Izarra Kimallus
Der beklemmte Gesichtsausdruck von Liam sprach Bände, sodass es sofort Izarras Herz wie mit Bände fest umschnürte...
Er mochte es ja auch nicht, wenn er einfach im Stich gelassen wurde!
Aber, wenn er wieder blindlinks nur jeden Menschen in seiner Umgebung wieder vertraute, konnte er sicherlich nie wieder nach Meridian zurück.
Trotzdem tat es ihm sehr leid...Das Liam gereizt wirkte konnte er ihm gar nicht verübeln.
Die Rolle des Abweisenden zu spielen bereitete ihn gar keine Freunde, wie konnte man es nur toll finden, Leute auf heißen Kohlen sitzen zu lassen?
Am liebsten hätte er Liam doch geholfen, bestimmt hatte er mit dem Magiekram doch nicht zu tun...!Oder war es nur Naivität, die wieder Izarra verfolgte?!
Doch unterdrückte er es verzweifelt, etwas zu sagen, da er sonst doch sich nur anbieten würde.
Traurig und leicht verkrampft senkte er seinen Blick zu Boden, auch als Stan zu ihnen kam. Ihn hätte er am liebsten gerade gar nicht mehr in die Augen gesehen, so verwirrt wie er gerade war.

"Gehen wir kurz nach Draußen, Ja?"
Wie ein Lebensretter der angespannten Situation, schlug Stan ihm jetzt die Fluchtmöglichkeit vor. Zwar wusste Izarra nicht ganz wie er fühlen sollte, nun mit Stan zusammen raus zu gehen, doch war es besser als in diesem Club seine Zeit zu verbringen...indem er doch mehr Gesichter kannte, wie er eigentlich wollte. Entschuldigend blickte er noch einmal zu Liam, doch wusste er genau, dass dies ihm wohl wenig half.
Zusammen befanden sie sich am Hinterhof des Clubs, die frische Luft war so einladend und wirkte befreiend auf den noch gestressten Musiklehrer. Auch, wenn ihn die Krähen an der Stromleitung nur beunruhigten---sowie Tauben und Raben, fühlte er sich von ihnen immer beobachtet, auch wenn er nicht die extreme Person war, die schnell paranoid wurde...sie waren einfach überall... und sahen zu dir hinunter.
"Die Luft und der Lärm darin können schon sehr Anstrengend sein, besonderes wenn man selbst eher kein Trinker oder Raucher ist."
Ein flaches und unbekümmertes Gespräch? Stan wollte wohl die Stimmung harmonievoll weiter mit ihnen begünstigen, doch konnte Izarra das liebevolle Lächeln diesmal nicht erwidern. So gern er auch wollte, er musste lernen vorsichtiger zu bleiben.
Diesmal ging es nämlich nicht nur um seine eigene Haut...
...Auch die Jungs waren in Gefahr und als ihr Lehrer musste er sich lernen zusammenzureißen.
So nickte er nur schwach, obwohl er sich doch so gerne unterhielt. Sein Blick wand sich mehr den abendlichen Himmel zu, die Sonne schimmerte in einer rötlichen Farbe den Horizont entlang.
"Ich hab mitbekommen, dass du wohl nicht auftreten möchtest...Das Gesicht von Liam sprach Bänder, tut mir echt Leid das dich hier zu gedrängt habe durch meine Bitte."
Nun musste er doch in das Gesicht von Stan sehen, die Worte von Stan waren wenigstens ehrlich. Es sei denn... er hatte irgendeine Magie drauf, die seine Fähigkeit unterbindete?
...Izarra klang doch paranoider, als er eigentlich wollte...
...Vielleicht war er gerade doch nur zu übervorsichtig.
Ah,nein-nein-nein... Wenn er schon jetzt wieder volles Vertrauen einer Person schenkte, die er nur seit ein paar kleinen Stunden kannte, konnte er gleich wieder unter die Brücke schlafen gehen.
So schüttelte Izarra nur trüb den Kopf, sein Blick schweifte nicht von den Weißhaarigen ab.
"...Nein, du hast mich nicht gedrängt...", gab er mit einem gedämpften Klang zu.

"Es tut mir eher Leid, dass ich jetzt doch so einen Rückzieher mache..."
Dabei sagte er nicht, was sein eigentliches Problem war--er wollte so wenig Lügen wie nur möglich.
Denn 'OH-sry... Dein Lied war nur so mit Magie gefüllt, dass es mir einen halben Herzinfakt verursachte' wollte er nun nicht verkünden.
Sicherlich würde der Butler darauf nicht eingehen oder ihn nur ansehen, als müsste er in eine Irrenanstalt.
"Wenn du möchtest Fahr ich dich nach Hause, ich denke Liam schafft es auch noch eine weile ohne mich und ich werde eben einfach noch ein paar Songs mehr spielen. Irgendwie wird das schon.
Ha....
Haaaaaaaaaaaaaaaaa........
Das eiskalte Herz, was Izarra gerade extra für Verteidigung in das Gefrierfach steckte begann sofort wieder zu Schmelzen.
Was sollte das, wenn du ein Böser bist, dann mach nicht so nett!
Oder bist du doch ein Guter?!
Sag mir lieber, wieso du diese Aura von Magie in dir hast?!
Aaaah, nein---sag mir lieber, warum du mich so verstrahlst ansiehst, als hast du nicht mal eine Ahnung, dass du das gerade getan hast?!
Wie gut in Schauspielern bist du?!
Er konnte nicht es einfach nicht ertragend, jemanden die kalte Schulter zu werfen, wenn er doch schon spürte, dass er ihn gut leiden konnte.
Stan könnte zwar jemand von Lord Korbos Lakaien sein, doch hatte er ihn NOCH NICHTS böses angetan.
Nein, er wollte ihn sogar nach Hause fahren!
Das war so nett, doch---SOLLTE ER NICHT SEHEN, WO er WOHNTE!
Zum einen Teil, wäre es wohl richtig fatal einem eventuellen Spion einfach seine Behausung zu zeigen. So wie sich Izarra kannte würde er ihn noch für Tee und ein paar Netflixrunden bei sich nach Hause einladen. Dann wäre es so spät, dass er bei ihm auf der Couch schlafen dürfte und am nächsten Tag wäre seine superteure Spielekonsole weg, für die er durch 3 Nebenjobs ging, die er einen nach den anderen verlor.
Verirrt blickte Izarra also wieder zur Seite, wohin sollte er nur starrten?!
Natürlich...fixierte er sich auf diese doofen Vögel, die ihn melodisch auslachten.
Es war so, als hörte er das Gelächter von seinem früheren besten Freund und seinem Exmann.
Verflucht seid ihr! Ihr werdet schon sehen, dass ich nicht mehr so naiv bin, nein!
"....Das ist wirklich nicht nötig, ich glaube ein Spaziergang würde mir jetzt ganz gut tun...", sprach er weiter nüchterner aus, auch wenn sein Herz regelrecht klopfte vor Kummer. Er wollte... mehr mit Stan reden, als nur diesen Mini-Smalltalk, indem er sich versuchte halb begeistert zu zeigen.

"Also mach dir bitte kein Kopf darüber, dass du mitgekommen bist hat mich gefreut, ich teilte wirklich selten mein Privat Leben mit Anderen und wir kennen uns kaum...Vermutlich weil du auch Musik so gern hast bin ich etwas über mein Schatten gesprungen."
"........................Ha..."
Haaaaaaaaaa...........
HAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA.................
Mach es mir nicht so schwer!
Wie kann ich mir denn keinen Kopf darüber machen?!
Hör auf zu sagen, dass es dich gefreut hat!! Ich hab dich abgewiesen! Ich vesuch gerade dich und deinem Freund im Stich zu lassen!
Ich versuch dich gerade so gut es geht von meinem Herzen abzuweissen!
Du bringst mein Herz noch zum Platzen, so wie ich gerade versuche mein schlechtes Gewissen wieder zurückzupressen!
Mulmiger senkte er seinen Blick zu Boden und versteckte seine Hände in den Jackenärmeln, er sah so kläglich aus--ihm fielen die Worte mehr als nur schwer.
"....Ich habe mich wirklich gefreut dich spielen zu hören... Ich habe schon lange nicht mehr so viel Leidenschaft bei jemanden gespürt, wie bei dir..."

"Dein Song hat mich aber...etwas überrumpelt. Der Klang deiner Stimme, der Text... Wie die Leute auf dein Spielen reagierten...Fast schon unheimlich...Wie bei einem Zauber, oder irre ich mich?"
So machte Izarra einen Schritt zurück, weiter weg von Stan. Noch einmal versuchte er ihn in die Augen zu sehen, um seine Ernsthaftigkeit klar zustellen.
"Mich hat es wirklich gefreut dich kennenzulernen, Stan. Auch deinen Club, es ist wirklich toll, wie sehr du dich mit Liam für eine bessere Welt einsetzt. Am liebsten hätte ich euch wirklich unterstützt...", sprach er in einem sanften Ton - er konnte einfach seine Gefühle nicht unterdrücken, es war schon schwer genug seine Mimik so gut wie möglich zu verblassen.
"...Doch möchte ich endlich reifer werden und nicht Hals über Kopf jeder Person vertrauen, die einfach nett zu mir ist. Allein schon für Ineb möchte ich nicht mehr die Gefahren magisch anziehen und etwas vorsichtiger werden..."
Schwer ließ er die Schultern etwas nach unten senken, irgendwie kam es ihm so vor, als musste er es einfach sagen. Auch, wenn es nicht nur Ineb war, um den er sich wirklich sorgte. Er hatte in seinem Leben bereits genug Fehler gemacht, wegen was andere Menschen darunter leiden mussten. Es plagte ihn noch bis heute...dass er es früher nicht erkannt hatte.
"Falls wir uns besser kennenlernen, werde ich mein Wort halten und bei Liam spielen. Sogar kostenlos!"
Wie 7 Tage Regenwetter entfernte er sich weiter von Stan, es schmerzte ihn so sehr sich von diesem Mann abzuwenden. Sicherlich sah es für Stan total bescheuert aus, wie Izarra sich vor ihm verhielt. Erst brach er sein Wort und dann verzog er sich wie ein müder Welpe. Die Worte 'aber ich mag dich total, also lass uns weiterhin uns so schön unterhalten' schluckte er gekonnt hinunter.
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Lio Chevrier
Liegend versuchte er seinen Kopf noch etwas nach oben zu beugen, um zu sehen was Harvey tat. Jedes Mal, wenn dieser den Blickkontakt von ihn abwandt und Harvey seine Augen eher auf...sein Problem richtete, er wischte ihn eine kleine Gänsehaut, die gefüllt war mit Scham und Erniedrigung...
Es war langsam wirklich nur Qual und verstand er auch nicht wirklich, wieso er sich so frei vor seinem Freund hinlegen konnte, doch wollte er ihm ja helfen...weshalb Harvey sicherlich ihn nicht allzu komisch bewertete.
Manchen Männern passierte dies eben auch in Klassensäälen! Das war gar nicht so peinlich, wie in öffentlichen Räumen---solang es nur Harvey sah...konnte er wirklich damit Leben, weshalb er sich immer mehr an den flüchtigen Blicken gewöhnte und es sogar in ihn etwas warmes auslösten.
Doch sank er seine Gedanken weiter zu Harveys Handlungen, der sofort zur Tat schritt. Den Oberkörper von Harvey genau vor seinem Blick-- überrumpelte ihn zwar irgendwo die Nähe, doch ging das ganze noch Weiter, als dieser nun seine Handgelenke mit den Jackenärmeln zuband.
Ein kleines Unbehagen stieg zu Beginn in Ineb aus, er fühlte sich etwas wie ein Tier, dass gerade für ein Festmahl gerichtet wurde und dann am Grill seine Zeit abhängen würde.
Doch wurde der nächste Knoten deutlich fester, woraufhin auch sein Herz eine Schnur um sich gebunden bekam.
Schneller schlug es, als dieser überraschenderweise an das Bettgestell befestigt wurde, sodass Ineb leicht seinen Oberkörper mehr nach vorne beugen musste. Jede Schlinge um seinen Arm fühlte sich an, als wollte man ihn versuchen die Haut mit einem Stoff aufzuschneiden...es war ein total anderes Gefühl, als ein Schlag ins Gesicht...
Er spürte wie das Blut in seinem Handgelenk stoppte weiterzufließen und ein Taubheitsgefühl hineinströmte.
Es war so...unglaublich neu für Ineb, sodass er bei jedem neuen Druck, auch mehr Druck in seiner Hose verspürte.
Sein Atem wurde so dumpf wie bei einem Tier, dass sich verletzt hatte... jedoch verspürte gerade Ineb das Glück der Welt in diesen Knoten, die Harvey fabrizierte.
Eine Beute, die seinem Jäger nicht entkommen konnte. Allein die Erkenntnis in was für einer Lage sich gerade der Kunststudent befand versetzte ihn in einen Trancezustand der Erregung.
"...Uhmm....Geht es?"
Zurück in die Realität versetzt versuchte Lio so gut es ging bei Vernunft zu bleiben, weshalb ihn ein sorgloses Lächeln über die Lippen kam.
"Na klar...Alles in Ordnung!", bestätigte Ineb nur gelassen, während seine Tonlage etwas leiser wurde.

