Die Anspannung fiel ein wenig von ihren Schultern ab. Chester schien sich mehr für die Menschen auf dem Bild zu interessieren, als für die seltsame Botschaft auf der Rückseite. Irgendwie hatte Tessa erwartet, dass Chester bei dem Namen Theresa wenigstens eine kleine Reaktion zeigte. Wenn er sich doch an alle auf der Fotografie so gut erinnerte, warum dann nicht an die Verfasserin der Notiz? Andererseits war sie auch erleichtert darüber dieses Thema noch für ein Weilchen umschiffen zu können. Nicht, dass sie wirklich geglaubt hatte, dass Chester es unmittelbar beim Frühstück aufgriff. An einem Ort, wo ihn jeder dabei beobachten konnte.
"Sicher. Ich vergesse vielleicht viel, aber euch werde ich nie vergessen."
Ja, das hatte er ihr gesagt. Trotzdem schien es ihn nicht zu berühren diesen Namen zu lesen.
Tessa legte ein Lächeln auf, während sich alle ganz fasziniert um Chester versammelten um einen Blick auf ihre Vorgänger zu werfen.
Sie war nicht ganz bei der Sache.
Gedanklich hing Tessa noch auf der Tatsache fest, dass es sich um den Wagen der vorherigen Wahrsagerin handelte.
Es machte Sinn. Die Erwähnung der Glaskugel in der herausgetrennten Seite...Tessa hatte die ganze Nacht darüber nachgedacht. Sie hatte nicht gezählt wie oft sie das alte Papier herumgedreht und von allen Seiten betrachtet hatte. Behutsam war sie mit dem Zeigefinger immer wieder über den flaumigen, roten Rand gefahren. Bis auf dieses Detail war die Seite ganz und gar unauffällig. Es fühlte sich beinahe ein wenig wie Samt an und erinnerte Tessa an die gefärbten Buchschnitte teurer und alter Bücher. Tessa ärgerte sich ein bisschen darüber, dass sie sich nicht daran erinnern konnte, ob die Tagebücher in Chesters Truhe einen ähnlichen Buchschnitt besessen hatten. Aber diese Notiz stammte auch von dieser Theresa und nicht von Chester. Es war zum verrückt werden. Egal, was in diesem Zirkus passierte, in allem versteckte sich ein Mysterium. Nichts verlief in einer einfachen, geraden Linie.
"Hey, hast du das schon gesehen? Das kommt von deiner Namensvetterin."
"Hm? Jaja", kicherte Tessa. "Hab ich doch gerade gesagt."
Wenn sie so recht darüber nachdachte, war ihr der aufgeregte und strahlende Chester doch lieber, als der Chester, der sich beim Anblick des Fotos und der Botschaft an die traurigen und schlimmen Dinge erinnerte. Es tröstete Tessa etwas darüber hinweg, dass sie hinter seinem Rücken in der Vergangenheit des Zirkus Magica herumschnüffelte.
Der Knoten in ihrem Magen löste sich langsam und endlich bekam sie auch ein paar Bisschen herunter ohne dabei das Gefühl zuhaben, dass ihr der Brocken im Hals stecken blieb. Sie leckte sich mit einem zufriedenen Brummen etwas Marmeladen vom Daumen.
"Chester?"
Liam sah ihn fragend an und auch erst jetzt fiel Tessa auf, dass es für einen Moment zu lang sehr still am Tisch gewesen war.
Ihr Blick huschte zu Chesters Gesicht, dessen glückliches Strahlen sich nicht ein winziges Bisschen verändert hatte. Trotzdem wirkte seine Mimik irgendwie eingefroren. Es schien niemandem aufzufallen und es wäre auch Tessa nicht verdächtig vorgekommen, wären da nicht die wenigen vertrauten Augenblickte gewesen, in denen Chester ihr einen klitzekleinen Blick hinter die Kulissen gewährt hatte. Was seine Stille in die Länge zog...das sollte ein Rätsel bleiben.
"Das ist ein tolles Bild, das wird Ella sicher sehr gefallen, Theresa."
Tessa senkte die Gabel mit Rührei zurück auf ihren Teller und zog die Fotografie möglichst nicht zu hastig zu sich zurück. Sie musste Chester ein wenig zu lange, ein wenig zu eindringlich angesehen haben, weil Owl ihr einen fragenden Blick zu warf. Tessa griff nach ihrer Tasse um den eigenartigen Moment zu überspielen.
"Hoffentlich. Ich habe dafür kopfüber in eurem alten Krempel gehangen hatte danach mehr Spinnenweben in den Haaren als in Owls Zelt wenn er mal 2 Monate nicht mehr saubergemacht hat", kicherte Tessa und bekam davon von Owl ein pikiertes Hey! zugeworfen. Kurz konnte sich Tessa einbilden, dass ihr Mentor nicht mehr sauer auf sie war, aber sie wusste, dass der Schein trügen konnte. Sie sah es in Falten auf seiner Stirn und den gestrafften Schultern.
"Sag mal, Chester. Hast du eine Idee, wo ich noch einen Rahmen dafür finden könnte? Oder...", sagte Tessa lächelnd. "...hmm, ich könnte Jude fragen. Ihr Wagen in noch vollgestopfter mit Krimskrams als Ellas. Im Notfall kann sie vielleicht ihre komische Glaskugel benutzen um einen zu finden. Oder eine Wünschelrute. Funktionieren die Dinger eigentlich wirklich? Ansonsten verbringe ich die nächsten Tage wieder kopfüber in irgendwelchen Kisten."
