And they were roommates [yuyuumyn & dark.wing]

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    • Gabe warf Milo einen kurzen fragenden Blick zu, er kannte Milos mehr oder weniger ‚schlechte Laune‘ schon, vor allem wenn er irgendwo - mal wieder - seine Töpfe oder Pfannen benutzt liegen oder seine dreckige Wäsche nach dem Duschen nicht direkt in den Wäschekorb warf sondern noch für ‚einen Moment‘ auf den kalten Fließen im Bad liegen ließ. Mit diesen kleinen Sticheleien kam er aus, Milo schien jedoch gerade anders drauf zu sein. das war eine andere ‚schlechte Laune‘ als sonst. Eine schwerwiegendere. Gabriel ließ es jedoch erst mal dabei, vielleicht würde der Medizinstudent von selbst mit der Sprache rausrücken oder er hatte wirklich einfach nur Hunger, Gabe selbst konnte zur Hyäne werden wenn er zu lange hungrig warten musste und das wussten alle in seinem Umkreis. Irgendwann hatte es sich eingebürgert, dass Rey immer einen Proteinriegel in seiner Tasche für Gabe dabei hatte, welchen er essen konnte sobald er Hunger bekam - in seiner Diät fiel jedoch selbst der wen, wenn er nicht mehr in sein Tagensplan passte.

      Als Gabe jedoch noch einigen Minuten merkte, dass Milo ihn immer mal wieder von der Seite anschaute, entspannte er sich wieder ein wenig. Wenn Milo ihm ‚heimlich‘ Blicke zu werden konnte, schien es ihm nicht so schlecht in seiner Gegenwart zu gehen und trotzdem überraschte die Nächten Worte den Studenten. „…Ehm …klar, wenn du das möchtest.“ meinte er lächelnd, für MIlo kurz sanft über den Unterarm und aß dann - wesentlich entspannter - weiter.
    • Milos Ohren liefen knallrot an, als Gabe ihm kurz sanft über den Unterarm strich. Doch dann konnte er sich ein leichtes Lächeln nicht verkneifen. "Ja...möchte ich.", antwortete er schließlich leise. Seine Stimme war kaum mehr als ein Flüstern, aber dennoch so laut, dass Gabe ihn klar und deutlich verstehen konnte.
      Er aß weiter. Das Rezept, dass Gabe ihm heute geschickt hatte war wirklich sehr gut. Er hatte nicht geglaubt das Tofu so gut schmecken konnte, wenn man ihn einfach nur richtig zubereitete. Vielleicht würde Milo doch noch Spaß am Kochen finden. Auch wenn er es normalerweise selbst schaffte Wasser in Brand zu setzen.

      "Sag mal...", sagte er dann nach einem Moment des Schweigens. "Hast du morgen schon etwas vor? Ich wollte morgen zur Eishalle und wollte dich gerne mitnehmen...also nur wenn du Lust hast, natürlich. Du musst nicht, wenn du nicht willst. Aber wir hätten die Eishalle mehr oder weniger für uns, da sie für die normale Öffentlichkeit geschlossen ist.", sagte er und blickte wieder zu seinem Mitbewohner. Erst jetzt wurde ihm bewusst, dass er Gabriel noch nie davon erzählt hatte.
      „Lach jetzt bitte nicht, okay?… aber ich mache seit ein paar Jahren Eiskunstlauf und bald nehme ich sogar an einem Vorentscheid für die Regionalmeisterschaft teil. Wenn ich beim Vorentscheid weiter komme, wäre das meine erste Regionalmeisterschaft. Und ich will wirklich gerne teilnehmen."
    • Auf Gabriels Gesicht breitete sich ein sanftes Lächeln aus. Hätte er gewusst, dass es so einfach wäre Milo zu guter Laune zu helfen, hätte er das Thema von sich aus angesprochen. „das Essen ist übrigens echt gut.“ meinte er zwischen zwei Bissen und pickte sich direkt schon wieder die nächsten Stücke Tofu raus bis sein Mitbewohner mit einem anderen Thema kam und er kurz inne hielt.

