Ineb Chevrier & Cabriel Valentine
"Nun gut, dann gehen wir doch auf die Vorschläge ein!"
"Ehrlich gesagt...Wäre ich eher dafür das so bleibt wie es gerade ist"
Huh...Wieder einmal wurde Ineb von der Teilnahme überrascht, dieses Thema nur noch mehr auszudiskutieren. Es war ja beinahe so als zusammen politisch wählen. Nahm es der Sänger zu locker? Dabei dachte er, dass sie Tyler einfach nur zu sehr in die komplette Dunkelheit rückten. Er wollte nur, dass sie ihn zustimmten unrecht zu haben. Stattdessen...wurde die Stimmung nur mieser und Ineb begann seine Worte zu bereuen.
War er...ein wenig zu harsch? Es ging ja nur darum zu beweisen, dass Tyler von allen fünf der Vernünftigste war. Dies erinnerte ihn daran wie er früher seinen Bruder Louis vor seinen ehemaligen Klassenlehrern und sogar vor dem Direktor verteidigen musste, weil sie ihn als eine Bedrohung für die Menschheit ansahen. Dabei konnte doch Louis - jedenfalls dachte Ineb so früher - keiner Fliege etwas zur Leide tun. Genau deswegen wollte er ihn immer und immer wieder verteidigen, denn in seinen Augen war er nur ein Junge gewesen, der einfach viel Ehrgeiz hatte.
Für einen Moment musste er an Louis traurigen Blick denken, als er mit Tyler aus dem Cafe verschwand. Es war eigenartig - obwohl er ihm doch so weh getan hatte...erwischte er sich immer wieder dabei, wie er seine Worte genauso bereute wie jetzt mit Wyatt, Harvey und Cabriel. War er...zu harsch, weil er noch angeknackst war? Oder war es eigentlich normal so über zu reagieren, wenn jemand eine traumatische Erfahrung bewältigen musste?
Grübelnd hörte er zwar den Argumenten der anderen Jungs zu, jedoch kam es ihn schon vor als hätte er gerade falsch reagiert.
Eventuell...sollte er es vergessen als Ineb versuchen zu leben und doch immer an seine WITCH-Truppe denken. Andererseits erwischte er sich noch Wyatt alles durchgehen zu lassen und Louis zu verzeihen, weil er diese dicke Luft im Raum vermeiden wollte.

"...Ich werde mein Einzelzimmer nicht aufgeben."
"Warum das denn auf einmal?! Eben hast du noch davon geredet das wir uns vertrauen sollen!"
So wie es sich der Sänger gedacht hatte wurde es echt muffig und da konnte er auch gar nicht anders, als seine zweite versteckte Dose heraus zu kramen. Cabriel fand es erstaunlich, dass Ineb ernsthaft unterm Sofa einige Dosen an Bier gebunkert hatte, wie ein richtiger Alkoholiker, der Angst hatte, dass man ihm sein Zeug stiehlt. Es war bestimmt falsch sich zu betrinken, doch gerade war die Situation so angespannt, dass Cabriel nun dazu auch nichts beitragen wollte. Es reichte schon, dass ihn Harvey und Tyler tödliche Blicke schenkten, ehe sie sich dann in den Haaren hatten...was ihn dazu brachte einen weiteren Donut zu nehmen. Wie oft geschah es denn, dass die zwei `Alphas` aus der Gruppe sich so anfuhren? Sonst...kroch doch jemand wie Tyler einem feurigen Kerl wie Harvey direkt hinterher, da er die Zügel besser im Griff hatte. Aber jetzt sträubte er sich komplett davor auf den zweiten Vorschlag einzugehen. Für Tyler definitiv ein Win, um bei dem Herzträger nur noch mehr zu punkten - ein wahrer Teamplayer eben, der niemanden ausschließen würde. Harvey wiederum...
"Ich habe NEIN gesagt! Macht was unter euch was ihr wollt aber ich werde mein Zimmer mit keinen von euch teilen!!"
Obwohl das Vertrauensthema von Harvey selbst kam, erfüllte seine laute Stimme das Wohnzimmer, sodass zumindest Ineb sich nicht mehr traute auch seinen Senf dazuzugeben. Er hatte sich keine Gedanken dazu gemacht, wie furchtbar unangenehm es wohl Harvey finden würde. Dabei war es eigentlich offensichtlich, oder? Nicht umsonst wollte er das Zimmer für sich alleine haben. Obwohl auch erst vor kurzem ein kleines Feuer ausbrach, dachte sich Ineb, dass sie es trotzdem versuchen könnten. Lag es daran, dass er Harveys Bitte trotz allem nie ernst genommen hatte? Immerhin war er auch derjenige gewesen, der sich in der Nacht nach Cabriels Traum in sein Zimmer geschlichen hatte. Belohnt wurde er damit dann in Benis Körper gesteckt zu haben - das reinste Chaos.
Harvey sah wütend und ziemlich aufgebracht aus, sodass Ineb ein weiteres Mal dachte, ob es wirklich gut war das Thema an die Tagesspitze zu bringen? Alles was er wollte war ein gemütlicher Abend ohne Stress. Jetzt aber waren alle ziemlich am Limit... Das hatte er wohl seiner unverblümten Art zu verdanken, Wyatts Serie schlecht geredet zu haben. Der Alkohol begann bitter zu schmecken und trotz allem fühlte es sich an wie die einzige Lösung, um nicht noch mehr die Seuche zu verbreiten. Auch Amy...wollte ihn diesen Abend wohl nicht mehr schreiben - ihm war echt zum Weinen zumute.

"Ich vertraue mir gerade selbst nicht, okay?! Könnt ihr das einfach akzeptieren und eure Zimmerverteilung unter euch regeln??!"
Traurig setzte sich Ineb wieder hin und senkte seinen Kopf zu Boden. In Harveys verzweifelten Gesichtsausdruck zu blicken gab ihn selbst nur ein mulmiges Gefühl.
"Harvey...Meinst du das du...Sorge hast einen von uns zu verletzten wenn wir das Zimmerteilen...?"
Wyatt hatte direkt ins schwarze getroffen und anders als Ineb konnte er auf den Feuerwächter eingehen, anstatt ihn fertig zu machen. Er hätte die Situation mit der Kirche nicht erwähnen sollen, bestimmt machte es ihn immer noch zu schaffen. Izarra hatte doch gesagt, dass sie ihre Triebe in dem Moment nicht kontrollieren konnten, auch wenn es Innerlich Ineb trotzdem kaum glauben konnte. Dabei war Harvey davor jemand gewesen, auf den er sich sogar vor Tyler verlassen konnte. Sie teilten eine innige Verbindung, zumindest fühlte das der Herzträger so - er wollte eigentlich, dass ihn der Feuerwächter immer im guten Licht sah. Aber in der letzten Zeit gab es nur immer wieder abgrundtiefe Dunkelheit, in der er sogar Harvey mit hineingezerrt hatte. Seine Laune war massiv im Keller, er hatte doch keine Ahnung wie man das Vertrauen wieder gewinnt. Besonders nicht, wenn jemand sich selbst nicht mehr vertraute. Ihn kam es so vor als zerstörte gerade der eigene Anführer seine WITCH-Gruppe. Auch, wenn die Sache in der Kirche verstörend war...Musste er sie doch aufpushen und froh sein, dass es ihn und nicht den anderen Jungs passiert war. Ungeschickt war er wirklich.

"Ich wollte nicht lauter werden aber diesen Vorschlag kann ich nicht entgegen kommen, zu not schlaf ich auf den Sofa. Ich kann gerade nicht sagen was passieren kann..."
...
Mit einem Pokerface starrte Cabriel ohne einen Mucks zu machen und den dritten Donut zu essen in Harveys Richtung. Mhm, natürlich. Harvey schmiedete sich seine eigenen Regeln. Wenn alle ins Wasser springen würden, wäre sicherlich auch der Held der Einzige, der mit einem Boot rüberfahren würde...Weil er sich zum Schwimmen nicht in der Lage fühlte. Anders als der Luftwächter, der Nichtschwimmer war und trotzdem in das Wasser geworfen worden wäre.
Er hatte kein Mitleid mit ihm, er fand es auch unangebracht, dass er sie nun anschreien musste. Cabriel konnte genau sehen wie Ineb sich wieder in seine Hundehütte mit verletztem Schwänzchen zurückzog und Harvey am liebsten schmusen würde, während er weinerlich jault.
Allein schon, dass er das Wort NOT herausprahlte, als würde er nur zu gerne ein Opfer für die Anderen erzielen. Pah...Merkte er nicht, dass er gerade sich gegen alle Anderen stellte? Er meinte zwar, dass er sie nicht verletzten wollte aber durchtrieb das gesamte Paradox, was Harvey herbeigeschworen hatte ein kompletten Taifun.
Er nahm das Wort Vertrauen so schlecht in den Mund, dass Cabriel wieder schlecht wurde.
Dabei verstand der Luftwächter zwar wie schwer es einem fiel sich selbst zu vertrauen - umso eher sollte er doch einfach die anderen Jungs für ihn entscheiden lassen. Er hätte sich opfern müssen für die Allgemeinheit, damit ein besseres Klima hier entstand.
...Auch wenn er zugeben musste, dass die meisten hier wohl in Naturwissenschaften nicht richtig aufgepasst hatten. Harvey und er in einem Zimmer. Seinetwegen gern...Jedoch wäre eine Kohlenmonoxidvergiftung durch die Kombination mit Feuer und Luft weitaus möglich. Da Cabriel gerne in Atemnot lag...würde das Feuer direkt das gesamte Haus zu einem Tanz einladen.
Aber gut, dass Harvey seine Fähigkeiten nicht als Argument nahm, sondern sich selbst. So klang er nur armseliger.
Ob sein Vater verstand mit was für Waschlappen er sich eigentlich anlegte?
Sie wurden bis jetzt nur getestet, spielten auf LVL 1 während sein Vater auf LVL 100 seine Lakaien verstärkte.
Cabriel wünschte sich der dunkleren Macht anzugehören. Ob er Lord Korbos überreden konnte seine Seiten direkt wechseln zu können, wenn er jeden Fehler von den WITCH endlich entdecken konnte? In seinem Lieblingsspiel hätte er alle direkt rausgeworfen, angefangen mit Harvey. Was für eine Made.
Fakt war, dass Cabriel darüber nachdachte Sam anzuflehen im Baumhaus wieder schlafen zu können.

Aber Tyler hielt sich nicht davon ab die Situation von Harvey zu seinen Gunsten auszunutzen. Da Harvey absolut mehr Ruhe als Ineb brauchte, war es eigentlich so ziemlich entschieden. Warum hatten sie überhaupt darüber diskutiert - sowas musste doch bestimmt der Herzträger denken. Doch anders als Cabriel dachte war Ineb einfach nur froh, dass Tyler versuchte wieder die Kurve einzukriegen.
"Ich nehmen deine Worte jetzt so auf Harvey das du dich wie Cabriel enthaltest und da Wyatt sagte er würde sich nicht dazwischen stellen...Sind es doch wohl zwei Stimmen die für Option A sind. Das Demokratisch entschieden und sollte jeden zufrieden stellen~ "
Da hatte er ja wohl recht. Option B wurde nichts und Option C war genauso eine Gefahrenquelle für sich - wer wusste schon, was Wyatt in der Nacht anstellen wollte, wenn er so einen Groll gegen ihn hatte? Option C war die einzige Lösung, auch wenn es kein 100% OKAY gab. Trotzdem versuchte Ineb dem Wasserwächter ein glückliches Lächeln zu geben und stimmte nickend zu, während er sein Getränk fest in den Händen hielt.
"Ich denke es ist doch ein Versuch wert...Ich hätte es vielleicht...irgendwie anders an euch bringen können, aber da hatte ich noch keine Ahnung, was in eurem Kopf vorgeht. Es ist ja nur ein Zimmer und versuchen wir doch eh uns so oft wie möglich im Wohnzimmer zusammen zu treffen. Wenn etwas schief läuft können wir ja noch einmal darüber sprechen. Oder wir machen einfach mehr Sleepovers auf der Couch zu fünft, wenn uhm...alle damit einverstanden wären.", versuchte der Herzträger es so positiv für Alle zu formulieren wie nur möglich, was gar nicht so einfach war. Er war leicht nervös, weshalb die Dose in seinen Finger knackste, da er seine Finger in das Blech hineindrückte. Eigentlich wäre er nach der Zustimmung direkt mit Tyler hochgegangen, um ihr Aktivitäten weiter alleine zu führen. Doch...nun hart zu jubeln würde bestimmt an Harveys Stimmung weiter knacksen, während er Wyatt so gar nicht verstand.

