[2er RPG] Vessels [Asuna & Winterhauch]

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    • Starr hielt Sylea ihren Blick auf Cain gerichtet während sich seine Hände suchend an ihrer Seite empro kämpften. Hier nahm sie deutlich wahr, dass seine Hände deutlich rauer waren als die unbescholtene Haut, die sich über ihre Rippen spannte. Dann fuhren seine Daumen am Rande ihrer Brust entlang und sorgten dafür, dass sie den viel zu lang angehaltenen Atem gedehnt zwischen ihren Lippen ausstieß.
      Schließlich schoss sein Kopf in die Höhe und hüllte ihr Schlüsselbein in eine warme Wolke. Als er sie zu allem Überfluss noch noch in die Haut zwickte konnte sie einen erstickten Laut nicht unterdrücken - und schob sich etwas von ihm. Cain folgte ihrer Bewegung wie aus einem Guss und zog seine Bahn, die aus Küssen und spielerischen Bissen stand, weiter abwärts. Als er an den Rand ihres BHs stieß explodierte etwas in Sylea.
      Bevor sie ein zweites Mal die Kontrolle über den Aurenschub verlor, brachte sie den dringens notwenigen physischen Abstand zwischen sich. Mit einer ihrer Hände strich Sylea Cains Bein glatt, damit sie darüber zur Seite hinwegrollen konnte. Das kalte Bettzeug klärte ihren benebelten Verstand etwas, als sie mit dem Rücken zum liegen kam. Leise zischte sie unverständliche Worte weil sie ihr Knie zu stark dabei gedreht hatte. Satte drei ruhige Atemzüge füllten ihre Lungen mit Sauerstoff, den ihr Gehirn dringend brauchte. Dann stützte sie sich mit den Ellbogen auf und wackelte demonstrativ mit dem verletzten Bein. "Die andere Position war auf Dauer zu anstrengend..." Ein versteckter Hinweis. Der einzige Punkt, an dem sich die Beiden nun noch berührten, waren ihre überschlagenen Fußknöchel des jeweiligen Beines.
      Schließlich setzte sich Sylea ein bisschen mehr auf. Unendlich langsam führte sie ihre zitternden Finger an ihre Schulter, wo sie mit quälend geringer Geschwindigkeit den Träger bis über ihren Oberarm abstreifte. Dabei suchte sie den Blickkontakt zu dem Mann, der noch wie festgeschweißt an Ort und Stelle verblieben war. Sie musste in seinen Augen sehen, was er dachte, wenn sie es tat. Ihn mit stummen Blicken fragte, ob es sicher sei.
      "Ich... vertraue dir so sehr wie du deine Sicherheit gerade in meine Aura stellst", hauchte sie und hatte das Gefühl, ihr Herzschlag versage gleich den Dienst.

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      "I rather trust and regret than doubt and regret"
    • Wo zuvor nichts als eine drängende und alles versengende Hitze von Haut auf Haut herrschte, entstand eine eisige Kälte. Der zierliche und so unendlich warme Körper auf seinem Eigenen verschwand in einer so überraschenden Geschwindigkeit, dass seine Hände für ein paar Sekunden nutzlos in der Schwebe hingen und das Phantom ihrer Form fassten. Verwirrung stahl sich in den Blick der matten, goldbraunen Augen, ehe er wie ein Trance die Hände senkte und ein kühler Luftzug über seinen Brustkorb strich. Cain schauederte durch den Verlust der Körperwärme und blinzelte die durch Begehren enstandene Trägeheit aus seinen Augen. Dieses Mal war der ruckartige Wechsel für ihn ein wenig zu schnell verlaufen.
      Mit einem Rascheln des Kopfkissen wandte Cain den Kopf zur Seite und sein Blick glitt von ihren rot geküssten Lippen über die verlockende Erhebung ihrer Brust bis hin zu dem Bund ihrer Jogginghose, der durch die Bewegung scheinbar tiefer gerutscht war. Zumindest kam es seinem verschleierten Augen so vor. Vielleicht lag es allein an der Tatsache, dass er sie nun ganz betrachten konnte. Die Worte lenkten seinen Blick wieder ihren Körper herauf. Der Seeker drehte sich leicht auf die Seite, sorgsam darauf bedacht die Verbindung ihrer Knöchel nicht zu brechen. Mit einer stillen Entschuldigung in den Augen streckte er seine Hand aus und seine Fingerspitzen fuhren sachte über das besagte Knie. Dort verweilte sie aber nicht lange, sondern tanzten ihr Bein herauf, bis sie sich kaum merklich unter den Bund der Hose schoben und sich dort festhielten. Er konnte nicht aufhören den Kontakt zu ihrer Haut zu suchen.
      Hypnotisiert folgte er der Spur ihrer Finger auf ihrer eigenen Haut, die nun den dünnen Träger bei Seite schoben. Cain schluckte trocken, ehe er sie endlich wieder ansah. Ein Nicken folgte, wobei der Seeker nicht einmal wusste, was er allem zustimmte. Ja, zu dem Vertrauen, dass er ihr entgegen brachte. Ja, dass er verstanden, das sie ihm ebenfalls vertraute. Ja, zu allem, was sie bereit war ihm zu geben. Er schob erneut seine Hand die Kurve ihrer Hüfte herauf, bis er den zweiten Träger erreichte und auch diesen nach einem Kurzen Blick in ihre Augen hinab schob.
      "Du schuldest mir nichts, das weißt du?", murmelte er und fuhr mit der Fingerspitze über die freigelegte Schulter und hinab in das verführerische Tal zwischen ihren Brüsten. Es war der kleine Zweifel in seinem Kopf, dass sie dies nur aus einem Gefühl der Schuld tat. Aber ihr Blick belehrte ihn eines Besseren. Sie mussten nicht den großen Schritt wagen, aber er wollte sie berühren und von ihr berührt werden. So sehr, dass es ihn schier wahnsinnig machte.
      “We all change, when you think about it.
      We’re all different people all through our lives.
      And that’s OK, that’s good, you gotta keep moving,
      so long as you remember all the people that you used to be.”
    • Ich warne dich vorher. Verlier die Kontrolle und du verlierst ihn.
      Syleas Blut war mit einer schier unermesslichen Menge an Adrenalin geflutet worden. Ihre Brust hob und senkte sich so schnell, dass sie dachte, diese Bewegung allein führte Cains Finger tiefer hinab. Obwohl sie nie gelernt hatte, was Scham war, brachte sie es nicht über sich, eigenständig alle Hüllen fallen zu lassen. In diesem Aspekt war sie auf ihn als erfahrerenen Part angewiesen.
      "Weiß ich", murmelte sie und kämpfte hörbar um jeden weiteren Atemzug, "immerhin bring ich dich gerade durch deinen Entzug."
      Das Aufbegehren der bunten Farben waren nur noch am Rande ihres Blickfeldes für das Vessel sichtbar. Alles was sie sah, waren Cains forschende Finger an ihrer Haut, sein Begehren in diesen güldenen Augen, die fast in dem schwarz seiner Pupillen verschwanden.
      Wie von selbst überbrückte ihre Hand die Distanz zwischen ihrer beiden Körper und legte sich auf die Brust des Seekers. Interessiert ließ ihre sie ihre Fingerspitzen über seine Brustwarze wandern um sich zu vergewissern, dass sie sich ähnlich ihrer anfühlte. Dann zog sie weiter ihren unaufhaltsamen Weg der Neugierde abwärts an seinem Bauchnabel vorbei noch weiter nach unten. Vorsichtig strich sie über den Knopf seiner Jeans und schließlich über die feste Erhebung, die sich eindeutig unter dem Stoff abzeichnete. Syleas Geist war gefangen zwischen Faszination, dass sie das ausgelöst hatte und unendlicher Nervosität. Sie war ihm nichts schuldig, richtig. Aber genauso wenig musste er sich bei ihr revanchieren weil sie ihn vom Durchdrehen des Entzuges fernhielt.
