I wanna be a knight, no matter what [Kiimesca & Haruka]

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    • Lorae

      Langsam ging ich noch ein Stück weiter rein, bis das Wasser mir fast zum Bauchnabel reichte, weshalb ich meinen Bauch ein wenig anspannte. Es war wirklich schade, dass ich nicht weiter konnte.
      Sein Kompliment brachte mich zum Lächeln. Ich hatte mir nie wirklich Gedanken um mein Aussehen gemacht. Nicht, ob ich jemandem gefallen könnte, lediglich ob ich als Junge durchging. Doch jetzt freute ich mich sehr darüber, dass ich ihm gefiel, auch wenn es noch sehr ungewohnt war.
      Mit seiner Stimme und den rosanen Wangen, brachte er mich wieder ein wenig in Verlegenheit.

      Er begann einen Satz und kam mir immer näher, wobei ich sein Gesicht so genau betrachtete, wie ich es vermutlich noch nie getan hatte. Seine Augen, die mich ganz anders ansahen, als sie es früher taten.. und seine Lippen, die die ersten waren, die meine berührt hatten.
      Als er mich umarmte, legte ich meine Hände auf seine Schulterblätter und atmete tief ein. Das Kribbeln wurde stärker, als er mir erneut am Ohr knabberte, was mir ein leises Keuchen entlockte und mich meine Augen schließen ließ.
      Es war eigenartig ihn so etwas sagen zu hören, aber es fühlte sich viel zu gut an, um daran zu zweifeln, ob wir das Richtige täten. Ich wollte auch nicht zurück und auch warten wollte ich nicht länger.
      "Ich.. Ich will es, Baldr", flüsterte ich ihm zu, wobei meine Stimme vor Aufregung und sicher auch Erregung etwas höher klang, als gewöhnlich, da ich mich etwas fester an ihn gedrückt hatte und so 'seinen harten Muskel' spüren konnte.
      Ich war nicht nervös, weil ich Angst hatte. Ich war nervös, weil ich gar nicht wusste, was ich überhaupt tun sollte. Nicht genau zumindest. Ganz unwissend war ich nicht und hoffte, dass es genügte, damit es ihm gefiel.
      Meine rechte Hand wanderte langsam seinen Rücken herunter, wobei ich meine Atmung nur noch schwer kontrollieren konnte. Aber musste ich das? Baldr schien sich damit nicht zurückzuhalten, also versuchte ich mich zu entspannen und keuchte daraufhin etwas lauter, ehe ich ein paar Mal seinen Hals küsste, um mich dann wieder seinem Ohr zu nähern.
      "Du.. kannst den Verband abmachen.. wenn du willst…" Er sollte mich ganz sehen können, wenn es ihm gefallen würde. Im Gegensatz zu Marius, der täglich in die Klinik sollte, musste ich den Verband nur mindestens einen und höchstens 2 Tage tragen. Deshalb sollte es kein Problem sein.
      ~ ♦ ~ Die Freiheit der Phantasie ist keine Flucht in das Unwirkliche; sie ist Kühnheit und Erfindung. ~ ♦ ~
      - Eugene Ionesco
    • "Ich will es auch und zwar...jetzt", keuchte ich leise. Dann entfernte ich ihr den Verband. Als dieser entfernt war und sie in voller Schönheit vor mir im Wasser stand, leckte ich mir über die Lippen und führte sie aus dem kühlen Nass.
      Mit unseren Oberteilen eine provisorische Decke gebildet, deutete ich ihr an, sich mit dem Rücken auf diese zu legen und zu entspannen. Ich wusste nicht so recht, was ich tat, stellte dies gewissermaßen eine Premiere dar.
      Gleichwohl hatte ich in einigen wenigen Büchern aus der Bibliothek über die menschliche Anatomie einige mehr oder weniger deutliche Abbildungen gesehen, konnte damit allerdings bisher nicht viel anfangen, alleine schon, weil die Beschreibungen dazu in einer mir unbekannten Sprache verfasst waren.
      Jetzt jedoch, wo ich Lorae's nackten Körper in Gänze bestaunen konnte, fügten sich die Puzzleteile langsam zusammen, gleichzeitig entwickelte sich natürlich ein gewisser Leistungsdruck.
      Letztlich gibt es nur ein erstes Mal und Versagen war keine Option, es musste etwas besonderes sein...
      Ich beugte mich über sie und begann mit innigen Küssen, meine Zunge drang dabei mehrere Male in ihren Mundraum ein.
      Währenddessen wanderte eine Hand langsam, aber bestimmt, ihren warmen, leicht zitternden Oberkörper hinab, über ihre harten Brustwarzen, die Taille entlang und erreichte schließlich ihre bisher unberührte Lustzone, über welche ich meinen Mittelfinger vorsichtig gleiten ließ.
      Langsam wurde ich gieriger, mein Mittelfinger drang ein kleines Stück in sie ein, meine Mund knabberte parallel dazu von ihren Lippen aus langsam ihren Hals hinauf, wo ich schließlich anfing, sie mit einem schönen großen Knutschfleck zu markieren, ehe mein hungriger Mund begann, abwärts zu wandern und dabei möglichst viel ihrer Haut und ihrer Wärme in sich einzusaugen.
      Während mein Mittelfinger in ihr langsam mutiger wurde, rieb mein Zeigerfinger versehentlich immer wieder sanft über diesen komischen Knubbel oberhalb ihrer vorderen Öffnung, von dem ich nicht wusste, was er ist.
      Zur Sicherheit hob ich kurz meinen Kopf und stellte meine Bewegungen für einen Moment ein. "Ist alles gut? Wie fühlt es sich für dich an, wenn ich hier reibe?" Ich keuchte schnell und ließ meinen Zeigefinger langsam über diesen kleinen Knubbel gleiten. Wenn es ihr wehtun würde, würde sich sofort stoppen.
      Meine immer wieder zuckende Erregung fühlte sich aufgrund der vielen neuen und für mich überwältigenden Eindrücke an, als würde sie gleich platzen und Lorae in meiner Milch baden. Ich hoffte, noch eine Weile durchzuhalten und sie meinen Namen in die noch junge Nacht stöhnen zu lassen...
      I'm a shape shifter at Poe's masquerade.

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    • Lorae

      Sein Jetzt ließ meinen Körper erschaudern, was zugleich angenehm und unangenehm war. Allerdings mehr angenehm, fand ich. Meine Atmung konnte ich inzwischen kaum noch kontrollieren, obwohl ich es nie sehr mochte, wenn ich die Kontrolle verlor. Deshalb war ich auch so stur und wollte mich immer wieder beweisen. Aber dieses Mal, wäre es in Ordnung die Kontrolle jemand anderem zu lassen.
      Ich folgte ihm ans Ufer und versuchte nicht ganz so offensichtlich da.. unten hinzusehen.. Doch durch die unfreiwillig mitgehörten Gespräche von älteren Rekruten, wusste ich in etwa, was auf mich zukommen würde, wenn ich mich hinlegen würde, was ich tat.
      Damals hatte ich die Augen verdreht und mir einen anderen Platz gesucht, doch jetzt wünschte ich mir, ich hätte daraus vielleicht etwas lernen können. So schwer konnte das schon nicht sein.. Aber fühlte es sich immer so.. eigenartig an?
      Dieses Gefühl in meinem Unterleib war.. wie sollte ich es beschreiben? Irgendwie Erlösung und Folter zugleich. Ich wollte das es aufhörte und nicht aufhörte. Es war mir ein wenig peinlich, dass ich so feucht war, aber das sollte wohl normal sein. Es sollte sogar gut sein. Mehr hatte ich von dem Gespräch nicht mitbekommen.

