My Girlfriend is a Boy [Nao & Dark.Wing]

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    • Noel küsste ihn, bis er selbst das Gefühl hatte wieder Luft holen zu müssen. Er liebte es Jayden zu küssen, er liebte es von Jayden geküsste zu werden. Er wusste nicht was genau es war, aber irgendwas an der Art wie Jayden ihn küsste, löste etwas in ihm aus. Es war kein Kribbeln, keine Schmetterlinge in der Magengegend, wie es in diesen ganzen kitschigen Romanen immer beschrieben wurde, da war was anderes. Eine Art Wärme, wie ein angenehmer Schauer. Wie kühler Wind an einem angenehm warmen Sommertag. Er konnte es nicht wirklich beschrieben, aber wahrscheinlich brauchte er das auch gar nicht.

      Als er sich von dem Studenten mit einem letzten, sanfteren, schon fast keuschen Kuss löste, hatte er gerade einen Finger unter dem Bund der Boxershort geschoben. Nicht weit, nur gerade so weit, um Jayden neugierig auf das kommende machen zu können.
      Der Blick aus kalt-blauen Augen schien Jayden geradewegs in die Seele schauen zu wollen. Durchbrach den dunkleren Schleier, trat durch das Gold als wäre es sein persönlicher Thronsaal nur um hinter die Fassade blicken zu können. Je länger sie sich kannten, desto mehr schien Noel in den Augen seines Gegenübers lesen zu können. Da war so viel mehr, als man am Anfang vermutete, da war so viel mehr als er am Anfang vermutet hatte. Er verlor sich geradewegs in dem Zusammenspiel aus Braun und Gold.

      Ehe er richtig darüber nachdenken konnte, was er als Nächstes tat, löste sich seine Finger von Jaydens Handgelenken fast schon von alleine und fanden ihren Platz an der Wange des Studenten. Sein Daumen fuhr sanft über die Haut, streichelte sie, als wäre sie das kostbarste was er jemals gesehen hatte, bevor er Jaydens Kinn sanft anhob und ein Stück zu sich nach oben dirigierte. „…Du bist wunderschön…“ seine Stimme gleich nur einem Hauchen, kaum hörbar. Der darauffolgende Kuss war sanft, liebevoll und passte sogar nicht zu der Hand die sich simultan tiefer unter den Stoff schob, als wäre das ein Versehen. Wahrscheinlich war das sogar ein Versehen, wohlmöglich nicht die Hand selbst, die sich selbstständig gemacht hatte, sondern die Worte, die der Franzose einfach nicht zurück halten konnte. Sie klangen wie ein Geständnis, als ob er eigentlich was anderes sagen wollte, etwas mit einer viel tieferen Bedeutung, sich aber nicht traute und deswegen die nächst besten, ehrlichen Worte ausgesprochen hatte, die in seinem Verstand aufgetaucht waren.
    • Da hatte er ja schnell aufgegeben. Von dem neckischen Blitzen in Noels Augen und dem starken Griff um Jays Handgelenke, war nichts mehr zu sehen. Stattdessen hüllte Jay wieder der sanfte Blick ein, den er gewohnt war. Er lächelte. So schlecht war das ja wirklich nicht.
      Er ließ seine Hände herunter an seine Seiten sinken bevor er sie über Noels Rücken streichen ließ. Noels Worte ließen Jay belustigt grinsen. Das hatte bisher noch niemand zu ihm gesagt. Besonders nicht in so einer Situation, aber… es hatte etwas intimes, schönes an sich. Dass Noel so dachte, obwohl er auch einfach sagen konnte, dass er heiß war, und sich dann schnell dem Hauptakt zuwenden. Verübelt hätte Jay es ihm auch nicht, er hätte kaum etwas anderes getan. Noel war eben eine Sache für sich. Der einzige Mensch, den Jay kannte, der so viele Stimmungsschwankungen in ein Vorspiel einbrachte.

      Er erwiderte den Kuss und ließ die Wärme über sich schwappen. In Momenten wie diesen wollte er in Noels Armen versinken und nie wieder in die Kälte der realen Welt zurückkehren. Er ließ seine Finger über Noels Wirbelsäule tanzen, dann schob er die Hände in Richtung seines Nackens und zog ihm das Shirt über den Kopf.
      "Hast du deshalb versucht, mich zu essen?", fragte Jay leise und amüsiert, um erneut auf den Biss anzuspielen, der sicher seine Spuren hinterlassen würde. "Heißt wunderschön auch… lecker? Zum anbeißen?" Er grinste.
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    • Er richtete sich auf, nicht viel, gerade genug damit Jayden ihm das Shirt über den Kopf streifen könnte, damit es sich zu den anderen Klamotten auf den Boden gesellen konnte. „Ich hab aller höchstens ein wenig an dir geknabbert.“ kam es lachend von ihm.
      „Wunderschön heißt, dass du Gefühle in mir vorrufst die ich nicht definieren kann und…irgendwie macht mir das Angst.“ hauchte er leise, wieder etwas ernster. Die Hand, welche sich immer tiefer in Jaydens Boxershorts schob, passte gerade so gar nicht zu seinen Worten. Es wirkte fast so, als ob er das absichtlich tat um den Studenten von möglichen peinlichen Worten die seine Lippen verlassen könnten ablenken wollte.

      Noel wusste selbst nicht wo diese plötzliche Sentimentalität her kam, Jayden löste einfach etwas in ihm aus. Eine schiere gefühlvolle Art die er bis dato nicht kannte.
      Normalerweise hatte er kein Problem in solchen Situationen in seiner dominanten Rolle zu bleiben, vorbei er es wohl kaum als Rolle betiteln würde, immerhin spielte er hier keinem was vor. Er konnte einfach beides. Sowohl die Oberhand übernehmen, als auch sich einfach mal fallen lassen. Auch wenn letzteres ihm primär bei Jayden richtig gelang, bis dato hatte er immer irgendwie die Kontrolle über die Situation gehabt. Jay war die erste Person bei der er sich in irgendeiner Form wirklich getraut hatte, sich gehen zu lassen, die andere Person einfach machen zu lassen ohne im Hinterkopf einen Back-up-Plan haben zu müssen, wie er die Rollen auf die schnellst Art und Weise wieder tauschen könnte. Es war entspannt, einfach mal nichts denken zu müssen, die andere Person die Kontrolle komplett überlasen zu können. Vielleicht war das der Grund warum es ihm bei dem Studenten so schwer viel genau diese Kontrolle zu halten. Vielleicht war aber auch einfach nur der Gedanke, dass er Jayden damit überfordernden könnte das Problem.

