Aradans Lachen zauberte ihm hübsche Grübchen auf die Wange, die Renera nicht entgingen. Sein Lächeln war geradezu ansteckend, es schien sich auf ihr eigenes Gesicht zu übertragen, ohne, dass sie es gewollt hätte.
Ihre Mundwinkel zuckten, dann versteifte sie sich jäh. Seit wann war sie denn so unglaublich fasziniert von Aradan? Sie waren doch schon seit gut zwei Wochen miteinander unterwegs, warum hatte sie gerade jetzt das Gefühl, als wolle sie ihm eine Chance geben? War das etwa immernoch der Alkohol in ihr?
Oder war es Khils Abwesenheit? War es der Umstand, dass sie zum ersten Mal alleine waren und Renera nicht ständig auf ihre Umgebung achten musste? War es, dass sie sich zum ersten Mal begegneten, ohne ihre Rollen als Anführer und Kampfmeisterin spielen zu müssen, ganz entbunden von jeglicher Pflicht, die sie sonst mit sich herumgetragen hätten?
Der Gedanke ängstigte Renera. Sie fühlte sich verletzlich wie an einer Wunde, die sie nicht abdecken konnte. Aradan machte es nicht besser, er setzte sich zu ihr und hüllte sie in seiner Fürsorge ein wie einer flaumigen Decke ohne Ecken und Kanten, in die sie sich nur reinfallen lassen musste. Allerdings hatte sie Angst vor dem Fallen.
Sie nahm das durchweichte Stück Brot wortlos entgegen und folgte seinem Ratschlag. Tatsächlich schien die breiige Konsistenz ihrem Magen eher zu entsprechen und sie hielt sich an diese Vorgehensweise, bis sie sich halbwegs satt fühlte. Dann trank sie vom Saft, während sie ihn dabei beobachtete, wie er sein eigenes Frühstück aß, so völlig entspannt und losgelöst von jeder Sorge. Das war ein anderer Aradan als der, der in der Nähe der Gruppe existierte, stets in Alarmbereitschaft und höchst aufmerksam gegenüber alles und jeden um ihn herum.
Sie stellte das Glas vor sich ab.
"Aradan, würdest du…"
Sie erstarrte. Was würde er? Sich mit einer Frau einlassen, die ihn zwar küsste, aber im gleichen Atemzug erzählte, dass sie nicht konnte? Die ihre Berufung über alles und jeden stellte, weil es das einzige war, durch das sie mit dem ganzen unbequemen Rest umgehen konnte? Die sich davor schämte sich im nackt zu zeigen, als hätte er noch nie eine Narbe gesehen?
Sie starrte für einen Moment in seine blauen Augen.
"Würdest du… äh… mir lesen beibringen?"
Lesen? Das war tatsächlich das erste, was ihr in den Sinn gekommen war? Hätte sie sich nicht wenigstens etwas halbwegs romantisches ausdenken können? Lesen?
Die Kreaturen sollten sie holen kommen - und Aradan gleich mit dazu, der alles zu wissen schien, nur nicht, wie man Gedanken las!
Ihre Mundwinkel zuckten, dann versteifte sie sich jäh. Seit wann war sie denn so unglaublich fasziniert von Aradan? Sie waren doch schon seit gut zwei Wochen miteinander unterwegs, warum hatte sie gerade jetzt das Gefühl, als wolle sie ihm eine Chance geben? War das etwa immernoch der Alkohol in ihr?
Oder war es Khils Abwesenheit? War es der Umstand, dass sie zum ersten Mal alleine waren und Renera nicht ständig auf ihre Umgebung achten musste? War es, dass sie sich zum ersten Mal begegneten, ohne ihre Rollen als Anführer und Kampfmeisterin spielen zu müssen, ganz entbunden von jeglicher Pflicht, die sie sonst mit sich herumgetragen hätten?
Der Gedanke ängstigte Renera. Sie fühlte sich verletzlich wie an einer Wunde, die sie nicht abdecken konnte. Aradan machte es nicht besser, er setzte sich zu ihr und hüllte sie in seiner Fürsorge ein wie einer flaumigen Decke ohne Ecken und Kanten, in die sie sich nur reinfallen lassen musste. Allerdings hatte sie Angst vor dem Fallen.
Sie nahm das durchweichte Stück Brot wortlos entgegen und folgte seinem Ratschlag. Tatsächlich schien die breiige Konsistenz ihrem Magen eher zu entsprechen und sie hielt sich an diese Vorgehensweise, bis sie sich halbwegs satt fühlte. Dann trank sie vom Saft, während sie ihn dabei beobachtete, wie er sein eigenes Frühstück aß, so völlig entspannt und losgelöst von jeder Sorge. Das war ein anderer Aradan als der, der in der Nähe der Gruppe existierte, stets in Alarmbereitschaft und höchst aufmerksam gegenüber alles und jeden um ihn herum.
Sie stellte das Glas vor sich ab.
"Aradan, würdest du…"
Sie erstarrte. Was würde er? Sich mit einer Frau einlassen, die ihn zwar küsste, aber im gleichen Atemzug erzählte, dass sie nicht konnte? Die ihre Berufung über alles und jeden stellte, weil es das einzige war, durch das sie mit dem ganzen unbequemen Rest umgehen konnte? Die sich davor schämte sich im nackt zu zeigen, als hätte er noch nie eine Narbe gesehen?
Sie starrte für einen Moment in seine blauen Augen.
"Würdest du… äh… mir lesen beibringen?"
Lesen? Das war tatsächlich das erste, was ihr in den Sinn gekommen war? Hätte sie sich nicht wenigstens etwas halbwegs romantisches ausdenken können? Lesen?
Die Kreaturen sollten sie holen kommen - und Aradan gleich mit dazu, der alles zu wissen schien, nur nicht, wie man Gedanken las!

