seabound. (Earinor & Akira)

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    • Mit einigem hatte er nicht gerechnet, und eines davon war Rain, der ihm hinterherlaufen würde wie ein neugieriger Welpe und für ihn sogar ein Kissen aufhob, das er unnötigerweise auch noch wieder zurück ins Bett legte. Gemein wollte er zu ihm noch nie sein, nicht in den wenigen Tagen in denen sie sich kannten, aber gerade jetzt hatte er das Verlangen, ihn leicht zu kneifen, einfach des Spaßes halber - aber er ließ es bleiben. Lieber konzentrierte er sich in diesem Moment darauf, wirklich wach zu werden und gähnte einmal herzhaft, bevor er alle seiner Gliedmaßen von sich streckte. Unbehelligt rutschte er an die Bettkante, zerstörte dabei womöglich sein halbes Bett, aber das war ihm egal. "Mhm, ja.", erzählte er Rain mit einem Nicken. Muhan und Nayantai war einfach nur nervenaufreibende Kindsköpfe, die er immer wieder zurechtwies, weil sie seine Spielregeln nicht akzeptieren wollten. So einfach könnte es sein, aber in Wahrheit war es das nicht, zumindest bezweifelte er es selbst, dass alles einfach von ihm gefegt werden konnte, als würde man den Stein, der auf seinen Schultern ruhte, hochheben und anderweitig entfernen. "Rain auch gut?", wollte er wissen und sah ihn an. Nein, gleich bleich und müde wie vorhin sah er aus, aber Shuren wollte ihn weder beirren, noch beeinflussen, weswegen er ihn in gespielter Unwissenheit anlächelte und versuchte, nett zu sein.

      "Shuren ... etwas müde. Rain sehr müde.", entgegnete er schließlich und zeigte mit seinen Fingern zuerst einen kleinen Abstand für etwas, und dann einen großen für sehr - das müsste vorerst genügen, aber das war auch schon alles. Den Dreck klopfte er sich von der Kleidung, bevor er Rain ansah, der zumindest Unterwäsche tragen wollte; wenn er Beinkleidung nicht mochte, vielleicht waren Tei's Kleider eine bessere Anmaßung für ihn? Er würde fragen, insofern das allen recht wäre. Bevor er sich jedoch weitere Gedanken durch den Kopf gleiten ließ, stand er auf und kämmte mit seinen Fingern durch seine Haare, die er knapp hochband. "Rain, bist du hungrig?", wollte er wissen und rieb sich dabei den eigenen, einigermaßen leeren Bauch, bevor er sich auch schon auf den Weg nach draußen begeben wollte - aber all das zu überstürzen war eher dumm. Lieber wechselte er die Socken und zog sich seine Schuhe an, ehe er sich in sein Bett zurückwünschte. Tei verschlief neunzig Prozent des Tages und war trotzdem müde, wenn sie abends ins Bett ging - wieso, das hatte er noch nicht herausgefunden, und damit rechnete er auch nicht mehr, aber das war auch keines von Rains Problemen. "Rains Beine gut?", wollte er wissen, bevor er aufstand und Rain seine Hand anbot. "Danke für das Kissen."
      Looking back, it maybe is like the toy carts you rode when you were a kid. But those toy carts could never go beyond the walls of the lawn. We want to follow the rugged concrete road beyond the wall. As we've grown, we've decided to leave behind the toy cart.
    • Shuren schien immer noch müde zu sein und vielleicht hatte ihm der Weckruf seines Freundes nicht so ganz gefallen, aber Rain konnte kaum etwas dazu sagen. Der mensch behauptete zumindest, dass es ihm gut ging und Rain wollte nicht daran zweifeln. Rain nickte, als er dasselbe gefragt wurde. Er war vielleicht ein wenig müde, aber schlafen konnte er ohnehin nicht. "Wasser.", erklärte er allerdings. Er war - erneut - durstig. Es schien als müsse er einfach eine Menge trinken solange er an Land war und auch wenn er immer wieder etwas bekommen hatte, es schien kaum genug. Er fühlte sich ein wenig schlecht so oft nach etwas zu fragen. Wenn er gekonnt hätte, dann hätte er sich selbst bedient, aber er wusste nicht woher er Wasser bekam, ohne sich über die Reiling zu stürzen und das sollte er ja nicht tun. Wie viele Tage es wohl dauern würde, bis die Wunde genug verheilt war? Er konnte Shuren wohl fragen, aber es gab sicher einen besseren Zeitpunkt dafür als jetzt, wo der Mensch noch so müde aussah und scheinbar lieber wieder ins Bett zurück kroch.

      Rain schüttelte ob Shurens Beobachtung nur den Kopf und hob abwehrend eine Hand. "Rain gut.", erklärte er mit einem Lächeln. Shuren stand inzwischen auf und wollte scheinbar nicht weiter versuchen zu schlafen. Die Frage verstand Rain nicht ganz, aber er nickte einfach, weil er nicht unhöflich sein wollte. Rain sah dabei zu wie er seine Kleidung wechselte und fragte sich, ob das alles wirklich nötig war. Es schien wie unnütze Arbeit, die man jeden Tag verrichten musste, dabei konnte man doch einfach auch ohne ein Hemd und ohne Stoff oder Leder über den Füßen herum laufen. Rain hatte damit keine Probleme und zum Glück wurden ihm bisher keine Socken oder Schuhe aufgezwungen. Shuren stand wieder vor ihm und streckte seine Hände aus. Rain griff vorsichtig danach und zog sich mit Shurens Hilfe auf seine Beine. E brauchte ihm nicht so viel helfen, Rain wollte das nicht. Er verneinte also seinen Arm wieder um seine Schulter zu legen und griff stattdessen nur sanft und mit einem Lächeln nach seinem Arm, damit er etwas hatte woran er sich festhalten konnte. Mit der anderen Hand hangelte er sich einfach an der Wand entlang.
    • Rain bremste ihn zwar aus, aber das machte nichts - Shuren wollte es langsam angehen lassen, und abgesehen davon war er ohnehin kein Fan davon, sich einfach von allen an der Nase herumführen zu lassen, so lange sie Lust und Laune dazu hatten. Dass er bald nach Wasser gefragt wurde, fand er nicht einmal komisch, nein, ein kurzes Gekicher konnte er dabei ebenfalls nicht unterdrücken und so passierte es, dass er sich ohne weitere Gedanken zu machen mit Rain aufmachte, um endlich seinen Weg aus den inneren Gefilden - dem Bauch des Schiffes - zu finden, damit er nach oben kam und endlich die frische Luft einatmen konnte, die es außerhalb seines Zimmers kaum gab. "Du bist schon schneller unterwegs als gestern.", lobte er Rain, der sich von ihm helfen ließ, aber gleichermaßen wohl die Gänge entlang stolperte und ihm aufzeigte, wie schwer es vermutlich erst werden würde, wenn sie sich alle wieder an trockenem Land befanden, wo die stetigen Wogen nicht ihre jede Bewegung beeinflussten. Ob er den Verstand verlieren würde, wenn er sandigen oder sogar ebenen Untergrund unter seinen Füßen spüren würde? Vermutlich schon, aber das tat nun einmal nicht viel zur Sache, wenn er dabei zu bedenken hatte, dass Rain noch gar nie dort gewesen war.

