About gods and demons (Nimue & Kiba)

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    • Oh man.... die ganze Zeit war ich so bemüht gewesen diese Situation irgendwie so angenehm wie möglich für diesen Ayakashi zu machen. Immerhin hatte ich Daiki mit den vorläufigen Pakt einfach dazu gezwungen weiter zu leben. Und auch von dieser Wiese weg zu kommen. Doch schlussendlich endete es immer bei einer Wand aus dreckigen Humor oder unterdrückten Aggressionen. Zunächst blinzelte ich nur irritiert. Ich hätte nicht erwartet, dass tatsächlich ein Tischgespräch entstehen würde. Auch wenn es so eins war. Okay Phila, einfach ruhig bleiben. "Fängst du schon wieder damit an? Musst du da mal über was reden? Gehts dir gut? Brauchst du eine Umarmung?" Sofort sprang ich auf, deutete die Absicht allerdings nur an. Es war ja nur ein Spaß. "Aber.... mal ehrlich, wenn du nicht hier wärst... wäre ich es auch nicht." Ich hielt keine fünf Minuten allein in diesem Haus aus. In den Wissen dass ich zurück geblieben bin, allein ... und... das ich daran Schuld war. Ohne diese miesen Scherze wäre ich wohl wieder in Trauer, Selbstzweifeln und Schuldgefühlen verschwunden. Eigentlich sollte ich dafür dankbar sein doch das würde ich Daiki niemals sagen. "Ach neeeein, ich geh mal davon aus das so ein großer Junge wie du gelernt hat sich richtig zu waschen. Das muss ich nicht überprüfen." Ich wusste zwar nicht genau wie alt dieser Lulatsch war aber da Ayakashi ähnlich wie Götter und manch andere Wesen nicht an die kurze Lebenszeit der Sterblichen gebunden war, war er sicher alt genug dafür. "Sieh aus als wärst du fertig, also werde ich jetzt mal abwaschen." Also nahm ich die Teller, das Besteck und die Gläser und brachte sie in die Küche. Ich konnte das nicht nochmal sagen aber ich war wirklich dankbar dass er da war. Gleichzeitig machte es mir Angst, denn es zeigte mir dass ich immernoch nicht auf eigenen Beinen stand. Es war sicherlich nicht förderlich wenn ich ihm mit all seiner eigenen Last auch noch meine Bedürftigkeit ausdrückte. Wieder wanderte mein Blick die große Treppe rauf. Doch wieder kam er sie nicht herunter geschritten. Wann würde ich endlich los lassen können? Oder zumindest die Tauer vergehen. Wenn ich jetzt tatsächlich länger mit Daiki ein Team war, brauchte ich den Platz in meinen Leben für ihn. Das wäre nur fair.
    • Nachdenklich, aber entspannt sah ich die Wand an, ehe ich wieder sie ansah.
      "Hm, ich glaube, es ist etwas Druck drauf, vielleicht sollte ich mal wieder Handanlegen.", sagte ich recht chillig, doch als sie plötzlich andeutete, mich zu umarmen, sprang ich halb vom Stuhl und ging in die Abwehrhaltung ein.
      "Bist du des Wahnsinns?!", rief ich erschrocken, doch da saß sie schon wieder auf ihrem eigenen Stuhl. Langsam sank ich grummelig wieder auf meinen und sah sie an.
      Ich war etwas verwirrt, warum sie denn ohne mich nicht hier wäre. Ja gut, das Haus war etwas riesig so ganz allein. Aber machte es das besser, wenn man dann hier zu zweit hauste, wo doch eigentlich elf hier gewohnt haben.
      Ich beobachtete sie, wie sie abräumte und fragte mich, ob sie meine Hilfe brauchte. Ich gab mir einen Ruck und ging ihr hinterher, ehe ich wortlos ein Handtuch schnappte und das, was sie abwusch, wieder abtrocknete. Da ich nicht wusste, wohin das Zeug kommt, stellte ich erstmal alles auf die Theke. Aber auch da machte sich das Haus selbstständig und räumte alles ein. Ich würde wohl ne Weile brauchen, bis ich mich hier dran gewöhnt hatte. Allerdings war ich froh, ein Dach über den Kopf zu haben. Das war schon früher so eine Sache. Man musste sich auf der Straße immer sicher sein, dass man irgendwo schlafen konnte. Kurz sah ich zu meiner kleinen Mitbewohnerin rüber und überlegte. Wir werden ja jetzt wohl immer zusammen wohnen. Vielleicht sollte ich ihr zumindest etwas entgegen kommen.
      "Hör mal.... ich kann dir vielleicht nicht helfen, Tips geben oder sonst irgendwas. Aber ich kann durchaus zuhören. Meistens hilft es schon, wenn man sich etwas von der Seele gesprochen hat. Wenn du also reden willst..... dann hör ich dir zu. Aber erwarte von mir nicht, dass ich dich umarme oder so, verstanden?"
