[2er RPG] The Lesser Evil [Winterhauch & NicolasDarkwood]

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    • Andvari musste schmunzeln als sie ihm vor die Brust schlug.
      Es war wirklich nicht mehr ein tumber Schlag auf eine Trommel. Dennoch erzielte es den nötigen Effekt. Ja, im Grunde genommen war das Ganze eine sehr leichtsinnige Aktion gewesen.
      "Ja, ich wusste es nicht sicher, aber ich bemerke wenn mich Jemand verletzen möchte", grinste er weiter und legte das Schwert behände ab. "Dandelost kann unter deinen Händen keine Menschen oder Wesen verletzen, die du schützen willst. Ein wahres Schild eben."
      Er sah sie an und spürte wie sie versuchte mit ihrer Aura nach Schäden zu suchen. Es war ein Leichtes, ihre Aura mit seiner eigenen zu blockieren und ihr den Zugang zu verwehren.
      "Oh nein", grinste er und schlang seine Arme um sie. "Du wirst nicht paranoid nach Verletzungen suchen. Vertrau mir wenn ich dir sage, dass ich nichts habe und es mir gut geht, in Ordnung?"
      Wer hätte gedacht, dass sie nach Monaten des Krieges und von einem Zelt hier in einem Haus stünden, sich liebten und vermutlich die Sorgen der Außenwelt für ein paar Minuten vergessen konnten? Tragisch, wenn man diese Gelegenheit auch nur ansatzweise durch die Finger rinnen ließ, nicht wahr?
      "Ich mich auch nicht", murmelte er und drückte seine Stirn an ihre. "Mich deucht, ich muss dich kaum mehr erinnern. Wenn ich mir deine Augen so ansehe, hast du geradezu vorzügliche Ideen."
      Ohne ein weiteres Wort der Gegenwehr abzuwarten, legte er seine Hände direkt und ohne Umschweife um ihren Hintern und hob sie leicht auf Augenhöhe an. Nur um sie kurz darauf in Richtung des Bettes zu tragen.
      Seine Lippen fanden den einsamen Weg zu ihren, da diese eine köstliche Abwechslung zu der Kälte im Raum war. Elegant huschte er mit ihr durch die Tür und ließ sie sachte auf das Bett fallen. Die Sorgen des Tages vergessend.

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      The more you drag me to hell
    • Die forschende Aura sickerte durch die Haut, wie Regen auf durstiger Erde. Und stieß auf einen unerwarteten Widerstand.
      Viola zog verwundert die Stirn in seichte Falten, da schlangen sich bereits zwei Arme fest um ihren Leib. Wie ein überdehnter, dünner Weidenzweig schnappten die ausgestreckten Verästelungen der Aura zurück zu Ursprung ihrer Kräfte. Die Finger auf Andvaris Brust zuckten kurz, ehe Viola die Handfläche gänzlich gegen den starken Muskel drückte. Es war kein wirklich ernst zunehmender Versuch sich aus der Umschlingung seiner Arme zu befreien. Stattdessen verdrehte die junge Frau die Augen und ergab sich mit einem überspitzten Seufzer ihrem Schicksal.
      "Verstanden...", seufzte sie und verlor die gespielt, entnervte Miene sobald sich eine Stirn sachte an die Ihre drückte. Stattdessen zauberte die Veränderung in der Stimmung ein warmes Lächeln auf ihre Lippen, dass mit jeder fallenden Silbe zu einem ausgewachsenen Grinsen heranwuchs.
      "Ich habe nicht die geringste Ahnung, wovon sprichst.", grinste sie und verfehlte die mädchenhafte Unschuldsmiene um unzählige Meilen.
      Es war erstaunlich welche Veränderung ein Mensch durchlaufen konnte, wenn ihm die Chance gegeben wurde zu heilen. Das wage Bild an die willenststarke aber zweifellos schreckhafte Heilerin, die einem feindseligen Elf in einem einsamen und zerfledderten Zelt gegenübergestanden hatte, verblasste mit jedem Tag ein wenig mehr. Nun bot sie den Albträumen Vergangenheit mit neu gewonnener Kraft und Stärke im direkten Aufeinandertreffen die Stirn. Vaeril hatte die Veränderung zu spüren bekommen. Und er würde nicht der Letzte bleiben.
      Die Viola, die Bourgone in naher Zukunft an der Seite des Elfen bereten würde, war eine gänzlich andere, als das junge Mädchen, das die Kaiserstadt im Zuge ihrer Pflicht verlassen hatte.
      Reflexartig schlang sie die Arme um die Schultern ihres Liebsten, als sie wortwörtlich den Boden unter den Füßen verlor.
      Ein glückliches Lachen erfüllte den Raum. Trotz der tragischen Ereignisse der letzten Nacht, wusste sie, dass Sylvar ihnen ihr Glück nicht missgönnte. Der Erzmagier wünschte sich ein Ende des blutigen Krieges, eine Heilung der Länder und Glück für seinen Bruder, der so viele Verluste hatte hinnehmen müssen. Viola hatte nur gehofft, er würde an Andvaris und ihrer Seite stehen, wenn dieser Tag gekommen war.
      Viola schob die Hände in das weiße Haar und löste den Haarzopf im Nacken des Elfen, als jener sie leichtfüßig durch die Räumlichekiten trug. Die Beine hatte sie fest um seine Hüften geschlungen.
      Es war ein erstaunliches Wunder, dass sie blind wie sie waren und an den Lippen verschmolzen, nirgendwo anstießen.
      Ein wenig atemlos schlug sie die Augen auf, als sie das Bett unter sich spürte. Ohne viel Finesse begann sie die Stiefel von ihren Füßen zu ziehen. Das geradzu schändliche Ungleichgewicht der vorhanden Kleidungsstücke verlangte nach einer Korrektur.
      "Ich verspreche dir, wenn Lhoris sich jetzt dazu beschließt durch diese Tür zukommen, hat er meinen Stiefel im Gesicht."
      “We all change, when you think about it.
      We’re all different people all through our lives.
      And that’s OK, that’s good, you gotta keep moving,
      so long as you remember all the people that you used to be.”
    • Andvari lächelte breit, als er sie vor sich liegen sah.
      Es war nicht nur die Tatsache, dass eine wunderbare Frau vor ihm lag, beinahe nur leicht bekleidet sondern vielmehr die Tatsache, dass sie sein war. Für diese Nacht und vielleicht für weitere.
      Doch war es so?
      Es würde nicht heute entschieden werden. Sachte griff er nach der schweren Lederhose, die er schon den ganzen Tag an den Beinen trug. Mit leichtem Widerstand - mehr als er gedacht hätte - rückte er die Hose nach unten und schüttelte sich kurz die Haare aus. Nun war das Gleichgewicht der Klamotten durchaus sehr gestört.
      "Ich glaube, da hat er nicht nur deinen Stiefel im Gesicht"; lachte Andvari und ließ sich auf die Knie auf das Bett nieder.
      Sachte fuhren seine Hände unter das leichte Wams von Viola und die sanften Seiten ihres Oberkörpers nach. Es war immer wieder erstaunlich wie weich weibliche Haut sein konnte. Gerade wenn man selbst nur die Härte und Unbarmherzigkeit von schweren und festen Materialien kannte.
      mit einer fließenden Bewegung beschloss er, der Korrektur der Klamottenstärke ein wenig nachzuhelfen, denn Ungeduld schien die Eigenart des Elfen zu bleiben. Und solange er noch Blut in funktionierenden Geistesarealen besaß, wollte er dieses nutzen. Seine Hände ergriffen den Saum ihres Wams, während er sie nochmals küsste und ihre Beine bereits leicht mit seiner Hüfte auseinander schob. Er unterbrach das Gespiel ihrer Münder nur so lange wie es dauerte, das Wams über ihren Kopf zu ziehen.

