Ian
Ich lief so schnell ich konnte und stolperte beinahe über meine eigenen Beine. Ich sah sie schon von Weitem, wie sie auf mich wartete. Und ich hoffte inständig das sie nicht schon so lange hier stand. Schließlich wurde es allmählich kühler. Meine Füßen liefen weiter, schneller, fast panisch. Als sie meinen Namen rief, traf mich ihre Stimme mitten ins Herz. Sie war so vertraut, so warm, aber ein Hauch von Sorge schwang ebenfalls darin. Ich blieb vor ihr stehen, versuchte ruhig zu bleiben. Doch meine Hände zitterten wie wild und ich ballte sie zu Fäusten, damit es aufhörte. Sie legte ihre Hände auf meine Wangen und diese Berührung überraschte mich. Ich schloß für einen Moment meine Augen. Ihre Hände waren warm und ich spürte erst jetzt so richtig wie kalt ich eigentlich war. Als hätte mir jemand das Blut aus den Adern gesaugt. Ihre Stimme war voller Sorge und ich hasste mich dafür das ich alleine der Grund dafür war. Ich spürte wie sie in meinen Augen nach Antworten suchte, aber sie konnte nicht hinter die Fassade schauen. Als sie Tristan erwähnte, spannte sich mein Kiefer automatisch etwas an. Natürlich dachte sie das er Schuld an meiner Stimmung ist, aber dem war nicht so. Dieses Mal traf ihn keine Schuld. Ich öffnete den Mund um etwas zu sagen. Eine Lüge oder sonst irgendetwas. Doch die Worte kamen nicht über meine Lippen. Sobald ich ihr davon erzähle, würde dieses zarte Band zwischen uns zerreißen... Und das wollte ich unter keinen Umständen.
Sie gab auf und sprach davon das es okay ist wenn ich nichts sagte. Meine Brust zog sich schmerzhaft zusammen.
Der Heimweg verlief still, aber das Schweigen fühlte sich laut an. Jeder Gedanke in meinem Kopf sprang durcheinander. Immer wieder sah ich zu ihr rüber, nur um sicher zu gehen das sie noch da war. Ich hielt ihre Hand fester als sonst. Die Wälder und Straßen von Forks zogen dunkel und gespenstisch an uns vobei und ich merkte gar nicht das wir schon längst an ihrem Haus angekommen waren.
Sie drückte mir einen Kuss auf die Wange und diese kleine Geste traf mich mitten ins Herz. Sie verabschiedete sich von mir und ich brachte kein Wort heraus. Ich nickte nur. Mein Hals war wie zugeschnürrt. Ich drehte mich auf dem Absatz um und verschwand im dichten Nebel. Als ich außer Sichtweite war atmete ich tief ein und aus. Mein Herz schlug wie wild gegen meine Brust und mein Kopf dröhnte. Ich musste nach Hause.. Einfach nur nach Hause.
Ich lief so schnell wie meine Füße mich tragen konnten und stürzte beinahe in mein Haus hinein. Die Tür hinter mir schlug mit einer Wucht zu, sodass das Holz kurz im Rahmen vibrierte. Ich sank mit den Rücken dagegen. Mein Atem ging stoßweise. Für einen Moment starrte ich nur in den dunklen Flur. Ich nahm noch nicht einmal die Wanduhr war, die sonst immer laut tickte. Das Einzige was ich wahrnahm war mein Herzschlag. Es fühlte sich so an als würde mein Herz gleich aus der Brust springen. Ich fuhr mir mit beiden Händen durchs Haar und presste die Augen zusammen. Dass half aber nichts.. Meine Hände fingen wieder an zu zittern. Ich ballte sie zu Fäusten bis meine Knöchel weiß wurden. Aber selbst das Zittern konnte diese Gedanken aus meinem Kopf nicht vertreiben. Etwas simmte nicht. Plötzlich tauchten Bilder vor meinen Augen auf, die ich schon längst verdrängt hatte. Ich versuchte sie zu vertreiben.
Ich stieß mich vom Boden ab und versuchte aufzustehen. Ein paar Schritte ging ich durch den Flur und stützte mich an der Kommode ab, da ich ins Wanken kam. Ich blieb plötzlich stehen, als der Druck in meinem Kopf größer wurde. Ein stechender Schmerz zog sich über meine Schläfen. "Nicht jetzt...", sprach ich heiser. Bilder von damals schossen mir durch den Kopf. Ich durfte nicht zulassen das mein innerer Dämon herausbricht. Meine Füße trugen mich bis zum Sofa. Ich ließ mich darauf fallen und zog das Handy aus meiner Tasche. Meine Hände zitterten immer noch und durch den Druck in meinem Kopf konnte ich kaum etwas auf dem Display erkennen.
