[2er RPG] The Lesser Evil [Winterhauch & NicolasDarkwood]

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    • "Go on," she said quietly [...].
      He wasn't sure he could. But if she could speak those words
      into the echo of this room, he could damn well try.


      Viola

      Schwer verließ ein langer Atemzug ihre Lippen, als raue Hände sich auf ihre Knie legten.
      Hatte sie den Atem angehalten, als er näher gekommen war? Viola hatte es nicht einmal bemerkt. Das Herz schlug ihr bis zum Hals und drohte aus dem Gefängnis ihrer Rippen auszubrechen. Die Berührung hinterließ eine ungeahnte Hitze auf der erkalteten Haut, die sich bis in die Knochen fraß. Ein brennende Spur glitt ihre Waden hinab bis zu den im kalten Wasser ruhenden Knöcheln. Die zarten Muskeln zuckten unter seinen Händen, reagierten auf jeden Millimeter Haut, den er berührte. Halb sanken ihre Augenlider und warfen einen fächernden Schatten über ihre Wangen, die rosa von der kalten Luft waren oder von der Wärme, die sich in alle ihre Glieder ausbreitete.
      Beinahe trotzig schüttelte sie den Kopf, als er erwähnte, sie könnte erfrieren. Sie bezweifelte, das der Umstand gerade möglich war.
      "Werde ich nicht...", murmelte sie.
      Der Griff um ihre Fesseln erdete sie und ließ sie den Blick wieder zu seinem Gesicht heben, wo sie die Augen konzentriert geschlossen hatten. Fragend legte sie den Kopf schief und bevor ein Wort auf ihren Lippen lag, spürte sie eine intensive Wärme, die von ihm ausging. Das eisige Wasser des Sees zu ihren Füßen begann sich zu regen und es dauerte nur einige wenige Sekunden, ehe die Temperatur anstieg. Ein verwunderter Laut entfloh ihr und sie beugte die Zehen spielerisch im Wasser. Erstaunlich.
      Als Andvari sie wieder ansah, schluckte sie leicht und rutschte noch ein Stückchen weiter an den Rand des Stegs.
      Ein gefährlicher Balanceakt über dem nun einladend warmen Wasser. Aber sie vertraute darauf, das er sie nicht einfach fallen lassen würde.
      Vorsichtig löste sie ihre klammernden Finger um das wettergegerbte Holz und lehnte sich behutsam, das Gleichgewicht haltend, nach vorn und zu Andvari hinab. Zärtlich umschlossen ihre Hände sein Gesicht, die Fingerspitzen federleicht auf den spitz zulaufenden Ohren des Elfen. Viola hatte sich so nah vorgewagt, dass sie seinem warmen Atem auf ihrem Gesicht spüren konnte.
      Seufzend lehnte sie ihre Stirn gegen seine, während sie sein Gesicht in den Händen hielt.
      "Dann bleib bei mir, Andvari...", hauchte sie die Worte.

      [Crooked Kindom - Leigh Bardugo]
      “We all change, when you think about it.
      We’re all different people all through our lives.
      And that’s OK, that’s good, you gotta keep moving,
      so long as you remember all the people that you used to be.”
    • Andvari

      Oh, ihr viel zu gnädigen Götter...
      Allein die Reaktionen ihrer BEine, das sanfte Zucken der Muskeln, die Stärke und Zartheit zugleich ausstrahlten erregten in ihm die Lust, sie weiter zu berühren. Ihre Haut nicht loszulassen. Und beiahe hätte er es auch nicht gemacht. Doch dieser eine Blick.
      Und dieses verdammte Lächeln. Das verdammte Lächeln von eben und diese feurige Blick, der ihn erreichte und von innen heraus aufzehrte wie ein Virus, den er dankend annahm.
      Sollte sie ein Virus sein, so würde er sie dankend in Empfang nehmen. auhc wenn es ihn das Leben kostete.
      Schweigend ließ er sich das Wasser weiter erwärmen und spürte an seinen Händen die Bewegungen ihrer Zehen. Er lächelte schief und freute sich, dass sie offenbar Spaß daran hatte, wie sich Wasser erwärmte. Es würde nicht allzu lange halten, aber zumindest eine kurze Weile, damit sie vielleicht ebenfalls eine Abkühlung genie -
      Reflexartig hatte Andvari seine Hände von ihren Beinen genommen und sie neben ihr auf den Steck aufgebaut, als sie sich vorbeugte. Mit seinem Körper verhinderte er, dass sie ins Wasser fiel, sofern sie es nicht selbst wollte. Die Hände sorgten für seine Stabilität. Doch das gravierendste an dieser Szene war nicht die Nähe zu ihr.
      Nicht ihr Geruch nach Blumen, Kräutern und den Resten ihres Feuers. Und auch nicht das Feuer in ihren Augen. Es waren ihre Finger, die ihn so sanft umschlungen und sich selbst trauten, seine Ohren anzufassen. Für die meisten Rassen galten diese als ekelhaft.
      Er drückte sich in ihre Hände und lächelte als sie die Stirn gegen seine legte und für einen Moment atmete er ruhig und gleichmäßig. Als würde sein Herz es annehmen, was hier geschah.
      "Ich bin hier", flüsterte er.
      für den nächsten Moment konnte er nichts.
      Das Feuer, das ihn von innen aufzehrte und aus ihm mehr Werkzeug als alles andere machte, ließ nicht von ihm ab. Ihr Geruch, ihr warmer Atem auf seinem Gesicht und die bloße Wärme ihrer Lippen, so nah an seinen...Es war alles zu viel. Er hob die linke Hand vom Steg auf und trat den letzten Schritt an sie heran, um den Abstand nun vollends zu verkürzen. Wie von selbst neigte sich sein Kopf ihrem zu und unüberlegt und wenig ritterlich drückte er seine Lippen zärtlich auf ihre.
      Und auch wenn sie ihn fortan hassen oder nicht ansehen mochte.
      Alleine für den Moment, der nach Feuer und heißem Honigwein schmeckte, hätte er töten können...

      The more that I reach out for heaven
      The more you drag me to hell

    • Your heart was always safe with me.
      It always will be. There is nothing
      I will protect more fiercely or with
      more devotion.


      Viola

      Bei allen Heiligen, die das Volk der Menschen verehrte, verschlug es ihr die Sprache. Andvari war so unglaublich nah. Arme, beschützend und stark, und ein Körper, die sie wie Schild vor dem Fallen bewarten.
      Kristallklares Wasser Tropfen auf den Steg, kleine Pfützen auf dem spröden Holz und Muster dunkler Flecken, auf dem seidigen Stoff ihres Kleides. Die überwältigende Nähe seines Körpers im Sternenlicht ließ ihren Puls unkontrolliert in die Höhe schnellen und als der Elf sich in ihre sanften Hände schmiegte, setzte ihr Herz beinahe aus. Es stolperte unbeholfen in ihrer Brust, nur um mit sengender Hitze zu entflammen, als sich ein zärtlicher Kuss auf ihren Mund drückte. Unbeholfen zuerst aber mit jedem verstreichenden Augenblick ihrer selbst sicherer, lehnte sich die junge Frau in den Kuss.
      So sollte er sein, dachte Viola. Der erste Kuss. Zart und doch begleitet von einer lauernden Leidenschaft, die alles verzehrte und ihre Haut glühen ließ. Andvari schmeckte wie der warme Regen eines Sommergewitters, sehnlichst erwartet, kraftvoll und belebend. Nicht nach Blut und modriger Luft, die ihre Kehle verschlossen hatte, in einem gestohlenen Augenblick voller Verzweiflung.
      Mit etwas Verzögerung nahm sie seinen Körper an ihrem war, gehärtet durch harte Arbeit und ein entbehrungsreiches Leben. Ein zitternder und unstetiger Atemhauch floss gegen seine Lippen, als sie haltsuchend ihre Hand in die Fülle aus weißem Haar in seinem Nacken grub. In einem Anflug von Eigenleben, hatten sich ihre Knie geöffnet und ihn heran treten, bis kein Blatt mehr zwischen ihre Leiber gepasst hätte. Viola fühlte die erhitzte Haut an ihrer eigenen, fremd und vertraut, so elektrisierend wie tausend winzige Blitze.
      „Lass mich nicht fallen“, wisperte sie sanft die Warnung, atemlos und mit brüchiger Stimme. Mit der freien Hand und wenig Mühe schob sich Viola das letzte Stückchen über den Rand des Steges. Die Bewegung brachte sie Andvari unmöglich näher, die schlanken Beine um ihn gewunden, als sie ins erwärmte Wasser sank. Himmelblauer Stoff schwebte schwerelos im dunklen See.
      Da sollte Furcht sein, eine unterschwellig Panik tief in ihrem Kopf, aber nichts passierte außer der Flamme in ihrem Herzen, die sich explosionsartig bis in die letzte Zelle ausbreitete.
      Eine zierliche Hand presste sich auf seine nackte Brust über sein Herz. Sie wusste, dass sie dieses wundervolle, gebrochene Herz bis zu ihrem letzten Atemzug beschützen würde.
      Und Viola war es so, so unendlich leid Angst vor einem Schatten zu haben

