The Hero and the Thief [Nao & Stiftchen]

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      Ezra

      Entweder das, oder Caleb hatte schlichtweg vergessen, dass sie überhaupt über die Beförderung geredet hatten. Was Ezra wundern würde gemessen daran, wie oft er über Andrew redete. Allerdings hatte Caleb immer schon eine ziemliche 'Nicken und Lächeln' Begabung gehabt, ohne wirklich zuzuhören. Was...fast ein bisschen mehr stach als der Fakt, dass er Richard noch eine zweite Chance gegeben hatte, was plötzlich Sinn ergab. Wahrscheinlich war es einfacher Richard eine zweite Chance zu geben, wenn man nicht zuhörte, was er sagte. Obwohl Richard offenbar ebenfalls ein gigantisches Talent für zweite Chancen zu haben. Ezra presste kurz unzufrieden die Lippen aufeinander, als Andrew anmerkte, dass sie es sich nicht leisten könnten, ihn zu feuern.
      "Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir eine Alternative für ihn finden würden. Vorzugsweise jemanden, der stumm ist, oder so", murmelte er, unsicher, ob Andrew es überhaupt hörte. Von seiner Meinung abbringen könnte er ihn so oder so nicht. Andrew schien Richard zwar perfekt einschätzen zu können, stellte Arbeitsleistung am Ende des Tages aber trotzdem über alles.
      "Im Gegensatz zu Richard weiß Ada, wie man jemanden umbringt und es wie einen Unfall aussehen lässt. Ich würde mich also eher nicht reinschleichen. Aber vielleicht beschäftigt sie die Kinder noch ein bisschen, wenn wir nett fragen." Immerhin hatte sie sich in den letzten Monaten ein wenig mit dem Gedanken anfreunden können, dass er mit Andrew zusammen war und er hatte oft genug auf Liz aufgepasst, um sich ein paar Babysitter-Einsätze erfragen zu können. Außerdem hatte sie keine andere Wahl, als zu helfen. Ezra war sich absolut sicher, dass Andrew in Zukunft deutlich seltener früher Feierabend machen würde, also musste er die Zeit jetzt nutzen, nicht? Ezra machte sich zumindest keine Illusionen darüber, dass Andrew seine Workaholic-Tage hinter sich gelassen hatte. Die Diskussion mit der Couch war nur ein halber Scherz gewesen.
      "Aber sonst klingt es nach einem guten Plan", stimmte er zu, während er leichtfüßig von Schreibtisch sprang und seine Kleidung richtete. "Kann ich dir irgendwas abnehmen?", schob er fragend hinterher, während er die Hand hob, um Andrews Frisur wieder zu richten. Auch wenn er mit leicht verstrubbelten Haaren deutlich netter aussah.
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      Andrew

      „Okay, ich überlasse dir das nett Fragen… oder Bestechen. Was auch immer nötig ist“, meinte Andrew. Wenn er sich selbst darum kümmerte, würde sowieso nichts dabei rauskommen. Er konnte irgendwie spüren, dass Ada ihn nur notgedrungen akzeptierte aber weit davon entfernt war, ihn zu mögen. Was er tun könnte, um das zu ändern, wusste er beim besten Willen nicht. Er grüßte sie, und er spielte mit Liz, wenn sie bei ihnen in der Wohnung war. Wahrscheinlich müsste Andrew die Zeit zurückdrehen und Ezra nie hinterher gejagt haben, um ihren Zuspruch zu bekommen.
      Andrew tauschte mit Ezra mehr oder weniger die Position und ließ sich hinter dem Schreibtisch auf dem Drehstuhl nieder. Ein furchtbares Ding. Er brauchte einen neuen Stuhl. Schnell.
      „Mhhm… Du könntest Steve an das Mail erinnern. Mit der Mitteilung an alle Mitarbeiter. Und die Arbeitskleidung… Ich suche gleich die Firma, bei der das Dezernat immer bestellt hat. Bis du bei ihm bist, habe ich ihm das schon geschickt. Und sag ihm, dass er Thomas kommende Woche mitnehmen soll, vielleicht am Montag. Ich muss mit ihm die neue Abteilung besprechen. Mit Thomas, meine ich“ Andrew überlegte, aber sonst fiel ihm nichts ein. Er lächelte Ezra an. „Überleg dir, welches Büro du am liebsten hättest und ich feuere die Person, die gerade drin sitzt“, meinte er fröhlich, und nur halb im Scherz. Er würde sich nicht davor scheuen, Ezra grotesk zu bevorzugen.
      „Und was wir uns zu Essen holen. Wir haben bis vor ein paar Wochen andauernd Pasta bestellt. Irgendwie ist mir mal wieder nach diesem einen Restaurant… Das, wo wir nach Paris waren. Vor unserem ersten Date. Die hatten wirklich gute Pasta. Außer, du willst etwas anderes“ Andrew musste wahrscheinlich aufpassen, dass er die nächsten Stunden nicht nur an den Abend dachte, und durch seine Arbeit hindurch sah. War es das, womit unproduktive Menschen meistens zu leben hatten?
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      Ezra

      Ezra biss sich auf die Zunge, um nicht direkt zu fragen, welches Büro Richards war. Er hatte das ungute Gefühl, dass Andrew und er in der Hinsicht wahrscheinlich nicht den selben Humor teilen würden und die Aussicht auf den restlichen Abend war zu schön, um sich zu streiten. Obwohl man ihm wahrscheinlich ansehen konnte, was er dachte - zum Glück war Andrew in der Hinsicht etwas weniger begabt. Er nickte also einfach schlicht, als Andrew Mail, Arbeitskleidung und Thomas aufzählte und konnte danach nicht aufhören zu lächeln, als Andrew zur Abendplanung überging.
      "Wenn ich bei Steve durch bin, rufe ich Ada an und mache danach eine Reservierung im Restaurant", stimmte er zu. Vielleicht könnte das irgendwie ihr Ding werden. Immer ins selbe Restaurant, wenn sich ihr Leben irgendwie fundamental änderte. Das nächste Mal müssten sie die Kinder mitnehmen, auch wenn Max sich ein bisschen anstellen konnte, wenn es ums Essen ging. Aber das würden sie irgendwie hinbekommen.
      "Dann wünsche ich dir viel Erfolg bis heute Nachmittag. Du weißt ja, wo du mich findest, wenn du dich doch wieder ablenken lassen willst." Ezra neigte sich nochmal zu Andrew runter, um ihm einen sanften Kuss auf die Schläfe zu geben, mehr familiär, als flirtiv, bevor er das Büro verließ und sich auf den Weg zu Steve machte.

