⍱The Curse of the Forgotten Deity⍲ ⧔Schmutzi & Alea⧕

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    • Azazles Lösungsvorschlag wurde sogar angenommen und die Ritterin verstand direkt, was er damit meinte. Ohne zu zögern, opferte sie ihre Rüstung, war die wenigstens auch ersetzbar. Gespannt sah man ihr zu, wie sie ihren Arm in die vorgesehene Öffnung steckte und recht schnell zog sie diesen wieder heraus und nur das Metall blieb zurück. Zwar sah man nicht, was genau im Inneren passierte, doch man konnte es hören und so wie das Metall ächzte und quietschte, konnte man sich vorstellen, was ein echter Arm erwartet hätte. Kadira hatte im höchsten Maße untertrieben und so schenkte nicht nur Ana, ihm einen bösen und missbilligenden Blick, sondern auch der Dämon. Es war eines, Menschen zu betrügen und zu bestehlen, doch nicht mal er ließ sich dazu herab, diese einfach so zu verletzen.
      "Mistkerl." zischte Ana den Schwarzhaarigen an und zog Minya schützend hinter sich. Ihm würde die Hexe nicht so schnell vertrauen, da war jetzt ganz sicher.
      "Und Ihr dachtet bestimm, dass ich nicht vertrauenswürdig bin." richtete der Dämon sein Wort an Johanna, die gerade noch den verbeulten und nicht mehr zu rettenden Rüstungshandschuh in ihren Händen hielt.
      Kadira schien das alles aber gar nicht zu interessieren, hatte sich wohl sein Versteck endlich geöffnet. Azazel ließ ihn sehr gerne vorlaufen, damit er in seine eigene tappte, wenn es denn noch welche gab. Er stimmte mit einem nicken der jungen Frau auch zu, dass er der Letzte in der Reihe sein würde und so folgten sie Kadira, die vielen Stufen in das Innere des Felsen hinab.
      Es muffelte und war stickig, überall hingen kleine Spinnennetze und am Boden kreucht und fleucht Getier wie Hundertfüßer, Asseln und andere Käfer. "Ich hoffe der alte Kauz hat eine Fackel oder dergleichen gedacht, denn ihr werdet wohl oder übel ohne das Sonnenlicht nichts mehr sehen." meinte er zu den anderen, da man schnell merkte, dass das dämmrige Licht immer schwächer wurde, je weiter sie voranschritten.
      "Vergessen ist wie eine Wunde. Es mag zwar verheilen, aber dabei wird es eine Narbe hinterlassen."
      Monkey D. Ruffy


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    • Johanna schwieg, während sie versuchte mit Kadira mitzuhalten, der wandelnde Leichnam war gerade ziemlich vital und bewegte sich sehr rasch und aufgeregt. Nach den vielen Stufen waren sie in der kompletten Dunkelheit angekommen und auf dem Boden fand Kadira eine Fackel. Diese Fackel wurde von einer Knochenhand umklammert. " Ungebetene Gäste " nuschelte er genervt und entriss dem Skelett die Fackel. Er stieß das knochige Gestell beiseite und reichte Johanna die Fackel. " Moment, ich habe etwas zum entzünden " sagte sie, doch Kadira war zu ungeduldig. Er legte beide Hände um das Ende der Fackel und nach einem Moment und einer Zauberformel, die genuschelt aus dem Mund des Schwarzhaarigen kam, entzündete sich die Fackel und spendete Licht. Sie befanden sich in einem langen, kalten Flur, doch der Boden war voller Skelette und verwesten Leichen. Kadiras Augen funkelten dabei und er grinste kurz in die Runde, die von der Fackel erhellt wurde. " Ich spüre, dass die Fallen allesamt nicht aktiv sind " sagte er und nahm Johanna die Fackel ab " Weiter, ich kenne eine Abkürzung " erklärte er und tastete im vorbeigehen die Wand zu seiner linken ab. " Ich habe diesen Ort über viele Jahre verfeinert und perfektioniert und es gibt Abkürzungen die sich nur meinem Willen beugen " erklärte er und blieb dann schlagartig stehen, was Johanna beinahe dazu brachte, ihn umzulaufen. " Hier. Hier! " rief Kadira aufgebracht und kratzte an einem Stein herum, aus einem winzigen Loch pulte er den Staub und dann schob er seinen Zeigefinger hinein und drehte ihn, als wäre es ein Schlüssel. Ein paar Meter weiter verschob sich nun die Steinwand und gab einen Durchgang frei. Johanna war erstaunt aber umso tiefer sie in Kadiras Hort einstiegen, umso mulmiger wurde auch ihr Gefühl. " Ja! ja jajaja !" rief Kadira und eilte zur Öffnung, dabei stolperte er über ein paar Skelettbeine, fing sich aber zum Glück selbst auf. " Kommt! Nun kommt schon!" Kadira winkte sie alle in die Öffnung " Sie hält nicht lange offen " erklärte er hektisch und betrat den Durchgang.
      Als alle drinnen waren, verschob sich die Wand erneut und versiegelte den Durchgang hinter der Gruppe. Sie befanden sich in einer kleinen Kammer, kaum größer als ein Schlafzimmer in einer ranzigen Taverne. Lange blieben sie hier aber nicht eingesperrt, denn Kadira fiel auf die Knie, zückte sein Buch und laß einen Spruch daraus hervor. Stellte sich heraus, dass dieser Raum eine Illusion war und als Kadira den Zauber auflöste kam eine Halle zum Vorscheinen. Es wirkte wie ein riesiger Speisesaal mit einer großen Tafel in der Mitte des Raumes, aus Stein gefertigt und überall lagen verstaubte Bücher, alte Schriften und uralte Fläschchen und Mixturen. Es lagen allerdings auch überall Käfige in unterschiedlichen Größen und von der Decke hingen auch runde Käfige. Ein Steinblock erweckte besonderes Aufsehen, da dieser mit Ketten und Fesseln versehen war und vom ganzen Blut über all die Jahre stark verfärbt war. Kadira hatte wohl auch viel an lebenden Wesen experimentiert und herumgeforscht. Der Geruch war dabei ein ganz anderes Thema, es roch nach Tod und Verwesung, aber auch nach Schwefel. " Diese hier hört Eindringlinge! Diese hier wird euch..." eine weiblich verzerrte Stimme hallte durch die Halle, sie klang dabei so, als würde sie aus allen Richtungen gleichzeitig kommen. Johanna zog sofort ihr Schwert. " Was ist das?" fragte Johanna leise. " ... Meister? Meister!! " die verzerrte Stimme klang plötzlich geschockt und überrascht. " Ihr seid zurück Meister! Diese hier hat all die Jahre auf euch gewartet! " Kadira sah die Gruppe mit großen Augen an. " Dreah? Dreah! Ihr lebt noch immer " seine Lippen bebten vor Freude und er schaute Ana und Azazel an " Wenn meine Dreah noch funktioniert, dann war niemand hier in all den Jahren. Wir werden diesen Bund in Kürze los sein " sagte er begeistert. " Diese hier lebt, diese hier kann nicht sterben, das habt ihr selbst gesagt " sprach die Stimme, doch sie gab sich noch nicht zu erkennen, lediglich ihre Präsenz wurde spürbarer. Damit stimmte was allerdings nicht, diese Präsenz war dämonisch, aber nicht ganz, sie war verzerrt und zerstückelt, so als wäre es nur ein Teil. Kadira hatte in seinen vielen Jahren sehr kranke Experimente vollführt und eines seiner Experimente war Dreah. Dreah war einst ein Dämon welcher sich der Völlerei hingegeben hatte, Kadira hatte diesen Gefangen und über sehr viele Jahre gefoltert und seinen Willen gebrochen. Dann hat er Dreah immer weiter verändert, bis dieser eine völlige abstruse Missgestalt wurde. Ein Mix aus vielen vielen Lebewesen.