Im nächsten Moment wirkte sein Blick wieder ein wenig besorgter, er sah zu dem Feuerwächter hinüber und strich sich grübelnd durchs Haar. Auch zu Wyatt sah er kurz hin, jedoch nicht für lange bis er wieder zu Seite blickte. Wie sollte er es nun am besten Formulieren, was so durch sein Kopf schwebte?
"Uhm... Also das was ich gerade noch gesagt habe...War nicht so gemeint von mir. Ich wollte wirklich nur Tyler verteidigen und nicht euch weiter runterziehen. Mir kommt es so vor als muss ich es einfach erwähnen, auch wenn es vielleicht am besten wäre es einfach tief in mir zu vergraben. Ja, wir haben uns alle schon gegenseitig echt grauenvolle Dinge angetan und das Vertrauen zu stärken wird wohl immer schwieriger. Aber...wenigstens die Situation in der Kirche möchte ich nicht, dass ihr es zu schwer mit euch herumschleppt. Ich habe mir die Szenen mit uns Dreien sehr oft angesehen und eigentlich wurde mir da schon klar, dass ihr... versucht habt auf mich einzugehen. Vielleicht auf eine schlimme Art und Weise aber -- mir fällt es schwer euch da einfach als schlechte Personen abzustempeln. Nicht nur, weil ich euch eigentlich vertrauen muss."

Vielleicht klang jetzt der Herzträger paradox und eventuell verriet er sich auch hiermit, wie er eigentlich gerade zu Louis und Gaston stand. Jemanden niemals wieder zu verzeihen, obwohl er dieser Person früher sein Leben anvertraut hatte? Das konnte sich Ineb gar nicht vorstellen? Eventuell war er deswegen seiner Mutter nie böse, obwohl diese ihn sogar aus seinem eigenen Heim hinfort geschmissen hatte? Immer wieder wollte er sich wieder versöhnen. Natürlich nicht mit Personen, die er sofort abgeschrieben hatte. Aber bei den WITCH wusste er, dass er es mit Personen zutun hatte, die von dem Schicksal bestimmt worden waren Helden zu werden. Sie mussten von Natur aus gut sein - wie ein Licht, dass dazu bestimmt war Tag zu erhellen. Wie konnte also Ineb da einfach sie abstempeln? Genau deswegen wollte auch Ineb nicht darüber nachdenken, ob Tyler ihn wirklich an die Wäsche wollte. Denn die Wahrheit wäre, dass auch dies er irgendwann verzeihen würde.
"Ich werde euch allen vertrauen, egal was kommt. Natürlich bleibe ich skeptisch in vielen Dingen, die ihr manchmal über den Tag bringt. Kommt ihr zu nah an die Dunkelheit heraus werde ich euch da persönlich herausziehen und das gleiche macht ihr bitte auch bei mir! Aber ich weiß schon, dass es einfach nicht anders sein kann, als das wir uns alle unterstützen wollen. In der Kirche zum Beispiel uhm..."
Beschämt räusperte er sich laut, der Alkohol spielte mit seinem Verstand, jedoch konnte er noch ganz klare Sätze bilden. Cabriel fragte sich zwar wieso Ineb immer so dramatisieren musste, jedoch versuchte er wohl gerade wirklich die positive Energie zurückzugewinnen. Dabei wurde sein Gesicht so rot wie eine Tomate, da er auch verbotene Dinge in seinem Kopf aussprechen musste, die dann leider zur Wahrheit werden würden.
"Ihr habt darauf geachtet, dass ich mich gut fühle...und uhm...obwohl ich hetero bin und dazu eigentlich keine Lust pflege war es...Wirklich etwas, was ich als mein erstes Mal akzeptieren kann...Sofern es natürlich zählt, weil ihr alle keine Frauen seid! Zählt das? Ich glaube eigentlich nicht, oder?"

Seine gerötetes Gesicht richtete sich direkt zu Harvey, als war er damit besonders gemeint. Zumal hatte er wirklich kurz darüber nachgedacht mit Harvey einzeln noch einmal zu verstehen, was in der Kirche passiert war. Einfach nur ... um seinen Körper besser zu verstehen? Da sie doch auch so etwas wie eine Männerfreundschaft pflegten? Doch andererseits wusste er wie verdammt idiotisch es von ihm war. Er sollte eigentlich nur verstört sein und nicht neugierig! Ineb wusste, dass er sie nicht alle hatte aber genau deswegen war er wohl eine Seuche. Nicht homosexuell, nur eine Seuche die vieles verstehen wollte. Die violetten Augen waren einladend aber zugleich konnte jeder auch eine gewisse Bitte interpretieren, dennoch ging Ineb auf seine Neugier ziemlich allgemein ein.
"Und ich kam zu einer eigenartigen Erkenntnis. Warum auch immer konnte ein Mann sehr wohl ...Orgasmen spüren, obwohl er nur von hinten genommen wurde. Da-da-da bin ich ja sicher nicht der Einzige, das ist bestimmt normal. Da ist es ja kein wunder, dass viele Hetero Analsex bevorzugen. Nicht, dass ich mehr davon erfahren will - es war nur uhn...eine Erkenntnis!"
Das Letztere war eine größere Lüge, doch war es auch nicht weiter wichtig. Er stand von seinem Platz auf und ging auf Harvey zu, sodass er hinter ihm stand. Dann überreichte er ihn die halbvolle Dose. Wie jemand, der dachte...dass Alkohol bestimmt sein Ärgernis lösen konnte. Er traute sich zwar nicht ihn mit der Hand der Schulter zu tätscheln, doch beugte er sich ein wenig zu ihm vor, um ihn näher zu sein. Durfte er das überhaupt? Vielleicht fand genau Harvey die Nähe von ihm schlimmer, als es der Herzträger gerade tat? Es war ein eigenartiges Verhältnis zwischen ihnen.
"Lasst uns nochmal versuchen einen entspannten Abend zu verbringen, okay? Wenn ihr möchtet können wir nach Wyatts Serien auch ein paar Trinkspiele machen - irgendetwas lockeres hilft uns schon! Es wäre schön, wenn wir uns heute wenigstens einen kleinen Tropfen näher kommen...", sprach er über Harveys Schulter - als wäre noch nicht alles verloren. Selbst, wenn sie sich heute alle zulaufen lassen müssen wäre es doch perfekt?

Sein Körper schwankte an Harveys Schulter, fast umarmte er ihn von hinten, was er wohl gar nicht einmal bemerkte.
Aber auch Cabriel stand nun von seinem Platz auf und fühlte sich mehr als gesättigt von den Donuts, sowie auch von dem Szenario. Der Alkohol lies ja echt alle Probleme vergessen, was? In ein paar Minuten sollte er sich hier von dannen machen, auch wenn er kaum glaubte, dass hier irgendwer trinken würde...aber wer wusste schon?
Während Ineb mit Harvey beschäftigt war ging er auf Wyatt zu und starrte ihn von oben aus an. Er musterte genau seinen Gesichtsausdruck, als würde er sein Verhalten von vorhin nochmals studieren wollen. Dann aber hob er seine Hand und griff ihn an den Kopf, nur um ihn dann übers Haar zu tätscheln. Tat er das aus Mitleid? Oder nur, weil ihm danach war? Wyatts Situation kam ihn so ähnlich vor wie bei ihm immer, wenn ihn keiner ernst nahm. Auch, wenn es vielleicht nicht hundertprozentig für Ineb war...hatte Wyatt sein bestes gegeben die WITCH nicht zu einem zweiten Rose-Exil zu verwandeln.
"Lass uns diese Donuts Mal zusammen machen, wenn du Zeit hast.", kam es schon fast ziemlich ohne Nonsense aus Cabriel heraus. Eins wurde ihm nur bewusst, als die Entscheidung gefällt war.
Er war vielleicht der Einzige, der gerade log...was seine Entscheidung betraf. Ihm war es mehr als nur vom Vorteil nicht das Zimmer mit Tyler zu teilen. Genauso wenig wie mit Harvey, aber dies...weil er ihn absolut nicht ausstehen konnte.
Bei Wyatt konnte er zumindest beruhigend schlafen, um den Alltag zu überstehen. Da durfte er doch...sicher...froh darüber sein? Bis Wyatt ihn rauswerfen würde - aber das wäre dann auch in Ordnung.

"Sag mir einfach, wann du dein Zimmer für dich alleine brauchst.", sagte Cabriel ehrlich und ging wieder von Wyatt auf Abstand. Er war in der Nacht sowieso viel am arbeiten, weswegen er dem Schauspieler wohl kaum stören würde. Er würde sich schon so unsichtbar wie nur möglich für ihn machen, bis Harvey endlich wieder auf Held machen wollte und dann doch das Zimmer teilen wollte. Bestimmt wäre dann Wyatt der Erste, der tauschen würde - immerhin war sein Mitbewohner ziemlich langweilig.
Unerwartet ging er dann zu Ineb zu um auch seine Chance zu nutzen mit ihm zu sprechen, bevor alle anderen ihr Machtwort erhoben.
"Bevor wir weitermachen und du noch mehr trinkst...Wollen wir kurz wenigstens deine Schlafsachen in Tyler und dein Zimmer bringen? Nicht, dass du noch deine Cream durcheinanderbringst.", schlug Cabriel ohne Chance auf Hintergedanken vor und sprach wie von ihm üblich ziemlich leise und monoton.
"Es gibt da nämlich noch etwas, was ich mit dir unter vier Augen klären wollte - wenn ich darf?"

Natürlich ging dann auch schon Ineb auf den Kleineren zu und war auch wieder bei bester Laune. Die Stimmungsschwankungen waren wie immer sehr groß aber es war echt überraschend, dass Cabriel so von sich aus seine Hilfe anbot. Ja - bestimmt gefiel Cabriel der Zimmertausch wirklich gut, wenigstens war da einer...der ihn und Tyler deswegen nicht ausbuhte!
"Merci, das ist ja super nett von dir! Klar - warum nicht? Das klingt immer so mysteriös bei einem emotionslosen Jungen wie dir, Cabilein!", stimmte der Herzträger zu und machte sich direkt bereit nach oben zu gehen. Es war genauso wie bei einem Klassenausflug, er konnte es kaum erwarten sein Zimmer mit Tyler zu teilen! Er wollte sich unbedingt davor auch frisch machen - aber natürlich auch noch den Abend mit den Jungs genießen!

