[2er RPG] The Curse of Time {TobiMcCloud & Codren}

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    • Etwas schien in Berek umzufallen, je mehr Khil von Aradan erzählte. Dabei versuchte sie absichtlich kein Detail auszulassen, das irgendwie wichtig sein könnte, aber auf der anderen Seite wusste sie nicht, wie viel sie erklären musste, wenn Berek schon davon ausging, dass Magie ein Mythos war. Musste sie etwa mit allem von ganz von vorne anfangen? Das würde vermutlich ihre eigenen Grenzen sprengen, denn bis auf Aradans wenige Erklärungen hatte sie kaum eine Ahnung von Magie.
      Aber es dauerte nicht lange, da setzte Berek sein Lächeln wieder auf und Khil erkannte, dass es eine Maske war.
      "Ich bin mir absolut sicher, Sir. Daran bestehen gar keine Zweifel."
      Sie hatten also einen Wert für ihn. Vermutlich einen solchen Wert, dass Berek seine Maske noch einmal fallen ließ und Khil interessiert den Kopf neigte, während sie seinem Ausbruch gegenüber dem Arzt zusah. Sie wusste, weshalb Renera eine Maske trug, sie konnte sich auch vorstellen, weshalb Aradan eine trug, aber warum trug Berek eine? Und warum hatte er sie bewusst so sehr perfektioniert?
      Darüber würde sie nachdenken müssen. Darüber würde sie sogar viel nachdenken. Der Tag hatte schlecht angefangen, aber jetzt lief er immer besser für sie.
      Khil beobachtete, wie Berek gleich seine Kontaktmänner informierte, die er wohl an den wichtigsten Orten zu haben schien, ehe er sich wieder Khil zuwandte und seine Maske aufsetzte. Der Reaktion des Arztes nach zu schließen, drohte ihm wohl noch so einiges schlimmeres, sollte er dem Befehl dieses Mannes nicht nachkommen.
      Das war etwas weiteres, über das sie nachdenken würde. Das und die Information, die Berek ihr gerade unterbreitete.
      "Aber, wieso haben sie ein Kopfgeld? Melora war doch nur irgendein Dorf, das sich mal gut gegen Kreaturen behauptet hat, was könnten sie Ihnen nützen?"
      Sie hielt den Kopf schräg, während sie Berek in einem anderen Licht beobachtete. Sie ließ sich nun nicht mehr beeindrucken von seinem eleganten Gehabe, stattdessen versuchte sie einen Blick unter die Maske zu erhaschen, wie sie es bereits mit Renera und Aradan getan hatte. Die Augen waren dabei immer die größten Hinweise.

      Elraya liebte es, wenn Lodoz zum Tier wurde. Sie liebte nicht seine Nörgelei oder seine Schimpftiraden oder wenn er sie absichtlich nervte, aber sie liebte es, wenn er so richtig wild wurde. Wild und ungezähmt.
      Seine Prügel liebte sie allerdings wieder nicht und leider war zwischen wild und Prügel stets nur eine feine Linie, auf der Elraya einfach nicht balancieren konnte. Sie schoss immer weit über das Ziel hinaus.
      Er packte sie schlagartig am Hals und sein Griff zeugte schon davon, dass sie die Linie überschritten hatte. Jetzt war es nicht mehr lustig. Sie hatte nur etwa zwei Sekunden Zeit zu versuchen, sich von ihm nicht das Genick brechen zu lassen, ehe er ihr in die Brust boxte. Dem Schlag folgte ein explosionsartiger Schmerz in ihrem Brustkorb, der sie aufschreien ließ, wobei nur ein kehliger Laut letzten Endes herauskam. Sie umgriff seinen Arm und bohrte die Fingernägel in ihn, als er ein zweites Mal zuschlug, wieder gefolgt von einem Schmerz, bei dem sie glaubte, gleich sterben zu müssen. Er setzte dem ganzen eine Kopfnuss obendrauf, bei der er sie auch endlich losließ und Elraya japste und keuchte vor Schmerz. Sie war gar nicht schnell genug, um irgendetwas zu tun, als er sie schon wieder an sich gerissen hatte und ihr das Hemd zerriss. In dem aufkommendem Dilirium von sekündlichen Schmerzen, die ihr durch den Oberkörper schossen, nutzte sie geistesgegenwärtig diesen einen Moment seiner abgelenkten Aufmerksamkeit, um ihren Dolch aus ihrem Gürtel zu ziehen und damit zuzustechen. Sie hatte auf seinen Bauch gezielt, aber jede einzelne Bewegung ihrer Arme schmerzte und so wich der Stoß des Dolches ab und traf seinen Oberschenkel stattdessen.
      "Fick dich."
      Sie ergriff die Gelegenheit und riss sich von ihm, stolperte rückwärts und nahm unter stöhnen reißaus zur Mitte des Raumes, wo sie - ein zweites Mal an diesem Tag - über den Tisch rutschte, um ihn zwischen sich und Lodoz zu bringen. Sie umklammerte mit einem Arm ihren schmerzenden Brustkorb, krümmte sich und holte mit der anderen Hand ihren nächsten Dolch hervor.
      "Ich bring dich zuerst um... du Bastard..."

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    • Es bestand also kein Zweifel? Wenn das wirklich stimmt und Khil nicht vielleicht doch ein Spitzel war, wie es Lodoz durchaus berechtigt vermutete, galt es nun wichtige Vorbereitungen zu treffen. Er ging diese Truppe vor seinem inneren Auge präzise durch. Was war fakt? Eine kleine Gruppe. Zwei davon aus Melora, eine hat in der Armee gedient und einer ist der Magie zugetan. Das waren also schon mal zwei große Totenköpfe. Ein Zeichen was Berek für sich immer als größte Gefahr und Risiko markierte. Immerzu während er so intensiv über eine spontane Situation nachdachte, welche ihn arg interessierte, wanderten seine Augen sprunghaft umher als würde er in einer wahnsinnigen Geschwindigkeit eine große Karte vor sich lesen.
      Erst als er alle Fakten zu den Zweien durchgegangen ist, wandte er sich wieder Khil zu, welche in diesem Moment fragte warum Melora so wichtig sei.
      Kurz stockte Berek bis er sich erinnerte dass es nur eine flüchtige Lüge war auf welche Khil einzugehen versuchte.
      "Ach. Das ist jetzt nicht so wichtig. Viel wichtiger sind die anderen in der Truppe. Erzähl mir von denen. Renera und Aradan sind also aus Melora. Das sagt aus dass sie schon als Kinder für den Kampf trainiert wurden. Nun stellt sich mir aber die Frage wer die Anderen sind. Besteht noch mehr Gefahr um an die Truhe zu kommen?"
      Außerhalb der Mauern hätte er schon jetzt Probleme gehabt sich anzuschleichen. Geschweige denn Elraya oder Lodoz. Diese Truppe war ganz sicher nicht auf dem Kopf gefallen. Es musste also so viel in Erfahrung gebracht werden wie möglich, BEVOR sie die Stadt erreichten, FALLS sie diese überhaupt ansteuern.


      Lodoz war in seinem Rausch wie ausgewechselt. Er blickte drein wie ein tollwütiger Hund, auch als ihn der Dolch im Bein traf, sah er nur kurz hinunter. In diesem Augenblick sprang Elraya von ihm weg, was ihn jedoch sofort wieder folgen ließ. Erst nach dem zweiten Schritt zog er genervt den Dolch aus seinem Bein hinaus, warf diesen direkt auf den Boden statt ihn zu nutzen und stampfte weiter auf sein Ziel zu.
      "Und warum fliehst du dann? KOMM HER!!"
      Brüllte er als der Tisch auch schon, zum zweiten mal des Tages, durch den Raum flog. Nur war Lodoz dieses Mal betrunken. Wie ein Tier. Er überdachte die Situation nicht mehr. Egal wo Elraya hin ausweichen wollte, er hätte ihr einfach mit seinem Instinkt nach gejagt, was am Ende auch genau so funktioniert hat. Er hatte sie so in die Ecke gedrängt dass er jedem Versuch entgegen kommen konnte. Bis auf einer Menge Kisten hinter ihr, gab es keinen Ausweg mehr außer ihn umzubringen. Und genau wie er es sich schon zuvor gedacht hatte, war es ihm nach wie vor egal was nun passierte. So legte er die letzte Distanz zu Elraya zurück, dessen Brüste bei jedem Versuch auszuweichen so hüpfen lies, dass es den Trieb von Lodoz immer und immer mehr steigern lies.
      So galt sein erster Griff auch einer ihrer Brüste, gefolgt von ihrer Hand, welche den Dolch führte. Diese drückte er so feste zu, dass die Hand brechen würde, falls sie nicht sofort ihren Arm lockern würde.
      Als er spürte wie dieser sich dann nicht mehr gegen seine Kraft presste, entsorgte er den Dolch aus ihrer Hand, verpasste ihr eine heftige Ohrfeige und schubste Elraya in den Kistenhaufen.
      "Er ist also viel besser hm? Weißt du was? Ist mir scheiß egal!"
      Dann nutzte er Elraya's Lage, wie sie mit Schmerzen auf der Kiste vornüber lag. Er presste sie schnaubend darauf, riss ihr nun auch ihre restlichen Kleider vom Leib und nahm sie hart ran wie eine billige Sklavin.
    • Bereks Blick huschte hin und her, als würde er auf der fanatischen Suche nach etwas sein. Khil merkte sich diese Angewohnheit; Wann trat sie auf? Wie lange hielt sie an? Was war der Grund dahinter? War es Teil seiner Maske oder was dahinter lag? Wie reagierte der Rest seines Körpers darauf? Was taten seine Hände? Sein Mund? Sie gab jeder dieser Fragen eine erste, unvollständige Antwort, die sie aus der reinen Beobachtung herauszog und verstaute das Thema dann in den Schubladen ihres Gehirns, um sich bei passender Gelegenheit damit zu beschäftigen.
      Sie glaubte, dass er ihr etwas verheimlichte, das über die bloße Maske hinausging. Allerdings war das Thema auch äußerst pikant, sie konnte nicht darauf vertrauen, dass er ihr vollstes Vertrauen schenkte. Sie musste ihm erst beweisen, dass sie es verdient hatte.
      "Allerdings. Sie haben einen Nordmann bei sich, Valterri, der äußerst kräftig und äußerst zäh ist. Ich glaube, er ist ein bisschen größer als zwei Meter. Er hat sich Aradan angeschlossen und ich denke, dass sie gute Freunde sind. Er wird alles tun, um ihn zu beschützen und dabei habe ich noch nichts erlebt, was ihn hätte überwältigen können."
      Nichtmal Minerva, aber solange Berek sie nicht danach fragte, würde sie vom Zwielicht auch nichts erzählen.
      "Die nächsten sind Jarku und sein kleiner Bruder Kiliak aus dem Osten, sie haben rote Haare. Kiliak ist jünger und hat noch nicht sonderlich Erfahrung, aber Jarku dafür umso mehr. Er kämpft mit zwei Dolchen, von denen der eine in ein paralysierendes Gift und der andere in das Gegengift getunkt ist. Ich habe die Zutaten auswendig gelernt um das Gift nachzustellen, allerdings besitze ich kein alchemistisches Können für sowas.
      Der letzte, wirklich gefährliche, ist Daikata. Er war Alchemist am Königshof, bis ihm seine Familie weggenommen wurde. Er ist so etwas wie das Rückgrat der Truppe, der Arzt, solange er noch steht, stützen sie sich auf ihn.
      Über den Rest kann ich nur wenig urteilen. Ein Zwillingspaar, ziemlich jung, das Aradan im Osten gerettet hat. Reshli ist ein Kundschafter für eine andere Gruppierung, die es auf Aradans Magiekünste abgesehen haben, aber obwohl ich denke, dass er eine ernstzunehmende Gefahr darstellen könnte, hat er ein gebrochenes Bein und wird sich kaum einen Meter selbstständig bewegen. Und dann gibt es noch vier andere Personen, von denen ich weder die Namen kenne, oder sie jemals gesehen habe. Sie reisen unentwegt vermummt und halten sich bei allem im Hintergrund. Es könnten Zivilisten sein, vielleicht aber auch nicht."
      Sie zuckte knapp mit den Schultern und hielt weiter Ausschau nach Bereks Merkwürdigkeiten, die immer mehr zum Vorschein kamen. Ihr gefiel diese Unterhaltung. Sie hatte schon mehr zum Nachdenken bekommen als sie es sich wünschen könnte.

