And they were roommates [yuyuumyn & dark.wing]

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    • Es war ein weiterer ruhiger Sonntag auf dem Campus. Milouard, auch nur "Milo" genannt, war gerade dabei ein wenig die Küche seiner WG aufzuräumen. Auch wenn man es nicht wirklich eine WG nennen konnte, weil er sich die kleine Wohnung bisher, glücklicherweise, mit niemanden teilen musste.
      Wenn es etwas gab, dass er überhaupt nicht ausstehen konnte, dann war das Unordnung. Solange er also alleine wohnte, gab es niemanden, der irgendwas unordentlich machen oder durcheinander bringen konnte.

      Einen Moment lang dachte er darüber nach, nachher noch einmal zur Eishalle zu gehen. Doch er musste auch noch weiter für sein Medizinstudium lernen...auch wenn er eigentlich niemals, wie sein Vater, ein Arzt werden wollte. Noch weniger ein Rechtsanwalt wie seine Mutter...

      Mit einem Seufzen räumte er weiter auf und sang leise den Text mit von dem Lied, dass er beim Aufräumen aufgedreht hatte: "Oh-oh, oh-oh
      Any way you want me, baby. That's the way you got me, I'll be yours. My story's gonna end with me dead from your poison."


      Vermutlich würde er im Erdboden versinken, sollte ihn jemals jemand so sehen...aber wie sollte das schon passieren? Immerhin lebte er alleine in der kleinen Wohnung...
    • „Ich kann’s immer noch nicht fassen, dass du den Typen bei den Bullen verpfiffen hast.“ Apollos Stimme hallte laut durch das Treppenhaus. Der Blonde konnte aber auch aufs verrecken nicht leise sein. „Erstens habe ich ihn nicht bei den Bullen verpfiffen sondern bei dem Uni Direktor, was zwar im Grunde aufs gleiche hinauskommt aber ein kleiner aber feiner Unterschied ist. Und zweitens sollte man seinen Scheiß nicht an den Tisch verticken an dem ich essen und vor allem sollte man mir meinen Scheiß nicht aus dem Kühlschrank klauen.“ Gabriel Novas Stimme war ruhig, so als würde er seinem besten Freund gerade nicht davon erzählen, dass er seinen - ehemaligen - Mitbewohner vor wenigen Tagen noch beim Uni Direktor wegen Drogenhandels angezeigt hatte. Gabriels Stimme schien jedoch immer recht ruhig zu sein, von Sarkasmus triefend aber ruhig. „Gabe du bist der Wahnsinn!“ lachte der Blonde laut auf. Auch dieses Geräusch hallte schon fast unnatürlich laut von den Wänden wieder. Mit einer fließenden Bewegung balancierte er die Kiste - die er eben noch mit beiden Händen festgehalten hatte - auf einem Arm und schloss die Tür auf vor die er und der Blonde zum stehen kamen.

      Die Studentenbude war aufgebaut wie seine alte. Jedes der Apartments war gleich aufgebaut, zwei Schlafzimmer, ein Bad und eine Küche die sich beide Mitbewohner miteinander teilten, ein angenehm langer Flur und eine kleine Abstellkammer - nichts großartiges, aber der Weg zur Uni war angenehm kurz und die Kosten hielten sich auf ein Minimum. „Voll geil das du ein Zimmer mit Garten hast! Keine Ahnung wessen Schwanz du dafür blasen musstest, aber ich bin neidisch man!“ Gabe verdrehte die Augen. Das Apollo eigentlich Jura studierte - und das sogar als Jahrgangsbester - konnte man bei seinem Sprachgebrauch kaum glauben. „Manchmal muss man wohl einfach Glück haben.“ und Glück hatte er. Nicht nur zog er einfachen nur einige Häuser weiter, er hatte auch eins der besten Apartments erwischt die es in dem Block gab.

      Das erste was dem jungen Stundeten entgegen kam als er die Tür aufdrückte war Musik. Er hatte nichts gegen Musik. Musik war was großartiges, aber was auch immer für Musik das war, sie war definitiv nicht sein fall. Hinter ihm wurde die verglaste Haustür aufgedrückt und zwei weitere junge Männer mit schweren Kisten blieben hinter Apollo stehen. „Alter, was ist das denn für scheiß Muke?!“ Gabe ignorierte den Einwand des Blonden und steuerte direkt auf einer der beiden Schlafzimmertüren zu. Er rechte damit, dass sein kommen bereites angekündigt war, also machte er sich nicht die Mühe nach der Ursache der Musik zu suchen. Erstmal ankommen, die Kisten abstellen und dann konnte er sich immer noch vorstellen.
    • Milo hob überrascht seinen Kopf, als plötzlich die Tür seines Apartments aufgeschlossen wurde und laute, beinahe rüpelhafte Stimmen quer über den langen Flur widerhallten. Was zur...Einbrecher?!
      In einer schnellen Bewegung schnappte er sich die nächstbeste Bratpfanne, nur um sicher zu gehen, und ging mit leisen Schritten zur Küchentür.
      Er lauschte einen Moment und war sich dann sehr sicher, dass es sich um mehr als nur eine Person handelte. Was sollte er jetzt nur tun? Er war allein und im Flur waren mindestens zwei Personen...

      Mit seiner freien Hand drückte er seine runde Brille zurück auf seine Nase und umfasste die Bratpfanne dann fest mit beiden Händen. Er musste nur mindestens einen von ihnen mit der Bratpfanne erwischen...die anderen würden dann hoffentlich die Flucht ergreifen...
      Er fasste seinen ganzen Mut zusammen, sprang in den Flur und erhob drohend die Bratpfanne: "Was macht ihr in meinem Apartment?! Raus hie-", er hielt plötzlich Inne, als er die ganzen schweren Kisten in den Händen der jungen Männer bemerkte, legte die Stirn in Falten und senkte die Bratpfanne langsam wieder.

