seabound. (Earinor & Akira)

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    • Kurios war es ohnehin. Manch einer akzeptierte das heilige Band der Ehe so, wie es war, und wiederum andere verteufelten jeden, der nicht so dachte wie sie und glaubte, dass man nur etwas falsch machen konnte, wenn man sich nicht gegen diejenigen stellte, denen man das Leben verdankte. Zwei Väter sollten keine Besonderheit sein, und doch ließ die Wortwahl Rains ihn aufhorchen, in der Hoffnung, mehr über das Leben der Meereswesen zu erfahren, die so weit weg von der menschlichen Zivilisation existierten, dass es gar eine Schande war, über anderes nachzudenken. “Rain hat alle lieb? … Wo ist Mama? Mama gut? Mama krank?”, fragte er besorgt und ahmte ein Husten nach, damit er Rain zeigen konnte, was kranksein bedeutete. Ob er es wohl verstand? Ganz sicher war er sich nicht, doch wer es nicht wagte, zu fragen, der konnte dabei wohl auch kaum etwas gewinnen, und seine Lebensaufgabe sah er ohnehin nicht dort, wo andere sie wohl oder übel platzieren würden. Shurens Augen starrten auf den dunklen Sand, der höchstens von dem hohen Feuer beleuchtet wurde, an welchem sich mittlerweile alle beteiligten, außer sie beide - recht war es ihm doch allemal.

      “Rain hat … keine Ahnung? Nayantai kann nach Rains Zuhause suchen! Shuren hilft auch!” Jemand musste das Schiff steuern, aber wenn es darum ging, wer von ihnen am weitesten schwimmen und am längsten die Luft anhalten konnte, dann war es noch immer Nayantai, den das Wasser zu lieben schien. Wieso tat es das? Und viel wichtiger; wieso ließ er sich auch darauf ein? Sie alle hatten Sehnsüchte und Ideen gehabt, und viel schlimmer als das verlangten sie allesamt nach einem Platz, an dem sie bleiben und gedeihen konnten - lange dauerte es ohnehin nie, bis sie sich es irgendwo gemütlich machten und einen Tag später entschieden, dass es vielleicht doch nichts für sie war. Konnte man sie dafür belangen? Wohl kaum. “Rain will Menschensprache lernen? Sprache blabla? Und dann? Rain nach Hause?” Das würde eine ganze Weile dauern, aber Shuren kümmerte das nicht unbedingt zu sehr - er hatte alles, das er gebrauchen konnte und Rain war jemand, der ihm, wenn er auch mehr Fragen als Antworten aufwarf, eine Idee gab, wie anders das Leben eigentlich sein konnte. Ungeachtet dessen drückte er Rains Hand, sachte. “Das Schiff? Ja, irgendwie ist es mein Zuhause. Du hast recht.” Komisch war es dennoch, hatte er doch sein Leben lang etwas anderes studiert - aber Rain behielt recht, und Shuren durfte derjenige sein, der sich freute und grinste. “Zuhause … eigene Sterne, also? Leuchten manche Pflanzen oder nur schlechte Pflanzen?” Dort unten, an Meeresgrund, gab es sicher rabiate Pflanzen die einem den Kopf abbeißen würden oder sich von kleinen Sirenen ernährten. Shuren lehnte sich zu Rain, lächelte aber lediglich über irgendetwas. “Danke Rain.”
      Looking back, it maybe is like the toy carts you rode when you were a kid. But those toy carts could never go beyond the walls of the lawn. We want to follow the rugged concrete road beyond the wall. As we've grown, we've decided to leave behind the toy cart.
    • Rain hörte Shuren zu und schüttelte dann den Kopf. "Mama... nicht krank. Mama nicht gut. Uhm... Mama ist..." Rain wusste nicht wie er es erklären sollte, aber er wollte es versuchen - irgendwie. Rain wischte über den Sand, damit er eine neue, leere Fläche hatte. Anschließend zeichnete er eine kleine Stadt. "Zuhause.", erklärte er, dann malte er eine Figur etwas entfernt. "Mama." Er seufzte leise. "Mama... hat etwas gesucht, aber sie ist nie zurück gekommen... Vater hat nach ihr gesucht." Er zeichnete eine Menge Linien und Fragezeichen von der Stadt weg. "Aber er hat sie nicht gefunden." Vermutlich war sie tot, aber das wussten sie nicht und auch wenn Rain sich sicher war, dass sein Vater wusste, warum sie aufgebrochen war, man wollte es Rain nicht sagen. Er seufzte leise. Nun hatte er nicht nur seine Mutter verloren, sondern auch seinen Vater und seinen Stiefvater. Er hatte niemanden mehr und wusste von keinem seiner Familie wo sie sich aufhielten. Er wusste ja nicht einmal wo er selbst war, oder was er tun sollte. Erneut fühlte er sich schlecht, weil er den ganzen tag über geschlafen hatte.

      Rain sah zu Shuren auf und lächelte schwach. "Rain Zuhause... uhm..." Er deutete auf den Sand und die Palmen und die Insel allgemein. "Nein. Keine... Insel. Keine Felsen. Nur Wasser.", versuchte er zu erklären. Das war aber auch schon der einzige Anhaltspunkt den er ihnen geben konnte, wenn sie auf einer Karte nachsehen wollten. Er müsste selbst tauchen, denn er bezweifelte, dass diese Menschen tief genug kamen, damit sie bestimmte Punkte in der Landschaft erkennen konnten. Sie hatten also Zeit bis Rain sich erholt hatte wie es schien. Sein Zuhause zu finden war außerdem kaum genug. Die Sirenen musste er finden und jemanden der sie bekämpfen wollte... Rain nickte erneut. "Sprache Mhm. Dann nicht Zuhause.", erklärte er ein wenig betrübt. "Rain... Sirenen. Väter. Hilfe.", erklärte er weiter. Er konnte nur hoffen, dass sie noch lebten sobald er herausgefunden hatte wo er war, wo er hin musste und wie er sie befreien konnte. Rain blickte hinunter auf seine Hand die leicht gedrückt wurde und lächelte. "Danke." Shuren tat schon genug. Wenigstens brachte er ihn zum Lächeln. Shuren wirkte oft etwas betrübt, oder als würde er von den anderen ausgeschlossen werden. Rain war nicht sicher ob es so war. "Hm? Pflanze gut und schlecht.", erklärte Rain mit einem leichten Lachen. Kurz darauf legte Rain den Kopf schräg. Wofür bedankte sich Shuren? "Shuren... noch kalt? Shuren müde?", fragte Rain, der sich immer noch Sorgen um ihn machte und dann noch ein wenig mehr lächelte. "Shuren Fisch." Rain deutete auf seine Wangen.
    • So wie Meeresschaum hatte sich Rains Mutter also ins nichts aufgelöst, warum auch immer sie verschwunden war und wo auch immer sie hin geschwommen war - es war widerlich, die Antwort auf die eigenen Fragen nicht zu kennen und gleichzeitig fragte sich Shuren nur, ob er einfach den Verstand verlor, weil er Mitleid mit jemandem hatte, den er eigentlich nicht so gut kannte, oder ob es in seiner menschlichen Natur lag, sich einfach an den armen Fisch zu heften, an dem er klebte wie es ein Vogel in Öl tun würde. Dumm war es allemal, und nebst dem war er wohl auch noch verrückt geworden, wenn er glaubte, irgendetwas an der Situation, in der sich Rain befand, ändern zu können ohne sein eigenes Leben dafür aufs Spiel zu setzen. "Mama taucht wieder auf, das glaube ich zumindest.", versuchte er Rain aufzumuntern und stichelte ihn etwas mit seinem Ellbogen in die Seite, damit er zu ihm aufsah und merkte, wie sehr Shuren am lächeln war. Rain hatte ihm geholfen, ohne es zu wissen, und Shuren wollte ihm nur etwas Gutes tun. Ob er wohl müde war? Nein, er meinte doch selbst, er habe die ganze Nacht geschlafen - und Shuren war derjenige, der einfach zu wenig Schlaf abbekam.