      Schon die innigen Küsse brachten meinen Körper vollkommen durcheinander. Als ich seine Zunge spüren konnte, entglitt mir ein Keuchen und es wurde noch intensiver, je näher seine Hand meinem Unterleib kam, während ich damit beschäftigt war mich mit seiner Zunge zu beschäftigen. Es war zu viel auf einmal, aber ich wollte mehr!
      Mein Körper glühte, als hätte ich Fieber. Er zitterte, als würde ich frieren. Meine Atmung stockte, als würde ich gerade meine Runden um die Akademie drehen. Aber es fühlte sich so eigenartig gut an. Ja, ich mochte dieses Gefühl.
      Als ich seinen Finger auf einer scheinbar sehr empfindlichen Stelle spürte, keuchte ich etwas lauter und drückte meine Fingerspitzen etwas fester in seinen Rücken, auf dem meine Hände seit unserem Kuss ruhten.
      Es passierte so viel auf einmal, dass ich mich fragte, ob Baldr überhaupt wusste, was er da tat! War es Absicht oder forschte er noch?
      Da er sich jedoch von meinen Lippen gelöst hatte, konnte ich mir auf die Unterlippe beißen, während ich gegen den Drang meinen Rücken durchzudrücken kämpfte. Meine Finger bohrten sich jedoch ein wenig mehr in seinen Rücken, während er an meinem Hals saugte, bevor er langsam aus meiner Reichweite verschwand und ich mich fragte, was ich mit meinen Händen anstellen sollten, die ich vor Aufregung kaum still halten konnte.
      Ich konnte nicht anders, als sie neben mich zu legen und mich mehr und mehr in das Gras zu krallen, bevor ich nun doch nachgab und meinen Brustkorb ein wenig anhob, bei dem was auch immer er da unten gerade anstellte. Es brachte mich fast um den Verstand, sodass ich kurz meinen Atem anhielt, als ich seine Stimme hörte, um überhaupt zu verstehen, was er mich fragte.
      Ob alles gut war? Ich wusste nicht, ob alles gut war. Vermutlich.. Wenn sich das so anfühlen musste, dann ja. Ich hatte mich immerhin nie selbst dort berührt, abgesehen vom Waschen, aber.. das war etwas vollkommen anderes.
      Durch den angehaltenen Atem und das darauf folgende Gefühl, das sich fast wie ein Stechen anfühlte, das durch meinen ganzen Körper zog, als er plötzlich wieder begann seinen Finger zu bewegen, stöhnte ich das "Ja" unerwartet aus und krallte mich noch fester in das Gras, das ich dabei mit Sicherheit sogar einige Halme abriss, weil mein Körper gleichzeitig zusammenzuckte.
      Da ich durch meine Antwort auch nicht mehr auf meine Unterlippe biss, zitterte diese leicht, ebenso wie mein Atem. Ich wollte meinen Kopf heben, um zu sehen, was er da unten tat, doch ich konnte nicht.

      Als mein Körper erneut unerwartet zusammenzuckte, stöhnte ich leise. Teilweise aufgrund des Schmerzes an meinem Brustkorb, der von der Wunde verursacht wurde, aber auch wegen des überwältigendem Gefühls, von dem ich mich fragte, wie stark es eigentlich noch werden würde. Und was.. war eigentlich das Ziel? Gab es ein Ziel? Wie lange würden wir.. das machen? Er hatte ja noch nicht mal.. Naja.. Ich wusste, dass es irgendwann dazu käme, dass er.. Nun.. Ich wusste, dass unsere gegensätzlichen Geschlechtsteile ineinander gehörten! Würde es dann noch stärker werden?
      "B.. Baldr", brachte ich nur keuchend hervor, woraufhin statt weiteren Worten nur noch ein Stöhnen folgte. Ich begriff langsam, warum man es als unehrenhaft bezeichnete, wenn eine Frau.. so etwas vor der Hochzeit tat. So konnte sich nur eine Sünde anfühlen, aber das war mir egal. Die einzige Ehre, die ich haben wollte, war die eines Ritters. Doch dieser Gedanke kam mir in diesem Moment nicht einmal, denn alles was ich in diesem Moment wollte, war Baldr. Ich wollte, dass es endete und.. niemals endete. An etwas anderes konnte ich gerade nicht denken.
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      - Eugene Ionesco
    • Ihr gestöhntes "Ja" gab mir zu verstehen, dass es ihr gefiel. Daraus schloss ich, dass dieser kleine Knubbel etwas gutes sein musste.
      Ich hatte eine Idee. Was wäre, wenn ich mehr als nur meinen Finger nutzen würde...beispielsweise meine Zunge?
      Keuchend und wie in Trance küsste und knabberte mich also weiter ihren Oberkörper hinab und widmete ihren Brustwarzen und dem Bauchnabel besondere Aufmerksamkeit. Währenddessen wurde mein Mittelfinger immer mutiger, bis sich noch ein zweiter Finger dazugesellte, der schließlich anfing Lorae's Öffnung ein wenig zu dehnen.

      Als ich schließlich ihre Gürtellinie erreicht hatte, löste ich meine inzwischen mit einem seltsamen Zeug überzogenen Finger von ihr, winkelte ihre Beine an und verwöhnte sie mehrere Minuten genüsslich mit meiner Zunge, welche erst oberflächlich alles erkundete und schließlich sachte in sie eindrang und im weiteren Verlauf immer tiefer in ihr verschwand, wobei sie zu Beginn erst langsame, kreisende Bewegungen machte und sich schließlich fast schon wie ein Aal in ihrer inzwischen triefenden Öffnung wand.

      Nach einigen Minuten füllte sich mein Mund jedoch mit einer seltsamen, warmen Flüssigkeit. Erschrocken zog ich meinen Kopf zurück und spuckte sie neben mich ins Gras. Ich blickte sie erschrocken und ein wenig angewidert an, da ich für einen Moment glaubte, dass es sich um Urin handelte.
      "Bäh...was sollte das denn??"
      Jedoch machte sie ganz und gar nicht den Eindruck, als hätte sie eine volle Blase gehabt und müsste sich dringend erleichtern...Lorae wirkte stattdessen irgendwie...seltsam.
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    • Lorae

      Mit jedem Atemzug den ich machte und jeden Zentimeter, den sich sein Kopf von mir entfernte, zog sich meine Bauchdecke mehr zusammen. Mein Atem wurde zittriger, zu einem beständigen Keuchen, das immer lauter wurde. Keine Ahnung, was er da tat, aber ich nahm an, dass er das richtige tat.
      Nachdem er meine Beine angewinkelt hatte, wurde es noch heftiger. Wie war das möglich? Und war das seine Zunge? Egal. Es war gut. So gut, dass ich mich ein wenig dafür schämte, dass mein Keuchen immer mehr zu einem leisen Stöhnen wurde und ich damit kämpfen musste, meine Beine still zu halten. Das wurde mit jeder Sekunde schwerer.

      Mein Stöhnen wurde lauter, weshalb meine Wangen vor Verlegenheit noch mehr glühten, als ohnehin schon. Meine Beine fühlten sich zittrig an, mein Bauch spannte sich mehr und mehr an, meine Finger gruben sich in die Erde. Das Kribbeln in meinem Unterleib wurde stärker, bis es.. so stark wurde, dass ich unweigerlich und plötzlich zusammenzuckte, wobei ich laut stöhnte, mich krümmte und erschrak. Nicht nur wegen dieses merkwürdig explosionsartigen Gefühls, sondern vor allem wegen Baldr's Reaktion.
      "Was?", japste ich erzwungen und riss meine Augen auf, während ich beinahe so heftig atmete wie bei unserem Sprint auf den Hof, vor unserem Einsatz in Paradis. Nur, dass ich keine Angst hatte zu ersticken, sondern mich nicht mehr bewegen zu können, so wie sich meine Arme und Beine anfühlten und zitterten. Und.. was war mit Baldr? Ich hatte nur seine Stimme gehört, aber konnte nicht verstehen, was er gesagt hatte, nur das seine Stimme irgendwie eigenartig klang.
      Ich wollte fragen, was los war, aber ich konnte nicht. Ich musste schlucken und gleich darauf heftig keuchen. Zumindest fühlte es sich an, als würde sich mein Körper langsam beruhigen. Sehr langsam.. Dafür raste mein Herz umso mehr, da ich ein wenig in Panik war, wegen seiner Reaktion.
      Um mich schneller zu beruhigen, schloss ich meine Augen und biss mir beschämt auf die Unterlippe. Meine Beine fühlten sich schwach an. Ich schob meinen linken Fuß von mir weg, um mein Bein zu strecken. Das andere Bein konnte ich nicht mehr halten, sodass es gegen Baldr's Körper fiel. Noch immer zuckte dieses eigenartige Gefühl durch meinen Unterleib, nur etwas schwächer. Doch in einem beständigen Rhythmus. Wie ein Pochen. Es wäre mit Sicherheit angenehmer, wenn ich keine Angst hätte, dass ich irgendetwas falsch gemacht hatte.. "I-ist.. alles.. okay?" Sogar meine Stimme zitterte, weil ich noch immer in kurzen, schnellen Zügen atmete.
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      - Eugene Ionesco