      " Diese hier sieht viele Leute an Meisters Seite! Aber diese hier sieht ihren Meister nicht!" sprach sie weiter. Kadira schwieg einen Moment und machte einen Schritt von der Gruppe weg. " Ich bin es! Hier in meiner Pracht. Offenbart euch mir, Dreah " rief Kadira. Die Stimme schwieg und nach und nach entzündeten sich, wie von selbst, die Fackeln in der gesamten Halle und gaben diesen höllischen Saal zu erkennen. Auch Dreah war zu sehen, wie sie auf der steinernen Tafel stand und Johanna sah erschrocken zu dieser Gestalt, machte aus Furcht sogar einen Schritt zurück. Dreah hatte eine frauliche Statur, war um die zwei Meter hoch und sah aus wie eine zusammengebastelte Perversion. Ihre Haut war Teils zusammengenäht, ihre Extremitäten sahen auch nicht aus, als würden sie passen und in ihrer Brust klaffte ein großes Loch mit einem verfaultem Herzen . Überall waren auch noch Metalle eingearbeitet und ihre Haut war mit einer merkwürdigen Lotion eingerieben, damit die Haut nur sehr langsam faulte. Der Kopf war allerdings das unheilvollste an diesem kranken Gestell. Die untere Hälfte sah aus wie aus Porzellan geformt, so makellos und hell, mit vollen Lippen, doch alles über der Oberlippe war entstellt bis zur Unkenntlichkeit dazu trug dieses Wesen auch eine Krone, allerdings nicht auf ihrem Kopf, sondern eher über ihre Augen, oder dort, wo die Augen zu vermuten wären. Drumherum waren Hautfetzen und Muskelfasern die versuchten um die Krone herum zu wachsen und sich auszubreiten. " Ihr seid nicht mein Meister! Ihr riecht nach ihm, aber diese hier spürt nur den Bruchteil seiner eigentlichen Macht! " rief sie und die, eigentlich entspannte Frau, wurde angespannter. " Ich bin es! Gehorcht mir!" rief Kadira aufgebracht. " Nein! Diebe! Eindringlinge! Diese hier wird euch zerstückeln! Diese hier wird eure Körperteile und Innereien an sich nehmen!" fauchte die Stimme, wobei sie immer verzerrter klang und noch immer kam die Stimme aus allen Richtungen. Kadira hatte langsam ein paar Schritte zurück gemacht und stand hinter Johanna und zwischen Azazel und Ana " Werdet ihr damit fertig? Sie ist eine Furie " sagte er und verließ sich auf Azazel und Johanna.
    • Sobald die Fackel entzündet wurde, fielen nicht nur Azazel die vielen Knochen und andere verwesten Körperteile im Gang auf. Auch Ana konnte er kennen, dass manche Knochen gebrochen, wenn nicht gar zersplittert waren und manche Leichen mit Pfeilen gespickt oder anderes zerlöchert wurden. "Was verbirgt er hier unten nur, dass er sich solche Fallen zum Schutz erbaut hat?" fragte sich die Hexe, die Minya die ganze über dicht bei sich behielt. Auch der Dämon stellte sich eine ähnliche Frage, und überlegte, ob es sich hier um materielle Schätze handeln würde, oder gar um etwas ganz anderes.
      Es war zumindest beruhigend zu hören, dass wohl alles Fallen ausgelöst warten und ihnen in der Hinsicht keine Gefahr mehr drohte. "Eine Abkürzung?" fragte die Ana etwas skeptisch und beobachtete Kadira dabei, wie er nach dem Eingang dieser besagten Abkürzung suchte. Diese war zumindest kein Hirngespinst von ihm und so folgten die kleine Gruppe dem Schwarzhaarigen noch tiefer in diese unbekannte Höhle.
      Azazel selber wurde nervöser. Er konnte eine Art Präsenz spüren und war sich sicher, dass es nichts Menschliches war und irgendwie Magie mit im Spiel ist. Die Abkürzung hinter sich gebracht, standen sie nun alle in dieser finsteren Kammer, die sich aber als Illusionszauber herausstellte und sein wahres Aussehen damit verbarg. Sobald der Zauber aufgelöst wurde, kam eine große Halle zum Vorschein. An den Wänden standen Meter hohe Bücherregale, vollgestopft mit alten Schriften. Der Staub lag in dicken Schichten darauf und manches Buch machte den Eindruck, als würde es bei der nächsten Berührung einfach zerfallen. Doch die Käfige zogen eher die Aufmerksamkeit auf sich und Azazel konnte das Blut riechen, auch wenn es schon lange geronnen war und mehr als ein paar Jahre alt ist. Er erkannte, dass nicht nur an Tieren hier unten experimentiert wurde und noch abschreckender waren die anderen Folterwerkzeuge, die sie hier unten noch entdeckten.
      "Bastard!" zischte der Weißhaarige verächtlich und ein unheimlicher Schauer jagte dem Dämon den Rücken hinunter, als er diese verzerrte Stimme vernahm. Sie klang weder menschlich noch nach einem Tier oder anderen bekannten Wesen, doch er konnte die dämonische Aura spüren, die von der Gestalt ausging. Sie war schwach, als wäre sie vermischt, unrein, doch immer noch deutlich erkennbar. "Was habt ihr getan?!" knurrte Azazel Kadira doch sehr bedrohlich an. Mit was für einem kranken Mann waren sie hier unterwegs?!
      Auch Ana fühlte sich sofort unwohl in dieser Halle und erkannte sofort einiges von dem Werkzeug, das hier überall herumlag. Man nutzte diese nicht nur für die Medizin der Heilung, sondern auch für die Forschung, was oft mit Leid, Qual uns Tod verbunden war. Sofort nahm sie ihre Tochter schützend hinter sich und richtete ihren Blick auf die noch nicht ganz sichtbare Gestalt, die ihre Stimme erhoben hatte, die ganz fremdartig klang, so als gehöre sie nicht in diese Welt.
      Dreah hieß es und war wohl eine Kreation von Kadira, noch dazu eine mit magischen Kräften. Nicht wirklich ungefährlich. Sie ließ mit einem Zauber alle Kerzen und Lampen entfachen, sodass man einen sehr guten Blick auf seine Umgebung und auf das Wesen werden konnte.
      Wenn Ana es hätte beschreiben sollen, so würde sie sagen, dass diese Gestalt eine Mischung aus Homunkulus und Zombie war, und zwar von der grotesken Sorte. Nichts schien an Dreah anatomisch irgendwie korrekt zu sein und es wirkte, als würde sie immer noch langsam verwesen.
      "WAS HABT IHR GETAN!?" wurde Azazel noch lauter, als er das Ausmaß dieser Entstellung im Ganzen erkannte. Würde sein Leben nicht mit dem dieses … Abschaums verknüpft sein, hätte der Dämon ihn wohl sofort getötet. Er konnte es nicht ertragen, was Kadira mit diesem Dämon angestellt hatte, wie sehr er sie gequält und malträtiert hatte, wie eine Puppe immer wieder auseinander geschnitten und erneut auf noch absurdere Weise zusammengefügt. "Ihr seid ein Monster!" giftete Ana auch den Schwarzhaarigen an, der sich gerade in die Mitte ihrer Gruppe verzog, da sein Geschöpf, ihn nicht wieder erkannte und nun drauf und dran war, sie alle zu töten!
