Our music will never die! [Dark.wing & Alea]

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    • "Zukommen lassen? Ach, das brauchst du nicht. Ich hole sie gerne ab. Sag mir einfach wann und wo und ich werde da sein." winkte Belle ab, dass sich Charles da keine extra Umstände machen musste. Das war doch so viel einfacher. Die Blonde freute sich außerdem irrsinnige, dass sie mal in einem Abendkleid ausgehen konnte. Sonst gibt es dafür nur Schulbälle oder ähnliches und der letzte in dem Sinne, war ihr Abschlussball in der Highschool.
      "Mir etwas ausleihen?" fragte Jesse den Brünetten etwas skeptisch und betrachtete dabei seine Statur doch recht genau. "Du bist zwar kein Lauch, aber ich vermute, dass ich doch etwas breiter gebaut bin als du." hatte der Drummer da seine Zweifel, dass ihm die Klamotten des Violinisten passen könnten. "Keine Sorge. Ich hab zu Hause bestimmt was Passendes." meinte er dann weiter. Notfalls würde er seinen Vater fragen, ob er ihm da aushelfen kann.
      "Wann musst du denn los, Charles?" fragte Belle dann ihren neuen Freund, da ihr auffiel, wie spät es doch schon geworden war. "Muss man dich vielleicht irgendwo hinbringen?" fragte sie weiter.
      "Vergessen ist wie eine Wunde. Es mag zwar verheilen, aber dabei wird es eine Narbe hinterlassen."
      Monkey D. Ruffy


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    • „Nur wenns keine Umstände macht, der Weg ist nicht weit, ich könnte laufen.“ immerhin hatte er den Hinweg ebenfalls zu Fuß gemacht, aber es war dunkel und mitten in der Nacht schienen Wege immer deutlich länger zu sein als bei Tageslicht. Diese Entscheidung bereute Charles jedoch sofort wieder als Jesse ihm das Fahrzeug mit welchem er zu der Uni gefahren war zeigte. Ein Auto wäre kein Problem gewesen, aber der Violinist vertraute partout keine Fortbewegungsmittel die unter vier Reifen besaß und das war bei dem Motorrad von Jesse definitiv der Fall. „Ich werde doch laufen.“ entschied er sich etwas hektisch um. Er kannte die Statistiken der Motorradunfälle nicht aber sie waren sicher exorbitant hoch - das stellte er sich jedenfalls vor - und doch saß er nur wenige Minuten später hinter dem Drummer auf dessen Motorrad, umklammerte ihn als ob sein Leben davon abhängen würde - was es in seinem Kopf auch der fall war - und hörte wie sein Blut laut in seinen Ohren rauschte. Er würde auf dieser Fahrt sterben - da war er sich sicher - dass die beiden jungen Männer nach der kurzen Fahrt tatsächlich heil und vor allem lebendig vor dem Haus standen in welchem sich Charles‘s Wohnung befand, Grenze an ein Wunder, jedenfalls bildete sich Charles das ein.

