Ich antwortete zunächst nicht. Stattdessen lauschte ich dem gleichmäßigen Klang seiner Schritte, spürte die sanften Bewegungen, mit denen er mich trug, und ließ seinen Worten Zeit damit ich über sie nachdenken konnte. Ayakashis suchten sich ihre Götter nicht aus.. Wie selbstverständlich er das sagte. Als wäre es ein Naturgesetz. Als gäbe es daran nichts zu hinterfragen. Dabei war das doch nicht immer so. Wenn überhaupt eine blöde Richtlinie. Ich sah verlegen zur Seite. "Aber... aber nur weil etwas seit Jahrhunderten so gemacht wird, heißt das doch nicht, dass es richtig ist." Meine Stimme war kaum mehr als ein Flüstern auch wenn es mich auf eine Art und Weise wirklich wütend machte.
Ich dachte zurück. An unsere erste Begegnung. An den Tag, an dem sich unsere Wege eher zufällig gekreuzt hatten und ich einmal über den dösenden Daiki gestolpert war. Ich hätte ihn seinem Schicksal überlassen können. Stattdessen hatte ich entschieden, dass er sein Leben nicht einfach wegwerfen durfte. Und später... später hatte ich ihm freigestellt, bei mir zu bleiben. Er hatte auf den Schuldach Ja gesagt. Nicht weil ich ihn gezwungen hatte. Sondern weil er es wollte. ...Oder nicht? Der Gedanke ließ mein Herz gleichzeitig leichter und schwerer werden. Erst jetzt sah ich wieder zu ihn auf. "Ich empfinde kein Mitleid für dich." Ein kleines Schmunzeln huschte über mein Gesicht. "Dafür bist du viel zu stur." Meine Stimme wurde wieder sanfter. "Ich wünsche mir nur, dass du irgendwann erkennst, dass dein Wert nicht davon abhängt, wie nützlich du für jemanden bist." Ich machte eine kurze Pause nur um kurz zu riskieren dass sich unserer Blick trafen aber kurz genug dass er mir nicht ins Wort fallen konnte. "Für mich jedenfalls nicht." Meine Finger spielten gedankenverloren mit einer Falte seines Jacketts. "Und..." Ich zögerte, diesmal deutlich länger. Ich wusste dass ich mich wahrscheinlich um Kopf und Kragen schwärmen würde. "Es gibt noch etwas, das ich dir schon längst hätte sagen müssen." Ich holte tief Luft. "Es tut mir leid, Daiki." Allein die Worte auszusprechen, fühlte sich längst überfällig an. "Für all die Vorurteile. Für die Unterstellungen. Für die Vorwürfe. Für die blöden Kommentare... und für jeden einzelnen Spitznamen, den ich dir an den Kopf geworfen habe." Moment... Ich lächelte schief. "Gut... du warst beim Streiten auch kein Heiliger." Ein leises Schmunzeln huschte über meine Lippen. Machmal hatte es vielleicht ein kleines Bisschen Spaß gemacht. "Aber das macht meine Worte nicht besser." Ich schüttelte langsam den Kopf. "Ich habe sofort geglaubt zu wissen, wer du bist weil ich andere Schwerter kenne. Dabei wusste ich überhaupt nichts. Das war nicht fair."