      Dem Geruch des Frühstücks und der allgemeinen Kenntnis seiner Umgebung folgend, brachte Shuren Rain in die einzige Räumlichkeit an Deck, die nicht von Holz aufgefressen wurde, sondern sogar mit einigen Fenstern ausgestattet war und dieser überdimensionalen Nussschale ein gutes Antlitz bescherte. Nayantai mochte ein Grobian sein, aber er war auch für Feinheiten gut, selbst, wenn er sich keinen Tischlersohn schimpfen konnte. "Guten Morgen!", stieß Muhan freudig aus, der sich wohl gerade über seine Lieblingsmahlzeit des Tages hermachen wollte: Die Einzige, die noch nicht von Alkohol versifft war und eine der Wenigen, die eine gesunde Grundbasis in seinem Magen bilden sollte. Daneben saß Khasar, der noch nach dem Rechten sah und Nayantai war entweder noch gar nicht da, oder hatte sich schon über alle Berge davongemacht. Ungeachtet des ganzen Theaters saß auch Tei bei ihnen, wenn auch eher müde als wach, und ihr schwerer Kopf war gegen Khasars Schulter gelehnt, sobald er sich setzte. "Shuren hat den Fisch abgeschleppt!" "Der Fisch heißt Rain und ich habe ihn nicht abgeschleppt!", beteuerte er und zog Grimassen. Khasar griff lieber nach irgendwelchem Porzellan und schob es über den dreibeinigen Tisch, bevor Shuren Rain einen Sessel anbot und sich dann neben ihn pflasterte. Ihre Vorräte waren einigermaßen aufgestockt, aber ihr Frühstück bestand dann doch eher aus rohem Obst, ein paar gekochten Eiern und zu viel Suppe. Fischsuppe, vermutlich. "Hat irgendwer Nayantai gesehen?" "Der pennt doch sicher noch!", holerte Khasar schließlich, ehe er seinen Blick auf Rain warf. "Rain, ja?"
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    • Rain verstand Shurens Worte nicht, aber es schienen positive zu sein und er lächelte ihn an. Sie kamen tatsächlich ein wenig schneller voran, auch wenn Rain lieber nicht in Richtung seiner Beine sah, wenn er sich durch die Gänge des Schiffes bewegte. Es fiel ihm immer noch schwer zu realisieren, dass er nun zwei Beine statt einer Flosse hatte und er konnte es nicht erwarten wieder ins Wasser zu hüpfen. Sie waren immer noch bei dieser Insel und der Strand hatte gestern einladend ausgesehen. Rain fragte sich, ob ihm nicht vielleicht jemand nach unten helfen konnte, damit er sich zumindest in das seichte Wasser setzen konnte. Für die Wunde an seiner Flosse - oder eben seinem Fuß - durfte das doch gar nicht so schlimm sein und er würde seinen Oberkörper schon nicht eintauchen. Vielleicht konnte er später fragen, aber gerade jetzt roch es schon wieder nach Essen und Rain vermutete, dass sie etwas Frühstücken würden. Diese Menschen mussten ihm wirklich nichts anbieten, also wenn er nichts abbekam war das auch in Ordnung. Sonderlich großen Appetit hatte er ohnehin nicht.

      Sie bewegten sich in einen anderen überdachten, aber hellen Bereich, wo bereits einige von Shurens Freunden zusammen saßen. Rain erkannte sie einergamßen, auch die Frau die ihn gestern mit Nayantai besucht hatte, aber Nayantai selbst war nicht da. Sie wurden begrüßt und Shuren half Rain sich auf einen der Stühle zu setzen. Sie hatten zwar scheinbar alle gewollt, dass Rain sich anzog, aber alle hier sahen ein wenig besser aus, als Rain in seinem fleckigen Hemd, besudelt mit Blut und Tinte - und außerdem viel zu groß. Rain beschwerte sich nicht, er sah einfach etwas verlegen in die Runde und versuchte dem Gespräch zu folgen. Er kannte kaum Wörter, so war es schwierig und alles was er erkannte war sein Name. "Rain, ja.", nickte er dem Mann mit dem Essen zu, der einen Teller vor ihm abstellte. Das flüssige Etwas, das nach Fisch roch wirkte auf Rain doch sehr attraktiv. So würde er vielleicht den trockenen Hals loswerden. Er blieb aber still sitzen, immerhin war er hier nur Gast. Viel mehr traute er sich im Moment auch nicht zu sagen, obwohl er zumindest gerne die Namen der anderen gewusst hätte.
    • Genau genommen hatte er sich erhofft, seine Verfolger oder aber eher Kameraden loszuwerden und mit Rain ein ruhiges Frühstück in ihrem sogenannten Speisesaal - der eher ein Raum war - einzunehmen. Stattdessen kam es dazu, dass sie beiden sich nicht mehr erlauben konnten, als für den Moment beisammen zu sein und von allen anderen umgarnt zu werden. Bevor man ihm auch noch eine Suppe aufzwingen konnte, griff er nach einem Stück Brot, das er in der Pampe aufweichen wollte, war es doch steinhart geworden, und dann sah er in die Runde. "Rain, das ist Khasar.", er deutete dabei auf den hageren Mann, der ihm soeben die Suppe gereicht hatte, und an den sich Tei klammerte. "Und das ist Tei." Ungeahnt dessen, dass sie eigentlich schlafen sollte, blinzelte sie leicht und wank Rain zu, welcher vermutlich eher unbeteiligt an diesem Tisch saß. Als Letztes glitten seine Augen zu dem Ältesten in ihrer Runde, der sich nicht mit Tischmanieren rühmen würde und ein ganzes Ei auf einmal in seinen Mund stopfte. "Und das ist Muhan.", erläuterte Shuren weiter, bevor sich jener fast an seinem Frühstück verschlucken wollte, es aber noch gerade so schaffte, nicht an dem Ding zu ersticken und sich lieber über etwas anderes - wohlgemerkt ein paar der alten, faden Äpfel - hermachte, die er auch in vier Bissen herunterschlingen würde.

