Rent a Boyfriend! [Alea&RoyalMilkTea]

    Aufgrund einer größeren Serverwartung kann es aktuell zu vereinzelten Fehlern kommen. Meldet diese gerne unter: https://www.anime-rpg-city.de/index.php?board/7-fragen-ideen-und-probleme/

    • Joseé Sanchez

      „Mhmmm... nein Senora, ich kann keine Tapas mehr essen...“, murmelte der junge Mann im Schlaf, als er von dem Kochlöffel angestupst wurde und weigerte sich strickt, aufzuwachen, zog stattdessen die Decke höher und kuschelte sich mehr in diese hinein, offensichtlich fest entschlossen weiter zu schlafen.
      Er grummelte ein paar Mal genervt, doch nach ein paar weiteren Stupsern öffnete er letztendlich verschlafen die Augen und blinzelte ein paar Mal, bevor er sich aufsetzte und sich den Schlaf aus den Augen rieb.
      Schlaftrunken starrte er Delyla ein paar Momente lang an, ohne sie wirklich zu sehen, bevor er endlich realisierte, dass er nicht in seinem Bett, sondern auf einem mehr oder weniger fremden Sofa aufgewacht war und seine – hoffentlich – zukünftige Chefin vor ihm stand, gekleidet in nichts außer einem oversized T-Shirt.
      Joseé konnte nicht anders, als seinen Blick über ihre nackten Beine schweifen zu lassen, bevor er realisierte, was er da eigentlich tat und seinen Blick demonstrativ auf die Decke richtete.
      „Ah... guten Morgen?“, brach er die Stille mit einem nervösen Lächeln, unsicher an wie viel die Schwarzhaarige sich erinnerte. Ob sie wohl immer so in ihrer Wohnung herum lief, wenn sie einen Fremden bei sich schlafen ließ? Das konnte der Weißhaarige nicht so recht wissen, also ließ er seinen Blick dort, wo er war. An der Decke.

      Camille Grounden

      „Ja... ja, das war in Ordnung...“, murmelte die Weißhaarige angespannt, auch wenn sie sich eigentlich gar nicht so sicher war, ob das wirklich in Ordnung war. Immerhin hatten die beiden ihrer Tante gerade eine riesige Lüge aufgetischt und Camilles Gedanken rasten bereits auf der Suche nach einer Lösung wie sie da wieder heraus kam, umso erleichterter war sie, als Samuel ihr anbot das Cafe zu verlassen und stattdessen einen Spaziergang zu machen.
      Das klang hervorragend. Mit einem Mal fühlte sie sich in diesem Cafe so überhaupt nicht wohl, also folgte sie dem Braunhaarigen und bekam nicht einmal die Chance die Rechnung der Beiden zu begleichen. Sie war davon ausgegangen, dass das ihre Verpflichtung sein würde, immerhin war das ganze Unterfangen hier ein bezahltes Date. Oder gehörte das womöglich zum Dienst dazu?
      Wie auch immer, sie nahm sich vor das fürs erste nicht anzusprechen.
      Früher oder später würde sie sicherlich eine Rechnung erhalten.
      Mit einem nervösen Nicken bedankte sie sich, als Sam ihr auch noch die Tür offen hielt und im Gegensatz zu ihm traute sie sich nicht so recht sich zu ihrer Tante und ihren Freundinnen umzudrehen.
      Sie konnte das Kichern jedoch laut und deutlich hören, also nahm sie an, dass sie Sams Abschiedsgruß bemerkt hatten. Gott war das peinlich... wenn ihr das schon peinlich war, wie sollte sie dann mit einem echten Freund klar kommen?
      Für einige Momente ging sie einfach nur still neben Sam her, bemerkte nicht einmal, wohin sie eigentlich gingen, aber das war im Moment nicht so wichtig.
      „Tut mir Leid, ich... ich überlege mir etwas, wie ich das wieder in Ordnung bringen kann...“, unterbrach sie die Stille letztendlich mit einem Murmeln. Sie fühlte sich schuldig, ihn da rein gezogen zu haben. Und dann musste es auch ausgerechnet Tante Gertrude sein, die für ihren Gossip innerhalb der Familie bekannt war.
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    • Delyla Corsetti

      Der Weißhaarige wollte partout nicht aufwachen, also musste Delyla noch ein bisschen mehr mit ihrem Kochlöffel gegen seine Schulter stupsen, bis dieser sie schließlich mit einem verschlafenen Blick ansah und sich aufsetzte. Er realisierte wohl jetzt auch erst, wo er gerade war und starrte sie einen Moment lang an, bis er ihr einen guten Morgen wünschte und demonstrativ seien Blick zur Decke richtete. "Guten … Morgen?" wünschte die Schwarzhaarige mit einer eher fragenden Stimme zurück, die sich für einen Augeblick wunderte, wieso der Mann sie nicht ansah, bis Delyla selber klar wurde, in welchem Aufzug sie vor dem Fremden stand. Nein, so würde sie niemals in ihrer Wohnung herumlaufen, wenn sie einen Gast hatte. Vor allem einen unbekannten. Mit roten Wingen ließ sie den Holzlöffel einfach fallen und zog das T-Shirt noch etwas tiefer herunter, da sie drunter nur noch ihre Unterwäsche anhatte. "Ah … einen Moment!" stotterte sie verlegen und verschwand ganz schnell wieder in ihre Schlafzimmer. Dort suchte sie schnell eine Jogginghose heraus und während sie diese anzog, überlegte die junge Frau krampfhaft, wie der Mann nur hieß.
      "Juan? Nee. Aber es war etwas mit J. Joey? Nein, auch nicht. Joseé? Joseé!" Delyla war sich fast sicher und immer mehr und mehr Erinnerungen kamen wieder zurück.
      Oh mein Gott! Sie hatte sich richtig betrunken! Und die Joseé hätte, was Gott mit ihr anstellen können. Doch er hat nichts getan. Da war sie sich ganz sicher und irgendwie, machte das den Weißhaarigen schon sehr sympathisch.
      Jetzt endlich vollständig bekleidet, kehrte sie wieder in ihr Wohnzimmer, dabei immer noch die Tasse mit dem Kaffee in ihren Händen, an irgendetwas musste sie sich ja festhalten, war diese Situation schon etwas bizarr.
      "Joseé, nicht wahr? Willst du auch einen Kaffee?" fragte sie ihn ruhig und versuchte dabei herunterzuspielen, wie komisch das alles gerade doch war. "Ich bin Delyla, wobei, das weißt du bestimmt schon. Also, äh, kannst du mir vielleicht ein bisschen von gestern Abend erzählen? Ich hab da immer noch ein paar Erinnerungslücken." gestand sie ihm ehrlich und rieb siech dabei verlegen den Arm. Es muss ja einen Grund haben, wieso sie den Mann zu sich mit nachhause genommen hatte, was ihr aber gerade nicht einfallen wollte.

