About gods and demons (Nimue & Kiba)

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    • Natürlich. Schnell wurde aus einen ... zugegeben etwas unüberlegten, so daher gemurmelten Scherz eine Art Dirty Talk für Arme. Ich hatte wirklich vergessen das es auch Individuen der Gattung Mann gab die man durchaus als primitiv bezeichnen konnte, die meist auch primitiv blieben - ihr Leben lang. "Tja, ich schätze mal man kann sich in diesem Fall alles schön reden." Es wäre sicher besser gewesen gar nicht erst weiter darauf einzugehen ... aber ich konnte es auch nicht auf mich sitzen lassen. Schlussendlich blieb die Erkenntnis, nicht jeder Mann war so kultiviert, intelligent und erwachsen wie Serafin. Es gab sicher noch mehr von ihnen aber Daiki zählte wohl eher nicht dazu.
      Dort wo sonst meine heilige Lanze in meinen Händen ruhte und mir Selbstvertrauen, Stärke und Zuversicht gab war nun also der Griff eines launischen Breitschwert. Es war nicht das Selbe aber tat unerwartet gut. Es war... fast schon überraschend heilsam. Daiki hatte eine energetische Kraft die mit Nachdruck allmählich durch jede Zelle jeden Muskel und jede Ader von mir drang. Für einen Augenblick glaubte ich die Leidenschaft für den Kampf tatsächlich spüren zu können die er immer ausgestrahlt hatte. Ja, die Verbindung zwischen Ayakashi und Gott war wirklich etwas Heiliges. Kein Wunder das gehen Anomalien nichts Anderes bestand hatte.
      Seine Stimme hallte in meinen Gedanken wieder. Ich atmete tief aus und schloss die Augen. Erstaunlicher Weise fiel es mir nicht schwer mich auf seine Worte einzulassen. Es war anfangs wirklich schräg zu hören, dass er meine Waffe war und er in diesen Kontext mir gehörte. Aber sie weckten in mir eine tiefe Sehnsucht. Seid dem Opfer von Serafin wollte ich mir das nur nicht eingestehen. Jetzt gab es Daiki in meinen Leben. Vielleicht war es ja vorher bestimmt gewesen, das ich vor einigen Tagen über ihn gestolpert war. Und vielleicht hatte ich ihn unterbewusst, ganz bewusst ausgesucht. In diesem Augenblick war ich ernsthaft der Meinung, der riesige Brummbär war das was ich brauchte. Ich öffnete langsam meine Augen und nickte entschlossen. Ich wollte es schaffen und mit Daiki würde es ich schaffen. Ganz sicher.
      Noch ein letzter tiefer Atemzug dann hob ich das Breitschwert an und holte in hohem Bogen aus. Den Blick fest auf das Ziel gerichtet machte ich einen Satz nach vorn. Mit jeden Zentimeter mit dem ich mich meinen Ziel wurde meine Überzeugung stärker. Ich war bereits zu zuschlagen und ließ die Klinge mit donnernder Geschwindigkeit nach unten rasen. Ich erwartet einen Aufprall aber da war keiner. Das Schwert schnitt mit den ersten Hieb nicht nur die Hälfte des ersten Busch weg, sondern glitt auch einen guten halben Meter in den Boden bis es in der Erde zum stehen kam und eine kleine Schneise der Verwüstung vor mir hinter ließ. Mein Herz hämmerte vor Aufregung so schnell, das ich fürchtete es platzte gleich. ".....Okaaaay... Upsi..." murmelte ich verlegen während ich versuchte die letzten Sekunden zu begreifen. "Und... und jetzt?" Ich befand mich in einen merkwürdiger Zwischenzustand. Auf der einen Seite war da diese Verbindung mit Daiki die mich beflügelte und der Stolz den ich empfand es geschafft zu haben, auf der anderen erlosch der Adrenalinstrohm was mich irgendwie etwas erschöpfte.
    • Okay, ich hab mit vielem gerechnet, aber nicht damit, dass sie das halbe Land verwüstet. Die Frau hatte also doch Kraft und den Willen zu kämpfen. Jetzt mussten wir das nur noch trainieren.
      Ich verwandelte mich zurück und sah mir das Dilemma genauer an, was meine Herrin da veranstaltet hatte. Doch dann sah ich grinsend zu ihr.
      "Geht doch. Du kannst es also doch. Lassen wir es für heute gut sein. Wir sollten uns irgendwo ausruhen. Oder eher du....", sagte ich und sah sie an. Sie sah ziemlich erschöpft aus. Ich hoffte, sie hatte verstanden, was ich ihr die ganze Zeit sagen wollte. Sie war zu schwach, um mich halten zu können. Selbst mit meinen Kräften. Doch sie wollte mich ja unbedingt. Obwohl ich zugeben musste, dass ich auch daran glaubte, dass sie es irgendwann schaffen würde und wir ein starkes Team werden konnten. Sie hatte Mumm und sie hatte das gewisse Etwas, was mich, wie soll ich sagen? Ruhiger werden ließ. Argh, ich hasste es, wenn ich zum Schmusetiger wurde. Aber sie ließ einem ja keine andere Wahl...
      "Schlafen wir denn jetzt immer irgendwo in nem Zimmer?", fragte ich sie und betrachtete die Schneise vor mir und hoffte irgendwie, dass das nicht einmalig war, was sie hier gemacht hatte. Denn das werden wir öfter brauchen, wenn uns diese Mistviecher angreifen.