      "Ich werde hier gleich zur Furie!" gab Ana fassungslos von sich, als Kadira, mit eingekniffenen Schwanz, einfach ihnen den Kampf überlassen wollte. "Übernimm wenigstens ein bisschen Verantwortung für deine Erschaffung!" wurde die Hexe so wütend, dass sie dem alten Mann, in dem viel zu jungen Körper, eine schallende Ohrfeige verpasste. Augenblicklich konnte sie selber den Schmerz in der Wange spüren, doch für den Moment war es ihr das wert gewesen.
      "Entschuldigt bitte, aber er hat es nicht anders verdient!" wandte Ana sich an den Dämon und Johanna, die schon kampfbereit ihr Schwert gezogen hatte.
      "Du darfst ihm gerne eine zweite verpassen!" knurrte Azazel der Mutter zu und sah dann zu dem entstellten Dämon. "Dreah." sprach er dann das Wesen direkt an und blickte in sein Gesicht, wo er die Augen hätten sein sollen. "Spürst du, wer ich bin? Was ich bin?" versuchte er noch eine halbwegs friedliche Lösung zu finden. Er würde Dreah dennoch töten, einfach nur um sie von diesem Leid, dass Kadira wohl als Leben schimpfte, zu erlösen. Um es noch eindeutiger zu machen, begab sich der Weißhaarige in seine dämonische Form. Der Rest der Gruppe konnte wieder mit ansehen, wie sein ganzer Körper pechschwarz wurde wie Nacht, wie seine Hörner wuchsen und in einem dunklen Violett aufleuchteten, so wie seine Augen. Seine Schattenmagie tanzte wie wildes Feuer auf seinem Körper herum und jetzt zeigte er auch seine schwarzen Flügel, die er weit ausbreiten. "Ich gehöre zu deinem Volk, Schwester".
      "Vergessen ist wie eine Wunde. Es mag zwar verheilen, aber dabei wird es eine Narbe hinterlassen."
      Monkey D. Ruffy


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    • Diese Ohrfeige hatte jeder von ihnen gespürt und etwas verwirrt sah Kadira in die Gruppe. " Ich habe etwas Prächtiges geschaffen " sagte er und verstand den Schock der Gruppe nicht. Er rieb sich seine rote Wange und deutete mit einem Nicken auf das Geschöpf von Ana " Gerade Ihr solltet doch verstehen " sagte er und sah wie Johanna ihren Rucksack von ihren Schultern gleiten ließ und sich mit einem Schild ausrüstete. " Dreah ist mein Meisterwerk, ich wünschte ich würde mich an jede Arbeitsstunde erinnern, die ich an ihr verbracht habe " seufzte der Schwarzhaarige, noch immer verstand er nicht, was für eine Perversion er dort erschaffen hatte, und das niemand seine Forschungsarbeit bewunderte. " Keine weiteren Schläge! Konzentriert euch auf Dreah!" ging Kadira dazwischen, als Azazel die Mutter ermutigte, ihm eine weitere Schelle zu verpassen, was selbst für Johanna völlig in Ordnung gewesen wäre.
      Etwas erleichtert atmete Kadira schlussendlich auf, als Azazel sich seiner Schöpfung stellte, dementsprechend verwirrt war er, als er mit ihr verhandeln wollte. Enttäuscht rollte der Schwarzhaarige mit den Augen und nahm sein Buch aus seiner schmutzigen, lapprigen Umhängetasche.
      "Vorsicht " hatte Johanna dem Dämonen beim vorbeigehen noch entgegen gewispert. Dreah fokussierte den Dämon und als er sich in seine Form begab, schien es so, als würde sie ihn ganz besonders eindringlich ansehen. "Diese hier erkennt den Duft! Wir waren gleich!" erinnerte sich ein Teil von Dreah und schlenderte auf den Dämonen zu. Ihr rechtes Bein zog sie hinter sich her, als wäre es nicht ganz funktionsfähig. Eine Armlänge von Azazel entfernt und sie blieb stehen, lehnte sich ihm entgegen und sog seinen Duft ganz tief ein. "Bruder!" schnaufte sie, so war es allerdings nur ein kleiner Teil, der Azazel anerkannte. " Diese hier muss den Ort beschützen! Meister kommt bald zurück..." sie sah an Azazel vorbei und zu Kadira "... Und ihr seid es nicht! Ein Betrüger! Niemals ist mein Meister so schwach! So erbärmlich! " das entstellte Wesen wurde lauter und lauter und dabei wurde auch Johanna angespannter und stellte sich schützend, mit erhobenem Schild und Schwert vor Ana und der Kleinen. Wie ein Raubtier wurde sie daraufhin von Dreah fixiert. " Hier! Ich habe den Zauber um sie auszuschalten! " rief Kadira und wollte eine Formel vorlesen, doch Dreah reagierte sofort und mit einer lässigen Handbewegung verfestigte sich der Schatten unter Kadira zu einer Speerspitze und schoss von unten auf sein Gesicht zu. Gerade so konnte Kadira sich wegdrehen und bekam dadurch nur einen Schnitt entlang seiner Wange, praktischer Weise, war die Seite mit der Formel allerdings zerrissen. " Diese hier braucht eure Hilfe, Bruder!" zischte Dreah die jetzt an Azazel vorbeizog und sich bereitmachte, auf die Gruppe loszugehen
    • "Meine Tochter ist in keinster Weise das, was ihr da erschaffen habt!" zischte Ana scharf zurück, als er seine groteske Kreation mit Minya verglich. Wie konnte er es nur wagen, dieses beiden als das Gleiche zu bezeichnen! Am liebsten hätte sie wegen dieser Beleidigung ihm noch eine Backpfeife verpasst, doch jetzt war nicht der Augenblick dafür, denn es sah so aus, als müssten sie gegen diese Dreah kämpfen. Die Hexe konnte spüren, dass eine starke Macht von ihr ausging. "Wie könnt Ihr nur etwas erschaffen, zu dem Ihr am Ende gar nicht durchdringen könnt?! Ihr seid eine Schande!" machte Ana ziemlich klar, wie viel sie von Kadira hielt. Nichts!
      Dreah schien Azazel als Dämon zu erkennen und auch zu akzeptieren. Und damit verlangte sie auch gleich seine Unterstützung. Er dachte angestrengt nach, wie er seinen nächsten Zug gestalten sollte. Und als er den Schmerz an seiner Wange spürte, durch den Schnitt, den Kadira erhielt, hatte er sich auch schon für sein weiteres Vorgehen entschieden. "Lass mich das machen, Schwester. Ich will dir zeigen, welche Macht in mir innewohnt." sprach er dann mit leichter Ehrfurcht in seiner Stimme Dreah an, so als erachtete er sie als mächtiger als ihn und dass er sich ihr beweisen wollte.
      Fassungslos sah Ana zu dem Weißhaarigen, als diese einfach die Seiten wechselte. Aber das konnte gar nicht sein, denn sie starben, würde auch den Tod finden. Also musste es ein Trick sein. Der Dämon hatte schon ein paar mal gezeigt, wie gerissen er doch ist. Also konnte sie einfach nur darauf vertrauen, dass er auch nicht sterben wollte.
      Mit seiner Innenhandfläche zeigte er auf die drei Menschen und dann schoss Schwärze aus dieser und umhüllte diese, sodass sie nichts mehr sehen konnten. Da es sich um Azazels eigenen Schatten handelte, war seine Sicht nicht beeinträchtigt. Und er hoffte, dass auch Dreah nicht sah, was in seinem Schatten gleich vor sich ging. Mit einem Schlag seiner Flügel schoss er nach vorne in die schwarze Wolke hinein und dann konnte das entstellte Geschöpf auch schon den ersten Schrei hören.
