haben auch Familien... nicht wahr?", fragte er und seine blauen Augen wanderten zwischen Xyla und Anarxia hin und her.
      "Wenn ich sie... töten würde... würden die Kinder dieser Jäger, sich dann auch in der selben Situation befinden, in der ich mich befinde...? Und wenn ist, wenn sie dann niemanden haben, der ihnen hilft...?"
      Wieder kaute er eine Moment auf seiner Lippe herum und dachte angestrengt über seine nächsten Worte nach. "Es wäre... unrecht. Wenn ich mich auf diese Art rächen würde... dann würde dieser Kreislauf aus Mord und Hass niemals enden..."

      Seine Hand klammerte sich noch fester an die von Xyla - suchte Sicherheit in ihrer Nähe. Ein zittriger Atemzug folgte, bevor er schließlich leicht seinen Kopf schüttelte. "Nein... ich will den Clan nicht auslöschen... aber ich will sie aufhalten... und ich will das sie zur Rechenschaft für ihre Taten gezogen werden. Kein Blut vergießen mehr..."

      Und den Vampir? Den ignorierte Ryuki genauso, wie Xyla ihm es gesagt hatte. Dem konnte er später auch noch genug Streiche für seine Worte spielen...
    • "Oh wow, wie rührend. Ekelhaft. Pah. Wen interessieren schon die Familien dieser Leute?! Lass sie doch sterben, wenn niemand ihnen hilft! Du hättest auch einfach krepieren sollen...", murmelte Hokurx den letzten Satz zu sich selbst, deutlich leiser als den letzten, als hätte er Angst, dass der verdammte Mantel ihn wieder hört.

      Xyla dagegen sah das ganz anders. Überrascht über die Worte des jungen Drachen weiteten sich ihre Augen und sie griff seine Hand fester, als dieser offensichtlich nach Halt suchte.
      "... Du bist sehr weise für dein Alter, Ryuki.", nickte sie mit einem leichten Lächeln auf den Lippen.
      "Deutlich erwachsener als der verdammte Vampir.", fügte Anarxia mit einem Schnauben hinzu.
      "Du hast recht. Womöglich öffnest du dadurch nur einen weiteren Kreislauf von Hass und Mord... aber es ist ebenfalls dein Recht zu verlangen, dass sie für ihre Taten zur Rechenschaft gezogen werden. Du musst nicht sofort entscheiden, was du tun willst. Du hast noch Zeit. Werde erstmal erwachsen, okay?"
      "Hah! Selbst wenn der Knirps aufwächst wäre er doch viel zu schwach für sowas!", grummelte der Vampir, der den Dreien immernoch folgte.
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    • Ein schwaches Lächeln zog sich über die Lippen des jungen Drachen, als Xyla ihn als weise bezeichnete.
      „Mein Großvater hat mir viel beigebracht!“, teilte er mit, und bei dem Gedanken an seinen Großvater konnte er nicht anders, als ein wenig mehr zu lächeln – vor Stolz, aber auch, weil er ihn und den Rest seiner Familie so schrecklich vermisste.
      „Er hat meinem großen Bruder und mir viel beigebracht.“, ergänzte er, und seine Augen huschten für einen Moment wieder zurück zu dem viel zu lauten Vampir, der noch immer hinter ihnen herlief.
      „Ich glaube, er hat niemals jemanden gehabt, der ihn geliebt oder ihm etwas beigebracht hat.“, sagte er schließlich, vielleicht ein wenig zu direkt.

      Schließlich kamen sie endlich wieder auf der kleinen Lichtung an, auf der sich das gemütliche Häuschen von Xyla befand. Der Vampir war noch immer da. Scheinbar würden sie ihn wohl doch nicht so einfach loswerden, wie Ryuki gehofft hatte.
      Doch da kam ihm schließlich ein Einfall und seine Augen begangen schelmisch zu Glitzern. Vielleicht musste er einfach ein bisschen nachhelfen...

