Lorae
Als ich den Hauptgefreiten heute Morgen zur Basilika gebracht hatte, war ich über seinen Zustand ein wenig erschrocken. Ich wusste, was Dimitri zu ihm gesagt hatte und nun konnte man es umso deutlicher sehen. Die Operationen halfen nicht und er würde eindeutig sterben.. Das war furchtbar.. Doch ich verhielt mich normal, zollte ihm meinen größten Respekt und widmete mich nach unserer Runde wieder meinem Training.
Meine Wunden würden mich zwar noch eine Weile begleiten, doch ich ließ mich davon nicht unterkriegen. Das Training mit Valerius war wirklich sehr hilfreich, doch heute war er mit dem General unterwegs, weshalb ich allein meine Schwerter schwang, um schnellere, präzisere und stärkere Hiebe hinzubekommen.
Baldr hatte sich nicht einmal blicken lassen, was mich traurig, aber auch ein wenig wütend machte. Wütend auf Baldr? Nein, ich glaube nicht.. Ein wenig vielleicht.. Viel mehr war ich wütend auf mich. Aber wieso? Weil ich den Aufklärungstrupp für ihn nicht aufgeben wollte? Oder weil ich nicht verhindert hatte, dass diese Sache überhaupt erst zwischen uns entstanden war.. Keine Ahnung.. Ich bereute es allerdings nicht. Jedenfalls trainierte ich so verbissen, wie vor dem Angriff auf die Akademie, als stünde mir ein weiterer, großer Kampf bevor.
Ich steckte meine Schwerter weg, als Basim sich zu mir gesellte und mir von dem General berichtete. Etwas schockiert sah ihn zu ihm auf und nickte. "Ja, natürlich." Vorher strich ich mir noch ein paar Mal durch das Haar, da ich wegen Levi auch in seiner Abwesenheit darauf bedacht war, nicht ganz so chaotisch auszusehen. Inzwischen hatte ich auch Kleidung in der richtigen Größe bekommen.
Ich fragte mich, ob Baldr wirklich da sein würde und freute mich darauf, ihn endlich wiederzusehen. Es war.. schwierig.. Ich vermisste ihn unheimlich. Nicht nur.. körperlich.. Ich vermisste es auch mit ihm zu reden, in seine Augen zu sehen, mit ihm zu Lachen. Einfach alles. Ich vermisste meinen besten Freund.
"Sag, Basim... Geht es Baldr gut? Ich meine.. emotional.."
Er hatte ja gesagt, dass etwas Abstand uns vielleicht helfen würde, aber ich hoffte, dass ihm das alles währenddessen nicht zu viel wurde..
"Ich.. mache mir Sorgen.. Ich vermisse ihn.. Kannst du ihm das bitte ausrichten, wenn-"
Als Levi an uns vorbei lief, sah ich ihm etwas erschrocken nach. Wie.. Wo wollte er so plötzlich hin? Und würde er es allein überhaupt schaffen? Was hatte er vor? War es etwa wegen dem General? Ich.. hätte ihn doch zu ihm bringen können..
"Hauptgefreiter Levi!" Was.. Besorgt sah ich zu Basim. Würde er sich um Levi kümmern? Sollte ich ihm nachlaufen? Oder ließen wir ihn einfach allein? Nein, das könnte ich nicht. Ich zweifelte weder an seiner Willenskraft, noch an seinen Fähigkeiten, aber seine Verletzung war zu schwer, als das er allein tun könnte, was auch immer er vorhatte. Würde er nur zum General wollen, müsste er sich nicht so abhetzen, also befürchtete ich schlimmeres. Wenn Basim ihn nicht begleiten würde... würde ich es tun. Auch wenn ich nicht die größte Hilfe sein würde, wollte ich ein zuverlässiger Kamerad sein. Jemand, dem Levi vertrauen konnte. Jemand, dem all meine Kameraden vertrauen können..