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    • Als Lorae sich ein wenig beruhigt und mich gefragt hatte, ob alles okay sei, deutete ich auf die seltsame Flüssigkeit im Gras, welche ich nur wenige Augenblicke zuvor ausgespuckt hatte.
      "Das da...kam aus dir raus. Ich dachte erst, dass ist Urin...aber ausgehend von der Farbe und der Konsistenz glaube ich, dass du einen Höhepunkt hattest..so ungefähr sieht es nämlich auch bei mir aus..."
      Ich errötete und blickte verlegen zur Seite. Wenn ich sie soweit bringen konnte, obwohl ich vorher keine Erfahrung hatte, musste ich ziemlich gut gewesen sein. Und wenn sie einen haben konnte, war sie auch in der Lage, einen zweiten zu bekommen oder war nach einem Schluss, wie es bei mir immer der Fall gewesen war?
      Allen Fragen zum Trotz kam ich noch nicht in dieses Vergnügen. Keuchend rieb ich mich und strich mit der freien Hand über Loraes Gesicht, ehe ich sie küsste, wobei ich sie ein wenig ihres eigenen Geschmacks kosten ließ.
      "Lass es uns zu Ende bringen, ja? Lass uns endlich vereinigen, bevor wir noch an anderen Stellen nass werden", hauchte ich schließlich und drückte sie an der Brust sanft zurück auf die Decke, um mich wieder über sie zu beugen und meine pulsierende Spitze anzusetzen. Ich war so empfindlich und es fehlte nicht mehr viel...ich hatte Angst, dass wenn ich einmal in ihr wäre, mich nicht mehr rechtzeitig rausziehen könnte und stattdessen in ihr entladen würde...wobei, was wäre wenn?

      Es frischte nun merklich auf, am Himmel zog eine massive Wolkenfront auf und es schien, dass wir nicht mehr viel Zeit hätten, bevor der Regen unsere erregten Gemüter abkühlen würde.
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    • Lorae

      Was kam aus mir raus? Urin?
      Verwirrt stützte ich mich auf meine Arme und richtete mich langsam auf, während Baldr noch weiter sprach. Ich war erleichtert, dass es kein Urin war, denn das wäre ungeheuer peinlich und unabhängig davon, ob das normal gewesen wäre oder nicht, würde ich mich wohl nicht mehr so einfach irgendjemandem hingeben können.
      "Ah..", meinte ich beruhigt. Höhepunkt war eine gerechtfertigte Bezeichnung dafür, denn so fühlte es sich an. Das.. war dann wohl das Ziel eines solchen Aktes.
      Da ich nun meinen Oberkörper einigermaßen aufgerichtet hatte, konnte ich Baldr ansehen und lächelte. Irgendwie fühlte ich mich gerade so.. glücklich.. Ja, glücklich traf es ganz gut.
      Als ich seine Hand an meiner Wange spürte, schloss ich meine Augen zur Hälfte und schmiegte mich ein wenig an sie. Bei dem folgenden Kuss schloss ich sie vollständig und keuchte dabei leise. Ich mochte das Gefühl seiner Lippen sehr, weshalb ich ihnen kurz nachtrauerte, als sie sich von meinen lösten.

      Zu Ende bringen.. "Ja..", hauchte ich, noch immer ziemlich berauscht von diesem Höhepunkt, den ich immer noch spüren konnte.
      Ich legte mich unter dem sanften Druck seiner Hand wieder hin, während ich ausreichend Kraft in den Beinen hatte, um sie wieder in die richtige Position zu bringen. Als er wieder über mir war, betrachtete ich ihn und strich über seine Wange, bevor ein Kribbeln durch meine untere Körperhälfte bis in die Beine zog. Es war fast ein wenig unangenehm, dass ich dort unten eine Berührung spürte. Aber nur kurz. Danach war es eigentlich ganz angenehm.
      Mir war noch immer unfassbar warm, auch wenn sich meine Atmung fast schon normalisiert hatte. Ich war ruhig und dachte im Moment an nicht viel, während ich sein Haar hinter sein Ohr strich, welches jedoch sofort wieder nach vorn fiel, weshalb ich etwas schmunzeln musste. Dadurch, dass sich meine Beine immer noch etwas weich anfühlten, war ich sehr entspannt, als er schließlich in mich eindrang. Es fühlte sich ähnlich an wie zuvor seine Finger, aber dann kurz etwas unangenehm. Doch das verging schnell wieder und fühlte sich danach unheimlich gut an. Irgendwie gefielen mir die Laute, die er von mir gab, was mich glauben ließ, dass mir mein vorheriges Keuchen und Stöhnen nicht peinlich sein mussten. Vielleicht gefiel es ihm auch?
      Auch wenn keinen weiteren Höhepunkt erlebte, brachte es mich dazu erneut rhythmisch zu keuchen, wofür ich mich dieses Mal nicht schämte.
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      - Eugene Ionesco
    • Leise und rhythmisch keuchend drang ich nun in sie ein, als ich einen leichten Widerstand spürte, blickte ich zu ihr auf und drückte mich ein wenig fester hinein. Da sie keine Schmerzen zu haben schien - zumindest zeigten weder ihre Regungen noch ihre Gesichtszüge Anzeichen von Schmerz oder Unwohlsein - drückte ich weiter und fühlte mich schnell richtig gut dabei. Es war, als würde meine pulsierende Erregung regelrecht von einem warmen, engen, nassen Schlauch eingesaugt und gemolken werden, der bettelnd um meine Samen immer williger wurde und mich um jeden Preis komplett in sich haben wollte.
      Ich konnte mir von den Emotionen überwältigt ein leises Stöhnen nicht verkneifen, während ich nun instinktiv zu einem rhythmischen Stoßen ansetzte, begleitet von einem Wechselgesang aus Keuchen und Stöhnen, manchmal auch einem leisen Grunzen.
      Anfangs noch langsam und vorsichtig meine Hüfte bewegend, wurde ich mit jedem Stoß ein wenig mutiger und schneller. Jedoch kam ich hier bereits an meine Grenzen, die Emotionen und Eindrücke überwältigten mich nun vollends und nach einem letzten, festen Aufeinanderprallen unserer Körper, entlud ich mich leise stöhnend in Lorae und schenkte ihr eine großzügige Menge meines warmen, einsatzbereiten Samens. Meine Augen rollten sich für einen Moment in meinen Hinterkopf, dann sackte ich zusammen und blieb schnell keuchend noch einen Moment auf ihr liegen.
      Dann rollte ich mich von ihr ab. Ich legte mich neben sie in das feuchte Gras und starrte mit müdem Blick in den Himmel.
      "Tut mir Leid...ich hab es nicht mehr rechtzeitig rausgeschafft.. ." Ich keuchte, meine Atmung beruhigte sich nur langsam. Dennoch fühlte ich mich irgendwie...frei und klar im Kopf. Es war, als hätte diese Sünde den Nebelschleier vor meinem geistigen Auge gelüftet und mir meinen Weg aufgezeigt...ich würde auf jeden Fall in den Aufklärungstrupp gehen, komme was wolle. Und ich wollte mehr hiervon...