    • Ich hatte es noch immer nicht geschafft all das hier, angefangen mit diesen Gefühlen in der Verbindung bis hin zu dem was ich gerade getan .... nein vollbracht hatte, zu verarbeiten da verwandelte sich meine göttliche Waffe auch wieder zurück. So schnell wie das Breitschwert in meiner Hand gelegten hatte so schnell war er auch wieder ein grimmiger Panorama-Prinz. Doch dieses Mal schien er irgendwie zufrieden mit mir zu sein?! Verwundert blinzelte ich den großen Ayakashi an während ich noch immer leicht nach atem rang. Ich versuchte meine aktuelle Verfassung herunter zu spielen, aber ich wusste das es schwer war den Großen etwas vorzispielen. Nicht nach dieser Verbindung. Und auch wenn er jetzt in seiner mürrisch-lulatschigen Version grinsend vor mir stand, hatte ich das Gefühl dass ein zarter Hauch davon noch da war. Es war unglaublich wenn man bedachte, dass wir nur einen vorläufigen Vertrag hatten. "Also..." ,begann ich leise während ich meine Kleider zurecht zupfte und von den Wirbelwind Staub befreite. "Ich habe tatsächlich eine Art Zuhause wenn du das meinst. Genauuu genommen sogar zwei. Das klassische Tempel Zuhause und eine modernere Behausung." Mit noch etwas wackligen Beinen näherte ich mich Daiki und der kleinen Verwüstung die ich angerichtet hatte. "Allerdings habe ich Beide in letzter Zeit gemieden. Außerdem kommen die Anomalien ja nicht alle freundlicher Weise dorthin wo ich wohne." Etwas zögerlich aber durchaus interessiert folgte ich seinen Blick. Ich hatte das tatsächlich getan... schlussendlich blickte ich zu ihm auf. Ich hatte bereits Luft geholt um ihn eine Frage zu stellen, verwarf sie allerdings sofort wieder. "Sag bloß du willst zu mir nach Hause." Ich hatte ja nichts zu verbergen und mir war genauso bewusst dass ich im Moment dringend immer wieder mit Daiki üben musste, aber ich wusste nicht ganz was uns seine lustige Wohngemeinschaft bringen sollte. "Reist du wohl nicht gerne?"
    • Ich mied es, sie anzusehen. Was sollte dieses Geschwätz?
      "Ich hab nichts gegen das Reisen. Ich hasse es nur, einem auf der Tasche zu liegen. Aber gut, wenn du nicht willst, dann eben nicht.", murrte ich und legte mich mal wieder ins Gras und schloss die Augen. Meine Hände dienten wieder als Kopfkissen. Ich war müde. Das Ganze war viel zu aufregend und jetzt gerade gab es eh nichts zu tun. Sie hatte es geschafft, die Büsche zu treffen und hatte sogar viel mehr geschafft, als ich gedacht habe. Also gab es jetzt auch keinen Grund, irgendwo hin zu latschen.
      "Wenn du nichts dagegen hast, würde ich jetzt ne Runde schlafen. Solltest du auch tun. Der Sprit ist alle."
      Klar könnte man auch einfach zum nächsten Motel oder sonst was gehen. Aber ich konnte auch ganz gut hier liegen. Früher hatte ich sowas ja auch nicht. Als Kind nicht und bei Castor auch nicht. Und Phila sollte sich besser auch ausruhen.
    • Ich konnte es leider nicht verkneifen und musste kichern. Gerade war ich wohl nicht zu einen ordentlichen Pokerface imstande. "Ob du es glaubst oder nicht, ich hätte dich sogar rein gelassen. Vielleicht nicht in mein Zimmer aber in mein Heim." Ich lächelte, ich wollte lächeln und wenn das Pokerface nicht klappte dann wenigstens das. "Nun ja, Geld habe ich genug und wenn du willst kannst du für deinen Dienst was ab haben. Immerhin scheinst du im hüten und beschützen ja ganz kompetent zu sein." Für den Augenblick spürte ich die leichte Brise in meinen Haare, die Sonnenstrahlen auf meiner Haut und hörte die leisen sowie lauten Töne der Tiere um uns herum. Seitdem ich mit Daiki den Boden geflügt hatte waren sie ängstlich verstummt. Wie er dort lag, so friedlich... ich konnte fast schwören dass der mufflige Lulatsch gerade wahrhaftig zufrieden war. Merkwürdiger Weise passte diese Seite auch zu ihm. Da fällt mir ein... ich war Daiki vor ein paar Tagen an diesem Ort ja auch begegnet während er hier im Gras ein Schläfchen machte. Das musste ihm wohl liegen.
      Noch einmal ließ ich meinen Blick schweifen, suchte die Gegend nach aufdringlichen Gnomen ab, betrachtete mein... nennen wir es mal Werk und ließ mich sicherlich neben... meiner göttlichen Waffe ins Gras sinken. Meine göttliche Waffe... es klang immernoch so merkwürdig Daiki so zu nennen. Selbst wenn es nur in Gedanken war.
      Er hatte schon recht. Das war ganz schön viel gewesen und vor allem war es unglaublich anstrengend. An Schlaf war für mich jedoch nicht zu denken. Mit einen letzten prüfenden Blick zu den dösenden Ayakashi neben mir, entschied ich mich ihn schlafen zu lassen. Um die Zeit zu überbrücken versuchte ich mich nochmal an diesen Rechteck was wir gekauft hatten, zupfte leise summend ein paar Kräuter sowie Blumen und flocht mir ein paar ins Haar. Dann hieß es warten....und warten... und warten verloren im Strom der Zeit war ich ja schon immer. Zwischendurch spielte ich mit den Gedanken den Ayakashi einfach auf ein paar ins Haar zu stecken oder ihm mit einen Grashalm zu kitzeln aber bei den Versuch würde er sicherlich von 0 auf 180 in Überschallgeschwindigkeit. Ich wollte dieses Band zwischen uns nicht mit einen kurz Spaß riskieren. Also hieß es wieder warten.
    • "Als ob ich ein Vebrecher wäre. Ich vergewaltige dich schon nicht.", murmelte ich, schon halb im Dösen. Ich hatte zwar die Augen geschlossen, aber hörte noch zu. Und ich hörte auch, dass ich was für meine Dienste bekommen würde. Nur war das für mich kein Job, wo ich was mit verdienen würde. Es war die Aufgabe des Ayakashis, dem Gott zu dienen. Ich war also streng genommen fast ein Sklave.