Ineb stürmte als erstes nach oben, denn er durfte bloß seine Nachtcremes und Schlafmaske nicht aus seinem Zimmer vergessen! Außerdem war da noch seine Duftkerze und sein Akkuauflader, da er sich noch ein paar Kommentare im Internet reinziehen musste...um zu verstehen wie lange er wohl vielleicht die Schule schwänzen musste.
Bevor aber Cabriel ging überreichte er noch einmal Harvey einen kleinen Blick. Mit einem kleinen Funkeln aus Bitterkeit und Ärgernis sah er zu dem Feuerwächter hinüber. Er schnalzte mit der Zunge ehe er wie ein Tonband diese Worte aussprach und ihm die Hand halb-einladend entgegenstreckte. So als wollte er ihn vor dem Abgrund bewahren und zugleich ihn nur an die Hand nehmen um ihn wieder hinunter zu schubsen. Genau das waren wohl seine Gefühle zu diesem Abschaum, der ihn so sehr enttäuschte wie die Erkenntnis, dass Tyler niemals Samuel ersetzen konnte.
"Du möchtest uns nur beschützen, richtig? Du musst es doch nicht alleine durchmachen...Ich habe früher meine Probleme nur gelöst, indem ich alles von den Rose für mich entscheiden ließ, da es für mich der Einzige weg war eine Hilfe zu sein. Und...du hast vermutlich auch deine eigene Art...aber...damit wir es auch verstehen und dich darin unterstützen können...musst du nicht den einsamen Kämpfer spielen. Sag uns daher, was genau in der vorgeht...Denn ich befürchte allein wird sich nur wiederholen und unser Held hier...wird dann nur wieder ein gewalttätiger Bastard. Und ich denke nicht, dass du es möchtest..."
Cabriel stach mit Worten zu, die Harvey wirklich kennen musste.
Worte, die ihn einst verwirrten.
Er hatte ja gesagt, dass er sich dies merken würde...nur um zu beweisen wie abgrundtief fehlerhaft...Harvey war.
Er war ein KOMPLETTER FEHLER!
Harvey konnte niemanden retten, nicht einmal sich selbst.
Harvey konnte nur von Problemen weglaufen.
Er verriet niemanden, was in sich vorging...würde aber zu gern alles von jeden herausfinden.

Er hasste ihn abgrundtief...Dabei wollte er sich eigentlich am meisten vernichten.
"Ich mache das hauptsächlich für mich...Nicht für euch. Je mehr ihr euch da einmischt, desto schwieriger wird es nur für mich etwas dagegen zu tun und meine Ruhe von diesen nun stündlichen Auseinandersetzungen zu bekommen."
Aber vielleicht lag es ja wirklich daran, weil sie sich ähnlich waren? Gegen Ende...dachte doch Harvey nur an seine Ziele - genauso wie es Cabriel tat. Es ging da nicht um die Anerkennung eines anderen, wie es bei Tyler oder Wyatt der Fall war. Es ging auch nicht darum Gutes hervorzubringen. Solange es sich GUT anfühlte, war jedes Mittel recht. Sie wollten...eine komplette Veränderung erzielen.
Am liebsten hätte er ihn mit seinen verschlingenden Augen bewiesen wie sehr er es noch bereuen würde, dass sie das Zimmer nicht miteinander teilten.
Wie eine Schlange, die sich immer näher zu seiner Beute beugte neigte er sich zu seinem Ohr...damit die letzten Worte nur für den werten Feuerwächter bestimmt waren. Keiner Anderer sollte sie verstehen und Harvey sollte sie komplett in sich aufsaugen.
"Du hast dich nicht für uns sondern nur für dich entschieden... Erbärmlich - obwohl du doch etwas ändern wolltest. Feigling."
Wie Luft ging er dann von Harvey weg, um Ineb zu helfen. Wer weiß - eventuell kassierte er später dafür noch eine...eventuell gleich? Keine Ahnung, aber gerade fühlte er sich nicht danach das brave Lämmchen zu spielen. Wenn Tyler so tat als wäre er nicht Sam...dann war er ebenfalls nur ein Tier, ein unbewusster Wolf. Wenn Harvey seine Heldenrolle nicht spielen konnte...dann war er ebenfalls nur ein schurkischer Egoist in einer Tarnung.
"Ich kümmere mich dann um Ineb...bis gleich."
Minuten später half der Kleinere seinem Herzenskollegen wirklich beim sortieren und packen. Ineb hatte wirklich eine Menge Zeug, obwohl sie nur seine Sachen zum Schlafen bereit machen wollten. Er pflegte seinen Körper durch und durch und hatte sogar Kopfhörer, um sich den Schlaf durch Musik hinzugeben.
Während sie aber packten konnte Cabriel endlich die Alleinsituation nutzen um seinen Auftrag zu beenden, den er erhalten hatte.
"Schau mal auf dein Handy....", flüsterte Cabriel dem Herzträger zu als wollte er nicht, dass sie viel zu laut miteinander sprachen.

Fragend blickte Ineb zu seinem Smartphone, was er keines Falls aus den Augen ließ. Von Cabriel erhielt er eine private Nachricht - lustiger Weise war es ihre Erste gewesen! Sie sollten mehr miteinander schreiben...
Dort war aber nur eine Weiterleitung von einer Nachricht von Samuel Rose - darunter seine Nummer.
Es war...Eine Einladung für einen Job in seinem Club ---als Sänger. Er sollte alsbald beginnen, da er doch unheimlich viele Fans in Sams Club hatte.
Verwirrt und gleicherweise gestresst starrte er auf den Bildschirm, sodass seine Finger zitterten.
"Ah...Das....", kam es stotternd von dem Sänger - er sah sich noch einmal genau die Weiterleitung an. Samuel hatte es heute geschrieben, das hieße also er wüsste von diesem...abartigen Vorfall mit ihm in der Kirche bescheid. Und trotz allem wollte er ihn als Sänger, obwohl seine Karriere so unten durch war?
"Das kann doch nicht sein, oder? A-au-außerdem...Weiß ich nicht so genau, ob ich es...jemals auf die Bühne schaffe. Ich dachte eigentlich, dass ich vielleicht doch mit dem Singen aufhöre und...----"

So als würde Cabriel ein aufgesagten Text sagen, den er nicht pausieren konnte, unterbrach er ihn.
"Das musst du entscheiden. Ich sollte dir nur persönlich ausrichten, dass Samuel zutiefst bedauert was mit dir vorgefallen ist. Auch
Gaston möchte sich noch eins persönlich bei dir entschuldigen und würde an den Zeiten, wo du spielst nicht arbeiten. Sammy...Will dir helfen durch diesen Unfall nicht dein Talent zu verlieren, er möchte dir helfen. Außerdem hat er auch gesagt, dass er diese Videos von dir...alle versucht zu löschen, damit du nicht bald überall dein Gesicht verstecken musst."
Erstaunt vergrößerten sich Inebs Augen, während er in Cabriels Facette blickte und zugleich auf die Nachricht schaute. Hatte er ... ihn wirklich so gefallen, dass so einer Seuche wie ihn helfen wollte? Es war die erste Hilfe, die ihn wirklich half nicht bald sein Gesicht um operieren zu müssen.
"Er würde auch nur dich für private Nummern buchen - du musst nicht als Host arbeiten, sondern eigentlich...will er das du am liebsten für ihn spielst, bis du dich wieder in der Lage fühlst höher hinaus zu wollen."
...Das....rührte Ineb wirklich. DIe meisten Fans wollten nur, dass es ihm schlecht ging und er sich einfach vulgär verhielt. Sam aber hingegen...er war genauso freundlich wie sein Bruder. Seine rosafarbigen Augen begangen zu funkeln - er hätte eine Chance die Musik nicht ganz zu verlieren. Nämlich liebte er doch auch das Gefühl auf der Bühne zu sein...Er konnte also testen, ob es...ihm gefiel noch vor einer Masse zu spielen...
Cabriel hingegen fand es unglaublich wie naiv Ineb war. Es war sein Weg in die Höllen forte der Rose aber das Lämmchen öffnete aber zu gerne ihm das Tor.
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Bosco Darkwood
Erst am kühlen Abend begann New York wirklich zu erleuchten. Das tat sie nicht nur durch die vielen schönen Lichtquellen, auch nicht nur wegen den vielen Reklamen die über die Bildschirme auf Gebäuden dargestellt werden. Es waren die großen Menschenmassen, die diese Stadt so strahlen ließen und lebendig erhielt. Genau deswegen schlug Boscos Herz höher - der kleine Junge war es gar nicht gewohnt so viele Menschen um sich herum zu haben. Meridian war nicht wirklich groß und in der Nacht wurde es eher düster, da niemand von einem Werwolf oder Sklavenhändler mitgenommen werden wollte. Meridian war viel gefährlicher, es herrschten wenig Gesetze weshalb dort der Stärkere gewann, egal wie bösartig diese Person war oder nicht. Genau deswegen war der Ritterberuf in Meridian so gut anerkannt und bezahlt - es war unbedingt nötig Beschützer der Schwachen gut zu entlohnen, damit der Frieden in diesem Land nicht komplett zerbracht. Hier in New York gab es aber gar keine Ritter - die Helfer nannte jeder hier Polizisten. Bosco erblickte sie voller Faszination und musste sich selbst zwicken um nicht mit einen dieser Männer und Frauen reden zu wollen. Immerhin war es ganz wichtig nicht für Aufruhr zu sorgen und er wollte ja Infinity auch keine Probleme bereiten, weshalb er bei den Besorgungen die sie zusammen machten für ihr neues zu Hause immer brav seine Hand hielt. Trotzdem zerbrach er sich ein wenig den Kopf, was er von nun an tuen sollte. In Meridian...wollte er sich endlich als nützlich erweisen und ein gutmütiger Ritter werden, dessen Aufgabe es war die Menschen zu beschützen. Aber hier...War es möglich sich wenigstens dieser Polizei anzuschließen? Er hatte noch keinen Polizisten in seinem Alter gesehen, vielleicht war es hier nicht üblich als Kind zu arbeiten? Dennoch...Würde sich Infinity bestimmt freuen, wenn er eine Arbeit ergreifen könnte, die auch den Prinzen half. Er könnte für Recht und Ordnung sorgen und darauf auch besser auf den Prinzen acht geben.
Gedankenverloren saß sich Bosco auf die kalte Mauer, er sollte hier warten bis Infinity wieder aus dem Laden herauskam. Einige Erledigung machte der Prinz alleine - vielleicht war ja auch nicht alles für Kinderohren bestimmt - was Bosco ganz klar akzeptierte. Brav wartete Bosco immer genau dort, wo Infinity auch wollte. Hier nutzte er die Gelegenheit immer sich selbst noch einmal zu begutachten. Es war nämlich für ihn auch etwas Neues hinzugekommen. Nicht nur musste er sich an Infinitys neuen Aussehen und Namen gewöhnen - auch er sah nun ein wenig anders aus. Seine Augen leuchteten nicht mehr in den schimmernden Himmelsblau, auch seine Haarfarbe war nicht mehr so ordentlich geschnitten- und das dank Infinitys Hilfe durch eine magische Quelle. Seine Haare fielen ihn ähnlich wie bei einem Bobschnitt ins Gesicht und reichten bis zu seinem Nacken, während Smaragdgrüne Augen sein Gesicht schmückten. Dazu war Infinity verantwortlich gewesen ihn anders zu kleiden, weswegen sie an diesen Tag in vielen Modegeschäften tätig waren. Überrascht akzeptierte Bosco diese Auswahl, da er eigentlich nur auf Ordentlichkeit in seiner Mode achtete. Jedoch würde Bosco lügen, wenn er sich nicht an eine Strumpfhose gewöhnen musste, die aus Gründen die Bosco nicht erklären kann sinnfreie Risse im Stoff hatte, die seine Haut entblößte. Auch war seine Jacke ziemlich weit und seine Schuhe hatten einen Absatz - weswegen er größer wirkte. Diese Hosen waren zwar kurz und frisch für diese Jahreszeit, doch war der kleine Ritter in Ausbildung nicht unbedingt abgeneigt von dem Geschmack eines Prinzen. Es war...ein neues Gefühl nicht einfach die Kleidung von seiner Mutter zu erhalten, irgendwie fühlte sich Bosco dadurch ein wenig erwachsener- selbstständiger, auch wenn ein anderer Erwachsener über sein Stil entschied!