      Samuel Jackson

      Samuel war beruhigt, als die Weißhaarige zu ihm meinte, dass es schon okay gewesen sein, zu behaupten, er wäre ihr Date und irgendwie stimmt das ja auch.
      Der Weg zur Kasse bis hinaus aus dem Café war Camille sehr still und wirkte leicht bedrückt und auch etwas abwesend. Also übernahm, er die Führung und brachte seine Klientin in den Stadtpark, der ganz in der Nähe war. Auf dem Weg dort hin folgten sie einer kleinen Allee, gesäumt mit Kastanienbäumen. Da brach Camille auch schon das Schweigen und bei ihrer Entschuldigung musste der Schneider etwas schmunzeln. "Ach was, gar kein Problem. Du hast doch ein Date gebucht, also bekommst auch eins." zwinkerte er ihr zu, da er diese Situation nur halb so schlimm, oder gar nicht schlimm empfand. "Wenn deine Tante nächstes Mal fragt, kannst du ja einfach sagen, dass es mit uns doch nicht gepasst hat. Das sollte als Erklärung reichen, wenn sie nach mir fragen sollte." bot er seiner Klientin direkt an, die sich wohl mit der ganzen Situation überfordert fühlte. Zwar hatte Samuel gehofft, dass er von Camille öfters gebucht wird, da sie ja einfach nur etwas sicherer im Umgang mit einem Mann werden wollte, das vermutete er jedenfalls. Doch wenn es ihr zu viel ist, wollte er die Weißhaarige dahin auch nicht drängen. Das alles sollte ja vor allem ihr Spaß bereiten, da sie ja die zahlende Kundin ist.
      "Also, wenn du jetzt lieber nach Hause gehen möchtest, kann ich das nachvollziehen. Das ist auch gar kein Problem." sprach er sie darauf an, dass sie das Date hier auch gerne beenden konnten, wenn sie das wollte.
      "Vergessen ist wie eine Wunde. Es mag zwar verheilen, aber dabei wird es eine Narbe hinterlassen."
      Monkey D. Ruffy


      Quelle
    • Joseé Sanchez

      Das Lächeln des Weißhaarigen wurde etwas breiter, nahm einen noch nervöseren Unterton an, als ihm bewusst wurde, dass Delyla tatsächlich nicht so in ihrer Wohnung herum laufen würde, wenn sie einen Gast hatte. Verdammte Scheiße, erinnerte sie sich denn an gar nichts?
      Joseé war dankbar, dass sie nicht einfach die Polizei rief, oder noch schlimmer: den Kochlöffel nutzte um ihn erst mal zu verprügeln. Auf der anderen Seite musste er sich doch ein wenig Sorgen machen, dass sie das doch nicht tat... passierte ihr das öfter? Fremde Männer mit nach Hause zu bringen, nur um sich am nächsten Tag nicht mehr an diese zu erinnern?
      Sein Blick folgte der Schwarzhaarigen, als sie wieder im ersten Stock verschwand, wandte diesen aber sofort ab, als ihm bewusst wurde, dass dieser Anblick ziemlich riskant war. Vor allem wenn sie die Treppe in nichts außer einem T-Shirt nach oben rannte.
      Man war das peinlich... kurz überlegte der Weißhaarige, ob er ohne ein weiteres Wort zu sagen einfach gehen sollte, das erschien ihm dann aber doch nicht richtig und seine Eltern hatten ihn immerhin gut erzogen, also setzte er sich anständig aufs Sofa und wartete darauf, bis Delyla wieder zurück kehrte. Zu seinem Glück so gekleidet, dass er sie wieder ansehen konnte.
      „Ah... dann erinnerst du dich doch noch an mich? Ein Glück, ich dachte schon du würdest mich für sonst was schlimmes halten.“, seufzte der junge Mann erleichtert auf und fuhr sich daraufhin durchs Haar, als die Schwarzhaarige ihn beim Namen nannte, musste jedoch feststellen, dass sie sich wohl nicht an genug erinnerte, also tat sie ihm den Gefallen und lehnte sich zurück, um an den Fingern die Ereignisse des gestrigen Abends aufzuzählen.
      „Nun... wir haben uns gestern Abend in einer Bar getroffen, ein bisschen gequatscht, du hast mir einen Job angeboten... dann hab ich dich nach Hause gebracht, man konnte dich wirklich nicht mit gutem Gewissen alleine nach Hause torkeln lassen. Eigentlich wollte ich danach direkt gehen... aber du meintest du hättest keinen Zweitschlüssel und in dem Zustand konnte ich dich doch unmöglich mit offener Wohnungstür alleine lassen... also... nun, im Grunde hast du mir erlaubt zu bleiben.“, rieb er sich etwas verlegen den Hinterkopf und hoffte, dass seine Ausführungen reichen würden und vor allem, dass sie ihn nicht als gefährlich einstufen würde.
      Darauf konnte er wirklich verzichten.
      „Nun denn... wahrscheinlich sollte ich jetzt gehen. Sorry wegen der Umstände.“, erhob er sich dann vom Sofa und machte Anstalten die Wohnung zu verlassen.