      "Morgen ...", bemerkte eine neue Stimme im Bunde, die den Trubel wohl oder übel nicht ausgehalten hätte, wenn er alleine vor der Tür stehen musste. Anders als angenommen sah Nayantai zwar nicht zerfleddert aus, aber die nicht geflochtenen Haare standen ihm zu Berge und die Knöpfe seines Hemdes waren definitiv nicht richtig zugeknöpft. "Du lasst dir ja Zeit!", warf Muhan ihm lachend vor, aber Nayantai ließ sich nur auf den einzigen, noch freien Sessel fallen, bis ihm auffiel, dass sie wohl einen zu viel hatten - einen, der aufgetaucht war, weil Rain aufgetaucht war. Ungeahnt dessen stellte er eine alte Karaffe aus Ton auf den Tisch, gefüllt mit Wasser, bevor er herzhaft gähnte und seinen Kopf schüttelte, wie ein nasser Hund ... Moment mal. Im Halbschlaf griff er nach der Schüssel Suppe, die Khasar im reichte, der ebenfalls Zeuge davon wurde, dass Nayantai klitschnass war. "Trockne dich doch wenigstens ab!", beschwerte er sich, aber Tei zog an seinem Ärmel und er setzte sich seufzend. Einige Stunden im Wasser zu verbringen taten ihm zwar gut, aber er war jetzt einigermaßen ausgelaugt und wollte trotzdem noch mehr. "Warst du schon wieder ...?", fragte Shuren zögerlich nach, ehe Nayantai schief grinste und aus seiner Schale trank. "Ja! Und außerdem habe ich die hier gefunden!", lachte er beherzt und fuchtelte dann mit seinem Hemd herum, bevor er etwas Schwarzes auf den Tisch legte - das war definitiv eine Muschel, die auch definitiv noch lebte. "Nayantai, du solltest Rain eventuell sowas nicht vorsetzen ..." "Wieso nicht?"
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    • Rain blickte erneut in die Runde und als Shuren jeden einzelnen von ihnen vorstellte, versuchte Rain sich die Namen einzuprägen. Tei winkte er dabei ebenfalls zu und lächelte leicht. Sie schien müde, ob sie auch Probleme hatte zu schlafen? Vielleicht machte er die Menschenhier doch nervös, auf der anderen Seite hatte Shuren ihn sogar in sein Zimmer eingeladen, auch wenn Rain nicht genau wusste warum. Bequemer als das andere Zimmer war es allemal. "Khasar... Tei... Muhan...", wiederholte er mit einem Nicken. Die Namen klangen ungewohnt, so wie Shurens und Nayantais auch, aber Rain war zuversichtlich, dass er sie sich merken konnte. Teis Name mochte er zugegebenermaßen am Meisten, obwohl Nayantais auch nicht schlecht war und keinen dieser komischen Zischtöne hatte. Nein, jetzt fühlte er sich schlecht. Shurens Name war auch schön, nur schwer für ihn auszusprechen und er würde ihn niemals richtig in seine eigene Sprache übersetzen können. Muhan war derjenige der schon zu essen begann. Das runde Ding das er da hatte konnte Rain nicht zuordnen, den Apfel kannte er aus Zeichnungen und Geschichten, gegessen hatte er selbst aber noch keinen. Hauptsächlich ernährten sich Aquarianer aber auch von Fisch oder anderen Meereskreaturen.

      Rain drehte seinen Kopf als auch der letzte der Runde auftauchte. Er war von oben bis unten nass - wie gemein. Rain durfte nicht ins Wasser, aber er schon? Naja... er war auch nicht verletzt. Müde sah er auch aus - Rains Theorie, dass er alle hier nervös machte verfestigte sich ein bisschen. Der Mensch hatte ihnen doch nicht etwa erzählt Rain hätte ihn gebissen? Das wäre eine Lüge gewesen! Eine schlimme noch dazu! Nayantai fing an seinen Kopf zu schütteln und ein paar der Tropfen landeten auf Rain. Es störte ihn nicht und es war auch nicht genug um diese Beine los zu werden. Es wäre unter dem Tisch aber vermutlich sowieso zu eng geworden. Auch er bekam eine Suppe und begann aus seiner Schale zu trinken. Während die anderen sich noch unterhielten griff auch Rain nach seiner Suppe die ihm hingestellt wurde, um ebenfalls aus seiner Schale zu trinken. Er hatte die Flüssigkeit bitter nötig und der Fischgeschmack war ebenfalls lecker. Als Nayantai ein schlürfendes Geräusch machte, fragte Rain sich ob man das so machte und machte es nach, ehe schon wieder ein ganz anderes Thema wichtig schien. Rain hörte seinen Namen und sah nur fragend auf. "Hm?" Nayantai hatte eine Muschel auf den Tisch geknallt und Shuren starrte sie an. Störte ihn etwas?
    • Die Suppe schmeckte besser, als sie es die letzten Tage getan hatte, und doch schien sich keiner dafür zu interessieren, außer Muhan, der sich in die Peinlichkeiten gar nicht involvieren wollte, sondern für den peinlichst klar war, dass er sich besser aus der ganzen Sache heraushielt. Beobachtet fühlte er sich trotzdem, aber er schob Rain lediglich ein Ei über die Tischplatte, als Friedensangebot, und sah Nayantai an, der vor lauter Wasser vermutlich einen ganzen Trinkbrunnen bildete, wenn es nicht Salzwasser wäre. Eben jener rümpfte die Nase obgleich Shurens Worte und er nahm es selbst auf sich, den Idioten vom Gegenteil zu überzeugen. Von sich selbst angetan und überhaupt in seinen eigenen Annahmen bestärkt nahm er die Muschel und zeigte sie Rain, welcher zumindest irgendwelche menschlichen Konzepte verstand - dass er die gestrige Nacht wohl bei Shuren verbrachte hatte, bestärkte den dämlichen Beschluss nur und er konnte sich kein Grinsen verkneifen. "Nayantai gut oder nicht?", wollte er von ihm wissen und schob ihm die Muschel herüber, die Rain entweder himmelhochjauchzend als zu jung zum sterben deklarieren würde, oder als Futter erkannte - und eigentlich hatte er sie nur mitgenommen, um nachzusehen, ob sie reichlich Perlen produzierte oder nicht; wenn sie keine hatte, dann würde er sie liebend gerne wieder aussetzen.

      Shuren grummelte und tauchte sein altes Brot in neu-alten Eintopf. Während er darauf wartete, dass sich das Ganze nun also doch mit dem Eintopf vollsog, betrachtete er die Barbaren, die sich über ihr Essen hermachten - nicht hatte sich geändert, und die ungehobelten Tischmanieren lernte Rain also auch noch von Nayantai, der ihm wohl gerade ein Souvenir präsentierte. "Nayantai ist ... dumm.", erklärte er Rain knapp und lehnte sich zurück, bevor er sich entschied, auch aus seiner Schale zu trinken und dann nach der Karaffe zu greifen, um ihnen allen etwas Wasser einzugießen. Khasar hingegen war es, der sich freute, dass ihr kleines, fischiges Mitbringsel sich auch über die Suppe freute und Nayantai sah vermutlich mehr in den blauen Meeresaugen, als da war. Was glaubte er auch, nachdem er Rain so oft auf die Pelle rückte. "Ich ... will mich entschuldigen! Ja!", beharrte er erneut mit einem bestimmten Nicken, und dieses Mal wirkte es ja fast so, als würde er es ernst meinen. Shuren schielte lediglich über Rains Schulter zu dem Schwarzhaarigen herüber und wollte schon nicht mehr von ihm wissen - wieso denn auch? Davon hatte er ohnehin nichts, kannte er ihn doch schon seit einigen Jahren, aber vielleicht fand er doch noch etwas Neues über ihn heraus.
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    • Rain wusste nicht ob ihm so viel Aufmerksamkeit gefiel. In gewisser Weise war er es von zu Hause gewohnt, aber hier war das dann doch etwas ganz anderes. Muhan schob ihm eines der ovalen Dinger hinüber die Rain nicht kannte, Suppe hatte er auch bekommen und jetzt schenkte auch Nayantai ihm auf einmal etwas. Er wusste nicht was Nayantai wirklich von ihm wollte und sah ihn kurz fragend an, ehe er die Muschel in die Hand nahm. Ob Menschen auch Muscheln aßen? Aquarianer taten das, sie hatten sogar Farmen wo sie sie züchteten. Mit den Perlen machten sie Schmuck, sollten sie welche finden. Rain hätte das Ding zwar mit der Schale essen können, aber vielleicht wollte Nayantai ja einfach nur das war darin war. Rain griff also etwas zögerlich über den Tisch um ein Messer zu nehmen, mit dem wohl das Brot geschnitten wurde. Geschickt fädelte er es an der Seite der Muschel ein und drückte sie auf. Eine Perle war nicht drin, aber essen konnte man sie wohl trotzdem. Rain war aber nicht sicher ob sie für ihn gedacht war. Er legte das Messer wieder weg und bot Nayantai die geöffnete Muschel wieder an.