      Steve war nicht in der Laune, um zu lästern. Was Ezra eigentlich von vornherein gewusst hatte, aber das letzte bisschen Resthoffnung war halt irgendwie geblieben. Statt zusammen über seine Familie herzuziehen, war das Gespräch zwischen ihnen deprimierend arbeitsbezogen, während Steve die Mail formulierte, sich die Seite für die Arbeitskleidung für später unterspeicherte und anschließen Thomas eine kurze Nachricht tippte, offenbar um ihn schon mal vorzuwarnen. Auch wenn die Nachricht dafür zu lang war, aber Steve hatte es sich ekelhaft schnell angewöhnt, sein Handy so zu halten, dass Ezra nicht neben ihm mitlesen konnte. Kein Sinn für Drama nd Gossip, der Mann.
      Also blieb Ezra nichts anderes übrig, als tatsächlich ein wenig produktiv zu sein, nachdem er Ada erreicht und einen Tisch reserviert hatte. Er blieb bei Steve - auch wenn er nicht gerne lästerte war sein Gesicht beim Lesen der Mails ihrer Kollegen zumindest ausdrucksstark genug, um unterhaltsam zu sein - und ging ihm ein wenig zur Hand, während die Uhr an der Wand quälend langsam vor sich hin tickte. Eine Stunde noch. Die würde er irgendwie überleben.
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      Andrew

      Die Zeit verging zu schnell. Er merkte schon inmitten seiner Telefonate und Mails, dass er sich… viel vorgenommen hatte. Das würde ihn zwar nicht hindern, heute früher zu gehen, die nächsten Jahre aber vermutlich schon.
      Andrew telefonierte gerade mit der letzten Firma, bei der er die neue Ausrüstung bestellen wollte, und plante ein paar Gespräche mit Angestellten für den Rest der Woche ein — unter anderem leider mit Richard — bevor er dem Computer ausschaltete und seine Sachen packte, um Ezra abzuholen, wo auch immer der gerade steckte.
      Er ging aus dem Büro und fand Ezra bei Steve, halb am Arbeiten, halb am Belästigen. Andrew schmunzelte. „Gehen wir?“, fragte er und wandte sich noch kurz an Steve: „Ruf mich an, wenn irgendetwas ist. Wenn die Beschwerden zu viel werden, und das werden sie wahrscheinlich, mach bitte einfach gleich persönliche Gespräche mit mir aus. Ich hab das zeitlich schon eingeplant“ Er wusste zwar, dass Steve nicht gerade sein persönlicher Assistent war, aber Andrew hatte noch keinen, also würde er inzwischen ein paar neue Aufgaben übernehmen müssen, die Harald ziemlich sicher egal gewesen waren.
      Andrew legte einen Arm um Ezra und gab ihm einen Kuss auf die Wange bevor er ihn mit sich zog. Er hatte die Mittagspause durchgearbeitet, also wurde es echt Zeit, etwas zu essen.
      „Hast du Ada überzeugen können?“, fragte er dann plötzlich, als ihm einfiel, dass das alles noch von der Babysitterin abhing. „Ich hab schon garnicht mehr daran gedacht, aber sie hat sich nicht geweigert, oder? Theoretisch hätte sie die Kinder ja sowieso noch bis… Sechs, oder so. Auch wenn ich kein Problem damit hätte, das zu verlängern“ Hauptsächlich, damit sie keinen Stress hatten, und in Ruhe essen konnten ohne die Minuten abzuzählen, die sie zuhause noch haben würden. Selbst wenn sie nur völlig fertig stumm zusammen auf der Couch liegen würden, brauchte Andrew dafür mindestens ein Zeitfenster von einer Stunde, um mal aus dem Stressmodus rauszukommen.
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      Ezra

      Die letzte Stunde zog sich genau so, wie die vorangegangenen. Es war ganz nett Steve bei der Arbeit zuzusehen und ihm kleinere Dinge abzunehmen, aber insgesamt...ziemlich unbefriedigend. Ezra war definitiv nicht dafür gemacht zu sitzen, und Sachen abzuarbeiten. Er hatte immer schon Bewegung gebraucht. Er vermisste die Kinder. Nicht, weil er sie jetzt ein paar Stunden nicht gesehen hatte, sondern weil er gerade wirklich lieber ein kleines Wettrennen mit Niko machen würde, als hier zu sitzen. Als Andrew in das Büro kam, war Ezra so schnell auf den Beinen, dass ihm für einen Moment schwarz vor Augen wurde.
      "Bis jetzt gab es tatsächlich noch keine einzige Beschwerde", merkte Steve an, während er einen kurzen prüfenden Blick in seine Mails warf. "Entweder warten die Leute ab, was passiert, oder wir bekommen morgen ein paar wundervoll durchdachte, perfekt ausformulierte Mails. Oder man beschränkt sich vorerst auf den Flurfunk, um seinen Frust loszuwerden, aber da sitzt Ezra näher an der Quelle." Es klang zwar nicht wie ein Kompliment, aber Ezra entschied sich trotzdem dazu, es wie eines zu werten. Für seinen eigenen Seelenfrieden. Die Gerüchteküche war der einzige Vorteil an diesem Job.
      "Oder alles läuft vollkommen reibungslos und alle sind zu begeistert, um sich zu beschweren", merkte er optimistisch, im vollen Wissen, dass das nicht der Fall sein würde, an, während Andrew ihn an sich zog.
      "Ich halte euch auf dem Laufenden", verabschiedete sich Steve mit einem kleinen Winken, das Ezra mit einem kleinen Grinsen beantwortete, bevor Andrew ihn mit sich zog.
      "Jepp", beantwortete Ezra Andrews Frage nach Ada. "Offensichtlich sind Liz, Max und Niko damit beschäftigt, irgendeine Kinderserie im Garten nachzuspielen, also muss sie im Moment eh nicht mehr tun, als Elli im Blick zu haben und darauf zu achten, dass niemand über die Gartenmöbel stolpert." Er zuckte kurz mit den Schultern. Mit ein bisschen Glück würden Max und Niko eh lieber weiter mit Liz spielen wollen, wenn sie heim kamen. Dann könnte Ada bestimmt noch ein wenig auf Elli aufpassen und ihnen noch ein-zwei Stunden geben. Auch wenn er langsam das Gefühl bekam, dass er sich wirklich mehr als übermäßig bei ihr bedanken musste, wenn sie wieder heim kamen.
      "Der Tisch ist auch reserviert. Dem Nachmittag steht also nichts mehr im Weg." Womit sie beim schönen Teil des Tages angekommen waren. "Bist du mit deiner Arbeit gut durchgekommen?", fragte er. Die letzte arbeitsbezogene Frage, die er heute stellen würde. Danach wollte er das ganze Thema bis morgen verbannen und einfach runterkommen.
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      Andrew