      Camille Grounden

      „Mhmm... nun...“, gab die junge Frau etwas unsicher von sich und blickte von einer Seite zur anderen, während sie sich seinen Vorschlag durch den Kopf gingen ließ. Sie war sich nicht sicher, ob sie noch in der Lage für ein Date war, wollte sich diese Chance Erfahrung zu sammeln aber eigentlich auch nicht entgehen.
      „... wahrscheinlich hast du Recht.“, stimmte sie letztendlich mit einem tiefen Seufzen zu. Wahrscheinlich war es das Beste das Chaos wieder in Ordnung zu bringen, bevor ihre Tante auch nur die Chance hatte ihren Eltern irgendetwas zu verraten... aber wie genau sollte sie das überhaupt anstellen? Ihnen vorsichtshalber sagen, dass sie ebennicht auf einem Date war? Wie komisch würde das denn kommen? Außerdem würde das nur zu mehr Fragen führen und Camille war nun wirklich nicht bereit zu berichten, dass sie den Rent-A-Date-Service genutzt hatte.
      Wahrscheinlich war Samuels Idee wirklich die Beste: einfach sagen, dass es nicht funktioniert hat. Das würde schon werden!
      „Tut mir Leid, dass das alles so... komisch geworden ist. Und ähm... gebe ich dir das Trinkgeld gleich, oder geht das in der App...?“, erkundigte sie sich etwas unsicher. Sie mag zwar eine Technikexpertin sein, gleichzeitig war sie aber viel zu aufgewühlt gewesen um einen genaueren Blick auf die App zu werfen, nachdem sie das Date bereits gebucht hatte.
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    • Delyla Corsetti

      Schweigend hörte sie Joseé zu, als dieser ihr von dem gestrigen Abend erzählte. Dies zeigte ihr direkt auf, dass Delyla nie mehr wieder so tief ins Glas schauen sollte. Das hätte auch ganz anders ausgehen können und daran wollte sie lieber nicht denken. Sie sah dann den Weißhaarigen dann fast schon perplex an, als dieser sich dann vom Sofa erhob und meinte, er es wäre besser, wenn er gehen würde.
      "Wa- warte!" hielt die Schwarzhaarige ihn auf und wurde etwas rot um die Nase herum. "Ich denke eine Tasse Kaffee und ein gutes Frühstück, ist das mindeste, was ich dir als Dankeschön anbieten kann. Ich meine, nicht jeder hätte so verantwortungsvoll gehandelt." erklärte sie Joseé, dass sie sich irgendwie bei ihm bedanken wollte. "Außerdem hast du noch etwas von einem Jobangebot erzählt. Weißt du denn, worum es dabei geht?" wollte sie von ihm wissen. Vor allem, weil sie sich auch nur vage daran erinnern konnte, dass sie ihm den Vorschlag unterbreitet hatte, beim Rent a Date!-Service zu arbeiten.
      "Also … Kaffee?" fragte Delyla den jungen Mann und nickte zur Küche, wo noch die Kanne mit dem frisch aufgebrühten Getränk stand. Damit lief die Schwarzhaarige auch schon vor und legte den Kochlöffel schnell in der Spüle ab, ehe sie aus dem Küchenschrank eine weitere Tasse hervorholte und diese füllte. "Milch oder Zucker?" erkundigte sie sich bei Joseé, ob er noch etwas dazu brauchte. "Ich … ähm … habe Aufbackbrötchen und dementsprechend ein paar Aufstriche und etwas Wurst und Käse." zählte sie auf, was es zum Frühstück gab. Die Tasse ließ sie für ihn auf dem Tresen stehen und heizte schon mal den Ofen vor und holte die Packung mit den tiefgekühlten Brötchen aus dem Gefrierfach, damit diese etwas antauen konnten. Und während sich Delyla um das Essen kümmerte, konnte er ihr ja erzählen, was er denn über die Agentur wusste.

      Samuel Jackson

      Camille schien über seinen Vorschlag nachzudenken und stimmte diesem dann auch schließlich zu. Es ist doch auch gar nicht so abwiege, dass man nach dem ersten Kennenlernen feststellen muss, dass man doch nicht so gut zueinander passte. Und an Liebe auf den ersten Blick glaubte Samuel eh nicht.
      "Mach dir da gar keinen Kopf, das ist nicht das komischste, was mit bei so einem Date passiert ist." winkte der Brünette mit einem Schmunzeln auf den Lippen ab. Da gab es viel schlimmere Situationen, wie ein eifersüchtiger Ex-Partner, oder wenn die ehemalige Englischlehrerin plötzlich vor einem steht. Oh Mann, DAS war komisch! Sogar eher richtig unangenehm.
      "Trinkgeld? Du bist ja süß!" lachte Samuel auf, da er noch nie Trinkgeld von einer Klientin bekommen hatte. "Du musst mir kein Trinkgeld geben. Du hast doch für das Treffen bezahlt und die Agentur zahlt eigentlich ganz gut." wollte er Camille klarmachen, dass sie ihm nicht noch extra was geben musste. "Idiot! Das extra Geld könntest du gut gebrauchen!" meldeten sich dann seine Gedanken, die ihn an den Kredithai erinnerten. "Nein! Das mache ich nicht. Das wäre nicht richtig!" blieb Samuel standhaft, auch wenn er die zusätzliche Kohle eigentlich gut gebrauchen konnte.
      Der Brünette schüttelte leicht den Kopf, um diese Gedanken zu vertreiben und sah dann wieder zu seiner schüchternen Klientin. "Darf ich doch noch irgendwo hinbegleiten? Oder willst du lieber alleine los?" erkundigte er sich bei der Hellhaarigen.
      "Vergessen ist wie eine Wunde. Es mag zwar verheilen, aber dabei wird es eine Narbe hinterlassen."
      Monkey D. Ruffy