Nur wenige Minuten später kam Infinity zurück und freudig hüpfte Bosco von der Mauer hinunter als er das Objekt in den Händen des Prinzen sah. Dabei hatte Bosco nur eine kurze Bemerkung gehabt, dass er wirklich Hunger hatte auf eine leckere Pizza und als wollte der Mann seine Gebete erhören hatte er wirklich eine besorgt.
Dankend ging der kleine Ritter auf ihn zu und nahm ihn den Inhalt ab, da ein Prinz seine Hände immer frei haben sollte. Natürlich öffnete er den Karton nur für einen kurzen Augenblick. Dies reichte aber schon um sein Herz allein durch den schönen Anblick höher schlagen zu lassen. Die Pizza brachte ihn auf Wolke 7!

Sein Magen knurrte aber er musste bis zum nach Hauseweg es aushalten! Infinity aß bestimmt mit Messer und Gabel - hier im Freien wäre es ...zu unordentlich! "Vinni - die Pizza sieht wirklich toll aus. Ich werde sie mit meinen Händen bis wir in unserer Heimat angekommen sind beschützen.", versicherte er todernst während seine Augen vor Liebe funkelten, die definitiv bei ihm durch den Magen ging.

Vorsichtig setzte Bosco seinen Weg fort, damit nicht einmal die Tomate auf der Pizza sich verschob. Sie sollte bis zum Ziel perfekt aussehen, das war er Infinity schuldig. Wenigstens hatten sie keine Tüten mehr zum Tragen, da sie schon einige Male zum Transportieren bei sich zu Hause waren. Auch dies war für Bosco ungewöhnlich nun mit Infinity ein Zimmer zu teilen. Wer...teilte schon mit einem Adligen sein Schlafgemach? Das Infinity dies überhaupt zuließ...obwohl es gegen die Regeln in Meridian war - lag es daran, dass er ihn mochte?
"Wenn du dein Bett doch für dich alleine beanspruchen möchtest kannst du es mir gerne mitteilen. Ich will dein Schlaf nicht unnötig stören, nur weil ich mich vielleicht bewege. Das Sofa war ja nicht belegt und dort kann ich auch besser unser Territorium bewachen vor Feinden.", erklärte der kleine Ritter sein Gedankenkarussell, denn wollte er sich nützlich machen. Es war für ihn unvorstellbar nun nur tatenlos da zu sitzen und einem Prinzen alleine mit Sorgen zu belasten.

Er sah noch nicht fit aus - psychisch wohl eher instabiler als ein Junge, der die Leichen seiner Eltern fand - weshalb er explizit auf ihn achten wollte. Denn auch wenn er hier Vinni war...blieb er im Herzen sein gutmütiger Prinz Korbos!
Während seine Augen fixiert auf den Erwachsenen gerichtet waren, geschah jedoch etwas ganz schreckliches. Etwas, woran sich das Kind wohl noch sein lebenlang erinnern würde. Ein Verbrecher voll großer Trauer.
Durch sein Ponyschnitt war sein Sichtfeld eingeschränkter, weshalb er alles was rechts um ihn geschah kaum wahrnahm. Genau deswegen hatte er gar nicht realisiert, dass an seiner Seite jemand sein könnte. Aus Versehen stieß er mit dieser Person zusammen, aus Reflex streckte Bosco seine Arme aus, sodass der Karton mit dem wunderschönen Inhalt nach oben flog.
DIE PIZZA!, schrie Bosco gedanklich, obwohl er sich gleichzeitig auch für den Zusammenstoß entschuldigen sollte. Wie in einem dramatischen Film sah er seiner Pizza in Zeitlupe zu wie sie gleich aus dem Karton entspringen würde und sich über diesen Fremden verteilen würde. Vor Grauen kniff der kleine Ritter feste seine Augen zusammen - eine Tragödie, der Mann würde gleich fluchen und ihn vor seinem Prinzen verprügeln und sie gingen dann hungrig ohne Inhalt zurück!
Doch als dann nichts kam traute sich Bosco doch seine Augen zu öffnen um zu verstehen, was gerade passierte. "Wow..." Mit Erstaunen stellte er fest, dass die Pizza weder auf der Kleidung dieses Mannes war noch jämmerlich auf den Boden sein Ableben präsentierte. Den unkontrollierten Karton hielt der Mann voller Perfektion in seinen Händen, sodass Bosco verblüfft diesen Kerl anschmachtete. Was für eine Gabe.
"Mister - wie beeindruckend! Entschuldigen sie den Zusammenstoß - aber ihre Reflexe sind unglaublich!", musste Bosco einfach das Kompliment geben und ging näher zu seinem Pizzaretter, um ihn in sein Gesicht zu erblicken. Er war hin und weg - war es auf der Erde üblich so schnell handeln zu können?

Mit Freude in seinem Gesicht nahm er die Pizza von dem Mann im mit weißen Hemd entgegen. Bosco betrachtete ihn - die Person war sehr elegant gekleidet, natürlich bemerkte der Junge die Knutschflecke nicht, da er nicht einmal wusste was dies zu bedeuten hatte. Er erkannte auch nicht, dass die Weste falsch zugeknöpft worden war, was wahrscheinlich aus Eile passierte. Für Bosco war dieser Mann ein einfach Pizzaretter- ein Pizzaheld, den er dankend ansah...bis er nach oben in seine Augen blickte.
Seine Augenfarbe war auf jeder Seite anders, ein dunkler violetter und auch blauer Ton, schmeichelten seine schmalen Augen. Doch genau diese...violette Farbe versetzte Bosco in eine Starre, die ihn unkontrollierter werden ließ. Fassungslos öffnete er seine Lippen und vergaß in diesem Augenblick komplett die Zeit. Obwohl er diesen Mann das erste Mal in seinem Leben zu Gesicht bekam...fühlte es sich gar nicht so an als wäre er ein Fremder. Er ließ die Pizza gnadenlos fallen.
"...Ich...kenne dich...", flüsterte er monoton und ließ die Pizza unnatürlich weiter auf den Boden verweilen, als wäre dies nicht mehr vom Wert. Obwohl sein Kopf im tiefen Chaos versank war seine Stimme viel schneller darin Worte zu verfassen, als würde innerlich aus ihn etwas herausspringen.
"...........Ich kenne dich!"
Plötzlich...flog in seinem Herzen ein Gefühl, dass er kaum in seinem Kindsheitsleben zu spüren bekam. Ein so starker Gefühl, was das Blut zum Kochen brachte und einen alles um sich herum vergessen ließ. Etwas, was schwer zum Aufhalten war, wenn eine Person sich darauf einließ.
Es war stark entfachte Wut!
"Du darfst nicht hier sein."

Seine Stimme erklang tiefer, während der kleine junge eine Hand zu einer Faust formte als versuchte er noch eine gewisse Kontrolle in seinen Emotionen zu locken. Aber er konnte gar nicht anders - allein in das Gesicht dieses Mannes zu sehen schenkte ihn kleine Filmrisse, die er eigentlich gar nicht erlebt haben durfte. Lebensabschnitte, die dieser Bosco...ganz sicher gar nicht miterlebte aber ganz deutlich mitfühlen konnte! Bosco...spürte Zorn, Verachtung und den Wunsch an Vernichtung...Plötzlich hatte die Gefahr eine Fassade erhalten, die nicht nur Lord Korbos darstellte.
Nuriel...Nuriel Lozano...Sein ganzes Schrie, dass dieser Mann nicht hier sein durfte. Er wusste es, obwohl es nahezu unmöglich war, dass ein Kind dieses Wissen erlangen konnte. Außer...es war etwas übernatürliches im Spiel.
Ja, dieser Mann...war Nuriel!

"Inimicus meus.",
stach Bosco mit fremdsprachlichen Worten gegen den Menschen ehe sich seine Augenfarbe veränderte...Das Smaragdgrün verblasste und das himmlische Blau trat wieder zu Vorschein.

Doch das war nicht alles, wie bei einem großen Zaubertrick erleuchtete plötzlich der Körper des Jungen und für viele Sekunden waren die Personen um ihnen wie geblendet, es war ihr Glück, dass sie in der Gasse alleine für sich waren- beziehungsweise die anderen Menschen beschäftigt waren...Denn die Erdlinge hätten dafür keine Erklärung gehabt. Das helle Licht ließ nur langsam nach und nahm den kleinen Jungen mit sich fürs Erste mit...mitsamt seiner unschuldigen Präsenz.

Übrig blieb ein zwei Meter großer Mann, dessen Schatten sich an Nuriel ausbreitete, als wollte er ihn verschlingen. Ein durchtrainierter Körper, dessen schwere Kleidung zur Sicherheit diente - gefasst für einen Kampf ersetzte die Position des Jungen. In seinen mit Handschuhen verzierten Händen hielt in seiner linken einen Gegenstand, den er ausbreitete und somit wie ein Schlagstock wirkte. Ratlos stellte dieser Bosco fest, dass alle anderen Waffen er gar nicht mitführte - er hatte keine Ahnung wo sein magischer Gegenstand sich befand, was wirklich ein Nachteil für ihn war. Doch...fürs Erste sollte es reichen ihn körperlich zu beeinträchtigen.

Bevor er aber in Kampfposition auftrat spürte er an seiner Schuhspitze den Pizzakarton, der noch von ihm ignoriert wurde. Dann erst nahm er sein Umfeld ein wenig klarer wahr, stimmt...er war nicht alleine mit Nuriel. Infinity stand noch dabei und auch wenn das Leben eines Prinzen sehr wertvoll war, durfte er auf keinen Fall seine Aufgabe jetzt fehlschlagen. Wie bei einer kleinen Unterbrechung in einem Turinier hob er stumm den Pizzakarton vom Boden und überreichte ihn seinem Prinzen, kraftvoller als wollte er ihn absichtlich einen Schritt zurückdrängen. Seine kalten Augen fixierten Infinity während er den Schlagstock auf Nuriel richtete.
"Halt dich zurück...Am besten bringst du dich in Sicherheit. Der Mann ist ebenso gefährlich wie dein Bruder. Ich darf nicht zulassen, dass er seine Machenschaften weiter durchziehen kann. Ich muss ihn so schnell es geht umbringen..."

Dann wand er sich wieder zu Nuriel zu - äußerlich wirkte er ausdruckslos, beinahe gleichgültig...doch innerlich sah er es als seine Chance einen Fadenzieher endlich aus dem Leben der Menschen gehen zu sehen. Er musste nur abwarten bis er seine Fähigkeiten wirkte, dann würde er sie...ihm nehmen! Bis dahin musste er ihn dafür provozieren, auch wenn er dann kaum noch stehen konnte.
"Das ist dein Ende, Tyrannus."
Mit vollen Einsatz seiner Muskel erhob seinen Arm und schlug auf den Mann ein. Dabei hatte er keine Gnade mit dem harten Metall in seinen Armen - wofür hatte er den die magische Kraft seine Schläge zu verstärken? Er war definitv eingerostet, dennoch wusste er das Nuriel kein Nahkämpfer war, weshalb er ihn unbedingt seine Hände brechen, damit er keinen starken Zauber einsetzen konnte.
"Nun gut, dann gehen wir doch auf die Vorschläge ein!"
"Ehrlich gesagt...Wäre ich eher dafür das so bleibt wie es gerade ist"
Huh...Wieder einmal wurde Ineb von der Teilnahme überrascht, dieses Thema nur noch mehr auszudiskutieren. Es war ja beinahe so als zusammen politisch wählen. Nahm es der Sänger zu locker? Dabei dachte er, dass sie Tyler einfach nur zu sehr in die komplette Dunkelheit rückten. Er wollte nur, dass sie ihn zustimmten unrecht zu haben. Stattdessen...wurde die Stimmung nur mieser und Ineb begann seine Worte zu bereuen.
War er...ein wenig zu harsch? Es ging ja nur darum zu beweisen, dass Tyler von allen fünf der Vernünftigste war. Dies erinnerte ihn daran wie er früher seinen Bruder Louis vor seinen ehemaligen Klassenlehrern und sogar vor dem Direktor verteidigen musste, weil sie ihn als eine Bedrohung für die Menschheit ansahen. Dabei konnte doch Louis - jedenfalls dachte Ineb so früher - keiner Fliege etwas zur Leide tun. Genau deswegen wollte er ihn immer und immer wieder verteidigen, denn in seinen Augen war er nur ein Junge gewesen, der einfach viel Ehrgeiz hatte.
Für einen Moment musste er an Louis traurigen Blick denken, als er mit Tyler aus dem Cafe verschwand. Es war eigenartig - obwohl er ihm doch so weh getan hatte...erwischte er sich immer wieder dabei, wie er seine Worte genauso bereute wie jetzt mit Wyatt, Harvey und Cabriel. War er...zu harsch, weil er noch angeknackst war? Oder war es eigentlich normal so über zu reagieren, wenn jemand eine traumatische Erfahrung bewältigen musste?
Grübelnd hörte er zwar den Argumenten der anderen Jungs zu, jedoch kam es ihn schon vor als hätte er gerade falsch reagiert.
Eventuell...sollte er es vergessen als Ineb versuchen zu leben und doch immer an seine WITCH-Truppe denken. Andererseits erwischte er sich noch Wyatt alles durchgehen zu lassen und Louis zu verzeihen, weil er diese dicke Luft im Raum vermeiden wollte.