"...Es...steh dir..."
...Die violetten Augen von Ineb vergrößerten sich, er machte ihn gerade ein Kompliment wegen den Fesseln?
Sah er damit wirklich...attraktiver aus...?
"Fi-findest du...?", fragte er wieder etwas nervöses, als wusste er nicht genau was er sagen sollte...Erst später merkte er, dass er in diesem Moment einfach Harvey weitererzählen lassen sollte.
Sowie Harvey aussah, meinte er die Worte wirklich ernst, was ihn etwas die im Schmetterlinge in den Bauch weiter hineinflattern ließ.
"Wenn...ich mehr Möglichkeiten hätte dich, feste....zu Fesseln würde ich das am liebsten über dein ganzen Körper verteilt machen..."
Überrascht durch die Worte, fingen seine Handgelenke an zu pulsieren, sodass er seinen eigenen Herzschlag an den Knoten fühlte.
Hätte er...mehr Möglichkeiten....würde ihn Harvey nur noch fester...zubinden...
Harvey half ihn genau sich das bildlich vorzustellen, was ihn nur aufgeregt zum heiseren Keuchen brachte, wann immer ihn der junge Mann berührte oder seine Stimme selbst immer leiser und williger vorkam.
Die Finger von Harvey brachten Ineb regelrecht zum Aufzucken, die Beschreibung von Harvey versetzte ihn in ein wirklich hilfloses Verlangen des Körperkontakts.
"Quer...Über deine Brust...Hinunter zu deiner Hüfte..."
So als hätte Harvey neue Kraft geschöpft stoppte er nicht Ineb wirklich zu berühren, nein er wanderte sogar seine Fingerspitzen bis zu seinem Hosenbund hoch, was sein Herz zu einem Feuerwerk aufsprengen ließ.
"...Auch zwischen deine Beine, so...das du dich überhaupt nicht mehr bewegen kannst."
Um sich diese Seile an seinem Körper genau vorstellen zu können, schloss er langsam seine Augen--dabei sah er wirklich entspannt aus. Die röte in seinen Wangen zeigte jedoch deutlich, dass sein Körper gerade auf Hochtouren war.
Das Gesagte von Harvey brachte ihn förmlich zum Dahinschmelzen, es war so als würde gerade wirklich sein Freund die Fesseln an ihn legen, obwohl es nur seine Hand war, die ihn leicht berührte.

Er fühlte genau, wie die Finger beinahe an seiner sensiblen Stelle waren, worauf er nur schwer schluckte und seine Füße automatisch mehr auf das Bett drückte. Das Bedürfnis, dass Harvey ihn dort berührte war so groß, dass er sich am liebsten zu ihn vorgestreckt hätte, doch hatte er noch genug Kontrolle um dies nicht zu tun...denn er genoss es wirklich sehr, dass Harvey die Führung über ihn vernahm.
"...Und...dann könnte ich mit dir anstellen was ich will.."
Unkontrolliert tropfte ein bisschen Speichel aus seinen Mund, genau solche Sätze quälten sein Unterleib gerade so sehr, dass er drohte den Verstand nur durch das verbale zu verlieren. Wenn Harvey weiterhin so sprach, würde er bald das Problem ohne Berührungen behoben bekommen. Es war nicht zum Aushalten, wie sehr er... von dieser Aufregung befreit werden wollte.

"Oder wenn du mich darum bittest....Dich gröber Anzufassen um dich aus dieser Lage zu befreien fände ich das sehr...Erregend."
Benommen öffnete er wieder seine Augen, es war beinahe surreal, dass nur die Fesseln um sein Handgelenk real waren. Er fühlte genau wie Harvey sein Herz in den Händen hatte und dieses immer wieder mehr zum Pochen brachte, wann immer er es wollte. Ineb fühlte sich ihn untergeben und sehnte sich so stark nach Harveys Zuneigung, dass er schon die Beziehungsart zu seinem Freund vergaß.
Wie weit man in Männerfreundschaften ging und was noch als normal zählte, war in diesem Moment sowas von egal.
Er wollte, dass er darum bat gröber angefasst zu werden...damit freier sein konnte... Da Lio wollte, dass auch Harvey es so aufregend fand wie er konnte er nur diesen Worten nachgehen. Nochmal seine immer mehr werden Spucke hinunterschluckend richtete er seine mit kleinen Tränen gefüllten Augen zu Harvey.
"H-harvey...", begann er seinen Satz und versuchte wieder mehr Kraft in seine heiser werdenden Stimme zu erhalten.

Die Hitze war stark auf seinen Wangen verteilt, während die violetten Augen verlangend zu Harvey gierten.
"B-bitte... fass mich mehr an...g-gröber... Ich möchte--mehr spüren... Hilf mir...aus meiner Lage...", hauchte er genau Harvey entgegen und versuche seienn Kopf weiterhin mehr zu ihm zu beugen, damit er die Ernsthaftigkeit in seinen Worten genau durch sein schwach werdende Mimik demonstrieren konnte.
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Cabriel Valentine
Für einen Moment war nur die friedliche Hintergrundmusik von Animal Crossing zu hören, obwohl Cabriel den Grünhaarigen erst seit ein paar Tagen kannte, war es schon fast unheimlich...wie still er gerade war. Eher hatte er sich vorgestellt, dass Wyatt ihn die Ohren vor Gesprächen zudröhnen würde.
Doch deutlich hörten seine sensiblen Ohren genaustens, was das eigentliche Problem war.
Ein leises Schluchzen klingte in seine Ohrmuschel hinein, es klang so als versuchte sich Wyatt zusammenzureißen.
Warum...weinte...Wyatt?
Es klang so verbittert und schmerzvoll, dass Cabriel automatisch seine Augen wieder öffnete um in die Richtung des Schluchzens zu blicken.
War das...seine Schuld?
Sein Herz schnürrte sich leicht zu, mehr versuchte er sich daran zu erinnern, was der Grund sein könnte für die Tränen- er fühlte sich schrecklich, da es ... sicherlich etwas mit ihm zu tun hatte. Mit seinem Verhalten...
Hatte er ihn mit etwas verletzt?
...Wie sollte jetzt Cabriel dafür fühlen? ...

Vorsichtig drehte sich Cabriel erst zur Seite, um sich dann vom Bett zu erheben. Mit seinem Oberkörper ging er mehr zum Bettgestellt, um von dort aus nach unten blicken zu können. Dort sah er den Haaransatz von Wyatt und die Anspannung an seinem Körper, er wischte sich wohl mit seinen Ärmel die Tränen weg.
Leute schmerzhaft weinen zu sehen, machte Cabriel immer ganz durcheinander. Er selbst weinte nie und Sam hasste Tränen, schon seit Kindheit an.
Doch Cabriel selbst... bekam bei jedem weiteren Schluchzen nur größere Schuldgefühle.
"...Tut mir Leid ich wollte...dich...nicht stören...."
Nun entschuldigte sich Wyatt auch noch, als würde er ihn bei irgendwas stören.
...Hatte er realisiert, dass Cabriel wollte, dass er ging?
Es war okay, dass er hier war.
Er musste nicht gehen.
Cabriel mochte seine Anwesenheit.
Es war nicht so, als konnte der Dunkelhaarige die Anwesenheit des Schauspielers nicht ausstehen.
Eher dachte er, dass er ihn doch nur selbst weiterhin verärgerte... und seine Zeit verschwendete.
Cabriel liebte die Einsamkeit und sah wohl jeden irgendwo als einen kleinen Störenfried seiner Ruhe an.
Doch zur gleichen Zeit fühlte sich der Gedanke falsch an, Wyatt als...Störfaktor zu sehen.
Es war so als stritten sich zwei Seiten in ihm, ob er nicht darauf weiter beharren sollte oder Wyatt aufmuntern sollte.
Doch... wollte er nicht auf einen bereits verletzten WG-Freund... weiter eintreten, der sich schon durch ihn mies fühlte... obwohl es doch besser wäre für Wyatt, wenn er ihn einfach hasste.

"Ich...wollte nicht Gemein zu dir sein....Du...kannst natürlich so oft über Sam reden wie du willst...ich...war...bloß...Neidisch...Das war...Kindisch von mir...Und wenn es dir gar nicht gefällt das hier bin....Dann sag es doch gleich....Nur weil mich dich aufzwingen habe...."
Fraglich zog Cabriel seine Augenbrauen nach oben, Wyatt entschuldigte sich wirklich detailiert für ein Fehler, den eher Cabriel begann. Doch empfand Wyatt wirklich Neid, weshalb er durch Sams Namen so verärgert war?
...Wieder dachte er, dass es nichts damit zu tun hatte, ob es ihm gefiel, dass Wyatt hier war oder nicht.
Er mochte seine Anwesenheit,
doch sollte Wyatt ihn nicht mögen.
"...Wegen was warst du neidisch...?", fragte er leise, als traute er sich erst nicht lauter zu sprechen. Vielleicht wollte Wyatt nicht weiter darauf eingehen?
Ein wenig gingen seine Augen zur Seite, fester drückten sich seine Hände gegen das Bettgestell.
"Du warst nicht gemein...Ich habe wirklich übertrieben, dabei wollte ich wirklich mit dir so wenig wie möglich über Sam reden... Weil...ich genau weiß, dass er so jemanden wie dich nicht mag... und sicherlich... dir aber das Gegenteil demonstrieren wird...", versuchte er etwas gegen die Schuldbringung von Wyatt einzugehen, den er nicht zustimmen konnte. Die Sorge zu Wyatt, dass er noch wütend auf ihn war sank ein wenig und verblasste, sodass seine Augen wieder sich auf den Grünhaarigen richteten, auch wenn er nur ihn von oben ansah.
"Wenn du mir das nicht ehrlich sagst...tut mir noch viel mehr weh als wenn du mich abweist...."
...Oh...
Er hatte Wyatt wirklich schon wieder verletzt, das war doch schon auf dem Dachboden der Fall.
Wieso blieb er dann noch bei ihm und suchte auch noch die Schuld bei sich selbst?
Am liebsten hätte Cabriel jetzt...dass man ihn einfach anschrie oder beleidigte...Damit konnte er so viel besser umgehen und brachte in seinem Kopf weniger Chaos wie jetzt.
...Was wollte er jetzt eigentlich?
Wyatt wirklich weiter verletzten, damit er ihn nicht mochte?
Oder ihn...versuchen zu trösten, weil er es nicht verdiente wegen ihm traurig zu sein?
Kurz holte er tief Luft und hielt sie für eine Weile bei sich, um dann hörlos auszuatmen.
"Das...tut mir leid... Deine Anwesenheit macht mich zu einem Teil nervös, weil ich dich nicht weiter verärgern wollte... Aber wiederum möchte ich dich ...ärgern, damit du mir nicht zu nahe kommst...weil ich ein schlechter Mensch bin."
...Ehrlich sein...fiel ihm schwer, obwohl ihm Ehrlichkeit so wichtig war...
Es war schon erbärmlich, dass er sich nie an seine eigneen Prinzipien hielt.
Er war durch und durch ein erbärmlicher Mensch.
Doch Wyatt weiter zu belügen wollte er in diesem Moment seiner Schwäche nicht.
"...Ich versuche ehrlicher zu sein..."
Wieder legte er sich auf seinen Rücken, er fühlte sich so schwer wie Blei und in seinem Kopf füllte sich die Leere wieder wie mit einem Sturm, der ihm keine Ruhe gab. Er sollte es einfach aussprechen, auch wenn er nur seine Sinnlosigkeit nur weiter demonstrieren würde.
".......Ich möchte gar nicht viel über Sam reden.....Ich kann mich nur selbst nicht stoppen..."
Aufrichtiger klangen seine Worte, auch wenn sie noch immer etwas leise waren. Er versuchte so offen wie möglich über die Steine zu sprechen, die sich auf seinem Herzen platziert haben und schon lange auf ihn drückten.
"Es fällt mir nur schwer.... an jemand anderes zu denken... Alles, was ich mache oder sehe... erinnert mich sofort an ihn..."