      Azazel war als Erstes zu Ana gekommen und flüsterte ihr sehr leise zu, dass sie wie vor Schmerzen schreien soll. "Ihr müsst sie im richtigen Moment mit euren Ranken fesseln, sonst kann ich sie nicht töten." wisperte er zu und half der Frau dann sich auf den Boden zu legen, so als wäre sie tot. Auch Minya legte sich hin und blickte mit leeren Augen dem Dämon hinterher, als er zu den anderen ging. "Ich werde die Kreatur töten. Tut so als würde ich euch umbringen." flüsterte er nun Johanna zu und legte gespielt seine Hände um ihren Hals. "Ihr müsst den Verrückten aufhalten, falls er das verhindern will! Das ist unsere einzige Chance um es hier leben heraus zu schaffen." ließe er die Ritterin wissen und half auch ihr auf den Boden.
      Zu gerne hätte er Kadira jetzt einen Tritt in den Bauch verpasst, doch das wollte er den beiden Frauen nicht antun. "Schreit!" knurrte er dem Schwarzhaarigen zu und sah ihn mit seinen leuchtenden Augen bedrohlich an. "Und jetzt tut so als wärt ihr tot!" befahl er ihm auch noch und drückte den vermummten eher unsanft zu Boden.
      Erst als dann alle wie leblos da lagen, wurde die Schattenwolke weniger und die Schwärze waberte nur noch so um die angeblichen Leichen herum. "Ich hab sie für dich getötet, Schwester." sprach Azazel Dreah an und kam wieder zu ihr. Sie zu vernichten würde nicht einfach werden, doch durch den Dolch, geschmiedet in den Höllenfeuern der Dämonen sollte das funktionieren. Eine Klinge, die jedes magische Wesen tödlich verletzen kann.
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      Monkey D. Ruffy


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    • Johanna war kurz geschockt, als ihr "Partner" die Seiten wechselte, aber genau wie Ana, verstand auch die Kämpferin, dass es ein Trick sein musste. Es dauerte auch nicht lang, da brach Dunkelheit aus und Johanna griff ihre Waffe fester, sie musste Aktiv den Reflex unterdrücken nichts abzustechen, was diesen Schatten durchdringen wollte. Bevor sie überhaupt etwas sah, hörte sie das Flüstern, dann spürte sie die Präsenz und erst dann konnte sie leicht die Silhouette des Dämonen erahnen. Mit einem kämpferischen Grunzen ging die Frau zu Boden und das Klirren ihrer Waffe auf den Steinboden, rundete die gescheiterte Gegenwehr ab. Kadira bekam die wenigsten Informationen und wurde auch eher unsanft zu Boden gedrückt, auch er gab ein Knurren und ein schmerzvolles Quieken von sich, welches wohl überzeugend genug war. Dreah konnte durch die Schatten nicht hindurchblicken, dennoch schien sie nicht misstrauisch zu sein und als die Schatten verschwanden und nur noch Azazel aufrecht stand, legte die Gestalt ihren Kopf schräg und formte etwas, was man als Lächeln deuten konnte. " Diese hier zufrieden " sprach Dreah mit ihrer verzerrten Stimme und schaute zu "toten" Kadira. " Er roch wie mein Herr und Meister! Diese hier ist voll Trauer. Viel zu lang wartete diese Hier auf ihren Meister " die Stimme klang etwas dramatischer, doch bei dem verzerrten Hall in ihrer Stimme hatte die Trauer in ihrer Stimme einen sehr unheimlichen Beigeschmack. Diese groteske Scheusal schlurfte auf die drei Toten zu, "Diese hier braucht seinen Kopf, diese hier muss das Hirn kosten um die Wahrheit zu erfahren " brummte sie und schob sich an Azazel vorbei. Mit ihrem Fuß schob sie Johannas Körper beiseite, die völlig regungslos blieb und kniete dann vor Kadira. Sie streckte ihren Arm nach Johannas Schwert aus und war bereit damit den Kopf von Kadira abzutrennen.
    • Jeder hörte auf den Dämon und einer nach dem anderen ging zu Boden und mimten einen Toten. Selbst Minya legte sich neben ihre Mutter und schloss wie sie einfach ihre Augen und regte sich nicht, auch das Atmen hörte sie einfach auf.
      Innerlich war Azazel erleichtert, als Dreah ihm glaubte, dass die Menschen jetzt tot waren. Doch es machten ihn ein kleines bisschen nervös, als sie meinte, dass sie Kadira den Kopf abtrennen wollte, um sein Gehirn wohl zu essen, was auch sie immer mit kosten meinte. Das konnte er natürlich nicht zulassen.
      In dem Augenblick, als die Kreatur nach dem Schwert greifen wollte, zog der Weißhaarige auch schon sein Kurzschwert. Fest umklammerte er den Griff mit beiden Händen und zielte auf das Herz von Dreah, das man wenigstens überdeutlich sehen konnte. Ohne zu zögern, stieß er zu. Dabei vernahm Azazel einen enormen Widerstand, so als wollte eine Kraft ihn daran hindern, mir der Klinge dieses verdorbene Herz zu durchbohren. Bestimmt war es ein Schutzzauber oder ähnliches, doch sein Schwert kann auch diese Magie überwinden, da es selber aus Magie geschmiedet wurde. Dennoch hatte der Dämon nicht mit so einem hohen Widerstand gerechnet. Azazel brachte seine ganze Kraft auf, schlug mit den Flügeln und spannte seine Muskeln an.
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    • Die Klinge durchbohrte das fragwürdige Fleisch des dämonischen Geschöpfs, doch von Dreah gab es keinen schmerzverzerrten Schrei, nicht einmal eine Reaktion, stattdessen versuchte sie sich aufzuraffen und auch weiterhin die Klinge zu greifen. Dreah konnte die Klinge aber nicht an sich nehmen, da Johanna sie festhielt und nicht hergeben wollte. Der Schmerz setzte dank der Barriere erst verzögert ein und plötzlich spuckte Dreah eine Mischung aus Blut und unbekannter, dunkler Schlacke aus. Sie verrenkte ihren Hals, um in die Augen des Verräters zu Blicken, während sich allmählich die dämonischen Fleischfetzen auflösten und das fremde Fleisch von ihrem Körper rieselte. " Diese hier hat... unzählbare Jahre auf ihren Meister gewartet.." fing sie an zu sprechen und stand, trotz der Klinge in ihrem Herzen, mühelos auf. Sie ließ Johannas Schwert los und sofort raffte sich die Kämpferin auf und hielt ihre Klinge an die Kehle der Bestie. Kadira stand nun ebenfalls auf und sah zu Azazel " Wie ist dies möglich? Ihr könnt sie nicht töten! " rief er schockiert und wollte intervenieren, doch rasch wurde er von Johanna am Stoff seiner Kleidung gepackt und weggedrückt. " Nicht! Zieht die Klinge raus, sie leidet!" rief Kadira mit Emotion in seiner Stimme, doch Johanna war selbst mit einem Arm stärker, als Kadira mit seinem ganzen Körper.
