Nur für einen Moment...Tessa wehrte sich nicht dagegen, als sich ihre Augen ganz von allein schlossen. Für eine Ewigkeit, die dennoch viel zu früh endete, lauschte sie still seinen gleichmäßigen Atemzügen. Ein und wieder aus. Es hatte etwas Beruhigendes, obwohl Chester unter ihrer Wange stocksteif da saß, als wüsste er nichts mit der Situation anzufangen. Das Lächeln hatte Tessa dieses Mal nicht täuschen können, denn sie ahnte, dass er nicht anders konnte. Ein Reflex, dem er nachgab, weil es ihm nach Jahrzehnten, vielleicht sogar Jahrhunderten, in Fleisch und Blut übergegangen war. So kurz nach seinem Tod wirkte es aber zu deplatziert.
"Es ist der Knöchel...", murmelte etwas verspätet sie an seiner Brust. "Ich bin gestolpert. Ist halb so wild."
Die Erklärung schien ihm zu reichen, denn sie bekam darauf keine weitere Reaktion mehr. Es störte Tessa nicht. Ein umgeknickter Knöchel war kein Weltuntergang. Etwas Ruhe und er war so gut wie neu. Dann war es an Tessa ganz regungslos und starr zu werden, als sie spürte, wie Chester sie sanft aber bestimmt fortschob.
“Nur für einen Moment.”
Für Tessa klang es wie eine Bestätigung, dass der kurze Moment nun vorbei war. Sie fröstelte und das nicht nur wegen der Kälte, die sich wieder zwischen sie schob. Fragend zog sie die Augenbrauen zusammen und beobachtet unschlüssig, wie sich Chester aus seinen Decken schälte und ihr...den Arm hinhielt. Huh?
“Komm her.”
Tessa zögerte.
Eine ganze Weile sah sie Chester an, als versuchte sie hinter dem Angebot eine tiefere Bedeutung zu finden. Das Lächeln, das sie zuvor mit Zuversicht erfüllt hatte, war nur noch befremdlich. Wie konnte er so lächeln? Sie hatte sich das oft gefragt in den letzten Tagen. Ihr Blick glitt über seinen ausgestreckten Arm, weiter über seine Brust, die sich hob und senkte. Ein und wieder aus. Tessas zweifelnde Miene entspannte sich schlagartig und sie folgte seiner Einladung um sich zurück an seine Seite zu drücken.
Es war das erste Mal seit Monaten, seit dem verhängnisvollen Tag, dass sie Chester so nah war und die Umarmung fühlte sich eigenartig vertraut an. Tessa entspannte sich weiter, als sich das willkommene Gewicht seiner Arme um ihre Schultern und ihren Schoß legte. Auch Chester schien etwas in der zarten Nähe zu finden, denn sie fühlte, wie seine Muskeln kurz zuckten und dann ein wenig erweichten. Bald schon hatte sie nicht mehr das Gefühl, sich an eine kalte und harte Statue schmiegen.
“Mir ist auch kalt, weißt du?”
Tessa nickte ganze leicht, ließ den Kopf zurück an seine Brust sinken und krümmte sich dazu noch etwas mehr in seine Seite. Für einen kurzen Augenblick versteiften sich ihre Schultern, als die Wange gegen seine Brust schmiegte und dann ganz still hielt. Abwartend hielt sie die Luft an, damit das Geräusch ihrer eigenen Atmung das Erhoffte nicht übertönte. Dann hörte sie ihn. Kräftig, gleichmäßig und so lebendig.
Chesters pochender Herzschlag erfüllte ihre Ohren.
Es klang beinahe wie ein Seufzen, als sie den angehaltenen Atem hinausließ.
Ganz vorsichtig suchten ihre Händen die Lücken in den eigenen Decken und bevor Tessa sich selbst stoppen konnte, lagen ihre Hände auf dem Unterarm, der über ihrem Bauch lag. Sie spürte einen Hauch von Wärme unter den Fingerspitzen. Wärme, wie sie nur ein lebender und atmender Menschen ausstrahlen konnte. Der Kontrast war überwältigend, nun, da Tessa wusste, wie sich seine eisigen und totenbleiche Haut anfühlen konnte.
"Wolltest du wirklich hier bleiben und für Brandon das Feld räumen?", fragte sie zögerlich.
Sie lauschte dem Ticken der Uhr, dass aus der Nähe viel deutlicher klang.
"Ich bin wirklich nicht hier her gekommen, um dich für ihn zu holen. Wäre ich nicht gestürzt, hätte ich diesen Ort niemals gefunden. Es war ein Zufall...", rechtfertigte sich Tessa.