Normalerweise wäre dies wohl ein Spruch, den ein Verliebter sagen würde oder jemand, der sich sehnsüchtig nach jemanden sehnte. Doch bei Cabriel klang es eher nach etwas, was seine Stimme heiser werden ließ, als sprach er über eine Droge, die er versuchte abzusetzen... doch einfach nicht davon loskam.
"...Ich möchte für ihn keine Last mehr sein... doch bekomme ich einfach nichts alleine hin und das weiß er...Immer hat er sich um mich gesorgt und tut es noch weiterhin, obwohl er eigentlich nichts mehr mit mir zu tun haben sollte... Ich habe in meinem Leben nichts alleine für mich entscheiden können, weil ich dazu unfähig bin--- es tut mir Leid, dass ich nicht selbstbezogener auf deine Frage eingehen konnte, obwohl du dich bemüht hast..."
Er erwischte sich selbst wie er eindeutig schon zu viel sprach, doch...waren diese Tage einfach so wirr und der Mann unter ihm hatte schon wirklich genug von seinen schwachen Momenten gesehen und gehört. Doch sollte er sich wenigstens so aufrichtig wie möglich entschuldigen und das Problem in ihm schildern, wenn schon Wyatt offener mit ihm sprach. Es wäre nicht fair, wenn er dann weiterhin sich so einmauerte...
Wie vom Schlaf getränkt verengte er seine Augen, als taten sie schon weh. Doch war Cabriel gar nicht mehr müde...nur gekränkt, dass es ihm so schwer fiel aufrichtiger zu sein.
Alles wäre wohl einfacher, wenn er selbstsicherer im Leben stehen würde. So etwas würde aber niemals vorkommen und passte zu ihm nicht.
"Ich habe keine Ahnung, was mir wirklich wichtig ist...Ich glaube, da gibt es einfach nichts, alles könnte den Bach unter gehen und ich würde nichts dafür empfinden. So kleine Fragen wie die Regeln für eine WG überfordern mich... Vielleicht...klingt es gemein, aber es ist mir...egal... Weil ich mit jeder Regel umgehen könnte, es gibt nichts was mich wirklich belasten könnte. Solange... ihr damit umgehen könnt, muss ich nicht darüber nachdenken..."

Trüb starrte er auf die Decke, war es wirklich okay Wyatt so schluchzend unten zu lassen? Sollte er... zu ihm gehen, oder war es dann für den Größeren zu unangenehm? Was war da richtig? Er mochte Körpernähe, doch wollte er überhaupt noch, dass Cabriel ihn anfasste? Er war immerhin der Grund, wieso er traurig war--
Lieber blieb er liegen... hörte weiterhin genaustens Wyatt zu und versuchte so gut wie möglich auf den Mann einzugehen.
"...Die Pfannkuchen schmeckten schrecklich...."
"ich hab noch nie....sowas....widerwärtiges gegessen...."
Verwirrt runzelte er seine Stirn, sein Blick blieb an der Decke haften, er entdeckte ein Spinnennetz, dass wohl frisch hinzukam.
Das...verstand er nicht so ganz...War für Wyatt ein gutes Essen nicht wichtig?...
Er hatte...doch...2 Pfannkuchen vor ihm gegessen...
...Warum hatte er gelogen und sich etwas Ekliges in sich hineingedrückt?
Fühlte er sich durch ihn aufgezwungen?
"...Ich habe keinen guten Geschmackssinn, ich esse einfach was da ist... Wieso hast du sie gegessen, du achtest doch auf den Geschmack...? Tut mir Leid, das nächste mal wende ich sie besser...und lenk dich weniger ab"
Natürlich konnte er trotzdem den Unterschied zu Salzig und Süß erkennen, auch wenn es in ihm kaum etwas auslöste.
Doch hatte er sich auch total daneben benommen, als sie zusammen backten.
Während sich Wyatt so viel Mühe gab... war er nur schlecht drauf und wollte nach oben.
Dabei hatte er den Vorschlag gemacht...
Das war...wirklich unfair von ihm...
Er hätte alle Pfannkuchen alleine essen sollen...

"Soll...ich weiter reden? Du sagst ja...ich soll machen was ich möchte...."
Es überraschte ihn, dass Wyatt ihn fragte, obwohl er ihn doch schon die Erlaubnis erteilte. Als wollte er spezifisch eine Bestätigung, dass Cabriel ihn auch zuhören wollte. Kurz schwieg er bis er wieder den Mund langsam öffnete.
"Wenn du weiterreden möchtest...höre ich dir zu...sag nur, was dich belastet..."
...
...
...Vielleicht...etwas ehrlicher?
...
"Ich habe nichts dagegen mich mit dir zu unterhalten...bin noch wach...Ob ich dich aber mit meinen Worten nur trauriger mache, weiß ich nicht..."
Mit seinen Worten schwertuend faltete er seine Hände auf seiner Brust zusammen. Egal was er sagte, er wusste einfach nicht ob es das richtige war für Wyatt...dafür kannte er ihn nicht lange genug.
War Ehrlichkeit die Lösung oder nur eine Hervorrufung weiterer Probleme?

"...Gibt es etwas, was dich aufheitern würde?............... Brauchst du eine Umarmung?..... Mir macht es wirklich nichts aus, solange ich dich irgendwie trösten kann... Dich zu verärgern ist eine Sache...aber zum Weinen zu bringen und so zu verletzen... fühlt sich falsch an für mich... Das hast du nicht verdient... Ich glaube nicht...dass ich das will... weil du sonst immer so nett zu mir warst... "
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Samuel Rose
"Wird...alles wieder gut...."
Schon wieder... zeigte sich Tyler innerhalb von Sekunden merklich verändert. Die Mimik wirkte so gelassen, als wäre Samuel derjenige gewesen, der gerade seine Hand zerstach. Seine Worte bestätigten es nur, die den Multimillionär mehr als nur verwirrten.
Wollte er sich selbst beruhigen?
Es war erstaunlich wie sehr sein Bruder den Schmerz aushielt, schon früher war er recht 'tapfer'... doch als Erwachsener hatte deutlich mehr Halt drauf, die normalerweise für einen Menschen gar nicht möglich war.
"Ich bin hier, ich helfe dir so gut ich kann...."
....?
Entgeistert starrte er in das verblasse Gesicht von seinem Bruder, der wie in Trance seine in Stoff eingewickelte Hand auf seine Haut legte. Normalerweise hätte Samuel den widerlichen Kontakt mit Blut unterbunden und die Hand von Tyler weggeschlagen, aber er selbst... fühlte sich wie von den Worten des Braungelbhaarigen versteinert.
So als zauberte Tyler in beide gerade eine Erinnerung hinein, die nichts mit der Situation zu tun hatte.
Die Hand von Tyler kribbelte warm auf seinem Hals und färbte seinen Kragen sofort in ein tiefes Rot. Es kam Sam in den Moment so vor, als befanden sie sich gar nicht im Baumhaus... Ohne zu blinzeln blickte er zu seinem Bruder, der plötzlich....deutlichere Umrisse an seinen Gesichtszügen bekam.
...
...Tyler?

"...Ich L..Liebe dich auch.....Du kannst mir vertrauen...."
...
Wie ein Spiegelbild wurde Samuels Gefühle von Tyler mitsamt einen Vorschlaghammer regelrecht zerbrochen. Es fühlte sich an, als würden tausende scharfe Scheiben, die einst nur seiner selbst darstellte auf den Boden herabrasen...
Der Spiegel, in den Sam Einzig und allein nur sich selbst sah- seine einzig wichtige Person
...doch musste Tyler unbedingt was in ihn verändern...
...durch ihn lernte er das erste mal Selbstzweifel lernen.
...durch ihn lernte er zu lernen was Schmerz wirklich bedeute
...zu wissen, dass die Liebe zu stark wurde -- und man als König allein sich endlos einsam fühlte
...Liebe...mach aus dir nur diePest, wenn du sie nicht kontrollieren kannst

In dieser Schwäche wollte sich Samuel nie wieder befinden.
Niemals mehr würde er sein Herz gebrochen bekommen...
Davor würde er alle anderen etwas brechen....
...Nur ihm selbst wird er vertrauen...
...Schon wieder, löste Tyler in ihm dieses unwesentliche bittere Gefühl aus, was er schon seit Jahren nicht mehr verspürte.
Es war furchtbar schrecklich, sein Magen drehte sich wie bei einer Krankheit um 180 Grad.
Leider konnte aber sein Herzschlag nicht aufhören auf seine Worte zu horchen und fing an wie wild zu hämmern, so als wollte er regelrecht den Bruder anspringen.
Wie aus einem Traum erwacht funkelte Tyler wieder in einem neueren, mehr für Sam schwächeren Licht -- er wirkte wieder so verkrampft, als realisierte er nicht wirklich was los war. Für einen Moment wurde der Griff seines Bruder so viel fester, man könnte meinen, dass er ihn wie ein Tier packen wollte. Doch schnell löste er seine schwerer werdende Hand und sah nun so ratlos aus wie ein verirrtes Reh auf dem Straßenrand.
Er wirkte total...neben der Spur.
Praktisch wie aus dem Irrenhaus... Ein bisschen erinnerte er ihn an Lämmchen, wenn dieser seine Realität aus den Augen verlor. Es war schon beinahe lustig, doch musste Samuel wirklich erst sein Lächeln suchen bis er es sich aufsetzen konnte... denn wirklich zum Lachen zu mute war ihm nicht. Der bittere Geschmack zog sich bis zur Zungenspitze und drohte einfach nicht zu verschwinden.
"S.s..sorry...ich..."
Bei der Entschuldigung tat Samuel so als würde er etwas züglicher lächeln und strich selbst über das Haar. Er fühlte sich verklebt und wäre wohl in den Moment am besten in die Dusche gegangen...doch musste er gelassener reagieren und sein Image bewahren.
"Tyler...Du brauchst dich...nicht zu entschuldigen...", sprach er in einem erholten Ton und hielt dabei Tyler an der Schulter, damit dieser nicht sein Gleichgewicht verlor.