      Alles, was sie wusste war, dass sie ihre Körper wieder aneinander fühlen wollte. Damit sie nicht mehr in der Kälte des harten Außenwelt erfror. Bei subjektiver Betrachtung hielt sie nichts davon ab. Außer vielleicht die Verfolger, die ihnen vermutlich schon im Nacken saßen.
      Mit einem Mal langte Sylea nach Cain und packte ihn am Oberarm. Dann zog sie ihn mit aller Macht auf sich, sodass sie nun quer auf dem Bett lagen. Ihre Arme hatte sie um seinen nackten Oberkörper geschlossen und presste ihn an sich, die Augen fest zusammen gekniffen. Ein Stück von ihr konnte nicht glauben, dass sie es bis hierher geschafft hatte. Einen lebendigen, für sie brennenden Körper auf sich. Als sie ihn endlich frei gab, damit er sich in seiner rittlinks sitzenden Position aufrichten konnte, war sie es nun, die mit ihren Daumen am Bund seiner Jeans nestelte. Schließlich traf ihr Blick wieder auf seinen. Auch ohne Worte wusste sie, dass er ihre Nervosität, eigentlich alles spüren konnte, was in ihr gerade vorging. Immerhin teilten sie sich eine Aura zur Zeit.
      "Ich will nicht mehr frieren", flüsterte sie kaum hörbar und wusste sich nicht anders als mit einer Metapher zu helfen.

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      "I rather trust and regret than doubt and regret"
    • Cain hielt unwillkürlich den Atem an, als sich ihre Hand erneut auf seine Brust legte. Die Worte, die ihm auf der Zunge lagen, gingen in einem zischenden und gequälten Atemzug unter, als sie die Beschaffenheit seiner Haut erforschte und mit unübertroffener Neugierde in den Augen über seine Brustwarze hinweg glitt. Es war eine wahre Freude ihr bei der Erkundung seines Oberkörpers zuzusehen und Cain ließ den Reaktionen seines Körpers freien Lauf. Unter ihren Fingerspitzen erzitterten die Bauchmuskeln und Cain atmete erneut scharf ein. Diese zarten und bisweilen unschuldigen Berührungen waren fast zu viel für seinen Leib, der je tiefer ihre Hand glitt immer mehr unter Strom stand. Wie weit traute sich Sylea mit ihrer vorwitzigen Fingern wohl hinab?
      Jegliche Zurückhaltung flog zum Fenster hinaus, als sich ihre warme Hand über die Wölbung in seiner Jeans legte, wo auch der feste Jeansstoff nicht mehr verbergen konnte, wie sehr er die junge Rubra wollte. Der Laut, der daraufhin aus seiner Kehle entkam, war eine Mischung zwischen heiserem Keuchen und einem tiefen grollenden Laut tief aus seinem Brustkorb.
      Bevor Cain sich dazu zwingen konnte einen sinnvollen Satz zu bilden, hatte Sylea schneller nach ihm gegriffen, als er reagieren konnte. So viel zu seinen gut trainierten Rexlexen. Es war erstaunlich wie viel Kraft die junge Frau entwickeln konnte, oder wie fügsam sich der Seeker in diesem Moment zeigte. Die Welt vor seinen Augen drehte sich in einem schwindelerregenden Wirbel aus Farben, ehe Cain sich über ihr wieder fand, seinen volles Gewicht auf ihrem Körper, der unter seiner drahtigen Statur beinahe völlig begraben wurde. Die samtigen Kurven ihrer Brust gegen seinen Brustkorb gedrückt und ihr heißer Atem auf seinen Lippen.
      Eine Ewigkeit schien zu vergehen, in der Cain nur ihren stockenden Atenzügen und dem ungesund rasenden Herzschlag in ihrer Brust lauschte. Er konnte die Nervosität in der Luft zwischen ihnen riechen, auch seiner Zunge schmecken. Ein Lächeln erhellte das blasse Gesicht des Seekers und er nickte stumm, bevor er seine Gedanken soweit sortiert hatte, dass er einen sinnvollen Satz zustande bringen konnte.
      "Wirst du nicht...", murmelte er und neigte sich zu ihr hinab, um sie sanft zu küssen. "Sag mir wenn ich etwas tue, was dir nicht gefällt oder wenn du dich unwohl fühlst."
      Die letzten Silben noch auf den Lippen, schob er eine Hand unter ihren Rücken , um den Verschluss des BHs zu öffnen. Cain half ihr das Kleidungsstück von den Armen zu streifen und warf es hinter sich vom Bett. Dabei hatte er keine Sekunde den Blick von ihren schimmernden Augen genommen. Zärtlich glitten seine Hände ihre Schultern hinab, über die Erhabenheit ihrer Brüste, die sich dank ihrer schweren Atemzüge geradezu in seine Hände schmiegten. Dem Pfad seiner Hände folgte er mit den Lippen und rutschte in seiner Position ein wenig zurück, wofür er leider den erlösenden Kontakt zu ihrer Hand aufgab und er das beinahe schmerzhafte Pochen im Gefängsnis seiner Jeans in Kauf nahm.
      Es brauchte ein paar Sekunden um seine Beine zu ordnen, ehe er zwischen ihren Schenkeln eine bequeme Position gefunden hatte. Dort kniend, verharrte er über sie gekrümmt und hauchte einen Kuss knapp unter ihrem Bauchnabel. Behutsam umgriff er den Bund ihrer Jogginghose und blickte unter halbgeschlossenen Augen und einem Kranz aus tiefschwarzen Wimpern zu ihr herauf. Ein stummte Frage in seinem Blick. So nervaufreibend diese Verzögerungen vielleicht waren, er musste ihre Bestätigung haben.
      “We all change, when you think about it.
      We’re all different people all through our lives.
      And that’s OK, that’s good, you gotta keep moving,
      so long as you remember all the people that you used to be.”
    • Unwohl fühlen lag immer im Auge des Betrachters. In Anbetracht dessen, dass Syleas Herz praktisch jede Sekunde einfach drohte seinen Dienst zu versagen, war ein gewisses Unwohlsein vielleicht berechtigt. Die Nervosität war ihr bis in die Magengrube geklettert und rüttelte dort gefährlich an den Wänden ihres Magens. Ein bunt gemischter Cocktail aus verschiedensten Emotionen fluteten das Mädchen, als sich kühle Finger unter ihren Rücken schoben, um das lästige Stoffgefängnis endgültig zu beseitigen. Zwar strömte immer noch Luft in tiefen Atemzügen in ihre Lunge, doch es kam ihr vor, als atmete die heißen Dampf. Jeder Zentimeter ihrer Haut, jede einzelne Zelle ihres Körpers brannte unter Cains Berührungen, die noch immer mit einer unglaublichen Zärtlichenkeit begleitet ihre natürlichen Wölbungen liebkosten. Ihre Beine zuckten, als er über ihre Brüste strich, sie küsste und schließlich am Bund ihrer extrem unsexyen Jogginghose verweilte. Der Blick, den der junge Mann ihr anschließend zuwarf, war ein Spiegelbild ihrerselbst.
      Dann endlich realisierte Sylea, warum sie den Eindruck hatte, alles stünde in Flammen. Es war nicht nur ihr eigenes Feuer, das in ihr aufbegehrte. Zeitgleich fühlte sie auch Cains Empfindungen, da sie mit ihrer Aura so nah an ihm war wie an keinem anderen Menschen. Bei dieser Erkenntnis, die lächerlich spät erst fiel, erschauderte Sylea zutiefst. Die unbändige Lust war plötzlich klar zu zuordnen, sodass sie ihre Arme um ihren Oberkörper schlang und betete, der Schauer würde endlich enden. Dass der Seeker überhaupt noch den Willen hatte, sich am Riemen zu reißen und sie ständig nach Erlaubnis fragte, war ein Bild für die Götter. Trotzdem war ihr so schwindelig, dass sie ihm vermutlich fast alles gewährt hätte. Folglich dauerte es ein paar quälend lange Herzschläge ehe sich Syleas Körper aus ihrer Starre löste. Sachte hob sie ihr Becken an, damit er ihr die Jogginghose ausziehen konnte.