      [A Kingdom of Flesh and Fire - Jennifer L. Armentrout]
      “We all change, when you think about it.
      We’re all different people all through our lives.
      And that’s OK, that’s good, you gotta keep moving,
      so long as you remember all the people that you used to be.”
    • Andvari

      Andvari würde lügen, wenn ihn die Reaktion nicht überrascht hätte.
      Innerlich hatte der Elf mit einem sturm der Entrüstung udn gleichsamen Gegenwehr gerechnet. Ein Fehltritt, den er sich erlaubt hatte und der sie vermutlich von ihm entfernt hätte. Doch in dem Moment, als die tausend donnernde Blitze von Begehren und Erregung durch seinen Körper fuhren, spürte er, wie sich ihr Kiefer seinem entgegenwand. Als wollte sie das?
      Nach einem langen Kuss, löste er sich leicht von ihr und spürte ihre Beine um seine Hüfte. Und selbst dies Gefühl ließ ihn beinahe das Wasser von alleine aufheizen. Seine rechte legte sich auf ihren Oberschenkel, nur für eine Weile, damit er die Hitze darunter spüren konnte. Andvari achtete sorgsam darauf, seine Hand nicht zu bewegen, damit sie nicht dachte...
      Ihre Hand lag in seinem NAcken, währen seine linke an ihrer Wange lag und sie nochmals küsste, wie um sich zu vergewissern, dass dies hier real war.
      Kein Traum, aus dem er tränenreich und verschwitzt aufwachte. Auf einemkalten Holzboden und vor einem erloschenen Feuer. Dies war real. Er spürte sie wirklich an sich. Sie und die Hitze ihrer Haut auf seiner, die sich bei jeder Berührung ihrerseits wie ein Feuer neu entzündete und ihn beinahe wahnsinnig machte.
      "Niemals", hauchte er ir an ihren Lippen und spürte beinahe augenblick ihr volles Gewicht auf den Hüften, ehe sie gemeinsam ins Wasser sanken.
      Sie war so leicht. Federleicht. Und ihr Körper, auch wenn nicht mit üppigen Rundungen versehen, die die Soldaten in den Tavernen von Tirion anpriesen, fühlte sich dennoch richtig in seinen Händen an. Er legte beide Hände unter ihre Oberschenkel, um sie zu stabilisieren, ehe er mit ihr ins Wasser sank und die Oberfläche unruhig wurde. Das Wasser war fern von kalt, aber gerade warm genug, dass es selbst für Andvari angenehm erschien. Er schluckte beinahe hörbar, als er den seidigen Stoff ihres Nachtgewandes vor sich im Wasser schwimmen sah.
      Es fiel selbst dem ritterlichsten Elfen schwer, an sich zu halten, wenn er eine schöne Frau vor sich hatte. Und diese auch noch...Er wagte gar nicht daran zu denken und rief sich die schrekclichen Taten von Vaeril ins Gedächtnis. Er sah hinab auf die Hand auf seiner Brust und lächelte, ehe seine rechte Hand nach ihre Wange griff und zärtlich mit einem Daumen über ihre Narben streichelte. Nicht sicher, ob sie das mögen würde, ließ er davon recht schnell ab und beugte sich vor, sodass seine nassen Haare ihrem Kopf recht nahe kamen. Doch der Kuss, den er auf ihre Augenbraue und die Narben darunter setzte, war mit er Kälte des Wassers nicht zu vergleichen.
      Ehe sie Widerspruch einlegen konnte, drückte er ihren Kopf leicht nach oben um sie noch einmal zu küssen.
      Andvari tat sein möglichstes, den Kuss nicht zu fordernd zu gestalten. Doch wie von selbst drückte sich sein Kiefer fordernd gegen ihren, als habe er den kostbaren Nektar de rGötter gekostet und verlangte nach mehr. Er musste sich zurückhalten. Er wollte diesen Moment nicht verlieren, da er nicht Herr seiner Begierden war.

      The more that I reach out for heaven
      The more you drag me to hell
    • “And your scars? They are a testament of your fortitude.
      They are proof of what you survived. They are evidence
      of why you are here when so many twice your age wouldn't be.
      They're not ugly. Far from it. They're beautiful.”

      Viola

      Ein Wort, wie ein Versprechen, und Viola ließ sich in seine Hände fallen, als sollte sie genau dort sein und an keinem anderen Ort der Welt.
      Das Wasser stieg höher um ihren Körper, als sie gemeisam tiefer sanken und sanfte Wellen schlugen.
      Für einen kurzen Augenblick erinnerte sich Viola träge daran, dass sie eigentlich gar nicht schwimmen konnte und schlang die Beine fester um seine Hüften. Aber Andvari hielt sie sicher und fest in seinen Händen, die ihre Oberschenkel umfassten und eine alles versengende Hitze unter ihre Haut brannten. Auf seltsame und dennoch wundersame Weise fühlte sie sich geborgen in seinem Griff.
      Andvari hielt sich zurück und klammerte sich an seine Ritterlichkeit, über die er bereits gescherzt hatte. Ein zerreißendes Geduldsspiel, aber sie war ihm unendlich dankbar dafür. Es gab ihr Zeit die vermutlich überstürzte Nähe aufzunehmen, ohne überrumpelt sich alten Ängsten und Albträumen zu ergeben. Das Herz schlug alarmierend schnell in ihrer Brust, denn je tiefer sie sanken umso weniger bedeckte sie das zarte Nachgewand. Es bauschte sich um sie im unruhigen Wasser auf und immer mehr weiche, nackte Haut schmiegte sich an den Leib des Elfen. Das Gefühl war überwältigend und beinahe am Rande des Unerträglichen, wären da nicht die Hand an ihrer Wange gewesen.
      Die glühenden, tiefgrünen Augen öffneten sich unter großer Anstrengung, doch bevor sie sich in die liebevolle Geste schmiegen konnte, war es bereits vorbei. Vewirrung mischte sich in den erhitzten Blick und sie hielt den Atem an, als der Elf sich vorbeugte und einen zärtlichen Kuss auf ihre Augenbraue legte, direkt auf die Narben, die ihre Braue teilte und für ihr Leben zeichneten. Die zweite Narbe die ihren Wangenknochen streifte, erhielt dieselbe sanfte Behandlung. Die Geste war so zart und liebenswert, dass Viola ein zittriges Seufzen verließ, ein Lächeln auf den rot geküssten Lippen. Sie sah ihn aus weit geöffneten augen an. Heilige, er war so schön.
      Sehnsucht erfasste sie, als Andvari ihren Kopf führend anhob und erneut ihre Lippen in einem Kuss gefangen nahm. Viola war schwindelig von der betäubenden Süße der Küsse, die erst sanft zu zurückhaltend waren. Das änderte sich, als der Elf scheinbar seinem Wunsch folgte und sein Kiefer sich fordernder bewegte. Sie schob die schlanken Finger in den weißen Haarschopf und schloss ihre Hand um die seidigen Strähnen, vielleicht ein wenig zu fest, aber sie war gerade sehr, sehr abgelenkt. Halb geöffnete Lippen, schmiegten sich an jene des Elfen. Sie fühlte sich betrunken vom Geschmack eines heißen Sommertrages und dem einmaligen Duft, der in ihrer Erinnerung ein gewaltiges, stürmendes Gewitter ankündigte. Blind glitten ihre Fingerspitzen über die Narben auf seiner Brust, fühlten die Erhebungen der Haut.
      Gerade, als sie einen Arm um seine Rippen schlingen wollte, verfing sie sich in der schwimmenden Seide es Nachtgewandes. Außer Atem streiften ihr Mund über sein Kinn, während das eisigen Wassertropfen aus seinen Haaren, über ihr Gesicht rannen. Mit einem irritierten und verwunderten Seufzen sank ihr Blick nach unten, wo ihr Arm sich verfangen hatte. Sollte sie es wagen?
      Bevor sich die Gedanken in ihrem Kopf in die falsche Richtung verselbstständlichten, lehnte sie sich leicht zurück, vertrauend darauf, dass der Elf sie sicher hielt und befreite sich aus dem schwerelosen Gefängsnis ihres Nachtkleides. Achtlos landete das Kleidungsstück im Wasser, es hatte eh seinen Zweck sie zu umhüllen nicht mehr erfüllt.
      Das erste Mal, seit sie ins Wasser eingetaucht waren, zeigte sich Verunsicherung in ihrer Miene. Sie hatte nichts anderes zu geben, außer einem gebrochenen Körper, gezeichnet und benutzt von einem noch grausameren Mann. Die verblasste, aber wenig hübsche Brandnarbe unter ihrer linken Brust, stammte von einer heißen Klinge, die das Monster auf ihre Haut gepresste hatte. Der benutzte Dolch lag sicher verstaut im Haus.
      Konnte Andvari tatsächlich ehrlich begehren, was Vaeril von ihr übrig gelassen hatte?

