And they were roommates [yuyuumyn & dark.wing]

    Aufgrund einer größeren Serverwartung kann es aktuell zu vereinzelten Fehlern kommen. Meldet diese gerne unter: https://www.anime-rpg-city.de/index.php?board/7-fragen-ideen-und-probleme/

    • Bei der Frage schüttelte Gabe den Kopf. „Nicht das ich wüsste. Das war auch eher eine Art kleiner Bach im Wald, echt ganz schön und vor allem ruhig, aber Apollos Vater ist ein Arschloch und kann sich nicht wirklich beherrschen.“ winkte er schnell ab. Er hatte definitiv Zuviel gesagt. Selbst Benny und Rey wusste nicht sonderlich viel über Apollos Familiensituation nur das diese extrem schwierig war und es nicht selten vorkam, dass der Blonde blaue Flecken am Körper gehabt hatte, für die er sich jedoch regelmäßig neue Ausreden einfallen gelassen hatte. Als er mit dem Kampfsport angefangen hatte war seine Standard Antwort ‚Training War wohl härter als gedacht‘ gewesen auch wenn sowohl er als auch die anderen drei wussten, dass das nicht der eigentlich Grund war, beließen sie es meistens dabei. Spätestens als Apollo sein Stipendium bekommen hatte und ins Wohnheim zog hatte sich das erledigt. Mittlerweile saß sein Erzeuger (er verzichtete darauf die Menschen die ihn zur Welt gebracht hatten, als seine Eltern zu betiteln) sowieso eingesperrt hinter Gittern und somit war der Mann nicht mehr sein Problem.

      „Und trotzdem hast du dich für einen sozialen Beruf entschieden…Ich könnte das…Au! Hey, das tat weh!“ unterbrach er sich selbst und warf Milo einen vorwurfsvollen Blick zu während er sich den Kopf rieb.
    • Milo wollte eigentlich noch mehr Fragen stellen, aber Gabe winkte bereits ab.
      "[...] aber Apollos Vater ist ein Arschloch [...]" - auch wenn Milo nicht genau wusste, was Gabe's besten Freund damals passiert ist...konnte er nicht anders, als für einen kurzen Augenblick Mitleid für diesen zu empfinden. Auch wenn er ihn sonst nicht wirklich leiden konnte. Nicht zuletzt, weiler Archie ins Gesicht geschlagen hatte.
      Er nickte leicht und entschied dazu, nicht weiter nachzuhaken. Gerade wenn es sich um so ein persönliches Thema handelte und die betreffende Person nicht anwesend war.

      Als Gabe erwähnte, dass sich Milo dennoch für einen sozialen Beruf entschieden hatte, hob der Medizinstudent nur seine Schultern.
      "Um ehrlich zu sein war es nicht wirklich meine freiwillige Entscheidung Medizin zu studieren. Mein Vater ist Oberarzt und meine Mutter Rechtsanwältin. Es war also entweder Medizin oder Jura.", sagte er und diesmal war er es, der abwinkte.
      Eiskunstlauf. Darin wollte er sich verwirklichen...aber das wird wohl für immer ein weit entfernter Traum bleiben.

      Bei Gabe's Reaktion auf seinen Schlag den Hinterkopf, begann Milo wieder leicht zu Grinsen. "Oh, tat es das, Gabielein? Mach doch was dagegen.", sagte er und streckte ihm die Zunge raus, bevor er sich dann endlich das Stück Sushi in den Mund steckte und bereits nach einem neuen Griff.
    • „Du…warte mal! Jetzt macht alles Sinn! Und ich dachte schon du kommst auch aus einer normalen Familie.“ meinte er lachend, aber nicht weil er die Situation lustig fand, sondern eher um seine Realisation ein wenig runter zu spielen. Er hatte nie mitbekommen, dass Milo nebenbei arbeiten ging, im Gegensatz zu Gabe. Seine Wochen während den Semesterferien waren vom Sport und seinen Schichten in dem kleinen Café dominiert. Während der Uni bekam er das zeitlich kaum vernünftig hin aber mittlerweile hatte er da seine Strategien entwickelt.