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    • Joseé Sanchez

      Der Spanier blinzelte etwas überrascht, als ihm angeboten wurde zu bleiben, zumindest für Kaffee und Frühstück und er fühlte sich ein bisschen, als würde er nach einem One-Night Stand darum gebeten werden noch etwas zu bleiben und... naja, gemeinsam zu Frühstücken.
      Gedanken, die er sich lieber sofort aus dem Kopf schlagen sollte, immerhin war das hier seine Chefin, auch wenn er sich nicht mehr so sicher war, ob das Jobangebot noch stand, vor allem als sie es selber erwähnte und sich wohl nicht so richtig erinnern konnte.
      „Naja...“, gab er etwas gedehnt von sich und folgte ihr in die Küche, um sich dann mit verschränkten Armen gegen die Küchenzeile zu lehnen und ihr dabei zuzusehen, wie sie ihm einen Kaffee einschenkte und seine Optionen zum Frühstück kund tat. Er konnte nicht anders, als zu schmunzeln.
      „Etwas Milch bitte, danke. Das ist ja ein richtiger Luxus hier, Wurst undKäse? Und Aufstriche auch noch?“, konnte er nicht anders als die peinliche Situation mit einem Witz aufzulockern, zumindest hoffte er sehr, dass das die Situation auflockerte.
      „Du hast gestern ganz schön viel über deine Arbeit geredet, dich hauptsächlich über diese eine Kollegin aufgeregt... äh... wie hieß sie noch einmal...?“, überlegte er kurz, gab es jedoch recht schnell auf, „Jedenfalls wollten wir sie in einen Pool schubsen, an so viel erinnere ich mich noch. Und du hast mir einen Job angeboten, als... Romeo war das? Bei diesem Rent-A-Date!-Service. Ich bin dir aber auch nicht böse, wenn das Angebot nicht mehr steht, du warst ja ziemlich betrunken gestern.“, grinste er amüsiert. Er hatte zwar auch etwas ins Glas geblickt, aber bei weitem nicht so tief.
      Mit einem dankbaren Nicken nahm er die Tasse Kaffee vom Tresen und nahm einen Schluck, der ihn sogleich aus dem Inneren heraus aufwärmte, während er Delyla dabei beobachtete wie sie den Kühlschrank nach essbarem durchsuchte.
      „Ich esse alles, wirklich. Soll ich bei irgendetwas helfen? Tisch decken vielleicht oder so?“, bot er an. Immerhin hatten ihn seine Eltern gut erzogen, wie er immer zu sagen pflegte.
      „Übrigens brauchst du mir dafür nicht zu danken, ist doch selbstverständlich so zu handeln. Das sollte nun wirklich nicht belohnt werden.“, fügte er hinzu und nippte ein weiteres Mal an seinem Kaffee.

      Camille Grounden

      „Ahhh... ähm... kein Trinkgeld...?“, gab sie etwas kleinlaut und ihre Wangen färbten sich sogleich rötlich, während ihr Blick peinlich berührt den Boden suchte, als Samuel über ihre Frage lachte. Sie wusste zwar, dass er es gar nicht böse meinte, sie glaubte es aus seiner Stimme heraus hören zu können, dennoch war es ihr peinlich Fragen zu stellen, die offenbar blöd waren.
      Sie war es gewohnt, dass jeglicher Dienst – ob nun Kellner oder Putzkraft – mit Trinkgeld belohnt wurde. Woher hätte sie auch wissen sollen, dass es dieses Konzept bei Rent-A-Date!nicht gab?
      „... wieso bist du so nett, wenn es doch kein Trinkgeld gibt...?“, murmelte sie unbewusst leise vor sich hin, als Samuel ihr auch noch anbot sie zu begleiten. Fast könnte sie denken, dass das ein echtes Date war... der Gedanke alleine machte sie unglaublich nervös.
      „N-nein, nicht nötig! Ich... ähm...“, konnte man ihr die Nervosität deutlich ansehen, besonders als sie begann mit ihren Fingern herumzuspielen und nach den richtigen Worten suchte.
      „... vielleicht... buche ich dich ja noch mal... wäre das okay...?“, war es ihr nur noch peinlicher diese Frage zu stellen, aber es war deutlich, dass sie diese Erfahrung brauchte, wenn sie irgendwann mal auf ein echtes Date gehen wollte, ohne vor Scham zu sterben... oder schlicht und einfach kein einziges Wort raus zu bringen.
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    • Delyla Cosetti

      "Man sagt doch, dass das Frühstück die wichtigste Mahlzeit am Tag ist und um ehrlich zu sein habe ich einen tierischen Hunger." begründete Delyla die doch recht große Auswahl. Am Wochenende gönnte sie sich gerne ein gemütliches und üppiges Frühstück, da sie unter der Woche eher selten dazu kam. Manchmal reichte es nur für einen Kaffee und auf der Arbeit konnte sie noch einen Joghurt essen, außer die blöde Kuh Lisa hatte ihn wieder weggegessen. Dabei schrieb Delyla sogar extra ihren Namen auf die Verpackung, doch das kümmerte die Blonde wohl nicht. Dumme Ziege!
      Und gerade als Delyla an ihren "Teufel" dachte, erwähnte Joseé auch diesen. "Lisa in einen Pool schubsen?" wiederholte die Schwarzhaarige schmunzelnd, da ihr diese Idee irgendwie gefiel und so langsam kam auch die Erinnerung an dieses Gespräch wieder zurück. Sie hatte sich wirklich über ihre fiese Kollegin ausgelassen, doch das löste in ihr kein schlechtes Gewissen aus. "Stimmt!" erinnerte sie sich auch an ihr Jobangebot an den Weißhaarigen. Und das kam nicht von ungefähr, weil er ja so freundlich und höflich war. Und nach dieser eher etwas bizarren Situation bestätigte sich dies ja nur noch mehr. Als Joseé auch noch die Bezeichnung "Romeo" erwähnte, war sich Delyla fast schon sicher, dass sie ihm wirklich eine Stelle angeboten hat. Dieser Begriff ist ein klares Indiz dafür. Vage konnte sie sich erinnern, dem jungen Mann beschrieben zu haben, was man als Romeo so machte. Aber das kann sie ja alles noch mal wiederholen, wenn sie Joseé den Vertrag vorlegte. Auch wenn sie gut angetrunken war, würde sie das Jobangebot nicht zurückziehen.
      Er zeigte Lyla auch gleich wieder, wieso sie ihm wohl den Vorschlag unterbreitet hatte. Der Weißhaarige schien sehr umgänglich, bescheiden und genügsam zu sein, gute Eigenschaften für einen Romeo.
      "Also wenn du schon so fragst … in dem Küchenschrank hier sind oben Teller und in der Schublade darunter findest du Besteck." nahm sie das Angebot gerne an, dass er den Küchentisch decken wollte. Sie selber brachte das Essen zum Tisch und auch die Kaffeekanne. Die Brötchen brauchten noch einen Augenblick.
      "Du scheinst eine aussterbende Art an Gentleman zu sein, Joseé." musste Delyla schmunzeln, als er erneut betonte, keinen Dank zu wollen. "Ich denke, es ist leider für ein paar Männer nicht mehr so selbstverständlich, aber es ist schön zu sehen, dass es noch ein paar vernünftige Kerle gibt." meinte sie dazu. "Nach dem Frühstück geb ich dir den Vertrag. Den kannst du dann ruhig mit zu dir nachhause nehmen und noch mal genau durchlesen. Und wenn du dann immer noch Interesse daran hast ein Romeo zu werden, kannst du dich bei mir melden." ließ sie ihn wissen, wie weiter vorgehen wollte. Da ertönte auch schon ein "Ping" von Backofen, der sie wissen ließ, dass nun endlich die Brötchen auch fertig waren. Mit einer Servierzange holte sie die heißen Teilchen aus dem Ofen und legte sie in einen Brotkorb, der dann auch gleich auf dem Tisch landete. Dazu legte sie noch ein Brotmesser, wobei man wohl noch einen Augenblick warten musste, da man die Brötchen noch heiß vor sich hin dampfen sah. "Dann lass es dir schmecken." lächelte Delyla ihren Gast freundlich an und legte sich schon Wurst und Käse auf ihren Teller.