      "Das ist mein Job, dich zu beschützen. Ich sagte doch, dass du mich nur rufen musst, wenn du allein bist und dann komm ich zu dir. Das sollte jetzt nach der Verbindung noch einfacher gehen. Das sind meine Fähigkeiten. Verteidigung und wie du eben gesehen hast, der Angriff.", erklärte ich und gähnte. Die leisen Hintergrundgeräusche der Natur kamen mir zu Ohren und beruhigten auf eine einzigartige Weise. Sie ließen meinen Körper immer schwerer werden und brachten mich ins Land der Träume. Und es dauerte auch seine Zeit, bis ich wieder irgendwann wach wurde. Noch völlig neben der Spur blinzelte ich in den Himmel und spürte Phila immernoch neben mir. Doch sie schlief nicht. Kein bisschen. Stattdessen hatte sie sich Blümchen ins Haar geflochten und sah nun verträumt Löcher in die Luft. Es war seltsam, sie mal von einer anderen Seite zu sehen. Sonst war sie immer die kindliche kleine Phila. Auch wenn sie anscheinend keine vollwertige Göttin war, (dachte ich zumindest so), sah sie jetzt gerade ziemlich reif und sehr hübsch aus. We ein Schmetterling, der gerade aus seinem Kokon kletterte. Ich beobachtete sie noch eine Weile, bevor ich dann doch was leise sagte.
      "Du hast nicht geschlafen?"
    • Hm? Etwas überrumpelt riss ich meine Augen auf. "Das habe ich nicht gesagt, wenn du es so verstanden hast tut es mir leid. Ich mag einfach niemand anderen in meinen Zimmer haben." Immerhin war es mein Zimmer.
      "Weißt du... ich schätze dich nicht so ein, dass du mir nicht helfen würdest wenn dieser Pakt nicht wäre. Auch wenn du dabei sicherlich eine Menge fluchen würdest." Es stimmte schon, im beschützen war der große Ayakashi wirklich gut. "Vielleicht war das bei... bei..." ,ich versuchte in meinen Gedächtnis nach dem richtigen Namen seines vorigen Partners zu kramen. "Vielleicht war das bei diesen Castiel so, aber er ist nicht mehr da. Jetzt gelten diese Regeln nicht mehr zwangsläufig für dich. Zumindest wenn du das möchtest. Ich hab Ayakashis wie dich immer als Vertraute und Wegbegleiter gesehen. Das würde ich auch gern weiter so halten, wenn du mich lässt." Immerhin brauchte es beide Seiten wenn es Anomalie auftauchte. Allein war es sinnlos. Ich beließ es zunächst dabei. Offensichtlich war Daiki bereits dabei einzuschlafen. Für ihn war es sicherlich auch schwer gewesen. Ich war zur Zeit wohl echt taktlos und egoistisch.
      Da ich noch immer wartet, legte ich mich tatsächlich neben den Großen ins Gras. Seine Atmung klang so ruhig und gleichmäßig, dass ich glaubte er schliefe noch. Meine Augen begannen nach einigen Minuten den Wolken zu folgen welche über uns hinweg zogen. Dieses Gefühl der Verbindung ließ mich einfach nicht los. Meine Gedanken hatte begonnen tiefe Monologe zu führen, irgendwann hörte ich die Stimme der Natur gar nicht mehr. Daikis Worte, so leise er sie auch ausgesprochen hatte ließen mich sofort hochschrecken. "Hm?" Irritiert blinzelte ich auf den Ayakashi herab. "J-ja. Es ging nicht." Murmelte ich leise zurück während ich inständig hoffte er würde nicht weiter nach hacken. Ich hatte halt meine Gründe. "Hast du dich ausruhen können?" Es war nicht lange, nur der Bruchteil einer Sekunde, aber in diesen Augenblick sah ich ihn direkt an. Wegen unseres Größenunterschieds konnte ich Daiki nur sehr selten in die Augen sehen. Soe hatten dieses dunkle Blau, wie die geheimnisvollen Tiefen der See. Hehe... die See, das passte ja. Das Wasser war stürmisch, unbeugsam und impulsiv. So schnell wie es zu den Augenkontakt gekommen war, blickte ich auch wieder weg. Er machte es ja nicht besonders wenn ihm jemand genau ansah. "Ich hab das Rechteck starten können." Verkündete ich ruhig ohne auf diesen einen Moment einzugehen. Dann schob sich ein Grinsen über meine Lippen. "Das ist mein zweiter Erfolg an diesem Tag, ich bin bestimmt ein Stückchen gewachsen." Gegen seine Größe würde ich aber wohl nie ankommen können. "Was meinst du, wollen wir langsam aufbrechen?" Es war merkwürdig wenn ich daran dachte nach Hause zu kommen. Noch dazu nicht allein aber mit einen anderen Ayakashi als Serafin. Es graute mir davor an seinen Zimmer vorbei zu gehen. Doch noch sahs ich neben Daiki auf der Wiese, neben der Schneise der Verwüstung welche wir angerichtet hatten.
    • Tief sah sie mir in die Augen und ich hatte kurzzeitig das Gefühl, die Zeit bliebe stehen. Ihre Augen leuchteten sonst in allen Regenbogenfarben. Jetzt auch, aber der Ausdruck war anders. Als wenn sie mir tief in dir Seele schauen wollte. Als würde sie meine gesamte Vergangenheit sehen können. Mir kam das Gespräch von vorhin in den Sinn. Vertraute.... aber waren wir vertraut miteinander? Aus irgendeinen Grund, war sie einen Pakt mit mir eingegangen. Aber das wars doch bis jetzt. Trotzdem beschützte ich sie und half ihr beim Kämpfen. Also wie ein Partner. Sie sagte zwar, dass die Regeln nicht mehr galten. Aber ich war ein Breitschwert. Und es war meine Aufgabe, meinen Herren zu beschützen. Ich wollte nicht überflüssig und unnütz werden. Ich wollte dieses Gefühl nicht, dass mich keiner haben wollte.....