      "Ganz tief? Haus? Schloss?" Shuren zeichnete endlich selbst im Sand und malte zuerst ein kleines, krummes Häuschen, aus dem es blubberte und daneben einen riesigen Palast - zwischen beiden zeichnete er Rain und seine verwirrende Familie, und über ihren Köpfchen ein Fragezeichen. Wovon profitierte er hier? Rain besser zu kennen war zwar ein Anfang, aber es besiegelte nun einmal kein Schicksal oder half ihm dabei, der zu werden, der er nun wirklich sein sollte. Was konnte er sonst nur von ihm erwarten? Hilfe? Liebe? Nein, Shuren dachte in eine falsche Richtung. "Was dann? Zuhause Hilfe?" Gegen ein paar Sirenen konnten Menschen wohl nichts ausrichten, abgesehen davon, dass Rain keine von ihnen war - angeblich - und dass Shuren derjenige war, der komische Theorien hatte, wieso sie plötzlich hier gestanden waren, fast so wie Motten, die vom Licht angezogen worden waren. Aber wer glaubte ihm das alles schon? Keiner. "Rain mag Pflanzen?", versuchte er das Thema umzulenken. Eine blaue Blüte würde in seinem Haar vermutlich wunderschön aussehen, aber davon gab es nicht viele, und wenn er sie finden würde, dann würde sie wohl auch nur ein paar Tage halten. Betrübend war das schon. "Shuren ... beides, aber Shuren kein Fisch!", lachte er, und verstand dabei nicht, dass er Fisch im Gesicht hatte. "Rain Fisch."
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    • Rain wurde ein wenig angerempelt und er sah zu Shuren auf der von Ohr zu Ohr lächelte. Rain wusste nicht recht warum, aber er lächelte auch. Es war nett von dem Menschen ihm zu helfen und mit ihm zu reden. Er hätte ihn zurück ins Meer werfen können, oder er hätte ihn ignorieren können, bis es ihm wieder besser ging, aber Shuren hatte nichts davon getan. Nayantai auch nicht, auch wenn es ein bisschen gedauert hatte, damit Rain ihn ein wenig mehr mochte. Er konnte nicht von ihnen erwarten, dass sie die Sirenen für ihn suchten, immerhin waren sie gefährlich für Menschen und Rain konnte auch nicht erwarten, dass sie ihn nach Hause brachten. Das tat er auch nicht, er freute sich über alles, das sie ihm gaben und für die zeit die sie für ihn aufbrachten. Ihre Welt schien so losgelöst von Rains eigener. Nicht nur dass sie an Land lebten und Rain Unterwasser - in seiner Welt herrschte krieg und hier schien alles friedlich und einfach. Er wünschte er könnte einfach hier bleiben und mit ihnen auf dem Schiff leben - umgeben von Wasser und Freunden.

      Rain blickte zurück auf den Sand in den Shuren etwas zeichnete. Er lächelte und deutete auf das große Gebäude. Er lebte in einem Schloss gehauen aus Stein, tief am Meeresboden. Auch wenn die Aquarianer auf Vieles verzichteten und relativ einfach lebten, sie hatten trotzdem bauten, manche von ihnen groß, manche klein. "Ich ähm... Rain... " Rain zuckte mit den Schultern, er wusste nicht was er tun sollte. "Väter äh... nicht gefangen... irgendwie... Hilfe... irgendwo." Es klang aussichtslos, das wusste er und er seufzte tief während er den Kopf schüttelte. Shuren merkte wohl, dass Rain das Thema ein wenig unangenehm war und wechselte das Thema. "Hm... Rain mag Pflanzen. Pflanzen hier nicht Pflanzen Wasser. Rain mag... beide.", erklärte er mit einem Lächeln, auch wenn er von den Pflanzen auf dieser Insel noch nicht viel gesehen hatte. "Shuren schlafen.", entschied Rain dann und schüttelte den Kopf. Er streckte seine Hand aus und wischte Shuren über die Wange und den Mundwinkel. "Shuren Fisch hier..."
    • Anscheinend war doch etwas anderes mit der Ansage der Nixe gemeint, doch Shuren hatte das wohl etwas zu spät realisiert und lächelte unverschämt darüber, dass er einigermaßen missverstanden wurde. Einmal nicht recht zu haben schien ihm zu schmecken, gleich, wie es die Fischreste auf seinem Gesicht getan hätten, wenn er sie rechtzeitig abgeleckt hätte und sich nicht gefragt hätte, wann er es auf die Spitze treiben würde. Rain war derjenige, der sich darum sorgte, dass er einigermaßen akzeptabel aussah und sich nicht vor den Anderen blamieren würde, wenn er sich wirklich wieder gen Feuer umdrehte. "Hilfe? Zuhause? Aber wie? Andere Aquarianer?" Ob es davon irgendwelche gab? Shuren war sich nicht sicher, aber es hörte sich eher so an, als wäre das Meer ein großes Becken voller Haie, oder eher Sirenen, und Aquarianer bildeten eine Minderheit, die wohl am Rande ihrer eigenen Existenz stand, wenn das alles so weitergehen würde. Helfen konnte er Rain dabei aber eher weniger, und selbst wenn, eine weitere Frage hatte sich ihnen auch offenbart - wo waren sie eigentlich und wo befand sich Rains Heimat, die wohl ein versunkenes Schloss war und sich weit unter ihrem Boot befand? Und wer zum Teufel hatte so viel Kraft, einen Speer mit derartiger Wucht durch das Wasser zu schleudern, dass es den Prinzen der Aquarianer so zerfetzte?