      Zuerst schien es so, als könne Elraya ihrem Bruder tatsächlich noch ausweichen, solange sie nur in Bewegung blieb und ihn in seiner Wut sich an dem Tisch austoben ließ, den er beinahe quer durch den Raum schleuderte. Allerdings ging er viel zielstrebiger auf sie zu, als sie überhaupt über ihren nächsten Fluchtweg nachdenken konnte, sodass es viel kürzer dauerte, bis er sie in die Enge getrieben hatte. Elraya knurrte, halb aus Verzweiflung, halb aus Wut und stach ein zweites Mal auf ihn ein, ein Verzweiflungsakt, denn was hätte sie denn anders machen sollen? Aber er fing ihr Handgelenk ab und nur eine Sekunde später musste sie ihren Dolch loslassen, um sich nicht das Handgelenk von ihm brechen zu lassen. Sie trat nach ihm, aber das war vergebene Liebesmühe. Er beförderte sie mit einem Stoß auf die Kisten und stützte sich mit seinem ganzen Körpergewicht auf sie, ehe er sich an ihr verging.
      Erst schrie sie, dann fluchte sie, dann wand sie sich und versuchte ihm zu entkommen. Mit jedem Stoß verursachte er in beinah jedem Körperteil einen stechenden Schmerz, der jedes Mal größer wurde, je härter er wurde. Schließlich schmeckte sie Blut, aber seine Hand hielt sie eisern fest und wenn nur die verfluchten Kisten nicht im Weg wären, dann hätte sie sich vielleicht von ihm wegwinden können. Diesen Triumph wollte sie ihm nicht geben. Aber sie konnte nichts tun, sie hatte verloren. Dieses Spiel hatte er gewonnen.
      Ihr Widerstand wurde schwächer, je schneller er wurde und schließlich erstarb er fast gänzlich, als ihr schwindelig wurde. Sie röchelte, jeder Atemzug war eine Qual und die Kiste unter ihr war auch keine sehr angenehme Unterlage. Sie akzeptierte, dass sie verloren hatte und ließ Lodoz freien Lauf.

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    • "Ein Nordmann?"
      Fragte Berek erneut interessiert. Sofort ging ihm die Geschichte von Lodoz durch den Kopf. Dieser erzählte ihm doch erst wie er von einem Bär in Menschengestalt, beinahe einem Läufer gleich, durch ein Fenster Katapultiert wurde, kurz nachdem er in eine fremde Wohnung einbrach um, nach dem gescheiterten Plan mit der Schatztruhe des Herzogs, Schutz zu suchen. Aber wieso sollte ein solcher Kerl zur Hilfe kommen obwohl es nur ein Zimmer für zwei Personen war? In Berek ratterte es los. Natürlich. Wenn eine solche Truppe in die Stadt käme und sich einiges leisten kann, wäre es nur zu logisch gewesen im steinernen Keiler unter zu kommen und sich Zimmer in unmittelbarer Nähe zu reservieren.
      Am liebsten wäre Berek augenblicklich los gelaufen um den Arzt aufzuhalten, doch war dieser wohl schon längst an seinem Ziel angekommen. Und nun erklärte Khil noch so viel vom Rest der Truppe. Es fügte sich einfach alles zusammen.
      Noch während Khil ihren letzten Satz aussprach, war Berek schon aufgestanden und kramte in einer Schublade rum, wo Pazos immerzu seine vorgefertigten Spritzen gegen Schmerzen lagerte. Nach einem kurzen durcheinander Rücken der Utensilien fand Berek auch eine kleine Schatulle die Spritzen beinhaltete. Davon nahm er eine rauß, ging wieder zu Khil und ergriff ihr Handgelenk
      "Halt still. Das ist gegen die Schmerzen."
      Dabei machte sie keine Anzeichen von Schmerzen. Dennoch spritzte Berek ihr den Inhalt in den Oberarm hinein.
      "Okay gut, sollte gleich wirken. Steh auf, deine Wunden sind versorgt und dein Rücken wird wohl noch etwas Ruhe brauchen, die kann ich dir aber grad nicht geben. Du kriegst ein Zimmer in unserem Unterschlupf. Da kannst du so lange liegen wie du möchtest. Ein Türschloss hast du dort auch, also wirst du vor Lodoz sicher sein falls du ihn nicht provozierst."
      Kurz wartete Berek bis Khil aus dem Bett kam ehe er mit ihr los ging. Er mutete ihr nicht zu viel zu und passte sich ihrem Schritt gut an, versuchte aber die höchste Geschwindigkeit dabei raus zu holen bis sie nach einer Weile im Unterschlupf ankamen. Berek hatte wieder die Tunnelsysteme genutzt und bevor er überhaupt in den Gemeinschaftsraum ging, verfrachtete er Khil in ihr neues Zimmer.
      "Gut okay hier solltest du vorerst alles haben was du brauchst. Ich weiß ja nicht wie gut du im lesen von Karten bist aber dort an der Wand hängt eine, die das Tunnelsystem zeigt. Sie ist kompliziert also versuch am besten nicht alleine dort durch zu kommen. Nun aber zurück zu dieser Truppe. Du sagtest ein Nordmann ist unter ihnen und andere aus dem Osten?"
      Berek lehnte sich gegen eine Ablage neben dem Bett und verschränkte seine Arme vor sich.
      "Dieser Nordmann... Kräftig, Zäh und groß. Meinst du er könnte Lodoz in einem Kampf ohne Waffen spielend überwältigen? Ich glaube nämlich, das diese Truppe von der du redest, längst in der Stadt ist. Die Beschreibung von diesem Valteri trifft exakt auf das zu was Lodoz angegriffen hat und auch Elraya hat das gewaltige Auftreten dieses Typen bestätigt. In der gestrigen Nacht suchte Lodoz einen schnellen Unterschlupf in einem hiesigen Gasthaus. Dort brach er auf der Flucht vor Wachleuten in ein Zimmer ein wo er einen Mann und eine Frau, beide ziemlich betrunken, angetroffen hat. Doch bevor er überhaupt dazu kam sich denen anzunehmen, tauchte dieser Riese auf und beförderte Lodoz aus dem Fenster des ersten Stocks. Dabei riss er sich seinen Arm so stark auf dass er stark blutend vor den Wachen floh, wo du auch ins Spiel kommst. Nachdem du in unseren Unterschlupf gekommen bist und Lodoz dir die Lichter ausgeknipst hatte, war dieser Riesen Kerl genau in der Gasse unseres Eingangs."


      Lodoz lies all seinen Frust des Tages in seinen wütenden Stößen raus. Er dachte gar nicht daran schnell fertig zu werden, dafür hatte er sich zu lange zurück halten müssen und obendrein hat Elraya nichts anderes verdient. Erst als er kaum noch Zurückhaltung ausüben konnte, packte er die Handgelenke von Elraya, welche ganz klar den Kampf aufgegeben hatte und riss sie an ihren Armen immer entgegen seiner wuchtigen Stöße bis endlich seinen Druck Luft machen konnte, welchen er komplett in Elraya abließ.

      Daraufhin verblieb er noch einen Moment in dieser Haltung und zuckte selbst etwas, bis er sich fing, seinen Schwanz aus Elraya raus zog und ihr nochmal kräftig auf ihren Arsch mit seiner flachen Hand schlug.
      Dass Pria in dieser Zeit zwischenzeitlich im Raum war, hatte er in seiner Lust überhaupt nicht vernommen.
      "Selber Schuld."
      Meinte er etwas ruhiger aber noch immer mit etwas Zorn in der Stimme während er auf die schlaffe Elraya runter blickte und sich seine Hose hoch zog.
      Kurz darauf trat er leicht gegen ihr Bein
      "Na los. Pack deinen Arsch wieder ein. Sonst fall ich noch mal über dich her."
      Anschließend ging er zum Tisch um diesen zum zweiten Mal an diesem Tag wieder aufzustellen und alles wieder darauf zu legen, ja sogar die Karten von Elraya.

    • Kaum als Khil geendet hatte, schien Berek es auch schon eilig zu haben, das Ärztehaus hinter sich zu lassen und zurück zu dem Unterschlupf zu gehen. Das war Khil nur recht, sie freute sich auf die Aussicht auf etwas Ruhe, allerdings begegnete sie seiner Spritze mit äußerster Skepsis. Nachdem sie zu der Erkenntnis gelangt war, dass er ihr lediglich seine Maske präsentierte, hielt sie es für besser, nicht alles von ihm wie bahre Münze zu nehmen, allerdings gab er ihr kaum eine Chance etwas einzuwenden, also ließ sie sich von ihm spritzen. Nun gut, ab jetzt würde sie ihm mit Skepsis gegenübertreten. Oder wenn er sie in ihr Zimmer gebracht hatte.
      Er schien es wirklich tatsächlich eilig zu haben, während er sie durch die Straßen hetzte. Erst, als er sie in ihr neues Zimmer geführt hatte, lenkte er das Thema wieder auf Aradans Truppe, wodurch Khil glaubte zu erkennen, dass ihn irgendwas an ihrer Erzählung aufgeregt haben musste. Er hatte sich dennoch soweit unter Kontrolle, um seine Maske nicht zu verlieren.
      Was er ihr allerdings nun berichtete, ließ sie erschrocken die Augen weiten. Renera war in der Stadt? Damit hatte sie nicht gerechnet. Damit hatte sie wirklich nicht gerechnet. Was, wenn sie ihr über den Weg lief? Was würde passieren, wenn sie in Aradan hineinstolperte?
      Sie versuchte sich auf Bereks Worte zu konzentrieren und dabei ihre ausbrechende Panik herunterzuspielen.
      "Ich kann fast ohne Zweifel bestätigen, dass es sich um Valterri handeln musste. Er war sehr groß und sehr breit, richtig? Hat eine dunkle Stimme? Das ist er. Sie sind tatsächlich hier."
      Sie konnte fast ihre Nervosität nicht unterdrücken.
      "Was tun wir? Ihnen folgen wenn sie abreisen?"

