Noel hätte sich deutlich schönere Ding vorstellen können als an einem Samstag morgen vor acht auf zustehen, aber was tat man nicht alles für seine große Schwester. Immer noch nur in den Shorts, in den er geschlafen hatte, schimpfte er sich selbst aus, dass er gestern Abend seine Materialien, die er für das MakeUp brauchte nicht schon zusammen geräumt hatte. Er machte auch immer wieder die selben Fehler! Im Grunde konnte und durfte er sich demnach gar nicht darüber aufregen. Während die Kaffeemaschine vor sich hin gluckerte, packte er also die Sachen zusammen die er für den Auftrag brauchte. Von der E-Mail die ihm Flos Freundin am vor Abend geschickt hatte, konnte er ihre ungefähre Vorstellung entnehmen, alles was er dafür nicht brauchte ließ er demnach zuhause. Es war ungewohnt statt dem großen MakeUp-Koffer nur eine Tasche mitzunehmen. Er hatte sich vor einigen Jahren einen großen Kosmetikkoffer mit Rollen zugelegt um nicht immer endlose Taschen mit sich rum schleppen zu müssen und selbst besagte Koffer war mittlerweile zu klein für die Massen die er besaß. Er würde sich wohl bald wieder Gedanken darüber machen müssen, aber nicht heute. Heute kam er mit einer einzelnen Tasche hervorragend aus.
Den ersten Kaffee trank er - immer noch nur in Shorts - stehend in seiner Küche, bevor er sich duschte und anzog. Den zweiten Kaffee füllte er sich in einen Termosbecher ab und trank ihn während der Autofahrt. Nach einer halben Stunde stand er vor dem Haus, zu welchem ihn sein Navi geführt hatte. Es war eine schöne, kleine Doppelhaushälfte etwas abseits des Stadtinternen Trubels. Eine schöne Lage wie Noel fest stellen konnte. Flo hatte erwähnt, dass er mit der Braut und ihren Brautjungfern alleine sein würde, der zukünftige Ehemann sei wohl bei einer seiner Freunden und machte sich dort fertig. Die Braut schien wohl ein wenig Traditionsangehaucht zu sein. Für Noel war das kein Problem, immerhin gab es dann keinen Typen der seine Arbeit in frage stellte oder blöde Kommentare machte. Wie sehr er sich da nur geirrt hatte, stellte er prompt fest, als ihm die Eingangstür geöffnet wurde und eine junge Frau ihn abschätzig von oben bis unten betrachtete.
„Und du bist?“ Wie sehr er sowas doch liebt. Hatten Menschen plötzlich vergessen wie man ‚guten Morgen‘ sagte? „Noel.“ die Verwirrung schien der Frau gerade zu ins Gesicht geschrieben zu sein. „Ich glaube du wurdest nicht eingeladen Noel, das hier ist eine geschlossene Veranstaltung.“ Veranstaltung, dass er nicht lachte. Bevor er jedoch - schnippisch wie er nun mal war - was darauf erwidern konnte, drückte sich eine ihm nur all zu bekannte Gestalt in den Türrahmen. „Noel! Da bist du ja endlich.“ Flo drückte die Frau - dessen Namen Noel immer noch nicht kannte, diese Wissenslücke aber auch nicht unbedingt füllen wollte - weg und zog ihren kleinen Bruder prompt in eine feste Umarmung. „Was heißt hier ‚endlich‘? Ich bin absolut in der Zeit.“ rechtfertige er sich halbherzig und erweiterte die Umarmung.
Wann hatten sie sich das letzte mal gesehen? Das musste kurz nach Flos Geburtstag gewesen sein, und der lag schon Monate in der Vergangenheit. So war das nun mal wenn beide Geschwister viel zu viel arbeiteten. „Alice wartete schon sehnsüchtig auf dich. Hier läuft alles drunter und drüber ohne dich.“ plapperte sie direkte drauf los, als sie sich von ihrem Bruder trennte. Als gehörte das Haus ihr, ließ sie die Frau die Noel die Tür geöffnete hatte am Eingang stehen und dirigierte Noel in das Wohnzimmer.
Das Haus war auch von innen schön. Das Wohnzimmer war hell und lichtdurchflutet mit großen Fenstern und hochwertigen Möbeln. Mitten im Raum standen drei Frauen die viel zu panisch aussahen, dafür dass eine von ihnen heute heiraten sollte. „Ich hab wen mitgebracht.“ flötete Flo als ob sie wüsste, dass Noels Anwesenheit die aufkommende Panik beseitigen würde. Und dem schien wohl auch so aus. „Gott sei dank! Ich dachte schon es sei etwas passiert.“ Noel verstand den Stress nicht so ganz, er war immer noch wunderbar in der Zeit und das MakeUp würde nun auch keinen halben Tag in Anspruch nehmen, wenn überhaupt ein paar Stunden.