      „dann bist du wahrscheinlich in einem riesengroßen Haus aufgewachsen oder? Mit eigenem Garten und Pool und so…“ so wie in den ganzen Hollywoodstreifen, aber das hing er nicht mehr hinten dran. Irgendwie war er neidisch darauf. Wie wäre er wohl ausgewachsen wenn seine Eltern überlebt hätten? Er konnte sich nicht mehr dran erinnern wie sie waren, aber er hätte seine Freunde wohl nie kennengelernt. Apollo wäre im besten Falle irgendwann von seinem kranken Vater tot gepürgelt worden oder wäre wie seine Mutter zu den Drogen gelangt. Benny wäre wohl weiterhin im Ghetto aufgewachsen, hätte sich nicht durchsetzten können und wenn er Pech gehabt hätte, hätte irgendwann ein korrupter Polizist ihn aufgegabelt, und Rey…? Bei Rey war er sich echt nicht sicher. Rey wäre wahrscheinlich irgendwann an seiner Situation zerbrochen und hätte trotzdem versucht so weiter zu machen wie bisher. Wäre Gabriel bei liebenden Eltern aufgewachsen wären die Leben seiner Freunde zum scheitern verurteilt gewesen, da war er sich sicher.

      Noch in Gedanken bei seinen Freunden sickerten Milos Worte in seinen Verstand. Seine Hand schnellte blitzschnell vor, packte Milo am Handgelenk und hielt ihn fest. Sein Blick hatte sich zu eben gerade schlagartig geändert und man konnte gerade definitiv nachvollziehen waren seine Freunde Respekt, wenn nicht sogar ein klein wenig Angst vor ihm hatten. „Nenn mich nicht Gabielein.“ meinte er ernst. Ohne seinen Blick von seinem Mitbewohner zu nehmen griff er mit seiner freien Hand nach dem Sushi welches Milo sich gerade genommen hatte und steckte es sich in den Mund. Er hatte zwar nicht so ein sensibles und kurzes Temperament wie Apollo, ihn konnte man jedoch trotzdem extrem leicht reizen, vor allem mit sowas.
    • Milo blickte Gabe für einen Moment wieder etwas verwundert an und verstand nicht sofort, was sein Mitbewohner genau mit seiner Aussage meinte. Was machte jetzt Sinn? Normale Familie?
      Erst als dieser weiter sprach, ging dem Medizinstudenten ein Licht auf und er kratzte sich verlegen am Hinterkopf.
      "Oh, uhm...ja, so ungefähr.", sagte er, hatte aber nicht vor Gabriel zu erzählen, dass es sich bei dem riesengroßen Haus eher um eine Villa mit eigenen Haushältern, einem riesigen Garten sowie einem Indoor- und einem Outdoor-Pool handelte.
      Gabriel sollte ihn nicht für ein verwöhntes Kind wohlhabender Eltern halten.

      Aber als Gabe im nächsten Moment Milos Handgelenk packte und ihn mit warnender Stimme aufforderte, ihn nicht Gabielein zu nennen, hielt der Medizinstudent inne und sah seinen Mitbewohner mit geweiteten Augen an. So eine heftige Reaktion hatte er wirklich nicht erwartet.
      Erst als der Künstler sich Milo's Sushi schnappte und sich dieses vor seinen Augen in den Mund steckte, riss sich Milo aus seiner temporären Starre.

      Er wusste zu was Gabe in der Lage war und wie er zuschlagen konnte. Isaac ist das perfekte Beispiel. Aber irgendwie...hatte er trotzdem das Bedürfnis...ihn noch ein wenig mehr zu provozieren. Nicht aus Bosheit, aber.., weil er ihn mochte und eine Reaktion von ihm haben wollte.
      Auf seinen Lippen breitete sich ein verschlagenes Grinsen aus und er kam mit seinem Gesicht ein wenig näher, sodass sich ihre Nasenspitzen fast berührten. "Oder was, mein kleiner Gabielein? Na los...make me."
    • Gabriel richtete sich ein wenig auf, man könnte fast meinen dass er drauf und dran war Milo eine zu verpassen, bis er kurz mit seiner Zunge schnalzte und dann ohne Milo noch eines Blickes zu würdigen, die passenden Plastikdeckel auf das gelieferte Essen packte, alles stapelte und ohne ein weiteres Wort zu sagen mit dem Essen und seinen Stäbchen in sein Zimmer zu gehen.
      Eine wohl noch suspektere Reaktion hatte man von ihm wohl kaum erwarten können. In seinem Zimmer angekommen setzte er sich einfach auf den Boden, primär weil jeder mögliche Platz vollgestellt war und aß in Ruhe weiter.