      [From Blood And Ash - Jennifer L. Armentrout]
      “We all change, when you think about it.
      We’re all different people all through our lives.
      And that’s OK, that’s good, you gotta keep moving,
      so long as you remember all the people that you used to be.”
    • Andvari

      Sein Herz schlug Purzelbäume in seiner Hast und regelrechten Gier nach ihrem Körper. Auch wenn seine Hände noch immer auf ihren Oberschenkel (na, vielleicht einen Hauch höher als notwendig) ruhten, wirkten sie fahrig und zittrig, als würde sie alsbald nichts mehr an Ort und Stelle halten.
      Dem Hals des Elfen entrang sich nicht ein Laut in dieser lauen Sommernacht, in der die Sterne ihre Vereinigung bezeugten. Lediglich heiße, heisere Atemstöße, die er zwischen den vielen Küssen entließ, zeugten noch von seinem Leben. Auch wenn er sich selbst bereits im Reich des Todes wähnte, so schön war die Begierde, die er gegenüber dieser Frau empfand. Dem Klassenfeind. Der wunderschönsten Heilerin, die er je gesehen hatte...
      Es machte ihm nicht einmal etwas aus, als sie sich regelrecht in seine Haare krallte. Er wollte mehr. Mehr Leidenschaft, mehr Fordern, mehr von diesem hier. Mehr von allem.
      Seine Rechte verließ ihren linken Oberschenkel und wanderte höher. Streifte ihr Gesäß beinahe beiläufig um in ihrem Rücken Halt zu finden, gerade als sie sich nach hinten legte und etwas mit ihren Armen anstellte. Dazu verließen ihn auch ihre Lippen. Wie eine Strafe kam es ihm beinahe vor. Als habe die Nacht sich plötzlich abgekühlt, bemerkte er erst jetzt, dass das Wasser regelrecht heiß zu seinen Füßen wurde. Er ließ zu viel Aura hinaus, hatte aber keinerlei Kontrolle mehr darüber. Als er das nächste Mal nach unten saß, landete ein Kleidungsstück im Wasser und Andvari verlor beinahe das Bewusstsein.
      Nicht, weil er zu schwach wurde. Sondern weil Viola in ihrer ganzen, nackten Schönheit auf seiner Hüfte saß. Er schluckte neben Begierde auch den letzten Rest seiner Selbstbeherrschung hinunter und gab sich den Trieben seines Körpers hin, die ihn drängten, sie zu berühren, zu liebkosen und sich in ihr zu verlieren. Aber für diesen einen Moment blickte er sie nur an und hielt schwer atmend inne. Das Wasser perlte von seiner Brust ab und seine Lippen fühlten sich wund an, als er die kurze Pause nutzte, um diese wunderschöne Frau anzusehen.
      Dann, wie von selbst, glitt seine rechte Hand von ihrem Rücken aus dem Wasser und berührte beinahe schamlos und dreist direkt die Narbe unter ihrer BRust. Unter ihrer perfekten Brust, die erst mit der Narbe schön wurde. Seine Finger fuhren zart darüber und fühlten das Muster der Haut, ihre Erhebungen und Krater.
      "Aber du bist wunderschön", flüsterte er und sah sie an.
      Seine Hand verharrte auf der Narbe für einen Moment, glitt dann direkt über ihre Brust nach oben zu ihrem Nacken, um sie wieder an sich zu ziehen.
      Ein weiterer Kuss, nach Feuer schmeckend wurde ihr aufgezwungen. Diesmal wurde er nochmals fordernder und hoffte, dass er die Grenze nicht übertrat. Aber er konnte nichts dagegen tun. Die Welle brachialer Erregung überfuhr ihn schlimmer als der Feind zur Schlacht und ließ seine körperlichen Reaktionen nur natürlich zu Tage treten. Ihr Bäume...Was tu ich hier nur, dachte er scih und grinste zwischen zwei Küssen.

      The more that I reach out for heaven
      The more you drag me to hell
    • My bounty is as
      boundless as the sea,
      my love as deep;
      the more I give to thee,
      the more I have,
      for both are infinite.

      Viola

      Der glühende Blick in den Augen ähnelte flüssigem Gold, als er sie einfach nur ansah. Gerade als Viola verunsichert die Arme um sich schlingen und sich vor den Blicken verstecken wollte, berührten raue Finger zart die schändliche Narbe. Der angehaltene Atem verließ quälend langsam ihre Kehle und ihr gesamter Körper erbebte unter dieser einzigen, ehrfürchtigen Liebkosung. Niemals hatte jemand so zärtlich berührt.
      Worte, geflüsterte Silben, drangen zäh fließend wie süßer Honig an ihre Ohren und für einen Augenblick fragte sie sich, ob sie ihre Zweifel und Ängste laut ausgesprochen hatte ohne es zu bemerken. Augenblicklich löste sich der angespannte Zug um ihre Lippen, auch wenn ihr eigener Mut sie fast schon erschreckte.
      Die heiße Glut entfachte erneut zu einem lodernden Waldbrand, als seine Hände wieder auf Wanderschaft gingen und Viola sank in den leidenschaftlichen Kuss, als könnte sie nicht eine Sekunde länger ohne seinen Mund auf ihrem existieren. Etwas veränderte sich. Das Spiel ihrer Körper nun fahriger und drängender vor Verlangen. Herbstrotes Haar breitete sich wie ein lodernder Fächer auf der Wasseroberfläche aus, als sie tiefer sank.
      Obwohl es kaum vorstellbar war, verstärkte sich der verschlungene Halt ihrer Beine um seine Hüften und als ihre Leiber zusammen fanden, eng aneinander geschmiegt von den Hüften bis zu den Schultern, entfloh ein Keuchen ihren geöffneten Lippen.
      Eine Welle aus Begierde und verzehrender Lust jagte eine unkontrollierte Erschütterung durch ihren Körper. Sengende Hitze von flüssiger Lava floss ihre Adern hinab und sammelte sich glühend zwischen ihren Schenkeln, wo sie mit aller Deutlichkeit spürte, wie sehr Andvari sie begehrte. Alle Gedanken flogen davon, ihr Kopf wie leer gefegt, als sie sich mit einer forschenden, rollenden Bewegung ihrer Hüften näher an seine Lenden drückte.
      Die Arme um ihn geschlungen, eine Hand erneut in den seidigen, schneeweißen Haaren vergraben. Sie liebte das Gefühl der weichen Strähnen zwischen ihren Fingern und zärtlich fuhr ihr Daumen den Schwung seines Ohres nach, während sie ihm atemlos küsste, obwohl die spitzen Elfenohren einst ein markantes Merkmal der Monster und Bestien in düsteren Alpträumen gewesen war. Die linke Hand presste sich zwischen seine Schulterblätter mit kurzen Nägeln, die sich haltsuchend in seine Haut bohrten. Ohne Zweifel hinterließ sie winzige, halbmondförmige Spuren dabei.
      "Andvari…“, flüsterte sie an seine Lippen. Die eigene Stimme klang fremd, als sie flehend und voller Begierde die Silben seines Namens formte, ohne wirklich zu wissen, worum sie eigentlich bat. Das Gefühl innerlich zu verglühen war beinahe zu viel und doch nicht genug. Es war beängstigend und elektrisierend zugleich, seine Lust an ihren Leib zu spüren.
      Viola lächelte. Nie hätte sie geahnt, so fühlen zu können.
      [Romeo & Julia - William Shakespeare]
      “We all change, when you think about it.
      We’re all different people all through our lives.
      And that’s OK, that’s good, you gotta keep moving,
      so long as you remember all the people that you used to be.”
    • Andvari