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    • Ohne jegliches Zögern schoben sich vertraute Hände unter den Stoff und fuhren die geschwungenen Konturen ihres Körpers nach.
      Ein Seufzen entfloh ihrer Kehle, das sogleich von ungeduldigen Lippen förmlich verschluckt wurde. Viola bemühte sich im Durcheinander aus Armen und Beinen sich nicht gleich in den fallenden Kleidungsstücken zu verheddern. Über ihre Lippen erklang ein erheitertes Kichern angesichts der antreibenden Ungeduld.
      Die junge Frau war noch nicht gänzlich aus den Ärmeln geschlüpft, da versiegelte der Elf ihre Lippen bereits in einem weiteren Kuss, der ihr den Atem raubte. Mit einiges an Mühe kämpfte sich Viola aus den störrischen Ärmeln und fand die nächste Herausforderung in den polierten Knöpfen, die fest verschlossen ein schwieriges Hindernis darstellten. Blind nestelte sie an den glatten Knöpfen, die widerspenstig immer aufs Neue ihren Fingern entglitten.
      Eine willkommene, sengende Hitze erwärmte das weiche Leder der Hose, die ihre Schenkel umschmeichelten und ohne bewusstes Zutun schlangen sich die Beine um die Hüften des Elfen. Der verlangende Wunsch endlich die Hände frei zu bekommen und ihre Fingerspitzen tastend und forschend über nackte Haut zu führen, pochte unbeirrt hinter ihrer Stirn.
      Ein frustrierter Laut begleitet von mehr amüsierten Kichern erklang zwischen gierigen Küssen.
      "Warte, warte...", murmelte sie und entgegen der bittenden Worte reckte sie ihren Hals empor und konnte sich doch nicht vollends von den Lippen ihres Liebsten lösen.
      Schließlich ließ Viola sich zurück auf den Rücken fallen und blickte unter halb gesenkten Augenlidern zu Andvari auf.
      Die Arme lagen regungslos und nach hinten gestreckt über ihrem Haupt in die Matratze des Bettes gedrückt, die Handgelenke hilflos gefangen durch die störrischen Knöpfe und der Wams zerknittert unter ihrem Kopf und den Armen. Spielerisch krümmte sie die Hände und wackelte mit den Fingern.
      "Wärst du so freundlich?", flüsterte sie und drehte die Handgelenke etwas, damit er deutlich sah, wo das Problem lag.
      “We all change, when you think about it.
      We’re all different people all through our lives.
      And that’s OK, that’s good, you gotta keep moving,
      so long as you remember all the people that you used to be.”
    • Für einen Moment lang musste dies sengende Liebesspiel doch tatsächlich unterbrochen werden.
      Und beinahe hätte es auch nicht mehr wirklich beginnen können, denn Andvari kam nicht umhin zu schmunzeln, als er Viola dort vor sich liegen sah. Aus dem Schmunzeln wurde ein Grinsen und aus dem Grinsen schlussendlich ein Kichern, dass an den leeren Wänden widerhallte.
      "Aber natürlich mein Fräulein", kicherte er. "Einer Prinzessin in Nöten hilft man doch gern. Wobei...Für eine Sekunde habe ich tatsächlich gedacht, dass dies doch eine recht anregende Pose ist, Frau Heilerin."
      Sachte beugte er sich nochmals vor um sie mit vorwitzig glühenden Augen zu fixieren während er blind an ihren Handgelenken und den Knöpfen nestelte.
      Freilich um es schlimmer zu machen, ehe er den Blick schließlich abwandte und die Knöpfe zu lösen begann. Erst danach konnte er ihre Hände befreien.
      "Gute Güte...Irgendwie war das vorher leichter, oder?", fragte er halb lachend und küsste sie noch einmal, als wäre es ihm entfallen dass er es schon die ganze Zeit tat.
      Das Bett knarrte leicht, als er das Gewicht verlagerte und an ihrer Hose zu nesteln begann, welche die begehrenswerte junge Dame noch immer einschnürte.
      "Wenn du mir dort dann behilflich wärest", murmelte er und wies mit dem Kinn auf ihren noch immer bekleideten Unterkörper. "Ich denke, das Klamottengleichgewicht ist noch immer leicht gestört."

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    • Die Unbeschwertheit war ein glücklicher Segen.
      Das vergnügte Lachen füllte den Raum vollständig aus und hinterließ ein Gefühl zufriedener Wärme tief in der Brust der Heilerin. Winzige, gestohlene Augenblicke puren Glücks, die sie hütete wie einen kostbaren Schatz. Dabei wog kein Gold und Geschmeide das amüsierte Funkeln in den goldschimmernden Augen auf. Viola bemühte sich empört aufzusehen, hielt die Miene aber nicht lange, ehe sie selbst von einem Lachen durchgeschüttelt wurde. Andvari bewies eindeutig mehr Geschick mit dem Schwert als mit dem Öffnen winziger Knöpfe.
      Endlich konnte sie die Hände aus dem Gewirr aus Stoff befreien und warf das Kleidungsstück mit einem hohen Bogen vom Bett.
      "Wenn dir der Anblick gefallen hat, wozu die Mühe?", murmelte sie leise gegen seine Lippen und ließ sich bereitwillig küssen.
      Mit neuer Bewegungsfreiheit schickte Viola ihre Hände auf Wanderschaft.
      Zunächst glitten ihre Fingerspitzen über die starken Arme hinauf zu den breiten Schultern, wo sich ihre Finger sanft in die gespannten Muskeln drückten. Das Zucken unter der Haut spürte sie bei jeder kleinsten Bewegung.
      Die Gedanken in ihrem Kopf arbeiteten bereits langsamer, benebelt durch das lange und innige Spiel ihrer Münder.
      Fragend schielte folgte sie dem Blick des Elfen, als würde sie erst jetzt begreifen, dass sie noch immer eine Hose am Leib trug. Grinsend schüttelte Viola den Kopf und erlöste ihren Gefährten von dem sinnlosen Kampf mit dem letzten Kleidungsstück. Es bedurfte ein wenig Fingerspitzengefühl, um das umschmeichelnde Leder Zentimeter für Zentimeter von ihre Hüften zu schieben.
      Immer mehr blasse, zarte Haut wurde den Augen des Elfenprinzen enthüllt, kein unbekanntes Territorium mehr, aber jedes Mal aufs Neue aufregend und reizvoll für Viola. Das Bedürfnis die Zwillingsnarben an der Innenseite ihres Oberschenkels zu verstecken, verspürte sie schon lange nicht mehr. Es gab nichts wofür es sich zu schämen galt.
      Das letzte Stückchen der Lederhose streifte sie mühevoll mit den Füßen ab und gab sich dabei größte Mühe, Andvari nicht schmerzhaft mit den Knien zu treffen. Ein wenig Hin und Her, fiel das ungeliebte und verhüllende Stück Stoff zu Boden.