      „Eislaufen? Ehm…klar können wir machen.“ murmelte er etwas zurückhaltend. Habe war noch nie auf dem Eis, nicht weil er es nicht schon mal ausprobieren wollte, eher weil er nie wirklich Geld dafür hatte und irgendwann war es ihm dann nicht mehr so wichtig gewesen. Er war die meiste Zeit zu grobmotorisch für sowas. Klar nähte er und brauchte ein gewisses Feingefühl aber Eislaufen gehörte (jedenfalls in seinem Kopf) nicht dazu. „Aber lach mich nicht aus, wenn ich mich hinlege, ja?“ grinste er. „Aber sag mal, wenn du zu den Regionalmeisterschaften gehst, musst du das doch schon länger machen als ‚ein paar Jahre‘ oder nicht? Muss man da nicht echt krass gut sein?“ fragte er interessiert, jedoch ohne die Gabel auf Seite zu legen.
    • Milo konnte nicht anders, als nun noch etwas breiter zu lächeln, als Gabriel sein gekochtes Essen lobte. Doch er tat es so ab, als wäre es keine große Sache gewesen. "Ach...das Rezept kam doch von dir. Ich war nur einkaufen und habe die Anweisungen befolgt. Mehr nicht", sagte er und nahm dann einen Schluck von seinem Wasserglas.

      Ihm entging nicht, dass Gabriel noch recht zurückhaltend auf die Idee mit der Eishalle zu reagieren schien. Nun war er es, der seine Hand auf den Unterarm seines Mitbewohners legte und sanft ein wenig zudrückte.
      "Ich würde dich niemals auslachen. Auch nicht, wenn du dich volle Kanne auf die Nase legst.", versicherte er ihn ehrlich und lächelte ihm aufmunternd zu. "Du wirst das schon meistern, da bin ich mir sicher."

      Er zog seinen Arm wieder zurück und zögerte dann leicht, als er Gabriels Frage hörte. "Ja, die meisten trainieren schon seit ihrer frühsten Kindheit.", gestand er und blickte einen langen Moment lang nachdenklich ins Leere. "Bei mir müssten es jetzt...7 Jahre sein, bin ich der Meinung.", sagte er und blickte wieder zu Gabriel.
      "Ich trainiere nicht in einem Verein, sondern werde von einer ehemaligen Weltmeisterin trainiert. Sie musste ihre Karriere beenden, als sie damals auf dem Eis einen schweren Unfall hatte. Sie weiß verdammt viel und ohne sie, würde ich nicht an den Regionalmeisterschaften teilnehmen können. Sie ist der einzige Grund, warum ich in den wenigen Jahren so viel gelernt habe.", erklärte er und lächelte bei den Gedanken dankbar.
    • „Krass …wie bezah…warte vergiss die frage wieder.“ winkte er ab. Er vergaß immer wieder, dass Milos Eltern allen Anschein nach nicht so wenig Geld zu haben schienen, auch wenn der Gedanke sich immer noch ein wenig komisch in seinem Kopf anfühlte. „Wir können es auf jeden fall mal versuchen und wenn ich’s gar nicht schaffe schau ich dir einfach nur zu.“ beschloss der Student dann einfach. Schlimmeres als das er sich auf die Nase legte konnte wohl kaum passieren. Boxen war doch deutlich gefährlicher, bildet er sich auf jeden fall an.

      „Wenn du zu meinem Kampf kommst, komm ich zu deinem Wettbewerb.“ schlug er grinsend vor. Nicht dass er nicht so oder so zu Milos Wettbewerb gehen würde wenn er ihn darum bitten würde, aber er hätte Milo gerne bei seinem Kampf dabei, einfach weil er den Gedanken schön fand mit dem Medizinstudenten etwas teilen zu können was ihm wichtig war.
    • Milo lächelte Gabe an. Doch als dieser vorschlug, zu Milos Wettbewerb zu kommen – unter der Bedingung, dass Milo im Gegenzug zu seinem Kampf erschien – begann etwas in Milos Augen zu glitzern. Sein Lächeln wurde noch breiter und er nickte.
      „Abgemacht. Dann erwarte ich aber auch, dass du deinen Kampf gewinnst, hörst du? Aber so, wie du Isaac und Apollo verdroschen hast, sollte das wohl kaum ein Problem für dich sein.“, sagte er und nun zog sich ein etwas frecheres Grinsen über seine Lippen.
      Er konnte die Vorfreude spüren, die in seinem Magen aufstieg. Mit solch einer Motivation konnten sie doch nur gewinnen – oder?