      "Moment...ihr seid keine Einbrecher?"
    • Sowohl Gabe als auch Apollo hielten in der Bewegung inne und dann passierte alles ganz schnell. Apollo brach in schallendes Gelächter aus, konnte sich kaum auf den Beinen halten und mit einem lauten Rumpeln ging der Umzugskarton den er eben noch im Arm hatte zu Boden, samt jungen Mann der sich halb kniend, halb liegend den Bauch hielt. Gabriel schaute etwas verwirrt erst zu Milo dann zu seinem besten Freund und dann wieder zu Milo, ein belustigtes Schmunzeln konnte er sich dann jedoch doch nicht verkneifen, die ganze Szenarien sah aber auch verdammt lustig aus.
      Der Typ vor ihnen bedrohte sie mit einer Bratpfanne als ob sie eine gefährliche Waffe wäre - nicht das weder Apollo noch er Angst vor einer Bratpfanne gehabt hätten, sie beide machten seit Ewigkeiten Kampfsport und die improvisierten Waffe wäre wohl kaum ein ernstzunehmender Gegner gewesen. Hinter ihnen höre Gabe die Schritte seiner anderen beide Kumpel und keine Sekunde später standen Rey und B.J hinter ihnen.

      Rey war ungefähr so groß wie Apollo und somit mindestens einen guten Kopf größer als Gabriel - was jedoch eher daran lag, dass Gabe mit seinen 1,67m doch recht kurz geraten war. Er war an sich ein sehr ruhiger Charakter, eigentlich würde er kaum in der Gruppe auffallen, wenn er nicht komplett voll tattoowiert wäre, das schloss sowohl seinen Hals als auch seine Hände mit ein. Die schwarze Tinte erstreckte sich wohl über fast jeden Zentimeter seiner Haut - fast. Wenn Rey mit seinen Tattoos nicht den nötigen Respekt bekam dann aber wohl mit seinem Eins-A Killerblick - nicht ohne Grund trug er in der Schule den Spitznamen ‚Reaper‘, aus dem dann irgendwas der Name ‚Rey‘ wurde.

      Hinter Rey - und eigentlich kaum zu übersehen - trat ein Mann durch die Türangel. Es sah einwenig komisch aus wie er sich leicht bücken musste um überhaupt durch den Türrahmen zu kommen. Mit seinen zwei Meter und den paar zerquetschten war der junge Mann ein beeindruckender wenn auch sehr angsteinflößender Anblick. Der Pullover spannte sich aufgrund der Menge an Muskeln und Fett die sich zu einem zwei-zu-eins Verhältnis über seinen Körper erstrecken und zwangsläufig fragte man sich wohl wo er seine Klamotten kaufte. Nicht nur Gabe fühlte sich neben seinem Kumpel wohl klein, neben dem Mensch gewordenen Bären würde sich wohl jeder normalgroße Mann schon fast winzig fühlen.

      „Nein.“ ergriff Gabe als erstes wieder das Wort, immerhin kugelte sich Apollo immer noch vor Lachen auf dem Boden und die beiden Neuankömmlinge wussten wohl nicht so richtig was abging.
    • Ganz, ganz langsam senkte Milo die Bratpfanne, welche er am Griff noch immer fest mit beiden Händen umklammerte hatte, wieder ein wenig.
      Er runzelte seine Stirn, als der blonde Typ vor lauter Lachen schon fast am Boden lag und sich den Bauch hielt. Vielleicht sollte er ihm wirklich eine mit der Bratpfanne überziehen, damit er endlich wieder Ruhe gibt...

      Als noch zwei Typen das Apartment betraten, umfasste Milo den Griff der Bratpfanne unwillkürlich wieder ein wenig fester. Beide sahen so aus, als könnten sie jemanden wie ihn einfach unter ihrem Daumen zerquetschen.

      Wieder wanderte Milo's Blick auf die ganzen Umzugskisten und dann zu dem Typen, der das Wort ergriffen hatte. "Nein...?", wiederholte er vorsichtig und ließ dann mit einem Seufzen die Bratpfanne komplett sinken. "Mir wurde nicht Bescheid gegeben, dass ich einen Mitbewohner bekomme.", sagte er und versuchte zu verbergen, dass er nicht gerade begeistert von der ganzen Angelegenheit war.

      Doch leider war Milo's Gesicht wie ein offenes Buch und man konnte meistens sofort ablesen, was er gerade dachte. Egal wie sehr er auch versuchte ein Pokerface aufzusetzen. Und gerade war er überrumpelt, genervt und vielleicht auch ein klein wenig eingeschüchtert.
      Jetzt wo Milo so darüber nachdachte, konnte er sich schon daran erinnern, die Typen schon einmal auf dem Campus gesehen zu haben...auch wenn er keine Ahnung hatte wie sie hießen.
      Hoffentlich würde nicht der laute Typ am Boden sein neuer Mitbewohner werden...

      Milo atmete einmal tief ein, schob wieder seine runde Brille zurück auf die Nase und fragte dann in einem eher leisen Ton: "Und wer von euch zieht hier in das andere Zimmer?"
    • Also war die Uni mal wieder genau so kompetent wie immer, eigentlich hätte sich Gabriel genau das denken müssen, nur ein einziges mal hatte er die Hoffnung gehabt, dass wichtige Infos tatsächlich auch weiter getragen wurden…dem war wohl nicht so. „Gabriel…Nova.“ stellte er sich schlicht vor und hielt Milo seine Hand hin. Den Karton balancierte er immer noch ruhig auf einem Arm, auch wenn man von außen vermuten könnte, dass die Kiste wohl nicht gerade leicht war. Seine Hand war rau, nicht so wie die Hände eines alten Bauarbeiters, aber trotzdem rau, seine Fingerzwischenräume waren an einigen Stellen rötlich verfärbt und seine Knöchel ließen darauf schließen, dass sie wohl vor wenigen Tagen noch geblutet hatten - nicht stark, aber die Haut an den Stellen war leicht aufgerissen.

