Steve
Steve hatte mit allem gerechnet, als sie beschlossen hatten, vorbei zu kommen. Er hatte damit gerechnet, dass sie nur kurz die Einkäufe abstellten und wieder gingen, damit sie Ezra und Andrew nicht auf die Nerven gingen. Er hatte damit gerechnet, dass sie vielleicht doch einen kurzen Moment blieben und einfach sicher gingen, dass es den beiden gut ging. Er hatte es sich erlaubt, die kleine Hoffnung zu haben, dass Thomas vielleicht sogar ein wenig aus sich herauskommen und den ersten Stein für eine Freundschaft legen würde. Womit er nicht gerechnet hatte, war die merkwürdige Stimmung und die noch seltsameren Gespräche.
Sein erster Impuls war, sich irgendeine Notlüge auszudenken, um ganz dringend mit Thomas nach Hause gehen zu müssen. Blöd nur, dass Andrew ihn wohl als nächsten Gesprächspartner auserwählt hatte. Steve musste sich beherrschen, nicht allzu entsetzt auszusehen, als Andrew Silvester ansprach, jetzt, wo Thomas ihm erzählt hatte, worüber sie sich unterhalten hatten und er nur eins und eins zusammenzählen musste. Er war solche Fragen eher von Ezra gewöhnt und selbst da fragte Ezra wenigstens ihn und nicht Thomas, der neben ihm vollkommen überfordert zu sein schien. Nachvollziehbar. Steve wusste auch nicht richtig, was er antworten sollte. Eigentlich wusste er nicht mal wirklich, ob er Teil der Konversation war, immerhin starrte Andrew Thomas an und nicht ihn. Caleb sah auf seiner anderen Seite ähnlich verzweifelt aus. Ezra schien sich nicht entscheiden zu können, ob er seinem Bruder einen besorgten Blick zuwerfen, oder Andrews Gespräch lauschen sollte. Gab es in diesem Raum neben den Kindern auch nur eine einzige Person, die sich gerade wohl fühlte?
"Hatte mit dem Flug nach Russland eigentlich alles gut geklappt?", fragte Steve Caleb, der ihm irgendwie...am sichersten vorkam. Er wollte definitiv keinen Part in Andrews seltsamer Konversation haben und Ezra war zu neugierig, um ihn irgendwie auf dumme Gedanken zu bringen.
"Ja." Caleb rang sich zu einem kleinen Lächeln durch. "Danke für die Organisation."
"Oh, kein Problem. Ich musste ja sowieso für Richard planen, da fällt eine Person mehr nicht ins Gewicht." Steve stockte, als Caleb ihn ansah, als ob er gerade etwas absolut falsches gesagt hatte.
"Richard?", fragte Ezra zwischen ihnen irritiert. "Ich wusste gar nicht, dass er-" Ezras Blick huschte zu Caleb, der sein Bestes gab, dem Blick irgendwie auszuweichen. Steve hatte das ungute Gefühl, gerade etwas furchtbar dummes gemacht zu haben. Fuck. Hatte er auch. Immerhin durfte Thomas ja eigentlich nicht mal wissen, dass er organisatorisch involviert war! Obwohl er sich nicht vorstellen konnte, dass Caleb deshalb so gestresst aussah.
"Ist es das, worüber du reden wolltest?", fragte Ezra, während er seinen Bruder anstarrte, als müsste er ihn gleich mit verbundenen Augen aufs kleinste Detail beschreiben. "Das ist es, oder? Du hast diesen Blick wieder drauf."
"Nein, es- Schon, ich-" Calebs Finger gruben sich in die Lehne des Sessels, als wäre er sein Rettungsring.
"Oh Gott, hat er dir auch irgendeine Scheiße erzählt?", fragte Ezra. "Der Typ ist furchtbar."
"Nein, wir-"
"Ich weiß wirklich nicht, was sein Problem ist."
"Ezra-"
"Wahrscheinlich ist das einfach sein Ding. Er hat wohl sonst keine Freude im Leben."
"Ez-"
"Du kannst dir sicher sein, dass nichts von dem, was er gesagt hat wahr ist und-"
"Ezra!", unterbrach Caleb seinen Bruder dermaßen bestimmt, dass selbst die beiden Jungs erschrocken hoch sahen. "Wir hatten was miteinander."
Für eine Sekunde herrschte absolute Stille. Steve wollte gerade zu einem Räuspern ansetzen und sich und Thomas entschuldigen, als Ezra wieder zu reden begann.
"Was?" Der Schock war ihm aufs Gesicht geschrieben, während Caleb ein wenig so aussah, als ob er jede Sekunde in sich zusammenfallen würde.
"Es war kurz, es war dämlich und es ist vorbei", verteidigte sich Caleb schwach.
"Und du wusstest davon?" Das Lächeln, das Ezra Andrew zuwarf war so freundlich, dass es gruselig war.
"Ich hatte Andrew darum gebeten, dir nichts zu sagen", mischte sich Caleb mit leichter Panik in der Stimme ein.
Steve sah kurz vom einen zum anderen, bevor er vorsichtig nach Thomas' Hand griff. "Ähm...vielleicht sollten wir gehen?"