      Glücklicherweise hatte sein Mitbewohner nicht weiter nachgefragt, wie er die Privatstunden im Eiskunstlauf bezahlte. So musste er auch nicht erklären, dass seine Eltern nichts davon wussten und er dies seit Jahren hinter ihrem Rücken betrieb.
      Manchmal wünschte sich Milo, seine Lebensumstände wären anders. Doch das wäre wohl Jammern auf hohem Niveau. Immerhin war er in einem wohlhabenden Elternhaus aufgewachsen und hatte – meistens – alles bekommen, was er wollte.
      Von daher hatte er eigentlich kein Recht, sich zu beschweren. Auch wenn seine Eltern…eine sehr altmodische Denkweise hatten.

      Milo schlang das letzte Stück Tofu herunter, das noch auf seinem Teller lag, und stand dann auf. „Bist du fertig?“, fragte er, um Gabriels Teller gleich mit in die Spülmaschine zu stellen. Er konnte es kaum erwarten, gleich endlich im Bett zu liegen…mit Gabriel an seiner Seite.
    • „Klar gewinn ich, was denkst du denn?“ grinste Gabe viel zu sehr von sich selbst überzeugt. Er hatte schon einen minimalen Gottkomplex, welcher nicht gerade besser wurde, wenn er regelmäßig die ‚Spaßkämpfe‘ zwischen sich und seinen Freunden gewann, auch wenn er gelegentlich doch ganz schön zu kämpfen hatte. Jeder der vier Jungs hatte seine ganz eigenen Art im Ring zu performen und auch wenn Gabriel schon mehrere Fights gewonnen hatte, hatte jeder von ihnen definitiv ihre eigenen Daseinsberechtigung. Zum Beispiel würde er nicht nur theoretisch sondern auch praktisch niemals gegen Benny in den Ring steigen wollen, erstmal weil er den Studenten um mehrere Köpfe übertrumpfte und fast doppelt so schwer war wie Gabe selbst. Das wäre nicht nur ein sehr unfairer Fight sondern könnte gegebenenfalls auch im Krankenhaus enden, es gab schließlich einen Grund warum Kämpfe in Gewichtsklassen ausgetragen wurden.
      Auch wenn man es Rey nicht an sah, hatte er sich seinen Spitznamen nicht nur auf Grund seiner recht tragischen Familiengeschichte zu verdanken sondern auch seinem Kampfstil. Er kämpfte mit Taktik. Für ihn war der Sport nicht nur Stärke. Er analysierte seinen Gegner gerade zu um ihn dann gezielt in ein metaphorisches Grab zu schicken. Anders als Apollo welcher beim Kämpfen eher seine Muskeln und weniger sein Gehirn benutzte, war Rey der Meinung, dass sein Gehirn der wichtigste Muskel war den er basaß und genau das spiegelte sich in seinem Kampfstil wieder. Jeder der Vier hatte seine Besonderheit und irgendwie schaffte es Gabe jeder dieser Stile mit schlagartigen Powerschlägen zu kombinieren.

      Als Milo ihn fragte ob er schon fertig sei, stopfte er sich schnell die letzten zwei Gabeln in den Mund ehe er seinem Mitbewohner den Teller hin hielt. Das Grinsen auf seinem Gesicht konnte man kaum als solches gelten lassen, mit dem vollem Mund sah es eher wie eine komische Grimasse aus.
    • Milo nahm Gabriels Teller entgegen und konnte nicht anders, als leicht den Kopf zu schütteln. „Hey, stopf nicht so! Du verschluckst dich noch! Und im schlimmsten Fall muss ich den Heimlich-Griff bei dir anwenden. Und glaub mir: Das willst du nicht. Ich könnte dir dabei versehentlich die Rippen brech–“, er unterbrach sich selbst und biss sich leicht auf die Unterlippe. Was ist denn nur los mit ihm?
      „Uh, sorry. Irgendwie…keine Ahnung, ich mach mir schnell Sorgen um dich. Ich will einfach, dass es dir gut geht.“, gestand der Medizinstudent, ohne Gabe ins Gesicht zu sehen. Dafür war er einfach zu peinlich berührt.