      Seine Finger fuhren leicht, schon fast sanft über Jaydens Erektion. Gerade mit genug Druck um Empfindungen durch den Körper des Jüngeren jagen zu können, aber bei weitem nicht genug um irgendeine Art von Befriedigung hervorzurufen. Als ob es eine Art Spiel war. Immer wieder verstärkte er den Druck, fuhr langsam auf und ab nur damit seine Finger dann wieder federleicht über die Haut tanzten, als ob er ihn in den Wahnsinn treiben wollte. Der Blick der dabei auf Jayden ruhte, war dabei schon fast das I-Tüpfelchen. Stechend, aber mit so viel Emotionen, das wohl kein Autor dieser Welt sie in Worte fassen konnte. Noel beugte sich wieder zu ihm runter. Küsste ihn. Das war kein wildes aneinander kollidieren von Lippen. Der Kuss könnte einem beinah die Beine unter dem Körper wegreißen, wenn man es zugelassen hätte, als ob der Franzose das Bedürfnis hatte, seinen Emotionen den Raum zu geben, den sie brauchten.
    • Jay kam sofort zu einem Halt. Was… redete Noel denn da. Gefühle, die ihm Angst machten? Oder machte es ihm Angst, sie nicht definieren zu können? Was war denn so schwer daran Gefühle zu definieren? Eine Welle an Gedanken strömten in Jays Kopf. Genau darüber hatte er gestern mit Cyrus gesprochen. Diese Abneigung gegen Beziehungen. Die Unfähigkeit, aufrichtige Gefühle für irgendjemanden zu entwickeln. Aber… hieß das dann nicht… dass sie völlig falsch gelegen hatten? Hatte Jay noch einen Beweis dafür gebraucht? Wenn Noel von Gefühlen sprach…

      Jay durchzog ein elektrisches Kribbeln, als er Noels Hand spürte. In seinem Kopf war es wieder still, aber das Gefühl blieb. Noel hatte Gefühle für ihn. Welcher Art auch immer, aber… sie waren da und für Jay machte alles Sinn. Da war nichts schwieriges daran, eine Definition zu finden. Wenn Noel sie einfach nur greifen würde, dann…
      Jay stöhnte leicht auf und erwiderte den Kuss, der ihn gleich wieder verstummen ließ. Seine Hände glitten über Noels Rücken, gruben sich sanft in seine Haut, wie um zu signalisieren, dass er mehr Stimulation wollte. Innerlich war er nun zu aufgekratzt, um diese langsamen Bewegungen über sich ergehen zu lassen. Angetrieben von der Energie setzte er sich ruckartig auf, packte Noel und drehte sie beide herum, sodass er sich über den Blonden stützen konnte. Er neigte sich für mehr Küsse zu Noel herunter und strich mit einer Hand über seinen Oberschenkel. Noels Boxer war noch schrecklich im Weg. Jay setzte sich auf und zog an ihrem Bund.
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    • Er hatte das Gefühl die Zeit würde kurz still stehen. Das Gefühl hatte er öfters wenn er mit Jayden zusammen war. Als würde sich die Welt für einen kurzen Moment nicht drehen, als würde alles was auf der Welt schief lief kurz eine Pause machen. Es war ein angenehmes Gefühl. Als ob hinter seiner Wohnungstür nicht die kalte Welt lag in der man sich behaupten müsste. In der man etwas erreichen müsste um irgendwie gesehen zu werden und man selbst dann nur ein kleines Licht war, welches schon fast in einem schieren Meer unterging. Als ob sie hier, in der Geborgenheit von Noel Wohnung einfach nur sie selbst sein könnten, ohne der Welt eine Rolle vorspielen zu müssen um akzeptiert zu werden.

      Noel spürte Jays Finger auf seinem Rücken, wie sich seine Nägel in die Haut gruben und einen kaum spürbaren Schmerzreiz freisetzen, den er wohl kaum als diesen betiteln würde. Eine Art stumme Bitte die Noel nicht verstand, oder nicht gewillt war umzusetzen, jedenfalls solange bis Jayden plötzlich ihre Position tauschte. Jaydens letzten Versuch hatte er unterbunden bekommen, es schein als würde er Student dieses mal alles daran setzten, damit der Künstler gar nicht erst auf diese Idee kam. Selbst wenn Noel daran gedacht hätte, hätten Jayden Küssen jeden Gedanken daran ins Nichts aufgelöst. Jays Lippen jagten eine Gänsehaut über seinen Körper, gefolgt von einem wohligen aufseufzten. Die Hand an seinem Oberschenkel stellte ihm prompt wieder die feinen Härchen auf, als ob seine Haut unfassbar sensible auf Jaydens Berührungen reagieren würde.

      Als sich der Student aufsetzte, seine Finger unter den Stoff schob und ganz offensichtlich dabei war den Franzosen von dem Kleidungsstück zu befreien, hob Noel seine Hüfte ein Stückchen an, um den Prozess zu Beschleunigung. Sein Blick lag die ganze Zeit auf dem Jüngeren, beobachtete jede Regung, jede Bewegung, bis ihm plötzlich ein Gedanke in den Kopf schoss. Es war nicht so, dass er diesem Gedanken nicht schon mal hatte, das fiel ihm eigentlich regelmäßig auf wenn er Jayden ansah und es war auch nicht so, dass er das Jayden nicht regelmäßig sagte, aber es fiel ihm einfach mal wieder auf. „Du bist wirklich wahnsinnig attraktiv, Jayden.“ hauchte er leise, fast schon stimmlos ehe er sich ebenfalls leicht aufsetzte, ihn wieder küsste und dem Studenten - dieses mal ohne umschweifen - die Boxershorts auszog. Der Boden sah sowieso schon aus als wäre sein Kleiderschank explodiert, da machen zwei Kleidungsstücke mehr oder weniger nicht mehr viel aus.
    • Jayden stoppte bei dem Kompliment einen Moment lang in seinem Tun. Noel sagte ihm das? Er war selbst absolut überwältigend. Wie er vor ihm lang, seine blasse Haut so einladend, jeden Zentimeter seines Körpers zu küssen, und er sagte, Jayden war attraktiv?
      Jay presste seine Lippen aufeinander, unterdrückte das Verlangen danach, von Noel zu hören, dass er ihn liebte. Unterdrückte, ihm zu sagen, dass er ihn immer haben konnte, wann er wollte, weil Jay nur Augen für ihn hatte. Und er ließ sich wieder über den Blonden fallen, küsste ihn, gab dann einen Augenblick lang nach und legte sich auf ihn. Er ließ kurz locker, sog nur tief die Luft ein und ließ seinen Kopf auf Noels Brust ruhen. „Du sagst das und hast keine Ahnung, wie verrückt du mich machst, wenn du mich nur ansiehst“, murmelte er. „Ich…“ Und dann stoppte er. Er ließ seine Finger über Noels Rippen tanzen, bevor er sich wieder aufstützte und ihn erneut küsste, diesmal tiefer und verlangender, als wäre Noel die Luft, die er zum Atmen brauchte.

