Andvari
Der Tross kam ins Stocken,gerade als Andvari abwinken wollte, um Viola zu verstehen zu geben, dass es ist nicht Rede wert war, dass er hier in diesem Karren gefangen war.
Wenn er ehrlich zu sich selbst war, erschien ihm diese Behandlung schon fast nachsichtig. Normalerweise zog man Gefangene wie Schlitten durch den Schnee und schnitt ihnen die Ohren ab. Das zumindest erzählten die Befreiten, die sie in den Schlachten gerettet hatten. Ein Reiter schoss vorbei und bellte den Rastbefehl, ehe er er Viola nochmals ansah. Eine Antwort war nicht mehr möglich, da sie bereits von dannen ritt, um sich ihrem Tross anzuschließen.
Die Wagen wurden unter einigen Anstrengungen in einen Kreis abgestellt und zwischen den Holzgestängen ein Windschutz aus Planen errichtet. Im Grunde - so dachte Andvari - war es ziemlich kunstfertig was sie hier vollzogen. In Windeseile hatten die Soldaten einen Schutzwall errichtet und gleichsam unter Waffen begannen sich alle, an entzündeten Feuern auszuruhen. Wärme erfüllte den Raum zwischen den Wagen, sodass es selbst den Wagen es Elfs erreichte. Er beobachtete die Heilerin aus der Ferne, während sie wieder ominöse Kräuter in Wasser erhitzte. Ihre Kunst war rudimentär , aber zielführend. Sicherlich besaßen elfische Heiler wesentlich mehr Kunstfertigkeit, aber die Wirkung der Mittel war gleich.
Andvari blickte zu den Bergketten, als er mit seinen Augen eine Bewegung erfasste. Eine Bewegung die er gut kannte und die ihn zum grinsen brachte, ehe er den Blick senkte.
Sie hatten ihn nicht vergessen.
Nuala & Lhoris
Schneegestöber.
Nuala hasste Schnee seit den Tagen ihrer vermaledeiten Kindheit. Im goldblonden Haar der Elfe befanden sich von der Reise der letzten Tage noch immer Schneesplitter, die es schwer und unhandlich machten. Ein Band hatte sie dennoch nicht bevorzugt, weil nur eine burschikose Elfe ihre Haare zurückband. Gut, Nuala galt als solche, da sie eine Rüstung und Schwert trug, aber immerhin wollte sie nicht, dass Prinz Andvari sie so sah. Geräuschvoll zog sie ihre Nase hoch, während sie sich nach ihrem Begleiter umsah.
Drei Späher der Menschen hatten sie bereits entdeckt und ausgeschaltet. Der Letzte dieser Reihe von Stümpern unter Waffen lag vor ihr im Schnee und hechelte schlimmer als der Dorfköter.
"Bitte...", murmelte er. "Bitte...habt Gnaaaaaaa...."
Noch während er diese hässlichen Worte aussprach, bohrte Nuala ihr Messer in seinen Hals und hebelte ganz langsam seinen Kehlkopf aus dem weichen Fleisch. Sogleich füllte sich seine Luftröhre mit Blut und anstatt artikulierter Worte, kam ein Gurgeln aus seinem Hals empor.
"Dein Tod heißt Nuala, Menschenkind", flüsterte sie in sein Ohr während das Licht seiner Augen erlosch.
Sie befanden sich noch immer auf der Bergkette, die sie von Osten her überquert hatten. Lhoris und sie hatten von der verlorenen Schlacht erfahren und waren sofort losgeeilt, um ihren Kameraden aus den Klauen dieser Barbaren zu freien. Doch wie so oft: Es kamen unvorhergesehene Dinge dazwischen. Sie und Lhoris waren alleine losgezogen, da der König unter den Sternen es nicht für nötig befunden hatte, seinen Bastardsohn zu schützen. Und zu zweit waren die Wege anstrengender und weiter. Zumindest erschien es der Elfe so, als ein großer Elf neben ihr im Schnee zu Knien kam.
"Sie sind es", murmelte er in dem merkwürdigen Dialekt, den er sprach.