"Sicher. Ich vergesse vielleicht viel, aber euch werde ich nie vergessen."
Ja, das hatte er ihr gesagt. Trotzdem schien es ihn nicht zu berühren diesen Namen zu lesen.
Tessa legte ein Lächeln auf, während sich alle ganz fasziniert um Chester versammelten um einen Blick auf ihre Vorgänger zu werfen.
Sie war nicht ganz bei der Sache.
Gedanklich hing Tessa noch auf der Tatsache fest, dass es sich um den Wagen der vorherigen Wahrsagerin handelte.
Es machte Sinn. Die Erwähnung der Glaskugel in der herausgetrennten Seite...Tessa hatte die ganze Nacht darüber nachgedacht. Sie hatte nicht gezählt wie oft sie das alte Papier herumgedreht und von allen Seiten betrachtet hatte. Behutsam war sie mit dem Zeigefinger immer wieder über den flaumigen, roten Rand gefahren. Bis auf dieses Detail war die Seite ganz und gar unauffällig. Es fühlte sich beinahe ein wenig wie Samt an und erinnerte Tessa an die gefärbten Buchschnitte teurer und alter Bücher. Tessa ärgerte sich ein bisschen darüber, dass sie sich nicht daran erinnern konnte, ob die Tagebücher in Chesters Truhe einen ähnlichen Buchschnitt besessen hatten. Aber diese Notiz stammte auch von dieser Theresa und nicht von Chester. Es war zum verrückt werden. Egal, was in diesem Zirkus passierte, in allem versteckte sich ein Mysterium. Nichts verlief in einer einfachen, geraden Linie.
"Hey, hast du das schon gesehen? Das kommt von deiner Namensvetterin."
"Hm? Jaja", kicherte Tessa. "Hab ich doch gerade gesagt."
Wenn sie so recht darüber nachdachte, war ihr der aufgeregte und strahlende Chester doch lieber, als der Chester, der sich beim Anblick des Fotos und der Botschaft an die traurigen und schlimmen Dinge erinnerte. Es tröstete Tessa etwas darüber hinweg, dass sie hinter seinem Rücken in der Vergangenheit des Zirkus Magica herumschnüffelte.
Der Knoten in ihrem Magen löste sich langsam und endlich bekam sie auch ein paar Bisschen herunter ohne dabei das Gefühl zuhaben, dass ihr der Brocken im Hals stecken blieb. Sie leckte sich mit einem zufriedenen Brummen etwas Marmeladen vom Daumen.
"Chester?"
Liam sah ihn fragend an und auch erst jetzt fiel Tessa auf, dass es für einen Moment zu lang sehr still am Tisch gewesen war.
Ihr Blick huschte zu Chesters Gesicht, dessen glückliches Strahlen sich nicht ein winziges Bisschen verändert hatte. Trotzdem wirkte seine Mimik irgendwie eingefroren. Es schien niemandem aufzufallen und es wäre auch Tessa nicht verdächtig vorgekommen, wären da nicht die wenigen vertrauten Augenblickte gewesen, in denen Chester ihr einen klitzekleinen Blick hinter die Kulissen gewährt hatte. Was seine Stille in die Länge zog...das sollte ein Rätsel bleiben.
"Das ist ein tolles Bild, das wird Ella sicher sehr gefallen, Theresa."
Tessa senkte die Gabel mit Rührei zurück auf ihren Teller und zog die Fotografie möglichst nicht zu hastig zu sich zurück. Sie musste Chester ein wenig zu lange, ein wenig zu eindringlich angesehen haben, weil Owl ihr einen fragenden Blick zu warf. Tessa griff nach ihrer Tasse um den eigenartigen Moment zu überspielen.
"Hoffentlich. Ich habe dafür kopfüber in eurem alten Krempel gehangen hatte danach mehr Spinnenweben in den Haaren als in Owls Zelt wenn er mal 2 Monate nicht mehr saubergemacht hat", kicherte Tessa und bekam davon von Owl ein pikiertes Hey! zugeworfen. Kurz konnte sich Tessa einbilden, dass ihr Mentor nicht mehr sauer auf sie war, aber sie wusste, dass der Schein trügen konnte. Sie sah es in Falten auf seiner Stirn und den gestrafften Schultern.
"Sag mal, Chester. Hast du eine Idee, wo ich noch einen Rahmen dafür finden könnte? Oder...", sagte Tessa lächelnd. "...hmm, ich könnte Jude fragen. Ihr Wagen in noch vollgestopfter mit Krimskrams als Ellas. Im Notfall kann sie vielleicht ihre komische Glaskugel benutzen um einen zu finden. Oder eine Wünschelrute. Funktionieren die Dinger eigentlich wirklich? Ansonsten verbringe ich die nächsten Tage wieder kopfüber in irgendwelchen Kisten."
“We all change, when you think about it.
We’re all different people all through our lives.
And that’s OK, that’s good, you gotta keep moving,
so long as you remember all the people that you used to be.”
We’re all different people all through our lives.
And that’s OK, that’s good, you gotta keep moving,
so long as you remember all the people that you used to be.”