      Nachdem Gabe sich bei seinem neuen Mitbewohner vorgestellt hatte sank sein Blick wieder auf dem Boden zu dem Blonden, der sich so langsam wieder beruhig hatte. „Jetzt steh endlich auf du Pisser.“ kam es harsch von dem Stundenten gefolgt von einem Tritt in Apollos Seite. Alleine diese Geste zeigte wohl die Dynamik zwischen den beiden, oder wohl eher zwischen den vier. Sie schenkten sich alle nichts. Beleidigungen und Neckereien gehörten zur Tagesordnung in der Gruppe und es kam tatsächlich auch gar nicht so selten vor, dass eine kleine Prügelei zwischen den Freunden entfachte, obwohl letzteres durch das Kampfsporttraining - eine Leidenschaft die sie nicht nur alle teilten sondern die sie auch zusammen gebracht hat - sehr minimiert wurde. Immerhin konnten sie sich regelmäßig in einem geordneten Rahmen und mit Regeln den ein oder anderen Schlag verpassen.

      Apollo hatte es nun auch endlich wieder geschafft sich auf zu richten und hievte gerade den Karton wieder hoch als sich der schwarzhaarige volltattoowierte Typ zu Wort meldende. „Wollen wir den ganzen Tag hier noch sinnlos rumstehen oder den Scheiß endlich mal fertig bringen?“ seine Stimme war rau und tief, nicht so als ob er seit Jahren Ketten rauchen würde, eher angenehm, die perfekte Vorlesenstimme bei der man innerhalb weniger Sekunden einschlafen könnte. „Klar.“ bestätigte Gabe knapp und öffnete die Tür, hinter welcher sich sein neues Zimmer befand. „Stellt die Kisten einfach irgendwo ab, ich räume später alles aus.“
    • Es war der Moment, in dem sich die Haustür des Apartments ein weiteres Mal öffnete und ein eher kleinerer Student mit weiß-blonden Haar und leichten Sommersprossen seinen Kopf in die Wohnung streckte.
      "Mi? Hast du schon wieder vergessen die Haustür abzuschließen?", fragte er, öffnete die Tür ein bisschen weiter, nur um dann versehentlich direkt in den riesigen Kerl hinein zu laufen.

      Er blinzelte verwundert und blickte dann ein wenig überrascht zu ihm hoch. "Oh, Entschuldigung. Ich hab dich nicht gesehen.", sagte er und bemerkte dann auch die anderen drei Fremden in Milo's Apartment. "Nanu? Wer seid ihr?", fragte er, drängte sich dann zwischen den Typen durch, bis er Milo erreichte.
      Als er sah, das Milo eine Bratpfanne in der Hand hatte, blickte er diesen fragend an. "Wolltest du kochen? Ich dachte wir bestellen Pizza?", fragte er und hielt dabei noch immer das Playstation-Spiel 'Mortal Kombat' in der Hand. Sichtlich hatten Milo und Archie heute geplant auf dem Sofa im Wohnzimmer zu zocken und nebenbei Pizza zu futtern.

      Milo's Blick wanderte von seinem neuen Mitbewohner, Gabriel, zu seinem besten Freund und er schüttelte noch immer leicht peinlich berührt seinen Kopf, als er von diesem auf die Bratpfanne angesprochen wurde.
      "Nein, Archie...es bleibt bei Pizza.", sagte er knapp und sein Blick wanderte unweigerlich wieder zu seinem neuen Mitbewohner, welcher gerade die Tür seines neuen Zimmers öffnen. "Und das ist mein neuer Mitbewohner...Gabriel."

      Archie folgte Milo's Blick und auch sein Blick ruhte für einen Moment auf Gabriel. "Du hast endlich einen Mitbewohner?", fragte er und ehe Milo auch nur die Chance hatte dazu irgendwas zu sagen, ging er direkt wieder ein paar Schritte auf die Typen zu.
      "Hey, wir wollen Pizza bestellen, wollt ihr vielleicht mitbestellen? Wenn man einen Bestellwert über 50 Euro erreicht, gibt es einen kostenlosen Lavacake dazu!"
    • Rey wollte grade durch die geöffnete Schlafzimmertür in Gabriels WG-Zimmer gehen als die fremde Stimme dafür sorgte, dass sich sein Kopf schon fast ein wenig alarmiert zurück zur Wohnungstür drehte. Rey war an sich ein sehr aufmerksamer Mensch, vielleicht lag das an seiner Vergangenheit, aber wahrscheinlich lag das allgemein an der Vergangenheit die alle vier Jungs teilten.

      „Nicht gesehen?!“ fragte Apollo wieder lachend und hielt sich am Türrahmen fest, damit er nicht schon wieder Bekanntschaft mit dem Boden machte. „Der Bastard ist fucking zwei Meter groß und du übersiehst ihn?! Bist du blind oder einfach nur ein bisschen dä…au! Was soll das du Pisser?!“ Der Grund für Apollos Fluchen lag nicht etwa daran, dass er es sich doch anders überlegt hatte und Archie doch keine Beleidigung an den Kopf werden wollte, sondern an Gabes Ellenbogen der schmerzhaft Bekanntschaft mit den Rippen des Blonden gemacht hatte. „Jetzt halt die Fresse und bring die Kiste rein. Du gehst mir heute schon fast mehr auf den Sack als sonst.“ Das schien wohl endlich Wirkung zu zeigen, mit einem erhobenen Mittelfinger räumte der Blonde mit dem losen Mundwerk endlich den Karton in das spärlich mobilierte Zimmer. Als Apollo wieder aus dem Raum kam, drückte Gabe ihm schon fast etwas zu aggressiv den Umzugskarton in die Hand, den er selbst die ganze Zeit balanciert hatte, einfach und alleine um ihn zu beschäftigen.

      „Sorry, ignoriere den Idioten einfach. Apollo ist die meiste Zeit ein Arschloch, Aber irgendwann lernt man damit um zu gehen.“ - „Fick dich Gabe!“ Rey verdrehte amüsiert die Augen. Die Dynamik allgemein zwischen der Freundesgruppe war recht harsch und von Beleidigungen dominiert, aber das Verhalten zwischen Apollo und Gabe war in dem Zuge noch mal auf einem anderen Level. „Später vielleicht.“ gab er kokett zurück.