      "Mag Rain morgen mitkommen? Pflanzen suchen, mit Shuren?" Nayantai würde es sicher nicht stören, wenn sie ein oder zwei Nächte mehr auf der Insel verbrachten und er selbst wusste nicht einmal, ob sie nicht ohnehin länger bleiben wollten, als sie sich anfänglich ausgemalt hatten. Was auch immer der Grund war, es reichte, wenn er es ein wenig zu spät realisierte. Zudem war es vielleicht auch gar nicht dumm, wenn er sich etwas von dem Rest der Meute distanzierte, die ihm manchmal wirklich die Nerven raubte - aber Rain war wohl kein Fluchtweg für ihn, in keiner Weise und in keine Richtung. "Aber Rain nicht müde ... kommt trotzdem mit?" Auslassen könnten sie sich über sein Traumata noch immer, dort, wo sie keiner hörte, auch wenn sich Shuren davor fürchtete, nicht verstanden zu werden, oder aber mit Tränen in den fahlen Augen gesehen zu werden, die wohl auf Rain ruhten, weil sie sich nicht sattsehen konnten. Zudem ... Rain brauchte Kleidung, irgendetwas, das ihn wenigstens bedeckt hielt, und abtrocknen sollte er sich vielleicht ein wenig, bevor er mit Shuren ins Bett schlüpfte. Wollte er das denn? "Tut leid, Shuren Affe.", lachte er diesmal, fiel Rain aber nicht aus Dankbarkeit um den Hals, sondern stand auf. "Rain kommt mit?"
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    • Shuren stellte Fragen, auf die Rain selbst keine Antwort kannte. "N-Nein. Keine Aquarianer...", murmelte Rain und schüttelte betrübt den Kopf. Es gab keine Anderen, es gab nur mehr Sirenen und Menschen. Die einen waren seine Feinde und die anderen hatten keinen Grund Rain zu helfen. Abgesehen davon waren Menschen wohl schlecht ausgerüstet um gegen die Sirenen zu kämpfen. Wasser war nicht gerade ihr Spezialgebiet und Sirenen konnten sich immer ins Meer zurück ziehen wenn sie wollten. Da sie Menschen fraßen, hatten sie bestimmt auch andere Mittel und Wege, um die Menschen zu erwischen. Warum sollten sie für die Sirenen also mehr sein als Beute? Jemand anderen konnte Rain aber kaum fragen. Er hoffte, dass wenn er die Sprache der Menschen besser kannte, dass er dann jemanden fand der ihm helfen konnte und genug Leute kannte, die ihm zur Seite stehen würde. Selbst wenn Rain das erreichte, er wusste nicht einmal was als nächstes kommen würde. Er wusste nicht wie man einen Krieg führte und er wusste nicht, wo sein Ziel überhaupt lag. Seine eigene Heimat zu finden würde vielleicht helfen, aber er wollte diese Menschen und ihr Schiff nicht in Gefahr bringen und auch noch nach den Sirenen suchen.

      Rain blickte zu Shuren auf und lächelte erneut so gut er konnte. "Rain uh... Beine... nicht gut?", erwiderte er. Er war nicht sicher ob er Shuren nicht nur aufhalten würde, immerhin konnte er noch nicht so herum laufen wie es die Menschen taten und er wusste auch nicht, wie lange das dauern würde. Shuren konnte ihn nicht die ganze Zeit durch die Gegend schleppen. "Shuren... will... Rain kommt mit?", fragte er dann und sah auf das Schiff. Es störte ihn nicht und es schien nicht so, als wollten die anderen sich mit Rains gebrochenen Sprachkenntnissen auseinander setzen. "Shuren gut.", widersprach Rain dann mit einem leichten Lachen. Er war kein Affe - was auch immer das bedeutete. Rain nickte allerdings und legte eine Hand auf den Mantel, den er über seinen Unterleib gelegt hatte. Dann stand er langsam ebenfalls auf. "Gut.", lächelte er mit einem Nicken, ehe er sich den Mantel irgendwie um seine Hüfte band und weiterhin festhielt. Anschließend beugte er sich noch einmal nach unten, um drei der Muscheln aufzuheben. Damit stolperte er die paar Meter zu Nayantai und hockte sich neben ihn auf den Boden. "Muschel gut.", lächelte er und deutete auf Teis Tasche. "Rain kein...", erklärte er. Er konnte nicht alle tragen ohne Tasche. Er deutete auf den restlichen Haufen und auf den anderen nach Farben sortierter. "Rain uh... mag... Nayantai Hilfe...? Schiff? Mh... wenn Nayantai schlafen?", fragte er ihn. Er brauchte nicht sofort aufspringen, vielleicht konnte er sie Rain ja einfach später mit nach oben nehmen und irgendwo hinlegen. Rain stand inzwischen wieder auf und machte ein paar vorsichtige Schritte auf Shuren zu.
    • Ganz sicher war er sich nicht, ob er einfach entscheiden sollte, ins Bett zu gehen und damit die Nacht, die er ohnehin nicht sehr loben wollte, einfach hinter sich zu lassen. Zugegeben, Shuren könnte sich womöglich mit seinen Freunden ans Feuer setzen und dort mit ihnen herumalbern, er wusste allerdings genau, dass er dazu nicht wirklich aufgelegt war, und, dass Rain vermutlich nur ignoriert werden würde, weil er mit dem Gesprächstempo nicht mitzuhalten wusste. "Nur ihr?", harkte er verdutzt nach. Es war beinahe schmerzhaft zu hören, dass es nur diese eine Art von Aquarianer gab, die sich dann als Stamm auch noch so vom Rest der Welt isolierten, dass es wohl keinerlei Spaß oder Sinn machte, nach einer Nadel im Heuhaufen zu suchen. Wer wusste schon, was ihnen in Rains Heimat begegnen würde? Was, wenn die Sirenen es sich schon häuslich eingerichtet hatten und es nur mehr Rain gab? Ein mitleidiger Schauer lief Shuren über den Rücken, als er nur daran dachte, was passieren würde, wenn Rain alle seiner Artgenossen verlor. Dagegen konnte er dennoch nichts ausrichten, sprichwörtlich waren ihm eigentlich die Hände gebunden, und er war sich peinlichst sicher, dass es nicht viel Sinn machen würde, wenn er sich einfach so weit aus dem Fenster lehnte und behauptete, Rains Leid zu teilen.