      Shuren schenkte ihnen inzwischen zu trinken ein und Rain hätte vermutlich die ganze Karaffe Wasser selbst trinken können, aber er hielt sich zurück. Die Suppe beinhaltete vorerst auch genug Wasser für ihn. Nayantai war es der ihn erneut ansprach, auch wenn er nicht wusste wieso. Rain sah ihn etwas misstrauisch an und griff nach seiner Hand. Er drückte die Muschel hinein, weil er sie bisher selbst nicht genommen hatte. Rain hatte keine Ahnung was Nayantai bezweckte, ob das ein Geschenk war, oder ob er einfach nicht gewusst hatte, wie man eine Muschel aufmachte. So oder so machte nichts von dem was er sagte Sinn für Rain und im Gegensatz zu Shuren machte er sich wohl auch keine große Mühe es verständlich zu machen. Rain widmete sich wieder dem Tisch und griff nach seinem Becher, um ihn in einem Zug auszutrinken. Das süße Wasser schmeckte verdammt lecker, aber er fragte nicht nach mehr, stattdessen nahm er das Ei in die Hand, von dem er nicht wusste was es war, oder wie man es aß. Der Große hatte es sich einfach in den Mund gesteckt. Rain roch erst einmal danach, aber alles heir draußen roch anders als im Meer, er wusste gar nicht wieso er das überhaupt tat.
    • Eigentlich wollte er nicht mehr, als dass Rain sich der Sache annahm - die inexistente Perle war ihm dabei eigentlich schon egal geworden, aber wie es schien wollte man sie ihm nicht wegnehmen und Rain gab ihm zurück, was er gar nicht verlangt hatte. Mit einem Mal schüttelte er den Kopf und umschloss das schwarze Ding für eine Sekunde fest, bevor er es wieder zu Rain zurückschob. "Für dich.", erklärte er ihm. Wenn das so weiter ging, dann würden sie es wohl nie schaffen, vom Schiff herunterzukommen und den Tag am Strand zu genießen - sie musste sich gerade jetzt um nichts sorgen und die Insel schien, zumindest auf diesem Fleck, unbewohnt zu sein, was wiederum hieß, dass sie auch keineswegs auffallen würden, selbst dann nicht, wenn Rain sich vielleicht doch zu sehr an das Wasser gewöhnte, das sie alle umgab. Aber wer wusste, ob etwas Wasser auch reichte, um aus der Nixe wieder eine zu machen? Nayantai fürchtete sich ja beinahe davor, dass dem nicht so war und sie nun alle in eine Zeit festsaßen, in der es unmöglich war, derartige Dinge umzukehren. Dann könnte er sich die Millionen Goldstücke, die er sich erwartete, schon in die Haare schmieren. "Magst du Muscheln?", fragte er Rain kurz darauf und deutete zuerst auf ihn und dann das Teil.

      Shuren hingegen fand sich damit zurecht, dass er nicht mehr Teil des Gesprächs war, zumindest bis Khasar das Wort erhob. "Wir sollten nachher ins Wasser gehen, wenn wir schon nicht vorhaben, gleich weiterzusegeln. Dann haben wir zumindest auf ein bisschen Zeit für uns.", lachte er, wohlwissend, dass sie sowieso immer Zeit für sich selbst und einander hatten, insofern die See ein ruhigeres Bild abzeichnete und sich ihnen nicht vehement aufhalste, wie sie es sonst auch gerne tat. "Schwimmen? Wir sollten jagen gehen!", schlug Muhan stattdessen vor und Shuren seufzte. Wer würde all das Fleisch schon essen? Zumal sie zahlreiche Fische hatten, glaubte er, dass er lieber auf eine Art Kräuterjagd gehen würde - eigentlich wollte er Rain fast fragen, ob er mitkommen wollte, aber nein, er war sicher lieber im Wasser, dort, wo Nayantai auch sein würde und ihm vermutlich noch den Verstand rauben würde, wenn es um wettschwimmen ging. "Mh, Rain. Dein Ei kannst du auseinanderreißen!", bemerkte der Grobian schulterzuckend und schnippte mit dem Fingern, damit Muhan ihm die Schale mit den Dingern rüberschob. Ungefragt nahm er eines davon und teilte es einmal, dann noch einmal und steckte sich die Spalte in den Mund. "Siehst du? Muhan verschluckt sich nur!"
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    • Nicht nur Shuren schien Rains Aufmerksamkeit zu wollen, auch Nayantai war wieder dabei ihn zu belästigen. Okay, das war ein bisschen gemein, im Moment benahm er sich ja und wie es schien wollte er Rain diese Muschel schenken, denn er schob sie zu ihm zurück. Rain sah ihn fragend an, dann griff er in die geöffnete Muschel hinein und aß das Tierchen auf. Sie war ein bisschen zäh, aber durchaus lecker. Die Muschelschale behielt er in der hand, wenn er mehr davon hätte, konnte er damit vielleicht etwas machen, auch wenn diese hier nicht so hübsch war. Die meisten gezüchteten waren nicht sonderlich schön, wenn man aber ein wenig im Sand grub, dann fand man manchmal ganz hübsche Exemplare und Rain fragte sich, ob das auch für den Sand so viel weiter oben galt, zum Beispiel auf diesem Strand. Die Aquarianer trugen durchaus Schmuck, wenn auch keine Kleidung. Manches davon wurde angeschwemmt, oder über Generationen weiter gegeben, anderes bestand aus Muscheln und hübschen Steinen. Halsketten, Armreife, solche Dinge, aber man hatte Rain alles weg genommen, bevor er in das Gefängnis geworfen wurde.