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      "I rather trust and regret than doubt and regret"
    • An Stelle der langweiligen Jogginghose hätte Sylea auch einen Kartoffelsack trägen können, es hätte sein glühenden Verlangen nicht eine Sekunde lang gemildert. Sie wäre auch in Sack und Leinen für ihn wunderschön gewesen, mit all ihren Narben als stumme Zeugen für ihre Überleben. Die junge Rubra schlang die Arme in einer schützenden Geste um sich und der Seeker erstarrte zwischen ihren Schenkeln zu einer Salzsäule. Für ihn wirkte es, als wolle Sylea sich vor ihm verstecken oder ihre Entschlossenheit war doch nicht so groß gewesen, wie zuerst angenommen. Erst als sie ihr Becken gegen seine Hände anhob, atmete Cain beinahe erleichtert aus. Der Atem kam nur schwerlich über seine Lippen. Er hatte nich einmal bemerkt, dass er beunruhigt einen Fehler gemacht zu haben, die Luft angehalten hatte.
      Mit aller Willenskraft biss er sich auf die Zunge, um nicht erneut zu fragen, ob alles in Ordnung war. Ihre Körpersprache war eindeutig und Cain hoffte, dass auch der Schauer, der ihren Leib erfasste hatte, nicht aus Angst resultierte. Aber ihre Aura strahlte nichts als eine sengende Hitze aus, was er als gutes Zeichen deutete.
      Etwas gezielter schob er die Finger unter den Gummizug und schob das einfach Kleidungsstück samt Unterwäsche, ihre Beine herunter. Zum Vorschein kam weiche, blasse Haut und seine Finger zuckten, mit dem Wunsch zu erfühlen, wie weich die Haut wirklich war. Vorsichtig befreite er jedes Bein einzeln und schob das ungeliebte Kleidungsstück mit dem Fuß vom Bett. Cain sank ein wenig zurück und betrachtete Sylea für eine kurze Weile einfach nur, wie sie völlig entblöst und nackt wie Gott sie geschaffen hatte auf dem Bett lag.
      Seine nackte Brust hob sich mühevoll unter seiner schweren Atemug an.
      Je eine Hand umfasste die schlanken Knöchel und wanderten über ihre Wangen herauf. Die ganze Zeit bliickte er sie an, bis seine Fingerspitzen die Innenseiten ihrer Knie streiften. Der Seeker konnte in diesem Punkt nicht aus seiner Haut und warf einen prüfenden Blick auf das verletzte Knie. Erstaunlich, obwohl es ihm in einem schmerzhaften Blau und Violett entgegen leuchtete, hatte die junge Rubra es unwissentlich schon leicht gebeugt. Scheinbar kehrte die Bewegung in das versteifte Gelenk zurück. Kurz beugte er sich hinab und setzte einen zarten Kuss auf ein besonders ärgerlich wirkendes Hämatom. Hände und Lippen wanderten die Innenseite ihrer Oberschenkel entlang, bis sich seine Daumen in die weiche zerbrechliche Haut am Übergang zwischen Schenkel und Hüfte drückten.
      Mit einm nun spielerischen Grinsen auf den Lippen legten sich seine Lippen zielsicher tief auf ihr Schambein. Cain schloss die Augen, er konnte nicht anders, als tief den Geruch ihrer warmen Haut einzuatmen. Ohne die typischen Sinne eines Seekers, von denen er nach wie vor abgekoppelt war, fehlte ihm ein Weg der Wahrnehmung. Aber den benötigte auch nicht, um festzustellen, dass das ihr Zittern von Erregung herrührte.
      “We all change, when you think about it.
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      so long as you remember all the people that you used to be.”
    • Ein unkontrolliertes Zucken erfasste Syleas Hände, als Cain ihre Beinbekleidung in einem entfernte. Ab dem Moment, wo sie komplett unbekleidet vor ihm lag, schossen ihr Bilder in einer wahnwitzig schnellen Abfolge vor dem geistigen Auge entlang. All dies waren Erinnerungen, Momentaufnahmen aus ihrer Vergangenheit, die sie ohne es zu wissen verdrängt hatte. Dann stockte sie als ihr auffiel, dass sie sie gar nicht verdrängt hatte. Es waren nicht ihre Erlebnisse - sondern jene, die Anifuris an ihrer Stelle erlebt hatte. Plötzlich hatte sie die Erklärungen für die hauchfeinen, parallel verlaufenden Linien, die sich auf beiden Seiten ihrer Innenschenkel zur Körpermitte zogen. Die Bilder flogen so schnell vorbei, dass sie lediglich Schnippsel erfassen konnte. Und selbst diese waren so furchtbar, dass sie sie mit aller Macht von sich wies.
      Im Zuge dessen richtete sich das Vessel etwas auf, indem sie ihre Unterarme neben sich abstützte. Ihr gesundes Bein zog sie an sich in der Hoffnung, nicht völlig schutzlos wie ein Stück Fleisch dazuliegen. Das verletzte Bein ließ sich nur marginal anwinkeln, aber auch das war schon für die Umstände erstaunlich. Ihre Augen sucht Cains, der sie stillschweigend einfach nur betrachtete. Ihr wurde schlecht. Starrte er sie an weil sie doch nicht das war, was er erwartet hatte? Hatte er sich eines Besseren belehrt und würde sich nun einfach von ihr abwenden?
      All diese Sorgen erledigten sich von selbst, als er schließlich ihrem Blick begegnete und konstant aufrechterhielt während seine Hände ihre Beine hinauffuhren. Natürlich hielt er einen Augenblick inne, kaum fiel seine Aufmerksamkeit auf das farbenrohe Knie, dessen Ursache er gewesen war. Die darauffolgende Berührung mit seinen Lippen spürte Sylea fast gar nicht. Sie war arg damit beschäftigt, ihre Konzentration soweit zu festigen, dass ihre Aura nicht plötzlich in einem Moment der Schwäche zu ihr zurückschnellte. Doch ihr Puls war bereits in gefährliche Höhen geschnellt und ein Gefühl regte sich in ihrer Mitte, das sie nicht zu bennen wusste.
      Ihre Beine bebten bereits, da waren seine Berührungen gerade einmal an der weichen Haut ihrer Innenschenkel angelangt. Sie konnte nicht anders als ihm dabei zu zusehen, wie er sich ihrem bereits jetzt pulsierenden Kern immer weiter näherte. Seine Daumen drückten an Stellen, von denen sie nicht mal gedacht hätte, dass sie sich so anfühlen konnte. Als er schließlich seine Lippen gezielt tief platzierte, ging ein Ruck den Körper des Mädchens. Sie keuchte heiser auf und igelte sich etwas ein als ein ihr unbeschreibliches Gefühl sie durchflutete. Das gleichmäßige Pulsieren ihrer Aura wurde unregelmäßig, geriet ins Stocken, nur um grobschlächtig wieder in Fahrt zu kommen. Hätte sie beide Beine benutzen können, so hätte sie den Schädel des Seekers zerquetscht. Zumindest war sie sich dessen sicher.

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      "I rather trust and regret than doubt and regret"
    • Die Flut an widersprüchlichen Empfindungen, die ihre Aura konstant an ihn abgab, ließ seinen Körper abwechselnd erzittern und im nächsten Augenblick beinahe erstarren. Zwischenzeitlich stoppte Cain immer wieder in seinem Handeln und lauschte auf die stockende Atmung, erfühlte den Aurapuls, der in unregelmäßigen Abständen den Rhythmus verlor und wieder von Neuem zu pulsieren begann. Sprach jemand von einer emotionalen Achterbahnfahrt, war ihr schwankender Silberstreif gerade das Paradebeispiel dafür. Verunsicherung, Begierde, der Wunsch sich ganz klein zumachen und zu verstecken, ebenso wie das Verlangen sich seinen warmen Lippen entgegen zu schmiegen.
