Ash biss die Zähne zusammen, um einen neutralen Gesichtsausdruck zu bewahren, als er Vickys riesiges Grinsen sah. Na immerhin war wirklich Verlass auf sie. "Du solltest dir besser noch Sorgen machen. Früher oder später quetscht sie aus allen irgendetwas raus", erwiderte Ash amüsiert und verschränkte die Arme. Er hatte eigentlich vorgehabt, den beiden noch eine Weile zuzusehen und Nik vielleicht selbst die eine oder andere Frage zu stellen, die nichts mit Essen oder Musik zu tun hatte, aber Vicky hatte wohl andere Pläne. Er blinzelte etwas überrascht, als sie ihn geradezu aus dem Zimmer zwang und lächelte Nik kurz entschuldigend zu, bevor er sich letztendlich umdrehte und ihr folgte. Anscheinend ließen sie ihren Mitbewohner doch noch alleine beim Aufbauen und Auspacken.
Ash schloss hinter sich seine Zimmertür und ließ sich in die Beanbag fallen, die bei ihm auf den Boden stand. In der Sekunde, in der er einsank, musste er allerdings akzeptieren, dass er vermutlich nie wieder aufstehen würde. "Was gibt's?", fragte Ash unnötigerweise, weil Vicky direkt begann ihre Erkenntnisse herunterzurattern. Sie hatte wohl wirklich nichts gehabt, dass sie Ash fragen wollte, was?
Er nickte bestätigend, als sie meinte, Nik wäre total okay. So ganz furchtbar konnte Ethans Menschenkenntnis ja nicht sein und der erste Eindruck hatte auch Ash keine Massenmörder-Vibes gegeben. Dann stoppte sein Nicken und seine Kinnlade fiel ein wenig auf. Sie hatte- was?
Es war nicht wirklich sein Ziel gewesen, der siebzehnjährigen Schwester seines besten Freunds zu gefallen, aber wenn er ehrlich mit sich war, hatte er als Teenager für genug Typen geschwärmt, die beinahe doppelt so alt gewesen waren, wie er selbst. Er konnte also nicht viel darauf sagen, auch wenn er selbst wohl nie zu einem dieser Typen hingegangen wäre um ihnen mitzuteilen, dass er auf sie stand. Oder… stehen würde, wenn er eine Chance hätte. Dass Vicky keine Hemmungen hatte, war ihm bewusst. Aber es war ein wenig seltsam, so etwas zu wissen, und er wünschte sich irgendwie, sie hätte mal einen Gedanken nicht ausgesprochen. Immerhin war sie für ihn fast wie eine kleine Schwester. Aber gerade hatte er noch eine ganz andere Sorge.
"Sag mal, hast du Nik nur sicherheitshalber gesagt, dass du ihn nicht anbaggerst, oder hat er den Eindruck gemacht, das zu denken?", fragte er skeptisch. So wirklich brachte die Frage seine Sorge nicht rüber, aber er wusste auch, dass Vicky sie vermutlich garnicht nachvollziehen konnte. Er hoffte nur, dass ihrem neuen Mitbewohner genauso bewusst war, wie Ash, dass Vicky vielleicht dachte, dass sie einen Siebenundzwanzigjährigen daten wollte, es aber definitiv nicht wirklich wollte. Sie war nicht einmal volljährig. Urgh, hoffentlich war Nik kein Freak.
"Okay…", sagte er dann langsam während er das Feedback auf sich wirken ließ. Was sollte das heißen, er konnte nachvollziehen, dass Ash Vickys Typ war? An den Gedanken würde er sich definitiv niemals gewöhnen. Aber es tat seinem verrückten Gehirn gerade nicht gut, dass es mit noch verrückteren Vorstellungen gefüttert wurde. Nik war also vielleicht an Männern interessiert, ja? Und vielleicht an ihm? Im entfernten Sinne? Ash kniff gedankenverloren die Augen zusammen. Eigentlich spielte das alles keine Rolle. Reiß dich zusammen, Ash.
Dann musste er fast lachen. "So gechillt wie Ethan und ich?", wiederholte er belustigt.
Das Universum, in dem Ethan gechillt mit seiner eigenen Sexualität umging – oder überhaupt mit ihr umging – würde er gerne mal sehen. Er hatte zwar nie über Ash geurteilt und unterstützte ihn, egal was er machte – und das war vermutlich, was Vicky meinte – aber nach all den Jahren hatte Ash immernoch keinen Plan, auf was oder wen Ethan stand oder ob das überhaupt zur Debatte stand. Er traute sich auch nicht wirklich, nachzufragen, dazu war irgendwie zu viel Zeit vergangen. Außerdem wollte er nicht, dass Ethan sich komisch vorkam, wenn Ash ihn darauf ansprach, so als wäre irgendetwas falsch daran. Wobei Ethan die Entscheidung, keine Beziehungen zu haben, definitiv aktiv getroffen haben musste, weil es unmöglich war, dass bisher nicht dutzende Frauen oder Männer an ihm interessiert gewesen waren. Er war heiß, respektvoll, hilfsbereit und er kochte verdammt gut. Zumindest von jeder hetero Frau, die Ash so einfiel, wäre das der absolute Traum. Die Optionen hatte Ethan also, aber er sprach nie über irgendjemanden und er hatte noch nie so gewirkt, als würde er einen Schwarm verheimlichen. Ash würde sowas sofort auffallen. Er kannte alle drei Gesichtsausdrücke, die Ethan drauf hatte. Ein vierter wäre sehr offensichtlich.
