seabound. (Earinor & Akira)

    Aufgrund einer größeren Serverwartung kann es aktuell zu vereinzelten Fehlern kommen. Meldet diese gerne unter: https://www.anime-rpg-city.de/index.php?board/7-fragen-ideen-und-probleme/

    • Was war das denn für ein Witzbold? Hier gab es doch keine Sirenen, geschweige denn glaubte Nayantai daran, dass es solche Viecher jemals wirklich gegeben hatte ... aber dann wäre Rains gesamte Existenz ein Paradoxon, und das erschien ihm auch nicht gerade richtig. Komisch war es trotzdem allemal; seine Stirn legte sich in Falten und seine Augen verengten sich, als wäre ihm die pralle Abendsonne dann doch zu viel, aber das war es gar nicht. Er verstand Rain und seinen erbärmlichen, peinlichen Tatendrang nur nicht. Da rutschte er auch schon vor ihm davon. Entnervt seufzte der Pirat und starrte ihn an, als müsse er noch herausfinden, was gerade der Fehler gewesen war. Kleines Miststück. "Sirene? Ja, aber nicht der Haizahn! Oder willst du mir sagen, dass mein Vater mich anlügt?", greinte er. Aus dem Mund eines Lügenbolds wollte er das doch gar nicht hören, und mal abgesehen davon wurde ihm das alles auch zu bunt. Was sollten sie nur voneinander lernen wenn sie schon nicht miteinander auskämen? Absurd war es allemal. "Komm wieder her, ich hab' dich doch nur zurechtgewiesen, du kleine Schlange!" Mehr als seinen Dampf ablassen konnte er auch nicht tun, weswegen er näher an Rain heranrückte und ihm die Freiheit des Alleinseins nicht schenken wollte. Und vergleichen konnte er aus dieser Distanz auch nichts! "Du verschwendest den guten Alkohol!", seufzte er ernüchternd, als Rain begann, herumzuspucken. Dummer Guppy.

      "Sirene? Du mich auch!", beschwerte er sich anschließend. Es war definitiv nicht so, als bräuchte Nayantai Rain und könnte ihn nicht über Bord schmeißen, aber es hieß zumindest auch, dass er sich an gewisse Regeln halten musste, selbst wenn er Hausherr seines eigenen Schiffs war, das gerade nicht von ihm gesteuert wurde. Stattdessen spielte er Detektiv und sah sich die Zähne einer tollwütigen Nixe an, der er menschliche Sprache näherlegen wollte und in seinem Argument, dass er doch wüsste, was er bei sich trug, davon überzeugen wollte, dass es sich um nichts mehr als einen normalen Haizahn handelte. Rain verneinte die Geschichte erneut, aber Nayantai griff nach der zweiten Reihe Zähne und zog an einem, als wolle er ein kleines Kind rügen, damit er ein besseres Bild davon bekam, was ihm nicht gezeigt werden wollte. Mehr als zu ergründen, was genau hier los war, wollte er doch auch nicht! Ein Blick verriet ihm, dass Rain zwar größere Zähne hatte, aber sie ungefähr die gleiche Form hatten - und als Nayantai losließ, um die Spitzen zu berühren, stieß er ein "Au!" aus, als hätte Rain ihn gebissen - er wedelte mit der Hand in der Luft, die er augenblicklich aus dem Gesicht des Blonden nahm. "Die sind verdammt spitz!", beschwerte er sich, als er den kleinen Tropfen Blut an seinem Finger betrachtete - dann bot er ihn Rain an, als wolle er lieber davon trinken, anstatt seinem Flachmann. Taten Aquarianer das?
      Looking back, it maybe is like the toy carts you rode when you were a kid. But those toy carts could never go beyond the walls of the lawn. We want to follow the rugged concrete road beyond the wall. As we've grown, we've decided to leave behind the toy cart.
    • Rain rollte mit den Augen. Es war ein Zahn einer Sirene, eines Kindes vermutlich, aber mehr erklären konnte er es diesem Idioten auch nicht. Er wusste, dass er ihn verstanden hatte, aber er wollte ihm wohl nicht glauben, warum auch immer. Es war kein Haizahn und Schluss, an Tatsachen konnte Rain auch nichts ändern. Nun folgte ihm der Grobian auch noch, dabei wollte Rain doch gar nichts von ihm. Er hatte ihn doch nicht falsch eingeschätzt und er hatte genug von dem Kerl. Er war grob und gemein. Ständig brüllte er irgendetwas und ließ Rain auch nicht in Ruhe. Dann zerrte er ihn herum und verlangte alles Mögliche von ihm, was für ein anstrengender Mensch. Dann wollte er ihn auch noch vergiften, mit was auch immer er ihm da angeboten hatte. Der Geschmack war nur schwer aus seinem Mund zu bekommen, erst Recht, wenn er so trocken war und Rain kein Wasser bekam. Rains Lippen waren bereits ganz trocken, ein Gefühl, das er gar nicht kannte. Wenn er darüber leckte waren sie hart und unangenehm. Er konnte vermutlich sogar Teile ablösen, aber das versuchte er lieber nicht.

      Nayantai brachte das Fass zum überlaufen, als er seine Finger in Rains Mund steckte. Was für ein törichter Mensch! Wenn er sich zu viel bewegte würde der Mensch sich noch verletzen, aber das brauchte er gar nicht. Der idiot drückte seinen Finger gegen einen der Zähne und schrie auf. Rain wich ein großes Stück zurück als Nayantai ihn endlich in Ruhe ließ und spuckte den Boden voll. Er wollte kein menschliches Blut in seinem Mund, so waren Aquarianer nicht und es war kaum Rains Schuld. Einen Menschen zu verletzen und sein Blut zu trinken war so ziemlich das schlimmste Verbrechen das ein Aquarianer begehen konnte. Rain wollte nichts davon in seinem Magen haben, oder sonst irgendwo und hoffte alles los geworden zu sein. Nayantai trieb es noch auf die Spitze als er näher kam und den blutenden Finger in Rains Richtung hielt. Der Aquarianer stieß die Hand kräftig von sich. Kurz darauf schnalzte es, als Rain Nayantai erneut eine Ohrfeige gab, dieses Mal mit seiner Hand.
    • Hatte er es übertrieben? Nayantai wollte Rain nur behilflich sein und außerdem war auf so einem langweiligem Ausflug ein Flachmann genau das Richtige, um sich selbst etwas zu benebeln und seine Umwelt als viel farbenfroher zu erkennen, als sie eigentlich war. Dass es dabei einige Probleme geben würde, daran dachte er nun einmal nicht und sobald Rain sich dazu entschied, ihm noch eine zu schnalzen, weil er eben eine Nervensäge war - das hatte Shuren ihm vermutlich nicht gesagt - war es auch für Nayantai vorbei, der sich beinahe schon theatralisch die nun-schmerzende Backe hielt. Das konnte ja noch was werden; irgendwer würde ihn sicher fragen, woher der hübsche, filigrane Handabdruck kam, der sich jetzt für ein paar Stunden in sein Gesicht fressen würde, oder aber sie würden alle glauben, er hätte sich über die Nixe im Menschenmantel hermachen wollen und hatte dafür bekommen, was er verdient hatte: Eine Abfuhr, weil er Nein als Ja verstand und sich damit als ein Ekelpaket herausstellte. Nayantai seufzte nur und rieb sich die kribbelnde, rote Stelle mit der flachen Hand, bevor er nicht mehr weiter wissen würde. Das war dann also wirklich kein Hai? Komisch. "Tut mir leid.", bemerkte er mit einem Blick, der wohl eher einem geschlagenem Hund als einem erfahrenem Piraten glich.