      Ich wurde aus meinen Gedanken gerissen, als sie dieses Technikding ansprach. Ich blinzelte, ehe ich mich aufsetzte und zu ihr runter sah. Schon wieder sprach sie dieses Wachsen an. Beim ersten Mal hab ich mir nichts dabei gedacht, aber nun wollte ich schon gerne wissen, was das bedeutete. Aber ich wusste nicht, wie ich sie fragen sollte. Also verkniff ich es mir. Vielleicht ein anderes Mal. Und sie wollte ja eh los. Also war es auch egal. Auch wenn ich spürte, dass sie sich dagegen sträubte.
      "Vergiss, was ich gesagt habe.... Du musst da nicht hin, wenn du nicht willst. Man bekommt auch so mit, dass du es eigentlich gern meiden willst. Folgender Vorschlag: Lass mich deine Dienste machen, dafür bekomme ich Essen und Schlafplatz. Dann muss ich mich wenigstens nicht so schlecht fühlen. Ich, weiß, dass du es anders siehst, aber es ist für mich nicht so einfach, mein ganzes Leben plötzlich anders zu gestalten."
    • Ob das... eine optische Täuschung war? Wie dieser Ayakashi gerade so aufgestezt vor mir sah und auf mich herab schaute, von hinten angestrahlt von der Sonne, leuchten wie ein heroischer Krieger ließ einen kribbelnden Schauer durch meinen Körper laufen. Von der obersten Haarspitze bis zu meinen kleinen Zeh. Zurück blieb ein aufwühlendes Gefühl. So etwas hatte ich vorher noch nie ... Kopfschüttelnd entschied ich mich dem Ganzen keine weitere Bedeutung zu zuschreiben. Bei Serafin war mir soetwas zwar nie passiert aber... ach, das war sicher nur wegen der ersten Verbindung zwischen Gott und göttlicher Waffe. Nichts weiter, ganz sicher. Allerdings fiel es mir im nächsten Moment schwer meinen Kopf zu Daiki auszurichten und ihm anzusehen. "Naja..." murmelte ich mehr in mich herein als wirklich zu ihm zu sprechen. "Es ist schon in Ordnung. Wirklich. Es war nur so schwer dort allein zu sein." Es schmerzte immernoch wenn ich daran dachte an Serafins Zimmer vorbei zu gehen. Die Tür war immernoch nur angelehnt und im inneren hatte ich kein bisschen verändert. "Aber mit dir wäre ich ja nicht mehr allein. Also... sollte das schon passen." Trotzdem fürchte ich mich irgendwie vor den Moment indem ich über die Türschwelle treten musste. Aber irgendwann musste ich es sowieso. Unterbewusst blickte ich mit hilfesuchenden Blick zu den Schwarzhaarigen auf. "Wie wäre es mit den Gästezimmer und meine vorzüglichen Kochkünsten?" Ich lächelte während ich mich fragte ob ich Daiki diese eine Frage stellen sollte. Diese EINE Frage welche uns wohlmöglich bis weit an die Grenzen der Ewigkeit zusammenschweißen würde. Bis das der Tod uns scheidet. Aber weil sie für uns beide so bedeutsam war, ließ ich es lieber bleiben. "Ich meine das ernst, ich kann wirklich sehr gut kochen." Noch immer lächelnd hielt ich ihm meine Hand entgegen. "Allerdings ... musst du dann damit klar kommen das du mehr für mich bist als ein göttliches Gebrauchs-Wesen." Wenn die Idee auf seinen Mist gewachsen war würde er doch drauf eingehen, oder? "Wenn du willst kann es los gehen."
    • Ich konnte ihr ansehen, dass es ihr nicht passte. Und ich konnte es fühlen. Seit dieser einen Verbindung zwischen uns war es irgendwie anders. Ich konnte plötzlich spüren, wenn was nicht stimmte. Ob sie glücklich oder traurig war. Sie war so viel anders als Castor. Er war einfach wie immer. Ja, wir waren aufeinander abgestimmt und uns auch immer einig. Trotzdem war er immer.... stark und selbstbewusst. Er hatte sich nicht viel aus Emotionen gemacht. Und bis heute ging es mir auch so. Aber jetzt mit Phila..... ob sie auch meine Emotionen spüren konnte? Unbewusst berührte meine Hand das Mal an meinem Hals. Das Zeichen, dass ich schon jemanden gehörte und für niemand anderen verfügbar war. Mich konnte also auch niemand anderes mehr halten. Der Einzigen, der es erlaubt war, war Philomena.
      "Du bist also sicher, dass wir dahin wollen? Ich folge dir eh bis ans Ende der Welt. Vergiss es, irgendwas vor mir verbergen zu wollen. Ich kann spüren, was du fühlst.", antwortete ich, doch sie schien es wirklich ernst zu meinen. Ich hob eine Augenbraue und seufzte.
      "Also gut. Gehen wir.", sprach und zusammen gingen wir los. Ich war neugierig, weshalb sie so sehr ihr Zuhause mied. Aber ich beließ es dabei. Sonst hätte sie es mir ja schon gesagt....

      Auf den Weg durch die Stadt begegneten wir natürlich wieder viele Menschen, die uns alle hintersahen. Ja okay, ich war vielleicht verdammt groß, wo ei die meisten hier eher klein waren. Besonders von den Frauen hier wurde ich angeglotzt. Meine Laune sank mit jeder weiteren tiefer in den Keller. Sie sehen nur einen ganz normalen Menschen, der hier lang spaziert. Wieso kümmern sie sich nicht um ihren eigenen Scheiß?
