Kassandra schenkte Zoras einen ihr gar typischen Blick, den er nur belächeln konnte.
"Die Ruhe und gute Laune macht Euch wohl übermütig."
"Das tut sie", gab er fast schon vergnügt zurück und richtete sich wieder auf. Wenn Kassandra in die Stimmung geriet, ihn formell anzusprechen, war das immer ein gutes Zeichen. Es war ja bislang auch ein guter Tag gewesen, frei von Stress und persönlichen Konflikten. Zoras mochte es zu sehen, dass auch Kassandra unter solchen Umständen wieder aufblühte.
Sie nahm sein angebotenes Schwert entgegen und stimmte seinem Vorschlag mit einem Nicken zum Gestell zu. Zoras spürte sein Herz ein wenig schneller schlagen in der Aussicht, wirklich wieder gegen Kassandra anzutreten. Das letzte Mal war Jahre her gewesen und obwohl er fast wieder regelmäßig trainierte, würde ihm das bei der Phönixin kein bisschen helfen. Vielleicht hätte er ja doch mal mit Esho trainieren müssen.
Er nahm sich ein anderes der Schwerter, während Kassandra sagte:
"Eure Kleidung ist für ein kleines Training allerdings nicht ausgelegt. Wahrscheinlich ziehe ich mir den Hass aller Schneider auf mich, aber was macht das schon."
"Ich werde dafür sorgen, dass sie es nicht herausfinden", bekräftigte er sofort, bevor Kassandra überhaupt zeigte, was sie mit den Worten gemeint hatte. Flammen stoben aus dem Nichts und fraßen sich in Zoras' Gewänder hinein, um ihre Beschränkungen aufzuheben. Fast augenblicklich fühlte er sich freier, als auch die letzte Flamme wieder verschwunden war.
Kassandra wechselte dafür die ganze Kleidung und blieb in einer sehr beweglichen Aufmachung zurück, die eine wahre Augenweide darstellte. Spätestens jetzt hatte sie sich die Aufmerksamkeit der anwesenden Soldaten ergattert, die sich im Innenhof zum Training versammelt waren. Ehrfürchtige, hungernde Blicke richteten sich nach ihr aus, wann immer weder Zoras noch Kassandra in ihre Richtung sahen. Natürlich waren die Soldaten genauso schnell dabei, das anwesende Herrscherpaar zu ignorieren, wenn sie sich umdrehten, um nicht noch erwischt zu werden. Zoras war sich trotzdem der Anwesenheit der Blicke bewusst, aus dem einfachen Grund, dass er selbst starrte. Immerhin durfte er es auch. Er hatte schon lange nicht mehr Kassandra in einem echten Kampf beobachten können.
Sie gingen auf den Platz, der augenblicklich von den anderen Trainingspaaren geräumt wurde, bis genügend Platz für sie beide übrig war. Kassandra blieb fast lässig stehen, während Zoras sich einen günstigen Platz aussuchte und Aufstellung nahm. Während er sein Schwert mit beiden Händen ergriff, betrachtete Kassandra ihre Waffe missmutig.
"Weißt du, Kurzschwerter sind eigentlich nicht meine Stärke. Ich bevorzuge Waffen mit gewisser Reichweite, wenn ich schon in den Nahkampf gehen muss."
Ob sie damit ihren Speer oder ihr Feuer meinte, war nicht ganz ersichtlich. Letzten Endes machte es wohl auch keinen Unterschied.
"Ich kämpfe auch nicht gerne vom Boden aus. Sobald ich ein Pferd finde, das nicht vor deiner schieren Anwesenheit scheut, können wir mit den Waffen trainieren, die uns wirklich liegen. Wie wäre das?"
Er warf ihr ein kurzes Lächeln zu und an dem Blick, den Kassandra ihm zuwarf, konnte er sich einbilden, dass ihr der Gedanke durchaus gefiel. Nicht, dass das Zoras' Chancen steigern würde. Er würde dann nicht nur besiegt werden, er würde dabei vermutlich auch noch vom Pferd fallen.
Aber es würde sich besser anfühlen.
"Meinst du, du bestehst dieses Mal länger als ein paar Sekunden?"
Kassandra richtete sich aus und Zoras tat es ihr gleich. Um sie herum wurde es ruhiger, als die Soldaten ihr Interesse nicht im Zaum halten konnten. Kalea hätte vermutlich den ganzen Palast bestraft, wenn sie gewusst hätte, dass sie im Innenhof immer noch trainierten. Da würden Zoras und Kassandra keine Ausnahme sein.
"Ich schätze meine Zeit realistisch ein. Aber ich habe wieder zu trainieren begonnen, ich bin nicht unvorbereitet."
Er zögerte einen Moment.
"Zwei Sekunden, wie wäre das? Sollte ich es schaffen, zwei Sekunden lang nicht getroffen zu werden, habe ich gewonnen."
Seine Zähne blitzten kurz auf, als er wieder lächelte. Er nahm seine Defensive Haltung an, die Beine breit, Schultern breit, Arme weit, Schwert quer. Zwei Sekunden waren schon utopisch, er bildete sich nicht ein, Kassandra auch noch selbst erwischen zu können.