    • Klar, dieser Panorama-Prinz musste ja immer einen drauf setzen. Warum hab ich das nicht einfach nur überhört? Aber kurz darauf bekam ich dann doch etwas Genugtuung. Ein leises Kichern konnte ich mir auf diese viel zu panische Reaktion nicht verkneifen. "Schon gut, ich weiß doch. Das war nur Spaß. Ich hatte nie vor dich ernsthaft zu umarmen." Oder mich sonst einfach zu nähren. Zumindest... nicht ungefragt. Für den Bruchteil einer Sekunde flammte in mir die Erinnerung an heute morgen auf. Der Augenblick indem Daiki mich... doch so schnell wie sie sich in mein Bewusstsein drängte, brückte ich sie auch wieder weg. Sowas weckte nur falsche Hoffnungen. Das war so ziemlich das Letzte was ich jetzt gebrauchen konnte. "Weißt du, vielleicht ist das nur Einbildung aber ich glaube Essen schmeckt besser wenn ich nicht allein esse." Vorsichtig legte ich den Abwasch in die Spüle und drehte den Wasserhahn auf. Es reichte nur ein einziger Gedanke und das Wasser darauf wurde heißer. So heiß das mir zarter Dampf entgegen stieg. Vorsichtig hielt ich die Hand hinein. Als ich die Temperatur des Wassers gerade so noch aushalten konnte gab ich den Haus zu verstehen, dass es aufhören sollte. Siehe da - das Wasser hörte auf aus den Hahn zu kommen. Für mich war das hier normal. Sogar selbstverständlich. Ich hatte gerade begonnen das erste Glas ab zu waschen da stand dieser Ayakashi plötzlich samt Geschirrtuch neben mir. Ich verstand schon, blickte für einen Augenblick jedoch zwischen ihm und den Tuch hin und her. Es war einfach ungewohnt. Irgendwo ganz tief in mir drin freute ich mich über die Hilfe. Stumm wand ich mich wieder den Abwasch zu, konnte ein zartes Lächeln dabei jedoch nicht unterdrücken. Das wollte ich auch gar nicht. Auch wenn ich einen der Teller ablegte und sich unsere Hände kurz berührten als Daiki danach griff. Er war wirklich zügig und produktiv. Nicht nur als göttliche Waffe. Ich war gerade dabei die Spüle noch einmal aus zu wischen begann der Große doch tatsächlich damit die bedächtige Stille zu unterbrechen. Zunächst hielt ich inne und sah ihn verwundert an. Da schwang ein Mini-Bisschen Mitgefühl in seinen Worten mit. Wenn ich eines gelernt hatte, dann dass Daiki seinen guten Kern nicht unbedingt gern blicken lassen ließ. Allein diesen Fakt zu wissen machte mich schon dankbar, selbstverständlich war es jedenfalls nicht, was mir ein weiteres Lächeln abgewann. "Bist du sicher, dass du diese Truhe öffnen willst? Denn... das sind Geschichten die mich für gewöhnlich in Emotionen und Trauer zerfließen lassen. Da kann es gut sein, dass ich deine Grenze nicht mehr fahren kann und dich umarme. Ich kann da leider für Nichts garantieren. Aber.... wenn dir das zu viel ist, das wäre völlig in Ordnung, dann könntest du mir auch helfen ein Loch draußen zu graben." Langsam wagte ich es einmal mehr zu den Ayakashi hoch zu schauen. "Ich weiß deinen Einsatz aber sehr zu schätzen. Also danke... Daiki." Ich begann zu kichern. "Verdammt, das mach ich zur Zeit wirklich öfters. Mich bei dir bedanken meine ich."
    • Ich hob eine Augenbraue und sah zu dem Zwerg runter, der wohl glücklich mit meiner Hilfe schien, aber nicht sicher war, ob sie sie wirklich annehmen sollte. Ich zuckte mit der Schulter und beließ es dabei. Ja, ich ließ meine gute Seite nicht oft raushängen. Also sollte man sich gut überlegen, ob man sie herrausfordern sollte. Und der Zwerg wollte meine Hilfe wohl eher nicht. Dann halt nicht. Auch wenn ich wirklich nicht erpicht darauf war, von ihr gekuschelt zu werden. Allgemein brauchte ich nicht unbedingt angefasst werden. Das hatte einen Grund, aber den wollte ich hier nicht unbedingt preis geben. Wenn sie es mir irgendwann freiwillig erzählte, wars okay. Aber ich sah mich jetzt nicht wirklich beim Seelenklempner.
      Ich war schon kurz davor, schulterzuckend zu gehen, als ich doch nochmal verwirrt stehen blieb.
      "Warum zum Geier willst du ein Loch graben? Willst du etwa ne Leiche verstecken? Hui, ich wusste nicht, dass du so eine bist.", antwortete ich. Natürlich war ich bereit, ihr ein Loch zu graben, meinetwegen auch einen Meter tief. War alles gut für mein Training. Schließlich wollte ich fit bleiben. Aber neugierig machte es mich schon. Das Danke irgnorierte ich einfach. Ich wusste nicht, wie ich damit umgehen sollte. Was sollte ich denn sonst machen? Nur aufm Zimmer hocken war mir zu langweilig.
    • Ich schluckte schwer. "Nein das nicht. Aber so ähnlich." Murmelte ich trocken. "Du kannst dir ja schon mal einen Spaten wünschen wenn du nicht mit deiner Klinge oder den bloßen Händen graben willst. Ich komm gleich nach. Wir treffen uns draußen auf der Veranda." Mit diesen Worten lief ich zunächst mit bestimmten Schritten die Treppe hinauf. Allerdings wurde es von Stufe zu Stufe schwerer. "Mist..." Ich begann zu zittern und meine Beine wurden so weich wie Pudding. Das nahm mich noch viel zu sehr mit. Dabei hatte ich doch jetzt Daiki, er war nicht einmal weit weg. Ich konnte doch nicht einfach den Schweif einziehen. Nein, nein, nein.