      Das heisere Keuchen und die Art und Weise wie sich ihr Körper vor nie gekannter Lust krümmte, war Musik in seinen Ohren. Der Seeker heilt still bis sich Sylea unter seinen Händen wieder entspannte und die Verkrampfung in ihren Schenkeln sich ein wenig löste. Eine verlockende Hitze, deren Ursprung im Kern ihres Körpers nur wenige Milimeter unter seinen Lippen verweilte, benebelte ihm die Sinne. Im Grund war er froh, von seiner eigenen Aura völlig gelöst zu sein. Andererseits hätte er wirklich jegliche Vernunft verloren und seine anschwellende Lust bereits in ihrer einladenden Mitte vergraben.
      Der Kraftaufwand, den er benötigte, um ihr zuckendes aber gesundes Bein über seine Schulter zu legen, war kaum der Rede wert. Glühend drückte sich ihr Schenkel gegen die Seite seines Kopfes. Cain streckte seinen Körper in einer gemütlicheren Position aus, er hatte eine unbestimmte Zeit lang zwischen ihren Beinen zu verweilen. Die starken, rauen Hände umfassten den Schwung ihres Hüftknochens, als er einen letzten hitzeigen Blick zu ihr hinauf wagte. Der Blick ihrer graubraunen Iris wirkte himmlisch entrückt wie sie ihn aus großen Augen beobachtete. Ein spitzbübisches Grinsen kräuselte sich auf seinen Lippen und in den goldenen Augen blitzte es schalkhaft auf.
      Ohne Vorwarnung, und zugegeben auf eigenes Risiko, schloss er die Augen und senkte seine Lippen zu ihrem heißen, pochenden Kern. Sein Mund glitt über das zarte Fleisch. Dass noch nie in ihrem Leben jemand Sylea so berührt hatte, sorgte für einen Höhenflug in seinem Kopf. Es war elektrisierend zu Wissen, dass er der Erste war, der ihr diese Gefühle gab. Seine Hände hielten ihren Becken fest auf der Matratze, damit sie nicht in einer reflexartigen Bewegung seine Nase zerquetschte. Zu seinen Lippen gesellte sich seine Zunge, während er sie genüsslich erkundete und auf jedem Geräusch lauschte, das der jungen Rubra entfloh. Seine Liebkosungen konzentrierten sich auf jene Stellen, die ihr die schönsten Laute entlockten.
      Cain hörte nicht auf bis sie zuckend und atemlos in seinen Händen lag.
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    • Sylea durchlitt gerade Höllenqualen. Während Cain sie durch den Himmel führte, musste ein Bein ständig auf Erden bleiben, damit sich ihre Aura nicht zurückzog. Und so kämpfte sie mit allen Mitteln darum, der Boden unter diesem einen Fuß nicht endgültig zu verlieren, für beider Willen.
      Das Problem war nur, dass der Seeker ganz genau wusste, was er wo wie tat. Mehrere Male war sie kurz davor, ihn um eine Pause zu bitten, damit sie sich neu sammeln konnte. Und jedes einzelne Mal trieb er sie eine Stufe höher. Letztenendes sackte sie mit dem Rücken auf die Matratze zurück, ein Handgelenk vor den Mund gepresst, damit sie nicht die einzige Geräuschkulisse in dem kühlen Schlafzimmer war. Schneller als ihr lieb war, hatte er sie soweit. Es brandete eine Welle in ihrem Körper auf, so stark, dass sie ihr kurzzeitig den Fuß von der sinnbildlichen Erde riss. Ein unregelmäßiges Zucken durchlief ihren Rumpf sodass sie den Kopf auf die Brust zog. Hilfesuchend schoss ihre Hand nach vorn bis sie schließlich Cains Schulter zu greifen bekam und ihre Finger in seinem Fleisch vergrub. Es dauerte etliche Sekunden ehe ihr gesundes Bein und sie selbst atemlos auf die Matratze zurücksanken. Schuldbewusst hatte sie gerade noch die letzten Fäden greifen können, um den Schub nicht zu unterbrechen. Aber das war knapp gewesen. Fast schon zu knapp.
      Nach der Seeker dem Vessel aber gezeigt hatte, wie gut sich der Kontakt zwischen zwei Menschen anfühlen konnte war sie in einem regelrechten Hoch. Ein Hoch, das übermütig machte. Abermals richtete sie sich etwas auf, um den Mann zwischen ihren Beinen zu begutachten. Sie sah so zerzaust aus wie er, als er sich von seinem Shirt verabschiedet hatte.
      "Zieh dich aus", befahl sie ihm in einer lasziven Stimme, die sie selbst am meisten erschrak.
      Mithilfe ihrer Aura spürte Sylea mehr als deutlich, dass Cain immer mehr Druck angesammelt hatte. Er machte dies für sie, um ihr die Angst, die Sorge zu nehmen. Dafür schraubte er seine Bedürfnisse soweit es ging zurück. Dieser Gedanke zauberte ihr den Hauch eines Lächelns auf die Lippen während sie darauf wartete, dass er ihren Worten Folge leistete.
      Werd' nicht nachlässig. Du hast eben schon kurz den Faden verloren. Er wird dir wehtun, Liebes. Du wirst es dir nicht verzeihen können, wenn er wegen deiner Fahrlässigkeit stirbt.

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    • Unter seinem festen Halt, spürte er ganz genau, wie sich die Welle der Verzückung in ihrem Körper anbahnte. Ein prüfender Blick wanderten den bebenden Körper hinauf, der wie ein Blatt im stürmischen Wind erzitterte. Am liebsten hätte er ihr das Handgelenk vom Gesicht gezogen, damit er nicht einen süßen Laut verpasste. Aber die Kontrolle wollte und konnte er Sylea nicht nehmen. Dafür war zu sehr darauf konzentriert, sie bis über den Rand des Abgrundes zu treiben. Ihre Hüften zuckten unkontrolliert unter seinen Händen, als sich ihr ganzer Körper für den Bruchteil einer Sekunde anspannte und dann erschlaffte, als wäre ihm jegliche Kraft entzogen worden.
      Cain fühlte die pulsierende Flut des rasenden Feuers direkt am eigenen Leib und zwang sich ruhig zu liegen, damit nicht noch ein Unglück weiter südlich geschah. Eine Hand schnellte hervor und Finger gruben sich in den festen, angespannten Muskel seiner Schulter. Der Seeker ließ erst von ihr ab, als eine unsichtbare Kraft auf seinen Verstand eindrückte und ihm kurzzeitig die Sicht nahm. Ruckartig hob er den Kopf und presste das verzerrte Gesicht gegen die Innenseite ihres Oberschenkel, die zarte Haut an seine Wange geschmiegt. Scharf sog er den Atem ein und kämpfte gegen den stechenden Schmerz in seinem Kopf. So schnell wie der Anfall gekommen war, verschwand er wieder. Es war erträglich gewesen, aber irgendwo tief in seinem löchrigen Bewusstsein, wusste er, dass es knapp gewesen war. Cain hatte ihre wertvolle Kontrolle unterbrochen. Atemlos, aufgrund des kurzweiligen Schocks und der Anstrengung, legte er einen Kuss auf ihre Haut. Es war sicherlich nicht der richtige Augenblick zu scherzen, aber in dieser Position zu sterben, war bestimmt nicht die schlechteste Variante.
      Cain grinste zu Sylea hinauf und wirkte sehr zufrieden mit sich und seinem Werk.
      Zieh dich aus.
      Ein heißkalter Schauer rann seine Wirbelsäule hinab, ehe er ihr Bein ohne Zögern freigab und auch die Hände von ihrem Körper nahm. Fahrig strich er sich das schwarze Haar aus der Stirn. Sanft umfing er ihr Handgelenk und schob ihre Handfläche hinab auf seine Brust, wieder über das wild schlagende Herz, dass perfekt wiederspiegelte, wie es in ihm aussah. Sie würde den Kontakt brauchen, um ihre Barriere aufrecht zu halten. Um es ihr leichter zu machen, schob er sich ihren Körper hinauf, der raue Jeansstoff streifte ihre weiche Haut.