      Rain konnte ihm gar nicht mehr böse sein, nachdem er sich gefühlvoll entschuldigte - zumindest glaubte er das - und als nächstes wollte er mehr über sein kleines Zähnchen wissen. Wie er das erfragen würde, wusste er nicht, aber er deutete auf den Zahn an seinem Armband - die Wunde an seinem Finger hatte er mittlerweile vergessen - und dann auf Rain. "Dein Zahn?", hinterfragte er. Woher sonst sollte er auch eine Sirene kennen? Diese komischen Aquarianer waren das Einzige, was er damit verband, und mehr konnte er sich auch nicht leisten, glaubte er an solche Märchen doch nicht. Wobei ... welcher Fischer fing schon einen Hai? Jetzt, wo er darüber nachdachte, kam ihm das Ganze vielleicht etwas suspekter vor, als es sollte. Dennoch stand Nayantai auf und lief über das halbe Deck, ehe er mit einem Eimer Wasser zurückkam, in welchen er seine Hände streckte und eine Schale formte, ehe er Trinkgeräusche imitierte - das hier war Salzwasser, und das wollte er definitiv nicht schlucken, aber Rain lebte darin, also wie schädlich wäre all das schon für dich. "Wasser.", vermittelte er ihm, beziehungsweise äffte er das Wort von vorhin nach, das er nicht ganz zuordnen konnte. Insofern in Rain nicht beleidigt hatte, würde das doch auch funktionieren, richtig?
      Looking back, it maybe is like the toy carts you rode when you were a kid. But those toy carts could never go beyond the walls of the lawn. We want to follow the rugged concrete road beyond the wall. As we've grown, we've decided to leave behind the toy cart.
    • Rain war die Hand ausgerutscht, er hätte das nicht tun sollen. Die Aufregung ließ ihn schneller atmen und er starrte den Menschen für einen Moment an, nachdem das laute Geräusch ertönt war. Der Mensch starrte zurück und... entschuldigte er sich gerade? Er wusste doch gar nicht wieso er sich entschuldigte. Rain fühlte sich furchtbar. Was wenn er etwas von dem Blut getrunken hatte? Verletzt hatte er den Menschen auch. Die Aquarianer lebten nicht ohne Grund tief am Meeresboden, sie waren genauso wie ihre Artgenossen gefährlich für die Menschen und das war der Beweis. Rain zog die seltsamen Knie unter sein Kinn und verkroch sich, nachdem er nicht weglaufen konnte. Sein Herz schlug wie wild und er hatte keine Lust mehr zu reden. Der Mensch wollte das alles vergessen wie es schien und faselte wieder los, fragte etwas über den Zahn, aber Rain wollte nicht mehr reden. Er schloss seine Arme nur enger um seine Beine und schüttelte den Kopf, damit Nayantai ihn in Ruhe ließ. Er mochte diese schwimmende Nussschale nicht und hier draußen konnte er das Meer besser riechen, dennoch wollte er lieber wieder nach unten und alleine sein. Wenn diese Beine nur nicht so nutzlos wären.

      Nayantai lief davon - gut. Rain hatte keine Lust mehr auf ihn, aber anders als erhofft kam er mit einem Eimer voller vermeintlichem Wasser zurück, das darin hin und her schwappte. War das ein Friedensangebot? Hatte er gerade seinen blutigen Finger da rein gesteckt? Egal ob immer Mal wieder menschliches Blut im Meer vergossen wurde und bestimmt auch zu den Aquarianern getragen wurde, das hier war etwas anderes. Nayantai hatte sich zwar das Wort gemerkt, aber das war auch schon alles. Rain sah ihn beinahe schon enttäuscht an, dann rutschte er noch ein Stück weiter, bis er etwas gefunden hatte woran er sich hochziehen konnte. Er war immer noch wackelig auf den Beinen, aber Hilfe wollte er auch keine, nicht von Nayantai. Stattdessen nahm er sich zusammen, versuchte nicht umzufallen und stolperte dann etwas ungelenk zurück zu der Treppe die nach unten führte.
    • Hätte Rain einen schönen Arsch gehabt, dann hätte Nayantai sich fast darüber gefreut, dass er ihm nun nachlaufen durfte und sich keinen Kopf mehr darüber machen musste, dass dieser kleine Griesgram nichts mehr von ihm wollte, aber so wie es aussah, war das nun wirklich nicht das, woran er denken sollte. Zusammenreißen sollte er sich, ja, und vielleicht darauf achten, was aus seinem Mund kam, wenn er sich schon benahm wie ein dummes Kind, aber Rain war derjenige, der davonrannte, auf Beinen, die ihr Gewicht fast nicht zu tragen vermochten. Zähneknirschend und grummelnd war er derjenige, der die Hand sinken ließ, nur, um Rain hinterherzueilen und ihn einzuholen. Dieses Mal wusste er es besser, als ihn anzufassen und es tat ihm ja auch wirklich leid, dass er solche dummen Dinge tat und sich nicht dafür interessierte, was er nun wirklich von ihm brauchte. Aber wie sollte er das auch jemals herausfinden? Es war absurd, aber das ließ ihn zumindest wissen, dass Rain kein Blut von ihm wollte, oder irgendwelche krummen Dinge wie übermäßige Aufmerksamkeit, sondern einfach jemanden ehrliches, der sich auf keine seiner eigenen Dummheiten einließ; zumindest schien es so, aber Nayantai wusste gar nicht, wie gefehlt seine Interpretation vermutlich sein konnte, wenn er sich nur auf das Eine und nicht das Andere konzentrierte, das ihn eben auch belastete.