      Gabe hatte kaum Klamotten, die wenigen Besitztümer die er hatte, befanden sich in wenigen Kisten und in einer großen, blauen Mülltüte die, wenn man genug Fantasie hatte, aussah als würde sich mindestens eine zerstückelte Leiche drin befinden - was selbstverständlich nicht der Fall war.

      „Also…Pizza? Hab ich doch richtig verstanden oder?“ richtete er sich endlich an Archie. „Wir hatten sowieso überlegt ob wir heute was bestellen, wenn euch das nicht stört, gerne. Wo wolltet ihr denn bestellen?“ Rey hatte sich von innen an den Türrahmen gelehnt und beobachtete Archie mit wachsamen Augen, die jedem wohl einen eiskalten Schauer über den Rücken jagten. Apollo tippte in einer irrsinnig schnellen Geschwindigkeit auf seinem Smartphone rum und B.J. schaute ein wenig wie bestellt und nicht abgeholt in der Gegend rum.
    • Milo konnte einfach nicht anders, als leicht seine Augen zu verdrehen, als der blonde Typ wieder in ein lautes Gelächter ausbrach. Hoffentlich musste er diesen Typen wegen seinem neuen Mitbewohner nicht öfters hier ertragen. Doch tief im inneren vermutete er bereits, das dies wahrscheinlich ganz genau der Fall sein wird.

      Glücklicherweise brachte Gabriel den blonden Typen, dessen Name scheinbar Apollo war, dann endlich mehr oder weniger erfolgreich zum schweigen. Wenn Gabriel es jetzt nicht gemacht hätte...dann hätte Milo wirklich noch die Bratpfanne benutzt.
      Er schwieg und kam nicht herum zu bemerken, wie der Typ mit den ganzen Tattoos Archie anblickte. Bei dem lief ihm selbst ein leichter Schauer über den Rücken - ob es sich nicht vielleicht doch um Einbrecher handelt?

      Aber Archie, wie immer ein Sonnenschein, grinste den Typen nur breit an, bevor er zu Gabriel zurück blickte. "Wir bestellen normalerweise immer ein Call a Pizza oder Dominos. Aber da es die Aktion mit dem kostenlosen Lavacake nur Dominos gibt, müssen wir wohl da bestellen.", sagte er und holte sein Handy hervor.
      "Ich hab meine Pizza schon rein gemacht. Habt ihr bei Dominos schon Mal die Milchshakes probiert? Der Schoko-Milchshake ist großartig! Den solltet ihr wirklich probieren!", sagte er und drückte Gabe bereits sein Handy in die Hand, damit er sein Essen auch hinzufügen konnte.

      Milo seufzte leise und schüttelte leicht seinen Kopf darüber, dass sein bester Freund die eigentlich noch Fremden, ohne Punkt und Komma vollquasselte. Hoffentlich bricht diese naive Art ihm nicht irgendwann das Genick...Archie verdient es nicht verletzt zu werden...nicht noch einmal...
      "Wir essen im Wohnzimmer.", sagte ich Milo schließlich und blickte kurz zu den anderen Typen. "Zieht bitte eure Schuhe aus, bevor ihr ins Wohnzimmer geht."
      Mit diesen Worten verschwand er selbst nochmal in der Küche, um seine Waffe aka. die Bratpfanne wieder an ihren Platz zu legen.
    • Gabriel schien ein wenig überfahren von der Menge an Information zu sein die Archie ihm schon fast entgegen schmetterte. Bevor er irgendwas antworten konnte wurde ihm dann auch schon das fremde Handy in die Hand gedrückt, anscheinend war es wohl beschlossenen Sache. Normalerweise bestellte die Gruppe bei einem kleinen Italiener in der Nähe von Reys Arbeitsplatz, aber Dominos war wohl auch in Ordnung. Nach ein wenig suchen hatte Gabe wohl etwas gefunden was ihm einigermaßen zusagte und hielt dann das fremde Handy Rey hin, bevor er sich dran machte seine Schuhe aufzuschnüren und in sein Zimmer zu stellen.

      Mit einer kurzen Kopfbewegung wies Gabe seine Freunde an es ihm gleich zu tun und man konnte wohl recht schnell erahnen wer in der Gruppe mehr oder weniger das sagen hatte, obwohl er deutlich sichtbar der kleinste der vier waren. Rey gab das Handy ohne ein weiteres Wort weiter und nach wenigen Minuten war der digitale Warenkorb mit verschiedensten Pizzen gefüllt. B.J. hielt dem Besitzer dessen Smartphone mit einem sanften Lächeln hin, welches dem jungen Mann trotz seiner einschüchternden Größe einen sanften Touch verlieh.

      Als wäre es seine Wohnung ließ sich Apollo auf das kleine Sofa fallen und verschob dabei das Möbelstück ein wenig. Rey zog sich ein Stuhl aus der Küche ins Wohnzimmer, Gabe nahm halb auf der Sofalehne platz und B.J. stand ein wenig überfordert im Raum rum, bis Gabe ihm sagte, dass er sich einfach setzten sollte. Damit nahm er dann auf dem Teppich, welcher sich vor dem Sofa erstreckte und seine besten Tage schon deutlich hinter sich hatte platz. Trotz den zwei Meter schien der Dunkelhäutige wohl von allen der ruhigste zu sein. Irgendwie passte er allgemein nicht so ganz in die Gruppe rein. Gabe und Apollo konnte man sich gut zusammen vorstellen und selbst Rey passte in das Bild, aber B.J. - eigentlich Benjamin - schien viel zu ruhig für die drei Jungs zu sein, viel zu unauffällig (wenn man mal von seiner Größe absah), viel zu normal.
    • Archie nahm mit einem Lächeln sein Handy wieder von B.J. entgegen und drückte es direkt Milo in die Hand, welcher gerade wieder aus der Küche kam. "Hier, Mi. Nur noch du musst dir was aussuchen und dann kann ich direkt bestellten.", sagte er und die beiden begaben sich ebenfalls ins Wohnzimmer.