      Gerade als sie an der Tür ankamen, blickte er wieder zu Xyla hoch und zog leicht an ihrer Hand. "Darf ich unserem Gast einen Tee machen? Vielleicht ist er danach nicht mehr ganz so gereizt?", fragte er und versteckte seine wahren Gedanken hinter einem charmanten Lächeln.
    • Hokrux starrte den Jungen an, blinzelte ein paar Mal, als dieser zu ihm blickte und realisierte nicht recht, was Ryuki mit seinen Worten sagen wollte. Oder ob dieser überhaupt an ihn gerichtet waren.
      "... hah? Meinst du etwa mich?", war ihm die Verwirrung deutlich anzuhören.
      Wofür hielt sich der kleine eigentlich?! Da macht Xyla ihm mal ein Kompliment und schon nimmt er sich was raus!
      Den Rest des Weges grummelte Hokrux weiter vor sich hin, die Arme verschränkt und der Hexe hin und wieder einen Blick zuwerfend, in der Hoffnung sie würde ihn irgendwann ansehen, doch stattdessen ignorierte sie ihn geflissentlich.
      Und dann? Und dann wurde auch noch die Tür direkt vor seiner Nase zugeschlagen!
      "Verdammt... Du musst doch nicht immer so gemein zu mir sein, Xyla.... hab ich mich nicht schon oft genug entschuldigt?", öffnete mir einer - von der Tür - geröteten Nase und leichten Tränen in den Augen, bevor der junge Drache sich zu Wort meldete.
      "... hah?", gab die anderen Drei, samt Mantel, zur selben Zeit von sich, als Ryuki plötzlich vorschlug dem Vampiren einen Tee zuzubereiten.
      "... wer will schon einen Tee von einem Knirps wie dir?", grummelte Hokrux sofort wieder.
      "... klingt nach einer guten Idee. Er kann ja einen Tee trinken und dann wieder gehen.", fügte die Hexe hinzu, ehe sie Anarxia von ihren Schultern nahm und diesen stattdessen auf Ryuki's legte.
      "Passt gut auf unseren Gast auf, ja? Ich muss noch ein paar Tränke vorbereiten."
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    • „Ja, Xyla!“, antwortete Ryuki sofort, und das Lächeln auf seinen Lippen formte sich zu einem breiten Grinsen. Sein Blick wanderte zu Hokrux, während er mit dem Finger auf das kleine Sofa am Kamin im Wohnbereich des Häuschens deutete.
      „Warte dort, ich bringe dir gleich deinen Tee!“, sagte er mit einer vielleicht etwas zu freundlichen, beinahe zuckersüßen Stimme.
      Oh, wenn der arme Vampir nur wüsste, was gleich auf ihn zukam...

      Bevor der Blutsauger antworten konnte, verschwand der junge Drache auch schon – mit Anarxia auf den Schultern – in der Küche.
      „Dem werden wir es zeigen...", murmelte er leise zu dem Mantel und setzte bereits das Wasser auf.
      Während er darauf wartete, dass es zu kochen begann, griff er nach einer Tasse und ging zielstrebig zu dem riesigen Gewürzregal, das in einer Ecke der Küche stand.
      „Chiliflocken… oh, und Pfeffer… und noch ein wenig mehr Chilliflocken...“, murmelte er vor sich hin und gab von beidem eine großzügige Menge in die Tasse.

      Für einen Moment überlegte er, ob er einen Regenwurm aus dem Garten holen sollte… doch wollte er kein unschuldiges Leben für seinen Streich aufs Spiel setzen. Ein wenig Erde würde wohl reichen.
      Entschlossen trat er zu einem nahe stehenden Blumentopf und fügte der Mischung noch eine kleine Handvoll Erde hinzu.

      „Was noch?“, fragte er er nun an Anarxia gerichtet, während sein Blick suchend durch die Küche wanderte.
    • „Hmpf! Ich will doch keinen verdammten Tee von einem Knirps! Xyla, können wir nicht einfach...“, wollte sich Hokrux wieder an die Hexe wenden, doch diese war, ohne ihn eines weiteren Blickes zu würdigen, die Treppe hinauf verschwunden und niedergeschlagen und schmollend ließ sich der Vampir letztendlich doch auf dem Sofa nieder. Zu gerne wäre er der Schwarzhaarigen gefolgt, aber er wusste auch, dass er nur wieder raus geschmissen werden würde, wenn er es übertrieb.
      Trotzdem verstand er nicht so recht, wieso der Kleine ihm plötzlich einen Tee machen wollte... war das seine Art zu sagen, dass er endlich gehen soll?

      Währenddessen in der Küche beobachtete der Mantel mit einer gewissen Mischung aus Neugierde und Stolz, wie der junge Drache den Tee zusammen mischte.
      „Versuch es mal mit Knoblauch. Hab gehört der Kerl hasst das Zeug wie die Pest. Oh, und vergiss nicht genug Teeblätter zu nehmen! Wollen ja nicht, dass der Kerl gleich am Geruch irgendwas merkt. Am besten nimmst du die Minze.“, fügte Anarxia hinzu und verriet ihm auch, wo er in welcher Schublade oder an welcher Stelle die passenden Zutaten fand.
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