⍱The Curse of the Forgotten Deity⍲ ⧔Schmutzi & Alea⧕

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    • Wehe sie trafen früher auf diese Söldner, dann würde Azazel sich weigern, diesen mordenden Männern zu helfen. "Nun, wenn du meinst. Ändern können wir es jetzt sowieso nicht mehr." gab Ana ihre Gedanken dazu ab und sah Kadira nach, der sich einfach entfernte. Der Dämon bewegte sich nicht, um ihn nachzulaufen, schließlich war der Schwarzhaarige ein erwachsener Mann, da sollte es doch keine Probleme geben. Außerdem fühlte sich der Weißhaarige hier manchmal wirklich wie eine Amme, so wie sich die Menschen hin und wieder dämlich anstellten. Als Beweis, fragte Johanna auch schon nach Kadira. Sie schien nicht sehr aufmerksam zu sein. "Keine Sorge, da ist er und bringt ein Zugtier mit." beruhigte die Hexe die Hellblonde und nahm ihm dann die Zügel ab. "Was für Münzen? Gold? Silber?" hakte sie gleich nach, gab es in Alvoran verschiedene Metalle, die zu Münzen geprägt wurden, das sich daran ihr Wert orientierte. Sie händigte Kadira den genannten Preis aus und führte das Pferd dann zu dem Karren, wo man es einspannen musste. "Hilf mir bitte damit, Johanna. Und du kannst ja schon mal die Sachen aufladen." wandte sie sich an die Ritterin und den Dämon. Nur widerwillig half Azazel mit, denn es sorgte dafür, dass sie schneller wieder von hier verschwinden konnten. Und auch Minya tat es ihm gleich und legte eine Ware nach der anderen auf den Wagen, wobei der Weißhaarige sie dabei misstrauisch beobachtete. Für seinen Geschmack war sie zu oft in seiner Nähe, dass er sich auch schon bald an ihren süßlichen Leichengeruch gewöhnte.
      "Vergessen ist wie eine Wunde. Es mag zwar verheilen, aber dabei wird es eine Narbe hinterlassen."
      Monkey D. Ruffy


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    • " Silberlinge. Ich gebe doch kein Gold für ein Zugtier " sprach Kadira, als hätte man gerade seine Intelligenz beleidigt. Er seufzte nur, weil er jetzt wieder zurücklaufen musste um den Bauern zu bezahlen, so hatte der Schwarzhaarige die Hoffnung, dass es jemand anders übernehmen würde. Johanna half sofort beim Einspannen des Gauls und hatte auch noch genug Zeit um Azazel beim Aufladen zu helfen. Gerade rechtzeitig kam auch Kadira wieder herangetrottet und stieg in den Karren, jetzt hatten sie endlich einen Gaul und brauchten nicht mehr laufen. Dieses Pferd würde sie alle ziehen können, dennoch blieb Johanna neben dem Pferd und würde neben ihm laufen und es führen. " Setzt euch alle hinten rauf, dann können wir weiterziehen. Ich führe das Pferd, mir ist noch nicht nach sitzen zumute " sagte die Kämpferin. Nur allzugern wäre sie noch hiergeblieben, würde Geschichten mit den Söldnern austauschen und sich endlich mal wieder heimisch und geschätzt fühlen, doch stand sie mit ihrem Bedürfnis hier alleine dar und deshalb ging es erstmal weiter. Es kam auch zunehmend Neugierde auf, was Kadira für ein Versteck hatte und was sie dort vorfinden würden. Der Schwarzhaarige schien dieses Versteck als Lösung all ihrer Probleme anzupreisen
    • Sobald Johanna auch noch beim Packen mithalf, strengte sich der Weißhaarige weniger an und bewegte sich auch langsamer. Sollte doch die Ritterin und das Zombiemädchen um den Rest kümmern. Dafür war Azazel der erste, der auf dem Wagen saß und sich gleich ein Fell für sich ausbreitete und darauf setzte. Ana half ihrer Tochter hoch und setzte sich in eine Ecke mit Minya. Auch Kadira gesellte sich dann zu ihnen und Johanna wollte unbedingt noch laufen. Es wäre eh sinnlos etwas dagegen zu sagen, daher ließ man sie einfach machen. "Du weißt, wo es lang geht?" fragte die Hexe, um sicher zugehen und deutete auch gen Osten, wo die Hafenstadt lag. Aber auch mit Wagen werden sie einige Tage unterwegs sein. Damit ging die Reise auch los und zu Beginn, schloss Azazel seine Augen um sich etwas auszuruhen. Auch Ana schlief nach kurzer Zeit ein, hatte ihre Magie sie doch einiges an Energie beraubt und auch das rhythmische hin und her schaukeln, machte sie ganz schläfrig. Minya hingegen blieb wach und starrte durchgehend auf die Reisetasche ihrer Mutter, das man meinen könnte, sie bewachte diese. Ihr erster Halt sollte kurz vor Sonnenuntergang sein, damit sie sich noch im Hellen ein Lager errichten konnten.
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    • Solch ein stundenlanger Marsch machte der Kämpferin nur wenig aus, es war für Johanna nichts Neues. In einem Moment der völligen Ruhe konnte sie sich auch ihren Gedanken hingeben und etwas über die Vergangenheit denken. Mit ihren Fingerspitzen strich sie über den Kragen ihres Mantels und seufzte leise. Diesen Mantel hatte sie ihrem Vater abgenommen und sie trug ihn wie eine Bürde, oder einen Orden. Manchmal war sich die Soldatentochter nicht sehr sicher, ihr Vater hatte verwerfliche Dinge getan und es war ihre Pflicht ihn zu stoppen, aber so war es auch genau er, der Johanna gelenkt hatte und ihr einen höheren Sinn im Leben geschenkt hatte. Die Frau starrte auf ihre Hand und bewegte ihre Finger, die in Eisen geschlagene Gelenke gaben ein leises Rascheln von sich. Viele Stunden vergingen und Johanna hatte den Eindruck, als würden alle auf dem Karren schlafen. Das Zombiekind würde vermutlich wach sein und wahrscheinlich einfach ins leere starren, ein schauderhafter Gedanke einfach nur eine Marionette zu sein.
      Das Sonnenlicht schien sich nach weiteren Stunden langsam zu verziehen und Johanna lenkte den Karren etwas abseits der Landstraße. " Falls ihr noch nicht schläft, so erwacht bitte. Ich habe einen geeigneten Ort zum Rasten gefunden " sagte die Kämpferin und deutete vor sich auf eine Ruine von etwas, das vielleicht mal eine Kapelle gewesen ist. Mehr als Meterhohe Mauerreste standen dort nicht mehr, doch war der Boden gepflastert und es gab genug Deckung. Kadira, der die ganze Zeit im Labyrinth seiner eigenen Gedanken gefangen war, raffte sich auf und sah sich um. "Moment! Ich kenne diese Ort!" der schauderhafte Magier blickte sich etwas aufgeregter um und setzte ein breites Grinsen auf, welches sein komplettes Gebiss entblößte. " Bald sind wir da. Ein, vielleicht zwei Tagesmärsche noch!" lachte Kadira und sprang aus dem Karren.