      „Nein“, antwortete Andrew ehrlich. „Ich hab nicht einkalkuliert, wie oft andere Leute ihre Mails und das Telefon ignorieren. Also verzögert sich die neue Ausstattung wahrscheinlich ziemlich, und ich muss mich noch mit einigen Leuten in Verbindung setzen, die mit MLO kooperieren aber keine Ahnung haben, dass Harald nicht mehr hier ist. Und… milliarden andere Dinge, aber darum kümmere ich mich morgen“, meinte er etwas schlapp. Er hatte sich zwar immensen Stress vor dieser Übernahme gemacht, aber im Endeffekt wohl sogar noch unterschätzt, wieviel Arbeit es tatsächlich war. Grundsätzlich war er sehr motiviert, sich der Sache anzunehmen. Er musste nur deutlich schneller arbeiten, als sonst, damit er noch genug Zeit für Ezra, die Kinder, die Haussuche, die Einschulung, den Kindergarten und den Antrag hatte. Alles in allem war seine Lebensspanne wahrscheinlich zu kurz.
      „Ich brauche außerdem eine persönliche Assistenz. Ich kann nicht ständig Anrufe machen, die andere Leute auch machen könnten“, seufzte er. „Aber egal, reden wir darüber heute nicht mehr“ Es war morgen noch genug Zeit um sich den Kopf darüber zu zerbrechen.
      Andrew hatte seinen Arm immer noch im Ezra gelegt, während sie aus dem Gebäude gingen. Er hatte die Heimlich-halten Sache ziemlich schnell aufgegeben und wahrscheinlich war Ezras kleiner Kommentar, dass sie es doch einfach offiziell machen sollten, genug gewesen, um Andrew nicht mehr daran denken zu lassen. Um firmeninterne Beziehungen anderer Leute machte er sich dann Gedanken, wenn sie existierten.
      Er sah Ezra and freute sich in der selben Sekunde schon darauf, mit ihm alleine zu sein. „Wie fühlt es sich an, wenn dein Freund plötzlich Chef einer internationalen Geheimorganisation ist?“, fragte er grinsend. Nein, das Ganze ging an seinem Ego definitiv nicht spurlos vorbei, egal wieviele Sorgen er sich machte. Es war ja schon ziemlich cool. Das konnte niemand leugnen. Fast besser als der Heldentitel.
      „Schade, dass ich es sonst keinem erzählen kann“, meinte er. Der einzige Nachteil wenn man Chef einer Geheimorganisation war.
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      Ezra

      Andrews Rückfrage brachte Ezra ungewollt zum auflachen. "Langsam habe ich das Gefühl, dass du die Beförderung nur angenommen hast, um mit mir darüber flirten zu können", neckte er. "Es funktioniert, falls das deine Absicht gewesen sein sollte." Alleine die ganze Freude, die Andrew über die Beförderung gehabt hatte, war verdammt ansteckend gewesen. Ezra interessierte sich zugegebenermaßen nicht sonderlich für den Job, aber Andrew glücklich zu sehen war schöner, als alles andere im Leben und wenn sein Glück an der Beförderung hing, war das halt so. Ezra hatte seine komplette Kindheit als 'Sohn von' verbracht - er würde sich sicher mit Leichtigkeit an den 'Freund von' Titel gewöhnen. Wenigstens war Andrew im Gegensatz zu seinen Eltern kein schlechter Mensch.
      "Ich kann dir versichern, das ich stolz genug auf dich bin, um all die Leute auszugleichen, denen du es nicht erzählen kannst." Ezra zog Andrew für einen kleinen Kuss an sich. Andrew hatte den ganzen Weg über einen Arm um ihn gelegt und sie waren mittlerweile beim menschenleeren Parkplatz angekommen. Ezra hatte keine Ahnung, wie offen Andrew jetzt mit ihrer Beziehung umgehen wollte, aber jetzt gerade war sowieso niemand da, der sie sehen könnte. Sie könnten morgen im Detail darüber reden, wo die Grenzen lagen.
      "Ansonsten hast du ja noch Thomas und Steve und vielleicht noch ein paar Bekannte aus dem Dezernat, wenn man in Zukunft ja eh ab und an zusammenarbeiten muss." Ezra stahl sich nach kurzem zögern einen zweiten Kuss, bevor er ins Auto stieg. "Ich meine, theoretisch kannst du es erzählen, wem du willst. Du musst nur damit rechnen, dass du dann früher oder später in irgendeiner Anstalt landest. Aber ich würde dich täglich besuchen kommen und dich über die Kinder auf dem Laufenden halten." Er warf Andrew ein belustigtes Lächeln zu.
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      Andrew

      "Es ist eben einer der Vorteile", lachte Andrew. "Vor dir anzugeben bringt mir wenigstens etwas. Solange du darauf anspringst" Er zwinkerte und fügte Ezras Küssen noch einen dritten hinzu bevor sie ins Auto stiegen. Andrew drehte sich automatisch zur Seite, als wolle er Ezra anschnallen, als er einstieg, nur um etwas verwirrt innezuhalten und sich wieder zum Lenkrad zu drehen. Dachte er gerade…
      "Wow. Ich hab Elli zu oft mit zur Arbeit genommen, glaube ich", murmelte er und war ein wenig perplex, dass sich das Anschnallen ihrer Babyschale anscheinend zur Muscle Memory entwickelt hatte. So lange hatten sie die Kinder doch noch garnicht bei ihnen. Und trotzdem hatte Andrew sich an den neuen Alltag zu schnell gewöhnt. Da freute er sich auf einen Nachmittag alleine mit Ezra, und fing an seine Kinder zu halluzinieren.
      Er startete das Auto und fuhr los. "Wir waren wirklich lange nicht zu zweit essen, hm? Ich meine, wir haben sowieso fast immer bestellt, aber ab und zu waren wir auch in Restaurants oder in Cafés. Im Ausland, hauptsächlich, aber doch" Er schwieg kurz. "Vermisst du das ein bisschen?" Sie hatten nicht viel Zeit zu zweit gehabt, als Paar, nur sie beide. Dafür hatten sie einander jahrelang Nachts auf den Straßen verfolgt. "Ich bin zwar auch damit zufrieden, wie es jetzt ist, aber ich fände es gut, wenn wir ab und zu irgendwas machen, zu dem wir die Chance bisher kaum hatten. Ich meine, die meiste Zeit seit wir zusammen sind, waren wir mit irgendwelchen gefährlichen Missionen beschäftigt. Wir waren nur ein einziges Mal im Kino und noch nie in einem… Freizeitpark oder sowas" Er runzelte die Stirn. "Mir ist gerade nichts besseres eingefallen. Das machen eher Jugendliche, oder? Aber wir waren auch noch nie in einer Therme. Oder in einem Urlaub, in dem du nicht fast umgebracht wirst"
      Sie waren zwar mal eine Weile bei Amy, aber das zählte Andrew kaum als Urlaub. Sie mussten zusammen ans Meer, oder sowas. Aber sah Ezra das auch so? Andrew warf ihm einen kleinen kontrollierenden Seitenblick zu. Andrew wollte sich nicht beschweren. Er hatte die Adoption nicht leichtfertig vorgeschlagen. Ihm war klar gewesen, dass das erstmal anstrengend werden würde. Aber… auch wenn es Wunschdenken war, hoffte er, dass Ezra es auch so sah, dass sie noch vieles zu zweit machen sollten. Es gab zu vieles, das sie nachholen mussten.
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      Ezra

