The Hero and the Thief [Nao & Stiftchen]

    Aufgrund einer größeren Serverwartung kann es aktuell zu vereinzelten Fehlern kommen. Meldet diese gerne unter: https://www.anime-rpg-city.de/index.php?board/7-fragen-ideen-und-probleme/

    • Caleb

      Ein kleines Grinsen erschien auf Calebs Lippen und - fuck, vielleicht hatte Richard doch irgendwie recht damit, dass er sein Leben besser machte. Auch, wenn er diese Erkenntnis mit ins Grab nehmen würde, obwohl es darauf wahrscheinlich eh nicht ankommen würde. Richard glaubte ja eh nur das, was er glauben wollte und verbuchte sich gerne frühzeitig mehr Lob, als er verdiente. Aber das hier, das flirten, teasen, ärgern, war wirklich, wirklich unterhaltsam.
      "Ich finde, dass wir keinen Grund hätten, uns über die drei Dates zu beschweren", merkte er an, lehnte sich nach vorne und küsste Richard. "Ich fühle mich durch sie irgendwie...entspannter." Auch, wenn das wort vielleicht nicht ganz perfekt passte. Ja, er machte sich definitiv immer noch zu viele Sorgen darüber, ob Richard irgendwann realisieren würde, dass er sich jemand weitaus besseren angeln könnte, aber wenigstens hatte er nicht mehr die Sorge, dass er genervt sein würde, wenn Caleb Sex jetzt ablehnen würde. Okay, vielleicht nicht jetzt jetzt, weil er ihn dafür definitiv zu sehr angeflirtet hatte und sich gerade Richards Hals entlang küsste, aber allgemein halt.
      "Kommt drauf an" griff er Richards letzte Frage zwischen zwei Küssen auf. "Ich wohne näher dran. Zu mir, wenn du es nicht mehr aushalten kannst, zu dir, wenn du noch ein bisschen Spannung brauchst. Deine Wahl." Caleb war es egal, solange sie endlich aus der stickigen Hitze und dem Lärm des Clubs rauskommen würden. Richard hatte die drei Dates deutlich besser durchgehalten, als er gedacht hätte, da würde es wahrscheinlich auf eine halbe Stunde mehr oder weniger auch nicht mehr ankommen, oder?

      Caleb atmete tief durch, als sie endlich wieder draußen waren. Direkt vor dem Club war es zwar nicht merklich leiser, weil die Raucher und 'Ich brauche kurz frische Luft' Leute irgendwie zu ihrer eigenen Party versammelt hatten, aber wenigstens war es nicht mehr so stickig, als er nach Richards Hand griff und sich von ihm zu seinem Auto ziehen ließ. Er war nie wirklich der größte Fan von Händchenhalten gewesen, aber irgendwie fühlte es sich falsch an, Richard ganz los zu lassen.
      "Und? Schon entschieden, wo's hingeht? Oder willst du mich überraschen?", fragte er, während er seine freie Hand in seine Jackentasche schob und kurz mit dem Gedanken spielte, sich noch eine Zigarette anzustecken. Er verwarf die Idee am Ende nur, weil kalter Rauch wahrscheinlich beim Küssen nicht sonderlich gut schmeckte. Wenn das schon ihre erste gemeinsame Nacht nach ihrem kleinen....Zwischenfall werden sollte, sollte sie wenigstens so perfekt sein, wie sie konnte, nicht?
    • Richard

      Entspannter? Caleb vielleicht. Richard wartete noch auf seinen entspannten Zustand. Aber zumindest Hatte Caleb nichts, worüber er sich beschweren konnte. Er konnte Richard nicht vorwerfen, ihn nicht zu mögen, weil er ihm auch nicht vorwerfen konnte, dass er sich nicht bemüht hätte. Richard hatte sich an alles gehalten, sich kaum beschwert und sich tatsächlich angestrengt, mit einem völlig akzeptablen Motiv: Er wollte, dass Caleb ihm wieder vertraute und sich im Zuge dessen an ihn warf. Die Küsse und das Geschmuse, die er dabei ergattert hatte, waren es schon wert gewesen, aber dabei blieb es nicht. Caleb warf sich genauso an ihn wie letzte Woche, diesmal ohne einen Tropfen Alkohol. Wer von ihnen war nun wirklich verrückt nach Sex? Obwohl es wahrscheinlich kein Wettbewerb mehr sein sollte, jetzt, wo Richard seinen Willen hatte.
      Er ignorierte die aufgelisteten Angebote während er sich nochmal so richtig in die Küsse hinein lehnte und Calebs Oberschenkel fast schon unterbewusst durchknetete, und dann mit dem Blonden nach draußen ging, bevor das Vorspiel vor all den Leuten etwas zu offensichtlich wurde. Irgendwann am Weg zum Auto ließ Richard Calebs Hand los und legte stattdessen seinen Arm um dessen Taille, weil er ihm nicht nah genug sein konnte. Eigentlich war der Wandel zwischen ihrem ersten Treffen und jetzt ein wenig beängstigend.
      Sie stiegen ins Auto. "Wir fahren zu dir", sagte er als er den Wagen mit einem kleinen Knopfdruck startete. Kein Grund für Überraschungen, es war die offensichtliche Wahl. Wenn es Caleb egal war, natürlich fuhren sie dann nicht extra eine längere Strecke.
      "Hey" Die Nachtluft hatte ihn ein bisschen abkühlen lassen und zurück in die Realität gebracht. "Du meinst es ernst, oder? Du wachst nicht morgen auf und entscheidest, dass es aus welchem Grund auch immer zu früh war und das nicht funktionieren kann?" Er war sonst niemand, der die Stimmung ruinieren wollte, aber sie hatten sowieso zehn Minuten Fahrt vor sich und den Dirty Talk so lange auf derartigem Abstand aufrecht zu erhalten erschien sogar Richard ein bisschen unwahrscheinlich. Stattdessen kam schon wieder der Gedanke hoch, dass Caleb es schaffte, in allem einen Grund zu sehen, wieso sie nicht zueinander passten. Wenn er das als Ausrede für sich selbst nutzen würde, um einen Rückzieher zu machen, würde Richard es nicht durchgehen lassen, und ihn einfach zuhause absetzen.
      ✦ . ⁺   . ✦ .  ⁺   . ✦⁺   . ✦ .  ⁺   . ✦⁺   . ✦ .  ⁺   . ✦
    • Caleb