      Rain sah Nayantai noch einmal fragend an und hob die Reste der Muschel hoch. "Muscheln?", fragte er. Dann nickte er. Er aß sie gerne. Das dunkle Schimmern dieser Muschel war nicht unbedingt nach seinem eigenen Geschmack und ganz allgemein nutzten die Aquarianer eher helle Farben, aber vielleicht würde so etwas sich ganz gut an dunklen Haaren machen. Ein Gespräch dem Rain mal wieder nicht folgen konnte begann zwischen der Gruppe auszubrechen. Das Wort Wasser erkannte Rain, aber er wusste nicht in welchem Zusammengang es stand. Was auch immer gerade vorgeschlagen wurde, Shuren schien nicht allzu begeistert davon und Rain sah ihn fragend an, wurde aber kurz darauf wieder von Nayantai in Beschlag genommen. Er nahm sich ebenfalls eines der ovalen Dinger und teilte es in der Mitte. Komisch, dass es da drin anders aussah. Rain teilte seines auch und kostete eine Hälfte. Es schmeckte eigentlich ganz gut, nur nicht wie etwas das er vergleichen konnte. Anschließend nagte er etwas von dem weißen Teil ab und dann etwas von dem orangenen, damit er die Geschmäcker getrennt beurteilen konnte. Zuguterletzt aß er auch den Rest auf.
    • Shuren schien viel eher damit beschäftigt, die beiden Streithähne zu unterhalten, während Tei seelenruhig durch jenen Trubel schlief, den sie wohl keinem offen und ehrlich antun würde. Wieso war es ausgerechnet er, der das alles ausbaden musste? Wenn er es nur wüsste, dann könnte er es sicherlich besser beurteilen, aber schlussendlich war es doch vollkommen egal, was genau es war, das sie beide aufhielt - das, was nun wirklich zählte, war die Hoffnung, seine Hände doch noch an irgendetwas zu bekommen, das ihm im Endeffekt Zeit gab, mehr Zeit mit Rain zu verbringen, auch, wenn es dumm wirkte, das überhaupt zuzugeben - aber er würde den Aquarianer gegen alle Affen an diesem Tisch tauschen. "Mhm, Muscheln.", gab Nayantai Rain zu verstehen und grinste, starrte ihn aber dann einfach interessiert und etwas schockiert an - so wie der Rest der Runde - als er sich ein rohes Häppchen gönnte, indem er einfach die offene Muschel bei lebendigem Leib verspeiste und nur eine einigermaßen saubere Schale zurückließ. Der Erste, der sich zu Wort meldete, war Muhan, der vollkommen begeistert schien und Rain vermutlich noch viel mehr Muscheln vorsetzen würde, wenn Nayantai mehr mitgebracht hätte - seine Ausbeute war nicht gerade hoch gewesen, und abgesehen davon hatte er keinerlei Lust darauf, sich auch noch dreckig zu machen.

      "Ihr esst das so?", fragte Nayantai und deutete auf die leere Schale und dann Rains Mund, der offensichtlich schon alles verschlungen hatte und die rohe Muschel sowie die Fischsuppe nun mit einem gekochten Ei abrundete. "Mit was sollen die da unten auch kochen?", warf Shuren ein und schüttelte nur den Kopf. Die heitere Runde fuhr jedoch fort mit dem, was sie anfänglich gemacht hatten und Shuren löffelte seine Brot-Fisch-Suppe aus der Schüssel, während Tei definitiv bereits schlief. Der Erste, der aufstand war Muhan - er faselte irgendetwas von jagen und machte sich dann auf den Weg, während Khasar ihm nur unbeholfen hinterher rannte und Tei auf ihre beiden Stühle ablegte, damit sie es zumindest einigermaßen gemütlich hatte. Kurz darauf erhob auch Shuren sich, der wohl noch ein paar Dinge holen wollte, und Tei wachte frühestens dann auf und torkelte dem Kleinen hinterher; entweder, weil sie sich schlafen legen wollte, oder weil sie tatsächlich ein wenig Interesse an Kräuterkunde hegte. Das hieß, es blieben noch Nayantai und Rain zurück; der Ältere von ihnen, zumindest glaubte er das, stand auf und streckte sich. "Willst du ... ins Wasser? Schwimmen?", fragte er und deutete aus dem Fenster, nach unten, in das blaue Nichts. Ungezogen wie er war kämpfte er sich aus seinem klitschnassen Hemd frei und hing es über seinen Sessel - Schuhe oder Socken hatte er sowieso keine getragen, und die Hose wurde er auch gleich los, damit er nur mehr in Unterwäsche dastand und dann zur Tür ging. "Wir können vom Schiff springen, wenn du willst?"
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    • Nachdem sich Rain die Muschel in den Mund gesteckt hatte, wurde auf einmal alles ruhig. Hatte er etwas falsch gemacht? Er blickte in die Runde und wusste nicht Recht was los war. Nayantai war der Erste der etwas sagte und wohl irgendetwas wissen wollte und Shuren schien als wolle er Rain verteidigen. Daraufhin war wohl alles geklärt. Rain kannte sich nicht aus, aber vielleicht sollte er Muscheln nicht mehr verspeisen, vielleicht aßen Menschen keine und Nayantai wollte ihm nur die Schale geben? Mit dem Tod der Muschel hatten sie wohl kein Problem, sonst hätten sie sie nicht aus dem Meer gefischt. Der rest der gruppe aß ihr Frühstück auf, Rain hatte seine Suppe längst verschlungen und aß langsam das Ei auf, damit er sich den Geschmack merken konnte. Er glaubte nicht, dass diese Menschen ihn vergiften wollten, andererseits war er eigentlich gar nicht so sicher, ob er alles essen konnte, was sie auch aßen. Für den Moment hatte er kein problem damit gehabt, das war gut, aber eigentlich sollte er sein Glück nicht herausfordern. Sie waren ähnlich, aber nicht gleich.

      Nachdem alle fertig waren löste die Gruppe sich auf. Zwei der Männer verschwanden als erste, dann stand auch Shuren auf, wollte Rain aber scheinbar nicht mitnehmen. Das war in Ordnung, er hatte ihn ja schon die halbe Nacht in Beschlag genommen. Vielleicht hatte er auch Arbeit zu erledigen, Rain wusste schließlich nicht wie das Leben auf einem Schiff funktionierte. Im Endeffekt saß er mit Nayantai alleine da und der war auch bereits drauf und dran irgendetwas zu tun. Rain verstand das Wort Wasser und folgte seinem Finger, dann sah er ihn fragend an. "Mh... Shuren... Wasser nicht gut?", versuchte er zu erklären und deutete auf seine Wunde. Hatte man ihm nicht verboten ins Wasser zu gehen? Es würde wohl in Ordnung sein im seichten Wasser zu sitzen, was Shuren als Mediziner von dem Rest hielt war aber eine andere Frage und er wollte auf ihn hören. Nayantai hingegen zog sich bereits fast völlig aus. Rain fragte sich ob er das Hemd dann auch los werden durfte, die zweite Hose die Shuren ihm gegeben hatte, hatte er ja noch an. Moment Mal - meinte er nicht außerhalb vom Schiff musste er auf jeden Fall eine Hose tragen? Rain war verwirrt. Genauso verwirrt wie von den folgenden Worten. Er wusste nicht was das bedeutete.
    • Jetzt war er wohl mit seinem verwirrten Guppy allein und konnte ihm allerhand Schabernack beibringen, aber nicht nur das, er konnte ihm wohl auch zeigen, wie lustig es sein konnte, jemand zu sein, der keinen Gesetzen dieser Welt folgte. Viele Fragen hatte er sich nicht erwartet, war er doch immerhin nicht gerade derjenige, der gute Antworten geben konnte, aber so klobig er auch war, wollte er nun einmal nicht gemein zu Rain sein und hörte ihm zu. "Ah, ja. Wasser ... nicht gut. Wasser schlecht für Wunde.", gestand er nickend und fragte sich dann, wieso Rain ihn so ansah. Hatte er noch Seetang zwischen den Wimpern oder etwas Fisch zwischen den Zähnen? Nein, es schien ehrlich gesagt nichts davon zu sein und er grinste noch immer, als wolle er Rain damit irgendetwas bestimmtes sagen. Dazu kam es jedoch schon wieder nicht, und stattdessen war Nayantai es, der sich streckte und zu Rains Hemd deutete. "Ausziehen, wird nass.", erklärte er schnell und deutete dabei auf sein eigenes Hemd. Das, was Nayantai wohl nie abnahm, war das vermaledeite Armband, das er nebst anderen, einigermaßen zerfledderten Accessoires noch trug. Strunzdumm war er zwar nicht, aber ehrlich gesagt bildete all das wohl noch einen Teil von ihm, den er nicht gerade aufgeben wollte, egal wie weit er von Zuhause weg war.