      Sie sanken tiefer und das lauwarme Wasser umfing sie spielerisch.
      Gleichsam verstärkte es das Gefühl der lodernden Haut auf seiner eigenen, während die Hitze ihn aus seinem Oberkörper verließ und an andere Stellen floss, wo sie eher gebraucht wurden. Es fühlte sich alles so natürlich an, obgleich er Violas Erlebnisse nicht vergessen konnte. Er wollte kein weitgerer Vaeril sein, der sie nahm und gleichsam verletzte. Sie sollte selbst das Tempo bestimmen, in der er vorgehen sollte. Und wenn sie es nicht wollte, dann würden sie anhalten. Auch wenn er seinen Körper dann vermutlich in Eiswasser kühlen musste.
      Doch sämtliche Bedenken wurden zerstreut als sie in den Wirren ihrer selbsterzeugten Wellen mit ihrer Hüfte näher rückte, sodass er schon beinahe keinerlei Bewegung seinerseits vollziehen musste. Die Finger an seinen Ohren machten ihn beinahe wahnsinnig und ließen ihn Sterne sehen, während seine Lippen sich brennend und wund anfühlten. Und doch, kein Marodeur dieser Welt hätte ihn davon abhalten können, sie weiter zu küssen.
      Er spürte einen kleinen, zu vernachlässigenden Schmerz an seinem Rücken, als sich ihre Nägel in ihn eingruben. Und allein diese Geste war so elektrisierend, dass er ihr nicht mehr widerstehen hätte können. Er atmete schwer aus, als er den SChmerz merkte und genoß das Gefühl sogar ein wenig.
      Als endlich kalte Luft seinen MUnd erreichte und er ein geflüstertes Wort hörte, konnte er nicht mehr zuordnen, welches es war. er sah nur sie. Ihr Gesicht, ihr gerötetes, erhitztes Gesicht im Wasser und gleichsam den brennenden Körper, der sich ihm entgegen wand. Sein eigener Körper hatte alle Blutreserven zu anderen Stellen umgeleitet, sodass er sich hernach auch keinerlei Sorgen machte. Für eine kurze Zeit musste er sich fragen, ob er jemals eine Frau derart begehrt hatte. Und weshalb es so war. Aber as waren Gedanken für ein "danach". Nicht für das Jetzt.
      Der Weißhaarige nickte kurz, nachdem er ihr tief in die Augen sah, um eine mögliche Lüge oder Unsicherheit zu erkennen. Doch da war nichts. Nichts, was dem hätte gleichkommen können.
      Und so griff er mit seinen Händen tiefer unter ihr Gesäß, um sie leicht anzuheben. Eigentlich hatte er diesen Teil der Nacht in das Haus verlegen wollen, war sich aber nicht mehr sicher, ob er derat lang warten konnte. Davon abgesehen würde das Wasser sein übrigstes hinzugeben, um es ihnen leichter zu machen.
      Er schluckte einmal, bevor er sie wieder auf sich absetzte und ganz zu ihr kam. Und er hoffte ihnständig, dass er sie nicht verletzte...

      The more that I reach out for heaven
      The more you drag me to hell
    • "This is what love does. In the stories, love healed your wounds,
      fixed what was broken, allowed you to go on.
      But love wasn’t a spell, some kind of benediction to be whispered,
      a balm or a cure-all
      . It was a single, fragile thread, which grew
      stronger t
      hrough connection, through shared hardship and trust.”

      Viola

      Einen Augenblick lang stand die Zeit still.
      Viola hörte nichts außer die schweren Atemzüge und das Klopfen ihres eigenen Herzens, diesem Verräter in ihrer Brust, das viel zu schnell und zu laut in ihren Ohren pulsierte. Weit geöffnete Augen sahen nichts anderes, als Andvari, der selbst die Sterne am Nachthimmel verblassen ließ. Die Götter hätten das Ende der Welt einläuten können, und sie wäre glücklich und mit Freude mit ihr untergegangen.
      Von dem weißen Haarschopf rutschte ihre Hand völlig von selbst auf seine Schulter, als er das Kinn sachte zu einem Nicken beugte.
      Es wäre eine glatte Lüge, wenn Viola behaupten würde, keinerlei Nervosität zu verspüren. Aber es war ein blassen Gefühl im Vergleich zu der Erwartung die unter ihrer Haut brannte.
      All das hier hatte sie für sich selbst gewählt, das erste Mal in ihrem Leben seit Vaeril alles zerstört hatte, was sie je geliebt hatte. Sie wollte das Feuer nicht verlieren und auch nicht das Leben, dass der Elf austrahlte mit jedem bisschen Haut, die erhitzt an ihrer lag. Leidenschaft und Geborgenheit zu gleichen Teilen, in den Armen eines Mannes, der ausgerechnet dem Elfenvolk entsprungen war.
      Und wenn es nur dieses eine Mal war.
      Klares Wasser rann ihre Schultern herab, perlte über das Schlüsselbein und durch das Tal ihres Oberkörpers , als der Elf sie mühelos anhob, als wäre ihr Gewicht nicht mehr, als das eines Blattes im Wind. Reflexartig umfassten ihre Hände seine Schultern.Nicht eine flüchtige Sekunde verließen ihre Augen die goldenen Irden, auch nicht alls sie sich unter dem Sternenhimmel vereinten.
      Ihre Fingerspitzen gruben sich in seine Schultern, als das Gefühl sie zu überwältigen drohte und ein zarter Laut entrang sich ihrer Kehle.
      Ein fast sanfter Schmerz, kaum spürbar aber da, zuckte durch ihren Leib.
      Natürlich, nach Vaeril war sie nie wieder mit einem Mann zusammen gewesen. Lediglich ein dumpfes Pochen, aber auch der Elf mit all seiner Vorsicht hätte nichts daran ändern können. Viola sah ihn noch immer unverwandt an, mit etwas wie Wunder in den Augen, das es wirklich real war. Und Andvari blieb Andvari. Kein Schattenspiel verwandelte sein Gesicht in die scharfkantigen Züge ihres Peinigers, das Haar in seiner Stirn immer noch schneeweiß nicht kohlrabenschwarz.
      Viola ließ zu, dass der Elf sie führte, bis sie wieder gänzlich auf seinen Hüften saß. Die schlanken Beine um seinen Körper erzitterten, obwohl sie kaum Gewicht halten musste, das Wasser und die starken Hände unter ihrem Gesäß arbeiteten für sie.
      Die Hände um seine Schultern lockerten ihren verkrampften Griff und sie umfasste erneut zärtlich sein Gesicht.
      Ihre Lippen fanden die seinen, das erste Mal aus eigenem Antrieb. Der Kuss war zart und honigsüß, wie die Liebkosung eines Windhauches.
      Es geht mir gut. Du tust mir nicht weh. Wollte sie sagen, aber Stimme versagte ihr, also blieb ihr nur der hauchzarte Kuss und die streichelnde Berührung ihrer Daumen über den Schwung seines Kiefers. Und dann schob sie ihr Becken nach vorn, ihm weiter entgegen, zaghafte Bewegungen in einem gemächlichen Tempo um die Grenzen ihres eigenen Körper auszuloten.