      Lodoz setzte zu seinem Höhepunkt an, der Elraya bis an den Rand ihrer eigenen Schmerztoleranz brachte. Sie versuchte sich noch einmal gegen ihn zu stemmen, verzog die Miene gegen den Schmerz und dann erstarrte er endlich. Sie hörte sein animalisches Schnauben und wartete darauf, dass er sie endlich freigab, ehe sie seitlich von der Kiste auf den Boden rutschte und sich dort zusammenkrümmte. Sie musste ihre Luft in kurzen Atemstößen herauspressen, um den Schmerz gering zu halten.
      Sie funkelte Lodoz von unten herauf an.
      "Du hast mir die Rippen gebrochen du Arsch!"
      Jetzt war sie unbefriedigt und hatte Schmerzen, die schlechteste Kombination aus beidem. Zwischen ihren Beinen pulsierte es noch von Lodoz' roher Wucht.
      Sie kämpfte sich vorsichtig auf die Beine, wankte und setzte sich schließlich auf die Kiste. Im Hintergrund schlich sich Pria zum Schrank, um sich daraus zu bedienen, ehe sie sich ein steinhartes Brot schnappte und sich ächzend auf einen Stuhl fallen ließ. Sie musterte die beiden Geschwister und blieb schließlich an Elraya hängen, die sich noch immer vornüber beugte.
      "Alles gut, El?"
      "Seh' ich etwa so aus?"
      "Das war auch eher eine rhetorische Frage."
      Elraya brummte und Pria nagte an dem Brot. Sie beobachtete Lodoz, wie er den Tisch vor ihr hinstellte, ehe sie ihre Beine darauf legte und in ihrem Stuhl ein Stück runter sackte.
      "Du bist widerlich, Lodoz. Wieso suchst du dir keine Frau? Dann vermischen sich eure schlechten Eigenschaften nicht miteinander. Du und Els Kinder wären hässlich und dumm."
      Sie grinste ein bisschen, aber nur ein bisschen. Sie wollte eigentlich nur schnell ihr Brot essen um zu verschwinden, bevor Berek noch auftauchen würde.
    • Berek nickte kaum erkennbar als er Khils Bemerkung vernahm. Die Chancen schienen endlich leicht zu steigen.
      "Was wir tun? Bevor ich dich in meine Pläne einweihe, muss schon etwas mehr Zeit vergehen. Bisher traue ich dir genug um deinen Informationen nach zu gehen, dieses Privileg genießt in dieser Stadt wahrlich nicht Jeder. Aber eines kann ich dir sagen. Ich werde ganz sicher nicht warten bis sie die Stadt verlassen. Sie sind inmitten meines Netzes gelaufen. Da werde ich sie ganz sicher nicht mehr raus lassen ehe ich habe was ich will."
      Dann stieß er sich vom Nachtschrank ab und ging Richtung Tür.
      "Ein kleiner Rat"
      Meinte er nochmals kurz als er sich inmitten des Türrahmens zu Khil drehte.
      "Schließ die Tür ab"
      Da warf er ihr den Schlüssel zur Tür zu.
      "Ich hab dich ja schon vor Lodoz gewarnt. Doch in der Nacht ist er meist zu besoffen um seinen Mann zu stehen, wenn du verstehst was ich meine. Doch da kommt seine Schwester ins Spiel. Sie liebt den Schatten und ist ein eifersüchtiges Biest. Schließ also ab und lass den Schlüssel stecken, dann kommt sie auch nicht mit ihrem Werkzeug rein."

      Und schon zog er die Tür hinter sich zu um in den Gemeinschaftsraum zu gehen. Dort erwartete er zwar in der Regel nie Jemanden, doch hoffte er es in diesem eiligen Fall dennoch, was dann auch belohnt wurde.. auf die ein oder andere Art.
      Alle sechs Augen waren auf ihn gerichtet als er die Tür auf riss. Beinahe als hätte er jeden Einzelnen bei etwas erwischt was bestraft werden musste. Direkt verfiel Berek in eine analysierende Form über, die einfach alles im Raum blitzschnell studierte. Was er bemerkte war einfach nur unglaublich. Lodoz verletzt und betrunken. Pria verletzt und eine halbe Leiche. Elraya splitter nackt und offenbar eine verletzte Seite, bei ihrer taffen Art wohl eine oder mehrere gebrochene Rippen. Anhand der Anwesenheit von Lodoz und seinem nicht ganz so genervten Auftreten, hatten die beiden wohl erst vor wenigen Minuten Sex.
      Er seufzte und fuhr sich mit der Hand durch seine Haare, nachdem er seinen Hut abgenommen und gen Tisch geworfen hatte.
      "Kinder kann ich euch nicht mal einen halben Tag alleine lassen... Komm schon Elraya, zieh dich an. Ich hab nen neuen Auftrag für euch."
      Dann wanderte der Blick zu Pria, dessen Verletzung er sich genauer ansah. Vorsichtig berührte er ihren Arm und nickte als er den doch akzeptablen Verband absegnete.
      "Hm. Sieht okay aus. Wer hat dich behandelt?"
      Als Pria ihm mitteilte dass Lodoz sich um ihre Verletzung gekümmert hatte, sah Berek zu ihm und nickte. Damit hatte Lodoz die Bestrafung für Elraya's Seite getilgt. Pria war aufgrund ihrer Fähigkeiten für Berek äußerst wertvoll. Immerhin war sie die Einzige die er kannte, welche ebenfalls Magie wirken konnte. So legte er seine Hand vorsichtig auf ihre Schulter und sprach ihr leise zu
      "Wenn du etwas brauchst, lass es mich wissen."
      Der Plan wurde damit zwar wieder etwas komplizierter, doch trug er vorerst alles was Khil ihm gesagt hatte auch den Anderen vor. Dass der Riese der Lodoz verletzte auf den Namen Valteri hörte und aus dem Norden kam und auch dass zwei der Truppe wahrhaftig aus Melora stammen könnten.
      Letzteres brachte Lodoz dann nur dazu seine Arme zu verschränken und arrogant die Nase hoch zu ziehen.
      "Was wirklich? Ne Frau und n Kerl? Diese Zwillinge treffen da nicht auf die Beschreibung also war zumindest die Frau diese halb nackte in dem Zimmer wo ich einbrach, diese Renera. Der Kerl sah auch nicht normal aus. Diese Augen waren beinahe wie Leuchttürme als er im richtigen Winkel stand. Hab ich noch nie gesehen. Aber trinkfest sind beide nicht. Haben wohl versucht zu ficken als ich rein kam. Zu dumm" er lachte, doch dann fiel Berek ein.
      "Mhm. Zu dumm... dass du dich trotzdem von dessen Wachhund hast überrumpeln lassen. Kaum siehst du ein paar Brüste, bist du nur noch halb so effektiv. Darüber werden wir noch reden Lodoz.."
      Sein stechender Blick sprach bände, die Lodoz nicht unbedingt hören wollte. Trotzend wollte es Lodoz aber nicht einfach so akzeptieren.
      "Hey. Ich hab mich nur gerettet! DIE hat mich auf nen Weg geführt wo Wachen auf mich gewartet haben! Ihr eigener Weg war komplett frei. Schon komisch oder?! Der Fluchtplan war alleine ihre Aufgabe. Kaum schlägt er fehl, schleimt sie sich bei euch ein und leugnet jeden Fehlschlag! Für mich ist das alles ziemlich offensichtlich!"
      Für diesen Widerspruch hätte Berek ihn im ersten Moment am liebsten direkt bestraft, doch was er da von sich gab, klang zumindest nach einem berechtigten Einwand. Vorerst beschloss sich Berek aber dafür die Sache später zu überdenken. Nun stand erstmal diese seltsame Gruppe im Raum. So sah er Pria fragend an.
      "Was denkst du? Zwei aus Melora und davon einer der Kryss mit sich für magische Forschung umher trägt? Noch dazu soll er ein lebender Katalysator sein. Stell dir das mal vor. Der ist nicht nur ein ganzes Land wert, sondern mindestens ebenso gefährlich."
    • Pria verschluckte sich fast an ihrem Brot, als unversehens doch Berek durch die Tür marschierte. Sie richtete sich halb auf, hustete und erschlaffte dann wieder, nachdem sie dieser Akt fast ihre ganze Lebensenergie gekostet hatte.
      Elraya sah von dieser Kiste auf und warf Berek halb finstere und halb genervte Blicke zu, ehe sie sich ächzend aufrichtete und die Fetzen dessen zusammensammelte, was einst an ihrem Körper gehangen und von Lodoz gänzlich in Stücke gerissen worden war. Allerdings machte sie sich nicht die Mühe die Sachen wieder überzuziehen, stattdessen klumpte sie sie auf ihrem Schoß zusammen und begnügte sich dann damit, finster dreinzusehen.
      Pria versuchte derweil, Bereks Stimmung zu erraten und erlaubte sich das Urteil, dass er neutral drauf war. Das war zwar nichts gutes, aber es war auch nichts schlechtes und nachdem er ihr sogar sagte, dass sie auf ihn zukommen könne, glaubte sie fast schon, dass er gut drauf war. Das musste sie unbedingt ausnutzen, vielleicht war der Tag ja doch nicht so scheiße.
      Zunächst ließ sie ihn erzählen. Berek präsentierte irgendein neues, wahnwitziges Ziel, das weit über die Vorstellungskraft ihres bisherigen Reichtums hinausging und auch noch in unmittelbarer Reichweite lag. Sein Schlagabtausch mit Lodoz erheiterte sie und daraufhin zog sie gleich eine der Zigaretten heraus und entzündete sie mit einem Funken, der ihr aus der Fingerspitze sprang. Sie konnte sich echt bildlich vorstellen, wie Lodoz von dem Anblick ein paar Brüste vollkommen aus dem Konzept gebracht wurde und gleich vergaß, wieso er überhaupt hergekommen war. Nur zu schade, dass das wahrscheinlich die Realität betraf.
      Elraya meldete sich gleich um mitzumischen, kaum als ihr Name fiel. Sie hielt sich noch immer die Rippen, deutete aber anklagend auf Lodoz.
      "Ich kann gar nichts dafür, wenn du mit deinem fetten Arsch die ganze Stadt aufweckst! Du hast sie ja nichtmal abgeschüttelt, bis du hergelaufen bist, so dumm bin ja nichtmal ich!"
      Berek ignorierte das Gezanke der Zwei und wandte sich an Pria, die ihn erst einmal aufmerksam musterte und an ihrer Zigarette zog. Sie hatte in ihrem derzeitigen Zustand keinerlei Lust auf Bereks Wutausbrüche und versuchte daher einzuordnen, wie genau sie ihm antworten konnte.
      "Ich denke, wir entscheiden nichts, ohne genug Informationen zu haben. Damit meine ich nicht die Aussage dieser Khil, sondern handfeste Sachen. Ich will die Truppe sehen und ich will die Truhe sehen, vorher kann ich mir nicht absolut sicher sein, dass sie tatsächlich existieren. Und wenn sie das tun...", sie blies den Rauch in die Luft, "... sollten wir alles verwerten, damit nichts mehr übrig bleibt. Keine Spur von ihnen zurücklassen. Die zwei aus Melora können auf den Sklavenmarkt - für den Kryss-Kerl allein sollten wir schon mehr als genug bekommen - und den Nordmann können wir entweder auch versklaven, oder wir töten ihn. Aber wir müssen es sorgfältig durchplanen, ohne irgendwelche Abweichungen."
      Den letzten Teil sprach sie über die Schulter zu Elraya, die sich sogleich hineinsteigerte.
      "Ich kann nichts dafür, wenn Lodoz so -"
      "Halt die KLAPPE, El!", fauchte Pria ruckartig, lehnte sich nach vorne und massierte sich den Nasenrücken. Sie stützte sich schwer auf dem Tisch auf, als sie sich wieder Berek zuwandte.
      "Das ist eine ganz fantastische Aussicht, Berek, aber gib' mir eine Pause. Ich bin heute fast verreckt und dann bin ich's doch nicht und wenn ich den zwei beim Sex zuhöre, will ich's doch wieder sein. Gib' mir eine Pause, nur eine einzige. Danach mach ich wieder alles, was du willst."
      Sie schnippte ihre Zigarette weg und fischte bereits nach einer neuen.
      "Und ich habe keine Zigaretten mehr. Die hier sind Müll. Ich brauch' das harte Zeug."
      Sie sah kurz zu Berek auf.
      "... Bitte."
    • Elraya's Einwände ließen das linke Augenlid von Lodoz wieder zucken. Wer weiß was ihr gedroht hätte wenn Berek nicht anwesend war. Doch sorgte Pria schon dafür dass Berek eine Ablenkung fand während er mit Elraya verbal auszufechten versuchte, was sie ihm ständig entgegen zu bringen hatte. Alles was ihn dabei so sehr anfachte war nicht mal dass Elraya ihm Widerworte entgegen brachte, sondern dass sie eine offensichtliche Tatsache zu dementieren versuchte. Ein Mann von Berek's Kaliber hätte diese Lüge ganz klar ohne jede Mühe durchschauen können, doch reizte es Lodoz trotzdem viel zu sehr wenn sich seine Schwester gegen ihn stellte.