      Er stellte die Teller in die Spülmaschine, sah sich dann in der Küche nach weiterem schmutzigen Geschirr um und räumte auch das ein, bevor er das Gerät startete.
      Sein Blick wanderte wieder zu seinem Mitbewohner. Milo war immer noch etwas verlegen und versuchte, es hinter einem Lächeln zu verbergen. „Wenn du willst, können wir morgen nach dem Training etwas essen gehen. Ich kenne da ein Restaurant in der Nähe der Eishalle. Das Essen dort ist fantastisch und es gibt extrem viele vegane und vegetarische Alternativen. Da findest du bestimmt etwas, das du auch während deiner Diät essen darfst. Außerdem müssen wir dann morgen nicht selbst kochen.“
    • „Du bist ja schlimmer als Rey.“ kam lachend von dem Studenten. „Der war am Anfang auch immer mega vorsichtig…gut dass er das ein wenig abgelegt hat, so viel scheiße wie wir gebaut haben wäre das irgendwann stressig geworden.“ grinste er. Ouh ja, seine Jugend war gefüllt mit dummen Ideen. Nächtliche Einbrüche in Schwimmhallen, weil sie sich den Eintritt nicht leisten konnten, Touren durch irgendwelche Lost Places, Schlägereien auf Spielplätzen, er hatte das volle Programm mitgenommen. Irgendwann kam dann der Alkohol dazu und spätestens dann artete es sowieso regelmäßig aus. Gut das Toni Beziehungen zur Polizei hatte, so kam es zum Glück nie vor, dass er mit Apollo in irgendwelchen kalten Zellen ausnüchtern musste.

      „Aber süß, dass du dir so viel sorgen machst, aber es wird schon nichts passieren. Ich esse mein ganzes Leben schon in diesem Tempo.“ grinste er. Gabe hatte viele Dinge aus dem Kinderheim nie ablegen können, so wie seine Essgeschwindigkeit oder sein leichtes Temperament. In solch einem Umfeld hieß es oft ‚fressen oder gefressen werden‘ und er hatte nie die Ambition gehabt dort unter zugehen.

      „Klar gerne.“ meinte er direkt mit einem vorfreudigen Lächeln bei dem Vorschlag essen gehen zu können.
    • Milo kratzte sich verlegen am Hinterkopf und grinste leicht. Als Gabe sein Verhalten dann auch noch als „süß“ bezeichnete, wurden seine Wangen wieder ein wenig rosa. Doch er winkte schnell ab, um nicht zu sehr zu zeigen, was Gabriels Worte für einen Effekt auf ihn hatten.
      „Gut, dann lass uns morgen dort essen gehen. Ich reserviere uns gleich früh einen Tisch.“, sagte er und nickte in Richtung seines Schlafzimmers.

      „Aber nun komm…wir sollten wirklich schlafen gehen, meinst du nicht auch? Es war ein langer Tag. Und gerade du musst nach der Arbeit und dem Training müde sein.“
      Sanft nahm er Gabriels Hand in seine eigene und führte ihn in sein Schlafzimmer. Sein Daumen strich dabei unbewusst über den Handrücken des anderen. Im Schlafzimmer angekommen, ließ er sie wieder los und griff nach der kleinen Fernbedienung auf seinem Nachttisch, Mit einem Klick aktivierte er wieder den Projektor, der einen funkelnden Sternenhimmel an die Zimmerdecke warf.
      „Mach es dir bequem.“, sagte er lächelnd über seine Schulter, während er zum Fenster ging und es öffnete, damit frische Nachtluft hereinkam.
    • Wie auf Knopfdruck gähnte Gabe einmal herzhaft auf. „Ich muss morgen was für die Uni machen…“ murmelte er während er sich auf Milos Matratze fallen ließ. „Und irgendwas anderes musste ich auch noch machen…keine Ahnung was, aber irgendwas war…ich glaub ich habs mir irgendwo aufgeschrieben…“ manchmal verfluchte Gabriel seine Unorganisiertheit, aber er kam sonst auch immer recht gut klar, also wird das schon irgendwie. Und dann war er auch schon so gut wie eingeschlafen. Sobald sein Kopf das Kissen berührt hatte, überflutete ihn eine Welle der Müdigkeit. Der Tag war doch wirklich anstrebend gewesen.
    • Milo lachte leise, als er Gabriels undeutliches Gebrabbel hörte, und konnte nicht anders, als wieder leicht den Kopf zu schütteln.
      „Dir wird das schon wieder einfallen.“, sagte er, während er sich zu ihm umdrehte und sah, wie sich sein Mitbewohner bereits auf dem Bett ausgestreckt hatte.
      Als er näher trat, bemerkte Milo, dass Gabriel schon so gut wie eingeschlafen war. Also legte er sich leise zu ihm und zog die Decke sanft über sie beide.