      Ein ferner Blitz und ein kurz darauf folgendes Donnergrollen kündigten ein Unwetter an. Zu gerne hätte ich noch weiter mit Lorae im Gras gelegen und mit ihr gekuschelt, jedoch blieb dafür keine Zeit mehr.
      Die durch Grasflecken und Schweiß schmutzigen Oberteile zusammen mit den sauberen Hosen und Schuhen angezogen und aufs Pferd gestiegen, ritten wir los, um vor dem Schlimmsten zurück in der Herberge zu sein.
      Jedoch war mir bereits klar, dass dies nurmehr ein Wunsch bleiben würde, galoppierten wir doch zwangsläufig der Wolkenfront entgegen und damit in unsere unfreiwillige Dusche.
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    • Lorae

      Ich konnte nicht sagen, ob es sich besser oder schlechter anfühlte, als zuvor, es war einfach.. anders.. aber gut. Sehr gut. Baldr's Bewegungen und immer lauter werdenden Laute, ließen auch mich immer lauter werden. Da ich mich nicht mehr darum scherte, wie mein Körper reagierte und was aus meinem Mund kam, entglitt mir hin und wieder ein leises Wimmern. Je weniger ich darüber nachdachte, desto näher kam ich scheinbar einem weiteren Höhepunkt.
      Das passierte zwar nicht, jedenfalls hatte es sich nicht so angefühlt wie vorhin, als Baldr dafür aber einen hatte. Keuchend legte ich meine Hände auf seinen Rücken, als er sich auf mich legte und versuchte mich zu beruhigen. Aber dieses Gefühl - nicht nur körperlich, sondern auch emotional - das ich bei seinem Höhepunkt hatte, überwältigte mich zu sehr.
      Ich öffnete meine Augen und starrte in den Himmel, unwissend, was ich tun, sagen oder denken sollte, außer.. dass ich mir jetzt noch mehr wünschte, dass Baldr mit mir käme und wir.. es wieder tun könnten.. Bei dem Gedanken legte sich ein Lächeln auf meine Lippen, ehe er sich von mir löste und ich die plötzliche Kälte auf meiner Haut spürte, während mein Körper sich von innen heraus anfühlte wie sengende Hitze eines Feuers.
      Langsam drehte ich meinen Kopf in seine Richtung, als er etwas sagte. Rechtzeitig rausgeschafft? War das schlecht?

      Noch wusste ich nicht, was das bedeutete und vor allem wie viel Glück ich hatte, wenn ich später erfahren würde, dass es nur bestimmte Zeitfenster gab, in denen man durch diesen Akt nicht schwanger wurde.
      Für ein solches Aufklärungsgespräch war ich damals zu jung und als Junge war das nicht wirklich so wichtig, dass man damit zwangsläufig konfrontiert wurde.

      Deshalb sagte ich nichts und drehte mich zu ihm, um meine Finger über seine Brust gleiten zu lassen und zu lächeln, damit er sehen konnte, dass alles in Ordnung war.

      Der abrupte Aufbruch war allerdings ein wenig schwierig. Meine Beine waren zwar nicht mehr ganz so weich und zittrig, aber dafür war das Gefühl beim Sitzen auf dem Pferd nicht all zu angenehm. Zum einen.. fühlte es sich an, als hätte ich mir ausversehen und unwissentlich in die Hose gemacht, aber das hätte ich ja wohl gemerkt..
      Und zum anderen überforderte mich das Gefühl des Pferderückens zwischen meinen Beinen, da wir so schnell galoppierten. Ich klammerte mich an Baldr und spürte immer mehr, wie meine innere Wärme der äußeren Kälte wich und wir nass bis auf die Knochen in der Stadt ankamen.
      Nachdem wir das Pferd zurückgegeben hatten - ein wenig zu spät, doch der Mann kniff ein Auge zu - fiel ich Baldr lachend in die Arme. Es war nichts lustiges passiert, aber ich war einfach so glücklich. Gut, das mit dem Unwetter war Pech, aber ich konnte nicht anders und lachte das beklemmende Gefühl der nassen und schweren Kleidung einfach weg. All die Sorgen die vorher in meinem Kopf herumschwirrten, waren zumindest für diesen Moment wie fortgeblasen.
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      - Eugene Ionesco
    • Das Unwetter hatte uns frontal erwischt und bis auf die Unterwäsche vollkommen durchnässt. Als schließlich die Stadt in Sichtweite kam, drehte die Front und zog - abgesehen von einem harmlosen Ausläufer, der lediglich für Nieselregen sorgte - ab.
      Wir waren zwar zu spät, jedoch drückte der verantwortliche Stallaufseher ein Auge zu, nachdem ich ihm glaubhaft machen konnte, dass wir vom Gewitter überrascht wurden und das Pferd scheu wurde.

      Als wir wieder alleine waren, fing Lorae an zu lachen und fiel mir in die Arme.
      Ich küsste sie, um sie zu beruhigen, dann offenbarte ich ihr meine Pläne.
      "Lass uns zurückgehen und im Waschraum schön warm waschen, ja? Und dann werde ich nach Ruven suchen und schauen, ob ich uns frische Kleidung organisieren kann. Vielleicht ist sogar noch Abendessen für uns übrig. Und dann..", ich konnte mir ein Gähnen nicht verkneifen, "...lass uns schlafen gehen."
      Als wir wenige Minuten später in der Herberge angekommen waren, herrschte bereits Stille, so als ob die meisten bereits schlafen gegangen wären. Ich begleitete Lorae noch bis zum Waschraum, dann machte ich mich auf die Suche nach Ruven.
      Jedoch dauerte es eine Weile, bis ich ihm im Gemeinschaftsraum gefunden hatte.
      Ich klopfte an die weit geöffnete Tür, um ihn nicht zu erschrecken, dann äußerte ich meine Bitte: "Ehm...Ruven...sag mal...ist es möglich, dass du mir ein Nachthemd und zwei Satz frischer Kleidung besorgst, eines für mich und eines für Lorae?"
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    • Lorae

      Der Kuss hatte mich zwar vom Lachen abgehalten, doch dafür seufzte ich etwas verträumt. Innerlich war ich noch immer ziemlich aufgewühlt, doch es war nichts unerträgliches wie die Fragen über unsere Zukunft.
      "Klingt gut..", sagte ich leise. Vor allem das warme Wasser, um mich aufzuwärmen.
      Bevor ich in den Waschraum ging, sah ich ihm nach und betrat ihn, als ich ihn nicht mehr sehen konnte. Es war keiner da - wobei mich das jetzt auch nicht mehr störte - also zog ich mich aus, wobei ich daran musste, dass Baldr mich vorhin noch nackt gesehen und.. berührt hatte. Der Gedanke allein reichte aus, um dieses Kribbeln erneut hervorzurufen. Würde es nun mein ständiger Begleiter werden? Daran müsste ich mich wohl gewöhnen..

      ____

      Ruven

      Als wir aus dem Park zurück in die Herberge gegangen waren, ging Marius noch mal allein mit Lis aus, was ich den beiden natürlich gönnte. Sie hatten sich lang nicht mehr gesehen und bald wären sie verheiratet und sie waren so verliebt..
      Ich seufzte und musste den Satz von neuem beginnen, da ich beim Lesen zu unkonzentriert geworden war. Obwohl wir gerade unser Zuhause verloren hatten, las ich ein Buch um mich auf die theoretischen Prüfungen im nächsten Jahr vorzubereiten.
      Kurz darauf wurde ich jedoch von einem Klopfen abgelenkt und hob meinen Kopf. Baldr? Blinzelnd sah ich zu ihm auf und schloss das Buch. Frische Kleidung? Ich habe fast jeden Rekruten angesprochen und gefragt, ob er ein Satz abgeben konnte. Dabei musste ich auch noch auf die Größe achten und war froh, dass ich überhaupt etwas passendes für Marius auftreiben konnte. Ich selbst hatte natürlich auch was gespendet, was Lorae gerade trug, da sie die kleinste von den Absolventen war und ich eben der kleinste Spender. So konnten sie wenigstens noch unsere Uniform tragen, wobei das wohl auch hinfällig war, wenn wir auf andere Akademien verteilt wurden und sie ihren Ritterschlag bekämen. Also könnte ich ihnen etwas von meiner Zivilkleidung abgeben.
      "Klar.. aber das dauert einen Moment.." Beim Sprechen war ich aufgestanden und musterte seine nasse Kleidung. "Ich bin zurück, wenn du mit dem Waschen fertig bist, ja?" Ich lächelte ihm zu und verließ dann den Raum, wobei ich das Buch mitnahm.

