And they were roommates [yuyuumyn & dark.wing]

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    • „Hey ihr Süßen.“ strahlte Finn die beiden an. Eigentlich kannten sie sich kaum aber das war für Finn selten ein Problem. „Gabby ist hinten, aber ich würde ihm lieber nicht zu nah kommen…“ er beugte sich verschwörerisch etwas über die Theke, als ob er Milo und Archie ein Geheimnis erzählen wollte. „Er hat schlecht Laune.“ und was Finn damit meinte konnte man wenige Sekunden später auch sofort hören. Erst klirrte Glas, dann war es zwei Sekunden komplett ruhig bevor Gabriel wütend schimpfte. „Verdammte Scheiße! Wer stellt die Kake denn da hin?! Seid ihr alle kognitive benachteiligt oder was?!“ - „Diät.“ kam es nur von Finn mit einem schulterzuckend, als ob das alle Fragen beantworten würde.

      „Gabe, sweetie. Kann man dir helfen?“ rief er über seine Schulter nach hinten, bekam als Antwort jedoch nur ein gezischtes. „Mir ist nicht mehr zu helfen.“ was Finn zum Lachen brachte. „Der bekommt sich schon wieder ein. Was kann ich euch Hübschen denn machen? Also ganz offensichtlich neben einem Stück von allem.“ grinste er Archie zwinkernd an.

      Finn war offen schwul und das merkte man auch relativ schnell. Wenn es eine Person gab die alle Schwulen-Stereotypen verkörperte, dann war es definitiv Finn und er lebte das voll und ganz aus. In der Stadt waren die meisten Besucher des Cafés schon an seine Art gewöhnt und auch wenn er in der Schule meistens wenig Zuspruch dafür bekommen hatte, hatte sich das mittlerweile ein wenig geändert. Klar gab es immer noch Menschen die mit seiner ‚etwas spezielleren Art‘ nicht zurecht kamen, aber die meisten mochten ihn gerade wegen dieser Art und schätzten seinen offnen Umgang mit den Gästen des Cafés.
    • Milo unterdrückte ein leichtes Grinsen, als er Gabriels wütende Stimme aus dem hinteren Bereich hörte.
      Er blickte wieder zu Finn und deutete dann auf den Beutel, den er bei sich trug. "Ja, ich weiß...ich hab ihm sein Mittagessen mitgebracht. Ich hoffe er ist nicht zu anstrengend?", fragte er und blickte dann zu Archie, welcher immer noch vor der Kuchenvitrine stand.
      Dieser blickte mit einem breiten Grinsen auf, als er Finns Worte hörte. "Oh ja, wir nehmen auf jeden Fall ein Stück von allem! Das sieht alles so unfassbar lecker aus!", sagte er und stellte sich wieder neben Milo.
      Archies Blick wanderte dann über die Tafel mit den verschiedenen Getränken. "Wow, ihr bietet aber wirklich viel an. Was für einen Kaffee würdest du mir empfehlen? Oh, aber bitte nichts mit Haselnuss oder so. Ich bin extrem allergisch gegen alles mit Nüssen. Das ist so unfassbar schade, weil es so viele Süßigkeiten mit Erdnussbutter gibt, die so extrem lecker aussehen! Meinst du es ist eine gute Idee, es einmal zu riskieren und dann einfach gleich einen EpiPen zu benutzen? Ich hab das auf TikTok gesehen!", begann Archie nun Finn ein wenig die Ohren voll zu quatschen.

      Milos Blick wanderte wanderte derweil an Finn vorbei zum hinteren Bereich. "Gabe, sei vorsichtig mit den Glasscherben und komm kurz nach vorne! Ich hab dein Mittagessen dabei!", rief er und wartete darauf, dass sein Mitbewohner zur Theke kommen würde. Hoffentlich würde es ihm schmecken...aber da Milo sich an das Rezept gehalten hatte, machte er sich kaum Sorgen.
    • Finn lachte auf. „Ach Gabby doch nicht, und selbst wenn, ich kann ihn kaum böse sein. Hast du dir mal angeschaut wie hot er ist, wenn er sauer wird…geschweige denn du bist nicht der Grund dafür.“ winkte der Barista in einem - vielleicht ein wenig - unangebrachten Ton ab

      „Gar kein Problem.“ nun wirkte er wieder ein wenig professioneller. „Ich persönlich würde ja den white chocolate mocha mit extra Vanille syrup, extra espresso shot und Vanillafoam empfehlen.“ grinste der junge Mann. „Extra süß und extrem genial. Ohne jegliche Art von Nüssen.“ zwinkerte er und war schon dabei die Stücke Kuchen nach einander aus der Vitrine zu holen.