      Samuel Jackson

      "Sorry! Ich wollte mich nicht über dich lustig machen." entschuldige sich Samuel sich sofort, als er sah, wie Camille doch beschämt zu Boden starrte. So sollte das ganz und gar nicht herüberkommen. "Du bist die erste Klientin, die mir so etwas geben will. Das hat mich überrascht und das ist auch wirklich lieb von dir." erklärte er ihr gleich.
      "Huh?" Die Frage überraschte den Brünetten doch etwas und kratzte sich dann verlegen am Hinterkopf. "So bin ich halt eben." lachte er selbstironisch über sich selbst. Darüber hatte Samuel nie nachgedacht, aber ist es eben seine Natur freundlich und fröhlich zu sein und das auch mit anderen zu teilen. "Ich möchte einfach, dass meine Klientinnen sich bei mir wohl und gut aufgehoben fühlen." verriet der Camille ehrlich. Sein Angebot machte die Weißhaarige auch gleich wieder sehr verlegen. "Natürlich ist das okay. Es würde mich sogar freuen, dir weiter behilflich dabei zu sein, etwas lockerer bei einem Date zu werden." lächelte der Schneider die junge Frau fast schon glücklich an. Glücklich darüber, dass ihr doch helfen kann und dass er so seine Schulden beim Kredithai schnell abbezahlen konnte. Wenn Mickey wegen des Geldes nicht mehr in seinem Nacken sitzt, würde Samuel ein riesiger Stein, ja fast schon ein Berg von seinem Herzen fallen. Vor diesem Mann hatte er schon Angst, hat er ein paar üble Gerüchte über den Kredithai gehört.
      "Soll ich mit dir dann warten? Wirst du abgeholt? Oder soll ich gehen. Ich fühle mich damit zwar nicht so wohl, aber wenn du doch damit besser fühlst, ist das total okay." fragte Samuel seine Klientin, wie sie ihr erste "Date" beenden sollten.
      "Vergessen ist wie eine Wunde. Es mag zwar verheilen, aber dabei wird es eine Narbe hinterlassen."
      Monkey D. Ruffy


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    • Joseé Sanchez

      „Mhm, da hast du nicht unrecht. Ich mag es auch etwas früher aufzustehen, damit ich mir etwas warmes zum Frühstück machen kann.“, fügte er hinzu und nahm einen weiteren Schluck von seinem Kaffee. Wäre das hier wirklich ein One-Night-Stand, hätte er Delyla auch mit einem warmen Frühstück überrascht. Aber natürlich war es keiner.
      „Ja, ja, genau! Lisa war der Name!“, erinnerte sich der Weißhaarige dann auch und grinste bei der Vorstellung die nervige Kollegin der Schwarzhaarigen in einen Pool zu schubsen. Moment mal... wenn er bei diesem Rent-A-Date-Service Zeug arbeitet, war diese Lisa dann nicht auch seine Vorgesetzte...? Daran wollte er ehrlich gesagt gar nicht denken.
      Mit einem Nicken stellte der Spanier seinen halb vollen Kaffee wieder auf dem Tresen ab, bevor er nach Besteck und Tellern griff und wie angeboten begann den Tisch zu decken.
      „Naja, was soll ich sagen? Meine Eltern haben mich nun einmal gut erzogen.“, erwiderte er mit einem Grinsen und einem Schulterzucken, als er als aussterbende Art an Gentleman bezeichnet wurde.
      „Gibt es bei diesem Dating Service nicht genug Gentleman? Oder wird da eher die Bad Boy Masche durchgezogen?“, war seinem Ton anzuhören, dass er scherzte, aber da er keine Ahnung davon hatte, würde es ihn auch nicht überraschen, wenn er versehentlich genau ins Schwarze getroffen hatte.
      „Mhm... klingt gut. Heißt das ich krieg deine Nummer? Oder wie soll ich mich dann melden?“, erkundigte sich der Weißhaarige, der seinen Kaffee wieder vom Tresen holte, nachdem er mit Tischdecken fertig war und sich gegenüber der Schwarzhaarigen setzte, um ein gemeinsames Frühstück zu genießen... so könnte er öfter einen Job bekommen.
      „Mhm, guten Appetit.“, nickte er ihr zu, bevor er sich ebenfalls ein Brötchen belegte.

      Camille Grounden

      „A-achso... okay...“, murmelte Camille und obwohl es ihr immer noch peinlich war, versuchte sie wieder vom Boden aufzublicken und zu lächeln, während sie sich den Nacken rieb.
      Als er dann auch noch auf ihre gemurmelte Frage antwortete, die sie eigentlich gar nicht hatte laut aussprechen wollen, wurde sie wieder ein Stückchen röter im Gesicht und wandte ihren Blick von ihm ab. Es war ihr in diesem Moment einfach viel zu peinlich ihn anzusehen.
      „Mhm, ist schon okay. Es reicht, wenn wir uns hier trennen... dann... dann sehen wir uns wohl wieder.“, lächelte sie etwas schüchtern, unschlüssig wie sie aus dieser Situation kommen konnte, ohne, dass es peinlich für sie wäre.
      Sie würde wohl noch üben müssen sich von Dates auch wieder zu verabschieden.
      „Also dann... ähm... schönen Tag noch!“, wünschte sie ihm etwas unbeholfen und hob die Hand zum Abschied, während sie sich umdrehte und ihre Wege ging.
      Erst, als sie sich ein Stück weit von Sam entfernt hatte und sich sicher war, dass er sie nicht mehr sehen konnte, hatte sie das Gefühl wieder besser durchatmen zu können und fächerte sich gar Luft zu. Vor Peinlichkeit war ihr ganz warm geworden und sie fühlte sich überaus erleichtert, als sie von ihrem persönlichen Chaffeuer abgeholt wurde und sich einfach ins Auto setzten konnte.
      Nicht, weil das Date irgendwie komisch oder unangenehm gewesen war – naja, abgesehen vom Treffen mit ihrer Tante und dem peinlichen Abschied – sondern schlicht und einfach, weil sie es nicht gewohnt war. Sie hatte so viel darüber nachdenken müssen, was richtig und was falsch war, wie sie sich verhalten sollte, was sie sagen sollte, ob ihr Gegenüber sie nicht als komisch, oder zu still, oder sonst etwas in der Art hielt, dass dieses ganze Denken sie einfach erschöpft hatte.
      Camille wollte nur noch nach Hause und den Rest des Tages mit einem guten Buch abklingen lassen und morgen... morgen würde sie dann darüber nachdenken, wie es weiter gehen soll.
      Sie zweifelte keine Sekunde daran, dass sie mehr dieser Übungs Dates brauchte... vielleicht sollte sie Sam fragen, ob sie ihm Fragen stellen konnte? Um ein Review des heutigen Dates bitten?
      … aber zuerst würde sie mal bei ihren Freundinnen nachfragen, ob das nicht zu komisch kommen würde.
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    • Delyla Cosetti