      Währenddessen hörte Berek seiner Pria zu. Zu keinem Zeitpunkt war er über ihre Analyse überrascht, strich ihr sogar über das Haar und atmete dabei tief aus.
      "Ich habe gehofft dass du dieses Mal einen Plan hast, der meinem nicht ähnelt. Es steht tatsächlich eine Menge an Vorbereitung bevor."
      Dann sah er an ihr hinunter und nickte, nachdem sie ihren Wunsch äußerte. Es war nur zu deutlich zu erkennen wie er ihr tatsächlich Erholung wünschte aber auch nicht erfreut war sie in diesem Plan nicht mit einbinden zu können.
      "Nimm diese hier."
      Da reichte Berek ihr seine letzten Zigaretten. Ein ganzes Dutzend der höchsten Qualität, die man mit Gold in dieser Stadt kaufen konnte. Der Händler für eine solche Ware kam nur ein mal im Monat, welcher gerade mal 14 Tage jung war. Den Rat diese zu genießen, sprach Berek gar nicht erst aus, immerhin hatte er selbst knapp 50 davon als der Monat begann. Diese dreckige Angewohnheit war alles andere als empfehlenswert, doch halfen sie einfach zu gut beim nachdenken. Sei es drum.
      "LODOZ! ELRAYA!"
      Er brüllte sie an als würde er nun einen Befehl aussprechen wollen und dabei nur so laut sein um ihr ständiges Gezeter zu unterbinden.
      Lodoz hörte für seinen Teil sofort zu und unterbrach seinen Satz, welcher an Elraya gerichtet war noch in der Mitte.
      "Ich will dass ihr diese seltsame Trupp..."
      Da klopfte es an dem Eingang welchen Khil zuvor nutzte. Es war ein starkes Klopfen, keines von einer gelangweilten Wache die nur einem Befehl nach ging. Sofort huschte Berek in einen beschatteten Teil der Seite um von Außen nicht auf ihn blicken lassen zu können. Was er dann erblickte, jagte ihm einen Schauer über den Rücken. Da stand doch tatsächlich dieser riesige Typ in der Gasse. Aber als wäre das nicht schon genug, stand vor ihm ein Mann mit weißen Haaren und hellblauen Augen. Berek hätte seinen rechten Arm darauf verwettet wenn das nicht dieser Aradan war. Die Kleidung entsprach absolut nicht der Mode aus diesem Land. Beinahe hätte er die Tür von Khil aufgebrochen um sich eine Bestätigung zu holen, doch hielt er vorerst inne und beobachtete was diese Beiden dort trieben.

      "Ist dort Jemand? Mein Freund hier glaubt wen durch diesen Schacht schlüpfen gesehen zu haben der uns einiges bedeutet. Falls dort Einer wohnt, wären wir sehr Dankbar wenn ihr euch meldet."

      Berek war hin und her gerissen eine Finte mit seiner Großmutter stimme zu legen um beide fort zu jagen, doch entschied er sich dann doch einfach zu verstummen und allen im Raum mit dem Finger vor seinem Mund absolute Stille zu befehlen. Es dauerte dann einen Moment bis der vor gebeugte Mann sich wieder aufrichtete und zum großen Kerl sah.

      "Ich hätte schwören können hier jemanden gehört zu haben aber.. ich weiß nicht. Ich glaub du musst dich versehen haben. Ich kann mir nicht vorstellen dass Khil freiwillig in eine solche Gasse läuft."
    • Pria nahm Bereks Zigaretten mit Ehrfurcht entgegen und entzündete eine davon. Das Gefühl war ein gänzlich anderes als die gewöhnlichen, die Lodoz ihr gegeben hatte. Der erste Zug tauchte ihr Gehirn bereits in einen weichen, dickflüssigen Nebel, der sich sogleich in ihrem ganzen Körper ausbreitete und für eine angenehme, einschläfernde Wärme sorgte. Sie seufzte vor Erleichterung auf und lehnte sich wieder zurück. Jetzt war ihr sogar das Geschimpfe der Geschwister wieder egal und auch Bereks Gebrüll, bei dem sie sich sonst selbst aufgerichtet hätte. Dafür gehorchten die beiden anderen umso schneller und wandten sich dem anderen zu.
      Ein Klopfen an der Tür ließ sie dann alle gleichzeitig auffahren. Das war kein Klopfen einer reinen Patrouille, das war etwas bestimmteres, etwas, das ihnen tatsächlich gefährlich werden konnte.
      Berek war der erste, der reagierte, dicht gefolgt von Pria, die sich lediglich auf den Boden gleiten ließ und sich in den Sichtschutz des Tisches duckte. Elraya griff nach ihrem Messer und kauerte sich hinter die Kiste und Lodoz verschwand ebenso aus der Sichtweite des Eingangs.
      Dann starrten alle vier auf die Gestalten am Eingang, während keiner von ihnen einen Mucks von sich gab. Pria drückte sogar, um den Rauch zu vermeiden, mit einigem Kummer ihre Zigarette aus. Dann verharrten sie alle regungslos, verschmolzen mit den Einrichtungen des Unterschlupfs.
      Sie existierten also wirklich, das konnte selbst Pria nicht mehr leugnen. Der Mann mit den weißen Haaren, zweifellos der Kryss-Mann, und sein übermenschlicher Leibwächter, der Nordmann. Sie waren so nah und doch so unerreichbar. Wenn sie nur auf so etwas vorbereitet gewesen wären! Wenn Pria sich nicht so geschwächt fühlte! Sie nahm Augenkontakt mit Berek auf, in dem sie ihn stumm anwies irgendwas zu tun, um diese Gelegenheit nicht verstreichen zu lassen, aber natürlich wäre Berek nicht Berek, wenn er nicht die Lage ohne den Einfluss eines einfachen Impulses unter Kontrolle hätte. Er verblieb in seiner Ecke und bedeutete ihr mit einem wirschen Zeichen, ruhig zu sein.
      Die beiden Männer standen einige Sekunden draußen, redeten über diese Khil und zogen schließlich wieder ab. Die vier Personen im Raum verharrten noch eine Weile, nachdem sie gegangen waren, in ihren Verstecken aus und kamen schließlich zögerlich wieder hervor. Elraya vergaß dabei völlig, auf Lodoz sauer zu sein, streifte sich ein paar Kleidungsstücke über und huschte dann - so leise, wie es ihre Rippen ermöglichten - zum Eingang, um vorsichtig hinauszuspähen. Den Dolch hielt sie im Anschlag, um ihn sofort zum Einsatz zu bringen, aber die beiden Männer waren tatsächlich wieder gegangen. Sie drehte sich um.
      "Soll ich ihnen folgen, Berek? Sie belauschen? Auskundschaften? Überfallen?"
      Sogar Pria hatte nun Interesse an der Sache gewonnen, wenngleich sie als erstes eine neue Zigarette ausholte und einen tiefen Zug nahm. Ihr Blick wanderte über die Karten auf dem Tisch.
      "Khil sollte nicht mehr rausgehen, außer es ist absolut nötig. Wenn sie sie noch einmal sehen, werden sie kaum ein zweites Mal nur klopfen ohne reinzukommen."
      Sie sah zu Berek und nahm einen weiteren, tiefen Zug.
      "Die sind beide ein absolutes Vermögen wert. Wir müssen sie in jedem Fall lebendig bekommen."
      Sie legte die Beine wieder auf den Tisch.
      "Ich überlege mir was, solange El weg ist. Ich mache immer noch Pause, aber ich überlege mir was."
      Dann rauchte sie, ließ sich in die Entspannung abtreiben und dachte darüber nach, wie sie diese blauen Augen einfangen und wiederverwerten konnte.
    • Der Moment in welchem zwei der Ziele in nicht mal 10 Metern Entfernung waren, ja noch nicht mal wussten dass sie beobachtet wurden, kam Berek endlos lang vor. Sie konnten einfach nichts tun nachdem was Khil über sie erzählt hatte. Er selbst wäre mit seiner Magie nahezu machtlos, wenn es stimmte dass dieser Aradan Magie absorbieren kann. Und dem Nordmann traute er zu seine Flammen so lange auszuhalten, bis Berek in seiner Reichweite gewesen wäre und wohl kaum im Nahkampf überlebte. Bei solchen Riesen war Geschwindigkeit zwar ein guter Konter, doch war auch ein einziger kleiner Stolpler genug um geradewegs ins Jenseits zu wandern. So sehr es ihn auch schmerzte, musste er die Beiden einfach wieder ziehen lassen und zugleich auch seine kleine Mannschaft im Zaum halten.
      "Ihr werdet überhaupt nichts unternehmen. Elraya kann sich nicht frei bewegen mit ihrer Verletzung. Du selbst kannst aber gerne Pläne ausarbeiten, solange du auf deine Verfassung achtest. Und Lodoz.. Schaut ihn euch an. Er ist betrunken. Abgesehen davon haben die Lodoz schon gesehen."
      Da schnellte er zu seinem Mantel und seinem Hut, welche er beide anzog und zur Tür des Tunnelsystems ging.
      "Versucht einfach Pria zu unterstützen. Besorgt ihr Kaffee und jede Menge Hülsenfrüchte sowie ein gutes Stück Rindfleisch. Das hilft dem Körper nach so einem Blutverlust schneller wieder auf die Beine. Während ihr das macht, werde ich mich an die Fersen der zwei hängen. Sie waren in die Richtung des Marktes unterwegs. Da find ich die ganz sicher wieder.
      Und Lodoz. Beschränkt eure Liebesspielchen doch bitte auf blaue Flecken okay?"

      Letzteres war ganz eindeutig als Warnung aufzufassen, was Lodoz auch genau so aufnahm, doch lies er sich bis auf seinem zustimmenden Nicken nichts anmerken.
      Und so kam es auch dass Berek flott auf dem Markt war, oder eher einen der Ausgänge nutzte um in einer Gasse direkt neben dem Markt raus zu kommen. Lange hatte es nicht gedauert als er diesen Riesen in der Menge ausfindig machen konnte. Unter den Leuten schauten auch immer mal wieder interessierte rüber und staunten über dieses gewaltige Auftreten. Schon lustig. Wäre dieser Aradan alleine in der Menge, wäre wohl er der Auffälligste gewesen. Weiße Haare waren ganz klar nicht normal in seinem Alter und ebenso stachen seine Augen ziemlich hervor.
      Aber sei es drum. Er hatte sie gefunden und darauf kam es an. Anders als Lodoz oder Elraya hatte Berek den großen Vorteil offen umher laufen zu können, was er auch nutzte und immer zwei oder auch mal drei Marktstände entfernt zu folgen. Allem Anschein sah es danach aus als würden die Beiden ihre Vorräte aufstocken. Der Kerl aus Melora hatte eine Liste in der Hand, konnte demnach also auch lesen... Gott heutzutage konnte das wohl echt jeder.. Noch vor 1-2 Jahren war es ein unglaublich großer Vorteil gegenüber den meisten Leuten, nun kam es ihm beinahe schon vor wie eine übliche Fähigkeit. Nicht mehr lang und in Schulen wird Magie gelehrt.. lachhaft.
      Alles was Berek nun aber tun konnte war sich zu merken was die Beiden alles kauften. Es war ganz und gar nicht günstig. Jede menge Arznei war darunter. Verbände, Kräuter, Gewürze und zu guter letzt gingen sie auch noch bei einem Schneider vorbei. Sollte er ihnen in den Laden folgen? Er könnte so tun als ob er etwas bräuchte.. aber damit würde er ihnen sein Gesicht zeigen, was später sicher noch nachteilig enden könnte. Also nein. Er wartete ab. So lange bis die Zwei mit einem großen Sack hinaus kamen, welchen der Riese schulterte als wäre er mit weicher Watte gefüllt. Ganz klar wollte er keinen Tanz mit diesem Kerl wagen.
      Seiner Analyse nach, wollte er das aber auch genau so wenig mit diesem Aradan. Er sah zwar etwas müde aus aber der Rest seines Körpers sprach bände. So sah kein Mensch aus der hin und wieder mal gekämpft hat, wie eine Wache oder ein Soldat im Innendienst. Und den mysteriösen Faktor, dass er ein lebender Katalysator war, barg auch noch unglaublich viele Rätsel die er nicht einfach so außer Acht lassen durfte.
      Am Ende lief es darauf hinaus dass er ihnen bis zum eisernen Keiler folgte und auch schnell das zerbrochene Fenster erblickte. Das waren doch schon mal einige gute Informationen. Sogar einen Moment später konnte er sehen, dass der Riese wohl das Zimmer genau darüber hatte. Ziemlich praktisch wenn man sich bei Nacht von außen durch die Fenster ansehen wollte wo die Truhe stand. Und leise hinein, kam Elraya bei dem zerbrochenem Fenster ebenso. Jetzt blieb nur noch zu erfahren wie lange die Truppe vor hatte in der Stadt zu bleiben, was für Berek ein Kinderspiel war. Er bezahlte einfach einen seiner rede gewandten aber auch korrupten Wachen um diese Information aus dem Wirt selbst raus zu bekommen. Diese Wache konnte es immer gut so rüber kommen lassen als wäre er im Auftrag einer wichtigen Person unterwegs, die sich um das Wohl der Stadt sorgt. Und so auch hier. Er fuhr exakt diese Masche ab, was ziemlich gut funktionierte. Immerhin war diese Truppe tatsächlich recht auffällig. So zweifelte der Wirt auch keine Sekunde daran dass es sich nur um eine Vorsichtsmaßnahme handelte.
      Und es erfreute Berek sehr zu hören was die Wache ihm mitteilte. Die Zimmer waren für eine komplette Woche vor bezahlt. Und darüber hinaus wurde es mit den Worten "Vorerst für eine Woche" abgehandelt. Sogar über eine Brieftaube, weshalb der Wirt exakt wiedergeben konnte dass es Vorerst für eine Woche bezahlt wurde. Es hätte also noch mehr Zeit geben können und Berek war sich bereits sicher, dass er dafür sorgen wird diesen Aufenthalt zu verlängern.
      So war es auch langsam wieder Zeit für ihn zurück zum Unterschlupf zu gehen. All das was er in Erfahrung gebracht hat, würde Pria ganz sicher helfen einen guten Plan auszuarbeiten.