      „provozierst wie sonst was und im Endeffekt könnte man dich mit Nüssen töten…an deiner Stelle hätte ich ja nicht so eine große Fresse…“ brummte Gabriel auf als er zurück in den Verkaufsraum kam. Auf seiner dunklen Schürze konnte man einige - noch dunklere - Flecken, ob es sich bei besagten Flecken jedoch um Blut oder einer anderen Flüssigkeit handelte war schwer zu sagen. Was jedoch nicht schwer zu entziffern war, war das Spülhandtuch, welches er fest an seine Hand drückte und mit roten Flecken geschmückt war. Seine Laune zu heute Morgen war noch weiter in den Keller gerutscht, was alleine schon nach dem kleinen Zusammenstoß mit dem leeren Glasbehälter - welcher aber auch absolut bescheiden gestanden hatte - kein Wunder war. Der Schnitt schien jedoch nicht sonderlich tief zu sein, was jedoch nichts an seiner Stimmung änderte, im Gegensatz zu der Erwähnung seines Mittagessens. Er hatte bis jetzt nur einen Kaffee getrunken und sich sonst zurück gehalten, obwohl die gelegten Backwaren ihn mehr als nur ein wenig anlächelten.
    • "Oh ja, dann nehme ich auf jeden Fall deine Empfehlung! Das klingt mega gut! In den Kuchen sind auch keine Nüsse drin, oder?", fragte Archie mit einen breiten Grinsen und blickte dann zu Gabriel, welcher gerade nach vorne kam. "Wer provoziert?", fragte er verwirrt, wartete aber gar nicht erst auf eine Antwort und sah Finn dabei zu, wie er die einzelnen Kuchenstücke aus der Vitrine holte.
      Allein beim Anblick der verschiedenen Kuchen lief ihm das Wasser im Mund zusammen. Er konnte es kaum erwarten jedes einzelne Stück zu probieren.

      Milo hingegen weitete seine Augen, als das Geschirrhandtuch bemerkte, welches sich Gabe fest an seine Hand drückte. Ohne weiter darüber nachzudenken, ging der Medizinstudent direkt auf seinen Mitbewohner zu, packte sich dessen Handgelenk und zog das Geschirrtuch, um sich den Schnitt genauer anzuschauen.
      "Verdammt Gabe...du musst vorsichtiger sein...sei froh, dass der Schnitt nicht sonderlich tief ist. Wo ist euer Erste-Hilfe-Koffer? Ich kümmere mich schnell um deine Verletzung.", sagte er und blickte kurz auf das Geschirrtuch.
      "Ich hoffe sehr, dass du dir ein sauberes genommen hast, du...", sagte er kopfschüttelnd und beendete seinen Satz nicht, als er sich daran erinnerte, dass Gabe gerade eine ziemlich kurze Zündschnur hatte.
      Er zog ihn an seinem Handgelenk auch bereits schon wieder in den hinteren Bereich, damit er sich schnell um seine Verletzung kümmern und ihm, sowohl sein Mittagessen, als auch die anderen Dinge aus Beutel geben konnte.
    • „Wir haben gerade einen Wallnusskuchen im Angebot, aber das Stück gebe ich dir nicht, sonst sind alle ohne Nüsse.“ lächelte Finn und drehte sich dann leicht zu Gabe als dieser aus dem Personalraum kam. Als er das blutige Handtuch sah, weiteten sich seine Augen ein wenig bevor er sich wieder schnell nach vorne drehte. Er konnte wirklich kein Blut sehen.

      Gabriels Kiefer verspannte sich leicht als Milo auf ihn zu kam, er zwang sich jedoch dazu, sich wieder zu entspannen. Sein Mitbewohner wollte ihm schließlich nur helfen. Milo war nicht dran schuld, dass er so eine schlechte Laune hatte und es war nicht fair ihm gegenüber so gemein zu sein, das wusste Gabriel und trotzdem nervte ihn gerade einfach wirklich alles. Auch alleine schon der Gedanke, dass er später noch zum Sport musste und sich dort wahrscheinlich mit seinem Couch anlegte, half nicht gerade positiv bei seiner Laune. Nur der Gedanke, gleich sein Mittagessen essen zu können, hellte die dunklen Gewitterwolken die seine Stimmung gerade infiltrierten ein wenig auf.