      " ... Schmerz, Qualen, Leid aber auch Sehnsucht. Und heute.. wurde ich... befreit " die Fleischfetzen bröckelten von ihrem Gesicht ab und ihre Augen füllten sich mit blutigen Tränen. Langsam streckte sie eine Hand nach Azazel aus und streichelte seine Wange. "... Danke " sprach der dämonische Teil und somit auch der letzte Rest aus ihr, bevor das Funkeln in ihren Augen erlosch und sich der dämonische Teil, der das gesamte Fleischkonstrukt zusammenhielt ganz und gar verschwand und die übrigen Gliedmaßen auf den Boden fielen. Johanna ließ Kadira los, sein Blick war trübe und leer. Der Schwarzhaarige ging zu den Überresten und kniete davor. " Sie ist tod.." sprach Kadira ungläubig und sah zu Azazel. Man konnte die Trauer in seinem Blick erkennen und die Augen fingen an zu glänzen und feucht zu werden. Johanna bekam Mitleid mit dem Schwarzhaarigen, doch dann sprach er weiter: " All die Jahre der Forschung, der Experimente. Es hat so lang gebraucht, diese Perfektion zu schaffen. All die Strapazen um solch einen Dämonen zu binden und zu unterwerfen und ihr rammt einfach eure verfluchte Klinge durch meine Arbeit!" seine Trauer schwang in Frust und Wut um und Johanna sah nur geschockt zu Kadira
    • Die dämonische Klinge steckte tief im Herzen von Dreah und dennoch versuchte sie noch, das Schwert der Ritterin zu fassen zu bekommen. Doch Johanna hielt es so fest, dass das Ungetüm es ihr nicht entziehen konnte. Da spuckte Dreah plötzlich Blut, gemischt mit einer anderen schwarzen Flüssigkeit und langsam löste sich ihr Körper auf. Sie blickte dabei Azazel in die Augen und irgendwie könnte er die Erleichterung in ihren leeren Höhlen sehen. Trotz ihrer tödlichen Verletzung raffte sich die versklavte Dämonin wieder auf und schlurfte auf den Weißhaarigen zu. Azazel ignorierte das Gekeife von Kadira, der mit seinen Worten wieder mal nur zeigte, dass nicht an dem Wesen selber etwas lag, sondern nur an seiner perversen Erschaffung. Johanna hielt ihn auch zurück und ließ Dreah gewähren, wie sie sich weiter auf den Dämon zu bewegte und dann sehr sachte ihre Hand an Azazels Wange legte. " … Schmerz, Qualen, Leid, aber auch Sehnsucht. Und heute … wurde ich … befreit … Danke." Dies waren die letzten Worte des dämonischen Teils von Dreah, der noch an diesen geschundenen Körper gekettet war, ehe er Erlösung im Tode fand. Azazel konnte spüren, ja fast schon sehen, wie die Seele dieser Hülle wich, die auch gleich in sich zusammen fiel. Stumm starrte der Weißhaarige zu Boden und hob langsam seine Klinge auf, um geben nur noch von Asche. Noch immer schwieg der Gehörnte, doch er hörte sehr wohl die Worte, die Kadira von sich gab und sein Leid beklagte. Jeder Satz machte ihn wütender und noch wütender, und dann schoss er plötzlich zu dem Schwarzhaarigen und holte mit seinem Kurzschwert aus.
      "NIcht!" schrie Ana auf, als sie das sah wie der Weißhaarige mit seiner Waffe ausholte. Auch in ihr kochte Wut und Abscheu hoch, als sie Kadiras Worte vernahm. Nur wenige Millimeter verharrte die tödliche Klinge vor der Kehle des Schwarzhaarigen und blieb zitternd stehen. Dann stieß Azazel einen Schrei der Frustration aus und zog sich von dem Tätowierten zurück, nur um seine Faust gegen eine Mauer zu schlagen und das so feste, dass es einen tiefen Riss hinterließ. "Wenn mein Leben nicht an deines gebunden wäre, würde ich dich reinste Höllenqualen durchleben lassen, damit du vielleicht eine kleine Idee davon bekommst, was du ihr angetan hast!" zischte der Weißhaarige Kadira bedrohlich an und steckte dann sein Kurzschwert wieder weg.
      "Du hast jedes Recht, wütend auf ihn zu sein." sprach Ana den Dämon beschwichtigend an und warf ihm einen mitfühlenden Blick zu. Dann sah sie zu Kadira und ihr Augen wurden kalt und abweisend. "Schämt euch! Ihr seid eine Schande!" giftete auch sie ihn an und spuckte dann sogar vor seine Füße. "Jetzt bring uns hier raus, sondern gibt es noch mal eine Ohrfeige von mir." drohte die Hexe, ehe sie sich an die Ritterin wendete. "Ist alles in Ordnung mit euch?" fragte sie Johanna fürsorglich und legte dabei eine Hand sachte auf ihre Schulter, um sie weg von Kadira zu führen. Bei Ana und Azazel war dieser Mann unten durch. Beide dachten nur Schlechtes von ihm und bedachten ihn mit den schlimmsten Beleidigungen in ihren Gedanken, auch wenn jeder etwas andere Gründe dafür hatte.
      "Vergessen ist wie eine Wunde. Es mag zwar verheilen, aber dabei wird es eine Narbe hinterlassen."
      Monkey D. Ruffy


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    • Von Dreah blieb nichts zurück außer der kaputten Krone, die mit ihren Kopf verschmolzen war. " Nein!" Auch Johanna reagierte, als Azazal bedrohlich auf den Verrückten zustürmte. Für eine Sekunde kam der Schreck des unmittelbaren Todes auf, denn hätte Azazel seine Klinge durchgezogen, wären sie alle jetzt nicht mehr. Die Klinge blieb aber kurz vor der Kehle stehen, selbst Kadira sah etwas geschockt zum Dämon, bevor sein Blick wieder ruhiger und schließlich so emotionslos wurde wie sonst auch. Johanna schob sich vorsichtig mit einen Arm zwischen die beiden Männer und versuchte sie voneinander zu trennen, da machte aber Azazel seinen Frust schon Luft.
