And they were roommates [yuyuumyn & dark.wing]

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    • Gabe verstand nicht. Er hatte keine Ahnung wie es war eine Matratze oder sowas wie Bettzeug nicht zu teilen. Für ihn war sowas normal. Die Sachen wurden gewaschen oder gereinigt und dann war es für ihn okay. Im Heim waren die Matratzen von tausenden Kindern vor und nach ihm benutzt worden, dann hatte er recht lange in dem Gästezimmer seines Couchs geschlafen oder bei Rey auf dem Sofa. Hauptsache er hatte überhaupt einen Ort zum schlafen, alles andere war ihm egal. Erst jetzt wurde dem Studenten so richtig klar, wie anders sie beide aufgewachsen waren. Es war nicht so, dass sich Gabriel über irgendwas Sorgen hätte machen müssen, er hatte immer ein Bett und Essen gehabt, ein wenig Geld für neue Klamotten und Schulsachen, aber die meisten Dinge konnte man wohl kaum als neu oder hochwertig bezeichnen, aber er hatte es immer irgendwie geschafft. Ihm hatte es nie an sonderlich viel gefehlt. Als er Apollo kennen gelernt hatte, hatte er gelernt, dass es ihn durch aus schlimmer hätte treffen können. Und auch als er Rey oder Benny kennen gelernt hatte, er war immer noch der Meinung, dass er von all seinen Freunden wohl die angenehmste Kindheit gehabt hatte, obwohl er ohne Eltern und mit einer ganzen Herde an anderen Kindern aufgewachsen war.

      Gabe winkte ab. „Stört mich nicht, lass es ruhig an.“ Versicherte er und legte sich dann bequem hin. Als Milo anscheinend eine Anspielung auf die Serie machte schaute er seinen Mitbewohner ausdruckslos an. Er verstand die Anspielung nicht.
    • Wie zu erwarten, verstand Gabe die Anspielung von Milo nicht, weshalb der Medizinstudent ein wenig peinlich berührt da saß. Er wusste, das sowohl Archie, als auch Rosie die Anspielung sofort verstanden und direkt darauf eingegangen wären.
      Milo räusperte sich nach einem Moment und legte sich dann bequem neben Gabriel, bevor er ihn und sich selbst dann mit der Bettdecke zu deckte. "Du brauchst echt ein wenig Nachhilfe ins SpongeBob...", murmelte er, legte seine Arme um Gabriels Taille und zog ihn dichter an seinen Körper heran.
      Er konnte spüren, wie die Müdigkeit langsam aber sicher die Oberhand gewann, aber Milo wollte nicht sofort einschlafen...nicht, wenn er Gabriel noch ein wenig länger in seinen Armen halten konnte...
    • „Na wenn du meinst.“ kam es nicht sonderlich überzeugt von Gabriel, er fand die Serie schon immer blöd, auch wenn er bis dato nur einige, wenige Ausschnitte zu Gesicht bekommen hatte, aber wenn Milo das glücklich machte würde er wenigstens so tun als würde er zuschauen, nur nicht heute. Sobald er seiner Meinung nach bequem lag schloss er auch schon die Augen, er hatte nicht vor sich die Serie sonderlich lange anzuschauen, wenn er stattdessen schlafen könnte. Morgen musste er nicht nur zum Training sondern auch zur Arbeit, zudem hatte er ausnahmsweise mal eine komplette Schicht, das hieß sein Tag war von morgens bis abends strickt durchgeplant. Erst würd er vor dem Frühstück seine Runde laufen, dann ging’s weiter zur Arbeit und nach der Arbeit, ging es ohne große Pause zu nächsten Trainingseinheit. Wie er diesen Tag durchstehen sollte und dass auch noch samt gezwungener Diät wusste er selbst noch nicht.