      "Ja, es ist mir absolut ernst. Nein, ich werde morgen nicht anders darüber denken." Caleb schüttelte den Kopf, auch, wenn das vielleicht nicht ganz stimmte. Er würde immer davon ausgehen, dass sie nicht funktionieren würden. So funktionierte sein Kopf. Aber das musste er nicht zu Richards Problem machen. Die Kunst bestand halt darin, das alles irgendwie ignorieren. Jetzt gerade war er sich zumindest absolut sicher, dass er das hier wollte. Es war vielleicht ein bisschen irrational, das alles nur auf drei Dates zu basieren, aber es fühlte sich zumindest etwas leichter an, die Stimmen auszublenden, die ihm einreden wollten, dass Richard nur mit ihm schlafen wollte.
      "Beziehungsweise", lenkte er mit einem kleinen Grinsen ein, während er sich auf dem Beifahrersitz zurücklehnte, "würde ich es bereuen, wenn du morgen auf die dämliche Idee kommen würdest, direkt wieder Schluss zu machen. Wenn du sicher gehen willst, dass ich im Nachhinein nichts bereue, muss das zwischen uns schon etwas länger halten, als die paar Monate vom letzten mal. Sonst setze ich dein Auto in Brand."
      Es hatte ein Witz sein sollen, aber ausgesprochen hörte sich das irgendwie seltsam an. Er wusste nicht mal, wie genau Richard und er jetzt zueinander standen. Waren sie zusammen? Dateten sie? War Richard sein Freund, sein Date, oder irgendwas dazwischen? Jetzt schon irgendwas von Langfistigkeit zu erzählen war wahrscheinlich tatsächlich zu früh.
      "Aber danke, dass du gefragt hast", schob er mit einem kleinen Lächeln hinterher. Irgendwie war das irritierend süß und wahrscheinlich ein weiterer guter Grund um einzusehen, dass es Richard genau so ernst war, wie ihm, oder? Zumindest ließ es sein Herz ein kleines bisschen schneller schlagen.
      Caleb hielt seinen Schlüssel schon in seinen Fingern, während sie sich langsam seiner Wohnung näherten. Langsam wünschte er sich, er hätte ein wenig aufgeräumt, obwohl es darauf wahrscheinlich eh nicht mehr ankam. Mit ein bisschen Glück hatte Richard sowieso nicht genug Zeit, sich genau umzusehen.
    • Richard

      Richard zog eine Augenbraue hoch und warf Caleb seinen skeptischen Blick zu. „Wehe du steckst mein Auto in irgendeinem Szenario jemals in Brand“, sagte er zuallererst. „Und dann hoffe ich, dass du allen weitererzählst, dass du mich mit Erpressung für immer an dich binden wolltest, und nicht anders herum. Mann, ich wünschte ich hätte das jetzt auf Band“ Das wäre zumindest milliarden Wert, wenn er es Ezra vorspielen könnte. Und jetzt wo Caleb es sagte, hatten sich die letzten Monate für Richard witzigerweise nicht nach Monaten angefühlt. Eher… ein paar chaotischen Wochen. Vielleicht war das aber auch der Fluch des Älterwerdens. Irgendwann verstrichen die Jahre wie Sekunden. Entweder das oder er genoss seine Zeit mit Caleb tatsächlich noch etwas mehr als er zugeben wollte und wenn er damit beschäftigt war, an Caleb zu denken, vergingen die Tage wie nichts. Es war definitiv ersteres.
      Ungefähr nach zweimal Blinzeln hatten sie nämlich auch die Autofahrt schon fast hinter sich. „Das war auch das letzte Mal, dass ich gefragt habe. Ich hoffe, du hast es genossen“, sagte er, als er sich vor dem großen Wohnhaus einparkte. „Ab jetzt nehme ich dich beim Wort“ Er sah Caleb an, bevor er den Wagen abstellte, nach seinem Handy griff und ausstieg.
      „Wir sollten uns beeilen, ich will deinen Nachbarn nicht unbedingt nochmal sehen“, kommentierte er, als sie in den Aufzug stiegen. Dieser Kerl hatte ausreichend Eindrücke von Richard gehabt, als er ihn am Boden kniend gesehen hatte. Er konnte vor seinem geistigen Auge das Kopfschütteln sehen, das er machen würde, wenn er ihn wieder in Calebs Wohnung gehen sah. Nicht, dass es ihn was anging. Hätte ja auch alles nur ein Rollenspiel sein können beim letzten Mal. Bezüglich Rollenspiele sollte Richard sich jedenfalls auch noch ein paar Sachen einfallen lassen, vielleicht war das ja eher nach Calebs Geschmack. Aber viel wichtiger war, dass Richard bei einigen Dingen ganz genau wusste, was Caleb mochte. Er tat vielleicht so, als wäre es nicht wahr, aber er mochte es, herumgeschubst zu werden. Zum Bett getragen zu werden. Geküsst zu werden, bis er keine Luft bekam. Basierend auf dem Wissensschatz konnte Richard sich jetzt überlegen, womit er Caleb ärgern wollte, bis er darum bettelte. Er hielt es zwar selbst kaum mehr aus, aber… versuchen musste er einfach. Er hatte zu viel Spaß daran. Caleb würde es sich scheinbar nicht mehr anders überlegen, da konnte Richard das doch mal ausnutzen.
      Darum küsste er Caleb weder im Aufzug, noch im Gang, bis sie direkt vor seiner Wohnung standen. Das war wieder eines der positiven Dinge daran, dass Caleb zu kurz geraten war. Ein bisschen zumindest. Fairerweise war Richard auch ein bisschen größer als die Norm. Wichtig war, dass er zu einem großen Teil die Kontrolle hatte, ob er sich für einen Kuss runterbeugte oder nicht, und er weigerte sich vehement, bis sie drin waren und er seine Jacke ausziehen konnte, darauf wartend, dass Calebs Verwirrung einsetzte, weil Richard nicht über ihn herfiel. „Ah, hab ich den Eingangsbereich vermisst“, sagte er. „So viele gute Erinnerungen“ Gott, sein eigener Einfall ging ihm jetzt schon auf die Nerven.
      ✦ . ⁺   . ✦ .  ⁺   . ✦⁺   . ✦ .  ⁺   . ✦⁺   . ✦ .  ⁺   . ✦
    • Caleb