      Im Gasthaus selbst, trat Aradan ohne Valteri leise in sein Zimmer ein. Renera war noch am schlafen als er leise hinaus ging, mit dem Plan frische Luft zu schnappen ehe er von Valteri abgefangen und über die gestrige Nacht informiert wurde. Beide hatten sich dazu entschlossen die Gasse noch mal zu untersuchen wo die Blutspuren plötzlich aufgehört hatten und auch nach Bericht der Wachen nur fragende Gesichter zurück blieben. Zumindest schien dort kein Eingang zu einem Gebäude zu sein und gemeldet hatte sich auch niemand, also machten sie das einzig Sinnvolle und erledigten schon mal die ein oder andere Besorgung. Unter anderem einiges was auf der Liste für Daikata stand. Doch hatte Aradan auch die Idee für alle neue Kleidung zu besorgen. Sie wanderten nach wie vor mit dem teuren gelehrten Outfit herum, was immerzu für Aufmerksamkeit sorgte und mehr Argwohn hervor brachte als Aradan lieb war. Es war also an der Zeit etwas zu tragen, was nicht auffiel und dennoch praktisch und leicht für den Kampf war. Auf übertrieben viel Eisen am Körper, legte ohnehin niemand in seiner Gruppe wert. Bis auf Valteri. Er wollte bei seinem Outfit bleiben, mit der Begründung dass er ohnehin auffällt, egal was er trägt, was Aradan auch nicht wirklich abstreiten konnte.
      Im Zimmer eingetreten, schloss Aradan leise hinter sich die Tür und trank etwas von dem Orangensaft, welcher noch auf dem gut befüllten Frühstückstisch stand. Danach ging er zum Bett auf die Seite wo Renera schlief, setzte sich auf die Bettkante und nahm ihre Hand mit beiden von sich und streichelte diese etwas.
      "Guten Morgen. Geht es dir schon etwas besser?"
      Fragte er sanft, gerade laut genug um sie nicht zu wecken falls sie noch im Tiefschlaf wäre.
    • Renera erwachte zu dem Anblick eines bereits wachen Aradan, der neben ihr auf der Bettkante saß und ihre Hand streichelte. Sie lächelte über den Anblick, dann streckte sie sich.
      "Eigentlich müsste ich dich das fragen, du bist älter als ich."
      Tatsächlich fühlte sie sich wesentlich besser, so gänzlich ausgeschlafen und entspannt, wie sie war. Es war eine angenehme Abwechslung mal nicht auf einem harten Waldboden zu schlafen, wenngleich sie es weniger genoss, den ganzen Tag im Zimmer zu verbringen. Auch wenn es mit Aradan war.
      Sie ergriff ihn am Hemd, zog ihn zu sich herab und drückte ihm einen Kuss auf die Lippen, ehe sie sich aufrichtete und schließlich auch aufstand. Ihr Blick fiel auf einen Stapel neuer Kleider, die über der Stuhllehne hingen. Sie sah zurück auf Aradan.
      "Warst du etwa auf dem Markt? Wieso hast du mich nicht geweckt, ich wäre mitgegangen. Wir sind schon viel zu lange hier drin."
      Sie ließ sich von Aradan erzählen, dass er ihnen allen neue Klamotten besorgt habe und machte sich gleich daran sie überzuziehen. Sie waren luftiger als die Garnitur, die sie sonst immer trug, aber in der Stadt musste sie sich auch wohl kaum über solche Dinge Gedanken machen.
      Sie drehte sich zu ihm um.
      "Wie lange werden wir in der Stadt bleiben? Ich muss mein Training wieder aufgreifen, sonst rosten mir noch die Muskeln ein. Dann kann ich auch nicht tanzen."
      Sie lächelte, aber dann stutzte sie.
      "Ist sonst alles in Ordnung?"
    • "Tut mir Leid. Das war nicht mal meine Absicht. Ich wollte nur vor das Gasthaus um etwas frische Luft zu tanken... wobei das wirklich keine frische Luft innerhalb dieser Mauern ist. Der Fischmarkt und die vielen Menschen sorgen nicht grade dafür dass man die Luft in seine Lungen ziehen will."
      Er lachte etwas, wobei es tatsächlich an manchen Ecken ziemlich übel roch, worüber man kaum lachen konnte.
      "Und naja. Valteri hat mich unten abgefangen. Hat mir ein paar seltsame Dinge erzählt der Gute."
      Aradan rieb sich verlegen am Hinterkopf als er ihr Sinngemäß wiedergab
      "Wir haben gestern echt etwas zu viel getrunken. Ich erinnere mich absolut nicht mehr daran aber wir hatten einen ungebetenen Gast in unserem Zimmer, gerade als wir.. naja. Also als wir vor Kurzem ein mal wach wurden und uns wunderten warum wir nur so wenig an hatten, lag daran dass wir tatsächlich miteinander schlafen wollten, wohl aber kaum was auf die Reihe bekommen haben. Dazu kam der Einbruch von einem Banditen, wie Valteri ihn beschrieb. Eben dieser kam bei dem Lärm direkt zu uns und aus diesem Grund ist auch unser Fenster kaputt."
      Über die Frage, wie lange die Truppe wohl bleiben würde, hatte er noch nicht nachgedacht, so sah er auch recht unwissend zu Renera
      "Hm. Also bezahlt haben wir für eine Woche. Ich habe mir gedacht dass wir alle etwas Ruhe verdient haben. So kannst du auch deine Verletzung richtig untersuchen lassen. Aber abgesehen davon haben wir alle auch viel psychischen Schaden erlitten, der hier deutlich mehr Ruhe bekommt als an orten wo man ständig von allem überfallen werden kann. Ich habe mich aber nicht unbedingt fest gelegt. Wenn es dir zu viel in einer solchen Umgebung wird, sag nur Bescheid, okay?"

      Der Gedanke mit dem Training war dann aber tatsächlich kein schlechter Punkt. Aradan fühlte sich ebenso schon etwas unterfordert was seinen Körper anging. Er hatte zuletzt so viel im Zwielicht durch gemacht und starb sogar ein mal, da empfand er es als sehr guten Einwand von Renera mal einen Übungsplatz aufzusuchen.
      "Deine Muskeln rosten ein? Willst du mir etwa sagen dass ich dich nicht genug beansprucht habe?"
      Er lachte und spielte klar auf die letzte Nacht an, nach dem Tanzen. Aber vor eine Antwort auf seinen Spaß, küsste auch er Renera nun ohne darüber nachzudenken, als wäre es das normalste der Welt, obwohl es an sich etwas war, dass Aradan noch komplett neu war.
      "Aber ich versteh schon was du meinst. Das hier ist aber eine große Stadt, ich würde wetten dass es hier auch ein Trainingsgelände gibt, oder vielleicht auch nur eine Kaserne. Gegen Bezahlung lassen die einen sicherlich deren Übungsplatz nutzen. Wenn du magst können wir ja dort hin gehen, jetzt wo ich den Ausflug zum Markt schon vorweg genommen habe."
      Mit leichter Sorge fuhr er Renera aber vorsichtig über ihren Arm, welcher natürlich noch kaum verheilt war.
      "Aber bist du dir sicher dass du damit schon Üben möchtest? Auch wenn du ihn nicht nutzt, du könntest darauf fallen."
    • "Tatsächlich?", fragte Renera und musste bei der Vorstellung lächeln. "Unsere betrunkenen Ichs hatten es wohl eiliger als wir."
      Es passte wohl zusammen, auch, dass sie Aradan schon vorher geküsst hatte, als sie mehr getrunken hatte. Nur der Einbruch beunruhigte sie ein wenig, aber Valterri hatte wohl auch ohne sie alles im Griff gehabt. Nur würden sie das Fenster irgendwann wieder reparieren lassen müssen.
      Voraussichtlich würden sie also wohl noch länger in der Stadt bleiben und der Vorschlag von Aradan, sich ihre Wunden ordentlich versorgen zu lassen, war gar nicht mal verkehrt. Ärzte waren zwar teuer, aber Renera hatte ja schließlich Gold von Aradan erhalten, also war es wohl fast eine Notwendigkeit. Zumindest nach dem Training könnte sie bei einem vorbeisehen.
      Sie grinste auf Aradans Anspielung hin und ergriff seine Hand, als er sie ein weiteres Mal küsste. Es fühlte sich noch ungewohnt an, seine raue Hand in ihrer zu spüren, aber es war nichts, woran sie sich nicht gerne gewöhnt hätte. Eigentlich fühlte es sich sogar richtig an, als hätte sie nur darauf gewartet.
      "Machst du dir etwa Sorgen um mich?", schmunzelte sie und schob seine Hand von ihrem Arm weg und auf ihren Rücken. Seine Bewegungen wirkten noch unbeholfen, so als wüsse er nicht ganz, wie er mit ihr umzugehen hatte, aber das würde er mit der Zeit schon lernen. Sie würde es ihm zeigen.
      "Wenn ich nicht bei Bewegung bleibe, kannst du dir Sorgen machen, sobald wir wieder angegriffen werden. Davor hast du gar keinen Grund dazu."
      Sie lenkte ihn ein wenig näher zu sich heran und holte sich einen zweiten Kuss von ihm ab.
      "Ich werde einhändig kämpfen. Und ein Schlag auf den Arm zählt als Foul."
      Dann löste sie sich von ihm und sie gingen nach draußen.