      Archie pflanzte sich kurzer Hand mit den Worten "Rutsch mal rüber.", mit auf das kleine Sofa, griff nach der Fernbedienung und schaltete den Fernseher ein. Nachdem er kurz überlegte, ob er Prime Video oder Netflix öffnen sollte, entschied er sich schlussendlich für Crunchyroll. Glücklicherweise hatte Milo fast überall einen Account.

      Milo stand währenddessen noch mitten im Raum und blickte auf Archie's Handy, um sich seine Pizza, oder eher Nudeln, auszusuchen. Als er auf seinem Handy dann aber eine neue Nachricht ("Wo bist du?") von einer unbekannten Nummer bekam, legte er seine Stirn in Falten. Die Nachricht war kurz, aber Milo wusste, dass es sich nur um eine einzige Person handeln könnte. Um diesen verdammten Bastard...

      Er entschied sich das erstmal unkommentiert zu lassen und das vor allem nicht vor den anderen im Raum anzusprechen. Das ging sie nun wirklich nichts an. Aber das der Typ schon wieder anfing Archie zu schreiben, gefiel ihm überhaupt nicht...dieser Typ war einfach unberechenbar...

      "Mi? Bist du fertig?", fragte Archie dann, während er weiter nach einer guten Serie suchte. Milo wurde aus seinen Gedanken gerissen und fügte dann einfach irgendwelche Nudeln den Warenkorb hinzu.
      "Ja, bin fertig.", sagte er und zögerte einen Moment, bevor er Archie sein Handy zurück gab. Am liebsten hätte er die Nachricht einfach gelöscht... Er hatte ein ungutes Gefühl, dass er einfach nicht abschütteln konnte.

      Da es keine weitere Sitzmöglichkeit gab und er nicht wirklich auf den Boden sitzen wollte, ging er kurz in sein eigenes Zimmer, holte dort seinen riesigen Sitzsack und kam damit zurück, währenddessen Archie die Bestellung abschloss.
    • Apollo warf Archie einen undefinierten Blick zu, zog dann sein Handy aus seiner Hosentasche und fing wieder an drauf rum zu tippen. „Stört es euch wenn ich schon mal anfange auszuräumen bis die Pizzen da sind?“ Gabe hasste es so unnütz rumzusitzen vor allem wenn eigentlich Arbeit auf ihn wartete. „Ich helfe dir.“ meldet Rey sich direkt freiwillig. Rey war nicht die Person die besonders gerne mit fremden Leuten Zeit verbrachte außer es ging um seinen Beruf. Er war seit einigen Jahren ausgelernter Tattoowierer, irgendwie konnte er sich zwar selbst nicht ganz erklären warum es ihn nicht störte mit seinen - meistens fremden - Kunden alleine zu sein, aber Leben war manchmal einfach ein wenig undurchsichtig. Apollo blieb stumpf sitzen. Solang er nicht direkt gefragt wurde, würde er auch nicht aufstehen um zu helfen. Er lebt nach dem Motto ‚Alles was nicht gemacht werden muss, wird auch nicht gemacht und alles was gemacht werden muss, wird kurz und schmerzlos gemacht‘. B.J. schaute seinen beiden Freunden fragend hinter her, wollte schon fast ebenfalls aufstehen, blieb dann jedoch sitzen als Gabe ihm mit einem leichten Kopfschütteln signalisierte, dass er sitzen bleiben konnte. Nachdem die beiden das Wohnzimmer verlassen hatten, zog er ein kleines gebundenen Buch aus einer seiner übergroßen Hosentaschen. Es war eine kleingebundene Version von George Orwells‘s 1984.

      Im Nebenraum machten sich Rey und Gabriel nun an die Aufgabe Gabes Kisten auszuräumen. Rey war dem Studenten in dem Falle schon fast eine liebere Gesellschaft als sein bester Freund. Nicht das er Apollo nicht mochte, aber trotz der langen Jahre durfte er sich immer noch gelegentlich Spott für seine Entscheidung anhören Modedesign zu studieren. Rey war da ganz anders. Er bestärkte ihn immer wieder bei dem Studium wenn Gabe mal wieder einen Durchhänger hatte und mittlerweile trug er sogar fast ausschließlich Gabes selbstgenähte Klamotten. „Wie gehts dir?“ das war auch noch so ein Grund warum er Rey mochte. Apollo machte sich nichts draus Leute zu fragen wie es ihnen ging. Sie redeten nicht über ihre Gefühle oder was ihnen Probleme machte. Rey hatte da eher die ‚großer Bruder‘ Mentalität. Immerhin war er mit vier jüngeren Schwestern aufgewachsen. Wenn irgendeiner der drei Probleme hatte gingen sie grundsätzlich zu Rey.
    • "Uuund fertig!", verkündete Archie, nachdem er schließlich die Bestellung abgeschlossen hatte und sein Handy zur Seite legte. Scheinbar hatte er die Nachricht von diesem Bastard nicht gesehen...das war wahrscheinlich auch besser so...
      Er nahm bereits wieder die Fernbedienung in die Hand und suchte nach einer Serie, die nebenbei im Hintergrund laufen konnte. Schließlich entschied er sich dann für Naruto, somit man auch nicht besonders viel falsch machen konnte.

      Milo saß derweil ein wenig angespannt auf seinem Sitzsack und er blickte seinem neuen Mitbewohner und den tätowierten Typen einen Moment hinterher, bevor sein Blick dann wieder zu Apollo und dem großen Typen wanderte. Letzterer wirkte von allen vieren am ruhigsten und hatte sogar ein kleines gebundenes Buch dabei.

      Archie's Blick war auf auf den Fernseher gerichtet, aber plötzlich blickte er zu Apollo: "Wo ist plötzlich dein große Klappe hin? Du warst doch vorhin die ganze Zeit so laut. Hast du deine Zunge verschluckt?", fragte er und grinste ihn dabei an.
      Milo weitete etwas seine Augen und wollte sich am liebsten seine Hand gegen seine Stirn schlagen. Wer Archie kannte wusste, dass das einfach seine, manchmal leider viel zu direkte, Art war. Er sprach nie mit bösen Blut, aber...die Chance war nicht klein, dass es jemand falsch auffassen könnte.
      "Archie...!", sagte Milo und blickte etwas entschuldigend zu Apollo. Obwohl dieser vorhin bei weitem schlimmere Dinge zu seinen eigenen Freunden gesagt hatte...