"Wer gewinnt, hat beim anderen einen Wunsch frei."
"Die Ruhe und gute Laune macht Euch wohl übermütig."
"Das tut sie", gab er fast schon vergnügt zurück und richtete sich wieder auf. Wenn Kassandra in die Stimmung geriet, ihn formell anzusprechen, war das immer ein gutes Zeichen. Es war ja bislang auch ein guter Tag gewesen, frei von Stress und persönlichen Konflikten. Zoras mochte es zu sehen, dass auch Kassandra unter solchen Umständen wieder aufblühte.
Sie nahm sein angebotenes Schwert entgegen und stimmte seinem Vorschlag mit einem Nicken zum Gestell zu. Zoras spürte sein Herz ein wenig schneller schlagen in der Aussicht, wirklich wieder gegen Kassandra anzutreten. Das letzte Mal war Jahre her gewesen und obwohl er fast wieder regelmäßig trainierte, würde ihm das bei der Phönixin kein bisschen helfen. Vielleicht hätte er ja doch mal mit Esho trainieren müssen.
Er nahm sich ein anderes der Schwerter, während Kassandra sagte:
"Eure Kleidung ist für ein kleines Training allerdings nicht ausgelegt. Wahrscheinlich ziehe ich mir den Hass aller Schneider auf mich, aber was macht das schon."
"Ich werde dafür sorgen, dass sie es nicht herausfinden", bekräftigte er sofort, bevor Kassandra überhaupt zeigte, was sie mit den Worten gemeint hatte. Flammen stoben aus dem Nichts und fraßen sich in Zoras' Gewänder hinein, um ihre Beschränkungen aufzuheben. Fast augenblicklich fühlte er sich freier, als auch die letzte Flamme wieder verschwunden war.
Kassandra wechselte dafür die ganze Kleidung und blieb in einer sehr beweglichen Aufmachung zurück, die eine wahre Augenweide darstellte. Spätestens jetzt hatte sie sich die Aufmerksamkeit der anwesenden Soldaten ergattert, die sich im Innenhof zum Training versammelt waren. Ehrfürchtige, hungernde Blicke richteten sich nach ihr aus, wann immer weder Zoras noch Kassandra in ihre Richtung sahen. Natürlich waren die Soldaten genauso schnell dabei, das anwesende Herrscherpaar zu ignorieren, wenn sie sich umdrehten, um nicht noch erwischt zu werden. Zoras war sich trotzdem der Anwesenheit der Blicke bewusst, aus dem einfachen Grund, dass er selbst starrte. Immerhin durfte er es auch. Er hatte schon lange nicht mehr Kassandra in einem echten Kampf beobachten können.
Sie gingen auf den Platz, der augenblicklich von den anderen Trainingspaaren geräumt wurde, bis genügend Platz für sie beide übrig war. Kassandra blieb fast lässig stehen, während Zoras sich einen günstigen Platz aussuchte und Aufstellung nahm. Während er sein Schwert mit beiden Händen ergriff, betrachtete Kassandra ihre Waffe missmutig.
"Weißt du, Kurzschwerter sind eigentlich nicht meine Stärke. Ich bevorzuge Waffen mit gewisser Reichweite, wenn ich schon in den Nahkampf gehen muss."
Ob sie damit ihren Speer oder ihr Feuer meinte, war nicht ganz ersichtlich. Letzten Endes machte es wohl auch keinen Unterschied.
"Ich kämpfe auch nicht gerne vom Boden aus. Sobald ich ein Pferd finde, das nicht vor deiner schieren Anwesenheit scheut, können wir mit den Waffen trainieren, die uns wirklich liegen. Wie wäre das?"
Er warf ihr ein kurzes Lächeln zu und an dem Blick, den Kassandra ihm zuwarf, konnte er sich einbilden, dass ihr der Gedanke durchaus gefiel. Nicht, dass das Zoras' Chancen steigern würde. Er würde dann nicht nur besiegt werden, er würde dabei vermutlich auch noch vom Pferd fallen.
Aber es würde sich besser anfühlen.
"Meinst du, du bestehst dieses Mal länger als ein paar Sekunden?"
Kassandra richtete sich aus und Zoras tat es ihr gleich. Um sie herum wurde es ruhiger, als die Soldaten ihr Interesse nicht im Zaum halten konnten. Kalea hätte vermutlich den ganzen Palast bestraft, wenn sie gewusst hätte, dass sie im Innenhof immer noch trainierten. Da würden Zoras und Kassandra keine Ausnahme sein.
"Ich schätze meine Zeit realistisch ein. Aber ich habe wieder zu trainieren begonnen, ich bin nicht unvorbereitet."
Er zögerte einen Moment.
"Zwei Sekunden, wie wäre das? Sollte ich es schaffen, zwei Sekunden lang nicht getroffen zu werden, habe ich gewonnen."
Seine Zähne blitzten kurz auf, als er wieder lächelte. Er nahm seine Defensive Haltung an, die Beine breit, Schultern breit, Arme weit, Schwert quer. Zwei Sekunden waren schon utopisch, er bildete sich nicht ein, Kassandra auch noch selbst erwischen zu können.
"Wer gewinnt, hat beim anderen einen Wunsch frei."