      An Kasernen mangelte es in der Stadt tatsächlich nicht, genauso wenig wie dazugehörigen Übungsplätzen. Obwohl sie offiziell für das Militär genutzt wurden, waren die Soldaten recht nachlässig und es gab nur sehr wenige Männer in Uniform, die unter Aufsicht gegeneinander antraten. Der Großteil waren wohl doch Privatpersonen oder Soldaten außerhalb der Dienstzeit, die sich ihre Freizeit darin vertrieben.
      Die beiden erkauften sich einen Platz und die dazugehörigen Übungswaffen, von denen es eine Menge gab. Renera bediente sich, nachdem sie sowieso einhändig kämpfte, an einem Langschwert und wog es testweise in der Hand, ehe sie damit auf Aradan zutrat. Dann hob sie es an.
      "Keine Zurückhaltung. Ich brauche das Training und kein Erbarmen."
    • Jeden Kuss genoss Aradan als wäre es der letzte den er je bekommen würde. So gab er sich jedem mit all seinen Gefühlen hin, die er seit seiner Kindheit für Renera hatte. Auch ihre kleine Anspielung konnte er kaum entfliegen, so blieb ihm nur den Blickkontakt leicht zu brechen und dabei zu schmunzeln.
      "Du bist gut.. Natürlich mache ich mir Sorgen. Du weißt wie ich früher war und das hat sich nie geändert. Mir bedeutet jeder in der Gruppe eine ganze Menge, doch hätte ich für dich ein Königreich gestürzt... hätte ich nur von dir gewusst..."
      Erst voller Liebe, dann beinahe reumütig, als könne er sich einfach nicht sofort verzeihen nicht mehr Wert darauf gelegt zu haben sie wieder zu finden.. bevor ihr all das passiert ist, was sie durchleben musste.

      Der Vorschlag von Renera, bezüglich ihres Armes, betrachtete er vorerst mit einem analytischen Blick während sie seinen Arm auf ihren Rücken legte. Kurz darauf nickte er und lächelte sogar wieder dabei.
      "Ich verstehe. Gar kein schlechter Einfall. So kannst du dich mehr auf einen Arm konzentrieren, während ich versuchen muss nur bestimmte Stellen zu treffen. Das können wir gerne versuchen."
      Als ihm dann erneut ein Kuss aufgedrückt wurde, sprach sein Körper ohne sein Zutun. Beinahe hätte er sich gegen Renera gelehnt um sie wieder spüren zu können wie er es vor wenigen Stunden konnte.. ein unbeschreibliches Gefühl.. und immerzu daran denkend, wenn sie ihre weichen Lippen auf seine legte. Kaum vorstellbar wie er all sein Leben ohne Renera überleben konnte... ein Gedanke, der ihm wohl noch einige male kommen würde.

      Nach wenigen Hürden kamen beide aber am Übungsplatz an. Es bedurfte nicht viel, da der Platz gerade mal von vier trainierenden Soldaten benutzt wurde. Dieser Platz war aber locker für 50 Leute vorgesehen, so konnten sich Renera und Aradan ordentlich austoben. Doch eine Sache kam ihm dann doch noch in den Kopf. Kurz nachdem Renera einen erbarmungslosen Kampf forderte.
      "Du.. Sag mal. Ich hab da eine Idee. Was würdest du davon halten, wenn wir beide eine Waffe wählen, mit welcher wir kaum Erfahrung haben? Ich meine, wenn ich dir mit einem Übungslangschwert entgegen trete, du aber dem Kampf mit zwei Klingen gewohnt bist, wäre das doch äußerst unfair. Warum also nicht uns beide auf etwas neues einstellen. So können wir den Instinkt deutlich stärker trainieren. Was meinst du?"
      Da ging Aradan zum Waffenständer, welcher eine Vielzahl an Waffen darbot. Ja sogar Waffen die er selbst nicht einordnen konnte. War das vor ihm eine Lanze oder eine Axt? Wie konnte diese dicke Schneide auf der anderen Seite der Stange überhaupt halten ohne das Holz im vollen Schwung zu zerreißen? Oder diese. Zwei Hölzerne Stöcke die an einer kurzen Kette gebunden waren.
      "Die Armee in diesen Ländern hat sich ja ganz schön was einfallen lassen"
      Meinte er doch etwas begeistert. Doch fand er in diesem Moment mehr Gefallen an einem ziemlich großem Schwert. Beinahe wie ein Langschwert für Valteri.
      Da trat auch schon der Waffenmeister zum Stand heran als er sah wie überfordert Aradan einige Waffen anblickte. Ein Mann mit einer Augenklappe, übersäten Narben auf seinen Armen und stark gebräunter Haut, sowie schwarzen Kurzhaarschnitt.
      "Na? Kommst nicht von hier hm? Was du da anschaust ist ein Katar-Großschwert."
      "Katar?"
      "Ganz genau. Übliche Großschwerter haben nicht so viel stahl an sich da sie ohnehin schon schwer zu führen sind. Ein Katar-Großschwert hat aber nochmal 25% extra Stahl verschmiedet. Daher die breite Klinge. Da musst du schon noch etwas mehr Muskelmasse aufbauen um sie ordentlich schwingen zu können."
      Aradan sah beinahe enttäuscht drein aber wenn ihm ein Waffenmeister schon davon abriet, war es wohl nur weise dem zu folgen.
      "Okay. Und welche Waffe würden sie mir empfehlen? Äxte, Lang und Kurz-Schwerter würde ich gerne meiden, sowie den Bogen."
      Da nickte der Schwertmeister und hielt Aradan einen langen Stab hin.
      "Versuchs doch hiermit. Nichts scharfes und dennoch eine Waffe für wahre Kenner."
      Aradan nahm es entgegen und wirbelte es zwischen seinen Händen geschickt umher, machte sogar den ein oder anderen Wurf während des Wirbelns und fing die Waffe wieder auf ohne an Geschwindigkeit zu verlieren.
      "Hm. Was meinst du? Sollen wir andere Waffen nutzen oder wäre es dir lieber bei den Bekannten zu bleiben?"
      Aradan war tatsächlich etwas überfordert mit der Vielfalt, würde sich wohl aber heran wagen unter der Voraussetzung dass sich Renera damit wohl fühlte. Ihm selbst war es absolut gleich wie sie sich entschied. Aufpassen musste er so oder so.
    • Aradans Vorschlag mit Waffen zu üben, die sie nicht sehr gewohnt waren, kam Renera äußerst gut vor, wenn es da nicht ein Problem gegeben hätte.
      "Ich glaube, mit dem Bogen bin ich am schlechtesten. Aber ich fürchte, das wird heute nichts."
      Sie hob den verbundenen Arm leicht an, ehe sie sich zu den vielen anderen Übungswaffen umwandte, die vor ihnen auf einem Gestell aufgereiht waren. Tatsächlich hatte sie eine weitreichende Erfahrung was die verschiedensten Waffenarten anging, nachdem sie ihre Schüler stets mit ihren eigenen Lieblingswaffen trainiert hatte, aber ein wenig Abwechslung würde dennoch nicht schaden. Besonders für das Training war es wohl eine gute Herausforderung.
      Aradan verwickelte den Waffenmeister in ein Gespräch über die verschiedenen Waffen, während Renera an dem Gestell entlang schlenderte und nach einer Waffe suchte, die ihr einen ähnlichen Effekt wie der Bogen geben würde, aber eben mit einer Hand bedient werden konnte. Sie entschied sich kurzerhand für eine Armbrust, deren Bolzen keine Spitze besaßen und deren Spannkraft verringert war. So trug man höchstens einen blauen Fleck davon, wenn man doch getroffen wurde, allerdings sollte sie damit wohl dennoch den Kopf vermeiden.
      Aradan entschied sich für einen Kampfstab, den er mit äußerstem Geschick sogleich aufnahm und damit Renera belustigte. Sie wog das Gewicht der Armbrust in der Hand und musterte ihn währenddessen mit dem langen Stab.
      "Der steht dir, aber ich glaube, damit muss man besonders schnell sein. Nach meiner Einschätzung sind deine Muskeln eher auf Kraft, als auf Geschick eingestellt. Aber nur zu, dann muss ich vielleicht nicht so gut zielen."
      Sie lächelte ihn an, dann bezogen sie die Stellung und richteten ihre Waffen aufeinander.
      Renera hatte sich über die Jahre hinweg tatsächlich wesentlich mehr auf Nahkampf als auf Fernkampf konzentriert. Sie bevorzugte einfach das Gefühl einer Waffe in der Hand, mit der sie gegen den Gegner antreten konnte, anstatt sich darauf zu verlassen, dass ihr Geschoss ohne ihre Einwirkung ihr Ziel fand. Außerdem vertraute sie stets darauf, dass ihre Schläge die richtige Kraft besaßen, um ihren Gegner zu Fall zu bringen. Bei Pfeilen oder Bolzen hatte sie gar keine Möglichkeit, bis auf die Spannkraft die Gewalt ihres Angriffes zu beeinflussen.
      Dementsprechend schwer tat sie sich, tödliche Treffer zu erlangen, aber dafür machte sie Aradan das Leben nicht unbedingt leichter. Sie tänzelte vor seinem Stab weg und umkreiste ihn, um ihn dazu zu bringen, über seine eigene Waffe zu stolpern. Letzten Endes war der Kampf wohl auf beiden Seiten nicht sehr ergiebig, aber zumindest konnten sie die Übung ihrer Bewegungen nachholen und sich gleichzeitig mit der ungewohnten Waffe auseinandersetzen.


      Elraya kam derweil der Aufforderung von Berek nach, indem sie Pria bediente. Das beschränkte sich stark auf kleinere Dienste, wie ihr etwas richtiges zu Essen zu besorgen, aber dennoch tat sie es ohne größeres Murren. Im Gegenzug verlangte Pria von Lodoz, dass er seine Schwester verband, nachdem er sowieso daran Schuld hatte und sie sich sonst Els Geächze den ganzen Tag anhören mussten. Schließlich setzten sich zusammen an einen neuen Plan.
      Als Berek zurückkam, hatten sie sich bereits geeinigt, die Gruppe in weiter Entfernung zum Eisernen Keiler zu konfrontieren, nachdem das Gasthaus zu dünne Wände hatte, um sie dort anständig überrumpeln zu können. Außerdem war wohl klar, dass sie sich den Mitgliedern größtenteils einzeln nähern mussten, wenn sie nicht die ganze Gruppe auf sich hetzen wollten.
      Pria saß weit zurückgelehnt auf ihrem Stuhl und hatte die Füße auf dem Tisch platziert. Sie regte sich nicht, als Berek zurückkam, warf ihm allerdings einen kurzen Blick zu. Elraya saß auf einem Stuhl zu ihrer Linken und beugte sich über die Kartensammlung auf dem Tisch, die sie neu ausgerichtet hatte, mit der Stadtkarte ganz oben. Lodoz wirkte eher unbeteiligt wirkte.
      "Oh, Berek! Und, sind sie genau so, wie Khil sie beschrieben hat?"
      Elraya wandte sich ausnahmsweise mal Berek zu, ohne sich dabei wieder ausziehen zu wollen, was wohl daran lag, dass sie von ihrer Eskapade mit ihrem Bruder noch genug hatte. Pria rümpfte die Nase bei dem Gedanken daran. Dann hörte sie sich an, was Berek zu berichten hatte.
      "Wir brauchen deine Einschätzung. Hör dir an, was wir haben.
      "
      Sie nickte zu den Karten, während sie mit dem Stuhl ein wenig vor und zurück schaukelte.
      "Wir werden sie zu zweit uns vornehmen, etwas anderes schaffen wir in unserem Zustand nicht, wenn sie tatsächlich nur eine Woche bleiben. Sie sind wohl alle eng miteinander verwogen, was bedeutet, dass wir eine zeitliche Eingrenzung haben. Wenn wir in der Nacht zuschlagen, könnten wir mehr Zeit haben, aber wenn etwas auffliegt, wären sie gleich alarmiert. Wenn wir sie allerdings tagsüber weglocken, dürften wir ein paar Stunden Zeit haben, bevor die anderen merken, dass etwas nicht stimmt."
      Sie verschränkte den gesunden Arm hinter dem Kopf.
      "Es hängt alles an diesem Aradan, er ist das Bindeglied. Die ganze Truppe hört auf ihn, die Kiste gehört ihm und sie behalten sie auch nur wegen ihm. Sobald wir Aradan fällen, wird der Rest wie eine Lawine auf uns einprasseln und die müssen wir dann nur noch richtig lenken, um sie in ihr eigenes Verderben zu führen.
      Der schwierigste wird wohl der Nordmann werden. Allein könnten wir ihn besiegen, aber nicht, wenn er noch Verstärkung hat. Ich hatte daran gedacht Aradan als Geißel zu nehmen, damit es gar nicht erst zu einem richtigen Kampf kommt, aber ich bin sehr skeptisch gegenüber seiner Fähigkeiten. Er ist zwar so etwas wie ein Katalysator, aber solange ich ihn nicht genau einschätzen kann, will ich mich nicht auf ihn einlassen.
      Diese Renera ist allerdings etwas anderes. Sie können wir eher noch überwältigen. Wir können sie verwenden, um an Aradan heranzukommen. Wir nehmen sie als Geißel, locken ihn her, erpressen die Kiste aus ihm und wenn wir beide vermeintlich wieder gehen lassen, schnappt unsere Falle zu. Dann müssen wir nur noch den Nordmann außer Gefecht setzen und der Rest sollte kein Problem mehr darstellen, solange wir Aradan als Druckmittel verwenden. Alles in allem wird das aber wohl eine gewaltige Kampfkraft, der wir uns stellen müssen."

