„Mhhh, ich glaube eh, dass ich aktuell zu angespannt bin um es wirklich zu genießen.“
Aufrichtige Worte, die Ember formulierte während sie mit von Gott gegebener Selbstverständlichkeit August musterte, der kurzweilig seine Hüllen komplett fallen gelassen hatte. Selbstverständlich drehten sich ganz bestimmte Gedanken in seinem Kopf. Mit Sicherheit hatte er den Abend nicht vergessen können, wo er zu Ember in ihre Wohnung kam, um Ruairi zu retten. Sein Verstand würde sich alles mögliche ausgemalt haben, was die Zwei dort veranstaltet haben könnten. Und er lag ja alles andere als falsch dabei.
„Ich mach mir da weniger Sorgen. Immerhin hab ich nun schon von mehreren Fronten gehört, dass du einer der besten Illusionisten sein sollst“, sagte sie während sie mit den Füßen leicht abwechselnd wippte. „Sofern wir den Abend heil überstehen und kein Krieg ausbricht, würde ich vermutlich erst einmal das Problem mit den Würfeln angehen. Meine Geschichte kann warten. Es ist ja nicht so, als wäre es etwas weltbewegendes. Bis jetzt ist sie ja auch prima ohne meine neugierige Nase ausgekommen.“
Das leichte Lächeln war von ihrem Gesicht verschwunden als sich August neben sie setzte. Seine Hand fühlte sich heiß an, so wie ihre Hand klein in seiner wirkte. Vielleicht aber waren auch einfach nur ihre Finger eiskalt. So eiskalt, wie es die Körper der drei Männer sein würden.
„Wäre ich zart besaitet, dann wäre mein Job definitiv der falsche für mich. Ich fühle nicht mit den Opfern mit, deren Mörder ich nachstelle. Deswegen bin ich so gut in meinem Job. Aber es ist etwas anderes, wenn man selbst wissentlich Menschen an die Schlachtbank führt.“ Sie sah ihm dabei zu, wie er ihre Knöchel sanft küssten. Dann seufzte sie kurz. „Aber wem erzähl ich das, hm?“
Welchem Zauberer erzählte sie das denn? Wenn sie es sich recht überlegte, dann gab es vermutlich nicht einen in ihrem Bekanntenkreis, der das nicht nachvollziehen konnte oder gar über ein deutlich höheres Opferkonto verfügte als sie. Sie war an einem Tod, den sie verursacht hatte, fast zerbrochen. Sie konnte sich nicht hineinversetzen in diejenigen, die noch mehr Leben auf dem Gewissen hatten und darunter litten.
„Wir bleiben dabei. Es ist das Einzige, was wir -“
Es klopfte und August zuckte merklich zusammen. Sogar noch stärker, als Ember es vermutet hätte. Träge richtete sie sich auf noch bevor Perleys Stimme dumpf erklang. Hinter ihr spürte sie wie sich August wieder entspannte. Also war auch er nervöser eingestellt über die ganze Situation als sie angenommen hatte.
Zeitgleich mit August erhob sich Ember vom Bett und rückte ihr Holster zurecht. Das magische Magazin steckte in direkter Greifnähe, ein weiterer Platz war noch frei für das, was sie von ihrem Techniker zu erwarten hatte. Sie zog sich ihren Zopf etwas fester und nickte. „Alles klar. Dann fangen wir an.“
Ember musste sich von Perley zur Hintertür führen lassen, die sie noch nie zuvor benutzt hatte. Auf ihrem Handy war wie erwartet keine weitere Nachricht eingegangen. Dafür hatte sich Noland bereits im Wohnzimmer vor dem Kamin in einem Sessel niedergelassen.
Sorgsam schloss die Detective die Hintertür auf und bedeutete dem Hauswirtschaftler, ebenso aus dem Sichtfeld zu rücken. Sie selbst öffnete die Tür nur einen winzigen Spalt breit, gerade so, dass Ruairi sehen konnte, dass sie geöffnet war. Dann erschauderte Ember ganz kurz, als sie spürte, wie eine Aura gewirkt wurde. Ihr Blick ging zur Decke, so als könne sie durch die blickdichten Beläge schauen. Früher wäre ihr das vermutlich gar nicht aufgefallen und nur ihr Fußkettchen hätte alarmierend vibriert. So war sie wenigstens nicht mehr ganz so blind, auch wenn sie es nur fühlen konnte.