      "Beine schon gut! Aber ... Beine ungewohnt. Beine ... lernen.", erklärte er Rain. Shuren sollte damit nicht nur recht behalten, er wusste immerhin auch, wie es Rain erging, zumindest von seinen kurzen Geschichten, die er mit ihm geteilt hatte. Tapfer war er, ja. "Mhm. Shuren will, dass Rain mit ihm Pflanzen sammelt." Auch wollte er, dass Rain sich entspannte und die Zeit mit ihm verbrachte, damit er mehr lernte und sich die Welt aus einem anderen Blickwinkel als dem Schiff oder dem Ozean anzusehen. Abgesehen davon wäre es wohl ratsam, den Sand abzuwaschen, bevor er Rain in sein Bett einlud, aber irgendwie ... "Rain kein Sand? Huh?" Das verwirrte ihn zunehmend, aber noch viel schlimmer fand er es eigentlich, dass er nicht mal die geringste Ahnung hatte, was er eigentlich mit seinen Gedanken anstellen sollte, die wiederum ungeordnet in der Luft herumhingen, kaum überlegte er sich mehrmals, ob er das Blondchen nicht lieber in Nayantais heißgeliebtes Bett lotsen sollte, nur, damit der Grobian auch seinen Spaß hatte. Eben jener lachte zufrieden als Rain ihm nahe kam und ihm die Muscheln wieder andrehte - er nickte, und sah dann zu Shuren. "Wollt ihr nicht hierbleiben? Du und Shuren? Mit uns essen und spielen?", erkundigte sich der Große. Shuren gähnte. Rain musste sich nicht gezwungen fühlen, mit ihm mitzukommen, aber immerhin hatte er jetzt zwei Angebote.
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    • Die Aquarianer waren alleine, Rain war alleine, aber daran konnte Shuren nichts ändern. Es war in Ordnung, für den Moment, Rain wollte die Hoffnung dennoch nicht aufgeben. Er lächelte ein wenig, hatte aber nicht mehr viel dazu zu sagen. Er wusste selbst nicht wohin das alles führen würde, aber er würde es schon noch irgendwie herausfinden. Im Moment war er ohnehin mehr oder weniger hier gestrandet. Er musste sich ausruhen, gesund werden und lernen, auf mehr wollte er sich im Moment auch gar nicht konzentrieren. Immerhin machte es keinen Sinn den Kopf zu verlieren, nur weil er sich in einer aussichtslosen Situation befand. Er sah Shuren an und nickte leicht. "Lernen, ja. Gut... Rain kommt mit.", lächelte er, auch wenn er noch nicht ganz wusste, ob es ihm so sehr gefallen würde, sich vom Meer wegzubewegen. Shuren würde ihn aber bestimmt nicht zwingen, sollte es ihm zu viel werden und sie konnten bestimmt auch Pausen einlegen. Vielleicht fand Ran sogar ein paar weitere Utensilien mit denen er etwas aus den Muscheln zaubern konnte. Für Nayantai vielleicht eine Kette, für Tei eine Haarspange und für Shuren eine Art verziertes Haarband. Das würde ihnen bestimmt stehen.

      Shuren schien über irgendetwas überrascht zu sein und rain legte seinen Kopf schief. "Hm?", fragte er nur, weil er nicht verstand und ihm vermutlich auch keine Antwort hätte geben können. Erst einmal konzentrierte sich Rain ein bisschen auf Nayantai, der am Feuer Spaß zu haben schien. Ein Blick auf Shuren verriet Rain, dass dieser wirklich ins Bett wollte und müde war. Rain wollte ihn nicht alleine lassen, immerhin hatte er Rain gefragt ob er nicht mitkommen wollte. Vielleicht wollte er sich ja doch noch etwas von der Seele reden. Rain lächelte Nayantai an. "Rain hilft Shuren schlafen.", lächelte er nickend. "Rain mh..." Er seufzte tief. "Hose..." Er sollte sich vermutlich etwas anziehen und nicht nur den Mantel um sich schlingen, so bei den anderen zu sitzen wirkte auch ein wenig seltsam. "Shuren schlafen... Rain... hier? Vielleicht.", versuchte er zu erklären. Er würde schon sehen ob er selbst schlafen konnte, oder wie lange er sich noch mit Shuren unterhalten wollte. Erst einmal wollte er für ihn da sein, denn er sah aus als hatte er es nötig.
    • Gegen die Eingebung, Zeit mit den Anderen zu verbringen, hatte Shuren zwar nichts, er wusste dennoch genau so gut, dass er sich nicht helfen konnte all das auf zu hinterfragen und sich selbst dafür anzuzweifeln, dass er wirklich davon profitieren würde, wenn er sich allen ernstes auf etwas einließ, dass nicht nur von ihm forderte, dass er jeden zwischenmenschenmöglichen Gedanken hinter sich ließ, sondern auch, dass er keinerlei Ahnung hatte, wie er all das noch bewältigen sollte - in sein eigenes Fleisch würde er sich drängen, wenn er einen Keil zwischen sie alle trieb - und hassen würde er sich auch, wenn er nichts dagegen tat, dass sich die Seuche seines eigenen Verstandes immer weiter in unterschiedliche Richtungen aufteilte, die er wohl kaum als die Wahrheit ansehen wollte. "Rain kommt mit? Das freut Shuren.", belächelte er einigermaßen beherzt die Entscheidung des jungen Mannes, der sich ohne Widerrede einfach dazu entschied, mit ihm mitzukommen. Shuren könnte nicht glücklicher sein, wusste jedoch gleichzeitig, dass er sich damit eventuell etwas zu viel auf seine Platte legte und mehr von jemandem wie Rain erwartete, als er eigentlich sollte. Was hatte er davon, ein verschrecktes Tier tiefer in einen Wald zu ziehen, aus dem es gerade erst gekrochen war?

