Die untergehende Sonne warf ihr karges Tuch über das Land und ließ selbst die Räuberhöhle namens Beleriand in funkelndem Licht erstrahlten. Der Schlamm auf den Straßen wirkte mit einem Mal freundlich und die angesammelten Schneepfützen begannen sich wieder zu verfestigen als die Temperatur fiel. Nur noch wenige Menschen befanden sich auf den Straßen und Wegen und eilten in ihre Hütten und Häuser, um bei wärmendem Feuerschein und lauschig brutzelndem Essen ihres Abends zu frönen. Zu tun gab es genug, aber dies auch morgen noch.
Sylvar, den man Eisenblatt nannte, wanderte einsam durch das Tor und sein Stab gab einen schmatzenden Laut von sich, wann immer er ihn aufsetzte. Sein Körper wirkte aufrecht, obgleich Schuld auf ihm geladen war und der Magier wusste, dass er Andvari in Kenntnis setzen musste. Es blieb nichts mehr übrig, als es auszusprechen. Dies kleine Wörtchen, dass er so hasste…
„Du bist wieder hier.“
Eine Feststellung, keine Frage. Die Stimme aus dem Haldunkel der Gasse erkannte der Erzmagier sofort und setzte ein gewinnendes Lächeln auf. Dort, im Halbschatten einer kleinen Veranda aus gebeiztem Holz, saß die große Gestalt des weißhaarigen Prinzen und spielte mit einem Stück Holz, dass er sich zurecht schnitt. Mittlerweile war es ein kleines Pferd, wie es schien.
„Bin ich, ja“, bestätigte er und grinste ihn an, ehe Sylvar näher zu Andvari rückte. „Hattest du einen schönen Tag?“
„Spar dir das.“
Erneut dieser Ton. Befehlsgewohnt, hart und kälter als das Eis des Nordens. Die Stimme mehr ein Knurren als ein wirklicher Ton, ehe der Prinz mit beinahe leuchtenden Augen zu ihm aufsah.
„Erkläre dich“, murmelte er. „Wo warst du?“
„Ich war…Ich habe Zerstreuung gebraucht, Andvari.“
„Zerstreuung…“
„Ja, Zerstreuung. Mir ging viel im Kopf herum und ich dachte, ein ausgedehnter Spaziergang könnte mich ein wenig entlasten.“
Andvari erhob sich unter dem Ächzen der Dielen und sah seinem Bruder in die Augen. Selten wirkte er so groß und körperlich übermächtig als in dieser Sekunde. Sylvar schluckte, als er die Wut in seinen Augen sah.
„Ein Spaziergang…“, murmelte der Weißhaarige und ließ seine Augen nicht eine Sekunde von seinem Gesicht. „den ganzen Tag lang. Um Zerstreuung zu finden. Sag mir, Bruder…Was ging dir im Kopf herum, dass du uns einen Tag lang mit gelöschter Aura abhanden kamst?“
Erwischt.
Sylvar schluckte und fieberhaft rasten seine Gedanken im Kreis. Natürlich hatte Andvari versucht, seine Aura zu finden. Anfängerfehler.
„Ja, nun,…“
Mit einem Mal ging ein Ruck durch den Elfenprinzen und er warf mit aller Gewalt seine Schnitzerei in Richtung seines Bruders Kopf. Wie von einem unsichtbaren Hindernis aufgehalten, prallte es ab und fiel schwer zu Boden. Noch ehe der Zauberer dem Geschoss hinterhersehen oder etwas sagen konnte, fühlte er bereits einen gellenden Schmerz, der durch sein Gesicht schoss. Als die Faust seines Bruders ihn traf, kam es ihm vor, als habe man ihm eine Kanonenkugel ins Gesicht geschossen. Unerwartet und blitzschnell landete der Schlag auf seinem Kieferknochen und schleuderte ihn von den Füßen. Erst einige Meter weiter kam er zum Liegen, als er wie ein Stein auf dem schlammigen Boden einschlug.
Sylvar, den man Eisenblatt nannte, wanderte einsam durch das Tor und sein Stab gab einen schmatzenden Laut von sich, wann immer er ihn aufsetzte. Sein Körper wirkte aufrecht, obgleich Schuld auf ihm geladen war und der Magier wusste, dass er Andvari in Kenntnis setzen musste. Es blieb nichts mehr übrig, als es auszusprechen. Dies kleine Wörtchen, dass er so hasste…
„Du bist wieder hier.“
Eine Feststellung, keine Frage. Die Stimme aus dem Haldunkel der Gasse erkannte der Erzmagier sofort und setzte ein gewinnendes Lächeln auf. Dort, im Halbschatten einer kleinen Veranda aus gebeiztem Holz, saß die große Gestalt des weißhaarigen Prinzen und spielte mit einem Stück Holz, dass er sich zurecht schnitt. Mittlerweile war es ein kleines Pferd, wie es schien.
„Bin ich, ja“, bestätigte er und grinste ihn an, ehe Sylvar näher zu Andvari rückte. „Hattest du einen schönen Tag?“
„Spar dir das.“
Erneut dieser Ton. Befehlsgewohnt, hart und kälter als das Eis des Nordens. Die Stimme mehr ein Knurren als ein wirklicher Ton, ehe der Prinz mit beinahe leuchtenden Augen zu ihm aufsah.
„Erkläre dich“, murmelte er. „Wo warst du?“
„Ich war…Ich habe Zerstreuung gebraucht, Andvari.“
„Zerstreuung…“
„Ja, Zerstreuung. Mir ging viel im Kopf herum und ich dachte, ein ausgedehnter Spaziergang könnte mich ein wenig entlasten.“
Andvari erhob sich unter dem Ächzen der Dielen und sah seinem Bruder in die Augen. Selten wirkte er so groß und körperlich übermächtig als in dieser Sekunde. Sylvar schluckte, als er die Wut in seinen Augen sah.
„Ein Spaziergang…“, murmelte der Weißhaarige und ließ seine Augen nicht eine Sekunde von seinem Gesicht. „den ganzen Tag lang. Um Zerstreuung zu finden. Sag mir, Bruder…Was ging dir im Kopf herum, dass du uns einen Tag lang mit gelöschter Aura abhanden kamst?“
Erwischt.
Sylvar schluckte und fieberhaft rasten seine Gedanken im Kreis. Natürlich hatte Andvari versucht, seine Aura zu finden. Anfängerfehler.
„Ja, nun,…“
Mit einem Mal ging ein Ruck durch den Elfenprinzen und er warf mit aller Gewalt seine Schnitzerei in Richtung seines Bruders Kopf. Wie von einem unsichtbaren Hindernis aufgehalten, prallte es ab und fiel schwer zu Boden. Noch ehe der Zauberer dem Geschoss hinterhersehen oder etwas sagen konnte, fühlte er bereits einen gellenden Schmerz, der durch sein Gesicht schoss. Als die Faust seines Bruders ihn traf, kam es ihm vor, als habe man ihm eine Kanonenkugel ins Gesicht geschossen. Unerwartet und blitzschnell landete der Schlag auf seinem Kieferknochen und schleuderte ihn von den Füßen. Erst einige Meter weiter kam er zum Liegen, als er wie ein Stein auf dem schlammigen Boden einschlug.
The more that I reach out for heaven
The more you drag me to hell