He's all that [Ukizilla & Kiba]

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    • Ich gähnte herzhaft, immernoch nicht ganz wach, als ich Ayaka zu mir kommen sah. Wollte sie jetzt wieder rummotzen? Ich hoffte nicht. Sie wusste schließlich, dass ich nicht ins Wasser gehen würde. Auch wenn mir das schon peinlich genug war. Warum musste Tetsu das auch unbedingt rausposaunen? Ich hätte dem ganzen auch galant umgehen können.... naja, jetzt war es eh zu spät, um drüber nachzudenken.
      Zu meiner Überraschung kam Ayaka ziemlich friedlich zu mir und setzte sich mit auf die Decke.
      "Ich kann immer irgendwo schlafen. Wenn mir langweilig ist, penn ich einfach. Mach dir also nichts draus.", antwortete ich ihr und beobachtete, wie sie die Sonnencreme aus der Tasche holte. Sie wollte.... mich eincremen? Noch nie wollte mich jemand eincremen. Mal wieder rotgeworden sah ich zur Seite. Ich wollte nicht, dass sie sah, wie ich schwach wurde.
      "M-Meinetwegen. Wenn du das für richtig hälst.", antwortete ich und ließ es zu.
      "Hattet... ihr denn Spaß im Wasser? Es sah vorhin zumindest so aus. Ich will nur sagen, dass es kein Problem für mich ist, dass ich hier bleibe. Ich will eh nicht ins Wasser und bei der Wärme tut euch eine Abkühlung gut.", ich versuchte zu erklären, dass sie sich keine Sorgen machen sollte und nicht zu viel auf mich achten brauchte. Schließlich bin ich alt genug, als das jemand mein Kindermädchen spielen musste. Allerdings wusste ich nicht, ob sie es verstanden hatte. Schließlich kam bei ihr vieles anders an, als ich es meinte. Ich verstand die Frauen wirklich nicht....
    • Ich konnte noch immer nicht fassen, dass ich ihn wirklich gefragt hatte. Wieso hatte ich auch auf Tetsuya gehört? Ganz bestimmt würde Daiki mich mit einem doofen Spruch abweisen und wir würden uns im schlimmsten Fall wieder streiten. Doch da stimmte er zu und meine Augen weiteten sich vor Überraschung. Ich hatte wirklich nicht damit gerechnet, doch nun konnte ich keinen Rückzieher mehr machen. Mein Gesicht wurde heiß und rot, während mein Herz hämmerte.
      Schnell schnappte ich mir die Creme, damit er nicht dachte, ich würde einen Rückzieher machen, und machte mir eine kleine Menge auf die Hand. „Oh ja, wie hatten wirklich viel Spaß und Tetsu ist echt nett.“, meinte ich mit einem Lachen und überlegte, wo ich anfangen sollte, weshalb ich mich nun hinter ihn in den Schatten setze, und anfing seinen Rücken einzucremen. Auch wenn mein Herz wie wild klopfte versuchte ich mir nichts anmerken zu lassen. „Auch wenn ich natürlich deine Gründe verstehe, so ist es dennoch schade, dass du nicht bei uns sein kannst. Ich verbringe gerne Zeit mit dir.“ Kaum hatte ich dies gesagt, begriff ich was mir da rausgerutscht war und ich biss mir auf die Lippe. Zum Glück konnte er mein Gesicht nun nicht sehen, sonst würde er merken, wie sehr es rot glühte.
    • Es fing in mir an zu kribbeln, als Ayaka vom Wasser erzählte und dann auch noch dabei lachte. Wieder lachte. Es war jetzt das zweite Mal, dass sie in meiner Anwesenheit lachte und ich mochte es. Auch wenn ich es ihr niemals sagen würde.
      Plötzlich spürte ich die kühlende Sonnencreme, sowie die vom Wasser kalten Hände Ayakas auf meinem Rücken, wie sie jeden Zentimeter meiner Haut eincremte. Es fühlte sich irgendwie... merkwürdig an. Da ich nicht der Typ war, der zu sehr auf sein Äußeres achtete und deshalb auch auf zu viel Pflegeprodukte verzichtete, musste mich noch niemand eincremen. Ich tat es ja selbst nicht mal. Auch die Nähe war etwas.... gewöhnungsbedürftig. Aber ich wollte nicht wieder Streit anfangen. Also beließ ich es dabei und biss die Zähne zusammen. Doch.... was sie dann sagte, ließ meine bisherigen Gedanken komplett vergessen. Meine Augen weiteten sich und auf meinen Wangen erschien ein leichter Rotschimmer. Sie mochte die Zeit mit mir? Obwohl wir uns immer stritten? Wie konnte sowas denn sein? Ich... ich verstand das nicht. Aber ich wollte es gerne verstehen.
      "Du... vebringst gerne Zeit mit mir? Obwohl wir uns immer streiten und ständig verschiedene Meinungen haben?"
      Ich überlegte gerade, wann wir denn eine gute Zeit zusammen hatten. Sie hatte mir mein Sandwich gemacht. Und ich hatte ihr meinen Lieblingsplatz gezeigt.... Und irgendwie... vertraute ich ihr auch. Ich wusste nicht mal wieso.