      Ohne Widerstand ließ er sich von Milo wieder in den Personalraum ziehen, wo er sich auf den Boden sinken ließ. „Das ist echt nicht so schlimm. Sieht brutaler aus als es ist…“ murmelte er und beobachtete den Medizinstudenten dabei, wie er den Erste-Hilfe-Kasten von seinem Platz nahm.
    • Milo schüttelte nur wieder seinen Kopf, während er den Erste-Hilfe-Koffer von seinem Platz nahm und damit wieder zu Gabriel zurück ging.
      "Ob schlimm oder nicht ist egal. Ich möchte es mir trotzdem anschauen.", sagte Milo streng und setzte sich kurzerhand neben Gabriel auf dem Boden.
      Milo öffnete den Erste-Hilfe-Koffer und entnahm schnell das Desinfektionsmittel, ein paar Wattepads und ein Verband. Er goss etwas Desinfektionsmittel auf das Wattepad und betupfte dann vorsichtig die Wunde.
      Nachdem er sicher war, dass die Wunde sauber war, griff er nach einem neuen Wattepad, um überschüssiges Desinfektionsmittel wieder zu entfernen. Dabei hielt er Gabes Handgelenk fest umklammert, damit er es nicht einfach so wieder wegziehen konnte.

      Während Milo konzentriert arbeitete, blickte er Gabriel nicht an, öffnete aber wieder seinen Mund, um das Thema in eine andere Richtung zu lenken. "Ich habe übrigens alles besorgt, was du dir gewünscht hast. Eine Wärmflasche, Schmerztabletten, die Hygieneprodukte und...", er hielt kurz inne und lächelte leicht. "...und zwei kleine Überraschungen...ich hoffe das sie dir gefallen.", sagte er und seine Gedanken wanderten kurz zu der Schokoladentafel und der Stoffkatze im Beutel.

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    • Gabe nickte brav. Er würde Milo wahrscheinlich so oder so nicht von Gegenteil überzeugen können, also versuchte er es gar nicht erst. „Wenn du meinst.“ murmelte er und ließ den Medizinstudent einfach machen. Als Milo mit dem Desinfektionsmittel arbeitete verzog er leicht das Gesicht, versuchte sich jedoch nichts anmerken zu lassen - was er ganz offensichtlich nicht schaffte. Es fühlte sich an, als würde sein Körper gerade hyper sensibel auf alles möglich reagieren. Das Training würde auf jeden Fall witzig werden, wenn das so weiter ging…

      „Danke, ich wüsste nicht was ich ohne dich machen sollte.“ das meinte er ernst. Er war heute Morgen absolut überfordert mit allem und Milo hatte ihm wenigstens ein wenig mit seiner Überforderung geholfen. Als Milo die Überraschungen ansprach, schlich sich sogar ein leichtes Lächeln auf Gabes Lippen. „Das hättest du aber echt nicht machen muss, das weist du oder?“
    • Natürlich entging dem Medizinstudenten Gabriels Reaktion auf das Desinfektionsmittel nicht. Obwohl dieser versuchte eine tapfere Fassade zu behalten. Auch wenn Milo wusste, wie riskant es gerade war...konnte er nicht anders, als Gabriel ein klein wenig aufzuziehen.
      "Good boy.", lobte er ihn spielerich, bevor er schließlich das Wattepad zur Seite legte und seine Hand mit einem leichten Verband umwickelte.
      "Morgen solltest du das Verband nicht mehr brauchen. Jetzt soll es erstmal nur dazu dienen, damit kein Schmutz in die Schnittwunde kommt. Vor allem, wenn du hier hinten arbeitest oder nachher beim Training bist."

      Als er dann die dankbaren Worte seines Mitbewohners hörte, hielt er inne, bevor sich ein leichtes Lächeln über sein Gesicht zog. "Ach, hör auf...das war doch keine große Sache.", winkte er ab, griff dann nach dem Beutel und überreichte ihn Gabe.
      "Und ich weiß, dass ich das nicht hätte machen müssen. Aber ich wollte es...außerdem sind es nur Kleinigkeiten.", sagte er und drückte Gabe den Beutel nun praktisch in die Hände.
      "Nun schau schon endlich rein.", drängte er, da er unbedingt Gabriels Reaktion sehen wollte.
    • Gabriel wusste dass Milo ihn nur ärgern wollte und trotzdem stockte er kurz und schaute seinen Mitbewohner ein wenig entgeistert an. Es war keine große Sache, nur ein kleiner Spaß unter Freunden und trotzdem merkte Gabe wie seine Ohren förmlich glühten. Das war nicht gut…hoffentlich bildete er sich diese Wärme nur ein.

      Er bekam kaum mit was Milo ihm sagte, irgendwas was wegen, dass er den Verband morgen nicht mehr bräuchte und seinem Training. In seinem Kopf war er noch voll und ganz bei den eben ausgesprochenen Worten. „Ehm…klar. Mach ich. Danke.“ war das die richtige Antwort? Hätte er besser einfach nur lächeln und nicken sollen? Wäre vielleicht besser gewesen.

