He's all that [Ukizilla & Kiba]

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    • Meine Augen weiteten sich, als Ayaka ihren Kopf einfach an meine Brust lehnte. Ich hatte damit nicht gerechnet. Eher dass sie immer noch sauer auf mich war, die Hände in die Hüfte stemmen würde und mir sagte, dass ich endlich mal zur Vernunft kommen sollte. Dass ich total übertrieben hätte und sie auf meine Entschuldigung verzichten würde. Doch sie reagierte völlig anders und auch sie verwirrte mich. Auf einmal war mein Atem total flach und auf meinen Armen breitete sich eine Gänsehaut aus. Wieso zum Teufel kam sie auf die Idee, sich ausgerechnet an mich anzulehnen? Ich hob meine Arme, hatte den Drang, sie um ihren zierlichen Körper zu legen, doch stoppte ich kurz, bevor ich sie berührte. Ich wollte nicht, dass ich zu weich wirkte. Mir wurde immer was anderes beigebracht. Also steckte ich meine Hände in die Hosentaschen. Mein Herz fing an zu hämmern, also spielte ich die Situation runter.

      "Ach gibt's doch zu. Du stehst auf meine Bauchmuskeln und wolltest sie dir nur genauer ansehen, in der Hoffnung, sie anfassen zu dürfen.", scherzte ich deshalb und grinste frech. Nun schob ich sie mit meinen Händen doch von mir weg und sah sie an.

      "Dir braucht gar nichts leid zu tun. Woher du die Information auch hast, aber weh getan hat es nicht. Auch wenn es ganz schön laut geklatscht hat. Ich bin viel Schlimmeres gewohnt. Da war deine Backpfeife mit deinen Patschehändchen dagegen ein Schlag mit der Feder. Mach dir also keine Sorgen. Ich spüre schon gar nichts mehr. Wir sollten auch besser zurück gehen, sonst denken die anderen noch sonst was und haben wirre Bilder im Kopf. Anfassen darfst du später mal.", witzelte ich und grinste schelmisch.
    • Ich hatte zwar die Augen geschlossen, doch ich hörte mein Herz klopfen und das Blut rauschen in meinen Ohren und noch etwas: Daiki bewegte sich. Für einen Augenblick dachte ich, dass er mich wegscheiben würde, weil ich eine Grenze überschritten hatte, doch dies passierte nicht und einen kurzen Moment flackerte die Hoffnung auf, dass er mich umarmen würde. Doch auch hier Fehlanzeige, stattdessen wanderten seine Hände in seine Taschen und ich merkte, dass ich wohl auf Abstand gehen sollte. Wie peinlich von mir.
      Doch bei seinen Worten durchfuhr es mich wie ein Blitz und mein ganzes Gesicht wurde rot. Ich stand nicht mal auf durchtrainierte Kerle, ich stand nur auf ihn. Doch genau dann schob er mich auch schon weg. Ich wäre ja auch Abstand gegangen, aber nun war mein Gesicht so rot und ich war wütend auf ihn. So ein Idiot war er.
      „Dann weiß ich ja, dass ich boxen lernen sollte für das nächste Mal, damit es wehtut.“, meinte ich und versuchte meine Unsicherheit mit diesem frechen Schritt nach vorne zu überspielen. „Und ich will dich nicht anfassen. Nicht alle Mädchen schmelzen dahin, nur weil du Muskeln hast. Immerhin hast du dafür kein Hirn.“, meinte ich frech und streckte ihm die Zunge raus, damit er wusste, dass ich es nicht zu ernst meinte. Daraufhin drehte ich mich weg und ging langsam los, denn sicher hatte Tama schon ganz falsche Gedanken, wusste sie doch wie ich fühlte.
    • "Du und Boxen? Wenn ich dich wirklich Boxen sehe, fress ich nen Besen.", lachte ich,denn beim besten Willen konnte ich mir nicht vorstellen, wie Ayaka mit Boxhandschuhen auf einen drauf hämmerte.
      Ich konnte ihr ansehen, dass sie wohl immer noch wütend auf mich war. Ich seufzte leise. Ich hab echt Mist gebaut. Der Spruch von ihr machte es nochmal deutlich. Ich wusste nicht, wieso sie es immernoch war. Ich hatte mich entschuldigt. Hätte ich sie doch umarmen sollen? Hätte sie es sich gewünscht? Aber warum sagte sie es dann nicht? Ich kanns doch nicht riechen. Ich wusste es nicht. Ich war einfach verwirrt. Trotzdem konnte es nicht lassen, das letzte Wort zu haben.

