Man merkte der Ritterin an, dass sie sich von dem einen auf den andern Moment deutlich entspannte. Sie schien sogar seiner Bitte, auf sich Acht zu geben, nachzugeben. Eventuell war das sogar ihr Weckruf, um ihr weis zu machen was eigentlich passierte. Der Samurai war sich sicher, dass sie nun nicht mehr gewillt war, sich im schlimmsten Fall durch pure Erschöpfung in den Tod zu stoßen, nur um ihrem Ziel nachzugehen oder jemandem etwas beweisen zu wollen.
Plötzlich begann die Dunkelhaarige etwas vor sich hin zu stammeln, erwähnte sogar etwas von einer Wiedergutmachung und dass sie keinerlei Geld bei sich trug, dafür aber Kontakte hätte. Kazuha neigte seinen Kopf zur Seite und sah sie etwas ratlos an. Er persönlich fand nicht, dass er so wirkte, als sei eine Wiedergutmachung nötig.
Zwar bot sich vor ihm die Gelegenheit, den Goldjungen ausfindig zu machen und mit ihm zu Beidou zurückzukehren, jedoch war dieser Teil im Moment nebensächlich. Bereits mehrfach suchte er nach einer Gelegenheit, die Frau zu unterbrechen, doch diese bot sich ihm lange nicht. Als sie jedoch kurz mich sich selbst haderte, ergriff er die Chance und erwähnte den Jungen, der zuvor mit ihr die Welt bereiste - allerdings erwartete er nicht, dass sie auf einmal von Childe sprechen würde.
Zuerst dachte er, die Ritterin würde nicht mit der Sprache rausrücken und das Thema wechseln wollen, doch er bemerkte schnell, dass es da einen Zusammenhang gab - nicht zuletzt, weil sie Alora erwähnte.
Die Piratin war also die ganze Zeit lang bei ihr? Der Weißhaarige war erleichtert, dass Alora wohlauf war, aber aufgrund der Situation, dass sie mal wieder alles im Griff hatte - obwohl sie ohne die Crew tagelang nicht auffindbar war - und dabei nicht einmal die Mission aus dem Auge ließ, musste er sich sein Schmunzeln stark verkneifen. Sie war immer sehr verbissen auf den Erfolg einer Mission, aber wenn er ehrlich zu sich selbst war hätte er eher erwartet, dass sie sich mal wieder mit irgendeinem Mann rumtrieb, den sie bis zu ihrer 'Rettung' bis aufs letzte Hemd ausnahm, um sich solange eine schöne Zeit zu machen.
Immerhin wirkte all das hier durch den Einfluss der Ritterin und der unüblich langen Suche nach einem verlorenen Crewmitglied beinahe erfolgslos. Außerdem war der Gedanke, dass gerade die Ritterin Childe nicht leiden konnte, ein wenig amüsant. Dabei ist dem Samurai noch nie eine unerträglichere Person über den Weg gelaufen als der Rotschopf. Moment. Sofort wandelte sich seine Stimmung stark als er bemerkte, dass der Zustand der Frau vor ihm allein das Werk des Rothaarigen zu sein schien.
Plötzlich griff die Dunkelhaarige nach seinem Ärmel - ihre Geste wirkte beinahe verzweifelt. "...kannst du mir versprechen mich mit dem Schiff überall hin zu bringen? Dann sage ich dir was du wissen willst."
Perfekt. Genau das, was er wollte. Kazuha schenkte ihr ein warmes Lächeln und nahm ihre Hand in seine, um ihr ein Gefühl der Sicherheit zu geben.
Er wollte gerade ansetzen und ihr sein Versprechen geben, wurde aber von dem Windstoß und dem Aufschlagen der Tür durch den Grünhaarigen Typen unterbrochen, der ihm gleich bedrohlich aufforderte, sich von der Ritterin zu entfernen.
"Deinesgleichen kann man nicht vertrauen. Wenn du nicht sofort verschwindest dann garantiere ich für nichts, Piratenabschaum!"
Kazuha war niemand, der sich wegen solchen Aussagen provozieren ließ, gut fand er sie aber trotzdem nicht. Ein leichter Seufzer entwich seiner Kehle und er ließ die Hand der Dunkelhaarigen los. Kurz darauf entfernte er sich von ihr und ging in Richtung Tür. Der Fremde schien gar nicht gut auf ihn zu sprechen zu sein, zumindest verrieten es seine bösartigen Blicke ihm gegenüber; mehr als seine Feindseeligkeit zu ignoriren würde wohl fatal enden. Der Weißhaarige stand nun mit dem Rücken zur Ritterin und dem Fremden im Türrahmen; ohne sich umzudrehen sprach er sanft zu ihr, "ich verspreche es dir. Du wirst mich noch morgen am Hafen finden können."
Mit diesen Worten verließ er das Krankenzimmer.