      Die Gegend in der sie sich befanden war nobel, sie gehörte nicht zu den superreichen Gegenden der Stadt, aber jeder wusste, wer sich hier ein Schlafplatz leisten konnte, hatte ein wenig mehr Geld zur Verfügung als der Otto-normal-Verbraucher.
      Noch immer mit leicht wackligen Beinen stand Charles neben Jesses Motorrad, schaute mit Ehrfurcht auf das Zweirad und dann zu dessen Besitzer. „Ich danke dir, Jesse. Das war sehr zuvorkommend.“ er meinte den Dank ernst, auch wenn er wohl nie wieder einen Fuß in die Nähe dieses Gerätes setzen würde.
    • "Was? Nein. Kommt gar nicht infrage, dass du so spät noch alleine zu dir nach Hause läufst." protestierte Belle, als sie hörte, dass Charles doch tatsächlich, zu so später Uhrzeit noch alleine auf der Straße unterwegs sein wollte. "Das geht auch ganz schnell und so lange warte ich mit Freunden hier, bis Jesse wieder kommt." sprach die Blonde weiter und somit führten die beiden Geschwister den Ahnungslosen zu dem schwarzen Motorrad vom Drummer. "Du kannst auch meinen Helm aufziehen." reichte Belle Charles ihren Kopfschutz und lächelte ihn aufmunternd an, als sie seinen doch eher erschrockenen Gesichtsausdruck sah. "Keine Sorge, Jesse ist ein guter Fahrer. Er war noch nie in einen Unfall verwickelt." meinte sie weiter, um den Brünetten etwas zu beruhigen. Sie erwähnte lieber nicht, dass ihr Bruder nur Knöllchen bekam, weil er zu schnell unterwegs ist.
      "Jetzt hab dich nicht so, Charles und spring auf." ertönte da auch Jesses Stimme gedämpft, da er schon seinen Helm aufhatte und auf seinem Bike Platz genommen hat. So blieb dem Violinisten wohl kaum noch eine Wahl und nach dem der Fahrer die Adresse wusste und Charles hinter ihm saß und sich auch gut festhielt, startete Jesse den Motor und fuhr mit einem recht flotten Tempo davon.
      "Ganz schön schickes Viertel hier." dachte sich der Blonde und rollte eher langsam über die Straße, bis er vor dem Haus von Charles anhielt. "Hier wohnst du also? Respekt." kommentierte der Drummer und pfiff dabei anerkennend auf. Ihm war zwar klar, dass es jetzt unbedingt Charles Verdienst war, sondern eher der seiner Eltern, dass er in so einer guten Gegend wohnte, aber er vermutete auch, dass der Brünette mit seinem jetzigen Studium und dem Job als Violinist sich das bestimmt weiter leisten konnte. "Keine Ursache. Ich nutze jede Gelegenheit, um das Baby hier etwas auszuführen." grinste er Charles verwegen an und streichelte dabei sein Motorrad. Nach der Musik ist das wohl seine andere Leidenschaft. "Wir sehen uns." verabschiedete er sich dann und fuhr eher langsam und somit auch eher leise wieder davon. Normalerweise hätte er mit einem Wheelie noch ein bisschen Eindruck geschunden, doch Jesse nahm an, dass das Charles wohl nicht so beeindrucken würde und die Nachbarschaft wollte er jetzt auch nicht aus ihrem Schlaf schrecken, nur weil er seinen Motor so gerne aufheulen lassen wollte.
      Etwas später war er wieder bei Belle und holte aus dem Fach unter seinem Sitz ihren Helm hervor. "Ich denke, Charles wird nicht mehr so schnell mit mir auf dem Bike mitfahren. Er hat sich so festgeklammert, als würde sein Leben davon abhängen." berichtete er seiner Schwester mit einem Schmunzeln. "Bei deinem Fahrstil brauchst du dich da auch nicht wundern." entgegnete Belle ihm und zog ihren Helm auch gleich auf. Nicht jeder genoss wie sie, wenn Jesse mit ihr durch die Straßen quasi flog. Sie setzte sich dann hinter ihren Bruder und damit ging es endlich nach Hause.
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    • Charles schaute dem Drummer noch eine Weile hinterher, bevor er leise seufzte und sich dann auf dem Weg hoch in seine Wohnung machte. In seinem Rücken bohrte Sich der Blick der alten Dame von gegenüber. Sie wohnte in dem Viertel, weit bevor Charles hier her gezogen war und irgendwie war sie ihm suspekt. Allein dass sie um diese Uhrzeit noch wach war sagte wohl alles. Er hatte schon mitbekommen, dass sie sich für die inoffizielle Viertelpolizei hielt. Es würde ihn auch nicht wundern, wenn sie Buch über jeden Bewohner führen würde.

      Ohne einen weiteren Gedanken an die alte Frau zu verschwenden, schloss er seine Wohnungstür auf und trat ein. Das erste was er in der Wohnung tat war, sich von den verschwitzten Klamotten zu befreien und zu duschen. Charles hatte das Gefühl den Schweiß einer ganzen Fußballmannschaft an sich kleben zu haben und das obwohl er versucht hatte sich so weit weg von allen möglichen Leuten zu halten. Unter der Dusche fiel sein Blick auf die - mittlerweile verwischte - Nummer auf seinem Handrücken. Zum Glück hatte er Jeans Nummer - so wie Belle es ihm gesagt hatte - direkt in sein Handy übertragen.