      "Glaub mir, hast du sie einmal berührt, wirst du es immer wieder tun wollen.", sagte ich mit großem Ego und ging ihr dann hinterher. Doch ging mir ihr Gesichtsausdruck und dieser eine Moment einfach nicht aus dem Kopf. Ich beschleunigte meine Schritt und trat vor ihr, um ihr den Weg abzuschneiden und mich zu ihr runterzubeugen.

      "Ayaka? Wenn du genug Geld zusammen hast von Opa, wirst du dann wieder gehen? Du wirst mich dann wieder verlassen, hab ich Recht?", fragte ich leise und sah ihr in die Augen. Aus irgendeinen Grund machte es mich traurig. Damals als meine Mutter mich verließ, war ich auch traurig. Aber jetzt war sie mir egal, weil es sie eh nicht interessierte, was ich tat. Würde es bei Ayaka auch so werden? Vielleicht war es mir dann auch egal. Doch ein Teil von mir dachte da anders. Sie war so anders. Das machte das Ganze schwierig.
    • Ehrlich gesagt störte es mich sehr, dass er lachte, auch wenn wir beide wussten, dass er Recht hatte. Ich und Boxen klang so verrückt und doch dachte ein Teil von mir: Nun erst recht. Nur um ihn eines Besseren zu belehren. Vielleicht sollte ich es doch zumindest mal probieren, nur um zu sehen wie er dann dumm aus der Wäsche blicken würde.
      Doch es war seine nächste Aussage, die mich etwas auf kaltem Fuß erwischte, denn sie traf doch irgendwie ins Schwarze. Es lag natürlich dabei weniger an seinen Muskeln als daran, dass es eben er war. Wenn ich aber ehrlich mit mir selbst war, dann wusste ich nicht was ich gemacht hätte, wenn er mich umarmt hätte statt mich von sich zu schieben. Doch selbst wenn er auch etwas für mich empfinden würde, wovon ich nicht ausging, dann würde es immer noch so viele Hindernisse geben.
      Erst sein Handeln bremste meine Gedanken als er mir den Weg abschnitt und ich sah mit großen Augen zu ihm hoch. Seine Frage traf mich direkt ins Herz, denn es war als hätte er in meine Gedanken blicken können. Ich nickte zaghaft, doch auf halber Strecke entschied ich mich dann um und schüttelte den Kopf leicht. Es war keine so leichte Frage oder zumindest war die Antwort nicht leicht. „Wenn ich genug Geld habe oder er mich kündigt, dann habe ich kein Recht mehr bei euch zu bleiben, so ist der Vertrag. Aber es heißt nicht, dass ich dich verlasse. Wenn du dann magst, dann können wir in Kontakt bleiben und ich dich besuchen…“ Beinahe hätte ich gesagt, dass wir ja immerhin Freunde waren, doch so fühlte es sich nicht an. Ich verfluchte auf der einen Seite den Job angenommen zu haben und damit seinem Großvater verpflichtet zu sein, doch auf der anderen Seite: Ohne diesen Job hätte ich Daiki nicht richtig kennengelernt.
    • Als sie auf meine Frage hin erst nickte, war mein erster Gedanke, wie sehr sie mich hassen musste. Doch dann schien sie zu merken, was sie tat und schüttelte plötzlich den Kopf. Sie meinte, dass wir im Kontakt bleiben würden, wenn ich das wollte. Wie kamen Bilder meiner Mutter hoch. Sie sagte genau das Gleiche. Doch ich sah sie nur sehr selten. Denn sie hatte nicht wirklich Interesse gehabt, mich besuchen zu wollen.
      "Ja.... du kannst mich besuchen....", murmelte ich daher verstimmt und richtete mich auf. Ich war nicht sauer auf sie oder so. Sie wusste nichts davon. Aber eben wegen dieser Erfahrung wusste ich, dass sie mich nicht besuchen wird. Sie wird ihr Leben in ihrer Welt weiger führen und ich in meiner....