      Beinahe Augenblicklich fasste ihre Hände nach Andvaris Gesicht und schob sich in die weiße Haarmähne, um ihn erneut herab zu ziehen. Sie genoss das Gewicht seines Körpers auf ihrem, die einnehmende Wärme, die unter ihre Haut kroch und ein brennendes Feuer entfachte.
      "Zufrieden, Herr Elf?", murmelte sie an seine Lippen. "Das Gleichgewicht ist wieder hergestellt."
      “We all change, when you think about it.
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      so long as you remember all the people that you used to be.”
    • Andvari konnte das Grinsen nicht mehr aus seinem Gesicht vertreiben, während er sich sachte zurückzog, um ihr beim Entkleiden zuzusehen. Und schamlos richtete er seinen Blick auf alles, was sich ihm entblößen mochte, während Viola mit ihrer Lederhose rang. Jedes Mal aufs Neue sah er dieses Terrain, was sich unter dem Leder hervorschälte,als Wunderland an. Zarte, blassweiße Haut, die an Weichheit kaum zu übertrumpfen war und ihn jedes Mal alle Selbstbeherrschung kostete, nicht seine Finger direkt an ihre empfindlichsten Stellen zu legen um die Hitze darin und darunter zu spüren.
      Er schluckte die Begierde, die sich auftürmte immer mühsam hinunter, obgleich sein Körper ihn mehr denn je Lügen strafte. Es war nicht zu übersehen, welche Wirkung Ihr Körper allein auf ihn hatte. Und sie hatte sich noch nicht mal bewegt.
      "Die Mühe deshalb, weil ich keine gefesselten Frauen mag", murmelte er. "Mir ist es lieber, sie wollen mich auch und können das zeigen, als dass ich sie anbinden muss."
      Grinsend sah er der Hose hinterher, ehe ihre zarte Gewalt ihn wieder dorthin zog, wo er sich am wohlsten fühlte. DIe Hitze unter sich fühlte sich nach einem lang gehegten Traum an, während er die Knie leicht vorschob, um ihre Beine auseinander zu drücken. Sie sollte nicht denken, dass sie noch entkommen konnte. Grinsend ergab er sich in den Kuss, und ließ zumindest eine seiner Hände gierig über ihre Brust und Bauch gleiten, als suchte er etwas unter den weichen Hautepisoden.
      "Mehr als zufrieden", murmelte er und küsste sie erneut. Gierig, beinahe mehr als fordernd. "Noch nicht ganz...die Kleidung ist ausgeglichen, Frau Heilerin. Aber in puncto Begierde bin ich dir einen Schritt voraus..."
      Wie zum Beweis griff er langsam nach ihrer Hand und führte sie an seine Körpermitte. Vielleicht ein Fehler, bedachte man die Gier, die er in den Augen stehen hatte, aber letztlich war der Drang, berührt zu werden, übermächtig, während seine Hände ihre Flanken abstrichen, als sei dies gelobtes Land, um unter ihre Hinterbacken zu gelangen.

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    • Die vertraute und willkommene Schwere drückte den zierlichen Leib der Frau auf prickelnde Art in die alte Matratze.
      Es waren keine Fesseln von Nöten, um Viola an Ort und Stelle zu halten. Als verschwende sie auch nur einen klitzekleinen Gedanken daran, ernsthaft das Bett und die verlockende Wärme zu verlassen. Unter den gierigen Berührungen, die über die Wölbungen ihrer Brüste und die zuckenden Muskeln ihres Bauches glitten, drückte Viola genüsslich den Rücken durch um sich den Liebkosungen entgegen zu strecken.
      Unter der Haut erstreckte sich ein glühender Strom aus Lava, ausgehende von den unzähligen Berührungspunkten, der sich stetig ausbreitete und sei es bis in die letzte Haarspitze.
      Eine Form der Hitze, die ihr nicht länger fremd oder angsteinflößend vorkam, eher wie ein verlorener Teil ihres Wesens.
      Ein zarter, rötlicher Schimmer verlieh der blassen Haut pures Leben und erstreckte sich über Wangen und Hals weiter hinab.
      Viola folgte Andvari mit einer instinktiven Vorwärtsbewegung ihres Kopfes, als der Elf sich etwas von ihr entfernte und die zahlreichen Küsse und somit das leidenschaftliche Spiel ihrer Lippen und Zungen unterbrach.
      Beinahe hätte sie es fertig gebracht zu schmollen.
      "Mir war nicht bewusst, das wir uns mitten in einem Wettrennen befinden...", murmelte sie grinsend und mit einem wunderbaren, rosigen Schimmer auf den Wangen.
      Für den Augenblick überließ sich Viola ganz den führenden Händen ihres Geliebten und stützte sich ein wenig auf den Ellbogen ihres freien Armes auf, um sich nicht zu arg strecken zu müssen. Viola biss sich zart in die Unterlippe, als ihre Finger sich blind aber ohne Zweifel um das Ziel der Bergierde legten. Unter den Fingerspitzen spührte sich nichts als verglühende Hitze und das unverkennbare Pulsieren harten Fleisches, das Verlangen des Elfen wiederspiegelnd.
      Seufzend presste sie das Gesicht gegen seine Halsbeuge, um spielerisch aber zart in den festen Muskelstrang zu beißen, der Hals und Schulter miteinander verband. Unterdessen fand die Hand gefangenen zwischen ihren erhitzten Leibern einen stetigen vermutlich quälend entspannten Rhythmus, fest und sanft zugleich. Es bedurfte nur hin und wieder eine winzige Drehung ihres Handgelenkes, um die Intensität und den Takt zu verändern.
      Etwas legte sie den Kopf zurück, um einen neugierigen Blick in das Gesicht ihres Liebsten zu werfen.
      “We all change, when you think about it.
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    • Brachte es schon eine ungeheure Willensstärke mit sich, sich auch nur darauf zu konzentrieren, sich nicht an Stellen zu reiben, welche die Erregung des Elfen noch weiter steigern mochten, so war die Berührung seiner Mitte durchaus das Zünglein an der Waage.
      Mit einem Mal bereute er die Gier nach ihrer Berührung sofortig, als er bemerkte, in welcher Intensität sein Körper auf diese Taten reagierte. Der angenehme Rhythmus, den sie anschlug, riss ihn förmlich aus der Selbstbeherrschung hinaus und ließ ihn beinahe vergessen welche Berührungen er angedacht hatte. Andvari bemerkte nicht einmal den zärtlichen Biss in die Armbeuge, obgleich er ihn sah, da bereits jetzt ein Rotschimmer über seine Haut glitt und sein Atem sich beschleunigte.
      Wie gerne hätte er diese Liebkosung länger standgehalten, aber als er die ersten Zuckungen seines Unterleibes spürte, legte er seine Hand auf ihre und zog sie mit sich hinauf, um ihre Finger zu küssen.
      "Schlechte Idee meinerseits"; flüsterte er an ihrem Ohr, während er die Zähne zart in den Hals versenkte und seine Hände nun in ihrer Körpermitte auf Wanderschaft sandte. "So wäre es gleich vorbei..."
      Beinahe bereitwillig zeigte ihm der Körper seiner Liebsten mehr als eindeutig den Weg, musste er nur mit der Hand über ihren Bauchnabel nach unten fahren. Dort, zwischen der Beugung des Venushügels und der Kälte des Bettes, befand sich der Ort, der am meisten Hitze abstrahlte, sodass er beinahe das Gefühl hatte, seine Hand opfern zu müssen.