    • Mir gingen so viele Sachen durch den Kopf, dass ich nicht mal genau wusste was ich da tat und all zu viel Augenmerk drauf legte ihn überall einzucremen. Die Nähe machte mich so verrückt, dass ich versuchte meinen Fokus auf etwas anderes zu legen, doch dies ließ meine Gedanken nur noch mehr wandern und auf dumme Ideen kommen und eben etwas so Peinliches sagen wie eben.
      Kurz überlegte ich einen Augenblick, ob ich es nicht zurücknehmen sollte, doch das füllte sich nicht richtig an, denn ich hatte nur die Wahrheit gesagt. Und so konnte ich nur mit pochendem Herzen warten was er nun antworten würde.
      Doch seine Antwort fiel so logisch aus, dass sich mein Herz zusammenzog. Es klang fast so als würde er nicht gerne mit mir Zeit verbringen und als hätte ich mich ihm aufgedrängt. Was tat ich hier eigentlich? Wir verbrachten doch nur Zeit miteinander, weil sein Großvater mich dafür bezahlte auf ihn acht zu geben.
      Ich zwang mich zu einem Lächeln. „Wir kennen uns eben noch nicht so gut und sicher wird es mit der Zeit besser. Außerdem ist es doch nicht schlimm anderer Meinung zu sein, oder? Aber ist schon gut, wenn es nur mir so geht.“ Ich biss mir auf die Unterlippe. Wieso hatte er auch mein Herz so in der Hand und merkte es nicht einmal. „Ich bin fertig. Den Rest schaffst du sicher schon selbst. Und trink bitte genug.“, meinte ich und hielt ihm die Tube Sonnencreme hin. Ich wollte jetzt gerne wieder weg von ihm, auch um ihn nicht wieder zu nerven.
    • Auf einmal ließ sie von mir ab und es hörte sich an, als ob sie wieder gehen würde. Warum denn das jetzt so plötzlich? Hatte ich was falsches gesagt? Ich konnte einfach keine Gespräche führen. Wieso hab ich nicht einfach Danke gesagt oder dass ich sie auch gern um mich hatte? Weil ich zu blöd war.... ich habe sowas nicht gelernt..... ich war immer auf mich allein gestellt. Das war nun das Ergebnis...
      Schnell griff ich in Richtung ihres Arms, doch stoppte kurz bevor ich sie erreichte. Ich wusste nicht wieso mein Körper so reagierte. Es war wie eine Wand, die nicht näher rankam. Aber irgendwie musste ich sie dazu bringen, hier zu bleiben.
      "I- Ich kann..... dich auch eincremen.", sagte ich schnell, als ich auf die Tube in meiner Hand sah. Fuck, was machte ich denn jetzt? Ich wollte nicht, dass sie wieder zu diesen Kerlen da ging, die kein Problem mit Wasser hatten, weil sie keine schlechte Erfahrungen gemacht hatten. Sie hatten kein Problem damit, dem Menschen, den sie gern hatten, zu sagen, dass sie seine Nähe wollten. Sie machten es einfach mit einer Leichtigkeit und dann war da Ayaka, die alles falsch verstand.
      Ich fuhr mir durch das dichte kurze Haar und sah nach unten.
      "Geh nicht weg.....bitte...", hauchte ich. Ich sah sie immernoch nicht an. Ich konnte einfach nicht. Der gleichgültige Blick, der mich seit der Kindheit verfolgte, machte mir Angst. Was, wenn den auch Ayaka in ihrem Gesicht hatte? Ich konnte nicht mehr den Typen mimen, dem alles egal war. Dazu kannte sie mich inzwischen zu gut. Deshalb konnte ich nur hoffen, dass sie so nicht zu mir sah.
    • Warum zur Hölle stellte ich mich so an? Ich hatte doch nicht allen Ernstes erwartet, dass er anders reagierte. Er hatte mir schon sehr früh gesagt war er von Mädchen hielt und ganz besonders von denen, die ihm nachliefen. Jetzt war ich auch eine von ihnen und ihm sicher lästig. Wieso hatte ich mich auch für die Ausnahme gehalten.
      Gerade als ich nun gehen wollte schien es als wollte er nach mir greifen um mich aufzuhalten. Mein Herz machte wieder einen Satz als er jedoch plötzlich stoppte. Wenn es so weiterging starb ich noch gleich an einem Herzinfarkt. Ob sich wohl alle Mädchen so fühlten. wenn sie verliebt waren?
      Als er mir nun anbot mich auch einzucremen konnte ich nicht mehr. Mein Blut rauschte so laut in meinen Ohren und mein Verstand verabschiedete sich. Jemand einzucremen war was anderes als die Hände seine Schwarms auf sich zu spüren. Ich wusste wie rot mein Gesicht war, aber langsam fühlte es sich an als würde ich ganz verbrennen, so warm war mir trotz Bikini.