      "Schlafen? Mit einer Hose? Wie ungezogen!", lachte Nayantai - Muhan fand das anscheinend auch ziemlich lustig, schaffte es aber nicht wirklich, etwas dazu zu sagen, ohne sich dämlich vorzukommen, weswegen er im Knistern des Feuers unterging und sich wohl lieber Gedanken darüber machen sollte, dem genau er mit einer Hose schlafen helfen konnte. "Nein, ist gut. Shuren gibt dir sicher eine Hose ... ich behalte die Muscheln inzwischen, ja?", stimmte er mit einem Nicken zu, bevor er Rain auch schon in Shurens Richtung scheuchte, der sich ungefragt bei Rains Arme einharkte und ihn Richtung Brücke mitnahm, die auf das Schiff hinaufführte. Unwegsam und leicht glitschig war sie zwar immer, aber gerade war es nicht so schlimm, auch wenn sie den gesamten Tag hier draußen gestanden hatte. Erneut gähnte er und hielt sich die Hand vor den Mund, bevor er Rain nun also auch noch in sein Zimmer verschleppte, den gesamten Weg über das Schiff bis in seine winzige Höhle, aus der Shuren selbst keinerlei Entkommen sah, wenn er sich erst einmal dort eingewöhnt hatte. Seine eigene, oder eher Muhans Kleidung, streifte er ab, um sich neue anzulegen - es war Unterwäsche und so etwas wie ein Mantel, bevor er Rain auch eine Unterhose anbot. "Bist du überhaupt müde?"
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    • Rain nickte zufrieden. Er wollte lernen, das war das Einzige zu dem er im Moment in der Lage war. Mit Shuren lernte er die Sprache der Menschen am Schnellsten und warum sollte er nicht auch etwas über das Leben der Menschen lernen? Aquarianer sammelten auch Pflanzen, das war also nichts Neues. Nur die Umgebung war neu und auch an die würde er sich gewöhnen. Er musste auch lernen mit diesen Beinen umzugehen und Shuren wollte ihn gerne dabei haben. Rain war bis vor zwei Tagen noch nie außerhalb des Meeres gewesen, also vielleicht halste er sich etwas zu viel auf, wenn er ins Landesinnere marschierte. Dennoch wollte er es versuchen. Er wollte ohnehin wissen was Shuren den ganzen Tag trieb und was seine Aufgabe hier war. Er war wohl eine Art Mediziner, obwohl er nicht älter als Rain sein konnte, wenn man denn Menschen und Aquarianer miteinander vergleichen konnte. Er wirkte jung, sie alle taten das und doch lebten sie ganz alleine und scheinbar ohne jegliche Probleme oder Sorgen zu haben. Wie gerne hätte Rain sie alle vor einem halben Jahr kennengelernt.

      Als er nun bei Nayantai saß und dieser lauthals zu Lachen anfing war Rain nur verwirrt. Muhan schien es auch lustig zu finden. "Huh?", fragte er ohne auch nur eine Ahnung zu haben worüber sie lachten. Nayantai wollte es wohl nicht erklären und Rsin nickte vorsichtig, ehe er auch schon davon gescheucht wurde. Nayantai konnte auf die Muscheln aufpassen und Shuren Rain wohl eine Hose geben. Dieser nahm den Blonden gleich wieder unter seine Fittiche und half ihm zurück auf das Schiff. Es ging schon ein wenig schneller als noch am Morgen. Sie bewegten sich erneut durch das Schiff zu Shurens Zimmer. Rain setzte sich mit dem Mantel immer noch über den Beinen auf das weiche Bett und wandte den Blick ein wenig ab als Shuren sich umzog. Dann bekam er selbst wieder eine kleine, dünne Hose. Irgendetwas sollte er wohl tragen. "Tei keine Hose.", erklärte er, striff die Hose aber trotzdem über. "Rain nicht müde.", schüttelte er den Kopf mit einem Lächeln. "Shuren mag Rain hier?"
    • Shuren wollte nicht behaupten, das Leben satt zu haben - stattdessen war ihm lediglich klar, dass es Höhen und Tiefen gab, mit denen er sich beschäftigen und auseinandersetzen sollte, es aufgrund seiner eigenen Sturheit aber nicht schaffte, auch nur eine Sekunde lang richtig zu handeln und sich seiner eigenen Sorgen anzunehmen. Wo blieb die Hoffnung, wenn man ohnehin keine Träume hatte? So recht wusste er das gar nicht, aber jetzt, in diesem Moment, war er hier draußen und nicht irgendwo allein, zusammengerollt und weinend in seinem Bett, in der inständigen Hoffnung man würde nicht nach ihm schicken. Die Dinge hatten sich geändert, das war ihm offensichtlich klar, aber es war auch peinlichst verständlich wie offensichtlich es für ihn zu sein schien, dass es auch eine Welt gab, in der er nicht gebraucht wurde - und doch wollte Shuren sich nicht mit seinem eigenen Kram auseinandersetzen, sondern hoffte darauf, dass es irgendetwas gab, das ihn früher oder später aufmuntern würde. „Tei … ist kein Mann.“, erklärte er Rain mit einem Grinsen. So so, da wollte also jemand rebellieren, nur, weil er andere Kleidungsstücke an einer Frau sah, die sich offensichtlich gänzlich anders einkleiden durfte, als ein kleiner Fisch aus dem großen Meer.

      „Also will Rain auch keine Hose?“, die Frage war relativ unbescholten, aber der Kern der Aussage blieb immerhin bestehen - mehr als etwas Grundwissen brauchte es nun wirklich nicht, um herauszufinden, nach was es Rain strebte. In diesem Fall legte er das leichte Stück Stoff zwar an, schien aber nicht sonderlich glücklich darüber - vielleicht verlangte er viel eher nach etwas, wie einem Kleid. Ob es solche Geschlechtskonformitäten auch Unterwasser gab? Shuren bezweifelte es schwer als er sich neben Rain auf sein Bett setzte - einen Moment der Stille wollte er, bevor er seinen schweren Kopf auf die zarte Schulter des jungen Mannes bettete, der ihm mehr oder minder den Verstand raubte, indem er sich einfach auf die Dummheit der vorherrschenden Meute einließ. Komisch war es allemal und das würde es wohl auch immer bleiben, und dich fühlte er sich so wohl wie er es schon lange nicht mehr getan hatte. „Shuren mag Rain hier, sehr gerne sogar. Rain Freund, und Rain braucht anständiges Bett.“, versuchte er ihm zu verdeutlichen, auch, wenn er darüber nur etwas schmunzeln konnte als er es sich bequem machen wollte. „Rain trotzdem hier, auch wenn nicht müde? Aber … kann auch gehen, wenn will.“ Zwei Beine hatte er, und sie saßen draußen noch immer am Feuer. Shuren ließ sich zurückfallen und schloss die Augen - morgen würde wieder ein anstrengender Tag werden, das wusste er jetzt schon. „Shuren tut leid, dass er müde ist.“
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    • Rain legte den Kopf schief als Shuren wohl versuchte ihm etwas zu erklären. "Mann?", fragte Rain das Wort das er nicht kannte wiederholend. Tei war also anders als die anderen? Ja, sie war eine Frau und alle anderen waren Männer. War das was Shuren meinte? Bei den Aquarianern gab es das Konzept natürlich auch, aber Kleidung, so wie sie die Menschen trugen, gab es bei ihnen nicht und Schmuck konnte jeder gleichermaßen tragen. Menschen waren so kompliziert was Kleidung betraf und Rain konnte nicht wirklich verstehen wieso. War ihnen so kalt? Selbst wenn, wieso war es ihnen dann unangenehm jemandes Oberkörper zu sehen? Bei den Beinen konnte Rain es ja noch verstehen, immerhin fand er seine ebenfalls unheimlich, aber wozu etwas haben, das die Arme bedeckte? Naja, er musste das wohl nicht verstehen und sah Shuren stattdessen an, nur um zu nicken. Rain wollte keine Hose, er trug wohl auch lieber etwas wie das was Tei anhatte, wie auch immer man das nannte. Das sah viel bequemer aus und er musste sich keine Gedanken darüber machen, was wohl passieren würde, wenn er nass wurde während er eine Hose trug.