      Gierig legte er seine Hand darauf und erforschte mit seinen Fingern die immerwährende Hitze. Es war als tauche er die Finger in ein Lavabecken, während er Viola ansah und atemlos ihre Lippen mit seinen versiegelte.
      Könnte dieser Abend nur ewig währen...

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    • Ein schalkhaftes Funkeln erfüllte den Blick beim Anblick der süßen Qual in den Gesichtszügen des Elfen.
      Dabei stand es völlig außer Frage, ob sie ihm Vergnügen bereitete. Der Blick Andvaris und jedes noch so winzige Zucken sagte ihr alles, was sie wissen musste. Anfängliche Unsicherheiten hatten sich in forsche Neugierde verwandelt, die die Frage nach dem Richtg und Falsch aushebelte. Viola ließ ihren Gefährten nicht eine Sekunde aus den Augen und fühlte ein lustvolles Prickeln, das die Wirbelsäule hinab kroch. Allein die Reaktionen des Elfen entfachten eine brennende Leidenschaft, dabei hatte er sie noch nicht einmal berührt.
      Jedenfalls nicht an jenem Ort zwischen ihren Schenkel, der pulsierend und glühend danach verlangte.
      Beschleunigter und gleichsam schwerer Atem streichelte über die empfindlichen Fingerkuppen, als Andvari diese zart küsste.
      Blinzelnd blickte Viola zu ihm auf.
      "Und das will doch niemand...", hauchte sie zurück und drehte leicht den Kopf, um ihm mehr Freiraum zu gewähren. "Die Nacht ist lang, kalt und...oh!"
      Ein zartes Keuchen entfloh der gestreckten Kehle, als sich Zähne sanft aber spürbar in ihren Hals versenkten. Der Biss jagte ein erregtes Zucken durch ihren gesamten Körper, das an Intensität zunahm unter den wandernden Händen des Elfen.
      Haltsuchend drückte sie die Finger in die starken Muskeln seiner Oberarme, die sie fest umklammert hielt, als erkundende Finger tief in ihren bebenden Leib eintauchten. Reflexartig drückte Viola ihren unteren Rücken durch und schob sich der vorwitzigen Hand entgegen. Es war nichts Missverständliches an der eindeutigen Art und Weise, in der ihr Leib sich für ihren Liebsten öffnete und ihn mit sengender, warmer Hitze umfing.
      Unter dem fordernden Kuss vergaß Viola fast gänzlich zu atmen und presste eine warme, schwitzige Handfläche gegen das flatternde Herz des Elfenprinzen. Sanft übte sie Druck auf seine Brust aus, um ihn stumm zwischen atemlosen Küssen dazu zubewegen, sich etwas aufzurichten. Zweifellos besaß sie kaum die notwendige Stärke, aber sie wusste, dass Andvari den Zeichen - seien sie noch so klein - stets folgen würde. Es war keine Furcht, die sie antrieb, nur die schiere Notwendigkeit frische Luft in ihre Lungen zu füllen.
      Ein unkontrolliertes Beben durchlief ihre Beine, die sie geschickt hinter Andvaris gehakt hatte.
      Es kostete die Heilerin etwas Mühe sich soweit aufzurichten, dass ihre Lippen sein Ohr erreichen konnte. Bei jeder Silbe streiften die Lippen die empfindlichen Konturen seine der Ohrmuschel.
      "Leg dich auf den Rücken...", flüsterte sie.
      “We all change, when you think about it.
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    • Das Wispern der Tobsüchtigen.
      So nannte man den Zustand, der seine Ohren befiel. Obgleich es nichts mit derlei Ausbrüchen zu tun hatte, ging ein Schauer durch seinen Körper weshalb er dem Druck auf seiner Brust nur zu gern nachkam. Seine Finger fühlten sich an, als würden sie in einen unendlichen Moloch gesogen und nie wieder freigelassen. Und nur sehr ungern entfernte er sich aus ihr, da die Reaktionen, die sie ihm entgegen brachte jegliche SKala von Faszination in seinen Augen sprengten. Mit leuchtenden Augen sah er sie an und bemerkte nicht, wie von seinem Hals aus selbst goldene Adern sich auszubreiten begannen.
      Andvari hieß sie willkommen, schmerzten sie nicht sondern pumpten regelrecht Lebenskraft durch seinen Geist.
      Gehorsam zog er die Finger aus ihr und wischte sie geschickt am Laken ab. Wer hätte gedacht, dass eine derartige Nässe aus einem Menschen hervorgehen könnte. VErmutlich könnte er stundenlang dieses faszinierende Schauspiel analysieren, wenn er nicht selber merken würde, dass sein Unterleib ein Eigenleben entwickelte. Als fordere man einen Tribut von seinem Wirt.
      Aufgerichtet sah er weißhaarige Elf zu ihr hinab und grinste kopfschüttelnd als Viola ihre Bitte vortrug.
      "Du unartiges Mädchen...", flüsterte er, kam der Bitte aber beinahe plötzlich nach.
      Wie ein nasser Sack ließ er seinen Körper seitlich von ihr aufs Bett gleiten und rollte sich auf den Rücken. Stets darauf achtend, ihre Beine nicht unter sich zu begraben oder einzuklemmen.
      Selten hatte er einer Frau die Führung überlassen, aber bei Viola erschien es ihm beinahe natürlich. Und beherrschte nicht eine Königin einen niederen Zimmermann?
      Lächelnd zog er sie mit sich und auf sich selbst, während er sie angrinste.
      "Und nun?", fragte er erwartungsfroh.

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    • Für den Bruchteil eines Augenblickes zweifelte Viola an der Richtigkeit dieser Entscheidung.
      Die begehrte Wärme verschwand von ihrem Leib und mit ihr die geschickten Finger, die ihren Unterlieb und ihr glühendes Zentrum pochend zurückließen. Die erfüllende Welle der Lust, die sich wie ein Sturm aufgebaut hatte, verebbte zu einem sehnsüchtigen Zucken endlich Erfüllung zu finden. Die kurze Unterbrechung schenkte Viola die notwendige Atempause und eine Möglichkeit das davon fliegende Herz zu beruhigen. Stets liebten sie sich, als wäre es das letzte Mal oder ein drohender Feind könnte sie jede Sekunde auseinander reißen. Dieses Mal wollte Viola das reizvolle Liebesspiel ihrer Leiber bis zum letzten Moment vollständig auskosten.
      Mit einer fließenden Bewegung schwang Viola ein Bein über die Hüften des Elfen und ließ sich geradezu anmutig hinabsinken, die Beine weit auseinander geschoben um bequem die Knie in die weiche Matratze zu drücken.
      Viola liebäugelte mit der verlockenden Aussicht ihnen beiden den erlösenden Wunsch zu erfüllen und endlich ihren brennenden Körpern die ersehnte Vereinigung zu schenken. Stattdessen drückte sie ihre Hüften in einer geschmeidigen Rollbewegung nach unten.
      Die Sinnlichkeit, mit der ihre glühenden Körpermitten einander streiften und berührten, entlockten der jungen Frau ein verzücktes Seufzen. Das Gefühl war zwar entfernt von der galoppierenden Erregung aber nicht weniger reizvoll.
      Und doch überwog das Verlangen sich ganz und gar hinzugeben, mit jedem letzten Winkel ihres Körper.