"Du...bist sicher nur..........erschöpft"
.......
...........
..............So wie ich....
Fürsorglich erhob er seine Hand und streichte einmal sanft über Tyler Haar, dabei blieben seine gelben Augen fokussiert auf den Studenten.
...Die Umrisse, die er meinte gesehen zu haben waren wieder gänzlich verschwunden...
...Das war ... sicherlich nicht echt...
Die Erinnerung in der Kindheit bestätigten zwar oft, dass er bei Tyler gewisse Dinge sehen konnte, wie bei keinem anderen, doch dachte er... dass es alles doch nur...reine Fiktion war? Etwas, was Tyler ihn nur glauben ließ, weil er doch auch die Normalität in Sam strecken wollte?
"....Setz dich....bis der Arzt kommt...Denke er wird dich ins Krankenhaus bringen."
Samuel fühlte sich wie von Tylers Verrücktheit angesteckt. Er kam sich vor wie mit hohen Fieber, weshalb er selbst etwas irritiert dastand, was für den Braunhaarigen gar nicht üblich war. Schweigsam zeigte sich der Multimillionär, doch wich nicht von Tylers Seite, bis der Arzt endlich eintraf, der sich nur schwer das Baumhaus hinaufschnaufte.
Innerhalb von 5 Minuten untersuchte dieser Doktor von der Familie Rose Tyler, dabei stellte er keine Fragen wie dies passiert war.
"Wir müssen sie schnell ins Krankenhaus fahren...Herr Rose, werden sie als Begleitperson mitfahren?"
Deutlich angespannter stand Samuel an der Wand, während Tyler auf den vielen Kissen untersucht wurde. Die Gelassenheit war ihm nur noch schwer abzukaufen.
"Ja....Ich werde für Tyler da sein.........",entgegnete er gedankenverloren - ohne darauf zu warten, was für eine Meinung sein Bruder gerade verbarg. Es war sowieso besser, wenn er mitfuhr...bevor Tyler sich im Krankenhaus lächerlich machte.
Seine Atmung wirkte etwas stärker, während er fest sein weißes Hemd ergriff, als zerdrückte etwas gerade sein Brustkorb.
"Ich fahr mit dir im Krankenwagen mit... So möchte ich dich nicht alleine lassen."
Die Worte von ihm kamen selbst ziemlich wirr, er wollte seinen Charme unbedingt behalten-- was ihn mehr als nur kläglich gelang.

Froh darüber war er, dass Sanitäter Tyler halfen die Leiter hinunterzuklettern-- auch wenn sie nicht sonderlich viel getan hatten. So verging nicht mal ein Augenzwinkern, bis sich Samuel und Tyler im Krankenwagen befanden. Der Verletzte musste natürlich auf der Patientenliege festgemacht werden und wurde dabei weiter untersucht. Franc hingegen musste dem Notdienst hinterherfahren, er traute sich natürlich nicht hinaus, denn allein schon Tylers Blick von weiten zu sehen löste in ihm den totalen Krieg im Kopf aus.
Während der Fahrt blieb Samuel eher still und unterhielt ab und an mit dem Arzt, der irgendwelche groben Witze riss, die er nur halbherzig annahm. Dabei sah er nicht mehr zu Tyler, denn er wollte sich unbedingt...beruhigen.
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Kiri Nisemono
"Hahaha du musst mir echt widersprechen oder? Von Vertrauen redest du also? Hahaah"
Wie schön doch beide zusammen lachten, da wurde Kiri ja ganz warm um sein biologisches Herz, sodass freudige kleine Flammen über ihn sich emporhoben. Wie froh er doch war hierher persönlich gekommen zu sein, obwohl er in Wirklichkeit nur Eros abholen wollte. Lord Korbos Schlafzustand und die Anwesenheit vom lachenden Kye gab ihn wolliges Gefühl. Am liebsten hätte er sie mit seinen Tentakel umarmt und ihnen die Seele aus dem Leib gedrückt.
"Hahaha, mit dir kann man ja sooo schöööön lachen.", belächelte er mit einem großen sarkastischen Unterton.
"Wenn ich mal jemanden zum gemeinsamen Gelächter brauche komme ich defiiinitiiiv auf dich zu, Kye!"

Leider war sein neuer Lachkumpane aber nicht in Stimmung für ewiges Gelächter, genervtiger wirkte plötzlich sein Blick, den er ihm zuwarf.
"Hör auf zwischen dein Zeilen zu lesen, ich hab klar gesagt der Lord ist NICHT mit diesen Spielchen einverstanden, wozu du das machst spielt keine Rolle und ob dich meine Drohung gefällt Interessiert mich noch viel weniger, auch einem Masochisten kann man mit einem Seil erdrosseln, ob ihm am Ende sogar gefallen hat macht ihn nicht Lebendiger."
Wie höchst gereizt der Mann gegenüber von ihm wirkte, so als wollte er unbedingt etwas unterbinden, obwohl doch Kiri Nisemono noch nichts böses getan hatte! Es war so wie eine Maus schon gleich mit Rattengift zu besprühen, nur weil man nicht überzeugt davon war, dass es wirklich eine Maus war!
"Huch, kein guter Zuhörer was? Kein Spielchen- nur eine Hilfe, was am meisten du gerade ablehnst~. Ein Masochisten, hahaha? Hängst du viel mit Beni ab, was ein lustiges Beispiel!", konterte er und nahm weiterhin den Weißhaarigen Mann unter die Lupe, als müsste er gleich ein Test schreiben über ihn.
"Der Lord lehnt das Angebot ab."
"Ich verstehe ihn nämlich am besten und das...reicht aus."
"Du willst eine Chance....? Warum?"
Unbeeindruckt erhob er nur gelangweilt seine Augenbrauen.
Er seufzte ein Klein wenig...wie sagte man so schön?
Man stand sich immer am meisten im Weg?
Vertrauen ist gut doch Kontrolle ist besser?
"Ahaaaa, warum also? Spielt das WARUM also doch eine Rolle?"
Neugierig kam der Dunkelhaarige Kye näher, sodass er wieder direkt vor seinem Gesicht stand, auch wenn seine Hand noch lichterloh brannte.
"DU...verstehst ihn am besten...Ihr seid euch wohl sehr nah...", wiederholte er die Worte des Mannes und fügte etwas hinzu, in einem groben Wispern.
Die violetten Augen verschmälerten sich und kombinierten sich genausten mit denen blutroten von Kye.
Ein leichtes Summen kam in ihm auf, als fing er an etwas zu begreifen. Dementsprechend kam Kiri seinem 'neuen' Bekannten so nah, dass die Grenze schon überschritten sein sollte- doch bevor sich ihre Gesichter fast berührten ging er wieder 3 Schritte auf Abstand. Grübelnd legte er die Hände ans Kinn, ein kleines schelmisches Grinsen umscheichelte ihn.
"Hmmm, jemanden am besten zu verstehen...könnte doch nur bedeuten, dass du nur zurzeit der Einzigste bist, der diese Rolle ergriffen hatte? Hmmhmhm."

"Doch- ha...haha. Dann sollte ich wohl auch am besten mich mit dir verstehen, was? Bist ja immerhin... jemand gaaanz besonderes, wenn Lord Korbos sich soooo mit dir verbindet..."
Immer wieder kicherte Kiri in sich hinein, auch wenn seine Augen ernster wirkten als zuvor. Man konnte nicht ahnen, ob es für den Mann gerade alles total lustig war oder er wirklich über etwas stark nachdachte...oder nur so tat.
"Was für ein nutzten hast du davon? Natürlich gibt es....Information die dem Lord über seine Lakein fehlt aber um die Information kümmert er sich selbst. Die Information von Anderen könnten gefälscht sein...Dafür braucht er dich nicht. Du hast dein Nutzten und der besteht nicht darin denn Lord denn letzten nerv zu rauben...."
"Diese warum Fragen obwohl es doch nicht wiiiiiichtiig ist..."
Fast nachtragend ging er so weiter zurück, sodass er wieder in der Nähe von Eternity war. Entspannt platzierte er seine Hand auf den Schreibtisch, wo der Schwarzhaarige noch schlief und erneut begann er mit seinen Fingern energisch Zahlen zu bilden.
"1. Ich möchte das der Lord versteht, dass wir eine gewisse Ähnlichkeit verkörpern
2. Ich interessiere mich für all' seine Ziele
3. Es kommt auch meinen Zielen gelegen.
Tja, was ist nur die Wahrheit und was die Lüge?
Gibt es eine Lüge? Gibt es eine Wahrheit?
Bin ich ein Lügner?
Ah nein warte- nicht WICHTIG! Hahahaha, der Lord hat seine Infos...hahahahahaha."
Es war wirklich ein Vergnügen hier zu sein, besser als jede Reality-Show, die diese Menschenwelt zu bieten hatte.
Eigentlich wollte er nur testen, wie stark beeinflussbar dieser König war, wenn er schon einmal Freizeit bekam.
Doch wurde nicht nur seine Laune verbessert, nein... Er bekam so viel negative Reaktion von Kye, dass er schon dachte, er würde ihn gleich wirklich mit den Flammen rösten.
"Heißt es, dass der Lord Angst hat vertrauen zu schenken? Ein ganz...zerbrechlicher Lord?... Ist er nicht klug genug um hinter Lügen hindurchzusehen...fiel er schon oft genug auf die Scheinheiligkeit der Menschen hinein? Tragisch! Dann muss ich mir ja gaaanz viel Mühe geben um meine Loyalität zu beweisen~? Obwohl... eigentlich zeige ich es ja immer wieder..."

Nun strahlte er über beide Ohren, obwohl er dochschon tiefbrechende Fragen stellte, die den Lord sicher entzürnen würden. Aber war es denn wirklich gut so entzürnt zu sein? Kiri stellte nur Fragen...Mehr nicht!
Doch verstand er, dass Kye jemand war, der wenig vertrauen schenken wollte. So, wie er sich...versteckt nur demonstrierte... Schulterzuckend richtete er sich wieder und ging ganz nah an Kye vorbei, dabei beugte er sich etwas zum Ohr des anderen. Sein Lächeln wurde so breit wie bei einer Sichel.
"Jammerschade, dabei hätte ich zu gerne mich mit ihnen unterhalten...Hmmm aber gut, dann werde ich wohl mich auch selbst um meine Informationen kümmern. Mir reicht es für heute schon aus, dass du dich gezeigt hast, Kye."
Gelassen und ohne Zurückhaltung tat Kiri genau das, was Kye von ihm wollte- oder besser gesagt was Lord Korbos von ihm wollte.
Er begab sich zum Ausgang des Zimmer.
"Falls der König einsichtiger wird und nicht mehr so geblendet wird...von seiner Furcht bin ich immer für ein Plausch zu haben.~ "
So öffnete er die Tür und schritt wieder etwas lachend hinaus, er hatte einen wirklich...lustigen Tag.
Der beklemmte Gesichtsausdruck von Liam sprach Bände, sodass es sofort Izarras Herz wie mit Bände fest umschnürte...
Er mochte es ja auch nicht, wenn er einfach im Stich gelassen wurde!
Aber, wenn er wieder blindlinks nur jeden Menschen in seiner Umgebung wieder vertraute, konnte er sicherlich nie wieder nach Meridian zurück.
Trotzdem tat es ihm sehr leid...Das Liam gereizt wirkte konnte er ihm gar nicht verübeln.
Die Rolle des Abweisenden zu spielen bereitete ihn gar keine Freunde, wie konnte man es nur toll finden, Leute auf heißen Kohlen sitzen zu lassen?
Am liebsten hätte er Liam doch geholfen, bestimmt hatte er mit dem Magiekram doch nicht zu tun...!
Doch unterdrückte er es verzweifelt, etwas zu sagen, da er sonst doch sich nur anbieten würde.
Traurig und leicht verkrampft senkte er seinen Blick zu Boden, auch als Stan zu ihnen kam. Ihn hätte er am liebsten gerade gar nicht mehr in die Augen gesehen, so verwirrt wie er gerade war.