    • Der Dämon spürte, wie der Wagen von der Straße gezogen wurde, da es nun für die Insassen etwas holpriger wurde. Er hob leicht seinen Hut an und schielte zu der Ritterin herüber, als diese meinte, sie hätte einen geeigneten Rastplatz gefunden. Sein Blick fiel auf die Ruine, deren Mauern und das alte Dach wenigstens als Schutz vor Wind und Wetter dienen sollte.
      Der Erste, der dann aber vom Wagen gar sprang, war Kadira, der diesen Ort wohl zu kennen schien. Er verlautete ihnen, dass sie wohl bald bei seinem Versteck ankommen würden. Azazel misstraute dieser wandelnden Mumie noch immer. Er hatte ein paar amüsante Zaubertricks zu bieten, doch mehr hatte er noch nicht vollbracht oder gar als sehr nützlich erwiesen. Selbst die Ritterin brachte der Gruppe mehr mit ihrer Kampfkunst.
      Ana wachte auch langsam auf, als der Wagen so ruckelte, als der Schwarzhaarige davon heruntersprang und seine erfreuen Worte hörte. Minya saß noch immer neben ihr und richtete ihren leeren Blick auf ihre Mutter, als sich diese aufsetzte. "So lange die Sonne noch scheint, sollten wir auch hier Feuerholz für die Nacht zusammen suchen. Es wird wenigstens Tiere für uns fernhalten und lästige Mücken." schlug sie der Gruppe vor und streckte sich etwas, ehe sie vorsichtig vom Wagen kletterte und ihrer Tochter dann auch herunterhalf. "Dämon? Was ist mit dir? Bist du wach?" fragte sie an Azazel gerichtet, der sich noch immer schlafend stellte. Man vernahm ein leises Grummeln von sich, denn seiner Meinung nach, hatte er für heute genug für diese Menschen getan, dass diese jetzt an der Reihe waren, sich um ihr Nachtlager zu bemühen. "Ich bin wach, aber noch etwas erschöpft." log er ohne dabei auch nur rot zu werden und schob sich langsam vom Karren. "Vielleicht schafft es ja jetzt die Ritterin ein Feuer zu entzünden." stichelte auch gleich. Denn er vermutete, dass sie dann um so mehr selber Holz sammeln wurde und sich auch um das Feuer kümmerte. Wer weiß, vielleicht ging sie ja auch jagen, denn auch das hatte er zuvor getan und war erfolgreich gewesen.
      Einen prüfenden Blick ließ er dann über die Ruine schweifen. Solche alten Bauten lockten gerne niedere Dämonen und Geister an. Er hoffte, dass sie genug Angst vor der Ritterin hatten, um nicht hier aufzutauchen, auch wenn die Wesen meistens gar nichts Böses wollten, sondern auch nur auf der Suche nach einem Unterschlupf waren.
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    • Johanna hörte den Kommentar des Dämonen und biss ihre Zähne zusammen, sie erwiderte nichts daraufhin, machte sie stattdessen aber sofort auf die Suche nach Feuerholz. " Ich komme mit, ich möchte etwas ausprobieren " sagte Kadira und folgte der Kämpferin. Mit Kadira an ihrer Seite fühlte sich Johanna irgendwie unwohler als wenn sie allein gehen würde. Ein paar Meter von der Ruine entfernt sah sie den halbtoten Schwarzhaarigen an. " Was..was wolltet ihr probieren? " fragte sie und sah Kadira an. " Etwas wegen unserer Verbindung. Ich habe die Vermutung, dass wir uns ein paar Fuß weiter von der Gruppe entfernen können, wenn wir zu Zweit und nicht allein gehen. Dann sind wir genau gerade aufgeteilt, was unsere Bindung belastbarer macht " erklärte Kadira seine Vermutung und ging einfach munter geradeaus, während Johanna Feuerholz sammelte. " Wollt ihr mir zumindest etwas abnehmen?" brummte die Kämpferin und drückte Kadira einfach etwas Holz in die Arme. Dieser brummte leise, erwies sich dann aber als kooperativ. " Was haltet ihr eigentlich von den anderen Beiden? Ich meine.. die, die ich am vernünftigsten hielt beschwört Tote und verwehrt ihnen ein friedliches Ende und der andere... Ein Dämon, bösartige Kreaturen, voller Zorn und Hass. Ich traue dem Kerl besonders nicht " knurrte sie und suchte in Kadira einen Verbündeten. Der Schwarzhaarige grinste nur leicht und rieb sich seine Augen. " Von allen beteiligten empfinde ich euch als Schlimmste " sagte Kadira schulterzuckend. Er sprach diese Worte kühl, als wäre es völlig normal und ihren empörten Gesichtsausdruck deutete er als Unverständnis, weswegen er seine Worte nun auch etwas genauer erklärte. " Der Dämon mag uns nicht, da weiß man wo man bei ihm steht. Die Beschwörerin war einst eine liebende Mutter und ist es noch immer. Aber was genau ist mit euch? Ihr tötet auf Befehl, habt keine Kontrolle über eure Emotionen, wandert schon lange seid aber dennoch orientierungslos " Kadira zuckte mit den Schultern, als würde er weitere Sätze einfach verwerfen und ging weiter von den Ruinen weg um die magische Bindung weiter auszureizen. " Ach ja? Und ihr? Ihr seid.. Dreckig und unheimlich und könnt nicht kämpfen. " brummte Johanna nur zurück und folgte Kadira weiter. " Erneut gehen die Emotionen mit euch durch. Ich frage mich, wer eure Emotionen sonst gebändigt hat, ich gehe stark davon aus, dass ihr sehr häufig gezüchtigt wurdet..." Kadira blieb stehen und sah Johanna an. " Vielleicht von eurem... Vater? " sprach er mit einem finsterem Grinsen im Gesicht. " Jetzt reicht es mir!" knurrte Johanna und kam mit erhobener Hand auf Kadira zu, sie wollte zuschlagen, doch bändigte ihre Wut im letzten Augenblick, sonst würden alle anderen ebenfalls Schmerzen spüren. " Grrargh! " schimpfend und fluchend nahm sie Kadira das Holz ab und machte sich auf dem Weg zurück. Als sie sich weit genug von Kadira entfernt hatte spürte er wie seine Brust abgeschnürt wurde und eine höhere Macht ihn zurück zog. "Also doch? Nur ein paar Fuß mehr, aber immerhin" seine Erkenntnis wurde bestätigt und so machte er sich wieder zurück zu den Ruinen. Die schnellen Schritte von Johanna sorgten dafür, dass mit großen Abstand vor Kadira im Lager ankam. Dort warf sie die Scheite auf den Boden und grummelte leise vor sich hin. Sie legte ihren Rucksack ab und zog einen Dolch. Das Holz reite sie auf, schnitt mit dem Dolch etwas Späne zurecht, die als Zunder dienen sollte und dann legte sie den Dolch an ihren Arm und zog ihn mit schnellen Bewegungen über ihre eiserne Armschiene, die Funken die dabei entstanden entzündeten die Späne. Rasch wurde der Funke gefüttert und schon hatten sie ein ordentliches Feuer. Dann setzte sich Johanna hin, lehnte sich gegen einen Haufen Schutt und verschränkte die Arme, nun wollte sie etwas ruhen. Dann erschien Kadira " Wenn wir uns in Zweiergruppen aufteilen, können wir uns etwas weiter voneinander entfernen " teilte er seinen Befund mit ohne Johanna zu beachten