      "Ich habe keine Ahnung, was du meinst", kommentierte Caleb vollkommen unschuldig, als Richard seine Taktik als 'Erpressung' titulierte. Zum Glück hatte er absolut keine Zeugen für die Aussage. Wahrscheinlich würde er sogar behaupten, das nie gesagt zu haben, wenn Richard es erwähnen würde. Aber...er stand dazu. Er brauchte das hier. Seine mentale Gesundheit hing mittlerweile viel zu sehr von dieser Beziehung ab. Ein wenig Pyromanie war da doch angebracht, oder?
      "Aw, ich wette, mein Nachbar würde sich freuen. Sonst ist es bei uns immer so langweilig. Du hast wenigstens ein bisschen Drama ins Haus gebracht", kommentiere er amüsiert, bevor er irritiert blinzelte, als Richard ihm nicht für den nächsten Kuss entgegen kam. Hatte er was falsches gesagt? Oder- Oh. Spätestens, als sie in seinen Hausflur kamen, realisierte Caleb, dass Richard auf Zeit spielte. Was auch immer ihm das bringen würde.
      "Mhm. Ganz tolle Erinnerungen", kommentierte er trocken, während er seine Jacke auszog. "Manchmal sehe ich dich noch auf deinen Knien vor mir, wenn ich das Haus verlassen will." Im Nachhinein war es irgendwie seltsam attraktiv gewesen. Vielleicht hätte er sich wirklich weniger Gedanken darum machen sollen, ob Richard ihn persönlich mochte, oder nicht. Zu sowas hätte er sich sonst wahrscheinlich wirklich nicht herabgelassen. Trotzdem bereute Caleb die Dates nicht. Sie waren wirklich gut gewesen. Er verbrachte gerne Zeit mit Richard, wenn der sich nicht gerade anstellte.
      "Ich hab allerdings auch ziemlich gute Erinnerungen ans Schlafzimmer", schob er hinterher, während er seine Arme um Richards Taille legte und seinen Hals entlang küsste, weil...das irgendwie das einzige bisschen Haut war, das er erreichen konnte. Das alles passte irgendwie nicht zusammen. Caleb war fest davon ausgegangen, gegen die nächstbeste Wand gedrückt zu werden, sobald die Tür hinter ihnen ins Schloss gefallen war.
      "Komm schon, Richy, ich-" Caleb stockte, als ihn eine böse Vorahnung überkam. "Geht's dir ums Betteln oder ums Zuschauen?", fragte er trocken. Beides schien irgendwie eine Nummer zu groß für ihn, aber...mit wem, wenn nicht Richard? Wenigstens musste er sich bei ihm keine Gedanken darum machen, dass er ihn irgendwie ernsthaft damit aufziehen würde.
    • Richard

      Eigentlich hatte es sich alleine dafür direkt wieder gelohnt. Ah, was für ein schöner Anblick. Caleb, der sich mit ein paar verführerischen Worten an Richard schmiegte und verzweifelt versuchte, ein bisschen Action abzubekommen. Er blieb standhaft und glitt aus seinen Schuhen, aber dann hatte Caleb ihn sowieso schon durchschaut. In Rekordgeschwindigkeit. Richards Augen mussten vor Begeisterung funkeln, als Caleb aussprach, was er dachte. Er grinste wieder.
      „Ich weiß nicht, was dir lieber ist“, sagte er strahlend. „Aber du kannst auch noch deinen Satz beenden, der interessiert mich. ‚Komm schon Richy, ich… bin so heiß auf dich? Komm schon, ich will dich? Ich halte es nicht mehr aus?“, ärgerte er Caleb. Dann beschloss er, doch ein bisschen nachzugeben, auch, weil er eigentlich selbst viel zu angeturnt für dieses Spiel war. Wenn nicht vorhin dann spätestens jetzt. Er neigte sich zu dem Blonden, küsste ihn und griff nach seiner Taille, um ihn rückwärts den Gang entlang zu schieben.
      „Hast du‘s dir schon überlegt?“, fragte er zwischen den Küssen. „Ich bin für beides offen. Es muss einander auch nicht ausschließen. Wir haben die ganze Nacht Zeit“ Er führte das fort, bis sie im Schlafzimmer angekommen waren. Den Weg kannte Richard zum Glück auch noch blind, wirklich woanders war er in dieser Wohnung ja auch kaum gewesen.
      Er stieß Caleb auf die Matratze und türmte über ihm, während er sich von seinem Hemd und dem T-Shirt darunter befreite, dann öffnete er langsam seinen Gürtel. „Lass dich nicht stressen, ich akklimatisiere. Kurze Zwischenfrage zu den berüchtigten Sextoys. Die sind real, oder? Wenn nicht, keine Sorge, wir können morgen Früh Online Shoppen und die Frage, auf was ich hinaus will, hätte sich dann auch geklärt, ohne dass du dir den Kopf zerbrechen musst“ Er lächelte. Und atmete etwas zu heftig, um die Lügen lange aufrecht zu erhalten.
      ✦ . ⁺   . ✦ .  ⁺   . ✦⁺   . ✦ .  ⁺   . ✦⁺   . ✦ .  ⁺   . ✦
    • Caleb

      "Alles davon, in der Reihenfolge", antwortete Caleb sarkastisch, schien damit aber offenbar zumindest ein bisschen weiter zu kommen. Zumindest schafften sie es bis ins Schlafzimmer. Auch, wenn Calebs Kopf ein einziges Durcheinander war, als Richard ihn auf seine Matratze stieß. Sollte er? Sollte er nicht? Irgendwie verschwamm ein internes Argument mit dem nächsten und am Ende wusste er nicht mehr so richtig, ob er sich auf das alles einlassen sollte, oder nicht. Vielleicht hätte er doch mehr trinken sollen, als er die Chance dazu gehabt hatte.
      Caleb setzte sich auf, um sich sein eigenes Hemd auszuziehen und es achtlos zur Seite zu werfen, bevor Richards letzter Satz ihm ein wenig Röte auf die Wangen zauberte. Wie schaffte Richard es, mit alledem so unfassbar offen umzugehen? Vielleicht sollte er statt Richards Auto einfach sich selbst in Brand stecken. Er deutete nach kurzem Zögern kurz auf die oberste Schublade von seinem Nachttisch. "Ich hab einen Vibrator hier. Da liegen auch die Kondome und Gleitgel drin." Okay. Das war eine absolut normale, überhaupt nicht seltsame Konversation. Obwohl er irgendwie auch nicht behaupten konnte, dass ihn die Vorstellung eine kleine Show für Richard abzuziehen überhaupt nicht reizen würde.
      "Aber ich bin mir sowieso ziemlich sicher, dass du keine zehn Sekunden aushältst, bevor du mitmachen wollen würdest. Lohnt sich das überhaupt?" Er schob Richards Hände zur Seite, um seine Jeans für ihn zu öffnen, während er die nächsten Küsse auf seiner Haut verteilte. Wenigstens fühlte sich das mittlerweile routiniert genug an, um ihn nicht zusätzlich zu verunsichern. "Außerdem bist du eh besser." Vielleicht war es ab und an tatsächlich nötig, Richards Ego ein wenig zu füttern. "Was hättest du denn davon?", fuhr er fort, während er seine Finger über Richards Oberkörper wandern ließ. Irgendwie war es ein wenig irritierend, wie vertraut sich das mittlerweile anfühlte.
    • Richard