      " Ja, mir geht es gut. " sagte Johanna zu Ana und ließ sich führen. " Ich habe schon viele Menschen sterben sehen und auch viele Menschen getötet, aber so etwas habe ich noch nie erlebt " sagte die Kämpferin, während sie ihre Waffe verstaute. " Eine Schande? Pah! Ihr scheint zu vergessen, daß ich der Einzige bin, der den Fluch von uns nehmen kann und ausgerechnet mich bedroht ihr mit dem Tode?" Sprach Kadira während er zielstrebig eine Ecke des Raumes ansteuerte. Johanna seufzte als sie Kadira hörte, er würde sich doch jetzt nicht so aufführen. " Aber in Ordnung! Ich löse den Fluch und sobald das getan ist, sollte ihr diesen Ort verlassen, denn ich werde euch zuvor kommen und euch grauenvoll auslöschen " keifte Kadira weiter und kratzte an der Steinmauer in der Ecke herum. " Die Krone, gebt sie mir " sagte Kadira und streckte seine Hand nach hinten aus. Johanna drehte sich um und zog ihr Schwert, vorsichtig hob sie die Krone damit auf und reichte sie dem Schwarzhaarigen, ehe sie sich wieder an die Seite von Ana zurückzog. Kadira drückte die Zacken der Krone in die Steinmauer, dort war eine sehr unauffällige Fassung die genau zur Krone passte und als sie in der Mauer steckte öffnete sich in der Mauer ein kleiner Hohlraum. " Es ist noch da " keuchte Kadira und fing nervös an zu lachen. Er griff mit beiden Händen hinein und zog ein sehr dickes Buch heraus. Dieser Wälzer war in violetten Leder gebunden mit goldenen und silbernen Akzenten sowie mit Details aus echten Knochen verziert. Doch allen voran strahlte dieses Buch eine furchtbare Macht aus, diese magische Energie war so stark, daß selbst Johanna sie spüren konnte und dieses erdrückende Gefühl löste starke Übelkeit in ihr aus. Kadira hielt das Buch in seinen Händen und öffnete es. " Die mächtigsten Magier, die gefürchtetesten Nekromanten und sonst jeder Großmeister der Magie würde sein Leben opfern um einmal in dieses Buch blicken zu dürfen " sprach Kadiran und setzte ein so breites Grinsen auf, das all seine Zähne zu sehen waren. Johanna war sich nicht sicher was sie davon halten sollte, aber um eines war sie sich sicher. Johanna zog Ana einen Schritt mit sich, etwas weiter weg von Kadira und auf etwas Abstand zu Azazel. Die Kämpferin wirkte blass, doch versuchte sie sich nichts anmerken zu lassen, außer ihrer Sorge " Wenn dieses Vorhaben wirklich gelingt, dann werden wir in großer Gefahr sein. " sprach sie leise. " Der Dämon wird garantiert sofort auf ihn losgehen und dies sollten wir nutzen um zu fliehen. Euch wird er zwar nichts tun, aber ich kann nicht genau einschätzen, ob er auch mich in Frieden lässt " flüsterte Johanna mit Sorge in ihrer Stimme. " Und falls der Verrückten den Dämon überwindet, kann vermutlich niemand vorhersagen, was mit uns passieren wird " ergänzte die Kämpferin. Kadira blätterte derweil nostalgisch in dieser mächtigen Enzyklopädie herum, als wäre es ein Tagebuch eines Kleinkindes. Dabei waren dem Schwarzhaarigen aber seine eigenen Sicherheitsvorkehrungen entfallen, denn so ein überaus mächtiges Buch so simpel zu verstecken wäre viel zu einfach. Das Buch fing langsam in den Händen des Schwarzhaarigen an zu Sand zu zerfallen und sich selbst und auch all die arkanen und okkulten Geheimnisse zu vernichten. Doch dies betraf nicht nur dieses Buch, es betraf all seine gesammelten Artefakte, Reagenzien und Schöpfungen. Zudem reaktivierten sich die Fallen in seinem Versteck. Kadira war damals noch deutlich paranoider als heute und das zeigte sich. Dass das Buch in seinen Händen zu Sand zerfiel, fiel dem Schwarzhaarigen gar nicht auf, auch das sich unter seinen Füßen bereits ein kleiner Sandhügel gebildet hatte.
    • "Große Worte. Aber das ist auch alles. Lass lieber Taten folgen." zischte der Dämon nur zurück und ging dann auf Abstand, sodass er alleine in dem großen Raum stand. Auch wenn ihm gerade die beiden Weibsbilder lieber waren, hätte Azazel am liebsten mit keinen der dreien etwas zu tun. Und nach dem Kadira allen auch noch mit dem Tod drohte, sanken seine Sympathiepunkte ins Bodenlose. In den Augen des Weißhaarigen war dieser Mensch Abschaum und die Welt wäre besser ohne ihn dran. Er könnte es ja gerne versuchen, doch Azazel ist sehr von seinen Kräften überzeugt und kein Zweifel daran hatte, diesen Kampf zu gewinnen. Die Frauen würde er gehen lassen, von ihnen ging keine Gefahr aus, auch nicht von der Ritterin. Diese erbarmte sich sogar und fischte mit ihrem Schwert die Krone vom Boden auf und hielt diese Kadira hin. Auch sie schien nicht erpicht darauf zu sein, diesen Mann gar zu berühren.
      Man beobachtete den wirren Schwarzhaarigen bei seinem Tun und wie sich herausstellte, dass die Krone nicht nur ein Kopfschmuck für Dreah war, sondern auch ein Schlüssel ist. Eines musste man Kadira leider lassen, er hatte knifflige Sicherheitsvorkehrungen entworfen, die wohl die wenigsten überhaupt austricksen konnten. Vielleicht war dies gar ganz unmöglich. Aus einem Geheimversteck in der Mauer zog er dann ein Buch und Azazel und auch Ana erschauerten, als sie dieses erblickten. Dem Dämon stand das Grauen fast schon ins Gesicht geschrieben, so stark wirkte die dunkle und unheilvolle Macht dieses Folianten auf ihn. Die Hexe konnte auch spüren, dass von diesem Schriftstück einfach nur etwas Böses ausging und dass gerade Kadira darin herumblätterte, bereitete ihr große Sorgen. Der Schwarzhaarige grinste wie ein Wahnsinniger auf, wie er Seite für Seite umschlug.
      Ana hörte die leisen Worte von Johanna und nickte ihr leicht zu. Die Ritterin hatte damit bestimmt recht und wenn die beiden Männer wirklich kämpfen sollten, war es wohl das beste, die Chance für die Flucht zu nutzen. Doch wie kamen sie aus diesem Raum heraus, sah die Hexe keinen offensichtlichen Ausgang, sondern nur Wände. Nervös ließ die Nekromantin ihren Blick durch den Raum wandern und griff fest nach der Hand ihrer untoten Tochter. Sie mussten es von hier weg schaffen, denn sie bekam Angst, dass der Irre etwas Furchtbares mit Minya anstellen würde. So wie Dreah. Der bloße Gedanke jagte ihr einen kalten Schauer über den Rücken.
      "Was ist das?" ertönte dann die Stimme des Dämons, als er sah, wie der Foliant sich allmählich in Sand verwandelte und zwischen Kadiras Fingern zerrann. Diese bemerkte das erst gar nicht und dann zerfielen plötzlich auch die Artefakte und Phiolen und andere magischen und okkulten Gegenstände in dem Raum mehr und mehr zu Sand und Staub. Und dann ging ein Beben durch den Raum, dass selbst der Fußboden erzitterte und sich sogar kleine Risse bildeten.
      "Wir müssen sofort hier raus!" rief Azazel Johanna und Ana zu und sah dann zu dem Verrückten, der immer noch ganz in seiner Welt gefangen schien. Bemerkte er denn nicht, dass er gar kein Buch mehr in den Händen hielt und der Raum in sich zusammenfiel?
      Wie gerne hätte er Kadira einfach seinem Schicksal überlassen, so wie er noch immer nicht wirklich reagierte, doch der verdammte Fluch zwang sie dazu, auch ihn zu retten. Der Dämon ging auf den Schwarzhaarigen zu und packte ihn an beiden Schultern, um ihn endlich wieder wach zu rütteln. "Der Ausgang? Wo ist der Ausgang?!" schrie er ihn mit Nachdruck an und hoffte, dass der verwirrte Mann endlich wieder zu Sinnen kam.
      "Vergessen ist wie eine Wunde. Es mag zwar verheilen, aber dabei wird es eine Narbe hinterlassen."