    • "Wieso bist du so gemein zu ihr?" fragte Ana den Dämon, als sie seine Sticheleien vernahm. Sie stieg dann langsam von dem Karren und half ihrer untoten Tochter auch herunter. "Was? Es ist doch wahr." zuckte Azazel bei der Frage nur mit seinen Schultern und erhob sich dann auch langsam selbst und sah sich etwas um. In stiller Einkunft suchten sie den besten Platz für die Nacht, für alle heraus und errichteten dort schon ein mal eine Feuerstelle, mit den alten Mauersteinen, die lose herumlagen. "Vielleicht hast du damit recht, aber es wird nur weiter für Spannungen sorgen, wenn immer wieder solche Kommentare fallen." wies sie den Weißhaarigen darauf hin. "Tsss. Spiel dich nicht wie eine Mutter auf, nur weil du das Ding bei dir hast." gab der Dämon schnippisch zurück und setzte sich dann auch einfach auf ein niedriges Mauerwerk, dass noch in Takt war. Ana ließ das unkommentiert und ging wieder an den Wagen, um die Decken und Felle davon herunterzuholen. Minya blieb dabei an ihrer Seite und sah kurz zu Azazel zurück, ehe sie wieder zu ihrer Mutter sah und sie kurz am Ärmel festhielt. Die Hexe blickte zu dem Dämon und dann zu ihrer Tochter, so als wüsste sie, dass sie ihr sagen wollte, dass er vielleicht nie eine Mutter hatte. "Du bist ein gutes Kind." flüsterte Ana daher dem Mädchen zu und strich ihr sanft über den Kopf, ehe sie gemeinsam die Schlafsachen zum Lager brachten. "Ich verstehe eh nicht, wieso du diese Ritterin in Schutz nimmst. Sie wollte dein Kind töten." kam es nach einer Weile der Stille, während die Nekromantin die Felle und Decken um die Feuerstelle legte. "Also doch kein Ding?" entgegnete Ana als Erstes und sah den Weißhaarigen mit einem gütigen Blick an, worauf dieser seinen Blick direkt wieder abgewandt und erneut dieses abfällige "Tss!" von ihm vernahm. "Es scheint mir, dass sie in ihrer Erziehung keine Mutter dabei war, sondern nur von Rittern erzogen wurde." erklärte die Frau ihre Beweggründe und blieb dann auf einer Decke sitzen. Beinahe wollte Azazel darauf erwidern, dass er selber ohne Mutter aufgewachsen war und nicht so verschroben wie die Ritterin wurde, doch blieb er lieber stumm und starrte einfach nur mürrisch in die Ferne, ehe man Johanna und Kadira hören konnte. Erstere schien wieder sehr aufgebracht zu sein, was man daran erkennen konnte, wie sie das Feuerholz einfach in den Steinkreis warf und zum Wagen stapfte. Dort holte sie ihr Hab und Gut und man konnte ihr zusehen, wie sie dieses Mal mit fachmännischen Griffen eine kleine Glut entfachte, die bald größere Flammen schlug. Der Dämon schwieg währenddessen nur, obwohl ihm ein frecher Spruch auf den Lippen lag. Doch er musste die Ritterin ja nicht weiterhin provozieren, auch wenn das so schön einfach war. Kadira, langsam wie ein Greis, kam dann auch endlich bei ihnen an und berichtete von seiner Entdeckung. "Wenigstens etwas Positives." nickte Ana ihm zu und wärmte ihre Hände am Feuer. "Möchte jemand von euch noch etwas Kleines zu Essen, bevor wir schlafen gehen?" fragte sie in die Runde. "Ich brauche nichts und würde auch die Nacht Wache halten. Ich schlafe dann einfach morgen im Wagen." bot Azazel an, wobei das nicht ohne Hintergedanken war, da er so am wenigsten Kontakt mit den Menschen hatte.
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    • Kadira setzte sich an das Feuer und wärmte sich, etwas essen brauchte er nicht und auch Johanna hatte keinen Hunger und teilte dies durch ein Kopfschütteln mit. Johanna fing an einige Riemen an ihrer Rüstung zu lösen, erst zog sie sich ihre schweren Plattenhandschuhe aus, dann die Stiefel, sowie ein paar Einzelteile. Ihre Brustpanzer behielt sie an, lockerte nur die Verschlüsse, damit sie entspannt durchatmen konnte. Kurz darauf schloss sie einfach ihre Augen und setzte sich zur Ruhe. Die Kämpferin hatte einen sehr leichten Schlaf und irgendwelche untypischen Geräusche würden diese Frau sofort wecken und in Alarmbereitschaft versetzen.

      Die Stunden vergingen und es brach Ruhe und Frieden über die Gruppe ein. Azazel hielt die Wache und schien diese Ruhe von allen am meisten zu genießen. Mitten in der Nacht, wachte plötzlich Johanna auf und schlüpfte in ihre Rüstung. Sie zog alles stramm und gesellte sich an die Seite des wachenden Dämonen. Sie sprach zuerst kein Wort, so war das Potential groß, dass die Beiden sonst wieder aneinander geraten würden. Die Frau brach nach einiger Zeit doch das Schweigen " Nicht mehr lang, bis die Sonne aufgeht " nuschelte sie. Seitdem sie auf ihre neuen Gefährten getroffen ist, schien Johanna völlig ihre Richtung verloren zu haben, so wurde in kürzester Zeit ihr Weltbild erschüttert und die Lehren ihres Vaters infrage gestellt und trotz der Gesellschaft hatte sie sich noch nie so allein gefühlt. Kurz konnte man der Frau ansehen, dass sprechen wollte, doch erinnerte sie sich daran, neben wem sie gerade stand und verzog sich deshalb einfach ohne weitere Worte zu sprechen. Kadira erwachte ebenfalls und sah wie Johanna sich vom Dämonen entfernte, doch es schien dieses Mal nicht im Streit geendet zu haben. Der verwelkte Schwarzhaarige setzte sich in den Schneidersitz und starrte auf den kleinen, ausgebrannten Scheiterhaufen. "Erstmal in meinem Versteck angekommen, haben wir genug Mittel um diesen lächerlichen Fluch zu brechen. Die Fallen bereiten mir allerdings sorgen, das Wissen, sie zu entschärfen ist mir verloren gegangen. Besser ich behalte es für mich" dachte der Schwarzhaarige und sah Johanna dabei zu, wie sie schon anfing, so leise wie möglich, den Karren mit ihrem Zeug zu beladen und ihren Schlafplatz aufzulösen
    • Ana selber aß nur ein kleines Stück Trockenfleisch und legte sich dann auch schon auf ihr Fell und zog die Decke über sich. Minya saß neben ihr, dass es wieder so wirkte, als würde sie über ihre Mutter wachen. Nach und nach gingen alles schlafen und endlich traf die Nachtruhe ein, die Azazel so herbeigesehnt hatte. Hier und da zirpten ein paar Zikaden und der Wind strich sanft durch das Blätterwerk der Bäume. Immer wieder warf er einen Scheitel Holz in das Feuer, das leise vor sich hin prasselte und hier und da knackte das Holz durch die Hitze.
