Viola
Der Tag versprach ein besonders sonniger werden.
Keine einzige Wolke ließ sich am strahlend blauen Himmel blickten. Viola richtete den Blick während sie durch die Straßen der Elfenstadt gingen immer wieder fasziniert nach oben in die sich wiegenden Baumwipfel. Allerdings erreichte der seichte Wind, der Abkühlung versprach, nur selten bis an das Wurzelwerk am Boden heran. Dafür spendeten die Baumkronen ausreichend Schatten, der die steigenden Temperaturen jedoch kaum aufhielt. Zwischen raschelndem Blattwerk kämpfte sich stets ein kleiner Fetzen bläulichen Himmels hindurch. Bäume von derartig großem und ausladenem Wachstum bekam man auf der anderen Seite der Bergkette nur selten zu Gesicht. In den großen Städten aus Stein und Metall regierten anderen Beschaffenheiten das optische Bild. Selbst die warme Luft am Boden trug in Telerin eine gewisse Frische und Süße mit sich. Die Luftfeuchtigkeit war allgegenwärtig und zeugte von der Nähe zum Wasser und den tosenden Wasserfällen, deren Rauschen zum gängigen Hintergrundgeräusch gehörten.
Die neugierigen Blicke in ihrem Rücken versuchte die junge Frau weitgehend zu ignorieren, es war schwer in den langen Umhängen nicht verdächtig auszusehen. Vor allem da sie absolut unpassend für die sommerliche Wärme waren. Trotzdem war es eine willkommene Freude zu sehen, wie selbstverständlich sich Sylvar zwischen den anderen Elfen bewegte, als wäre er ein gern gesehener Gast. Viola fragte sich, wie viel Zeit seines bisherigen Lebens er in den verschlungenen Straßen Telerins bereits verbracht hatte. Jedenfalls erweckte der Magier mit seiner geradezu herzlichen Art weniger Aufmerksamkeit, als Viola und ihr Gefährte.
Die Heilerin blickte hinab und spürte den zarten Druck an ihren Fingern. Seine Hand war warm und sie warf ihm einen fast mitleidigen Blick zu. Der schwere Umhang musste die pure Hölle sein. Die Hitze darunter müsste zumindest ähnlich sein.
Ein schwacher Ruck ging durch ihren Arm, als Andvari stoppte. Anscheinend würden sich hier vor den Toren ihre Wege kurzzeitig trennen. Es war seltsam. Seit knapp einer Woche hatten sie keinen Augenblick ohne einander verbracht. Die bevorstehende Trennung, auch wenn es nur Minuten waren, fühlte sich merkwürdig an. Als breite sich ein Schatten in ihrem Rücken aus, sobald sich das Licht von ihr entfernte. Dandelost an ihrer Hüfte gab einen nur für sie spürbaren Puls ab.
Die Heilerin hatte keinen bewundernden Blick für den majestätischen Anblick des Fürstenpalastes, der turmartig in den Himmel aufragte. Die grünen Augen sahen Andvari lange an, ehe sie ihm schweren Herzens die Hand entzog. Eine letzte Berühung ihrer Fingerspitzen und Viola musste sich zwingen einen Schritt zurück in Sylvars Richtung zu machen.
"Es wird alles gut gehen. Mir passiert nichts.", Viola bemühte sich um ein Lächeln und blickte zu Sylvar. "Ich denke, ich bin in guten Händen."
Als ihre Füße sie endgültig an die Seite des blonden Elfen getragen hatte, nickte sie entschlossen. "Das bin ich."
Der Tag versprach ein besonders sonniger werden.
Keine einzige Wolke ließ sich am strahlend blauen Himmel blickten. Viola richtete den Blick während sie durch die Straßen der Elfenstadt gingen immer wieder fasziniert nach oben in die sich wiegenden Baumwipfel. Allerdings erreichte der seichte Wind, der Abkühlung versprach, nur selten bis an das Wurzelwerk am Boden heran. Dafür spendeten die Baumkronen ausreichend Schatten, der die steigenden Temperaturen jedoch kaum aufhielt. Zwischen raschelndem Blattwerk kämpfte sich stets ein kleiner Fetzen bläulichen Himmels hindurch. Bäume von derartig großem und ausladenem Wachstum bekam man auf der anderen Seite der Bergkette nur selten zu Gesicht. In den großen Städten aus Stein und Metall regierten anderen Beschaffenheiten das optische Bild. Selbst die warme Luft am Boden trug in Telerin eine gewisse Frische und Süße mit sich. Die Luftfeuchtigkeit war allgegenwärtig und zeugte von der Nähe zum Wasser und den tosenden Wasserfällen, deren Rauschen zum gängigen Hintergrundgeräusch gehörten.
Die neugierigen Blicke in ihrem Rücken versuchte die junge Frau weitgehend zu ignorieren, es war schwer in den langen Umhängen nicht verdächtig auszusehen. Vor allem da sie absolut unpassend für die sommerliche Wärme waren. Trotzdem war es eine willkommene Freude zu sehen, wie selbstverständlich sich Sylvar zwischen den anderen Elfen bewegte, als wäre er ein gern gesehener Gast. Viola fragte sich, wie viel Zeit seines bisherigen Lebens er in den verschlungenen Straßen Telerins bereits verbracht hatte. Jedenfalls erweckte der Magier mit seiner geradezu herzlichen Art weniger Aufmerksamkeit, als Viola und ihr Gefährte.
Die Heilerin blickte hinab und spürte den zarten Druck an ihren Fingern. Seine Hand war warm und sie warf ihm einen fast mitleidigen Blick zu. Der schwere Umhang musste die pure Hölle sein. Die Hitze darunter müsste zumindest ähnlich sein.
Ein schwacher Ruck ging durch ihren Arm, als Andvari stoppte. Anscheinend würden sich hier vor den Toren ihre Wege kurzzeitig trennen. Es war seltsam. Seit knapp einer Woche hatten sie keinen Augenblick ohne einander verbracht. Die bevorstehende Trennung, auch wenn es nur Minuten waren, fühlte sich merkwürdig an. Als breite sich ein Schatten in ihrem Rücken aus, sobald sich das Licht von ihr entfernte. Dandelost an ihrer Hüfte gab einen nur für sie spürbaren Puls ab.
Die Heilerin hatte keinen bewundernden Blick für den majestätischen Anblick des Fürstenpalastes, der turmartig in den Himmel aufragte. Die grünen Augen sahen Andvari lange an, ehe sie ihm schweren Herzens die Hand entzog. Eine letzte Berühung ihrer Fingerspitzen und Viola musste sich zwingen einen Schritt zurück in Sylvars Richtung zu machen.
"Es wird alles gut gehen. Mir passiert nichts.", Viola bemühte sich um ein Lächeln und blickte zu Sylvar. "Ich denke, ich bin in guten Händen."
Als ihre Füße sie endgültig an die Seite des blonden Elfen getragen hatte, nickte sie entschlossen. "Das bin ich."
“We all change, when you think about it.
We’re all different people all through our lives.
And that’s OK, that’s good, you gotta keep moving,
so long as you remember all the people that you used to be.”
We’re all different people all through our lives.
And that’s OK, that’s good, you gotta keep moving,
so long as you remember all the people that you used to be.”