      Kopfschüttelnd versuchte ich mich dazu zu zwingen weiter zu gehen. Weiter zu dieser einen Tür. Sie war dunkelblau und nur heran gelehnt. Goldenes Licht drang von drinnen nach draußen auf den Flur, als wäre er noch da. Aus Gewohnheit klopfte ich sogar an. Die Zeit schien fünf mal langsamer zu vergehen, erst mach einigen Sekunden wurde mir klar das ich keine Antwort bekam. Ängstlich klammerte ich mich an den Rand der Tür um sie langsam aufzustoßen. Doch ich konnte nicht so einfach. Mein Herz durchbohrte ein Stich und ich hatte das Gefühl mein Magen drehte sich um als ich die ersten Schritte in das so vertraute Zimmer setzte. Die Wände waren von Wand zu Wand und bis unter die mit randvollen Bücherregalen zugestellt. Auf den Tischen standen Versuchsaufbauten, Laborkram und etlicher halb offene Pergamente. Serafin war schon immer ein kluger Denker gewesen. Er stellte sich irgendwelche schlauen Fragen und suchte dann die Antwort darauf. Diese Sachen war nur ein Bruchteil von den Wissensschatz, den er sich angeeignet hatte. Ich wusste ich würde in Tränen ausbrechen wenn ich länger hier blieb. So schnell wie es mir möglich war suchte ich mein Weg durch die Experimente, Schriften und anderen Habseligkeiten meines ehemaligen Ayakashi, der so viel mehr... so viel wichtiger für mich gewesen war. Mein Weg führte mich in den hinteren Teil des Zimmers wo sein Bett stand. Es war noch in er frisch gemacht nach all der Zeit. Mitlerweile schon eher panisch griff ich nach den erstbesten Gegenständen auf den Nachtisch und stürmte wieder heraus. Dieses Mal achtete ich nicht auf die Sachen, erst als die Tür hinter mir ins Schloss knallte stoppte ich, rutschte vor lauter Schwung auf den Boden aus und blieb auf den Boden liegen. Es hatte zu lang gedauert, die Trauer, der Schmerz und die Verzweifelung dieses einen verdammten Augenblicks überollte mich. Tränen strömten über meine Wangen, unzählige eine ganze Weile konnte ich nichts als die Seele aus meinen Leib zu heulen, während ich mich mit den Gegenstände auf den Boden zusammen rollte. Die Sachen fest an mir gedrückt lag ich dort ohne wirklich zu wissen wie mir geschah. Oder wenigstens wo unten und wo oben war. Mir war schlecht, ich hatte Kopfschmerzen und mein Herz raste. Ich hatte es unterschätzt. Jetzt wo ein einen neuen Ayakashi hatte und Zeit vergangen war glaubte ich mich dem stellen zu können... aber ich war doch... nichts weiter als eine heulchende Versagerin geblieben. "Scheiße.... ich ... ich wollt doch nicht..."
    • Ich zog eine Augenbraue hoch und sah meiner Herrin hinterher, wie sie die Treppe hochlief. Seufzend ging ich raus und sah mich um. Eine Schaufel wünschen. Es hörte sich irgendwie.... lächerlich an. Trotzdem sah ich das Haus an und wünschte mir dann auch eine und hielt wenige Sekunden später eine gelbe Kinderschaufel in der Hand. Überaus genervt blickte ich von der Schaufel zum Haus und dann wieder zur Schaufel.
      "Willst du mich verarschen? Soll ich etwa ne Sandburg damit bauen? Gib mir gefälligst nen Spaten.", maulte ich und knurrte. Tatsächlich hatte ich dann statt der Schaufel einen Spaten in der Hand. Ihre Schwestern mussten alles Spaßvögel gewesen sein.
      Mit dem Ding in der Hand wartete ich nun und wartete weiter. Wie lange brauchte sie denn bitte? Wenn sie jetzt gleich mit einem ganzen Koffer runterkam, dann -
      Plötzlich rumste es und ich spürte, dass etwas nicht stimmte. Was war passiert?
      Ohne Nachzudenken ließ ich den Spaten fallen und rannte wie ein Verrückter zu ihr die Treppe hoch. Ich fand sie am Boden zusammen gekauert und aufgelöst. Sofort ging ich zu ihr und richtete sie auf, um sie an mich zu drücken. In ihr war ein Gefühl von tiefer Trauer und Verzweiflung. Nur leider war ich mir auch nicht sicher, was ich tun sollte. Ich musste noch nie jemanden trösten. Also sagte ich einfach gar nichts, außer :"Ich bin bei dir.", und drückte sie weiter an mich. Ich sah mich um und spürte eine fremde Aura aus dem Zimmer und beschloss, Phila hochzunehmen und erstmal von hier wegzuschaffen. Ich würde mich später damit beschäftigen.
      Die Treppe leise und ruhig runtergehend, dachte ich daran, dass sie erstmal frische Luft brauchte und setzte sie draußen auf die Verranda. Dann sah ich sie an. Nur.... was sagte ich ihr denn jetzt? 'Alles wieder gut?' Ne, offenbar war nicht alles wieder gut. 'Willst du darüber reden?' Hm, ich würde wohl noch mehr Wunden aufreißen. Also doch nichts sagen.... Na super...
    • Warum konnte ich nicht einfach innerlich eiskalt sein? Warum konnte ich nicht einfach weiter gehen? Es mir egal sein? So das ich die Sachen einfach alle in den Keller verfrachten konnte und gut ist?! Stattdessen lag ich hier und trauerte als wäre Serafin gerade für mich gestorben. Als wäre ich wieder allein. Allein in diesen Haus, allein in dieser Welt und allein mit der Unendlichkeit meiner Existenz. Ich versuchte nach Luft zu ringen und erstickte bei den Versuch immer wieder fast. Ich wollte Aufstehen doch landete immer wieder auf den Flurboden. Ich war noch am Leben doch es war beinah so als wäre ich gerade mit ihm gestorben. Das war in diesen Augenblick fast noch grausamer. Ich hatte jedes Zeitgefühl verloren, ich hatte also keine Ahnung wie lang ich dort lag aber.... offensichtlich lang genug um von jemanden gerettet zu werden.