      "Hey, warte doch! Das wollte ich nicht! Sei mir nicht böse!", echauffierte er sich unzufrieden, als würde es noch etwas bringen, zu argumentieren und seine eigene Misere aus dem Rampenlicht rücken zu wollen. Langsam ging er neben Rain die hölzernen Stufen herunter, aber wie es aussah, war sein kleines Guppylein nicht mehr zum Reden aufgelegt, aber dennoch wollte er zusehen, dass er es irgendwie in sein Zimmer schaffte, ohne Hals über Kopf durch eine Tür zu fliegen und sich nicht mehr rühren zu können, weil seine eigene Sturheit ihm weitgehend den Verstand raubte, den er benutzte, als wäre er ein kopfloses Hühnchen. "Benimm dich nicht so, ich wollte dir nur helfen! Du kannst auch frisches Wasser haben, ja? Du must es mir nur sagen, wirklich!", wollte er Rain überzeugen, als wäre das gerade das relevante Problem, mit dem sie sich beide konfrontiert sahen. Aber war es das? Rain war durstig und vielleicht etwas verzogen, aber Nayantai glaubte, er könne es ihm noch austreiben, komme was da wolle, und wenn es ihn bis an sein Lebensende plagen sollte, dann war ihm das auch herzlichst egal.
      Looking back, it maybe is like the toy carts you rode when you were a kid. But those toy carts could never go beyond the walls of the lawn. We want to follow the rugged concrete road beyond the wall. As we've grown, we've decided to leave behind the toy cart.
    • Der Mensch folgte Rain der seine Hände an die Wand neben der Treppe legte, damit er sich hinunter hangeln konnte. Stufen waren eine ganz neue Herausforderung. Er kannte Stufen, aber er hatte nie welche benutzen müssen, warum auch? Er konnte einfach auf und ab schwimmen wie es ihm gerade passte und die See zerrte nie so an ihm und versuchte ihn zu Boden zu befördern. Dem Menschen konnte er so nicht entkommen und er kam ihm auch hinterher, um irgendetwas zu faseln, das Rain gar nicht hören wollte. Wenigstens hob er ihn nicht noch und warf ihn durch die Gegend, in Ruhe ließ er Rain aber auch nicht, der ihn einfach zu ignorieren versuchte. Eigentlich klang seine Entschuldigung nicht einmal wie eine, er klang eher genervt, weil Rain keine Lust mehr auf ihn hatte. Egal ob Nayantai mit Absicht ein idiot war oder nicht, Rain hatte keine einzige angenehme Situation mit ihm erlebt, er hielt sich also lieber von ihm fern. Was dachte er sich dabei seine Finger in Rains Mund zu stopfen? Machten Menschen so etwas etwa? Nein bestimmt nicht, es war nur dieser Idiot, der vielleicht dafür gesorgt hatte, dass Rains beinahe durchsichtigen Schuppen sich verfärben würden - wenn man den Gerüchten glauben konnte. Dann wäre er nicht nur irgendwo im Nirgendwo, er würde vielleicht ohnehin nie wieder zu Hause willkommen sein, dabei war das gar nicht seine Schuld.

      Rains Nase zuckte unangenehm und er musste schniefen. Sein Körper hatte das von selbst getan und es war seltsam ungewohnt, aber er blickte nur stur auf die Stufen vor sich. als er endlich bei dem Raum angekommen war, in dem er auch aufgewacht war, griff er etwas unbeholfen nach der Tür, die er irgendwie öffnete. Dann, im Raum stehend, drehte er sich um und blickte Nayantai für eine Sekunde lang an, bevor er ihm die Tür vor der Nase zuschlug. Er wusste nicht wie man diese Tür versperrte, oder ob das überhaupt ging, aber selbst ein Idiot würde verstehen, dass Rain seine Ruhe wollte. Er kämpfte sich über den wackeligen Boden zu dem Bett in dem er aufgewacht war. Aquarianer brauchten keine Betten, aber an Land waren sie wohl ganz angenehm. Rain krabbelte hinein und nahm sich das Tuch in dem er zuvor eingewickelt war, damit er es sich über den Körper ziehen konnte. Shuren wirkte zumindest wie jemand der Rain bei seinem eigentlichen problem helfen konnte und der ihm vielleicht sagen konnte, wo er nach Hilfe suchen konnte, aber Nayantai? Der war einfach nur dämlich und grob. Rain hatte genug für einen Tag.
    • Da machte er sich noch die Mühe, Rain hinterherzueilen und ihm helfen zu wollen, aber stattdessen wurde er ausgeladen und die Tür wurde ihm unsanft beinahe ins Gesicht gedonnert. Naja, hatte er sich das nicht selbst zuzuschreiben? Außerdem war es ja gar nicht das erste Mal, dass so etwas oder etwas ähnliches passierte und er spielte sich mehr auf, als anderen wohl recht war. Ein Seufzen verließ seine Lippen, ehe er eine Kehrtwende einschlug - sollte Shuren sich doch um dieses Ding kümmern, wenn er meinte, es wäre in seiner Nähe so viel besser aufgehoben. Nayantai, für seinen Teil, hatte zumindest vorerst genug von dem ganzen Mist und er wollte auch gar nicht erst darüber nachdenken, dass er eventuell etwas bewerkstelligen könnte, wenn er sich so in er Anwesenheit Anderer verhielt. Leid tat es ihm ja, aber der Fisch war auch ziemlich empfindlich und irgendwie verhielt er sich auch so, als hätte er ihm gerade die Schwanzflosse aus und abgerissen - dummes Flossenvieh, das würde er noch bereuen, aber nicht heute, oder demnächst, sondern an irgendeinem Punkt, der noch warten konnte. Trotzdem nervte es ihn wohl doch ein kleines bisschen - was sollte er daraus auch gewinnen? Hoffnung? Nayantai grummelte und ging nach oben, um Muhan endlich an den Ohren ins Bett zu ziehen und irgendwo anzulegen.

      Mehrere Stunden waren vergangen, bis Nayantai einen guten Platz gefunden hatte, und während Muhan mittlerweile vermutlich fester schlief, als ein Stein am Meeresgrund, war Tei regelrecht wieder zum Leben erwacht und entschied sich dazu, die Situation in die eigene Hand zu nehmen, obwohl Shuren und Khasar ihr eigentlich nicht rieten, sich einzumischen. Das wäre zu viel des Guten. Nayantai war derjenige, der ihr auch noch mit einem Teller warmen Essen hinterhertrabte, in der Hoffnung, Rain öffnete die Tür, wenn jemand davorstand, von dem er sich noch keine schlechte Meinung bilden konnte. Vorsichtig klopfte sie an die Tür. "Rain? Wir haben Essen für dich!" Äußerte sie sich und öffnete die Tür einen ganz kleinen Spalt, damit sie nachsehen konnte, wie es dem Fremden ging, der angeblich in diesem Gefilde hausen sollte. Was sollte er nur davon denken, wenn er sich jedes Mal mit einer neuen Person konfrontiert sah? Außerdem verstand er sie, laut Shuren, mehr schlecht als recht, aber Nayantai schien er trotzdem nicht zu mögen. Tei grinste. "Rain? Bist du noch auf?", flüsterte sie und spähte in die eher kleinen Räumlichkeiten ... eigentlich konnte er auch ihr Bett haben, wenn sie eigentlich immer in dem von Khasar schlief.
      Looking back, it maybe is like the toy carts you rode when you were a kid. But those toy carts could never go beyond the walls of the lawn. We want to follow the rugged concrete road beyond the wall. As we've grown, we've decided to leave behind the toy cart.
    • Rain hatte sich unter seiner Decke verkrochen. Am Liebsten hätte er sich ins Meer geworfen, damit er sehen konnte, ob seine Schuppen sich verändert hatten, so lag er einfach nur alleine in diesem Bett und fragte sich wie die menschen es aushielten, dass ständig etwas auf ihnen herum drückte. Das Bett, der Boden, irgendetwas eben. Alles war außerdem so rau - das Hemd und das Laken zum Beispiel. Rain wollte zurück ins Meer und zurück nach Hause, auch wenn davon wohl nicht viel übrig war. Er fragte sich wie es seiner Familie ging und seinen Freunden. Er fragte sich was die Sirenen mit seinem zu Hause anstellten - vielleicht war bereits alles zerstört. Aquarianer waren nicht zu viel zu gebrauchen. Sein Vater war stark, ja, aber die Meisten waren eher wie Rain. Dass er sich eingebildet hatte, dass er in der Lage wäre Hilfe zu holen war dumm gewesen. Wie sollte jemand wie er das auch schaffen? Jetzt saß er hier fest, mit mindestens einem Menschen, der ein Vollidiot war. Abgesehen davon würde eine Handvoll Menschen nichts gegen eine Horde Sirenen ausrichten können.