Die einzige Person die - neben Noel selbst - tiefen entspannt schien war Flo, aber Flo konnte sich nichts aus der Ruhe bringen. „Ich mach dir Kaffee. Hast du schon was gegessen?“ Nein hatte er nicht, dafür hatte er aber schon zwei Tassen Kaffee intus und sehnte sich nach einer dritten Tasse. Vielleicht sollte er sich auch mal um seinen Kaffeekonsum Gedanken machen, eigentlich konnte das doch nicht gesund sein.
Während seine Schwester ihm Kaffee kochte, räumte er seine Tasche schon mal aus und nahm den Esstisch für sich in Anspruch. Die Menge war übersichtlich aber wahrscheinlich immer noch zu viel für einen Normalverbraucher. Währenddessen unterhielt er sich eine einig mit den anderen Frauen. Die junge Dame die heute heiraten sollte hieß Alice - das wusste er schon aus dem Gespräch mit Flo und aus ihrer E-Mail. Die Frau die ihm die Tür geöffnet hatte - Lina - betrachtete ihn immer noch mit dem selben abschätzigen Blick, schien aber sonst ganz harmlos. Und dann waren da noch die beiden anderen Frauen, die Noel von vorne bis hinten mit allen möglichen Informationen versorgten. Kein halbe Stunde später wusste er, wie sich Alice und ihr zukünftiger Ehemann kennengelernt hatten, das Lina kein Glück mit der Liebe hatte und Flo ihnen wirklich den Arsch gerettet hatte in dem sie Noel gefragt hatte.
„Und du kannst das wirklich? Ich bin mir da ja nicht so ganz sicher.“ Noel verdrehte die Augen als er sich seinen Taillengürtel anlegte. Er sah ein wenig so aus wie die Gürtel die Friseure immer trugen und in welchen sie ihr Material verstauten, nur das sich Noel das Teil sonderanfertigen gelassen hat und es demnach einen deutlich hochwertigeren Eindruck machte als die Kosmetikgürtel die man sonst so auf dem Markt fand. „Wenn ich das nicht können würde, wäre das wohl kaum mein Beruf.“ meinte er genervter als er es beabsichtigt hatte. Wenn er für jedes Mal einen Cent bekam, wenn jemand ihn das fragte, müsste er definitiv nicht mehr arbeiten.
Einige Stunden später hatte er sein Talent unter beweis gestellt. Die Braut strahlte ihn überglücklich an - nach einigen Worten hatte sie nie besser ausgesehen - und selbst Lina schien mehr als nur begeisterter mit seiner Arbeit zu sein, auch wenn sie versuchte sich das nicht anmerken zu lassen. „Das hätte ich sicher auch selbst so gut hinbekommen.“ murmelte sie, bekam von den anderen dreien jedoch keine Beachtung. Sie standen alle vor dem großen Spiegel im Flur und betrachteten Noels Arbeit.
„Du bist echt der Wahnsinn.“ kam es grinsend von Flo, die sich locker an den Esstisch gelehnt hatte und Noel dabei beobachtete wie er die benutzten Pinsel zusammen räumte. „Das sagtest du bereits.“ kam die kokette Antwort. „Ich weiß. Machst du mich auch noch hübsch oder denkst du, das liegt nicht in deiner Macht?“ Flo stieß sich von dem Tisch ab und ließ sich dann auf den Stuhl fallen. „Erzähl nicht so einen Quatsch.“ brummte Noel leise auf. Flo war hübsch. Nicht die Art von hübsch die man gesellschaftlich als das Schönheitsideal der Frau ansah aber auf ihrer ganz eigene Art und Weise war sie wahnsinnig attraktiv. Im Gegensatz zu den anderen vier Frauen, sah sie deutlich sportlicher aus, mit Muskeln an den richtigen Stellen und einer athletischen Figur. „Was trägst du denn?“ erkundigte sich der Franzose um das MakeUp seiner Schwester ihrem Outfit anpassen zu können. Prompt nahm sie ihr Handy aus ihrer Hosentasche und zeigte Noel ein Foto von dem Outfit, welches sie später am Tag noch anziehen würde. Ein wunderschöner dunkelgrüner Hosenanzug mit einem passenden grünen Hemd. Alles perfekt farblich abgestimmt und der braune Gürtel war nur noch das i-Tüpfelchen.
