Innerlich musste August kichern, als er Embers verstörtes Gesicht betrachtete, während sie versuchte, der Zeit habhaft zu werden, um die sie sprachen. Selbst für ihn war das alles so weit weg. Einem Traume gleich beinahe, der einen vergessen ließ, dass dies keine Geschichte war, die ein Fremder erlebt hatte, sondern wahrhaftig und wahr.
Ruhig fuhr seine Hand über ihre Schulterblätter und er lächelte.
"1888", murmelte er und sah an die Decke. "Mein Geburtsjahr. Ich bin 1888 geboren in Northumberland. Aufgewachsen bin ich in Bamburgh Shores bis zum Verschwinden meiner Familie am 14. September 1904. Noch immer steht das alte Foremar Haus auf einem kleinen Hügel in den Shores. Zumindest die Überreste. Dann ist das Rechnen leichter."
Er schloss damit und versuchte, das Bittere auf seinem Gesicht nicht Überhand nehmen zu lassen, während er an die alten Mauern und das Gelächter darin dachte. Es war schön und zugleich verfolgend grausam, wenn er sich gewahr wurde, dass seine Schwester und seiner Brüder nie wieder um ihn herum lachen würden. Nie wieder eine Berührung und nie wieder nur ein Wort des Lobes, der Anerkennung oder gar der Liebe. August Foremar war das, was er immer zu sein gefürchtet hatte. Von Liebe verlassen.
"Ja, es war eine schöne Zeit", murmelte er, während er sich die Gesichter vorzustellen versuchte. Und es nicht schaffte. "Wir hatten ein gutes Verhältnis und eigentlich waren wir allesamt erpicht darauf, die Welt zu verändern. Die Welt zu sehen und ihrer habhaft zu werden. Wir hielten uns für die Könige und Königinnen der Welt. Wenn man an der Eingangstür genau schaut, wirst du sogar kleine Kronen dort entdecken, die wir hinein geritzt haben. Vier an der Zahl. Vier verborgene Könige. Arkane Könige..."
Sachte schüttelte er den Kopf und schluckte Tränen hinunter, ehe er sich räusperte.
"Warum hat es dir Shawn übel genommen? Du konntest nichts für den Tod der kleinen Emily", sagte er. Auf ihr Versprechen hin musste er grinsen.
"In Ordnung, Ember Sallow", murmelte er mit tieferer, rauer Stimme. "Ich nehme dich beim Wort."
Die Aussicht, dass sie das Rätsel lösen konnte, war verschwindend gering, aber es war schön zu hören, dass sie es versuchen würde. Selbst wenn er nicht mehr da war.
"Das stimmt", nickte er. "Ich wäre vermutlich ein Schreiber geworden oder hätte auch in einer Bank gearbeitet. Vielleicht wäre ich mit einer Familie gesegnet gewesen und hätte mich an das Leben selbst verschwendet. Keine Ahnung. Wir sind hier und das ist wichtig. Ich danke dir, dass du mich nicht vergessen wirst. Das bedeutet mir viel. Sehr viel sogar."
Ruhig lag er zurück im Kissen und fühlte eine beiernde Schwere in seine Knochen rauschen. Als würde ihm die Kraft verloren gehen merkete er erst jetzt wie erschöpft er eigentlich war.
"Wir sollten schlafen", murmelte er müde. "Wir haben viel vor, morgen."
Ruhig fuhr seine Hand über ihre Schulterblätter und er lächelte.
"1888", murmelte er und sah an die Decke. "Mein Geburtsjahr. Ich bin 1888 geboren in Northumberland. Aufgewachsen bin ich in Bamburgh Shores bis zum Verschwinden meiner Familie am 14. September 1904. Noch immer steht das alte Foremar Haus auf einem kleinen Hügel in den Shores. Zumindest die Überreste. Dann ist das Rechnen leichter."
Er schloss damit und versuchte, das Bittere auf seinem Gesicht nicht Überhand nehmen zu lassen, während er an die alten Mauern und das Gelächter darin dachte. Es war schön und zugleich verfolgend grausam, wenn er sich gewahr wurde, dass seine Schwester und seiner Brüder nie wieder um ihn herum lachen würden. Nie wieder eine Berührung und nie wieder nur ein Wort des Lobes, der Anerkennung oder gar der Liebe. August Foremar war das, was er immer zu sein gefürchtet hatte. Von Liebe verlassen.
"Ja, es war eine schöne Zeit", murmelte er, während er sich die Gesichter vorzustellen versuchte. Und es nicht schaffte. "Wir hatten ein gutes Verhältnis und eigentlich waren wir allesamt erpicht darauf, die Welt zu verändern. Die Welt zu sehen und ihrer habhaft zu werden. Wir hielten uns für die Könige und Königinnen der Welt. Wenn man an der Eingangstür genau schaut, wirst du sogar kleine Kronen dort entdecken, die wir hinein geritzt haben. Vier an der Zahl. Vier verborgene Könige. Arkane Könige..."
Sachte schüttelte er den Kopf und schluckte Tränen hinunter, ehe er sich räusperte.
"Warum hat es dir Shawn übel genommen? Du konntest nichts für den Tod der kleinen Emily", sagte er. Auf ihr Versprechen hin musste er grinsen.
"In Ordnung, Ember Sallow", murmelte er mit tieferer, rauer Stimme. "Ich nehme dich beim Wort."
Die Aussicht, dass sie das Rätsel lösen konnte, war verschwindend gering, aber es war schön zu hören, dass sie es versuchen würde. Selbst wenn er nicht mehr da war.
"Das stimmt", nickte er. "Ich wäre vermutlich ein Schreiber geworden oder hätte auch in einer Bank gearbeitet. Vielleicht wäre ich mit einer Familie gesegnet gewesen und hätte mich an das Leben selbst verschwendet. Keine Ahnung. Wir sind hier und das ist wichtig. Ich danke dir, dass du mich nicht vergessen wirst. Das bedeutet mir viel. Sehr viel sogar."
Ruhig lag er zurück im Kissen und fühlte eine beiernde Schwere in seine Knochen rauschen. Als würde ihm die Kraft verloren gehen merkete er erst jetzt wie erschöpft er eigentlich war.
"Wir sollten schlafen", murmelte er müde. "Wir haben viel vor, morgen."
The more that I reach out for heaven
The more you drag me to hell