Mein Blick suchte erneut seinem. "Du bist unglaublich stark. Und nein... ich meine nicht nur physisch." Meine Stimme wurde sanft und warm. "Du darfst zurecht auf diese Stärke stolz sein. Sie dir zu erarbeiten war sicher nicht einfach." Ich musste leise lachen. "Ja, du bist manchmal erschreckend stur. Oder nennen wir es lieber... besonders ausdauernd." Ein verschmitztes Lächeln zog sich über meine Lippen. "Außerdem bist du treu, schonungslos ehrlich, ungewollt komisch... wobei ich bezweifle, dass du das jemals absichtlich hinbekommen würdest." Ich dachte unwillkürlich daran, wie er neulich von der Treppe der Veranda geschliddert war und musste erneut leise lachen. "...und du bist viel aufmerksamer, als du selbst glaubst. Du bemerkst Dinge, die vielen anderen entgehen. Selbst dann, wenn ich versuche, sie zu verbergen." Für einen Moment schwieg ich. Dann lächelte ich ihn an. Ein ehrliches, ruhiges Lächeln. "Und weißt du..." Ich senkte den Blick kurz, bevor ich ihn wieder anhob. "Ich glaube inzwischen nicht mehr, dass ich mir jemanden anderen als Partner vorstellen könnte." Meine Wangen wurden augenblicklich heiß. "Nicht nur weil du stark bist." Ich schüttelte leicht den Kopf. "Sondern weil... ich dir vertraue und ...du für mich einfach genau der richtige Partner bist." Die Worte waren kaum ausgesprochen, da begann mein Herz so laut zu schlagen, dass ich fürchtete, es verriet mich doch noch. Zum Glück hielt ich dadurch endlich die Klappe und sprach Daiki weiter. Ich musste bei seiner Bemerkung über Elise wieder lachen. "Du kennst diese Sterbliche wirklich noch nicht besonders gut." Ich schüttelte amüsiert den Kopf. "In ihrer Version werde ich mir vermutlich beim Tanzen beide Füße verstaucht haben, du wirst heldenhaft durch den Ballsaal geeilt sein, dabei drei Kronleuchter, zwei Tische und mindestens einen Lehrer umgerannt haben..."
Ich legte gespielt nachdenklich einen Finger ans Kinn. "...und irgendwo wird sie bestimmt noch unterbringen, dass wir uns dabei tief in die Augen gesehen haben." Ich ließ den Kopf schließlich vorsichtig gegen seine Schulter sinken und schloss für einen kurzen Augenblick die Augen. "Aber..." Ein kaum hörbares Lächeln lag in meiner Stimme. "Sollte sie tatsächlich behaupten, meine göttliche Waffe hätte seine Herrin den ganzen Weg nach Hause getragen..."
Ich öffnete die Augen wieder und sah zu ihm auf. "...dann wäre das ausnahmsweise sogar die Wahrheit. Den Teil mit den drei Kronleuchtern werde ich allerdings entschieden abstreiten. Dafür bist du viel zu geschickt."
Ich dachte zurück. An unsere erste Begegnung. An den Tag, an dem sich unsere Wege eher zufällig gekreuzt hatten und ich einmal über den dösenden Daiki gestolpert war. Ich hätte ihn seinem Schicksal überlassen können. Stattdessen hatte ich entschieden, dass er sein Leben nicht einfach wegwerfen durfte. Und später... später hatte ich ihm freigestellt, bei mir zu bleiben. Er hatte auf den Schuldach Ja gesagt. Nicht weil ich ihn gezwungen hatte. Sondern weil er es wollte. ...Oder nicht? Der Gedanke ließ mein Herz gleichzeitig leichter und schwerer werden. Erst jetzt sah ich wieder zu ihn auf. "Ich empfinde kein Mitleid für dich." Ein kleines Schmunzeln huschte über mein Gesicht. "Dafür bist du viel zu stur." Meine Stimme wurde wieder sanfter. "Ich wünsche mir nur, dass du irgendwann erkennst, dass dein Wert nicht davon abhängt, wie nützlich du für jemanden bist." Ich machte eine kurze Pause nur um kurz zu riskieren dass sich unserer Blick trafen aber kurz genug dass er mir nicht ins Wort fallen konnte. "Für mich jedenfalls nicht." Meine Finger spielten gedankenverloren mit einer Falte seines Jacketts. "Und..." Ich zögerte, diesmal deutlich länger. Ich wusste dass ich mich wahrscheinlich um Kopf und Kragen schwärmen würde. "Es gibt noch etwas, das ich dir schon längst hätte sagen müssen." Ich holte tief Luft. "Es tut mir leid, Daiki." Allein die Worte auszusprechen, fühlte sich längst überfällig an. "Für all die Vorurteile. Für die Unterstellungen. Für die Vorwürfe. Für die blöden Kommentare... und für jeden einzelnen Spitznamen, den ich dir an den Kopf geworfen habe." Moment... Ich lächelte schief. "Gut... du warst beim Streiten auch kein Heiliger." Ein leises Schmunzeln huschte über meine Lippen. Machmal hatte es vielleicht ein kleines Bisschen Spaß gemacht. "Aber das macht meine Worte nicht besser." Ich schüttelte langsam den Kopf. "Ich habe sofort geglaubt zu wissen, wer du bist weil ich andere Schwerter kenne. Dabei wusste ich überhaupt nichts. Das war nicht fair."