      Seine Hand glitt zurück an Noels Erektion, passte das Tempo seiner Bewegungen an den Kuss an. Jay war fokussiert auf jede Regung in Noels Körper, am liebsten wollte er ihm noch näher sein. Mehr in ihm versinken. Nie wieder loslassen. Sein eigener Atem zitterte in Erwartung, sich den Wunsch zu erfüllen, aber er wartete, bis Noel so weit war, ihm von sich aus ein Kondom entgegen zu halten. Diese ganze Beziehung trainierte seine Geduld bis ins Unendliche. Trotzdem ließ er kurz darauf von Noels Lippen ab, erwiderte seinen Blick wie mit Fragezeichen in den Augen, während seine Hand sich langsam von Noels Mitte hinab zu seinem Hintern bewegte. Er wollte Noel endlich klarmachen, dass er die Verantwortung übernehmen konnte, ihn auch vorzubereiten.
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    • Jaydens Körpergewicht drückte ihn sanft in die Matratze, als er sich auf ihn legte. In jeder anderen Situation wäre das vielleicht seltsam gekommen, so plötzlich wie Jay sich auf ihn niederließ, aber gerade jetzt empfand Noel das einfach nur für unfassbar angenehm, Jayden Körper auf sich liegen zu haben. Es hatte etwas intimes an sich, nicht unbedingt etwas sexuelles, eher ein kurzer Anflug von tiefer Verbundenheit, die wohl keiner der beiden ignorieren konnte. Noel legte sanft seine Arme um den Jüngeren, drückte ihn für einen kurzen Moment vorsichtig, noch ein wenig enger an sich, ehe seine Finger sanft über jays Rücken fuhren.

      Als der Student kurz locker ließ und seinen Kopf dann auf die Brust des Franzosen ablegte, fuhr ihm dieser liebevoll durch die braunen Strähnen. Noels Augen strahlten im Moment eine Wärme aus, welche definitiv nicht viele zu Gesicht bekamen und Jayden wahrscheinlich in den letzten Wochen schon öfters gesehen hatte als jede andere Person in Noels näherem Umfeld. Es war als wäre diese Wärme nur für Jayden bestimmt worden, als wäre sie nur für Jayden erschaffen worden und würde ihm voll und ganz gehören.

      Jays Worte lösten einen angenehmen Schauer aus, welcher sich von Noels Nacken über seinen gesamten Körper zog. Sein Herz ein Ticken schneller schlagen ließ, was - und da war er sich sicher - Jayden definitiv hören konnte. Das er hören konnte wie sein Herzschlag sich urplötzlich ein klein wenig verschnellerte, plötzlich ein klein wenig höher schlug, den Noel konnte das definitiv fühlen.

      Er wusste was Jayden sagen wollte, jedenfalls war er sich sicher, dass er es wusste. Im Grunde konnte Noel das nicht wissen, da Jayden seinen Satz nicht zu Ende brachte und obwohl er sich dabei so sicher war, war er ein klein wenig enttäuscht, dass die Worten den Mund des Studenten nicht verließen. Es wollte es von ihm hören. Er wollte von ihm hören, dass er ihn brauchte, das es da keine Konkurrenz ihm gegenüber gab. Keine Kellnerin die ihm schöne Augen machte, keine junge Studentin die ihn schon länger im Blick hatte und auch keinen Theo, der sich so unverschämt direkt an ihn ran machte. Noel wollte bestätigt bekommen, dass er die einzige Person war, welche Jayden dazu brachte alles um ihn herum zu vergessen und nur noch Augen für ihn zu haben, denn genau so war es für den Franzosen auch. Der Gedanke kam ihm plötzlich schrecklich unfair vor, da er etwas von Jayden verlangte, was er selbst nicht in der Lage war zu tun, nicht in der Lage war zu sagen...

      Noel stöhnte gedämpft in den Kuss als er Jays Hand zwischen seinen Beinen spürte. Es zuckten kleine, elektrisierende Blitze durch seinen Körper.
      Der Kuss war tief, verlangenden und lud geradezu danach ein sich immer mehr an Jayden zu schmiegen, sich den Berührungen immer weiter hinzugeben. Noels Hand fuhr über den Nacken des Studenten in dessen Haare, fuhr durch die Strähnen, navigierte den dazu gehörigen Kopf immer wieder ein wenig näher an sich, nur damit die Küsse noch unkontrollierter wurden. Immer wieder von leisem Stöhnen unterbrochen und dann wieder neu aufgenommen werden konnten. Er wollte mehr, er brauchte mehr. Mehr Berührungen, mehr von dem was ihre Beziehung von Tag eins geprägt hatte und irgendwann zu diesen tieferen Gefühlen wurde, welche keiner der beiden noch ignorieren konnte, zu dieser tiefen Verbundenheit wurde, welche so sehr nach Liebe schrie, dass es eigentlich an ein Wunder glich, dass sie die ganze Sache so langsam angingen.

      Wenn die Küssen ihm das denken nicht so unendlich schwer machen würde, würde er schon längst in die Schublade seines Nachttisches greifen, Jayden signieren, dass er schon lange nicht mehr in der Verfassung war ihr kleines Vorspiel weiter in die länge zu ziehen, aber er konnte nicht, weil sein Verstand wie leer gefegt war. Weil Jays Küsse ihm jede Fähigkeit zu denken schwer machte. Seine Finger hatte sich, auf ungefähr halber Strecke, leicht in das Bettlaken verkeilt, welche sich jedoch lösten, als die Lippen des Studenten langsam von seinen eigenen abließen. Als er die beiden Gegenstände endlich gefunden hatte (eigentlich hatte er nur ganz kurz in der Schublade rumgewühlt, immerhin befand sich nicht all zu viel in dieser), zog er den Jüngeren für ein weiteren, deutlich sanfteren Kuss zu sich runter. „Weißt du eigentlich wie wahnsinnig heiß du gerade aussiehst?“ hauchte er ihm leise gegen die - von den ganzen Küssen leicht malträtierten - Lippen.