      Er deutete schließlich auf Rains Beine, oder eher auf seine Füße. "Wasser gut?", wollte er wissen. Dann könnte Rain sich wenigstens leicht eintunken und die Sache hatte sich - Nayantai würde die Zeit genießen, wie ein kleiner, paddelnder Hund der nicht mehr kannte, als sich darüber zu freuen, dass er endlich etwas Auslauf hatte; der Anker lag tief am Meeresgrund und ihr Schiff würde sich nirgendwo hinbewegen, so viel stand fest. Eine dumme Allegorie aus dem Ganzen zu münzen war eher Shurens Forte, nicht die seine, weswegen Nayantai sich auch nicht dafür interessierte, ob er das gesamte Boot mit Wasser besudelte oder nicht - das Ding hier hielt mehr aus, als es vermutlich sollte. "Rain ... Flosse? Im Wasser?" Gut möglich könnte es zumindest sein, dass der Blonde all das wiederbekam, und doch war sich Nayantai nicht sicher. Vermutlich war er derjenige, der alles auf den Kopf stellen würde, wenn er offenbarte, dass er das kleine Häufchen Elend einfach nur verkaufen wollte, aber da gab es noch ganz andere Dinge, die ihm wohl stets erhalten blieben. Was sonst glaubte er denn auch, würde ihm widerfahren? Für den Moment war er zumindest zufrieden mit dem, was er hatte, aber auch das könnte sich früher oder später schlagartig ändern.
      Looking back, it maybe is like the toy carts you rode when you were a kid. But those toy carts could never go beyond the walls of the lawn. We want to follow the rugged concrete road beyond the wall. As we've grown, we've decided to leave behind the toy cart.
    • Rain legte den Kopf schief, dann nickte er. Es schien als hätte Nayantai verstanden. Es war eigentlich schade und vielleicht hätte Rain nichts sagen wollen. Er wollte so gern zurück ins Wasser und sich dort einmal kräftig ausstrecken. Shuren wäre vermutlich böse, tat er es und Nayantai war wohl der Letzte auf den er hören sollte. Es würde hoffentlich nicht ewig dauern, dass diese Wunde an seiner Seite verheilte. Der Mensch war aber scheinbar nicht ganz zufrieden und wollte, dass Rain sein Hemd auszog. "Hemd...", wiederholte Rain, um sich das Wort zu merken dann blickte er auf die Knöpfe und öffnete sie vorsichtig, um sich anschließend aus dem Hemd zu schälen. Er hing es vorsichtig über einen der Stühle. Vielleicht wäre es gar nicht so schlecht gewesen, wenn das Hemd nass geworden wäre, immerhin war es ziemlich schmutzig und es tat Rain Leid, dass er damit in Shurens Bett gelegen hatte. Er fragte sich ob das mit ein Grund war, warum alle so schnell aufgestanden und verschwunden waren. Sie mussten nicht Rains Freunde sein, aber er wollte sie auch nicht erschrecken.

      Als nächstes wollte Nayantai wohl wissen, ob Rain zumindest seine Füße eintauchen konnte und Rain nickte beinahe etwas zu schnell. "Ja!", erklärte er. Er wollte unbedingt ein wenig Wasser auf seiner Haut fühlen und er wollte seine Flosse zurück haben, zumindest für eine Weile. Wenn sie ihn da draußen nicht aussetzten, dann würde er zurück auf das Schiff kommen und wohl oder übel seine Beine zurück bekommen, aber zumindest würde er sich für eine Weile wie er selbst fühlen. Das war zumindest die Hoffnung. Das nächste Wort verstand Rain nicht ganz und er zuckte nur mit den Schultern. Er stützte sich an dem Tisch ab, damit er langsam auf seine Beine kam, allerdings hatte er keine Ahnung wie man von diesem Schiff überhaupt herunter kam, außer man sprang ins Wasser, aber das war ja gerade keine Option - leider. Er sah Nayantai an, damit er ihm einfach den Weg zeigte. Immerhin war er es, der Rain ins Wasser befördern wollte und der Aquarianer konnte nur hoffen, dass er nicht wieder gemein sein wollte.
    • Feindselig war er noch keinem gesinnt gewesen und selbst wenn, dann wollte er es noch nie auf einen heftigen Streit hinauslaufen lassen - immer, wenn derartige Dinge passierten, war er es doch, der sich mit den neuen Narben zufriedengeben musste und Shuren durfte denjenigen spielen, der ihn verarztete. Peinlich war es Nayantai zwar noch nie gewesen, aber die Leviten hatte man ihm oft genug gelesen und die Realisation, dass er bei weitem nicht jeden Faustkampf mit verstecktem Messer gewinnen konnte, war wohl auch offensichtlich - wenn nicht für ihn, dann für Andere, die Waffen mit sich brachten und ihn wissen ließen, wie dumm es von ihm eigentlich war, zu glauben, dass sein Umfeld aus friedfertigen Idioten bestand. „Mhm. Hemd im Wasser schlecht. Wird nur nass.“, untermalte er. Nayantai konnte das Teil selbst waschen und notfalls die schlechten Stücke herausschneiden und in einen Putzfetzen umwandeln, dagegen sprach immerhin nichts. So wie es schien war ebendas nicht in Rains Sinn und er fragte sich, wieso eigentlich - wollte dann aber nicht weiter darüber nachdenken, weil er ohnehin wusste, dass sich das Hemd sicher etwas kleiner schneiden ließ, einfach, damit Rain besser hineinpasste.