    • Verdammt! Ich drehte mich rum und begann etwas nervös einige Gräser aus der Erde zu rupfen. Ich hatte es doch gerade erst geschafft meine eigene Unsicherheit und mein schlechtes Gewissen an den Rande meines Bewusstseins zu verdrängen! Doch gerade eben als seine Finger über seinen Hals, schlimmer dieses Zeichen strichen da war es wie ein Stich der durch mein Herz schoss. Ich hatte Daiki helfen wollen, wollte nicht das er sterben würde aber.... ich hatte ihn nicht einmal ernsthaft gefragt. Bis jetzt hatte ich mich noch nicht einmal versucht es wenigsten irgendwie wieder gut zu machen. Ich war stattdessen lieber mit meinen Problemen zugange gewesen. Ich wollte mich gerade entschuldigen, mein Blick striff bereit über meine Schulter da sprach er auch schon weiter. Seine Worte waren wahr aber sie machten mich verlegen weshalb mich mich sofort wieder den Gräsern und Blümchen widmete. Ein wenig nervös flochten meinen Finger aus ihnen einen Strang. Gefühle zu Teilen zu können brachte dieses Band zwischen uns mit sich. Das war richtig. Mit Serafin war es kein Problem gewesen, immerhin war er für mich wie ein großer Bruder. Ich war mit ihm aufgewachsen, hatte von ihm gelernt und er war mir unglaublich wichtig. Daiki hingegen kannte ich erst seit ein paar Tagen und auch wenn es wirklich beeindruckend war wie schnell sich diese Verbindung zwischen einer fremden Gottheit und einen fremden Ayakashi bildete, war es auch irgendwie beschämend. Ich konnte wie er bereits sagte praktisch nichts vor ihm verbergen. Nicht das ich es vor hatte aber es war trotzdem irgendwie peinlich. Ich hatte genug gerupft und stand auf. Sanft klopfte ich meine Sachen ab. "Dann gehen wir also, da gehts lang." Ich wartete also dass er aufstand und wir uns jetzt endlich auf den Weg machten, ohne dabei auf weiter auf gerade eben einzugehen. Zum Glück war die Stadt aus der ich kam nicht all zu weit von hier entfernt. Mit seinen langen Beinen war die Strecke für Daiki doch ohnehin kein Problem, oder?
      In der Kleinstadt angekommen schien sich sein Gemüt im Minutentakt zu verschlechtern. "Du magst dicht besiedelte Lebensräume nicht so sehr oder?" Auf diesen Feld mit der friedlichen Weite war er ganz anders gewesen. Wesentlich entspannter und irgendwie... zufrieden. Zumindest in meiner Auffassung. "Es ist nicht mehr weit."

      Fast am östlichen Rand der Kleinstadt war etwas was wie ein leicht vernachlässigter Park aussah. Von Mauern mit aufwendigen Staturen umzogen welche von Efeu verschlungen wurden. Ich war ja lange nicht mehr hier weshalb die Grünanlage um die alte Villa ganz schön gelitten hatte. Früher war es eine Symphonie aus liebevoll ausgewählten Farben und Gerüchen gewesen. Mit Pflanzen aller Art, von Blumen und Heilpflanzen bis hin zu Obstbäumen mit Beerensträuchern und gepflegten Gemüsebeeten. Das große Tor zum verschlafenen Paradies öffnete sich von allein als ich davor trat ohne das ich etwas dafür tun musste. "Komm rein, hier schaut dir niemand etwas weg. Hier gibt es nur dich und mich." Alle Tiere die um die uralte Villa herumstanden waren sicher mit sich beschäftigt oder wegen der jahrenlangen Stille gerlohen. Selbst der See indem ich immer so gern geschwommen war, wirkte irgendwie verschlafen. Ich ging einfach weiter ohne mich nach links oder rechts zu schauen. Vor uns zeichnete sich auf einen kleinen Hügel schon seit einer Weile die verfallene Villa ab. Sie war äußerlich schon immer ein Schatten ihrer Selbst doch hier uns da zeugte einige Details für ihren früheren Glanz. Ja,ja. So konnte man alte Tempel auch recyclen. "Ich weiß es scheint nicht so, aber innen ist es recht einladend." Die Frage war nur wo der magische Schlüss- ah! Ich hielt meine Hand auf. Innerhalb eines Sekundenbruchteils erschien er in meiner Hand. Für einen Augenblick entlockte mir sein Anblick ein trauriges Lächeln. "Also..." begann ich als ich die knarzenden Stufen auf die Veranda schritt. Meine Händen zitterten etwas als ich den Schlüssel in das Schlüsselloch steckte und aufschloss. "Willkommen bei mir daheim."
    • Ich war überrascht, wie aufmerksam meine Herrin mir gegenüber war. Sie merkte mir sofort an, wenn ich etwas nicht mochte. Aber ja, sie hatte Recht. Je dichter ein Dorf oder eine Stadt besiedelt war, desto nervtötender die Menschen. Sie kamen mir zu nahe, drängten sich an mir vorbei und starrten zu mir hoch. Ich war kein Fan davon, irgendwo zu kuscheln oder überhaupt Nähe zuzulassen. Sowas lag mir einfach nicht. Deswegen waren Orte, wo viel Platz war, mir immer lieber. Da konnte ich den Abstand selbst herstellen, so wie ich ihn wollte. Niemand kam mir zu nahe. Das war wohl eines, meiner Macken, die ich entwickelt habe, als ich noch auf der Straße lebte, kurz bevor mich Castor gefunden hatte.
      "Nein, nicht wirklich.... ich mag es einfach nicht, wenn man mir zu sehr auf die Pelle rückt.", murmelte ich, doch deutlich genug, dass sie mich verstanden haben müsste.
      Irgendwann hatten wir es geschafft und kamen an einen riesigen Garten an. Er sah ziemlich verwunschen aus. Und trotz, dass er so ungepflegt war, fühlte ich mich hier recht wohl. Es war ruhig hier und keine Menschenseele verirrte sich hier. Alles lag still an seinem Platz. Es hatte etwas magisches an sich. Mich störte es auch nicht, dass es hier so aussah. Ich machte mir nicht viel daraus, wie etwas auszusehen hatte.
      "Ist schon gut. Überall ist es einladender als in der Stadt.", antwortete ich und beobachtete sie dabei, wie sie die Tür aufschloss. Durch die Haustür gehend sah ich mich um. Sie hatte recht. Es sah einladender aus als draußen. Trotzdem konnte man der Einrichtung ansehen, dass hier länger niemand mehr war. Eine dezente Staubschicht hatte sich auf den einzelnen Schränken gebildet und auch die Deko wurde damit eingedeckt. Allein der Vorraum oder Flur oder wie man es auch nennen mag, war schon recht groß. Hier schien viel Platz zu sein. Wie sah dann erst der Rest des Hauses aus? Allerdings fragte ich mich, warum sie so ein großes Haus hatte? Reichte da nicht auch ein kleineres?