      Es war so unfair! W-Warum war dieser große und grumlige Ayakashi nur so ein guter Fels in der Brandung? Es waren nur drei kleine Worte. Geschockt riss ich die Augen auf. Hatte ich mich verhört? Diese Worte hatte ich so lange nicht mehr gehört, dass ich sie beinah nicht verstand. Es waren nur drei kleine Worte jedoch waren es genau die richtigen Worte. Der stumme Schmerzensschrei in mir schien langsam zu verstummen, kurz nachdem er sie ausgesprochen hatte. In seinen Armen prallte all der Schmerz von mir an, es hatte etwas wohliges und ich fühlte mich sicher und geborgen, mehr noch ich fühlte mich richtig, fühlte mich akzeptiert. So wie ich war mit allen Schwächen und Verletzlichkeiten. Jetzt erst erkannte ich wie müde und erschöpft ich war. Beinah wäre ich wirklich eingeschlafen. Stattdessen fand ich mich auf der Veranda wieder. Noch immer etwas überrumpelt blinzelte ich Daiki an. Vor lauter Tränen sah ich die Welt nur sehr verschwommen, weshalb ich sie sofort weg wischte. Schniefend überlegte ich, wie ich wieder aus dieser Nummer heraus kam. Ich konnte den Blick des Blauharigen auf mir spüren, also blickte ich verlegen auf den Boden. Dabei bemerkte ich, dass ich mich immernoch an den Zeug aus Serafins Zimmer klammerte. Augenblick hörte ich damit auf die Sachen auf mein Herz zu pressen und legte sie neben mich an. "T-Tut mir leid. Jetzt musstest du... ich meine, ich weiß zwar nicht warum aber ich weiß wie viele Probleme du mit Nähe hast." Scheiße, ich hatte es wohl nach allen Regeln der Kunst vermasselt. "Tut mir leid das du diese Grenze wegen mir verschieben musstest. Ich kann... ich kann wirklich verstehen wenn du lieber eine andere Gottheit als deinen Herr und Meister haben möchtest." Endlich schaffte ich es auf zu sehen. Jedoch war es verdammt schwer Daiki auch in die Augen zu blicken. "Ich... also ich werde ab jetzt versuchen immer mindestens eine Armlänge auf Abstand zu bleiben und wenn wir... wenn wir einen besser geeigneten Gott für dich finden kannst du... also es ist ja nur ein vorläufiger Vertrag." Es war wohlmöglich besser so, Daiki war ein wirkliches fähiger Ayakashi. So ungern ich es zugab so ein göttliches Breitschwert war einmalig. Obwohl ich ihn nicht lange kannte lag mir etwas an den murrenden Brummbären. Er war verlässlich und aufmerksam, unglaublich stark und... "Ich kann dir das nicht verübeln." Ja, er verdiente einen weitaus besseren Partner als mich. Es tat verdammt weh es einzugestehen. "Ich wollte... ich wollte das Alte beenden. Immerhin habe ich jetzt dich. Aber nicht einmal das habe ich hinbekommen."
    • Erst war mein Gesichtsausdruck wie immer, den ich auf drauf hatte, wenn ich jemanden ansah. Ich wusste nur so kannte sie mich. Sie stieß mir unter Verzweiflung so viele Dinge an den Kopf. Ich wusste nicht, ob ich lachen oder weinen sollte. Mal davon abgesehen, dass ich nie eins davon machte. Aber dass sie mich jetzt quasi frei gab für einen anderen und einsah, dass sie es nicht schaffte, schockierte mich irgendwie. Denn so langsam hatte ich mich an sie gewöhnt und unser erstes Training verlief besser als ich dachte. Ich seufzte laut mit geschlossenen Augen und sah sie wieder an. Mein Blick wurde weicher und ich wusste, ich durfte jetzt nichts falsches sagen.
      "Und wenn ich gar nicht gehen will? Das Training lief doch gar nicht so schlecht. Und nun komm, du Zwerg und lass uns das Zeugs da eingraben. Es wird spät und ich werde müde. Du solltest wohl besser auch endlich schlafen. Sag mir, wo ich graben soll.", antwortete ich also ganz ganz rar. Ich wollte keine Diskussion mit ihr anfangen, warum ich auf einmal woanders hin sollte. Sie hatte mich mit ihrem Dickkopf ausgewählt und nun zog sie auf einmal den Schwanz ein. Ich schnappte mir den Spaten und ging los, denn direkt vor der Tür wirds jawohl nicht geschehen. Vielleicht kamen wir beide dann auf andere Gedanken.
    • W-Was war denn mit den Lulatsch passiert? So viel Einfühlungsvermögen hätte ich ihn gar nicht zugetraut. Hoffentlich konnte ich ihn das irgendwann zurück geben. Irgendwie... auch wenn ich bezweifel dass Daiki jemals so hoch emotionale Krisen durchleben musste. Ich blinzelte noch einen Moment unglaublich vor mich hin ehe ich kopfschüttelnd von der Bank aufsprang. "J-ja. Ich komme." Ein letztes Mal strich ich mir die Tränen von den Wangen. Vorsichtig nahm ich die Taschenuhr und das Buch. Die Taschenuhr spielte jedes Mal eine leise Melodie wenn man sie öffnete. Beides erinnerte mich immernoch so sehr an ihm. In den Buch hatte er immer Sachen rein gekritzelt. Es war irgendwas zwischen Poesie- ,Notiz- und Tagebuch. Beide Sachen drückte ich fest an mich als ich von der Veranda eilte. "Wenn man von hier nach Westen geht kommt man an so einen kleinen Hügel mit einen jungen Haselnussstrauch. Da gehen wir jetzt hin." Das war doch der perfekte Platz um Serafin zu gedenken. Dort war beinah die Grundstücksmauer, also hatte er hier noch einen festen Platz ohne Daiki oder mir im Weg zu stehen.