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Codren ()

    • "Meine Muskeln sind zu schwer?!"
      Aradan sah tatsächlich verblüfft drein. Sah er etwa aus wie Valteri? Hatte sie ihn mit einem anderen Aradan verwechselt? Sie schien wohl komplett vergessen zu haben wie er gegen sie zum ersten Mal trainierte seit sich beide wieder getroffen haben. Und nun konnte er nicht mal wirklich zeigen dass sie sich irrte. Nicht nur wählte Renera tatsächlich eine Armbrust, welche eigentlich nur dafür erschaffen wurde Eindringlinge von Mauern fern zu halten, oder bestenfalls anstürmende Feinde nach ein bis zwei Schüssen außer Gefecht zu setzen, sondern war sie aufgrund ihrer Verletzung auch noch ziemlich gehandicapt. Was hätte Aradan also nun tun sollen? Sie schien so entschlossen eine Armbrust nehmen zu wollen, dass er es akzeptieren musste, wenngleich er sich im eigentlichen Kampf nicht nur arg zurück hielt, sondern auch unnötige Bewegungen ausübte, die er klar nicht beherrschte. Ihm war bewusst dass er deutlich effektiver mit einem Stab kämpfen konnte, doch das hätte unmittelbar zu Verletzungen geführt. Zwar wich Renera immer gut aus, doch kam sie auch kein einziges mal dazu ihren Bolzen zu spannen, was kein Wunder war. Dafür benötigte man viel Kraft und obendrein auch beide Arme, sowie das was ein Nahkämpfer einem Armbrustschützen wohl niemals gab... Zeit.
      Nach einer Weile hörte Aradan mit seinem Angriff auf und stellte sich grade hin, mit dem Stab auf dem Boden, einer Stützenden Säule gleich.
      "Du ich glaube das war eine schlechte Idee mit den Waffen. So ein Stab ist wohl einfach nichts für mich."
      Es kam ihm wie die beste Möglichkeit vor diesen seltsamen Kampf zu beenden.


      Als Berek seine Informationen an die Gruppe weiter gegeben hatte, forderte Pria seine Aufmerksamkeit um sich ihren Plan anzuhören, auf welchen er schon ziemlich gespannt war. Diese Lage war äußerst heikel und persönlich kam er noch nicht dazu über geeignete Wege nachzudenken.
      Was dann aber schon im aller ersten Satz zu hören war, lies ihn beinahe Baff da stehen. Sagte Pria grade tatsächlich dass sie plant diese Truppe angreifen zu wollen? Er selbst war der Einzige der keine klaffende Wunde am Körper hatte aber sie hatte den Mumm zu glauben dass zwei stark verletzte ausreichen um eine Person von denen zu bezwingen?
      Erst wollte Berek seinen Finger kurz anheben um zu Wort zu kommen, doch dann fuhr Pria schon fort, was seinen Blick auf den Boden warf um so lange zuzuhören bis sie ihren Plan erklärt hatte.
      Als das dann endlich der Fall war, sah er wieder auf und breitete seine Arme aus samt enttäuscht fragendem Blick in die Runde. Jeder bekam diesen kurz ab ehe er ungläubig fragte
      "Ist das wirklich eure Plan? Elraya muss nur an ihrer Seite erwischt werden. Oder auch nur etwas mehr Kraft aufwenden um auszuweichen. Lodoz hat nur einen Arm zur Verfügung. Sogar nur seinen Linken. Er mag Taff sein aber wenn auch er wird wohl kaum einen wuchtigen Hieb abwehren können. Und du Pria bist mehr Leiche als Mensch. Wie bitte stellst du dir also vor die Typen, welche das harte Leben außerhalb sicherer Mauern gewohnt sind, im Kampf angehen? Die sind auf der Lauer vor Läufern und all dem anderen Gesocks was draußen rum läuft. Glaubst du die lassen sich mal eben einzeln in eine dunkle Gasse locken?"
      Berek redete sich in eine Rage hinein, selbst kaum glaubend dass er das alles ansprechen musste. War er doch so von Pria, ihrer Gabe und üblicherweise ihrem Scharfsinn angetan, enttäuschte das heute vorgetragene enorm.
      Er konnte nichts anderes tun als sich die Stirn zu reiben ehe er versuchte ruhig zu bleiben.
      "Der schwierigste wird der Nordmann hm? Klar. Er wird ne harte Nuss. Viel mehr aber weil er stets auf der Lauer zu sein scheint. Im Kampf wird er keine harte Nuss, er wird unbezwingbar sein. Da müsste ich schon einen kompletten Weg mit Fallen ausstatten, in welche er auch noch hinein laufen muss, damit der Kerl fällt. Und selbst dann darf man bei solchen Riesen nicht ihre blinde Wut vergessen. Wenn solche Kerle ihrem Tod nahe sind, rasten die nochmal komplett aus. Vergiss einen Kampf mit dem also mal lieber wieder. Mach aber vor allem nicht den Fehler die Anderen zu unterschätzen. Ein Meisteralchemist kann dir mal einfach so einen Trank vor die Nase werfen, der beim zersplittern der Flasche ein toxisches Gas frei setzt. Da wäre eine enge Gasse dein garantierter Tod. Oder dieser Jarku. Ein Giftmischer wie er im Bilderbuch steht. Werden von seiner Klinge auch nur angeritzt und ihr werdet sterben, selbst wenn ich sofort zum Arzt rennt. Aber der aller größte Fehler, meine liebe Pria, war es die beiden Meloreaner zu unterschätzen. Was mich betrifft, sind diese Beiden die aller größte Gefahr. Nicht nur für uns, sondern für die ganze Stadt. Renera, eine in Melora ausgebildete Kämpferin, die ihr Leben in der Armee verbracht hat und scheinbar gut verbergen konnte woher sie stammt. Gefolgt von Aradan, der ebenfalls Kämpfend aufwuchs. Nur haben die Beiden nicht nur statt Babyrasseln, kleine Messer in der Wiege gehabt, sondern ist der Typ auch noch ein wandelndes DING. Keine Ahnung was in ihm ein Mensch ist und was ein Katalysator aber fakt ist dass wir uns nur ein mal kurz an einem Zauber vergreifen müssen und auch dann sind wir tot. Khil's Aussage nach kann er unsere Zauber absorbieren und sie für seine eigene Zwecke verstärkt wiedergeben. Passe ich also ein mal nicht auf und will aus dem Reflex heraus einen Feuerball auf ihn werfen, kommt er ein vielfaches stärker auf mich zurück. Ihr seht also. Der große Kerl ist da beinahe noch unser geringstes Problem. Der knackt uns im Kampf nur wie eine Nuss unter dem Huf eines Pferdes. Die anderen brauchen dabei nicht mal einen klaren Treffer um uns außer Gefecht zu setzen."
      Nun etwas Luft in den Raum lassend, sah er sich um und zuckte mit den Schultern.
      "Möchtet ihr vielleicht immer noch mit denen kämpfen?"
    • Der Übungskampf dauerte nicht lange, ehe Aradan ihn beendete. Renera musterte ihn und richtete sich ebenso auf.
      "Sollen wir die Waffen wechseln? Oder möchtest du überhaupt noch trainieren?"
      Sie hatte bei weitem noch nicht genug, allerdings wirkte Aradan nicht sehr befriedigt von ihrem Kampf.

      Elraya starrte Berek mit riesigen Augen an, Pria hörte auf, auf ihrem Stuhl zu kippeln und starrte ihn gleichfalls an. Beide wirkten so, als würden sie nervös darauf warten, dass Berek in seinen Wutanfall ausbrach, allerdings zeigte es sich bei beiden gänzlich unterschiedlich. Während Pria aufhörte sich so entspannt auf ihrem Stuhl zu räkeln und stattdessen unbewegt Berek anstarrte, trat in Elrayas Blick eine Neugier, mit der sie sich nach vorne lehnte. Beide verharrten in ihrer abwartenden Beobachtung, ehe mit seinem letzten Satz erst klar wurde, dass kein Wutausbruch folgen würde. Da entspannte Pria sich wieder, fing allerdings nicht wieder mit dem Kippeln an und verschränkte stattdessen die Arme vor der Brust.
      "Nein", beantwortete sie seine Frage missmutig.
      "Ich würd's machen", trällerte Elraya vergnügt, duckte sich dann aber doch ein wenig unter Bereks Blick weg.
      "Schön, also keine Gewalt."
      Sie zog die Füße vom Tisch und richtete sich ein wenig auf.
      "Und wie willst du es ohne schaffen? Möchtest du sie vielleicht zum Abendessen einladen und einen Deal aushandeln? Oder ein Ablenkungsmanöver starten, mit dem du die ganze Gruppe von der Kiste weglockst?"
      In ihrem Tonfall schwang eine gewisse Reizbarkeit mit, allerdings wirkte sie eher kleinlaut, so wie sie aufgehört hatte, sich in ihrer großspurigen Art auf dem Stuhl zurückzulehnen.
    • Aradan musste doch etwas schmunzeln. Es war irgendwie niedlich dass ihr nicht auffiel wie schwer er sich tat. Aber warum sollte er so lange hinter dem Berg halten. Also fasste er sich und nahm Renera die Armbrust ab.
      "Ich weiß der Plan war mit Waffen zu üben, mit welchen wir noch kaum Umgang haben, doch lass uns doch die gleiche Gattung nehmen okay? Ich bringe dir den Fernkampf noch bei, ganz wie früher. Aber nun wäre es nett wenn ich auch etwas Gegenwehr bekomme"
      Da bugte Aradan leicht mit seiner Faust gegen ihr Kinn und gab ihr den Stab.
      "Komm, auf ein neues. Zeig mir wie man damit richtig kämpft und ich werde in den Faustkampf über gehen. Du hast eine beträchtlich größere Reichweite, was es mir nicht leicht machen wird dich zu treffen. Wolln mal sehen ob ich dir wirklich nicht flink genug bin"
      Daraufhin sprang er einen satz zurück und fiel in eine besondere Kampfhaltung des Ostens. Dort kämpfte man immerzu Waffenlos, wodurch es eine schier unzählbare Vielfalt an Kampfarten gab. Keine davon hatte Aradan perfektionieren können. Bis man in Liurasch eine Kampfart Prüfung ablegen durfte, dauerte es viele Jahre und selbst dann bestand sie nicht jeder. Immerhin musste man um sie zu bestehen den Meister des Tempel's mindestens zwei mal im ernsten Kampf treffen. Dennoch nutzte Aradan die Kampfart welche er am besten beherrschte und immerhin einen einzigen Treffer erzielen konnte.. während der Meister sich einen Arm auf den Rücken gebunden hatte und Aradan nach dem ersten Treffer den linken Arm an drei Stellen brach... keine schöne Erinnerung aber ein Grund mehr zu trainieren.
      Seine Haltung galt keiner dieses Landes, was beim Waffenmeister direkt für offene, interessierte Augen sorgte.