      [Rule of Wolves - Leigh Badugo]
      “We all change, when you think about it.
      We’re all different people all through our lives.
      And that’s OK, that’s good, you gotta keep moving,
      so long as you remember all the people that you used to be.”
    • Andvari

      In seinem Volk gab es eine Legende.
      Sofern man mit der Person, deren Herz mit dem eigenen verbunden ist, eine derartige Gemeinschaft einging, schaue einem das Sternenlicht zu. Und beinahe erschien es Andvari, als seien die Sterne für einen Moment heller geworden. Die Welt stand in Flammen und niemand rettete ihn. Es war merkwürdig, was das Verlangen Wesen tun ließ.
      Es wäre vielleicht ein Unglück passiert, wenn er nicht in dem Moment all seine Muskeln angespannt hätte, um sich unter Kontrolle zu halten und nicht begierlich über sie herzufallen. Der kurze Kontakt an dem vergleichsweise kleinen Stück Haut ihrer beider LEnden schien ihn bereits bei der bloßen VEreinigung ihrer beider Körper um den Verstand zu bringen.
      Schlagartig beschleunigte sich sein Puls auf das doplpelte und ließ ihn schwer atmen, obgleich Viola sich noch nciht bewegt hatte. Aber alleine ihre Wärme zu spüren, jede Bewegung ihres Körpers, war bereits zu viel für seinen Verstand. Als sie sich in seine Schultern krallte, schien er beinahe die Vermutung zu hegen ihr zu schmerzen. Doch sie machte keine Anstalten, sich zurückzuziehen. Im Gegenteil.
      Als ihre süßen Lippen sich auf seine legten, dankte er dem Himmel für das langsam abkühlende Wasser, da er seine Aura nicht mehr unter Kontrolle hatte. eEs kühlte ihn angenehm ab und erleichterte ihnen beiden ihr Vorhaben auf eine makabere Weise. Sie schien es ebenso zu wollen, obgleich sie derartig schreckliches erlebt hatte.
      Was für eine Stärke musste diese Frau besitzen, dachte er und ergab sich dem Kuss, ehe seine Hände ein wenig stärker in ihr Gesäßfleisch griffen. Nicht, um ihr zu Schmerzen, sondern um seine eigene Lust ein wenig abzumildern, die sie mit jedem Kuss, mit jeder Bewegung, ja mit jedem Atemzug in dieser kühlen Nacht neu entfachte und brennen ließ.
      Ihr Götter, sie war wunderschön mit dieser Röte und dem hauchenden Atem an seinen LIppen. Er wollte sie mehr spüren, mehr haben und mehr...
      Er stockte in seinem Gedankengang, als sie sich von selbst zu bewegen begann.
      Zunächst hatte schon der Kuss gereicht. Das erste Mal schien er von ihr auszugehen, ihre Begierde, ihre Lust wiederzuspiegeln und die Götter sollten ihn einen Narren schelten, er liebte es. Er war in seinem Leben nur einmal wirklich begehrt worden, sodass er das Gefühl auskostete wie ein Verdurstender.
      Während sie ihr Becken langsam in Bewegung setzte, versuchte er mehr denn je an sich zu halten, um dies Miteinander nicht allzu früh und zu abrupt zu beenden. Er ließ die rechte Hand ein wenig höher wandern, um ihren Rücken zu stützen, damit sie sich freier und entlasteter bewegen konnte.
      Die erste Runde gehörte ihr. Nur ihr allein. Vermutlich würden auch alle weiteren ihr gehören, aber fürs Erste bändigte er seine innere Bestie und legte sie in Ketten, damit er sie nicht überfuhr. Stattdessen legte er sich schwer atmend in ihre Bewegungen und ging auf konträren Kurs mit seinen eigenen Bewegungen. Nur ein wenig, damit sie eine Art Symbiose ihrer Schwingungen erreichten.

      The more that I reach out for heaven
      The more you drag me to hell
    • That's everyone's dream, isn't it, really?
      Instead of many who give you little pieces of themselves,
      One who gives you everything.


      Viola

      Es war so einfach wie Atmen.
      Mit jedem sanften Aufeinandertreffen ihrer Körper, fühlte es sich leichter an und die Hand in ihrem Rücken gab ihr die nötige Freiheit, sich ganz den Wünschen ihren Körpers hinzugeben. Von Sekunde zu Sekunde wurden die wiegende Bewegung ihrer Hüften geschmeidiger, als würden sie mit einander im Wasser verschmelzen. Der Schmerz war kurzweilig und so schnell verflogen, das Viola ihn bereits wieder vergessen hatte, als sie sich voller glühender Begierde an Andvari schmiegte.
      Das Herz schlug schnell im Käfig ihrer Rippen und sie bildete sich ein, das schlagende Herz des Elfen ebenfalls zu spüren.
      Zwei Herzen, die im selben rythmischen Takt ihre eigene Melodie spielten. Von Verlust, von Vertrauen und dem Wunder eine verwandte Seele gefunden zu haben. Mit Narben, den eigenen zu ähnlich, wie ein verzweigter Sprung in einem Kristallglas. Es war wunderschön.
      Der Elf überließ ihr die Kontolle und obwohl es ihn wohl sämtliche Selbstbeherrschung kosteten musste, die er aufbringen konnte, war Viola ihm unendlich dankbar dafür. Es war so richtig in diesem Augenblick.
      Als er sich ihr entgegen bewegte, flammte neues Verlangen, intensiver als noch zuvor von ihren Hüften aufwärts auf. Die junge Frau löste sich von seinen Lippen und lehte ihren Kopf gegen Andvaris. Flatternd öffneten sich ihre Augen, während der Atem stoßweise gegen seinen Kehle schlug.
      Es war einem Befreiungschlag gleich, dass die Finsternis Vaeril Baumschattens ihr diesen Augenblick nicht nehmen konnte.
      Ein Sieg über ihre Dämonen und Alpträume, die ihr gerade so weit weg vorkamen.
      Ihre Arme hatten sich um ihn gewunden, die Hände flach auf seinen Rücken gelegt, um sich noch näher an seine Brust schmiegen zu können.
      Mit einem wohligen Seufzen reckte sie den Kopf und hacuhte einen Kuss auf die dünne Haut unter seinem linken Ohr, heißer Atem streichelte über die Stelle. Sein Name, ein heiseres Wispern auf ihren Lippen. Immer wieder wiederholte sie seinen Namen, vielleicht um auch ihm zu siganlisieren, dass sie nur ihn sah und kein verzerrtes Bild Vaerils.
      Viola verlor das Zeitgefühl. Und während das Wasser um sie herum langsam abkühlte, fühlte sich ihre Haut immer brennender an. Die Kälte konnte sie einfach nicht erreichen. Ihr Körper an seinem fühlte sich an wie ein blanker Nerv, jede Berührung erzeugte einen neuen Quell der Leidenschaft. Doch die rollende Bewegung ihrer Hüfte blieb geschmeidig und weich, wie das Wasser das gleichmäßig und stetig auf das Ufer traf.
      Ein unglaubliche HItze, wie weißglühende Kohlen im Feuer, sammelte sich zwischen ihren Schenkeln. Es kam einem Feuersturm gleich, als sich die Hitze in ihrem Körper entlud und Viola in einer Welle überrollte. Fester presste sie ihren Leib an den Elf und war dankbar, dass er sie stützte, als ihr Körper erbebte. Sie krallte ihre Finger in seinen Rücken.
      Das Keuchen von ihren Lippen überrascht und heiß an seiner Schulter, als sie ihr Gesicht gegen seinen Hals schmiegte. Kurz wurde ihr schwarz vor Augen, grelle Lichtblitze hinter geschlossenen Lidern, ehe ihr sie erschöpft und atemlos gegen seine Brust sank. Jegliche Spannung verflüchtigte sich aus ihren Gliedern. Es war atemberaubend.

      [The Last Hours - Cassandra Clare]
      “We all change, when you think about it.
      We’re all different people all through our lives.
      And that’s OK, that’s good, you gotta keep moving,
      so long as you remember all the people that you used to be.”