      Als ob er der Verbindungsmann zwischen der DJ und den Geschwistern war sprach er über endlos vielen Textnachrichten einen Termin ab, der für alle passend war. Am liebsten hätte er einfach zwei kurze Telefonate geführt, aber am Ende hatten sie es ja als Gruppe geschafft und das auch noch relativ zeitnah.

      Charles kam gerade von der Orchesterprobe, als er Jean schon an ihrem Treffpunkt stehen sah. Sie hatten nochmal intern abgemacht, dass sie zusammen gehen wollten, weil die junge Studentin immerhin von Charles angesprochen und eingeladen wurde und Jeans Uni fußläufig lag. „Hey Charly! Gut siehst du aus.“ strahlte sie ihn an, ehe sie sich bei ihm einhakte und sich von ihm zur Garage der Geschwister führen ließ. Eigentlich hätte er wohl jeden anderen Menschen abgewimmelt, aber auf der einen Seite war er der Meinung, er es damit vielleicht doch wieder vermasselte und auf der anderen Seite waren sie ja gleich auch schon da, das hielt er gerade noch so aus.

      „Hey ihr Süßen!“ Jean war definitiv eine ganz andere Liga an Mensch, als die, die Charles sonst so gewohnt war. Sie war offen, sprach ihre Gedanken stumpf aus und hatte kein Problem mit dem was andere über sie dachten.
      Wie Schon beim letzten Mal stellte der Violinist seinen Violinenkoffer auf den Boden ab. Erst jetzt schien der DJ wohl besagter Koffer aufzufallen. „Spielst du Geige?“ - „Violine.“ korrigierte er sie direkt etwas schärfer als beabsichtigt. „Sorry.“ lachte sie. „Ist das nicht das selbe?“
    • Es war ein chaotisches Hin und Her, bis die vier einen Termin gefunden haben, an dem alle konnten. Doch heute war es dann endlich so weit. Belle war schon ganz aufgeregt und da sie einen guten ersten Eindruck bei Jean hinterlassen wollte, hatte sie nicht nur den Kühlschrank mit verschiedenen Getränken aufgefüllt, sondern auch für Knabberzeugs gesorgt. Da war alles vertreten, von Herzhaftes bis zu Veganes.
      "Du übertreibst voll." kommentierte Jesse, der in einem alten Sessel, der in der Garage stand, faul herumlungerte. Einzig seinen Stick hielt er in der rechten Hand und wirbelte diesen immer mal wieder gekonnt mit seinen Fingern im Kreis.
      "Ich übertreibe nicht, sondern du untertreibst! Irgendwie muss ich ja die Balance halten." konterte Belle direkt und sah sich zufrieden, ihre kleine Snackbar an. Auch sonst, hatte sie die Garage etwas aufgeräumt und einmal ordentlich durchgefegt, während ihr Bruder mit Nichtstun glänzte. "Voll unnötig. Wird doch eh alles wieder dreckig." meinte er nur dazu. Dennoch warf er seinen Müll wenigstens in die Abfalltonne und nicht einfach auf den Boden.
      "Hi Jean! Hi Charles. Schön, dass es endlich klappt!" begrüßte Belle die beiden dann freudig, als sie vor ihrer Einfahrt auftauchen. "Yo." kam ein eher knapper Gruße von Jesse, der sich wenigstens aufraffen, um aus seinem Sessel zu kommen. "Alles fit bei euch?" fragte er die beiden und schlenderte auf sein Drum Kit zu. Sie haben sich hier getroffen, um Musik zu machen und nicht nur einen Plausch abzuhalten. "Wollt ihr was trinken?" bot Belle auch gleich an und deutete auf einen Garderobenständer, wo ihre Gäste ihre Jacken und so aufhängen konnten. "Habt ihr euch schon ein paar Lieder überlegt, die wir mal anspielen sollen?" fragte die Blonde weiter. Belle wusste, dass Jesse gerne etwas von der Band Siamese spielen wollte, wo Charles dann auch sein Talent an seiner Violine zeigten konnte.
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    • Man konnte deutlich sehen wie sich Charles Kiefermuskulatur anspannte, als Jean fragte, ob die beiden Instrumente nicht eigentlich das selbe war, er sagte jedoch nichts dazu. Stattdessen nahm er sich einfach einer der Gitarren - die selbe die er das letzte mal auch genommen hatte - und stellte sich alles schon mal ein. Jean ließ sich davon nicht stören, hing ihre Jacke auf und fing dann auch an ihr provisorisch DJ-Board aufzubauen. Sie hatte nicht all ihr Material dabei, nur einen kleinen Bruchteil der gerade so ausreichte um den dreien eine Kostprobe zu geben. „Ich richte mich da nach euch. Vielleicht eine Neuinterpretation von Eminem würde ich cool finden, aber ich bin flexibel.“ grinste sie. „Im erster Linie wollte ich mir sowieso erstmal anhören, wie ihr so harmoniert.“ ergänzte sie kokett.