      So war Rain für eine Weile mit seinen Gedanken alleine und er bekam nach einiger Zeit starke Kopfschmerzen. Er hatte durst und die Schüssel die vorhin hier drin noch voll gewesen war, war bereits leer. Nach mehr wollte er nicht fragen, weil er nicht nach draußen wollte. Als es an der Tür klopfte steckte er vorsichtig den Kopf aus der Decke. Die Tür öffnete sich einen Spalt und ein neues Gesicht sah Rain entgegen. Er entdeckte aber auch den Idioten direkt dahinter. Rain setzte sich vorsichtig auf und sah der Frau entgegen die langsam herein kam. Sie war die erste menschliche Frau die Rain sah und langsam fragte er sich, wie viele Personen tatsächlich auf diesem Schiff hausten. Er wusste nicht was er sagen sollte, sondern wartete einfach ab was sie von ihm wollte. Das Hemd trug er noch und er hatte die Decke um seine Hüfte gewickelt. Ihm war ein wenig schwindelig, aber das ignorierte er vorerst.
    • Tei war diejenige, die sich nicht zierte und Rain anlächelte, als er aus seinem Versteck hervorkroch. Sie deutete Nayantai zu, dass er das Tablett hereinbringen sollte und sie stellten das Essen auf dem Kästchen vor Rain ab, in welchem Shuren seine ganze Medizin versteckte. Eigentlich war das keine schlechte Idee, wenn sie ihn umsiedeln würden, aber dafür musste sie wohl erst die Erlaubnis von Nayantai bekommen und sich dann überlegen, ob es das wirklich wert war. Was auch immer - ihre Vorräte waren noch einigermaßen aufgestockt, was hieß, sie mussten sich nicht beeilen, in die nächste Stadt oder das nächste Stück Zivilisation zu rutschen, was wiederum den Vorteil hatte, dass sie morgen nach draußen gehen konnten und einfach die Ruhe genießen konnten, mit dem kleinen Stück Land, an welchem sie angelegt hatten. "Geht es dir gut?", wollte sie wissen und sah sich das leicht bleiche Gesicht an, während ihre eigene Haut eine leichte Bräune besaß, die auf die "harschen" Wetterkonditionen auf diesem Schiff zurückzuführen waren. Tei griff nach dem Tonkrug, den sie mit Wasser befüllt hatten und nah einem Becher, den sie auffüllen konnte, bevor sie ihn Rain reichte - der Arme schien etwas ausgetrocknet zu sein, und außerdem war Nayantai keine sonderliche Hilfe.

      "Nayantai.", sagte sie lediglich und sah zu ihrem Mitstreiter auf, der eigentlich mitgekommen war, um Rain etwas mitzuteilen. Mit einem Nicken sank er auf seine Knie, vor Rain, und sah ihn etwas beleidigt an, bevor er den Blick abwandte. "Es tut mir leid, in Ordnung? Ich wollte dich nicht wütend machen, oder dir wehtun, oder dich verschrecken.", gab er zu, und schmollte währenddessen ein kleines bisschen. Die Abdrücke der Flosse waren beinahe schon verschwunden, aber die der Hand war relativ evident in seinem Gesicht - Rain sah zwar schmächtig aus, aber die Kraft, die er teilweise besaß, schien absolut gewaltig zu sein. Mehr Gründe, einen guten Käufer zu finden, aber darum ging es hier gar nicht. "Kann ich euch beide alleine lassen?", hinterfragte Tei. Nayantai nickte lediglich, als er das warme Teller von dem Tablett nahm und sich normal vor Rain hinsetzte, kaum verschwand die Frau aus der Tür und schloss sie hinter sich. Nayantai wirkte noch immer so, als täte ihm all das leid, und dementsprechend sah er auch aus, als er Rain wieder ansah und ihm das Teller zeigte. "Bist du hungrig?", wollte er wissen, aber er rührte nichts davon an, nicht einmal die Gabel, die Rain in diesem Fall wohl brauchen würde. Da das Essen noch dampfte, war es vermutlich offensichtlich, dass er nicht einfach so essen konnte, ohne sich die Fingerchen zu verbrennen. "Autsch. Heiß."
      Looking back, it maybe is like the toy carts you rode when you were a kid. But those toy carts could never go beyond the walls of the lawn. We want to follow the rugged concrete road beyond the wall. As we've grown, we've decided to leave behind the toy cart.
    • Der Raum den Rain als sein eigen in Beschlag genommen hatte war klein und etwas vollgeräumt. Er wusste nicht wie die anderen Räume in diesem Schiff aussahen, oder wozu dieser hier eigentlich diente. Es schien kein Schlafraum zu sein, aber natürlich kannte er sich damit nicht wirklich aus. Ein Tablett wurde zu einem kleinen Kästchen gebracht, das vor dem Bett stand. Es roch intensiv und es dampfte auch ein wenig, nur für Rain waren es einfach mysteriöse Wolken die davon aufstiegen. Die Worte der Frau kannte Rain nicht und er legte nur leicht seinen Kopf schief, da bekam er auch endlich etwas zu trinken. Er trank den Becher in einem Zug leer und hielt ihn anschließend gerade vor sich, damit er ihn noch einmal aufgefüllt bekam und auch diesen Becher leer trank. Bald schon war der ganze Krug leer und Rain stellte den Becher ab. Er war wirklich durstig gewesen und jetzt ging es ihm ein wenig besser. Er reib sich über die Augen, in der Hoffnung es half mit den Kopfschmerzen, dann sah er wieder auf und runzelte die Stirn, als Nayantai näher kam.

      Nayantai kniete sich vor ihm auf den Boden und Rain packte seine Beine zurück auf das Bett und unter sein Tuch. Den Blick konnte er sich sparen, falls er sich gerade entschuldigen wollte. Rain sah ihn empört an. Wenn es eine Entschuldigung war, dann eine schlechte. Weder sah der Grobian ihn an, noch klang er besonders ehrlich. Die Frau meldete sich wieder zu Wort und ging kurz danach zur Tür. Rain wollte etwas sagen, aber da saß er schon allein mit dem Idioten in seinem Zimmer. Rains Augenbrauen kräuselten sich und er sah misstrauisch auf den Teller. Wollte er ihn wieder vergiften? Rain nahm den Teller vorsichtig entgegen und rutschte dann damit an das andere Ende von dem schmalen Bett. Es war nicht gerade bequem. Die Wölkchen waren immer noch da, ob ihn die umbringen würden? Er versuchte sie zu greifen, aber seine Hand glitt einfach hindurch. Komisch. Auf dem Teller befand sich Fisch, in einem Stück wie es schien und außerdem irgendetwas Grünes. Es sah nicht aus wie Seetang, oder andere Meerespflanzen. Er griff vorsichtig nach dem Fisch, zog seine Hand aber schnell zurück, weil sie auf einmal brannte. Nayantai hatte Rains Essen bestimmt mit Absicht verzaubert! Er stellte den Teller schnell zurück auf den kleinen Tisch und rutschte dann so weit davon, wie er konnte. Die Beine zog er schützende vor seine Brust.
    • Tei hätte hierbleiben sollen, damit er sich nicht weiterhin genierte, wenn er mit diesem Idioten interagierte. Allerdings wurde selbst seine Entschuldigung wie ein nasses Tuch aus dem Fenster geworfen und er zog die Schnute, als hätte man ihn gerade absichtlich und ziemlich absurd beleidigt. War es idiotisch? Ja, das allemal, aber was blieb ihm auch über, wenn er sich hier wiederfand und hinterfragen musste, ob wirklich alles, was passierte, seine eigene Schuld war oder er einfach verrückt wurde? Dass man ihm nicht zuhören würde, war fast schon klar, und er schüttelte den Kopf einigermaßen beschämt, als Rain sich dazu entschied, das heiße Essen mit seinen winzigen Händen anzurühren. Was wollte er denn jetzt damit bewerkstelligen? Nayantai schüttelte den Kopf und lächelte Rain an, bevor er irgendwelches Besteck von Shuren nahm - das waren eher mörderische Utensilien - und so tat, als würde er dieses weiche Knäuel Stoff aufspießen, nur, um es danach anzublasen. "Heiß. Blasen.", erklärte er und nickte zu dem Teller, den Rain gerade wieder weggestellt hatte. Machte das Ding ihm Angst? Nayantai wollte ihn nicht anfassen, und mal abgesehen davon schien es eher so, als würde alles was er tat ohnehin nicht wertgeschätzt werden, wenn er keine sonderbare Achtung darauf gab, was genau passierte und ob es wohl in seinem Sinne war.