      "Wenn du mich so nett bittest...", murmelte er rau und stützte sich mit einer Hand neben ihrem Körper ab. Mit einem Arm hielt er sein gesamtes Gewicht und machte kurzen Prozess seine Hose zu öffnen. Ein holpriges und wenig elegantes Unterfangen, seine letzten Kleidungsstücke mit einer Hand abzustreifen und mit den Füßen nachzuhelfen. Nachdem er den Kampf mit seiner Jeans beendet hatte und diese mit einem dumpfen Geräuch vom Bett rutschte, hielt er sich mit beiden Händen neben ihr hoch. Unübersehbar, wie sehr er sich nach Sylea verzerrte.
      Die hässliche Narbe zeigte ihr komplettes Ausmaß, wie sie sich weiter fortsetzte über seine Lenden bis zum Übergang am linken Oberschenkel. Weiß und von unebener Textur, es sah tatsächlich so aus, als hätte jemand mit bloßen Händen versucht in aufzureißen.
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    • Nachdem Cain von Sylea abgelassen hatte, bekam sie endlich wieder die dringend notewenigen Moment, um klar zu denken. In aller Seelenruhe, von der sie sich selbst fragte woher sie stammte, betrachtete sie den Seeker dabei, wie er sich zu ihr schob und sich von seiner Jeans trennte, die ihm sowieso ein Dorn im Auge gewesen war. Wobei nett bitten nicht wirklich den Wortlaut traf...
      Sylea konnte es sich nicht nehmen lassen, ihren Blick an Cains Körper abwärts wandern zu lassen. Sichtlich interessiert musterte sie die Stelle, die sich am stärksten von ihrem eigenen Körper unterschied. Und der sich nur für sie in das verwandelt hatte, was sie dort erblickte. Allerdings kam sie nicht drum herum, das volle Ausmaß seiner Narbe zu sehen.
      Frag ihn danach.
      Anifuris Gedanken waren auf einmal so präsent wie den ganzen Tag noch nicht. Er legte einder dermaßen große Betonung auf seine Gedanken, dass Sylea keine Wahl hatte, als dem nachzukommen. Sie tat es Cain gleich, der zuvor auch über ihre stummen Zeugen gefühlt hatte. Langsam fuhr sie die Kontur mit ihrem Zeigefinger nach.
      "Wer und warum?", fragte sie nur. Mehr Worte brauchte sie nicht. Sie fühlte ein tiefes Verständnis zwischen ihnen, wie es nur jetzt mit einer geteilten Aura möglich war.
      Ohne eine Antwort abzuwarten entwickelten ihre Finger ein Eigenleben und begannen Bahnen fernab der Narbe zu ziehen. Nachdem sie die letzten Ausläufer befühlt hatte, schlug sie einen Bogen bis ihre Fingerspitzen an ein Stück heißes Fleisch stießen. Unendlich langsam zog sie ihre Fingerspitzen über die weiche Haut, fühlte die Adern, die Unebenheiten. Bis sie über die Spitze hinweg rutschte und die Hand auf ihren Bauch fallen ließ während sie auf seine Erklärung wartete.
      So fühlte sich das also an.

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    • An die großflächige Narbe hatte er schon keinen Gedanken mehr verschwendet. Der Anblick war mittlerweile Gewohnheit und fester Bestandteil des Körpers, den er morgens im Spiegel erblickte. Zugegeben, sie war nicht besonders schön verheilt, aber die meiste Zeit bekam sie außer ihm sowieso niemand zu Gesicht. Scham empfand er aufgrund des hellen Narbengewebes nicht.
      Bevor Cain allerdings ihre Frage mit einer Antwort würdigen konnte, einen klaren Gedanken zu fassen war relativ schwer geworden, zogen ihre Fingerspitzen weiter und das nächste, was der Seeker wahrnahm, war ein Storm aus glühender Lava der sich durch seine Adern brannte. Selbst die federleichte Berührung entlockte ihm ein erstauntes beinahe lautloses Keuchen. Es fühlte sich an, wie ein elektrischer Schlag, der die Muskeln in seinem Rücken und Bauch unkontrolliert zusammenzog. Die Arme, auf denen er sich immer noch aufstützte, zitterten unter der Syleas neugierigen Berührungen. Die Zurückhaltung, zu der er sich die ganze Zeit zwang, konnte ihm nun schneller zum Verhängnis werden, als er angenommen hatte.
      Etwas abwesend sah Cain auf und benötigte ein paar Augenblicke, bevor die knappe Frage in sein Hirn sickerte. Offensichtlich wurde sämtlichen Blut für wichtigere Zwecke benötigt. Die plötzliche Rückzug ihrer Finger von seinem hartem Fleisch, verzog sein Gesicht zu einer fast empörten Grimasse. So musste sich die schlimmste Folter anfühlen.
      Der Seeker atmete tief durch, um seinen Denkapparat wieder in Gang zu setzen. Natürlich, sie hatte ihm vor einer gefühlten Ewigkeit eine Frage gestellt. Seine bebenden Arme entlastend, sackte er von den Händen auf die Ellbogen herunter und wobei ihre Körper sich endlich vollständig berührten. Die Härte zwischen seinen Schenkeln streifte ihren heißen, lockenden Kern. Cain hatte sichtlich Mühe genug Luft in seine Lungen bekommen.
      "Keine besonders schöne Geschichte," flüsterte er mit vor Erregung brüchiger Stimme. Ein ungewöhnlicher Zeitpunkt um sich den ernsten Themen zu widmen, aber wann hatte er ihr in den letzten Stunden auch nur einen Wunsch abschlagen können. "Das..." sein Blick glit an ihrer beider Körper hinunter. "...war ein Vessel. Die Hunter nennen ihn die Bestie. Wir hatten ihn in die Enge getrieben. Er hatte zuvor mehrere Menschen in Stücke gerissen. Eine Sekunde der Unachtsamkeit und er stürzte sich auf mich. Ich dachte, das war's und glaubte, er würde mir die Eingeweide aus dem Leib reißen."
      Die Erzählung klärte auf makabere Weise seinen Verstand ein wenig, bevor er überstürzt dem Verlangen seines Körper nachgeben konnte.
      "Ich war unerfahren und hatte vorher noch nie ein Vessel gesehen, dessen Besessenheit sich auch optisch und in der Körperkraft bemerkbar machte. Die Krallen an seinen Händen hätten mir wohl eine Warnung sein sollen, nicht zu nah heranzugehen. Das ist jetzt 6 Jahre her. Schnee von Gestern." Die letzten Worte stieß als heißer Atem gegen ihren Hals, da Cain sich ein wenig hinab gebeugt hatte um erneut die Kurve ihres Halses zu küssen.
      “We all change, when you think about it.
      We’re all different people all through our lives.
      And that’s OK, that’s good, you gotta keep moving,
      so long as you remember all the people that you used to be.”
    • Sylea schloss Cain in ihre Arme, als dieser sich auf seine Ellbogen absenkte und ihre Körper aneinander brachte. Dass er sie dabei zwischen ihren Beinen streifte, entlockte ihr ein undefinierbares Geräusch. Aber das war ihr vollkommen egal, als die brüchige Stimme des Seekers an ihre Ohren drang und einen wohligen Schauer auslöste. Er hätte ihr in diesem Moment wirklich alles erzählen können - sie hatte nur das Gefühl ihrer heißen Körper aufeinander im Sinn.
      "Mh... gut, dass ich nicht mutiere", murmelte das Vessel, die Augen waren ihr mittlerweile zugefallen. Umso deutlich nahm sie nun seine Lippen an ihrem Hals wahr. "Schön, dass noch alles funktioniert..."
      Wer sagt, dass ich dazu nicht in der Lage bin?