      "Das ist kein Maßstab. Ich würde auch darauf anspringen, wenn du mir das Telefonbuch vorlesen würdest, oder den Wetterbericht, oder-" Ezra stockte, als Andrew sich zu ihm drehte, als ob er ihn anschnallen wollen würde und musste erneut auflachen, als sein Freund die passende Erklärung lieferte. Das war neu und wirklich zuckersüß. Ezra lächelte ein wenig in sich herein, während er eine Hand auf Andrews Oberschenkel legte. Im Vergleich dazu wirkte das nächste Gesprächsthema irgendwie deutlich schwerer.
      "Die letzte Zeit war so chaotisch, dass ich irgendwie gar nichts vermisse, sondern einfach hoffe, dass nicht direkt die nächste Katastrophe vor der Tür steht", erklärte er mit einem kleinen Lachen, auch, wenn das nicht richtig der Wahrheit entsprach, aber er hatte keine Ahnung, wie er beschreiben sollte, was er fühlte, ohne, dass Andrew ihn missverstehen könnte. Seit ihrem ersten Aufeinandertreffen mit Nadia und Jelena hatten sich die Monate bis hin zu den letzten Tagen irgendwie wie ein kompletter Klumpen angefühlt, mit Höhen und Tiefen, aber ohne einzelne Tage. Eigentlich vermisste Ezra eher die Leichtigkeit von vor einem Jahr, ohne ihre Beziehung oder die Kinder aufgeben zu wollen. Er vermisste etwas, was er nie gehabt hatte, was sich...seltsam anfühlte.
      "Ich denke, dass wir das alles nachholen können, wenn sich der Job ein wenig eingespielt hat und wir ein Haus gefunden haben." Er lächelte Andrew leicht entgegen. Einfach wie jetzt etwas zu zweit zu machen war immer schön und sie hatten tatsächlich ziemlich wenig Zeit für stereotype Beziehungsdinge gehabt. In all den Tagträumen, die er in den letzten Jahren von seiner Beziehung mit Andrew gehabt hatte, waren die Kinder immer deutlich später dazugekommen. Was vielleicht gar nicht so schlimm war. Rückblickend war der Großteil der besagten Tagträume eh furchtbar kitschig gewesen. Vielleicht hatten Max und Co ihn da auch irgendwie gerettet.
      "Es gibt ja immer noch ganz normale Babysitter. Wir sind ja nicht immer von Ada, Thomas und Steve abhängig. Kino klingt super. Ich würde auch gerne noch mal mit dir feiern gehen. Freizeitpark klingt auch gut, obwohl ich das Gefühl habe, dass wir da sogar von den Kindern profitieren könnten. Als Alibi, wenn man irgendeine Kinderattraktion ausprobieren will. Ich kann mir vorstellen, dass Niko ein richtiger Achterbahn-Freak werden könnte." So energetisch, wie der kleine Junge war, erwartete Ezra halb, dass er die Achterbahnschienen sogar ohne Wagen langrennen würde.
      "Aber ich lege einen Veto bei den Urlauben ein", fuhr er etwas ernster fort. "Ich könnte die Kinder nicht guten Gewissens länger als einen Tag mit einem Babysitter zuhause lassen und wenn ich ganz ehrlich bin glaube ich, dass du dafür am Ende auch zu nervös wärst." Andrew hatte Ezra anfangs ja nicht mal alleine mit den Kindern zum Spielplatz gehen gelassen. "Zumindest nicht jetzt. Wenn sie etwas älter sind, okay, aber..." Ezra zuckte kurz mit den Schultern. Es fühlte sich einfach falsch an, die drei so lange nicht bei sich zu haben. Außerdem hatte er keine Ahnung, wie Max das alles verkraften würde. Der Junge klammerte ja noch mehr, als Andrew es tat.
      "Aber vielleicht können wir uns einfach einen kleinen Familienurlaub nehmen, wenn alles etwas ruhiger geworden ist? Ein paar Tage ans Meer, oder so?" Konnten Max und Niko schwimmen? Wie alt war man, wenn man schwimmen lernte? Ezra hatte eine vage Erinnerung, wie seine Mutter es ihm beigebracht hatte, aber keine Ahnung, wie alt er dabei gewesen war. Er musste Max unbedingt fragen, wenn sie wieder zuhause waren. Nicht, dass sie das vor seiner Einschulung noch nachholen mussten, oder so. Was voraussetzen würde, dass sie Schwimmsachen mit den Kindern kaufen gehen mussten, was wieder ein neuer Punkt auf ihrer stetig wachsenden ToDo-Liste war, über die er gerade wirklich nicht nachdenken wollte.
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      Andrew

      Da hatte er vermutlich recht. Andrew würde nicht ruhig schlafen können, wenn sie zu lange von den Kindern weg waren, und dann wäre das kein sehr entspannter Urlaub. Tatsächlich hatte er aber noch nie entspannten Urlaub erlebt. Vor Ezra war er höchstens in seiner Kindheit in einem Urlaub innerhalb Englands gewesen, und mit Ezra gemeinsam durfte sich das, was sie da erlebt hatten, sowieso nicht Urlaub nennen. Vielleicht war das einfach in Andrews DNA vorgeschrieben. Kein Urlaub für ihn.
      "Klar, ich hab gerade auch ans Meer gedacht. Vielleicht gehen wir im Sommer erst mal in ein Schwimmbad und sehen, ob die Kinder schwimmen können", schlug er vor. Und dann konnte er sich noch immer überlegen, ob er Max und Niko wirklich ins Meer lassen wollte. Ganz ungefährlich war das auch nicht. Sogar bei Ezra würde Andrew zwei Mal darüber nachdenken müssen.
      Andrew lächelte und warf einen kurzen Blick zu Ezra. "Ich hab mich noch nie so darauf gefreut, Freizeit zu haben. Wirklich. Ich hab immer gerne gearbeitet und hab auch jetzt nichts dagegen, aber…" Er sah wieder auf die Straße. Sie waren bald da. "Ich freue mich mehr darauf, wenn wir alle zusammen ein paar normale Sachen unternehmen können. Ich war mit meinen Eltern früher ziemlich oft in Kindermuseen. Vielleicht, weil meine Mutter Lehrerin war. Sie war immer ein bisschen zu verrückt danach, dass ich bei allem auch etwas lerne und nicht nur Spaß habe. Was ihr Glück war, weil ich eh oft lieber etwas gelernt habe, als überhaupt Spaß zu haben. Aber ich kann mich erinnern, dass ich einfach glücklich darüber war, zusammen mit ihr wohin zu gehen, mich bei seltsamen Rätsel Rallyes begleiten zu lassen, oder wenn sie mir die Schilder vorgelesen hat. Ich fände es gut, wenn Max und Niko später solche Erinnerungen haben. Ich bezweifle irgendwie, dass sich jemand dafür bisher die Zeit genommen hat"
      Auch wenn Andrew nie wirklich wusste, was er mit Kindern machen sollte, mochte er… seine eigenen Kinder einfach genug, um ihnen schöne Erinnerungen schaffen zu wollen. Es war noch immer verrückt, dass sie mitten im Adoptionsprozess steckten, aber Andrew war ziemlich entschlossen, diese viel zu süßen, freundlichen, sensiblen Kindern, die bisher nur schlechte Karten im Leben hatten, endlich mal Spaß haben zu lassen. Es war fast zum verzweifeln, zu sehen, wie Max ständig auf der Hut war und Angst hatte, dass irgendjemandem etwas passieren könnte, wenn er kurz wegsah. Andrew hatte im Gegensatz zu ihm wenigstens eine völlig sorgenlose Kindheit gehabt. Auch wenn es etwas spät war, sollten sie damit jetzt anfangen.
      "Machen wir uns einen netten Nachmittag und gucken dann einen Film mit den Kindern. Ich bekomme fast ein schlechtes Gewissen, weil ich mit dir auf ein Date gehen will", schmunzelte er.
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      Ezra