      Prüfend stützte sie sich mit einer flachen Hand auf der Brust des Elfen ab, der ihr bereitwillig die Führung überlassen hatte. Sie bezweifelte, dass es ihn sonderbar störte wie sie ihr Gewicht auf seiner Brust abstützte um mehr Kontrolle über die Balance ihres Körper zu bekommen.
      Viola hielt den Blick der goldenen Augen, während sie ihre Hand seinen Bauch hinab fuhr über die scharfen Konturen seines Beckenknochens bis sie ein weiteres Mal die Härte zwischen ihren Leibern umfasste. Es erwies sich als kleines Geduldsspiel die richtige Position zu finden, da sie sich weigerte ihre Augen vom Gesicht ihres Liebsten zu lösen.
      Aber die Geduld sollte belohnt werden.
      Viola verlor den Kampf und legte den Kopf sachte in den Nacken, ein stummes Seufzen auf den Lippen, als sie sich langsam niederließ.
      Andvari auf diese Weise mit ihrem Leib aufzunehmen, fühlte sich anderes an. Sie spürte ihn tiefer, intensiver.
      Prüfend vollführte sie eine sanfte, wiegende Bewegung mit den Hüften und stützte sich nun mit beiden Hände auf der breiten Brust ab.
      "Nicht bewegen." Noch nicht.
      Ihr Blick glitt hinauf von den eigenen Händen zu seinem Hals. Das altvertraute Muster strahlenden Lichts auf der Haut, fiel ihr sofort ins Auge. Die Finger auf seiner Brust zuckten beim Anblick der Linien und es war fast ein Reflex als die Heilerin eine Hand danach ausstreckte.
      Entsprach die vorsichtige Theorie der Wahrheit und ihre Aura hieß jene des Elfen willkommen - adaptierte, was sie stärkte - vielleicht war es dann möglich...
      Sobald die neugierigen Fingerspitzen die leuchtenden Linien berührten, spürte sie den heißen Schmerz einer Flamme, ohne sich dabei zu verbrennen. Was folgte, war ein wunderliches Schauspiel. Von ihren Fingern aus breiteten sich dieselben Linien im exakt identischen Muster aus, wie bei der Herzensschneide. Wie flüssiges Licht mit unzähligen Ausläufern, wie goldene Risse auf feinem Porzellan.
      Der anfängliche Schmerz verebbte und Viola verspürte nichts als lebendige Wärme. Die geweiteten Kanäle vereinfachten den Fluss der aufeinander treffenden, magischen Auren. Es brannte nicht wie bei Dandelost, sondern wärmte und durchdrang sie bis ins Mark.
      Viola presste ihre Finger gegen seinen Hals und gab endlich dem Instinkt ihres Körpers nach.
      Die zarten Wiegungen ihrer Hüften stoppten und sie drückte sich mit den Knien leicht hoch, nur um sich fest in seinen Schoß sinken zu lassen.
      “We all change, when you think about it.
      We’re all different people all through our lives.
      And that’s OK, that’s good, you gotta keep moving,
      so long as you remember all the people that you used to be.”
    • Andvari vermochte nichts anderes zu tun als sie anzusehen.
      Diesen wunderbaren Stern inmitten einer finster dräuenden Nacht, die ihr Kleid über das Land und Leben zu legen drohte. Und während der neue Schnee langsam an das zarte Glasfenster klopfte und die Geräusche der Schenke wie ein lauschiges Brummen von unten heran wehten, sah er ihr zu wie sie sich auf ihm bewegte.
      Nicht vereint zunächst, sondern ungleich reizvoller, was ihm beinahe ein Seufzen merkwürdigster Art entlockt hätte. Stattdessen krallte er seine Hände in die weichen Laken und drückte zu, dass das Weiße seiner Fingerknöchel sichtbar wurde. Er schluckte einen Kloß hinab als er ihre Hände erneut an seiner Mitte spürte. Und es genoß. Sie hätte dort bleiben und alles von ihm verlangen können in dieser Sekunde. Den Mord eines geliebten Menschen? Sofort! Und auch wenn ihrer beider Augen in einer Art von Gefangenschaft ineinander stachen, so fühlte er sich doch willkommen, als ihm ein leises Wimmern entwich als sie sich auf ihn setzte.
      Bei den Bäumen, weshalb konnte sie das?
      Bewegen? An Bewegung war nichts zu denken. Ein kleiner Ruck, ein kleines Wiegen und schon würde das Unglück geschehen, so dachte der Elf und nickte zu ihren Worten, ehe er einen heiseren Atemstoß entließ. Einem Tiere gleich, das seine Beute vor Augen hatte, aber nicht zustoßen durfte. Gleichsam ihm.
      Reflexmäßig legte er seine Hände auf das weiche Fleisch ihres Allerwertesten und versuchte, nicht zu viel Kraft aufzuwenden, als er das weiche Fleisch an sich drückte. Entbehrungen hin oder her. Diese Frau wusste gar nicht, was sie alleine mit ihrem Körper anstellen konnte. Nicht, dass er das an anderen Menschen oder Wesen erprobt sehen wollte, aber gerade wurde Andvari bewusst, dass er Viola hemmungslos verfallen war.
      Doch was dies LIebesspiel eindeutig merkwürdig machte, waren die Lichtpulse ihrer Hände.
      Mit einem Mal fiel es ihm leicht, ihre Hände zu beobachten, wie sie sich mit Lichtfäden nach seinen Venen ausstreckten. Und sogar verbanden. SIe nahm die Aura auf, wie bereits vermutet! Heureka!, dachte er grinsend und ließ den Kopf wieder herunter um den ersten Stoß der jungen Geliebten zu ertragen.
      Mit jedem mehr, hielt er dagegen, einen Kontrast zu ihren Stößen so bilden, sodass schon bald ihre Leiber regelrecht aneinander schlugen, als augenscheinlich zärtlich zueinander zu sein. Und doch konnte er sich wahrlich nicht zurückhalten. Seine Hände verließen ihren Platz um ihre Hüften und wanderten ihren gesamten Körper hinauf und hinunter, um sich davon abzulenken, wie nah er bereits an der Klippe stand.
      Was würde dieser Frau noch einfallen?

      The more that I reach out for heaven
      The more you drag me to hell
    • Das Gefühl der verschmolzenen Auren war überwältigend.
      Die zarten Lichtfäden suchten eigene Pfade auf der erhitzten Haut und krochen wie glühendes Efeu die Arme herauf. Unzählige lichtartige Adern, die Violas Haut von innen heraus zum Leuchten brachten und bereits nach wenigen Sekunden über ihre Schultern wanderten und sich von der seichten Kuhle zwischen den Schlüsselbeinen in alle Himmelrichtungen austreckten. Ein Phänomen, das in der einsamen Hütte im Wald von Schicht um Schicht aus Winterkleidung verborgen geblieben war. Die leuchtenden Äderchen beschrieben einen Weg gen Süden durch das Tal zwischen ihren Brüsten und gleichsam eroberten sie die dünne Haut ihres Halses, bis sie spielerisch über den Kieferknochen ragten.
      Violas Körper erzitterte über ihrem Geliebten aufgrund der innigen Verbindung, die sie teilten.