      Den Wink mit dem Zaunpfahl verstand der Franzose, auch wenn er kurz zögerte, ehe er Jayden leicht zunickte. Er hatte sich lange nicht mehr von anderen vorbereiten lassen. Bei den wenigen One Night Stands, welche er in den letzten Jahren gehabt hatte, hatte er das entweder selbst übernommen, oder er hatte sowieso generell den anderen Part übernommen. Er hatte nicht nur generell gerne die Kontrolle, sondern vor allem wenn es darum ging einen Muskel vorzubereiten, welcher entscheiden dafür war ob man am Ende Schmerzen hatte oder nicht, aber er vertraute Jayden. Vielleicht sogar ein wenig mehr als ihm gut tun würde, aber das war okay, jedenfalls in diesem Moment.
    • „Du hörst nicht auf, es mir zu sagen, also…“, hauchte Jay zur Antwort und drückte einen Kuss auf Noels Hals. Dann setzte er sich etwas auf. Er war froh, dass Noel ihm vertraute. Er hatte das zwar schon etliche Male bewiesen, aber die Skepsis in Noels Nicken war dennoch eindeutig, dass das hier wiedermal eine Sache war, die er anderen seltsamerweise nicht zutraute. Und irgendwie fühlte Jay sich immer geehrt, wenn Noel ihn nicht nur für einen unwissenden, kleinen Studenten hielt. Das war er zwar irgendwie, aber er lernte, und er informierte sich, und er achtete auf Noels Vorlieben und Wünsche. Er wollte ihn bloß irgendwie glücklich machen. Auch wenn er darin allgemein nicht so begabt war.

      Jay ließ etwas Gleitgel in seine Hand tropfen und rieb es zwischen seinen Firmen warm, dann strich er sanft über Noels Hintern und beugte sich wieder zu ihm herunter, um seinen Hals mit Küssen zu überhäufen. Ein paar Dinge kannte er ja doch, die Noel mit Sicherheit glücklich machten.
      Sein Finger glitt langsam Noel hinein, verweilte einen Moment, dann bewegte er ihn etwas und küsste wieder Noels Lippen. „Alles… okay? Ist das gut…?“ Er hatte das noch nie gemacht, das musste er trotzdem zugeben. Besser, Noel gab gleich etwas Feedback, damit er sich anpassen konnte, sowie er damals auch bei seinem ersten Blowjob darauf gehofft hatte. Mittlerweile hatte Noel ja seine Beweise, dass Jay sich schnell neue Skills aneignete — mit und ohne Feedback, weil Gesichtsausdrücke auch genug sagen konnten — und besonders seine Finger waren es gewohnt, neue Techniken zu lernen.
      Er führte nach einer Weile einen zweiten Finger ein und auch wenn er selbst etwas ungeduldig war, ließ er sich das nicht anmerken, weil es sowieso keinen Unterschied machte, wer von ihnen das hier tat. Nur, dass er fast das Gefühl hatte, dass Noel sich gerne zu viel vornahm und früher aufhörte. Das machten sie heute nicht, definitiv nicht. Jay konnte hier noch ewig knien. An seiner Ausdauer und Geduld mangelte es niemals, wenn es um Noels Wohlergehen ging!
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    • „Wie könnte ich auch? Ich meine, schau dich an…“ kam es mit einem koketten Grinsen von dem Älteren, ehe er bei dem Kuss, welchen Jayden auf seinen Hals drückte, kurz die Augen schloss und leise aufsummte.

      Obwohl er versuchte sich so weit wie möglich zu entspannen, gelang ihm das nicht so gut wie er versuchte vorzugeben. Er war nervös, nicht weil er der Meinung war, Jayden würde seinen Job nicht gut machen - er wusste, dass der Student das tat - sondern einfach weil er tatsächlich ein klein wenig nervös war. Noel vertraute ihm, mehr als wohl jedem anderen und trotzdem fiel es ihm manchmal noch immer schwer sich bei dem Jüngeren voll und ganz fallen zu lassen.
      Diese Nervosität schwand jedoch von Sekunde zu Sekunde ein wenig mehr. Spätestens als Jayden anfing sein Hals mit sanften Küssen zu bedecken, verließ die Anspannung seinen Körper komplett und er ließ sich ein wenig mehr in die Matratze sinken.
      Er liebte das Gefühl von Jaydens Lippen an der empfindlichen Haut seine Halses. Wie sie immer genau die richtigen Stellen fanden um die Gefühle in seinem Körper frei zu setzten die er in solchen Momenten brauchte. Wie sie es schafften seinen Verstand von einen auf dem anderen Moment einfach vollständig auszuknipsen.

      Etwas verspätet erwiderte er den Kuss. Seufzte leise gegen Jays Lippen, ehe er zustimmend summte. „…das ist gut.“ bestätigte er nochmal. Was keine Lüge war, Jayden machte das tatsächlich erschreckend gut, dafür dass er es noch nie gemacht hatte, auch wenn es Noel für seinen Geschmack dann noch ein wenig zu langsam ging. Er schob sich Jays Fingern ein wenig entgegen, stöhnte leise auf diese sich tiefer in ihn schoben und ihn ein wenig mehr stimulierten.

      „Du kannst ruhig ein wenig schneller machen…mach nur das nötigste…ich will dich..“ die letzten Worte verschluckte er beinah, hauchte sie nur leise, kaum hörbar Jayden entgegen. Noel war noch nie sonderlich gut im dirty talk gewesen, jedenfalls wenn es um englischen dirty talk ging. Auf französisch fühlte er sich dabei sicherer, es fühlte sicher weniger seltsam an, solche Dinge auszusprechen, seine Wünsche klarer zu definieren.
    • Jay hatte richtig gelegen, Noel war ein Fan davon sich auf ‚das Nötigste‘ zu beschränken. Aber letztlich wollte er nur, dass Noel sich gut fühlte, darum würde er auch tun, was er wollte. Zum Teil. Er machte etwas schneller, blieb aber noch eine Weile bei seinen Fingern. Langsam wurde es schwer, die Hände von sich selbst zu lassen, wenn Noel so heiß aussah und sich ihm entgegen drückte. Er schluckte.
      „Okay, schön, du machst es einem nicht leicht… sich Zeit zu lassen“, murmelte er und kniete sich hin, seine Hände nun an Noels Beinen, die er sanft nach oben drückte, um sich Platz zu machen. Er beugte sich tiefer und drang langsam in ihn ein. Die plötzliche Stimulation nach den letzten Minuten ließ ihn leicht aufstöhnen. Dann begann er sich zu bewegen. „Ha… du fühlst dich so gut an…“, hauchte er und küsste Noel wieder.