      Hättest du dann längst getan.
      Wäre dir das lieber gewesen?
      Langsam gab Sylea den Mann in ihren Armen wieder frei, damit sie ihre Hände neu platzieren konnte. Sie legte sie auf seine Schulterblätter und fuhr über seinen Rücken abwärts soweit sie es aus ihrer Position vermochte. Schließlich ließ sie ihre Hände über seine Flanken wandern ehe sie versuchte, einen Blick auf ihn aus ihrem Augenwinkel zu erhaschen. Das rationale Denken schlich sich langsam in ihren Gedankenapparat zurück und äußerte sich in unangenehme Fragen, die sie definitiv noch loswerden musste. Aber ob das hier nun der richtige Zeitpunkt war, stand für sie nicht im Raum.
      Kaum merklich öffnete sie ihre Beine ein Stückchen mehr für ihn. Sie wollte jetzt nicht daran denken, dass ihre Jäger jeden Moment auf der Türschwelle stehen mochten. Man sie vielleicht sogar mit anderen Vesseln jagte und Cain schlussendlich ein ähnliches Schicksal widerfahren mochte, nur dieses Mal mit einem schlimmeren Ausgang als eine hässliche Narbe. Nicht für einen einzigen Augenblick durfte Sylea vergessen, dass er jetzt gerade so verletzlich war wie noch nie zuvor.
      Bei diesen Gedanken konnte sie nicht anders, als ihre Hände von seinem Körper zu lösen und in die Untiefen seiner schwarzen Mähne zu vergraben. Sie brachte ihn dazu, von ihrem Hals aufzusehen, damit sie sein Gesicht zu ihrem führen konnte. Genau jetzt in diesem Moment brauchte sie seine weichen Lippen auf ihren, die mit einem Verlangen erfüllt waren, die nur ihr galt.
      Ihr ganz allein.

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      "I rather trust and regret than doubt and regret"
    • Für Cain war es ein Ding der absoluten Unmöglichkeit nicht zu lachen, als das verträumte Murmeln an seine Ohren drang. Ja, Glück für ihn, dass die so genannte Bestie ihm nur den Unterbauch aufgerissen hatte und nicht gleich andere wichtige Körperteile abgerissen hatte. Das raue, tiefe Lachen vibrierte förmlich in seinem Brustkorb und stieß als feuchter Atem gegen ihre betörende Haut.
      "Glaub mir, ich war auch sehr, sehr erleichtert, dass noch alles an seinem Platz war als ich wieder aufgewacht bin", flüsterte er schmunzelnd und genoss das Gefühl in ihrem Armen zu liegen. Er schämte sich nicht dafür diese selten verspürte Geborgenheit in ihren Armen und ihrem Körper zu suchen.
      In einer katzengleichen Bewegung wölbte sich die drahtigen Muskeln seinen Rückens sich ihren streichelnden Händen entgegen. Cain war unter seinen Kollegen und Vorgesetzten sicherlich nicht für seine rohe Körperkraft bekannt. Dafür aber mit seiner Schnelligkeit und ausgezeichneten Reflexen. Gerade allerdings hätte er vermutlich nicht einmal mehr einen Apfel aus der Luft fangen können. Sylea nahm seine ganze Aufmerksamkeit vollständig ein.
      Die Hände an seinen Flanken sorgten dafür, sich sein Unterleib in eindeutiger Weise ihrer Mitte entgegenschob. Jeden Zentimeter den Sylea für ihn ihre Beine öffnete, rückte er fast augenblicklich nach, um den Kontakt zu ihrer Wärme nicht zu verlieren. Und weil ihm sonst auch der letzte Nerv gerissen wäre. Es wurde immer schwerer sich fast regungslos über ihr zu halten und sich nicht einfach in ihrem Leib zu vergraben.
      Der Kuss traf ihn überraschend und das leidenschaftliche Spiel ihrer Münder, stand im Gegegnsatz zu den sanften Händen in seinem Haar. Dieser Kuss war mehr als nur die pure Leidenschaft. Er war süß und und betäubend, dass der Seeker genüsslich seufzte.
      Cain verlagerte seine Gewicht auf einen Ellbogen und griff nach hinten, wo er ihr gesundes Bein an der Kniekehle zu fassen bekam. Er küsste Sylea verlangend auf die Lippen, als er ihr Bein höher auf seine Hüfte schob. Das Ergebnis der kleinen Korrektur ihrer verschlungenen Körper, war sofort spürbar. Mit mehr Nachdruck schmiegte sich seine lusterfüllte Härte zwischen ihre Schenkel, ohne die letzte Hürde zu überwinden.
      "Du musst mir sagen, was du willst.", murmelte er zwischen zwei Küssen. Er musste es hören. "Bitte..."
      “We all change, when you think about it.
      We’re all different people all through our lives.
      And that’s OK, that’s good, you gotta keep moving,
      so long as you remember all the people that you used to be.”
    • Syleas Puls schoss über das menschenmögliche weit hinaus. Luftarm japste sie kurz, als Cain ihr Bein an der Kniekehle fasste und den Winkel korrigierte. Was sie vorhin nur kurz mit den Fingern betastet hatte, presste sich nun mit aller Macht gegen ihr Schambeim. Auch ohne Worte zu verlieren spürte sie anhand ihrer Aura, wie kurz der Mann davor war, seine komplette Raison zu verlieren. Seine Begierde und Lust malten Bilder, die sich dem Mädchen nicht vollends ergaben. Aber seine Gefühlseben war zur Zeit auch die ihre, sodass er sie mit sich zusammen anstachelte.
      "Du musst mir sagen, was du willst.", murmelte er zwischen zwei Küssen. "Bitte..."
      Doch Sylea fand vorerst keine Worte. Sie hatte sich nicht vollständig fallen lassen können, das merkte sie jetzt überdeutlich. Ständig war da diese Stimme in ihrem Kopf, die sie zur Vorsicht ermahnte. Die ihr riet, es jetzt nicht zu weit zu treiben weil sie selbst nicht wusste, ob sie einfach die Kontrolle verlieren würde. Auf der anderen Seite war da dieses blinde Verlangen. Sie wollte ihn spüren, in seiner Gänze. All das nachholen, was man ihr verwehrt hatte. Diesem armen Mann das geben, wonach er sich gerade verzehrte. An dem sie und nur sie allein schuld war.
      In ihrer Zerrissenheit bäumte sich der Körper des Vessels unter dem Seeker auf in einem stummen Aufschrei der Verzweiflung. Süße Verzweiflung, die wie Gift durch ihre Adern rann und Chaos auf seinem Weg anrichtete. "Ich halt' das nicht aus", fand sie endlich ihre Stimme wieder, pure Qual sprach aus ihr, "was, wenn ich den Schub nicht halten kann?"
      Syleas Finger krallten sich in purer Verzweilung in Cains Haar. Nebst dieser Zerrissenheit schlich sich die Sorge, dass ein Abbruch ihre Verbundenheit nachträglich stören könnte. Das hier nur solange anhielt, wie ihre Aura ihn einhüllte. Diesen Gedanken konnte sie nicht ertragen und stöhnte leise gequält auf.

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      "I rather trust and regret than doubt and regret"
    • Der kurze, schmerzhafte Impuls durch ihren festen Halt in seinem Haarschopf entlockte dem Seeker das erste volltönige Stöhnen.
      Die Hand neben ihrem Kopf vergrub sich ungehalten in dem alten Laken. Sylea machte es ihm wirklich nicht einfach an seiner dünnen Beherrschung festzuhalten.
      Eine klare Antwort bekam er nicht, aber Cain rechnete auch nicht wirklich damit. Für die junge Frau unter ihm war das alles neu und aufregend. Die Sinne überflutet mit fremden Reizen während der Hormoncocktail in ihrem Körper völlig verrückt spielte. Nicht, dass ihn ihre Nähe weniger beeinflusste, aber seine Erfahrung verschaffte ihm einen unfairen Vorteil. Und ihre gequälten Worte gaben ihm Recht und erinnerten ihn gleichzeitig mit aller Härte der Realität, dass es sehr gefährlich war, was sie hier gerade veranstalteten.