      "Du bekommst, wenn überhaupt meine Geschäftsnummer." klärte Delyla ihren Gast so gleich auf und aß nebenbei von ihrem belegten Brötchen. Natürliche würde Joseé nicht ihre private Handynummer bekommen. Das hier ist hier ja kein Date, sondern was rein geschäftliches. Auch wenn sie gerade bei ihr zu Hause am Küchentisch saßen und sie dabei nur ihren Pyjama anhatte. So ganz professionell wirkte das dann doch nicht, musste sich die Schwarzhaarige eingestehen. "Hoffentlich erfährt davon Lisa nichts." dachte sie sich nur dabei, denn das würde ihrer Kollegin wieder eine Gelegenheit geben, sie schlecht dastehen zu lassen.
      "Die Romeos sind alle Gentleman. Darauf nehmen wir besonders acht. Wir wollen ja unseren Kundinnen ein schönes Erlebnis bieten." erwiderte sie sofort. "Ich selber buche keine Romeos, daher treffe ich wohl auch eher auf die Bad-Boys." meinte sie dazu schmunzelnd und nahm das ein bisschen mit Selbstironie hin. Aber ihr Service war ja keine Datingwebseite oder so, sondern dass einsame Menschen nicht mehr so alleine sind, oder Personen mit Sozialphobien lernen können, besser damit umzugehen.
      "Ich geb dir meine Visitenkarte und dann kommst du bei unserer Agentur vorbei und wir besprechen das Thema professionell. Den Vertrag darfst du auch gleich mitnehmen. Darin ist alles beschrieben, was dein Job ist und wie die Vergütung aussieht." erklärte Delyla, wie sie hier weiter vorgehen wollte. Sie konnte doch nicht hier bei sich zu Hause Joseé einfach einen Vertrag unterzeichnen lassen, den er selber noch nie durchgelesen hatte. So jemand ist sie nicht.
      Nachdem sie mit ihrem Brötchen fertig ist, entschuldigte sich die Schwarzhaarige für einen Moment und holte von oben den Vertrag. Dieser befand sich in einem Umschlag und mit einer Büroklammer hatte sie ihre Visitenkarte daran geklemmt. "Hier sind die Unterlagen für dich. Du kannst jederzeit bei mir in der Agentur vorbeikommen, oder mich auch anrufen, falls du zu diesem Stellenangebot Fragen hast." sprach sie den Weißhaarigen an und überreicht ihm den Umschlag. Länger wollte sie den Mann nicht aufhalten, hatte der bestimmt selbst noch einiges zu tun.

      Samuel Jackson

      Er konnte spüren und auch sehen, dass sich Camille dann doch etwas unwohl fühlte, also kam er ihr natürlich entgegen und verabschiedete sich mit einem strahlenden Lächeln auf den Lippen und einem Wink seiner Hand.
      Die junge Dame tat Samuel fast schon ein bisschen Leid, so unbeholfen wie sie zum Teil auftrat. Bestimmt war es für jemanden wie sie auch schwer, einfach so Freude zu finden. Er konnte sich vorstellen, dass wenn sie Freunde hatte, es mehr in der digitalen Welt war. Eine Welt, in der er sich selber nicht so viel bewegte. Da fiel dem Schneider ein, vielleicht könnte er Camille fragen, ihm zu helfen eine Webseite für sein Geschäft anzulegen. Es wäre ein Thema, mit dem sie sich wohlfühlte und er würde auch was Brauchbares lernen. Diese Idee merkte er sich und schlenderte langsam nach Hause.

      Martha.jpg"Ich bin wieder da, Mom!" rief der Schneider, als er die Türe zu seinem zu Hause aufschloss. Er hörte im Wohnzimmer den Fernseher laufen, also führte sein erster Weg dort hin. Dort saß dann seine Mutter auf dem Sofa, schaute ihre Sitcoms und nähte dabei etwas von Hand. Beim genaueren Hinsehen erkannte Samuel, dass sie seine durchlaufenen Socken stopfte. "Hey Mom, das brauchst du doch nicht zu machen." trat er zu ihr heran und gab der älteren Dame einen Kuss auf das Haupt. "Ich weiß, aber ich mache es gerne und dann brauchst du dir auch nicht extra neue zu kaufen. Sieht doch eh keiner." winkte sie nur mit einem Schmunzeln ab und widmete sich dann wieder den Löchern im Strumpf. "Da ist ein Brief für dich gekommen. Er liegt auf dem Esstisch." ließ sie ihren Sohn noch wissen, der auch gleich nachschauen ging. Wie beschrieben fand er den Umschlag auf dem Küchentisch und beim bloßen Anblick bekam er ein komisches Gefühl. Vorsichtig nahm er den Brief an sich und öffnete das Kuvert. "Vergiss nicht, noch eine Woche und dann komme ich mein Geld holen. Wenn nicht, dann …" Es gab keinen Absender, doch die bedrohlichen Zeilen trugen eindeutig die Handschrift von Mickey dem Kredithai. Schwer schluckte der junge Mann und steckte den Brief hastig in seine Hosentasche. Seine Mutter wusste nichts von den Schulden, oder dass er bedroht wurde und das war auch besser so. Er würde das Geld schon noch rechtzeitig zusammen bekommen und dann war wieder alles gut.
      "Vergessen ist wie eine Wunde. Es mag zwar verheilen, aber dabei wird es eine Narbe hinterlassen."
      Monkey D. Ruffy