"Gehen wir kurz nach Draußen, Ja?"
Wie ein Lebensretter der angespannten Situation, schlug Stan ihm jetzt die Fluchtmöglichkeit vor. Zwar wusste Izarra nicht ganz wie er fühlen sollte, nun mit Stan zusammen raus zu gehen, doch war es besser als in diesem Club seine Zeit zu verbringen...indem er doch mehr Gesichter kannte, wie er eigentlich wollte. Entschuldigend blickte er noch einmal zu Liam, doch wusste er genau, dass dies ihm wohl wenig half.
Zusammen befanden sie sich am Hinterhof des Clubs, die frische Luft war so einladend und wirkte befreiend auf den noch gestressten Musiklehrer. Auch, wenn ihn die Krähen an der Stromleitung nur beunruhigten---sowie Tauben und Raben, fühlte er sich von ihnen immer beobachtet, auch wenn er nicht die extreme Person war, die schnell paranoid wurde...sie waren einfach überall... und sahen zu dir hinunter.
"Die Luft und der Lärm darin können schon sehr Anstrengend sein, besonderes wenn man selbst eher kein Trinker oder Raucher ist."
Ein flaches und unbekümmertes Gespräch? Stan wollte wohl die Stimmung harmonievoll weiter mit ihnen begünstigen, doch konnte Izarra das liebevolle Lächeln diesmal nicht erwidern. So gern er auch wollte, er musste lernen vorsichtiger zu bleiben.
Diesmal ging es nämlich nicht nur um seine eigene Haut...
...Auch die Jungs waren in Gefahr und als ihr Lehrer musste er sich lernen zusammenzureißen.
So nickte er nur schwach, obwohl er sich doch so gerne unterhielt. Sein Blick wand sich mehr den abendlichen Himmel zu, die Sonne schimmerte in einer rötlichen Farbe den Horizont entlang.
"Ich hab mitbekommen, dass du wohl nicht auftreten möchtest...Das Gesicht von Liam sprach Bänder, tut mir echt Leid das dich hier zu gedrängt habe durch meine Bitte."
Nun musste er doch in das Gesicht von Stan sehen, die Worte von Stan waren wenigstens ehrlich. Es sei denn... er hatte irgendeine Magie drauf, die seine Fähigkeit unterbindete?
...Izarra klang doch paranoider, als er eigentlich wollte...
...Vielleicht war er gerade doch nur zu übervorsichtig.
Ah,nein-nein-nein... Wenn er schon jetzt wieder volles Vertrauen einer Person schenkte, die er nur seit ein paar kleinen Stunden kannte, konnte er gleich wieder unter die Brücke schlafen gehen.
So schüttelte Izarra nur trüb den Kopf, sein Blick schweifte nicht von den Weißhaarigen ab.
"...Nein, du hast mich nicht gedrängt...", gab er mit einem gedämpften Klang zu.

"Es tut mir eher Leid, dass ich jetzt doch so einen Rückzieher mache..."
Dabei sagte er nicht, was sein eigentliches Problem war--er wollte so wenig Lügen wie nur möglich.
Denn 'OH-sry... Dein Lied war nur so mit Magie gefüllt, dass es mir einen halben Herzinfakt verursachte' wollte er nun nicht verkünden.
Sicherlich würde der Butler darauf nicht eingehen oder ihn nur ansehen, als müsste er in eine Irrenanstalt.
"Wenn du möchtest Fahr ich dich nach Hause, ich denke Liam schafft es auch noch eine weile ohne mich und ich werde eben einfach noch ein paar Songs mehr spielen. Irgendwie wird das schon.
Ha....
Haaaaaaaaaaaaaaaaa........
Das eiskalte Herz, was Izarra gerade extra für Verteidigung in das Gefrierfach steckte begann sofort wieder zu Schmelzen.
Was sollte das, wenn du ein Böser bist, dann mach nicht so nett!
Oder bist du doch ein Guter?!
Sag mir lieber, wieso du diese Aura von Magie in dir hast?!
Aaaah, nein---sag mir lieber, warum du mich so verstrahlst ansiehst, als hast du nicht mal eine Ahnung, dass du das gerade getan hast?!
Wie gut in Schauspielern bist du?!
Er konnte nicht es einfach nicht ertragend, jemanden die kalte Schulter zu werfen, wenn er doch schon spürte, dass er ihn gut leiden konnte.
Stan könnte zwar jemand von Lord Korbos Lakaien sein, doch hatte er ihn NOCH NICHTS böses angetan.
Nein, er wollte ihn sogar nach Hause fahren!
Das war so nett, doch---SOLLTE ER NICHT SEHEN, WO er WOHNTE!
Zum einen Teil, wäre es wohl richtig fatal einem eventuellen Spion einfach seine Behausung zu zeigen. So wie sich Izarra kannte würde er ihn noch für Tee und ein paar Netflixrunden bei sich nach Hause einladen. Dann wäre es so spät, dass er bei ihm auf der Couch schlafen dürfte und am nächsten Tag wäre seine superteure Spielekonsole weg, für die er durch 3 Nebenjobs ging, die er einen nach den anderen verlor.
Verirrt blickte Izarra also wieder zur Seite, wohin sollte er nur starrten?!
Natürlich...fixierte er sich auf diese doofen Vögel, die ihn melodisch auslachten.
Es war so, als hörte er das Gelächter von seinem früheren besten Freund und seinem Exmann.
Verflucht seid ihr! Ihr werdet schon sehen, dass ich nicht mehr so naiv bin, nein!
"....Das ist wirklich nicht nötig, ich glaube ein Spaziergang würde mir jetzt ganz gut tun...", sprach er weiter nüchterner aus, auch wenn sein Herz regelrecht klopfte vor Kummer. Er wollte... mehr mit Stan reden, als nur diesen Mini-Smalltalk, indem er sich versuchte halb begeistert zu zeigen.

"Also mach dir bitte kein Kopf darüber, dass du mitgekommen bist hat mich gefreut, ich teilte wirklich selten mein Privat Leben mit Anderen und wir kennen uns kaum...Vermutlich weil du auch Musik so gern hast bin ich etwas über mein Schatten gesprungen."
"........................Ha..."
Haaaaaaaaaa...........
HAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA.................
Mach es mir nicht so schwer!
Wie kann ich mir denn keinen Kopf darüber machen?!
Hör auf zu sagen, dass es dich gefreut hat!! Ich hab dich abgewiesen! Ich vesuch gerade dich und deinem Freund im Stich zu lassen!
Ich versuch dich gerade so gut es geht von meinem Herzen abzuweissen!
Du bringst mein Herz noch zum Platzen, so wie ich gerade versuche mein schlechtes Gewissen wieder zurückzupressen!
Mulmiger senkte er seinen Blick zu Boden und versteckte seine Hände in den Jackenärmeln, er sah so kläglich aus--ihm fielen die Worte mehr als nur schwer.
"....Ich habe mich wirklich gefreut dich spielen zu hören... Ich habe schon lange nicht mehr so viel Leidenschaft bei jemanden gespürt, wie bei dir..."

"Dein Song hat mich aber...etwas überrumpelt. Der Klang deiner Stimme, der Text... Wie die Leute auf dein Spielen reagierten...Fast schon unheimlich...Wie bei einem Zauber, oder irre ich mich?"
So machte Izarra einen Schritt zurück, weiter weg von Stan. Noch einmal versuchte er ihn in die Augen zu sehen, um seine Ernsthaftigkeit klar zustellen.
"Mich hat es wirklich gefreut dich kennenzulernen, Stan. Auch deinen Club, es ist wirklich toll, wie sehr du dich mit Liam für eine bessere Welt einsetzt. Am liebsten hätte ich euch wirklich unterstützt...", sprach er in einem sanften Ton - er konnte einfach seine Gefühle nicht unterdrücken, es war schon schwer genug seine Mimik so gut wie möglich zu verblassen.
"...Doch möchte ich endlich reifer werden und nicht Hals über Kopf jeder Person vertrauen, die einfach nett zu mir ist. Allein schon für Ineb möchte ich nicht mehr die Gefahren magisch anziehen und etwas vorsichtiger werden..."
Schwer ließ er die Schultern etwas nach unten senken, irgendwie kam es ihm so vor, als musste er es einfach sagen. Auch, wenn es nicht nur Ineb war, um den er sich wirklich sorgte. Er hatte in seinem Leben bereits genug Fehler gemacht, wegen was andere Menschen darunter leiden mussten. Es plagte ihn noch bis heute...dass er es früher nicht erkannt hatte.
"Falls wir uns besser kennenlernen, werde ich mein Wort halten und bei Liam spielen. Sogar kostenlos!"
Wie 7 Tage Regenwetter entfernte er sich weiter von Stan, es schmerzte ihn so sehr sich von diesem Mann abzuwenden. Sicherlich sah es für Stan total bescheuert aus, wie Izarra sich vor ihm verhielt. Erst brach er sein Wort und dann verzog er sich wie ein müder Welpe. Die Worte 'aber ich mag dich total, also lass uns weiterhin uns so schön unterhalten' schluckte er gekonnt hinunter.
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Lio Chevrier
Liegend versuchte er seinen Kopf noch etwas nach oben zu beugen, um zu sehen was Harvey tat. Jedes Mal, wenn dieser den Blickkontakt von ihn abwandt und Harvey seine Augen eher auf...sein Problem richtete, er wischte ihn eine kleine Gänsehaut, die gefüllt war mit Scham und Erniedrigung...
Es war langsam wirklich nur Qual und verstand er auch nicht wirklich, wieso er sich so frei vor seinem Freund hinlegen konnte, doch wollte er ihm ja helfen...weshalb Harvey sicherlich ihn nicht allzu komisch bewertete.
Manchen Männern passierte dies eben auch in Klassensäälen! Das war gar nicht so peinlich, wie in öffentlichen Räumen---solang es nur Harvey sah...konnte er wirklich damit Leben, weshalb er sich immer mehr an den flüchtigen Blicken gewöhnte und es sogar in ihn etwas warmes auslösten.
Doch sank er seine Gedanken weiter zu Harveys Handlungen, der sofort zur Tat schritt. Den Oberkörper von Harvey genau vor seinem Blick-- überrumpelte ihn zwar irgendwo die Nähe, doch ging das ganze noch Weiter, als dieser nun seine Handgelenke mit den Jackenärmeln zuband.
Ein kleines Unbehagen stieg zu Beginn in Ineb aus, er fühlte sich etwas wie ein Tier, dass gerade für ein Festmahl gerichtet wurde und dann am Grill seine Zeit abhängen würde.
Doch wurde der nächste Knoten deutlich fester, woraufhin auch sein Herz eine Schnur um sich gebunden bekam.
Schneller schlug es, als dieser überraschenderweise an das Bettgestell befestigt wurde, sodass Ineb leicht seinen Oberkörper mehr nach vorne beugen musste. Jede Schlinge um seinen Arm fühlte sich an, als wollte man ihn versuchen die Haut mit einem Stoff aufzuschneiden...es war ein total anderes Gefühl, als ein Schlag ins Gesicht...
Er spürte wie das Blut in seinem Handgelenk stoppte weiterzufließen und ein Taubheitsgefühl hineinströmte.
Es war so...unglaublich neu für Ineb, sodass er bei jedem neuen Druck, auch mehr Druck in seiner Hose verspürte.
Sein Atem wurde so dumpf wie bei einem Tier, dass sich verletzt hatte... jedoch verspürte gerade Ineb das Glück der Welt in diesen Knoten, die Harvey fabrizierte.
Eine Beute, die seinem Jäger nicht entkommen konnte. Allein die Erkenntnis in was für einer Lage sich gerade der Kunststudent befand versetzte ihn in einen Trancezustand der Erregung.
"...Uhmm....Geht es?"
Zurück in die Realität versetzt versuchte Lio so gut es ging bei Vernunft zu bleiben, weshalb ihn ein sorgloses Lächeln über die Lippen kam.
"Na klar...Alles in Ordnung!", bestätigte Ineb nur gelassen, während seine Tonlage etwas leiser wurde.