      "Ähm ... bist du noch durstig? Mehr Wasser?", wollte er wissen, aber Rain hatte sich am ganzen Krug bedient und während Nayantai wiederum an diesem Ding an seinem Gürtel herumfummelte und es öffnete, bot er es nicht Rain an, sondern trank den Inhalt ungestüm selbst - er spuckte ihn nicht wieder aus, oder ließ ihn einfach so sonst wohin verschwinden, nein; das reichte ihm immerhin auch, denn er trank etwas, das er definitiv trinken wollte. Dann packte er das Ganze wieder weg - Rain war also kein Freund von Alkohol und noch viel weniger von warmen Essen, das er sich wohl so oder so nicht in die Kehle stecken wollte. War das sein eigenes Problem? Vermutlich ja, aber Nayantai war auch Niemand, der weiter daran hängenbleiben würde, wenn er überlegte, ob es ihn wirklich störte, dass man so mit ihm umging. Was hatte er Rain auch schon getan? Nichts, und noch viel schlimmer war wohl eher, dass er sich schlecht fühlte, weil er Rain zuvor noch Guppy genannt hatte und jetzt wohl derjenige war, der für immer und ewig damit leben musste, dass er dem armem Fisch die Lebensfreude genommen hatte. "Ich will dir nichts tun, das verspreche ich dir. Das hättest du auch nicht verdient, ehrlich." Dass er ihn noch immer verkaufen wollte, musste er wohl nicht sagen - und das hatte damit eigentlich auch nichts zu tun.
      Looking back, it maybe is like the toy carts you rode when you were a kid. But those toy carts could never go beyond the walls of the lawn. We want to follow the rugged concrete road beyond the wall. As we've grown, we've decided to leave behind the toy cart.
    • Rain sah zu wie der Mensch irgendwelche Sachen in die Hand nahm. Damit wollte er Rain bestimmt erstechen oder so! Rain zog die Augenbrauen zusammen und rutschte noch ein bisschen davon. Andernfalls hätte er vielleicht Interesse an neuen Gegenständen gehabt, aber wenn der Grobian sie in der Hand hielt, dann wollte er lieber nichts damit zu tun haben. Er wollte wohl, dass Rain etwas aß, während Rain allerdings wenig Appetit hatte. Wieso kam dieser Typ auch immer wieder zu ihm zurück? Konnte er sich nicht anderswo auf dem Schiff aufhalten? Rain hatte ihm nichts zu sagen und er wollte einfach nur seine Ruhe haben. Sie konnten sich eh nicht unterhalten und anders als Shuren gab der Grobian sich auch gar keine Mühe und stritt stattdessen mit Rain, oder tat ihm weh, oder verletzte seine Privatsphäre, oder sorgte dafür, dass er sich an Rains Zähnen verletzte und bot ihm danach noch Blut an, als hätte er nicht bereits erklärt, dass er keine ekelhafte Sirene war. Er hatte ihm sogar aufgezeichnet, dass er keine Menschen aß und er hatte es sogar wiederholt.

      Wie ein verschrecktes Tier saß Rain in einer Ecke des schmalen Bettes und beobachtete jede Bewegung die Nayantai machte. "Ich verstehe dich nicht du Idiot...", murmelte er nur, jetzt da das mit dem Sprechen schon viel besser klappte. Für seinen Geschmack gewöhnte er sich ein bisschen zu schnell an das Leben hier draußen. Nun trank der Grobian von seinem eigenen, stinkendem Gift und Rain war deswegen nicht besser auf ihn zu sprechen. Nayantai faselte irgendetwas, irgendetwas das Rain nicht verstand und statt zu Antworten, hob er seinen Arm und deutete auf die Tür. Die Geste war kaum zu missverstehen. Rain brauchte keine Gesellschaft und er brauchte auch niemanden, der ihm beim Essen zusah, abgesehen davon, dass er das zeug da gar nicht anrühren wollte. Wieso gaben sie ihm nicht einfach einen rohen Fisch und fertig? Wie auch immer... Rain konnte sich alleine durchkosten und sehen ob irgendetwas davon für ihn genießbar war.
    • Nayantai stieß einen Seufzer aus. Shuren kam also ohne Probleme mit diesem Typen klar, aber er war wohl der schwarze Peter, der sich sein Schicksal zwar nicht gänzlich selbst ausgesucht hatte, aber trotzdem davon kosten musste, wie es schien. Was hatte er diesem dummen Vieh nur getan? Es war doch seine Schuld, dass Nayantai geblutet hatte und nicht andersherum, und doch echauffierte er sich, als wäre alles, was passiert war, nur geschehen, weil Nayantai ein dummer Junge war, der einem keine Ruhe und keinen Platz gönnen wollte. Alsbald verdrehte er die Augen und legte die Utensilien, die Shuren ihm überlassen hatte, wieder weg - er wollte eigentlich weniger daran denken, dass Rain ihm eventuell mit seinen spitzen Fischzähnen an den Kragen wollte und noch viel weniger wollte er gerade glauben, dass er auch nur irgendeine Chance hatte, ihn gerade jetzt von dem Gegenteil und seiner eigenen Nützlichkeit zu überzeugen. Human war das Ganze zwar nicht, aber es war immerhin noch besser, als sich verkrampft in demselben Raum aufzuhalten wie eine Memme, die sich ihren Problemen nicht stellen wollte und lieber daran festhielt, wie unschuldig er doch nicht war und wessen Hilfe er denn nicht alles gebrauchen konnte, außer die, der Person, die ihn eigentlich gerettet hatte. Was für ein Balg.