      Einen Finger nach dem anderen löste er aus dem zerknitterten Laken und fuhr ihr zärtlich durchs Haar. Ein Kontrast zu dem Schmerz auf seiner Kopfhaut, wo sich ihre Hand verzweifelt in die schwarzen Strähnen grub.
      Quälende Sekunden lang beobachtete er einfach nur ihr vor Begierde und Verzweiflung verzerrten Gesicht. Ihr Bein ließ er los, als er sicher sein konnte, dass es auch an Ort und Stelle blieb. Zumindest für den Moment. Einladend wölbte sich ihr Körper seinem entgegen und er kniff die Augen angestrengt zusammen. Es war wirklich, wirklich nicht leicht.
      "Ich habe größtes Vertrauen in dich...", flüsterte er gegen ihre Lippen, bevor er sie erneut innig küsste. Cain wunderte sich bereits darüber, dass er überhaupt noch genug Sauerstoff für derlei Aktivitäten übrig hatte. Vereinzelte Schweißperlen bildeten sich an seinen Schläfen, aufgrund der angespannte Zurückhaltung und der Tatsache, dass er sich auf der wackeligen Klippe befand, die jeden Augenblick unter ihm einstürzen konnte.
      "Aber...", seufzte er leise, und es klang keinesfalls genervt oder ungeduldig. "Wir müssen nicht so weit gehen."
      Wieder ein zarter Kuss. "Nicht heute." Gefolgt von einem tiefen, zufriedenen Brummen in seiner Kehle.
      Zärtlich löste er der Finger einer Hand aus seinem Haar und brachte sie mit der Handfläche nach oben an sein Gesicht. Ein Kuss landete darin.
      "Es ist okay, Sylea.", dabei blickte er mit halbgeschlossenen Augen zu ihr herunter. Da war es wieder, dieses eine bestimmte Grinsen. "Es gibt genug andere Dinge, die wir tun könnten."
      “We all change, when you think about it.
      We’re all different people all through our lives.
      And that’s OK, that’s good, you gotta keep moving,
      so long as you remember all the people that you used to be.”
    • Mit aller ihr verbliebener Macht öffnte Sylea ihre verklärten Augen und blickte in Cains Gesicht nachdem er einen saften Kuss in eine ihrer Handflächen platziert hatte. Reumütig löste sie auch die andere, die noch immer in seinen Haaren vergraben war, und umfasste mit ihr das Handgelenk seiner Hand, mit der er sich auf der Matratze abstützte. Dann fingen Syleas Augenpaare an zu glänzen, feucht, als stünde sie kurz davor zu weinen.
      "Es tut mir leid, es tut mir leid, es...", die Abfolge dieser Worte wiederholte sich mehrfach bis ihre Stimme schließlich abbrach.
      Noch immer bebte ihr Körper unter der enormen Last der Hormone und der widersprüchlichen Empfindungen. Es war ihr unmöglich, länger als ein paar Sekunden stillzuhalten, ständig bewegte sich ihr Körper ein bisschen wie von selbst. Sie wand sich unter dem Seeker bis sie endlich ihr immer noch angezogenes Bein aufstellte und ihre schmerzende Brust unter Kontrolle gebracht hatte. Denn wenn sie nun in das Gesicht des Mannes sah wusste sie, dass er seine Worte so meinte. Er machte ihr keine Vorwürfe.
      Sylea räusperte sich, um ihre Stimme von Emotionen zu befreien, die sie nicht aussprechen wollte. "Dann sag mir, was ich tun kann", machte sie ihren Wunsch deutlich, den armen Mann über ihr von seiner Last zu befreien, "wie soll ich dich anfassen?".
      Allerdings wartete das Vessel nicht direkt eine Antwort ab. Stattdessen hatte sie ihre Hände bereits über Cains Seiten nach unten geschickt, den V-förmigen Muskelsträngen folgend bis sein Gewicht auf ihr ein Weiterkommen verhinderte. In abwechselnder Reihenfolge drückte sie ihre Fingerspitzen in seine Haut, die Fingernägel neckten ihn und baten still darum, dass er sich erheben mochte.

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      "I rather trust and regret than doubt and regret"
    • Kopfschüttelend sah Cain sie an und beugte sich leicht vor, um platzierte einen liebevollen Kuss auf ihrer glühenden Stirn.
      Für ihn gab es keinerlei Veranlassung für Sylea, sich zu entschuldigen. Er hätte es auch überlebt, wenn sie nun verlangt hätte mehr Abstand zwischen sich und dem Seeker zu bringen. Auch wenn es recht unangenehm gewesen wäre. Allein der Gedanke daran mit reiner Willenskraft seine Erregung hinab zukämpfen, bereitete ihm physische Schmerzen.
      "Du brauchst dich nicht zu entschuldigen...", bekräftigte er mit rauer Stimme, ein tiefer und melodischer Bariton. Der Klang war noch immer erfüllt von seinem Verlangen zu ihr. Der alles verzehrende Brand jedoch gemildert und in eine stetig glühende Wärme verwandelt, die schließlich die Anspannung aus seinem Körper ein wenig vertrieb.
      Die junge Frau unter ihm schien keine einzige Sekunde still halten zu können. Jedes Mal wenn ihre Körper scheinbar zufällig berührten und eine verlockende Reibung erzeugten, stockte der Atem des Seekers ehe er bebend ausatmete.
      Unter ihren suchenden Händen zuckten seine Hüften unkontrolliert, ehe sich ihre Fingernägel fordernd in seine Haut gruben. Unter ihnen zogen sich seine Muskeln zusammen und er stieß den angehaltenen Atem gegen ihren Hals aus.
      "Warte...", brummte er und stemmte sich nach oben. Obwohl es ihm unsagbar schwer fiel, kletterte Cain etwas ungelenk von ihrem wärmenden Körper und ließ sich neben sie auf seiner Seite auf dem Bett nieder. Vielsagend blickte er an sich herunter, als würde er sie Fragen wollen, ob sie nun Platz genug hatte für ihre neckenden und forschenden Hände. Einen Arm schob er unter ihrem Nacken druch, damit er sie zu einem Kuss heranziehen konnte. Er war kurz aber süß.
      Sanft griff er nach einer ihrer Hände und sah ihr in die braungrauen Augen, als er ihre Fingerspitzen zu der schmerzlich pochenden Härte zwischen seinen Schenkeln führte. Er lehnte seine Stirn gegen ihren Haarschopf, als sie ihre Finger experimentell um das heiße Fleisch schlossen und stieß einen zitternden Atemzug aus.
      “We all change, when you think about it.
      We’re all different people all through our lives.
      And that’s OK, that’s good, you gotta keep moving,
      so long as you remember all the people that you used to be.”
    • Die nun folgenden Minuten waren für Sylea magisch. Während sich ihr Geist immer weiter zu klären begann, verlor sich Cains mit jeder Bewegung, die ihre noch forschenden Finger vollführten. Mit jeder Faser ihrer Wahrnehmung achtete sie darauf, wie er reagierte, wann er reagierte. Ihr Blick war ausschließlich auf das gerichtet, was ihre Hand dort gerade anrichtete, während ihre Ohren gespitzt waren für jeden Atemzug, jedes noch so kleines Geräusch. Er führte sie mit seinen Reaktionen und sorgte dafür, dass sie sich nicht so verloren vorkam, wie sie es war. Er brauchte keine Worte zu benutzen, um ihr zu sagen, wie nah er dran war. Seine Aura sprach Bände für sich, Gold und Silber in einem.