„Gehst du alleine?“ fragte er interessiert, während Noel die Fundation mischte. „Nein, ich hab Begleitung.“ versuchte Flo so locker wie möglich rüberzubringen, das leichte Lächeln konnte sie jedoch nicht verstecken. Flo hatte Probleme damit Beziehungen länger als wenige Monate aufrecht zu erhalten, wenn es überhaupt zu einer Beziehung kam. „Aha. Stellst du sie mir vor?“ Noel war sich irgendwie sicher dass es ich bei der ominösen Person um eine Frau handeln musste. Seine Schwester war zwar Bisexuelle präferierte Frau jedoch eher. „Nur wenn du mir deinen Jayden vorstellst.“ grinste sie frech. „Er ist nicht ‚mein‘ Jayden. Wir hatten nicht mal unser erstes Date.“ rechtfertigte Noel sich halbherzig während er die Fundation auftrug und dann den Pinsel wegsteckte. „Dann solltest du dich mal ranhalten.“ Noel verdrehte die Augen, sagte jedoch nichts dazu. So war Flo nun mal.
Zum Mittag hin war er fertig, und das nicht nur mit dem MakeUp und den Haaren der Frauen sondern auch mit den Nerven. Dafür bekam er definitiv nicht genug Geld. Lina hatte sich trotzdem nochmal versucht mit ihm anzulegen und den Preis auf einen lächerlich niedrigen Betrag runter zu handeln, während sie meinte, dass jeder wohl solche Ergebnisse erzielen konnte, wenn man das nötige Equipment hatte. Noel hatte keinen Nerv für solche Diskussionen, dass er sie darauf hin einfach ignorierte, schien ihr jedoch noch weniger zu passen. Er war demnach einfach nur froh als Alice ihm einen weißen Umschlag in die Hand drückte und Flo ihn zur Tür begleitete. Die beiden Geschwister verabschiedeten ich von einander, Flo bleute ihm nochmal ein, dass er mit Jayden das geplante Date abstimmen sollte und dann saß er - endlich - wieder in seinem Wagen auf dem Weg nach Hause.
Eine Dreiviertelstunde später saß er mit Sushi - welches er sich spontan auf dem Rückweg geholt hatte - auf der Couch. Das Handy in der einen Hand und die Stäbchen in der anderen. Er sollte Jayden wirklich schrieben. Die Frage war nur was. Er wollte nicht zu aufdringlich rüberkommen. Kurzerhand öffnete er über WhatsApp seine Galerie, wählte die Bilder aus die Jayden am Donnerstagabend von ihm gemacht hatte und tippte dann auf das Nachrichtenfeld.
Noel: Damit du bis zu unseren Date nicht vergisst wie ich aussehen ;). Wie schaut’s bei dir am Dienstag aus?
Den ersten Kaffee trank er - immer noch nur in Shorts - stehend in seiner Küche, bevor er sich duschte und anzog. Den zweiten Kaffee füllte er sich in einen Termosbecher ab und trank ihn während der Autofahrt. Nach einer halben Stunde stand er vor dem Haus, zu welchem ihn sein Navi geführt hatte. Es war eine schöne, kleine Doppelhaushälfte etwas abseits des Stadtinternen Trubels. Eine schöne Lage wie Noel fest stellen konnte. Flo hatte erwähnt, dass er mit der Braut und ihren Brautjungfern alleine sein würde, der zukünftige Ehemann sei wohl bei einer seiner Freunden und machte sich dort fertig. Die Braut schien wohl ein wenig Traditionsangehaucht zu sein. Für Noel war das kein Problem, immerhin gab es dann keinen Typen der seine Arbeit in frage stellte oder blöde Kommentare machte. Wie sehr er sich da nur geirrt hatte, stellte er prompt fest, als ihm die Eingangstür geöffnet wurde und eine junge Frau ihn abschätzig von oben bis unten betrachtete.