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"Ihr scheint echt beliebt zu sein. Erst die mondstättische Ritterschaft, dann dieser Elite-Kerl, jetzt auch noch der Apotheker... gibt es auch Jemanden in Liyue bei dem ihr nicht bekannt seid?"
"Wie wäre es, wenn du deine Nase nicht in die Angelegenheiten anderer Leute steckst?", antwortete ihm die Silberhaarige schnippisch und gab dem Rothaarigen einen Schubser auf die Brust, bevor sie näher an das Geländer trat und daran hochkletterte. Auf der oberen Ebene angekommen, drehte sie sich nochmal zu Childe um, "kommst du jetzt endlich mit?".
Sie wartete einen Moment, bis er nachgezogen war; kurz darauf trat sie näher an eines der Fenster, öffnete dieses und betrat durch dieses die Apotheke. Es fühlte sich beinahe an wie in den alten Zeiten, in denen sie Baizhu mit ihren Besuchen überraschte, falls sie außerplanmäßig in Liyue war.
Die Piratin winkte ihren Begleiter in das Büro des Apothekers, schloss nach seinem Eintritt das Fenster und zog die Vorhänge etwas zusammen. Sie setzte sich danach an den Tisch, an dem Baizhu gerade Platz nahm. "Lange nicht gesehen, hm?", Alora versuchte, ihre Traurigkeit zu überspielen, doch sie hatte das Gefühl, dass es ihr in dieser Situation nicht ganz gelang. Auch wenn sie es nicht wirklich vor dem Apotheker zugeben mag, hing sie noch etwas an ihm, selbst wenn sie wusste, dass die Trennung das Beste gewesen ist was sie tun konnte, um ihre Freiheit in vollen Zügen genießen zu können. Als Qiqi um die Ecke bog und ihnen Tee einschenkte, konnte die Silberhaarige nicht anders, als die Gelegenheit zu nutzen, um unauffällig die Hand des Apothekers zu streicheln. Sie musste aufpassen, dass ihr rothaariger Begleiter nichts bemerkte, doch ihre Tassen standen so nahe beieinander, dass sie die Chance ergreifen musste; andernfalls hatte sie sicher eine Ausrede parat, sollte er sie darauf ansprechen.
"Das ist im Übrigen Childe. Mein...", sie machte eine kleine Pause und lehnte sich mit dem Kopf an seine Schulter, "fester Freund."
Alora war sich sicher, dass Baizhu sich im klaren war, dass sie keine Beziehung mit Childe pflegte. Dafür verhielt sie sich viel zu anders und dem Grünhaarigen war die Masche der Piratin - Leute auszunehmen, seien es wichtige Infos für Beidou oder einfach Geld - schon länger bewusst. Trotzdem hoffte sie, dass er den Wink mit dem Zaunpfahl verstehen würde, um ihre Tarnung nicht auffliegen zu lassen.
Plötzlich begann die Dunkelhaarige etwas vor sich hin zu stammeln, erwähnte sogar etwas von einer Wiedergutmachung und dass sie keinerlei Geld bei sich trug, dafür aber Kontakte hätte. Kazuha neigte seinen Kopf zur Seite und sah sie etwas ratlos an. Er persönlich fand nicht, dass er so wirkte, als sei eine Wiedergutmachung nötig.
Zwar bot sich vor ihm die Gelegenheit, den Goldjungen ausfindig zu machen und mit ihm zu Beidou zurückzukehren, jedoch war dieser Teil im Moment nebensächlich. Bereits mehrfach suchte er nach einer Gelegenheit, die Frau zu unterbrechen, doch diese bot sich ihm lange nicht. Als sie jedoch kurz mich sich selbst haderte, ergriff er die Chance und erwähnte den Jungen, der zuvor mit ihr die Welt bereiste - allerdings erwartete er nicht, dass sie auf einmal von Childe sprechen würde.
Zuerst dachte er, die Ritterin würde nicht mit der Sprache rausrücken und das Thema wechseln wollen, doch er bemerkte schnell, dass es da einen Zusammenhang gab - nicht zuletzt, weil sie Alora erwähnte.
Die Piratin war also die ganze Zeit lang bei ihr? Der Weißhaarige war erleichtert, dass Alora wohlauf war, aber aufgrund der Situation, dass sie mal wieder alles im Griff hatte - obwohl sie ohne die Crew tagelang nicht auffindbar war - und dabei nicht einmal die Mission aus dem Auge ließ, musste er sich sein Schmunzeln stark verkneifen. Sie war immer sehr verbissen auf den Erfolg einer Mission, aber wenn er ehrlich zu sich selbst war hätte er eher erwartet, dass sie sich mal wieder mit irgendeinem Mann rumtrieb, den sie bis zu ihrer 'Rettung' bis aufs letzte Hemd ausnahm, um sich solange eine schöne Zeit zu machen.