      „Du kommst mir ja so vor, als ob du wirklich ins Wasser willst!“ Nayantai fand es fast schon niedlich, aber darauf wollte er nicht weiter beharren. Kaum war Rain ausgezogen, wollte er lossprinten, bemerkte dann aber, dass sein kleiner Freund etwas Hilfe gebrauchen konnte und zeigte ihm die Stelle, an der ein kleiner, hölzener Steg nach unten in den Sand führte, wo sie angelegt hatten. Die Fußspuren der zwei Tölpel waren schon zu erkennen, Shuren und Tei ließen sich allerdings Zeit wie es schien - und Nayantai war derjenige, der für Rain eine Stütze sein wollte, ehe er die Stufen herunterkrachte und sich ernsthaft verletzte. Ob Shuren ihm den Hals umdrehen würde? Vermutlich schon, und Rain würden noch mehr Verletzungen auch nicht helfen. „Wie schnell schwimmst du?“, wollte er wissen, nachdem er es nicht erleben konnte - er war sich sicher, dass ein Aquarianer oder eine Sirene mit diesem Schiff mithalten konnte, glaubte aber auch, dass er Rain in Sachen Schnelligkeit besiegen konnte, wenn er etwas Übung in sein Lebenswerk steckte. War es das denn? Eine Anregung zum Grübeln dürfte es allemal sein. Eine ganze Weile dauerte es schließlich, bis sie sich vorsichtig nach unten hangelten, aber dort angekommen schlug Nayantai auch schon eine Kehrtwende nach links, Richtung Wasser, ein.
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    • Rain war nicht sicher was Nayantai faselte, aber er wollte auch schon davon rennen, merkte dann aber, dass er dann wohl erst Recht alleine im Wasser wäre. Er kam zurück und bot Rain seinen Arm an. Rain zögerte zwar ein bisschen, nahm die Hilfe dann aber an und folgte Nayantai über das Schiff zu einem kleinen, hölzernen Steg. Rain wusste nicht, ob er sich jemals an diese Beine gewöhnen würde, im Moment dauerte es ihm ein bisschen zu lang diese steile, rutschige Todesfalle hinunter zu klettern, selbst mit Hilfe. Er sah den Strand - den ersten Strand den er jemals wirklich sah - bereits und auch die Wellen überschlugen sich sanft. Er wollte unbedingt endlich da hinein, aber diese verdammten Beine wollten nicht mitmachen. Beinahe wäre er ausgerutscht, aber Nayantai fing ihn auf und stellte ihn zurück auf seine Füße. Es wäre vermutlich einfacher gewesen, hätte der Grobian ihn wieder getragen, aber das wollte Rain ohnehin nicht. Es sah nicht aus als hätten sie es eilig, wenn er also ein paar Minuten länger brauchte um am Strand anzukommen, dann war das in Ordnung.

      Als sie endlich unten angekommen waren, löste sich Rain von Nayantai bevor sie das Wasser wirklich erreicht hatten. Dann machte er eine drehende Bewegung mit seinem Finger, bis Nayantai verstand und sich umdrehte. Rain wollte sich hinsetzen, landete aber eher unsanft auf seinem Hintern. Egal, als nächstes zog er die lästige Hose aus, einfach nur weil er nicht wusste, was passieren würde, bekam er seine Flosse zurück, während er den Stoff zwischen den Beinen hatte. Im besten Fall wäre das Stück Stoff kaputt gegangen und Rain wollte es nicht kaputt machen. Er kämpfte sich also aus dem Ding und hing die Hose auf den Steg. Am Sand war das aufstehen noch etwas schwerer und es fühlte sich für Rain komisch an, dass sich hier absolut nichts bewegte. Das Schiff schaukelte wenigstens. Er ignorierte das und krabbelte stattdessen auf allen Vieren an Nayantai vorbei. Kaum waren seine Hände bis zu seinen Handgelenken im Wasser und die Wellen umspielten seine Beine, wurden ebendiese schuppig. Erst zog sich eine Schicht von oben nach unten, anschließend verbanden sich seine Beine zu einer einzigen Flosse und Zuguterletzt zeigten sich die hauchdünnen Ausläufer unten und an den Seiten. Rain freute sich, inspizierte aber für einen Moment was er sah. keine Verfärbung - nichts. Alles war beim alten!
    • Wollte er doch gerade noch einen Fuß ins Wasser setzen, wurde er prompt von Rain davon abgehalten und musste sich umdrehen und seine Augen schließen. Wovor hatte dieser Idiot Angst? Hatte Shuren ihm irgendwelche Lächerlichkeiten eingetrichtert oder wieso zierte er sich, als wäre er irgendein Mauerblümchen, das Nayantai keinenfalls unterhalten konnte? Eine passende Antwort darauf fand er nicht, keine Sekunde lang, aber er wusste dabei auch, dass es eher weniger wichtig war, wie offensichtlich er sich aufgrund all dieser Dinge benahm - sehen wollte er den Schwanz der Ratte nicht, auch, wenn er ihn schon kannte und er sich zusätzlich eingestehen musste, dass Rain auch gar keine Ratte war. Stattdessen fiel ihm eher auf, dass er sich etwas benommen verhielt und lieber einen Blick auf das Spektakel werfen würde, als wegzusehen - nur, würde man ihn früher oder später wieder dafür belangen, weswegen er sich mit sich selbst einig war, die Klappe zu halten und einfach das zu genießen, was er hatte. Sobald er das plitschernde Wasser hörte, in das sich Rain hoffentlich gesetzt hatte, gab er ihm noch ein bisschen - als er sich jedoch umdrehte, waren da keine Beine mehr und sein letztes Stück Kleidung war er auch losgeworden, wie es schien.

      Ungeniert war Nayantai schon immer gewesen, aber in diesem Fall pflanzte er sich einfach neben Rain in den Sand und sog das Sonnenlicht auf, welches er nicht einmal bitter nötig hatte. Rain sah wundervoll aus, nicht nur, weil seine hübschen Schuppen grelles Licht reflektierten, sondern auch, weil er wie ein Gemälde wirkte, wenn er hier am Sandstrand saß. Dennoch hatte er ein paar Fragen, die er sich nie und nimmer selbst beantworten konnte. „Beine sind Flossen?“, wollte er wissen und deutete auf das große Ding, mit dem er bereits gefühlt zu Tode geschnepft wurde, nur, weil er eine Sekunde lang etwas Falsches gesagt hatte und Rain dann anfasste - was für einen groben Hausguppy er doch sein eigen nannte, und wie unfreundlich jener nur sein konnte. Ob man ihm noch Manieren beibringen konnte? „Und wo ist … nein, will ich das wissen?“, fragte er lauthals und deutete auf die Stelle, die mehr oder minder den Schoss des Blonden symbolisierte - aber auf einen schleimigen Fischschoss saß wohl auch keiner gerne, also schüttelte er den Kopf mit der stillen Bitte, man würde seine Dummheit wieder vergessen. „Rain, mehr Muscheln?“, fragte er dennoch. Dass er sie roh aß, war verblüffend, aber nichts, das Nayantai abschreckte.
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    • Nayantai war es erlaubt sich wieder umzudrehen, auch wenn Rain mit seiner Flosse ein wenig gestrandet war. Er war nicht hilflos, er konnte immer noch weiter ins Wasser rutschen, oder hinaus, aber so wie er herumlaufen konnte er nicht. Es schien als müsse er sich immer entscheiden - entweder er war ganz trocken und lernte draußen herum zu laufen, oder er wurde nass und hielt sich besser in tiefem Wasser auf. Nayantai starrte schon wieder, aber Rain konnte sich vorstellen warum. Er selbst hatte diese Verwandlung zum ersten Mal gesehen und es war seltsam. Wie genau das anatomisch alles funktionierte wusste er nicht und er wusste auch nicht ob es irgendjemanden gab der es wusste. Vielleicht fand Nayantai Rain ja auch hübsch? Wobei, das konnte er sich fast nicht vorstellen, nicht wenn er so anders aussah. Wie dem auch sei, wenn Nayanai wollte, dann konnte er weiter starren, Rain störte es im Moment nicht. Stattdessen winkelte er seine Flosse ein wenig ab und machte es sich auf dem starren Sand bequem. Er ließ die Hände durch das seichte Wasser gleiten und genoss die Wellen, die an ihm herauf kletterten.