      "Lass uns gehen, bevor die anderen sich fragen, wo wir bleiben.", sagte ich leise und ging vor. Es war eh der letzte Abend. Morgenfrüh ging es wieder nach Hause, weil die Schule wieder anfing. Der Kurztrip war ziemlich chaotisch. Und Ayaka hatte ihn sicher bestimmt besser vorgestellt.... Ich musste zugeben, ich bin nicht unbedingt stolz drauf. Trotzdem haben wir viel voneinander kennengelernt. Und da war ja auch immer noch dieser Typ, der was von ihr wollte. Ich dachte grade an den Typen vom Strand zurück, der so schamlos die Mädchen vor meinen Augen angemacht hatte. Ob der Kerl, der was von Ayaka wollte auch so ein Draufgänger war? Kennenlernen musste ich den auf jedenfall. Wenn sie vielleicht doch was von ihm wollte, dann musste der definitiv erstmal meine Prüfung bestehen.
    • Als er die Bestätigung so merkwürdig murmelte, dass ich ihn besuchen durfte, da wusste ich, dass etwas nicht stimmte. Hatte ich das Falsche gesagt oder wollte er etwa nicht, dass ich ihn besuchen kam? Ich verstand ihn einfach nicht und ich wünschte mir einfach, dass er mehr mit mir sprach, aber scheinbar waren Jungs nun mal so.
      Vielleicht sollte ich deutlicher machen, dass ich ihn gerne weiterhin sehen würde und immerhin wusste ich auch nicht wie lange ich überhaupt bleiben würde, vielleicht ja noch sehr lange. Doch weiter als zu einem Gedanken kam ich nicht, denn da meinte er auch schon wieder, dass sie wohl lieber zurück sollten und es hörte sich fast so an als wäre er gerade nicht so gerne alleine mit mir.
      „okay, du hast echt Recht. Immerhin muss ich nachher auch noch packen, damit wir morgen pünktlich zurück kommen.“ Dann würde wieder der normale Alltag einziehen und ich hatte immerhin noch bald das Treffen mit meinen ganzen Freunden, denn in der neuen Schule hatte ich auch keine gefunden. Dann würde ich auch Kaito wiedersehen und wirklich mit ihm reden müssen. Daiki hatte ja Recht, dass es nur fair wäre ihm direkt einen Korb zu geben statt ihn hinzuhalten. Doch dies würde ich wohl lieber unter vier Augen machen.
      Ich hatte mich wieder in Bewegung gesetzt und da kam uns auch schon Tamaki entgegen. „Störe ich? Braucht ihr noch mehr Zeit?“, fragte sie und tat dabei so unschuldig, dabei wusste ich zu gut, dass sie mich nur wieder aufzog.
    • Wir gingen wieder zu den anderen und Tamaki kam, sobald sie uns im Blickfeld hatte, schon auf uns zugerannt. Ich konnte sie noch hören, wie sie fragte. Meine Wangen wurden leicht rot und ich sah zu, dass ich schnell weg kam, bevor mich jemand sah. Was war das bitteschön für ne Frage? Als ob wir rumgemacht hätten oder so. Der Gedanke war mir so peinlich, dass ich lieber zusah, dass wir die Sachen zusammen packten. Um Tetsuya kam ich leider nicht so schnell drum herum.
      "Daiki? Sag mir, dass du die Situation genutzt hast, um wieder alles ins Lot zu bringen?", fragte er neugierig und erschrocken zuckte ich zusammen. Wollte er das etwa noch lauter sagen? Die anderen brauchten das ja wohl nicht zu hören.
      "Ich weiß gar nicht, wovon du redest.", ich wich der Frage aus und tat so, als würde ich weiter einräumen, als Tetsu bloß die Hände in die Hüfte stemmte und mich mit einem vorwurfsvollen Blick ansah. Leider konnte er das auch nur zu gut und ich hasste ihn grad dafür, dass wir uns so gut kannten. Am liebsten hätte ich es, wenn er mich einfach in Ruhe ließ. Ich brummte unzufrieden und seufzte dann. Er wollte es wohl unbedingt wissen. Nur stolz war ich da nicht drauf.
      "Ich habs versaut. Ich kann sowas nicht. Ich bin nicht mal sicher, ob sie etwas von mir erwartet hat. Sie wird eh irgendwann gehen und dann seh ich sie nie wieder. Also ist das Ganze eh egal.", murmelte ich und packte nun alles zusammen. Es war eh schon spät und wir sollten auch bald Abendbrot essen. Tetsuya sah nur hilflos hinterher und rief dann die Mädchen zu sich.