      "Du ähm... scheinst länger nicht mehr hier gewesen zu sein.", bemerkte ich und sah zu ihr. Ich fühlte mich hier dezent fehl am Platz.
    • Ich kam ins Grübeln, aber bis in dem Augenblick indem ich den Pakt geschlossen hatte, hatte ich mich ihn doch nie aufgedrängt. Oder? Ich glaubte nicht. Wegen dieser Aussage war ich nur noch glücklicher nicht eingeschlafen zu sein. Das hätte wohlmöglich nur in Missverständnissen und Geschrei geendet. Aber das passte auffallend gut ins Bild. Daiki war halt einfach ein einsamer Wolf.
      Eine ganze Weile schon stand ich vor der Türschwelle. Still aber angespannt glitt mein Blick über das innere der Villa. Immer wenn in mir auch nur der Gedanke aufkam über die Türschwelle zu treten schlug mein Herz schneller. Da ich dem Ayakashi gegenüber so demaskiert war, versuchte ich mich jedoch schnell zu regulieren. Langsam hob ich die Hand und schnippste. Sofort nachdem der Klang verhallt war, erwachte das Haus zum Leben. Lichter gingen an, Fenster öffneten und auch der Staub verschwand in Windeseile. Ja,ja Magie zu beherrschen war schon praktisch. Auch wenn es nur so kleine Zaubertricks waren. "Das war vor Jahrtausenden mal ein Tempel der meinen 11 Schwestern und mir geweiht war. Unser Zuhause auf dieser Welt. Heute bin......." ich biss mir auf die Lippe. Mit geballten Fäusten versuchte ich meine innere Kraft anzurufen. "....nur noch ich hier. Jedenfalls sind seine Wurzeln hier und da noch zu erkennen. Und es hat stellenweise sein Eigenleben. Allerdings richtet es sich oft auch nach den Wünschen der Bewohner aus. Also auch nach deinen Wünschen. Alle Bewohner die gegangen sind haben wohl ein Teil von sich hier gelassen. Mal schauen welche Maken das Haus nach deinen Aufenthalt bekommt. " Noch ein zögerlicher Blick zu der Schwelle dann schob ich mich hinein. "Da hinten geht es zum Gästezimmer. Das kannst du dir so gestalten lassen wie du magst. Oder halt auch nicht, deine Sache." Während ich in die Richtung lief kamen wir an der offenen Küche vorbei. Gerade war sie leer aber mit etwas Magie war alles da was ich brauchen könnte. Normalerweise griff ich nicht zu oft darauf zurück. Doch gerade bot es sich einfach an. Das war alles schon umständlich genug. "Sag mal was magst du denn eigentlich essen?" Ich hatte ja mehr oder weniger versprochen für uns zu kochen. ....Für uns.... das klang irgendwie ungewohnt. Selbst in meinen Gedanken. "Vielleicht richten wir uns erstmal wieder hier ein und lassen den Abend ausklingen. Morgen könnten wir draußen üben wenn du magst. Oder uns eine andere Aufgabe suchen." Da war noch immer dieses mulmiges Gefühl in meinen Bauch doch so lang ich nicht an Serafins Zimmer vorbei gehen musste wird es hoffentlich mit der Zeit vergehen.

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    • Ich sah mich um und war erstaunt darüber, wie mit einem Fingerschnippsen alles wieder so war, als wäre schon immer jemand hier gewesen und hätte hier gewohnt. Die Kälte des Hauses verschwand und eine angenehme Wärme füllte die Räume aus. Es war eigentartig und ich kam mir vor wie in einem Schloss. Es fehlten echt nur noch ein paar Leute, die hier einen bedienen würden. Zum Glück war das nicht der Fall, der ich lebte schon immer recht einfach. Und dann wären auch schon wieder viel zu viele Leute um mich rum. Skeptisch sah ich zu meiner Herrin, die immer noch vor der Tür stand und mir erzählte, dass sich das Haus immer nach den Bewohnern richten würde. Wünsche...? Ich wusste nicht einmal was ich mir wünschen sollte. Mir reichte ein Futon und ein Schrank. Vielleicht noch dieser Basketball zum Spielen, aber sonst brauchte ich nichts. Denke ich zumindest.
      "Was soll das heißen, welche Macken? Als ob ich das Haus zerstören würde.", antwortete ich grummelnd und sah zur Tür, welches mein Zimmer werden sollte. Tatsächlich stand da ein Schrank und ein Futon drin. Hm vielleicht noch einen Teppich und eine Lampe für etwas Wohlbefinden? Zack, da! Irritiert kratzte ich mich am Kopf und ging wieder. Das Haus war ziemlich groß, dafür dass nur wir zwei drin wohnten. Aber sie sagte ja, dass ihre Geschwister hier auch lebten. Was wohl mit ihnen passiert war? Ich fragte besser ein anderes Mal. Eigentlich wollte sie nicht mal herkommen. Dafür hatten wir es schon weit geschafft.
      "Huh? Äh... vielleicht ein paar Nudeln oder so?", fragte ich. Ich war leider wcht ziemlich unkreativ.... ich musste mich mit sowas nicht beschäftigen. Castor hat einfach alles gemacht.
      "Äh ja, wir können morgen üben. Je mehr, desto besser sind wir vorbereitet.", antwortete ich und sah dabei nach draußen. Langsam ging ich auf die Verranda und sah mich um. So langsam fing die Sonne an, den Weg nach unten einzuschlagen. Und der Himmel tauchte in verschiedene Farben. Die Bäume und Wolken mit eingenommen. Ich war gespannt, wie wir hier wohnen sollten.