      Zum Glück regnete es gerade nicht sehr stark, denn ich musste die Herberge verlassen und nach Hause gehen. Wenn ich mich beeilte, brauchte ich vielleicht so 10 Minuten. Und ich beeilte mich. "Hallo, Ma", begrüßte ich sie flüchtig, als sie verwundert begrüßte. "Ich muss nur ein paar Sachen holen!", rief ich ihr aus meinem Zimmer heraus, wobei ich die Tür offen gelassen hatte.
      Ahhh.. so viele alte Sachen.. Ich müsste dringend mal ausmisten.. in die meisten Sachen passte ich gar nicht mehr rein. Aber vielleicht Lorae? So winzig war sie ja nun auch nicht.. Nicht so wie Lis oder dieser Hauptgefreite.. Jedenfalls könnte es sogar ihr zu klein sein, weshalb ich ein paar neuere Sachen heraussuchte. Oh Mann.. ich brauchte viel zu lange. Die beiden warten bestimmt schon auf mich.. Nackt.. im Waschraum.. ganz allein.. Ob sie.. Ich schüttelte meinen Kopf, schnappte mir 2 Sätze meiner kaum getragenen Sachen und flitzte zurück. Den Rückweg schaffte ich in Windeseile, da ich gerannt war, auch wenn mich die Leute etwas komisch ansahen. In meinem Alter rannte man für gewöhnlich nicht mehr einfach so durch die Straßen.. Egal.
      Vor der Tür zum Waschraum atmete ich tief durch und trat ein. Es war immerhin ein öffentlicher Raum.. Oh, aber was wenn sie gerade.. nein, das würden sie doch nicht tun.. Jedenfalls nicht hier. Und hoffentlich auch nicht generell.. Aber ich hoffte, dass ich zumindest.. einen Blick auf Baldr erhaschen könnte.. Wenn ich ihn schon nicht berühren konnte.. Er war ja auch nicht der erste, den ich nackt sehen würde, aber der erste, den ich gern nackt sehen würde. Mein Herz raste - auch wegen des Sprints - doch meine Wangen fühlten sich normal an. So schnell würde ich auch nicht erröten, wenn ich nicht mit etwas unerwartetem konfrontiert würde und ich war schließlich darauf vorbereitet jemanden nackt zu sehen.
      "Hier, ich hab eure Kleidung", sagte ich schon beim Öffnen der Tür, obwohl ich noch niemanden sah. Sie mussten wohl auf der anderen Seite des Raums sein, den ich erst sehen würde, wenn ich an der Tür vorbei war, um sie zu schließen. Vielleicht waren sie auch gar nicht mehr da? Aber wo sollten sie ohne Kleidung schon hin?
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      - Eugene Ionesco
    • "Danke. Ich warte im Waschraum auf dich."
      Als Ruven ziemlich zügig den Gemeinschaftsraum verlassen hatte, lief ich die Treppen hinunter und trat schließlich in den Waschraum.
      Nachdem ich die Tür von innen geschlossen hatte, überlegte ich für einen Moment, diese mit dem Wischmopp zu verkeilen, der neben der Tür an die Wand gelehnt war und scheinbar erst kürzlich genutzt wurde.
      Zwei nackte Menschen, die sich offensichtlich nahe stehen und alleine im selben Raum aufhalten, sind unberechenbar und gleichwohl ich mich noch nicht entschieden hatte, wollte ich den Moment und diese ganzen neuen Erfahrungen so lange wie möglich erhalten. Jedoch unterließ ich das, damit Ruven später eintreten und die Kleidung auf eine der kleinen Bänke legen könnte.
      Dann drehte ich mich um und zog mich aus, meine schmutzige Kleidung legte ich auf eine der Bänke. Lorae war nicht zu sehen. Erst war ich verwundert, jedoch fand ich sie hinter dem Paravent auf einem Hocker sitzend und sich mit einem Schwamm waschend.
      Ich schnappte mir einen anderen Hocker und setzte mich ihr gegenüber hinter den Sichtschutz, damit man uns von der Tür aus nicht sehen konnte, dann begann ich mit meiner Wäsche.
      "Da bin ich...Ruven wird uns gleich frische Kleidung und hoffentlich ein Nachthemd für mich bringen. Ich wette, er wird zu Hause seinen Kleiderschrank plündern, das heißt, wir haben etwas Zeit, bis dahin..." , ich hielt kurz inne und seufzte, wollte jedoch lernen, mutiger zu sein, "...als ich vorhin reinkam, hab ich kurz überlegt, die Tür von innen zu blockieren, falls es zu einem Nachschlag kommen sollte...du auf meinem Schoß sitzend und meine Erregung reitend...aber...ich kann verstehen, wenn du nicht willst..."
      Ich drehte mich von ihr weg, da alleine der Gedanke an dieses Szenario für eine Verhärtung im Schritt sorgte und ich sie damit nicht belästigen wollte. Ich beschloss, mich in der Nacht darum kümmern, wenn alle schlafen. So wie ich gestern Nacht noch weinen wollte, wenn alles schläft.
      "Verrückt", murmelte ich und dachte daran, was dieser Tag heute für dramatische Wirrungen und Wendungen mit sich brachte.
      "Diese ganzen emotionalen Dinge, die heute passiert sind, Levis Worte, deine Tränen...lass uns nie wieder darüber sprechen. Das einzige, woran ich mich erinnern möchte, wenn ich an diesen Tag denke, ist unser erstes Mal und meine endgültige und unumstößliche Entscheidung, dem Aufklärungstrupp beizutreten und zwar gemeinsam mit dir...okay?"
      Ich drehte mich nun wieder Lorae zu, meine Erregung war deutlich zu sehen, jedoch drückte ich meine Beine aneinander und quetschte mir dabei fast meinen Skrotum ein, da es mir irgendwie peinlich war...
      I'm a shape shifter at Poe's masquerade.
    • Lorae

      Ich ließ mir dieses Mal Zeit mit dem Waschen. Es war nett, dass irgendjemand scheinbar dafür gesorgt hatte, dass hier dieser Sichtschutz stand. Ob der für mich war? Aber dann könnte ich die Männer trotzdem sehen, wenn ich fertig wäre. Vielleicht störte sie das ja gar nicht, sondern.. nur der Anblick einer nackten Frau! Würden andere denn auch so darauf reagieren wie Baldr? Das wäre mir dann jetzt doch etwas unangenehm..
      Als Baldr zu mir kam, lächelte ich zu ihm auf, ehe er sich zu mir setzte. Bei der Wette würde ich einsteigen.. Ich hatte mich eigentlich schon wieder dem Waschen gewidmet, doch als er was von Zeit und bis dahin sagte, blickte ich zu ihm auf und blinzelte. Dachte er etwa an das, was ich dachte, dass er.. denkt..? Meine Vermutung bestätigte sich, weshalb sich meine Wangen wieder färbten. Als er mir auch noch diese Bilder in den Kopf pflanzte, senkte ich meinen Blick. Zum Glück hatte ich nichts so offensichtlich wie er, was meine Erregung verriet..
      Die Vorstellung ihn zu.. reiten, klang ja schon irgendwie interessant.. aber an so einem öffentlich zugänglichen Ort..? Am See war das ja was anderes.. da war die Wahrscheinlichkeit gering, aber hier.. Vor allem, da Ruven ganz sicher irgendwann hereinkommen würde..
      "Ich will schon, aber..", murmelte ich kaum hörbar und sah ihn aus Verlegenheit auch nicht an. Seinen 'harten Muskel', wie er es genannt hatte, zu sehen, erregte mich noch zusätzlich und diese Vorstellung brannte sich regelrecht in meinen Kopf.