      Wenn es ihm möglich gewesen wäre, hätte Azazel nun seine Sachen gepackt und wäre abgehauen. Er hatte es sogar noch ein Mal versucht, doch die unsichtbaren Banden hielten ihn davon ab, zerrten an seinem Körper und zwangen ihn schlussendlich wieder zu der Gruppe.
      Er konnte nicht gehen und er konnte diese Menschen auch nicht töten, da er ja dann selber dran glauben müsste. Erneut traf ihn diese Situation hart und wieder verfluchte er Lodyus und bedachte ihn im Geiste mit wüsten Beschimpfungen.
      Lange blieb er in der Nacht alleine, bis dann plötzlich ein paar Nachtgnome auftauchten, schattenhafte kleine Wesen, die im Dunklen schwer zusehen waren. Es sind neugierige Wesen, die einem nichts Böses tun. Gerade Menschen zogen sie sehr an, da sie gerne sie und auch ihre Sachen, die sie bei sich hatten, untersuchten und ansahen. Azazel kannte die kleinen Männchen und beobachtete sie einfach, da ihre Aktionen manchmal sehr amüsant waren. Vor Minya aber machten zunächst einen großen Bogen. Sie spürten wohl auch, dass sie eigentlich nicht mehr in diese Welt gehörte. Doch die Neugierde der Gnome gewann und so kletterten sie auf dem Zombiekind herum, die einfach nur still dasaß. Er konnte beobachten, wie manche in die Rüstung von Johanna kletterten oder mit gerümpfter Nase vor Kadira standen und die vielen Symbole und Zeichen auf seinem Körper betrachteten.
      So plötzlich wie die Nachtgnome auftauchen, verschwanden sie dann auch wieder und so war der Dämon wieder alleine, bis sich die Ritterin anfing zu regen. Aus dem Augenwinkel konnte er beobachten, wie sie ihre Rüstung anlegte, die, in der sich zuvor einer der Gnome betrachtet hatte, wie in einem Spiegel und mit seinem Hintern wackelte. Das wäre eigentlich eine lustige Geschichte, doch diese Frau würde die Gnome doch auch nur als missratene Kreaturen betrachten, so wie die meisten eher magischen Wesen.
      "Hmmm." grummelte der Weißhaarige nur bei ihrem Kommentar, dass bald die Sonne aufgehen würde und sah sie dabei nicht ein mal direkt an. Dennoch bemerkte er ihr zögern, so als wollte sie etwas sagen. Doch sie blieb stumm, was wohl besser war, da Azazel ihr sonst bestimmt wieder eine sarkastische Erwiderung gegen den Kopf warf.
      Dann wurden auch Kadira wach und wenige Augenblicke später, rührte sich auch Ana.
      "Guten Morgen." wünschte die Mutter der kleinen Gruppe und steckte sich etwas im Sitzen. "Möchte jemand Tee?" erkundigte sie sich bei den anderen und ging auch schon zur Feuerstelle, dessen Glut sie nutzte, um ein kleines Feuer wieder zu entfachen und einen Topf mit Wasser darauf zu kochen.
      "Danke, dass du die Nacht über uns gewacht hast, Dämon. Aber sag, willst du uns nicht deinen Namen nennen. Ich fühle mich nicht wohl dabei, dich nur Dämon zu nennen." sprach Ana den Weißhaarigen vorsichtig aber auch sanft an. "Später vielleicht." zuckte er nur mit den Schultern als Antwort und erhob sich auch schon und schnappte dich Fell und Decke. "Ich lege mich jetzt in den Wagen. Zu Essen brauche ich nichts." meinte er dann zu den dreien und zog sich auch sofort von ihnen wieder zurück.
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    • Kadira sah zu, wie das Feuer neu entfacht wurde. Er nickte Ana zu, ein Tee wäre jetzt doch genau das richtige. " Ich nehme Einen " sagte er daher auch und verfolgte kurz darauf mit seinem Blick. Der Dämon kam Johanna entgegen, die gerade alles auf den Karren geladen hatte. " Ihr solltet eine Kleinigkeit essen " sprach sie nur knapp und überließ den Dämonen dann sich selbst. Je weniger sie mit ihm sprach, umso weniger konnte sie provoziert werden. Die Kämpferin setzte sich an das Feuer in die Runde " Ich würde auch einen Tee nehmen " sagte sie und beobachtete argwöhnisch das Kind.
      Es wurde ausreichend Wasser aufgekocht und mit einer Pflanzenmischung versehen, diese durfte ordentlich durchziehen und dann gab es auch schon den Tee. " Wie lange hält dieser Zauber?" fragte Johanna nach einem Moment der Ruhe und war wieder fixiert auf die Tochter von Ana. Kadira grinste nur leicht und trank den Tee ohne es zu kommentieren. " Ich möchte mich entschuldigen. Sie ist euch sehr wichtig und mir macht das Unbekannte etwas Angst " sagte die Frau und trank nun ebenfalls ihren Tee, ansonsten hätte sie nur weitergeredet und diese Entschuldigung, durch Erklärungen und Rechtfertigungen zur Nichte gemacht. " Wenn wir Glück haben erreichen wir gen Abend mein Versteck, danach wird es nicht mehr lange dauern und wir können getrennte Wege laufen " sagte Kadira.
    • Anscheinend wollten Johanna und auch Kadira jeweils einen Tee und so mischte Ana ein paar Kräuter zusammen, die vitalisierend wirken und körpereigenen Kräfte unterstützen. Eigentlich würde ihr Minya bei der Vorbereitung helfen, doch sie bemerkte die noch immer argwöhnischen Blicke der beiden und so sprach sie das Kind an, einfach zu warten. Sobald der Tee in der Kanne lange genug gezogen hatte, wurde jedem eine Tasse eingeschenkt und konnte sich an dem wärmenden Getränk erfreuen.