      "Bist du jetzt etwa mies drauf, weil ich dir vorher meinen Finger in den Mund gesteckt hab'? Es tut mir ja leid, du Fisch! Das war gar nicht mit Absicht, ich wollte nur schauen wie scharf die Dinger sind, aber du hättest mich ja auch warnen können!", keifte er zu Rain und stand dann von seinem Sitzplätzchen auf, das er so charmant am Boden eingenommen hatte. Vielleicht wäre es doch besser, gleich morgen nach dem nächsten Festland zu suchen, damit er dieses Ding loswurde und Geld scheffelte. Shuren würde das zwar nicht gefallen, aber das interessierte Nayantai auch einen feuchten Dreck, wenn er wirklich ehrlich war. Müde war er immerhin, aber das hieß zumindest auch, dass er heute entweder ziemlich gut oder relativ mies schlafen würde; was auch immer zuerst kam, er wusste bei weitem nicht, ob er auch nur irgendeine Aussicht darauf begrüßen sollte. "Schlaf gut, Fischgesicht.", warf er Rain noch an den Kopf, bevor er zur Tür trat und diese öffnete. Ihm die Zunge zu zeigen war wohl kindisch, weswegen er lediglich winkte und sich schließlich auf sein Zimmer begeben wollte. Was sollte schon großartiges passieren? Rain hatte doch Angst vor so ziemlich allem, was hier finden konnte, und wenn Tei ihn nach Mitternacht noch irgendwohin übersiedeln wollte, dann war das ihr Problem.
      Looking back, it maybe is like the toy carts you rode when you were a kid. But those toy carts could never go beyond the walls of the lawn. We want to follow the rugged concrete road beyond the wall. As we've grown, we've decided to leave behind the toy cart.
    • Nayantai schien zu verstehen was Rain wollte und stand auf. Er schien Rain nicht zu mögen, aber das beruhte auf Gegenseitigkeit, auch wenn Rain nicht verstand, warum er dann immer wieder aufkreuzte. Er wartete bis Nayantai fertig damit war ihm irgendetwas vorzuwerfen und bis er zur Tür hinaus war. Rain war wieder alleine und er entspannte sich ein bisschen. Er wusste nicht recht was er tun sollte und wartete ein bisschen, bis die kleinen Wölkchen über seinem Essen verschwunden waren. Dann erst nahm er den Teller und kostete das Essen, das für ihn zubereitet wurde. Der fisch hatte eine seltsame Konsistenz, aber er schmeckte nicht schlecht, oder vergiftet und wenn er ehrlich war, dann traute er dieser Frau auch - ganz im Gegenteil verhielt es sich mit Nayantai. Er aß alles auf, inklusive der Gräten und inklusive des grünen Grases, oder was auch immer das war, daneben. Am Ende sah der Teller aus als wäre er gar nicht schmutzig gemacht worden. Als nächstes befand es Rain am Besten einfach ein wenig zu schlafen. Er musste sich ohnehin ausruhen und gesund werden. Vielleicht konnte er Shuren morgen nach Hilfe fragen.

      Rain schlief schlecht. Er kam nicht zur Ruhe und träumte von seiner Heimat und seiner Familie, als wollten sie ihm sagen, dass er aufhören musste herum zu trödeln. Nach einiger Zeit gab es Rain auf schlafen zu wollen. Er fand sich in dem dunklen Raum wieder, aber das machte für ihn nichts. Seine Augen waren Dunkelheit gewohnt und auch seine anderen Sinne waren weitaus geschärfter als die eines Menschen. Der Mond schien von draußen durch ein kleines Fenster, das war genug für ihn um sehen zu können. All die anderen schienen zu schlafen, zumindest hörte Rain keine Schritte und auch keine Stimmen von draußen. Er wollte niemanden wecken, also gab er sich mühe leise zu sein, als er zur Tür stolperte. Das mit dem Gehen musste er erst noch lernen und er fand es auch immer noch unheimlich. Die Tür war nicht verschlossen - er war also kein Gefangener? Ein Mensch wäre das vielleicht auf hoher See gewesen, aber Rain konnte einfach davon schwimmen, wenn er denn wollte. Das machte aber keinen Sinn. Er war verletzt und außerdem wusste er nicht einmal wo er war, oder wo er hin sollte. Er öffnete langsam die Tür und das rauschende Geräusch von draußen wurde lauter. Leise krabbelte er die Stufen hinauf an Deck und schaffte es bis zur Reiling. Nicht weit vom Schiff entfernt lag eine kleine, sandige Insel und ringsherum gab es Felsen die das Schiff versteckten. Das Rauschen kam von den Wellen die gegen die Felsen und den Sand stießen. Das Geräusch war neu für Rain, aber beruhigend, so als würde das Meer ihm ohne Unterlass mitteilen, dass es immer noch da war und auf ihn wartete. Rain wäre gerne hinein gehüpft, aber er wusste, dass er das nicht sollte. Dennoch hangelte er sich die Reiling entlang bis zum Bug des Schiffes, wo er etwas umständlich auf den Rand klettere, um sich dort hinzusetzen und die verhassten Beine nach unten baumeln zu lassen. Er lauschte den Wellen und blickte hinauf zum Mond, den er so auch noch nie gesehen hatte.
    • Grummelnd hatte er sich dann doch wieder ins Bett gelegt - Nayantai wollte nichts mehr von Rain hören, aber dennoch schien es ihm nicht viel leichter zu fallen, einfach zu schlafen, so wie man es ihm auftrug. Was sollte er daraus auch machen? Nicht nur war der hohe Wellengang, den er eigentlich als angenehm empfinden sollte, etwas beunruhigend, aber dennoch wollte er nicht mehr, als sich für eine Sekunde zu entspannen. Anfangs glaubte er, genau das in seinem herbeigesehnten Schlaf erwirtschaften zu können, aber kurz darauf war er sich dann doch nicht mehr so sicher, auch dann nicht, als die Wogen sich endlich glätteten und er sich seines wohlverdienten Schlafes hingab. Die Stille war beinahe aufregend und beunruhigend zu gleich, aber was sollte er daraus schon lernen? Etwas, das er für sein Leben lang im Auge behalten musste? Was auch immer der Grund sein würde, weiter wichtig war es nicht, und eigentlich wollte er nur seinen Träumen nachgehen, also schlug er sich Rain bald wieder aus dem Kopf - mehr konnte ohnehin nicht passieren, und alles, worauf er sich fokussieren sollte, oder vielleicht musste, war ab jenem Zeitpunkt nicht weiter wichtig, ab welchem er sich in Träumeland verabschiedete, welches er bitter nötig hatte.