      Gabriel war definitiv zu fertig und zu müde um jetzt noch Stress anzufangen. Sein Couch hatte ihm mal geraten, die Situation einfach zu verlassen, wenn er keine Lust auf diese hatte und genau das hatte Gabe getan. Er hatte keine Lust sich von Milo provozieren zu lassen und ging deswegen einfach und allein die Vorstellung von Milo wahrscheinlich verwirrten Gesicht hab ihn die Genugtuung die er brauchte um sich in Ruhe sein Essen reinzuschaufeln - weil anders konnte man seinen Essrhytmus nicht nennen.
    • Milo saß völlig verdattert da und starrte Gabe hinterher, als sich dieser das komplette Essen geschnappt und damit in sein Zimmer verzogen hatte. Die Essstäbchen hielt der Medizinstudent noch immer in der Hand und wirkte dabei ein wenig wie bestellt und nicht abgeholt.
      Er hatte eher damit gerechnet, das Gabriel ihn an die Gurgel geht, aber das er sich einfach mit dem gesamten Essen verzieht?

      Im Hintergrund lief noch immer der Fernseher und Milo wusste nicht wirklich was er nun tun sollte. Sollte er Gabriel in Ruhe lassen oder sollte er ihm hinterher? - aber vielleicht würde er sich damit nur dem Risiko aussetzen, dass sein Mitbewohner ihm tatsächlich noch eine reinhaut...
      Aber...er wollte nicht, dass der Tag heute so zu Ende ging...und außerdem...hatte er noch Hunger und wollte auch noch etwas von dem Sushi...

      Etwas später lugte Milo vorsichtig durch den Türspalt in Gabriels Zimmer. Dieser saß immer noch auf dem Boden und aß schweigend weiter. Nach kurzem Zögern trat Milo leise ein, hielt dabei eine Schüssel Müsli fest in beiden Händen. Er ließ sich wortlos im Schneidersitz neben Gabe nieder, nahe, aber außer Reichweite seiner Faust.
      Aus dem Augenwinkel, blickte er auf die Sushiplatte und griff ganz langsam nach einem Stück.
    • Als Milo in sein Zimmer kam aß Gabriel schweigend weiter, als sich der Medizinstudent mit genügend Sicherheitsabstand zu ihm setzte, hatte sich immer noch nichts geändert und selbst als dieser sich was von dem Sushi nahm war Gabriels Reaktion wortwörtlich nicht vorhanden. Das einzige was er nach einigen Minuten des Wartens aber tatsächlich tat war, die Schale mit dem Sushi Milo etwas näher zu schieben. Eine Art stummes Friedensangebot seinerseits.

      Zu sagen er wüsste nicht warum er so reagiert hatte, wie er reagiert hatte, wäre eine fette Lüge gewesen, er wusste ganze warum er so reagiert hatte. Er hatte schlicht und ergriffend keine Lust gehabt sich von Milo provozieren zu lassen, nicht nach dem - schon fast dumm-fick Training mit welchem sein Trainer ihn gequält hatte und trotzdem war ihm bewusste, dass sein Handeln Milo gegenüber schon fast unfair gewesen war. Weiterhin sagte er jedoch kein Wort und aß das Essen stumm weiter solange bis nur noch wenige Sushistücke übrigen waren. Die übrigen Stücke legte er alle nach und nach zusammen auf eine der Pastikschalen und schob die nun zusammengestellte Plastikschale Milo zu ehe er anfing die leeren Schalen aufeinander zu stapeln.
    • Milo kaute schweigend auf dem Sushi herum und blickte ab und zu, aber nicht zu aufdringlich, aus dem Augenwinkel zu Gabriel hinüber. Als dieser die Schale nach einigen Minuten dann tatsächlich näher an die Medizinstudenten schob, hob Milo überrascht seinen Blick, entschied sich jedoch, vorerst weiterhin zu schweigen.