      "Tamaki? Ayaka? Ich glaub, wir gehen. Kommt ihr?"
    • Manchmal könnte ich Tamaki erschlagen, auch wenn sie meine beste Freundin ist. Jetzt war definitiv einer dieser Momente, denn dieser Spruch lies es so falsch klingen was zwischen Daiki und mir passiert war und scheinbar fand er es auch nicht gut, da er so schnell ging und uns zurückließ.
      „Mensch, Tama.“, fuhr ich sie an und ihr Grinsen wurde nur noch breiter, weil sie sich wie immer keiner Schuld bewusst war.
      „Was denn? Du bist so verknall, dass sieht ein Blinder mit Krückstock. Wenn er da nicht drauf eingeht, dann macht er es langsam meiner Meinung nach mit Absicht, weil er nichts von dir will.“ Meine Augen weiteten sich. Was war, denn sie damit Recht hatte? Dann machte ich mich hier zum vollkommenen Idioten, indem ich ihm wie ein Hund hinterherlief.
      Mein Herz blieb einen Augenblick stehen und ich fasste mich an die Brust, weil es so schmerzte. Vielleicht hatte Tamaki Recht, immerhin hatte Daiki mir mehr als einmal gesagt was er von Mädchen hielt, die hinter ihm her waren. Doch wenn ich nur daran dachte ihm nicht mehr so nahe sein zu können, wenn sein Großvater mich rauswerfen sollte, und ihn jeden Tag zu sehen, dann wurde ich nur noch trauriger.
      Es war erst Testuyas Stimme, die mich aus den Gedanken holte und mich kurz den besorgen Blick von Tama treffen ließ. Scheinbar merkte sie, dass sie vielleicht zu viel gesagt hatte. „Ja, wir kommen.“, rief sie zurück, ehe sie mir sanft über den Arm streichelte. „Vielleicht irre ich mich ja auch, denn was weiß ein Dauersingle schon von so was.“, meinte sie und versuchte mich aufzuheitern, ehe wir zu den Jungs gingen. „Da sind wir.“, meinte sie und schnappte sich ihr Zeug, ehe sie sich ein Shirt überzog. „Du solltest auch was anziehen, Ayaka.“, meinte sie und hielt mir meine Sachen hin, die ich annahm. „Ja, danke.“ Ich mied mit Absicht in seine Richtung zu sehen, da ich sonst nur weinen müsste.
    • Als wir zusammen aufräumten, war die Stimmung irgendwie merkwürdig. Mal wieder.... Nichts, aber auch gar nichts lief an diesem Wochenende. So war das nichts geplant. Ich wollte mich nicht mit ihr streiten. Ich wollte, dass sie einen coolen ersten Urlaub erlebt, auch wenn es nur für ein Wochenende war. Ich wollte, dass sie meine coole Seite kennenlernte. Stattdessen zeigte ich ihr das Gegenteil. Sie musste mich dafür hassen. Sie hatte doch mit Sicherheit nur daher gesagt, dass sie mich besuchen würde, damit ich sie endlich in Ruhe ließ.

      Nachdem wir die Sachen zusammen gepackt haben, zog auch ich mir ein T-Shirt über den Kopf. Ich nahm die schweren Sachen, während ich die Leichten den Mädels gab. Allerdings fiel kein Wort mehr zwischen uns. Ich schielte zu Ayaka runter und kaute auf meiner Unterlippe herum. Sie sah traurig aus. Ich überlegte, wie ich sie trösten konnte, doch fiel mir überhaupt nichts ein. Wie tröstete man einen Menschen? Vielleicht, wenn ich...
      "Gib mir deine Sachen. Ich trag sie.", sagte ich und und nahm ihr einfach alles aus den Händen und ging dann so, dass ihr Gesicht nicht mehr in der Sonne, sondern angenehm im Schatten war. Ich konnte nur Taten sprechen lassen. Das war mir auf jedenfall angenehmer als die richtigen Worte zu finden. Denn Worte schienen ja schnell missverstanden zu werden.
      "Was essen wir denn zum Abendbrot? Wollt.... Ihr wieder woanders essen?"