      Ha. Richard grinste. Jetzt kam er in Fahrt, was? Richard musste tatsächlich überlegen, ob er lieber seinen Wunsch erfüllt haben wollte, oder Caleb den Gefallen tat, ihn sofort zu nehmen. Wenn er schon darauf bestand, dass Richard so viel besser war… Außerdem hatte Caleb vermutlich recht, und Richard würde sich das nicht lange ansehen können. Vielleicht ein, zwei Minuten, dann war Schluss. Er war schon viel zu nah dran, endlich mit Caleb zu schlafen, dass er nicht mehr unendlich geduldig war.
      Er öffnete die Schublade trotzdem, nicht zuletzt wegen des Vibrators, aber auch, um ein Kondom aus der Packung zu fischen und das Gleitgel damit auf dem Bett zurechtzulegen. Für später. Er wäre nicht er selbst, wenn er auf ein ausgiebiges Vorspiel verzichten würde. Davon hatte er auch tatsächlich etwas. Obwohl die Sache mit dem Beobachten ihn wahrscheinlich ziemlich schnell über die Grenze bringen könnte.
      "Ich hoffe doch, dass ich besser bin, als das Ding", sagte er etwas abschätzig, als er sich das Spielzeug ansah und es schließlich ebenfalls aufs Bett warf, bevor er Caleb auf die Matratze drückte und ohne Vorwarnung anfing, ihn endgültig auszuziehen. "Ich hatte gerade ne Idee, die du auch mögen wirst", sagte er nebenbei, ohne Interesse daran, sein Vorhaben zu teilen. Richard ließ Caleb ganz auf sein Bett rutschen, bevor er ihm selbst nur noch in Unterwäsche folgte und seine Beine auseinander schob, um sich dazwischen zu setzen und Caleb an sich zu ziehen. Der Vibrator und das Gleitgel lagen wunderbar griffbereit neben ihm, aber ließ sich von der Position überkommen und beugte sich zu dem Blonden herunter, um ihn zu küssen. "Die Frage, was ich davon habe, kann ich dir übrigens beantworten", murmelte er. "Dir zuzusehen, wie du abgehst, ist immer der halbe Spaß an der Sache" Er griff nach dem Gleitgel, um etwas davon auf seiner Hand zu verteilen und anschließend damit über den Vibrator zu streichen. "Darum wäre es dumm von mir, dir etwas vorzuschlagen, von dem ich nicht absolut überzeugt bin, dass du es genauso geil findest, wie ich. Du wirst schon noch drauf kommen" Richard legte seine Hand zwischen Calebs Beine und strich eine Weile sanft auf und ab, dann über Calebs Oberkörper, und zurück nach unten, während er in der anderen Hand den Vibrator hielt und den On-Knopf ein paar Mal drückte, bis er eine Einstellung fand, die ihm gut vorkam.
      "Gewöhn dich nur nicht zu sehr daran, ich bin ja schließlich besser, wie du sagtest", grinste er und strich mit dem Spielzeug langsam über Calebs Beine, bis hin zu seiner Mitte, ohne es sofort einzuführen, aber er würde schon darauf achten, wann es so weit war.
      ✦ . ⁺   . ✦ .  ⁺   . ✦⁺   . ✦ .  ⁺   . ✦⁺   . ✦ .  ⁺   . ✦
    • Caleb

      Richards Finger entlockten Caleb ein sanftes Stöhnen, während seine Worte ihr übriges taten. Irgendwie kam es ihm vollkommen unrealistisch vor, dass Richard den Anblick genoss, aber wahrscheinlich...sprach da wieder irgendetwas aus ihm, was er lieber ignorieren sollte. Auch wenn er langsam viel zu viel ignorierte. Aber das war es wert, oder? Caleb fühlte sich gut. Furchtbar überfordert, aber gut.
      Der Vibrator war immer noch etwas irritierend, einfach, weil Caleb nicht ernsthaft damit gerechnet hatte, dass Richard irgendetwas davon hatte. Es war heiß, irgendwie. Vielleicht sollte er wirklich mehr darauf vertrauen dass Richard wusste, was er wollte, so...seltsam das auch klang. Er stieß ein kleines Seufzen aus, als er über seine Beine strich und stöhnte erneut auf, als Richard den Vibrator schließlich zwischen seine Beine drückte. Nicht genug, um ihn irgendwie zufrieden zu stellen, aber genug um ihn vermuten zu lassen, was noch auf ihn zukommen würde. Er zischte ein kleines "Fuck", während er eine Hand nach Richard ausstreckte, um ihn für den nächsten Kuss an sich zu ziehen.
      "Beim nächsten mal habe ich mehr Vertrauen in deine Wünsche", murmelte er, während die - noch - sanfte Vibration langsam anfing, seine Gedanken zu verwischen. Nicht so gut, wie Richard, aber sie hatten den ganzen Abend Zeit und Cal konnte nicht behaupten, dass Richard je irgendwas im Bett gemacht hätte, was er am Ende nicht genossen hatte.
      "Ich will mehr, Richy." Er brauchte einen Moment, um zu atmen, bevor er ein kleines "Bitte" hinterherschob. Kein Betteln. Noch nicht, aber zu mehr konnte er sich gerade nicht bringen. "Ich habe die ganze Woche schon hierauf gewartet." Länger, eigentlich. Der Sex war ja nie sein Problem gewesen, solange es halt nicht nur um den Sex ging und das hier fühlte sich jetzt schon gut an. Die ganze Vorfreude, die sich langsam auflöste, weil er endlich das bekam, was er wollte, fühle sich ein bisschen benebelnd an.
    • Richard

      Richard konnte nicht aufhören zu grinsen, selbst wenn er Caleb zwischen dessen Stöhnen küsste. Das war nicht der Moment, um laut darauf zu bestehen, dass er Caleb besser kannte, als er sich selbst, aber Richard dachte es sich zumindest. So unangenehm dem Blonden manche Dinge im Vorhinein vielleicht auch vorkamen, er musste nur ein bisschen in Stimmung kommen, um zu realisieren, dass er es tatsächlich wollte. Zumindest schien er es langsam selbst zu verstehen und er ließ sich sogar darauf ein, Richard mit einem kleinen Bitte Freude zu bereiten.
      „Wie könnte ich dir da noch etwas enthalten?“, sagte er amüsiert und drückte erneut auf den Knopf am Vibrator, bevor er ihn einführte. Und dann schnappte er sich eine von Calebs Händen und tauschte seine eigene mit dieser aus, sodass er sich zurücklehnen und kurz den Anblick vor sich genießen konnte, bevor er selbst über seine Shorts strich und sie letztendlich herunterzog.
      „Du siehst verdammt heiß aus. Ich speichere das in meinem Kopf ab, damit ich was habe, das mir Gesellschaft leistet, wenn du wieder darauf bestehst, dass Sex überbewertet ist“, murmelte er belustigt. Eigentlich hatte er ja noch garkein Recht darauf, seinen Wunsch einzulösen, weil die Wette nicht abgeschlossen war, aber daran würde er Caleb garnicht erst erinnern. Jetzt war ihm zudem schon egal, ob er gewann oder verlor, denn persönlich hatte er schon längst das Gefühl, gewonnen zu haben. Seinetwegen konnte er am Ende auch noch bei einem von Calebs verschwendeten Wünschen mitmachen, als hätte er sich nicht auch ohne Wette darauf eingelassen.
      Richard hatte trotzdem genug davon, sich mit seiner eigenen Hand zufrieden zu geben, als wär das nicht genau das, was er die letzten Wochen hatte tun müssen. Besonders, wenn er Caleb jetzt live vor sich liegen hatte, auf eine Art, die er sich nichtmal mit viel Fantasie so gut vorstellen hätte können.
      Er riss die Folie auf und zog sich das Kondom über, beugte sich über den Blonden, um ihn wieder küssen und stützte sich auf seine Unterarme. „Je nachdem, wie gut du drauf bist, kannst du den Vibrator auch drin lassen“, grinste Richard. Er war sich ziemlich sicher, die Antwort zu kennen, aber er sprach seine Gedanken trotzdem gerne aus.
      ✦ . ⁺   . ✦ .  ⁺   . ✦⁺   . ✦ .  ⁺   . ✦⁺   . ✦ .  ⁺   . ✦
    • Caleb

