Als Ethan mit seinem Roller auf die Mitarbeiterparkplätze fuhr, sah er seine Kollegin bereits vor der Tür stehen. Sie winkte ihm lächelnd zu und wartete dann darauf, dass er zu ihr rüber kam. "Hey!", begrüßte sie ihn euphorisch und trug ein noch breiteres Lächeln im Gesicht. "Hey", erwiderte Ethan ihn gewohnter Stimmlage - freundlich, aber distanziert.
Nachdem er die Tür aufgeschlossen hatte, stellte er seinen Rucksack im Pausenraum auf den Tisch und holte die Schachtel mit den Biskuitröllchen heraus. Beim Anblick der süßen Küchlein funkelten die Augen der Blondine, dessen langes Haar in einen Zopf geflochten war. "Wow! Du kannst echt alles, oder?", fragte sie, wobei ein Hauch von Neid in ihrer Stimme mitschwang. Nun machte er ihr als Pâtissier auch noch Konkurrenz. Wenn sie nicht aufpasste, würde der Chef ihr die Schürze in die Hand drücken und sagen, dass Ethan sich nun auch noch darum kümmerte! "Wir müssen unbedingt mal zusammen backen!", merkte sie an und sah zu ihm auf. "Deswegen sind wir doch jetzt hier", meinte Ethan und ließ sie wie selbstverständlich stehen, um in die Umkleide zu gehen und sich umzuziehen.
Blinzelnd sah sie ihm nach, aber so kannte man ihn. Deshalb huschte auch sie schnell in die Damenumkleide, um sich ebenfalls umzuziehen. Anschließend standen sie gemeinsam in der Küche. Während sie backten - so ziemlich genau die ganze Zeit über; also beim Zutaten abwiegen, zusammenmischen und in den Ofen schieben, was sich beim nächsten Rezept wiederholte - hielt Ethan einen seiner Monologe. Allerdings wusste Kathrin das meiste als gelernte Konditorin natürlich schon und hörte ihm deshalb auch nicht wirklich zu. Stattdessen beobachtete sie ihn oder viel mehr sein Gesicht. Er strahlte immer diese Ruhe aus und dennoch wirkte er nicht kalt, sondern feinfühlig. Deshalb war Kathrin auch hin und weg von ihm, kaum als sie ein paar Tage hier gearbeitet hatte. Wenn immer jemand Hilfe brauchte, war er da. Als könnte er einfach alles. Vor allem konnte er die Truppe runterbringen, wenn es stressiger wurde. Kathrin hatte anfangs dazu geneigt nervös zu werden und Flüchtigkeitsfehler zu machen, bis Ethan ihr ungefragt half. Neben seinen Aufgaben! Und da war es um sie geschehen. Wenn das kein Traummann war, dann wusste sie auch nicht.
Plötzlich sah Ethan sie erwartungsvoll an und riss sie damit aus ihren Gedanken. Ihr Blick fiel auf seine offene Handfläche. Also hatte er vermutlich gerade nach irgendetwas gefragt. "Tut mir leid... Ich war in Gedanken... was möchtest du?" Doch Ethan bewegte sich bereits während sie sprach und kam ihr näher. Er kam so nahe, das Kathrin ihren Rücken nach hinten beugte und ihn anstarrte. Aber er sah sie nicht an, er stand einfach wenige Zentimenter vor ihr und streckte seinen Arm über sie hinweg, um sich die Pfanne, die schräg hinter ihr auf dem Haken hing, selbst zu holen. Danach drehte er sich um, als wäre nichts gewesen und stellte die Pfanne auf den Gasherd. Kathrin's Herz spielte vollkommen verrückt und Ethan gab einfach den Teig in die Pfanne, um weiterzumachen. Leise seufzend legte sie ihren Kopf schief und versuchte sich deshalb auf das zu konzentrieren, weshalb sie hier waren.
Nachdem er die Tür aufgeschlossen hatte, stellte er seinen Rucksack im Pausenraum auf den Tisch und holte die Schachtel mit den Biskuitröllchen heraus. Beim Anblick der süßen Küchlein funkelten die Augen der Blondine, dessen langes Haar in einen Zopf geflochten war. "Wow! Du kannst echt alles, oder?", fragte sie, wobei ein Hauch von Neid in ihrer Stimme mitschwang. Nun machte er ihr als Pâtissier auch noch Konkurrenz. Wenn sie nicht aufpasste, würde der Chef ihr die Schürze in die Hand drücken und sagen, dass Ethan sich nun auch noch darum kümmerte! "Wir müssen unbedingt mal zusammen backen!", merkte sie an und sah zu ihm auf. "Deswegen sind wir doch jetzt hier", meinte Ethan und ließ sie wie selbstverständlich stehen, um in die Umkleide zu gehen und sich umzuziehen.
Blinzelnd sah sie ihm nach, aber so kannte man ihn. Deshalb huschte auch sie schnell in die Damenumkleide, um sich ebenfalls umzuziehen. Anschließend standen sie gemeinsam in der Küche. Während sie backten - so ziemlich genau die ganze Zeit über; also beim Zutaten abwiegen, zusammenmischen und in den Ofen schieben, was sich beim nächsten Rezept wiederholte - hielt Ethan einen seiner Monologe. Allerdings wusste Kathrin das meiste als gelernte Konditorin natürlich schon und hörte ihm deshalb auch nicht wirklich zu. Stattdessen beobachtete sie ihn oder viel mehr sein Gesicht. Er strahlte immer diese Ruhe aus und dennoch wirkte er nicht kalt, sondern feinfühlig. Deshalb war Kathrin auch hin und weg von ihm, kaum als sie ein paar Tage hier gearbeitet hatte. Wenn immer jemand Hilfe brauchte, war er da. Als könnte er einfach alles. Vor allem konnte er die Truppe runterbringen, wenn es stressiger wurde. Kathrin hatte anfangs dazu geneigt nervös zu werden und Flüchtigkeitsfehler zu machen, bis Ethan ihr ungefragt half. Neben seinen Aufgaben! Und da war es um sie geschehen. Wenn das kein Traummann war, dann wusste sie auch nicht.
Plötzlich sah Ethan sie erwartungsvoll an und riss sie damit aus ihren Gedanken. Ihr Blick fiel auf seine offene Handfläche. Also hatte er vermutlich gerade nach irgendetwas gefragt. "Tut mir leid... Ich war in Gedanken... was möchtest du?" Doch Ethan bewegte sich bereits während sie sprach und kam ihr näher. Er kam so nahe, das Kathrin ihren Rücken nach hinten beugte und ihn anstarrte. Aber er sah sie nicht an, er stand einfach wenige Zentimenter vor ihr und streckte seinen Arm über sie hinweg, um sich die Pfanne, die schräg hinter ihr auf dem Haken hing, selbst zu holen. Danach drehte er sich um, als wäre nichts gewesen und stellte die Pfanne auf den Gasherd. Kathrin's Herz spielte vollkommen verrückt und Ethan gab einfach den Teig in die Pfanne, um weiterzumachen. Leise seufzend legte sie ihren Kopf schief und versuchte sich deshalb auf das zu konzentrieren, weshalb sie hier waren.
~ ♦ ~ Die Freiheit der Phantasie ist keine Flucht in das Unwirkliche; sie ist Kühnheit und Erfindung. ~ ♦ ~
- Eugene Ionesco
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