      Sylea stoppte nichteinmal, als sie Cain über die Klippe trieb. Lächelnd sah sie dabei zu, wie sein Körper ähnlich zuckte wie ihr eigener Minuten zuvor. Schließlich erschlaffte er, wobei er ein Bild der Verwüstung hinterließ. Musternd ließ das Vessel den Blick über seinen Bauch gleiten ehe sie ihn freigab und sich aufrichtete. In der Zwischenzeit hatte sie ein Bein um seines gehakt, damit sie den Bezug zu ihm nicht verlor.
      "Das war intensiv", bemerkte Sylea in einem doch belustigten Tonfall. Er hatte ihr erfolgreich die schlechten Gedanken genommen, die sie mit dem Abbruch verbunden hatte. Mit einem dankbaren Ausdruck in den Augen bedachte sie das nun weniger zerknitterte Gesicht des jungen Mannes. "Aber ich glaube, wir sollten jetzt doch einmal das Badezimmer aufsuchen."
      Bis jetzt hatte sie es nicht zugeben wollen, aber es pochte in ihrem Kopf in einer Intensität wie noch nie zuvor. Ihr Körper zitterte noch immer, doch von Erregung war keine Rede mehr. Es waren Anzeichen der Erschöpfung, die sich nun bemerkbar machten. Anifuris hatte sie darauf hingewiesen, dass sie mit eine enorme Menge an Kraft benötigen würde, um den Schub über die kritische Zeitspanne aufrecht zu erhalten. Dies machte sich auch optisch bemerkbar, denn ihr Silberstreif verlor an scharfem Kontrast und wurde am Rand bereits schwammig.
      "Kannst du aufstehen? Hilfst du mir?", fragte sie als sie an die Bettkante rutschte und dabei eine Hand über Cains Beine folgen ließ.
      Verständlicherweise besaß der Seeker noch nicht das volle Ausmaß seiner Körperkraft zurück. Folglich trug er das Vessel nicht hinüber ins Bad sondern stützte sie beim Laufen.


      Es raschelte, als sich selbstbewusste Schritte durch das Unterholz wagten.
      Der großgewachsene Mann brauchte kein Fahrzeug, um seiner Beute nachzustellen. Lieber lief er Kilometer, spürte den Wind und die Ungebundenheit auf seiner Haut als dass ein motorisiertes Gefährt ihm dieser Sinne beraubte. Er folgte einer hauchzarten Spur, eher einem Gefühl, die ihn näher an sein Ziel heranführte. Er überstieg die Fähigkeiten von Seekern bei Weitem, gepaart mit seiner Erfahrung hatte sich noch nicht ein einziges Ziel aus seiner Verfolgung befreien können. Er bekam sie alle. Ohne Ausnahme.
      Dabei sah es fast schon skurril aus, wie entspannt Helyon mit den Händen in seiner schwarzen Jeans und der farblich passenden Lederjacke einfach durch ein Stückchen Wald spazierte. Hier und da änderte er die Richtung seines Blickes und es wäre nicht verwunderlich gewesen, wenn er dazu noch ein Liedchen pfeiffen würde. Jene, die ein wenig aufmerksamer waren, würden das Zucken seiner Nasenflügel bemerken, wann immer ein Luftzug ihn erreichte. Er hatte sich kurz nachdem Seeker und Vessel abgehauen waren, an ihre Fersen geheftet. Da er wusste, dass er sie immer am Ende fand, nahm er sich die Zeit, es in Ruhe anzugehen. Seine Gedanken kreisten weniger um den Seeker, den er in der Luft zerreißen würde, käme es dazu. Die Spannung betreffend der Seele in dem Mädchen war es, die seine Finger in unregelmäßigen Abständen kribbeln ließ. So wie es sich anhörte, könnte das mal wieder eine spannende Jagd werden.
      Als ein weiterer Windzug ihn erreichte, hielt er kurz an. Er ordnete diese Spur neu ein und korrigierte seinen Pfad, der sich durch das Unterholz eines gerade erst begonnenen Waldgebietes zog.

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      "I rather trust and regret than doubt and regret"
    • Mit der Gewohnheit eines Seekers vergrub er die Nase in ihrem Haarschopf, doch außer ihrem ganze eigenen, betörenden Duft nahm er nichts anderes war. Ohne seine zusätzlichen Sinne, fehlte ihm buchstäblich ein Sinnesorgan oder ein weiterer Körperteil. Je nachdem, wie Außenstehende den Wirkungskreis seiner Aura bezeichnen würden.
      Zu seinem Leidwesen schien Sylea trotz ihrer fehlenden Erfahrung ziemlich gut darin zu sein, seine Körpersprache zu lesen. Jedes genüssliche Stöhnen und jedes kleinste Zucken seiner Hüften bemerkte die junge Rubra und setzte es erbarmungslos gegen ihn ein. Dieser Folter allerdings, unterzog sich Cain nur zu gerne. Die eiserne Zurückhaltung des Seekers nicht leichtsinnig seinen Trieben nachzugehen, resultierten in einem rasanten Ansteigen der lodernden Hitze in seinen Lenden. Minuten, Stunden oder nur Sekunden konnten vergangen sein, Cain hatte jegliches Zeitgefühl zum Fenster hinausgeworfen. Seine Lippen pressten sich unter ihr Ohr, als er mit einem atemloses und ebenso stillen Keuchen von der Welle seiner gipfelnden Lust überrollt wurde. Der unregelmäßiges Rhythmus seiner Hüften, mit dem er sich ihr entgegen gewölbt hatte, erstarb während sich sein ganzer Körper zu verkrampfen schien. Als er endlich wieder einatmete, entkam ihm ein stockender Laut, der verdächtig wie ein Lachen kann. Endorphine und Adrenalin fluteten sein Hirn.
      Der Seeker ließ sich auf den Rücken fallen und warf einen Unterarm über seine Augen. Zustimmend nickte er, brachte aber noch keine Silber hervor. Es war intensiv gewesen, die Kombination aus ihren Händen und ihrer silbrigen Aura ein kleiner Tod für ihn.
      Die Wärme an seiner Seite verschwand, was ihm ein mürrisches Grummeln entlockte. Mit der freien Hand tastete er Blind nach ihr, als wollte er sie zurückziehen.
      "Gib mir einen Augenblick, bis meine Beine aufhören zu zucken...", grinste ernur zu ihr herauf.
      Widerwillig erhob sich Cain und blickte seufzend an sich hinab. Ein Besuch im Bad war definitiv angebracht.
      Mit Sylea am Arm schleppte sich der Seeker in das winzige Badezimmer, das lediglich eine kleine Dusche, eine Toilette und ein Waschbecken beherbergte. Er ließ Sylea auf den geschlossenen Toitlettendeckel sinken. Cain zögerte einen langen Augenblick und horchte in sich hinein.
      Das wilde Fauchen und reißende Ziehen an der schützenden Hülle hatte stark nachgelassen. Die Isolation schien das Suchtgefühl regelrecht ausgehungert zu haben und das in kürzester Zeit. Es war erstaunlich. Um den Silberstreif hatte sich ein dünner goldener Schimmer geschmiegt, schwach und angreifbar, aber er war tatsächlich da. Er sah Sylea kurz an, ehe er den Kontakt zwischen ihnen unterbrach.
      Die schützende Aura schnappte zur ihrer Besitzerin zurück und vor den Augen des Seekers wurde es kurz schwarz. Reflexartig griff er nach dem Waschbeckenrand hinter sich. Bevor Sylea auch nur Anstalten machen konnte, aufzuspringen oder zumindest es zu versuchen, hob er eine Hand. Die Haut war noch immer ungewöhnlich heiß und er fühlte eine große Erschöpfung, die seinen Körper befiel. Wohl eine unglückliche Kombination einer flackernden Aura und dem postkoitalen Hochgefühl.
      "Alles okay...", murmelte er erstaunt, als er aufsah war das Rehbraun fast völlig aus seiner Iris verschwunden, ein schwacher Puls Gold war zu erkennen.
      “We all change, when you think about it.
      We’re all different people all through our lives.
      And that’s OK, that’s good, you gotta keep moving,
      so long as you remember all the people that you used to be.”

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