      Ana saß neben ihrer Tochter, als dann die Ritterin sich entschuldigte und sich nach dem Zauber erkundete, der dafür sorgte, dass es dieses Zombiekind gab. "Der Zauber wehrt, solange ich lebe." antwortete sie auf die Frage und lächelte Johanna sanft an. "Ist schon gut. Du bist nicht die einzige, die sich von Minya verunsichern lässt. Aber ich verspreche, sie tut niemand etwas und kann auch eine große Hilfe sein." versprach sie ihr und auch somit der Gruppe. Und als wollte das Mädchen dies beweisen, reichte sie ihrer Mutter einen der Vorratssäcke, aus dem die Hexe etwas Brot, Käse und Wurst hervorholte. Auch sie sollten alles etwas essen. Ihr war auch aufgefallen, dass alles schon angebrochen wurde, also musste sich der Dämon in der Nacht schon bedient haben.
      Sie verteilte an jeden eine gerechte Portion und legte den Rest wieder in den Sack. Eine weiteres, wieso sich niemand um Minya Sorgen machen musste war, dass sie nichts aß oder trank. Also nahm sie in der Hinsicht auch niemanden etwas weg.
      "Ich muss ehrlich sagen, ich bezweifle etwas, dass du so einen mächtigen Zauber kennst, der den Fluch eines Gottes aufheben kann." wandte sie sich an Kadira und sah in ernst und durchdringend an. "Um was für einen Zauber soll es sich dabei halten? Ich möchte ungern bei einem halbherzigen Versuch in die Luft fliegen oder mich gar in ein Tier oder in eine Pflanze verwandeln." gab sie skeptisch von sich und wollte mehr über diese Magie wissen, von der der Schwarzhaarige sprach.
      In der zwischen Zeit lag Azazel dösend im Wagen. Er konnte nicht ganz abschalten oder gar schlafen, dafür misstraute er den Menschen immer noch viel zu sehr. So hörte er natürlich auch mit, was die drei so redeten und er stimmte der Nekromantin zu, auch er würde zuvor gerne wissen, was diese für ein Zauber ist, ehe man diesen an ihm anwendete.
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    • Kadira sah das Zombiekind interessiert an, sie brachte sogar ihrer Mutter etwas. Der Schwarzhaarige hatte auch schon eine perfekte Verwendung für das Kind. " Ich bin der festen Überzeugung, daß sie eine Bereicherung sein wird " sagte er und nahm den Tee nickend entgegen. Johanna war etwas erleichtert, dass die Mutter ihr verzeihte, betrachtete das Untotengeschöpf dennoch mit einem Hauch von Misstrauen, welchen sie auch nicht ablegen konnte, so sehr sie es auch versuchte.
      Johanna schlüpfte vorsichtig den heißen Tee und seufzte erleichtert, als sie das warme Prickeln an ihren Lippen spürte. Ihr Vater hatte stets einen kleinen Beutel mit Tee dabei gehabt, zwar sättigte dieses Gebräu nicht wirklich aber in besonders stressigen Zeiten half er etwas zu entspannen und das war in der Hitze der Schlacht sehr viel wert. Johanna zog dennoch argwöhnisch ihre Augenbraue hoch, als Ana die Worte des Schwarzhaarigen anzweifelte und erst jetzt kamen ihr auch Zweifel. Diese klapprige Figur hat bis jetzt noch nichts für die Gruppe geleistet und es war fragwürdig, ob er dies überhaupt konnte.
      " Ich verstehe eure Zweifel, ich wäre überrascht, wenn ihr meine Worte nicht anzweifeln würde. Für normale Sterbliche wie euch, ist das Konzept von wahrer Macht kaum greifbar. Ihr lebt nicht lang genug um zu verstehen " sprach er leicht abfällig, zumindest empfand Johanna dies so. " In meinem Versteck besitze ich ein Artefakt, welches Magie verstärkt. Dazu liegt meine magische Enzyklopädie in diesem Versteck. Ein Buch, das die mächtigsten Zauber bereithält. Dieses Buch ist verzaubert, sodass man sich dessen Inhalt nicht merken " erklärte er. " Nichts davon ist experimentell und wird auch keine Nebenwirkungen mit sich bringen " versicherte Kadira voller Überzeugung. Johanna sah zu Ana und schaute kurz zum Karren, wo der Dämon schlief. Es klang zu schön um Wahr zu sein und mit Johanna hatte Kadira recht, sie war zu kleingeistig um mächtige Magie zu begreifen. Es klang aber auch etwas suspekt, doch in eine Falle konnte Kadira die Gruppe schlecht locken, sonst wäre er ebenso erledigt wie der Rest. " Heute Abend würden wir das Versteck erreichen, richtig?" Kadira nickte daraufhin und trank seinen Tee.
    • Ana blickte Kadira misstrauisch an, als dieser meinte, ihre Tochter sei sogar eine Bereicherung. Sie traute diesem Mann nicht, vielleicht sogar weniger als dem Dämon und das musste schon etwas heißen. Johanna würde sie in dieser Gruppe am ehesten ihr Leben anvertrauen, doch um ehrlich zu sein, war diese Gemeinschaft noch lange nicht so weit, um einander zu vertrauen.
      Der alte Mann, der irgendwie auch einer Mumie glich, mit seien ganzen Bandagen, erklärte sich dann weiter und erzählte von einem Artefakt, dass er wohl besitzen sollte und auch ein Buch, mit vielen Zauberformeln. Das klang ja alles schön und gut, doch es warf bei der Hexe die Frage auf, wieso er die Dinge nicht bei sich hatte und wieso er so weit ab von seinem Versteck unterwegs war? Diese Gedanken sprach Ana aber nicht aus, sondern dachte sich einfach ihren Teil, damit hier nicht noch mehr Zwietracht gesät wurde. Daher entschied sie, ihm einfach ein paar Fragen zu stellen. "Aus welcher Ecke von Alvoran stammt ihr, Kadira? Und wieso seit ihr alleine unterwegs?" wollte sie von ihm zunächst wissen.
      Azazel, der dem Gespräch weiterhin lauschte, hatte auch Zweifel an dem Mann. Er war ihm sehr suspekt, vor allem ist ihm aufgefallen, dass manche Zeichen und Runen, die sich auf seinem Körper befanden, bekannt vorkommen. Er war sich nicht ganz sicher, doch manch Symbol erinnerte ihn an die Magie von Dämonen. Es was alte Magie, die selbst er nicht wirklich kannte. Doch er hat, nennen wir sie mal, Freude, die ihm dabei helfen könnten, diese Zeichen zu entziffern. Ihr Weg führte sogar in die Nähe von ihnen und ein kurzer Besuch würde bestimmt nicht schaden. Doch davon würde er den Menschen selbstverständlich nichts erzählen. Gerade diese Ritterin würde doch bestimmt versuchen, diese Freunde zu töten. Wobei Azazel den Versuch gerne sehen würde, da seine Bekannten noch viel mächtiger und auch älter sind als er.