      Dass Shuren noch nie einen tiefen Schlaf gehabt hatte, war wohl bei weitem kein Geheimnis mehr, und dass er es nicht mochte, wenn jemand um ihn herum sich bewegte, während er schlief, war auch nichts, das ungewohnt war. Allerdings fiel ihm dabei auch auf, wer sich bewegte oder welche Tür sich öffnete - dass er lediglich entnervt raunen konnte, war absolut nichts Neues. Nun lag er da, und lauschte nicht nur den Wellen, die durch das offene Fenster beinahe in sein Zimmer schwappten, sondern auch demjenigen, der das gesamte Schiff unsicher machte. Zuerst drehte er sich, dann wendete er sich, bis es schließlich aufhörte und er sich fragte, was es gerade war, das er da gehört hatte. Kurz zwinkerte er und warf einen Blick aus dem Fenster - wie spät war es? So langsam stieg die Sonne doch auf, auch, wenn sich nicht viel änderte und lediglich die Helligkeit des Tages zum Vorschein kam; er entschied sich, aufzustehen, sich etwas zu trinken zu holen und dann nach oben zu gehen, auf der Suche nach jemandem, der diesen Lärm zu verantworten hatte, aber mehr als Rain fand er nicht vor. Ungeachtet dessen kam er zu ihm und lehnte sich über die Reling, während er das Wasser beobachtete. "Guten Morgen ..."
      Looking back, it maybe is like the toy carts you rode when you were a kid. But those toy carts could never go beyond the walls of the lawn. We want to follow the rugged concrete road beyond the wall. As we've grown, we've decided to leave behind the toy cart.
    • Rain beobachtete den Mond, die Sterne und die Wellen, die sich am Holz brachen und versuchten die Insel zu erklimmen. All das war so neu, aber wunderschön. Rain kannte nur die Welt tief unter dem Meer, abgesehen von den wenigen Gelegenheiten in denen er mitten im Meer aufgetaucht war. Dort hatte es nicht viel zu sehen gegeben und obwohl es an stürmischen Tagen auch Wellen gab, so waren diese hier doch ganz anders. Er konnte stundenlang dabei zusehen. Lebten diese Menschen die ganze Zeit so? hatten sie nicht irgendwo Städte? Rain wusste es nicht und auch der Rest seines Volkes wusste hauptsächlich aus Überlieferungen wie Menschen hausten. Er wunderte sich ein wenig, dass sie keine Angst vor Rain gehabt hatten. Sirenen gab es doch noch und Seefahrer waren wohl ihre liebste Beute. War Rain so weit weg von ihrem Territorium? Umso besser, er wusste nämlich nicht ob sie nach ihm suchen würden. Er glaubte kaum, dass er einen Nutzen für sie hatte, außer den, dass sein Volk könig wie auch Prinz verloren hätte. So oder so machte das für die Sirenen wohl kaum einen Unterschied, nachdem sie Thenas dem Erdboden gleich gemacht hatten.

      Rain saß schon ein paar Minuten oder länger hier als er merkte, dass noch jemand anderes wach war. Das Schiff vibrierte neben den Bewegungen der wellen auch noch anders, auch wenn Rain es schwer fiel die Schwingungen an der Luft wirklich wahrzunehmen und zu interpretieren. Er hatte aber Recht. Shuren war es der an Deck kam und sich zu Rain gesellte. Rain hob seine Hand zu einem Gruß und lächelte, dann wusste er nicht Recht was er sagen sollte. "I-Ich... hm...", murmelte er und ließ es doch wieder bleiben. Sie hatten es gestern zwar geschafft sich zu verständigen, aber sie kamen sehr langsam voran. "Ich wünschte du könntest mir sagen wo ich bin...", sagte er mehr zu sich selbst. "Wenn du mir sagen könntest was du über Sirenen weißt, wäre das auch schon hilfreich." Rain seufzte tief. Das hatte alles keinen Sinn, auch wenn er sich seiner neuen Stimme langsam besser bewusst wurde. "Wieso helft ihr mir überhaupt?", wollte er wissen und drehte sich ein wenig mehr zu Shuren. Dann deutete er auf Shuren und dann auf seine verbundene Wunde, ehe er ihn fragend ansah. "Wieso?"
    • Shuren sah auf und gähnte ein einziges Mal herzhaft, bevor er Rain anlächelte. Nayantai war er nicht ganz unähnlich, aber allem Anschein nach verstanden sich die beiden eben nicht und so hörte er dem einen beim Faseln zu, während der Andere vermutlich in seinem Bett vor sich hin schnarchte und von hübschen Frauen oder einem Berg Geld träumte. Rain hingegen konnte er in jener Hinsicht nicht wirklich einschätzen, aber er wusste, dass auch er nicht auf den Mund gefallen war, zumindest erschien es ihm so. "Du hast ja heute ganz viel, das dir auf dem Herzen liegt. Vermutlich, weil du gestern nicht reden konntest, stimmt's?", lachte Shuren leise, aber immerhin zufrieden, und er musste sich eingestehen, dass Rain gar kein so übler Zeitgenosse war, wenn er darüber nachdachte. Was sollte ihm dieser arme Fisch auch schon nicht bieten können? Shuren hatte keinerlei Vorstellungen oder Ansprüche an ihn, und abgesehen davon wollte er nun einmal nicht glauben, dass ihnen irgendetwas den Mund verbieten würde, wenn sie sich weiter miteinander unterhielten - das war immerhin das Mindeste, mit dem er aufwarten konnte.

      Seine müden Augen fielen auf das Herumgefuchtel und die Wunde an Rains Seite, die der junge Mann gar nicht so umsichtig behandelte, wie es ihm recht gewesen wäre, aber immerhin verhielt er sich nicht wie ein anderer Trottel es würde. "Wieso? Naja, weil es dir schlecht geht ... wer hätte es denn sonst machen sollen?", hinterfragte Shuren, aber er schüttelte den Kopf. Mitleid war ihm wohl ein Begriff, aber das empfand er in solchem Sinne gar nicht und Rain würde die Erklärung, aufgrund des fehlenden Vokabulars, vielleicht eher schlecht als recht verstehen, und das wollte er auch nicht. "Mh, Rain ... gut ...", erklärte er in gebrochener Sprache, die sie hoffentlich irgendwie filtern konnten, indem Shuren versuchte, mit seiner Mimik zu artikulieren. "Wunde ... schlecht ... Wunde weg, dann ... Rain gut." Das hörte sich so dermaßen dämlich an, dass er in diesem Moment entschied, zum Einen nie Kinder haben zu wollen und sich zum Anderen sicher darüber zu sein, dass er das nächste Meeresbalg wortlos zurück dorthin befördern würde, wo er es gefunden hatte. Shuren rieb sich die Augen und sah zu Rain. "Rain ... müde?", hinterfragte er und gähnte dabei theatralisch in seine Hand.
      Looking back, it maybe is like the toy carts you rode when you were a kid. But those toy carts could never go beyond the walls of the lawn. We want to follow the rugged concrete road beyond the wall. As we've grown, we've decided to leave behind the toy cart.
    • Rain sah Shuren nur entschuldigend an. leider verstand er kein Wort von dem was er sagte und das beruhte auf Gegenseitigkeit. Wenn die Aquarianer sich nur nicht so abgekapselt hätten, dann hätte Rain vielleicht schon Hilfe finden können, oder er hätte zumindest eine Idee, wo er anfangen konnte. So war es aber nicht. Nachdem die Aquarianer sich von den Sirenen abgespalten hatten, oder eher geflüchtet waren, hatten sie sich fern gehalten von Allem und Jedem. Damals hatten die Menschen noch Angst vor den Sirenen und damit auch ihren Artgenossen und die Aquarianer wollten keinen mehr verletzen. Sie waren ein friedvolles Volk, dessen große, kämpferische Stärke höchstens gegen Haie oder andere Meereslebewesen bewiesen wurde und nicht gegen Menschen, oder Sirenen. Das wurde ihnen nun zum Verhängnis wie es schien. Rain konnte nicht sagen, ob es anders vielleicht besser gewesen wäre, villeicht war es ungerecht seine Vorfahren dafür anzuprangern und doch wusste er absolut nichts mit sich anzufangen. Ein toller Prinz war er - einer der sein Volk im Stich gelassen hatte und nun nur herum sitzen konnte, ohne etwas auszurichten. Er wusste, dass seine Familie nicht damit rechnete, dass er zurück kam, aber selbst wenn er dieses Vorhaben aufgab, was sollte er sonst tun?