      Für die zwei Sachen musste der Lulatsch nicht lang graben. Also würde es schnell gehen und er kann bald schlafen gehen. Nur... ich war mir ziemlich sicher das ich es nicht konnte. Dabei wäre ich in seinen Arme gerade fast eingeschlafen. "Ähm...also..." ich wusste nicht ganz ob ich noch etwas dazu sagen sollte. Machte man es so überhaupt? Unsicher sah ich zu den Ayakashi auf. "Du kannst auch schon schlafen gehen. Ich brauch sicher noch eine Weile und zuschaufeln kann ich das Loch auch allein. Danke." Ich versuchte mir ein Lächeln anzubringen.
    • Ich nickte, dass ich verstanden hatte und ging zu der Stelle, an der sie die Sachen begraben wollte. Es dauerte auch nicht lange, da kamen wir an. Ich sah mich und fand den Ort ganz passend dafür. Vielleicht konnte sie so damit ein bisschen besser abschließen. Denn sie schien ziemlich an der Vergangenheit zu hängen. Ich weiß nichts über ihren Ayakashi vor mir, aber er war wohl nicht nur ein paar Tage bei ihr, schätze ich. Ob Castor wohl auch so um mich getrauert hätte? Wohl eher nicht. Er war nicht der Typ für sowas....
      Vor dem Haselnussstrauch fing ich an zu graben und bald war das Loch groß genug, um die Spieluhr und das Buch hinzulegen. Unschlüssig standen wir da und um Zeit zu sparen, schickte sie mich schon vorher wieder zurück, bevor das Loch zu war. Etwas verloren stand ich da rum.
      "Ähm....soll ich versuchen?", fragte ich und stellte mich vor das 'Grab'. Peinlichvgerührt kratzte ich mich am Kopf.
      "Hi, ähm.... danke, dass du auf Phila aufgepasst hast. Jetzt kannst du getrost schlafen gehen, denn ich pass ja jetzt auf sie auf. Hier hast du noch ein paar Sachen, dann wird dir nicht langweilig. Ja dann... ruh dich schön aus. Wir sehen uns.", sagte ich dann noch und sah zu meiner Herrin.
      "Ehrlich gesagt, möchte ich dich ungern hier allein lassen. Ich grab das jetzt hier zu. Meinetwegen kannst du noch hier bleiben, ich leg mich dahinten einfach hin. Sag mir Bescheid, wenn du fertig bist. Wer weiß, was du alles anstellst, wenn du hier allein bist?", ich sah ihr eindringlich in die Augen, weil ich das wirklich ernst meinte. Schließlich war sie vorhin auch zusammen gebrochen. Ich schnappte schnell den Spaten und schaufelte das Loch wieder zu. Den Spaten steckte ich einfach mit Kraft in die Erde, dort würde er dann stehen bleiben. Wortlos ging ich ein paar Meter und legte mich dort ins Gras, damit sie sich vernünftig verabschieden konnte. Ich lag soweit weg, dass ich sie nicht mehr hören konnte, aber so nah dran, dass ich schnell genug reagieren konnte, wenn was war. So lag ich mal wieder im Gras und döste vor mich hin.
    • Da stand ich nun sah in das frisch gebuddelte Loch unter den Haselnussstrauch. Immer wenn ich daran dachte, dass dieses Loch unter den Haselnussstrauch Serafins letzte Ruhestätte sein sollte wurde mir ganz anders. Ich bekam nur schlecht Luft, mein Kopf dröhnte und mir war schwindelig. Es war erdrückend. Das Schlimmste war aber, das Daiki alles buchstäblich Haut nah mit bekam. Die Verbindung zwischen Ayakashi und Gottheit war heilig und sie war mächtig. Dennoch war es mir irgendwie unangenehm wie demaskiert ich in Bezug auf ihn war. „Hm? Bitte was?“ So langsam begann ich mich zu fragen ob ich bei meinen kleinen Zusammenbruch im Flur meinen Kopf zu sehr angeschlagen hatte. Völlig von der Rolle beobachtete ich wie er sich an einer Art Grabrede versuchte. Dabei war er echt einfühlsamer als ich es den Lulatsch zugetraut hatte. Ja ja.. Daiki mochte es nicht das zu zeigen aber im Grunde hatte er einen weichen Kern am rechten Fleck. Ich grinste verträumt vor mich hin, überließ dies jedoch sofoert als der Große sich zu mir wand und… mehr noch, mir in die Augen sah. Es war glaube ich das erste Mal , dass er dies von sich aus tat Berührungen und Blickkontakt waren ja normalerweise nicht so sein. „Ähm… J-Ja, danke.“ Stammelte ich noch etwas perplex vor mich hin. Die Art mit welcher seine dunklen blauen Augen in meine schauten ließ mir einen warmen Schauer über den Rücken laufen. Ich kannte diesen Blick nur von seinem Vorgänger. Es war ein Blick der in mir meist das Gefühl von Geborgenheit auslöste, trotzte atmete ich leicht auf als er sich endlich den zuschaufeln widmete. Es war einfach zu viel für mich um all das was in der letzten Stunde passiert war in irgendeiner Weise begreifen zu können. Als Daiki ging um sich etwas weiter weg ein geeignetes Plätzchen zum Dösen zu suchen, blickte ich ihn nach. Als ich mich kopfschüttelnd abwand, wurde mir erst bewusst das ich grade ruhig atmete. Ich stand vor Serafin Grab und es war alles okay. Ich lächelte sogar etwas, denn ich wusste dass der Panorama-Prinz nicht weit entfernt lag. Als erstes versuchte ich den Spaten aus der Erde zu bekommen. Ich brauchte ein paar Versuche da dieser Lulatsch so fest hineingerammt hatte. Dann begann ich ‚das Grab‘ mit den Blümchen aus meinen Haaren zu schmücken während ich leise die Melodie der Spieluhr vor mich hin summte. Ich traute mich noch immer nicht etwas zu sagen, zumal ich mir bis zuletzt nicht sicher war, ob Daiki nicht doch mithörte. „Weißt du-…“ ,begann ich schließlich leise. „Daiki ist wirklich ein sehr energiegeladenes und temperamentvolles Schwert. Auch noch ein verdammtes Breitschwert…. Aber…. Ich mag ihn …. Irgendwie.