      Monkey D. Ruffy


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    • Der Schwarzhaarige sah das Leben vor seinen Augen, welches er vor vielen Jahren gelebt hatte. In Bruchteilen von Sekunden zogen Jahrhunderte seiner Existenz einfach an ihm vorbei, Stimmen flüsterten verführerische Worte von Wissen, endlosem Wissen und auch sein richtiger Name "Wickelfluch" hallte durch seinen Kopf. Kadira schwebte im Nichts, rundherum nur die Leere und ein leuchtender Kristall den es zu ergreifen galt. Im Kristall spiegelte sich das Gesicht des Schwarzhaarigen und gerade als er es greifen wollte, als er seine Macht an sich reißen wollte, starrte er entsetzt in das Gesicht des Dämonen. " Was? " nuschelte er und sah sich um. " Nein! NEIN!" brüllte er und stieß Azazel von sich weg. Rundherum war alles zu staub zerfallen und auch das Versteck drohte einzustürzen und sie unter sich zu begraben. Johanna eilte derweil zur Mauer durch der sie gekommen waren und schlug mit Knauf ihres Schwertes darauf ein, doch diese Mauer war massiv. " Ich hatte es beinahe " seufzte Kadira und sah sich um. Auch er schritt auf die Wand zu, auf die Johanna einhämmerte. " Schert euch weg " knurrte er und richtete seine Hand auf die Mauer. Johanna ließ sogleich von der Mauer ab und trat zurück. Sie erwartete, dass er die Wand verschwinden lassen würde, sie ihn Nebel auflösen würde, Kadira schien aber zu einem direkterem Mittel zu greifen. In seiner Hand formte sich ein Energieball, welcher sich selbst erhitzte und die wilde Form einer brennenden Kugel annahm, diesen Feuerball schoss er gegen die Wand und sprengte direkt einen großen Teil heraus und erschütterte die Wand, in der ohnehin einsturzgefährdeten Höhle. " Verflucht! Seid ihr des Wahnsinns?! " rief Johanna sofort, die gerade noch ihren Schild gezogen hatte, um sich von den Steinschrapnell abzuschirmen. Als sie sah, wie er direkt einen zweiten dieser flammenden Kugeln formte, huschte sie in die hinteren Reihen und stellte sich zu Ana und ihrem Kind, um sie mit dem Schild zu schützen.
      Mehr als zwei Explosionen brauchte es zum Glück nicht. " Dort! " sagte Kadira und rannte voraus. Sie waren nicht in dem Flur aus dem sie gekommen waren, sie befanden sich in einem äußerst schmalen gang, welcher auch immer schmaler und schmaler wurde. Es war aber frische Luft zu riechen und auch Licht war zu erkennen, sie mussten sich am Ende des Ganges nur durch einen äußerst schmalen Spalt zwängen, bevor die Höhle sie alle verzehrte
    • Anscheinend wachte Kadira auch seiner Trance wieder auf, wenn nicht, hätte Azazel ihm wohl eine saftige Ohrfeige verpasst, auch wenn er diese selber gespürt hätte. Der Dämon wurde zur Seite gestoßen und dann eilte der Schwarzhaarige zu der Ritterin, die erfolglos versuchte durch die Mauer zu kommen. Misstrauisch beobachtete Ana, was Kadira da tat und so bald sie die mächtige Magie wahrnahm, schnappte sie sich Minya und ging einige Meter zurück in Deckung. Auch Azazel spürte die Kraft, die der Schwarzhaarige formte und dann schoss auch schon der Feuerball auf die Wand. Ein Beben ging durch den eh schon einstürzenden Raum und noch mehr Schutt und Dreck rieselte von der Decke, doch der Feuerball hatte wohl nicht ausgereicht und da wurde auch schon ein zweiter von Kadira abgefeuert. "Danke." wandte sich die Hexe an Johanna, als diese zu ihnen kam und sie drei mit ihrem Schild schützte. Der Dämon selber nutzte seine Flügel, um sich zu schützen und dann hörte er auch schon Kadira, der wohl einen Ausgang geschaffen hatte und sah, wie dieser sofort davon rannte. "Feiges Aas." knurrte er und jagte dem Schwarzhaarigen hinterher, der sich durch einen schmalen Gang zwängte. "Zur Seite." schubste er den Mann dann einfach hinter sich, da die Zeit drängte und er schon hören konnte, wie der Raum in dem sie noch waren, kollabierte. Mit der Hilfe seiner Schattenmagie um hüllte er seine Hände, sodass aus ihnen gewaltige Pranken wurden und damit riss er den kleinen Spalt einfach auf, sodass sie alle rasch hindurchschlüpfen konnte. Der Dämon sah zu, wie die Menschen ins Freie stolperten und nur wenige Skunden später ertönte ein Poltern und Krachen und eine dicke Staubwolke entwich dem Spalt, als das Versteck von Kadira gänzlich zusammenbrach. Das hätte ihr Grab sein können, wenn sie es nicht im letzten Moment hier hinausgeschafft hätten.
      "Und jetzt? Wo ist deine, ach so tolle Zauberkunst?" fragte Azazel den gescheiterten Kadira abfällig und rümpfte dabei die Nase. Dieser Kerl hatte so große Töne gespuckt und am Ende waren sie genauso weit wie zuvor. "Zumindest konnte dich die Dämonin befreien." dachte sich der Weißhaarige, wobei die Wut wieder in ihm hochkochte, als er daran dachte.
      "Wir müssen wohl bei unserem alten Plan bleiben." gab Ana resigniert von sich und sah sich etwas um. Sie standen vor einer Felswand mitten im Wald. Aber so weit weg konnte der Eingang nicht weg sein, oder? "Wie kommen wir zurück zu unserem Wagen?" fragte sie dann Kadira, wobei eine leichte Kälte in ihrer Stimme lag, da auch sie ihn verachtete, nach dem sie gesehen hat, welche skrupellosen Experimente er durchgeführt hatte. Dieser Mann besaß keinen Respekt vor dem Leben anderer, das wurde ihr nun klar und damit misstraute Kadira mehr, als dem Dämon.
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    • Gerade noch rechtzeitig schafften sie es heraus und das war nichts Kadiras Verdienst. Dank des Dämonen und seinen dämonischen Künsten konnten sie sich gerade noch aus der Kluft pressen, bevor diese hinter ihnen zusammenstürzte. Vor diesen Leuten zu trauern, würde Kadira nicht auch wenn er gerade ein erhebliches Maß an Wissen und Macht verloren hatte und lange konnte er sich auch nicht diesen Gedanken hingeben. " Wagt es nicht zu spotten!" fauchte er Azazel an und schaute auch auf die anderen Beiden. Johanna sah zu Ana und ihrem "Kind" und legte dann wieder ihren Schild an ihren Rücken an. " Wir müssen nur um den Felsen herum, dann sehen wir direkt den Hügel vor dem wir die Kutsche abgestellt haben " sagte er zu Ana. Sich vor Azazel zu rechtfertigen würde nichts bringen.
      " Mich stellt es ebenfalls nicht zufrieden, dieses Buch hätte all unsere Probleme lösen können " musste er dann doch von sich geben und übernahm die Führung, um die Gruppe zurück zum Karren zu führen.
      Johanna sah nur irritiert zwischen der Gruppe hin und her, für den niederen Verstand der Kämpferin war es unvorstellbar, das ein magischer Foliant, auch wenn er mächtig wäre, solch eine Wirkung haben könnte. Die Frau hatte aber noch nie wirklich mächtige Magie gesehen.
    • Ein bisschen Schadenfreude kam in dem Dämon auf, als Kadira so herumkeifte und so schenkte er dem Schwarzhaarigen nur einen amüsierten Blick, der ihn wissen lassen sollte, wie wenig er doch von ihm hielt und dass er ein seinen Augen ein Versager war. Sein Grinsen hatte etwas teuflisches, als er dann an dem möchtegern Magier vorbeiging und darauf erwartete, dass er vorauslief.
      Noch immer sehr misstrauisch nahm Ana ihre Tochter zur Seite und folgte dann mit etwas Abstand Kadira, der sie wieder zurück zu ihrem Wagen führen sollte. „Auch wenn dieser Foliant mächtig war, glaubt ihr wirklich, dass man damit den Fluch eine Gottes hätte lösen können?“ zweifelte die Hexe das doch etwas an. Keiner von ihnen wusste, dass der Versuch Lodyus Fluch aufzuheben, dazu geführt hätte, dass die Gottheit selbst wieder vor ihnen erschienen wäre und das doch sehr ungehalten. Es ersparte der Gruppe viel Leid und Schmerz und vielleicht sogar den verfrühten Tod, dass dieser Versuch missglückt ist.