      War es normal, dass er sich zehn Mal ekstatischer fühlte, als sonst, nur weil er sich einreden konnte, dass Noel ebenso Gefühle für ihn hatte? Er hatte das Gefühl, im siebten Himmel zu schweben, und brachte das mit seiner Stimme zum Ausdruck. Jegliche Sorgen verschwanden aus seinen Gedanken, und alles, das übrig war, war dieses… Gefühl, genau da zu sein, wo er sein sollte, mit der Person, mit der er zusammen sein sollte. Es war schwierig, Noel nicht alle paar Minuten ins Ohr zu stöhnen, dass er ihn liebte. Aber abgesehen von der… leichten Unsicherheit, ob ihn das abturnen würde, die Jay gut verdrängte, meldete sich dann sein Verstand, der ihm sagte, dass es nichts unromantischeres gab und er wollte den Stereotyp, in den er ohnehin zu oft fiel, nicht noch weiter erfüllen. Es musste reichen, Noel dauerhaft zu sagen, wie gut er sich anfühlte, wie unglaublich heiß er war und dass er sich nicht zurückhalten sollte. Das war kein dirty talk, sondern die Wahrheit, die aus Jay heraus sprudelte.
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    • Noel wurde ungeduldig. Bewegte sich Jayden immer wieder leicht entgegen, nicht viel, aber gerade genug um die ganze Sache wenigstens ein klein wenig selbst zu beschleunigen. Das war bei weitem nicht genug, es wäre nicht mal genug gewesen, wenn er sich währenddessen nebenbei noch selbst stimuliert hätte.
      Es fühlte sich an, als ob Jayden ihn bewusst auf die Folter spannen wollte, ihn bewusst aufs äußerste Reizen wollte nur um ihm dann endlich die Erlösung zu geben nach dem sein Köper stumm bettelte.

      „Ich will ja auch nicht, dass du dir Zeit lässt.“ hauchte er leise, mit diesem einen ganz bestimmten Funkeln in den Augen, welches so gar nicht so seiner sonst so arroganten, schon fast gehobene Art passte.
      Als Jayden - endlich - in ihn eindrang stöhnte er schon fast zufrieden auf. Als ob das die Erlösung war, auf die er Stunden, wenn nicht sogar Tage gewartet hatte. Der Gedanke würde ihm wahrscheinlich ein wenig erbärmlich vorkommen, wenn sich das Gefühl, welches sich in seinem Körper ausbreitete nicht so verflucht anfühlen würde.
      „Mh…du machst das gut…fuck…“ seine Stimme ging erst in ein leises Stöhnen über, ehe Jayden seine Lippen wieder in beschlag nahm, die Geräusche, welche ihm immer wieder rausrutschten abdämpften.

      Das ganze fühlte sich anders an. Es war nicht so, dass es sich nicht generell mit Jayden anders anfühlte, als mit jedem anderen mit dem er bis dato geschlafen hatte. Das hatte er sich bei ihrem ersten ‚richtigen‘ mal auch schon gedacht, aber das hier fühlte sich noch mal anders an. Gefühlvoller. Als ob bei dem ganzen noch so viel mehr Gefühle im Spiel wären, als Anziehung und Verlangen. Noel war bewusst, dass er für Jayden nicht nur reine körperliche Anziehung empfand, das war ihm zugegebenermaßen schon etwas länger bewusst, aber gerade schien ihm zum wiederholten mal klar zu werden was das eigentlich für Gefühle waren. Er hatte das Gefühl, diese zum ersten Mal - seitdem er angefangen hatte darüber nachzudenken - richtig definieren zu können und diese Realisation traf ihn wie ein Schlag.

      „…ich…ouh fuck…“ unterbrach er sich selbst mit einem Stöhnen. Jaydens gemurmelte Worte waren ganz nah an seinem Ohr, drangen direkt in seinen Verstand vor und breiteten die Ekstase weiter aus, bis sie seinen Verstand vollständig vernebelten. Ihm fiel das Denken schwer, aber vielleicht war das Ganze auch gar nicht so schlecht. Möglicherweise wären ihm eben fast Worte rausgerutscht, die er zwar so gemein hatte, ihm aber so plötzlich und ohne bedacht von Lippen gerutscht wären, dass es ihm sicher ein wenig unangenehm gewesen wäre.

      Immer wieder verließen lobende Worte Noels Lippen, welche irgendwann in einen gemurmelten Nonsens übergingen je höher die Stimulation wurde, je mehr sich dieser angenehme, vernebelte Zustand in seinem Körper ausbreitete. Wahrscheinlich konnte Jayden sowieso nur die Hälfte verstehen von dem was er von sich gab, vor allem da sich Noel immer wieder selbst unterbrach.
      Ausnahmsweise hielt sich der Franzose mal nicht zurück, nahm sich Jaydens Worte zu Herzen, einerseits weil er eh nicht mehr in der Lage war sich zurück zu halten und andererseits, weil Jay ihm vor nicht all zu langer Zeit eröffnet hatte, dass er es unglaublich heiß fand, wenn er sich nicht zurück hielt. Weder mit den Geräusch, welche seine Lippen verließen noch mit seinen Nägeln, welche immer wieder über den Rücken des Studenten fuhren, sanfte, rote Schriemen zurückließen und Jayden nochmals signalisieren wie gut sich das alles für Noel anfühlte.
    • Es war beinahe lächerlich. Jaydens Kopf war vollkommen leer gefegt, vernebelt von der Mischung aus purer Euphorie und beinahe triebhafter Sucht nach Noels Körper. Er war nie davon ausgegangen, dass Gefühle für ihn einen derartigen Unterschied machen konnten, besonders weil er nie für jemanden etwas derartiges empfunden oder sich überhaupt dazu in der Lage gefühlt hatte, aber jetzt musste er daran zweifeln, ob es jemals ein Zurück gab. Vermutlich nicht. Wollte er auch nicht. Er hatte ehrlich gesagt garnicht vor, Noel je wieder gehen zu lassen. Vielleicht musste der Blonde sich jetzt einfach damit abfinden, in einer Beziehung ohne Ausweg gefangen zu sein mit dem Kerl den er seit drei Wochen kannte. Jay hielt sich trotzdem zurück, irgendwelche Erklärungen und Geständnisse in sein Gestöhne einzubinden, soviel Klarheit hatte er dann doch noch. Er wusste auch, dass er die letzten Tage konstant an Sex gedacht hatte und das vielleicht ein wenig mitspielte, wenn er jetzt so überwältigt war. Das, und… er war sich jetzt tausendprozentig sicher, dass Noel ebenso verliebt in ihn war und am Ende dieses Wegs definitiv eine feste Beziehung stand. Als jemand, der sich zuvor nicht für einen Beziehungsmenschen gehalten hatte, freute Jay sich darüber deutlich zu sehr. Und er zeigte es mit Energie. Energischen Stößen, um genau zu sein.