      So saßen sie nebeneinander und genossen das Sushi. Gemeinsam, aber irgendwie auch nicht. Milo hatte die Schale mit dem Müsli mittlerweile zur Seite gestellt und nahm sich ein weiteres Stück von dem Sushi. Als Gabriel begann, die leeren Plastikschalen zusammenzustellen, hielt Milo schließlich diese erdrückende Stille nicht mehr aus.
      „...Es tut mir leid. Ich wollte nur...witzig sein. Mir ist nicht bewusst gewesen, dass es dich wirklich so provoziert hat.“, sprach der Medizinstudent leise und warf einen flüchtigen Blick auf seinen Mitbewohner, bevor er seine Aufmerksamkeit wieder auf das Sushi vor ihm richtete.
      „Ich hatte eher damit gerechnet, dass…wir noch einmal miteinander rummachen würden…oder dass du mir eine reinhaust.“, murmelte er und drehte seinen Kopf weg, sodass Gabriel sein Gesicht nicht mehr sehen konnte.
    • Gabriel schwieg noch einige Sekunden bis er sich leise räusperte und wieder neben Milo auf den Boden fallen ließ. „Alles gut…mir tuts leid. Keine Ahnung woher das plötzlich kam…irgendwie…keine Ahnung. Das Training war echt übel und ich hatte einfach keine Lust mich provozieren zu lassen, ich hätte aber nicht einfach abdampfen müssen…“ entschuldigte er sich seinerseits ebenfalls. „Dich trifft keine Schuld, wirklich. Irgendwie…Ich war nicht mal sauer oder so einfach…Du weist schon…so halt.“ er wusste selbst nicht so ganz wie er sein Verhalten erklären sollte, es fühlte sich ein wenig an wie seine Stimmungsschwankungen in der Pubertät damals vor einigen Jahren. Er konnte sein Verhalten damals ebenfalls nicht erklären und genau so fühlte er sich jetzt auch. Einfach ein wenig überfordert. „Und ich würde dir niemals eine reinhauen.“ stellte er klar. „Wie kommst du eigentlich darauf, dass ich dich schlagen würde?“ nun drehte er seinen Kopf tatsächlich zu Milo, in seinem Blick lag ein Ausdruck von etwas, was man wohl am besten mich Verletztheit beschreiben konnte. Klar prügelte er sich regelmäßig mit diversen Menschen ob im Training oder außerhalb und er hatte sich auch schon einige Male ganz böse mit Apollo geschlagen, aber das hies nicht, dass er Milo eine reinhauen würde. Apollo konnte sich wehren, sie trainierten seit Jahren zusammen und auch wenn beide wussten das Gabe besser war als er, hatte der Blonde durchaus Chancen, anders als Milo der mit Kampfsport nichts am Hut hatte. Gabriel war erbarmungslos aber gerecht und wenn er keinen Grund dazu hatte, hielt er sich zurück, und wenn er doch einen Grund haben sollte, dann ging er nur so weit, bis er der Meinung war die andere Person sei keine Gefahr mehr.
    • Milo hörte Gabe schweigend zu, als dieser sich ebenfalls entschuldigte und versuchte zu erklären, warum er selbst nicht wusste, warum er so auf die Provokation des Medizinstudenten reagiert hatte.
      Er nickte schweigend, war aber der Meinung, dass auch Gabriel keinen Grund hatte sich entschuldigen zu müssen.
      "Ja, ich schätze ich weiß was du meinst...", begann er, seufzte und drehte seinen Kopf Gabriel zu, welcher sich wieder neben ihn auf den Boden gesetzt hatte.
      Aber du musst dich auch für nichts entschuldigen. Dich trifft genauso wenig Schuld. Ich schätze, wir haben beide heute einfach einen zu langen Tag hinter uns.“