      Die Verschmelzung des Fleisches blieb nicht allein der Grund für die lustvollen Pulse, die ihren Lieb erfasste. Einem stetigen Fluss gleich floss die Aura des Elfen durch ihren Körper und erzeugte einen wohligen Rausch. Kein sinnesbetäubender Rausch, der ihre Wahrnehmung vernebelte sondern ein köstliches Hoch, dass sie jedes Beben und jedes Zucken seines Körper verstärkt spüren ließ. Sie fühlte sich Andvari auf eine gänzliche neue Art tief verbunden. Genüsslich legte sie den Kopf in den Nacken und schloss die Augen.
      Bevor jedoch die natürliche Grenze ihres magischen Kerns erreicht war und die Aura des Lichtbringers sie vollständig einnahm, löste Viola die sanften Fingerspitzen von seinem Hals. Ein erstauntes wie lusterfülltes Keuchen erklang heiser von ihren Lippen.
      Wie lange mochtes dieses Gefühl wohl anhalten, fragte sich Viola bevor all ihre Gedanken förmlich aus ihrem Kopf gefegt wurden.
      Andvari bäumte sich zwischen ihren Schenkel auf und vergrub sich tiefer in ihrem Leib.
      Die Hände auf ihrer Haut brannten eine heiße Spur aus prickelnden Flammenzungen auf ihrem Weg.
      Die junge Frau drückte ihre Hände gegen seine Brust damit das ungestüme Stoßen seiner Hüften, sie nicht letztendlich abwarf.
      Ein Lächeln spiegelte sich auf ihren Lippen, hatte sie seine Geduld doch bereits genug herausgefordert. Viola wusste nur zu gut um das ungeduldige Temperament des Elfen und ließ ihre eigenen Hüften weich werden, um jedem seiner Stöße rhythmisch entgegen zu kommen.
      Violas Kopf sank nach vorn mit fest geschlossenen Augen und tanzenden Lichtern hinter den Augenlidern.
      Blind tastete die Heilerin nach den liebkosenden Händen, die sich nicht entscheiden konnte, wo sie am liebsten verweilten und zog diese von ihren Flanken. Während sich Viola vorbeugte und sich förmlich mit dem gesamten Oberkörper an ihren Liebsten schmiegte, führte sie seine Arme über sein Haupt hinweg. Beflügelt von der Erregung, die ihr gesamtes Dasein erfasste, drückte sie seine Arme in die Laken. Viola besaß kaum die Stärke sie dort festzuhalten, aber dennoch schob sie auf sinnliche Art ihre Hände von seinen Schultern zu seinen Handgelenken hinauf, ehe sie ihre Finger sanft miteinander verwob. Eine zarte Geste, die im Kontrast zu dem hemmungslosen Spiel ihrer Körper stand.
      Die Heilerin war ihm so nah gekommen, dass bei jedem erregten Laut sein Atem ihre Gesicht streifte.
      Viola schlug die Augen auf und die waldgrüne Iris war durchbrochen von goldenen Tupfen. Wie Sonnenlicht, dass durch die wiegenden Baumkronen des Waldes brach. Jeder einzelne Fleck ein explodierender Stern in tiefem Grün.
      Und als sie die Lippen zu einem atemlosen Kuss auf seine drückte und ihr gesamtes Zentrum zwischen ihren Schenkeln zuckte und bebte, presste sie ihre Becken fest hinab.
      “We all change, when you think about it.
      We’re all different people all through our lives.
      And that’s OK, that’s good, you gotta keep moving,
      so long as you remember all the people that you used to be.”
    • Andvari konnte nicht ermessen, welche Freuden Verbindungen dieser Art hervorriefen.
      Und seiner eigenen Unerfahrenheit war es zu Lasten zu legen, dass er wie gebannt seine Geliebte anstarrte, die sich auf seiner Mitte hemmungslos und beinahe mehr als lasziv bewegte. Schamlos betrachtete er ihren nackten Körper und ließ seinen Blick den goldenen Adern folgen, die ihre Auren miteinander verbanden. Mit der Schwächung seiner eigenen ging eine Stärkung der Ihren einher und hätte sicherlich weitere Erörterung bedurft, aber gerade war sämtliches Blut für die Leistung seines Hirns an anderer Stelle benötigt.
      Seine Hände fuhren von ihren Hinterbacken ihren Rücken hinauf und legten sich wie selbstverständlich auf die Adern. Eine Hand auf ihren Bauch und eine (zugegeben nicht unschuldig) auf ihre Brust.
      Und der Elf fühlte es, während er seine eigene Lust regelrecht im Zaum halten musste, um es nicht zu früh zu beenden. Er fühlte den Puls zwischen ihnen und wusste nicht mehr wie er reagieren sollte, als die Wellen zwischen ihren Auren kohärent zueinander zu schlagen begannen. Andvari sah sie an wie sie den Blick abwandte und die Hände von seinem Hals löste.
      Mit einem Mal erlosch diese wundersame Verbindung zwischen ihnen, aber hinterließ das feurige Brennen eines jüngst erlebten Hochs. Er fühlte sich in ihr regelrecht in Flammen stehend, während er nicht bemerkt hatte, dass auch aus seinem Atmen ein Keuchen mit gelegentlichen Zwischengeräuschen geworden war.
      Als Viola seinen Stößen entgegenkam wollte er bereits nach ihren Hüften und sie drehen, als sie ihre Hände mit seinen verwob und nach unten drückte.
      Ein wenig erstaunt sah er sie an.
      Dieses herrliche Gold in ihren wundersamen Augen. Ein Horizont in einem einzigen Menschen, den er nicht wirklich verstehen konnte. Der Elf, der sie mit ebenso gold leuchtenden Augen ansah, wusste in dieser Minute nichts anderes, als diese jene Verbindung aufrecht zu halten, als wäre es das Wasser in der Wüste.
      Sein Unterleib begann zu zucken, ehe er es merkte und stieß weiter zu, sodass es ihm wie ein wildes Rodeo zweier Individuen vorkam. Und doch...Etwas fehlte noch..
      Sachte befreite er eine Hand aus der liebevollen Umklammerung und führte diese an den Kiefer der Heilerin. Kurz hielt er inne um eine Welle seiner Lust niederzukämpfen, damit er nicht alleine die Klippe übersprang. Anschließend fuhr er mit dem Finger hinauf und legte ihn an ihre Schläfe, ehe er bemerkte, dass sie ihr Becken auf ihn presste und selbst aus ihm alles an Beherrschung herauspresste.
      Dies war der Moment!
      Eine kurze Berührung brauchte es, einen letzten wohligen Schauer durch ihren Körper zu jagen, indem er seine Aura einmal bündete und als Puls durch ihr gesamtes System sandte, ihren Unterleib als Endziel vor Augen, während der Elf die letzten Stöße auskostete, nachdem er den Rand bereits überschritten hatte.
      Erst danach ließ er ab und ergab sich in dem atemlosen Kuss, der ihre Lippen versiegelte. Wie automatisch schlang er die Arme um sie, um sie auf sich zu halten. Sein Körper wollte diesen wunderbaren noch nicht freigeben. Und er selbst auch nicht.

      The more that I reach out for heaven
      The more you drag me to hell
    • Spielerisch gab Viola die Hand des Elfen frei, als die Finger unter den Eigenen zuckten.
      Ein sanfter Druck reicht aus und die Heilerin löste die verwobenen Hände und führte sie zurück an seine starke Schultern. Etwas blitzte in den funkelnden Augen auf, scheinbar hatte die junge Frau es sichtlich genossen Andvari ausgeliefert zu wissen. Eine Illusion angesichts der Kräfteunterschiede, die hier wirkten, aber eine die sie dankbar und mit größtem Vergnügen annahm.