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    • Andvari

      Es war erstaunlich, wie gut ihre Körper zueinander passten.
      Bewegung um Bewegung, Hauch um Hauch, Herzschlag um Herzschlag schien in einer unnatürlichen Symbiose zueinander zu stehen. Er spürte ihre Brust an seiner und glaubte beinahe, ihren Herzschlag spüren zu können, so wie er seinen in seinen Ohren rauschen hörte. Andvari hätte nicht einmal sagen können, wie lange sie sich im Wasser liebten.
      Sicherlich, das Wasser hatte an Wärme verloren, doch die Wärme die er zwischen seinen Beinen fühlte, nahm beträchlich und mit jeder Minute zu.
      Er wollte sie so viel mehr berühren und erforschen, hatte aber beinahe Angst, dass er das Gleichgewicht verlor, wenn er seine Hand nicht in ihrem Rücken hielt. So spürte er zumindest ide zarten Muskeln ihres Rückens und ihrer Hüften, wenn sie ihm entgegen kam und bekam nicht genug davon.
      Viola drückte sich an ihn und vor eine Sekunde blieb ihm der Atem weg. Er spürte sie ganz, vom SCheitel bis hin zu der Stelle, an der sie verbunden waren und war sich nicht sicher, wie lange er das ganze noch aushalten konnte. Seine Bewegungen verloren zwischenzeitlich immer öfter den Rhythmus, wurden schneller, wurden langsamer und ein mal musste er ganz pausieren, um sie neu anzuheben, aber nichts tat dieser brennenden Leidenschaft abbruch, der die beiden gerade erlagen.
      Der Elf spürte mit einem Mal einen kurzen, durchdringenden Schmerz an seinem Rücken, als ihm erneut Nägel in die Muskeln gekrallt wurden. Er spürte, dass sich der Körper der HEilerin mit einem Mal anspannte und regelrecht verkrampfte. Erst mit de rZEit bemerkte er, dass er ihr keine Shcmerzen zufügte, sondern sie immer wieder seinen Namen flüsterte. Hatte sie das schon die ganze Zeit an seinem Ohr getan. Er hatte außer dem Rauschen seines Blutes und zwischenzeitlichen Seufzern nichts wahrgenommen. Sein Herz bebte ebenso und noch während Viola die Wellen ihrer Extase überrollten, überkam es auch ihn mit einem Mal und beinahe völlig unerwartet. Seine Hände verloren veinahe den Halt, während seine gesamten Muskeln sich anspannten, um kurz danach einen erschöpften, zarten Leib aufzufangen, der an seine Brust sank.
      Und Andvari war ehrlich: Er wusste nicht, welches Gefühl schöner war. Das Gefühl, das sie gerade geteilt hatten oder das Gefühl, sie ganz an seiner Brust zu spüren, extatisch atmend und beinahe verloren in der Erschöpfung, während er sich selbst noch in ihr zucken spürte. Nicht, dass es einen Unterschied gemacht hätte. Er war einfach dankbar, wie es war.
      Schwach und mit wackeligen Beinen schob er sie sachte durchs Wasser, ehe sie die kühlen Fluten verließen. Er wusste nicht, ob ihre Leiber sich bereits voneiandner getrennt hatten, aber letztlich mussten sie heraus aus dem Nass. Schwer atmend und ein wenig unsicher trug er sie so vorsichtig wie möglich in Richtung Haus, um sie gleichsam auch die Treppe hinauf zu tragen. UNd während er sie mit sich nahm und den kalten Luftzug auf seinem nassen Körper spürte streichte er ihr immer wieder durchs Haar und flüsterte ihren Namen an ihrem Scheitel.

      The more that I reach out for heaven
      The more you drag me to hell
    • Are you my soldier?
      Are you my prince?
      Are you my darling?
      Are you mine...?


      Viola

      Andvari bewegte sich durch die Fluten des Sees und sie spürte die sanften, kühlen Wellen um ihren Körper tanzen.
      Die Augenlieder müde und unsagbar schwer. Sie hatte gerade noch genug Verstand, um überrascht ihre Beine erneut anzuspannen, um nicht einfach von seinen Hüften zu rutschen, als die Schwerelosigkeit des Wassers schlagartig verschwand. Obwohl sie stark daran zweifelte, dass der Elf sie hätte fallen lassen. Geborgen an seiner Brust, vertraute sie auf die Stärke seiner Arme.
      Die Nachtluft war kühl auf ihrer erhitzten Haut, als das Wasser aus ihren herbstroten Haaren tropfte und über ihren Rücken perlte. Schaudernd, die Wärme des Sees vermissend, schmiegte sie sich an den Mann, der sie sicher über die Wiese trug. Viola bemerkte nicht, dass der Elf selbst unsicher auf den Beinen war. Wahrscheinlich hätte sie bei wachem Verstand darauf bestanden, dass er sie absetzte, aber um keinen Preis der Welt hätte sie sich von ihm lösen wollen. Noch nicht. Vermutlich hätten ihre eigenen Beine sie nicht einmal getragen, deren Muskeln vor Anstrengung zitterten.
      Viola konnte ihn noch immer spüren, ein Nachall ihrer Vereinigung und der Leidenschaft, die sie unter den Sternen geteilt hatten. Wie sein Körper sich verspannt hatte, während er ihr über die Klippe gefolgt war und seine Hände fahrig über ihre Haut geglitten waren, als die Lust ihn aus dem Gleichgewicht gebracht hatte.
      Bei jedem Schritt kam ein wenig mehr Leben in den erschöpften Leib zurück und ihre Hände umfassten seine Schultern, aber es half wenig um ihm die Last zu erleichtern.
      Eine friedliche und wohltuende Leere herrschte in ihrem Kopf. Sanft berührte eine Hand ihr Haupt, streichete ihr feuchtes Haar und sie spürte seine Lippen an ihrem Scheitel. Es war ihr Name, der über seine Lippen glitt und es hatte nie schöner geklungen.
      Sag ihn nochmal. Nenn mich beim Namen. Ein süßer Schmerz erfasste ihr Herz, als er ohne ihre Gedanken zu kennen, immer wieder ihren Namen an ihr Haupt wisperte. Er sah sie, fühlte sie und nicht ein im Dilirium erzeugtes Tugbild. Viola hätte ihn auf der Stelle küssen können, wenn ihr Kopf nicht so schwer wäre wie ein Fels.
      Die Kälte der Nacht ließen sie hinter sich, als Andvari den ersten Fuß in das Haus setzte, wo die Glut noch eine sanfte Wärme ausstrahlte. Wie er es mit ihrem leblosen Gewicht in den Armen die Treppe hoch geschaftt hatte, war ihr ein großes Rätsel. Sie fühlte sich völlig nutzlos, aber es fühlte sich gleichzeitig fantastisch an. Das Ziehen in ihren Muskeln von der Anstengung, das letzten Brennen ihrer Lust wie ein dumpfer, heißer Schmerz in ihrem Unterleib. Seufzend hob sie unter einiger Mühe das Kinn an und erreichte mit ihren Lippen gerade sein Kinn, um einen zärtlichen Kuss auf seine Haut zu legen.
      "Bleib...", wisperte sie, die Augen nun halb geöffnet und ihre Augen schimmerte wie die letzten Funken eines sterbenden grünen Feuers. Die junge Frau hoffte, dass er nicht vor hatte, sie alleine zurückzulassen, nicht nachdem sie einander hingegeben hatten. Der Gedanke an ein kaltes und einsames Bett war eine Qual.
      "Bleib bei mir. Lass mich nicht los...", flüsterte sie. Lass mich nicht gehen, niemals.
      Noch bevor Andvari das Schlafzimmer erreicht hatte, war Viola in seinen Amen in einen seelenruhigen Schlaf entschwunden.

      [Language of Thorns - Leigh Bardugo]]
      “We all change, when you think about it.
      We’re all different people all through our lives.
      And that’s OK, that’s good, you gotta keep moving,
      so long as you remember all the people that you used to be.”