Er sollte nicht noch einmal glauben, dass sie so kaltherzig war.
Sie drückte ihr Ohr noch etwas fester gegen seine Brust.
Der Gedanke tat weh.
"Das ist kein Trick."
Die Erklärung schien ihm zu reichen, denn sie bekam darauf keine weitere Reaktion mehr. Es störte Tessa nicht. Ein umgeknickter Knöchel war kein Weltuntergang. Etwas Ruhe und er war so gut wie neu. Dann war es an Tessa ganz regungslos und starr zu werden, als sie spürte, wie Chester sie sanft aber bestimmt fortschob.
“Nur für einen Moment.”
Für Tessa klang es wie eine Bestätigung, dass der kurze Moment nun vorbei war. Sie fröstelte und das nicht nur wegen der Kälte, die sich wieder zwischen sie schob. Fragend zog sie die Augenbrauen zusammen und beobachtet unschlüssig, wie sich Chester aus seinen Decken schälte und ihr...den Arm hinhielt. Huh?
“Komm her.”
Tessa zögerte.
Eine ganze Weile sah sie Chester an, als versuchte sie hinter dem Angebot eine tiefere Bedeutung zu finden. Das Lächeln, das sie zuvor mit Zuversicht erfüllt hatte, war nur noch befremdlich. Wie konnte er so lächeln? Sie hatte sich das oft gefragt in den letzten Tagen. Ihr Blick glitt über seinen ausgestreckten Arm, weiter über seine Brust, die sich hob und senkte. Ein und wieder aus. Tessas zweifelnde Miene entspannte sich schlagartig und sie folgte seiner Einladung um sich zurück an seine Seite zu drücken.
Es war das erste Mal seit Monaten, seit dem verhängnisvollen Tag, dass sie Chester so nah war und die Umarmung fühlte sich eigenartig vertraut an. Tessa entspannte sich weiter, als sich das willkommene Gewicht seiner Arme um ihre Schultern und ihren Schoß legte. Auch Chester schien etwas in der zarten Nähe zu finden, denn sie fühlte, wie seine Muskeln kurz zuckten und dann ein wenig erweichten. Bald schon hatte sie nicht mehr das Gefühl, sich an eine kalte und harte Statue schmiegen.
“Mir ist auch kalt, weißt du?”
Tessa nickte ganze leicht, ließ den Kopf zurück an seine Brust sinken und krümmte sich dazu noch etwas mehr in seine Seite. Für einen kurzen Augenblick versteiften sich ihre Schultern, als die Wange gegen seine Brust schmiegte und dann ganz still hielt. Abwartend hielt sie die Luft an, damit das Geräusch ihrer eigenen Atmung das Erhoffte nicht übertönte. Dann hörte sie ihn. Kräftig, gleichmäßig und so lebendig.
Chesters pochender Herzschlag erfüllte ihre Ohren.
Es klang beinahe wie ein Seufzen, als sie den angehaltenen Atem hinausließ.
Ganz vorsichtig suchten ihre Händen die Lücken in den eigenen Decken und bevor Tessa sich selbst stoppen konnte, lagen ihre Hände auf dem Unterarm, der über ihrem Bauch lag. Sie spürte einen Hauch von Wärme unter den Fingerspitzen. Wärme, wie sie nur ein lebender und atmender Menschen ausstrahlen konnte. Der Kontrast war überwältigend, nun, da Tessa wusste, wie sich seine eisigen und totenbleiche Haut anfühlen konnte.
"Wolltest du wirklich hier bleiben und für Brandon das Feld räumen?", fragte sie zögerlich.
Sie lauschte dem Ticken der Uhr, dass aus der Nähe viel deutlicher klang.
"Ich bin wirklich nicht hier her gekommen, um dich für ihn zu holen. Wäre ich nicht gestürzt, hätte ich diesen Ort niemals gefunden. Es war ein Zufall...", rechtfertigte sich Tessa.
Er sollte nicht noch einmal glauben, dass sie so kaltherzig war.
Sie drückte ihr Ohr noch etwas fester gegen seine Brust.
Der Gedanke tat weh.
"Das ist kein Trick."
“We all change, when you think about it.
We’re all different people all through our lives.
And that’s OK, that’s good, you gotta keep moving,
so long as you remember all the people that you used to be.”
We’re all different people all through our lives.
And that’s OK, that’s good, you gotta keep moving,
so long as you remember all the people that you used to be.”
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