      Als Milo ihm den Beutel in die Hand drückte war er immer noch nicht wieder hundert Prozent im Stande dazu irgendwas intelligentes von sich zu geben, also schaute er einfach nur in den Beutel rein und konnte sich ein leichtes Lächeln nicht verkneifen. „danke.“
    • Milo blinzelte ein wenig verwundert, als er Gabriels Reaktion, welche ehrlich gesagt nicht wirklich eine Reaktion war, bemerkte. Irgendwie wirkte er plötzlich ziemlich abwesend und kaum bei der Sache. Ist ihm das Desinfektionsmittel in den Kopf gestiegen?
      Auch als Gabe in den Beutel blickte, hatte er eine etwas andere Reaktion erwartet. Hatte er die Stoffkatze und die Schokolade überhaupt richtig gesehen?

      Milo beugte sich etwas zu Gabe, um ebenfalls in den Stoffbeutel zu schauen. Im nächsten Moment zog er die Stoffkatze auch schon raus und hielt Gabriel diese direkt vors Gesicht. "Hier schau...in ihr befindet sich ein Kirschkernkissen. Wenn es dir also in der Nacht nicht gut geht, kannst du oder ich es dir warm machen. Ich hab mich extra ein wenig belesen und scheinbar kann es dir bei Unterleibschmerzen helfen. Und außerdem hast du dann auch gleichzeitig etwas zum kuscheln.", sagte er und grinste seinen Mitbewohner an.
      "Ich weiß nicht, ob es während deiner Diät in Ordnung geht, aber...", sagte er und zog nun auch die Schokolade aus dem Beutel hervor. "Eine Tafel mit Zartbitter-Schokolade...oh Gott, magst du Zartbitter überhaupt?"
    • Gabriel zuckte kurz zurück als Milo ihm die Stoffkatze plötzlich vors Gesicht hielt und nickte nur etwas perplex. Sein Gehirn hing immer noch leicht bei den Worten die gerade aus Milos Mund kamen. Es war nicht so, dass er diese oder ähnliche Worte nicht schon mal gehört hatte, jedoch in einem ganz anderen Zusammenhang, in einer anderen Stimmung und von Menschen die nicht gerade sein Mitbewohner waren, auch wenn sie schon miteinander geschlafen hatten.

      Als Milo dann plötzlich anfing sich Sorgen wegen der Schokolade zu machen, beugte sich Gabe ein wenig zu ihm und gab ihm einen sanften Kuss. „Ich danke dir. Du bist echt toll.“ meinte er leise und lächelte seinen Gegenüber sanft an. „und ja, ich mag Zartbitter Schokolade…und danke für die Wärmflasche.“
    • Während Milo sich noch den Kopf darüber zerbrach, ob die Zartbitter-Schokolade nun wirklich die richtige Entscheidung gewesen war, beugte sich Gabe plötzlich ein wenig zu ihm und küsste ihn sanft auf die Lippen.
      Nun war Milo es, der Gabriel einen Moment lang perplex anblickte, bevor er dann aber auch schon dessen Lächeln erwiderte. "Gern geschehen.", antwortete er ebenso leise, bevor seine eigenen Lippen auf Gabriels legte, um ihn nochmal zu küssen.
      Noch immer wusste der Medizinstudent nicht, was Gabriel und er jetzt eigentlich genau waren. Immerhin hatten sie noch nicht darüber gesprochen... aber Milo entschloss sich, einfach die Momente zu genießen und abzuwarten, wie sich zwischen ihnen alles weiterentwickeln würde.

      Während Milo Gabriel küsste, legte er seine Hand auf dessen Wange und strich mit seinem Daumen sanft über die Haut des Künstlers. Vielleicht war es keine gute Idee, im hinteren Raum des Cafés, in dem Gabriel arbeitete, miteinander rumzumachen... Aber das war Milo für den Moment gerade herzlich egal.
    • Sie sollten hier nicht rummachen. Nicht in dem Personalraum während Gabe eigentlich arbeiten sollte, nicht während Finn vorne an der Theke stand und wahrscheinlich vollkommen überfordert mit den Kunden war und nicht während Gabriel entschieden hatte heute die Getränke zu übernehmen. Es würden sicher eine Wagenladung von Bestellungen auf ihn warten sobald er wieder nach vorne hing, und das wäre ohne Finns wütenden Blick schon stressig genug und trotzdem konnte - oder wollte - er gerade nicht aufhören, jedenfalls solange bis er plötzlich einen feuchten Lappe gegen den Kopf geworfen bekam.