      Einen Moment lang betrachtete Milo das friedliche Gesicht des anderen, ehe er ihm einen sanften Kuss auf die Stirn drückte.
      „Schlaf gut…“, flüsterte er leise, blieb aber selbst noch ein wenig wach.
      Es dauerte nicht lange, bis sich sein Magen wieder meldete und nach etwas Süßem verlangte. Milos Blick wanderte kurz zu Gabriels Gesicht, bevor er sich vorsichtig zur Seite rollte, sich seinem Nachttisch zuwandte und die Schublade leise öffnete. Darin lag ein ganzer Vorrat an verschiedenen Süßigkeiten.

      Behutsam zog er eine Tafel Schokolade hervor. Das Papier knisterte leise, als er die Verpackung öffnete.
      Milo konnte nur hoffen, dass Gabriel nicht wach wurde – zum einen, weil er ihn nicht wecken wollte, und zum anderen, weil dieser immer noch auf Diät war.
    • Gabriel hatte sich von Milo weg gedreht, ein wenig eingerollt wie ein kleines Kätzchen und fast die gesamte Decke an sich gezogen als wäre diese eine Art Stofftierersatz. So verbrachte er ruhig einige Minuten bevor er leise aufbrummte. Leider wurde sein Dämmerschlaf, welcher langsam aber sicher in einen Tiefschlaf übergegangen wäre durch ein ganz bestimmtes Knistergeräusch unterbrochen. „Wenn du schon Schokolade neben mir essen musst, kannst du das nicht leise machen?“ murmelte er in die Decke. Gabe bekam kaum selbst mit was er gerade von sich gab, aber er merkte deutlich was Milo dort tat auch wenn die Sache mit der Schokolade nur geraten war, es hätte auch jede andere Süßigkeit gewesen sein, welche mit Papier umwickelt war.
    • Milo erstarrte, als er Gabriels gemurmelte Worte hörte. Wie… wie konnte er nur wissen, dass es sich bei dem Knistern um eine Tafel Schokolade handelte?
      Prüfend blickte der Medizinstudent über seine Schulter – wohl um zu überprüfen, ob Gabriel wirklich wach war oder nur im Schlaf sprach. Immerhin war es nichts Ungewöhnliches, dass manche Menschen im Schlaf zu murmeln begannen.
      Archie und Rosie hatten ihm sogar erzählt, dass auch er selbst schon im Schlaf gesprochen haben soll. Dies passierte allerdings nur, wenn er unter extremen Stress stand.

      Als er sah, dass Gabriel sein Gesicht tief in die Decke gedrückt hatte, tat Milo das Ganze vorsichtig als Schlafrede ab. Er wandte sich wieder seiner Schokoladentafel zu und öffnete sie weiter. Um das Knistern diesmal zu überdecken, räusperte er sich leise.
    • „Milo, ich kann das knistern immer noch hören.“ murmelte er dieses Mal etwas lauter in die Decke und drehte sich dann doch zu dem Midizinstudenten. „Kannst du die nicht essen wenn ich nicht da bin?“ Gabe funkelte ihn böse an, oder versuchte es jedenfalls, so müde wie er eigentlich war kam da kaum was brauchbares zu Stande. „Du bist schon echt assi, weist du das?“ fragte er und drehte sich dann wieder um. Er wollte doch einfach nur schlafen und das am beste ohne Lust auf Schokolade zu bekommen die er nicht essen durfte.
    • Milos kläglicher Versuch das Knistern der Schokoladenverpackung mit seinem Räuspern zu überdecken, blieb genau das: ein kläglicher Versuch.
      Denn nun sprach sein Mitbewohner ihn direkt an und drehte sich kurz darauf auch noch zu ihm um, sodass sich ihre Blicke trafen.
      Der Versuch von Gabriel Milo böse anzufunkeln wirkte aber eher wie ein übermüdetes Kätzchen…oder optional auch ein Frettchen.