      Archie blickte wieder zu Milo und zog fragend beide Augenbrauen hoch. "Was denn, Mi? Vielleicht muss der das Schlucken ja noch üben."
    • Apollo hielt einen Moment inne, ließ langsam sein Smartphone sinken ohne dabei auch nur eine Sekunde den Blick von Archie zunehmen. Kurz wirkte es so als würde er noch drauf warten, dass der Jüngere irgendwas hinzufügte, dem schien wohl nicht so. Wie in Zeitlupe rutschte dem Blonden sein Handy aus der Hand auf das Sofapolster und dann passierte plötzlich alles ganz schnell. Apollo schnellte vor, packte Archie am Kragen seines Oberteils, hob ihn ein Stück an nur um ihn mit einer Wucht die das Sofa zum rütteln brachte in das Polster zu drücken. Genau so schnell wie Apollo plötzlich bei Archie war knallte seine Faust in das Gesicht des Weißhaarigen. Drohend hielt er seine Faust nur Zentimeter von Archies Gesicht entfernt hoch. „Sag noch ein Wort du kleiner Pisser und ich schwör dir du wirst nie wieder was sagen können!“ schrie Apollo den anderen jungen Mann an. Die Hand an Archies Kragen zog sich zusammen wie ein Schraubstock und zog den Stoff immer enger um den Hals des Besitzers zusammen.

      Von dem ersten Schock erholt sprang B.J. auf packte Apollo von hinten mit beiden Armen und zog ihn ruckartig von dem Kleineren weg. „Verpiss dich du Arschloch! Ich mach den Wichser fertig!“ schrie er wild um sich schlagend, der Wutausbruch schien den Riesen jedoch kein bisschen zu stören. Das einzige was er tat war den Griff in den er Apollo hatte fester zu ziehen. Die massive Oberarmmuskulatur konnte man selbst unter dem lockersitzenden Pullover mehr als nur deutlich sehen. In einem Kampf hatte wohl kaum einer eine Chance gegen den dunkelhäutigen jungen Mann.

      Von den Beleidigungen alarmiert stürzten Gabriel und Rey wieder zurück ins Wohnzimmer. Als wäre das hier nicht das erste mal, das so eine Situation passierte kam Rey sofort auf Archie zu, nahm sein Gesicht sanft in beide Hände und navigierte den Kopf mit leichten Druck in den Nacken um sich ein Bild davon machen zu können was Apollo angerichtet haben könnte. Gabe stattdessen kam auf seinen tobenden besten Freund zu. Benjamin warf ihm einen kurzen - schon fast leicht verängstigten - Blick zu bevor er den - immer noch - fluchenden Apollo auf dem Boden absetzte. Nicht mal einen Wimpernschlag später hatte Gabe Apollo ab Pulloverkragen gepackt und drückte ihn explosionsartig gegen die nächste beste Wand. Alles was der Blonde bis dato in seiner Lunge an Sauerstoff hatte wurde aus dem Organ rausgepresst und etwas überfordert rang er nach Luft. „Sag mal spinnst du?!“ hallte Gabriels Stimme laut durch den Raum. „Ob du behindert bist hab ich gefragt?!“ Er zog Apollo einige, wenige Zentimeter von der Wand weg nur um ihn mit einer Wucht - bei der sich wohl jeder fragte wie Gabe mit seinen nicht mal eins siebzig diese aufbringen konnte - wieder gegen die Wand. Wenn man nah genug an der Mauer war, hätte man sich wohl fast die Vibration die durch die Steine ging einbilden können.

      „…tut mir leid…“ presste Apollo unter tiefen Atemzügen hervor. Seine Lunge versuchte immer noch die plötzliche Sauerstoffleere irgendwie auszugleichen. Nachdem Rey wohl der Meinung war, dass nichts an oder in Archies Nase gebrochen war beobachtete er mit wachsamen Augen die beiden Jungen. „Bei mir brauchst du dich nicht entschuldigen.“ meinte Gabe in einem Ton der wohl selbst B.J. Eingeschüchtert hätte, wenn er das nicht sogar tat. „Ob du das verstanden hast?!“ wiederholte Gabe nochmal lauter. Zwischen zusammengepressten Zähnen brachte der Blonde ein zischendes „Verstanden.“ zur Stande, für welches er von seinem besten Freund grob zur Seite gestoßen wurde.

      „Rey, wie gehts ihm?“ Unter Gabes Pullover konnte man deutlich sehen wie angespannt er war. Er hätte sich seinen Einzugstag deutlich entspannter vorgestellt, aber Apollo musste sich ja unbedingt mal wieder von seiner besten Seite zeigen. „Sieht nicht gebrochen aus.“
    • So schnell wie Archie's unschuldiges und verspieltes Grinsen gekommen war...war es auch schon wieder verschwunden. Seine Augen weiteten sich vor Entsetzen, als er plötzlich von Apollo am Kragen seines Pullovers gepackt und in die Polster des Sofa's gedrückt wurde.
      Ehe er sich versah, landete auch bereits schon die Faust des Blonden direkt in seinem Gesicht und traf schmerzhaft auf seine Nase.
      Archie stiegen vor Schmerz sofort Tränen in die Augen, sodass er alles um sich herum nur noch verschwommen wahrnahm und seinen Lippen ein ersticktes Schluchzen entwich.

      Milo hatte derweil entsetzt seine Augen aufgerissen und sprang von dem Sitzsack wieder auf die Beine. Scheinbar war genau heute der Tag, an dem jemand Archie's Art falsch auffasste...
      Ohne weiter darüber nachzudenken, wollte Milo dazwischen gehen und den Blonden von seinem besten Freund runter zerren. Doch der Große, B.J., hatte Apollo bereits gepackt und ihn von Archie runter gezerrt.