      „hey! Ihr solltet nur die Blutung stoppen und nicht rum machen!“ motzte Finn die beiden Studenten direkt an. War ja klar, dass es auffallen würde, wenn die beiden zu lange weg waren. „Außerdem müssen wir arbeiten! Und warum darf ich nie mit dir rum machen?“ fragte der Barista nun mehr als nur beleidigt und zog eine Filmreife Schute. „Du bist echt blöd Gabby.“

      Gabriel löste sich mit einem letzten sanften Kuss hin Milo und stand dann auf. „Ist ja gut, ist ja gut. Mach hier mal nicht so einen Stress.“ versuchte er die Situation cool abzutun und hielt Milo dann seine Hand hin um ihm hoch zuhalten.
    • Als Gabriel plötzlich ein feuchter Lappen gegen den Kopf flog, weitete Milo überrascht seine Augen und blickte zu Finn, der meckernd vor den beiden Studenten stand. Der Medizinstudent unterdrückte krampfhaft ein amüsiertes Lachen, um Finn keinen Grund zu geben, sich noch mehr aufzuregen. Erst Recht, als sich der Barista darüber beschwerte, warum er nie mit Gabe rummachen durfte.

      Er räusperte sich, griff nach Gabriels Hand und ließ sich von diesem wieder auf die Beine ziehen, ließ seine Hand aber noch nicht sofort los. "Tut mir leid, Finn. Es war meine Schuld. Sei bitte nicht zu streng mit Gabe, okay?", sagte er, um Gabriel in Schutz zu nehmen.
      Er blickte wieder zu seinem Mitbewohner und lächelte ihm sanft zu. "Ich gehe dann Mal wieder nach vorne zu Archie. So viel Kuchen wie er bestellt hat, gehe ich davon aus, dass wir noch eine ganze Weile da sein werden.", sagte er, strich ihm mit seinem Daumen nochmal sanft über den Handrücken und verließ den hinteren Bereich wieder.

      Im Café saß Archie bereits mit dem gesamten Kuchen an den Tisch und blickte auf als er Milo sah. "Mi! Du musst unbedingt die Kuchen probieren!", rief er ihm zu und stopfte sich einen großen Bissen in den Mund.
      Milo verdrehe leicht seine Augen und setzte sich zu seinem besten Freund. "Schrei hier nicht so rum und hör auf so zu stopfen. Du verschluckst dich noch."
    • „Ach mach dir keine Sorgen, Finnie ist eigentlich zahm wie ein Lämmchen.“ grinste er seinen Kollegen an, ließ Milos Hand los und fuhr dem Blonden sanft durch die kurzen Haare. Finns Gesichtsausdruck wurde sofort wieder etwas weicher und er streckte Gabe frech die Zunge raus. „Du bist unmöglich, Gabriel Nova.“ der Angesprochene lachte herzlich auf. Nach der kleinen Überraschung schien er direkt wieder etwas besser drauf zu sein, die Frage war nur wie lange das anhielt.

      Es war tatsächlich am Anfang recht ruhig, solange bis die Hölle auf Erden ausbrach. Anscheinend hatte sich die ganze Stadt dazu entschlossen heute in dem Café was trinken zu wollen und so hatten Finn und Gabe nach dem Mittag alle Hände voll zu tun. Am Ende wusste Gabriel nicht ob er froh drüber sein sollte dass seine Schicht endlich zuende war oder nicht, denn in nicht mal einer Dreiviertelstunde fing sein Training an. Seine Sportsachen hatte er sich am Morgen intelligenterweise mit ins Café genommen und im Moment saß er an einem der Tische und aß mehr oder weniger in Ruhe sein Pre-Work-Out-Meal bevor er sich auch schon auf dem Weg zu der Halle mache.