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    • Andvari

      Es blieb ein unendliches Gefühl der Süße in seinem Kopf zurück, als er sie nach oben trug.
      Unter seonen Füßen spürte er den rauen Holzboden, den er selbst abgeschliffen und behauen hatte. Doch nichts konnte die Süße mildern, die ihm von ihren Lippen und der süßen Leidenschaft blieb, die sie noch heimsuchte wie ein Totgeglaubter. Er konnte nicht aufhören, sie beim Namen zu nennen, bis sie oben angelangt waren und sie ihm einen Kuss auf das Kinn hauchte. Ein Kuss wie Seide an einem Morgen, der über das Gesicht wehte. Er hätte sie sofort wieder geküsst, wenn sie nicht bereits langsam in den Schlaf dämmerte und noch ein paar letzte Worte flüsterte, ehe sie in sienen Armen erschlaffte.
      Andvari galt zwar selbst unter Elfen als recht kräftig, aber selbst dieses erschlaffende Gewicht ins einen Händen wurden nun mehr etwas schwer. Seine Arme verloren Kraft, genau wie sein Körper, derihm langsam den Dienst versagte. Sachte legte er die junge Frau in das Bett, das ihm einst gehört hatte und deckte sie sanft mit einer Decke zu. Sie war so wunderschön, wie sie schlief. Seelenruhig und friedlich, als habe man ihr alle Last für einen Augenblick genommen.
      So zart wie möglich strich er ihr rauen Fingern die Haare aus dem Gesicht und küsste sie auf die Stirn.
      "Ich gehe nicht weg", raunte er ihr zu. Seine Stimme klang mehr wie ein dumpfes Grollen aus der Tiefe denn einer menschlichen Stimme. Aber immerhin konnte er noch sprechen. Als er an sich herabsah, wurde ihm erst wirklich bewusst, was ergerade getan hatte und er fuhr sich durch das klatschnasse Haar, während er selig grinste. Er hatte keiner Frau mehr beigewohnt, seit Fea gestorben war. Aber nun war es eine Menschenfrau, die sein Eisherz erwärmte?
      Eine gelungene Ironie, nicht wahr?
      Es war kalt im Schlafgemach und Andvari begab sich kurz zur Feuerstelle, um das Nachtfeuer zu entfachen. Es brauchte keine Sekunde, um einen Lichtfunken zu erzeugen, aber er wollte nicht brennen. Die Hitze, die es brauchte, konnte er nicht mehr erzeugen und so blieb das Holz eben Holz.
      Seufzend sah er zum Bett und legte sich grinsend neben sie, gleichgültig ob unten die Tür noch aufstand oder nicht. Sollte kommen, wer wollte. Er konnte glücklich sterben.
      Sacht und ohne Aufforderung zog er ihren leichten Körper zu sich heran, um sich in ihren Rücken zu legen. Ihr Duft war selbst jetzt noch betörend genug, dass er in einen tiefen, traumlosen Schlaf glitt.

      The more that I reach out for heaven
      The more you drag me to hell
    • There is no pretending.
      I love you, and I will love you until I die,
      and if there is life after that, I'll love you then.

      Viola

      Eine wundervolle Wärme voller Geborgenheit war das Erste, das Viola spürte, als sie am frühen Morgen mit dem ersten blassen Licht der aufgehenden Sonne erwachte. Der Körper angenehm schwer und noch nicht völlig erwacht. Unter ihr das weiche Bett und in ihrem Rücken die Quelle der einhüllenden Wärme. Um ihren Leib hatte sich ein Arm gewunden, der schwer aber beschützend über ihren Rippen lag.
      Sanft spiegelte sich ein Lächeln auf ihren Lippen noch bevor sich ihre Augen träge öffneten. Mit einem leisen Rascheln zog sie ihren Arm unter der Decke hervor und rieb sich den Schlafsand aus den müden Augen. Die Luft auf ihrer Haut war kühl in den Morgenstunden. Draußen vor dem Fenster stimmten die ersten Singvögel ihr Lied an.
      Regelmäßige Atemzüge streiften ihren Hals.
      Langsam kehrten die Erinnerungen der vergangenen Nacht am See zurück und zauberten einen rosigen Schimmer auf ihre Wangen. Kein schöner Traum, der mit Beginn des Erwachens verblasste, sondern die Wirklichkeit und so wahrhaftig wie die anhaltende Schwere ihrer Glieder. Viola fühlte noch immer den Nachklang tief in ihrem Körper, ein süßes und dumpfes Pochen.
      Vorsichtig drehte sich die junge Frau unter dem Arm und der weichen Decke herum, um den Mann in ihrem Rücken nicht zu wecken.
      Andvari war geblieben und als sie sein friedliches, vom Schlaf entspanntes Gesicht erblickte, trat ein liebevolles Funkeln in ihre Augen. Behutsam hob sie die Hand an seine Wange, um federleicht die Fingerspitzen über seine Haut tanzen zu lassen. Es hatte den Anschein, als wolle Viola sich sein Antlitz mit den Fingern einprägen, als würde sie es zum ersten Mal erblickten. Zärtlich fuhr sie die Bögen seiner Augenbrauen nach, den Schwung seiner Nase und die Wölbung seiner halb geöffneten Lippen. Warmer Atem kitzelt ihre Fingerspitzen.
      Bei allen Göttern, er war so schön im Licht der aufgehenden Sonne, die durch das Fenster schien. Und er wirkte so jung und sorglos, daß ihr das Herz aufging. Eine verirrte Strähne weißen Haares schob sie sanft aus seiner Stirn.
      Viola versuchte zu begreifen, dass sie das hier wirklich haben konnte. In den Armen des Mannes zu erwachen, der sie so leidenschaftlich und doch zärtlich geliebt hatte. Andvari konnte unmöglich wissen, welches Geschenk er ihr damit gemacht hatte.
      Die junge Frau rückte näher an ihn heran, spürte die Wärme seiner Haut und sah ihm einfach nur beim Schlafen zu. Die Ewigkeit hätte sie so verbringen können.

      [The Mortal Instruments - Cassandra Clare]
      “We all change, when you think about it.
      We’re all different people all through our lives.
      And that’s OK, that’s good, you gotta keep moving,
      so long as you remember all the people that you used to be.”

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    • Andvari

      Aus beierndem Schlag geweckt zu werden war eine Sache.
      Der Elf hatte vermutlich seit mehreren Jahren keine ruhige Nacht mehr verbringen können. Entweder waren Kriege eingetreten oder die Brüder. Oder gleichsam hatte er sich einfach nicht zur Ruhe betten können, da er noch viele Jahre lang die Schreie seines Kindes in seinem Kopf zu hören glaubte. Man mochte sich nicht ausmalen, wie es war…
      Doch als er diese Nacht herumbrachte und langsam aus einem erschöpfenden, süßen Schlaf erwachte, blieb es ihm wie ein Traum. Schlaftrunken flatterten seine Lider und er drehte sich mit einem Seufzen und Grummeln auf den Rücken.
      Freilich hatte er Violas Präsenz bemerkt. Wie konnte er auch die angenehme Wärme an seiner Brust nicht bemerken, die sich langsam wieder an ihn schmiegte. Vor dem inneren Auge des Elfen huschten erneut die Bilder der letzten Nacht umher und langsam stahl sich ein Grinsen auf sein Gesicht.
      Konnte er das wirklich getan haben?
      Im Grunde erschien es ihm als süße, süße Ironie, dass er gerade ihr beilag, aber letztlich hätte er es bereits seit langem spüren müssen, nicht wahr? Sein Eheweib war tot, bereits viele Jahre lang. Wie konnte er sich ausmalen, Fea geküsst zu haben, als er im Kerker lag. Jetzt, wo er den Geschmack von Violas Lippen noch immer auf der Zunge hatte, fiel es ihm wie Schuppen aus den Augen. Und selbst damals hatte sie sich nicht dagegen gewehrt…
      Schweigend legte er seinen Arm unter sie und zog sie mit einem weiteren Grummeln an sich heran, um sie auf die Stirn zu küssen.
      „Ist es schon hell?“, fragte er grummelnd. Seine Stimme hatte mehr den Klang eines alten Eisens, aber immerhin war sie noch da.
      er ließ seine Augen geschlossen und wollte noch ein paar Minuten ganz ihre Nähe spüren, ehe er aufstehen musste.

      The more that I reach out for heaven
      The more you drag me to hell
    • “But even so, sometimes, the heartbreak that comes with loving someone is worth it,
      even if loving that person means eventually saying goodbye to them.”


