„Mal angenommen, wir kommen an deine 3,000 $, was machst du dann so ganz ohne Geld, wenn du mich ausgezahlt hast? Wie kommst du weiter im Leben, wenn du keine Finanzen mehr hast? Klar, meine Ausgaben sind dann wohl wieder drin, aber wie es weitergeht hast du dir nicht gedacht, hm?“
Georgia stutzte beim Essen. So weit hatte sie wirklich nicht gedacht - sie hatte aber auch nicht damit gerechnet, dass er sich um solche Sachen kümmern würde. Wäre es nicht genug für ihn, eine Art Finderlohn für sie zu bekommen und diese ganze Sache damit abzublasen? Hatte er denn schließlich nicht auch ein gewisses Risiko, sie in seiner Nähe zu behalten? Immerhin war die Polizei hinter ihr her; wenn einmal herauskäme, dass er bei ihr war, würde er auch gesucht werden. War das nicht zu viel Aufmerksamkeit für diesen Dealer, der sein Magipramin verscherbelte? Wollte er nicht wieder schnell zurück zu seinem Tagesgeschäft?
„So wie es klingt, hast du keinen Rückzugsort. Keine Familie, die dir Schutz bieten würde, sondern dich vielmehr noch ans Messer liefern würde? Ich hab dir jetzt einen Weg geöffnet, wie du aus der Stadt abhauen kannst. Nur ist dann fraglich, ob du nochmal jemanden findest, der dich unterstützt, denn seien wir mal ehrlich; du hast keinen Schimmer davon, wie es ist, unterzutauchen und allein zu agieren.“
Georgia schrumpfte ein bisschen ein auf ihrem Hocker. Diese Gedanken brachten dasselbe Gefühl von Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung in ihr auf, das sie die letzten Tage auf ihrer Flucht verspürt und zu verdrängen versucht hatte. Der Apothekar sprach mit einer Endgültigkeit, als wäre schon längst entschieden worden, dass sie eine Kriminelle auf der Flucht war und jetzt nur noch sehen musste, wie sie sich vor der Polizei verstecken konnte. Aber das stimmte nicht! Georgia war keine Kriminelle; gab es denn niemanden dort draußen, der ihr das glauben mochte? Sah wirklich das ganze Land sie als Terroristin?
Und wenn das so war, was sollte sie dann tun? Wie konnte sie zurück in ihr Leben kommen?
Georgia rührte ohne zu antworten in ihrem Essen herum.
„Wie kannst du dich also dann revanchieren? Arbeite es ab.”
Da sah sie skeptisch auf. Die Maske starrte ausdruckslos zurück.
“Arbeite für mich. Ich zeig dir, wie man untertaucht und sich eine Basis auf dem aufbaut, was man hat. Du musst dir nur deine Rechtschaffenheit abgewöhnen, die ist dann ein bisschen fehl am Platz.“
“Für dich arbeiten.”
Ihr Gehirn ließ Alarmglocken schrillen, die sie nicht so einfach ignorieren konnte. Arbeiten - für ihn? Was denn arbeiten? Doch nicht…?
„Vielleicht willst du dann ja sogar mal das Magipramin ausprobieren. Falls du wieder dein Vieh da beschwörst und es nicht mehr wegkriegst. Wer weiß, aber bestimmt bekommst du dann die Kontrolle, die du dafür brauchst. Wär das nichts, nicht mehr ständig Sorge haben zu müssen, ob deine Bestie erscheint, was sie tut und wie du sie wieder loswirst? Es gibt für viele Fragen Antworten. Du musst nur in den dreckigen Ecken gucken, die du sonst meidest.“
Georgia schnitt eine Grimasse. Ganz anscheinend meinte er genau das.
“Ich brauche meine Bestie nicht, dann muss ich sie auch nicht kontrollieren. Und ich bin keine… keine Kriminelle.”
Im Gegensatz zum Apothekar, der so leichtfertig darüber reden konnte, einfach “unterzutauchen”, brachte Georgia es gar nicht leichtfertig zustande, sich als Kriminelle zu sehen. Untertauchen! Aber sie war unschuldig! … Zumindest teilweise.