      Als Gabriel klar stellte, dass er seinem Mitbewohner niemals eine reinhauen würde und fragte, wie Milo darauf kam, lief dieser im Gesicht rot an.
      Doch als er dann noch die Verletzlichkeit in Gabriels Augen bemerkte, fühlte er sich sofort schuldig, überhaupt daran gedacht zu haben, dass Gabe ihn schlagen könnte.
      Er schwieg und überlegte sorgfältig wie seine nächsten Worte wählen sollte. Er wollte Gabe nicht noch mehr verletzen oder vor dem Kopf stoßen.

      Weißt du…nach der Sache mit Apollo und Archie…und nachdem ich gesehen habe, wie du Isaac verprügelt hast…“, er seufzte schwer und strich sich mit einer Hand ein paar Haare aus dem Gesicht. „Da kam mir einfach der Gedanke. Ich hab nicht bemerkt wie unfair dieser Gedanke dir gegenüber eigentlich ist. Das tut mir auch leid…ich wollte dich damit nicht verletzen.“
    • „Ich kann’s nachvollziehen…also ich versteh wo der Gedanke her kommt auch wenns mich ehrlich gesagt stört, dass du so über mich denkst, aber ich kann’s echt verstehen.“ meinte er ehrlich. „Lass uns das einfach vergessen und wieder dort anfangen wo wir aufgehört haben…vor dieser ganzen seltsamen Situation.“ bat er dann und lächelte Milo sanft an bevor er etwa näher an ihn rutschte. „Ich verspreche dir, dass ich dich niemals schlagen werde, außer ich hab keine andere Chance weil du plötzlich mit einem Messer auf mich los gehst, aber ich bezweifle, dass das jemals passieren wird.“ meinte er leise lachend.
    • Milo sah Gabe mit riesigen Augen an, begann aber auch leise zu lachen. "Ja, das ist wohl wirklich etwas, das niemals passieren wird."
      Dann nickte er und der Ausdruck in seinen Augen wurde wieder sanfter. "Und ja...lass uns das bitte einfach vergessen und da weiter machen, wo wir vorhin aufgehört haben."
      Mit den Worten, legte Milo seinen Arm um Gabe's Taille und zog ihn noch näher an seine Seite. Dann beugte er sich vor und drückte einen leicht schüchternen, aber sanften Kuss auf die Wange seines Mitbewohners.

      Milo wusste nicht, was Gabe und er jetzt eigentlich waren und er fragte auch nicht nach. Alles was er wusste war, das es sich richtig anfühlte. Das sich Gabe richtig anfühlte. Das es sich richtig anfühlte, ihn so dicht an seiner Seite zu haben...ihn in seinen Armen zu halten, ihn zu küssen und gemeinsam zu lachen. Vielleicht brauchte, was auch immer sie hatten, auch einfach keine Worte...
    • Gabe nickte zustimmend, ließ sich von dem Studenten näher ziehen und zog ihn dann in einen ‚richtigen‘ Kuss. „Ich hab dich echt gern Milo, weist du das?“ hauchte er ihm sanft gegen die Lippen. Er wartete gar keine Antwort ab, küsste ihn einfach wieder und vergrub die Finger seiner einen Hand in den braunen Strähnen des Jüngeren. Er war froh die Situation gerettet zu haben, es war unfassbar kompliziert sich in einer Wohngemeinschaft aus dem Weg zu gehen, vor allem wenn man sich alles außer ein Schlafzimmer teilte. Nicht, dass Gabriel damit gerechnet hätte, dass sie sich nach so einer lächerlichen Lappalie ignorieren würden, aber trotzdem.