      Als sie fertig war, nahm sie sich eine der Glasfalschen von den angebotenen Getränken und ließ sich auf den Sessel fallen, auf welchem Jesse vorher gesessen hatte. Sie hatte tatsächlich erstmal vor sich das Niveau der drei anzuhören, bevor sie sich einklinkte. Sie war, was ihre Musik anging sehr anpassungsfähig, aber um sich anpassen zu können, muss sie erstmal hören wie der Stil der dreien war und genau das würde sie nun mit einer Flasche Cola in der Hand tun.

      Charles schaute Jean kurz ein wenig verwirrt an, als sie sich wieder hinsetzte. Sie würde nicht direkt mit durchstarten? Irgendwie hatte er das erwartet, aber so war das auch in Ordnung. „Was wollt ihr denn spielen?“ fragte er nun Jesse und Belle. Er war die letzten Tage so sehr mit den Orchesterproben beschäftigt, dass er sich diesbezüglich kaum Gedanken gemacht hatte.
    • Belle schmunzelte in sich hinein, da sie Charles doch ansehen konnte, wie es ihn nervte, dass man seine Violine Geige nannte. Da sie ja auch schon in dieses Fettnäpfchen irgendwie getreten war, hatte sie sich im Internet darüber schlau gemacht und war dann doch etwas verwundert, als sie lesen durfte, dass e sich tatsächlich dabei um das gleiche Instrument handelte. Doch früher waren Geigen eher ein Instrument für das ärmere Volk und Violinen spielten schon immer im Orchester und somit im Adel. Vielleicht besteht daher Charles darauf, es Violine zu nennen.
      "Ist mir recht." meinte Jesse nur zu Jean und setzte sich hinter sein Drum Kit. Etwas ungeduldig ließ er dann die Sticks zwischen seinen Fingern wirbeln und sah dann zu seiner Schwester.
      "Oh. Okay." nickte auch Belle und schnappte sich ihre E-Gitarre, die sie sich gleich umhängte und auch im nächsten Moment den Verstärker anschaltete.
      "Neuinterpretation von Eminem?" ging es Jesse durch den Kopf, der das irgendwie interessant fand. Aber zunächst mussten sie der DJane wohl zeigten, was sie so drauf haben.
      "Wie wäre es wieder mit Metallica?" fragte er daher Charles und Belle. Der Blonde weiß, dass seine Schwester und er wohl alle bekannten Rocklieder kennen, daher kam es jetzt auf Charles an, wie weit sein Wissen in diese Richtung ging. "Gerne. Oder willst du was anderes spielen?" fragte Belle den Violinisten und hielt schon ihr Plektrum bereit zwischen ihren Fingern im Anschlag.
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    • „Können wir machen.“ stimmte er zu. „Ich hab mir dieses Linkin Park noch ein wenig angehört, weil du davon so begeistert schienst, wenn dir das recht ist, können wir auch etwas von denen spielen. Je nach dem wie sicher du bei den Drumms bist.“ schlug er dann nach einigen Sekunden des Schweigens vor. Charles hatte sich immer mal wieder nach den Proben oder auf dem Weg zur Uni die Song der Band angehört, sie waren wirklich gut. Teilweise hatte er zuhause ein wenig geübt die Lider nachzuspielen, nicht so sehr dass er sich als einhundert Prozent Textsicher bezeichnen würde, aber durch sein sehr gutes musikalisches Gedächtnis müsste das kam ein Problem für ihn ein, jedenfalls sagte ihm sein Ego das.