      Andrews Beschreibung seiner Kindheit klang seltsam niedlich und irgendwie genau so, wie Ezra es sich vorgestellt hatte. Es war schwer, sich Andrew auf einem Spielplatz vorzustellen, auf einer Rutsche, oder einer Schaukel, oder wie er sich mit Freunden in irgendwelchen Parks traf, um etwas anzustellen. Aber ein kleiner Andrew in einem Museum? Das war leicht. Da passte er irgendwie ins Bild.
      "Das klingt nach einem wirklich guten Vorschlag", stimmte er zu, als Andrew darüber sprach, was für Erinnerungen ihre Kinder mitnehmen sollten und dass sie nachher noch einen Film gucken würden. Niko müsste heute mit der Auswahl dran sein, wenn er sich nicht irrte. Sie hatten mittlerweile eine Liste am Kühlschrank hängen, wer sich wie oft Filme gewünscht hatte. Nicht, weil es Streit gab, sondern weil Max dazu tendierte, jedes mal Niko aussuchen zu lassen und dabei selbst ein wenig untergegangen war. Außerdem bewahrte es sie davor, zweimal die Woche Nikos Lieblingsfilm sehen zu müssen. Okay. Vielleicht war das auch irgendwie der Hauptgrund für die Liste gewesen.
      "Ich denke nicht, dass sie es uns übel nehmen werden, wenn wir uns ein bisschen Zeit zu zweit gönnen, aber ich möchte ihnen generell eine schöne Kindheit bereiten. Was total bescheuert klingt, weil das ja eigentlich selbstverständlich sein sollte." Ezra lächelte leicht, während er den Blick auf die Straße gerichtet hielt und an seine eigene Kindheit dachte, die in eine vollkommen andere Richtung gegangen war. "Ich...ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, wo meine Eltern überhaupt den Großteil meiner Kindheit gewesen sind. Ich glaube, sie haben nie wirklich gerne Zeit mit uns verbracht, wollten aber auch nicht, dass wir uns als Geschwister zu sehr anfreundeten. Es war...schwierig. Wir sollten uns irgendwie gegenseitig helfen, aber standen auch in ständiger Konkurrenz zu einander. Niamh hatte immer eine Sonderstellung, weil sie irgendwann in die Fußstapfen meiner Eltern treten sollte, also musste Cal oft Babysitter spielen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass er jede Sekunde davon gehasst hat, was fair ist, weil Molly und ich es ihm echt nicht leicht gemacht haben." Was vielleicht ein anderer Grund dafür war, dass er Richard so bereitwillig in die Arme lief - er war es gewohnt Zeit mit Menschen zu verbringen, die ihm auf die Nerven gingen. Vielleicht war es das auch gewesen, was Ezra anfangs zu Andrew hingezogen hatte, aber darüber wollte er wirklich nicht tiefer nachdenken.
      "Ich will einfach, dass unsere Kinder in dem Wissen aufwachsen, dass sie mit uns über alles reden können. Selbst wenn es ein zwei Stunden Vortrag über Dinosaurier ist." Was furchtbar gewesen war. Max war ein wundervolles Kind, aber man sah ihm definitiv an wenn er dachte, dass man eine besonders blöde Rückfrage gestellt hatte. Außerdem schien er der Ansicht zu sein, dass jedes kleine Detail über Dinosaurier Allgemeinbildung war. "Wir sollten die drei wahrscheinlich auch nochmal psychologisch durchchecken lassen", schob Ezra hinterher. "Sie hatten es bis jetzt nicht sonderlich leicht. Nicht, dass wir es irgendwie versehentlich schlimmer machen."
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      Andrew

      "Mhm. Gute Idee", meinte er, während er sich in der Straße vor dem Restaurant einparkte. Die Kinder sollten auf jeden Fall mal zum Psychologen, vor allem Max, der ja noch immer deutlich verschlossener war, als Niko, auch wenn es sich immer mehr besserte. Sobald das Auto stand, schnallte Andrew sich ab, öffnete aber noch nicht die Tür. Er sah Ezra an und streckte eine Hand nach seiner aus.
      "Ich finde es fast beängstigend, wieviel Vertrauen du manchmal in mich hast, aber… Nur damit du es auch von mir gehört hast. Ich werde die Kinder nie ignorieren oder gegeneinander aufhetzen oder jemanden bevorzugen" Er hatte das Gefühl, dass er einmal direkt sagen musste, wenn Ezras Kindheit so ausgesehen hatte. Nur, weil er selbst sein Bestes gab, nicht wie seine Eltern zu werden, sollte er keine Sekunde fürchten müssen, dass Andrew irgendetwas derartiges abziehen würde. Es war schlimm genug, zu hören, wie furchtbar Ezras Verhältnis zu seinen Eltern war.
      "Ich weiß zwar nicht viel über Erziehung, aber ich will nicht, dass die Kinder jemals denken, dass wir damals die falsche Entscheidung getroffen haben, oder sie nicht lieben, oder nicht wenigstens unser Bestes gegeben haben. Es wäre ein absolutes Versagen, wenn sie später keinen Kontakt zu uns haben wollen. So wie es auch ein Versagen von deinen Eltern war" Zumindest verstand Andrew ein kleines bisschen besser, wieso Ezra Caleb so bereitwillig in die Arme gesprungen war, nachdem sie sich jahrelang nicht gesehen hatten, und sich jetzt den Kopf zerbricht. Aber…
      "Deine blutsverwandte Familie geht vielleicht im Chaos unter, und hat dich wirklich nicht verdient, aber du hast eine neue Familie, und ich kann vielleicht nicht für drei Kleinkinder sprechen aber ich werde immer für dich da sein, und dich nie ignorieren, und niemanden dir gegenüber bevorzugen" Er lehnte sich zu Ezra und gab ihm einen Kuss auf die Wange. "Außer vielleicht Elli beim Kuscheln. Aber sie ist so winzig, dass mindestens du auch noch Platz hättest" Er schmunzelte. "Also dann, verspätetes Mittagessen?", fragte er.
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      Ezra