      „Wollen wir so langsam ins Bett gehen? Ich bin echt müde…ich glaub ich hab zu viel gegessen.“ lachte er leise. Praktisch hatte er sich geradewegs ins Fresskoma katapultiert, aber alleine wegen der anstehenden Diät hatte er das Essen nochmal doppelt genossen auch wenn es fast so gewirkt hatte, als ob er sich drauf vorbereitet hatte, für die nächsten Wochen gar nichts mehr zu bekommen.
    • Milo erwiderte den Kuss sofort und zog Gabriel als Antwort nur noch dichter an seine Seite heran.
      Er löste sich leicht und flüsterte dann gegen seine Lippen. "Ich hab dich auch echt gerne, Gabe...du kannst dir gar nicht vorstellen, wie gerne ich dich habe..."
      Wieder strichen seine Lippen über die seinen Mitbewohners, bevor er sich dann langsam wieder löste und leicht nickte.
      "Ja...lass uns ins Bett gehen. Wir können echt eine Mütze Schlaf vertragen...wollen wir in deinem Schlafzimmer bleiben oder sollen wir rüber in meins gehen?", fragte er und ließ seinen Blick kurz über Gabriels Schlafzimmer wandern.
      "Wir sollten wohl besser in mein Schlafzimmer gehen, oder? Dann musst du deine ganzen Stoffe und Projekte nicht umpacken.", sagte er, blickte wieder zu Gabe und legte nochmal seine Stirn gegen die des anderen ab.
    • „Das Bett ist frei.“ meinte er grinsend. Das war aber auch das einzige was in seinem Zimmer, bis auf dem kleinen Platz auf dem Boden auf welchem sie saßen. „Aber ja, wir können auch zu dir rüber, wenn dir das lieber ist.“ Gabriel war es egal wo sie schliefen, Hauptsache die schliefen irgendwo was nicht gerade der Boden oder ein unbequemes Sofa war.

      Kurz schloss er die Augen als er Milos Stirn an seiner spürte un die Position und die ganze Situation ein wenig länger zu genießen. Eigentlich war es komisch, die kannten sich noch gar nicht so lange und eigentlich war Gabe auch gar nicht wirklich für eine Beziehung offen und trotzdem fühlte sich das hier alles einfach nur richtig an.
    • "Dann lass uns zu mir rüber gehen.", flüsterte Milo gegen seine Lippen, bevor er seine Augen langsam wieder öffnete. Milo ist schon immer jemand gewesen, der am liebsten zu Hause bzw. in seinem eigenen Bett schlief.
      Selbst als Kind, mochte er es nicht wirklich bei Freunden zu übernachten. Meistens hatte er die ganze Nacht einfach nur wach da gelegen und die Stunden gezählt, bis er endlich wieder nach Hause gehen konnte.
      Er löste seinen Arm nun wieder von Gabriels Taille, stand auf und hielt ihm seine Hand entgegen, um ihn beim Aufstehen zu helfen.
      "Wir können beim Einschlafen im Hintergrund noch ein wenig Spongebob laufen lassen...", sagte er und grinste etwas verlegen.
      "Ich mag es überhaupt nicht, wenn es still ist. Außerdem scheinst du was Spongebob angeht eine ziemliche Bildungslücke zu haben. Das müssen wir dringend nachholen."
    • Gabriel seufzte leise. Er konnte mit der Serie echt nicht sonderlich viel anfangen. „Wenn es dich glücklich machst.“ im Grunde war es ihm jedoch egal, der Sportler konnte sowieso bei allem und überall einschlafen. Da war es komplett egal ob neben ihm eine Bombe hochging oder er sich gerade in einer Matheklausur befand (was ihm selbstverständlich noch nie passiert ist…).

      Er nahm Milo Hand und ließ sich von ihm auf die Beine ziehen und folgte dem Medizinstudenten dann in dessen Zimmer. Gabe hatte sich nach dem Sport sofort seine Schlafsachen angezogen, also musste er sich nicht mal mehr umziehen, was ein großer Vorteil seiner Meinung nach war. Als gehörte das Bett ihm, ließ er sich auf die Matratze fallen und seufzte leise. „Hast du eine andere Matratze als ich?“ das war ihm am Vorabend gar nicht aufgefallen (was bei seinem Pegel kein Wunder war), aber sie fühlte sich tatsächlich ein wenig anders an.
    • Milo ließ sich von Gabe an der Hand in sein Zimmer ziehen und beobachtete ihn dabei, wie sich dieser dann bereits auf die Matratze fallen ließ.
      Aber als er seine Frage hörte, blinzelte er ihn etwas überrascht an. Mit so einer Frage hatte er nun wirklich nicht gerechnet.
      Er überlegte kurz und hob dann leicht seine Schultern. "Ja, das kann schon sein. Ich hab eine Matratze, die sich dem Körper anpasst, damit man optimal liegt.", erklärte er und ging dann zu seinem Kleiderschrank, da er sich noch Schlafklamotten anziehen wollte.
      Zwar trug er bereits bequeme Klamotten, machte aber dennoch immer einen Unterschied zwischen Hausklamotten und Schlafklamotten.