      „What I‘ve done, könnte ich euch vorschlagen.“ das war einer der Song bei welchem noch am wenigsten getappt wurde, singen konnte er zwar gut, aber Rappen war für ihn eine Sache die er nicht so richtig begreifen wollte und dadurch auch nicht sonderlich gut konnte. Im Grunde war es in seinem Kopf eine Art schnellen und rhythmisches Reden und im reden war er noch nie gut gewesen. „Außer ihr bracht noch zeit zum üben…dann können wir gerne nochmal Metallica spielen.“ ruderte er direkt etwas zurück. Er wollte Jesse nicht wieder so sauer machen, dass er einfach abhaute, dafür schien er ja ein Talent zu haben.

      Bei Charles Ausdrucksweise musste Jean ein wenig kichern. Der Gitarrist hatte echt eine seltsame Art seine Sätze aufzubauen und obwohl er es wahrscheinlich selbst nicht wollte, trat er unbeabsichtigt in ein Fettnäpfchen nach dem nächsten.
    • "Wie bitte? Wie sicher genug ich bei den Drums bin?!" Jesse war fassungslos und ihm lag schon ein böser Kommentar auf den Lippen, doch als er seine Schwester sah, die ihm einen eindringlichen Blick zuwarf und flehenden schaute, dabei leicht den Kopf schüttelnd, verkniff er sich die bissigen Worte. "Dem Spießer werd’ ich’s zeigen!" dachte er sich Zähne knirschen und versuchte ruhig zu bleiben.
      "What I’ve done hört sich doch gut an, nicht war Jesse." versuchte Belle die Wogen zu glätten, denn sie hatte ihrem Bruder gleich angesehen, dass ihm es so gar nicht passte, was Charles da von sich gegeben hatte. "Klar, wieso nicht. Aber wirklich herausfordernd ist das Lied jetzt nicht." gab der Drummer mit einer fast schon gelangweilten Stimme von sich. "Um warmzuwerden ist das ja ganz okay, aber danach wäre ich für was Schnelleres, Härteres, wie A Place for My Head. Kennst du das? Wenn nicht, können wir uns es ja vorher noch mal anhören. Den Rap Part kann auch Belle übernehmen, wenn dir das nicht liegt." schlug Jesse dann mit einem Grinsen auf den Lippen vor. Der Song würde sicher die klassische Musik aus Charles Hirn blasen, da war sich der Drummer fast schon sicher.
      Belle sah ihren Bruder mit leichten Zweifeln an. Natürlich kennt sie den Song, den er vorgeschlagen hatte, aber ob das wirklich das richtige für Charles ist? Das war sie sich nicht so sicher, gab es nicht nur den Teil wo Mike Shinoda rappte, sondern Chester Bennington auch mit seiner prägnanten Stimme schrie und das sogenannte Screaming vollführte. Sie war sich nicht sicher, ob das Charles nicht sogar vielleicht verschreckte.
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    • Und da war es schon wieder. Unbeabsichtigt hatte es Charles wohl doch wieder geschafft Jesse wütend zu machen. In eine Kontrahaltung gehend, zog er die Schultern ein wenig nach oben. Er meinte das alles doch nicht böse und trotzdem schien es immer genau so rüber zu kommen. „What I‘ve done, klingt doch gut!“ warf Jean begeistert ein. „Und bei A Place for my Head, mach ich dann mit.“ grinste sie. „Den Rap-Part kannst du mir überlassen Charly, wir rocken das schon zusammen.“ zwinkerte sie ihm aufmuntert zu. Jean hatte ein gutes Augen für Menschen. Sie wusste wann sie was sagen musste um Menschen aufmuntern zu können und ihnen die Unsicherheit, jedenfalls ein wenig zu nehmen. Charles nickte leicht. „Ich müsste mir den Song nochmal anhören…ich bin wohl nur nicht so ganz Textsicher…“ gab er zu, versuchte dabei seinen Blick jedoch eher bei Belle zu belassen. Er hatte keine Angst vor Jesse, aber vielleicht würde dieser denken dass er sich nicht genug für ihre Jamsession vorbereitet hatte und wurde dann doch wieder sauer, dass es bei Jesses Stimmungsschwankungen nicht darum ging wie gut sich der Gitarrist vorbereitet hatte, sondern um seine etwas fehlerhafte Ausdrucksweise, begriff er nicht so wirklich.