      Die Berührung des Kiefers wirkte wir ein neu erschaffender Erdungspunkt, der ihren Blick in die goldenen Augen ihre Geliebten lenkten. Blinzelnd sah sie ihn an und fühlte beim Anblick in die bernsteinfarbene Iris ein Echo der Aura, die noch immer Wellen unter ihrer Haut schlug und langsam verblasste. Viola hatte genug Verstand besessen, das eigene Fassungsvermögen ihres Kerns nicht zu überlasten. Umso heftiger kehrte das verzehrende Feuer zurück, als sich ein Finger an ihre Schläfe legte. Bevor sich die Frage auf ihren verzückten Gesichtszügen abzeichnete, durchfuhr ein unerwarteter Puls ihren gesamten Körper und die schwarzen Pupillen ihrer Augen verdrängten das Grün zu einem schmalen Ring.
      Bis in den letzten Winkel pulsierte die Aura des Elfen durch ihre Adern und ließ neben den Lichtfäden auf der erhitzten Haut auch sämtliche Nervenenden in Flammen aufgehen. Der Schub seiner Aura erzeugte ein heftiges Beben, dass sich Viola kaum noch mit den Armen aufrecht halten konnte, während sie sich von der Hüfte aufwärts gegen ihn wölbte und schmiegte. Ein zittriges aber lusterfülltes Keuchen stolperte ebenso erstaunt über ihre Lippen, den überraschten und weitgeöffneten Blick auf Andvari fixiert.
      Mit unerwarteter Heftigkeit wurde Viola förmlich über die Klippe gerissen und ihr Unterleib ergab sich in unkontrollierten Zuckungen. Die leidenschaftlichen Nächte zuvor waren bereits von prägender Erinnerungen, aber was der Elf hier allein mit seiner Aura bewerkstelligte, war unbeschreiblich.
      Die Verzückung trug Viola davon und ließ sie noch erbeben, als sich bereits schützende Arme um ihren Körper schlangen.
      Atemlos unterbrach sie den Kuss, als sie das Gefühl bekam nicht mehr Herrin über den eigenen Leib zu sein und sackte vollends auf der Brust ihres Liebsten zusammen. Wohliges Seufzen erfüllte den Raum, als sie die verschwitzte Stirn gegen die Seite seines Halses lehnte.
      Der magische Stoß seiner Aura schien ihren Gliedmaßen jegliche feste Struktur genommen zu haben. Selbst wenn Viola in Betracht gezogen hätte, sich vom Schoß des Elfen zu erheben, hätte sie ihre Beine mit keinem befehlenden Flüstern dazu bewegen können.
      Dem stockenden Atem und dem unbeschreiblichen Hochgefühl folgte ein Lachen, das sie in Andvaris Armen schüttelte.
      "Bei allen Göttern...Ich bezweifle, dass ich dieses Bett jemals wieder verlasse", murmelte Viola gegen seinen Hals und vollführte mit den Hüften ein zarte, aber erschöpfte, wiegende Bewegung.
      “We all change, when you think about it.
      We’re all different people all through our lives.
      And that’s OK, that’s good, you gotta keep moving,
      so long as you remember all the people that you used to be.”
    • Sie war wunderschön.
      In einer feurigen Symbiose mit ihrem Leib ergeben, betrachtete der weisshaarige Elf ihr Gesicht, wie es sich dem Puls ergab und regelrecht in Verzückung geriet. Er betrachtete den schlanken Hals der Heilerin und die goldenen Adern, die wie ein Nachhall einer Trommel kurz erglühten und sofort wieder verschwanden. Ihre schlanke Gestalt danach auf sich zu spüren, das weiche Fleisch auf seiner rau wirkenden Haut, war eine wunderbare Erfüllung seiner Träume und gab ihm eine nicht zu verzehrende Ruhe. Schwer atmend genoss er ihre Lippen an seinem Hals und den Atem, den sie stossweise ausstiess. Er bemerkte nicht mal dass sein eigener ebenfalls in diesem Rhythmus schlug und wie die Müdigkeit sich beiernd über seine Knochen legte.
      Schweigsam fuhren seine Finger in ihre verschwitzten Haare und berührten die Kopfhaut darunter leicht. Selbst Andvari wollte nicht, dass sie sich erhob. Die erhitzten Unterleiber waren noch immer verbunden und bei jeder Bewegung ihrerseits durchfuhr ihn ein Blitz der Erregung. Gleich, dass sie die Klippe gerade erst hinter sich gelassen hatten.
      "Die Götter haben damit wenig zu tun", kicherte er für sich und mit rauer Stimme, ehe er an die Decke blickte und tief Luft holte. "Aber ich werde mich auch nicht mehr bewegen. Ich habe gerade eher das Gefühl, dass ich noch eine Schweinerei veranstalte, wenn du dich nochmal bewegst."
      Für eine Sekunde lang hatte er all den kummer, die Sorgen und die Angst vergessen. Und allein das war bereits mehr als er erwarten konnte.
      "Danke..." flüsterte er. " für all das hier. Für dich. Und für uns. Wenn du nicht wärest hätte ich schon längst aufgegeben...ich habe nicht mal eine Ahnung, ob wir uns gegen diese Monstren verteidigen können. Uns fehlt es an Stärke und Zahl. Aber gerade habe ich alle vergessen...was war das mit deiner Aura? "

      The more that I reach out for heaven
      The more you drag me to hell
    • Mit gespitzten Ohren horchte Viola auf und vernahm einen der wundervollsten Klänge.
      Der raue Klang seiner Stimme gepaart mit einem amüsierten Kichern, dass nicht eine Sekunde an die Entbehrungen und die Trauer vergangener Stunden erinnerte. Für einen Augenblick war all das vergessen. Viola genoss ohne Reue jede sanfte Berührung und versteckte das Gesicht weiterhin an seiner Halsbeuge, als könnte sie sich auf diese Weise vor der Welt verbergen. Mit einem zutiefst zufriedenen Murmeln schmiegte sie ihr Haupt gegen seiner warme Hand und glich dabei einer Katze, die sich schnurrend unter liebevollen Streicheleinheiten wandte.
      Mühevoll winkelte sie die Arme ab und drückte sich mit den Händen auf seine Brust gestützte wieder hoch. Die Hitze ihrer Körper erschien übermächtig und glühte auf ihrer Haut, wie das Licht der gleißenden Sommersonne. Ein willkommener Umstand solange der eisige Winter vor den Fenstern tobte. Den letzten Schneesturm hatten sie in der Nähe der Berge in einem Tross aus Soldaten erlebt. Vielleicht war die Natur ihnen wohlgesonnen und schenkte ihnen einen weiteren Aufschub. Ein verspätetes und vor allem unerwartetes Schneegestöber würden jede Armee eine Weile aufhalten.
      Ein schiefes Grinsen zierte die Lippen, als sie zu ihrem Geliebten hinab sah und beinahe herausfordert das Gewicht in seinen Schoß verlagerte. Die Müdigkeit stand ihnen beiden ins Gesicht geschrieben, aber der Gedanke hatte etwas Verlockendes.
      "Du kannst kaum die Augen offen halten...", flüsterte die Frau auf seiner Hüfte.
      Viola fuhr mit den Fingerspitzen den verblassten Verlauf der Lichtfäden an seinem Hals entlang, die zwar verschwunden waren und dennoch in ihr Gedächtnis eingebrannt waren.
