Jetzt doch mit einer Antwort darauf, was wirklich geschehen war - wenn auch eine sehr eigentümliche Antwort - juckte es Renera in den Fingern, die Stadt auf den Kopf zu stellen, bei der Suche nach den Verantwortlichen. Zwar wusste sie nicht, was sie hätte anstellen wollen, wenn sie sie gefunden hätte, aber sie könnte ihnen wohl Valterri auf den Hals hetzen.
Nur Elrayas Aufenthalt war allen unbekannt, wobei sie das am wenigsten störte. Die rothaarige hatte wahrscheinlich die Lage ausgenutzt und einen Raubzug gestartet.
"Wir müssen ihn finden. Aradan hat versucht uns zu warnen, oder nicht? Vielleicht ja genau davor. Er ist bei Bewusstsein und er braucht unsere Hilfe."
Sie sah voller Tatendrang auf die kleine Gruppe um sie herum, auf Valterri mit der riesigen Brandwunde am Rücken, auf die bewusstlose Fijena in seinem Arm, auf die beiden sicherlich traumatisierten Zwillinge, auf die schockierte Edea, die Valterri noch immer anstarrte, als könne er sie gleich fressen. Renera zögerte.
"... Zuerst lassen wir uns versorgen, dann werden wir ihn finden."
Edea sah bei den Worten sichtlich protestierend auf, schien dann aber zu entscheiden ihrer bis dahin unbekannten Halbschwester zu vertrauen, anstatt sich in einer ins Chaos gestürzte Stadt zurecht finden zu müssen.
Das kleine Boot verließ den Hafen und sämtliche Anzeichen von Zivilisation. Der Fahrer mühte sich mit den Paddeln ab, während im Bootsinneren gedämpfte Stimmen darüber debattierten, ob sie jemand gesehen hatte, ob sie schon riskieren wollten ihn aufzuwecken, ob es normal war, dass er wie tot wirkte. Elraya, deren Arme bereits brannten und deren Beine sie durch das eiskalte Wasser nicht mehr spüren konnte, verfluchte sich innerlich für dieses Manöver, schwor sich dafür ausreichend Entschädigung zu verlangen und zog sich vorsichtig über den Rand, bemüht darum, kein Geräusch zu machen. Sie robbte über den Rand, ließ sich ins Boot fallen und sah dann aufmerksam zur Kajüte, deren Tür noch geschlossen war. Der Fahrer war von dem kleinen Holzgebilde verdeckt und hatte sie nicht bemerkt.
Sie zog ihren Dolch hervor, der ganz nass geworden war - sie würde aufpassen müssen, dass er nicht rostete - und kauerte sich in den Schatten des Bootsrandes. Sie hatte etwa eine Chance, schätzte sie: Sobald jemand herauskam, würde sie ihn niederstrecken, bevor er sie erblickt hatte. Danach würde sie sich irgendwie um die anderen beiden kümmern müssen, aber das bekam sie sicherlich irgendwie hin. Ein bisschen fand sie es trotzdem schade, keinen Plan bereit zu haben.
Im Bootsinneren war die Debatte bereits wieder abgeflaut. Der Mann mit der schiefen Nase und der Lockenpracht auf dem Kopf verschränkte die Arme und wippte auf seinem Fußballen vor und zurück. Sein Blick war auf den pflegeleichten Gefangenen gerichtet, der mehr wie ein Toter aussah.
"So gefährlich sieht er nichtmal aus", kommentierte er, wobei die Lücke zwischen seinen Vorderzähnen deutlich sichtbar wurde. Wenn es so etwas wie einen Meister im Pfeifen gab, war er es.
"Vielleicht sogar ein bisschen krank. Fass ihn nochmal an, ich will sehen, was passiert."
Er richtete seinen Blick auf den anderen Mann.
Nur Elrayas Aufenthalt war allen unbekannt, wobei sie das am wenigsten störte. Die rothaarige hatte wahrscheinlich die Lage ausgenutzt und einen Raubzug gestartet.
"Wir müssen ihn finden. Aradan hat versucht uns zu warnen, oder nicht? Vielleicht ja genau davor. Er ist bei Bewusstsein und er braucht unsere Hilfe."
Sie sah voller Tatendrang auf die kleine Gruppe um sie herum, auf Valterri mit der riesigen Brandwunde am Rücken, auf die bewusstlose Fijena in seinem Arm, auf die beiden sicherlich traumatisierten Zwillinge, auf die schockierte Edea, die Valterri noch immer anstarrte, als könne er sie gleich fressen. Renera zögerte.
"... Zuerst lassen wir uns versorgen, dann werden wir ihn finden."
Edea sah bei den Worten sichtlich protestierend auf, schien dann aber zu entscheiden ihrer bis dahin unbekannten Halbschwester zu vertrauen, anstatt sich in einer ins Chaos gestürzte Stadt zurecht finden zu müssen.
Das kleine Boot verließ den Hafen und sämtliche Anzeichen von Zivilisation. Der Fahrer mühte sich mit den Paddeln ab, während im Bootsinneren gedämpfte Stimmen darüber debattierten, ob sie jemand gesehen hatte, ob sie schon riskieren wollten ihn aufzuwecken, ob es normal war, dass er wie tot wirkte. Elraya, deren Arme bereits brannten und deren Beine sie durch das eiskalte Wasser nicht mehr spüren konnte, verfluchte sich innerlich für dieses Manöver, schwor sich dafür ausreichend Entschädigung zu verlangen und zog sich vorsichtig über den Rand, bemüht darum, kein Geräusch zu machen. Sie robbte über den Rand, ließ sich ins Boot fallen und sah dann aufmerksam zur Kajüte, deren Tür noch geschlossen war. Der Fahrer war von dem kleinen Holzgebilde verdeckt und hatte sie nicht bemerkt.
Sie zog ihren Dolch hervor, der ganz nass geworden war - sie würde aufpassen müssen, dass er nicht rostete - und kauerte sich in den Schatten des Bootsrandes. Sie hatte etwa eine Chance, schätzte sie: Sobald jemand herauskam, würde sie ihn niederstrecken, bevor er sie erblickt hatte. Danach würde sie sich irgendwie um die anderen beiden kümmern müssen, aber das bekam sie sicherlich irgendwie hin. Ein bisschen fand sie es trotzdem schade, keinen Plan bereit zu haben.
Im Bootsinneren war die Debatte bereits wieder abgeflaut. Der Mann mit der schiefen Nase und der Lockenpracht auf dem Kopf verschränkte die Arme und wippte auf seinem Fußballen vor und zurück. Sein Blick war auf den pflegeleichten Gefangenen gerichtet, der mehr wie ein Toter aussah.
"So gefährlich sieht er nichtmal aus", kommentierte er, wobei die Lücke zwischen seinen Vorderzähnen deutlich sichtbar wurde. Wenn es so etwas wie einen Meister im Pfeifen gab, war er es.
"Vielleicht sogar ein bisschen krank. Fass ihn nochmal an, ich will sehen, was passiert."
Er richtete seinen Blick auf den anderen Mann.