      Er war viel zu spät dran. Natürlich hatten sich noch Menschen vor die bereits geschlossene Tür gestellt die er erstmal abwimmeln musste und nun stand er nicht nur gehetzt sondern auch - mal wieder - schlecht gelaunt vor der Halle seines Couchs. „Bisschen spät dran was, Gabe?“ war ja klar, dass sein Couch ihm einen Spruch drückte, er war immer pünktlich. IMMER! „Arbeit.“ brummte er nur kurzgebunden und zog sich schnell im. Zum Glück hatten sie noch nicht angefangen und eigentlich war er noch nicht mal zuspät, nur knapp dran.
    • Mit einem Seufzen blickte Milo auf die Boxhandschuhe in seinen Händen. Er schüttelte leicht seinen Kopf und grummelte unter seinem Atmen: "Wenn sein Kopf nicht angewachsen wäre, dann würde er den auch noch irgendwann vergessen..."
      Er blickte kurz zu Archie und stopfte die Boxhandschuhe dann auch schon in seinen Rucksack. "Komm, lass uns gehen.", sagte er und verließ bereits mit seinem besten Freund wieder die Wohnung.
      Archie, welcher noch immer vom ganzen Kuchen vollgefressen war, lief neben Milo her und konnte nicht anders, als sich zu Fragen, ob Rey wohl auch beim Training sein würde.
      Milo bemerkte aus dem Augenwinkel Archie's Gesichtsausdruck. Er öffnete seinen Mund um etwas zu sagen, entschied sich dann aber schlussendlich doch dagegen und schüttelte wieder nur seinen Kopf. Archie war definitiv viel zu naiv für diese Welt. Sonst hätte er sich niemals auf so einen Bastard wie Isaac eingelassen.
      Rey wirkte vernünftig und mit beiden Beinen fest im Leben. Auch die Art und Weise wie Gabriel über seinen Freund sprach, zeigte, das Rey einen guten Charakter zu besitzen schien. Aber er wollte auch nicht, dass Archie sich hoffnungslos und unglücklich verliebte...

      Nach einiger Zeit erreichten sie dann endlich in der Trainingshalle. Milo ließ seinen Blick über die verschiedenen Gesichter wandern, bis er endlich Gabe und Coach fand.
      Er deutete Archie mit einem Nicken an ihm zu folgen und ging dann bereits in die Richtung seines Mitbewohners. Nachdem er seinen Coach höflich begrüßte, sah er zu seinem Mitbewohner.
      "Du hast deine Handschuhe zu Hause liegen lassen.", sagte er, nahm seinen Rucksack von seinen Schultern und zog sie dann raus.
      Archie stand neben ihm, blickte umher und suchte 'unauffällig' nach Rey.
    • Gabriel kam gerade aus der Umkleide, hatte sich soweit schon umgezogen und musste nur noch sein Springseil und seine Handschuhe bereitlegen als er plötzlich mitten im gehen innehielt. Er hatte in seiner Tasche schon nach seinen Boxhandschuhen gekramt, fand sie jedoch nicht. Sein Schritt wurde langsamer bis er schlussendlich stehen blieb, die Tasche mit einem lauten plumpsen auf dem Boden fallen ließ und noch hektischer die Tasche durchwühlte. Sie waren nicht drin. Seine Boxhandschuhe waren doch definitiv nicht in seiner Tasche…oder nicht? Er hatte sie doch dennoch eingepackt… “Fuck…wo sind die denn?!“ murmelte er leise. Es nützte nichts, er könnte die Tasche noch drei mal auf links drehen und würde immer noch das selbe Ergebnis vorfinden. Er hatte seine Boxhandschuhe definitiv nicht dabei…

      Glücklicherweise waren Milo nicht nur seiner Retter in der Not sondern auch der Grund warum er sich den scharfen Kommentar seines Trainers entziehen konnte. Sein Kopf schoss ruckartig in die Richtung aus der sein Mitbewohner sprach. Schnell überbrückte er die wenigen Meter, nahm Milo die Handschuhe ab, joggte zurück zu seiner Tasche und warf erst die Tasche und dann die Handschuhe einige Meter weiter aus dem Trainingsraum an die Wand. Das gehetzte „Danke.“ könnte man gut und gerne auch überhört haben. „Haben wir’s jetzt endlich?“ Fragte der Couch schon fast ein wenig ungeduldig. „Fantastisch. Seile raus!“ und damit begann das Training, oder besser gesagt die Aufwärmung.

      Es war fast so als ob jeder genau wusste was zu tun war, im Hintergrund spielte klassische Motivationsmusik - in diesem falle Final Countdown - und neben der Musik hörte man nur das regelmäßige aufschlagen der Springseile auf dem Boden.
    • Während des Aufwärmtrainings saßen Archie und Milo auf einer der Bänke am Rand der Trainingshalle. Der dumpfe Klang der Springseile, die auf dem Boden aufschlugen und das gleichmäßige Atmen der Trainierenden hallten durch den Raum.