Ich kniff die Augen zusammen und wähle die Nummer, die mir in dieser Situation irgendwie helfen konnte.
Es klingelte nicht einmal und sie hob ab. "Ian? Ian was ist passiert?" Ich schluchzte und mir liefen plötzlich die Tränen. "Oh mein Junge. Erzähl mir was los ist." Ich zögerte und wischte mir die Tränen weg. Ich versuchte die richtigen Worte zu finden. Aber ich bekam nicht viel aus mir heraus. "Es geht wieder los..." Stille am Ende der Leitung, ich konnte nur hören wie meine Mum panisch ein und ausatmete und ebenfalls gegen die ankommenden Tränen ringte. Ich schluckte und versuchte alles in einem Satz zu verpacken. "Ich seh diese Bilder wieder.. Diese Stimme sprach heute wieder zu mir.. Mein Kopf bringt mich fast um.. Mum ich weiß nicht was ich tun soll... Was passiert mit mir?" Ich merkte wie meine Mutter ebenfalls nach den richtigen Worten suchte.
" Hör zu Ian. Ich kann spüren wie schwer dieser Kampf gerade für dich ist und wie sehr du leidest. Ich kann spüren wie ängstlich und wütend du bist und wie dir diese Stimme einreden möchte, das du die Kontrolle verlierst. Aber hör mir einen Moment zu. Du weißt was du in dir trägst und du kannst mir glauben wenn ich dir sage das dieses Wolfsgen nicht dein Feind ist. Es ist ein Teil von dir. Es mag zwar manchmal laut und beängstigend sein, aber Stärke bedeutet nicht automaitsch Zerstörung. Stärke kann auch Schutz sein und sie hilft dir immer weiter zu machen, wo andere schon längst aufgegeben hätten. Du bist kein Monster. Du bist der Junge der meine Hand gehalten hat, als er Angst hatte. Der Junge der sich den Bauch vor lachen gehalten hat. Der Junge mit dem größten Herzen das es auf der Welt gibt. Und genau dieses Hez ist stärker als irgendein innerer Dämon. Heute ist so ein Tag wo du denkst das alles zerbricht, wo irgendetwas versucht die Kontrolle über dich zu übernehmen. Wenn das passiert erinnere dich an meine Stimme und meine Worte:
Atme langsam. Du bist hier. Du bist Ian. Der Wolf in dir mag laut sein, aber er ist nicht dein Herr. Er kann gelenkt und kontrolliert werden von dir. Aber das braucht Zeit. Schritt für Schritt. Atemzug für Atemzug. Du musst nicht heute diesen inneren Dämon besiegen, du musst nur diesen jetzigen Moment durchstehen. Und wenn die Dunkelheit mal wieder zu groß wird. Stell dir vor ich sitze neben dir und vielleicht lege ich meine Hand auf deine Schulter, so wie früher und würde dir sagen: Du bist nicht alleine. Du bist kein Monster. Du bist mein Sohn, Ian. Und ich werde immer an deiner Seite sein, egal was kommt. Und jetzt ganz ruhig. Atme tief ein und aus. Ich bin bei dir. Für immer."
Ihre Worte berührten mich und ich ließ sie mir wieder und wieder durch den Kopf gehen. Ich folgte ihren Anweisungen und tatsächlich beruhigten sich die Gedanken in meinem Kopf und mein Herz schlug langsamer. Der Dämon war plötzlich nicht mehr so laut. Meine Augen konnte ich wieder richtig öffnen und ich setzte mich bequem auf das Sofa hin. "Danke Mum.. Kannst du noch ein wenig dran bleiben und mir von deinem Tag erzählen?" "Natürlich mein Schatz."