      Jay lauschte dem Lob und Stöhnen, das über Noels Lippen rollte, so lange, bis er es kaum aushielt, und sich links und rechts von ihm auf seine Hände stützte und sich etwas mehr in seine Bewegungen lehnte. Er hatte mit Noel immer seltsam romantischen Sex, was ziemlich sicher Teil des Grunds war, wieso er sich so schnell verknallt hatte. Sie wandten sich immer den Blick zu, behielten soviel Hautkontakt wie irgend möglich und Jay konnte sich nichts heißeres vorstellen, als Noels Stimme, wenn er zeigte, wie sehr er es genoss. Alles Dinge, für die sein Ich, bevor er Noel kennengelernt hatte, ihn wahrscheinlich für verrückt erklärt hätte. Und doch gab es gerade nichts, was ihn mehr antrieb, als der Anblick von Noel unter ihm und das Bewusstsein, dass er es war, und nicht sonst irgendjemand. Das Auf und Ab das sie in den letzten Tagen durchgemacht hatten, trug aber wahrscheinlich auch zur Intensität bei.

      Seine Hüften bewegten sich nahezu ganz von alleine, in einem Takt, der immer mehr außer Kontrolle geriet, je besser er sich anfühlte, auch, wenn er sich um den gleichmäßigen Rhythmus bemühte. "Hah, fuck… Ich…", begann er zwischen schweren Atemzügen. "Ich komme" Wahrscheinlich hatten sie das Vorspiel einfach zu endlos in die Länge gezogen, aber Jay konnte das elektrisierende Gefühl, das sich in ihm ausbreitete, nicht länger herauszögern und als die Welle der Ekstase endlich über ihn schwappte, hatte er kurz das Gefühl, dass seine Arme nicht standhielten. Zum Glück taten sie das. Er seufzte angestrengt während er seine Bewegungen weiter in die Länge zog und sich zu Noel herunterließ, um ihn wieder zu küssen.
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    • Er wusste ab einem bestimmten Punkt vermutlich gar nicht mehr was er genau vor sich her murmelte, aber das schien in dem Augenblick sowieso egal zu sein. Jayden verstand allen Anschein nach genug um Noel genau das zu geben wonach er mehr oder weniger stumm bettelte. Es könnten aber auch seine Hände sein, die den Jüngeren dazu brachten ihm seine Wünsche zu erfüllen. Seine Hände die immer wieder über Jaydens Rücken fuhren, in die kurzen Strähnen glitten nur um dann nach einem kurzen Augenblick wieder runter zu seinen Schultern zu fahren, als ob er dort nach halt suchen würde.

      Noel war zu diesem Zeitpunkt alles andere als müde, irgendwo ganz tief in seinen Knochen schwamm das leichte Trägheitsgefühl, welches man immer mit sich rumschleppte wenn man plötzlich aus dem Schlaf gerissen wurde, noch mit, aber gerade gab es definitiv andere - wichtigerer - Dinge auf die er sich konzentrieren musste - das atemberaubende Gefühl welches sich langsam aber sicher durch seine Blutbahn bahnte und ihm immer weiter den Verstand raubte, zum Beispiel.

      Noel wusste nicht genau was es war, aber er genoss den Sex mit Jay mehr als mit jeder anderen Person mit der er bis dato intim war. Vielleicht war es einfach die allgemeine Sympathie, oder das sie beide verflucht gut miteinander harmonierten, oder das warme Gefühl in seiner Brust welches er immer hatte, wenn Jaydens gesamte Aufmerksamkeit auf ihm lag ohne das er besonders viel dafür tun musste und es wirkte als würden nur die beide existieren. Egal was es war, der Franzose genoss es mehr als er manchmal zugeben wollte.


      Er hatte sich schon längst in dem Rhythmus verloren, egal wie konstant oder nicht-konstant dieser war. In einem mehr oder weniger synchronen Takt hatte Noel irgendwann angefangen sich - oder eher sein Becken - Jay entgegen zu bewegen, auch wenn sie irgendwo dazwischen wohl den gemeinsamen Rhythmus verloren hatten, war es perfekt - es war irgendwie immer perfekt zwischen ihnen. Wie zwei Puzzleteile aus verschiedenen Boxen die seltsamerweise trotzdem wunderbar gut zusammen passten.

      „…ich weiß…“ Noels Stimme war kaum mehr als ein Hauchen gegen Jaydens Lippen, ehe er ihm ein wenig entgegen kam und sie sich küssten. Es war kein wilder Kuss, ein hektisches zusammen pressen zweiter Lippenpaare, kein kollidieren von Zähnen. Er war tief, gefühlvoll und so voller ungesagter Liebesgeständnisse das einem beinah schwindelig wurde. Noel hatte seine Hand in Jays Nacken gelegt, ihn sanft weiter zu sich runter gezogen um den Kuss noch weiter vertiefen zu können. Er musste nichts sagen, das Zusammenspiel ihrer Körper sagte in diesem Moment wohl alles aus was es zu sagen gab.

      Der Franzose wusste nicht wann genau die Ekstase über seinen Körper rollte, es explodierten in seinem Verstand gerade so viele Gefühle auf einmal das er kurz Probleme hatte all diese Gefühle zuordnen zu können. Sein Orgasmus kam nicht plötzlich wie ein Feuerwerk, welches explodierte, eher wie eine angenehme Vertrautheit die seinen Verstand von jetzt auf gleich vollkommen lahmlegte. Sein aufkommendes Stöhnen wurde durch Jaydens Lippen - welche seine immer noch nicht verlassen hatte - deutlich abgedämpft, was die Gefühle jedoch nicht weniger intensiv machte, eher das Gegenteil.


      Seine Brust hob und senkte sich unregelmäßig, schwer und vollkommen zufrieden. Als Noel den Kuss vorsichtig löste, blieb seine Hand weiterhin in dem Nacken des Studenten ruhen, hielt ihn auf der nahen Distanz auf welcher Noel ihn in diesem Moment nicht nur wollte sondern vor allem brauchte. Die Stirn des Franzosen ruhte sanft gegen der des Jüngeren. Seine andere Hand fuhr sanft die roten Linien auf Jayden Rücken nach, als ob er sich dafür entschuldigen wollen würde ihm diesen zugefügt zu haben und dann verweilte er kurz so, ohne einen Ton zu sagen, nur das noch leicht ungleichmäßige Atmen erfüllte den Raum.