      Auf seine letzte Aussage hin hob ich meinen Kopf wieder und lächelte. "Okay.." Ich wollte mich auch nicht an meine Tränen erinnern. Ich wollte und durfte nicht weinen... Schon gar nicht vor Baldr. Für ihn müsste ich noch stärker sein.. Sein Verhalten brachte mich allerdings zum Schmunzeln und damit ich nicht kicherte, biss ich mir auf die Unterlippe, doch nun hatte ich das Gefühl als würde ich so aussehen, als verkniff ich mir laut loszulachen, weshalb ich meine Lippe wieder freigab und wieder nach unten blickte. Dieses Gefühl der Verlegenheit war mir ebenso neu wie dieses starke Gefühl der Erregung. Vor Baldr war ich schon immer anders, als vor anderen, doch kaum war ich vor den anderen ich selbst, brachte Baldr mich dazu wieder ein Geheimnis mit ihm zu haben.. Was ich gar nicht schlimm fand, nur.. wusste ich nicht so wirklich, wie ich darauf reagieren sollte, bis mir etwas einfiel.
      "Du.. wolltest doch.. ein Hotelzimmer buchen..", meinte ich und sah mit gesenktem Kopf zu ihm auf. "Es wird zwar keinen Abschied geben, aber.. dann könnte ich das ja ausprobieren.. aber... hier nicht.. okay?" Ich hatte gerade erst offenbart, dass ich ein Mädchen war, da wollte ich nicht für noch mehr Aufregung sorgen, wenn man uns hier erwischen würde..
      Also versuchte ich mich auf mein Waschprogramm zu konzentrieren und ihn nicht zu sehr anzustarren. Ich wusste nicht, wieviel Zeit verging, bis Ruven einfach hereinplatzte - warum auch nicht. Es fühlte sich an wie ewig lange Minuten.
      Da ich sowieso schon seit einer Weile fertig war, stand ich auf und ging völlig gedankenlos zu ihm. War das schon so normal für mich geworden? Mit großen Augen starrte ich ihn an, als mir auffiel, dass ich nackt war. Doch Ruven.. sah mir in die Augen und lächelte. Er hatte nicht mal wirklich hingesehen, oder? Sollte mich das freuen oder doch eher enttäuschen? Ich wusste es nicht.

      "Das müsste euch passen.. Ich hoffe es stört euch nicht, dass es meine Zivilkleidung ist.. Ich hab auch Unterkleidung.. Die ist ganz neu, hatte ich noch nie an! Wirklich. Und ein Nachthemd für Baldr hab ich auch."
      Er wandte seinen Blick einfach von mir ab und legte die Sachen auf eine Bank. "Wenn ihr fertig seid.. Habt ihr dann Lust auf ein Kartenspiel?" Kartenspiel? "Ehm.. ich weiß nicht.." Baldr sah eigentlich ziemlich müde aus und ich schwankte dauernd von ziemlich erschöpft zu ziemlich aufgedreht. Wahrscheinlich könnte ich sowieso noch nicht schlafen.
      ~ ♦ ~ Die Freiheit der Phantasie ist keine Flucht in das Unwirkliche; sie ist Kühnheit und Erfindung. ~ ♦ ~
      - Eugene Ionesco
    • "Alles gut...wir sollten uns das für das Hotelzimmer sparen. Bis dahin fallen mir bestimmt noch andere Dinge ein, die ich ausprobieren möchte. Ich glaube nur, dass wir in dieser Nacht nicht viel Schlaf bekommen werden."
      Ich lächelte sanft und blickte auf den Boden. "Wir sollten uns übrigens noch wegen des Flecks an deinem Hals Gedanken machen, den ich dir zugefügt hab. Der ist schon ziemlich auffällig. Aber lass uns jetzt lieber das Thema wechseln.."
      Den restlichen Waschvorgang über schwieg ich.
      Irgendwann, ich wusste nicht, was ich noch sagen wollte, geschweige denn wie lange ich hier gesessen und mich mit dem herrlich warmen Wasser gewaschen hatte, betrat Ruven schließlich den Waschraum.
      Lorae schritt zu ihm, ich hörte den Dialog zwischen den Beiden. Ich war überrascht, dass Lorae sich traute, ihren nackten Körper vor Ruven zu präsentieren...vor Ruven, einem anderen Jungen...irgendwas löste das in mir aus. Vermutlich hat sie für einen Moment vergessen, dass sie nackt war und es erst realisiert, als es bereits zu spät war.
      Ich hoffte, dass Ruven jetzt nichts dummes macht und sie zum Beispiel unsittlich berührt, sonst würde ich eingreifen müssen.

      "Danke für die Kleidung", murmelte ich. "Leg sie auf einen der Hocker bei der Tür."
      Als er schließlich noch mit der Idee eines Kartenspiels um die Ecke kam, seufzte ich.
      "Fein...aber nur eine Runde. Ich bin müde und Lorae will bestimmt auch schlafen. Aber geh doch schonmal vor, okay?"
      Ich wartete noch, bis er den Raum verlassen hatte, dann kippte ich die Beiden Bottiche mit dem Schmutzwasser aus dem Fenster in eine kleine Rinne davor, wo es in die Kanalisation abfließen konnte.
      Zuletzt zog ich mich an und wartete, bis Lorae auch soweit war.
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    • Ruven Avenor

      Es war irgendwie etwas befremdlich, dass Lorae so vor mir erschien. Entweder hatte sie kein Schamgefühl - was gar nicht so unrealistisch für mich klang - oder sie war einfach nur.. tollpatschig - das wiederum klang nicht so nach ihr.
      Wie auch immer. Ich hatte nicht im geringsten das Bedürfnis irgendwas fernab ihres Schlüsselbeins zu sehen. Außerdem wäre das auch ziemlich unhöflich. Deshalb fiel es mir nicht schwer meinen Blick auf ihr Gesicht zu richten, ehe ich die Kleidung ablegte und Baldr dann zusagte. Jedenfalls für eine Runde. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass ich störte. Es wirkte, als wollen sie allein sein. Und ich hatte ja auch keine Tomaten auf den Augen, dass mir der Fleck an ihrem Hals nicht aufgefallen war. So einen hatte Marius Lis auch mal gemacht.. Hatten sie gerade..?
      "Okay", antwortete ich und da ich Baldr nicht sah, gelang es mir sogar gelassen zu bleiben. Schön cool bleiben..
      Ich verließ den Waschraum und marschierte in den Gemeinschaftsraum, wo ich mir die Karten nahm und durchsah, ob sie noch vollständig waren, auch wenn ich nicht darauf wetten würde, dass die beiden hier auftauchten. Für den Fall der Fälle wollte ich mich allerdings vorbereiten. Während des anschließendem Mischens konnte ich den Gedanken an die beiden nicht abschütteln. Und vielleicht hätte mich das auch etwas erregt, wenn es nicht Lorae gewesen wäre, die bei ihm war. Wenn ich ihm mit einem anderen.. Dann wüsste ich zumindest, ob ich überhaupt Chancen hatte. Naja.. das Thema konnte ich wohl abhaken. Aber ich war ja auch noch jung.. Eines Tages.. würde schon irgendjemand aufkreuzen, der wie ich beim Gedanken an einen anderen Jungen..
      Ich seufzte und legte die Karten auf den Tisch, ehe ich meinen Kopf abstützte und nachdenklich auf den Kartenstapel starrte.