      Alles ging nun Schlag auf Schlag. Gabe und Rey kamen zurück in das kleine Wohnzimmer gerannt. Rey ging sofort zu Archie, um sich sein Gesicht und seine Nase anzuschauen.
      Gabe hingegen, ging auf B.J. und Apollo zu, wobei er Letzteren mit einer unheimlichen Kraft gegen die nächstbeste Wand drückte.
      Milo konnte in dem Moment nicht anders, als über die Kraft des anderen zu staunen, da er damit nun wirklich nicht gerechnet hatte.
      Selbst B.J. schien in dem Moment von ihm eingeschüchtert zu sein. Und auch Milo selbst konnte nicht leugnen, dass er einen ziemlich großen Respekt für Gabe entwickelte.

      Als Gabe dann aber seinen besten Freund zur Seite stieß, war es Milo, der auf Apollo zustürmte, mit der flachen Hand ausholte und ihm eine laut klatschende Ohrfeige verpasste. "Hast du vollkommen den Verstand verloren?!", fauchte er wütend, holte direkt nochmal aus und diesmal traf es Apollos andere Wange. "Wag es noch einmal ihn zu verletzen oder auch nur falsch in seine Richtung zu blicken und ich werde dich persönlich mit einer heißen Zange kastrieren, hast du verstanden?!"

      Archie schniefte und schluchzte noch immer leise vor Schmerz, aber wurde ein wenig ruhiger, als er die warmen Hände auf seinen Wangen spürte. Seine Sicht wurde wieder ein wenig klarer und er errötete leicht, als er sah, das Rey über ihn gebeugt war.
      Seine Augen tränten noch immer und er versuchte seine Nase nun vorsichtig mit seinen Fingern zu berühren.
    • Milos Schlag hallte laut in dem kleinen Wohnzimmer nach. Gabes Kopf richtete sich sofort wieder auf seinen besten Freund und seinen neuen Mitbewohner. Die einzige Reaktion die Milo jedoch von den Blonden bekam war ein schon fast überhebliches Grinsen, welches jedoch direkt wieder verschwand als Apollo den - mehr als tödlichen - Blick seines Freundes sah.

      „Verschwende deine Energie nicht an Wichser, den kannst du nicht so leicht verletzten.“ brummte Gabriel schon fast ein wenig abwertend. „Du musst es ja wissen.“ brummte Apollo zurück, er schien mittlerweile aber wieder ein wenig ruhiger zu sein als noch vor wenigen Minuten. Gabe warf dem Blonden nochmal einen prüfend Blick zu bevor er nun endgültig zu Rey ging.

      „Hey, pass auf.“ murmelte der Schwarzhaarige sanft und nahm eine von Archies Händen in seine und zog sie vorsichtig von dessen Gesicht weg. Mit der anderen Hand wischte er schon fast ein wenig zu zärtlich eine der Tränen weg. „Geht‘s denn wieder?“ fragte er vorsichtig bevor er B.J. einen kurzen Blick zu warf. Der Riese machte sich mit schnellen Schritten auf den Weg in die Küche um wenige Sekunden später mit einer Tüte Tiefkühlerbsen wiederkam, an welcher sich schon ein ordentlicher Gefrierbrand abgesetzt hatte. „…Hatten kein Eis…“ selbst Benjamins Stimme passte irgendwie nicht zu seiner Bärenähnlichen Erscheinung. Sie war nicht mal halb so dunkel, rau und ausdruckslos wie Reys, eher weicher und triefte schon fast vor Gefühlen.

      „Hier, kühl damit deine Nase, mach aber vorsichtig.“ B.J. reichte Gabe eine zweite, halb leere Tüte Tiefkühlobst die er an Apollo weitergab. „Kühl deine Hand, wir haben morgen Training und du kannst dir eine geschwollene Hand nicht erlauben.“ obwohl er seinem besten Freund die Worte auch wieder eher unfreundlich entgegen brummte, konnte man deutlich sehen wie viel der Blonde ihm eigentlich bedeutete. Die beiden jungen Männer hatten einfach zu viel durchgemacht, damit Gabe lange auf ihn sauer sein konnte. Er kannte Apollos Macken und vor allem kannte er seine - nicht gerade leichte - Vergangenheit und wusste warum er so war wie er mittlerweile war.

      „Brauchst du auch was zum kühlen? Ich weiß nur nicht wie viel Tiefkühlgemüse du noch hast.“ fragte er nun an Milo gewandt. Eigentlich war die Frage nur ein kläglicher Versuch die Stimmung ein wenig zu locker.
    • Milo konnte es kaum fassen - er hatte dem Typen gerade zweimal hintereinander mit der flachen Hand ins Gesicht geschlagen und ihm dabei wortwörtlich damit gedroht, ihn persönlich mit einer heißen Zange zu kastrieren. Und die einzige Reaktion, die er von ihm bekam? - ein Grinsen? EIN GRINSEN?! - und das während er Archie für seinen einfachen Spruch gleich an die Gurgel gegangen ist?!

      Irritiert verengte Milo seine Augen, während er den Typen weiter anstarrte. "Was stimmt mit dir eigentlich nicht?", murmelte er leise und auch eher zu sich selbst, bevor sein Blick dann aber zu seinem neuen Mitbewohner, Gabe, wanderte.
      Den kann man nicht so leicht verletzen? - "Vielleicht hätte ich vorhin wohl wirklich die Bratpfanne benutzen sollen...dann wäre das alles wohl nicht so weit gekommen...", grummelte er angefressen unter seinem Atem, schob seine Brille zurück auf seine Nase und ging dann ebenfalls zu dem kleinen Sofa.

      Er zog leicht seine Augenbrauen zusammen als er sah, wie Rey Archie's Gesicht in seinen Händen hielt, ihn dann mit einer Hand daran hinderte seine Nase zu berühren und mit der anderen Hand dann eine seiner Tränen weg wischte.
      Milos Blick fiel auf Archie's Gesicht und dann auf seine leicht erröteten Wangen...er kannte diesen Blick seines besten Freundes....ach bitte nicht...