Mein Blick suchte erneut seinem. "Du bist unglaublich stark. Und nein... ich meine nicht nur physisch." Meine Stimme wurde sanft und warm. "Du darfst zurecht auf diese Stärke stolz sein. Sie dir zu erarbeiten war sicher nicht einfach." Ich musste leise lachen. "Ja, du bist manchmal erschreckend stur. Oder nennen wir es lieber... besonders ausdauernd." Ein verschmitztes Lächeln zog sich über meine Lippen. "Außerdem bist du treu, schonungslos ehrlich, ungewollt komisch... wobei ich bezweifle, dass du das jemals absichtlich hinbekommen würdest." Ich dachte unwillkürlich daran, wie er neulich von der Treppe der Veranda geschliddert war und musste erneut leise lachen. "...und du bist viel aufmerksamer, als du selbst glaubst. Du bemerkst Dinge, die vielen anderen entgehen. Selbst dann, wenn ich versuche, sie zu verbergen." Für einen Moment schwieg ich. Dann lächelte ich ihn an. Ein ehrliches, ruhiges Lächeln. "Und weißt du..." Ich senkte den Blick kurz, bevor ich ihn wieder anhob. "Ich glaube inzwischen nicht mehr, dass ich mir jemanden anderen als Partner vorstellen könnte." Meine Wangen wurden augenblicklich heiß. "Nicht nur weil du stark bist." Ich schüttelte leicht den Kopf. "Sondern weil... ich dir vertraue und ...du für mich einfach genau der richtige Partner bist." Die Worte waren kaum ausgesprochen, da begann mein Herz so laut zu schlagen, dass ich fürchtete, es verriet mich doch noch. Zum Glück hielt ich dadurch endlich die Klappe und sprach Daiki weiter. Ich musste bei seiner Bemerkung über Elise wieder lachen. "Du kennst diese Sterbliche wirklich noch nicht besonders gut." Ich schüttelte amüsiert den Kopf. "In ihrer Version werde ich mir vermutlich beim Tanzen beide Füße verstaucht haben, du wirst heldenhaft durch den Ballsaal geeilt sein, dabei drei Kronleuchter, zwei Tische und mindestens einen Lehrer umgerannt haben..."
Ich legte gespielt nachdenklich einen Finger ans Kinn. "...und irgendwo wird sie bestimmt noch unterbringen, dass wir uns dabei tief in die Augen gesehen haben." Ich ließ den Kopf schließlich vorsichtig gegen seine Schulter sinken und schloss für einen kurzen Augenblick die Augen. "Aber..." Ein kaum hörbares Lächeln lag in meiner Stimme. "Sollte sie tatsächlich behaupten, meine göttliche Waffe hätte seine Herrin den ganzen Weg nach Hause getragen..."
Ich öffnete die Augen wieder und sah zu ihm auf. "...dann wäre das ausnahmsweise sogar die Wahrheit. Den Teil mit den drei Kronleuchtern werde ich allerdings entschieden abstreiten. Dafür bist du viel zu geschickt."