      Ich wollte ja sagen, sofort, doch brachte ich noch keinen Ton raus als ich seine leise Bitte hörte. Endlich schaffte ich es ihn anzusehen und lächelte. "Ich gehe nirgendwohin solange du mich bei dir haben willst." Dies meinte ich auch so. Solange er wollte, dass ich bei ihm bleib würde ich es auch machen, denn dies reichte mir eigentlich schon, zumindest zur Zeit. "Und nun solltest du mich eincremen, sonst bekomme ich einen Sonnenbrand." Es war kein guter Themenwechseln und dieser würde nun wieder mich nervös machen, doch hatte ich einfach Angst ihn mit etwas sonst zu vergraulen.
    • Mein Herz klopfte. Beschämt sah ich zur Seite, meine Knie angewinkelt und meine Arme darauf Platz findend. Was war dieses Gefühl, was sich grad in mir breit machte? Sie sagte, sie würde nicht weggehen. Ich kam mir vor wie ein kleines Kind, was am Rockzipfel seiner Mutter hang. Und ich hasste es. Ich wollte sowas nicht. Aber ich wollte hier auch nicht wieder allein rumhängen, während die anderen Spaß im Wasser hatten. Mit anderen....
      Doch dann sprach sie das Eincremen an und mit geweiteten Augen sah ich nun in ihr lächelndes Gesicht. Mist... das... war doch nur daher gesagt, damit sie hier blieb. Ich wollte doch nicht wirklich.... Scheiße.
      "Äh ja. Klar.", murmelte ich und nahm die Sonnencreme wieder in die Hand. Ich quetschte etwas der weißen Masse aus der Tube in meine in meine Hände und setzte mich hinter Ayaka. Ich schluckte hart, ehe ich damit anfing, ihren Rücken einzucremen. Ich versuchte, den ganzen Rücken damit zu bedecken und meine Hände fingen automatisch damit an, massierend auf die Haut einzuwirken. In der Zeit, in der ich den zarten, schmalen Rücken eincremte, hatte ich genug Zeit, alles genauer zu betrachgen. Ihre Haut war hell und weich und ihre Haare, die sie zur Seite gestrichen hatte, gaben einen Blick auf den Nacken frei, der zwischen ein paar Strähnen hervor blitzte. Eine gewisse Röte breitete sich mal wieder aus und ich biss mir auf die Lippe. Wieso fühlte sich eigentlich alles bei Ayaka anders an als bei anderen Mädchen?
      Ein plötzliches Grummeln unterbrach die Stille und ich hielt meine Hand an meinen Bauch. Klar.... hab ja auch nicht wirklich gefrühstückt.
      "Sag, dass du das nicht gehört hast."
    • Wieso hatte ich nur nicht den Mund gehalten und ihn einfach gelassen? Wir hätten ja auch einfach ruhig beieinander sitzen können ohne, dass er mich eincremen musste. Doch nun hatte ich es gesagt und wenn ich jetzt doch gleich wieder einen Rückzieher machen würde, dann würde er sicher misstrauisch werden. Zu meinem Glück musste er dafür hinter mir sitzen und so bekam er hoffentlich nicht mit wie rot ich wurde. Ich wurde mir jeden Moment meiner Gefühle für ihn nur noch bewusster und damit wurde es nur noch seltsamer. Wenn ich es nicht bald unter Kontrolle bekommen würde, dann würde Daiki es sicher raus finden und nichts mehr mit mir zu tun haben wollen.
      Mein Herz klopfte noch stärker als ich nun meine Haare zur Seite strich damit er mich besser eincremen konnte und ich musste zu meiner Überraschung feststellen, dass er darin gut war. Geschickt bewegten sich seine Hände massierend über meinen Rücken und ohne eine Idee was ich sagen konnte schloss ich die Augen und genoss den Moment einfach. Um uns waren die anderen Menschen zu hören, die die Sonne und das Meer genossen, doch es war nun ein anderes Geräusch, dass mich aus meiner Entspannung riss und mich unweigerlich breit grinsen ließ. Er war ziemlich süß, auch wenn er dies sicher nicht hören wollte. Mit einem breiten Grinsen drehte ich mich nun zu ihm. „Also so taub bin ich nicht, dass ich diesen Bären nicht gehört habe.“ Nun verließ mich meine Beherrschung ganz und ich fing an zu lachen. „Wie kannst du nur solche Geräusche machen?“, zog ich ihn etwas auf.
    • "Ich hab halt nicht gefrühstückt.", murmelte ich.
      Etwas unsicher sah ich zu Ayaka rüber, die nun zu lachen anfing. Natürlich gönnte sie mir das nicht und ignorierte das einfach. Nein, sie musste mich auch noch aufziehen. Allerdings....
      Peinlich berührt färbten sich meine Wangen rot und ich sah zur Seite.
      "Aber... du siehst hübsch aus, wenn du lachst. Mach das ruhig öfter.", murmelte ich nochmals leise, ehe ich aufstand und zu unserer Kühltruhe ging, um mir dort was zu essen rauszuholen. Auch Tetsu und Ayakas Freundin, shit ich hab den Namen vergessen, kamen rüber. Vielleicht wollten sie auch endlich etwas essen. War mir ganz recht. So waren alle abgelenkt und ich konnte versuchen, meine Nerven zu beruhigen. Es waren sicherlich meine Nerven. Oder doch was anderes? Ich schüttelte meinen Kopf und beschäftigte mich weiter mit meinem Essen.
