Ezra
“Ich weiß nicht, was du meinst”, antwortete Ezra mit einer gespielten Unschuld, die ihn nicht mal selbst überzeugte. Mit Andrew zu flirten war einfach immer schon sein liebstes Hobby gewesen. Es hatte sich leicht angefühlt, als er sich sowieso keine Chancen ausgerechnet und es deshalb nicht so ernst gemeint hatte und jetzt, wo sie zusammen waren, fühlte sich jeder Flirt wie ein kleines Liebesgeständnis an. Deshalb konnte er auch nicht anders, als Andrew verliebt hinterher zu sehen, als selbiger kurz im Badezimmer verschwand.
Auf eine Massage wäre er nicht gekommen, aber er mochte die Idee. Was gab es schon Schöneres, als das Gefühl von Andrews Fingern auf seiner Haut? Zumindest bis dieser etwas von gebrochenen Rippen erzählte.
Ezra blinzelte kurz, während sein Shirt auf dem Boden landete. “Ich habe nicht damit gerechnet, dass wir so früh in unserer Beziehung ein Safe Word brauchen”, scherzte er und zog Andrew am Hosenbund näher an sich, um erneut Küsse auf seinem Hals und seinen Schultern verteilen zu können. “Du musst nur damit leben können, dass ich mich das komplette nächste Jahr beschweren werde, wenn du mir was brichst.” Bei Ezras überragendem Glück war es sowieso ein Wunder, dass er nicht mehr Knochenbrüche durchgemacht hatte. Aber lieber die Rippen, als das Herz, das gerade sowieso viel zu schnell schlug, als er Andrew dazu brachte, sich auf das Bett zu setzen, um sich rittlings auf seinen Schoß setzen und ihn weiter küssen zu können.
"Wie lange hattest du die Idee schon?", fragte er schließlich, während er in einer kleinen Pause nach dem Fläschchen griff und es zwischen seinen Fingern drehte. Immerhin war Andrew überraschend gut vorbereitet gewesen. Ezra hatte nicht mal mitbekommen, dass das Fläschchen irgendwo im Bad gestanden hatte. Was ihn zu einer anderen, weitaus unromantischeren Frage brachte, die er eigentlich nicht stellen wollte, ihm aber wahrscheinlich viel zu lange viel zu penetrant im Kopf herumschwirren würde. Er biss sich kurz auf die Unterlippe, bevor er schuldbewusst in Andrews Richtung blinzelte. "Das Öl lässt sich aus dem Bettlaken rauswaschen, richtig?"
Steve
Steve öffnete kurz den Mund, um etwas zu sagen, als Thomas zu stottern begann, schloss ihn allerdings wieder, als sein Freund offenbar noch nicht zuende gesprochen hatte. Spätestens, als Thomas sein Datingleben ansprach, konnte Steve trotzdem nicht anders, als unfreiwillig aufzulachen.
"Sorry. Ich- Ich hab auch nie damit gerechnet, dass du in der Schlange stehst." Was für eine seltsame Metapher, vor allem, weil es irgendwie so klang, als wäre Thomas nur einer von vielen und nur bei ihm, bis der nächste in der Schlange an der Reihe war, auch wenn Steve nichts mehr wollte, als dass Thomas das Ende der Schlange sein würde. Der eine, der bleiben würde. Er hatte in seinem Leben noch nie so viel über fiktive Schlangen nachgedacht.
"Nicht, dass es eine Schlange geben würde", erklärte er ein bisschen zu schnell und etwas zu nervös. "Ich hatte bisher nur zwei Beziehungen und zwischendurch ein paar Dates, aber die waren alle nicht sonderlich erfolgreich." Eigentlich wunderte es Steve, dass Thomas je das Gegenteil gedacht hatte. Er war furchtbar im flirten, er verließ das Haus kaum, sein offizieller Job war furchtbar langweilig und alle seine Hobbys waren irgendwie ziemlich nerdig. Die einzige Schlange, die es in seinem Leben hätte geben sollen, hätte aus Therapeuten bestanden. Aber wie musste es Thomas erst gehen?
"Das alles muss seltsam für dich sein, nach so einer langen Beziehung", merkte Steve an, während er Thomas losließ und sich ein wenig aufrechter hinsetzte, um ihn ansehen zu können. Sein Freund musste wirklich einiges durchmachen. Zuerst zerbrach seine Beziehung, dann fand er heraus, dass er bi war, dann fand er heraus, dass sein bester Freund schwul ist und plötzlich sind sie zusammen. Es fühlte sich für Steve selbst schon an, wie ein absoluter Fiebertraum.
"Du weißt, dass du mit mir reden kannst, richtig?", vergewisserte er sich. "Du bist immer noch mein bester Freund." Auch, wenn das alles irgendwie weitaus einfacher klang, als es war. Reden fühlte sich momentan an, als würde man Topfschlagen mit einer aktiven Bombe spielen. Man schlug blind durch die Gegend und hoffte, dass man nichts erwische, was irgendwie alles ruinieren würde.