      Gabriel wachte kurz vor seinem Wecker auf. Ohne Milo - hoffentlich - wach zu machen, kletterte er aus dem Bett seines Mitbewohners, zog sich so leise wie möglich um und machte sich dann dran die erste Trainingseinheit an diesem Tag zu erledigten. Milo schrieb er nur einen kurzen Zettel:

      Bin Laufen. Wenn du Hunger haben solltest, frühstücke ruhig ohne mich
      ~ Gabe


      Allein der Gedanke, dass er sein Frühstück wieder umstellen musste machte ihm schon fast schlechte Laune. Es waren keine großen Änderungen, aber allein diese kleinen Dinge machen schon einen signifikanten Unterschied, allein was sein Hungergefühl betraf, demnach kam er auch mehr oder weniger fertig und nicht sonderlich gut gelaunt von seiner Laufrunde.
    • Am nächsten Morgen öffnete Milo langsam seine Augen, als er von den Sonnenstrahlen - die durch die Fensterscheiben direkt in sein Gesicht fielen - geweckt wurde.
      Noch ziemlich verschlafen blickte er umher, nur um festzustellen, das Gabriel nicht mehr neben ihn in den warmen Laken lag.
      Langsam richtete sich der Medizinstudent, gähnte mit vorgehaltener Hand und griff dann nach seiner Brille, ohne welcher praktisch fast blind war.

      Milo hatte heute weder eine Vorlesung, noch andere Verpflichtungen, weshalb er sich dazu entschloss - abgesehen vom Lernen - den Tag entspannt und in aller Ruhe anzugehen. Vielleicht würde er sich später noch mit Archie treffen, damit sie zusammen lernen konnten. Ob er Archie erzählen sollte, was zwischen Gabe und ihm passiert ist? Einerseits ist Archie sein bester Freund...aber andererseits kann Archie einfach seine Klappe nicht halten und würde nur noch davon quatschen...
      Milo wusste, dass Archie das nicht böswillig tat. Er war nur manchmal...einfach ein wenig naiv und trottelig. Genau deshalb brachte er sich auch so oft in Schwierigkeiten oder verliebte sich viel zu schnell...

      Der Blick des Medizinstudenten fiel nun auf einen Zettel auf seinem Nachtisch, welchen er gleich in die Hand nahm und kurz überflog. Irgendwie fühlte es sich für Milo nicht richtig an ohne Gabe zu frühstücken, aber es war ja nur für heute, oder?

      Mit einem letzten Gähnen, quälte sich er sich aus dem Bett und ging direkt ins Badezimmer. Nach einer frischen Dusche, führte ihn sein Weg in die Küche. Unweigerlich wanderten seine Gedanken immer wieder zu Gabe. Ob seine Diät wohl schon Auswirkungen auf sein Gemüt hatte? Wahrscheinlich...sehr wahrscheinlich sogar.
      Er streckte sich und begann, sich dann ein Pumpernickelbrot mit Avocado und einer Schüssel frischen Obst zubereiten.
      Mit seinem Frühstück, setzte er sich an denn Esstisch und begann zu essen. Nebenbei schaute er sich ein paar YouTube Videos auf seinem Handy an.
    • Diät allein war ja schon schlimm genug, Diät und ein deutlich gesteigertes Trainingsprogramm waren nochmal eine ganz andere Kombination, demnach war Gabriel deutlich länger unterwegs als er sonst seine morgendliche Laufrunde machen würde. Als er nach seiner Trainingseinheit wieder die Wohnungstür von außen aufdrückte konnte man schon fast nur alleine an seinem Gang merken, dass er nicht gerade gut drauf war. Wenn man es nicht an dem Zuknallen der Tür gemerkt hatte, dann spätestens als er sich mit einem tiefen und langgezogenen Seufzen an den Küchentisch fallen ließ. „Ich kann nicht mehr.“ fing er direkt an zu meckern und ließ seinen Kopf auf seine Arme fallen, welche er auf den Tisch gelegt hatte. Normalerweise würde er sich - vor allem bei seinem Trainer - niemals erlauben so sehr zu meckern, vor allem nicht in diesem Ton, aber bei Milo konnte er das machen. Er blieb kurz einige Momente sitzen bevor er wieder aufstand. „mir tut alles weh.“ beschwerte er sich weiter, während er sich eine Schale aus dem Schrank nahm um sich endlich Frühstück zu machen.