      "Hey ihr zwei. Ich wollte gerade vorschlagen, ob wir gemeinsam essen wollen. Aber wie ich sehe, hat Daiki schon.", lachte Tetsuya leise und öffnete die Kühltruhe.
      "Ayaka, willst du auch was?"
    • Noch vor kurzer Zeit wäre es für mich undenkbar gewesen, dass Daiki und ich uns so gut verstehen würden.
      Doch jetzt saßen wir hier, lachten und hatten Spaß. Es fühlte sich einfach gut an so mit ihm hier zu sitzen und am liebsten würde ich nicht mehr zurück nach Hause. Noch immer lachte ich etwas als ich seine Worte hörte und nun war ich es, die rot wurde. Er hatte mich hübsch genannt. Meine Wangen glühten und ich war mir nicht ganz sicher, ob ich mich nicht verhört hatte. "D-danke.", flüsterte ich kaum hörbar und hasste, dass es alles so kompliziert sein musste.
      Zum Glück kamen nun Tamaki und Tetsuya wieder und durchbrachen die Peinlichkeit, ebenso wie der Hunger von Daiki. Dieser körperliche Abstand, der nun wieder zwischen uns war, machte es leichter, dass ich ich entspannen konnte und durchatmen. Ich war zu sehr mit mir beschäftigt um Tamas besorgten Blick zu bemerken, der auf mir lag, ehe sie zur Kühlkiste mit unseren Sandwiches ging.
      Erst Tetsus Stimme ließ mich meinen Kopf heben und ihn ansehen. Noch immer lag eine leichte Röte auf meinen Wangen und ein verlegenes Lächeln umspielte meine Lippen. "Ja, er hatte immerhin kein Frühstück.", meinte ich als auch schon die Frage kam, ob ich auch was wollte. Ich ging schnell zur Kiste rüber und gesellte mich zu Daiki und Tama, die scheinbar auch schon Hunger hatte. "Ich kann wohl schon wieder was vertragen.", meinte ich und hielt mir etwas den Bauch. All die Aufregung machte es schwer genau zu wissen, ob man Hunger hatte, also griff ich mir einfach ein Sandwich und ging wieder auf meinen Platz auf unseren Handtüchern. Tama setzte sich bald schon neben mich. "Und? Hattet ihr Spaß?", fragte sie und sah dabei mit einem Lächeln in Daikis Richtung.
    • Nun fingen auch die anderen an zu essen und ich war froh, dass unser Thema hiermit beendet war. Ich wusste nicht, was mich da gerissen hatte. Wie immer war mein Mund schneller als mein Kopf und bevor ich drüber nachdenken konnte, ob es schlau war, das zu sagen, war es schon passiert. Aber ich gab zu, dass es stimmte. Wir lachten selten zusammen. Beziehungsweise lachte eher sie und nicht ich. Ich konnte mich ehrlich gesagt nicht daran erinnern, wann ich das letzte Mal wieder richtig gelacht habe. Aber wenn ich mir Ayaka vorstellte, wie sie lachte und strahlte.... irgendwie wurde es auf einmal viel viel wärmer hier am Strand. War die Sonne jetzt noch stärker geworden? Am liebsten würde ich mich mit einer kalten Dusche abkühlen. Aber das war jetzt hier überhaupt nicht möglich. Also blieb mir nichts anderes übrig, als es auszuhalten. Vielleicht sollte ich etwas kaltes Wasser trinken.
      Nachdem ich aufgegessen hatte, holte ich mir Wasser aus der Kiste, öffnete sie und gab einen Schluck in meine Hand, ehe ich sie sofort in mein Gesicht patschte. Es tat wirklich unglaublich gut. Dann führte ich die Öffnung an meinem Mund und trank fast die ganze Flasche aus.
      Als Tamaki jedoch fragte, ob wir Spaß zusammen hatten, verschluckte ich mich und versuchte das Wasser wieder aus meiner Luftröhre zu husten. Musste sie ausgerechnet so eine Frage stellen? Das hörte sich ja an, als hätten wir sonst was gemacht.
      "Wir haben uns eingecremt. Was soll daran bitte Spaß machen?", fragte ich brummig, schmiss die Flasche an die Seite und legte mich wieder auf die Decke, die Arme hinter meinen Kopf gekreuzt. Tetsu kicherte leise.
      "Daiki will nicht zugeben, dass es ihm gefallen hat.", flüsterte er.
      "Das hab ich gehört, Tetsuya!"
    • Das wir nun alle hier saßen und aßen half mir, dass sich mein Herz beruhigte. Egal wie sehr ich es wollte, Daiki würde sich sicher nicht in mich verlieben, immerhin konnte er quasi jede haben und würde da ganz sicher nicht ausgerechnet mich auswählen. Es schmerzte es sich einzugestehen und doch hoffte ich, dass es mir auch half ihn schnell abzuhaken.