Immerhin wirkte all das hier durch den Einfluss der Ritterin und der unüblich langen Suche nach einem verlorenen Crewmitglied beinahe erfolgslos. Außerdem war der Gedanke, dass gerade die Ritterin Childe nicht leiden konnte, ein wenig amüsant. Dabei ist dem Samurai noch nie eine unerträglichere Person über den Weg gelaufen als der Rotschopf. Moment. Sofort wandelte sich seine Stimmung stark als er bemerkte, dass der Zustand der Frau vor ihm allein das Werk des Rothaarigen zu sein schien.
Plötzlich griff die Dunkelhaarige nach seinem Ärmel - ihre Geste wirkte beinahe verzweifelt. "...kannst du mir versprechen mich mit dem Schiff überall hin zu bringen? Dann sage ich dir was du wissen willst."
Perfekt. Genau das, was er wollte. Kazuha schenkte ihr ein warmes Lächeln und nahm ihre Hand in seine, um ihr ein Gefühl der Sicherheit zu geben.
Er wollte gerade ansetzen und ihr sein Versprechen geben, wurde aber von dem Windstoß und dem Aufschlagen der Tür durch den Grünhaarigen Typen unterbrochen, der ihm gleich bedrohlich aufforderte, sich von der Ritterin zu entfernen.
"Deinesgleichen kann man nicht vertrauen. Wenn du nicht sofort verschwindest dann garantiere ich für nichts, Piratenabschaum!"
Kazuha war niemand, der sich wegen solchen Aussagen provozieren ließ, gut fand er sie aber trotzdem nicht. Ein leichter Seufzer entwich seiner Kehle und er ließ die Hand der Dunkelhaarigen los. Kurz darauf entfernte er sich von ihr und ging in Richtung Tür. Der Fremde schien gar nicht gut auf ihn zu sprechen zu sein, zumindest verrieten es seine bösartigen Blicke ihm gegenüber; mehr als seine Feindseeligkeit zu ignoriren würde wohl fatal enden. Der Weißhaarige stand nun mit dem Rücken zur Ritterin und dem Fremden im Türrahmen; ohne sich umzudrehen sprach er sanft zu ihr, "ich verspreche es dir. Du wirst mich noch morgen am Hafen finden können."
Mit diesen Worten verließ er das Krankenzimmer.
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"Ihr scheint echt beliebt zu sein. Erst die mondstättische Ritterschaft, dann dieser Elite-Kerl, jetzt auch noch der Apotheker... gibt es auch Jemanden in Liyue bei dem ihr nicht bekannt seid?"
"Wie wäre es, wenn du deine Nase nicht in die Angelegenheiten anderer Leute steckst?", antwortete ihm die Silberhaarige schnippisch und gab dem Rothaarigen einen Schubser auf die Brust, bevor sie näher an das Geländer trat und daran hochkletterte. Auf der oberen Ebene angekommen, drehte sie sich nochmal zu Childe um, "kommst du jetzt endlich mit?".
Sie wartete einen Moment, bis er nachgezogen war; kurz darauf trat sie näher an eines der Fenster, öffnete dieses und betrat durch dieses die Apotheke. Es fühlte sich beinahe an wie in den alten Zeiten, in denen sie Baizhu mit ihren Besuchen überraschte, falls sie außerplanmäßig in Liyue war.
Die Piratin winkte ihren Begleiter in das Büro des Apothekers, schloss nach seinem Eintritt das Fenster und zog die Vorhänge etwas zusammen. Sie setzte sich danach an den Tisch, an dem Baizhu gerade Platz nahm. "Lange nicht gesehen, hm?", Alora versuchte, ihre Traurigkeit zu überspielen, doch sie hatte das Gefühl, dass es ihr in dieser Situation nicht ganz gelang. Auch wenn sie es nicht wirklich vor dem Apotheker zugeben mag, hing sie noch etwas an ihm, selbst wenn sie wusste, dass die Trennung das Beste gewesen ist was sie tun konnte, um ihre Freiheit in vollen Zügen genießen zu können. Als Qiqi um die Ecke bog und ihnen Tee einschenkte, konnte die Silberhaarige nicht anders, als die Gelegenheit zu nutzen, um unauffällig die Hand des Apothekers zu streicheln. Sie musste aufpassen, dass ihr rothaariger Begleiter nichts bemerkte, doch ihre Tassen standen so nahe beieinander, dass sie die Chance ergreifen musste; andernfalls hatte sie sicher eine Ausrede parat, sollte er sie darauf ansprechen.
"Das ist im Übrigen Childe. Mein...", sie machte eine kleine Pause und lehnte sich mit dem Kopf an seine Schulter, "fester Freund."
Alora war sich sicher, dass Baizhu sich im klaren war, dass sie keine Beziehung mit Childe pflegte. Dafür verhielt sie sich viel zu anders und dem Grünhaarigen war die Masche der Piratin - Leute auszunehmen, seien es wichtige Infos für Beidou oder einfach Geld - schon länger bewusst. Trotzdem hoffte sie, dass er den Wink mit dem Zaunpfahl verstehen würde, um ihre Tarnung nicht auffliegen zu lassen.