      "Das soll nur das Aufwärmen sein? Ich wäre danach wahrscheinlich schon völlig am Ende.", flüsterte Archie Milo zu. Der nickte nur stumm und warf ihm ein wissendes Lächeln zu.
      „Naja, du bist auch nicht gerade sportlich, Archie.“, sagte Milo und stieß seinen besten Freund grinsend mit dem Ellbogen an.
      Archie zuckte nur mit den Schultern. Er wusste, dass es stimmte, und fühlte sich deshalb kein bisschen angegriffen.
      „Ich glaube, ich hab einfach noch keinen Sport gefunden, der wirklich zu mir passt.“, murmelte er. „Kämpfen liegt mir nicht. Und auf dem Eis… du hast ja gesehen, wie das beim letzten Mal ausgegangen ist.“

      Milo wollte gerade etwas erwidern, als sich plötzlich die schwere Tür der Trainingshalle öffnete. Ein Mann mit strengem Blick und perfekt sitzendem Anzug betrat den Raum. Hinter ihm schlenderte ein junger Mann herein – schwarzes Haar, Tattoos bis zum Hals und die Hände locker in den Taschen seiner schwarzen Lederjacke.

      Der Medizinstudent runzelte die Stirn. Irgendwoher kannte er den Jüngeren – sein Gesicht kam ihm seltsam vertraut vor.
      Doch noch bevor er diesen Gedanken zu Ende denken konnte, packte Archie ihn plötzlich am Arm und rüttelte aufgeregt daran.
      „M-Milo!“, flüsterte er mit erstickter Stimme. „D-Das ist Riven! Aus Hollow!“

      Jetzt traf es auch Milo. Er sah von seinem besten Freund zum Neuankömmling – und zurück.
      „Du hast recht!“, flüsterte er zurück. „Aber… was macht er hier?“

      Währenddessen marschierte Andrews Manager, Victor Hale, mit zielstrebigen Schritten auf den Coach zu, während Andrew entspannt hinterher trottete und sich ein wenig umschaute.
      Beim Coach angekommen ergriff der Manager sofort das Wort. "Sie müssen Mr. Marchini sein, nehme ich an? Mein Name ist Victor Hale. Wir haben telefoniert.", sagte er und hielt dem anderen Mann zur Begrüßung seine Hand hin.
    • „Bisschen schneller Leute! Sind wir hier beim Sonntagsbrunch oder was?! Zieht mal ein bisschen das Tempo an! Sehr schön Rey! Knie hoch Apollo!“ die dumpfe, laute Stimme des Couchs hallte durch die Trainingshalle. Die Seile knallten in einem gleichmäßigen Turnus auf dem nackten Parkettboden auf. Es sah fast so aus als würden sich die Füße der Boxer kaum merklich vom Boden bewegen, die Sprünge waren minimal, kaum als ein Sprung zu sehen und kein Vergleich zu dem was man damals in der Grundschule gemacht hatte. Wenn einer der Sportler zu langsam für das Tempo wurde knallte das PVC des Seiles mit einer Geschwindigkeit gegen die Haut, die bei einigen dünne rote Schrimen hervorrufen, was jedoch für keinen ein Grund war aufzuhören. Was jedoch ein Grund für einige war sich umzudrehen und das Seil absichtlich ausschwingen zu lassen, war die schwere Tür welche hinter den beiden Neuzugängen zufiel.

      „Hab ich gesagt ihr dürft aufhören?! Runter. Ich will zehn saubere sehen.“ Jeder wusste was gemeint war. Jeder der auch nur zwei mal bei dem Training dabei war wusste was jetzt kam. Jeder kannte den Ablauf ihrer Aufwärmung als wäre es ein ungeschriebenes Gesetz.
      Der Trainer ging auf die beiden Gäste zu, während die Jungs und Mädels die er trainierte seinem Befehl wie gut abgerichtete Soldaten folge leisteten und ihre Liegestütze ableisteten als würden sie dafür eine Medaille bekommen. Auf Gabriels Rücken hätte man wahrscheinlich ein Glas mit Wasser stellen können, so gerade war dieser. Nur seine Arme bewegten sich, er hatte Monate gebraucht um nicht versehentlich ins Hohlkreuz zu rutschen. Irgendwann hatte sein Couch ihm tatsächlich einen Becher mit Flüssigkeit auf den Rücken gesetzt.

      „Guten Tag Mister Hale.“ Er griff nach der Hand die sich ihm entgegen streckte. Sein Handgriff war fest, jedoch ohne seinem Gegenüber die Hand zu zerquetschen. Man sah Toni Marchini definitiv an wie lange er schon trainierte. Das Material seines Shirts spannte sich an seine Armen an, verdeckte einen Teil der tattoowierten Oberarme und ließ ihn ein wenig wie einen italienischen Mafiosi - oder wohl eher wie dessen Schläger - wirken.