      Er nahm eine neue Boxershorts und ein weites Shirt aus seinem Kleiderschrank, bevor er diesen wieder schloss. Dann zog er sein Shirt aus, legte es über seinen Schreibtischstuhl und umfasste dann den Bund seiner Hose.
      Bevor er diese jedoch runter zog, zögerte er für einen Moment und blickte nochmal zu Gabe rüber. Konnte...oder eher sollte er sich einfach so vor Gabe umziehen? Aber nach gestern, sollte doch eigentlich nichts dabei sein, oder?
      Nichtsdestotrotz entschied er sich, Gabe dennoch seinen Rücken zuzudrehen und dann erst sich seiner Jogginghose, damit seiner Boxershorts zu entledigen.
    • „Mhm.“ meinte er leise. „Die war aber nicht ursprünglich hier drin oder? Ich hab das Gefühl die Matratzen die hier drin sind, sind mindestens drei Generationen alt.“ meinte er lachend. Ihn störte das jedoch nicht. Im Kinderheim waren die Betten deutlich schlechter und auch da hatte er jahrelang geschlafen oder in dem kleinen Personalraum des Kampfsportschuppens. Das Feldbett was da stand war definitiv deutlich unbequemer, aber wenn Gabe müde war konnte er selbst auf einem Bürostuhl schlafen ohne dabei Probleme zu haben.

      Während Milo sich umzog beobachtete er ihn dabei. Nicht aufdringlich, sein Blick bohrte sich nicht in Milos Rücken und zerfleischte ihn gerade zu, er schaute den Jüngeren einfach nur an. Er hatte noch nie ein Problem damit gehabt, wenn sich andere vor ihm auszogen, er hatte nur ein Problem sich vor anderen selbst anzuziehen, jedenfalls wenn besagten ausziehen sich ebenfalls auf seine Unterwäsche bezog. Genau deswegen ging er auch nicht gerne schwimmen. Irgendwann würde er das Geld für die geplante OP zusammen haben und dann hatte er hoffentlich auch in Problem weniger.
    • Milo zog sich schnell seine neue Boxershorts und das weite Shirt an, drehte sich dann wieder zu Gabe und lächelte ihm sanft zu.
      „Nein, die war ursprünglich nicht hier. Die Vorstellung, dass jemand Fremdes schon auf derselben Matratze geschlafen hat, war mir irgendwie unangenehm. Ich bin da... nun ja, manchmal ein bisschen eigen, weißt du?"
      Er ging zum Bett, setzte sich neben Gabriel und griff dann nach einer kleinen Fernbedienung auf seinem Nachttisch. Mit einem Klick schaltete er den Projektor ein, der einen Sternenhimmel an die Zimmerdecke projizierte.
      „Ich hoffe, der Sternenhimmel stört dich nicht? Wenn doch, schalte ich ihn gleich wieder aus“, sagte Milo mit einem schüchternen Lächeln, bevor er auch SpongeBob auf seinem relativ großen Fernseher einschaltete.

      „Oh, das ist die Folge mit dem hackfleischhassenden Zerhacker! Ich fand das Ende als Kind immer richtig unheimlich.“, sagte Milo und grinste Gabriel an. „Hey, Gabe. Ich schneide Kopfsalat...und das nachts!, fügte er hinzu.
      Doch sein Grinsen verblasste, als ihm klar wurde, dass Gabriel wohl keine Ahnung hatte, wovon er gerade sprach.
      "Ach...vergiss es."
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