"...Ich werde mein Einzelzimmer nicht aufgeben."
"Warum das denn auf einmal?! Eben hast du noch davon geredet das wir uns vertrauen sollen!"
So wie es sich der Sänger gedacht hatte wurde es echt muffig und da konnte er auch gar nicht anders, als seine zweite versteckte Dose heraus zu kramen. Cabriel fand es erstaunlich, dass Ineb ernsthaft unterm Sofa einige Dosen an Bier gebunkert hatte, wie ein richtiger Alkoholiker, der Angst hatte, dass man ihm sein Zeug stiehlt. Es war bestimmt falsch sich zu betrinken, doch gerade war die Situation so angespannt, dass Cabriel nun dazu auch nichts beitragen wollte. Es reichte schon, dass ihn Harvey und Tyler tödliche Blicke schenkten, ehe sie sich dann in den Haaren hatten...was ihn dazu brachte einen weiteren Donut zu nehmen. Wie oft geschah es denn, dass die zwei `Alphas` aus der Gruppe sich so anfuhren? Sonst...kroch doch jemand wie Tyler einem feurigen Kerl wie Harvey direkt hinterher, da er die Zügel besser im Griff hatte. Aber jetzt sträubte er sich komplett davor auf den zweiten Vorschlag einzugehen. Für Tyler definitiv ein Win, um bei dem Herzträger nur noch mehr zu punkten - ein wahrer Teamplayer eben, der niemanden ausschließen würde. Harvey wiederum...
"Ich habe NEIN gesagt! Macht was unter euch was ihr wollt aber ich werde mein Zimmer mit keinen von euch teilen!!"
Obwohl das Vertrauensthema von Harvey selbst kam, erfüllte seine laute Stimme das Wohnzimmer, sodass zumindest Ineb sich nicht mehr traute auch seinen Senf dazuzugeben. Er hatte sich keine Gedanken dazu gemacht, wie furchtbar unangenehm es wohl Harvey finden würde. Dabei war es eigentlich offensichtlich, oder? Nicht umsonst wollte er das Zimmer für sich alleine haben. Obwohl auch erst vor kurzem ein kleines Feuer ausbrach, dachte sich Ineb, dass sie es trotzdem versuchen könnten. Lag es daran, dass er Harveys Bitte trotz allem nie ernst genommen hatte? Immerhin war er auch derjenige gewesen, der sich in der Nacht nach Cabriels Traum in sein Zimmer geschlichen hatte. Belohnt wurde er damit dann in Benis Körper gesteckt zu haben - das reinste Chaos.
Harvey sah wütend und ziemlich aufgebracht aus, sodass Ineb ein weiteres Mal dachte, ob es wirklich gut war das Thema an die Tagesspitze zu bringen? Alles was er wollte war ein gemütlicher Abend ohne Stress. Jetzt aber waren alle ziemlich am Limit... Das hatte er wohl seiner unverblümten Art zu verdanken, Wyatts Serie schlecht geredet zu haben. Der Alkohol begann bitter zu schmecken und trotz allem fühlte es sich an wie die einzige Lösung, um nicht noch mehr die Seuche zu verbreiten. Auch Amy...wollte ihn diesen Abend wohl nicht mehr schreiben - ihm war echt zum Weinen zumute.

"Ich vertraue mir gerade selbst nicht, okay?! Könnt ihr das einfach akzeptieren und eure Zimmerverteilung unter euch regeln??!"
Traurig setzte sich Ineb wieder hin und senkte seinen Kopf zu Boden. In Harveys verzweifelten Gesichtsausdruck zu blicken gab ihn selbst nur ein mulmiges Gefühl.
"Harvey...Meinst du das du...Sorge hast einen von uns zu verletzten wenn wir das Zimmerteilen...?"
Wyatt hatte direkt ins schwarze getroffen und anders als Ineb konnte er auf den Feuerwächter eingehen, anstatt ihn fertig zu machen. Er hätte die Situation mit der Kirche nicht erwähnen sollen, bestimmt machte es ihn immer noch zu schaffen. Izarra hatte doch gesagt, dass sie ihre Triebe in dem Moment nicht kontrollieren konnten, auch wenn es Innerlich Ineb trotzdem kaum glauben konnte. Dabei war Harvey davor jemand gewesen, auf den er sich sogar vor Tyler verlassen konnte. Sie teilten eine innige Verbindung, zumindest fühlte das der Herzträger so - er wollte eigentlich, dass ihn der Feuerwächter immer im guten Licht sah. Aber in der letzten Zeit gab es nur immer wieder abgrundtiefe Dunkelheit, in der er sogar Harvey mit hineingezerrt hatte. Seine Laune war massiv im Keller, er hatte doch keine Ahnung wie man das Vertrauen wieder gewinnt. Besonders nicht, wenn jemand sich selbst nicht mehr vertraute. Ihn kam es so vor als zerstörte gerade der eigene Anführer seine WITCH-Gruppe. Auch, wenn die Sache in der Kirche verstörend war...Musste er sie doch aufpushen und froh sein, dass es ihn und nicht den anderen Jungs passiert war. Ungeschickt war er wirklich.

"Ich wollte nicht lauter werden aber diesen Vorschlag kann ich nicht entgegen kommen, zu not schlaf ich auf den Sofa. Ich kann gerade nicht sagen was passieren kann..."
...
Mit einem Pokerface starrte Cabriel ohne einen Mucks zu machen und den dritten Donut zu essen in Harveys Richtung. Mhm, natürlich. Harvey schmiedete sich seine eigenen Regeln. Wenn alle ins Wasser springen würden, wäre sicherlich auch der Held der Einzige, der mit einem Boot rüberfahren würde...Weil er sich zum Schwimmen nicht in der Lage fühlte. Anders als der Luftwächter, der Nichtschwimmer war und trotzdem in das Wasser geworfen worden wäre.
Er hatte kein Mitleid mit ihm, er fand es auch unangebracht, dass er sie nun anschreien musste. Cabriel konnte genau sehen wie Ineb sich wieder in seine Hundehütte mit verletztem Schwänzchen zurückzog und Harvey am liebsten schmusen würde, während er weinerlich jault.
Allein schon, dass er das Wort NOT herausprahlte, als würde er nur zu gerne ein Opfer für die Anderen erzielen. Pah...Merkte er nicht, dass er gerade sich gegen alle Anderen stellte? Er meinte zwar, dass er sie nicht verletzten wollte aber durchtrieb das gesamte Paradox, was Harvey herbeigeschworen hatte ein kompletten Taifun.
Er nahm das Wort Vertrauen so schlecht in den Mund, dass Cabriel wieder schlecht wurde.
Dabei verstand der Luftwächter zwar wie schwer es einem fiel sich selbst zu vertrauen - umso eher sollte er doch einfach die anderen Jungs für ihn entscheiden lassen. Er hätte sich opfern müssen für die Allgemeinheit, damit ein besseres Klima hier entstand.
...Auch wenn er zugeben musste, dass die meisten hier wohl in Naturwissenschaften nicht richtig aufgepasst hatten. Harvey und er in einem Zimmer. Seinetwegen gern...Jedoch wäre eine Kohlenmonoxidvergiftung durch die Kombination mit Feuer und Luft weitaus möglich. Da Cabriel gerne in Atemnot lag...würde das Feuer direkt das gesamte Haus zu einem Tanz einladen.
Aber gut, dass Harvey seine Fähigkeiten nicht als Argument nahm, sondern sich selbst. So klang er nur armseliger.
Ob sein Vater verstand mit was für Waschlappen er sich eigentlich anlegte?
Sie wurden bis jetzt nur getestet, spielten auf LVL 1 während sein Vater auf LVL 100 seine Lakaien verstärkte.
Cabriel wünschte sich der dunkleren Macht anzugehören. Ob er Lord Korbos überreden konnte seine Seiten direkt wechseln zu können, wenn er jeden Fehler von den WITCH endlich entdecken konnte? In seinem Lieblingsspiel hätte er alle direkt rausgeworfen, angefangen mit Harvey. Was für eine Made.
Fakt war, dass Cabriel darüber nachdachte Sam anzuflehen im Baumhaus wieder schlafen zu können.

Aber Tyler hielt sich nicht davon ab die Situation von Harvey zu seinen Gunsten auszunutzen. Da Harvey absolut mehr Ruhe als Ineb brauchte, war es eigentlich so ziemlich entschieden. Warum hatten sie überhaupt darüber diskutiert - sowas musste doch bestimmt der Herzträger denken. Doch anders als Cabriel dachte war Ineb einfach nur froh, dass Tyler versuchte wieder die Kurve einzukriegen.
"Ich nehmen deine Worte jetzt so auf Harvey das du dich wie Cabriel enthaltest und da Wyatt sagte er würde sich nicht dazwischen stellen...Sind es doch wohl zwei Stimmen die für Option A sind. Das Demokratisch entschieden und sollte jeden zufrieden stellen~ "
Da hatte er ja wohl recht. Option B wurde nichts und Option C war genauso eine Gefahrenquelle für sich - wer wusste schon, was Wyatt in der Nacht anstellen wollte, wenn er so einen Groll gegen ihn hatte? Option C war die einzige Lösung, auch wenn es kein 100% OKAY gab. Trotzdem versuchte Ineb dem Wasserwächter ein glückliches Lächeln zu geben und stimmte nickend zu, während er sein Getränk fest in den Händen hielt.
"Ich denke es ist doch ein Versuch wert...Ich hätte es vielleicht...irgendwie anders an euch bringen können, aber da hatte ich noch keine Ahnung, was in eurem Kopf vorgeht. Es ist ja nur ein Zimmer und versuchen wir doch eh uns so oft wie möglich im Wohnzimmer zusammen zu treffen. Wenn etwas schief läuft können wir ja noch einmal darüber sprechen. Oder wir machen einfach mehr Sleepovers auf der Couch zu fünft, wenn uhm...alle damit einverstanden wären.", versuchte der Herzträger es so positiv für Alle zu formulieren wie nur möglich, was gar nicht so einfach war. Er war leicht nervös, weshalb die Dose in seinen Finger knackste, da er seine Finger in das Blech hineindrückte. Eigentlich wäre er nach der Zustimmung direkt mit Tyler hochgegangen, um ihr Aktivitäten weiter alleine zu führen. Doch...nun hart zu jubeln würde bestimmt an Harveys Stimmung weiter knacksen, während er Wyatt so gar nicht verstand.