Ash schloss hinter sich seine Zimmertür und ließ sich in die Beanbag fallen, die bei ihm auf den Boden stand. In der Sekunde, in der er einsank, musste er allerdings akzeptieren, dass er vermutlich nie wieder aufstehen würde. "Was gibt's?", fragte Ash unnötigerweise, weil Vicky direkt begann ihre Erkenntnisse herunterzurattern. Sie hatte wohl wirklich nichts gehabt, dass sie Ash fragen wollte, was?
Er nickte bestätigend, als sie meinte, Nik wäre total okay. So ganz furchtbar konnte Ethans Menschenkenntnis ja nicht sein und der erste Eindruck hatte auch Ash keine Massenmörder-Vibes gegeben. Dann stoppte sein Nicken und seine Kinnlade fiel ein wenig auf. Sie hatte- was?
Es war nicht wirklich sein Ziel gewesen, der siebzehnjährigen Schwester seines besten Freunds zu gefallen, aber wenn er ehrlich mit sich war, hatte er als Teenager für genug Typen geschwärmt, die beinahe doppelt so alt gewesen waren, wie er selbst. Er konnte also nicht viel darauf sagen, auch wenn er selbst wohl nie zu einem dieser Typen hingegangen wäre um ihnen mitzuteilen, dass er auf sie stand. Oder… stehen würde, wenn er eine Chance hätte. Dass Vicky keine Hemmungen hatte, war ihm bewusst. Aber es war ein wenig seltsam, so etwas zu wissen, und er wünschte sich irgendwie, sie hätte mal einen Gedanken nicht ausgesprochen. Immerhin war sie für ihn fast wie eine kleine Schwester. Aber gerade hatte er noch eine ganz andere Sorge.
"Sag mal, hast du Nik nur sicherheitshalber gesagt, dass du ihn nicht anbaggerst, oder hat er den Eindruck gemacht, das zu denken?", fragte er skeptisch. So wirklich brachte die Frage seine Sorge nicht rüber, aber er wusste auch, dass Vicky sie vermutlich garnicht nachvollziehen konnte. Er hoffte nur, dass ihrem neuen Mitbewohner genauso bewusst war, wie Ash, dass Vicky vielleicht dachte, dass sie einen Siebenundzwanzigjährigen daten wollte, es aber definitiv nicht wirklich wollte. Sie war nicht einmal volljährig. Urgh, hoffentlich war Nik kein Freak.
"Okay…", sagte er dann langsam während er das Feedback auf sich wirken ließ. Was sollte das heißen, er konnte nachvollziehen, dass Ash Vickys Typ war? An den Gedanken würde er sich definitiv niemals gewöhnen. Aber es tat seinem verrückten Gehirn gerade nicht gut, dass es mit noch verrückteren Vorstellungen gefüttert wurde. Nik war also vielleicht an Männern interessiert, ja? Und vielleicht an ihm? Im entfernten Sinne? Ash kniff gedankenverloren die Augen zusammen. Eigentlich spielte das alles keine Rolle. Reiß dich zusammen, Ash.
Dann musste er fast lachen. "So gechillt wie Ethan und ich?", wiederholte er belustigt.
Das Universum, in dem Ethan gechillt mit seiner eigenen Sexualität umging – oder überhaupt mit ihr umging – würde er gerne mal sehen. Er hatte zwar nie über Ash geurteilt und unterstützte ihn, egal was er machte – und das war vermutlich, was Vicky meinte – aber nach all den Jahren hatte Ash immernoch keinen Plan, auf was oder wen Ethan stand oder ob das überhaupt zur Debatte stand. Er traute sich auch nicht wirklich, nachzufragen, dazu war irgendwie zu viel Zeit vergangen. Außerdem wollte er nicht, dass Ethan sich komisch vorkam, wenn Ash ihn darauf ansprach, so als wäre irgendetwas falsch daran. Wobei Ethan die Entscheidung, keine Beziehungen zu haben, definitiv aktiv getroffen haben musste, weil es unmöglich war, dass bisher nicht dutzende Frauen oder Männer an ihm interessiert gewesen waren. Er war heiß, respektvoll, hilfsbereit und er kochte verdammt gut. Zumindest von jeder hetero Frau, die Ash so einfiel, wäre das der absolute Traum. Die Optionen hatte Ethan also, aber er sprach nie über irgendjemanden und er hatte noch nie so gewirkt, als würde er einen Schwarm verheimlichen. Ash würde sowas sofort auffallen. Er kannte alle drei Gesichtsausdrücke, die Ethan drauf hatte. Ein vierter wäre sehr offensichtlich.
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