      Einen kurzen Blick über seine Schulter verriet ihm, dass seine Kämpfer von selbst nur zu gut wussten was es zu tun gab. Sie blieben ohne ein Wort zu sagen mit ausgestreckten Armen in der vorher eingenommenen Position. Verharrten in der statischen Stellung ohne sich zu bewegen, so wie sie es bei jeder Aufwärmung davor auch schon getan hatten. Diese Position würden sie eine Minute halten, genau sechzig Sekunden bevor irgendeiner - vermutlich Gabe oder Rey - das Kommando für die nächste Übung gab. Er hatte seine Leute gut trainiert, das fiel ihm in diesem Moment ein weiteres mal auf.

      „Und Sie müssten Mister Murphy korrekt? Ich soll Sie also fit machen.“ das war keine Frage. Toni hatte ausführlich mit Victor Hale über ihr Verhältnis gesprochen und er wusste genau was seine Aufgabe war. Eigentlich machte Toni sowas nicht, er trainierte keine Menschen für das Fernsehe, aber das Angebot war verlockend, deswegen hatte er es angenehm. „Schon mal was in die Richtung gemacht? Boxen, Kick-Boxen? Irgendwie sowas?“

      Im Hintergrund hörte man Rey wie er den Plank _ Die Übung in der sie eben verharrten haben - mit einem kurzen Befehl auflöste, die nächste Übung einleitete und einen altmodischen Timer setzte. „Machen Sie einfach mit. Schauen Sie wie Sie zurecht kommen. Ich hab vier meiner Jungs an denen Sie sich ein wenig orientieren können und der Rest wird schon.“ meinte er zuversichtlich. „Sportsachen dabei? Ausrüstung gibts da in der Ecke und Seile hängen hinten an der Tür.“
    • Andrew beobachtete das Aufwärmtraining, bevor sein Blick zu dem Coach wanderte. "Andrew, Sir.", stellte er sich höflich mit seinem Vornamen vor. Doch bevor Andrew überhaupt auf die Frage antworten konnte, hatte sein Manager ihm die Worte bereits aus dem Mund genommen: „Nein, Andrew hat so etwas noch nie gemacht. Aber bis zum Dreh ist noch genug Zeit – er kann die Grundlagen bis dahin problemlos lernen.“

      Andrew unterdrückte ein leises Seufzen. Sein Manager hatte diese lästige Angewohnheit, sich wie ein Vormund aufzuführen und Fragen für ihn zu beantworten. Zum Glück hielt er sich dabei wenigstens aus wichtigen Interviews heraus – und kontrollierte auch nicht jede einzelne seiner Aktivitäten in den sozialen Medien. Er mochte seinen Manager, aber manchmal war dieser einfach… anstrengend. Zu kontrollierend. Als würde er ständig versuchen, die Welt um Andrew herum zu managen, anstatt ihn selbst zu fragen, was er eigentlich wollte.
      „Nein, ich habe bisher noch keine Erfahrung in der Richtung, Sir. Aber ich würde gern mehr lernen als nur die Grundlagen.“, wiederholte Andrew ruhig, diesmal für sich selbst – seine Stimme klar, aber respektvoll. Dabei klopfte er leicht auf den Rucksack, der locker über seiner Schulter hing. „Ich hab meine Sportsachen dabei. Ich geh mich dann gleich umziehen.“, fügte er hinzu und machte sich ohne weiteres Zögern auf den Weg zu den Umkleiden.

      Auf dem Weg zu den Umkleiden kam Andrew an den anderen Trainierenden vorbei. Sein Blick wanderte kurz zu Rey, dem er mit einem leichten Lächeln zuwinkte. Die beiden kannten sich bereits – schließlich war der Künstler für viele der Tätowierungen verantwortlich, die heute Andrews Körper zierten. Doch dann verschwand der Schauspieler bereits in den Umkleiden und zog sich zügig seine Sportsachen an.

      Währenddessen wandte sich Victor erneut Toni zu. „Der Dreh beginnt in sechs Monaten. Die Zeit sollte doch reichen, um ihm die Grundlagen beizubringen, nicht wahr? Sie müssen ihn nicht mit Samthandschuhen anfassen – er hält das schon aus. Und wie bereits am Telefon besprochen, bitte ich Sie nochmals um absolute Diskretion. Es darf keinerlei Information nach außen dringen – vor allem nicht in soziale Medien.“

      Archie und Milo saßen weiterhin auf der Bank am Rand der Halle und flüsterten aufgeregt über die Ankunft des berühmten Schauspielers. Doch immer wieder glitt Milos Blick zu Gabriel hinüber, den er beim Training beobachtete.
      Der Medizinstudent zog leicht besorgt die Augenbrauen zusammen. Hoffentlich ging es seinem Mitbewohner gut. Und hoffentlich hatte er keine Schmerzen.
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