      Für einige Zeit trat nun Schweigen ein, da wir alle aßen und mit unserer Mahlzeit beschäftigt waren. Doch die Ruhe hielt nicht lange als meine beste Freundin so einen dummen Spruch bringen musste. Während ich das Husten von Daiki hörte wurde ich hingegen nur knallrot und biss mir sehr heftig auf die Unterlippe. Egal was ich nun sagen würde, es würde sicher nach hinten losgehen.
      Seine Worte klangen nun so harsch, die er Tamaki an den Kopf warf. Sie störte es nicht, dass wusste ich. Doch in mir zog sich etwas zusammen. Ja, wir hatten uns nur eingecremt, doch in mir hatte es so viel durcheinander gebracht, dass er mich einfach berührt hatte. Ihm hatte es also scheinbar nichts bedeutet.
      Jedoch meldete sich genau in diesem Moment Tetsuys zu Wort und ich konnte nun wieder lächeln, denn seine Worte beruhigten mich. Die Gruppe ansehen konnte ich jedoch noch nicht wieder, denn noch war mein Gesicht zu rot. „Die Jugend von heute.“, setzte Tamaki noch nach und lachte dabei etwas. Als ob sie nicht auch so jung wäre wie wir. Nun konnte ich nicht anders und lachte. „Als ob du eine alte Schachtel bist oder was?“ Lachend schüttelte ich den Kopf und ließ mich auf die Decke fallen, sodass mein Kopf auf ihrem Schoß lag, auch wenn ich mich viel lieber an jemand anderen gekuschelt hätte. „Vielleicht solltest du deine Haare mal wieder schneiden.“, meinte Tama daraufhin und betrachtete mich dabei ausgiebig. Ob es Daiki gefallen würde, wenn sie kürzer wären? Unweigerlich musste ich es mich fragen.
    • Ich öffnete ein Auge ein kleinwenig, um zu den Mädchen zu schielen und versuchte mir unweigerlich vorzustellen, wie Ayaka mit kurzen Haaren aussehen würde. Allgemein stand ich eher auf lange Haare. Sie waren sexy und gaben einen gewissen Flair. Aber wer war ich, dass ich da Mitspracherecht hatte? Ich würde eh nur wieder was falsches sagen, wenn ich mich da einmischte. Also ließ ich es lieber bleiben. Ich wollte nicht schon wieder Streit anfangen. Darauf könnte ich auch gut verzichten.
      Tetsuya sah die Mädchen mit seinem ekelhaft charmanten Lächeln an. Er zeigte es nicht oft. Aber wenn, schmelzten die Mädchen nur so dahin.
      "Kürzere Haare können auch richtig gut aussehen. Gerade so eine Bobfrisur finde ich toll. Was meinst du, Daiki?", fragend sah er an den Mädchen vorbei. Jetzt wurde der auch noch neugierig. Und das Schlimmste: Nun bezog er mich doch mit ein, wo ich mich da gepflegt raus lassen wollte.
      Grummelnd richtete ich mich auf und kratzte mich am Hinterkopf. Ich spürte neugierige Blicke auf mir. Was sollte ich denn nun sagen?
      "Ich mag sie lang lieber.", sagte ich kurz und knapp und hoffte einfach, dass sie es nun dabei belassen würden. Noch immer sah ich nicht zu ihnen. So wie Ayaka da lag....

      Ich sah mir den Strand an und beobachtete die Leute, die hier ebenfalls das Wasser genießen wollte, als ich bemerkte wie einer der Jungs, mit denen die anderen im Wasser waren zu uns rübersahen. Oder eher zu den Mädchen. Ich würde Lügen, wenn ich sage, dass es mir egal war. Mit einem stechenden Blick sah ich ihn drohend und finster an. Wer wusste schon, was dieser ekelhafte Kerl dachte? Der sollte sich bloß verpissen. Das hier war mein Revier!
    • Mein Kopf lag noch immer auf Tamakis Schoß als ich Tetsuya hörte. Vielleicht hatte er Recht und dies würde mir gut stehen. Ich hatte vor einigen Jahren schon mal so kurze Haare gehabt und alle hatten es gut gefunden, doch immerhin hatte ich mich ja auch entwickelt und wollte eher älter wirken als jünger. Dies war wohl auch typisch für Leute in unserem Alter.

      Tama über mir nickte fleißig. So wusste ich die Meinungen der Beiden, doch die, die mir irgendwie am wichtigsten war, wusste ich noch nicht. Doch zu meinem Glück fragte Tetsu ihn nun und ich schielte neugierig zu Daiki. Und auch wenn er es wohl allgemein meinte, dass er sie länger lieber mochte, so wurde ich wieder leicht rot und nahm es als kleine Hoffnung auf, dass ihm meine Haare gefielen. Mir kamen auch die wildesten Gedanken: Wie es wohl wäre, wenn ich so bei ihm liegen würde und er mir durch die Haare fahren würde? Sicher ein wunderbares Gefühl. Doch für jetzt musste ich schnell von ihm wegsehen und räusperte mich etwas während ich mich aufsetzte. So würde es leichter werden die Röte zu verstecken. „Ich denke ein bisschen lasse ich sie noch wachsen.“, meinte ich, doch im Kopf beschloss ich sie nicht so schnell zu schneiden als ich mir meine Wasserflasche schnappte und etwas trank.

