Zoras hatte nicht damit gerechnet, jemand anderen in ihrem Gemach vorzufinden. Er hatte noch viel weniger damit gerechnet, Kassandra am Ende ihres Zyklus anzutreffen.
Wie zur Salzsäure erstarrt blieb er in der offenen Tür stehen, hinter ihm seine Garde, die sich an ihre angestammten Plätze zurückzog. Perplex starrte er auf Kassandra, oder eher das kleine Mädchen, das dort von Rußflecken gesprenkelt inmitten eines Aschehaufens saß. Heute Morgen hatte er noch die Hand einer greisen Frau geküsst, jetzt saß dort eine Phönixin, die gut und gerne seine Enkelin sein mochte.
"Grundgütiger, Kassandra, warum hast du nicht -"
„Sei so gut und schließe die Tür“, sagte Kassandra in einer kindlichen Stimme, bei der es Zoras schauderte. Ganz mechanisch drehte er sich zur Tür um und verschloss sie vor den neugierigen Blicken, die nach innen dringen könnten. Was man wohl von einem nackten Mädchen im königlichen Gemach halten mochte? Ihr Götter im Himmel, steht mir bei.
Langsamer drehte er sich wieder zu Kassandra um, die sich die Asche von der Haut strich und dann aufstand. Sie war wirklich splitternackt und ihr Körper noch nichtmal ansatzweise soweit, um die sonst gewohnte Form anzunehmen. Zoras wusste gar nicht, wohin er schauen sollte; das war alles viel zu viel für ihn. Gestern war sie noch im Alter seiner Großmutter gewesen, heute seiner Enkelin. Er wusste noch nicht einmal, ob er ihren reifen Körper wieder ansehen konnte, ohne an eines der anderen beiden zu denken. Was für ein Chaos.
„Meine Natur muss sich noch setzen, aber schon morgen wirst du mich in altbekannter Erscheinung bewundern können“, sagte Kassandra und Zoras glaubte, Belustigung aus ihrer Stimme zu hören. Es war schwierig zu bestimmen, weil sie so kindlich war - und außerdem war er sowieso damit beschäftigt, mit der Situation klarzukommen.
"Das ist... gut."
Mit ein paar langen Schritten kam er zu ihr und wollte ihr schon das oberste Gewand seiner Tracht überlegen, da fing die Asche zu ihren Füßen an, sich zu bewegen und sich zu einem locker fallenden Kleid zu formen. Zoras atmete ein bisschen auf; jetzt musste er zumindest nicht mehr darüber nachdenken, wie sich dieser Körper noch entwickeln würde. Die Vorstellung bereitete ihm schon Kopfschmerzen.
"Warum hast du nichts gesagt?", setzte er erneut an und warf den eigenen Stoff auf das Bett. Mit Kassandra in dieser Form würde er keinesfalls Bedienstete ins Gemach lassen, da konnte er auch sehr gut selbst damit beginnen, sich aus den ganzen Lagen zu schälen. Er nestelte an seinen Schnüren herum und sah mit einiger Unannehmlichkeit auf das Kind hinab. Die ganze Situation war höchst skurril.
"Wir hätten dir Wachen abstellen können. Oder ich hätte nach Mirdole senden können. Was, wenn Dionysus deine Asche gefunden hätte?"
Er hielt inne um in die roten Augen zu blicken, die ihn so sehr an Kassandras gewöhnliche Gestalt erinnerten, dass es ihm wirklich wie zwei Personen schien.
"Du siehst aus wie deine eigene Tochter. Götter ist das merkwürdig."
Wie zur Salzsäure erstarrt blieb er in der offenen Tür stehen, hinter ihm seine Garde, die sich an ihre angestammten Plätze zurückzog. Perplex starrte er auf Kassandra, oder eher das kleine Mädchen, das dort von Rußflecken gesprenkelt inmitten eines Aschehaufens saß. Heute Morgen hatte er noch die Hand einer greisen Frau geküsst, jetzt saß dort eine Phönixin, die gut und gerne seine Enkelin sein mochte.
"Grundgütiger, Kassandra, warum hast du nicht -"
„Sei so gut und schließe die Tür“, sagte Kassandra in einer kindlichen Stimme, bei der es Zoras schauderte. Ganz mechanisch drehte er sich zur Tür um und verschloss sie vor den neugierigen Blicken, die nach innen dringen könnten. Was man wohl von einem nackten Mädchen im königlichen Gemach halten mochte? Ihr Götter im Himmel, steht mir bei.
Langsamer drehte er sich wieder zu Kassandra um, die sich die Asche von der Haut strich und dann aufstand. Sie war wirklich splitternackt und ihr Körper noch nichtmal ansatzweise soweit, um die sonst gewohnte Form anzunehmen. Zoras wusste gar nicht, wohin er schauen sollte; das war alles viel zu viel für ihn. Gestern war sie noch im Alter seiner Großmutter gewesen, heute seiner Enkelin. Er wusste noch nicht einmal, ob er ihren reifen Körper wieder ansehen konnte, ohne an eines der anderen beiden zu denken. Was für ein Chaos.
„Meine Natur muss sich noch setzen, aber schon morgen wirst du mich in altbekannter Erscheinung bewundern können“, sagte Kassandra und Zoras glaubte, Belustigung aus ihrer Stimme zu hören. Es war schwierig zu bestimmen, weil sie so kindlich war - und außerdem war er sowieso damit beschäftigt, mit der Situation klarzukommen.
"Das ist... gut."
Mit ein paar langen Schritten kam er zu ihr und wollte ihr schon das oberste Gewand seiner Tracht überlegen, da fing die Asche zu ihren Füßen an, sich zu bewegen und sich zu einem locker fallenden Kleid zu formen. Zoras atmete ein bisschen auf; jetzt musste er zumindest nicht mehr darüber nachdenken, wie sich dieser Körper noch entwickeln würde. Die Vorstellung bereitete ihm schon Kopfschmerzen.
"Warum hast du nichts gesagt?", setzte er erneut an und warf den eigenen Stoff auf das Bett. Mit Kassandra in dieser Form würde er keinesfalls Bedienstete ins Gemach lassen, da konnte er auch sehr gut selbst damit beginnen, sich aus den ganzen Lagen zu schälen. Er nestelte an seinen Schnüren herum und sah mit einiger Unannehmlichkeit auf das Kind hinab. Die ganze Situation war höchst skurril.
"Wir hätten dir Wachen abstellen können. Oder ich hätte nach Mirdole senden können. Was, wenn Dionysus deine Asche gefunden hätte?"
Er hielt inne um in die roten Augen zu blicken, die ihn so sehr an Kassandras gewöhnliche Gestalt erinnerten, dass es ihm wirklich wie zwei Personen schien.
"Du siehst aus wie deine eigene Tochter. Götter ist das merkwürdig."