      Rain blickte auf seine Hände, die zwar zart und schön waren, mehr aber auch nicht. Dann sah er zu Shuren auf und versuchte seiner Erklärung zu folgen. Er brauchte sich nicht so viel Mühe zu geben langsam zu sprechen, Rain kannte die Worte ohnehin nicht. "Du willst mich heilen, damit es mir gut geht? Das erklärt nicht das Warum.", antwortete Rain, aber vielleicht war es auch gar nicht wichtig. Shuren kam sich aber wohl auch seltsam vor so zu reden und Rain hatte sich am Vortag nicht besser gefühlt. Der Blonde lächelte sanft und legte vorsichtig eine Hand auf Shurens Schulter. "Shuren gut.", erklärte er. "Danke." Er nahm seine hand wieder zu sich zurück und versuchte der nächsten Frage zu folgen. "Mü...de...?", fragte Rain. Wollte er wissen warum er nicht schlief? Rain schüttelte betrübt den Kopf und deutete noch einmal auf die Verletzung. "Sirenen Angriff... nicht nur Rain.", erklärte er und unterstrich seinen Namen mit einem Deut auf sich selbst. Dann hob er einen Finger. "Aquarianer, Aquarianer, Aquarianer,... viele Aquarianer.", erklärte er und nahm immer einen Finger dazu, dann umschloss er die Finger mit der anderen Hand. "Alle. Alle... Wunde...", versuchte er zu erklären und deutete zurück auf seine Seite.
    • Shuren konnte sich nicht helfen und lächelte, als Rain seine Hand auf seine Schulter legte. Wollte er denn mehr als das? Womöglich strebte er nach Freiheit, oder aber er suchte nach etwas Anderem, worüber er sich nicht einmal bewusst war? Was auch immer der Grund dafür war, oder wie sehr er sich in diesem Sinne wohl auch abmühen würde, was würde es ihm denn auch bringen, wenn er sich nicht für diejenigen einsetzte, die es bitter nötig hatten, eine Schulter zu haben, auf der sie sich ausheulen konnten. Rain hatte nicht danach gefragt, und auch wenn er etwas angeschlagen aussah, so wunderte sich Shuren viel eher, ob er eventuell einfach jemanden brauchte, mit dem er reden konnte, und sich nicht nach jemandem sehnte, der die gleichen Ideen hatte, wie er es tat. Offenherzig war er noch nie gewesen, aber die Intelligenz, mit der man ihm zumindest jetzt gegenüberstand, war zumindest einigermaßen einladend - einladend genug, damit er sich fragte, ob all das schon immer so gewesen war, oder ob Shuren einfach andere Gesellschaft bitter nötig hatte. Worauf wartete er auch? Rain war sein Schlüssel für ein Tor, das vermutlich ungeahnte Welten aufstieß. "Shuren gut? Pff, ja, Shuren gut ... aber Rain auch gut ... nur nicht gesund.", erklärte er ihm, und deutete danach auf seine Seite.

      Wonach strebte er sonst noch? Rain einfach so ins Meer zu werfen, weil er sich genüsslich auf die Reling gepflanzt hatte und sich von oben herab die harschen Wellen ansah, die allemal schlimmer sein konnten, als sie wirklich waren? Nein, so gemein wäre er gegenüber dem Blonden dann doch wieder nicht, er hatte es nicht verdient und Shuren hatte ihm geraten, sich auszuruhen. "Alle? Also wurdet ihr ... attackiert? Von diesen Sirenen? Oh Gott, dann habt ihr ja noch mehr Probleme, als ich anfangs gedacht habe." Beinahe entsetzte schüttelte er den Kopf, dann deutete er auf das Wasser unter ihnen - Rains Heimat. "Wasser ... Zuhause? Aquarianer ... Zuhause. Wieso ... du hier?", wollte er dann wissen. Hatte man ihn weggeschickt? War er davongeschwommen? Oder war er ein Flüchtling, der der ganzen Situation einfach nur entkommen wollte? Was auch immer der Grund war, Shuren rieb sich den Sand aus den Augen, fragte aber gleichzeitig, bevor er ein falsches Schluchzen anmaßte: "Rain traurig?" Nur, um es kurz darauf wieder zu unterbinden. Was er davon lernte, wusste er nicht so ganz, aber er war sich relativ sicher, dass er zumindest eine Idee hatte, was in seinem Kopf herumschwirrte. Ungeahnt rutschte Shuren etwas näher an Rain heran. "Rain ... brauchst du ... eine Umarmung?"
      Looking back, it maybe is like the toy carts you rode when you were a kid. But those toy carts could never go beyond the walls of the lawn. We want to follow the rugged concrete road beyond the wall. As we've grown, we've decided to leave behind the toy cart.
    • Rain legte den Kopf schief und lächelte ein wenig. "Du vertraust mir also? Kennt ihr denn gar keine Sirenen?", fragte er etwas verwirrt. Wenn sie noch immer hinter den Aquarianern her waren und so stark waren, dann aßen sie bestimmt immer noch menschen, aber vielleicht schaffte es auch kein Mensch lebend nach Hause, um von den schrecklichen Wesen zu berichten. Rain hatte immer gedacht sein Volk und die Menschen hätten einen gemeinsamen Feind, aber anscheinend war es nicht so. Umso unwahrscheinlicher war es, dass er irgendwo Hilfe fand. Er wusste von keinem anderen Stamm der Aquarianer, oder anderen Sirenen die nichts mehr mit dem hauptstamm zu tun haben wollten. Er seufzte ob der Erkenntnis und er wollte auch nicht unbedingt jemanden in diesen Konflikt mit hinein ziehen, schon gar nicht diese Menschen die ihn gesund pflegten, scheinbar ohne etwas zu verlangen. Er hatte vielleicht darauf gehofft Menschen zu finden, die die Sirenen hassten, weil sie jemanden verloren hatten, aber das schien eher selten und die Sprache der Menschen konnte er ohnehin nicht. Rain sollte wohl so viel lernen wie er konnte, wenn er eine Chance haben wollte seine Familie wieder zu sehen.

      Shuren schien zu verstehen was Rain ihm sagen wollte und der Blonde nickte. "Attackiert.", wiederholte er. "Angegriffen." Der Mensch schien beinahe bestürzt, als gebe es in seiner Welt ebenfalls keine solche Konflikte. Dieses Schiff hier wirkte wie ein friedlicher Ort, also vielleicht war es so. Dann sah Rain hinunter zum Wasser und anschließend wieder zu Shuren. Wollte er von Rain wissen wo sein zu Hause war? Oder warum er hier war? "Zuhause.", murmelte er und deutete noch einmal auf das Wasser, dann deutete er in die Ferne. Dann hob er zwei Finger. "Zwei Tage geschwommen." Er machte eine Wellenbewegung mit der Hand. "Rain... Ich und Familie...", erzählte er weiter und legte dann seine Handgelenke übereinander, so wie er es wäre, wäre er gefesselt. "Gefangen. Aber Flucht. Ich... konnte fliehen." Er klopfte sich auf die Brust und machte dann erneut eine Wellenbewegung mit der Hand. "Hilfe. Ich suche Hilfe.", erklärte er und überlegte wie er das verdeutlichen konnte. "Shuren hilft Rain mit Wunde. Hilfe.", erklärte er, vielleicht verstand er es so. "Rain sucht Hilfe für Aquarianer." Ob Shuren ihm helfen konnte? Vermutlich nicht. Shuren hingegen stellte Rain eine ganz andere Frage. "Hm?", machte der Blonde und senkte seinen Blick. Er nickte, ja er war traurig. Sehr sogar.