      Seinem Blick nach zu urteilen, schien Gabriel nicht sonderlich begeistert von dem Inhalt seiner Schale zu sein. Eigentlich sollte er wohl auch erstmal duschen bevor er was aß, aber er hatte wahnsinnigen Hunger. „Ich muss gleich arbeiten.“ meinte er immernoch in einem meckernden Ton mit welchem er jedem frühpubertären Mädchen Konkurrenz machen könnte.
    • Milo bemerkte Gabe's Ankunft erst, als dieser die Wohnungstür mit einem lauten Knall hinter sich zu schlug. Der Medizinstudent zuckte erschrocken zusammen und blickte von dem YouTube-Video auf, welches er sich gerade noch auf seinem Handy angeschaut hatte.
      Als Gabe in die Küche kam, zog er seine Kopfhörer von seinen Ohren und öffnete er seinen Mund um etwas zu sagen, aber sein Mitbewohner fing direkt an herum zu meckern. Nun hatte Milo den Beweis, dass sich die Diät bereits deutlich auf Gabriels Laune auswirkte.

      Er beobachtete Gabriel dabei, wie dieser sich sein Frühstück zubereitete und sich dann zu ihm an den Esstisch setzte.
      "Dir auch einen schönen guten Morgen.", sagte er und verkniff sich ein leichtes Grinsen. Dabei blickte er in Gabe's Schüssel um zu sehen, was er sich gemacht hatte. Vielleicht war es für Milo ganz gut zu wissen, was Gabriel alles in seiner Diät essen durfte. Dann konnte er ihn vielleicht ein wenig unterstützen?
      Als Gabriel erwähnte, das er gleich zur Arbeit musste, blickte Milo kurz auf die Uhr und dann wieder zurück. "Mist...musst du heute lange arbeiten? Und musst du heute nicht auch noch zum Training?", fragte er schon fast mitleidig nahm dann einen Bissen von seinem Avocado-Brot.
    • Gabe brummte zustimmend auf bevor er schon fast etwas erschrocken aufsprang. „Ich hab nichts zu essen vorbeireitet.“ meinte er und wirkte sofort deutlich zu überfordert mit allem. Wie sollte er das denn jetzt hinbekommen? Eigentlich müsste er in einer Stunde in dem Café sein und seine Schicht anfangen. Wie sollte er jetzt noch schnell was kochen und sich fertig machen? Plötzlich wurde sein Tag doppelt so stressig. Er könnte sich natürlich was bestellen aber dann könnte er nach dem Training wohl möglich nicht mehr so viel essen und seinen Proteinbedarf würde er wohl kaum mit Lieferessen decken können…

      Gabriel seufzte gequält auf. In seinem Kopf ratterten die Zahnräder so laut das ihm fast schwindelig wurde. Vielleicht könnte er Rey fragen, er würde sicher was für ihn kochen wenn er seinen Freund fragen würde und trotzdem war er mit der Lösung nicht zufrieden. Rey sollte nicht leiden nur weil er zu doof gewesen war.
    • Milo beobachte Gabe dabei, wie er plötzlich wie von der Tarantel gestochen durch die Küche wirbelte und deutlich überfordert mit der Welt zu sein schien. Nachdem der Medizinstudent runter geschluckt hatte, legte er ein Avocado-Brot wieder auf dem Teller ab, stand von seinem Platz auf und ging zu Gabe rüber. Er legte seine Hände auf dessen Schultern und drückte ihn sanft zurück auf seinen Stuhl.