"...Es...steh dir..."
...Die violetten Augen von Ineb vergrößerten sich, er machte ihn gerade ein Kompliment wegen den Fesseln?
Sah er damit wirklich...attraktiver aus...?
"Fi-findest du...?", fragte er wieder etwas nervöses, als wusste er nicht genau was er sagen sollte...Erst später merkte er, dass er in diesem Moment einfach Harvey weitererzählen lassen sollte.
Sowie Harvey aussah, meinte er die Worte wirklich ernst, was ihn etwas die im Schmetterlinge in den Bauch weiter hineinflattern ließ.
"Wenn...ich mehr Möglichkeiten hätte dich, feste....zu Fesseln würde ich das am liebsten über dein ganzen Körper verteilt machen..."
Überrascht durch die Worte, fingen seine Handgelenke an zu pulsieren, sodass er seinen eigenen Herzschlag an den Knoten fühlte.
Hätte er...mehr Möglichkeiten....würde ihn Harvey nur noch fester...zubinden...
Harvey half ihn genau sich das bildlich vorzustellen, was ihn nur aufgeregt zum heiseren Keuchen brachte, wann immer ihn der junge Mann berührte oder seine Stimme selbst immer leiser und williger vorkam.
Die Finger von Harvey brachten Ineb regelrecht zum Aufzucken, die Beschreibung von Harvey versetzte ihn in ein wirklich hilfloses Verlangen des Körperkontakts.
"Quer...Über deine Brust...Hinunter zu deiner Hüfte..."
So als hätte Harvey neue Kraft geschöpft stoppte er nicht Ineb wirklich zu berühren, nein er wanderte sogar seine Fingerspitzen bis zu seinem Hosenbund hoch, was sein Herz zu einem Feuerwerk aufsprengen ließ.
"...Auch zwischen deine Beine, so...das du dich überhaupt nicht mehr bewegen kannst."
Um sich diese Seile an seinem Körper genau vorstellen zu können, schloss er langsam seine Augen--dabei sah er wirklich entspannt aus. Die röte in seinen Wangen zeigte jedoch deutlich, dass sein Körper gerade auf Hochtouren war.
Das Gesagte von Harvey brachte ihn förmlich zum Dahinschmelzen, es war so als würde gerade wirklich sein Freund die Fesseln an ihn legen, obwohl es nur seine Hand war, die ihn leicht berührte.

Er fühlte genau, wie die Finger beinahe an seiner sensiblen Stelle waren, worauf er nur schwer schluckte und seine Füße automatisch mehr auf das Bett drückte. Das Bedürfnis, dass Harvey ihn dort berührte war so groß, dass er sich am liebsten zu ihn vorgestreckt hätte, doch hatte er noch genug Kontrolle um dies nicht zu tun...denn er genoss es wirklich sehr, dass Harvey die Führung über ihn vernahm.
"...Und...dann könnte ich mit dir anstellen was ich will.."
Unkontrolliert tropfte ein bisschen Speichel aus seinen Mund, genau solche Sätze quälten sein Unterleib gerade so sehr, dass er drohte den Verstand nur durch das verbale zu verlieren. Wenn Harvey weiterhin so sprach, würde er bald das Problem ohne Berührungen behoben bekommen. Es war nicht zum Aushalten, wie sehr er... von dieser Aufregung befreit werden wollte.

"Oder wenn du mich darum bittest....Dich gröber Anzufassen um dich aus dieser Lage zu befreien fände ich das sehr...Erregend."
Benommen öffnete er wieder seine Augen, es war beinahe surreal, dass nur die Fesseln um sein Handgelenk real waren. Er fühlte genau wie Harvey sein Herz in den Händen hatte und dieses immer wieder mehr zum Pochen brachte, wann immer er es wollte. Ineb fühlte sich ihn untergeben und sehnte sich so stark nach Harveys Zuneigung, dass er schon die Beziehungsart zu seinem Freund vergaß.
Wie weit man in Männerfreundschaften ging und was noch als normal zählte, war in diesem Moment sowas von egal.
Er wollte, dass er darum bat gröber angefasst zu werden...damit freier sein konnte... Da Lio wollte, dass auch Harvey es so aufregend fand wie er konnte er nur diesen Worten nachgehen. Nochmal seine immer mehr werden Spucke hinunterschluckend richtete er seine mit kleinen Tränen gefüllten Augen zu Harvey.
"H-harvey...", begann er seinen Satz und versuchte wieder mehr Kraft in seine heiser werdenden Stimme zu erhalten.

Die Hitze war stark auf seinen Wangen verteilt, während die violetten Augen verlangend zu Harvey gierten.
"B-bitte... fass mich mehr an...g-gröber... Ich möchte--mehr spüren... Hilf mir...aus meiner Lage...", hauchte er genau Harvey entgegen und versuche seienn Kopf weiterhin mehr zu ihm zu beugen, damit er die Ernsthaftigkeit in seinen Worten genau durch sein schwach werdende Mimik demonstrieren konnte.
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Cabriel Valentine
Für einen Moment war nur die friedliche Hintergrundmusik von Animal Crossing zu hören, obwohl Cabriel den Grünhaarigen erst seit ein paar Tagen kannte, war es schon fast unheimlich...wie still er gerade war. Eher hatte er sich vorgestellt, dass Wyatt ihn die Ohren vor Gesprächen zudröhnen würde.
Doch deutlich hörten seine sensiblen Ohren genaustens, was das eigentliche Problem war.
Ein leises Schluchzen klingte in seine Ohrmuschel hinein, es klang so als versuchte sich Wyatt zusammenzureißen.
Warum...weinte...Wyatt?
Es klang so verbittert und schmerzvoll, dass Cabriel automatisch seine Augen wieder öffnete um in die Richtung des Schluchzens zu blicken.
War das...seine Schuld?
Sein Herz schnürrte sich leicht zu, mehr versuchte er sich daran zu erinnern, was der Grund sein könnte für die Tränen- er fühlte sich schrecklich, da es ... sicherlich etwas mit ihm zu tun hatte. Mit seinem Verhalten...
Hatte er ihn mit etwas verletzt?
...Wie sollte jetzt Cabriel dafür fühlen? ...

Vorsichtig drehte sich Cabriel erst zur Seite, um sich dann vom Bett zu erheben. Mit seinem Oberkörper ging er mehr zum Bettgestellt, um von dort aus nach unten blicken zu können. Dort sah er den Haaransatz von Wyatt und die Anspannung an seinem Körper, er wischte sich wohl mit seinen Ärmel die Tränen weg.
Leute schmerzhaft weinen zu sehen, machte Cabriel immer ganz durcheinander. Er selbst weinte nie und Sam hasste Tränen, schon seit Kindheit an.
Doch Cabriel selbst... bekam bei jedem weiteren Schluchzen nur größere Schuldgefühle.
"...Tut mir Leid ich wollte...dich...nicht stören...."
Nun entschuldigte sich Wyatt auch noch, als würde er ihn bei irgendwas stören.
...Hatte er realisiert, dass Cabriel wollte, dass er ging?
Es war nicht so, als konnte der Dunkelhaarige die Anwesenheit des Schauspielers nicht ausstehen.
Eher dachte er, dass er ihn doch nur selbst weiterhin verärgerte... und seine Zeit verschwendete.
Cabriel liebte die Einsamkeit und sah wohl jeden irgendwo als einen kleinen Störenfried seiner Ruhe an.
Doch zur gleichen Zeit fühlte sich der Gedanke falsch an, Wyatt als...Störfaktor zu sehen.
Es war so als stritten sich zwei Seiten in ihm, ob er nicht darauf weiter beharren sollte oder Wyatt aufmuntern sollte.
Doch... wollte er nicht auf einen bereits verletzten WG-

"Ich...wollte nicht Gemein zu dir sein....Du...kannst natürlich so oft über Sam reden wie du willst...ich...war...bloß...Neidisch...Das war...Kindisch von mir...Und wenn es dir gar nicht gefällt das hier bin....Dann sag es doch gleich....Nur weil mich dich aufzwingen habe...."
Fraglich zog Cabriel seine Augenbrauen nach oben, Wyatt entschuldigte sich wirklich detailiert für ein Fehler, den eher Cabriel begann. Doch empfand Wyatt wirklich Neid, weshalb er durch Sams Namen so verärgert war?
...Wieder dachte er, dass es nichts damit zu tun hatte, ob es ihm gefiel, dass Wyatt hier war oder nicht.
"...Wegen was warst du neidisch...?", fragte er leise, als traute er sich erst nicht lauter zu sprechen. Vielleicht wollte Wyatt nicht weiter darauf eingehen?
Ein wenig gingen seine Augen zur Seite, fester drückten sich seine Hände gegen das Bettgestell.
"Du warst nicht gemein...Ich habe wirklich übertrieben, dabei wollte ich wirklich mit dir so wenig wie möglich über Sam reden... Weil...ich genau weiß, dass er so jemanden wie dich nicht mag... und sicherlich... dir aber das Gegenteil demonstrieren wird...", versuchte er etwas gegen die Schuldbringung von Wyatt einzugehen, den er nicht zustimmen konnte. Die Sorge zu Wyatt, dass er noch wütend auf ihn war sank ein wenig und verblasste, sodass seine Augen wieder sich auf den Grünhaarigen richteten, auch wenn er nur ihn von oben ansah.
"Wenn du mir das nicht ehrlich sagst...tut mir noch viel mehr weh als wenn du mich abweist...."
...Oh...
Er hatte Wyatt wirklich schon wieder verletzt, das war doch schon auf dem Dachboden der Fall.
Wieso blieb er dann noch bei ihm und suchte auch noch die Schuld bei sich selbst?
Am liebsten hätte Cabriel jetzt...dass man ihn einfach anschrie oder beleidigte...Damit konnte er so viel besser umgehen und brachte in seinem Kopf weniger Chaos wie jetzt.
...Was wollte er jetzt eigentlich?
Wyatt wirklich weiter verletzten, damit er ihn nicht mochte?
Oder ihn...versuchen zu trösten, weil er es nicht verdiente wegen ihm traurig zu sein?
Kurz holte er tief Luft und hielt sie für eine Weile bei sich, um dann hörlos auszuatmen.
"Das...tut mir leid... Deine Anwesenheit macht mich zu einem Teil nervös, weil ich dich nicht weiter verärgern wollte... Aber wiederum möchte ich dich ...ärgern, damit du mir nicht zu nahe kommst...weil ich ein schlechter Mensch bin."
...Ehrlich sein...fiel ihm schwer, obwohl ihm Ehrlichkeit so wichtig war...
Es war schon erbärmlich, dass er sich nie an seine eigneen Prinzipien hielt.
Er war durch und durch ein erbärmlicher Mensch.
Doch Wyatt weiter zu belügen wollte er in diesem Moment seiner Schwäche nicht.
"...Ich versuche ehrlicher zu sein..."
Wieder legte er sich auf seinen Rücken, er fühlte sich so schwer wie Blei und in seinem Kopf füllte sich die Leere wieder wie mit einem Sturm, der ihm keine Ruhe gab. Er sollte es einfach aussprechen, auch wenn er nur seine Sinnlosigkeit nur weiter demonstrieren würde.
".......Ich möchte gar nicht viel über Sam reden.....Ich kann mich nur selbst nicht stoppen..."
Aufrichtiger klangen seine Worte, auch wenn sie noch immer etwas leise waren. Er versuchte so offen wie möglich über die Steine zu sprechen, die sich auf seinem Herzen platziert haben und schon lange auf ihn drückten.
"Es fällt mir nur schwer.... an jemand anderes zu denken... Alles, was ich mache oder sehe... erinnert mich sofort an ihn..."