Ich lief so schnell ich konnte und stolperte beinahe über meine eigenen Beine. Ich sah sie schon von Weitem, wie sie auf mich wartete. Und ich hoffte inständig das sie nicht schon so lange hier stand. Schließlich wurde es allmählich kühler. Meine Füßen liefen weiter, schneller, fast panisch. Als sie meinen Namen rief, traf mich ihre Stimme mitten ins Herz. Sie war so vertraut, so warm, aber ein Hauch von Sorge schwang ebenfalls darin. Ich blieb vor ihr stehen, versuchte ruhig zu bleiben. Doch meine Hände zitterten wie wild und ich ballte sie zu Fäusten, damit es aufhörte. Sie legte ihre Hände auf meine Wangen und diese Berührung überraschte mich. Ich schloß für einen Moment meine Augen. Ihre Hände waren warm und ich spürte erst jetzt so richtig wie kalt ich eigentlich war. Als hätte mir jemand das Blut aus den Adern gesaugt. Ihre Stimme war voller Sorge und ich hasste mich dafür das ich alleine der Grund dafür war. Ich spürte wie sie in meinen Augen nach Antworten suchte, aber sie konnte nicht hinter die Fassade schauen. Als sie Tristan erwähnte, spannte sich mein Kiefer automatisch etwas an. Natürlich dachte sie das er Schuld an meiner Stimmung ist, aber dem war nicht so. Dieses Mal traf ihn keine Schuld. Ich öffnete den Mund um etwas zu sagen. Eine Lüge oder sonst irgendetwas. Doch die Worte kamen nicht über meine Lippen. Sobald ich ihr davon erzähle, würde dieses zarte Band zwischen uns zerreißen... Und das wollte ich unter keinen Umständen.
Sie gab auf und sprach davon das es okay ist wenn ich nichts sagte. Meine Brust zog sich schmerzhaft zusammen.
Der Heimweg verlief still, aber das Schweigen fühlte sich laut an. Jeder Gedanke in meinem Kopf sprang durcheinander. Immer wieder sah ich zu ihr rüber, nur um sicher zu gehen das sie noch da war. Ich hielt ihre Hand fester als sonst. Die Wälder und Straßen von Forks zogen dunkel und gespenstisch an uns vobei und ich merkte gar nicht das wir schon längst an ihrem Haus angekommen waren.
Sie drückte mir einen Kuss auf die Wange und diese kleine Geste traf mich mitten ins Herz. Sie verabschiedete sich von mir und ich brachte kein Wort heraus. Ich nickte nur. Mein Hals war wie zugeschnürrt. Ich drehte mich auf dem Absatz um und verschwand im dichten Nebel. Als ich außer Sichtweite war atmete ich tief ein und aus. Mein Herz schlug wie wild gegen meine Brust und mein Kopf dröhnte. Ich musste nach Hause.. Einfach nur nach Hause.
Ich lief so schnell wie meine Füße mich tragen konnten und stürzte beinahe in mein Haus hinein. Die Tür hinter mir schlug mit einer Wucht zu, sodass das Holz kurz im Rahmen vibrierte. Ich sank mit den Rücken dagegen. Mein Atem ging stoßweise. Für einen Moment starrte ich nur in den dunklen Flur. Ich nahm noch nicht einmal die Wanduhr war, die sonst immer laut tickte. Das Einzige was ich wahrnahm war mein Herzschlag. Es fühlte sich so an als würde mein Herz gleich aus der Brust springen. Ich fuhr mir mit beiden Händen durchs Haar und presste die Augen zusammen. Dass half aber nichts.. Meine Hände fingen wieder an zu zittern. Ich ballte sie zu Fäusten bis meine Knöchel weiß wurden. Aber selbst das Zittern konnte diese Gedanken aus meinem Kopf nicht vertreiben. Etwas simmte nicht. Plötzlich tauchten Bilder vor meinen Augen auf, die ich schon längst verdrängt hatte. Ich versuchte sie zu vertreiben.
Ich stieß mich vom Boden ab und versuchte aufzustehen. Ein paar Schritte ging ich durch den Flur und stützte mich an der Kommode ab, da ich ins Wanken kam. Ich blieb plötzlich stehen, als der Druck in meinem Kopf größer wurde. Ein stechender Schmerz zog sich über meine Schläfen. "Nicht jetzt...", sprach ich heiser. Bilder von damals schossen mir durch den Kopf. Ich durfte nicht zulassen das mein innerer Dämon herausbricht. Meine Füße trugen mich bis zum Sofa. Ich ließ mich darauf fallen und zog das Handy aus meiner Tasche. Meine Hände zitterten immer noch und durch den Druck in meinem Kopf konnte ich kaum etwas auf dem Display erkennen.
Ich kniff die Augen zusammen und wähle die Nummer, die mir in dieser Situation irgendwie helfen konnte.