      Das kleine bisschen Protest, das noch in ihm steckte und ihm einreden wollte, dass das alles zu viel war, zu intim - so bescheuert das auch klang - schmolz dahin, als er seine Hand an den Vibrator legte. Caleb bewegte ihn langsam, damit der ganze Spaß nicht vorbei wäre, bevor Richard überhaupt die Chance gehabt hätte, mitzumachen. Fuck. Das ganze war eindeutig heißer, als er gedacht hätte. Richard dabei zu beobachten, wie er ihn beobachtete brachte ihn zum durchdrehen. Aber offenbar hatten sie beide nicht Unrecht gehabt, Richard hiel tatsächlich nicht sonderlich lange durch, nur zuzusehen.
      Er stöhnte ihm sanft in den Mund, als er sich für den nächsten Kuss über ihn neigte und schob seine freie Hand in Richards Haare, um ihn daran zu hindern, sich wieder aufzusetzen. Er brauchte diese Nähe. Das war besser, als all die Nächte der letzten Wochen, die er mit seiner Fantasie alleine verbracht hatte. Er stockte trotzdem kurz, als Richard sofort den nächsten Vorschlag einbrachte. Das selbe Problem wie immer. Es klang zu viel, aber irgendwie auch unfassbar heiß und er war viel zu angeturned, um rational zu denken.
      "Okay", brachte er ein wenig atemlos über die Lippen. Er war selbst ein wenig überrascht darüber, dass er zustimmte. "Lass uns das versuchen." Warum auch nicht? Fuck it. Wenn es doch nichts war, was Caleb mögen würde, machten sie halt was anderes. Wenigstens war ihr Sexleben nicht langweilig. Sein Herz schlug viel zu hart in seiner Brust. Er stoppte die Bewegung mit dem Vibrator, um Richard etwas mehr Platz zu machen, während seine Gedanken in seinem Kopf rauschten. Neugierde und Nervosität vermischten sich zu einem seltsamen Cocktail an Emotionen, während er seine Hand von Richards Haaren zu seiner Schulter wandern ließ. Er würde definitiv nie wieder auf den Gedanken kommen, dass Sex überbewertet war.
    • Richard

      Oh. Okay. Richard hatte definitiv keine Zustimmung erwartet. Vielleicht sollte er einfach aufhören, seine Vorschlage zu Zeitpunkten zu bringen, an denen Caleb klar denken konnte. Aber zugegeben, die Idee war ziemlich heiß. Für Richard zumindest. Die Empfindung musste krass sein. Ob Caleb ein Fan von Doppelpenetration war, wusste er nicht, aber nach all der Abneigung bei den harmlosesten aller Dinge, hätte Richard nichtmal das Interesse erwartet. Er gab trotzdem sofort nach. Wer war er schon, um dazu Nein zu sagen? Nichtmal ein ‚Bist du sicher?‘ rollte ihm über die Lippen, weil er definitiv nicht riskieren würde, dass Caleb seine Meinung änderte bevor sie es überhaupt versucht hatten.
      „Okay“, sagte er also schließlich. Richard übertrieb es aber nicht gleich, er checkte erstmal den Raum aus. Er ließ einen Finger in Caleb hineingleiten, dann einen zweiten und stellte fest, dass sie wahrscheinlich nichtmal mehr Verwendung für das Gleitgel hatten, aber sicher war sicher. Darum setzte Richard sich auf und öffnete die kleine Tube wieder, verteilte das Gel ein wenig zwischen ihnen und beugte sich wieder über Caleb, den Blick nach unten gerichtet, während er selbst bei der Sensation automatisch kurz die Luft anhielt. Er hatte sich definitiv noch nie an einem Vibrator gerieben und er war nicht davon ausgegangen, dass es heute passieren würde, aber so schnell konnte es gehen.
      Er drang vorsichtig und äußerst langsam in Caleb ein, glitt immer vor und zurück, um ihn nicht direkt zu überfordern, aber es kam ihm garnicht sehr… notwendig vor. Er hatte zumindest nicht das Gefühl, das ihm gleich das Blut abgesperrt wurde, dafür hatte er aber das Gefühl, dass er deutlich schneller kommen würde, als er es gewohnt war. Richard küsste Caleb wieder, sobald er sich sicher war, dass es eine gute Idee gewesen war, und hielt selbst sein leises Stöhnen nicht zurück. „Haa, das fühlt sich verdammt gut an“, murmelte er, etwas überfordert. Konnten sie das jedes Mal machen? Wie ging man von da an zurück zu klassischem Sex? Vielleicht legte Richard sich selbst noch so ein Teil zu.
      Er überhäufte Calebs Lippen und seinen Hals mit Küssen, weil er verrückt nach seiner warmen Haut war, während er sein Gewicht auf einen Arm verlagerte und mit der anderen Hand zwischen Calebs Beinen leichten Druck ausübte. Multitasking war zwar eine von Richards Stärken, aber gerade fiel es ihm außerordentlich schwer, nicht aus dem Takt zu fallen.
      ✦ . ⁺   . ✦ .  ⁺   . ✦⁺   . ✦ .  ⁺   . ✦⁺   . ✦ .  ⁺   . ✦
    • Caleb