    • Ich hatte mich so sehr auf den Urlaub gefreut, doch nun war ich auch teilweise froh, dass es morgen nach Hause ging. Ich hatte wirklich Spaß gehabt und die Zeit mit Daiki genossen, aber es hatte auch viel Chaos, Drama und Missverständnisse gegeben. Nun würde ich erstmal meine Gedanken sortieren müssen und dabei tat es sicher gut Zuhause zu sein, immerhin verbrachten wir da meistens nicht so viel Zeit. Doch kaum hatte ich dies gedacht wurde mein Herz nur noch schwerer. Stimmt, so viel Zeit hatten wir bis jetzt gar nicht zusammen verbracht und ich wünschte mir eigentlich mehr von seiner Nähe.
      Als mein Blick runter wanderte zu meinen Händen sah ich, dass ich ohne es zu bemerken meine Sachen gepackt hatte und wir loskonnten. Ich wollte eben meine Sachen nehmen als Daiki nach den schweren Dingen griff und schon im nächsten Moment alles nahm. Sofort machte mein Herz einen Satz. Immer wenn ich dachte, dass ich ihn mir aus dem Kopf schlagen sollte, dann war er wieder so lieb zu mir. Kurz war ich kurz davor etwas zu sagen, doch ich beschloss es einfach zu genießen und anzunehmen als ich ihm nun hinterher ging. „Danke, Daiki.“, meinte ich leise, ehe ich seine Frage vernahm. Stimmt, heute müssten wir auch noch was essen. Schnell machte ich einige Schritte und stellte mich vor ihn, um ihn anzusehen und lächelte. „Du darfst heute aussuchen, ob wir essen gehen oder nicht. Ich mach heute alles was du möchtest.“ Sicher war ich nicht die beste Köchin verglichen mit dem was er gewohnt war, aber ich würde für ihn alles versuchen, wenn er wollte. Aber auch ein Restaurant wäre okay, immerhin war er schon die letzten beiden Male nicht wirklich auf seine Kosten gekommen.
    • Ich hörte ein leises Danke hinter meinem Rücken und ich spürte, wie mir warm wurde. Ich drehte mein Gesicht von ihr weg, aus Angst, es könnte jemand sehen. Meine Ohren glühten nur so vor Hitze. Es war sicherlich einfach nur wärmer geworden, jetzt wo wir nach Hause gingen. Mein Herz klopfte. Wie konnte dieses eine Wörtchen, welchem ich meist keine Beachtung schenkte, so viel bewirken? Oder war es, wie sie meinen Namen aussprach? Ich war mir nicht sicher. Und ich hatte auch keine Zeit mehr darüber nachzudenken, denn sie tappste mit ihren kurzen Beinchen nach vorne und stellte sich mir grinsend in den Weg. Ich blinzelte verdutzt. Wie jetzt?
      "Du willst, dass ich entscheide?" Ich sah mich um. Alle anderen sahen mich fragend an. Ich sah zur Seite und kratzte mich dabei im Nacken, ehe ich mein Handy aus der Tasche holte und etwas tippte. Stumm hielt ich das Handy vor Ayakas Gesicht, welches das Rezept von Oyakodon zeigte. Einem Gericht mit Reis, gebratenem Hähnchen und Ei. Ich hatte das immer früher als Kind gerne gegessen, doch hielt ich bezüglich der Informationen meine Lippen geschlossen.
      "Würdest du das machen?", fragte ich dennoch. Denn ich konnte nicht kochen. Ich musste nie kochen. Deshalb hoffte ich dann doch ein bisschen, dass Ayaka das machen würde.
    • Ein kleines Schmunzeln schlich sich auf meine Lippen als ich seine Frage hörte. Auch wenn er immer so hart tat so waren es doch diese Kleinigkeiten wohl, die er nicht gewohnt war. Geld konnte eben auch nicht alles kaufen und ich versuchte ihm einfache Dinge zu geben, die ich ihm eben geben konnte. Neugierig schaute ich als er nun auf dem Handy herum tippte und erwartete schon, dass er sicher gleich mit einem Restaurant bei mir ankommen würde, doch was dann kam verwunderte mich. Kurz schaute ich neugierig und legte dann mit einem Lächeln den Kopf schief. "Aber natürlich mache ich das für dich. Liebend gerne sogar." Ich freute mich richtig was für ihn zu machen und ihm so vielleicht ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern. "Dann sollten wir aber noch einkaufen, damit wir auch die richtigen Sachen haben." Tamaki ging an ihnen vorbei. "Ich bin müde und geh zurück", meinte sie nur und hatte vor ihnen einfach mehr Zeit zu zweit zu geben.