„Und du bist?“ Wie sehr er sowas doch liebt. Hatten Menschen plötzlich vergessen wie man ‚guten Morgen‘ sagte? „Noel.“ die Verwirrung schien der Frau gerade zu ins Gesicht geschrieben zu sein. „Ich glaube du wurdest nicht eingeladen Noel, das hier ist eine geschlossene Veranstaltung.“ Veranstaltung, dass er nicht lachte. Bevor er jedoch - schnippisch wie er nun mal war - was darauf erwidern konnte, drückte sich eine ihm nur all zu bekannte Gestalt in den Türrahmen. „Noel! Da bist du ja endlich.“ Flo drückte die Frau - dessen Namen Noel immer noch nicht kannte, diese Wissenslücke aber auch nicht unbedingt füllen wollte - weg und zog ihren kleinen Bruder prompt in eine feste Umarmung. „Was heißt hier ‚endlich‘? Ich bin absolut in der Zeit.“ rechtfertige er sich halbherzig und erweiterte die Umarmung.
Wann hatten sie sich das letzte mal gesehen? Das musste kurz nach Flos Geburtstag gewesen sein, und der lag schon Monate in der Vergangenheit. So war das nun mal wenn beide Geschwister viel zu viel arbeiteten. „Alice wartete schon sehnsüchtig auf dich. Hier läuft alles drunter und drüber ohne dich.“ plapperte sie direkte drauf los, als sie sich von ihrem Bruder trennte. Als gehörte das Haus ihr, ließ sie die Frau die Noel die Tür geöffnete hatte am Eingang stehen und dirigierte Noel in das Wohnzimmer.
Das Haus war auch von innen schön. Das Wohnzimmer war hell und lichtdurchflutet mit großen Fenstern und hochwertigen Möbeln. Mitten im Raum standen drei Frauen die viel zu panisch aussahen, dafür dass eine von ihnen heute heiraten sollte. „Ich hab wen mitgebracht.“ flötete Flo als ob sie wüsste, dass Noels Anwesenheit die aufkommende Panik beseitigen würde. Und dem schien wohl auch so aus. „Gott sei dank! Ich dachte schon es sei etwas passiert.“ Noel verstand den Stress nicht so ganz, er war immer noch wunderbar in der Zeit und das MakeUp würde nun auch keinen halben Tag in Anspruch nehmen, wenn überhaupt ein paar Stunden.
Die einzige Person die - neben Noel selbst - tiefen entspannt schien war Flo, aber Flo konnte sich nichts aus der Ruhe bringen. „Ich mach dir Kaffee. Hast du schon was gegessen?“ Nein hatte er nicht, dafür hatte er aber schon zwei Tassen Kaffee intus und sehnte sich nach einer dritten Tasse. Vielleicht sollte er sich auch mal um seinen Kaffeekonsum Gedanken machen, eigentlich konnte das doch nicht gesund sein.
Während seine Schwester ihm Kaffee kochte, räumte er seine Tasche schon mal aus und nahm den Esstisch für sich in Anspruch. Die Menge war übersichtlich aber wahrscheinlich immer noch zu viel für einen Normalverbraucher. Währenddessen unterhielt er sich eine einig mit den anderen Frauen. Die junge Dame die heute heiraten sollte hieß Alice - das wusste er schon aus dem Gespräch mit Flo und aus ihrer E-Mail. Die Frau die ihm die Tür geöffnet hatte - Lina - betrachtete ihn immer noch mit dem selben abschätzigen Blick, schien aber sonst ganz harmlos. Und dann waren da noch die beiden anderen Frauen, die Noel von vorne bis hinten mit allen möglichen Informationen versorgten. Kein halbe Stunde später wusste er, wie sich Alice und ihr zukünftiger Ehemann kennengelernt hatten, das Lina kein Glück mit der Liebe hatte und Flo ihnen wirklich den Arsch gerettet hatte in dem sie Noel gefragt hatte.
„Und du kannst das wirklich? Ich bin mir da ja nicht so ganz sicher.“ Noel verdrehte die Augen als er sich seinen Taillengürtel anlegte. Er sah ein wenig so aus wie die Gürtel die Friseure immer trugen und in welchen sie ihr Material verstauten, nur das sich Noel das Teil sonderanfertigen gelassen hat und es demnach einen deutlich hochwertigeren Eindruck machte als die Kosmetikgürtel die man sonst so auf dem Markt fand. „Wenn ich das nicht können würde, wäre das wohl kaum mein Beruf.“ meinte er genervter als er es beabsichtigt hatte. Wenn er für jedes Mal einen Cent bekam, wenn jemand ihn das fragte, müsste er definitiv nicht mehr arbeiten.