“ Verlegen spielt ich mit einer Haarsträhne während ich über die Schulter zu besagten Ayakashi blickte. „Ich glaube, ihr Beide würdet euch nicht unbedingt verstehen dafür seid ihr auf der einen Seite zu unterschiedlich und auf der anderen viel zu ähnlich.“ Der Gedanke brachte mich ein wenig zum Lachen. „Ich brauch dir nicht zu sage, dass ich dich vermisse und wie sehr dein Verlust schmerzt … denn das weißt du. Aber ich verstehe warum du das getan hast und ohne dieses Opfer, würde ich en Lulatsch da nicht kennen …. Ich mag ihn …. Irgendwie.“ Langsam richtete ich mich auf. „Ich bin mir ziemlich sicher, er treibt mich in den Wahnsinn. Allerdings bin ich mir auch ziemlich sicher, dass er mich auch dazu antreibt zu wachsen. Ich glaub das nehm ich in Kauf. Ich werde dir da wohl weiter von berichten.“ Ein letztes Mal strich ich liebevoll über die Erde, dann machte ich in paar Schritte, es ging noch nicht ohne mich immer mal wieder umzudrehen, es ging nicht ohne ein Mini-Bisschen zu weinen. Das war okay, es war nicht alles schön aber es war fast alles okay weil ich nicht alleine war. So leise wie möglich hockte ich mich neben den Ayakashi und versuchte seine Nase mit meiner Fingerspitze zu berühren. Ich glaubte nicht daran damit Erfolg zu haben, erlaubte es mir aber dennoch.
    • Seelenruhig wartete ich darauf, dass sich meine Herrin am sogenannten Grab verabschiedet hatte. Ich konnte sie nicht ganz allein lassen. Immerhin wollte ich nicht, dass sie noch so einen Zusammenbruch erlitt. Ich fragte mich, was sie aus mir gemacht hatte. Niemals wär ich je darauf gekommen, darauf aufzupassen, dass einem nichts passierte. Jetzt schützte ich sie vor Autos, grub ihr ein Grab und versuchte sie zu trösten. Jetzt bin ich doch ihr Schmusekater geworden. Sie brachte mich dazu, alle meine Prinzipien über den Haufen zu werfen und schien überhaupt keine Angst vor mir zu haben. Im Gegenteil. Sie kam mir immer näher, wo ich Nähe doch eigentlich verabscheute. Castor hätte mich dafür definitiv ausgelacht. Wir waren einfach das unnahbare Team, von dem keiner was wusste, außer das wir cool und stark waren. Jetzt bin ich eher im Regenbogenland gelandet und war das Hauskätzchen....
      Ich hörte Schritte auf mich zu kommen und bemerkte, dass Phila wieder zu mir zurück kam. Sie fühlte sich jetzt wesentlich erleichterter und besser an. Doch bevor sie meine Nase berühren konnte, stoppte meine Hand ihre und hielt sie fest.
      "Wenn ich eins noch mehr als Nähe hasse, dann das man meine Nase berührte.", murmelte ich, doch war da keine Schärfe in meiner Stimme. Ich öffnete meine Augen und richtete mich wieder auf. Währendessen ließ ich Philas Hand los und streckte mich gähnend.
      "Wenn du jetzt hier fertig bist, dann können wir ja jetzt wieder gehen. Es wird kalt.", sagte ich noch und stand auf, um wieder zurück zu gehen.
    • "Hah!" Ich musste breit grinsen als meine Hand gleich von seiner gestoppt wurde. "So so, vorhin noch Angst vor einer Umarmung und jetzt hälst du schon freiwillig mit mir Händchen?" Ich musste leise kichern. Ich hatte das ja eh nur angetäuscht. "Ist ja gut, ich merk es mir." Mit meiner 'freien' Hand wunk ich ab. "Kommt nicht wieder vor." So schnell zumindest nicht. Es war immer gut zu wissen mit was ich den Lulatsch aufziehen konnte wenn es drauf an kam. Eine Weile stand ich da und blickte zu Daiki auf. "Also... wenn du hier keine Wurzeln schlagen willst, dann - nach dir." Den Drang noch länger hier zu bleiben oder mich noch einmal um zu drehen hatte ich erstaunlicher Weise nicht. Allerdings hatte ich auch keine Lust dass er wieder rum murrte, dass er mir (obwohl es seine eigene Entscheidung war) nur hinterher dackelte. "Wann willst du denn morgen frühstücken und was überhaupt?" An der Haustür blieb ich stehen. "Ähm... Also dann, gute Nacht." Herje.... ich drehte schon wieder so nervös Haarsträhnen um meinen Finger. Ich hatte bestimmt Dekaden damit verbracht dieses Haus zu meiden. Aber jetzt hatte ich mit diesen Gipfel-Gentleman wohl eine Art merkwürdige WG am Laufen. Also kein Grund nervös zu sein. Ich schluckte schwer. Schweren Schrittens machte ich mich auf den Weg zur Treppe. Oben angekommen drehte ich mich noch einmal um. "Den Weg zu deinen Zimmer findest du hoffentlich. Ich hab den Tempel gesagt er soll seine Scherze heute lieber lassen. Ich weiß nur nicht ob er noch auf mich hört." Wie wir heute beim Essen gesehen hatten.... Naja vielleicht musste er sich auch erst an uns Beide gewöhnen.