      Shuren kam näher und setze sich auf das Bett, nur um seinen Kopf auf Rains Schuler zu legen. Hier draußen an der Luft fühlte sich alles so seltsam an. Shurens Kopf wirkte schwer, aber nur, weil hier draußen alles schwer wirkte und gleichzeitig aber auch viel leichter. "Anstä-- huh?", Rain schaffte es nicht das Wort zu wiederholen. Er wusste nicht was das bedeutete, oder was Shuren ihm sagen wollte. Er sah ihm dabei zu, wie er sich nach hinten in die Federn fallen ließ und die Augen bereits schloss. Rain stand vorsichtig auf und zupfte die Decke unter Shuren hervor, nur damit er sie ihm auf den Körper legen konnte. Rain schüttelte anschließend den Kopf. "Shuren müde okay.", lächelte er und setzte sich wieder auf die Bettkante. "Rain hier okay, Rain draußen okay.", erklärte er weiter. Er musste nicht unbedingt zurück zu den anderen gehen, wenn Shuren lieber Gesellschaft wollte. Vielleicht wollte er aber auch seine Ruhe und sein Bett für eine Weile für sich.
    • Wer lag schon gerne in seinem Bett, wenn er einen Haufen neuer Information zu dokumentieren hatte? Shuren, zumindest in diesem Falle, wenn er sich selbst so fühlte, als bestünden seine Beine aus Krabbenpudding und seine Augenlider waren schwerer als alles Andere, das er jemals mit sich durch die Gegend geschleppt hatte. Müde war er allemal, aber nicht nur das, so war ihm doch fast schon klar, wie peinlich und dämlich es war, dass er sich gegenüber Rain nicht einmal wirklich ausdrücken konnte - oder es wollte. "Mhm. Shuren ist ein Mann. Rain ist ein Mann. Nayantai, Khasar und Muhan auch. Tei nicht, Tei ist eine Frau.", versuchte er ihm näher zu legen, auch, wenn er die klimpernden, glitzernden Mondstrahlen von seinem Gesicht fernhalten musste, indem er seinen Unterarm auf seine Augen legte. Wie verdammt müde konnte er schon sein? Nicht sehr, wenigstens hatte er das geglaubt, aber alsbald hatte man ihm Anderes bewiesen und er musste feststellen, dass morgen ein besserer Tag wäre, um sich mit Rain auseinanderzusetzen - sie wären gemeinsam unterwegs und Shuren konnte ihm die Flora und Fauna der obrigen Welt näherbringen, des Landes, auf dem er jetzt zum ersten Mal lief. Freute er sich darauf? Wer wusste das schon.

      "Shurens Bett gut. Shurens Bett weich, bequem." Ein paar Mal schlug er mit flacher Hand auf die Matratze unter ihnen, klopfte darauf herum, nur, damit sie leicht einsank und er kurz darüber kichern konnte. Das Bett im Krankenzimmer, oder allgemein jedes andere Bett auf diesem Schiff war individuell gestaltet - mit der Ausnahme dessen, in dem Rain sich gestern noch aufgehalten hatte. Shuren selbst mochte es nicht, aber das bedeutete nicht, dass es kein anständiges Bett war - sein eigenes war immerhin auch nur ein Haufen aus zusammengekramten Stoffen, die irgendwie ein angenehmes Gesamtbild zu ergeben schienen. "Shurens Bett gut ... anständig. Rains ... Bett nicht. Rains Bett ... nicht gut.", klärte er auf und wälzte sich auf die Seite, damit er zumindest den Rücken des Blonden im Blickfeld hatte, dass schwarze, verschwommene Ränder hatte, und immer schwammiger wurde, je länger er sich auf irgendeine Stelle konzentrierte. Plötzlich gab er auf und schloss die Augen, nickte für eine knappe Sekunde weg, bevor er abrupt hochschoss und sich dann wieder niederbettete. "Shuren mit Rain hier ok. Shuren ohne Rain hier ok. Rain nicht müde?", harkte er nach, als er sich in die magisch erschienene Decke kuschelte. "Danke ...", nuschelte er. "Gute Nacht." Shuren brauchte nicht lange, ehe er sich wie eine Larve zusammengekrümmt hatte und sein Atem abflachte - mit Rain hier war alles irgendwie besser.
      Looking back, it maybe is like the toy carts you rode when you were a kid. But those toy carts could never go beyond the walls of the lawn. We want to follow the rugged concrete road beyond the wall. As we've grown, we've decided to leave behind the toy cart.
    • Erneut runzelte Rain die Stirn und verzog das Gesicht. Das war unfair, dass Tei irgendwie besonders war und tragen durfte was sie wollte und er nicht, aber daran ließ sich wohl nichts ändern. Shuren lud ihn weiterhin ein seine Nächte hier zu verbringen, wohl weil dieses Bett irgendwie besser war. Rain konnte das nicht beurteilen, er hatte noch nie zuvor in einem Bett geschlafen, so etwas hatten sie unter Wasser nicht und dort fühlte er sich auch wesentlich leichter. Alles heir oben fühlte sich anders an und Rain vermisste die Tiefen der See. Shuren war eindeutig müde und kuschelte sich schon bald zusammen. Rain schüttelte den Kopf. "Nein, Rain..." Er stoppte. Shuren war bereits eingeschlafen und Rain zog die Decke noch einmal fester über seinen Körper. Auch Decken hatten sie nicht, sie würden nur davon schwimmen, trotzdem lernte Rain schnell wie man all diese Dinge benutzte. Eine Weile blieb er noch sitzen, weil er Shuren nicht sofort wieder aufwecken wollte. Erst nachdem er sicher war, dass er tief und fest schlief stand er leise wieder auf und hangelte sich wieder nach draußen.