      Bevor sich noch weitere Missverständnisse ergeben konnten spielte Charles die Gitarre ein wenig an und warf dann erst Belle und dann Jesse, über seine Schulter, einen Blick zu. Wenn sie so weiter machen sollten, würden sie wohl gar nicht mehr zum spielen kommen, was wohl in den meisten Fällen nicht die Schuld der Geschwister waren. Charles konnte einfach echt nicht gut mit Menschen…

      Den Gitarrenpart spielte der junge Violinist so als ob er diesen schon seit Montan üben würde, dass er die Band und deren Songs erst seit wenigen Tagen kannte, merkte man kaum. Man merkte zwar, dass er tatsächlich nicht einhundert Prozent Textsicher war, aber das fiel kaum auf, wenn er man ein Wort falsch aussprach machte er einfach weiter als wäre das nicht passiert.

      Mit jeder Minute strahlte Jean mehr. Sie schien von den dreien absolut begeistert und als die letzten Noten langsam ausklangen, sprang sie schon fast von dem Sofa auf, klatsche wie ein verliebter Fan energisch in die Hände und musste sich sichtlich zurück halten die Bandmitglieder nicht mit Komplimenten zu überfordern. „Das war ja der Wahnsinn! Charly deine Stimmt! Oh mein Gott! Und Jesse, du bist ja wirklich der Wahnsinn, Charly hat nicht übertrieben…und Belle! Gott! Wo hast du so spielen gelernt?!“ und da war sie, Jeans schon fast überfordernd schnelle Redeart jedesmal wenn sie sich über etwas begeisterte.
    • "Voll gerne kannst du den Rap-Part übernehmen, Jean." nickte Belle eifrig und fand es super, dass sich die DJ gleich einbringen wollte. "Und es ist gar kein Problem, noch mal in den Song hineinzuhören. Nicht wahr, Jesse?" meinte die Blonde weiter und sah dabei ihren Bruder tadelnd an. Der warf ihr nur einen Blick zu, der so viel sagte wie ein entrüstet "WAS?!" worauf er aber nur "Geht schon in Ordnung." erwiderte. "Und wenn der Text fehlt, spring’ ich gerne ein." lächelte Belle Charles aufmunternd an. Das war ein Leichtes für sie, denn die beiden Geschwister kannten wohl alle Linkin Park Songs auswendig.
      Und dann ging es endlich los mit "What I’ve Done". Sobald Charles nur den ersten Chord anspielte, zupfe Belle einfach die Melodie mit ihrer E-Gitarre, die eigentlich vom Klavier gespielt wurde. Aber das haben sie nicht, also wurde hier improvisiert. Die drei spielten so, als würden sie sich schon länger kennen und Belle harmoniert super mit ihrer zweiten Stimme, mit Charles. Sie übernahm dann auch das Gitarrensolo und Jesse konnte es nicht lassen und fügte ein paar mehr Drum Rolls ein, die es im Original eigentlich nicht gibt, was dem ganzen aber einfach noch mehr Pep gab. Am zupfte die Schwester wieder die Melodie und dann war der Song auch schon zu Ende.
      Dass Jean dann anfing, so zu schwärmen, hätte sie nicht gedacht. "Findest du?n." kam es verlegen von ihr und freute sich über diese lobenden Worte, denn im Gegensatz zu ihrem Bruder, hat Belle
      erst mit Ende 16 angefangen, E-Gitarre zu spielen. Da sie aber davor auch schon an der Akustikgitarre viel geübt hat, fiel der Wechsel recht leicht.
      "Ich bin nicht nur beim Drummen der Wahnsinn." konnte es sich Jesse nicht verkneifen, eine mehrdeutige Aussage zu tätigen und grinste dabei sein spitzbübisches Lächeln. Aber sein Können kommt auch nicht von ungefähr, hat er schon Schlagzeug gespielt, bevor Belle und ihre Mutter, zu ihm und seinen Vater gezogen waren. Für bedeutet das Instrument und das Spielen an sich sehr viel, denn seine Mutter, hatte seinen Wunsch damals unterstützt und ihm oft beim Proben zugesehen. Doch von dieser Verbindung weiß kaum jemand etwas, vielleicht sein Vater, aber Belle kennt die Geschichte nicht.
      "Dann mach mal die Anlage an, Belle, damit wir noch mal in "A Place For My Head" reinhören können." forderte der Drummer seine Schwester auf, die sich sofort an die Musikanlage stellte und ihr Handy damit verband. Nur wenige Sekunden später ertönte das Lied und Jesse bewegte sofort den Kopf zu dem Song und an seinen Lippen sah man, dass er den Text mitsprach.
      "Kommst du mit dem Schreien klar?" fragte dann Belle Charles vorsichtig. Sie konnte nicht abschätzen, ob ihm das lag, war es ja auch nichts Melodisches.
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    • „Das glaube ich dir sofort, Baby.“ kam es von Jean mindestens genau so zweideutig und setzte mit ihrem Zwinkern schon fast noch einen oben drauf. Charles hatte die Andeutung nicht so ganz verstanden, aber er verstand solche Andeutungen sowieso eher selten. Ehe es jedoch zu weiten Zweideutigkeiten kommen konnte, kam sie auf die drei zu, stöpselte sich ein weiteres Mikro an und lächelte Charles aufmunternd an, als ob sie ihm sagen wollte, dass er die Screaming-Parts locker schaffen würde.
      „Ich denke schon.“ kam es leicht zögernd von dem Violinist. Er hatte eigentlich keine Erfahrungen mit Screaming, aber er wollte für Belle aber vor allem für Jesse sein bestes geben, primär weil er es immer und immer wieder schaffte in diverse Fettnäpfchen zu treten und ein wenig Angst hatte, dass der Drummer ihn irgendwann aus der Band warf.