Im nächsten Moment wirkte sein Blick wieder ein wenig besorgter, er sah zu dem Feuerwächter hinüber und strich sich grübelnd durchs Haar. Auch zu Wyatt sah er kurz hin, jedoch nicht für lange bis er wieder zu Seite blickte. Wie sollte er es nun am besten Formulieren, was so durch sein Kopf schwebte?
"Uhm... Also das was ich gerade noch gesagt habe...War nicht so gemeint von mir. Ich wollte wirklich nur Tyler verteidigen und nicht euch weiter runterziehen. Mir kommt es so vor als muss ich es einfach erwähnen, auch wenn es vielleicht am besten wäre es einfach tief in mir zu vergraben. Ja, wir haben uns alle schon gegenseitig echt grauenvolle Dinge angetan und das Vertrauen zu stärken wird wohl immer schwieriger. Aber...wenigstens die Situation in der Kirche möchte ich nicht, dass ihr es zu schwer mit euch herumschleppt. Ich habe mir die Szenen mit uns Dreien sehr oft angesehen und eigentlich wurde mir da schon klar, dass ihr... versucht habt auf mich einzugehen. Vielleicht auf eine schlimme Art und Weise aber -- mir fällt es schwer euch da einfach als schlechte Personen abzustempeln. Nicht nur, weil ich euch eigentlich vertrauen muss."

Vielleicht klang jetzt der Herzträger paradox und eventuell verriet er sich auch hiermit, wie er eigentlich gerade zu Louis und Gaston stand. Jemanden niemals wieder zu verzeihen, obwohl er dieser Person früher sein Leben anvertraut hatte? Das konnte sich Ineb gar nicht vorstellen? Eventuell war er deswegen seiner Mutter nie böse, obwohl diese ihn sogar aus seinem eigenen Heim hinfort geschmissen hatte? Immer wieder wollte er sich wieder versöhnen. Natürlich nicht mit Personen, die er sofort abgeschrieben hatte. Aber bei den WITCH wusste er, dass er es mit Personen zutun hatte, die von dem Schicksal bestimmt worden waren Helden zu werden. Sie mussten von Natur aus gut sein - wie ein Licht, dass dazu bestimmt war Tag zu erhellen. Wie konnte also Ineb da einfach sie abstempeln? Genau deswegen wollte auch Ineb nicht darüber nachdenken, ob Tyler ihn wirklich an die Wäsche wollte. Denn die Wahrheit wäre, dass auch dies er irgendwann verzeihen würde.
"Ich werde euch allen vertrauen, egal was kommt. Natürlich bleibe ich skeptisch in vielen Dingen, die ihr manchmal über den Tag bringt. Kommt ihr zu nah an die Dunkelheit heraus werde ich euch da persönlich herausziehen und das gleiche macht ihr bitte auch bei mir! Aber ich weiß schon, dass es einfach nicht anders sein kann, als das wir uns alle unterstützen wollen. In der Kirche zum Beispiel uhm..."
Beschämt räusperte er sich laut, der Alkohol spielte mit seinem Verstand, jedoch konnte er noch ganz klare Sätze bilden. Cabriel fragte sich zwar wieso Ineb immer so dramatisieren musste, jedoch versuchte er wohl gerade wirklich die positive Energie zurückzugewinnen. Dabei wurde sein Gesicht so rot wie eine Tomate, da er auch verbotene Dinge in seinem Kopf aussprechen musste, die dann leider zur Wahrheit werden würden.
"Ihr habt darauf geachtet, dass ich mich gut fühle...und uhm...obwohl ich hetero bin und dazu eigentlich keine Lust pflege war es...Wirklich etwas, was ich als mein erstes Mal akzeptieren kann...Sofern es natürlich zählt, weil ihr alle keine Frauen seid! Zählt das? Ich glaube eigentlich nicht, oder?"

Seine gerötetes Gesicht richtete sich direkt zu Harvey, als war er damit besonders gemeint. Zumal hatte er wirklich kurz darüber nachgedacht mit Harvey einzeln noch einmal zu verstehen, was in der Kirche passiert war. Einfach nur ... um seinen Körper besser zu verstehen? Da sie doch auch so etwas wie eine Männerfreundschaft pflegten? Doch andererseits wusste er wie verdammt idiotisch es von ihm war. Er sollte eigentlich nur verstört sein und nicht neugierig! Ineb wusste, dass er sie nicht alle hatte aber genau deswegen war er wohl eine Seuche. Nicht homosexuell, nur eine Seuche die vieles verstehen wollte. Die violetten Augen waren einladend aber zugleich konnte jeder auch eine gewisse Bitte interpretieren, dennoch ging Ineb auf seine Neugier ziemlich allgemein ein.
"Und ich kam zu einer eigenartigen Erkenntnis. Warum auch immer konnte ein Mann sehr wohl ...Orgasmen spüren, obwohl er nur von hinten genommen wurde. Da-da-da bin ich ja sicher nicht der Einzige, das ist bestimmt normal. Da ist es ja kein wunder, dass viele Hetero Analsex bevorzugen. Nicht, dass ich mehr davon erfahren will - es war nur uhn...eine Erkenntnis!"
Das Letztere war eine größere Lüge, doch war es auch nicht weiter wichtig. Er stand von seinem Platz auf und ging auf Harvey zu, sodass er hinter ihm stand. Dann überreichte er ihn die halbvolle Dose. Wie jemand, der dachte...dass Alkohol bestimmt sein Ärgernis lösen konnte. Er traute sich zwar nicht ihn mit der Hand der Schulter zu tätscheln, doch beugte er sich ein wenig zu ihm vor, um ihn näher zu sein. Durfte er das überhaupt? Vielleicht fand genau Harvey die Nähe von ihm schlimmer, als es der Herzträger gerade tat? Es war ein eigenartiges Verhältnis zwischen ihnen.
"Lasst uns nochmal versuchen einen entspannten Abend zu verbringen, okay? Wenn ihr möchtet können wir nach Wyatts Serien auch ein paar Trinkspiele machen - irgendetwas lockeres hilft uns schon! Es wäre schön, wenn wir uns heute wenigstens einen kleinen Tropfen näher kommen...", sprach er über Harveys Schulter - als wäre noch nicht alles verloren. Selbst, wenn sie sich heute alle zulaufen lassen müssen wäre es doch perfekt?

Sein Körper schwankte an Harveys Schulter, fast umarmte er ihn von hinten, was er wohl gar nicht einmal bemerkte.
Aber auch Cabriel stand nun von seinem Platz auf und fühlte sich mehr als gesättigt von den Donuts, sowie auch von dem Szenario. Der Alkohol lies ja echt alle Probleme vergessen, was? In ein paar Minuten sollte er sich hier von dannen machen, auch wenn er kaum glaubte, dass hier irgendwer trinken würde...aber wer wusste schon?
Während Ineb mit Harvey beschäftigt war ging er auf Wyatt zu und starrte ihn von oben aus an. Er musterte genau seinen Gesichtsausdruck, als würde er sein Verhalten von vorhin nochmals studieren wollen. Dann aber hob er seine Hand und griff ihn an den Kopf, nur um ihn dann übers Haar zu tätscheln. Tat er das aus Mitleid? Oder nur, weil ihm danach war? Wyatts Situation kam ihn so ähnlich vor wie bei ihm immer, wenn ihn keiner ernst nahm. Auch, wenn es vielleicht nicht hundertprozentig für Ineb war...hatte Wyatt sein bestes gegeben die WITCH nicht zu einem zweiten Rose-Exil zu verwandeln.
"Lass uns diese Donuts Mal zusammen machen, wenn du Zeit hast.", kam es schon fast ziemlich ohne Nonsense aus Cabriel heraus. Eins wurde ihm nur bewusst, als die Entscheidung gefällt war.
Er war vielleicht der Einzige, der gerade log...was seine Entscheidung betraf. Ihm war es mehr als nur vom Vorteil nicht das Zimmer mit Tyler zu teilen. Genauso wenig wie mit Harvey, aber dies...weil er ihn absolut nicht ausstehen konnte.
Bei Wyatt konnte er zumindest beruhigend schlafen, um den Alltag zu überstehen. Da durfte er doch...sicher...froh darüber sein? Bis Wyatt ihn rauswerfen würde - aber das wäre dann auch in Ordnung.

"Sag mir einfach, wann du dein Zimmer für dich alleine brauchst.", sagte Cabriel ehrlich und ging wieder von Wyatt auf Abstand. Er war in der Nacht sowieso viel am arbeiten, weswegen er dem Schauspieler wohl kaum stören würde. Er würde sich schon so unsichtbar wie nur möglich für ihn machen, bis Harvey endlich wieder auf Held machen wollte und dann doch das Zimmer teilen wollte. Bestimmt wäre dann Wyatt der Erste, der tauschen würde - immerhin war sein Mitbewohner ziemlich langweilig.
Unerwartet ging er dann zu Ineb zu um auch seine Chance zu nutzen mit ihm zu sprechen, bevor alle anderen ihr Machtwort erhoben.
"Bevor wir weitermachen und du noch mehr trinkst...Wollen wir kurz wenigstens deine Schlafsachen in Tyler und dein Zimmer bringen? Nicht, dass du noch deine Cream durcheinanderbringst.", schlug Cabriel ohne Chance auf Hintergedanken vor und sprach wie von ihm üblich ziemlich leise und monoton.
"Es gibt da nämlich noch etwas, was ich mit dir unter vier Augen klären wollte - wenn ich darf?"

Natürlich ging dann auch schon Ineb auf den Kleineren zu und war auch wieder bei bester Laune. Die Stimmungsschwankungen waren wie immer sehr groß aber es war echt überraschend, dass Cabriel so von sich aus seine Hilfe anbot. Ja - bestimmt gefiel Cabriel der Zimmertausch wirklich gut, wenigstens war da einer...der ihn und Tyler deswegen nicht ausbuhte!
"Merci, das ist ja super nett von dir! Klar - warum nicht? Das klingt immer so mysteriös bei einem emotionslosen Jungen wie dir, Cabilein!", stimmte der Herzträger zu und machte sich direkt bereit nach oben zu gehen. Es war genauso wie bei einem Klassenausflug, er konnte es kaum erwarten sein Zimmer mit Tyler zu teilen! Er wollte sich unbedingt davor auch frisch machen - aber natürlich auch noch den Abend mit den Jungs genießen!

Ineb stürmte als erstes nach oben, denn er durfte bloß seine Nachtcremes und Schlafmaske nicht aus seinem Zimmer vergessen! Außerdem war da noch seine Duftkerze und sein Akkuauflader, da er sich noch ein paar Kommentare im Internet reinziehen musste...um zu verstehen wie lange er wohl vielleicht die Schule schwänzen musste.
Bevor aber Cabriel ging überreichte er noch einmal Harvey einen kleinen Blick. Mit einem kleinen Funkeln aus Bitterkeit und Ärgernis sah er zu dem Feuerwächter hinüber. Er schnalzte mit der Zunge ehe er wie ein Tonband diese Worte aussprach und ihm die Hand halb-einladend entgegenstreckte. So als wollte er ihn vor dem Abgrund bewahren und zugleich ihn nur an die Hand nehmen um ihn wieder hinunter zu schubsen. Genau das waren wohl seine Gefühle zu diesem Abschaum, der ihn so sehr enttäuschte wie die Erkenntnis, dass Tyler niemals Samuel ersetzen konnte.
"Du möchtest uns nur beschützen, richtig? Du musst es doch nicht alleine durchmachen...Ich habe früher meine Probleme nur gelöst, indem ich alles von den Rose für mich entscheiden ließ, da es für mich der Einzige weg war eine Hilfe zu sein. Und...du hast vermutlich auch deine eigene Art...aber...damit wir es auch verstehen und dich darin unterstützen können...musst du nicht den einsamen Kämpfer spielen. Sag uns daher, was genau in der vorgeht...Denn ich befürchte allein wird sich nur wiederholen und unser Held hier...wird dann nur wieder ein gewalttätiger Bastard. Und ich denke nicht, dass du es möchtest..."
Cabriel stach mit Worten zu, die Harvey wirklich kennen musste.
Worte, die ihn einst verwirrten.
Er hatte ja gesagt, dass er sich dies merken würde...nur um zu beweisen wie abgrundtief fehlerhaft...Harvey war.
Er war ein KOMPLETTER FEHLER!
Harvey konnte niemanden retten, nicht einmal sich selbst.
Harvey konnte nur von Problemen weglaufen.
Er verriet niemanden, was in sich vorging...würde aber zu gern alles von jeden herausfinden.