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    • Kadira hatte wirklich dämonische Schriftzüge auf seinem Körper, aus Angst, man könne seine Zaubersprüche vernichten verewigte er eine große Auswahl auf seinem Körper. Auch Rituale und andere wichtige Dinge hatte er sich auf seinen Körper prägen lassen. Er sah Ana mit einem unheimlichen Lächeln an, welcher seinen Gesichtszügen geschuldet war und nickte, als hätte er ihre Frage verstanden. " Ich habe bislang noch niemanden getroffen, der mich versteht und so hielten meine Bündnisse nie sonderlich lange " erklärte er. Bei seiner Herkunft musste er einen Moment überlegen, so als wüsste er es selbst nicht so genau. " Aus dem Westen, aus der Akademie Baltamara. Nach meinem Studium habe ich angefangen Alvoran zu bereisen. " sagte er. Die Akademie Baltamara existiert allerdings schon seit Jahrhunderten nicht mehr und dort wo sie einst war, waren Ruinen und grausige Kreaturen haben sich dort eingenistet. Johanna konnte das nicht wissen, Allgemeinbildung war nicht ihre Stärke, doch jeder der in irgendeiner Form Berührungspunkte zur Magie hatte, hatte auch schon von dem Fall der Akademie gehört. " Kein Wunder, ihr beherrscht kaum starke Magie. Ich hörte, daß Magier ihr gesamtes Leben der Magie widmen müssen um mächtig zu werden " warf Johanna gedankenlos ein. Unter dem zerfallenen Körper steckte ein noch junger Mann, dachte Johanna und stempelte Kadira als gescheiterten Magierlehrling ab. Kadira machte sich nichts aus ihren Worten, ignorierte sie sogar und sah zu Ana. " Morgen früh wird jeder seiner eigenen Wege gehen können und meiner Meinung nach, sollte das alles sein, was uns interessieren sollte " sprach Kadira überzeugt und nahm Johanna dann doch zur Kenntnis. " Geben wir uns also nicht zu viel Mühe um Freunde zu werden " damit raffte Kadira sich auf und schüttete den verbleibenden Schluck des Tees ins Feuer und ging Richtung Karren zum "schlafenden" Azazel. Johanna sah Kadira nach und dann zu Ana " Glaubt ihr ihm? Ich kann seine Überzeugung heraushören, wenn er darüber spricht. " Fragte Johanna die Totenzauberin leise. Kadira sprach immer Monoton, außer wenn es über seinen Unterschlupf ging, dann konnte man einige Emotionen heraushören.
    • Das wunderte Ana wohl gar nicht, dass es keiner lang mit dieser wandelnden Mumie hier aushalten konnte. Und Kadira als eine Art Mumie zu bezeichnen war nicht mal fehl am Platz, als er ihnen erzählte, woher er stammt. "Aus Baltamara?" wiederholte die Hexe ungläubig, wobei der Mann das so überzeugt aussprach, dass es schwerfiel daran zu zweifeln. Doch Zweifel waren angebracht, denn diese magische Akademie bestand nicht mehr und das schon seit hunderten von Jahren. Das wusste Ana, denn sie hat für ihre neoromantischen Zauberkünste sehr viele alte Bücher und Schriftrollen gelesen und in diesen hatte sie von dem Untergang und Zerfall von Baltamara erfahren. Allgemein wussten das wohl alle Magier und Zauberer, doch da die Existenz dieser Schule schon so lange her ist, haben normal sterbliche dieses bestimmt schon vergessen.
      Sie ersparte es sich, Kadira zu fragen, in welchem Jahr er dort hatte angefangen zu studieren. Entweder, er wusste einfach viel und erzählte hier Lügenmärchen, weil er nichts von sich offenbaren will, oder er sagt die Wahrheit, was die Frage auf wirft, was für ein Wesen er ist. Menschen können nicht so alt werden. Dämonen, ja, doch er sieht nicht dämonisch aus und scheint auch nicht die Kräfte eines Dämons zuhaben. Außerdem vermutete sie, dass dann der Weißhaarige vielleicht anders zu Kadira war. Doch dem ist nicht so, wollte er mit keinem von ihnen etwas zu tun haben. Also was war der Schwarzhaarige dann. Vielleicht ist er auch ein Untoter? Doch das konnte auch nicht sein, ging von ihm nicht der typische Duft einer Leiche aus, so wie bei Minya. Sie duftete immer leicht süßlich, ohne den beißenden Gestank, da sie ja nicht am Verwesen war. "Dein Wort in Lodyus Ohren." meinte Ana dann nur dazu, als er meinte, sie würden morgen schon wieder getrennte Wege gehen. Er raffte sich dann auch auf und das tat sie ihm gleich und fing an ihre Schlafsachen zusammen zupacken. "Ich bin mir nicht sicher, Johanna. Aber unterschätze ihn nicht und bleibe auf der Hut." flüsterte sie der Ritterin zurück und brachte dann, mit ihr, alles zum Wagen.
      Azazel nahm wahr, wie das Hab und Gut auf den Karren gelegt wurde und machte sich seine eigenen Gedanken zu Kadira. Auch er hatte von Baltamara und seinem Untergang gehört, aber auch nicht mehr. Er ist noch jung für einen Dämon, gerade mal 30 Menschenjahre alt. Dank seines dämonischen Blutes wird er sein junges Aussehen auch nicht so schnell verlieren und auch um einiges älter werden als Menschen. Dafür müsste er nur eben überleben.
      Gerne würde Azazel Kadira auch glauben, doch noch zweifelte er an seinen Worten und schätze ihn mindestens genauso gewitzt und hinterlistig ein, wie er es selber war. Auf seinen angepriesenen Unterschlupf ist er auch gespannt und würde lachen, wenn sich dieser als eine weitere Ruine herausstellen würde.
      Er vernahm dann, dass es weiter ging, schien hier niemand die Zeit vergeuden zu wollen.
      "Vergessen ist wie eine Wunde. Es mag zwar verheilen, aber dabei wird es eine Narbe hinterlassen."
      Monkey D. Ruffy


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    • Johanna half Ana beim zusammenpacken "Wenn wir diesen Fluch los sind, müssen wir schnell Distanz zu den anderen gewinnen. Ich werde euch beschützen. " flüsterte die Kämpferin. Auch Kadira bekam eine helfende Hand, die er allerdings ablehnte, er hatte ohnehin nicht besonders viel. Die Kämpferin verwischte noch ihre Spuren, wie sie es von ihrem Vater gelernt hatte und gesellte sich dann wieder neben die Kutsche, um diese zu führen. " Setzt euch, dann sind wir schneller " rief der Schwarzhaarige, der sich bereits mit Ana und der Kleinen nach hinten gesetzt hatte. Es war deutlich zu hören wie aufgeregt der Schwarzhaarige war und er konnte auch sein Lächeln nicht mehr unterdrücken, ein Wunder das diese wandelnde Mumie noch alle Zähne im Mund hatte und das sie so gesund aussahen. Johanna willigte ein und kletterte auf den Kutschbock, sie griff sich die Zügel und führte so das Gefährt.