      "Hey, komm wieder runter. Ich mach dir etwas zu essen und bringe es dir zu deiner Pause vorbei, in Ordnung? Konzentrier du dich erstmal auf dein Frühstück und sag mir am besten gleich, was du alles noch in deiner Diät essen darfst und was nicht.", sagte er, lächelte seinen Mitbewohner an und drückte ihm einen kurzen Kuss auf die Wange.
      "Ich habe heute keine Vorlesungen und wollte nur mit Archie nachher ein wenig lernen. Mir passt das alles also gut in den Zeitplan."
    • Gabriel ließ sich von Milo sanft zurück auf seinen Stuhl drücken. „Ich bin glaube ich gerade einfach ein bisschen überfordert…“ meinte er leise bis ihm plötzlich eine Ahnung kam warum seine Stimmung in den letzten vierundzwanzig Stunden so sehr am schwanken war. „Ouh fuck…“ murmelte er und ließ seinen Kopf auf die Tischplatte fallen. Wenn seine Theorie stimmte, würden die nächsten Tage für ihn die persönliche Hölle auf werden werden und darauf hatte er definitiv keine Lust. Jedenfalls wusste er nun wo seine schlechte Laune her kam.

      „Ich schick dir später eins/zwei Rezepte.“ meinte er. Seine Diät bestand aus spezifischen Angaben was die Zutaten anging und allein das nervte ihn schon, wenn er erstmal wieder in der ganzen Sache drin war, war das eine andere Geschichte, aber die ersten paar Tage waren praktisch die Hölle.
    • "Ich merk schon...", antwortete Milo und schüttelte seinen Kopf. "Mach dir darüber keine Gedanken und sei nicht so streng mit dir. Schick mir einfach die Rezepte. Dann geh ich gleich noch einkaufen, koch es für dich und bring es dir später vorbei, okay? Vielleicht bring ich auch gleich Archie mit. Dann können wir dir ein wenig Gesellschaft während deiner Schicht leisten. Wie klingt das?"

      Als Gabe seinen Kopf auf die Tischplatte fallen, weitete Milo leicht erschrocken seine Augen. "Hey, lass das, du tust dir noch weh, du Trottel!", schnauzte der Medizinstudent seinen Mitbewohner leicht an und schob seine Hand zwischen Gabriels Stirn und Tischplatte, um seinen Kopf sachte wieder anzuheben.
      Natürlich konnte Milo noch nicht wissen, was diese plötzliche Reaktion von Gabe verursacht hatte, weshalb er immer noch glaubte, dass es an dem vergessenen Essen und allgemein an seiner Diät lag.
    • „Du verstehst das nicht!“ das tat Milo wahrscheinlich in der Tat nicht. „Das ist schrecklich! Ich weiß nicht was ich machen soll, ich meine ich hatte das seit Monaten nicht mehr…ich weiß gar nicht mehr wie sich das anfühlt…“ doch wusste er. Gabriel wusste genau wie sich diese Schmerzen anfühlten, wenn sich sein ganzer Unterbauch plötzlich anspannte und er das Gefühl hatte man würde ihm ein Messer in den Unterleib rammen. Er konnte sich nur zu gut an das Gefühl erinnern und hatte die letzten Monate mehr als nur genossen. Warum gerade jetzt?! Eigentlich sollte das zugeführte Testosteron seinen Zyklus doch hemmen…vielleicht lag er aber auch falsch und er war einfach nur so schlecht drauf weil…weil er einfach schlecht drauf war, was nur leider sehr unwahrscheinlich war. War er aus dem Rhythmus gekommen? Seine nächste Spritze müsste doch erst in einer Woche sein, er hatte sich den Tag auf den Punkt genau in seinen Kalender eingetragen nur um dich mindestens eine halbe Woche vorher mental auf den Tag vorzubereiten - er hasste diese Spritze wirklich über alles, aber sie war immer noch besser als das, was sein Körper ausbrütete.