      Fuck bein' good, I'm a bad bitch
      I'm sick of motherfuckers tryna tell me how to live
      (Megan Thee Stallion - Girls in the Hood)
    • Sie strahlte und lächelte. Und das nur, weil sie etwas für mich kochen konnte. Mir wurde warm ums Herz. Nicht nur das. Ich spürte plötzliche Hitze in meinem Gesicht. Schon wieder. Wurde ich krank? Ich wurde nie krank. Ich schluckte schwer und sah zur Seite, als sich Tamaki und auch Tetsuya der Meinung waren, sich aus dem Staub zumachen. Echt jetzt? Wollten dir uns hier allein lassen?! Aber nicht doch!
      Ich öffnete den Mund, um noch was zu sagen, doch da waren sie schon zu weit weg. Über die ganze Promenade brüllen wollte ich auch nicht.
      "Na dann.... gehen wir Einkaufen.", murmelte ich verlegen, nahm die Sachen und ging voran. Zum Glück mussten wir nicht viel einkaufen, womit wir auch nicht viel tragen mussten.
      Bei einem kleinen Tante-Emma-Laden um die Ecke gab es ein paar einfache Dinge zum Einkaufen. Er lag auf dem Weg zum Ferienhaus und so mussten wir keinen Umweg gehen.
      Dummerweise ging mir Ayakas Strahlen nicht mehr aus dem Kopf. Ein Poet würde jetzt sagen, da war ein strahlender Stern vom Himmel gefallen oder bei ihr ging immer Sonne auf oder so etwas ähnliches. Ich war weiß Gott kein Mensch für Gedichte oder so. Lassen wir es also lieber.
      Ich dachte wohl zu sehr darüber nach, dass ich nicht bemerkte, wie eine ältere, kleine Frau mich ansprach, bis ich von ihr ärgerlich mit dem Gehstock eins übergebraten bekam. Sie hatte wohl schon länger versucht, mein Gehirn zu erreichen.
      "Aua!", schrie ich auf, doch sie lächelte schon wieder lieb und unschuldig. Hinterhältige Hexe.
      "Junger Mann, wären Sie so lieb, mir doch bitte das Mehl aus dem oberen Regal zu reichen?", ächzte sie mit einer dünnen Stimme. Ich rieb mir die schmerzende Stelle, ehe ich ihr kurz brummend das gewünschte Mehl gab und mich danach bei ihr verbeugte. Wahrscheinlich war es ihr eh egal, weil sie es nicht kannte. Wir waren hier in Portugal. Da kannte man asiatische Manieren nicht. Trotzdem zog sie zufrieden von dannen.
      "Ähm... was brauchen wir noch?"
    • Etwas überrascht konnte ich Tamaki nur nachschauen, die es ganz sicher mit Absicht machte, und als Tetsuya ihr auch noch folgte, konnte ich nur noch ungläubig schauen. Was hatten diese beiden nur geplant? Ich seufzte tonlos und ging dann mit Daiki in den kleinen Laden. Meine Gedanken kreisten wild hin und her. Jetzt da ich dank Tamaki wusste, dass ich Gefühle für ihn hatte, da war es quasi unmöglich diese zu ignorieren und zu verdrängen. Seine ganze Präsenz war mir zu bewusst, wenn er nur neben mir ging, und ich warf ihm immer wieder verstohlene Blicke zu.
      Als wir nun den Laden betraten machte ich mich gleich auf die Suche nach den passenden Zutaten. Gerade wollte ich mich zu Daiki umdrehen und ihn etwas fragen als ich aus dem Augenwinkel sah was hier passierte und mir ein Kichern nicht verkneifen konnte. "Die war ganz schön energisch dir gegenüber." Kichert wieder und schüttelt den Kopf, eher um sich zu beruhigen. "Wir brauchen nur noch Eier... muss ich dich nun auch schlagen, damit du mir die holst." Sie grinst und hält noch immer den Korb mit den anderen Zutaten in der Hand.
      Fuck bein' good, I'm a bad bitch
      I'm sick of motherfuckers tryna tell me how to live
      (Megan Thee Stallion - Girls in the Hood)