      Milo zögerte, nahm sich dann aber einfach eins seiner Stofftiere, welches mit im Bett lag, und legte es über Gabriels Ohr und Augen.
      Problem gelöst, oder nicht?

      Auch er wandte Gabriel nun den Rücken zu und blickte wieder auf die Schokolade in seinen Händen.
      Nur ein kleines Stück… Dann würde er sie direkt wieder in die Nachttischschublade packen.
    • „Du bist ein Arsch, Milo.“ beschwerte sich Gabe drehte ihm den Rücken zu und verkroch sich wieder in und unter die Decke. Er würde besagte Decke definitiv nicht mit Milo teilen, nicht das er das sowieso vorgehabt hatte, aber spätestens jetzt würde er das definitiv nicht mehr tun. „Ich hasse dich.“ nuschelte er beleidigt in den Stoff. Er hasste Milo nicht wirklich aber jetzt hatte er dank ihm viel zu viel Lust auf Schokolade und als hätte sein Kopf einen Schalter betätigt fingen passend dazu seine Unterleibschmerzen wieder an. Während der Arbeit und auch beim Training ging es mit den Schmerzen relativ gut, jetzt wurden sie jedoch wieder schlimmer…als hätte dein Körper es gewusst, dass er schlafen wollte.
    • Milo ignorierte Gabriels Worte gekonnt. Er wusste, dass sein Mitbewohner sie nicht ernst meinte. Vielleicht, angesichts der Situation, ein kleines bisschen – aber niemals auf eine wirklich bösartige Art. Deshalb nahm er sie ihm nicht übel.
      „Das ist in Ordnung.“, antwortete er ruhig, biss ein großes Stück von der Schokolade ab und verstaute den Rest dann wieder in seiner Nachttischschublade.

      Dann drehte er sich wieder zu Gabriel um, der ihm jedoch den Rücken zugewandt hatte und die gesamte Decke für sich beanspruchte. Milo betrachtete ihn schweigend – sein Blick ruhte auf dem Hinterkopf des anderen Studenten.
      Er selbst brauchte die Decke nicht unbedingt. Meistens war ihm sowieso zu warm – und genau diese Wärme strahlte sein Körper auch aus.
      Schließlich – ganz langsam – näherte er sich Gabriel, legte vorsichtig die Arme um seine Taille und zog ihn an seinen Brustkorb heran. Dann vergrub er sein Gesicht sanft in Gabriels Haar.

      „Du riechst so gut…“, murmelte er leise in die dunklen Locken und kuschelte sich noch dichter an seinen Mitbewohner heran.
    • „Das ist mein Shampoo, du Creep…“ brummte er in den Stoff, entspannt sich aber sichtlich ein wenig und kuschelte sich kaum merklich ein wenig näher ans Milo. „Du bist wirklich ein schrecklicher Mensch, weist du das?“ Seine Stimme klang immer noch müde, immerhin wollte er auch eigentlich schlafen bevor Milo ihn geweckt hatte. „Ein ganz, ganz schrecklicher Mensch.“ das letzte Wort ging fast fließend in ein Gähnen über. „Ich hoffe du verschluckst dich an deiner Scheiß Schokolade.“ das war der Zeitpunkt als ihm schlussendlich die Augen zu fielen und er immer noch an Milo gekuschelt wieder einschlief.
    • Milo unterdrückte ein leises Kichern, als er Gabriels ach so liebevollen Worte hörte. Er würde sich wohl merken müssen, dass Gabriel, vor allem wenn er müde wurde oder hungrig war, zu einer ordentlichen Kratzbürste werden konnte.
      Als Antwort drückte er seinen Mitwohner nur noch dichter an seine Brust und kuschelte sein Gesicht mehr in seine weichen Haare. "Jaja...ich hab dich auch lieb.", nuschelte er, bevor er ebenfalls seine Augen schloss und kurz darauf eingeschlafen war.

      Am nächsten Morgen, schien das Sonnenlicht langsam durch die Gardienen des Fensters. Aber Milo schlief noch tief und fest. Er war mit seiner Trainerin auch erst gegen 12:00 Uhr in der Eishalle verabredet, weshalb er nicht zu früh aufstehen musste und würde.
      Stattdessen blieb er einfach weiter im Bett liegen und hielt Gabriel weiterhin in seinen Armen.
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