    • "Frühstücken?", ich zuckte mit der Schulter. Woher sollte ich das wissen? Ich war kein Uhrwerk oder so.
      "Keine Ahnung. Wenn man wach ist? Weiß was ich, wann ich morgen aufstehe. Und ich brauch auch erstmal nun nen Kaffee....", murmelte ich und gähnte dabei. Warum zum Henker bin ich so fertig? Ich musste dringend wieder ins Training kommen. Meine Ausdauer war grauenvoll....
      Phila verabschiedete sich an der Tür und wünschte eine gute Nacht. Verlegen kratzte ich mich am Kopf.
      "Äh ja, gute Nacht. Und schlaf auch wirklich. Ich krieg das mit, wenn du nicht pennst, verstanden?", ich sagte das extra mit Nachdruck. Denn das Training würde uns gar nichts bringen, wenn sie erschöpft war. Dann konnten wir das auch gleich lassen. Ich konnte also nur hoffen, dass sie wirklich mal die Augen schloss und zur Ruhe kam. Mal davon abgesehen, dass ich es irre langweilig finden würde, die ganze Zeit da rumzuhängen.
      "Ich hoffe doch, dass ich mein Zimmer finde. Ich habe keine Lust darauf, es jetzt noch zu-", ich öffnete meine Tür und fand mich plötzlich in Philas Zimmer wieder. Knurrend ging ich da auch wieder hinaus.
      "Dieses verflixte Haus macht mich fertig. Es soll mich einfach in Ruhe lassen!", fluchte ich und ging wieder raus um erneut meinen Weg in mein Zimmer zu schaffen. Böse sah ich die Wände an.
      "Treib es nicht zu weit!", drohte ich und öffnete erneut meine Tür. Diesmal war sie richtig. Wütend zog ich mich bis auf meine Boxershorts aus und legte mich ins Bett, wo ich hoffentlich jetzt meine Ruhe hatte. Es war echt zum aufregen.
    • Schmuzelnd schüttelte ich mit meinen Kopf ehe ich mich auf den Weg in mein Zimmer machte. Dann machte ich halt das Zeug was wir heute gefrühstückt hatten. Mit jeden Schritt wurde ich langsam bis ich an der Stelle von meinen Zusammenbruch stehen blieb. Eine Minute sah ich auf die nun geschlossene Tür, dann aus den Fenster in Richtung Haselnussstrauch. Zum Schluss blickte ich nochmal zurück, ehe ich seufzend auf den Dachboden kroch wo mein Zimmer eigentlich war. Mit Daikis 'Dorunhung' im Ohr ließ ich mich in mein Bett fallen. Seit jeher war es ein großes Himmelbett mit abertausend an Kissen, unter denen ich mich vergrub. Angestrengt versuchte ich einzuschlafen. Das klappte allerdings nur so semi gut. Die Nacht wechselten sich traumlose Schlaf- und Wachphasen immer wieder ab. Am frühen Morgen gab ich auf. Nachdem ich mich noch eine ganze Weile im Bett herumgwälzt hatte suchte ich die Tür zum Bad.
    • Ich spürte in der Nacht, dass das Schlafen nicht ganz so gut funktionierte. Denn auch ich war immer mal wieder kurz wach, schlief dann aber wieder ein. Zum Glück konnte ich eigentlich auch recht gut und vorallem fest schlafen.
      Am nächsten Morgen belästigte meine volle Blase und ebenso meinen Schlaf. Noch völlig schlaftrunkend torkelte ich durch das Haus und suchte nach dem Bad, bis ich es endlich gefunden hatte. Und oh Wunder, es stellte mir sogar ein Pissoir bereit, wo ich mich dann gähnend entleerte. Eigentlich hatte ich vorgehabt, mich danach wieder ins Bett zu legen und weiter zuschlafen, denn ich hatte nicht viel Ruhe in der Nacht bekommen. Dieses Band zwischen uns konnte echt echt ätzend sein. Wir mussten irgendeine Lösung finden, dass auch Phila vernünftig schlafen konnte, sonst würde das das hier bei uns noch ganz schön anstrengend werden....
    • Ich wollte schon fluchen da fand ich die richtige Tür. Genervt und müde begann ich mich für den Tag fertig zu machen. Nach den Duschen trottete ich zurück in mein Zimmer um mich umzuziehen. Während ich mich so durch meinen Kleiderschrank wühlte begann ich mich zu fragen ob Daiki überhaupt etwas Frisches zum anziehen hatte. Ich war ihn ja auf dieser Wiese vor Client begegnet, sein Gott war ja wer weiß wie lange nicht mehr da und davor war er nach eigenen Aussagen allein auf der Straße.... Großartig, ich bezweifelte, dass ein so großer Ayakashi mit einer konsequenten Abneigung von Nähe und Blickkontakt gerne shoppen ging. "Hmmm... hoher Pferdeschwanz? Dutt? Haarknoten? Offen?" Wir trainierten ja heute, da war offen nicht so gut. "Hallo? Jetzt wäre mal eine andere Meinung gefragt?!" ....Natürlich. Jetzt schlief dieses Haus. "Pff..." Schlussendlich machte ich mir den Pferdeschwanz. Irgendwann musste ja eine Lösung her. Es war mir wichtig das Frühstück fertig zu haben bevor Daiki aufwachte. Er war ziemlich aufmerksam, so verdammt zuverlässig und recht stark. Ein 1A Ayakashi, auch wenn er die kleinen Macken eines Schwertes hatte .... Plus die eigenen kleineren oder größeren persönlichen Macken. Das war der Lulatsch zwar nicht gewohnt doch ich wollte ihn gern Etwas zurück geben statt nur ein Klotz am viel zu langen Bein zu sein. Außerdem beruhigte es mich zu backen und zu kochen immer, gerade wenn ich es nicht nur für mich machte. So leise wie möglich, der Blaukopf war im Gegensatz zu mir ja ein Morgenmuffel, schlich ich also in die Küche, band mir meine Schürze um und ging frisch ans Werk. Frisch war ein gutes Stichwort - als erstes kümmerte ich mich um den frischen Kaffee. Anschließend widmete ich mich nach und nach den Omlett, den Bacon, den Pfannkuchen und den eingelegten Bohnen. Ich hatte keine Ahnung ob er das mochte aber zumindest den heißgeliebten Kaffee konnte ich liefern.