Steve hatte mit allem gerechnet, als sie beschlossen hatten, vorbei zu kommen. Er hatte damit gerechnet, dass sie nur kurz die Einkäufe abstellten und wieder gingen, damit sie Ezra und Andrew nicht auf die Nerven gingen. Er hatte damit gerechnet, dass sie vielleicht doch einen kurzen Moment blieben und einfach sicher gingen, dass es den beiden gut ging. Er hatte es sich erlaubt, die kleine Hoffnung zu haben, dass Thomas vielleicht sogar ein wenig aus sich herauskommen und den ersten Stein für eine Freundschaft legen würde. Womit er nicht gerechnet hatte, war die merkwürdige Stimmung und die noch seltsameren Gespräche.
Sein erster Impuls war, sich irgendeine Notlüge auszudenken, um ganz dringend mit Thomas nach Hause gehen zu müssen. Blöd nur, dass Andrew ihn wohl als nächsten Gesprächspartner auserwählt hatte. Steve musste sich beherrschen, nicht allzu entsetzt auszusehen, als Andrew Silvester ansprach, jetzt, wo Thomas ihm erzählt hatte, worüber sie sich unterhalten hatten und er nur eins und eins zusammenzählen musste. Er war solche Fragen eher von Ezra gewöhnt und selbst da fragte Ezra wenigstens ihn und nicht Thomas, der neben ihm vollkommen überfordert zu sein schien. Nachvollziehbar. Steve wusste auch nicht richtig, was er antworten sollte. Eigentlich wusste er nicht mal wirklich, ob er Teil der Konversation war, immerhin starrte Andrew Thomas an und nicht ihn. Caleb sah auf seiner anderen Seite ähnlich verzweifelt aus. Ezra schien sich nicht entscheiden zu können, ob er seinem Bruder einen besorgten Blick zuwerfen, oder Andrews Gespräch lauschen sollte. Gab es in diesem Raum neben den Kindern auch nur eine einzige Person, die sich gerade wohl fühlte?
"Hatte mit dem Flug nach Russland eigentlich alles gut geklappt?", fragte Steve Caleb, der ihm irgendwie...am sichersten vorkam. Er wollte definitiv keinen Part in Andrews seltsamer Konversation haben und Ezra war zu neugierig, um ihn irgendwie auf dumme Gedanken zu bringen.
"Ja." Caleb rang sich zu einem kleinen Lächeln durch. "Danke für die Organisation."
"Oh, kein Problem. Ich musste ja sowieso für Richard planen, da fällt eine Person mehr nicht ins Gewicht." Steve stockte, als Caleb ihn ansah, als ob er gerade etwas absolut falsches gesagt hatte.
"Richard?", fragte Ezra zwischen ihnen irritiert. "Ich wusste gar nicht, dass er-" Ezras Blick huschte zu Caleb, der sein Bestes gab, dem Blick irgendwie auszuweichen. Steve hatte das ungute Gefühl, gerade etwas furchtbar dummes gemacht zu haben. Fuck. Hatte er auch. Immerhin durfte Thomas ja eigentlich nicht mal wissen, dass er organisatorisch involviert war! Obwohl er sich nicht vorstellen konnte, dass Caleb deshalb so gestresst aussah.
"Ist es das, worüber du reden wolltest?", fragte Ezra, während er seinen Bruder anstarrte, als müsste er ihn gleich mit verbundenen Augen aufs kleinste Detail beschreiben. "Das ist es, oder? Du hast diesen Blick wieder drauf."
"Nein, es- Schon, ich-" Calebs Finger gruben sich in die Lehne des Sessels, als wäre er sein Rettungsring.
"Oh Gott, hat er dir auch irgendeine Scheiße erzählt?", fragte Ezra. "Der Typ ist furchtbar."
"Nein, wir-"
"Ich weiß wirklich nicht, was sein Problem ist."
"Ezra-"
"Wahrscheinlich ist das einfach sein Ding. Er hat wohl sonst keine Freude im Leben."
"Ez-"
"Du kannst dir sicher sein, dass nichts von dem, was er gesagt hat wahr ist und-"
"Ezra!", unterbrach Caleb seinen Bruder dermaßen bestimmt, dass selbst die beiden Jungs erschrocken hoch sahen. "Wir hatten was miteinander."
Für eine Sekunde herrschte absolute Stille. Steve wollte gerade zu einem Räuspern ansetzen und sich und Thomas entschuldigen, als Ezra wieder zu reden begann.
"Was?" Der Schock war ihm aufs Gesicht geschrieben, während Caleb ein wenig so aussah, als ob er jede Sekunde in sich zusammenfallen würde.
"Es war kurz, es war dämlich und es ist vorbei", verteidigte sich Caleb schwach.
"Und du wusstest davon?" Das Lächeln, das Ezra Andrew zuwarf war so freundlich, dass es gruselig war.
"Ich hatte Andrew darum gebeten, dir nichts zu sagen", mischte sich Caleb mit leichter Panik in der Stimme ein.
Steve sah kurz vom einen zum anderen, bevor er vorsichtig nach Thomas' Hand griff. "Ähm...vielleicht sollten wir gehen?"