      Von dem Starrwettbewerb von Daiki bekamen die Mädchen nichts mit und auch der andere Kerl zeigte sich unbeeindruckt. Stattdessen kam er sogar zu der Gruppe rüber gejoggt und lächelte die Mädchen an. „Hey, ich habe mich gefragt, ob ihr vielleicht mit uns etwas Strandvolleyball spielen wollt. Je mehr desto besser, nicht wahr?“ Man hörte deutlich raus, dass er wohl von hier kam, denn er hatte einen ziemlichen Akzent, der aber dennoch sehr sympathisch klang und auch sah man, dass er die Mädchen meinte, da er nur diese ansah. Tamaki schien ihn zu durchschauen, doch ich grinste nur. Ich hatte keine Lust den ganzen Tag nur hier zu liegen und so sprang ich auf die Beine, wobei er mir auch sogleich die Hand hinhielt um mir zu helfen. „Ich habe Lust mich zu bewegen. Wer macht noch mit?“ Vielleicht würde so was ja Daiki gefallen und das hatte immerhin nichts mit dem Wasser zu tun.
    • Da wagte es dieser Typ doch wirklich zu uns zu kommen und meine Drohung zu ignorieren. Na warte. Der konnte sich auf was gefasst machen. Und Ayaka nahm auch noch alles dankend an von diesem Blödmann. Er wollte Volleyball spielen? Gut, spielen wir Volleyball.
      Ich richtete mich zu meiner vollen Größe auf und ging dreckig, grinsend auf ihn zu, während ich meine Faust in meine Handfläche schlug. Er war kleiner als ich, aber größer als Tetsuya.
      "Na schön. Spielen wir. Mach dich darauf gefasst, dass du das Ding eh nicht gewinnst. Tetsu. Los, ziehen wir den ab.", drohte ich weiter und zusammen gingen wir zum Netz.
      "Deine Leute gegen uns.", rief ich. Auch wenn wir die Mädels gar nicht brauchten, wollte ich sie aber nicht wegschicken. Nachher gingen sie noch zu dem Vollpfosten da hinten. Eigentlich hätte ich das hier auch allein geschafft. Ich prüfte den Sand und stellte fest, dass es wohl etwas schwieriger werden würde, sich hier fortzubewegen. Vielleicht war es doch nicht so schlecht, Tetsu dabei zu haben. Trotz der Umstände, spürte ich wie mein Blut brodelte und kochte und ich war mehr als motiviert, das Spiel zu gewinnen und ihn endlich davon zu jagen.
      "Der Verlierer fängt an.", grinste ich und ich machte mich bereit. Der Ball kam angeflogen und ohne zu überlegen reagierte mein Körper und schlug so hart zurück, dass das gegnerische Team den Ball nicht halten konnte.
      "Das war die Eins!"
    • Es wunderte mich, dass sogar Daiki mitspielen wollte, aber irgendwie hatte ich es auch gehofft. Immerhin würde er dabei nicht ins Wasser müssen und konnte dennoch Spaß mit uns allen haben. Deshalb freute ich mich sehr und konnte nicht anders als wie ein Honigkuchenpferd zu grinsen. Ich hätte es nämlich sehr schade gefunden, wenn er nur hier hätte liegen können den ganzen Tag. Und auch Tetsu musste nun wohlgedrungen mitmachen, denn schon teilte Daiki die Teams auf und für einen kurzen Moment war ich traurig, weil ich dachte, dass ich nun doch nicht mitspielen durfte. Doch als mir dann die Idee kam, dass ich ihm so viel besser zusehen konnte war wieder alles. Auch da hatte ich mich jedoch zu früh gefreut, denn nun sagte er schon, dass wir doch bei ihm im Team waren.
      „Okay, können wir machen.“, kam von dem Jungen, der uns eingeladen hatte und er musterte Daiki ganz offensichtlich. Auch war ich mir nicht sicher, ob ich es mir nur eingebildet hatte, aber ich war der Meinung, dass er zusammengezuckt war, als er Daikis ganze Größe gesehen hatte.
      Tamaki war weniger begeistert, aber dies lag daran, dass sie sich allgemein ungerne bewegte. Ich hingegen war hibbelig und freute mich drauf mit allen Spaß zu haben, doch schon Daikis nächste aussage zeigte mir, dass es hier wohl nicht ein nettes bisschen Ball über die Schnur werden würde, und seine erster Konter ließ mir fast die Kinnlade runterklappen. „Nicht so fest, Daiki.“, ermahnte ich ihn, denn ich wollte nicht, dass hier sich noch jemand verletzte.
      Doch scheinbar hatte mein Protest keinen Sinn, denn der Junge, der uns eingeladen hatte, war nun am Aufschlag und gab sein Bestes um Daiki einen guten Ball zu schicken, auch wenn es für mich eher aussah als würde er ihn eher abschießen wollen als zu spielen. Hatte ich etwa was verpasst? Etwas planlos stand ich da und versuchte zu verstehen was hier zwischen den Beiden vor sich ging.