      "Es ist aber auch wirklich schwer, sich mit Elli messen zu wollen", antwortete Ezra beinahe mechanisch, zu sehr darauf konzentriert, sich nicht anmerken zu lassen, dass sich seine Augen ein wenig mit Tränen füllten. Positive Tränen. Seine Kindheit war Geschichte, aber Andrew...jetzt gerade wollte er nichts sehnlicher, als sein Vergangenheits-Ich dafür zu umarmen, dass es die ganzen letzten Jahre bei ihm nicht locker gelassen hatte. Er konnte sich absolut nicht vorstellen, dass es sonst noch eine Person auf diesem Planeten gab, der sich so viel Mühe für ihn gab, wie Andrew.
      "Ich liebe dich. Ich glaube, ich habe dir das heute noch gar nicht gesagt." Ezra lächelte leicht, lehnte sich über die Mittelkonsole hinweg zu Andrew und drückte ihm einen richtigen Kuss auf die Lippen. "Ich liebe dich aber auch, wenn wir im Restaurant sitzen, also los." Er bemühte sich um sein übliches Lächeln, während er ausstieg und die Gelegenheit nutzte, um sich kurz über die Augen zu wischen. Das hier sollte immer noch ein guter Tag werden. Er wollte nach dem eh schon schrägen Wutanfall von Richard nicht auch noch mit seinem eigenen emotionalen Cocktail mitmischen.
      "Oh, wo wir gerade eh bei den Kindern sind - ich weiß, dass es noch etwas früh ist, aber hast du schon eine Idee für Max' Geburtstag? Ich hab bisher nur bei den Planungen für Liz' Geburtstage geholfen, aber irgendetwas sagt mir, dass wir bei ihm nicht mit rosa Hüpfburgen punkten können", wechselte er das Thema auf etwas deutlich leichteres. Sie würden Max so oder so fragen, was er machen wollen würde, aber so, wie er seinen Ältesten kannte, würden sie wahrscheinlich kaum eine Antwort erhalten, die über ein bloßes Achselzucken hinausgehen würde.
      "Ich tippe auf irgendwas mit Dinos", mutmaßte Ezra, während er Andrews Hand nahm und ihn mit sich in das Restaurant zog.
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      Andrew

      „Ich liebe dich auch“, sagte Andrew gerade und strich Ezra noch sanft über seine Hand, als er direkt aus dem Auto gejagt und ins Restaurant gezogen wurde. Okay, gut, anderes Gesprächsthema, wie es aussah.
      „Oh“, machte Andrew. Nein, darüber hatte er sich tatsächlich noch absolut keine Gedanken gemacht, was gemessen an seiner Rede eben kein gutes Zeichen war. „Äh… ja, Dinosaurier, Astronauten, irgendwas in die Richtung. Ich denke nicht, dass er eine Party will, bei der er großartig im Mittelpunkt steht. Vielleicht machen wir einen Kuchen… kannst du backen? Also vielleicht lernen wir, einen Kuchen zu machen, es gibt ein paar Geschenke und dann gucken wir, ob es gerade wieder irgendwas Immersives mit Dinosauriern für Kinder gibt. Oder Kino?“ Mehr fiel ihm aus dem Stegreif gerade auch nicht ein. Andrew tat sich allerdings schwer, Max freudestrahlend als den Mittelpunkt einer großen Versammlung zu sehen. Besser sie überforderten den Jungen nicht gleich um behandelten den Tag mehr wie alle anderen, nur mit dem Fokus darauf, ihn mal öfter lächeln zu sehen. Spielsachen hatten die Kinder sowieso noch ziemlich wenige, also konnten sie sich bei den Geschenken auch austoben.
      Sie gingen an ihren reservierten Tisch im Restaurant, der nicht derselbe war, wie damals, aber die Einrichtung löste trotzdem ein interessantes Gefühl in Andrew aus. Er hatte an dem Tag bereits sein Date mit Ezra geplant gehabt, und er war sich seiner Gefühle sehr sicher gewesen, aber es war zu dem Zeitpunkt noch nicht lange her gewesen, dass sie gegeneinander gearbeitet hatten. Das war für Andrew mittlerweile vollkommen unverständlich. Logisch betrachtet wusste er, was ihn so lange gehindert hatte, mit Ezra auszugehen, aber… Er verstand es einfach nicht mehr.
      „Ich fasse es nicht, dass du neun Jahre lang mit mir geflirtet hast. Vielleicht hättest du mich mal bewusstlos schlagen und entführen sollen, und auf mich einreden, bis ich verstehe, was du von mir willst“, meinte er und griff nach der Speisekarte, auch wenn er schon wusste, was er wollte. Dasselbe wie beim letzten Mal, als sie hier waren. „Ich bin echt ein Idiot. Du aber auch. Du hättest aufhören können, bei Leuten einzubrechen, dann hätte ich dich vielleicht ernster genommen“
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      Ezra

      Irgendwie fühlte es sich fast wie ein full circle Moment an. Das letzte mal, als sie in diesem Restaurant gesessen hatten, hatten sie auch über Kinder geredet, nicht? Nur deutlich angespannter. Jetzt kam es ihm beinahe lachhaft vor, dass er sich in dieser Hinsicht überhaupt Sorgen gemacht hatte. Ob sie die Beziehung damals sofort aufgegeben hätten, wenn sie gewusst hätten, dass sie nur wenige Monate später bereits drei Kinder zuhause sitzen haben würden? Damals hätte ihn das wahrscheinlich vollkommen überfordert. Andrews Gedanken schienen in eine ähnliche Richtung zu gehen.
      "Witzig, das waren genau meine Erwartungen an dich, als wir uns das erste mal kennen gelernt haben. Ich hatte diese seltsame Hoffnung, dass du mich fängst und zwingst, die Kriminalität aufzugeben, bevor du realisierst, dass du eigentlich unsterblich in mich verliebt bist." Er war 19 und mental etwas instabil gewesen und vielleicht hatte er ein wenig zu viele kitschige Bücher gelesen. Seine Fantasien hatten deutlich mehr Kink beinhaltet, aber das würde Andrew wohl nie erfahren. "Ich hatte damals ein ganz anderes Bild von dir. Ich glaube, ich wäre ziemlich enttäuscht gewesen, wenn ich dich entführt hätte. Am Ende hätte ich mich dann nur noch mehr in die Kriminalität gestürzt. Die neun Jahre haben sich wirklich gezogen, aber ich glaube perfekter hätte es nicht sein können." Okay, vielleicht hätten sie sich schon ein paar Jahre sparen können, aber als sie den Punkt erreicht hatten, an dem Ezras Psyche wieder halbwegs normal gewesen war, er realisiert hatte, dass Andrew vollkommen anders drauf war, als er ihn sich immer in seinem Kopf zurechtgesponnen hatte und er bemerkt hatte, dass der richtige Andrew deutlich besser war, als seine Vorstellung, waren sie schon viel zu sehr in ihrem Muster gefangen gewesen, als dass er ihm irgendwie hätte verdeutlichen können, dass er tatsächlich mit ihm flirtete. Andrew war irgendwie einfach immer die Person gewesen, die er gerade gebraucht hatte.
      "Wer weiß schon, wie es geendet hätte, wenn du dich früher auf mich eingelassen hättest? Vielleicht hätte die Beziehung gar nicht so lange gehalten. Ich habe keine Ahnung, ob ich damals schon mit einem Workahloic ausgekommen wäre. Egal, wie heiß du bist." Ezra zwinkerte Andrew kurz zu. Wahrscheinlich wäre ihre Beziehung unter diesen Umständen tatsächlich ziemlich nach Hinten losgegangen. Und sie wären vielleicht nie in Russland gelandet, um ihre Kinder zu treffen. Es war am Ende wahrscheinlich schon besser so, wie es gelaufen war.
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      Andrew