“Zu was soll ich die Kreatur denn kontrollieren? Dass sie keine Leute mehr auffrisst? Da kann ich sie doch auch gleich dort lassen, wo sie jetzt gerade ist. Es wird mir doch sicher auch kein zweites Mal passieren, dass ich sie ausversehen beschwöre.”
Georgia stutzte beim Essen. So weit hatte sie wirklich nicht gedacht - sie hatte aber auch nicht damit gerechnet, dass er sich um solche Sachen kümmern würde. Wäre es nicht genug für ihn, eine Art Finderlohn für sie zu bekommen und diese ganze Sache damit abzublasen? Hatte er denn schließlich nicht auch ein gewisses Risiko, sie in seiner Nähe zu behalten? Immerhin war die Polizei hinter ihr her; wenn einmal herauskäme, dass er bei ihr war, würde er auch gesucht werden. War das nicht zu viel Aufmerksamkeit für diesen Dealer, der sein Magipramin verscherbelte? Wollte er nicht wieder schnell zurück zu seinem Tagesgeschäft?
„So wie es klingt, hast du keinen Rückzugsort. Keine Familie, die dir Schutz bieten würde, sondern dich vielmehr noch ans Messer liefern würde? Ich hab dir jetzt einen Weg geöffnet, wie du aus der Stadt abhauen kannst. Nur ist dann fraglich, ob du nochmal jemanden findest, der dich unterstützt, denn seien wir mal ehrlich; du hast keinen Schimmer davon, wie es ist, unterzutauchen und allein zu agieren.“
Georgia schrumpfte ein bisschen ein auf ihrem Hocker. Diese Gedanken brachten dasselbe Gefühl von Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung in ihr auf, das sie die letzten Tage auf ihrer Flucht verspürt und zu verdrängen versucht hatte. Der Apothekar sprach mit einer Endgültigkeit, als wäre schon längst entschieden worden, dass sie eine Kriminelle auf der Flucht war und jetzt nur noch sehen musste, wie sie sich vor der Polizei verstecken konnte. Aber das stimmte nicht! Georgia war keine Kriminelle; gab es denn niemanden dort draußen, der ihr das glauben mochte? Sah wirklich das ganze Land sie als Terroristin?
Und wenn das so war, was sollte sie dann tun? Wie konnte sie zurück in ihr Leben kommen?
Georgia rührte ohne zu antworten in ihrem Essen herum.
„Wie kannst du dich also dann revanchieren? Arbeite es ab.”
Da sah sie skeptisch auf. Die Maske starrte ausdruckslos zurück.
“Arbeite für mich. Ich zeig dir, wie man untertaucht und sich eine Basis auf dem aufbaut, was man hat. Du musst dir nur deine Rechtschaffenheit abgewöhnen, die ist dann ein bisschen fehl am Platz.“
“Für dich arbeiten.”
Ihr Gehirn ließ Alarmglocken schrillen, die sie nicht so einfach ignorieren konnte. Arbeiten - für ihn? Was denn arbeiten? Doch nicht…?
„Vielleicht willst du dann ja sogar mal das Magipramin ausprobieren. Falls du wieder dein Vieh da beschwörst und es nicht mehr wegkriegst. Wer weiß, aber bestimmt bekommst du dann die Kontrolle, die du dafür brauchst. Wär das nichts, nicht mehr ständig Sorge haben zu müssen, ob deine Bestie erscheint, was sie tut und wie du sie wieder loswirst? Es gibt für viele Fragen Antworten. Du musst nur in den dreckigen Ecken gucken, die du sonst meidest.“
Georgia schnitt eine Grimasse. Ganz anscheinend meinte er genau das.
“Ich brauche meine Bestie nicht, dann muss ich sie auch nicht kontrollieren. Und ich bin keine… keine Kriminelle.”
Im Gegensatz zum Apothekar, der so leichtfertig darüber reden konnte, einfach “unterzutauchen”, brachte Georgia es gar nicht leichtfertig zustande, sich als Kriminelle zu sehen. Untertauchen! Aber sie war unschuldig! … Zumindest teilweise.
“Zu was soll ich die Kreatur denn kontrollieren? Dass sie keine Leute mehr auffrisst? Da kann ich sie doch auch gleich dort lassen, wo sie jetzt gerade ist. Es wird mir doch sicher auch kein zweites Mal passieren, dass ich sie ausversehen beschwöre.”