      _____

      Lorae

      Ich sah Ruven noch hinterher und kratzte mich dann etwas verlegen am Hinterkopf. So was dummes.. Ohne Kleidung konnte ich schlecht etwas gegen diesen Fleck am Hals machen. Aber selbst mit Kleidung konnte ich ihn nicht verdecken. Was soll's. Eigentlich dachten vermutlich sowieso alle, dass wir es getan hätten und jetzt lagen sie sogar richtig damit. Müsste mir das peinlich sein? Vielleicht..
      Immerhin war ich eine Frau und.. unverheiratet und.. keine Jungfrau mehr. Aber dieses sture Bild von einer Frau hatte mich schon immer etwas provoziert. Warum also sollte ich mich dafür schämen, dass ich etwas so wundervolles mit jemand so wundervollem wie Baldr getan hatte. Nein. Sollten sie nur gucken. Ich konnte schon Marius Sprüche hören. Irgendwann würde danach keiner mehr fragen und wenn doch. Keine Ahnung.
      "Oh Mann...", murmelte ich vor mich hin, bevor ich mir die Sachen nahm und anzog. "Sein Blick war irgendwie.. eigenartig.." Das war zwar nicht annähernd eine Beschreibung, um zu ermitteln, was das zu bedeuten hatte, aber ich wusste auch nicht, wie ich ihn hätte beschreiben sollen. Er war so.. gefasst oder so..
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      - Eugene Ionesco
    • "Vielleicht hatte er gehofft, mich nackt zu sehen", witzelte ich und umarmte Lorae, ehe ich den Waschraum verließ und die knarrenden Holztreppen hinauf in den zweiten Stock schritt, wo sich der Gemeinschaftsraum befand.
      Es war ziemlich dunkel in den Gängen und so still...irgendwie unheimlich. Ich musste daher aufpassen, keinen unnötigen Lärm zu verursachen oder irgendwo mit dem Ellenbogen anzuecken und durch mein daraus resultierendes halbgeflüstertes Fluchen jemanden zu wecken. Diese Stille und Dunkelheit hatten zugleich jedoch auch etwas intimes, etwas persönliches. Im kleinen Kreis Karten spielen könnte lustig werden.
      Wenige Augenblicke später erreichte ich den Gemeinschaftsraum und setzte mich gegenüber von Ruven an den Tisch. Der dreiarmige Kerzenständer auf diesem erleuchtete die Tischplatte und die nähere Umgebung und da Lorae noch nicht da war, nutzte ich den Moment für einige Worte: "Was für ein Tag", seufzte ich, "...ich kann nach diesem ganzen Schwerttraining für den Aufklärungstrupp kaum noch meine Arme bewegen. Ich hoffe nur, Lorae´s Verletzung am Hals tut ihr nicht zu sehr weh...hab sie dort ganz schön mit meinem Schwert erwischt... ."
      Ich nutzte diese kleine, auf dem Weg nach oben erdachte Lüge, da ich nicht jedem unter die Nase reiben wollte, dass ich mit ihr Sex hatte. Das war eine Sache zwischen ihr und mir, quasi ein Geheimnis.
      Jedoch befürchtete ich, dass dieser Fleck besagtes Geheimnis nicht lange aufrecht erhalten würde, besonders nicht bei Leuten, die mit solchen Flecken vertraut sind.
      Wahrscheinlich hätte ich sie vorher in diese Geschichte einweihen sollen, aber ich hoffte, dass unsere Verbundenheit ausreicht, dass sie versteht und mein Spiel mitspielt.
      Gleichwohl fragte ich mich, was für eine Art Kartenspiel das sein soll, jeder gegen jeden? Einer gegen Zwei? Ich ließ mich überraschen, konnte man jedes Kartenspiel, das mir vertraut war, entweder nur zu zweit oder zu viert spielen, wobei auch jede andere gerade Zahl geeignet wäre, zweihundert zum Beispiel. Ein großer Raum mit Zweihundert Menschen, die um einen riesigen Tisch herum sitzen und versuchen, mit genau einem Satz Karten, wie Ruven ihn gerade nutzt, ein Spiel auf die Beine zu stellen.
      Ich musste schmunzeln, nicht nur wegen der Vorstellung, sondern auch durch das endliche Erscheinen von Lorae's Antlitz an der Tür.
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    • Ruven Avenor

      Als jemand hereinkam, blickte ich auf und sah Baldr. Ich dachte Lorae würde direkt nach ihm folgen, doch das tat sie nicht. Ich war also allein mit Baldr und diese fast schon romantische Atmosphäre durch die sanfte Beleuchtung wäre unter anderen Umständen gar nicht so schlecht gewesen. Während Baldr sprach, zog ich den Kartenstapel zu mir und betrachtete diesen beim erneuten Mischen. Sie sollten ja nicht denken, dass ich schummeln würde, wenn sie nicht selbst sahen, dass ich wirklich gemischt hatte. Also teilte ich den Stapel ein paar Mal und ließ die Ecken der Karten geschickt im Wechsel aufeinander fallen, ehe ich den Stapel zusammenschob und es wiederholte. Keine Ahnung wie oft - solange bis Lorae käme.
      Glaubte Baldr echt, dass ich ihm das abkaufen würde? Mit hochgezogener Augenbraue legte ich meinen Kopf schief und betrachtete ihn. Ich mochte vielleicht etwas zu gutgläubig sein - hatte ich Lorae, die ich kaum kannte doch gar nicht mal so wenig Geld geliehen - aber ich war weder dumm, noch naiv.
      "Ach was.. sie ist taffer als mancher Kerl hier.." Womit ich niemand bestimmten meinte, aber es gab ja schon ein paar Memmen hier. "Kein Wunder, dass du sie erwischt hast, konnte sie doch nicht mal Holzhacken, weil ihre linke Schulter verwundet ist. Wenn es dir leid tut, dass du sie getroffen hast, hättest du auf die rechte Seite ihres Halses zielen sollen..", meinte ich ruhig und ließ mich nicht von Lorae's Erscheinen aus dem Konzept bringen.
      Lorae hingegen schien etwas verwirrt, da sie wohl nur den Teil "rechte Seite ihres Halses zielen sollen" verstanden hatte. "Das hätte sie vielleicht noch parieren können", beendete ich meinen Satz, während Lorae sich etwas irritiert hinsetzte, aber nichts sagte. Was hätte sie auch sagen sollen, um Baldr's Geschichte nicht wie das instabile Kartenhaus, dass es war zusammenfallen zu lassen.

      Ich schob die Karten wieder in die Mitte des Tisches und sah von Baldr zu Lorae. "Kennt ihr 'Black Jack'?", fragte ich und erklärte den beiden im Anschluss die Regeln. Dieses Spiel konnte man mit einer beliebigen Anzahl Spielern spielen, ebenso einer ungeraden.
      Vor mir - dem Dealer - lagen eine 4 und eine 6, so wie zwei unbekannte Karte in meiner Hand. Damit hatte ich offensichtlich mehr als 11 Punkte, aber weniger als 22. Lorae hatte das Spiel zwar verstanden, nahm ich an, doch sie grübelte, weil sie bereits 16 Punkte vor sich liegen hatte. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie damit höher liegen würde als ich, war gering. Das Risiko eine 6 oder höher zu ziehen hingegen sehr hoch. Also zog sie eine weitere Karte und schnaufte leise, da sie eine 8 gezogen hatte.
      Nun sah ich zu Baldr und wartete ab, ob er noch eine weitere Karte ziehen würde oder nicht.
      Wirklich bedauerlich, dass ich bei solchen Spielen unverschämtes Glück hatte, denn mit meiner 3 und der 8 kam ich auf genau 21 Punkte und somit könnte er höchstens ein Unentschieden erzielen. "Und?", fragte ich ihn und stützte meinen Kopf ab. "Ist doch halb so schlimm zu verlieren, wir spielen ja nicht um Geld.." Es war einfach nur zum Spaß, ohne Einsatz. "Oder ist dir das zu langweilig ohne Einsatz?"
      Mein Blick ging kurz zu Lorae und dann wieder zu Baldr. "Es gibt Leute, die darum spielen, dass man ein Kleidungsstück auszieht, wenn man verliert..", meinte ich und sah wieder zu Lorae. Kein Mann würde so einem Einsatz einwilligen, wenn keine Frau am Tisch war, also wurde so etwas auch immer nur in gemischten Runden gespielt und eigentlich auch meistens, wenn man betrunken war.
      Mir war das ja gleich.. Ich war nur ein wenig angesäuert wegen Baldr's Versuch mich anzulügen, aber da ich 3 Geschwister hatte, konnte ich meine Gefühle und Gedanken meistens ganz gut verbergen, wenn ich konzentriert war. Da ich weder betrunken, noch irgendwelche Bemerkungen von Lis zu befürchten hatte, hatte ich ein gutes Pokerface, schätze ich.
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      - Eugene Ionesco
    • Seine Reaktion verriet mir, dass er mir die Geschichte vermutlich nicht abkaufen würde. Ich ließ mir jedoch für den Moment nichts anmerken, stattdessen lauschte ich stumm seiner Beschreibung sowie den Regeln.
      Ich kannte das Spiel nicht und hatte demnach keine Ahnung, was auf mich zukommen würde.
      In meiner Hand befanden sich eine 1 und eine 4, kumuliert mit den beiden Karten auf dem Tisch käme ich auf magere 15 Punkte. Ich wusste nicht, wie viele Punkte Lorae und Ruven vorzuweisen hatten, daher war ich am Überlegen, wie ich nun weiter vorgehen würde.
      Lorae zog jedoch vor mir, ihr leises Schnaufen ließ nichts gutes erahnen, dazu dann noch die Bemerkung, dass er der Verlierer ein Kleidungsstück ausziehen muss. Die Wahrscheinlichkeit, dass es mich treffen würde, lag bei
      ⅓, also nicht sonderlich hoch.
      Jedoch war ich müde und hatte keine Lust auf solche Spielchen.
      "Der Verlierer muss also ein Kleidungsstück ausziehen, ja?"