      „Dann hättest du dich mal leichter fangen lassen müssen“, schmunzelte Andrew und schüttelte leicht den Kopf. Er konnte an einer Hand abzählen, wie oft er Ezra tatsächlich erwischt hatte. Das war vermutlich auch der Tatsache geschuldet, dass ihm irgendwann niemand mehr bei dem Fall helfen wollte, weil es alle satt hatten, ausgetrickst und verarscht zu werden und mit Sand in den Augen nachhause zu kommen, vor allem nachdem Ezra nie sonderlich große Verbrechen begangen hatte.
      Er wollte noch einen kleinen Scherz anhängen, dass sie doch nochmal sehen konnten, ob er immernoch schneller war als Andrew, endete bei Ezras nächsten Worten aber einfach nur sprachlos mit aufgeklapptem Mund. „Enttäuscht? Was war denn das Bild, das du von mir hattest, dass du enttäuscht gewesen wärst?“, fragte er umgläunig. Weil er sich von Ezra immer abhängen hatte lassen? War es das? Die Information war Andrew neu. Er hatte immer gedacht, dass Ezra sich wünschen würde, er hätte nicht so lange auf die Beziehung warten müssen. Aber er wäre enttäuscht gewesen? Äußere Umstände wie Andrews Job musste man bei der Fantasie offensichtlich weglassen, weil keiner wusste, was damals passiert wäre, hätte sich nicht alles so abgespielt wie es sich eben abgespielt hatte. Aber… enttäuscht?! Und so sehr, dass Ezra aus Frust direkt noch krimineller geworden wäre? Andrew musste in der Realität ja ein ziemliches Downgrade sein.
      Er blinzelte Ezra etwas beleidigt entgegen. Nein, Grund für einen Streit war es absolut nicht, aber er war selbst gerade etwas enttäuscht über das neue Wissen.
      „Sag mir doch mal, was in deiner Vorstellung so viel besser war, vielleicht kann ich davon noch was umsetzen“, meinte er beinahe schmollend. „Ich meine, ich weiß nicht, ob mein Job es damals wirklich unmöglich für uns gemacht hätte. So ein Workaholic bin ich auch nicht… Es gab nur nichts anderes, das mir wichtig war. Vielleicht hätte sich das ja geändert und alles wäre genau so, wie es jetzt ist, nur ohne enorm vieler verschwendeter Jahre“, murmelte er. Zugegeben, er hing sich an dem Gedanken ab und zu auf. Er hätte schon viel mehr Zeit mit Ezra haben können, wenn er ihn einfach mal ernster genommen und nicht so stur über seine Kriminalität gedacht hätte.
      „Denkst du wirklich, es hätte nicht funktioniert? Ich hab mich in den letzten Jahren nicht sehr verändert, denke ich. Höchstens… im letzten Monat“ Der Gedanke war frustrierend. Schließlich passten sie jetzt auch perfekt zusammen, oder nicht?
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      Ezra

      Es war nicht sonderlich hilfreich, aber Ezra konnte nicht anders, als zu lachen, als er Andrews entgeisterten Gesichtsausdruck sah. Er griff über den Tisch hinweg nach seiner Hand und drückte sie kurz, bevor er ihre Finger miteinander verschränkte. "Absolut nichts an meiner Vorstellung war besser, Darling. Das ist ja gerade der springende Punkt." Er verkniff sich ein weiteres Lachen. Dafür war das Thema eigentlich viel zu ernst, vor allem wenn er wollte, dass Andrew am Ende nicht dachte, dass er ihm einfach nur sagte, was er hören wollte.
      "Ich war damals jung, furchtbar selbstzerstörerisch und habe immer noch damit gekämpft, dass ich den Kontakt zu so ziemlich jeder einzelnen Person die ich kannte abgebrochen hatte. Ich wusste nicht, ob ich das Richtige getan habe, oder nicht. Als du mir so verbissen hinterhergejagt hast, bist du in meiner Phantasie einfach zu jemandem geworden, der mir alle Selbstzweifel bestätigt hat. Ich habe damals keinen Partner gebraucht, der mit mir drei Kinder großzieht und mir Blumen schenkt, gegen die er selbst allergisch ist, sondern jemanden, der mir die selbe toxische Einstellung entgegenbringt, die ich mein ganzes Leben lang gehabt hatte. Aber das warst du nie und da bin ich wirklich froh drum." Ihre Anfangsphase hatte definitiv auch ein paar Glanzmomente gehabt, aber eigentlich vermisste Ezra sie kaum. Warum auch? Die ganzen Jahre, in denen er Andrew wirklich kennen gelernt hatte, waren deutlich lockerer und unterhaltsamer gewesen.
      "Mir ist mit der Zeit irgendwann aufgegangen, dass du vollkommen anders bist, als ich mir dich vorgestellt habe und dass ich die Person aus meiner Phantasie eigentlich gar nicht richtig wollte. Du hast dich nicht extrem verändert, ich bin einfach mental stabiler geworden und habe realisiert, dass du eigentlich der beste Mensch bist, den ich kenne." Ezra biss sich kurz auf die Unterlippe, um sicher zu gehen, dass Andrew Zeit hatte, um all die Informationen zu verarbeiten. Eigentlich hatte er selbst nie so richtig über die ganze Zeit nachgedacht. Ab und an war ihm vielleicht die ein oder andere problematische Denkweise aufgefallen, aber wirklich ausgesprochen hatte er es noch nie.
      "Ich weiß nicht, ob es damals funktioniert hätte. Vielleicht wäre mir auch aufgefallen, dass du mir gut tust und viel besser als meine Vorstellung bist, aber eigentlich ist es doch egal, oder? Wir haben uns jetzt und du wirst mich nicht mehr los. Du kannst selbst entscheiden, ob das ein Versprechen oder eine Drohung ist."
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      Andrew