    • Ich holte tief Luft und - seufzte schwer. "Langsam glaube ich wirklich, dass du mich machmal wirklich falsch verstehen willst. Das habe ich doch schon wieder gar nicht gesagt. Nicht mal gemeint. Wenn du hier eine Weile wohnst, verstehst du schon." Der Tempel sah nicht ohne Grund aus wie eine Villa, er hatte gelernt sich anzupassen. Nicht nur äußerlich und da er sich im Laufe der Zeit auf so viele Bewohner eingestimmt hatte - hatte er eine ganz eigene Persönlichkeit bekommen. Nun passten leider nicht immer alle Charakterzüge zueinander. So kam es durchaus vor, dass dieses Heim auch in frecher Eigenregie die Zimmer vertauschte oder was ihm noch so in den Sinn kam... Als Daiki die Tür zu seine Zimmer öffnete, drehte ich mich um und lief zurück zur Küche. Prüfend wühlten sich meine Finger durch die Schränke. Während ich also nach sah was wir so schon zur Verfügung hatten und wo alle Utensilien verschwunden waren kam mir der Essenswunsch des Ayakashi zu Ohren. Skeptisch zog ich eine Augenbaue hoch. War das...sein ernst?! "Nudeln?!" Wiederholte ich mit überraschten Unglauben. "Einfach nur Nudeln?" Es gab unzählige Arten sowie unzählige Weisen die zuzubereiten. Was sollte ich also mit den simplen Wort Nudeln anfangen? Fein... muss ich wohl entscheiden. Also gibt es gebratene Nudeln. Kaum war die Entscheidung getroffen begann ich auch schon damit das Fleisch und das Gemüse zu waschen. Als ich damit fertig war hielt ich inne. Bedächtig sah ich nach draußen, Daiki stand gerade oder immernoch auf der Veranda. Ein göttliches Breitschwert... gab es hier noch nie. Ob das gut gehen würde? Auch wenn ich es vorgeschlagen hatte, fürchtete ich mich etwas vor dem Gefühl was die starke Verbindung mit sich brachte. Instinkt blickte ich mich um, direkt in die Richtung in der Serafins Zimmer lag. Irgendwie hatte ich die Hoffnung er könnte mir jetzt sagen was ich tun musste. Doch das musste ich wohl selber herausfinden. Fürs Erste war es das Essen zu zubereiten. Und so verdrängte ich all meine Sorgen und Gedanken in die hinterste Ecke meines Bewusstseins. So lange ich etwas zu Tun hatte war das kein Problem.
    • Was sollte ich denn sonst antworten?! Sie konnte froh sein, dass ich überhaupt geantwortet habe. Nudeln eben. Das Zusammenleben konnte ja noch heiter werden. Ja, wir hatten unsere Verbindung, aber sie war eher schwach als gut. Und ich musste ehrlich zugeben, dass ich manchmal nicht sicher war, ob es eine gute Idee war. Aber maleben rückgängig machen ging auch nicht. Also mussten wir beide irgendwie miteinander klar kommen. Ob ich sie überhaupt glücklich machen konnte? Ob sie zufrieden war mit mir als Waffe?
      Ich setzte mich an den Rand und lehnte mich ans Geländer. Noch immer ging mein Blick nach draußen in den Garten. Alles lag ruhig da und es fühlte sich an, als würde alles schlafen. Die Pflanzen, der See, die Statuen. Ich überlegte, wie es mit uns weitergehen sollte. Klar konnten wir morgen nochmal trainieren. Aber ich bezweifelte, dass Phila lange durchhalten würde. Sie musste hauptsächlich an ihrer Ausdauer pfeilen. Und dann?
      Ich beschloss, aufzustehen und meinen Fragen ein Ende zu setzen. Langsam ging ich rein und gesellte mich zu meiner Herrin in die Küche. Stumm beobachtete ich, wie sie das Essen zubereitete.
      "Da ich nocht glaube, dass wir den ganzen Tag trainieren werden, was werden wir denn morgen sonst noch tun?"
    • Also wusch ich alle Zutaten, schnippelte das Gemüse, brut die Gewürze an um dann das Fleisch darin einzulegen und begann damit eine Soße anzusetzen. Die Nudeln kochte ich zum Schluss damit sie noch den gewissen Biss behielten. Dabei hätte ich mir zwei Mal fast in die Finger geschnitten, da meine Gedanken zwischen den zwei Ayakashis irgendwie verloren waren. .....Verdammt .... Philomena, reiß dich zusammen!!
      Irgendwann als ich gerade dabei war die Soße zu reduzieren kam Daiki auch wieder rein. Man er hatte echt Glück das er durch die Tür erst in der Eingangshalle und dann in Küche gekommen war. Es wäre nicht das erste Mal, das jemand der durch die Eingangstür ging plötzlich in dem Kleiderschrank meiner Schwester landete. "Ähm... ich weiß nicht, einkaufen vielleicht?" Irgendwo her musste ja das Essen kommen. Dafür Magie zu benutzen war nicht die richtige Lösung. "Je nachdem können wir ja auch mehrfach.... versuchen... zu trainieren. Oder was dir sonst so in den Sinn kommt." Für die nächsten Minuten konzentrierte ich mich weiter auf die gebratenen Nudeln. "Es wär' jetzt mal an der Zeit den Tisch zu decken." Das Haus hatte schon verstanden. Es rumpelte und bebte etwas dann rückten sich Stühle an den Essentisch, Schränke mit Tischdecken, Geschirr, Gläsern und so weiter taten sich auf uuuund.... in einigen Augenblick stand dort - ein fein gedeckter Tisch in Kerzenschein für zwei inklusive lauschiger Stimmung von einen Kamin. "HA-HA. Sehr lustig. Passt doch super zu beratenen Nudeln. Lustig, lustig. Verdammt witzig und jetzt mach es richtig." Dieses Haus machte mich machmal fertig. "Siehst du jetzt was ich mit Macken meine?" Während das Romantiker-Prgramm also ungefähr fünf Gänge zurück gefahren wurde, verteilte ich die Nudeln auf den Tellern. "So, Essen ist fertig. Was willst du trinken?"