“Ich weiß nicht, was du meinst”, antwortete Ezra mit einer gespielten Unschuld, die ihn nicht mal selbst überzeugte. Mit Andrew zu flirten war einfach immer schon sein liebstes Hobby gewesen. Es hatte sich leicht angefühlt, als er sich sowieso keine Chancen ausgerechnet und es deshalb nicht so ernst gemeint hatte und jetzt, wo sie zusammen waren, fühlte sich jeder Flirt wie ein kleines Liebesgeständnis an. Deshalb konnte er auch nicht anders, als Andrew verliebt hinterher zu sehen, als selbiger kurz im Badezimmer verschwand.
Auf eine Massage wäre er nicht gekommen, aber er mochte die Idee. Was gab es schon Schöneres, als das Gefühl von Andrews Fingern auf seiner Haut? Zumindest bis dieser etwas von gebrochenen Rippen erzählte.
Ezra blinzelte kurz, während sein Shirt auf dem Boden landete. “Ich habe nicht damit gerechnet, dass wir so früh in unserer Beziehung ein Safe Word brauchen”, scherzte er und zog Andrew am Hosenbund näher an sich, um erneut Küsse auf seinem Hals und seinen Schultern verteilen zu können. “Du musst nur damit leben können, dass ich mich das komplette nächste Jahr beschweren werde, wenn du mir was brichst.” Bei Ezras überragendem Glück war es sowieso ein Wunder, dass er nicht mehr Knochenbrüche durchgemacht hatte. Aber lieber die Rippen, als das Herz, das gerade sowieso viel zu schnell schlug, als er Andrew dazu brachte, sich auf das Bett zu setzen, um sich rittlings auf seinen Schoß setzen und ihn weiter küssen zu können.
"Wie lange hattest du die Idee schon?", fragte er schließlich, während er in einer kleinen Pause nach dem Fläschchen griff und es zwischen seinen Fingern drehte. Immerhin war Andrew überraschend gut vorbereitet gewesen. Ezra hatte nicht mal mitbekommen, dass das Fläschchen irgendwo im Bad gestanden hatte. Was ihn zu einer anderen, weitaus unromantischeren Frage brachte, die er eigentlich nicht stellen wollte, ihm aber wahrscheinlich viel zu lange viel zu penetrant im Kopf herumschwirren würde. Er biss sich kurz auf die Unterlippe, bevor er schuldbewusst in Andrews Richtung blinzelte. "Das Öl lässt sich aus dem Bettlaken rauswaschen, richtig?"
Steve
Steve öffnete kurz den Mund, um etwas zu sagen, als Thomas zu stottern begann, schloss ihn allerdings wieder, als sein Freund offenbar noch nicht zuende gesprochen hatte. Spätestens, als Thomas sein Datingleben ansprach, konnte Steve trotzdem nicht anders, als unfreiwillig aufzulachen.
"Sorry. Ich- Ich hab auch nie damit gerechnet, dass du in der Schlange stehst." Was für eine seltsame Metapher, vor allem, weil es irgendwie so klang, als wäre Thomas nur einer von vielen und nur bei ihm, bis der nächste in der Schlange an der Reihe war, auch wenn Steve nichts mehr wollte, als dass Thomas das Ende der Schlange sein würde. Der eine, der bleiben würde. Er hatte in seinem Leben noch nie so viel über fiktive Schlangen nachgedacht.
"Nicht, dass es eine Schlange geben würde", erklärte er ein bisschen zu schnell und etwas zu nervös. "Ich hatte bisher nur zwei Beziehungen und zwischendurch ein paar Dates, aber die waren alle nicht sonderlich erfolgreich." Eigentlich wunderte es Steve, dass Thomas je das Gegenteil gedacht hatte. Er war furchtbar im flirten, er verließ das Haus kaum, sein offizieller Job war furchtbar langweilig und alle seine Hobbys waren irgendwie ziemlich nerdig. Die einzige Schlange, die es in seinem Leben hätte geben sollen, hätte aus Therapeuten bestanden. Aber wie musste es Thomas erst gehen?
"Das alles muss seltsam für dich sein, nach so einer langen Beziehung", merkte Steve an, während er Thomas losließ und sich ein wenig aufrechter hinsetzte, um ihn ansehen zu können. Sein Freund musste wirklich einiges durchmachen. Zuerst zerbrach seine Beziehung, dann fand er heraus, dass er bi war, dann fand er heraus, dass sein bester Freund schwul ist und plötzlich sind sie zusammen. Es fühlte sich für Steve selbst schon an, wie ein absoluter Fiebertraum.
"Du weißt, dass du mit mir reden kannst, richtig?", vergewisserte er sich. "Du bist immer noch mein bester Freund." Auch, wenn das alles irgendwie weitaus einfacher klang, als es war. Reden fühlte sich momentan an, als würde man Topfschlagen mit einer aktiven Bombe spielen. Man schlug blind durch die Gegend und hoffte, dass man nichts erwische, was irgendwie alles ruinieren würde.