Einige Stunden später hatte er sein Talent unter beweis gestellt. Die Braut strahlte ihn überglücklich an - nach einigen Worten hatte sie nie besser ausgesehen - und selbst Lina schien mehr als nur begeisterter mit seiner Arbeit zu sein, auch wenn sie versuchte sich das nicht anmerken zu lassen. „Das hätte ich sicher auch selbst so gut hinbekommen.“ murmelte sie, bekam von den anderen dreien jedoch keine Beachtung. Sie standen alle vor dem großen Spiegel im Flur und betrachteten Noels Arbeit.
„Du bist echt der Wahnsinn.“ kam es grinsend von Flo, die sich locker an den Esstisch gelehnt hatte und Noel dabei beobachtete wie er die benutzten Pinsel zusammen räumte. „Das sagtest du bereits.“ kam die kokette Antwort. „Ich weiß. Machst du mich auch noch hübsch oder denkst du, das liegt nicht in deiner Macht?“ Flo stieß sich von dem Tisch ab und ließ sich dann auf den Stuhl fallen. „Erzähl nicht so einen Quatsch.“ brummte Noel leise auf. Flo war hübsch. Nicht die Art von hübsch die man gesellschaftlich als das Schönheitsideal der Frau ansah aber auf ihrer ganz eigene Art und Weise war sie wahnsinnig attraktiv. Im Gegensatz zu den anderen vier Frauen, sah sie deutlich sportlicher aus, mit Muskeln an den richtigen Stellen und einer athletischen Figur. „Was trägst du denn?“ erkundigte sich der Franzose um das MakeUp seiner Schwester ihrem Outfit anpassen zu können. Prompt nahm sie ihr Handy aus ihrer Hosentasche und zeigte Noel ein Foto von dem Outfit, welches sie später am Tag noch anziehen würde. Ein wunderschöner dunkelgrüner Hosenanzug mit einem passenden grünen Hemd. Alles perfekt farblich abgestimmt und der braune Gürtel war nur noch das i-Tüpfelchen.
„Gehst du alleine?“ fragte er interessiert, während Noel die Fundation mischte. „Nein, ich hab Begleitung.“ versuchte Flo so locker wie möglich rüberzubringen, das leichte Lächeln konnte sie jedoch nicht verstecken. Flo hatte Probleme damit Beziehungen länger als wenige Monate aufrecht zu erhalten, wenn es überhaupt zu einer Beziehung kam. „Aha. Stellst du sie mir vor?“ Noel war sich irgendwie sicher dass es ich bei der ominösen Person um eine Frau handeln musste. Seine Schwester war zwar Bisexuelle präferierte Frau jedoch eher. „Nur wenn du mir deinen Jayden vorstellst.“ grinste sie frech. „Er ist nicht ‚mein‘ Jayden. Wir hatten nicht mal unser erstes Date.“ rechtfertigte Noel sich halbherzig während er die Fundation auftrug und dann den Pinsel wegsteckte. „Dann solltest du dich mal ranhalten.“ Noel verdrehte die Augen, sagte jedoch nichts dazu. So war Flo nun mal.
Zum Mittag hin war er fertig, und das nicht nur mit dem MakeUp und den Haaren der Frauen sondern auch mit den Nerven. Dafür bekam er definitiv nicht genug Geld. Lina hatte sich trotzdem nochmal versucht mit ihm anzulegen und den Preis auf einen lächerlich niedrigen Betrag runter zu handeln, während sie meinte, dass jeder wohl solche Ergebnisse erzielen konnte, wenn man das nötige Equipment hatte. Noel hatte keinen Nerv für solche Diskussionen, dass er sie darauf hin einfach ignorierte, schien ihr jedoch noch weniger zu passen. Er war demnach einfach nur froh als Alice ihm einen weißen Umschlag in die Hand drückte und Flo ihn zur Tür begleitete. Die beiden Geschwister verabschiedeten ich von einander, Flo bleute ihm nochmal ein, dass er mit Jayden das geplante Date abstimmen sollte und dann saß er - endlich - wieder in seinem Wagen auf dem Weg nach Hause.
Eine Dreiviertelstunde später saß er mit Sushi - welches er sich spontan auf dem Rückweg geholt hatte - auf der Couch. Das Handy in der einen Hand und die Stäbchen in der anderen. Er sollte Jayden wirklich schrieben. Die Frage war nur was. Er wollte nicht zu aufdringlich rüberkommen. Kurzerhand öffnete er über WhatsApp seine Galerie, wählte die Bilder aus die Jayden am Donnerstagabend von ihm gemacht hatte und tippte dann auf das Nachrichtenfeld.
Noel: Damit du bis zu unseren Date nicht vergisst wie ich aussehen ;). Wie schaut’s bei dir am Dienstag aus?