      „Du hast mir gar nichts zu sagen!“ kam zickig von ihm zurück als Milo ihn als Trottel betitelte und schlagartig bereute er seine Reaktion. Sein Verhalten glich so sehr dem was er schon als Teenager durchgelebt hatte sobald er kurz vor seinem Zyklus stand, eigentlich konnte es anders gar nicht sein und allein bei dieser Realisation könnte er schon heulen. Das war doch alles nicht fair!
    • Milo weitete wieder seine Augen, als Gabriel ihn so plötzlich und wie aus dem Nichts anzickte. Naja...vielleicht nicht ganz 'Wie aus dem Nichts' - immerhin hatte Milo ihn gerade als Trottel bezeichnet. Aber doch nur, weil er sich Sorgen um seinen Mitbewohner machte.
      "Also, Gabriel!", sagte er schon fast etwas empört und starrte ihn mit großen Augen an.
      Doch wenn er eines mittlerweile über seinen Mitbewohner gelernt hatte, dann, dass er in Situationen wie diesen besser nicht noch mehr Öl ins Feuer gießen sollte.

      Also atmete er tief ein und antwortete wieder mit einer ruhigeren Stimme: "Es tut mir leid, Gabriel. Ich wollte dich nicht beleidigen. Ich möchte nur nicht, dass du dich verletzt."
      Er zog sich seinen Stuhl heran und setzte sich dann direkt neben Gabriel an den Esstisch. "Und was genau verstehe ich nicht, Gabriel? Erklär es mir bitte, damit ich es verstehen und dich unterstützen kann.", sagte er und legte seine Hand mit leichten Druck auf Gabriels Schulter ab.
      Vielleicht war es keine große Geste. Aber Milo wollte Gabriel einfach zeigen, dass er für ihn da war und mit ihm über alles reden konnte.
      Schon gar nicht, nachdem sie die Nacht nach der Party gemeinsam verbracht und sich gegenseitig gesagt hatten, wie sehr sie einander mochten...
    • „Ich…sorry das wollte ich nicht.“ murmelte er leise. „Naja es ist…kompliziert.“ meinte er immer noch etwas zurückhaltend. „Ich bin offensichtlich nicht als Kerl…naja du weist schon, zur Welt gekommen…also…offensichtlich.“ nuschelte er und schaute einmal kurz auf seine Oberweite, welche ihn gerade unnatürlich groß vorkam.
      Ihm war das Gespräch deutlich merkbar unangenehm. „Und so wie jeder weiblich gelesene Mensch ist mein Körper auch gelegentlich mal der Meinung sind fortpflanzen zu wollen, nicht so oft durch das Testosteron was ich nehme aber du weist schon…oft genug damit ich mich jedes verfickte mal fühle als würde ich in zwei Teile gerissen werden…und…ach fuck man!“ meinte er frustriert und sank ein wenig in sich zusammen. Er hatte jetzt schon das Gefühl sein Unterleib verkrampfte doch komplett, obwohl das wohl eher Einbildung war. „Ich will das nicht Milo!“ meckerte er und ließ sich ein wenig gegen seinen Mitbewohner fallen.
    • Als Milo dann endlich realisierte, was Gabriels Problem war, weitere er überrascht seine Augen. Weil, er Gabriel immer nur als Gabriel gesehen hat, wäre ihm dieser Gedanke vermutlich niemals gekommen. Aber jetzt verstand er, warum er solche starken Stimmungsschwankungen hatte.
      Der Medizinstudent legte behutsam seine Arme um seinen Mitbewohner, als sich dieser ein wenig gegen ihn fallen ließ.
      Fast automatisch wanderte Milos Hand in Gabes lange Haare und er begann ihn behutsam am Hinterkopf zu kraulen.
      "Ich verstehe...", antwortete er leise und zog ihn sanft ein wenig dichter an sich heran.
      "Gibt es irgendwas, was ich in der Zeit für dich tun kann? Soll ich dir beim einkaufen noch irgendwas spezielles besorgen? Brauchst du eine Wärmflasche? Oder Medikamente? Oder Schokol-", er unterbrach seinen Satz, als er merkte, das Schokolade in seiner Diät wohl nichts zu suchen hatte.
      "Wie lange hast du das denn immer ungefähr?...ich bin ehrlich gesagt nicht sicher, ob Training und Diät sich damit so gut kombinieren lassen und ob dieser ganze Stress so gut für deinen Körper ist.", sagte Milo nachdenklich und legte sein Kinn auf Gabes Kopf ab.
      Er würde sich auf jeden Fall nachher in der ganzen Sache noch ein wenig belesen. Dann kann er wenigstens versuchen die ganze Zeit für Gabriel ein wenig angenehmer zu machen.
    • War er zu wehleidig? Wahrscheinlich. Jede Frau hatte alle achtundzwanzigst Tage damit zu kämpfen und meckerte nicht so wie er, aber er war verdammt nochmal ja auch keine Frau und musste trotzdem durch die Scheiße durch! Eigentlich hatte er auch gar keine Zeit hier so lange zu sitzen und sich in Selbstmitleid zu suhlen, eigentlich musste er sich fertig machen um gleich die nächsten Stunden auf den Beinen in einem Café zu stehen um Menschen zu bedienen und dann musste er zum Sport und eigentlich könnte er jetzt schon wegen dieser Planung einfach nur heulen.