Er hasste ihn abgrundtief...Dabei wollte er sich eigentlich am meisten vernichten.
Aber vielleicht lag es ja wirklich daran, weil sie sich ähnlich waren? Gegen Ende...dachte doch Harvey nur an seine Ziele - genauso wie es Cabriel tat. Es ging da nicht um die Anerkennung eines anderen, wie es bei Tyler oder Wyatt der Fall war. Es ging auch nicht darum Gutes hervorzubringen. Solange es sich GUT anfühlte, war jedes Mittel recht. Sie wollten...eine komplette Veränderung erzielen.
Am liebsten hätte er ihn mit seinen verschlingenden Augen bewiesen wie sehr er es noch bereuen würde, dass sie das Zimmer nicht miteinander teilten.
Wie eine Schlange, die sich immer näher zu seiner Beute beugte neigte er sich zu seinem Ohr...damit die letzten Worte nur für den werten Feuerwächter bestimmt waren. Keiner Anderer sollte sie verstehen und Harvey sollte sie komplett in sich aufsaugen.
"Du hast dich nicht für uns sondern nur für dich entschieden... Erbärmlich - obwohl du doch etwas ändern wolltest. Feigling."
Wie Luft ging er dann von Harvey weg, um Ineb zu helfen. Wer weiß - eventuell kassierte er später dafür noch eine...eventuell gleich? Keine Ahnung, aber gerade fühlte er sich nicht danach das brave Lämmchen zu spielen. Wenn Tyler so tat als wäre er nicht Sam...dann war er ebenfalls nur ein Tier, ein unbewusster Wolf. Wenn Harvey seine Heldenrolle nicht spielen konnte...dann war er ebenfalls nur ein schurkischer Egoist in einer Tarnung.
"Ich kümmere mich dann um Ineb...bis gleich."
Minuten später half der Kleinere seinem Herzenskollegen wirklich beim sortieren und packen. Ineb hatte wirklich eine Menge Zeug, obwohl sie nur seine Sachen zum Schlafen bereit machen wollten. Er pflegte seinen Körper durch und durch und hatte sogar Kopfhörer, um sich den Schlaf durch Musik hinzugeben.
Während sie aber packten konnte Cabriel endlich die Alleinsituation nutzen um seinen Auftrag zu beenden, den er erhalten hatte.
"Schau mal auf dein Handy....", flüsterte Cabriel dem Herzträger zu als wollte er nicht, dass sie viel zu laut miteinander sprachen.

Fragend blickte Ineb zu seinem Smartphone, was er keines Falls aus den Augen ließ. Von Cabriel erhielt er eine private Nachricht - lustiger Weise war es ihre Erste gewesen! Sie sollten mehr miteinander schreiben...
Dort war aber nur eine Weiterleitung von einer Nachricht von Samuel Rose - darunter seine Nummer.
Es war...Eine Einladung für einen Job in seinem Club ---als Sänger. Er sollte alsbald beginnen, da er doch unheimlich viele Fans in Sams Club hatte.
Verwirrt und gleicherweise gestresst starrte er auf den Bildschirm, sodass seine Finger zitterten.
"Ah...Das....", kam es stotternd von dem Sänger - er sah sich noch einmal genau die Weiterleitung an. Samuel hatte es heute geschrieben, das hieße also er wüsste von diesem...abartigen Vorfall mit ihm in der Kirche bescheid. Und trotz allem wollte er ihn als Sänger, obwohl seine Karriere so unten durch war?
"Das kann doch nicht sein, oder? A-au-außerdem...Weiß ich nicht so genau, ob ich es...jemals auf die Bühne schaffe. Ich dachte eigentlich, dass ich vielleicht doch mit dem Singen aufhöre und...----"

So als würde Cabriel ein aufgesagten Text sagen, den er nicht pausieren konnte, unterbrach er ihn.
"Das musst du entscheiden. Ich sollte dir nur persönlich ausrichten, dass Samuel zutiefst bedauert was mit dir vorgefallen ist. Auch
Gaston möchte sich noch eins persönlich bei dir entschuldigen und würde an den Zeiten, wo du spielst nicht arbeiten. Sammy...Will dir helfen durch diesen Unfall nicht dein Talent zu verlieren, er möchte dir helfen. Außerdem hat er auch gesagt, dass er diese Videos von dir...alle versucht zu löschen, damit du nicht bald überall dein Gesicht verstecken musst."
Erstaunt vergrößerten sich Inebs Augen, während er in Cabriels Facette blickte und zugleich auf die Nachricht schaute. Hatte er ... ihn wirklich so gefallen, dass so einer Seuche wie ihn helfen wollte? Es war die erste Hilfe, die ihn wirklich half nicht bald sein Gesicht um operieren zu müssen.
"Er würde auch nur dich für private Nummern buchen - du musst nicht als Host arbeiten, sondern eigentlich...will er das du am liebsten für ihn spielst, bis du dich wieder in der Lage fühlst höher hinaus zu wollen."
...Das....rührte Ineb wirklich. DIe meisten Fans wollten nur, dass es ihm schlecht ging und er sich einfach vulgär verhielt. Sam aber hingegen...er war genauso freundlich wie sein Bruder. Seine rosafarbigen Augen begangen zu funkeln - er hätte eine Chance die Musik nicht ganz zu verlieren. Nämlich liebte er doch auch das Gefühl auf der Bühne zu sein...Er konnte also testen, ob es...ihm gefiel noch vor einer Masse zu spielen...
Cabriel hingegen fand es unglaublich wie naiv Ineb war. Es war sein Weg in die Höllen forte der Rose aber das Lämmchen öffnete aber zu gerne ihm das Tor.
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Bosco Darkwood
Erst am kühlen Abend begann New York wirklich zu erleuchten. Das tat sie nicht nur durch die vielen schönen Lichtquellen, auch nicht nur wegen den vielen Reklamen die über die Bildschirme auf Gebäuden dargestellt werden. Es waren die großen Menschenmassen, die diese Stadt so strahlen ließen und lebendig erhielt. Genau deswegen schlug Boscos Herz höher - der kleine Junge war es gar nicht gewohnt so viele Menschen um sich herum zu haben. Meridian war nicht wirklich groß und in der Nacht wurde es eher düster, da niemand von einem Werwolf oder Sklavenhändler mitgenommen werden wollte. Meridian war viel gefährlicher, es herrschten wenig Gesetze weshalb dort der Stärkere gewann, egal wie bösartig diese Person war oder nicht. Genau deswegen war der Ritterberuf in Meridian so gut anerkannt und bezahlt - es war unbedingt nötig Beschützer der Schwachen gut zu entlohnen, damit der Frieden in diesem Land nicht komplett zerbracht. Hier in New York gab es aber gar keine Ritter - die Helfer nannte jeder hier Polizisten. Bosco erblickte sie voller Faszination und musste sich selbst zwicken um nicht mit einen dieser Männer und Frauen reden zu wollen. Immerhin war es ganz wichtig nicht für Aufruhr zu sorgen und er wollte ja Infinity auch keine Probleme bereiten, weshalb er bei den Besorgungen die sie zusammen machten für ihr neues zu Hause immer brav seine Hand hielt. Trotzdem zerbrach er sich ein wenig den Kopf, was er von nun an tuen sollte. In Meridian...wollte er sich endlich als nützlich erweisen und ein gutmütiger Ritter werden, dessen Aufgabe es war die Menschen zu beschützen. Aber hier...War es möglich sich wenigstens dieser Polizei anzuschließen? Er hatte noch keinen Polizisten in seinem Alter gesehen, vielleicht war es hier nicht üblich als Kind zu arbeiten? Dennoch...Würde sich Infinity bestimmt freuen, wenn er eine Arbeit ergreifen könnte, die auch den Prinzen half. Er könnte für Recht und Ordnung sorgen und darauf auch besser auf den Prinzen acht geben.
Gedankenverloren saß sich Bosco auf die kalte Mauer, er sollte hier warten bis Infinity wieder aus dem Laden herauskam. Einige Erledigung machte der Prinz alleine - vielleicht war ja auch nicht alles für Kinderohren bestimmt - was Bosco ganz klar akzeptierte. Brav wartete Bosco immer genau dort, wo Infinity auch wollte. Hier nutzte er die Gelegenheit immer sich selbst noch einmal zu begutachten. Es war nämlich für ihn auch etwas Neues hinzugekommen. Nicht nur musste er sich an Infinitys neuen Aussehen und Namen gewöhnen - auch er sah nun ein wenig anders aus. Seine Augen leuchteten nicht mehr in den schimmernden Himmelsblau, auch seine Haarfarbe war nicht mehr so ordentlich geschnitten- und das dank Infinitys Hilfe durch eine magische Quelle. Seine Haare fielen ihn ähnlich wie bei einem Bobschnitt ins Gesicht und reichten bis zu seinem Nacken, während Smaragdgrüne Augen sein Gesicht schmückten. Dazu war Infinity verantwortlich gewesen ihn anders zu kleiden, weswegen sie an diesen Tag in vielen Modegeschäften tätig waren. Überrascht akzeptierte Bosco diese Auswahl, da er eigentlich nur auf Ordentlichkeit in seiner Mode achtete. Jedoch würde Bosco lügen, wenn er sich nicht an eine Strumpfhose gewöhnen musste, die aus Gründen die Bosco nicht erklären kann sinnfreie Risse im Stoff hatte, die seine Haut entblößte. Auch war seine Jacke ziemlich weit und seine Schuhe hatten einen Absatz - weswegen er größer wirkte. Diese Hosen waren zwar kurz und frisch für diese Jahreszeit, doch war der kleine Ritter in Ausbildung nicht unbedingt abgeneigt von dem Geschmack eines Prinzen. Es war...ein neues Gefühl nicht einfach die Kleidung von seiner Mutter zu erhalten, irgendwie fühlte sich Bosco dadurch ein wenig erwachsener- selbstständiger, auch wenn ein anderer Erwachsener über sein Stil entschied!

Nur wenige Minuten später kam Infinity zurück und freudig hüpfte Bosco von der Mauer hinunter als er das Objekt in den Händen des Prinzen sah. Dabei hatte Bosco nur eine kurze Bemerkung gehabt, dass er wirklich Hunger hatte auf eine leckere Pizza und als wollte der Mann seine Gebete erhören hatte er wirklich eine besorgt.
Dankend ging der kleine Ritter auf ihn zu und nahm ihn den Inhalt ab, da ein Prinz seine Hände immer frei haben sollte. Natürlich öffnete er den Karton nur für einen kurzen Augenblick. Dies reichte aber schon um sein Herz allein durch den schönen Anblick höher schlagen zu lassen. Die Pizza brachte ihn auf Wolke 7!

Sein Magen knurrte aber er musste bis zum nach Hauseweg es aushalten! Infinity aß bestimmt mit Messer und Gabel - hier im Freien wäre es ...zu unordentlich! "Vinni - die Pizza sieht wirklich toll aus. Ich werde sie mit meinen Händen bis wir in unserer Heimat angekommen sind beschützen.", versicherte er todernst während seine Augen vor Liebe funkelten, die definitiv bei ihm durch den Magen ging.