      Schön. Ezra fand das Ganze auch noch witzig. Andrew verzog etwas mehr das Gesicht. Er horchte erst auf, als Ezra meinte, seine Vorstellung wäre nicht besser gewesen. Aber warum dann enttäuscht sein?
      Oh. "Du… standst also auf mich, weil du dich mit mir bekriegen konntest und ich dir hinterher gelaufen bin? Gesund", kommentierte Andrew monoton. Zumindest hatte er jetzt ein weniger schlechtes Gewissen, dass er Ezras Flirts jahrelang ignoriert hatte. Der hatte sie ja nicht mehr alle. Und Andrew hätte ihn definitiv nicht mehr so behandelt, wenn sie zusammen gewesen wären. "Ich frage mich trotzdem, was du meinst, dass dich das später geändert hab. Ich hab dich immer gleich behandelt, denke ich. Vielleicht bin ich über die Jahre zu nachsichtig mit dir geworden, um meinen Job richtig zu machen, und du fandest es heiß, dass ich fast im Dezernat gewohnt habe. Ich verstehe nicht, wie dein Gehirn funktioniert" Er schüttelte leicht den Kopf.
      Sie hatten all die Jahre keine ordentlichen Gespräche geführt, höchstens mal unabsichtlich Kleinigkeiten ausgetauscht, weil sie zu gewöhnt aneinander gewesen waren. Was Ezra aber durch den Kopf gegangen war, dass er so an Andrew gehangen hatte… Und das jahrelang… Für Andrew war Ezra immer da gewesen, ein Ziel, das er verfolgt hatte, von dem er beinahe besessen gewesen war, und letztendlich fand er es wohl charmant, dass Ezra ihn ständig mit Komplimenten und anderen, fragwürdigeren, Aussagen überhäuft hatte. Aus seiner Perspektive machte es Sinn, ihm früher oder später eine Chance zu geben. Aber Ezra musste einfach eine Schraube locker haben.
      Andrew schmunzelte ohne seinen Gedanken auszusprechen. "Du hast recht, wir werden zwar beide langsam… alt, aber ein paar Jahre haben wir hoffentlich noch zusammen"
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      Ezra

      “Ich bin neun Jahre lang dem selben Typen hinterhergelaufen, obwohl er mir mehrfach zu verstehen gegeben hat, dass er kein Interesse an mir hat. Ich kann nichts dafür, wenn du unter den Voraussetzungen davon ausgehst, dass ich mental gesund bin. So wie du über dein Alter sprichst, gehe ich ja auch nicht davon aus, dass du mental auf der Höhe bist.” Ezra drückte breit lächelnd Andrews Hand zum letzten mal, bevor er sie zurückzog, als ein Kellner auf sie zukam und ihm eine kleine Pause zum Nachdenken verschaffte. Eine Pause, in der sein Kopf mit der Frage gefüllt war, warum Andrew immer so tat, als ob die 30er das Lebensende darstellen würden. Statistisch betrachtet hatten sie erst etwas mehr als ein Drittel ihres Lebens hinter sich. Zugegeben, bisher wahrscheinlich kein besonders gesundes Leben, aber trotzdem!
      “Du liegst übrigens falsch. Ich hätte es auch damals bevorzugt, wenn du bei mir, statt auf der Arbeit geschlafen hättest”, setzte Ezra mit einem kleinen Zwinkern an. “Ich finde es einfach wirklich schön, dass du so für deinen Job brennst. Das steht dir irgendwie. Es ist schwer zu beschreiben.” Aber es war auch jetzt definitiv noch der Fall. Man konnte Andrew ansehen, wie stolz er über die Beförderung war und wie ernst er sie nahm. Zumindest, wenn man ihn besser kannte. Auf Außenstehende musste er wahrscheinlich einfach nur ein wenig genervt wirken, oder so.
      “Es gab Phasen”, erklärte er, während er seinen Kopf auf seine Hand stützte. Er hatte die vage Erinnerung, schon mal darüber geredet zu haben. “Ich glaube als ich irgendwann realisiert habe, dass du gar nicht so drauf bist, wie ich gedacht habe, gab es eine ziemlich lange Phase, in der ich dich einfach nur heiß fand, aber nicht wirklich für dich geschwärmt habe, falls das Sinn ergibt?” Ezra zuckte kurz ein wenig unbeholfen mit den Schultern und hoffte, dass er gerade nicht dabei war, alles schlimmer zu machen.
      “Dann hab ich irgendwann meine dramatischen Teenagerjahre hinter mir gelassen. Ada und Liz sind dazugekommen und… du warst immer so eine Konstante in meinem Leben. Immer da, immer gut vorbereitet, immer nur ein bisschen langsamer als ich. Du hast immer so gewirkt, als ob du genau wüsstest, was du tust und was du willst und das fand ich bewundernswert. Irgendwann ist die ganze Schwärmerei mit voller Wucht zurückgekommen. Danach habe ich immer wieder versucht, mir das verliebt sein selbst auszureden, weil es so unfassbar unrealistisch war, dass je was daraus werden würde. Ich bin wirklich verdammt froh, dass ich das nie geschafft habe.” Auch, wenn am Ende einfach nur eine große Portion Glück dabei gewesen war. Glück, dass Andrew von dem Fall mit dem Stein erfahren hatte, als Ezra in der Nähe gewesen war. Glück, dass er Ezras Hilfe angenommen hatte. Glück, dass sie überhaupt noch lebten. Wie viel anders wäre ihr Leben verlaufen, wenn Andrew es nicht geschafft hätte, Ezra bei ihrem letzten Wettrennen gegeneinander zu fangen?
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      Andrew

      Andrew lächelte etwas. "Mhm. Ich erinnere mich. Wer hört nicht gerne, dass sein Partner von seiner Persönlichkeit erstmal abgeturnt war. Aber weißt du was? Wenigstens bist du damit nicht alleine. Wahrscheinlich könnten alle meine Exfreunde mit dir sympathisieren, aber du scheinst dich wenigstens damit angefreundet zu haben" Er war sich selbst nicht ganz sicher, ob er scherzte. Aber das Gespräch mochte er nicht besonders. Er wusste, dass er seine Fehler hatte, und es war sein persönlicher Alptraum, dass Ezra irgendwann realisierte, dass er doch nicht mit ihm auskam.
      Die erneuten Komplimente besänftigten ihn ein wenig. Ezra war wirklich einfach nur irrational und verrückt, aber er war sein irrationaler, verrückter Freund.
      "Apropos. Denkst du, Ada wird mich irgendwann leiden können oder sollte ich das einfach abschreiben? Ich geb mein Bestes, aber ich glaube, sie verzeiht mir nicht wirklich, dass ich… meinen Job gemacht habe" Er runzelte etwas die Stirn. Er verstand ihre Seite zwar, aber ein wenig lächerlich war es trotzdem. Oder dachte sie, er würde Ezra noch an einem beliebigen Dienstag ausliefern und wegsperren lassen? "Aus deiner Familie, auch wenn sie nicht mit dir verwandt ist, ist sie mir immernoch am sympathischsten, also fände ich es irgendwie schade"
      Der Kellner kam mit ihren Getränken zurück und Andrew schnappte sich seinen Eiskaffee. Es war nie falsche Tageszeit oder Mahlzeit für Kaffee, und Mai war objektiv warm genug um Eiskaffee zu trinken. "Ich verstehe nicht, wieso sie immernoch skeptisch ist, nachdem wir gerade dabei sind zusammen Kinder zu adoptieren" Und Andrew aktiv an seinem Antrag arbeitete. "Wie viel Commitment will sie denn noch?" Das Ganze würde ihn vielleicht weniger frustrieren wenn sie keine Nachbarn wären und Andrew sie beinahe jeden Tag sehen würde. Außerdem fühlte es sich jedesmal seltsam ab, wenn er ihr die Kinder persönlich übergab.
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