      „Schokolade.“ kam es dann doch leicht grinsend von ihm. Schokolade wäre jetzt genau das richtige. „Aber ich glaube eine Wärmflasche würde es auch tun…Ich hab aber irgendwo eine und…naja du weißt schon…so Dinger halt.“ er fühlte sich gerade wie einer dieser Typen die zu angeekelt von Menstruationsprodukten waren um sie überhaupt beim Namen zu nennen. „Sonst weiß Rey Bescheid…oder Maya…keine Ahnung. Einer von denen kann dir bestimmt helfen…“ auch wenn es ihm persönlich lieber wäre wenn nur Rey davon wusste. Maya war toll aber sie konnte ihren Mund manchmal auch einfach nicht halten und würde versuchen ihn mit dummen Sprüchen aufzumuntern die ihm in diesem Moment aber wahrscheinlich eher noch mehr runterziehen würden.

      „Wenn ich Glück hab, sind’s nur Zwischenblutungen, dann wird’s nicht so schlimm…sonst damals hatte ich die glaube ich zwischen fünf und sieben Tage…Aber wenn ich jetzt eine Woche nicht zum Training gehe muss ich danach Mega viel nachholen und das schaff ich nicht und auch wegen der Diät, da ist eine spezifische Planung hinter und…“ er seufzte langgezogen. „Das passt mir gerade so gar nicht…“
    • "Dinger?", wiederholte Milo und blickte Gabe einen Moment lang verwirrt an. Es war deutlich, dass die Rädchen in seinem Kopf auf Hochtouren liefen.
      Doch dann klickte es endlich bei dem Medizinstudenten und seine Ohren liefen sofort knallrot an, als ihm das Blut in den Kopf stieg.
      "Oh...diese Dinger meinst du...", sagte er und strich mit seiner Hand weiterhin durch Gabriels Haare.
      Er nickte leicht, als Gabe ihm sagte, dass sonst auch Rey und Maya Bescheid wussten. Aber Milo wollte sich in der Situation alleine zurecht finden und niemanden um Hilfe fragen.
      "Alles klar...im Notfall werde ich einen der beiden fragen...aber ich werde schon klar kommen. Ansonsten habe ich auch ein Handy zum googeln..."