Vorsichtig setzte Bosco seinen Weg fort, damit nicht einmal die Tomate auf der Pizza sich verschob. Sie sollte bis zum Ziel perfekt aussehen, das war er Infinity schuldig. Wenigstens hatten sie keine Tüten mehr zum Tragen, da sie schon einige Male zum Transportieren bei sich zu Hause waren. Auch dies war für Bosco ungewöhnlich nun mit Infinity ein Zimmer zu teilen. Wer...teilte schon mit einem Adligen sein Schlafgemach? Das Infinity dies überhaupt zuließ...obwohl es gegen die Regeln in Meridian war - lag es daran, dass er ihn mochte?
"Wenn du dein Bett doch für dich alleine beanspruchen möchtest kannst du es mir gerne mitteilen. Ich will dein Schlaf nicht unnötig stören, nur weil ich mich vielleicht bewege. Das Sofa war ja nicht belegt und dort kann ich auch besser unser Territorium bewachen vor Feinden.", erklärte der kleine Ritter sein Gedankenkarussell, denn wollte er sich nützlich machen. Es war für ihn unvorstellbar nun nur tatenlos da zu sitzen und einem Prinzen alleine mit Sorgen zu belasten.

Er sah noch nicht fit aus - psychisch wohl eher instabiler als ein Junge, der die Leichen seiner Eltern fand - weshalb er explizit auf ihn achten wollte. Denn auch wenn er hier Vinni war...blieb er im Herzen sein gutmütiger Prinz Korbos!
Während seine Augen fixiert auf den Erwachsenen gerichtet waren, geschah jedoch etwas ganz schreckliches. Etwas, woran sich das Kind wohl noch sein lebenlang erinnern würde. Ein Verbrecher voll großer Trauer.
Durch sein Ponyschnitt war sein Sichtfeld eingeschränkter, weshalb er alles was rechts um ihn geschah kaum wahrnahm. Genau deswegen hatte er gar nicht realisiert, dass an seiner Seite jemand sein könnte. Aus Versehen stieß er mit dieser Person zusammen, aus Reflex streckte Bosco seine Arme aus, sodass der Karton mit dem wunderschönen Inhalt nach oben flog.
DIE PIZZA!, schrie Bosco gedanklich, obwohl er sich gleichzeitig auch für den Zusammenstoß entschuldigen sollte. Wie in einem dramatischen Film sah er seiner Pizza in Zeitlupe zu wie sie gleich aus dem Karton entspringen würde und sich über diesen Fremden verteilen würde. Vor Grauen kniff der kleine Ritter feste seine Augen zusammen - eine Tragödie, der Mann würde gleich fluchen und ihn vor seinem Prinzen verprügeln und sie gingen dann hungrig ohne Inhalt zurück!
Doch als dann nichts kam traute sich Bosco doch seine Augen zu öffnen um zu verstehen, was gerade passierte. "Wow..." Mit Erstaunen stellte er fest, dass die Pizza weder auf der Kleidung dieses Mannes war noch jämmerlich auf den Boden sein Ableben präsentierte. Den unkontrollierten Karton hielt der Mann voller Perfektion in seinen Händen, sodass Bosco verblüfft diesen Kerl anschmachtete. Was für eine Gabe.
"Mister - wie beeindruckend! Entschuldigen sie den Zusammenstoß - aber ihre Reflexe sind unglaublich!", musste Bosco einfach das Kompliment geben und ging näher zu seinem Pizzaretter, um ihn in sein Gesicht zu erblicken. Er war hin und weg - war es auf der Erde üblich so schnell handeln zu können?

Mit Freude in seinem Gesicht nahm er die Pizza von dem Mann im mit weißen Hemd entgegen. Bosco betrachtete ihn - die Person war sehr elegant gekleidet, natürlich bemerkte der Junge die Knutschflecke nicht, da er nicht einmal wusste was dies zu bedeuten hatte. Er erkannte auch nicht, dass die Weste falsch zugeknöpft worden war, was wahrscheinlich aus Eile passierte. Für Bosco war dieser Mann ein einfach Pizzaretter- ein Pizzaheld, den er dankend ansah...bis er nach oben in seine Augen blickte.
Seine Augenfarbe war auf jeder Seite anders, ein dunkler violetter und auch blauer Ton, schmeichelten seine schmalen Augen. Doch genau diese...violette Farbe versetzte Bosco in eine Starre, die ihn unkontrollierter werden ließ. Fassungslos öffnete er seine Lippen und vergaß in diesem Augenblick komplett die Zeit. Obwohl er diesen Mann das erste Mal in seinem Leben zu Gesicht bekam...fühlte es sich gar nicht so an als wäre er ein Fremder. Er ließ die Pizza gnadenlos fallen.
"...Ich...kenne dich...", flüsterte er monoton und ließ die Pizza unnatürlich weiter auf den Boden verweilen, als wäre dies nicht mehr vom Wert. Obwohl sein Kopf im tiefen Chaos versank war seine Stimme viel schneller darin Worte zu verfassen, als würde innerlich aus ihn etwas herausspringen.
"...........Ich kenne dich!"
Plötzlich...flog in seinem Herzen ein Gefühl, dass er kaum in seinem Kindsheitsleben zu spüren bekam. Ein so starker Gefühl, was das Blut zum Kochen brachte und einen alles um sich herum vergessen ließ. Etwas, was schwer zum Aufhalten war, wenn eine Person sich darauf einließ.
Es war stark entfachte Wut!
"Du darfst nicht hier sein."

Seine Stimme erklang tiefer, während der kleine junge eine Hand zu einer Faust formte als versuchte er noch eine gewisse Kontrolle in seinen Emotionen zu locken. Aber er konnte gar nicht anders - allein in das Gesicht dieses Mannes zu sehen schenkte ihn kleine Filmrisse, die er eigentlich gar nicht erlebt haben durfte. Lebensabschnitte, die dieser Bosco...ganz sicher gar nicht miterlebte aber ganz deutlich mitfühlen konnte! Bosco...spürte Zorn, Verachtung und den Wunsch an Vernichtung...Plötzlich hatte die Gefahr eine Fassade erhalten, die nicht nur Lord Korbos darstellte.
Nuriel...Nuriel Lozano...Sein ganzes Schrie, dass dieser Mann nicht hier sein durfte. Er wusste es, obwohl es nahezu unmöglich war, dass ein Kind dieses Wissen erlangen konnte. Außer...es war etwas übernatürliches im Spiel.
Ja, dieser Mann...war Nuriel!

"Inimicus meus.",
stach Bosco mit fremdsprachlichen Worten gegen den Menschen ehe sich seine Augenfarbe veränderte...Das Smaragdgrün verblasste und das himmlische Blau trat wieder zu Vorschein.

Doch das war nicht alles, wie bei einem großen Zaubertrick erleuchtete plötzlich der Körper des Jungen und für viele Sekunden waren die Personen um ihnen wie geblendet, es war ihr Glück, dass sie in der Gasse alleine für sich waren- beziehungsweise die anderen Menschen beschäftigt waren...Denn die Erdlinge hätten dafür keine Erklärung gehabt. Das helle Licht ließ nur langsam nach und nahm den kleinen Jungen mit sich fürs Erste mit...mitsamt seiner unschuldigen Präsenz.

Übrig blieb ein zwei Meter großer Mann, dessen Schatten sich an Nuriel ausbreitete, als wollte er ihn verschlingen. Ein durchtrainierter Körper, dessen schwere Kleidung zur Sicherheit diente - gefasst für einen Kampf ersetzte die Position des Jungen. In seinen mit Handschuhen verzierten Händen hielt in seiner linken einen Gegenstand, den er ausbreitete und somit wie ein Schlagstock wirkte. Ratlos stellte dieser Bosco fest, dass alle anderen Waffen er gar nicht mitführte - er hatte keine Ahnung wo sein magischer Gegenstand sich befand, was wirklich ein Nachteil für ihn war. Doch...fürs Erste sollte es reichen ihn körperlich zu beeinträchtigen.

Bevor er aber in Kampfposition auftrat spürte er an seiner Schuhspitze den Pizzakarton, der noch von ihm ignoriert wurde. Dann erst nahm er sein Umfeld ein wenig klarer wahr, stimmt...er war nicht alleine mit Nuriel. Infinity stand noch dabei und auch wenn das Leben eines Prinzen sehr wertvoll war, durfte er auf keinen Fall seine Aufgabe jetzt fehlschlagen. Wie bei einer kleinen Unterbrechung in einem Turinier hob er stumm den Pizzakarton vom Boden und überreichte ihn seinem Prinzen, kraftvoller als wollte er ihn absichtlich einen Schritt zurückdrängen. Seine kalten Augen fixierten Infinity während er den Schlagstock auf Nuriel richtete.
"Halt dich zurück...Am besten bringst du dich in Sicherheit. Der Mann ist ebenso gefährlich wie dein Bruder. Ich darf nicht zulassen, dass er seine Machenschaften weiter durchziehen kann. Ich muss ihn so schnell es geht umbringen..."

Dann wand er sich wieder zu Nuriel zu - äußerlich wirkte er ausdruckslos, beinahe gleichgültig...doch innerlich sah er es als seine Chance einen Fadenzieher endlich aus dem Leben der Menschen gehen zu sehen. Er musste nur abwarten bis er seine Fähigkeiten wirkte, dann würde er sie...ihm nehmen! Bis dahin musste er ihn dafür provozieren, auch wenn er dann kaum noch stehen konnte.
"Das ist dein Ende, Tyrannus."
Mit vollen Einsatz seiner Muskel erhob seinen Arm und schlug auf den Mann ein. Dabei hatte er keine Gnade mit dem harten Metall in seinen Armen - wofür hatte er den die magische Kraft seine Schläge zu verstärken? Er war definitv eingerostet, dennoch wusste er das Nuriel kein Nahkämpfer war, weshalb er ihn unbedingt seine Hände brechen, damit er keinen starken Zauber einsetzen konnte.
S̶͙̽m̷͔̑ḭ̸̸̸̸̸̶̵̴̵̞͖̝͔̖̝͕͆̈́ͤ͛ͪ͊ͭ̒ͦͫ̊ͮ͆̚͢͜͢͝l̵̵͓͕̋ͮ͂ê̷̸̷̴̵̲̼̰̭̞ͤ̽ͧ̋ͦ͂ͫ̃ ̶̳̃l̴͇̇_̷̶̷̷̴̴̝͕̲̣̭̾ͩͥͤ̎ͧ͂ͧ̒̕͝ͅí̶̙_̷̴̵̷̷̴̖͎̱̲͉͐ͭ͌ͣͬ͋ͫ̕̚͢͝ͅk̵̸̴̷̸͉̜̠̙̮̍ͧ͛ͥ̔ͬͭ̋͠ě̴̷̷̸̷͍͎͇̲ͭͯ̓ͥ͑ͮ̀͜͠ ̸̳͐y̶̶̶̸̻͍̱͖ͦ̀̓ͪ̇͢͝o̴̴̶̶̵̸̵̶̧̡̦̠̝͔͕̎ͧͨ͐ͪ̈́ͧͮ͊ͩ̍ͭ̓͝͝ͅu̷̶̴̜̤̩̔ͮ̀ͭ͝ ̴̖̌ṁ̴̷̷͚͉͇ͧͤ̾͘_̸̟̈́ę̸̵̸̢̭́̋ͥ͊͢ȧ̵̴̖̝ͬ̍ṋ̸̵̸̶̢̙͍̂ͤͦ̃ͪ̀͝ ̶̥̉i̴̳͛t̴̴̶̛̪̬̖ͪ͛̍͢!̸̶̵̶̘͚̰̪̊ͯ̏ͥ̉̍͢Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Kaischiro ()






































































































































































































































































































































