Normalerweise wäre dies wohl ein Spruch, den ein Verliebter sagen würde oder jemand, der sich sehnsüchtig nach jemanden sehnte. Doch bei Cabriel klang es eher nach etwas, was seine Stimme heiser werden ließ, als sprach er über eine Droge, die er versuchte abzusetzen... doch einfach nicht davon loskam.
"...Ich möchte für ihn keine Last mehr sein... doch bekomme ich einfach nichts alleine hin und das weiß er...Immer hat er sich um mich gesorgt und tut es noch weiterhin, obwohl er eigentlich nichts mehr mit mir zu tun haben sollte... Ich habe in meinem Leben nichts alleine für mich entscheiden können, weil ich dazu unfähig bin--- es tut mir Leid, dass ich nicht selbstbezogener auf deine Frage eingehen konnte, obwohl du dich bemüht hast..."
Er erwischte sich selbst wie er eindeutig schon zu viel sprach, doch...waren diese Tage einfach so wirr und der Mann unter ihm hatte schon wirklich genug von seinen schwachen Momenten gesehen und gehört. Doch sollte er sich wenigstens so aufrichtig wie möglich entschuldigen und das Problem in ihm schildern, wenn schon Wyatt offener mit ihm sprach. Es wäre nicht fair, wenn er dann weiterhin sich so einmauerte...
Wie vom Schlaf getränkt verengte er seine Augen, als taten sie schon weh. Doch war Cabriel gar nicht mehr müde...nur gekränkt, dass es ihm so schwer fiel aufrichtiger zu sein.
Alles wäre wohl einfacher, wenn er selbstsicherer im Leben stehen würde. So etwas würde aber niemals vorkommen und passte zu ihm nicht.
"Ich habe keine Ahnung, was mir wirklich wichtig ist...Ich glaube, da gibt es einfach nichts, alles könnte den Bach unter gehen und ich würde nichts dafür empfinden. So kleine Fragen wie die Regeln für eine WG überfordern mich... Vielleicht...klingt es gemein, aber es ist mir...egal... Weil ich mit jeder Regel umgehen könnte, es gibt nichts was mich wirklich belasten könnte. Solange... ihr damit umgehen könnt, muss ich nicht darüber nachdenken..."

Trüb starrte er auf die Decke, war es wirklich okay Wyatt so schluchzend unten zu lassen? Sollte er... zu ihm gehen, oder war es dann für den Größeren zu unangenehm? Was war da richtig? Er mochte Körpernähe, doch wollte er überhaupt noch, dass Cabriel ihn anfasste? Er war immerhin der Grund, wieso er traurig war--
Lieber blieb er liegen... hörte weiterhin genaustens Wyatt zu und versuchte so gut wie möglich auf den Mann einzugehen.
"...Die Pfannkuchen schmeckten schrecklich...."
"ich hab noch nie....sowas....widerwärtiges gegessen...."
Verwirrt runzelte er seine Stirn, sein Blick blieb an der Decke haften, er entdeckte ein Spinnennetz, dass wohl frisch hinzukam.
Das...verstand er nicht so ganz...War für Wyatt ein gutes Essen nicht wichtig?...
Er hatte...doch...2 Pfannkuchen vor ihm gegessen...
...Warum hatte er gelogen und sich etwas Ekliges in sich hineingedrückt?
Fühlte er sich durch ihn aufgezwungen?
"...Ich habe keinen guten Geschmackssinn, ich esse einfach was da ist... Wieso hast du sie gegessen, du achtest doch auf den Geschmack...? Tut mir Leid, das nächste mal wende ich sie besser...und lenk dich weniger ab"
Natürlich konnte er trotzdem den Unterschied zu Salzig und Süß erkennen, auch wenn es in ihm kaum etwas auslöste.
Doch hatte er sich auch total daneben benommen, als sie zusammen backten.
Während sich Wyatt so viel Mühe gab... war er nur schlecht drauf und wollte nach oben.
Dabei hatte er den Vorschlag gemacht...
Das war...wirklich unfair von ihm...
Er hätte alle Pfannkuchen alleine essen sollen...

"Soll...ich weiter reden? Du sagst ja...ich soll machen was ich möchte...."
Es überraschte ihn, dass Wyatt ihn fragte, obwohl er ihn doch schon die Erlaubnis erteilte. Als wollte er spezifisch eine Bestätigung, dass Cabriel ihn auch zuhören wollte. Kurz schwieg er bis er wieder den Mund langsam öffnete.
"Wenn du weiterreden möchtest...höre ich dir zu...sag nur, was dich belastet..."
...
...
...Vielleicht...etwas ehrlicher?
...
"Ich habe nichts dagegen mich mit dir zu unterhalten...bin noch wach...Ob ich dich aber mit meinen Worten nur trauriger mache, weiß ich nicht..."
Mit seinen Worten schwertuend faltete er seine Hände auf seiner Brust zusammen. Egal was er sagte, er wusste einfach nicht ob es das richtige war für Wyatt...dafür kannte er ihn nicht lange genug.
War Ehrlichkeit die Lösung oder nur eine Hervorrufung weiterer Probleme?

"...Gibt es etwas, was dich aufheitern würde?............... Brauchst du eine Umarmung?..... Mir macht es wirklich nichts aus, solange ich dich irgendwie trösten kann... Dich zu verärgern ist eine Sache...aber zum Weinen zu bringen und so zu verletzen... fühlt sich falsch an für mich... Das hast du nicht verdient... Ich glaube nicht...dass ich das will... weil du sonst immer so nett zu mir warst... "
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Samuel Rose
"Wird...alles wieder gut...."
Schon wieder... zeigte sich Tyler innerhalb von Sekunden merklich verändert. Die Mimik wirkte so gelassen, als wäre Samuel derjenige gewesen, der gerade seine Hand zerstach. Seine Worte bestätigten es nur, die den Multimillionär mehr als nur verwirrten.
Wollte er sich selbst beruhigen?
Es war erstaunlich wie sehr sein Bruder den Schmerz aushielt, schon früher war er recht 'tapfer'... doch als Erwachsener hatte deutlich mehr Halt drauf, die normalerweise für einen Menschen gar nicht möglich war.
"Ich bin hier, ich helfe dir so gut ich kann...."
....?
Entgeistert starrte er in das verblasse Gesicht von seinem Bruder, der wie in Trance seine in Stoff eingewickelte Hand auf seine Haut legte. Normalerweise hätte Samuel den widerlichen Kontakt mit Blut unterbunden und die Hand von Tyler weggeschlagen, aber er selbst... fühlte sich wie von den Worten des Braungelbhaarigen versteinert.
So als zauberte Tyler in beide gerade eine Erinnerung hinein, die nichts mit der Situation zu tun hatte.
Die Hand von Tyler kribbelte warm auf seinem Hals und färbte seinen Kragen sofort in ein tiefes Rot. Es kam Sam in den Moment so vor, als befanden sie sich gar nicht im Baumhaus... Ohne zu blinzeln blickte er zu seinem Bruder, der plötzlich....deutlichere Umrisse an seinen Gesichtszügen bekam.
...
...Tyler?

"...Ich L..Liebe dich auch.....Du kannst mir vertrauen...."
...
Wie ein Spiegelbild wurde Samuels Gefühle von Tyler mitsamt einen Vorschlaghammer regelrecht zerbrochen. Es fühlte sich an, als würden tausende scharfe Scheiben, die einst nur seiner selbst darstellte auf den Boden herabrasen...
Der Spiegel, in den Sam Einzig und allein nur sich selbst sah- seine einzig wichtige Person
...doch musste Tyler unbedingt was in ihn verändern...
...durch ihn lernte er das erste mal Selbstzweifel lernen.
...durch ihn lernte er zu lernen was Schmerz wirklich bedeute
...zu wissen, dass die Liebe zu stark wurde -- und man als König allein sich endlos einsam fühlte
...Liebe...mach aus dir nur die

In dieser Schwäche wollte sich Samuel nie wieder befinden.
Niemals mehr würde er sein Herz gebrochen bekommen...
Davor würde er alle anderen etwas brechen....
...Nur ihm selbst wird er vertrauen...
...Schon wieder, löste Tyler in ihm dieses unwesentliche bittere Gefühl aus, was er schon seit Jahren nicht mehr verspürte.
Es war furchtbar schrecklich, sein Magen drehte sich wie bei einer Krankheit um 180 Grad.
Leider konnte aber sein Herzschlag nicht aufhören auf seine Worte zu horchen und fing an wie wild zu hämmern, so als wollte er regelrecht den Bruder anspringen.
Wie aus einem Traum erwacht funkelte Tyler wieder in einem neueren, mehr für Sam schwächeren Licht -- er wirkte wieder so verkrampft, als realisierte er nicht wirklich was los war. Für einen Moment wurde der Griff seines Bruder so viel fester, man könnte meinen, dass er ihn wie ein Tier packen wollte. Doch schnell löste er seine schwerer werdende Hand und sah nun so ratlos aus wie ein verirrtes Reh auf dem Straßenrand.
Er wirkte total...neben der Spur.
Praktisch wie aus dem Irrenhaus... Ein bisschen erinnerte er ihn an Lämmchen, wenn dieser seine Realität aus den Augen verlor. Es war schon beinahe lustig, doch musste Samuel wirklich erst sein Lächeln suchen bis er es sich aufsetzen konnte... denn wirklich zum Lachen zu mute war ihm nicht. Der bittere Geschmack zog sich bis zur Zungenspitze und drohte einfach nicht zu verschwinden.
"S.s..sorry...ich..."
Bei der Entschuldigung tat Samuel so als würde er etwas züglicher lächeln und strich selbst über das Haar. Er fühlte sich verklebt und wäre wohl in den Moment am besten in die Dusche gegangen...doch musste er gelassener reagieren und sein Image bewahren.
"Tyler...Du brauchst dich...nicht zu entschuldigen...", sprach er in einem erholten Ton und hielt dabei Tyler an der Schulter, damit dieser nicht sein Gleichgewicht verlor.