Lhoris stammte aus den südlichen Wäldern und hatte denselben Sprachklang wie diese Menschen. Grob und körnig, wie ein schlechtes BRot.
Der Elf neben hier besaß breite Schultern, die in einer weißsilbernen Rüstung steckten, die mit Ornamenten verziert war. An seinen Hüften baumelten zwei Kurzschwerter, die ihre Tödlichkeit in hunderten von Schalchten unter Beweis gestellt hatten. Das schwarze Haar trug er offen über seinen SChultern und das ebenmäßige Gesicht zeugte von nobler HErkunft, obgleich die Vorfahren des Mannes Holzfäller waren.
"Gut", sagte sie und zog das Messer mit einem schmatzenden Geräusch asu dem Hals. "Wir sollten bei Nacht hinein schleichen und sie töten."
"Wir werden es nicht schaffen, alle zu töten. Es sind trotz der Schlacht noch mehrere Hundert Soldaten, Nuala."
Zu den Schwarzeichen mit seinem überlegten Verstand, dachte sie. Bei den schimmligen Baumkronen von Olyth, sie würde ihren Andvari aus den schmutzigen Krallen dieser Barbaren befreien. Und wenn sie dafür die Welt aus den Angeln reißen musste, war es eben so.
"Was sagt also dein Verstand?", fragte sie in genervtem Unterton. Das Schwert auf ihrem Rücken wurde langsam zur Last und sie sehnte sich nach Ruhe. Sie waren zwei Tage durchgereist und hatten kaum gegessen.
"Wir rasten ebenso und warten auf bessere Kunde", begann Lhoris und sah sie an. "Ein Sturm kommt auf und wird genügend Verwirrung erzeugen. Oder wir warten auf die nächste Stadt, in der wir uns tarnen können. Wir dürfen kein Aufsehen erregen und wissen nicht, wie der Zustand des Prinzen ist..."
Ärgerlich grunzte sie und legte sich afu die Lauer.
"Dann geh und jage, Lhoris Denkt-zu-viel. Ich halte Ausschau."
Der Tross kam ins Stocken,gerade als Andvari abwinken wollte, um Viola zu verstehen zu geben, dass es ist nicht Rede wert war, dass er hier in diesem Karren gefangen war.
Wenn er ehrlich zu sich selbst war, erschien ihm diese Behandlung schon fast nachsichtig. Normalerweise zog man Gefangene wie Schlitten durch den Schnee und schnitt ihnen die Ohren ab. Das zumindest erzählten die Befreiten, die sie in den Schlachten gerettet hatten. Ein Reiter schoss vorbei und bellte den Rastbefehl, ehe er er Viola nochmals ansah. Eine Antwort war nicht mehr möglich, da sie bereits von dannen ritt, um sich ihrem Tross anzuschließen.
Die Wagen wurden unter einigen Anstrengungen in einen Kreis abgestellt und zwischen den Holzgestängen ein Windschutz aus Planen errichtet. Im Grunde - so dachte Andvari - war es ziemlich kunstfertig was sie hier vollzogen. In Windeseile hatten die Soldaten einen Schutzwall errichtet und gleichsam unter Waffen begannen sich alle, an entzündeten Feuern auszuruhen. Wärme erfüllte den Raum zwischen den Wagen, sodass es selbst den Wagen es Elfs erreichte. Er beobachtete die Heilerin aus der Ferne, während sie wieder ominöse Kräuter in Wasser erhitzte. Ihre Kunst war rudimentär , aber zielführend. Sicherlich besaßen elfische Heiler wesentlich mehr Kunstfertigkeit, aber die Wirkung der Mittel war gleich.
Andvari blickte zu den Bergketten, als er mit seinen Augen eine Bewegung erfasste. Eine Bewegung die er gut kannte und die ihn zum grinsen brachte, ehe er den Blick senkte.
Sie hatten ihn nicht vergessen.
Nuala & Lhoris
Schneegestöber.