      Wieder beim Wagen angekommen war es nun klar, dass ihr Weg weiter nach Alvoran führen sollte. „Am besten wir rasten noch einen Moment und ziehen dann weiter. Der Wes ist noch weit und wir sollten uns jetzt endlich Gedanken machen, wie wir den Namen von Lodyus verbreiten können.“ meinte Ana und setzte Minya schon mal in den Wagen.
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    • Am Karren angekommen setzte sich Kadira etwas abseits, dennoch in hörweite, auf den Boden. Er wollte nicht weiter auf den Dämon eingehen, da er sich ganz offenbar an seinem Leid ergötzte. Kadira hatte mehrere Verstecke dieser Art, auch wenn ihm dieser Hort am liebsten war. Dummerweise erinnert er sich nicht an den Standort der anderen Verstecke. Hiermit würde Kadiras Beitrag zur Lösung ihres gemeinsamen Problems wohl enden. Johanna prüfte als erste den Karren, sie kontrollierte ihre Fracht, dann die Räder, es schien aber alles in bester Ordnung und war bereit für die weiterreise. Gegen eine Pause hatte aber auch sie nichts einzuwenden und so lehnte die Kämpferin sich an den Karren und tauschte Blicke mit Ana, ihrem Kind und Azazael dem Dämonen aus. " Der einfachste Weg wäre es sich den Problemen der Bauern und anderen Arbeitern anzunehmen und darauf zu hoffen, dass sie von uns und dem Gott ihren Bekannten berichten. " griff Johanna ihren ersten Vorschlag erneut auf und auch wenn jemand wie Azazel es vermutlich nicht hören wollte, so wäre es zumindest ein Anfang. " Und falls wir ein paar Münzen verdient haben, könnten wir Barden bezahlen um Lobgesänge durch das Land zu tragen " hängte sie eine weitere Idee an. Johanna wollte nur ungern, dass dieser hinterlistige Gott mit guten Taten in Verbindung gebracht werden würde, doch die rechtschaffende Frau würde niemals unschuldigen Leid zufügen. Während sie darüber nachdachte, sah sie den Dämonen an. //Ihm würde es wohl leicht fallen.// dachte sie und schaute zur Tochter. Sie lächelte das untote Kind freundlich an und vergrub den Gedanken, dass sie gar nicht am leben war, tief in ihrem Kopf.
    • Das mit dem Barden war sogar eine gute Idee, musste sich Azazel eingestehen. "Wir können es ja zunächst mit eurer Methode versuchen." zuckte der Dämon mit seinen Schultern und lehnte sich gegen einen Baum.
      "Wir sollten auch bald aufbrechen. Die Wälder um Aron beherbergen viele magische Wesen. Daher sollten wir4 lieber auf der Hut sein." meinte dann Ana uns streichelte dabei das Haupt ihrer Tochter, die aber nur anteilnahmslos in die Gegend blickte. "Da habt ihr nicht unrecht." stimmte der Weißhaarige der Hexe zu und dachte dabei an zwei bestimmte Dämoninnen, die genau in diesen Wäldern ihr Unheil trieben.
      Azazel kannte sie und hatte auch oft mit beiden zu tun. Ihm würden sie nichts tun, hatten sie in der Vergangenheit zusammen schon sehr viel … Spaß gehabt. Yoku und Yuwa, Dämoninnen, die aus dem Geschlecht der Succubus stammen und sich von starken Gefühlen "ernähren". Sie sind wahre Meisterinnen, wenn es um das Verwandeln geht und auch um die Verführung.
      Doch Azazel würde der Gruppe von den beiden nichts erzählen. Zu groß ist die Verlockung, diese Menschen zu "bestrafen". Er musste nur darauf achten, dass man sie nicht tötete oder anders quält, aber Yoku und Yuwa töten keine Menschen, wie sonst könnten sie sich an ihren Gefühlen laben.
      "Können wir dann aufbrechen?" fragte Ana in die Runde, da es so wirkte, als hätten sie hier nichts mehr zu tun. "Von mir aus." gähnte der Dämon und schwang sich in den Wagen.
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    • " Wir können aufbrechen " erwiderte Johanna und schwang sich nach vorne auf den Kutschbock. Sie nahm die Zügel in die Hand und versicherte sich, dass alle aufgestiegen waren. Kadira saß noch auf dem Boden und starrte in die Leere, er konnte aber den Blick von Johanna spüren und bevor sie ihn auffordern konnte, brummte er und stand von selbst auf. Er ging zu Johanna und starrte auf ihren Platz. " Hm?" gab sie leise von sich. " Setzt euch nach hinten, ich übernehme " sagte er und nahm ihr die Zügel ab. " Sollten wir von Räubern überfallen werden, braucht ihr eure Kräfte um zu kämpfen, ich werde keinen Finger rühren " sagte er und Johanna stieg vom Kutschbock nach hinten und gesellte sich zu ihren unfreiwilligen Kameraden und der Fracht.
      Nach einer kurzen Verzögerung ging es dann los und der Karren setzte sich in Bewegung. Johanna schaute auf ihre Hände und löste die Riemen ihres Handschuhs. " Ich hoffe ein Schmied ist so gütig und überlässt mir einen übrig gebliebenen Handschuh " durch die Falle war einer ihrer Handschuhe nur noch ein verbeulter Haufen Schrott.
      Johanna sah in die Runde, man konnte ihren Lippen ansehen, dass sie Konversation treiben wollte, doch sie hielt sich zurück und schloss für einen Moment ihre Augen. Ihr Vater hatte ihr beigebracht in Sekunden einzuschlafen und in einen leichten Schlaf zu versinken, damit sie allzeit bereit war. Es dauerte wirklich nur Minuten und dann entspannte der Körper der Kämpferin merklich.
    • Nach dem Ana und ihre Zombietochter auch im Wagen saßen, sollte die Fahrt weiter gehen, doch anstatt Johanna, saß nun Kadira auf dem Kutschbock. Dieser wollte somit die Kräfte der Ritterin schonen, falls es noch zu einem Kampf kommen sollte. Er machte auch direkt klar, dass er in dem Szenario unnütz sein wird, was Ana nur ihre Augen rollen ließ.
      Azazel sagte gar nichts dazu, hatte er sich das schon gedacht, dass diese Kerl nutzlos ist, zumindest spricht er es jetzt auch aus. Der Verlust seines Versteckes und seiner abartigen Kreierung, hatte Kadira wohl einen ordentlichen Dämpfer verpasst und sein zuvor noch recht großspuriges Auftreten war jetzt von dannen.
      Die Gruppe war erschöpft und so wechselten sie kein Wort, was der Ritterin merklich am meisten zu schaffen machte. Der Dämon hatte sich demonstrativ auf die Seite gelegt und betrachtete ihr Gepäck und Ana hatte ihre Augen geschlossen und schien zu schlafen.
      "Vielleicht gibt es einen Schmied in dem nächsten Dorf." murmelte die Hexe leise und zog etwas enger ihren Mantel um sich, dabei noch immer ihre Augen geschlossen.
      Sehr weit kamen sie nicht und die Sonne war auch schon am Untergehen. "Wir sollten unser Lager bald aufschlagen." meinte Ana in die Runde und sah sich nach einem Plätzchen um, an dem sie die Nacht verweilen konnten. "Seht mal. Ist das vielleicht eine alte Jagdhütte?" machte sie die anderen auf einen Unterstand aufmerksam, der verwittert am Wegesrand stand und schon fast eins mit der Natur geworden war. Für eine Nacht würde das wohl ausreichen.
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