Als ich den Hauptgefreiten heute Morgen zur Basilika gebracht hatte, war ich über seinen Zustand ein wenig erschrocken. Ich wusste, was Dimitri zu ihm gesagt hatte und nun konnte man es umso deutlicher sehen. Die Operationen halfen nicht und er würde eindeutig sterben.. Das war furchtbar.. Doch ich verhielt mich normal, zollte ihm meinen größten Respekt und widmete mich nach unserer Runde wieder meinem Training.
Meine Wunden würden mich zwar noch eine Weile begleiten, doch ich ließ mich davon nicht unterkriegen. Das Training mit Valerius war wirklich sehr hilfreich, doch heute war er mit dem General unterwegs, weshalb ich allein meine Schwerter schwang, um schnellere, präzisere und stärkere Hiebe hinzubekommen.
Baldr hatte sich nicht einmal blicken lassen, was mich traurig, aber auch ein wenig wütend machte. Wütend auf Baldr? Nein, ich glaube nicht.. Ein wenig vielleicht.. Viel mehr war ich wütend auf mich. Aber wieso? Weil ich den Aufklärungstrupp für ihn nicht aufgeben wollte? Oder weil ich nicht verhindert hatte, dass diese Sache überhaupt erst zwischen uns entstanden war.. Keine Ahnung.. Ich bereute es allerdings nicht. Jedenfalls trainierte ich so verbissen, wie vor dem Angriff auf die Akademie, als stünde mir ein weiterer, großer Kampf bevor.
Ich steckte meine Schwerter weg, als Basim sich zu mir gesellte und mir von dem General berichtete. Etwas schockiert sah ihn zu ihm auf und nickte. "Ja, natürlich." Vorher strich ich mir noch ein paar Mal durch das Haar, da ich wegen Levi auch in seiner Abwesenheit darauf bedacht war, nicht ganz so chaotisch auszusehen. Inzwischen hatte ich auch Kleidung in der richtigen Größe bekommen.
Ich fragte mich, ob Baldr wirklich da sein würde und freute mich darauf, ihn endlich wiederzusehen. Es war.. schwierig.. Ich vermisste ihn unheimlich. Nicht nur.. körperlich.. Ich vermisste es auch mit ihm zu reden, in seine Augen zu sehen, mit ihm zu Lachen. Einfach alles. Ich vermisste meinen besten Freund.
"Sag, Basim... Geht es Baldr gut? Ich meine.. emotional.."
Er hatte ja gesagt, dass etwas Abstand uns vielleicht helfen würde, aber ich hoffte, dass ihm das alles währenddessen nicht zu viel wurde..
"Ich.. mache mir Sorgen.. Ich vermisse ihn.. Kannst du ihm das bitte ausrichten, wenn-"
Als Levi an uns vorbei lief, sah ich ihm etwas erschrocken nach. Wie.. Wo wollte er so plötzlich hin? Und würde er es allein überhaupt schaffen? Was hatte er vor? War es etwa wegen dem General? Ich.. hätte ihn doch zu ihm bringen können..
"Hauptgefreiter Levi!" Was.. Besorgt sah ich zu Basim. Würde er sich um Levi kümmern? Sollte ich ihm nachlaufen? Oder ließen wir ihn einfach allein? Nein, das könnte ich nicht. Ich zweifelte weder an seiner Willenskraft, noch an seinen Fähigkeiten, aber seine Verletzung war zu schwer, als das er allein tun könnte, was auch immer er vorhatte. Würde er nur zum General wollen, müsste er sich nicht so abhetzen, also befürchtete ich schlimmeres. Wenn Basim ihn nicht begleiten würde... würde ich es tun. Auch wenn ich nicht die größte Hilfe sein würde, wollte ich ein zuverlässiger Kamerad sein. Jemand, dem Levi vertrauen konnte. Jemand, dem all meine Kameraden vertrauen können..
~ ♦ ~ Die Freiheit der Phantasie ist keine Flucht in das Unwirkliche; sie ist Kühnheit und Erfindung. ~ ♦ ~
- Eugene Ionesco
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