Aufrichtige Worte, die Ember formulierte während sie mit von Gott gegebener Selbstverständlichkeit August musterte, der kurzweilig seine Hüllen komplett fallen gelassen hatte. Selbstverständlich drehten sich ganz bestimmte Gedanken in seinem Kopf. Mit Sicherheit hatte er den Abend nicht vergessen können, wo er zu Ember in ihre Wohnung kam, um Ruairi zu retten. Sein Verstand würde sich alles mögliche ausgemalt haben, was die Zwei dort veranstaltet haben könnten. Und er lag ja alles andere als falsch dabei.
„Ich mach mir da weniger Sorgen. Immerhin hab ich nun schon von mehreren Fronten gehört, dass du einer der besten Illusionisten sein sollst“, sagte sie während sie mit den Füßen leicht abwechselnd wippte. „Sofern wir den Abend heil überstehen und kein Krieg ausbricht, würde ich vermutlich erst einmal das Problem mit den Würfeln angehen. Meine Geschichte kann warten. Es ist ja nicht so, als wäre es etwas weltbewegendes. Bis jetzt ist sie ja auch prima ohne meine neugierige Nase ausgekommen.“
Das leichte Lächeln war von ihrem Gesicht verschwunden als sich August neben sie setzte. Seine Hand fühlte sich heiß an, so wie ihre Hand klein in seiner wirkte. Vielleicht aber waren auch einfach nur ihre Finger eiskalt. So eiskalt, wie es die Körper der drei Männer sein würden.
„Wäre ich zart besaitet, dann wäre mein Job definitiv der falsche für mich. Ich fühle nicht mit den Opfern mit, deren Mörder ich nachstelle. Deswegen bin ich so gut in meinem Job. Aber es ist etwas anderes, wenn man selbst wissentlich Menschen an die Schlachtbank führt.“ Sie sah ihm dabei zu, wie er ihre Knöchel sanft küssten. Dann seufzte sie kurz. „Aber wem erzähl ich das, hm?“
Welchem Zauberer erzählte sie das denn? Wenn sie es sich recht überlegte, dann gab es vermutlich nicht einen in ihrem Bekanntenkreis, der das nicht nachvollziehen konnte oder gar über ein deutlich höheres Opferkonto verfügte als sie. Sie war an einem Tod, den sie verursacht hatte, fast zerbrochen. Sie konnte sich nicht hineinversetzen in diejenigen, die noch mehr Leben auf dem Gewissen hatten und darunter litten.
„Wir bleiben dabei. Es ist das Einzige, was wir -“
Es klopfte und August zuckte merklich zusammen. Sogar noch stärker, als Ember es vermutet hätte. Träge richtete sie sich auf noch bevor Perleys Stimme dumpf erklang. Hinter ihr spürte sie wie sich August wieder entspannte. Also war auch er nervöser eingestellt über die ganze Situation als sie angenommen hatte.
Zeitgleich mit August erhob sich Ember vom Bett und rückte ihr Holster zurecht. Das magische Magazin steckte in direkter Greifnähe, ein weiterer Platz war noch frei für das, was sie von ihrem Techniker zu erwarten hatte. Sie zog sich ihren Zopf etwas fester und nickte. „Alles klar. Dann fangen wir an.“
Ember musste sich von Perley zur Hintertür führen lassen, die sie noch nie zuvor benutzt hatte. Auf ihrem Handy war wie erwartet keine weitere Nachricht eingegangen. Dafür hatte sich Noland bereits im Wohnzimmer vor dem Kamin in einem Sessel niedergelassen.
Sorgsam schloss die Detective die Hintertür auf und bedeutete dem Hauswirtschaftler, ebenso aus dem Sichtfeld zu rücken. Sie selbst öffnete die Tür nur einen winzigen Spalt breit, gerade so, dass Ruairi sehen konnte, dass sie geöffnet war. Dann erschauderte Ember ganz kurz, als sie spürte, wie eine Aura gewirkt wurde. Ihr Blick ging zur Decke, so als könne sie durch die blickdichten Beläge schauen. Früher wäre ihr das vermutlich gar nicht aufgefallen und nur ihr Fußkettchen hätte alarmierend vibriert. So war sie wenigstens nicht mehr ganz so blind, auch wenn sie es nur fühlen konnte.