      Rain war schon viel besser auf diesen zwei Beinen unterwegs und schaffte es einigermaßen wieder an Deck zu kommen. Von dort aus machte er sich auf den Weg nach unten. Das Feuer um das die anderen saßen brannte immer noch und Rain hatte sich dem Willen dieser Menschen gebeugt und sich etwas angezogen. Er stolperte über den Sand und ließ sich das letzte Stückchen einfach nach vorne auf die Knie fallen, das war einfacher als ein oder zwei weitere Schritte. er lächelte in die Runde während er sich den Sand von den Knien und den Händen klopfte. Er mochte es nahe dem Meer zu sein, aber ihm fiel auf, dass sich hier nichts bewegte, anders als Unterwasser oder auf dem Schiff der Menschen. Es war ungewohnt und irgendwie unheimlich, aber er wollte auch gar nicht zu viel darüber nachdenken. Stattdessen versuchte er einfach den fremden Worten der Menschen zu folgen.
    • Eine Handvoll Idioten saßen im Kreis um ein Feuer herum, das noch bis in den Morgengrauen lodern würde, wenn sie es später nicht auskippen würden. Nayantai wusste, dass sie vorsichtig sein sollten, auch, wenn sie eine unbewohnte Insel besuchten; Spuren zu hinterlassen war selten eine gute Idee, selbst dann, wenn sie gerade Spaß daran hatten, Leute einfach nur zu belästigen. Diebesgut an Bord zu haben war immerhin in jeder Lebenslage nicht gerade die beste Option. "Auf aaaaaaalle Fälle!", verkündete Muhan und nahm den Großen in den Schwitzkasten, rieb die Knöchel seiner geballten Faust gegen Nayantais viel zu langes, viel zu schweres Haar, das sich früher oder später ohnehin mit all dem Meerwasser vollgesogen hätte. Tei kicherte lediglich und Khasar drehte die Augen über. Sie schienen sich nicht daran zu stören, dass die beiden Turteltauben sich ein Zimmer genommen hatte, ganz im Gegenteil - ihre Namen kamen gar nicht erst über ihre Lippen und, so wie es der Zufall wollte, schien Rain auch schon die Schnauze voll von Shuren gehabt zu haben, der ihn wahrscheinlich mit irgendwelchem wissenschaftlichem Geplänkel beleidigt oder belästigt hatte. Zufrieden klopfte Khasar neben sich auf den Sand, während Nayantai sein bestes gab, sich aus Muhans Griff zu winden - schallendes Gelächter brach aus, als die beiden Raufbolde verstummten, weil sie das zierliche Wesen nicht verscheuchen wollten.

      "Wir sollten mal wieder in einer Hafenstadt anlegen und Rain den Rest der Menschheit zeigen!", verkündete Muhan schließlich und sah sich den jungen Mann an, der nun hier bei ihnen war. Was ihn wohl plagte, wenn er sich schon freiwillig dazu entschied, Zeit mit Shuren zu verbringen? Womöglich mehr, als ihm rechtens war. Genau genommen war es jedoch Nayantai, der sich räusperte und Muhan gegen die Schulter boxte. "In eine Stadt? Bist du verrückt? Ein Dorf ist für den Anfang besser und mal ehrlich, wir können nicht alles machen, nur, weil wir einen neuen Passagier haben! Was ist aus diesem Ganzen 'wir sollten uns nicht zu offensichtlich und öffentlich zeigen' geworden? Diskretion, hallo?", appellierte der Kapitän schließlich an seine Mannschaft. Zustimmendes Grummeln war jedoch alles, was er empfing - denn ihre Augen hatten sich unlängst auf das blonde Tierchen gelegt, das dort lag und lauschte, in der Hoffnung, mehr von alledem zu verstehen, was sie wohl von sich gaben. Tei streckte sich und rutschte ein Stückchen näher an Rain heran, legte ihre Hand auf den Rücken des Mannes und klopfte ihm bestätigend sachte dagegen. "Alles in Ordnung?", entschied sie sich lediglich, zu fragen. "Ach komm, dem kann es bei uns nicht so schlecht gehen!" "Muhan, halt die Klappe!" Erneut war es Gelächter, das sie vereinnahmte. "Rain, kennst du Witze?"
      Looking back, it maybe is like the toy carts you rode when you were a kid. But those toy carts could never go beyond the walls of the lawn. We want to follow the rugged concrete road beyond the wall. As we've grown, we've decided to leave behind the toy cart.
    • Rain wollte niemanden stören und er fragte sich, ob er nicht vielleicht doch bei Shuren hätte bleiben sollen. Nun saß er aber da und all die Menschen lachten fröhlich vor sich hin, während in ihrer Mitte das Lagerfeuer loderte. Die Flammen faszinierten Rain, immerhin kannte er kein Feuer. Unterwasser gab es so etwas nicht und es war warm, nein eigentlich gerade zu heiß, speziell dann wenn der Wind die Flammen in seine Richtung wehte und damit auch etwas Rauch. Die Gerüche hier draußen waren ebenfalls sehr intensiv und die Menschen waren ziemlich laut, wenn sie miteinander sprachen. Er bemerkte wie Muhan ihn von oben bis unten betrachtete, jetzt wo Shuren ihn endlich dazu gebracht hatte sich eine Hose anzuziehen, fiel es ihnen allen vielleicht leichter. Er war nicht ganz sicher was er als nächstes sagte und wieso er Nayantais Zorn auf sich zog. Die anderen schienen auf der Seite ihren Kapitäns zu sein, aber Rain konnte nur den kopf schief legen. Er verstand kein einziges Wort, aber das war in Ordnung, es reichte ihm einfach ein bisschen zuzuhören und man musste auch gar nicht mit ihm sprechen. Es war vermutlich auch einfacher sich in Ruhe weiter mit Shuren zu unterhalten, damit sie einander irgendwann verstehen konnten.