    • Ich nickte nur auf die Antwort hin und sah dann zum Fenster raus. Ja einkaufen war wohl die logischste Sache, die wir tun mussten. Ob wir noch weiter trainieren werden, hing auch von meiner Herrin ab. Aber ich sah ja dann, wie weit wir kamen. Und um ehrlich zu sein, war ich auch etwas eingerostet. Es würde also auch mir ein Training zu gute kommen. Vielleicht sollte ich auch mal wieder Krafttraining machen.
      Meine Gedanken wurden unterbrochen, als Phila etwas vom Tischdecken sprach und ich sah sie irritiert an, weil ich nicht wusste, wo Teller und anderes Gedöns waren. Doch dann ratterte es schon und alles in der Küche machte sich selbstständig. Kurze Zeit später war auch schon auf eine ziemlich romantische Art der Tisch gedeckt und wenn ich gerade sagte, dass ich irritiert war, war das eine Lüge. JETZT war ich irritiert. Was zum Teufel sollte das denn?!
      "Äh.... ernsthaft jetzt, Phila. Können wir nicht einfach normal essen?", fragte ich sie und auch sie war wenig begeistert davon.
      "Äh ja... Macken.... verstehe..... ", murmelte ich und etwas mulmig zumute sah ich mich nach weiteren Veränderungen um. Ich fühlte mich irgendwie beobachtet. Hatte sie denn kein normales Haus?
      Mach der Aufforderung setzte ich mich an den Tisch, als ich nach meinem Getränk gefragt wurde.
      "Hm, ein Glas Wasser?", fragte ich dann doch unsicher und es dauerte auch nicht lang, da bewegte sich ein Schrank, holte ein Glas raus und füllte es mit Leitungswasser. Wenig später stand es dann vor mir auf dem Tisch.
      "Äh danke.", murmelte ich und sah zu Phila.
      "Echt jetzt? Ich fühle mich hier irgendwie beobachtet."
    • Na bitte. Das war doch viel besser. Erleichtert nahm ich unsere Teller und begab mich zum Esstisch, wo ich Daiki seinen Teller vor die Nase stellte. "Keine Sorge, das ist die Faszination des Neuen. In ein paar Tagen wirst du wohl ignoriert. Genau genommen ist es ja auch nur ein ehemaliger Tempel mit der Ansammlung der Echos der Vergangenheit. Kein Lebewesen mit eigenen Bewusstsein oder so." Mit diesen Worten fischte ich mit meinen Stäbchen nach einen Strang Nudeln und steckte sie mir in den Mund. Ich war bereits am Kauen da fiel mir auf, dass ich ganz vergessen hatte meinen Gegenüber guten Appetit oder so zu wünschen. Hastig schluckte ich also das Essen herunter. "Entschuldige. Ich hab ganz vergessen... also .... guten Hunger oder so." Ich hatte wohl wirklich zu viel Zeit allein verbracht. Während des Essens schlich sich wieder so eine merkwürdige Stille ein. Es gar den einen oder anderen Moment indem ich überlegte ein Gespräch anzufangen aber - worüber sollte ich sprechen? Daiki blieb ja lieber ein Buch mit sieben Siegeln was sich selbst betraf und über mich oder diesen Haus wollte ich jetzt keine Monologe halten. Also so ich weiter geduldig Nudeln in meinen Mund. Hier und da nahm ich einen Schluck Wasser. Immer wenn ich das Glas absetzte wagte ich einen kurzen Blick zu den Ayakashi herüber. Schlussendlich wartete, ich darauf dass ich abräumen konnte während die Sonne draußen endgültig hinter den Hügeln verschwand. Wenigstens war die Stimmukg nur noch merkwürdig-gewöhnungsbedürftig und nicht mehr erzwungen romantisch. "Passt das? Brauchst oder willst du noch was?" Brach ich dann endlich doch die Stille mit aufrichtigen Interesse. Immerhin war es mein Teil der Abmachung für das Essen zu sorgen. "Wenn es dir immernoch so unangenehm ist kann ich dir sicherlich auch ein Zelt im Garten organisieren."
    • "Guten Appetit", murmelte ich noch zurück. Zusammen saßen wir da also am Tisch und fingen gemeinsam an zu essen. Es war ein komisches Gefühl, hier mit ihr zu sitzen. Aber irgendwie mochte ich es auch. Es gab mir ein Gefühl von Zuhause. Jemand, der mich aufnahm und vielleicht auch bei sich haben wollte. Jemand, der mich nicht auf die Straße setzte und nicht wollte, dass ich überhaupt existierte. Sie hatte mir, ohne drüber nachzudenken, geholfen und bei sich aufgenommen. Ich beobachte sie kurz, wie sie sich weiter die Nudeln reinstopfte und musste kurz, aber wirklich verdammt kurz lächeln. Sie war schon eine interessante Person.
      Doch so schnell wie dieses Gefühl gekommen war, so schnell verschwand es auch wieder und versetzte mich wieder in die graue Realität. Eben dachte ich noch, sie setzt mich nicht auf die Straße. Und nun fragte sie mich, ob ich im Zelf schlafen wollte. Ich grinste sie dreckig an und legte meinen Kopf auf die Handfläche, dessen ellenbogen auf dem Tisch abgestützt war.
      "Haste etwa doch Schiss, dass ich mich an dir vegreife? Das Haus würde mich ja noch nicht mal in deine Nähe lassen. Wahrscheinlich sperrt es mich in der Besenkammer ein.", antwortete ich und trank einen Schluck.
      "Komm runter. Mein Zimmer ist schon okay. Ich bin froh, ein Dach über den Kopf zu haben. Ich muss nicht zwingend draußen schlafen. Hab ich ja in der Stadt auch nicht. Da hatten wir die Hotelzimmer. Auch wenns nicht gerade vorteilhaft war, dass wir uns ein Bad geteilt haben. Da sollten wir wohl eher nacheinander reingehen. Es sei denn, du möchtest beim Duschen zugucken."
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