      Wie ein kleines Kind, Welches in einem Bilderbuch blätterte, durchwühlte Kadira die Seiten seines Zauberbuches, dabei war sein Grinsen mal breiter und mal schmaler. " Vielleicht sollte ich es jetzt lieber ansprechen " begann der Schwarzhaarige dann und räusperte sich, um auch die restlichen Ohren einzufangen und auf sich aufmerksam zu machen. " Der Preis für den Eintritt muss mit Schmerz bezahlt werden, doch können wir diesen, zu meiner Schande, jämmerlich gestaltetes Konstrukt, sehr leicht aushebeln " sprach Kadira und sah grinsend zu Ana, oder eher zu ihrem Kind. " Sie kann uns den Eingang öffnen und alles weitere übernehme ich. Keine Probleme, nur Lösungen " fügte der Schwarzhaarige während er nebenbei den Nagel seines kleinen Fingers abnagte. Johanna behielt alles für sich und schluckte ihre Worte, ihre Kritik und ihren Frust. Natürlich gab es einen Haken, doch wenn die Lösung so simpel war, sollte es sie nicht beunruhigen. Ob die Mutter dies zulassen würde, war eine andere Frage. " Ihr versprecht wirklich viel " warf Johanna dann doch etwas skeptisch ein. " Gibt es sonst noch Fallen von denen wir wissen sollten?" fragte sie und schaute kurz nach hinten zu den Passagieren. " Nicht wirklich. Meine Anwesenheit wird alle Fallen unverzüglich unschädlich machen " antwortete Kadira sofort.

      Diese Fahrt verging nicht so schnell, hier schien es so, als würde die Zeit gegen die Gruppe sein und sich ins endlose Strecken. Es half auch wenig, dass während der Fahrt selbst wenig gesprochen wurde, Azazel durfte sich daran vermutlich am meisten erfreuen.
      Selbst der Weg auf dem sie fuhren konnte eintöniger nicht sein. Die Wolken zogen langsam über ihnen hinweg und die Sonne bewegte sich nur sehr langsam. Es näherte sich auch wieder dem Ende des Tages, da sprang Kadira plötzlich auf, wie von der Wespe gestochen und zeigte in die Ferne. " Dort! Dort! Lenkt ein! Auf den schmalen Pfad! Los!!" trieb er Johanna an und wollte ihre beinahe schon die Zügel aus der Hand reißen. Sie kamen vom Pfad ab und fuhren auf eine sehr unebene Spur, dort kam der Karren auch nicht besonders weit und auch das Zugtier weigerte sich weiter zu laufen. " Argh! Nutzloses Tier " brummte Kadira und sprang von der Kutsche. Es war kein eleganter Sprung und danach torkelte er zwei Schritte, bevor er seine Balance wiederfand und hinter den Bäumen und Büschen verschwand. Weit kam Kadira allerdings nicht und das hörte man an seinem Fluchen. " Beeilt euch! Sputet euch! " rief er mit einer ganz besonders hellen und freudigen Stimme. Der Eingang zum Versteck von Kadira war ein vergessenes Denkmal, ein große Steintafel auf der man inzwischen nichts mehr lesen konnte. Von der Gesellschaft und der Zeit völlig vergessen und verwildert. Ein Stück des Denkmals konnte man allerdings herausnehmen, sodass sich eine kleine Fassung zeigte, gerade so groß, sodass ein Arm hineinpasste und auch tief genug, sodass dieser komplett in der Steintafel verschwinden konnte. Dies schien der Mechanismus zu sein, von dem der Schwarzhaarige während der Fahrt gesprochen hatte.
    • Die ganze Fahrt lang schien jeder seinen eigenen Gedanken nachhängen, ganz zur Freude Azazels, da dies bedeutete, dass alle still waren. Keine dämlichen Fragen, die er beantworten musste, oder langweilige Gespräch, die sein feines Gehör belästigten. Ihm gingen auch die Worte Kadiras durch den Kopf, als er von dem schmerzhaften Preis sprach. "Wenn er das Zombiekind opfern will, sollte er sich auf die Wut der Mutter gefasst machen." dachte er sich nur dabei. Gerne hätte er gesehen, wie Ana dem Mumienmann den gar aus machte, doch leider ist das ja wegen ihres dämlichen Fluches nicht möglich. "Außer er schafft es wirklich uns davon zu befreien, doch dann wird er erst recht büßen müssen, egal was er vorhat." ging es dem Dämon weiter durch den Kopf.
      Ana sah den Schwarzhaarigen misstrauisch an, als dieser wiederum ihre Tochter mit diesem unheimlichen Blick bedachte. Sie hatte dabei kein gutes Gefühl. Doch Kadira beschrieb nicht genauer, worum es denn genau gehen sollte. Wie war das mit dem Schmerz gemeint? "Ich lasse nicht zu, dass Minya etwas passiert!" erwiderte sie nur mit ernster Miene und legte schützend einen Arm um das Zombiekind.
      Kurz vor der Abenddämmerung wurde Kadira unruhig und sprang dann auch schon auf. Sie schienen seinen Unterschlupf erreicht zu haben oder waren zumindest in der Nähe.
      "Ich hätte nicht gedacht, dass er so lebendig sein kann." ertönte Azazels Stimme mit einem leichten sarkastischen Unterton und betrachtete den Schwarzhaarigen, der nun hektische bei der Ritterin stand und ihr fast schon auf den Schoß kletterte, weil er nun die Zügel übernehmen wollte. Ein verwitterter Trampelpfad war zu erkennen, dem sie inzwischen folgten, doch bald war das Dickicht zu sperrig und der Weg zu uneben, dass sie den Rest des Weges laufen mussten. "Zumindest steht der Wagen so abseits, dass ihn niemand entdecken wird." meinte Ana und folgte Kadira, der jetzt die Gruppe anführte. Dieser war ungeduldig und gar hellauf begeistert. Er zeigte in den nächsten Minuten mehr Freund und Emotionen, als in den letzten Stunden. Sie kamen dann vor einem verblassten Monument an, in Form einer Steintafel, dessen Zeichen man nicht mehr entziffern konnte. Diese verbarg eine Öffnung und Ana vermutete schon, was man von ihrer Tochter verlangen würde. "Was passiert, wenn man da seinen Arm hineinsteckt?" fragte sie sofort, denn sie konnte hier eins und eins sehr gut zusammen zählen. Sollte doch Kadira selbst seine Gliedmaßen dort hineinführen!
      "Vergessen ist wie eine Wunde. Es mag zwar verheilen, aber dabei wird es eine Narbe hinterlassen."