      Viola

      Die Mundwinkel zuckten verräterisch, als sich der Elf unter Protest seufzend gegen das nahe Aufwachen wehrte.
      Es war so liebenwert mit anzusehen, dass Viola es beinahe nicht schaffte, ein Kichern zu unterdrücken.
      Ohne jegliche Gegenwehr ließ sie sich an seine Seite ziehen und seufzend schloss sie die Augen als er ihre Stirn küsste.
      Ein wenig wollte sich die junge Frau vor dem anbrechenden Tag verstecken und erlaubte sie das Gesicht in seine Schulter zu schmiegen, wobei ihre Nasenspitzen sachte über den Schwung seines Schlüsselbeines streifte, ehe sie einen federleichten Kuss auf die vom Schlaf erwärmte Haut legte.
      "Hmhm...", ein undeutliches Murmeln an seiner Schulter, ehe sie den Kopf ein wenig drehte und blinzelnd in das fahle Licht sah.
      Der Himmel vor dem Fenster war noch mehr bläulich mit den ersten zarten Ausläufern der angekündigter Sonnentrahlen.
      "Die Sonne geht gerade auf...", flüsterte Viola mit trägen Silben, die schwer vom Schlaf waren.
      Etwas unsicher, wo sie standen, schob sie vorsichtig einen Arm über seinen Bauch um sich besser an seine Seite schmiegen zu können.
      Langsam setzten sich die kleinen Zahnrädchen in ihrem Kopf wieder in Bewegung, mit jedem weiteren Stückchen Himmel, dass die Sonne für sich eroberte.
      Ein Tag, mehr hatte es nicht gebraucht. Ein Tag, der sich anfühlte, wie ein ganzes Leben.
      Die geteilten Geschichten über ihre Vergangenheit, das Lachen und die Anziehung, die sie wie Teile eines Puzzles zusammengefügt hatte.
      Viola stellte nicht die Frage, was sie waren und was sie in Zukunft sein würden. Wenn es diese gab.
      Etwas da draußen wartete und lauerte darauf, mit spitzen Zähnen und Klauen, dass sie sich aus ihrem sicheren Versteck wagten.
      Was sie in Gang gesetzt hatten, ließ sich nicht aufhalten. Und es war größer als sie beide. Viola wusste das.
      Sie fürchtete sich vor dem Augenblick, diesen Kokon aus schlaftrunkener Wärme und seinen Armen zu verlassen, um der Realität in die Augen sehen zu müssen.
      "Wann wird Sylvar hier sein?", fragte sie leise.

      [Kingdom of Flesh and Fire - Jennifer L. Armentrout]
      “We all change, when you think about it.
      We’re all different people all through our lives.
      And that’s OK, that’s good, you gotta keep moving,
      so long as you remember all the people that you used to be.”

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    • Andvari

      Er verzog sein Gesicht spielerisch un küsste erneut ihren Scheitel, der noch herrlich nach der letzten Nacht und einer leichten Spur von Rauch roch.
      "Wenn die Sonne erst aufgeht, haben wir noch Zeit. Erst wenn es hell ist, stehen wir auf", murmelte er verschlafen an ihrem Kopf, ehe er sein Atem wieder ruhiger wurde.
      Aus dem angenehmen Brummen seiner Stimme war ein tieferer, wohltuender Laut gebrochen. Es war, als seufzte er, nur kam es aus der Tiefe seines Bauches. Und dies Gefühl hatte er lang nicht mehr. Eine tiefe, grundlegende Zufriedenheit und leichte Erschöpfung.
      Schließlich fuhr er mit seiner Hand über ihren Rücken, immer wieder auf und ab, an der Wirbelsäule entlang. Fühlte die zerbrechlichen Knochen ihres Nackens, ihrer Schulterblätter bis hinunter zu ihrem Steißbein, dass er wie eine Rennbahn umrundete. Er wollte nicht an die Welt dort draußen denken, die mit eisigen Krallen nach seinem Frieden griff.er wollte nicht an den Krieg, seine Brüder oder die Mesnchen denken, sondern vielmehr all das hier genießen, was sie in diesem kargen Schlafzimmer teilten.
      Wer waren sie wohl nun füreinander?, fragte er sich. Waren sie Liebende? War es nur für diese eine Nacht, damit sie ihre Ängste überwinden konnte?
      Innerlich bekam er Angst, obgleich er sich nicht vorstellen konnte, dass Viola derart oberflächlich war. Ha, selbst in seinen Gedanken nannte er sie beim Vornamen, sodass es ihm ein Lächeln auf die Lippen trieb.
      "Er wird noch eine Weile brauchen. Vor Mittag ist er nicht zu erewarten", murmelte er und öffnete schlaftrunken die Augen, um ihren Blick zu suchen. "Geht es dir gut?"

      The more that I reach out for heaven
      The more you drag me to hell
    • Thinking about history makes me wonder how
      I’ll fit into it one day, I guess. And you too.
      History, huh? Bet we could make some.


      Viola

      Wer hätte das gedacht? Andvari Schattenglanz war tatsächlich ein ein grummelnder Morgenmuffel.
      Bei seinen Worten konnte Viola nicht mehr anders und versteckte mit einem Kichern auf den Lippen ihr Gesicht an seiner Schulter.
      Ein tiefer und ruhiger Atemzug folgte, um sich wieder zu beruhigen und während des Ausatmens sank Viola wieder völlig entspannt an seine Seite zurück. Es war leicht sich einhüllen zu lassen und zu vergegessen, dass der Tagesanbruch sich nicht ewig aufhalten ließ.
      Unter ihrem Ohr erklang der Herzschlag, so seelenruhig und mit einem gemächlichen Pochen.
      Vom Klang seines Herzens und den zarten Berührungen an ihrem Rücken, ließ Viola sich langsam wieder zu einem schläfrigen Dämmerzustand verführen. Ihre Finger wanderten über seine Seite von den obersten Rippenbögen bis der Wölbung seines Hüftknochen, die sie mit dem Daumen entlangfuhr. Gemächlich ertastete sie jeden Zentimeter Haut, den sie erreichen konnte.
      Als sie sein Lächeln bemerkte,stützte sie das Kinn auf seiner Brust auf und sah ihn aus schimmernden, grünen Augen an. Sie wirkten ein wenig dunkler in ihrem Ton, ohne das helle Licht der Sonne, wie frisches Moos.
      Fragend sah sie ihn an und rätselte darüber, warum er lachte.
      Goldene Augen blickten sie kurz darauf fragend an, Spuren von Schlaf noch in den Augen.
      Es würde wohl eine Weile dauern, bis sie sich an den vertrauten Ton in den Worten gewöhnt hatte. Viola hatte das Gefühl das jegliche Distanz gefallen war. Und da sie sich noch immer nackt wie die Götter sie geschaffen hatten an ihn schmiegte, wäre alle andere auch recht merkwürdig gewesen. Schmunzelnd sah sie ihn an.
      "Ja, mach dir keine Sorgen." Wieder hauchte sie einen Kuss auf seine Brust, dieses Mal direkt über seinen Herzen die schwarzen, verschlungen Linien des Fluchmals. Ein schiefes Grinsen erschien auf ihren Lippen.
      "Obwohl sich meine Beine anfühlen, als wäre ich meilenweit gelaufen."

      [Red, White and Royal Blue]
      “We all change, when you think about it.
      We’re all different people all through our lives.
      And that’s OK, that’s good, you gotta keep moving,
      so long as you remember all the people that you used to be.”

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    • Andvari

      Ihr Kichern war eine Offenbarung in seinen Ohren und lächelte breit, als sie es an seiner Schulter begann. GOtt, sie war nicht nur wunderschön, sie war zum fressen. Eine Weile lang lagen sie nur so da und er genoß ihre Nähe und den leicht Atem an seiner Schulter, eher sich grummelnd und grunzend durch die Augen fuhr, um den Schlaf aus ihnen zu reiben.
      Anschließend grinste er sie auch an und ließ den Kopf wieder ins Kissen zurückfallen.
      "Die Hauptsache ist, du bereust es nicht", flüsterte er und sprach damit eine inhärente Angst aus, die ihn seither umfangen hatte. Anschließend seufzte er lautstark und streckte sich nach allen Richtungen aus.
      "Ich glaube auch nicht, dass ich demnächst große Schlachten schlagen werde. Aber immerhin war es die verflucht noch eins beste Nacht meines Lebens."
      Er wirkte gelöst und beinahe nochmals jünger, als er ihren Kuss auf der Brust erst dann zu spüren begann. Sicherlich, der Morgen dräute und schon bald befangen sie scih wieder in der Realität des grausigen Daseins. Der Krieg wartete nicht und auch die Sonne ließ sich nicht von ihrem Aufstieg abhalten, aber letztlich - und sollten es nur Minuten sein - würde er jede davon genießen. Und ihr Körper unter seinen Händen fühlte sich zudem noch verdammt gut an. Ihre Haut war weicher als er sie gestern in Erinnerung hatte. Vermutlich weil jeder Muskel unter Spannung gestanden hatte, aber nunmehr wirkte sie beinahe weich wie Seide.
      Er drückte ihren Kopf leicht mit seiner Hand nach oben, um sie erneut nach dieser Nacht zu küssen. Es war zwar nicht mehr die brennende Leidenschaft, die er schmeckte, aber letztlich war dieser Kuss von der ZArtheit, die er erwartet und ersehnt hatte.

      The more that I reach out for heaven
      The more you drag me to hell