    • Leise verließ ich das Bad wieder und der Durft von Kaffee zog in meine Nase. War Phila etwa schon auf? Selbst noch nicht ganz wach ging ich wieder ins Zimmer zurück und zog mir meine Sachen an. Ich rümpfte meine Nase. So langsam könnte mein Shirt mal gewaschen werden. Vielleicht sollte ich es mal im Waschbecken waschen und in die Sonne hängen, dann wär es wenigstens wieder einigermaßen sauber. Allerdings glaubte ich, dass es für heute noch gehen mochte.
      Ich schlich mich runter in die Küche und kam tatsächlich auch sofort an. Was auch besser wäre, sonst hätte die Hütte ganz schön was zu hören bekommen.
      "Ähm... guten Morgen.", murmelte ich und setzte mich an den Tisch. Meine Augen folgten meiner Herrin und sie schien auch ziemlich beschäftigt zu sein. Ich wollte sie nicht weiter stören und so sah ich nur nach draußen und beäugte das Wetter. Es war noch gut genug, um draußen trainieren zu können. Wir mussten heute auf jedenfall weiter kommen. Nur einmal anheben reichte eben nicht. Das war für den Anfang okay, aber jetzt erwartete ich eigentlich schon etwas mehr. Ich war gespannt, wie weit wir heute kamen. Vielleicht war dann auch ein kleiner Kampf nötig. Erst dann konnte ich mir sicher sein, dass sie im Ernstfall auch handeln konnte.
    • Was war das für ein Gefühl? Dieses aufgeregte Kribbeln in meiner Brust, belebenden und elekrisierend. Noch dazu ließ es mich immer wieder grinsen. Es trieb mich an bei jeden Schritt. War das... Vorfreude? Ich hatte es schon fast vergessen. Ich hatte es vielleicht schon erwähnt, aber ich liebte es für andere sowie mich zu kochen und mit ihnen zu essen. Als ich gerade die Angebeteten Würstschen in Form schnitt horschte ich auf. War Daiki wach? Bald drauf bekam ich die Antwort. "Guten Morgen." Schmunzelnd über den Anblick eines müden Hiimmelsstürmers, schenkte ich den noch warmen Kaffee in eine große Tasse ein, brachte sie summend zum Tisch und stellte mich anschließend wieder hinter den Herd. Wo ich versuchte von allen Etwas in ansehnlichen Zustand auf die Teller zu bekommen. Ich machte mir doch nicht so eine Mühe um dann alles einfach hin zu klatschen?! Mit beiden Tellern ging es zurück zum Tisch. Nachdem ich mir auch noch meinen Kaffee geholt hatte, setzte ich mich auch an den Tisch. Bevor die Kaffeetasse von Daiki nicht mindestens zur Hälfte leer war, jedoch ohne Gespräch. Ich hatte ja immerhin Etwas in Bezug auf seiner Morgenroutine gelernt. Also begann ich lieber damit das Pfannkuchen-Teddybären-Gesicht zu zerteilen. So lange ich was im Mund hatte würde ich gar nicht erst dazu verleitet was zu sagen. Ja, das erschien mir eine gute Idee.
    • Ich wurde aus meinen Tagträumen geholt, als meine Herrin mir plötzlich eine Tasse mit Kaffee hinstellte. Und das summend. Völlig perplex starrte ich erst auf den Kaffee und dann zu ihr, die gerade dabei war, das Essen fein säuberlich auf die Teller zu tun. Träumte ich noch immer? Ich verstand nicht, was hier los war oder überhaupt geschehen ist. Ich war einfach nur verwirrt.
      Ein wenig später kam sie mit beiden Tellern wieder und stellte sie auf den Tisch. Darauf war ein beachtliches Frühstück serviert und mir lief das Wasser im Mund zusammen. Trotzdem sah ich sie mehr als irritiert an. Sie fing an zu essen und sagte kein Wort. Dann sah ich wieder runter zu meinem Teller. Es war alles liebevoll angerichtet und wäre das ein Spiel, würde das Essen jetzt glitzern und mir neues Leben einhauchen.
      "Geht... es dir gut?", fragte ich vorsichtig und beugte mich nach vorne, um an ihre Stirn zu kommen. Kurzweilig legte ich meine Hand auf ihre Stirn, doch sie fühlte sich ganz normal an. Ich hob eine Augenbraue und fing jedoch dann an zu essen. Nicht, dass sie noch auf komische Gedanken kam. Ich war immernoch ein bisschen müde, doch das Essen und auch mein Kaffee schienen mich langsam wach zu machen.
      "Wir können nachher weiter trainieren. Einmal anheben reicht nicht, um auch kämpfen zu können. Wir müssen also heute gut weiterkommen."
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