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    • Joseé Sanchez

      „Oh wie schade. Hast mich durchschaut.“, kommentierte er mit einem Grinsen, einem Augenzwinkern und einer Tonlage die deutlich machte, dass er nur scherzte. Zumindest hoffte er das sehr, er wollte nicht schon am ersten Tag... nein, vorseinem ersten Tag bei einem neuen Job seinen Boss anmachen. Nicht dass er sowas machen würde. Vielleicht mal vorsichtig nach einem Date fragen, wenn man sich verstanden... mehr aber auch nicht. Er wollte auf gar keinen Fall, dass man von ihm dachte, er hätte keinen Respekt für seinen Boss, nur weil sie eine Frau war.
      Von solchen Geschichten hatte er mehr als genug gehört.
      „... mh? Dabei sollte man denken, dass du einen Gentleman blind erkennst, wenn du immer von ihnen umgeben bist.“, gab er mit einem Grinsen zurück, bevor er einen Bissen von seinem Brötchen nahm, „Oder vielleicht ist die Bar einfach nicht der richtige Ort, um richtige Gentleman zu finden... wobei, da hast du ja mich gefunden.“, zwinkerte er ihr zu und genoss es, dass das Gespräch nicht so trocken war, obwohl das hier genauso gut darüber entscheiden konnte, ob er den Arbeitsvertrag überhaupt bekam oder nicht.
      Aber er war nie die Art von Mensch gewesen, der sich dazu zwang professionell aufzutreten, oder wie er es nannte: sich zu verstellen. Zugegeben, hatte ihn auch schon den ein oder anderen Job gekostet.
      Was nicht bedeutete, dass er nicht damit umgehen konnte, als es dann doch ums Eingemachte ging.
      „Mhm... klingt gut. Wie soll ich dich dann nennen? Boss? Miss... Delyla?“, runzelte der Weißhaarige die Stirn, als ihm auffiel, dass er ja nur ihren Vornamen kannte. Konnte er seine (zukünftige) Vorgesetzte mit Vornamen ansprechen?
      Nicht, dass er das nicht schon öfter gemacht hätte, aber es gab genug die darauf bestanden höflichst nur mit dem Nachnamen angesprochen zu werden. Fühlte sich für den Spanier zwar ziemlich distanziert an, aber selbstverständlich würde er es respektieren.
      Joseé nahm den Umschlag mit einem dankbaren Nicken an und warf einen flüchtigen Blick auf die Visitenkarte.
      Cosetti also... dachte er sich, bevor er den Umschlag auf den Tisch legte, sein Frühstück beendete und den letzten Schluck an Kaffee trank, bevor er sich mit einem Lächeln erhob.
      „Soll ich noch beim abräumen helfen, bevor ich gehe? Oder wäre das zu unprofessionell?“, erkundigte er sich, als ob diese ganze Situation nicht bereits ziemlich unprofessionell wäre.

      Camille Grouden

      … doch Camille bekam nicht die Chance den heutigen Tag erst mal ausklingen zu lassen und sich erst morgen Gedanken darüber zu machen, wie es weiter gehen sollte.
      Kaum war sie Zuhause angekommen, wurde sie auch schon vom Familienbutler begrüßt, mit einem Lächeln das ihr nicht besonders gefiel, als wüsste er etwas, was sie nicht wüsste. Doch egal wie fragend sie ihn anblickte, ließ er sich nicht erbarmen und teilte ihr nur mit, dass ihre Familie gerade zu Abend essen würde und fragte, ob sie mit Essen würde.
      Sie fragte sich, ob es nicht etwas früh für ein Abendessen war, warf diesen Gedanken dann jedoch über Board und nickte einfach.
      „... ist etwas passiert?“, hielt sie es dann jedoch doch nicht aus und erkundigte sich auf dem Weg zum Esszimmer.
      „Nicht doch. Alles ist wunderbar, Miss Grounden.“, war der Ton etwas fröhlicher, als Camille es erwartet hätte. Also gute Nachrichten?
      Noch immer grübelte die Platinblonde vor sich hin, als sie auch schon das Esszimmer erreichte und musste feststellen, dass auch ihre Eltern in bester Laune waren und.... Moment mal, was machte ihre Tante denn hier?! Wie konnte sie denn bitteschön vor ihr hier sein?! War Camille nicht zuerst gegangen?
      Ihr schwante übles, als sie sich setzte, doch wenigstens sie ließ man sie nicht mehr lange zappeln.
      „Gerta hat uns gerade von dem wunderbaren jungen Mann berichtet, mit dem du dich heute getroffen hast, Camille. Warum hast du mir nichts gesagt? Ich hätte dir bei der Kleiderwahl helfen können!“, zuckte die Weißhaarige bei den Worten ihrer Mutter kaum merklich zusammen und vermied es ihr in die Augen zu blicken. Auf gar keinen Fall hätte sie sie darum bitten können. Sie hätte sich unglaublich schlecht dabei gefühlt, immerhin war das kein richtiges Date gewesen.
      „Naja...“, erinnerte sie sich an Sam's Worte und dachte gerade darüber nach, wie sie verkünden sollte, dass es doch nicht gepasst hatte, als ihre Tante ihr auch schon die Luft aus den Segeln nahm.
      „Ihr hättet ihn sehen sollen, ein wahrer Gentleman! Man konnte Camille ansehen, wie furchtbar nervös sie war und trotzdem war er so unglaublich nett und zuvorkommend... solche Männer gibt es wirklich nicht mehr oft. Er dachte sogar, ich wäre ihre Cousine und nicht ihre Tante! Was für ein Charmeur! Wann hat er nochmal gesagt wollte er sich deinen Eltern vorstellen, Camille?“, lächelte Getrude sie fast schon unschuldig an und die Weißhaarige musste sich kurzerhand auf die Unterlippe beißen. Hatte sie nicht versprochen es geheim zu halten?! Camille hätte sich zwar denken können, dass es nicht lange halten würde... aber wieso ausgerechnet jetzt schon?!
      „Oh, stimmt das? Läuft es wirklich schon so gut? Ich würde ihn nur zu gerne kennen lernen. Wie wärs mit einem Nachmittagsbrunch? Oder einer lockeren Partie Golf? Spielt er Golf, Camille? Nun, selbst wenn nicht, könnte ich es ihm ja beibringen.“, fügte ihr Vater hinzu und in diesem Moment wäre sie am liebsten in einem tiefen Loch versunken.
      „I... ich frag ihn mal...“, waren die Worte über ihre Lippen gekommen, bevor sie groß darüber nachdenken konnte und zwang sich zu einem Lächeln. Ihre Familie schien sich wirklich darüber zu freuen, dass sie scheinbar einen netten, jungen Mann gefunden hatte und Camille hatte nicht die Kraft diese Freude zu zerstören. Außerdem fiel ihr kein guter Grund ein, wieso es doch nicht gepasst haben könnte. Immerhin war Sam wirklich nett gewesen... und sie wollte ihn nicht in einem schlechten Licht dastehen lassen.
      Im Nachhinein wusste aber auch sie, dass sie das nicht hätte sagen sollen.
      „Wunderbar!“, verkündete ihr Vater mit einem überaus zufriedenen Gesichtsausdruck und auch der Rest des Abendessens ging es nur um Camilles Date. Hin und wieder erwähnte auch sie, wie überaus freundlich Sam gewesen war und würde erst später realisieren, dass sie es damit nur noch schwerer machen würde, sich von Sam zu „trennen“.