      Sein Blick wanderte wieder zu Gabriel, als er von diesem angesprochen wurde und er schüttelte seinen Kopf auf seine Frage hin. "Nein, ich brauche nichts zum kühlen...danke.", sagte er als es plötzlich an der Tür klingelte. Scheinbar war die Pizza da.
      Er seufzte leise, warf nochmal einen giftigen Blick in Richtung von Apollo und dann einen besorgten Blick auf Archie, ehe er auch schon in den Flur ging, um die Tür zu öffnen.
      Dabei warf er aber noch einen Blick in Richtung Gabe und deutete ihm mit einem Nicken an, ihm zu folgen. "Hilf mir beim tragen."

      Archie blickte derweil noch immer mit einem erröteten Gesicht zu Rey hoch. Sein Blick wanderte einen Moment auf die gemeinsamen Hände und dann zurück zu seinem Gesicht. "J-ja...hat gar nicht so weh getan...", antwortete er ihm leise und nahm dann mit seiner freien Hand vorsichtig die Tiefkühlerbsen entgegen. Er dachte gar nicht erst daran, Rey's Hand wieder los zu lassen.
      Er hielt sich die Tiefkühlerbsen dann vorsichtig an die Nase und hatte mittlerweile keinen Zweifel daran, dass seine Nase wohlmöglich grün und blau werden wird...
    • Apollo sah so aus als würde er noch einen spitzen Kommentar machen wollen, ließ es dann jedoch bleiben. Besser war es wohl, immerhin hatte er in der WG schon genug Chaos angerichtet und dabei war die Freundesgruppe noch gar nicht so lange da.

      Gabe nickte bei der Aufforderung seitens Milo leicht und folgte ihm zur Wohnungstür. Er hatte kein Problem beim tragen zu helfen, warum auch? Immerhin war das nun auch seine Wohnung und sie hatte ja auch die Pizza mitbestellt. Nach einem letzten prüfenden Blick auf Apollo, der mittlerweile angefangen hatte seinen Handrücken mit dem Tiefkühlobst zu kühlen, verschwand er.

      „Hey, tut mir übrigens echt leid…die Sache mit Apollo. Das war echt scheiße von ihm, er hat’s nicht so mit…eigentlich hat er’s mit allem nicht so.“ versuchte Gabriel die Bogen wieder etwas zu glätten. Apollo würde sich sicher nicht mehr bei Archie entschuldigen und wenn doch würde das nur ein kurzes ‚Sorry man‘ werden, was er dann im besten Falle nur halb ernst meinte.

      Währenddessen im Wohnzimmer schaute Rey mit einem aufmerksamen Blick Archie dabei zu wie er vorsichtig seine Nase kühlte. Die Hand an der Wange des Jüngeren ließ er irgendwann langsam sinken, behielt die andere Hand des Kleineren jedoch weiterhin in seiner eigenen und fuhr schon fast liebevoll mit seinem Daumen über den fremden Handrücken. Wenn Rey eine Sache konnte dann war es definitiv trösten.
      „Du bist wirklich sehr tapfer.“ hauchte er ihm leise entgegen. Durch die Worte hätte man fast vermuten können, dass Rey sich über Archie lustig machte, das war jedoch gar nicht der Fall und allein aus seine Stimmlage konnte man das herausfiltern. Seine Stimme klang trotz des rauen Tons viel zu weich und sanft um sich über Archie lustig zu machen. „Versuch dich mal langsam aufzusetzen, aber mach vorsichtig.“ mit einem sanften Zug half er Milos Freund sich aufrecht auf das Sofa zu setzten.
    • Milo seufzte nur leise, als er Gabriel's Entschuldigung bezüglich Apollo's Verhalten hörte. Gabriel war nicht derjenige, der sich für das Verhalten seines besten Freundes entschuldigen sollte.
      "Also ist der Typ immer so drauf?", fragte er seinen Mitbewohner, während er die Tür für den Pizza-Lieferanten öffnete. Wenn dieser Typ immer so drauf ist und so schnell an die Decke geht, dann konnte das alles hier ja noch heiter werden...

      Er nahm die Pizzakartons entgegen und drückte diese Gabriel in die Arme. Er selbst nahm dann noch die Getränke und den Lavacake entgegen, bevor er dem Lieferanten einen 5 Dollar Schein als Trinkgeld in die Hände drückte und die Tür wieder hinter sich schloss.
      "Wir haben Teller in der Küche. Braucht ihr welche oder wollt ihr aus dem Karton essen? Dann haben wir später keinen Abwasch.", fragte er und ließ seinen Blick dabei wieder prüfend zum Wohnzimmer wandern.

      Archie hatte mittlerweile aufgehört zu schluchzen und drückte sich weiterhin vorsichtig die Tiefkühlerbsen gegen seine schon leicht angeschwollene Nase. Nie hätte er damit gerechnet, dass ihm einfach wie aus dem Nichts ins Gesicht geschlagen werden würde und ihm war die ganze Angelegenheit ein wenig peinlich und unangenehm.
      Noch weniger konnte er aber die Tatsache ignorieren, dass Rey's Trost und seine sanfte dunkle Stimme etwas in ihm auslöste, dass er selbst noch nicht ganz definieren konnte.

      Er errötete nur noch mehr und nickte dann leicht. "Ja, ich versuche es...", antwortete er und setzte sich dann langsam mit der Hilfe von Rey's sanften Zug wieder etwas auf. Dabei ließ er Rey's Hand nicht los, sondern schloss seine Finger nur noch ein wenig mehr um die Hand des anderen.
      Er nahm für einen Moment die Tiefkühlerbsen von seiner Nase und flüsterte dann ein leises verlegenes: "...danke."
      Sein Blick wanderte zu B.J., dem sanften Riesen, der geholfen hatte, Apollo von sich runter zu ziehen. Er versuchte sich nun wieder an seinem übliches Lächeln, welches aber noch nicht ganz so fröhlich wie sonst war. "Auch dir danke für deine Hilfe."