      Im Unterschlupf konnte Berek mit ansehen wie die Stimmung aller beteiligten immer weiter sank. Hatte er ihren Willen etwa schon gebrochen? War das ernsthaft alles was sie sich vorgestellt haben? Die Bemerkung von Elraya bestrafte unmittelbar mit einem scharfen Blick, welchem sie perfekt auszuweichen vermochte. Sogar Lodoz wollte grade etwas dazu sagen, als er es sich aber verkniff. Vermutlich hätte er Elraya mit einem Angriff zugestimmt. Doch dann. Ein kleiner Lichtblick in diesem dunklen Plan. Pria lies das Wort fallen auf welches er gewartet hatte. Ablenkungsmanöver. Sofort schlug er mit seiner Hand hart auf den Tisch, wobei eine leere Flasche auf den Boden fiel.
      "DAS IST ES !!! Darauf habe ich gewartet Pria!"
      Direkt lehnte er sich mit seinen flachen Händen auf den Tisch und sah auf die Karten
      "Ein Ablenkungsmanöver ist exakt was wir brauchen. Und nein Pria. Ich will nicht auf Gewalt verzichten. Ich sage nur, dass WIR dem nicht entgegen sehen sollten. Ich habe mehr als genug Lemminge in dieser Stadt die Prügel einstecken können. Ich glaub kaum dass die Kiste in eine Hosentasche passt, also werden sie diese auch nicht mit nehmen wenn unvorhergesehene Ereignisse auftreten.
      Und darin liegt unsere Planung. Ich weiß auch nicht. Schaut euch die Karten an. Webt ein Netz. Bezahlt Kinder. Im westlichen Abteil gibt es doch diese ekelhafte Vagabunden Schenke. Die sind rund um die Uhr besoffen und reizbar. Wenn wir es schaffen könnten einen oder mehrere von denen dort hin zu bringen und eine Schlägerei vom Zaun zu brechen, müssen wir nur noch die richtigen Wachen entsenden und schon gehts vorerst in den Kerker. Ich wette das würde die Gruppe schon etwas aufscheuchen und genau dann müssen wir sie alle mit den Lemmingen beschäftigt halten um in Ruhe deren Zimmer zu durchsuchen.

      Ist das machbar Pria? Oder kennst du vielleicht sogar noch bessere Ablenkungen die in solchen fällen zieht?
      Was ist mit Elraya? Benutz ihre Brüste die sie so gerne präsentiert. Dieser Jarku soll nen kleinen Bruder haben. Kann man den nicht mit etwas Weiblichkeit in eine falsche Ecke locken? "

      Berek warf einen Gedanken nach den Nächsten in den Raum und hoffte dass Pria darin etwas machbares sah.
    • Aradans Bemerkung brachte Renera zum lächeln: ganz wie früher, tatsächlich. Seine Künste mit dem Bogen waren schon damals unübertroffen gewesen und wenn sie sich mehr mit dem Fernkampf auseinander setzen wollte, würde er wohl den perfekten Mentor abgeben.
      Sich nach all den Jahren einen neuen Meister zu suchen, war tatsächlich ein sehr erfrischender Gedanke - und dabei zweifelte sie keine Sekunde daran, dass Aradan den Bogen immernoch meisterte, auch, wenn er ihn in den letzten Jahren weniger benutzt hatte. Sein Geschick von damals konnte er durch diese kleine Pause kaum verlernt haben und damit gab es für sie wohl keinen besseren Meister.
      Sie nahm den Stab willig entgegen, wog auch ihn in den Händen, balancierte ihn in ihrer Linken und stellte sich schließlich damit auf. Die lange Waffe erforderte von ihr eine durchgehende Aufmerksamkeit auf ihren Körper, damit sie nicht sich selbst im Weg war, wodurch sie sich auf die Waffe mehr verlassen musste. Das war ein gänzlich anderes Gefühl als mit ihren Kurzschwertern, aber zumindest hatte sie darin mehr Übung als im Fernkampf.
      "Ich lass mich gerne überraschen."
      Und das tat Aradan tatsächlich, als er in eine Kampfhaltung verfiel, die Renera gänzlich unbekannt war. Er verzichtete auf die gewöhnliche Angriffshaltung und nutzte nicht einmal die meloraschen Haltungen, worauf sie eher noch getippt hätte. Sie unterzog ihm einen prüfendem Blick, mit dem sie sich die Prognose erlaubte, dass seine Haltung auf Beweglichkeit ausgelegt war, und verfiel im Gegenzug selbst in die Gipfelhaltung, einer aufrechten Position, die Standhaftigkeit vortäuschte, allerdings hinterrücks genug Platz ließ, um schnell nach hinten auszuweichen. Damit erhob sie ihren Stab, neigte ihn in Richtung Aradan und tänzelte auf ihn zu.

      Der unvermittelte Schlag von Berek ließ Pria doch tatsächlich zusammenzucken, was sie schnell überspielte, indem sie in der gleichen Bewegung ihre Haare nach hinten warf und ihre Beine wieder auf dem Tisch platzierte. Dann begab sie sich zurück in ihre kippelnde Ausgangsposition, als wäre ihr Part damit erledigt, allerdings behielt sie ihren Blick unentwegt auf Berek gerichtet und beobachtete ihn.
      Sein eigener Vorschlag entlockte Elraya einen enttäuschten Laut, allerdings beachtete sie sowieso im Moment keiner.
      "Wenn wir Titten brauchen, hole ich lieber welche aus dem Bordell, das sollte kein Problem sein. Und deine Raufbolde aufzutreiben ist auch kein Problem, sobald sie da sind. Aber was, wenn sie sich gar nicht erst dorthin locken lassen? Wir kennen die Leute nicht, wir haben keinen blassen Schimmer, wie sie drauf sind. Du hast erzählt, dass sie viel Gold zu haben scheinen und der Mann lesen kann; was, wenn sie überhaupt nicht an Kneipen interessiert sind? So viel Zeit müssen wir einplanen, um das herauszufinden. Und wenn sie lieber den ganzen Tag lesen, brauchen wir Bücher, um sie wegzulocken. Wo willst du in diesem gottverlassenen Loch Bücher auftreiben, ohne dich wieder mit dem Herzog anzulegen?"
      Sie rümpfte die Nase und sah dann selbst auf die Karten.
      "Wir wissen, dass sie auf den Markt gehen. Das müssen sie, wenn sie ihre Vorräte aufstocken wollen bevor sie weiterziehen. Wenn sie sich nicht in die Kneipe führen lassen, könnten wir sie spätestens dort aufhalten. Können deine Leute einen Aufstand am Marktplatz anzetteln? Das wird sicher dreimal so teuer. Langsam müssen wir auf unsere Ausgaben achten, jetzt, wo wir nichtmal die Steuerkiste vom Herzog bekommen haben."
    • Das zweite Training fing an. Aradan versuchte sich vorerst darauf zu konzentrieren jeden Hieb so knapp er nur konnte auszuweichen, da es bei einer solchen Waffe ohnehin schon schwer war die Distanz zum Angreifer mit bloßen Fäusten zu brechen. Dieser Stab war gute zwei Meter lang und sorgte bei guter Handhabung immer dafür dass dessen Gegenüber Schwierigkeiten haben soll nahe zu kommen. Aradan konnte sich also keinen Fehler erlauben, es sei denn er wollte heute Nacht mit schmerzen ins Bett, denn auch wenn man es nicht glaubte, war ein Treffer von einer solchen Waffe äußerst schmerzvoll. Mit dem Arm oder den Beinen abgewehrt, fühlte es sich an als würde der Knochen keinen zweiten Schlag durchhalten, zumindest sagten ihm das seine Erinnerungen.
      Die einzige Möglichkeit für Aradan war es also direkt in den Angriff über zu gehen, bevor Renera die Distanz mit dem ersten Hieb vorgeben konnte. Aradan entschied sich in seiner ersten Bewegung direkt einen frontalen Ausfallsprung zu machen, in welchem er seinen Körper direkt seitlich eindrehte um einen eventuell kommenden Konter sofort ausweichen zu können ohne den Stab blockieren zu müssen. So hätte er Renera direkt in Reichweite und war selbst der Taktgeber in diesem Tanz. Doch von nun an lag alles an Renera's Erfahrung. War sie in der Lage seinen hohen Druck stand zu halten? Hatte sie eventuell Tricks auf Lager die ihn doch in die Abwehr zwangen? Er würde es austesten indem er nun selbst versuchte eine Folge von tiefen Schlägen auszuführen während er immer schon im gleichen Zug einen Schritt näher kam um das Ausweichen zu erschweren.


      "Ein Bordell hm? Wusste gar nicht dass du dort Kontakte hast"
      Berek richtete sich auf und verschränkte die Arme vor sich während er alles vor seinem inneren Auge ablaufen lies.
      "Du hast schon Recht. Alles was wir nun tun ist mögliche Wege zu sammeln die in einer Ablenkung samt Aufruhr enden. Den Markt sollten wir aber zum letzten Ausweg machen. Das könnte schnell mal die ganze Stadt in einen Wandel zwingen wenn die Haupteinnahmequelle aller aufgemischt wird. Das wäre nicht nur für uns sehr viel teurer, sondern für alle für die nächsten Wochen, wenn nicht gar Monate. Aber wie du schon sagst, was wir vor allen Dingen brauchen, sind Informationen über jeden Einzelnen. Was sind deren Schwächen, haben sie Steckenpferde? Jeder Mensch lässt sich durch irgendetwas verleiten, wir müssen es nur in Erfahrung bringen. Elraya. Du bist ausgezeichnet in den Schatten unterwegs. Ich schlage vor dass du mal den Arzt aufsuchst um deine Seite untersuchen zu lassen. Vielleicht kann er dir einen Rat geben wie es schneller verheilt. Anschließend kannst du deine Augen offen halten, schön aus der Ferne. Kein direkter Kontakt mit denen. Versuch zu erfahren was diese Leute gerne tun.
      Und du Lodoz. Du gehst zum Alchemisten. Dieser Aradan und der große Kerl waren dort drin und haben sich reich ausstatten lassen. Geh zu ihm, sag ihm du kommst von mir und lass dir eine Liste anfertigen mit allen Dingen die von den Beiden gekauft wurden."

      Lodoz sagte nichts. Er stand nach wie vor streng dort und schien sich am meisten darauf zu konzentrieren grade zu stehen als alles andere. Zumindest grummelte er, was mehr oder weniger zu bedeuten hatte, dass er verstanden hat.
      Zu guter Letzt wartete Berek ab bis beide los gezogen waren um ihren Auftrag auszuführen. Erst als sie weg waren und ein paar Sekunden danach verstrichen, wandte sich Berek wieder Pria zu und löste seine verschränkten Arme.
      "Gut. Jetzt da die beiden weg sind. Sorgen wir zwei mal dafür etwas mehr über die Gruppe zu erfahren. Dafür haben wir von heute an eine wichtige Person in unseren Reihen. Ich ging mit dieser Khil eine Vereinbahrung ein. Wir bringen ihr bei wie man alleine in den Straßen einer Stadt klar kommt und im Gegenzug wird sie uns alles erzählen was sie über die Gruppe weiß. Und mal so ganz am Rande.. Sie wohnt bereits in eins der Zimmer"
      Er nickte in die Richtung der Tür ehe er sich auf den Weg machte vor Khil's Tür anzuglopfen, sich zu erkennen zu geben und um ihr zu versichern dass weder Elraya, noch Lodoz anwesend waren. Anschließend führte er Khil in den Gemeinschaftsraum wo er Khil mit Pria vertraut machte. Anschließend bot er ihr einen Stuhl an und kam direkt zum Punkt.
      "Also Khil. Wir brauchen Informationen. Du hast mir schon viel über diese Truppe erzählt. Doch was wir nun brauchen sind Details. Und zwar Details im Bezug auf deren Schwächen. Keine die den Kampf betreffen, viel mehr menschliche Schwächen."
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