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    • Kadira schaute in die Öffnung, inzwischen zitterte sein ganzer Körper vor Freude und er wollte eigentlich keine weiteren lästigen Fragen beantworten. " Schmerz, sagte ich doch " sprach er knapp, als sich aber niemand rührte seufzte er und beruhigte sich ein wenig. " Im Inneren wird der Arm von einer Kette umwickelt und fixiert und danach folgen eine Handvoll Stiche, es ist ziemlich schmerzhaft " erklärte er und deutete auf das Mädchen. " Ihr Arm müsste gerade lang genug sein und Schmerzen spürt sie ohnehin nicht " sprach er und sah in die Runde " Ansonsten stecke ich meinen Arm hinein, aber das wird uns allen nichts bringen " sagte er und machte einen Schritt auf das Zombiekind zu, um sie an die Hand zu nehmen und zur Fassung zu führen. " Nicht!" Johanna stellte sich Kadira im Weg, mit einer Hand an Schwert an ihrer Hüfte. " Es liegt nicht an dir, oder an uns dies zu entscheiden " knurrte Johanna und sah zu Ana und ihrem Schatz.
      Auch die Kämpferin hatte sich Gedanken gemacht, sollte Kadira sie im Versteck wirklich von dem Fluch befreien, dann würde ein Gemetzel stattfinden. Azazel hatte mit ihr sicher noch ein Hühnchen zu rupfen und Kadira war in seiner Gänze unberechenbar. Der Schwarzhaarige war alles Andere als begeistert davon, er knirschte mit seinen Zähnen und wurde noch zittriger als ohnehin schon. Sein Blick fiel auf den Dämon, " Dämon! Wollt ihr nicht endlich auch frei sein? Und bestimmt könnt ihr riechen, dass sich hinter mir etwas Mächtiges verbirgt. Wir müssen nur dort hinein! " zischte er
    • So etwas in der Art, hatte sich Ana schon gedacht, doch dass Kadira dann auch noch so übergriffig wurde, da er Minya am Arm versuchte zu packen, machte sie Mutter doch sehr fassungslos. "Danke." sprach sie Johanna an, die sich schützend vor ihre Tochter stellte. Auch wenn die Ritterin bei dem Zombiekind Bedenken hatte, so blieb sie ehrenhaft. Die Hexe nahm dann auch die Kleine zu sich und warf dem Schwarzhaarigen böse Blicke zu.
      "Natürlich will ich frei sein, aber ich bin nicht wie du, der dafür ein unschuldiges Wesen opfern würde." gab Azazel schnauben von sich und legte all seine Verachtung in diese Worte. Von all den Anwesenden, war ihm das untote Kind immer noch am liebsten.
      "Wenn ihr schon in Erwägung zieht, einen leblosen Arm in dieses Loch zu stecken, kann es dann nicht ein falscher sein?" fragte der Dämon dann und sah zu der Ritterin, die gerade einen Teil ihrer Rüstung trug.
      Als Ana diese Idee hörte, sah sie dankend zu dem Dämon und dann wieder zu Kadira. "So müsste niemand zu Schaden kommen." pflichtete sie ihm bei. Der Weißhaarige tat so, als würde er die Menschen hassen, doch auch hatte sein Herz am rechten Fleck, sonst würde er doch nicht einem untoten Kind helfen? Davon war Ana überzeugt.
      Azazel wiederum war von Kadiras Art und Idee angewidert. Es bestärkte ihn nur in dem Glauben, dass Menschen alles tun würden, für ihren eigenen Profit, selbst Kinder würden sie opfern, auch wenn dieses tot ist und keine Schmerzen spüren konnte. Doch es ging um das Prinzip. Dieser Mann vergriff sich, ohne mit der Wimper zu zucken, an den kleinsten und schwächsten. Das kannte Azazel zur Genüge, wurde er früher nicht anders behandelt.
      Auf die Idee, die Menschen hier zu massakrieren, wenn es denn dieser Möchtegern-Zauberer, oder was auch immer Kadira darstellen sollte, schaffen sollte, wäre er erst gar nicht gekommen. Der Dämonen wäre einfach so schnell wie möglich mit seiner Schattenmagie abgehauen, um diese Leute weit hinter sich zu lassen. Aber so weit sind sie noch nicht, und irgendwie bezweifelte Azazel noch immer, dass der Schwarzhaarige wirklich so mächtig sein sollte.
      "Vergessen ist wie eine Wunde. Es mag zwar verheilen, aber dabei wird es eine Narbe hinterlassen."
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    • Kadira verstand nicht, warum plötzlich alle gegen ihn waren, selbst Azazel schien ein größeres Gewissen zu haben, als die schwarzhaarige Mumie. Zur Erleichterung der Gruppe hatte Azazel auch direkt eine anderen Lösungsvorschlag und der Schwarzhaarige schwieg nachdenklich. " Ich bin mir nicht sicher " nuschelte er. Selbst Johanna verstand schnell, was Azazel meinte und löste die Riemen an ihrem linken Handschuh, sie lockerte alles und würde so ganz einfach herausschlüpfen können, nachdem sie den Arm hineingesteckt hatte. " Ein Versuch ist es wert " sagte die Kämpferin und trat an die Öffnung heran. Sie sah kurz in die Gruppe und nickte ihnen zu, danach steckte sie den Arm hinein. Wie Kadira erklärt hatte, konnte sie sofort die Kette spüren, die sich fest um den Stahl wickelte und dann zog sie rasch ihren Arm heraus, bevor die Kette sich um den Unterarm legen konnte. Man konnte nicht viel sehen, allerdings war zu hören wie die Ketten sich knirschend um den Stahlhandschuh wickelten und dann waren die Bolzen zu hören, die die Handschuhe durchstießen und das sogar ziemlich häufig. Kadira hatte verschwiegen, dass dieser Vorgang einige Minuten dauerte und in dieser Zeit wurde immer wieder auf den Handschuh eingestochen. Erst als nichts mehr zu hören war, näherte sich Johanna der Öffnung und zog den völlig zerbeulten und durchlöcherten Handschuh wieder heraus. Die Einschläge der Bolzen waren ziemlich dick und es wäre zu vermuten, dass es den Arm der Kleinen komplett zerstückelt hätte. Tadelnd hielt Johanna dem Schwarzhaarigen ihren Handschuhe entgegen und sah entsetzt zur Zombietochter und zu Ana.
      Kadira war sich dennoch keiner Schuld bewusst und als ein Ruckeln zu spüren war, war seine Aufmerksamkeit auch gänzlich woanders. " Es hat funktioniert! " rief er begeistert und sehr langsam präsentierte sich eine Öffnung die einen dunklen Treppengang zeigte. Kadira sog den dreckigen, trockenen Duft der Gruft ein, die in die Welt hinausgeblasen wurde und stieg sofort die ersten Stufen hinab. " Kommt! Kommt!" rief er und rannte soweit die Treppen hinunter, wie es der Fluch erlaubte. Johanna ließ ihren Handschuh auf den Boden fallen und sah zu Azazel " Bildet ihr besser das Schlusslicht, in diesem schmalen Gang könnt ihr gewiss besser auf einen Hinterhalt reagieren" Dann sah sie zu Ana " und ihr Beide kommt zwischen uns, ich beschütze euch " sprach Johanna, deren Misstrauen gegenüber Kadira gerade ein ganz neues Hoch angenommen hatte.