Es klingelte nicht einmal und sie hob ab. "Ian? Ian was ist passiert?" Ich schluchzte und mir liefen plötzlich die Tränen. "Oh mein Junge. Erzähl mir was los ist." Ich zögerte und wischte mir die Tränen weg. Ich versuchte die richtigen Worte zu finden. Aber ich bekam nicht viel aus mir heraus. "Es geht wieder los..." Stille am Ende der Leitung, ich konnte nur hören wie meine Mum panisch ein und ausatmete und ebenfalls gegen die ankommenden Tränen ringte. Ich schluckte und versuchte alles in einem Satz zu verpacken. "Ich seh diese Bilder wieder.. Diese Stimme sprach heute wieder zu mir.. Mein Kopf bringt mich fast um.. Mum ich weiß nicht was ich tun soll... Was passiert mit mir?" Ich merkte wie meine Mutter ebenfalls nach den richtigen Worten suchte.
" Hör zu Ian. Ich kann spüren wie schwer dieser Kampf gerade für dich ist und wie sehr du leidest. Ich kann spüren wie ängstlich und wütend du bist und wie dir diese Stimme einreden möchte, das du die Kontrolle verlierst. Aber hör mir einen Moment zu. Du weißt was du in dir trägst und du kannst mir glauben wenn ich dir sage das dieses Wolfsgen nicht dein Feind ist. Es ist ein Teil von dir. Es mag zwar manchmal laut und beängstigend sein, aber Stärke bedeutet nicht automaitsch Zerstörung. Stärke kann auch Schutz sein und sie hilft dir immer weiter zu machen, wo andere schon längst aufgegeben hätten. Du bist kein Monster. Du bist der Junge der meine Hand gehalten hat, als er Angst hatte. Der Junge der sich den Bauch vor lachen gehalten hat. Der Junge mit dem größten Herzen das es auf der Welt gibt. Und genau dieses Hez ist stärker als irgendein innerer Dämon. Heute ist so ein Tag wo du denkst das alles zerbricht, wo irgendetwas versucht die Kontrolle über dich zu übernehmen. Wenn das passiert erinnere dich an meine Stimme und meine Worte:
Atme langsam. Du bist hier. Du bist Ian. Der Wolf in dir mag laut sein, aber er ist nicht dein Herr. Er kann gelenkt und kontrolliert werden von dir. Aber das braucht Zeit. Schritt für Schritt. Atemzug für Atemzug. Du musst nicht heute diesen inneren Dämon besiegen, du musst nur diesen jetzigen Moment durchstehen. Und wenn die Dunkelheit mal wieder zu groß wird. Stell dir vor ich sitze neben dir und vielleicht lege ich meine Hand auf deine Schulter, so wie früher und würde dir sagen: Du bist nicht alleine. Du bist kein Monster. Du bist mein Sohn, Ian. Und ich werde immer an deiner Seite sein, egal was kommt. Und jetzt ganz ruhig. Atme tief ein und aus. Ich bin bei dir. Für immer."
Ihre Worte berührten mich und ich ließ sie mir wieder und wieder durch den Kopf gehen. Ich folgte ihren Anweisungen und tatsächlich beruhigten sich die Gedanken in meinem Kopf und mein Herz schlug langsamer. Der Dämon war plötzlich nicht mehr so laut. Meine Augen konnte ich wieder richtig öffnen und ich setzte mich bequem auf das Sofa hin. "Danke Mum.. Kannst du noch ein wenig dran bleiben und mir von deinem Tag erzählen?" "Natürlich mein Schatz."


Ich wollte mich für mein Verhalten heute Nachmittag entschuldigen.
Es war irgendwie ein komischer Tag und nein es lag nicht an dir. Mir gingen viele Dinge durch den Kopf, die ich erst einmal verarbeiten musste. Tut mir leid wenn ich dich verletzt haben sollte. Das war nicht meine Absicht. Du bist mir sehr wichtig und ich möchte dich nicht verlieren...
Du bedeutest mir alles. Doch jetzt möchte ich wissen wie es dir geht und wie dein restlicher Tag noch so war?"
. Jedenfalls habe ich mich zu Hause ein bisschen in die alten Unterlagen von meiner Familie vergraben, um den Kopf frei zu bekommen. Ich freue mich einfach darauf, dich morgen wiederzusehen. Schlaf gut!
"