    • Als Ayaka mich abermals ermahnte, verdrehte ich unauffällig die Augen. Ich verstand nicht, was sie nun wieder auszusetzen hatte und ich hatte auch nicht vor, hier und jetzt zu verlieren. Im Gegenteil. Ich wollte gewinnen. Und das werde ich dem vermaledeiten Typen jetzt auch verklickern. Aber so wie es schien, hatte er ebenfalls nicht vor zu verlieren. Verzieh dich aus meinem Revier!
      Ohne es zu merken, lieferten wir uns gegenseitig einen Kampf. Ich war ziemlich konzentriert bei der Sache und merkte nicht einmal, wie die Zeit verging. Fies grinsend, aber hochmotiviert sah ich ihn an und holte mir einen Punkt nach dem anderen.

      Kuroko stand da ebenfalls nur noch rum und sah den beiden Jungen beim Spielen zu. Vorsichtig setzte er sich in Bewegung und stellte sich zu dem ebenfalls ahnungslosen Mädchen. Blinzelnd sah er auf das Volleyball-Feld, ehe er zu Ayaka sah.
      "Ich fürchte, wir müssen was tun, sonst geht das ewig so weiter.", sagte er und überlegte. Ich hätte auch eine Idee. Aber.... Sie ist etwas speziell. Aber sie könnte ihn wieder auf den Boden der Tatsachen runterholen.", erklärte er und beugte sich zu der jungen Frau, hielt die Hand schützend vor den Mund und flüsterte ihr etwas ins Ohr.
      "Du musst langsam auf ihn zu gehen, ihm in die Augen sehen und ihm dann eine Backpfeife geben.", erst danach richtete er sich wieder auf.
      "Was meinst du? Machst du es? Ich finde, er ist uns eine Erklärung für das hier schuldig."
    • Je länger der Wettkampf zwischen den beiden Männern ging, desto genervter wurde ich hier. Daiki war so ein dummer Sturkopf. Wir hatten doch einfach nur alle nett zusammen spielen wollen und er führte sie auf als sei dies hier ein Krieg und würde um eine Medaille gehen. Während ich nun immer wütender wurde, dass Daiki und der andere Kerl sich immer weiter reinsteigerten, da stand Tamaki nur daneben und schmunzelte. Scheinbar hatten also immerhin zwei von uns Spaß, wobei es der anderen Gruppe ähnlich ging, da der Junge, der uns gefragt hatte, sich fast wie Daiki aufführte. Auch Tetsu schien nicht wirklich Spaß zu haben, denn auch er hatte sich zurückgezogen, doch so ganz konnte ich es bei ihm nicht sagen.

      Ich zuckte leicht zusammen als er sich zu mir gesellte, denn vor lauter Frust hatte ich ihn nicht wahrgenommen und er mich überrascht. Doch bei seinen Worten konnte ich ihm nur zustimmen: Wir mussten etwas tun. Als nun jedoch der Vorschlag folgte weiteten sich meine Augen. Ich sollte was? Unweigerlich schüttelte ich sogleich den Kopf, geschockt davon was Tetsu da vorschlug, während Bilder von gestern auf mich einströmten. Es war so schlecht gelaufen und dann doch so gut geworden, dass ich es nicht gleich wieder versauen wollte. Andererseits kannte Testu ihn am besten und ich hatte das Gefühl, dass es eskalieren würde, wenn wir sie nicht bald stoppten. Langsam nickte ich also und setzte mich auch sogleich in Bewegung. Wenn es schief ging, dann könnte ich noch immer sagen, dass es Tetsus Idee gewesen war, doch dies würde ich nicht machen. Immerhin hätte ich es auch ablehnen können.

      Irgendwie war ich wie in Trance und ehe ich mich versah war ich auch schon vor Daiki angelangt. Seltsamerweise war mein einziger Gedanke gerade: Glück gehabt, dass du noch nicht vom Ball erwischt wurdest. Was ich nicht wusste: Glück hatte damit weniger was zu tun gehabt. Tamaki hatte gesehen, dass ich mich aufs Feld in die Kampfzone bewegte und den anderen ein Handzeichen gegeben, dass sie kurz pausieren sollten. Daikis Gegner passte es natürlich gut, hatte er so mal eine Pause zum Durchatmen.
      Ich schluckte schwer, ehe ich ihm tief in die Augen sah und dabei ernst schaute. Ich hoffte sehr, dass Tetsus Vorschlag half und nicht dazu führte, dass der Rest vom Urlaub auch noch den Bach runterging. Ich würde mich nur nachher bei ihm entschuldigen können. So holte ich aus und ohrfeigte ihn, was schon recht schwer war, so viel größer wie er war. Irgendwie zitterte ich nun am ganzen Körper und noch schlimmer: Ich hatte nicht gewusst, dass es so wehtat jemanden zu schlagen, weshalb mir auch noch die Tränen etwas in die Augen stiegen.
    • Ich war noch immer total auf mein Spiel konzentriert und hatte wirklich Spaß an der Sache, als mein Gegner plöttlich den Ball fing und aufhörte. Was jetzt? Zieht er den Schwanz ein? Ich hatte eh Punktevorsprung und hätte damit gewonnen. Gab er also auf?