      Wahrscheinlich hätte sich Camille Zeit lassen sollen. Über die Situation, in die sie sich wohl oder übel hineingeritten hatte nachdenken sollen, verdammt, wahrscheinlich hätte sie ihre Freundinnen um Rat bitten sollen, doch war ihr all das viel zu peinlich und so... ohne groß darüber nachzudenken buchte sie ein weiteres Date mit Sam in drei Tagen. Wie sollte sie ihn nur darum bitten bei dieser Scharade mitzuspielen? Zumindest bis sie den Mut dazu hatte ihre Eltern zu enttäuschen?
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    • Delyla Cosetti

      Delyla konnte nicht anders, als bei der frechen Antwort von dem Weißhaarigen, doch leise zu schmunzeln und gar ein bisschen zu glucksen. Joseé ist wohl ein kleiner Spaßvogel, was ihm bestimmt dabei helfen wird ein guter Romeo zu werden. Wenn man Frauen zum Lachen bringen konnte, fühlten sich diese schnell wohler.
      "Und ein Charmeur ist er auch." dachte sie sich, als er den Spruch brachte, dass sie ja einen Gentleman erkennen müsse, da sie ja angeblich immer von ihnen umgeben war. Tja, das stimmte aber so leider nicht. Die Romeos und auch Julias wurden von ihr nur angeworben und bekamen hier und da ein paar Tipps, ansonsten hatte sie mit den diesen Mitarbeitern dann doch eher weniger zu tun. Sie selber kümmerte sich eher um die Organisation, stellte eine Vorauswahl für die Kunden aus, mit der Unterstützung des Fragebogens, den jeder am Anfang ausfüllen musste. Bei den ersten Treffen war sie auch oft dabei, beobachtete alles aus der Ferne, ob auch wirklich alles zur Zufriedenheit des Klienten war. Ansonsten waren es dann eher Beschwerden und Kündigungen, die auf ihrem Schreibtisch landeten. Und natürlich die Gehaltschecks für die Romeos und Julias.
      "Tja, Ausnahmen bestätigen wohl dir Regel." erwiderte sie doch recht schlagfertig, auch mit einem leichten Schmunzel auf den Lippen.
      "Miss Cosetti, wenn wir in der Agentur sind oder sonst in irgendwelchen geschäftlichen Situationen stecken. Ansonsten kannst du bei Delyla bleiben." wies sie ihn an, wann er sie wie zu nennen hatte. Gerade vor Kunden will Delyla seriös auftreten und vor allem auch vor Lisa.
      "Nein, nein. Das ist nicht nötig. Ich habe dir schon genug Umstände bereitet und dich sogar mit einem Kochlöffel bedroht." winkte die Dunkelhaarige direkt ab, als Joseé sogar noch anbot, ihr dabei zu helfen, den Küchentisch aufzuräumen. "Zuvorkommend und hilfsbereit." notierte sie sich gedanklich, wenn sie später den Charakterbogen von dem Weißhaarigen erstellen würde, wenn er denn den Vertrag unterzeichnet. Delyla konnte sich gut vorstellen, dass er schnell gebucht wird, das Aussehen und den Charakter hat er jedenfalls dafür.
      Delyla trank dann auch nur noch ihren Kaffee aus und erhob sich dann, um ihren unverhofften Gast an die Türe zu begleiten. "Dennoch danke für dein Angebot. Ich möchte dich jetzt aber auch nicht weiter aufhalten. Bestimmt hast du selber noch etwas zu tun." meinte sie weiter und führte den Weißhaarigen an ihre Haustüre. "Hast du auch alles? Handy? Geldbeutel?" erkundigte sie sich bei ihm. "Ich hoffe, dass wir uns die Tage dann sehen. Und danke noch mal dafür, dass du auf mich aufgepasst hast." bedankte sie sich noch ein mal bei ihm, ehe es dann hieß, sich auf Wiedersehen zu sagen.

      Samuel Jackson

      Der Schneider lag schon im Bett und grübelte darüber nach, wie er sonst noch an Geld kommen konnte. Er überlegte, ob er vielleicht etwas verpfänden sollte, aber leider besaß er nicht wirklich etwas Wertvolles. Ohne zu zögern hätte er seinen Fernseher hergegeben oder ein Auto, doch ersteres war so alt, dass er kaum etwas wert war und zweiteres besaß er nicht ein mal.
      Man konnte sich also vorstellen, wie erleichtert er über die weitere Buchung von Camille war. Mit dieser und der am Tag darauf hatte er das Geld zusammen, noch bevor die Wochenfrist verstrich. Dann hatte das alles endlich ein Ende. Romeo zu spielen machte ihm auch irgendwie Spaß und vielleicht würde er hier und da noch mal zu einem Date gehen. Doch eigentlich will sich Samuel wieder auf das Schneidern konzentrieren.
      Er überließ es Camille, einen Treffpunkt zu wählen, so wie die Uhrzeit und als der Tag gekommen war, machte er sich auf zu seiner "Verabredung.
      "Vergessen ist wie eine Wunde. Es mag zwar verheilen, aber dabei wird es eine Narbe hinterlassen."
      Monkey D. Ruffy


      Quelle