      Caleb keuchte ein leises "Oh Fuck", als Richard den ersten Finger in ihn hinein schob. Es fühlte sich weniger seltsam an, als er gedacht hatte. Der zweite Finger war auch okay. Als Richard schließlich mit seiner Erektion in ihn eindrang, hatte Caleb kurz das Gefühl, Sterne zu sehen. Das Gefühl lag perfekt zwischen Überfordernd, Heiß und ein bisschen schmerzhaft. Zum Glück nicht so sehr, dass es ablenken würde und der Schmerz verflog vollkommen, als Richard anfing, sich zu bewegen. Caleb stöhnte auf und fiel unfreiwillig ins Hohlkreuz, während er sich an Richard klammerte.
      Das würde er nicht lange durchhalten. Die Vibration gemischt mit Richards Bewegung war fast ein bisschen zu viel, die Fülle in ihm war irritierend erotisch. Außerdem war es definitiv nichts, was er sich je vorgestellt hätte. Aber es war gut. Verdammt gut. Er versuchte, Richards Takt zu halten, was schwer war, weil er jetzt schon seine eigenen Muskeln nicht mehr im Griff hatte. Er hielt sich mit seinem Stöhnen nicht zurück, während er über Richards Rücken strich, sich gegen ihn presste und einfach die Nähe genoss.
      "Fuck. Ich bin so nah dran", stöhnte er, während Richard Küsse an seinem Hals zusätzliche kleine Elektroschocks durch seinen Körper jagten. Das ganze Warten hatte sich wirklich gelohnt. Das hier war besser als alles, was er je erlebt hatte. Er stützte sich soweit auf, wie er schaffte, um seinerseits Küsse und sanfte Bisse auf Richards Hals und Schultern zu verteilen. Sein Atem ging stoßweise. Er war fast da.
      "Bitte lass mich kommen, Baby." Caleb legte ein kleines Wimmern in seine Stimme, was weniger geschauspielert war, als er zugeben wollte. Er grub seine Fingernägel in Richards Schulterblätter, als ihn das nächste Stöhnen übermannte.
    • Richard

      Es war überwältigend. Richard konnte nicht fassen, dass er auf die Idee vorher nie gekommen war, aber das hatte sich sehr spontan ergeben. Spontane Einfälle waren wohl immernoch die besten. Calebs Stöhnen in seinem Ohr trieb ihn zu sehr an, als wäre die Sensation, in ihm zu sein und gleichzeitig diese Vibrationen zu spüren, nicht genug. Es turnte ihn unglaublich an, wenn Calebs Finger sich in seine Haut gruben. Er versuchte, länger durchzuhalten, aber er hatte zu lange hierauf gewartet, nur damit es seine Vorstellungen übertraf und Caleb noch eins draufsetzte, indem er ihm mit dieser sexy Stimme die Worte zustöhnte, die er unbedingt hören wollte.
      Richard seufzte tief in seine nächste Bewegungen hinein und fühlte sich derart benebelt, dass er nur eine Wort darauf hatte. „Ich komme mit dir, Baby“, raunte er bevor das nächste unterdrückte Stöhnen seine Stimme ablöste und er sich wirklich Mühe geben musste, genauso weiterzumachen, wie vorher, damit Caleb zeitgleich mit ihm kam. Er hatte sich noch nie so anstrengen müssen, seine Performance überdurchschnittlich zu halten, weil er so verdammt in dem Lustgefühl unterging. Der Orgasmus schwappte in Wellen über ihn und er spürte, wie sich Calebs Muskulatur zusammenzog und ihn geradzu einsog. Er stöhnte angestrengt, wäre er kam, und ließ seine Bewegungen langsam auslaufen, bevor er mit einer Hand nach unten griff und den Vibrator zur Seite warf. Er blieb in Caleb, atmete durch und ließ seinen Kopf auf die Schulter des Blonden sinken. Auf einmal wollte er sich am liebsten an ihn heften und für immer so bleiben. Warum aufstehen? Warum überhaupt rausziehen? So war es gerade perfekt. Richard küsste Calebs Schlüsselbein und Schulter langsam und gedankenverloren ab. Sie hatten nicht lange durchgehalten. Eigentlich war es lächerlich. Wirklich lächerlich. Trotzdem war es der beste Sex, an den Richard sich erinnern konnte. Mit der Nacht im Hotel als… absolutes zeitliches Gegenstück als zweiten Platz. Er konnte nochmal, er brauchte nur einen langen Moment. Der Vibrator hatte ihn überfordert.
      „Du hast die geilste Bettelstimme auf dem Planeten. Das wüsste ich auch, wenn ich noch nie jemand anderen reden gehört hätte“, murmelte er bevor er Caleb wieder ansah. „Ich schreib dir als Gegenzug den dämlichen Waschbärenaufsatz auch ganz ohne Wette“ Er grinste. Ja, er konnte sich definitiv guten Gewissens dafür revanchieren.
      ✦ . ⁺   . ✦ .  ⁺   . ✦⁺   . ✦ .  ⁺   . ✦⁺   . ✦ .  ⁺   . ✦
    • Caleb

      Das alles war viel zu heiß. Richards Stöhnen trieb Caleb nur weiter an und die raue Stimme schickte einen angenehmen Schauer über seine Haut. Er hakte ein Bein über Richards Hüften, bemüht, ihn noch näher an sich zu ziehen, während der Orgasmus ihn härter traf, als er je erlebt hatte. Alles in ihm zog sich zusammen, während er sich vollkommen in der Bewegung verlor. Er kostete den Höhepunkt aus, so lange es ging. Bis das Gefühl von purer Lust endgültig von absoluter Reizüberflutung abgelöst wurde. Als Richard den Vibrator zur Seite warf, hatte Caleb das Gefühl, dass sich der Raum um ihn herum drehen würde.
      “Gedicht”, korrigierte er vollkommen atemlos, während er abwesend mit einer Hand durch Richards Haare strich. Die Küsse auf seinem Schlüsselbein und der Fakt, dass Richard immer noch in ihm war, turnten ihn direkt wieder an und er hatte keine Ahnung, ob er das gut, oder erbärmlich finden sollte. Ein Teil von ihm verstand immer noch nicht so ganz, was da gerade passiert ist. Er hatte das Gefühl, dass seine Beine ein bisschen zitterten.
      “Erinnere mich einfach hier dran, wenn ich deine Expertise im Bett nochmal hinterfragen sollte.” Caleb zwang sich, einmal tief durchzuatmen. Was…ehrlich gesagt nicht sonderlich half. Er fühlte sich immer noch ein bisschen high. Er stieß ein kleines Lachen aus. “Du tust auch wirklich alles dafür, um mich abhängig von dir zu machen, oder? Wie soll ich das Ding jetzt je wieder alleine nutzen wenn ich weiß, wie viel heißer es werden kann, wenn du dabei bist?” Er lachte erneut auf und zog Richard für einen Kuss an sich, was ihn wieder daran erinnerte, dass er immer noch in ihm war. Er stieß ein kleines, unfreiwilliges Keuchen aus, als die Überstimulation ein kleines Feuerwerk irgendwo in seinem Kopf zündete.
      “Wenn du nicht rausziehst, dreh ich durch.” Cal bewegte kurz sein Becken, was ihn selbst wahrscheinlich mehr in die Verzweiflung trieb, als Richard, aber klar denken war gerade eindeutig nicht möglich.
    • Richard