Nuala hasste Schnee seit den Tagen ihrer vermaledeiten Kindheit. Im goldblonden Haar der Elfe befanden sich von der Reise der letzten Tage noch immer Schneesplitter, die es schwer und unhandlich machten. Ein Band hatte sie dennoch nicht bevorzugt, weil nur eine burschikose Elfe ihre Haare zurückband. Gut, Nuala galt als solche, da sie eine Rüstung und Schwert trug, aber immerhin wollte sie nicht, dass Prinz Andvari sie so sah. Geräuschvoll zog sie ihre Nase hoch, während sie sich nach ihrem Begleiter umsah.
Drei Späher der Menschen hatten sie bereits entdeckt und ausgeschaltet. Der Letzte dieser Reihe von Stümpern unter Waffen lag vor ihr im Schnee und hechelte schlimmer als der Dorfköter.
"Bitte...", murmelte er. "Bitte...habt Gnaaaaaaa...."
Noch während er diese hässlichen Worte aussprach, bohrte Nuala ihr Messer in seinen Hals und hebelte ganz langsam seinen Kehlkopf aus dem weichen Fleisch. Sogleich füllte sich seine Luftröhre mit Blut und anstatt artikulierter Worte, kam ein Gurgeln aus seinem Hals empor.
"Dein Tod heißt Nuala, Menschenkind", flüsterte sie in sein Ohr während das Licht seiner Augen erlosch.
Sie befanden sich noch immer auf der Bergkette, die sie von Osten her überquert hatten. Lhoris und sie hatten von der verlorenen Schlacht erfahren und waren sofort losgeeilt, um ihren Kameraden aus den Klauen dieser Barbaren zu freien. Doch wie so oft: Es kamen unvorhergesehene Dinge dazwischen. Sie und Lhoris waren alleine losgezogen, da der König unter den Sternen es nicht für nötig befunden hatte, seinen Bastardsohn zu schützen. Und zu zweit waren die Wege anstrengender und weiter. Zumindest erschien es der Elfe so, als ein großer Elf neben ihr im Schnee zu Knien kam.
"Sie sind es", murmelte er in dem merkwürdigen Dialekt, den er sprach.
Lhoris stammte aus den südlichen Wäldern und hatte denselben Sprachklang wie diese Menschen. Grob und körnig, wie ein schlechtes BRot.
Der Elf neben hier besaß breite Schultern, die in einer weißsilbernen Rüstung steckten, die mit Ornamenten verziert war. An seinen Hüften baumelten zwei Kurzschwerter, die ihre Tödlichkeit in hunderten von Schalchten unter Beweis gestellt hatten. Das schwarze Haar trug er offen über seinen SChultern und das ebenmäßige Gesicht zeugte von nobler HErkunft, obgleich die Vorfahren des Mannes Holzfäller waren.
"Gut", sagte sie und zog das Messer mit einem schmatzenden Geräusch asu dem Hals. "Wir sollten bei Nacht hinein schleichen und sie töten."
"Wir werden es nicht schaffen, alle zu töten. Es sind trotz der Schlacht noch mehrere Hundert Soldaten, Nuala."
Zu den Schwarzeichen mit seinem überlegten Verstand, dachte sie. Bei den schimmligen Baumkronen von Olyth, sie würde ihren Andvari aus den schmutzigen Krallen dieser Barbaren befreien. Und wenn sie dafür die Welt aus den Angeln reißen musste, war es eben so.
"Was sagt also dein Verstand?", fragte sie in genervtem Unterton. Das Schwert auf ihrem Rücken wurde langsam zur Last und sie sehnte sich nach Ruhe. Sie waren zwei Tage durchgereist und hatten kaum gegessen.
"Wir rasten ebenso und warten auf bessere Kunde", begann Lhoris und sah sie an. "Ein Sturm kommt auf und wird genügend Verwirrung erzeugen. Oder wir warten auf die nächste Stadt, in der wir uns tarnen können. Wir dürfen kein Aufsehen erregen und wissen nicht, wie der Zustand des Prinzen ist..."
Ärgerlich grunzte sie und legte sich afu die Lauer.
"Dann geh und jage, Lhoris Denkt-zu-viel. Ich halte Ausschau."
The more that I reach out for heaven
The more you drag me to hell