      Irgendwie ergab es sich, dass nun alle Augen auf Rain lagen und er machte sich ein wenig kleiner, weil er so vie Aufmerksamkeit eigentlich gar nicht wollte. Tei war es die näher kam und ihm beschwichtigend auf den Rücken klopfte. Sie sah ihm wohl an, dass er sich gerade nicht ganz so wohl fühlte, aber Rain lächelte einfach nur und nickte kräftig. "Rain okay." Die anderen stimmten ein wenig mit ein, Muhan wurde zurechtgewiesen und alle begannen zu lachen, auch wenn Rain nicht wusste wieso. Ob es an ihm lag? Die folgende Frage verstand er nicht und er legte erneut den Kop schief. "Wi-tze...?", hakte er nach und wusste nicht worauf Tei hinaus wollte. Stattdessen aber zupfte er an dem Zipfel ihres Kleids und versuchte noch einmal zu ergründen, warum er selbst eine Hose tragen musste und Tei nicht. "Tei keine Hose...", stellte er fest und blickte dann in die Runde. Alle anderen trugen welche. "Rain Mann... Tei nicht... Rain... will trotzdem keine Hose tragen.", murmelte er, weil ihm die Worte ausgingen.
    • Die gackernde Meute an Möchtegernpiraten starrte gebannt auf ihren Glücksfang, der sich ihnen gerade noch mitzuteilen versuchte - Rain konnte nichts falsches sagen, zumindest konnte man davon ausgehen, wenn man sie allesamt anstarrte, wie sie ihm entgegenstarrten. Was faselte er da eigentlich? Wo führte dieser Satz hin? Anstatt ihnen also von irgendwelchen Witzen zu berichten, war es Tei die ihn ein wenig abergläubisch aber nett gemeint ansah, als würde sie denken, Rain hatte auch den letzten Wortschatz, den er noch sein eigen nennen konnte, schlussendlich auch noch verschluckt. "Alles in Ordnung?", fragte sie mit leicht gedrehtem Kopf, als würde es ihr dabei helfen, ihn besser zu verstehen - nicht, dass es das tat, aber jede Person, die auf diesem Schiff mehr als eine seiner Gehirnzellen anstrengte, würde wohl verstehen, worauf ihr Passagier herauswollte. Dumm nur, dass Intelligenz in den Weiten des Bugs nicht gerade dicht gestreut war, und blöd nur, dass die einzige Person, die auch nur einen Ansatz von Anstand, Manieren oder Verständnis für ihn besaß Shuren war, der gerade irgendwo in seinem Bett vor sich hinsiechen musste, damit er am nächsten Morgen ausgeruht war - das erklärte zumindest, wo dieser Vollidiot sich versteckte, und wieso Rain reiß aus von ihm nahm. Wer wollte dem auch schon beim Schnarchen zusehen?

      "Was genau will er?", erkundigte Muhan sich, der wirklich nicht ganz verstand, worum es zu gehen schien - anstatt ihm eine Antwort geben zu können, schüttelte Tei lediglich mit dem Kopf und zuckte mit den Schultern; woher sollte sie das wissen und wieso starrte der ausgedünnte Idiotenkader ausgerechnet sie an? Weil Rain mit ihrem Kleid spielte? Naja, er schien nicht gerade begeistert von seiner Hose zu sein, so viel schien zumindest klar. "Rain will ... das?", wollte Khasar wissen, der den beiden vielleicht noch eine Scheibe abschneiden konnte, wenn er sich nicht all die restliche Intelligenz einbehielt, jetzt, wo es über ihren Köpfen immer mehr dimmte, kaum war Shuren in das Land der Träume gewandert, über den Horizont hinaus. "Als ob Rain ein Kleid will!", beschwerte Muhan sich, fing an, zu pöbeln, als wäre das wohl auch noch die dümmste Idee, die er heute gehört hatte - war es das denn wirklich? "Das hört sich aber so an!", giftelte Tei, die wohl doch genug davon hatte, dass Muhan sich derartige aufspielte. Na gut, was sollte aus der Situation noch werden? Khasar wurde daraus nicht stimmig und dann gab es noch jemanden, der eigentlich noch kein Wort dazu geäußert hatte - bis jetzt, eben. "Was stellt ihr euch so an? Er könnte vermutlich auch gleich als Tei's Schwester durchgehen.", murrte Nayantai, der seine gesamte Aussage mit ein wenig Sarkasmus behaftete - Tei warf Sand nach ihm.
      Looking back, it maybe is like the toy carts you rode when you were a kid. But those toy carts could never go beyond the walls of the lawn. We want to follow the rugged concrete road beyond the wall. As we've grown, we've decided to leave behind the toy cart.
    • Rain war nie zuvor außerhalb des Wassers gewesen, auch wenn er durchaus verstand, dass es wohl einfacher war sich mit zwei Beinen fortzubewegen. Trotzdem war das alles neu und unheimlich, bestimmt hätten die anderen auch Angst wenn ihnen auf einmal ein anderes Körperteil wachsen würde, eine Flosse, oder ein dritter Arm. Zwischen seinen Beinen sollte eigentlich nichts sein und jedes Mal wenn die Hose die Innenseite seines Beins streifte fühlte sich das falsch an. Noch dazu wusste er nicht, was passieren würde, würde er jetzt nass werden. Er wollte keine Hose mit sich verschmelzen lassen, das klang ungesund. Er konnte sich nicht verständigen und die Gruppe war verwirrt. Als Khasar ihn etwas fragte nickte er, während der Rest der Gruppe zu diskutieren anfing. Rain war ein bisschen verwirrt, aber hierbei ging es wohl darum, dass verschiedene Geschlechter verschiedene Kleidung um ihre Beine trugen. Es war ja bei ihnen und dem Oberkörper nicht anders, Frauen bedeckten ihn meist mehr, das schien hier auch der Fall, denn Tei hatte er noch nicht oben ohne gesehen.

      Hatte Rain für Zwist in der Gruppe gesorgt? Vielleicht. Muhan wurde etwas lauter und Nayantai murrte, wie eigentlich meistens. Rain war nicht sicher ob er weniger ein Teil der gesamten Gruppe war, oder sein wollte, oder ob er Rain einfach nicht leiden konnte. Naja, er verhielt sich wie ein Idiot und Rain konnte nicht behaupten, dass er ihn sonderlich mochte, aber dafür hatte er auch schon eine verpasst bekommen. Während die anderen ins innere der Insel wanderte, war er es auch gewesen der lieber den ganzen Tag im Wasser verbracht hatte. Vielleicht wollte er aber auch einfach nur ihr Schiff nicht alleine lassen, es war vielleicht besser jemand passte darauf auf, auch wenn sie sonst niemanden getroffen hatten. Rain hatte wenig Ahnung vom Leben hier oben. Diese Gruppe schien davon zu leben von Insel zu Insel zu segeln, verlassen genug schien diese ja, und dort Wasser und Nahrung zu finden, damit sie weiter segeln konnten. Rain brauchte das alles nicht, er konnte genauso gut das Salzwasser trinken und Das Meer bot genug Nahrung. Fische, Muscheln, Seetang, Krabben,...