      „…blieb noch einen Moment so, ja?…“ Die Frage kam leise als ob er Angst hätte den Moment mit dem aussprechen dieser zu zerstören.
    • Jay ließ sich träge und atemlos auf Noel nieder, verharrte wie befohlen nach einem kleinen Nicken einen langen Augenblick in seiner Position und wartete ab, bis Noels und sein eigener Brustkorb sich nicht mehr so hastig hoben und senkten. Dann glitt er doch ein gutes Stück nach unten und entspannte seinen Körper völlig, den Kopf zufrieden und kraftlos unter Noels Schulter abgelegt. Er spürte Noels Herzschlag, und seinen eigenen, wie er rhyhtmisch und eilig hämmerte. Noels Finger, die sanft über seinen Rücken strichen, wo sie sich eben noch hineingekrallt hatten, war alles, worauf Jays Aufmerksamkeit gerade lag. Für den Moment zumindest.

      Bis er sich fragte, was zur Hölle da eben passiert war und wieso er alle drei Sekunden beinahe ausgesprochen hätte, worüber er noch garnicht richtig nachgedacht hatte, geschweige denn darüber, wie Noel dazu stand oder darauf reagieren würde, und Jay war seiner eigenen Selbstkontrolle gerade wirklich sehr dankbar. Er konnte Noel definitiv nicht während sie miteinander schliefen sagen, dass er ihn liebte. Er konnte es ihm vor allem nicht jetzt schon sagen. Sie hatten ja gesehen, wie das impulsive Beziehungsgespräch gelaufen war. Schluss mit Impulsivität. Das war für Jayden zwar leichter gedacht als getan, aber wenn er mittlerweile eins über Noel wusste, dann, dass dieser sich lange und langsam an Dinge gewöhnen musste und er niemand für einen Sprung ins Kalte Wasser war. Jay hatte seine Lektion gelernt. Und das war okay, er ritt sich damit schließlich immer selbst in die Scheiße (außer bei der Spontanaktion, an Halloween mit einem Mann zu schlafen, da konnte er ausnahmsweise nichts mehr bereuen).

      In jedem Fall gab es Dinge, die wohl auf sich warten lassen sollten. Und wahrscheinlich sollte Jay selbst nochmal in sich gehen- oder? Also, er war sich ziemlich sicher, Noel zu lieben. Nichts würde ihn glücklicher machen, als genau diese Worte aus Noels Mund zu hören und damit war das Thema für ihn auch schon geklärt. Diese Beziehung war für ihn sehr real. Er wusste, dass er mit seinen Eltern reden musste, früher oder später, und das würde definitiv weitaus früher passieren, als das Gespräch mit irgendeinem seiner Freunde, aber… Jay war gewillt, so weit zu gehen. Da gab es kein Zurück mehr, aber das wusste er schon längst. Seine eigenen Gefühle hatte er akzeptiert. Und wie es aussah, fiel Noel auch langsam auf, dass er Gefühle für Jay hatte, selbst wenn er diese noch nicht benennen wollte. Sie gingen es einfach… langsam an. Er würde das jetzt nicht ruinieren. Außerdem gab es eh anderes zu besprechen, als wer wen liebte.

      „Ich glaube, ich muss nochmal ne Runde schlafen“, murmelte Jay träge blinzelnd. Er war total fertig. Der Energieschub war vorüber und er erinnerte sich wieder, dass er definitiv nicht lange genug geschlafen hatte und den freien Tag besser nutzen musste. Wenn er später für ihr Date noch die Augen offen halten können wollte, zumindest. „Wenigstens wache ich die nächsten Tage hoffentlich nicht mehr von Sexträumen auf“, schmunzelte er leicht.
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    • So langsam schien sich der Körper des Franzosen an die Ruhe die nun im Raum lag anzupassen, seine Atmung wurde wieder ruhiger, tiefer, entspannter. Seine Finger fuhren sanft, fast federleicht über Jaydens Rücken, ehe sie anfingen ihm durch die Haare zu streicheln, als ob Noel noch nicht ganz bereit war den Moment den sie gerade hatten gehen zu lassen. Als Jay seinen Kopf an Noels Schulter anlehnte, drückte der Ältere ihm einen sanften Kuss auf die Schläfe, ehe er seine Augen für einen kurzen Moment schloss.

      Du hast es verdient jemanden an deiner Seite zu haben…vielleicht hatte Nath mit seinen Worten tatsächlich recht gehabt und vielleicht war Jayden tatsächlich diese Person, die Person die er verdient hatte und die an seiner Seite sein sollte. Der Gedanke fühlte sich komisch an, nicht komisch auf einer befremdlichen Art und Weise, nicht so wie er es vor einigen Wochen vielleicht noch erwartet hätte, sondern angenehm, ungewohnt aber angenehm. Wie die ersten Sonnenstrahlen die man auf der Haut fühlt nach wochenlangem Gewitter.

      Noel wusste nicht ab welchem Punkt in den letzten Wochen er sich seiner Gefühl klar geworden war. Das war kein plötzlicher Geistesblitz gewesen, er ist nicht eines morgens aufgewacht und dachte sich „das muss Liebe sein“, es kam eher schleichend. Das Gefühl morgens neben Jayden aufzuwachen, von der Wärme die den Jüngeren umgab eingehüllt zu sein, seinen Herzschlag ganz nach am Ohr zu haben und sich automatisch ein wenig entspannen zu können. Der Geschmack von frisch gekochtem Kaffee am Morgen ohne das man danach gefragt hatte. Der Blick aus bernsteinfarbenen Augen, welcher viel mehr aussagte als alle Worte der Welt es wohl nie könnten. Irgendwo dazwischen muss es passiert sein. Es war nichts atemberaubendes, kein Feierwerk, nicht so wie in all diesen schlechten Romanzen die Noel so abgrundtief hasste, es war was ruhiges, was sicheres, ohne aktionsreiche Höhen und Tiefen und vielleicht war das genau dass was Noel brauchte…was sie brauchten.