      Mit seiner Hand strich er Gabriel weiter durch die langen Haare. "Fünf bis sieben Tage?! Das ist doch reinste Folter!", sagte er dann entsetzt und löste sich wieder ein wenig von Gabriel, um diesen direkt ins Gesicht zu blicken.
      "Das ist wirklich ein ätzender Zeitpunkt...vielleicht solltest du einfach alles ein wenig langsamer angehen, als wie du es sonst machen würdest. Dann musst du vielleicht nicht allzu viel nachholen? Dein Coach wird doch Verständnis für deine Situation haben, oder?", fragte Milo besorgt und nahm Gabriels Wangen in seine Hände.
    • „eigentlich ist es ja nicht so als ob ich das nicht kennen würde, aber es ist jetzt halt blöd, Weil ich das seit Monaten nicht mehr hatte. Eigentlich sagt man, dass Testosteron den Zyklus hemmen soll, was ja auch stimmt aber es ist gar nicht so unüblich dass er dann irgendwann wieder kommt, wenn auch nicht so wie damals…“ murmelte er. „Der Zeitpunkt ist echt bisschen Scheiße, Aber da kann man wohl nichts machen.“ er wirkte plötzlich deutlich gefasster als noch vor wenigen Minuten. Nicht das er mit der Situation abgeschlossen hätte, aber es gab gerade wichtigeres, zum Beispiel seine Schicht die in nicht mal einer Stunde anfing und er hatte immer noch nicht zu Ende gefrühstückt.

      „Ich meine, was wäre ich für ein Typ, wenn ich mich von den bisschen Schmerzen in die Knie zwingen lassen würde.“ Sein grinsen wirkte nur halb so überzeugend wie er es gerne gehabt hätte, aber das war jetzt nun mal so. Er würde das alles überleben und das auch obwohl er am lieben los weinen würde. Mit den Stimmungsschwankungen würde er aber die nächsten Tage klar kommen müssen. Er würde Finn einfach fragen ob er seine Schichten ein wenig ummodelieren könnte und man sagt ja immer, Bewegung würde einem gut tun. Die Frage war nur wie sehr er sich mit seinem Trainer in die Haare bekam. Er wusste, dass sein Couch es nicht leiden konnte wenn man aufmüpfig war und zu viele Widerworte gab…das könnte auf jeden Fall eine interessante Woche werden.
    • Milo hielt Gabriels Wangen weiterhin in seinen Händen und drückte sie sanft ein wenig zusammen.
      "Ein Typ, der auf seinen Körper hört.", antwortete Milo mit einem Sachen Grinsen und schüttelte dann leicht seinen Kopf.
      "Nun gut...aber übertreib es bitte nicht, in Ordnung? Und nimm dir die Pausen die du brauchst.", sagte er, fast schon ein wenig zu fürsorglich.
      Dann fiel sein Blick auf Gabriels Frühstück und er löste seine Hände wieder von seinen Wangen. "Iss jetzt endlich dein Frühstück auf und vergiss nicht, mir gleich noch die Rezepte zu schicken. Sobald ich mit allen fertig bin, bringen Archie und ich dir alles vorbei.", sagte er und zog dann seinen eigenen Teller zu sich, um auch sein eigenes Frühstück zu beenden.

      Aus dem entspannten Tag, so wie Milo sich ihn vorgestellt hatte, würde dann wohl doch nichts mehr werden. Aber das war egal, solange er Gabriel zur Seite stehen und ihm helfen konnte.
      Und wenn er nachher gar nicht klar kommt, würde er wahrscheinlich auch einfach schnell Rose anrufen und sie um Hilfe fragen. Dann musste er weder Rey noch Maya damit belästigen.
    • Gabriel hatte eigentlich gehofft er könnte sich einen entspannen Tag machen, diese Illusion wurde jedoch allein von dem Faktum, dass er heute arbeiten musste zunichte gemacht. Tatsächlich schaffte er es jedoch noch einigermaßen pünktlich zu seiner Schicht. Finn strahlte ihn wie immer freudestrahlend an, welches jedoch sofort ein wenig erlosch als er Gabes Gesichtsausdruck sah.