      Caleb hatte gut reden. Richard wurde selbst langsam abhängig. Er würde das alles nicht einfach vergessen können. Sie waren irgendwie füreinander geschaffen, so ekelhaft romantisch das auch klang.
      "Garnicht", antwortete Richard grinsend. "Du hast dir das selbst angetan, ich habe nichtmal damit gerechnet, dass du Ja sagst. Aber danke, dass du es Expertise nennst, wenn das Ganze vielleicht insgesamt fünf Minuten gedauert hat" Vielleicht erklärte das auch, warum Caleb sofort weitermachen konnte. Richard lächelte schief, als Cal sich gegen ihn bewegte und wog ab, wie vorbereitet er selbst war.
      "Was hält dich auf?", fragte Richard schließlich und schob eine Hand runter zwischen Cals Beine. Es fühlte sich immer noch zu gut an, in dieser Position zu bleiben, auch wenn er einen Moment brauchte. Aber er hatte sehr funktionsfähige Finger und genug Möglichkeiten, um die kleine Pause wettzumachen. Außerdem war es einfach verdammt heiß, wie Caleb sein Becken rollte.
      Er bewegte sich ein wenig weiter, auch wenn es sich leicht überstimulierend anfühlte, und verwöhnte Caleb einfach mit seinen Fingern, während er ihn küsste. "Du glaubst nicht, dass ich aufhöre, bevor du vor Erschöpfung wegkippst, oder?", murmelte er zwischen Küssen. "Für wen hältst du mich?" Besonders, wenn Caleb so offensichtlich nicht genug hatte. Er schien gerne zu vergessen, dass sie nicht grundlos eine Fuckbuddy Beziehung am Laufen gehabt hatten. Sie hatten so viel Spaß gehabt, das sollte Caleb sich ruhig wieder in Erinnerung rufen.
      „Du willst schon lieber mich, als ein Sexspielzeug, oder?“, fragte Richard leise um Caleb ein wenig zu quälen und nochmal zu hören, was er so gerne hörte. Klar könnte er auch mit dem Vibrator die Zeit überbrücken, aber für Richard hatte sich das mit dem Zusehen erstmal wieder erledigt, er wollte lieber selbst im Mittelpunkt stehen.
      ✦ . ⁺   . ✦ .  ⁺   . ✦⁺   . ✦ .  ⁺   . ✦⁺   . ✦ .  ⁺   . ✦
    • Caleb

      "Aber es waren fünf richtig gute Minuten", gab Caleb mit einem kleinen Grinsen zu bedenken. "Darauf kann man aufbauen, oder?" Ja, es war kürzer als sonst gewesen, aber es war auch das erste mal, dass sie etwas gemacht hatten, das Caleb einfach etwas überfordert hatte. Nachdem sie mehrere Wochen auf Sex verzichtet und den ganzen Abend geflirtet hatten. Da war es doch vollkommen normal, nicht lange durchzuhalten, oder?
      Sämtliches bisschen an Gedanken, die sich langsam wieder in Calebs Gehirn formten, verschwand wieder, als Richard seine Finger zwischen seine Beine schob. Er schnappte hörbar nach Luft und klammerte sich an ihn, während er seine Hüften beinahe unfreiwillig im Takt bewegte, auch, wenn es irgendwie zu viel war, zu intensiv. Sein Herzschlag, der sich gerade wieder normalisiert hatte, nahm wieder an Fahrt auf, während er die Küsse erwiderte.
      "Ich hoffe doch, dass das dein Ziel ist", antwortete er, als Richard ihm praktisch versprach ihn durchzunehmen, bis er nicht mehr konnte, was sich...pervers traumhaft anhörte und voll und ganz nach ihm. Caleb stieß ein genussvolles Stöhnen aus, bevor er Richards Hals entlang küsste und zwischendurch kurz innehielt, um ihm einen kleinen Knutschfleck zu verpassen. Mit etwas Glück würde der vielleicht bis Montag halten. Ob Richard einen Schal drüberziehen würde, oder war es ihm vollkommen egal, wenn das ganze Dezernat ihm ansehen konnte, wie er sein Wochenende verbracht hatte? Caleb tippte - und hoffte - auf letzteres.
      "Natürlich will ich lieber dich." Caleb zog Richard für den nächsten Kuss an sich. "Du bist fantastisch." Außerdem konnte Sexspielzeug weder küssen, noch Gefühle entwickeln. Die Tatsache, dass Richard tatsächlich auf ihn stand machte das alles nur noch besser. Cal strich mit seinen Händen über den Oberkörper seines Partners, seine Arme, seine Schultern, die kleinen Kratzer, die er eben auf ihnen hinterlassen hatte, während die Finger zwischen seinen Beinen ihn langsam wieder in einen Zustand versetzten, in dem er das Gefühl hatte, dass das Leben nicht ganz so beschissen war. "Gibt es neben dem Betteln noch irgendwas, was du immer mal ausprobieren wolltest?", fragte er, bevor er erneut aufstöhnte. Er hatte keine Ahnung, womit er sowas gutes überhaupt verdient hatte.
    • Richard

      Er konnte nicht aufhören zu grinsen. Caleb musste aufhören, ihm alles zu sagen was er hören wollte und mal wieder etwas zynischer werden, bevor Richards Mundwinkel einrissen. „Fantastisch, hm?“, summte er. „War das bei der Liste an Worten dabei, als ich mich damals im Hotel selbst beschrieben hab? Du siehst es endlich ein? An was kannst du dich noch so erinnern?“ Er küsste Caleb verlangend und biss sanft in seine Unterlippe, bevor er seinen Hals zu küssen begann.
      Er zog sein Tempo etwas an, als er merkte, dass Calebs Hüftbewegungen sich langsam wieder etwas zu gut anfühlten, um stillzustehen. Richard stützte sich wieder auf beide Unterarme, die ihm bald noch einschlafen würden, wenn sie demnächst nicht die Position wechselten. Ewig lange in einer Plank zu bleiben trug wahrscheinlich noch dazu bei, dass er kürzer durchhielt.
      „Was Neues? Mir fällt gerade nur eine Sache ein, die nicht exakt neu ist, aber meine Arme entlastet“, sagte er, als Caleb im richtigen Moment nachfragte. Auch, wenn er sich die Frage jetzt definitiv noch länger durch den Kopf gehen ließ. Gab es da etwas? Eigentlich gab es da einiges…
      Er stützte sich auf und winkte Caleb hoch, damit er sich aufsetzte. „Auf die Knie und dreh dich zur Wand“, sagte er mit einem leichten Grinsen, bevor er sich hinter den Blonden presste und von hinten wieder in ihn eindrang. Er pinnte Calebs Hände gegen die Wand hinter dessen Bett und küsste seinen Nacken. „Mhm, Handschellen wären vielleicht was“, schlug er leise vor, auch wenn er damit nicht sofort meinte. „Oder Anal?“ Er lachte leicht. Neu wäre das für ihn zwar nicht, aber vielleicht wollte Caleb ja mal eine neue Empfindung erleben. Vielleicht sogar beides gleichzeitig. Der Vibrator war ihnen ja stets zu Diensten. „Du bist echt dreckiger, als ich dachte, wenn du schon aktiv nach etwas Neuem fragst. Hattest du was im Hinterkopf? Vielleicht ne 69? Oder willst dus nochmal im Stehen tun, während ich dich an die Wand drücke? Oder in der Dusche? Stehst du etwa auf Watersports?“ Richard konnte sich nicht zurückhalten, Caleb seine Gedanken ins Ohr zu raunen. Er war so angeturnt, dass er absolut keinen Filter mehr besaß. Auch wenn der üblicherweise auch keinen guten Job bei ihm machte. Trotzdem gab es nichts besseres, als Calebs Zustimmung zu hören, und zu sehen, wie sehr er das alles genoss. Richard würde alles machen, was er ausprobieren wollte, er musste es nur aussprechen.
      ✦ . ⁺   . ✦ .  ⁺   . ✦⁺   . ✦ .  ⁺   . ✦⁺   . ✦ .  ⁺   . ✦
    • Caleb