      Nayantai setzte sich schnell neben Rain, auch das störte ihn nicht, solange Nayantai sich benahm. Wollte er wissen wie das funktionierte? Rain zuckte mit den Schultern, er wusste es nicht und konnte Nayantai nichts davon erklären. Trotzdem bewegte er das Ende seine Schwanzflosse auf und ab, scheinbar um die Beweglichkeit zu testen, vielleicht aber auch um Nayantai zu zeigen, dass er all das bewegen konnte und es nicht nur eine Art Illusion war. Die nächste Frage bezog sich wohl auch auf Rains verändertes aussehen, aber er war nicht ganz sicher. Nayantai winkte ab und Rain ließ es auf sich beruhen. Stattdessen faselte er etwas von Muscheln. Wollte er mehr? Vielleicht wollte er sie aufheben. Hier gab es bestimmt alte Schalen, die vom Meer geformt wurden - dass Nayantai hunger auf Muscheln hatte glaubte Rain nach ihrem Frühstück eher weniger. Rain ließ seine Hände sanft in den weichen Sand gleiten und drehte sich ein wenig, damit er besser sehen konnte, ob irgendwo eine Muschel hervor blitzte. Kleine Schalen gab es hier genug, Rain hatte allerdings Glück und es dauerte nicht lange, bis er eine Größere fand, die etwa halb so groß war wie Rains Hand. Sie hatte eine hübsche Form und war nirgends abgesplittert. Sie war weiß, mit ein paar orange-rötlichen Akzenten. Rain wusch den Sand herunter, dann legte er die Muschel auf Nayantais Knie.
    • Gerade noch überlegte er sich, ob er sich Hals über Kopf ins Wasser stürzen sollte, um darin unterzugehen und etwas Distanz zwischen sich und Rain aufzubauen. Allerdings musste Nayantai sich eingestehen, dass all das vielleicht einigermaßen unnötig was - der Blonde hasste ihn nicht und Nayantai war Niemand, der es verschmähte, mit Anderen Zeit zu verbringen, aber das weite Meer, das so wirkte, als ob es stetig nach ihm rief, war nun einmal nicht sein hauptsächlicher Aufenthaltsort - ganz im Gegenteil. Wäre er wie Rain, ja, hätte er eine Flosse und Kiemen, dann würde er es wohl nie verlassen, aber Nayantai war nachweißlich ein Mensch und keine halbe Amphibie, die den Meeresboden tagein und tagaus unsicher machen konnte. Die Hoffnung, sich in seiner Kultur auszukennen, schwand auch immer mehr, wenn er darüber nachdachte, dass er nicht mehr war, als ein Pirat, der durchaus froh sein konnte, dass man ihn nicht gleich auf einem Scheiterhaufen setzte und ihm seine letzten Rechte vorlas. Albern war der Gedanke allemal, und aus ihm wurde er lediglich dann gerissen, als Rain sich entschied, sein Knie mit einer Muschel zu verzieren. Angetan von der Idee lachte er und vergrub die eigene Hand im Sand, auf der Suche nach etwas, das Rain schmeichelte. "Schön.", bemerkte er schmunzeln als er auf die Muschel deutete, die Rain ihm anbot.

      "Rain ... mag bestimmte Farbe?", fragte er, und deutete auf die rote Muschel, ehe er die schwarze Muschel von vorhin in der Luft nachzeichnete. Wer wusste schon, vielleicht hatte er wirklich Vorlieben? Womöglich illustre, transparente Muscheln, die seiner Flosse ähnelten. Nayantai wusste es nicht so recht, fand aber auch im Sand keine Muscheln, die er Rain zeigen konnte, weswegen er den Kopf schüttelte und grinse, bevor er die rote Muschel nahm, die Rain ihm gegeben hatte und sie gegen sein Haar hielt. Selbst sah er das nicht, aber er hatte schon einiges an Kinkerlitzchen in seinen Haaren hängen, da machte eine Muschel auch keinen Unterschied mehr. "Schön? Ja? Nein?", wollte er schließlich wissen und grinste dabei. Womöglich war es das, vielleicht aber auch nicht - wie dem auch sei, Nayantai wollte es eigentlich gar nicht wissen, und noch viel schlimmer, er wollte gar nicht erst darüber nachdenken, wieso oder weswegen ihm solche Aufmerksamkeit zuteil wurde. Mit einem Mal ließ er sich nach hinten fallen, in das größtenteils sandige, seichte Gewässer, und rutschte etwas nach unten, bis er fast ganz vom Wasser bedeckt war, wenn auch nur so leicht wie möglich. "Ich mag Wasser.", erklärte er Rain zufrieden und lachte dabei. Das hier war wie seine zweite Heimat.
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    • Rain sah Nayantai zu wie er verträumt in Richtung Meer sah. Ob er mit seinem Schiff an einen bestimmten Ort wollte? Rain war nicht sicher und er wollte ihn auch nicht fragen. Stattdessen überlegte er was Nayantai mit dem Wort meinte, das er der Muschel zusprach. Er schien sich zu freuen, vielleicht fand er sie ja hübsch? Sih zu verständigen war schwer, aber es würde hoffentlich besser werden. "Mag... gut?", fragte Rain, weil er nicht sicher war, dann blickte er erneut auf die Muschel. Er wusste nicht Recht worum es ging. Die Form? Die Farbe? Der Geschmack? Vermutlich nicht Letzteres. Rain schätzte es ging um die Farbe. "Mh... ", überlegte er, weil die Farben hier draußen alle so anders aussahen, viel greller und bunter als unten am Meeresboden. Dort hatte alles einen blauen Ton, hier sah es nur Nachts so aus. Tagsüber herrschte Gelb über die Farben. Rain mochte weiß und blau, aber beides sah man an seinem Körper gar nicht so gut. Rot mochte er nicht, das stand fest, aber wenn es um Muscheln ging und vielleicht eine Kette, oder ein Armband, dann fand er die neu entdeckte Farbe der Sonne eigentlich ganz gut. "Gelb?", fragte er und deutete auf seine eigenen Haare. Wobei sich blau darin eigentlich ganz gut machte. "Blau.", er deutete auf seine Augen.

      Nayantai nahm die Muschel nun für sich selbst in Beschlag. Für seine Haare war sie vielleicht ein bisschen zu groß, außer er wollte sich eine Krone basteln. Vielleicht konnte Rain eine Spange daraus machen, aber er fand das wäre dann doch eher etwas für Shuren oder Tei und nicht für einen großen Mann wie ihn. Er nahm Nayantai die Muschel ab und legte sie stattdessen sanft auf seine Brust. Da sah sie seiner Meinung nach besser aus, als eine Kette. Kurz darauf ließ Nayantai sich auf den Rücken fallen und rutschte langsam wieder weiter in Rains Sichtfeld. Rain fand das war eine gute Idee und ließ sich auch langsam zurück. Er achtete darauf, dass seine Wunde trocken blieb und rutschte so weit wie möglich ins Wasser. Die Wellen waren seicht, also kein Problem. So konnte Rain sogar seine Schultern und seine Haare ein wenig ins Wasser bekommen und die Sonne war angenehm warm. Er streckte seine Finger aus um die einziehenden Wellen zu streicheln und schloss die Augen.
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