"Du...bist sicher nur..........erschöpft"
.......
...........
..............So wie ich....
Fürsorglich erhob er seine Hand und streichte einmal sanft über Tyler Haar, dabei blieben seine gelben Augen fokussiert auf den Studenten.
...Die Umrisse, die er meinte gesehen zu haben waren wieder gänzlich verschwunden...
...Das war ... sicherlich nicht echt...
Die Erinnerung in der Kindheit bestätigten zwar oft, dass er bei Tyler gewisse Dinge sehen konnte, wie bei keinem anderen, doch dachte er... dass es alles doch nur...reine Fiktion war? Etwas, was Tyler ihn nur glauben ließ, weil er doch auch die Normalität in Sam strecken wollte?
"....Setz dich....bis der Arzt kommt...Denke er wird dich ins Krankenhaus bringen."
Samuel fühlte sich wie von Tylers Verrücktheit angesteckt. Er kam sich vor wie mit hohen Fieber, weshalb er selbst etwas irritiert dastand, was für den Braunhaarigen gar nicht üblich war. Schweigsam zeigte sich der Multimillionär, doch wich nicht von Tylers Seite, bis der Arzt endlich eintraf, der sich nur schwer das Baumhaus hinaufschnaufte.
Innerhalb von 5 Minuten untersuchte dieser Doktor von der Familie Rose Tyler, dabei stellte er keine Fragen wie dies passiert war.
"Wir müssen sie schnell ins Krankenhaus fahren...Herr Rose, werden sie als Begleitperson mitfahren?"
Deutlich angespannter stand Samuel an der Wand, während Tyler auf den vielen Kissen untersucht wurde. Die Gelassenheit war ihm nur noch schwer abzukaufen.
"Ja....Ich werde für Tyler da sein.........",entgegnete er gedankenverloren - ohne darauf zu warten, was für eine Meinung sein Bruder gerade verbarg. Es war sowieso besser, wenn er mitfuhr...bevor Tyler sich im Krankenhaus lächerlich machte.
Seine Atmung wirkte etwas stärker, während er fest sein weißes Hemd ergriff, als zerdrückte etwas gerade sein Brustkorb.
"Ich fahr mit dir im Krankenwagen mit... So möchte ich dich nicht alleine lassen."
Die Worte von ihm kamen selbst ziemlich wirr, er wollte seinen Charme unbedingt behalten-- was ihn mehr als nur kläglich gelang.

Froh darüber war er, dass Sanitäter Tyler halfen die Leiter hinunterzuklettern-- auch wenn sie nicht sonderlich viel getan hatten. So verging nicht mal ein Augenzwinkern, bis sich Samuel und Tyler im Krankenwagen befanden. Der Verletzte musste natürlich auf der Patientenliege festgemacht werden und wurde dabei weiter untersucht. Franc hingegen musste dem Notdienst hinterherfahren, er traute sich natürlich nicht hinaus, denn allein schon Tylers Blick von weiten zu sehen löste in ihm den totalen Krieg im Kopf aus.
Während der Fahrt blieb Samuel eher still und unterhielt ab und an mit dem Arzt, der irgendwelche groben Witze riss, die er nur halbherzig annahm. Dabei sah er nicht mehr zu Tyler, denn er wollte sich unbedingt...beruhigen.
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Kiri Nisemono
"Hahaha du musst mir echt widersprechen oder? Von Vertrauen redest du also? Hahaah"
Wie schön doch beide zusammen lachten, da wurde Kiri ja ganz warm um sein biologisches Herz, sodass freudige kleine Flammen über ihn sich emporhoben. Wie froh er doch war hierher persönlich gekommen zu sein, obwohl er in Wirklichkeit nur Eros abholen wollte. Lord Korbos Schlafzustand und die Anwesenheit vom lachenden Kye gab ihn wolliges Gefühl. Am liebsten hätte er sie mit seinen Tentakel umarmt und ihnen die Seele aus dem Leib gedrückt.
"Hahaha, mit dir kann man ja sooo schöööön lachen.", belächelte er mit einem großen sarkastischen Unterton.
"Wenn ich mal jemanden zum gemeinsamen Gelächter brauche komme ich defiiinitiiiv auf dich zu, Kye!"

Leider war sein neuer Lachkumpane aber nicht in Stimmung für ewiges Gelächter, genervtiger wirkte plötzlich sein Blick, den er ihm zuwarf.
"Hör auf zwischen dein Zeilen zu lesen, ich hab klar gesagt der Lord ist NICHT mit diesen Spielchen einverstanden, wozu du das machst spielt keine Rolle und ob dich meine Drohung gefällt Interessiert mich noch viel weniger, auch einem Masochisten kann man mit einem Seil erdrosseln, ob ihm am Ende sogar gefallen hat macht ihn nicht Lebendiger."
Wie höchst gereizt der Mann gegenüber von ihm wirkte, so als wollte er unbedingt etwas unterbinden, obwohl doch Kiri Nisemono noch nichts böses getan hatte! Es war so wie eine Maus schon gleich mit Rattengift zu besprühen, nur weil man nicht überzeugt davon war, dass es wirklich eine Maus war!
"Huch, kein guter Zuhörer was? Kein Spielchen- nur eine Hilfe, was am meisten du gerade ablehnst~. Ein Masochisten, hahaha? Hängst du viel mit Beni ab, was ein lustiges Beispiel!", konterte er und nahm weiterhin den Weißhaarigen Mann unter die Lupe, als müsste er gleich ein Test schreiben über ihn.
"Der Lord lehnt das Angebot ab."
"Ich verstehe ihn nämlich am besten und das...reicht aus."
"Du willst eine Chance....? Warum?"
Unbeeindruckt erhob er nur gelangweilt seine Augenbrauen.
Er seufzte ein Klein wenig...wie sagte man so schön?
Man stand sich immer am meisten im Weg?
Vertrauen ist gut doch Kontrolle ist besser?
"Ahaaaa, warum also? Spielt das WARUM also doch eine Rolle?"
Neugierig kam der Dunkelhaarige Kye näher, sodass er wieder direkt vor seinem Gesicht stand, auch wenn seine Hand noch lichterloh brannte.
"DU...verstehst ihn am besten...Ihr seid euch wohl sehr nah...", wiederholte er die Worte des Mannes und fügte etwas hinzu, in einem groben Wispern.
Die violetten Augen verschmälerten sich und kombinierten sich genausten mit denen blutroten von Kye.
Ein leichtes Summen kam in ihm auf, als fing er an etwas zu begreifen. Dementsprechend kam Kiri seinem 'neuen' Bekannten so nah, dass die Grenze schon überschritten sein sollte- doch bevor sich ihre Gesichter fast berührten ging er wieder 3 Schritte auf Abstand. Grübelnd legte er die Hände ans Kinn, ein kleines schelmisches Grinsen umscheichelte ihn.
"Hmmm, jemanden am besten zu verstehen...könnte doch nur bedeuten, dass du nur zurzeit der Einzigste bist, der diese Rolle ergriffen hatte? Hmmhmhm."

"Doch- ha...haha. Dann sollte ich wohl auch am besten mich mit dir verstehen, was? Bist ja immerhin... jemand gaaanz besonderes, wenn Lord Korbos sich soooo mit dir verbindet..."
Immer wieder kicherte Kiri in sich hinein, auch wenn seine Augen ernster wirkten als zuvor. Man konnte nicht ahnen, ob es für den Mann gerade alles total lustig war oder er wirklich über etwas stark nachdachte...oder nur so tat.
"Was für ein nutzten hast du davon? Natürlich gibt es....Information die dem Lord über seine Lakein fehlt aber um die Information kümmert er sich selbst. Die Information von Anderen könnten gefälscht sein...Dafür braucht er dich nicht. Du hast dein Nutzten und der besteht nicht darin denn Lord denn letzten nerv zu rauben...."
"Diese warum Fragen obwohl es doch nicht wiiiiiichtiig ist..."
Fast nachtragend ging er so weiter zurück, sodass er wieder in der Nähe von Eternity war. Entspannt platzierte er seine Hand auf den Schreibtisch, wo der Schwarzhaarige noch schlief und erneut begann er mit seinen Fingern energisch Zahlen zu bilden.
"1. Ich möchte das der Lord versteht, dass wir eine gewisse Ähnlichkeit verkörpern
2. Ich interessiere mich für all' seine Ziele
3. Es kommt auch meinen Zielen gelegen.
Tja, was ist nur die Wahrheit und was die Lüge?
Gibt es eine Lüge? Gibt es eine Wahrheit?
Bin ich ein Lügner?
Ah nein warte- nicht WICHTIG! Hahahaha, der Lord hat seine Infos...hahahahahaha."
Es war wirklich ein Vergnügen hier zu sein, besser als jede Reality-Show, die diese Menschenwelt zu bieten hatte.
Eigentlich wollte er nur testen, wie stark beeinflussbar dieser König war, wenn er schon einmal Freizeit bekam.
Doch wurde nicht nur seine Laune verbessert, nein... Er bekam so viel negative Reaktion von Kye, dass er schon dachte, er würde ihn gleich wirklich mit den Flammen rösten.
"Heißt es, dass der Lord Angst hat vertrauen zu schenken? Ein ganz...zerbrechlicher Lord?... Ist er nicht klug genug um hinter Lügen hindurchzusehen...fiel er schon oft genug auf die Scheinheiligkeit der Menschen hinein? Tragisch! Dann muss ich mir ja gaaanz viel Mühe geben um meine Loyalität zu beweisen~? Obwohl... eigentlich zeige ich es ja immer wieder..."

Nun strahlte er über beide Ohren, obwohl er dochschon tiefbrechende Fragen stellte, die den Lord sicher entzürnen würden. Aber war es denn wirklich gut so entzürnt zu sein? Kiri stellte nur Fragen...Mehr nicht!
Doch verstand er, dass Kye jemand war, der wenig vertrauen schenken wollte. So, wie er sich...versteckt nur demonstrierte... Schulterzuckend richtete er sich wieder und ging ganz nah an Kye vorbei, dabei beugte er sich etwas zum Ohr des anderen. Sein Lächeln wurde so breit wie bei einer Sichel.
"Jammerschade, dabei hätte ich zu gerne mich mit ihnen unterhalten...Hmmm aber gut, dann werde ich wohl mich auch selbst um meine Informationen kümmern. Mir reicht es für heute schon aus, dass du dich gezeigt hast, Kye."
Gelassen und ohne Zurückhaltung tat Kiri genau das, was Kye von ihm wollte- oder besser gesagt was Lord Korbos von ihm wollte.
Er begab sich zum Ausgang des Zimmer.
"Falls der König einsichtiger wird und nicht mehr so geblendet wird...von seiner Furcht bin ich immer für ein Plausch zu haben.~ "
So öffnete er die Tür und schritt wieder etwas lachend hinaus, er hatte einen wirklich...lustigen Tag.
S̶͙̽m̷͔̑ḭ̸̸̸̸̸̶̵̴̵̞͖̝͔̖̝͕͆̈́ͤ͛ͪ͊ͭ̒ͦͫ̊ͮ͆̚͢͜͢͝l̵̵͓͕̋ͮ͂ê̷̸̷̴̵̲̼̰̭̞ͤ̽ͧ̋ͦ͂ͫ̃ ̶̳̃l̴͇̇_̷̶̷̷̴̴̝͕̲̣̭̾ͩͥͤ̎ͧ͂ͧ̒̕͝ͅí̶̙_̷̴̵̷̷̴̖͎̱̲͉͐ͭ͌ͣͬ͋ͫ̕̚͢͝ͅk̵̸̴̷̸͉̜̠̙̮̍ͧ͛ͥ̔ͬͭ̋͠ě̴̷̷̸̷͍͎͇̲ͭͯ̓ͥ͑ͮ̀͜͠ ̸̳͐y̶̶̶̸̻͍̱͖ͦ̀̓ͪ̇͢͝o̴̴̶̶̵̸̵̶̧̡̦̠̝͔͕̎ͧͨ͐ͪ̈́ͧͮ͊ͩ̍ͭ̓͝͝ͅu̷̶̴̜̤̩̔ͮ̀ͭ͝ ̴̖̌ṁ̴̷̷͚͉͇ͧͤ̾͘_̸̟̈́ę̸̵̸̢̭́̋ͥ͊͢ȧ̵̴̖̝ͬ̍ṋ̸̵̸̶̢̙͍̂ͤͦ̃ͪ̀͝ ̶̥̉i̴̳͛t̴̴̶̛̪̬̖ͪ͛̍͢!̸̶̵̶̘͚̰̪̊ͯ̏ͥ̉̍͢Dieser Beitrag wurde bereits 8 mal editiert, zuletzt von Kaischiro ()




































































































































































































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