      “Das ist einfach der Effekt, den du auf mich hast”, antwortete Caleb mit einem kleinen Stöhnen in der Stimme. Er hätte sich ja selbst nie so eingeschätzt. Irgendwie wurde er einfach deutlich probierfreudiger, sobald er mit Richard im Bett landete, so als würde sich irgendein Schalter umlegen, sobald er sich auszog. “Das mit der Wand war heiß. Aber du kannst alles mit mir anstellen, was du willst”, schob er hinterher, weil jeder dieser Vorschläge irgendwie heiß klang, so lange er mit Richard zusammen war. Auch wenn Caleb es ungerne zugab - Richards Selbstbewusstsein war im Bett vielleicht nicht ganz so unrealistisch angesetzt, wie in anderen Belangen.
      Die neue Position hatte definitiv ebenfalls ihren Reiz, auch wenn er die Muskeln in seinen Oberschenkeln, die sich immer noch nicht ganz von dem letzten Orgamsus erholt hatten, ein bisschen zu deutlich spürte. Ein leichtes Ziehen am Rande seiner Wahrnehmung, überschattet von dem Bedürfnis, sich selbst anzufassen, da weiter zu machen, wo Richards Finger aufgehört hatten, und es nicht zu können, weil seine Hände an die Wand gepinnt waren, was die Situation schrägerweise nur noch heißer machte. Vielleicht sollten sie die Idee mit den Handschellen auch vorziehen. Oder sich einen guten Therapeuten suchen.
      Caleb war mit einem Schlag unheimlich froh, dass er nüchtern geblieben war. Sicher, er würde morgen mit einem klaren Kopf vielleicht ein wenig peinlich berührt von der Sache mit dem Vibrator sein, aber wenigstens würde er sich an dieses unfassbare Gefühl erinnern können. Vielleicht würde sich das gegenseitig ausgleichen. Gerade fühlte es sich zumindest ziemlich gut an. Fast perfekt. Aber auch nur fast.
      “Härter, Richy. Bitte. Ich will nicht mehr klar denken können.” Caleb stöhnte genussvoll auf und versuchte, zumindest eine Hand irgendwie zu lösen, aber Richards Griff ließ sich nicht lockern. “Bitte”, wiederholte er. Betteln fühlte sich langsam doch etwas einfacher an, als gedacht. Auch, wenn er das noch nicht wirklich betteln nennen würde. Da ging sicher noch mehr. Aber nicht jetzt.
    • Richard

      Das Vertrauen kam ziemlich plötzlich. Richard konnte anstellen, was er wollte? Das war fast schon zu viel Verantwortung, er hätte sich im Vorhinein wohl alles genau überlegen sollen, aber er war nicht davon ausgegangen, so viel Freiheit zu haben. Vielleicht sollte er es diesmal ruhiger angehen lassen und- Oder auch nicht. Calebs Bitte legte einen Schalter bei ihm um. Er musste nicht zweimal darüber nachdenken, bevor er ihr nachging und in ihn hämmerte. Er hielt das nur eine Weile durch, bis er in Calebs Stöhnen miteinstieg und wieder etwas langsamer machte, um seinen Nacken zu küssen und im Affekt Knutschflecken hinterließ. Er ließ von Calebs Händen ab und griff nach seinen Hüften. Der Anblick, wie er in schnellem Tempo in Caleb eindrang, turnte ihn unglaublich an. Diesmal ließ Richard sich aber nicht so leicht überfordern, er würde Caleb so lange bedienen, bis dieser vor Erschöpfung nicht mehr kommen konnte. Richard konnte vermutlich noch ewig durchhalten, jetzt, wo sie eine schnelle Runde hinter sich halten.
      Er zog Cal nach einer Weile wieder runter auf die Matratze auf alle Viere und lehnte sich über ihn, strich ihm über den Rücken, über die Brust, und jeden Zentimeter den er die letzten Wochen berühren hatte wollen, bevor er den Blonden zwang, sich auf ihn zu setzen und selbst weiterzumachen, während Richard den Anblick an der Wand lehnend genoss. In dem Moment kam ihm auch der Einfall, den Vibrator wieder ins Spiel zu bringen, nur ohne ihn zusätzlich in Caleb einzuführen. Richard wollte ihn nur von außen überstimulieren, um seine wundervollen Gesichtsausdrücke mitanzusehen. „Du willst mehr, hm? Ich sehe es dir doch an“, fragte er triezend und drückte Caleb das Spielzeug zwischen die Beine. Die andere Hand schob er seinen Oberschenkel entlang bis zu seinem Hintern. Es bot sich verlockend an, einen Finger reinzustecken, aber so übertreiben wollte er es dann auch nicht. Außerdem würde er sowieso viel zu schnell aus der Koordination kommen, so, wie er sich derzeit auf seine eigene Atmung konzentrieren musste und darauf, Caleb nicht mit seinem eigenen Stöhnen zu übertönen, weil es sich ein wenig zu gut anfühlte, so lange ohne richtige Pause durchzumachen. Erst war es gefühlsmäßig fast zu viel gewesen und jetzt hatte er das Verlangen, endlich zu kommen, aber er hielt sich selbst zurück.
      ✦ . ⁺   . ✦ .  ⁺   . ✦⁺   . ✦ .  ⁺   . ✦⁺   . ✦ .  ⁺   . ✦