      „Du siehst aus, als hätte es die letzten Monate nur geregnet…Ärger mit irgendwem?“ fragte er viel zu interessiert nach und musterte seinen Arbeitskollegen schon fast ein wenig besorgt. Allein wegen der Kleidung könnte man sich schon fast Sorgen machen. Gabriel hatte nicht wie sonst irgendwelche coolen Klamotten an die fast schon aussahen als hätte er sie aus irgendeinem anderen Zeitaltern mitgehen gelassen. Er trug heute einen etwas zu großen dunkelgrünen Hoodie - obwohl es mindestens zwanzig Grad werden soll - und seine weite schwarze Cordhose. Hauptsache so wenig körperbetont wie nur möglich. Seine Haare hatte er mehr oder weniger ordentlich zusammen gebunden und auch sonst sah er nicht danach aus, als ob er heute willig war irgendwelche Gespräche führen zu wollen.

      „Diät.“ beantwortete er die Frage nur knapp und nahm sich einer der Schürzen von dem Haken. „Okay…und warum machst du sowas, wenn es dir offensichtlich damit nicht gut geht? Ich meine, nötig hast du es ja nicht.“ Finn wusste, dass Gabriel boxte, aber nicht was das alles mit sich brachte, ehrlicherweise interessierte es ihn aber auch nicht sonderlich viel. „Hat was mit dem Training zu tun…stört es dich, wenn du heute die Theke machst? Ich hab keine Lust auf Menschen.“ offensichtlich. Gabe würde mit seiner schlechten Laune die Kunden wohl eher vergraulen, als willkommen heißen. Finn nickte einfach nur kurz, beobachtete die Gabe eine letzte Nachricht auf seinem Handy tippte - das Rezept an Milo - und sich dann dran machte die Maschinen nach und nach hoch zu fahren.
    • Währenddessen war Milo bereits mit Archie in der Stadt unterwegs, um den Einkauf zu erledigen. Nachdem sie alle Lebensmittel zusammen hatten, machten sie noch einmal einen Zwischenstopp im Drogeriemarkt.
      Milo schnappte sich einen Einkaufskorb und blieb dann auch schon bald vor dem Regal mit den Damenhygiene-Produkten stehen. Etwas überfordert blickte er auf die verschiedenen Marken.
      Archie stand mit einem fragenden Blick neben seinem besten Freund und zog dann leicht seine Augenbrauen hoch. „Wofür brauchst du denn welche, Mi?“
      Milo zögerte kurz mit seiner Antwort, bevor er seinem besten Freund dann schließlich sagte, dass er sie für Gabriel besorgte. Archie blickte Milo überrascht an, nickte dann aber leicht und deutete auf eine Packung. „Nimm die. Ich musste mal welche für Sydney besorgen und sie wollte damals genau die haben.“, sagte er, fragte aber nicht weiter nach, warum Gabriel welche brauchte.
      Milo nahm die Packung in die Hand und betrachtete sie von allen Seiten, bevor er sie in den Einkaufskorb legte. Zum Glück hatte er Archie dabei... alleine hätte er wahrscheinlich noch Ewigkeiten vor dem Regal gestanden.
      „Danke, Archie... wann kommt Syd eigentlich wieder zurück?“
      Archie begann ein wenig zu grinsen. „Noch diesen Monat!“, antwortete er, während beide zur Kasse gingen.

      Etwa zwei Stunden später betraten Milo und Archie das Café, in dem Gabriel arbeitete und stellten sich an. Milo hatte für Gabriel alles in einen Beutel gepackt: das gekochte Essen, eine Wärmflasche, die Packung mit den Dingern, eine Tafel Zartbitterschokolade und ein kleines Stofftier in der Form einer Katze, in dem sich ein rausnehmbares Kirschkernkissen befand.
      Als sie an der Reihe waren, erblickte Milo Finn, an welchen er sich noch vom letzten Besuch erinnern konnte. "Hey Finn, wie geht's? Ist Gabe in der Nähe?"
      Während Milo sich mit Finn unterhielt, blickte sich Archie die verschiedenen Kuchen und Torten in der Kuchenvitrine an. Das Wasser lief ihm im Mund zusammen und er wollte an liebsten jedes einzelne Stück probieren.