      „…Mhm…“ Mit einem leisen Brummen stimmte er dem Jüngeren zu. Er sollte sich wahrscheinlich auch nochmal hinlegen, so viel geschlafen hatte er schließlich auch nicht und auch wenn Noel sonst immer Schwierigkeiten hatte wieder einzuschlafen sobald er einmal wach wurde, hatte er nun das Gefühl, dass die Schläfrigkeit schon fast wieder dabei war ihn in ihren Bann zu ziehen. „Wenn alle deine Sexträume so ausgehen, hätte ich nicht so viel einzuwenden.“ scherzte er halbherzig mit einem Schmunzeln auf den Lippen und mit immer noch geschlossenen Augen.
    • „Vergiss die Träume. Du weißt ganz genau, dass es reicht, wenn du mich mal kurz anblinzelst. Das Problem ist viel eher, dass wir wahrscheinlich nie wieder aus dem Bett kommen würden“, murmelte Jay müde. Er sprach nur die Wahrheit. Für die kurze Zeitspanne, die sie sich kannten, hatten sie außerordentlich viel Zeit im Bett verbracht. Das war ja genau, was sie an ihrer normalen Kennenlernphase behinderte. Aber darüber waren sie wohl auch wieder hinaus. Jay hatte garnicht mehr so richtig das Verlangen, sich zu zwingen, auf Sex zu verzichten um sich traditioneller kennenzulernen, seit sie praktisch zusammen hier wohnten. Das war… vielleicht ein bisschen optimistisch ausgedrückt, aber immerhin drückte Noel ihm regelmäßig freiwillig seinen Ersatzschlüssel in die Hand und Jay schlief hier mittlerweile deutlich besser als zuhause. So oft war es noch garnicht gewesen, aber man musste das alles in Relation dazu sehen, dass sie sich vor nicht einmal einem Monat kennengelernt hatten. Aber Jay sah das als etwas positives. Noel konnte ihm genauso wenig fernbleiben wie umgekehrt. So sollte es ja auch sein, oder? Zumindest fühlte es sich richtiger an, als Jays Exbeziehungen, in denen er ewig gebraucht hatte, um mit so viel Nähe klarzukommen. Noel hatte einfach etwas seltsam behagliches an sich. Das würden wahrscheinlich auch nicht alle über ihn sagen.

      Jay setzte sich kurzerhand träge auf und griff nach einem Taschentuch und warf es samt Kondom zum Rest des Chaos auf den Schlafzimmerboden, bevor er sich guten Gewissens neben Noel legen und die Decke wieder etwas über sie ziehen konnte. Es würde nichts daran vorbeiführen, hier mal ordentlich aufzuräumen und alles frisch zu beziehen. Und Jay würde helfen, immerhin wäre es nur fair sich ein bisschen am Haushalt zu beteiligen, wenn er ständig hier war, oder? Solange er es unauffällig machte und Noel keine Panik bekam, weil ihm plötzlich auffiel, dass sich das alles schon ziemlich nach Beziehung anfühlte.

      Jay schlang seinen Arm um Noel und lag so knapp an ihm, dass er seine Haare spürte, wie sie an in der Nase kitzelten. Es war warm, fast zu warm, und er fühlte sich alles andere als sauber, aber trotzdem fühlte er sich so wohl, dass er am liebsten nie wieder aufstehen wollte. Seine Toleranzgrenze war wegen der ganzen Parties aber auch recht hoch. „Ich meinte das mit dem Schlafen ernst und du hast dein 1-sekündiges Zeitfenster verpasst um aufzustehen, also musst du jetzt wohl oder übel mitziehen“, murmelte er leise. Er blinzelte noch kurz Noels Wange entgegen bevor er die Augen schloss und etwas schmunzelte, weil sein Leben ihn bisher noch selten an einen kitschigen Hollywood Film erinnert hatte, aber gerade kam er sich selbst schon beinahe unrealistisch zufrieden und glücklich über die Gesamtsituation vor. Das war kein schlechtes Omen, oder? Einer dieser Momente, wo alles auf einmal bergab ging weil man kurz zu glücklich war? Wenn es so einer war, hielt er sich hoffentlich noch eine Weile.
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    • Noel’s Lachen füllte den Raum kurz aus. Ein leicht rauer, fast schon verschlafener Ton der von den letzten Minuten zerrte die sie eben miteinander gehabt hatten. Ein Ton der tief aus seinem Inneren kam und wohl nicht viele Leute zu hören bekamen. Es war nicht die Art von Lachen die man Fremden schenkte wenn man höflich sein wollte, nicht mal die Art die Freunde zu hören bekamen, vor allem nicht wenn man mit Noel Rivière befreundet war. Kurz musste man sich wohl sogar fragen ob dieser Ton schon jemals vorher Noels Körper verlassen hatte. Es war die Art von Lachen die ganz kurz den ganzen Körper in sanfte Vibrationen versetzte, einem dazu brachte den Kopf für einen Moment zurück zu legen und Serotonin in kurzen Wellen durch den Körper jagged.

      „Gott, du bist fantastisch.“ kam es grinsend von Noel. Der darauffolgenden Kuss hatte nichts mehr mit der Lust zu tun die sie beiden noch vor wenigen Minuten umgeben hatte. Er war sanft, unterstrich seine Worte nochmal und wahrscheinlich hatte er dem Jüngerem in diesem Moment genau so gut ein Liebesgeständnis machen können, die Gefühle die da mitgeschwungen wären, wären wohl nahezu die identisch gewesen.

      Als Noel sich wieder von Jayden löste, hatte das sanfte Lächeln seine Lippen immer noch nicht verlassen und auch als Jayden ihn an sich zog blieben sowohl das Lächeln als auch der viel zu sanfte Ausdruck in seinen Augen erhalten. „Ich bleib gerne noch ein wenig mit dir im Bett.“ kam es etwas leiser von dem Franzosen zurück als er es sich nun auch wieder ein wenig gemütlicher in dem Bett machte. Die Laken hatten, genau so wie die beiden Köper der jungen Männer von den vergangenen Minuten gezerrt und fühlten sich dem entsprechend auch an. Seltsamerweise schien das Noel gerade viel weniger auszumachen als sonst. Nicht dass, das Gefühl von den verschwitzten Laken auf seiner Haut sonderlich angenehm war, aber es war auch nicht unangenehm widerlich, vielleicht war das die Müdigkeit die ihn langsam aber sicher empfing oder die angenehme Wärme die Jayden umgab, aber es war okay. Vielleicht sogar mehr als okay.

      In den Schlafzimmer lag der Geruch von Schweiß, vergangener Lust und etwas seltsam heimisches - eine Mischung aus Noels frisch gewaschener Wäsche und dem körpereigenen Geruch der beiden jungen Männer. Irgendwo ganz weit weg in der Ferne konnte man das fahren von Autos hören, aber in den vier Wänden schien alle weiteren Geräusche keine Rolle zu spielen. Gerade gab es nur Jayden und Noel und das war absolut in Ordnung so.

      Ehe der Franzose noch viel länger über irgendwas nachdenken konnte, wurden seine Augenlider auch schon wieder etwas schwerer. Ob das an Jaydens beruhigender Anwesenheit, dessen Wärme oder den ausdauernden letzten Minuten lag wusste er nicht, aber er kämpfte auch nicht dagegen an und binde weniger Augenblicke war er auch schon wieder eingeschlafen.