      Glücklicherweise fing Jean mit dem Rap-Part wie versprochen an, so hatte Charles noch ein wenig Zeit um sich auf den Gesang und die anschließenden Screaming-Parts vorzubereiten. Jean konnte erschreckend schnell und vor allem gut Rappen, als ob sie in ihrer Freizeit kaum was anderes machen würde. Ihre Stimme klang ein wenig tiefer, als wenn sie redete, passte sich perfekt der Melodie an und imitierte den Ursprünglichen Rap von Mike Shinoda geradezu perfekt. Das Mikrophone hielt sie relativ weit vorne und leicht schräg nach oben. Im Gegensatz zu Charles, welcher sich beim singen kaum bewegte, nahm sie den Platz beinah komplett ein, gestikulierte beim Rappen als würden sie vor großen Publikum stehen und gab eine Bühnenshow vom feinsten ab.

      Den Screaming-Part bekam der Violinist tatsächlich relativ gut hin. Am Anfang wirkte es fast so, als ob er sich zurück halten würde, als ob er nicht ganz sicher war, ob er wirklich schreien sollte, nach den ersten paar Strophen, kam er jedoch in die Art wie der Teil performt wurde rein und wurde ein wenig sicherer. Vielleicht half ihm aber auch Jeans grinsender Blick dabei seine Hemmungen ein wenig fallen zu lassen.