      Was er danach sagte, berührte die junge Frau bis in den letzten Winkel ihres Herzens. Lächelnd nahm sie seine Hand und bedachte seine Fingerspitzen mit federleichten Küssen. Eine Imitation der liebevollen Geste von vorhin.
      "Du hast mich ebenfalls gerettet, vergiss das nicht.", flüsterte sie und betrachtete ihre zierliche Hand an seiner. "Wir finden eine Lösung. Morgen."
      Ein Aufschub war nicht die Lösung des Problems, aber heute Nacht würde niemand von ihnen mehr etwas ausrichten können.
      Und Lhoris war noch immer nicht zurück.
      "Mit meiner Aura?", lächelte Viola verlegen. Die Konzentration fiel schwer während ihre Körper noch immer verbunden waren und sie bei jeder der geringsten Bewegungen daran erinnert wurde. "Natürlich, meine Aura. Es war ein Impuls, ein Gedanke, der mich nicht los ließ. Mein Wesen hat deine Kräfte nie als Bedrohung gesehen, deine Magie hat mir nie geschadet. Selbst heute während der Prozedur nicht. Du sagtest, meine Aura hieße deine willkommen. Jetzt wissen wir, dass du Recht hast. Es fühlte sich an wie reinstes Leben. Und du hast gesagt, Magie wird in der Blutlinie vererbt bei Menschen. Was wäre, wenn ich nicht das erste magiebegabte Familienmitglied bin, dass einem Lichtrufer begegnet? Wenn diese Gabe sich von Generation zu Generation entwickelt und wächst, brauchte es vielleicht die Magie eines Lichtrufer, um sie zu wecken."
      “We all change, when you think about it.
      We’re all different people all through our lives.
      And that’s OK, that’s good, you gotta keep moving,
      so long as you remember all the people that you used to be.”
    • Andvari fühlte sich mehr denn je ermattet von der Liebe, die sie verband.
      Und ihre Körper, die ihre Spannungen entsprechend aufrecht hielten, als würden sie sich nicht voneinander trennen wollen. Ihre Bewegung tat ihr übrigstes hinzu, als er regelrecht zusammen zuckte, als sie ihre Hüfte bewegte. Und auch wenn alles in ihm nach Ruhe und Erholung schrie, schien sein Unterleib anderer Meinung, asl er sich der feuchten Wärme entgegen schob, als wäre dies das Segensland. Vielleicht war es das auch.
      "Du kannst sie auch nur noch kaum offen halten", flüsterte er lächelnd und schob sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht. "Und doch bewegst du dich. Und ich glaube, zumindest ein Teil von mir findet diese Idee wunderbar."
      Seine Hände legten sich bestimmend um ihre Hüften und vielleicht auch ein wenig vorwitzig auf ihr Hinterteil, während er diese wohlige Bewegung zumindest noch ein paar Minuten spüren wollte. Warum es ihm derart gefiel, war offensichtlich, aber er fand Frieden mit und in ihr.
      Als würde es das dräuende Übel nicht geben, was vor den Toren wartete. Sachte schlug der Schnee gegen das Fenster und auch in Andvari regte sich neben seiner Extremitäten in Violas Leib auch die Hoffnung, dass der Sturm die Armee zurück drängte. Er hoffte nur, dass es Lhoris gut ging.
      "Morgen", stimmte er zu und lächelte erneut.
      Nur um das Lächeln sachte verschwinden zu lassen während sie sprach.
      "Das Gefühl war...", begann er und vermochte doch nicht in Worte zu fassen, was diese Frau in ihm ausgelöst hatte. Er konnte nicht sagen, dass er sich wie ein Vulkan vor dem Ausbruch gefühlt hatte und gleichsam eine tiefe Verbundenheit spürte. Oder? "Es war unbeschreiblich schön...Ich weiß nicht wieso, aber ich fühlte mich als deines. Als dir gehörig. Und es hat mir nicht einmal etwas ausgemacht, dies zu praktizieren."
      Auf ihre Vermutung hin überlegte er kurz uznd sah an die Decke.
      "Ja, es wird in der Blutlinie vererbt", stimmte er zu. "DIe Lichtrufer waren kein verbreitetes Volk. Mein Großvater hatte nicht viele Kinder, aber einen Bruder. Ich meine...Möglich ist es schon. Ich kann nicht sagen, wohin alle zerstoben sind, als das große Desaster damals geschah. .Möglich kann es sein..."
      Das hieße aber auch, dass sie verwandt waren. Zumindest über ein paar Ecken und Kanten.

      The more that I reach out for heaven
      The more you drag me to hell
    • Viola bog sich dem vertrauten Gefühl seiner Hände entgegen.
      Eine wundersame Wärme sickerte träge durch die Haut unter der unablässig das zarte Echo von erfüllender Lust verblieb. Eben diese zufriedene Trägheit begleitete die sanften Wiegungen ihrer Hüften. Viola spürte, dass trotz aller Erschöpfung ihre Leiber nicht willens waren, sich bereits voneinander zu trennen. Die Zufriedenheit im Gesicht ihres Liebsten ließ die junge Frau lächeln.
      Etwas schuldbewusst sah Viola schließlich doch hinab und fuhr dabei mit dem Zeigefinger die längliche Narbe über seinem Bauch nach. Sie hatte nicht darüber nachgedacht, dass ihr unbedachtes Spiel mit der Aura auch andere Konsequenzen haben könnte. Zum Glück hatte sie keinem geschadet. Weder Andvari, noch sich selbst.
      Das Lächeln auf den Lippen des Elfen verschwand und Viola versuchte zu begreifen, welche Worte seine Gedanken trübten.
      "Das nächste Mal warne ich dich vor.", flüsterte sie entschuldigend, ehe sie Andvari mit Wunder in den funkelnden Augen ansah. "Aber ich bereue es nicht, denn ich habe mich dir nie näher gefühlt."
      Viola hielt still über Andvari und spürte die erschöpften Zuckungen in ihren Oberschenkel, die selbst unter den leichtesten Bewegungen schließlich nachgaben. Mit einem Seufzen lehnte sich die Heilerin vor und drückte ihre Stirn gegen das starke Brustbein des Elfen. Sie konnte sich keinen Millimeter mehr bewegen und zuckte ihr Unterleib mit sehnendem Verlangen nach erneuter Erlösung. Und sie spürte, dass es dem Elf nicht anders erging.
      Stattdessen lauschte sie den nachdenklichen Erzählungen und schloss für eine Sekunde die Augen.
      "Ich weiß, woran du denkst, Andvari.", murmelte sie. "Aber das habe ich nicht gemeint. Ich glaube nicht, dass das Blut der Lichtrufer durch meine Ahnenlinie fließt, aber vielleicht gab es einen Zeitpunkt in der Geschichte, in dem sich die Wege unserer Vorfahren kreuzten und ihre Kräfte vereinten. Meine Aura, mein Erbe, erinnert sich daran. Über die Jahre mag die Magie in meiner Familie dünn geworden sein, aber sie erwachte, nachdem wir uns begegneten."
      Zu keinem Zeitpunkt davor hatte sie auch nur einen Funken an magischer Kraft in sich gespürt.
      “We all change, when you think about it.
      We’re all different people all through our lives.
      And that’s OK, that’s good, you gotta keep moving,
      so long as you remember all the people that you used to be.”