      "Na? Eingesehen, dass du verloren hast?", provozierte ich, doch dann sah ich Ayaka auf mich zu kommen. Sie wirkte ernst und irgendwie komplett anders wie in der Zeit, in der ich sie jetzt kannte. Sie kam vor mir zum stehen und sah mir in die Augen. Sie sagte nichts, doch ich wusste auch nicht, was ich ihr jetzt sagen sollte. Es dauerte einen Moment, da hörte ich nur ein lautes Klatschen, mein Kopf schellte etwas zur Seite und ich spürte ein Brennen auf meiner Wange. Völlig perplex und überhaupt nicht darauf vorbereitet sah ich sie an und hielt nun meine eigene Hand an meine Wange. Ich war so überrascht, dass ich sprachlos war. Es fing an zu glitzern in ihren Augen. Sie weinte. Was sollte ich denn jetzt machen? Normalerweise war mir das immer egal, wenn ein Mädchen vor mir weinte. Aber das war auch immer, wenn ich ihnen sagte, dass ich kein Interesse hatte. Aber diesmal war das irgendwie anders. Böse sah ich zur meinem Gegner.

      "Behalte nächstes Mal deine Finger bei dir und ignoriere besser meine Drohungen nicht!", warnte ich, schnappte mir Ayakas Handgelenk und zog sie mit mir. Wir gingen eine Weile am Strand entlang, bis wir vollkommen alleine waren. Ich wollte nicht, dass unser jemand hörte. Erst dann blieb ich stehen. Ratlos fasste ich mir in die Hosentaschen, aber wie zu erwarten waren keine Taschentücher oder ähnliches drin gewesen. Ich brauchte nie welche. Ich sah mich um, doch auch in der Umgebung gab's nichts, was half. Also wischte ich ihr vorsichtig mit meinen Fingern die Tränen weg.

      "Hör jetzt auf. Ich fühle mich hilflos, wenn du weinst.", sagte ich leise, versuchte aufmunternd zu klingen, war mir aber nicht sicher, ob es das Richtige war. Betreten sah ich zur Seite und kratzte mich am Nacken. Ayaka hatte die Gabe, meine verletzlichsten Seiten zu zeigen und das nervte mich.

      "Es tut mir leid.... Er hat euch in meiner Gegenwart so angemacht, das..... hat mir nicht gefallen. Es ist eben meine Art, Wettkämpfe auszutragen.", erklärte ich. Dass ich mein Revier eher mit Prügel verteidigte, verheimlichte ich....Ich wusste, dass sie gegen Gewalt war. Also war es besser so. Trotzdem war es untypisch für sie, mir eine zu klatschen. Woher hat sie das also?
    • Daikis Gegner hatte ja mit so manchem gerechnet, aber sicher nicht damit. Er selbst war Spanier und wusste wie Frauen hier drauf waren, aber dass eine Asiatin so was machte. Er schmunzelte leicht, war es auch eine kleine Genugtuung, da er hier sehr klar verloren hatte. Vielleicht war es auch besser so, dass er nicht dieses Mädchen am Hals hatte, wobei er gut hätte mir ihr als Trophäe angeben können vor seinen Freunden.
      Als der große Kerl nun das Mädchen am Handgelenk packte und ihm noch etwas zurief, da hob er nur beschwichtigend die Hände um zu zeigen, dass er verstanden hatte.

      Ich bekam davon herzlich wenig mit, denn noch immer weinte ich und mein Herz hämmerte wie wild in meiner Brust. Erst als Daiki mich nun am Handgelenk zog, da sah ich ihn noch einmal an. Fast hatte ich befürchtet, dass er mich nun schütteln und anschnauzen würde, doch er zog mich mit sich und ich folgte ihm brav wie ein kleiner Hund. Seine Hand war immer noch so warm wie vorhin als er mich eingecremt hatte. Und sie fühlte sich noch wärmer an als er mit seinen Fingern meine Tränen wegwischte. So eine nette und liebevolle Geste, die mein Herz zum Flattern brachte und Schmetterlinge in meinem Magen tanzen ließ.
      Seine Worte waren so typisch für ihn. Direkt und doch steckte Wärme drin, oder hörte ich sie nur raus, weil ich es wollte? Ich war mir nicht sicher, doch jetzt als die Erklärung für sein Handeln folgte wurde ich leicht rot und lehnte schnell meine Stirn an seinen Brustkorb um mich zu verstecken. Zu spät kam mir in den Sinn, dass wir immer noch nur in Badesachen waren und wie nahe ich ihm nun einfach gekommen war. Doch er sollte nicht die Röte und die noch immer feuchten Augen sehen.
      „Es tut mir so leid. Ich wollte dich nicht schlagen und dir auch nicht wehtun… irgendwie verwirrst du mich.“, flüsterte ich leise und biss mir dann auf die Lippe. Es war die Wahrheit, aber ihm dies zu sagen war dumm. Ich hatte keine Chance bei ihm und ich war immer noch nur hier, weil sein Großvater mich als Aufpasser engagiert hatte. Sonst hätte er mich doch nicht hier, oder? Die Signale, die er sendete, fühlten sich aber anders an.