      „Woah!“ die Stimme der Studentin halle durch die Boxen, dann ihr Lachen ehe die das Mikrophon auf Seite legte. „Ich glaube wir werden wahnsinnig gute Freunde, Charlie!“ grinste sie den Sänger frech an. Die beiden Stimmen harmonierten aber auch hervorragend zusammen. Charles tiefe, teilweise schon fast bassartig Stimme wenn er sang, passte sich Jeans Rap-Stimme an als wären sie für einander geschaffen. „Ich…würde mich freuen…denke ich…“ kam es etwas leise und vor allem zögerlich von dem Musiker. Er wusste noch nicht so ganz wie er mit Jeans schon fast leicht aufdringliche und aufgedrehte Art reagieren sollte. Sie war ihm schier ein kleines Rätsel.
      „Wenn ihr noch wen sucht, ich wäre auf jeden fall dabei.“ grinste sie nun in die Runde, blieb kurz bei Jesse stehen und zwinkerte ihm wieder an, als ob das eine Hommage an ihren vorherigen Kommentar sein sollte.
    • Jesses Grinsen wurde nur noch breiter, bei Jeans Erwiderung. Das gefiel ihm, jemand, der nicht prüde ist und mit seinem kecken Mundwerk wohl mithalten. So lachte der Blonde kurz auf, ließ es aber dabei bleiben und beobachtete, wie die junge Frau nun sich auch musikalisch einbringen wollte. Sie stellte sich an ein weiteres Mikrophon und lächelte dabei Charles an, der wohl zufolge hatte, dass er etwas selbstbewusster wurde, oder so. Jedenfalls wollte er sich auch an den Screaming Parts versuchen.
      Damit ging es auch endlich weiter und Jesse gab mit den Sticks kurz den Beat vor, ehe Belle mit dem Gitarrenintro startete. Sie schien dabei sehr konzentriert zu sein, um sich auch ja nicht zu verspielen. Der Drummer schien noch mehr Wucht in seine Schläge zu legen und wenn man zu Jesse sah, konnte man sehen, wie er seine Lippen mitbewegte und den Text mitsprach.
      Belle ließ sich spontan dazu eine zweite Stimme einfallen oder begleitete die Hauptstimme mit "Uuuhs oder "Aaahs", wobei sie sich dabei sehr zurückhielt, um Charles auch nicht zu übertönen.
      Jean schien beim Rappen voll aufzugehen, da sie sich richtig gut dazu bewegte, was Belle dazu animierte, auch sich ein bisschen mehr mit ihrer Gitarre zu bewegen und auch hin und her zu laufen.
      Als dann der Part mit dem Schreigesang kam, konnten sich die beiden Geschwister nicht mehr zurückhalten und schrien einfach den Text mit. "You try to take the best of me, go away!" kam mit solch einer Inbrunst von ihnen, dass man doch die Wut und den Ärger heraushören konnten, den sie mit solchen Songs gerne immer etwas Luft machten. Ein perfektes Ventil, damit man nicht einfach so aufeinander losging. Besonders laut wurden die Geschwister, als der Part mit dem "Shut up!" und dem Schrei danach kam. Belle hatte sich vor das Schlagzeug bewegt und die beiden schrien sich einfach an, was natürlich nicht wirklich an das Gegenüber gerichtet war. So machte es aber einfach mehr Spaß. Jesse Head bangte auch schon viel mehr zu dem Lied, der in dem Song so richtig aufging. Natürlich mag er Lieder, wo das Schlagzeug so richtig ausrasten darf.

      Und dann war der Song auch schon wieder zu Ende.
      "Wirklich?" fragte Belle und hüpfte dabei aufgeregt auf und ab, als Jean meinte, dass sie bei der Band dabei wäre. "Super gerne, Jean!" war die Blonde richtig happy darüber. "Klar, gerne." erwiderte auch Jesse das Zwinkern und erhob sich dann von seinem Hocker, um sich ein Bier aus dem Kühlschrank zu holen. "Wollt ihr auch etwas zu trinken?" fragte er die anderen und öffnete die Türe so weit, dass jeder hineinsehen konnte, was es denn so gab.
      "Ihr kennt nicht zufällig jemanden, der Bass spielt, oder?" fragte Belle wie beiläufig und schnappte sich eine Fanta aus dem Kühlschrank und ließ sich dann auf dem Sofa fallen, nach dem sie ihre Gitarre vorsichtig abgestellt hatte. Wen sie so jemanden für ihre neue Band finden würde, wären sie so richtig vollständig. Natürlich kann man immer noch mehr Instrumente in einer Band haben, aber der Bass ist wirklich wichtig.
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