      Ich überlegte, meine Karten auf den Tisch zu legen und zu sagen: "Lass uns diese Scharade überspringen, ich bin müde und will ins Bett. Wenn du mich nackt sehen willst, dann sag es ruhig. Dann bring ich meine Begleitung hier noch ins Bett und dann lass ich meine Hüllen fallen."
      Jedoch setzte ich es nicht um, sondern zog eine Karte. Es war eine 3. Damit hätte ich in Summe 18 Punkte. Sicherlich nicht schlecht, aber nichts, was mir einen sicheren Sieg einbringen würde.
      "Es gibt in diesem Raum genau zwei Menschen, die ich nackt sehen möchte und du gehörst nicht dazu", wandte ich mich an Ruven.
      "Außerdem gibt es in diesem Raum eine Person, die sich nicht ausziehen wird...zumindest nicht für dich", wollte ich noch nachlegen, stattdessen schwieg ich einfach und blickte auf mein Blatt.
      Ich wusste nicht so ganz, wie es weitergehen würde.
      Sollte Lorae verlieren und müsste ein Kleidungsstück ausziehen, würde ich vermutlich eingreifen, denn ich hatte irgendwie das Bedürfnis, dass es mir, ihren bestem Freund und Liebhaber vorbehalten sein sollte, sie ihrer Kleidung zu entledigen. Ich wollte nicht, dass sie ihren beinahe schon verboten schön aussehenden Körper anderen Männern präsentiert und sich ihnen ausliefert, wie ein Stück Fleisch, dass man einem Rudel abgemagerter Löwen zum Fraß in den Käfig wirft und auf das sie sich ausgehungert stürzen und in ihrem Wahn und ihrer Gier regelrecht zerfetzen, bevor sie sich gegenseitig zerfleischen, unfähig ihren Hunger nur an einem Stück Fleisch zu stillen. Irgendetwas in mir weigerte sich, dies zuzulassen, jedoch wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht, was dieses Gefühl war.
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    • Ruven Avenor

      Eigentlich hatte ich das nur so gesagt, weil ich das Gefühl hatte, dass es ihm zu langweilig war. Allerdings konnte das auch wirklich nur die Müdigkeit sein. Nun kam ich aus diesem Schlamassel wohl nicht mehr so einfach raus, doch ich verkniff mir ein Seufzen. Bei Lis und Marius funktionierten diese Witze besser...

      "Aber Ruven ich kann mich doch nicht vor dir ausziehen, wenn Marius dabei ist" oder sowas in der Art hätte sie gesagt und gelacht.
      Und Marius wohl sowas wie: "Wenn du uns beim Sex zusehen willst, müssen wir das Ausziehen nicht erst in die Länge ziehen."
      Ja.. so in etwa wäre das gelaufen..

      Baldr war nicht zum Scherzen aufgelegt. Vielleicht wegen meiner Bemerkung zu dem Fleck vorhin?
      Ich hatte meinen Kopf noch immer auf meine Hand gestützt und betrachtete nachdenklich meine Karten, auch wenn ich nicht über diese nachdachte. Wenn ich jetzt noch eine Karte ziehen würde, wäre das zu offensichtlich, dass ich eine Reaktion von Baldr auf meinen entblößten Körper sehen wollte.
      Doch seine nächste Aussage stach diesen Gedanken nieder. Nein, sie massakrierte mein Wunschdenken regelrecht und zerfetzte es in 1000 Stücke, um es dann noch in Brand zu setzen und.. Wow.. Das war eindeutig..
      Ich streckte mich und gähnte dabei, ehe ich mich nach hinten lehnte. "Ich glaube, du gehörst ins Bett..", meinte Lorae leise, vermutlich um die Situation ein wenig zu entspannen. Sie lächelte und stupste ihn mit ihrer Schulter an. Das war schon der zweite Moment mit Baldr, den ich vollkommen versemmelt hatte. Allerdings war es nun klar, dass ich mir keine Hoffnungen zu machen brauchte. Das wäre völliger Irrsinn.
      Also legte ich meine Karten auf den Tisch und stand auf. Alles was ich hätte sagen können, würde nicht gut für mich ausgehen, also sagte ich lediglich "Na gut. Danke für das Spiel." Ich setzte ein Lächeln auf und sammelte die Karten ein. "Wir können ja mal mit den anderen spielen, aber lieber etwas anderes oder so." Dann legte ich die Karten dorthin, wo ich sie her hatte und verließ den Raum mit einem "Gute Nacht. Aber weckt die anderen nicht, okay?" Ich schmunzelte, auch wenn ich mir nicht vorstellen wollte, dass die beiden irgendetwas tun würden. n
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      - Eugene Ionesco
    • Ich nickte auf Lorae's Aussage hin und legte meine Karten auf den Tisch.
      "Nimm es nicht persönlich, Ruven. Es tut mir Leid, ich hatte einen langen Tag und will nur noch ins Bett. Denk also nicht, dass ich dich nicht leiden könnte, ja? Sonst wäre ich gar nicht erst hergekommen. Lass uns das Spiel ein andermal spielen. Ebenfalls gute Nacht."
      Dann blieb ich mit Lorae alleine zurück, nach einem Moment der stillen Selbstreflexion erhob ich mich von meinem Stuhl, um zu Lorae zu gehen und ihr meine Arme sanft um den Hals zu legen:
      "Vielleicht war ich zu forsch, aber auf solche Spielchen hab ich jetzt keine Lust und außerdem...", ich beugte mich zu ihr und flüsterte ihr ins Ohr, "...will ich nicht, dass ein anderer Mann dich nackt sieht...irgendwie hab ich das Gefühl, dass nur mir dieses Privileg zuteil werden sollte, findest du nicht auch?"
      Ohne auf eine Antwort zu warten stand ich auf und nahm Lorae's Hand. Ich wollte ins Bett und ich wollte mir ihr dorthin und das jetzt!
      Ich führte sie ungeduldig die Treppe hinunter und ins Zimmer, wo ich mich entkleidete und in mein Nachthemd schlüpfte.

      Ein paar Minuten später lag ich mit ihr endlich im Bett. Ich hielt ich sie in der Löffelchen-Position an mich gedrückt, die Decke bis zum Kinn hochgezogen, da es trotz des geschlossenen Fensters ziemlich kalt im Raum war, was diese Position gleich doppelt und dreifach so angenehm machte, zumindest für mich. Wie sie empfand, wusste ich nicht, da ich nicht gefragt hatte. Ich war einfach zu müde.
      Da sie sich jedoch nicht wehrte, nahm ich an, dass sie nichts dagegen hatte, obgleich wir noch kein Paar waren, zumindest nicht so richtig, hatten wir doch nur miteinander Sex gehabt und uns nicht gegenseitig die Liebe gestanden.
      Das letzte, was ich wahrnahm, war ihre Wärme, ihr leises Atmen und ihr Duft, dann schlief ich ein und hatte das Gefühl, lange zu schlafen, länger als sonst und vielleicht sogar länger als die anderen im Raum und ich hoffte, dass wir nach dem Aufwachen noch ein wenig Zeit zu zweit verbringen können, bevor wir wieder unser Wege gehen würden.
      Sicherlich würde Levi wieder zur Basilika gehen wollen, mit Keith sprechen und versuchen, ihn zu überzeugen.
      Außerdem hatte ich Deimos gesagt, er solle Basim mitteilen, dass ich neue Ausrüstung brauche. Dann hoffte ich noch, dass Ruven nicht allzu nachtragend ist. Es gab noch einiges zu tun, bis der Ritterschlag vollzogen wurde.

      -----

      Der nächste Tag begann, als der General kurz nach der neunten Stunde an der Tür von Merediths Schmiede klopfte. Die Bogenpräsentation vor dem König sollte in Kürze stattfinden und der General hoffte, dass es ein voller Erfolg werden würde.
      I'm a shape shifter at Poe's masquerade.

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